Beiträge vom März, 2009

Zwischenstand

Dienstag, 31. März 2009 23:41

Mit Abitur und Korrekturen befasst, der „normale“ Unterricht läuft natürlich auch weiter, bleibt gerade wenig überhaupt keine Zeit für intensive Reflexionsarbeit. Doch alles hat seine Zeit – und auch hier werden weiter Beiträge erscheinen. Nur eben kaum noch in dieser Woche.

Verwandte Artikel

Thema: Notizen | Kommentare (0) | Autor: Herr Larbig

Lernen im 21. Jahrhundert: Beispiele

Freitag, 27. März 2009 14:33

Es geht nicht mehr nur um das »Was« des Lernens, es geht heute auch und mit zunehmend zentraler Bedeutung auch um das »Wie« des Lernens. Wie kann ein solches Lernen im 21. Jahrhundert aussehen? Die Diskussionen sind im vollen Gang. Es bedarf gelungener Beispiele. Eine Sammlung von kurzen Filmen des Mobile Learning Institutes stellt solche gelungenen Beispiele vor. Die Filme sind übrigens hervorragend gemacht und – in Schwarzweiß, was ich ja nun schon aus ästhetischen Gründen sehr begrüße.

The Mobile Learning Institute’s film series “A 21st Century Education” profiles individuals who embrace and defend fresh approaches to learning and who confront the urgent social challenges that are part of a 21st century experience. “A 21st Century Education” compiles, in short film format, the best ideas around school reform. The series is meant to start, extend, or nudge the conversation about how to make change in education happen. via Mobile Learning Institute.

Verwandte Artikel

Thema: Kompetenzenförderung, Medien, Mediendidaktik, Medienkompetenz, Schlüsselkompetenzen, Unterricht, Wissenserwerb, lernen, vernetzen | Kommentare (1) | Autor: Herr Larbig

Handys und MP3-Geräte an der Schule?

Montag, 16. März 2009 2:16

Die an Schulen zu fördernden Kompetenzen stehen immer in einem engen Zusammenhang mit Wissen. Ohne Wissen keine Kompetenz! Und Unterricht, der nur Methoden verwendet, ohne diese immer mit den Inhalten zu koppeln bzw. aus den Inhalten abzuleiten, ist vermutlich nicht unbedingt guter Unterricht.

Zu dem Wissen und den damit verbundenen Kompetenzen, die Schule zu vermitteln hat, gehört nach den Lehrplänen auch Wissen über und kompetenter Umgang mit Medien, auch wenn diese in den Lehrplänen nach wie vor oft mit den »alten« Medien Zeitung und Film verbunden sind. Da aber die Lebenswelt mehr und mehr von »neuen« Medien geprägt ist, gehören diese natürlich auch in den Unterricht. Je nach persönlicher Einstellung der Lehrenden werden dann die Nachteile oder die Vorteile oder beides thematisiert und an Inhalte gebunden.

Ein paar Beispiel:

  • Wenn ich einen Roman lese und bislang ein Lesetagebuch führen lasse spricht inhaltlich nichts dagegen, ein Lesetagebuch als Blog zu führen und die Erfahrungen des Lesens und der verwendeten Arbeitsform zu reflektieren.
  • Schüler und Schülerinnen habe Ideen, die ich nicht habe: Ein Abiturient erstellt eine Lernkartei in Powerpoint und speichert die Folien mit Fragen und Antworten als Bilder, die er dann auf seinem Handy immer mit sich trägt und erfolgreich nutzt. Und ja, einen solchen Einsatz von Handys finde ich gut, wenn er für das Lernen effektiv ist.
  • Viele meiner Oberstufenschüler haben mit dem Handy Internetzugang. Auch wenn ich es noch nicht praktiziere, frage ich mich manchmal, ob im Kontext eigenständiger Lernprozesse dieses Instrument nicht genau so genutzt werden sollte, wie bisher z.B. verfügbare Wörterbücher, wobei gleichzeitig natürlich z.B. die Qualität von Internetinformationen zu reflektieren wäre. Allerdings wäre der Einsatz des Handys mit Internetzugang bei Klausuren wegen Missbrauchsrisiken nach wie vor nicht zu erlauben
  • MP3Player als Lerninstrument: Ich selbst gehöre zu den Leuten, die mit digitalem Diktiergerät arbeiten, gerade wenn es um meine Lektüren geht. Die Aufzeichnungen nutze ich, mit guter Verschlagwortung in meinem Audio-Verwaltungsprogramm, zum wiederholen und Lernen.1 – Viele Handys bieten die Möglichkeit zu Sprachnotizen und somit auch zum Lernen über das Hören, womit natürlich vor allem auditive Lerntypen angesprochen sind. (Stundenaufzeichnungen sind damit aber nicht unbedingt erlaubt, weil es da Gespräche gibt, an denen viele beteiligt sind und solche Aufnahmen nur möglich wären, wenn ALLE dem zustimmen.)
  • MP3Player als Lerninstrument zum Anhören von Podcasts: Viele Radiosender des öffentlichen Bereiches bieten nach wie vor hervorragende Bildungssendungen an. Eine Heranführung an solche Bildungsangebote findet in Schule noch viel zu wenig statt. Fachbezogene Podcasts und deren Reflexion im Unterricht – das wünsche ich mir für Unterricht.
  • Und dann natürlich die produktive Seite: Schüler die Blogs schreiben, Podcasts erstellen, die Fotofunktion von Handys (oder Digitalkameras) für Unterrichtsprojekte nutzen… All das ist nicht von Inhalten getrennt zu denken. Das Medium alleine macht noch keinen guten Unterricht, erst die Reflexion der Arbeit und der Methoden und Medien macht einen solchen möglich.
  • Schließlich: Schule muss Jugendliche in die Lage versetzen, ohne die Schule in komplexen Lebenswelten zurecht zu kommen. Dazu gehört auch der angemessene und vor allem produktive Umgang mit Handys, MP3-Playern, dem Internet, Foren etc. Schule bietet hier die Möglichkeit, aus dem unreflektierten Umgang mit diesen Medien heraus zu kommen.

Kurz noch zum Thema Missbrauch von Handys in der Schule: Natürlich werden Handys auch genutzt um Dinge zu tun, die Opfer erzeugen und illegal sind. Hier gilt es eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Schülerinnen und Schüler lernen können, was nicht geht! Und sei es nur, dass die Schülerinnen und Schüler wissen: Mein Lehrer ist in Sachen Internet kompetent, findet solche Sachen – und geht konsequent dagegen vor!

  1. Außerdem nutze ich, das aber nur am Rande, das Diktiergerät auch, um in für Unterrichtsdokumentationen knapp bemessenen Pausenzeiten Notizen zum Unterricht festzuhalten, da wir nun einmal ca. 7x schneller diktieren als schreiben können. []

Verwandte Artikel

Thema: Kompetenzenförderung, Lernen und Lehren, Medien, Mediendidaktik, Medienkompetenz, Medienkritik, Schlüsselkompetenzen, Unterricht, Wissenserwerb, lernen, vernetzen | Kommentare (6) | Autor: Herr Larbig

Herausforderung Medienpädagogik

Donnerstag, 12. März 2009 22:12

Resume: Dass die Nutzung digitaler Medien (nicht nur von Kindern und Jugendlichen) mit Risiken verbunden ist, die von Fragen des Datenschutzes bis hin zum Jugendschutz reichen, kann als unstrittig angesehen werden.

Um die Frage, wie mit diesen Risiken umgegangen werden kann (in der Politik, im Alltag des einzelnen Medienbenutzers, in medienpädagischen Kontexten etc.) gibt es hingegen reichlich Streit. Aus diesem Grunde versuche ich in diesem Beitrag eine Position und sich daraus ergebende Handlungsoptionen zu entwickeln, die die Risiken der Mediennutzung ernst nehmen, ohne die Notwendigkeit aus dem Blick zu verlieren, dass pädagogisches Handeln auch damit umgehen muss, dass digitale Medien mit immer größerer Selbstverständlichkeit im Privatleben und Beruf nicht nur eingesetzt werden sondern der kompetente Umgang mit diesen Medien immer stärker auch vorausgesetzt wird. [...]

Verwandte Artikel

Thema: Medien, Mediendidaktik, Medienkompetenz, Medienkritik, Schlüsselkompetenzen | Kommentare (4) | Autor: Herr Larbig

LdL-Erfahrungen in Mathe

Mittwoch, 11. März 2009 22:27

Christian Spannagel hat mit Studenten und »seinem Filmteam« den Mathematikunterricht von Erich Hammer in Würzburg besucht. Das Video ist noch nicht online, aber ein erster Erfahrungsbericht wurde bereits zur Verfügung gestellt. Ich finde diesen Bericht alleine und ohne Video  schon so spannend und anregend, dass ich nur zum Zwecke der Verlinkung dieses Berichtes hier schnell noch einen Blogeintrag anlege – Kategorie: Für alle an LdL (Lernen durch Lehren) Interessierten lesenswert!

LdL im Matheunterricht « chrisp’s virtual comments.

Verwandte Artikel

Thema: Lernen und Lehren, Pädagogik, Schlüsselkompetenzen, Unterricht, Wissenserwerb, lernen, vernetzen | Kommentare (1) | Autor: Herr Larbig

Stimmen der anderen: Lehrerfreund über herrlarbig.de

Sonntag, 8. März 2009 0:50

Zum ersten Mal schreibt jetzt eine andere Website etwas über mein Blog. Das finde ich klasse, das freut mich. (Dank an René Scheppler für den Hinweis). Der »Lehrerfreund« schreibt:

In den letzten zwei Jahren sind so viele private Lehrer/innensites aus dem Boden geschossen wie nie zuvor. Wir stellen Ihnen im ersten Teil unserer Lehrerblogschau 2009 die wichtigsten der jungen Blogs/Sites vor, Gründungsdatum ab 2007. …..
herrlarbig.de – Bildungs-Neuron | Lehrerblog
Blog mit unterschiedlichen Schwerpunkten – mal gibt es eine Zeit lang Fotos, dann wieder reflektierte Ausführungen über Wissenskonstruktion und Lernen mit Web 2.0, zwischendurch auch mal die Interpretation eines mittelhochdeutschen Gedichts. Schwerpunkte(e): (vernetzte) Lernprozesse, Tools zum Lernen, Deutschunterricht Erster Eintrag: 07/2008 Posts 01.11.2008-28.02.2009: 51 Software: WordPress

Ich finde, das ist eine treffende Beschreibung … und eine Rückmeldung, wie Dritte mein Blog wahrnehmen. Gemessen an der Zahl der Beiträge vom 1. November 2008 bis 28. Februar wird herrlarbig.de hier auf dem fünften Platz geführt. – Aber was wäre mein Blog, wenn es, abgesehen von der erfreulichen Zahl an Leserinnen und Lesern, nicht – im Zusammenhang mit aktiven Vernetzungen im Web (2.0) – neue und für mich enorm anregende Kontakte erzeugt hätte?! Dafür bin ich dankbar; darüber bin ich sehr glücklich; das ist das eigentlich Motivierende am Bloggen, Diskutuieren, Vernetzen, Kommentare schreiben etc.

Ein Wort für das, was mir gerade passiert: Flow! (Link zur englischen Wikipedia-Seite, da der deutsche Eintrag zur Zeit als verbesserungswert angesehen wird.)

Verwandte Artikel

Thema: Notizen, herrlarbig.de, über herrlarbig.de | Kommentare (0) | Autor: Herr Larbig

Wissen im 21. Jahrhundert (Did you know?)

Donnerstag, 5. März 2009 22:50

Das hier eingebettete Video »Did you know?« will ich nicht näher kommentieren, spricht es doch für sich eine klare Sprache! Mehr über die Hintergründe gibt es hier. Da es auf Englisch vorliegt, will ich aber die zentrale Aussage ins Deutsche übersetzen:

Wir bereiten heute Schüler für Berufe und Technologien vor, die noch gar nicht existieren … mit dem Ziel, Probleme zu lösen, von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass es Probleme sind. »Wir können Probleme nicht lösen, indem wir genau so denken wie in den Zeiten, in denen wir sie verursacht haben.« (Albert Einstein)

Verwandte Artikel

Thema: Kompetenzenförderung, Lernen und Lehren, Medien, Mediendidaktik, Medienkompetenz, Positionen, Pädagogik, Schlüsselkompetenzen, Unterricht, Wissenserwerb, lernen, vernetzen | Kommentare (3) | Autor: Herr Larbig