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	<title>Kommentare zu: Boykotteur oder Freak?</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
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		<title>Von: Andreas Kalt</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-421</link>
		<dc:creator>Andreas Kalt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 05:43:00 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Es w&#228;re sch&#246;n, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere &#228;hnliche Diskussion mitverfolgen w&#252;rde.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Dazu hat sich auch Werner Pr&#252;her schon Gedanken gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://lernenheute.wordpress.com/2009/04/18/wenn-gute-vorschlage-von-affen-nicht-akzeptiert-werden/&quot;&gt;Wenn gute Vorschl&#228;ge von Affen einfach nicht akzeptiert werden&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>Es w&#228;re sch&#246;n, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere &#228;hnliche Diskussion mitverfolgen w&#252;rde.</blockquote>

<p>Dazu hat sich auch Werner Pr&#252;her schon Gedanken gemacht.</p>

<p><a href="http://lernenheute.wordpress.com/2009/04/18/wenn-gute-vorschlage-von-affen-nicht-akzeptiert-werden/">Wenn gute Vorschl&#228;ge von Affen einfach nicht akzeptiert werden</a></p>
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		<title>Von: Karl Kirst</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-419</link>
		<dc:creator>Karl Kirst</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 20:53:10 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Ach, tut das gut, solch eine Diskussion zu lesen ;-)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r mich macht das Ganze (der Anlass gebende Artikel und die hier und an anderen Stellen gef&#252;hrte Diskussion) zwei Dinge deutlich:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Die Kritik, Lehrer und Lehrerinnen w&#252;ssten Computer und Internet nicht zu nutzen, sie w&#252;rden also aktuellen Entwicklungen hinterherhinken, geht von Annahmen aus, die wohl selbst den aktuellen Gegebenheiten hinterherhinken.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Wir lassen uns zum Gl&#252;ck nicht mehr (aus Ahnungslosigkeit oder vor lauter Technikgl&#228;ubigkeit) von jeder neuen Entwicklung und damit einhergehenden Prognosen und (vermeintlich notwendigen) Herausforderungen blenden, sondern setzen uns damit aktiv und konstruktiv auseinander.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Es w&#228;re sch&#246;n, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere &#228;hnliche Diskussion mitverfolgen w&#252;rde.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, tut das gut, solch eine Diskussion zu lesen <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>F&#252;r mich macht das Ganze (der Anlass gebende Artikel und die hier und an anderen Stellen gef&#252;hrte Diskussion) zwei Dinge deutlich:</p>

<ol>
<li><p>Die Kritik, Lehrer und Lehrerinnen w&#252;ssten Computer und Internet nicht zu nutzen, sie w&#252;rden also aktuellen Entwicklungen hinterherhinken, geht von Annahmen aus, die wohl selbst den aktuellen Gegebenheiten hinterherhinken.</p></li>
<li><p>Wir lassen uns zum Gl&#252;ck nicht mehr (aus Ahnungslosigkeit oder vor lauter Technikgl&#228;ubigkeit) von jeder neuen Entwicklung und damit einhergehenden Prognosen und (vermeintlich notwendigen) Herausforderungen blenden, sondern setzen uns damit aktiv und konstruktiv auseinander.</p></li>
</ol>

<p>Es w&#228;re sch&#246;n, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere &#228;hnliche Diskussion mitverfolgen w&#252;rde.</p>
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	<item>
		<title>Von: Andreas Kalt</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-418</link>
		<dc:creator>Andreas Kalt</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:12:41 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich daf&#252;r ein abstraktes Interface benutze.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Das ist f&#252;r mich auch das Argument gegen die digitale Alphabetisierung - die Bewegung der eigenen Hand auf dem Papier ist meines Erachtens deutlich direkter mit dem Ergebnis verbunden als das Tippen, das auf einem Monitor Zeichen erzeugt.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich daf&#252;r ein abstraktes Interface benutze.</blockquote>

<p>Das ist f&#252;r mich auch das Argument gegen die digitale Alphabetisierung &#8211; die Bewegung der eigenen Hand auf dem Papier ist meines Erachtens deutlich direkter mit dem Ergebnis verbunden als das Tippen, das auf einem Monitor Zeichen erzeugt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-417</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 15:35:38 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Uups - es hei&#223;t nat&#252;rlich &quot;haptisch&quot; - das mir...&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Uups &#8211; es hei&#223;t nat&#252;rlich &#8220;haptisch&#8221; &#8211; das mir&#8230;</p>
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		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-413</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 06:11:50 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Ich m&#246;chte einen neuen Typus hinzuf&#252;gen: Die Interfaceler. Ein Interfaceler bewegt sich sicher durch grafische Oberfl&#228;chen und kann sich auch neue schnell erschlie&#223;en. Interfaceler kommen zu erstaunlichen, &#228;sthetischen und komplexen Ergebnissen. Die meisten LuL, die im Netz unterwegs sind, d&#252;rften ganz oder teilweise Interfaceler sein.
Interfaceler sind manchmal abh&#228;ngig von ihrem Interface. Wenn die Datenbank hinter ihrem Blog abraucht, haben sie oft nicht einmal einen Dump zur Hand - geschweige denn k&#246;nnten sie ihn einspielen.  Interfaceler k&#246;nnen durch die Programmierer ihrer Interfaces manipuliert werden. Interfaceler k&#246;nnen an bestimmte Oberfl&#228;chen gebunden sein - was legitim ist. Interfaceler geraten schnell in eine Abh&#228;ngigkeit von ihrem, gewohnten Interface - das will ich nicht. Ich m&#246;chte verstehen, was hinter dem Interface geschieht, damit ich frei bin. Ein &lt;em&gt;auschlie&#223;liches&lt;/em&gt; Lernen im Netz (&#252;ber Interfaces) ist f&#252;r mich der Untergang des Abendlandes - es f&#252;hrt direkt in die technische Unm&#252;ndigkeit. Sehr gut l&#228;sst sich das am Automobil sehen. Das Interface ist sehr gut - der Birnenwechsel oft nur in der Werkstatt m&#246;glich. Das ist Kundenbindung, das ist gewollte Abh&#228;ngigkeit, die im IT-Bereich sp&#228;testens mit dem Cloud-Computing massiv Einzug halten wird. Wer die Interfaces kontrolliert, kontrolliert dann die Menschen. Die Beherrschung von Interfaces allein ist f&#252;r mich keine ausreichende Kompetenz. Ein Interface ist so entmenschlicht, dass es oft genug reale Beziehungen - die m&#252;hsam sind - substituiert. Nach der Logik k&#246;nnen wir auch zu Hause lernen, den physischen Lerngruppenverband brauchen wir nicht mehr.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich daf&#252;r ein abstraktes Interface benutze. So f&#252;hre ich es analog  in Chemie ein - erst zu Fu&#223;, dann mit dem Messsystem. Ich lerne dabei n&#228;mlich etwas &#252;ber das Backend des Interface. Das ist traditionelle Didaktik und Methodik. Vielleicht ist aber auch nicht alles schlecht - vielleicht ist manches einfach auch schlicht bew&#228;hrt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gilt eine didaktische Grenze zu ziehen: Wo beugt man sich gesellschaftlichen Entwicklungen und biedert sich didaktisch an und wo &#252;bernimmt man Verantwortung f&#252;r den Menschen unabh&#228;ngig von den Forderungen der Masse?&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich m&#246;chte einen neuen Typus hinzuf&#252;gen: Die Interfaceler. Ein Interfaceler bewegt sich sicher durch grafische Oberfl&#228;chen und kann sich auch neue schnell erschlie&#223;en. Interfaceler kommen zu erstaunlichen, &#228;sthetischen und komplexen Ergebnissen. Die meisten LuL, die im Netz unterwegs sind, d&#252;rften ganz oder teilweise Interfaceler sein.
Interfaceler sind manchmal abh&#228;ngig von ihrem Interface. Wenn die Datenbank hinter ihrem Blog abraucht, haben sie oft nicht einmal einen Dump zur Hand &#8211; geschweige denn k&#246;nnten sie ihn einspielen.  Interfaceler k&#246;nnen durch die Programmierer ihrer Interfaces manipuliert werden. Interfaceler k&#246;nnen an bestimmte Oberfl&#228;chen gebunden sein &#8211; was legitim ist. Interfaceler geraten schnell in eine Abh&#228;ngigkeit von ihrem, gewohnten Interface &#8211; das will ich nicht. Ich m&#246;chte verstehen, was hinter dem Interface geschieht, damit ich frei bin. Ein <em>auschlie&#223;liches</em> Lernen im Netz (&#252;ber Interfaces) ist f&#252;r mich der Untergang des Abendlandes &#8211; es f&#252;hrt direkt in die technische Unm&#252;ndigkeit. Sehr gut l&#228;sst sich das am Automobil sehen. Das Interface ist sehr gut &#8211; der Birnenwechsel oft nur in der Werkstatt m&#246;glich. Das ist Kundenbindung, das ist gewollte Abh&#228;ngigkeit, die im IT-Bereich sp&#228;testens mit dem Cloud-Computing massiv Einzug halten wird. Wer die Interfaces kontrolliert, kontrolliert dann die Menschen. Die Beherrschung von Interfaces allein ist f&#252;r mich keine ausreichende Kompetenz. Ein Interface ist so entmenschlicht, dass es oft genug reale Beziehungen &#8211; die m&#252;hsam sind &#8211; substituiert. Nach der Logik k&#246;nnen wir auch zu Hause lernen, den physischen Lerngruppenverband brauchen wir nicht mehr.</p>

<p>Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich daf&#252;r ein abstraktes Interface benutze. So f&#252;hre ich es analog  in Chemie ein &#8211; erst zu Fu&#223;, dann mit dem Messsystem. Ich lerne dabei n&#228;mlich etwas &#252;ber das Backend des Interface. Das ist traditionelle Didaktik und Methodik. Vielleicht ist aber auch nicht alles schlecht &#8211; vielleicht ist manches einfach auch schlicht bew&#228;hrt.</p>

<p>Es gilt eine didaktische Grenze zu ziehen: Wo beugt man sich gesellschaftlichen Entwicklungen und biedert sich didaktisch an und wo &#252;bernimmt man Verantwortung f&#252;r den Menschen unabh&#228;ngig von den Forderungen der Masse?</p>
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	<item>
		<title>Von: Fontanefan</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-408</link>
		<dc:creator>Fontanefan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 22:18:39 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Es gibt in Frankreich eine lange Tradition der Bek&#228;mpfung der Geb&#228;rdensprache bei Geh&#246;rlosen. Warum wohl?&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt in Frankreich eine lange Tradition der Bek&#228;mpfung der Geb&#228;rdensprache bei Geh&#246;rlosen. Warum wohl?</p>
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		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-407</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 13:29:10 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Keiner hat gesagt, dass die Sch&#252;ler nicht mit der Hand schreiben lernen sollen. Aber warum als erstes?
&gt;Au&#223;erdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU.&lt; Das ist eine Annahme. Ich halte sie nicht f&#252;r wahrscheinlich. Denn das Gehirn wird das, was es durch Mediennutzung wird. Digital N. im ernsthaften Sinne, also dijenigen, die zuerst mit dem digitalen Medium &quot;die Kulturtechnik Schreiben/Lesen&quot; lernen, sind anschlie&#223;end anders strukturiert als unsere. Sie haben andere funktionale Hirnorgane gebildet.
Leitmedium sagt eben nicht, dass es keine anderen Medien mehr g&#228;be. Es sagt nur, welches &quot;den Hut aufhat&quot; in der aktuellen Kultur. Die alten Medien finden unter dem neuen Leitmedium einen neuen Systemplatz. (nat&#252;rlich wird der Stift und das Papier zum Ersatz, wenn der Strom ausf&#228;llt. Aber eben zum Ersatz! Das ist es schon.)&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Keiner hat gesagt, dass die Sch&#252;ler nicht mit der Hand schreiben lernen sollen. Aber warum als erstes?
&gt;Au&#223;erdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU.&lt; Das ist eine Annahme. Ich halte sie nicht f&#252;r wahrscheinlich. Denn das Gehirn wird das, was es durch Mediennutzung wird. Digital N. im ernsthaften Sinne, also dijenigen, die zuerst mit dem digitalen Medium &#8220;die Kulturtechnik Schreiben/Lesen&#8221; lernen, sind anschlie&#223;end anders strukturiert als unsere. Sie haben andere funktionale Hirnorgane gebildet.
Leitmedium sagt eben nicht, dass es keine anderen Medien mehr g&#228;be. Es sagt nur, welches &#8220;den Hut aufhat&#8221; in der aktuellen Kultur. Die alten Medien finden unter dem neuen Leitmedium einen neuen Systemplatz. (nat&#252;rlich wird der Stift und das Papier zum Ersatz, wenn der Strom ausf&#228;llt. Aber eben zum Ersatz! Das ist es schon.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Larbig</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-406</link>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 13:22:20 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Kurze Anmerkung meinerseits: Ich schreibe leidenschaftlich gerne mit F&#252;llfederhalter und sammle diese auch ein wenig. Von daher d&#252;rfte meine emotionale Bindung an die Handschrift nachvollziehbar sein, eine Bindung, die ich nicht missen m&#246;chte und es gibt eben doch sehr viele Punkte, an denen es ohne Handschrift schwierig wird.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kurze Anmerkung meinerseits: Ich schreibe leidenschaftlich gerne mit F&#252;llfederhalter und sammle diese auch ein wenig. Von daher d&#252;rfte meine emotionale Bindung an die Handschrift nachvollziehbar sein, eine Bindung, die ich nicht missen m&#246;chte und es gibt eben doch sehr viele Punkte, an denen es ohne Handschrift schwierig wird.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Andreas Kalt</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-405</link>
		<dc:creator>Andreas Kalt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 13:18:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1408#comment-405</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.&lt;/blockquote&gt;
 Man k&#246;nnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Das k&#246;nnte man wahrscheinlich, und das Beispiel mit der Steintafel ist durchaus erhellend. Allerdings stellt sich die Frage, ob man denn M&#214;CHTE, dass k&#252;nftig die F&#228;higkeit, mit der Hand auf Papier zu schreiben nicht mehr gelernt wird. Es ist unwahrscheinlich, dass man in JEDEM Kontext des Alltags immer elektronisch kommunizieren kann - die Papiernotiz wird m. E. noch lange erhalten bleiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Au&#223;erdem halte ich das handschriftliche Schreiben einfach f&#252;r eine erhaltenswerte Kulturtechnik - auch wenn ich darin selbst bei weitem nicht (mehr) so gut bin, wie ich es gerne w&#228;re.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein weiterer Punkt ist die Komplexit&#228;t und Fehleranf&#228;lligkeit von elektronischen Ger&#228;ten, an der sich m.E. auch in absehbarer Zeit nichts &#228;ndern wird. Was n&#252;tzt mir die tollste &quot;interaktive Online-Collaboration&quot;, wenn die DSL-Leitung der Schule den vormittag &#252;ber nicht funktioniert. Und was mache ich dann, wenn meine Sch&#252;ler zwar tippen, aber nicht handschriftlich schreiben gelernt haben?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Au&#223;erdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch einen Schritt weiter gedacht (und das ist jetzt sehr apokalyptisch und spekulativ): Was, wenn die Weltgemeinschaft es NICHT schafft, die globale Ressourcen- und Umwelt-Krise zu meistern und wir eine Energiekrise erleben, in der Strom ein Luxusgut ist ...&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich stimme daher in Punkte mit Euch beiden &#252;berein: es MUSS wohl nicht sein, dass man lesen und schreiben im papiernen Medium erlernt, aber ich pers&#246;nlich w&#252;rde mir w&#252;nschen, dass es dennoch auf zuk&#252;nftig dabei bleibt.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote>Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.</blockquote>
 Man k&#246;nnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen</blockquote>

<p>Das k&#246;nnte man wahrscheinlich, und das Beispiel mit der Steintafel ist durchaus erhellend. Allerdings stellt sich die Frage, ob man denn M&#214;CHTE, dass k&#252;nftig die F&#228;higkeit, mit der Hand auf Papier zu schreiben nicht mehr gelernt wird. Es ist unwahrscheinlich, dass man in JEDEM Kontext des Alltags immer elektronisch kommunizieren kann &#8211; die Papiernotiz wird m. E. noch lange erhalten bleiben.</p>

<p>Au&#223;erdem halte ich das handschriftliche Schreiben einfach f&#252;r eine erhaltenswerte Kulturtechnik &#8211; auch wenn ich darin selbst bei weitem nicht (mehr) so gut bin, wie ich es gerne w&#228;re.</p>

<p>Ein weiterer Punkt ist die Komplexit&#228;t und Fehleranf&#228;lligkeit von elektronischen Ger&#228;ten, an der sich m.E. auch in absehbarer Zeit nichts &#228;ndern wird. Was n&#252;tzt mir die tollste &#8220;interaktive Online-Collaboration&#8221;, wenn die DSL-Leitung der Schule den vormittag &#252;ber nicht funktioniert. Und was mache ich dann, wenn meine Sch&#252;ler zwar tippen, aber nicht handschriftlich schreiben gelernt haben?</p>

<p>Au&#223;erdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU.</p>

<p>Noch einen Schritt weiter gedacht (und das ist jetzt sehr apokalyptisch und spekulativ): Was, wenn die Weltgemeinschaft es NICHT schafft, die globale Ressourcen- und Umwelt-Krise zu meistern und wir eine Energiekrise erleben, in der Strom ein Luxusgut ist &#8230;</p>

<p>Ich stimme daher in Punkte mit Euch beiden &#252;berein: es MUSS wohl nicht sein, dass man lesen und schreiben im papiernen Medium erlernt, aber ich pers&#246;nlich w&#252;rde mir w&#252;nschen, dass es dennoch auf zuk&#252;nftig dabei bleibt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-404</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 12:38:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1408#comment-404</guid>
		<description>&lt;p&gt;Interessanter Artikel. Klingt aber zeitweise so defensiv. Es geht doch nicht darum, sich als medienkompetenter Lehrer zu verteidigen? - Ich finde die Vision, dass alle Lehrer und Sch&#252;ler im Netz lernen &#252;berhaupt nicht unangenehm. Und ich halte sie f&#252;r realistisch. Wenn wir das in 10 Jahren nicht haben, dann hat unser Bildungssystem verk...
Ein Satz reizt mich zum Widerspruch:
&gt;Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.&lt; Das glaube ich nicht. Man k&#246;nnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen. wir haben in den 70ern Sch&#252;lern lesen und schreiben mit dem Druck-kasten und mit Stempeln beigebracht. Es gibt &#252;berhaupt keinen Grund, mit dem Stift auf Papier zu alphabetisieren! Im Gegenteil. Bildung ist digital realisiert in einer digitalen Kultur. 
Man k&#246;nnte ja sonst auch verlangen, dass man Steinmetzen als Alphabetisierungsmedium nehmen k&#246;nnte, denn es war schon fr&#252;her da ... oder wie w&#228;re es mit Wachst&#228;felchen? - Ich denke, dass man mit dem Handy oder Netbook prima alphabetisieren kann und das dann eben gleichzeitig der Anfang von computer literacy. Wieso ist Tastaturschreiben mit 10 Fingern nicht Bestandteil des Unterrichts? (Weil die meisten Lehrer es selbst nicht k&#246;nnen.) Aber seitdem mein Sohn das kann, schreibt er in einer Affengeschwindigkeit nat&#252;rlich viel l&#228;nger Texte als je zuvor. Voilà - die ganze Kritik an den Sch&#252;lern, die nur noch micro-texte hinkriegen - richtet sich gegen das System selbst.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessanter Artikel. Klingt aber zeitweise so defensiv. Es geht doch nicht darum, sich als medienkompetenter Lehrer zu verteidigen? &#8211; Ich finde die Vision, dass alle Lehrer und Sch&#252;ler im Netz lernen &#252;berhaupt nicht unangenehm. Und ich halte sie f&#252;r realistisch. Wenn wir das in 10 Jahren nicht haben, dann hat unser Bildungssystem verk&#8230;
Ein Satz reizt mich zum Widerspruch:
&gt;Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.&lt; Das glaube ich nicht. Man k&#246;nnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen. wir haben in den 70ern Sch&#252;lern lesen und schreiben mit dem Druck-kasten und mit Stempeln beigebracht. Es gibt &#252;berhaupt keinen Grund, mit dem Stift auf Papier zu alphabetisieren! Im Gegenteil. Bildung ist digital realisiert in einer digitalen Kultur. 
Man k&#246;nnte ja sonst auch verlangen, dass man Steinmetzen als Alphabetisierungsmedium nehmen k&#246;nnte, denn es war schon fr&#252;her da &#8230; oder wie w&#228;re es mit Wachst&#228;felchen? &#8211; Ich denke, dass man mit dem Handy oder Netbook prima alphabetisieren kann und das dann eben gleichzeitig der Anfang von computer literacy. Wieso ist Tastaturschreiben mit 10 Fingern nicht Bestandteil des Unterrichts? (Weil die meisten Lehrer es selbst nicht k&#246;nnen.) Aber seitdem mein Sohn das kann, schreibt er in einer Affengeschwindigkeit nat&#252;rlich viel l&#228;nger Texte als je zuvor. Voilà &#8211; die ganze Kritik an den Sch&#252;lern, die nur noch micro-texte hinkriegen &#8211; richtet sich gegen das System selbst.</p>
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