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	<title>Kommentare zu: Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Mar 2010 06:45:16 +0100</lastBuildDate>
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		<title>Von: Fontanefan</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1958</link>
		<dc:creator>Fontanefan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 22:05:46 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Besten Dank Herr Larbig, besten Dank Lisa Rosa! 
Leider ist es dennoch irgendwie verst&#228;ndlich, dass es Lehrer gibt, die weder von Bildungsstandards noch von Kompetenzmodellen etwas h&#246;ren wollen. Oder?&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Besten Dank Herr Larbig, besten Dank Lisa Rosa!<br />
Leider ist es dennoch irgendwie verst&#228;ndlich, dass es Lehrer gibt, die weder von Bildungsstandards noch von Kompetenzmodellen etwas h&#246;ren wollen. Oder?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Verschiedene Feeds in einem Wordpress.com Blog &#171; Blog as you teach</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1890</link>
		<dc:creator>Verschiedene Feeds in einem Wordpress.com Blog &#171; Blog as you teach</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 06:25:44 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Der Wichtigste Feed f&#252;r Leser ist nat&#252;rlich der Feed der eigentlichen Posts. Wenn man regelm&#228;&#223;ig auf den gleichen Blogs kommentiert, kann auch der allgemeine Kommentarfeed sehr n&#252;tzlich sein. Und f&#252;r Leute, die mehrmals t&#228;glich in den Feedreader schauen, lohnt sich evtl. auch der Kommentarfeed f&#252;r einen einzelnen Beitrag, wenn dort gerade eine intensive Diskussion im Gange ist, wie zum Beispiel in diesem Beitrag von Herrn Larbig. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Der Wichtigste Feed f&#252;r Leser ist nat&#252;rlich der Feed der eigentlichen Posts. Wenn man regelm&#228;&#223;ig auf den gleichen Blogs kommentiert, kann auch der allgemeine Kommentarfeed sehr n&#252;tzlich sein. Und f&#252;r Leute, die mehrmals t&#228;glich in den Feedreader schauen, lohnt sich evtl. auch der Kommentarfeed f&#252;r einen einzelnen Beitrag, wenn dort gerade eine intensive Diskussion im Gange ist, wie zum Beispiel in diesem Beitrag von Herrn Larbig. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1842</link>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 13:28:16 +0000</pubDate>
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		<description>Interessant ist, dass man bei der Kompetenz-Inhalts-Debatte schnell auf die Fragen der Bewertung &amp; Messung (Abfragen) kommt. Wir k&#246;nnen also scheinbar beim Thema &quot;Schule&quot; nicht g&#228;nzlich zwischen den Bildungszielen auf der einen Seite und der geforderten &#220;berpr&#252;fung und Messung andererseits trennen - auch nicht in der Theoriebildung.

W&#252;rde das System Bildung eigentlich aus sich selber darauf kommen, Messinstrumente zu installieren? Oder ist das eine Anforderung von einem anderem System (Wirtschaft?), die Irriationen schafft? 

&#220;berlege mir gerade, was mit den Bildungs-Zertifikaten ist. Wie verteilen wir die - basierend auf Inhalten und Kompetenzen - wenn wir das Messen aufgeben? 

... Teufelskreise ....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant ist, dass man bei der Kompetenz-Inhalts-Debatte schnell auf die Fragen der Bewertung &amp; Messung (Abfragen) kommt. Wir k&#246;nnen also scheinbar beim Thema &#8220;Schule&#8221; nicht g&#228;nzlich zwischen den Bildungszielen auf der einen Seite und der geforderten &#220;berpr&#252;fung und Messung andererseits trennen &#8211; auch nicht in der Theoriebildung.</p>
<p>W&#252;rde das System Bildung eigentlich aus sich selber darauf kommen, Messinstrumente zu installieren? Oder ist das eine Anforderung von einem anderem System (Wirtschaft?), die Irriationen schafft? </p>
<p>&#220;berlege mir gerade, was mit den Bildungs-Zertifikaten ist. Wie verteilen wir die &#8211; basierend auf Inhalten und Kompetenzen &#8211; wenn wir das Messen aufgeben? </p>
<p>&#8230; Teufelskreise &#8230;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1840</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 07:07:28 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;ABFRAGEN lassen sich Kompetenzen nicht – weil man ja nur Kognitives daf&#252;r kriegt, und Kompetenzen enthalten zwar Kognitives, sind damit aber noch lange nicht ersch&#246;pft. Im &#220;brigen wissen wir ja, dass beim Abfragen oft nicht “ehrlich” geantwortet wird, sondern das, wovon der Sch&#252;ler wei&#223;, dass es der Lehrer h&#246;ren will.&quot;

Das ist eine in meinen Augen v&#246;llig unzul&#228;ssige Generalisierung und damit f&#252;r mich als Argumentationsansatz untauglich. Ich glaube, dass Lehr-/Lernsituationen von verschiedenen Menschen gepr&#228;gt werden, sodass es auch verschiedene Grade der Ehrlichkeit beim Abfragen gibt. Betrugsm&#246;glichkeiten gibt es gerade bei Projekten viel mehr, sodass sich beide Formen in dieser Hinsicht kaum unterscheiden d&#252;rften. Man kann auich Prozesse bzw. die Dokumentation von Prozessen in Klassenarbeiten dokumentieren lassen und bewerten - in etwa eine Gliederung.
Das Ganze hat ein erhebliches Henne/Ei-Problem. Unterricht nach diesem Modell setzt Kompetenzen gerade im selbstrelexiven Bereich voraus, &#252;ber die viele Erwachsene nicht verf&#252;gen d&#252;rften und die daher schnell eine demotivierende &#220;berforderung darstellen. Leuchtt&#252;rme und Beispiele wird es immer f&#252;r das eine oder andere geben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;ABFRAGEN lassen sich Kompetenzen nicht – weil man ja nur Kognitives daf&#252;r kriegt, und Kompetenzen enthalten zwar Kognitives, sind damit aber noch lange nicht ersch&#246;pft. Im &#220;brigen wissen wir ja, dass beim Abfragen oft nicht “ehrlich” geantwortet wird, sondern das, wovon der Sch&#252;ler wei&#223;, dass es der Lehrer h&#246;ren will.&#8221;</p>
<p>Das ist eine in meinen Augen v&#246;llig unzul&#228;ssige Generalisierung und damit f&#252;r mich als Argumentationsansatz untauglich. Ich glaube, dass Lehr-/Lernsituationen von verschiedenen Menschen gepr&#228;gt werden, sodass es auch verschiedene Grade der Ehrlichkeit beim Abfragen gibt. Betrugsm&#246;glichkeiten gibt es gerade bei Projekten viel mehr, sodass sich beide Formen in dieser Hinsicht kaum unterscheiden d&#252;rften. Man kann auich Prozesse bzw. die Dokumentation von Prozessen in Klassenarbeiten dokumentieren lassen und bewerten &#8211; in etwa eine Gliederung.<br />
Das Ganze hat ein erhebliches Henne/Ei-Problem. Unterricht nach diesem Modell setzt Kompetenzen gerade im selbstrelexiven Bereich voraus, &#252;ber die viele Erwachsene nicht verf&#252;gen d&#252;rften und die daher schnell eine demotivierende &#220;berforderung darstellen. Leuchtt&#252;rme und Beispiele wird es immer f&#252;r das eine oder andere geben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1836</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 14:14:34 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Maik, die Sache mit dem Messen von Kompetenzen sehe ich so:
ABFRAGEN lassen sich Kompetenzen nicht - weil man ja nur Kognitives daf&#252;r kriegt, und Kompetenzen enthalten zwar Kognitives, sind damit aber noch lange nicht ersch&#246;pft. Im &#220;brigen wissen wir ja, dass beim Abfragen oft nicht &quot;ehrlich&quot; geantwortet wird, sondern das, wovon der Sch&#252;ler wei&#223;, dass es der Lehrer h&#246;ren will. Also Abfragen bringt besonders dann nichts, wenn es um Haltungen und Einstellungen (volitionales) geht. Zum MESSEN braucht man eine Stufung: Also ganz grob z.B. &quot;basic&quot; &quot;intermedi&#228;r&quot; &quot;elaboriert&quot;. Kann man machen (und gibt es z.B. im K&#246;rbermodell bez&#252;glich Kompetenzen historischen Denkens sehr &#252;berzeugend). Bleibt die Frage des MESSINSTRUMENTS: Klassenarbeit? - Kognitives. Aber z.B. das Produkt einer Projektarbeit? passt eher. Z.B. wenn das &quot;Produkt&quot; weit genug definiert ist und auch enthalten kann, dass eine Gruppe von Sch&#252;lern in Zusammenarbeit mit einem Betrieb das Kalibrierungsproblem f&#252;r ein computerbetriebenes Fernrohr gel&#246;st hat. (Derartiges gibt es tats&#228;chlich als Sch&#252;lerleistungen.)
Eine wichtige Frage ist immer auch: Wozu soll gemessen werden. 
a) um die Sch&#252;ler zwecks Zertifikaterteilung zu pr&#252;fen?
b) um die Qualit&#228;t des Unterricht zu evaluieren? - So wie Du es Dir w&#252;nschst.
c) um den Lernstand eines Sch&#252;lers zu diagnostizieren, damit man die weiteren Lernhandlungen (Zone der n&#228;chsten Entwicklung) bestimmen und ihn am besten f&#246;rdern kann?

Alle drei Evaluierungsziele sind v&#246;llig verschieden. Und sie brauchen v&#246;llig verschiedene ad&#228;quate Instrumente. Manch eines gibt es schon, ist erprobt und kann bleiben oder modifiziert werden. Manche m&#252;ssen neu entwickelt werden. Ob zur Evaluation der Qualit&#228;t von Unterricht ausgerechnet die Klassenarbeit gut passt, wage ich zu bezweifeln. Sch&#252;lerfeedback, Sch&#252;lerInterviews, Performen in einer Ernstsituation - wie oben im Projektprodukt -, Analyse von Videoaufzeichnungen vom Unterricht (um z.B.die Qualit&#228;t des Unterrichtsgespr&#228;chs zu beurteilen) ... es gibt viele andere M&#246;glichkeiten, zu evaluieren. Die passen nat&#252;rlich nicht alle in das Strukturmodell Schulalltag, so wie er jetzt ist. Aber soll das hei&#223;en, wir m&#252;ssen bis zum St. Nimmerleinstag auf diesem Strukturmodell der gegenw&#228;rtigen Praxis hocken bleiben, auf Innovationen verzichten, weiterhin teaching for testing machen? Sollen wir die Lehr-Lernprozesse den Messinstrumenten anpassen oder vielleicht doch lieber umgekehrt? Da renne ich nat&#252;rlich offene T&#252;ren ein und es sind lauter rhetorische Fragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Maik, die Sache mit dem Messen von Kompetenzen sehe ich so:<br />
ABFRAGEN lassen sich Kompetenzen nicht &#8211; weil man ja nur Kognitives daf&#252;r kriegt, und Kompetenzen enthalten zwar Kognitives, sind damit aber noch lange nicht ersch&#246;pft. Im &#220;brigen wissen wir ja, dass beim Abfragen oft nicht &#8220;ehrlich&#8221; geantwortet wird, sondern das, wovon der Sch&#252;ler wei&#223;, dass es der Lehrer h&#246;ren will. Also Abfragen bringt besonders dann nichts, wenn es um Haltungen und Einstellungen (volitionales) geht. Zum MESSEN braucht man eine Stufung: Also ganz grob z.B. &#8220;basic&#8221; &#8220;intermedi&#228;r&#8221; &#8220;elaboriert&#8221;. Kann man machen (und gibt es z.B. im K&#246;rbermodell bez&#252;glich Kompetenzen historischen Denkens sehr &#252;berzeugend). Bleibt die Frage des MESSINSTRUMENTS: Klassenarbeit? &#8211; Kognitives. Aber z.B. das Produkt einer Projektarbeit? passt eher. Z.B. wenn das &#8220;Produkt&#8221; weit genug definiert ist und auch enthalten kann, dass eine Gruppe von Sch&#252;lern in Zusammenarbeit mit einem Betrieb das Kalibrierungsproblem f&#252;r ein computerbetriebenes Fernrohr gel&#246;st hat. (Derartiges gibt es tats&#228;chlich als Sch&#252;lerleistungen.)<br />
Eine wichtige Frage ist immer auch: Wozu soll gemessen werden.<br />
a) um die Sch&#252;ler zwecks Zertifikaterteilung zu pr&#252;fen?<br />
b) um die Qualit&#228;t des Unterricht zu evaluieren? &#8211; So wie Du es Dir w&#252;nschst.<br />
c) um den Lernstand eines Sch&#252;lers zu diagnostizieren, damit man die weiteren Lernhandlungen (Zone der n&#228;chsten Entwicklung) bestimmen und ihn am besten f&#246;rdern kann?</p>
<p>Alle drei Evaluierungsziele sind v&#246;llig verschieden. Und sie brauchen v&#246;llig verschiedene ad&#228;quate Instrumente. Manch eines gibt es schon, ist erprobt und kann bleiben oder modifiziert werden. Manche m&#252;ssen neu entwickelt werden. Ob zur Evaluation der Qualit&#228;t von Unterricht ausgerechnet die Klassenarbeit gut passt, wage ich zu bezweifeln. Sch&#252;lerfeedback, Sch&#252;lerInterviews, Performen in einer Ernstsituation &#8211; wie oben im Projektprodukt -, Analyse von Videoaufzeichnungen vom Unterricht (um z.B.die Qualit&#228;t des Unterrichtsgespr&#228;chs zu beurteilen) &#8230; es gibt viele andere M&#246;glichkeiten, zu evaluieren. Die passen nat&#252;rlich nicht alle in das Strukturmodell Schulalltag, so wie er jetzt ist. Aber soll das hei&#223;en, wir m&#252;ssen bis zum St. Nimmerleinstag auf diesem Strukturmodell der gegenw&#228;rtigen Praxis hocken bleiben, auf Innovationen verzichten, weiterhin teaching for testing machen? Sollen wir die Lehr-Lernprozesse den Messinstrumenten anpassen oder vielleicht doch lieber umgekehrt? Da renne ich nat&#252;rlich offene T&#252;ren ein und es sind lauter rhetorische Fragen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: mccab99</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1835</link>
		<dc:creator>mccab99</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 11:14:45 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, Lisa, f&#252;r Erkenntnis, dass zwischen Kompetenzdefinition und ihrer Umsetzung/Ausgestaltung in den Curricula ein Spannungsfeld besteht. Das war mir als &quot;Lehrplanleser&quot; so nicht bekannt. 

&quot;Kompetenz ist &#039;die bei Individuen verf&#252;gbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven F&#228;higkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu l&#246;sen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und F&#228;higkeiten, um die Probleml&#246;sungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu k&#246;nnen.&#039;&quot;

Nach dieser Definition sind Kompetenzen nicht messbar, weil die psychischen Prozesse, die zu einem solcherma&#223;en definierten Ziel f&#252;hren, derma&#223;en komplex sein d&#252;rften, dass soetwas wie &quot;Leistungsmessung&quot; mir in diesem Kontext absurd erscheint. Haben wir keine brauchbaren Instrumente zu dieser &quot;Leistungsermittlung&quot;, so besteht in meinen Augen die Gefahr einer stark subjektivierten &quot;Bewertung&quot;, der sich SuS jetzt noch in Teilen (oder bestimmten F&#228;chern) durch Sachwissen entziehen k&#246;nnen. Ich h&#228;nge nicht an traditioneller Leistungs&#252;berpr&#252;fung. Ich pers&#246;nlich brauche aber ein Instrument zur Reflektion meines eigenen Unterrichts mit dem Ziel einer evolution&#228;ren Optimierung desselben durch die Zeit, was in Ans&#228;tzen eine objektive &#220;berpr&#252;fung gestattet - klassische Klassenarbeiten sind in Teilen ein solches Instrument, weil darin schon meinen Unterricht teilweise wiedererkenne - in St&#228;rken und Schw&#228;chen. Das d&#252;rfte schwierig in der Realisierung werden mit Worten wie &quot;Bildungsstandards&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Lisa, f&#252;r Erkenntnis, dass zwischen Kompetenzdefinition und ihrer Umsetzung/Ausgestaltung in den Curricula ein Spannungsfeld besteht. Das war mir als &#8220;Lehrplanleser&#8221; so nicht bekannt. </p>
<p>&#8220;Kompetenz ist &#8216;die bei Individuen verf&#252;gbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven F&#228;higkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu l&#246;sen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und F&#228;higkeiten, um die Probleml&#246;sungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu k&#246;nnen.&#8217;&#8221;</p>
<p>Nach dieser Definition sind Kompetenzen nicht messbar, weil die psychischen Prozesse, die zu einem solcherma&#223;en definierten Ziel f&#252;hren, derma&#223;en komplex sein d&#252;rften, dass soetwas wie &#8220;Leistungsmessung&#8221; mir in diesem Kontext absurd erscheint. Haben wir keine brauchbaren Instrumente zu dieser &#8220;Leistungsermittlung&#8221;, so besteht in meinen Augen die Gefahr einer stark subjektivierten &#8220;Bewertung&#8221;, der sich SuS jetzt noch in Teilen (oder bestimmten F&#228;chern) durch Sachwissen entziehen k&#246;nnen. Ich h&#228;nge nicht an traditioneller Leistungs&#252;berpr&#252;fung. Ich pers&#246;nlich brauche aber ein Instrument zur Reflektion meines eigenen Unterrichts mit dem Ziel einer evolution&#228;ren Optimierung desselben durch die Zeit, was in Ans&#228;tzen eine objektive &#220;berpr&#252;fung gestattet &#8211; klassische Klassenarbeiten sind in Teilen ein solches Instrument, weil darin schon meinen Unterricht teilweise wiedererkenne &#8211; in St&#228;rken und Schw&#228;chen. Das d&#252;rfte schwierig in der Realisierung werden mit Worten wie &#8220;Bildungsstandards&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1833</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 11:39:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1833</guid>
		<description>3
Fundamental wichtig finde ich in Herrn Larbigs Ausf&#252;hrungen die Kl&#228;rung, dass Kompetenzorientierung (im Weinertschen Sinne) sich nicht mit Standardisierungsvorstellungen vertr&#228;gt. &quot;One size fits all&quot; kann in diesem Sinne kaum zur Erreichung von key competencies f&#252;hren, also zur selbstst&#228;ndigen Wissenskonstruktionen und eigenen Deutungen - allenfalls zur &#220;bernahme von vorgegebenen &quot;Wissensbest&#228;nden&quot; und Deutungen von Welt. Ich denke auch, dass Kompetenzen oder Literacy wie Herr Larbig sie versteht, nur mit individuellen offenen Curricula m&#246;glich ist. Klar krempelt das im Grunde das ganze bestehende Bildungssystem um. Davor scheuen Bildungspolitik und Bildungsadminitration der bestehenden Institutionen zur&#252;ck. Die Bildungsstandards Geschichte bspw. widersprechen schon im Ansatz dem Kompetenzmodell &quot;Historisches Denken&quot; von Schreiber/K&#246;rber/v. Borries&quot;. Letztere werden darum auch nicht von den Bildungsplanmachern aufgenommen. Wie widerspr&#252;chlich die Praxis derzeit aussehen kann: Ich arbeite mit K&#246;rber zusammen und biete Lehrerfortbildungen auf der Grundlage des Kompetenzmodells an - und neben mir und &#252;ber den Hof r&#252;ber sitzen die Lehrplangestalter und passen die Lehrpl&#228;ne an die Bildungsstandards Geschichte an.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>3<br />
Fundamental wichtig finde ich in Herrn Larbigs Ausf&#252;hrungen die Kl&#228;rung, dass Kompetenzorientierung (im Weinertschen Sinne) sich nicht mit Standardisierungsvorstellungen vertr&#228;gt. &#8220;One size fits all&#8221; kann in diesem Sinne kaum zur Erreichung von key competencies f&#252;hren, also zur selbstst&#228;ndigen Wissenskonstruktionen und eigenen Deutungen &#8211; allenfalls zur &#220;bernahme von vorgegebenen &#8220;Wissensbest&#228;nden&#8221; und Deutungen von Welt. Ich denke auch, dass Kompetenzen oder Literacy wie Herr Larbig sie versteht, nur mit individuellen offenen Curricula m&#246;glich ist. Klar krempelt das im Grunde das ganze bestehende Bildungssystem um. Davor scheuen Bildungspolitik und Bildungsadminitration der bestehenden Institutionen zur&#252;ck. Die Bildungsstandards Geschichte bspw. widersprechen schon im Ansatz dem Kompetenzmodell &#8220;Historisches Denken&#8221; von Schreiber/K&#246;rber/v. Borries&#8221;. Letztere werden darum auch nicht von den Bildungsplanmachern aufgenommen. Wie widerspr&#252;chlich die Praxis derzeit aussehen kann: Ich arbeite mit K&#246;rber zusammen und biete Lehrerfortbildungen auf der Grundlage des Kompetenzmodells an &#8211; und neben mir und &#252;ber den Hof r&#252;ber sitzen die Lehrplangestalter und passen die Lehrpl&#228;ne an die Bildungsstandards Geschichte an.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1832</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 10:57:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1832</guid>
		<description>2
Das bisher &#252;berzeugendste Kompetenzmodell f&#252;r ein Fach/eine Dom&#228;ne ist das f&#252;r Geschichte:
K&#246;rber, Andreas; Schreiber, Waltraud; Sch&#246;ner, Alexander (Hgg.; 2007): Kompetenzen historischen Denkens. Ein Strukturmodell als Beitrag zur Kompetenzorientierung in der Geschichtsdidaktik. Neuried: ars una
Im Netz gibt es eine ppt f&#252;r die Lehrerfortbildung, da kann man ein bi&#223;chen was davon sehen: 
Waltraud Schreiber, Geschichte denken statt pauken. http://www.geschichtsunterricht-anders.de/lehrerfortbildung/Theorie.pdf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>2<br />
Das bisher &#252;berzeugendste Kompetenzmodell f&#252;r ein Fach/eine Dom&#228;ne ist das f&#252;r Geschichte:<br />
K&#246;rber, Andreas; Schreiber, Waltraud; Sch&#246;ner, Alexander (Hgg.; 2007): Kompetenzen historischen Denkens. Ein Strukturmodell als Beitrag zur Kompetenzorientierung in der Geschichtsdidaktik. Neuried: ars una<br />
Im Netz gibt es eine ppt f&#252;r die Lehrerfortbildung, da kann man ein bi&#223;chen was davon sehen:<br />
Waltraud Schreiber, Geschichte denken statt pauken. <a href="http://www.geschichtsunterricht-anders.de/lehrerfortbildung/Theorie.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.geschichtsunterricht-anders.de/lehrerfortbildung/Theorie.pdf'>http://www.geschichtsunterricht-anders.de/lehrerfortbildung/Theorie.pdf</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1831</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 10:45:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1831</guid>
		<description>Die Frage ist immer, welchen Kompetenzbegriff man hat. Auch im Englischen gibt es den Begriff competency und ist also auch nicht etwa identisch mit skills oder ability. Das Problem ist: Nehmen wir einen Alltagsbegriff -mit einem entsprechend gro&#223;en Assoziationsfeld und vielen Synonyma - oder benutzen wir in der bildungsdiskussion einen wissenschaftlichen Begriff? Auch bei letzterem gibt es unterschiedliche Definitionen. Die weitestgehende und in internationalen Zusammenh&#228;ngen bevorzugte Def. stammt von Franz E. Weinert: Kompentenz ist „die bei Individuen verf&#252;gbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven F&#228;higkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu l&#246;sen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und F&#228;higkeiten, um die Probleml&#246;sungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu k&#246;nnen.“ 
Man sieht: Hier wird nicht Kompetenz gegen &quot;Inhalt&quot; oder &quot;Wissen&quot; gesetzt, im Gegenteil: Kompetenz ist die am Handeln messbare umfassende F&#228;higkeit, ein Problem zu l&#246;sen, schlie&#223;t also selbstverst&#228;ndlich kognitives Wissen - &quot;Inhalte&quot; - mit ein. Einen umfassenderen Begriff daf&#252;r, etwas zu K&#246;nnen/zu Wissen haben wir gar nicht.
Nun wird Kompetenz ja nicht nur in den Bildungswissenschaften - mit wissenschaftlichem Begriff - verwendet, sondern v.a. in der Bildungspolitik und in den Lehrpl&#228;nen. In der Bildungspolitik weit oben international st&#252;tzt man sich tats&#228;chlich auf Weinerts Begriff. Herausgekommen sind z.B. die wirklich sehr guten &quot;definition and selection of cey competencies&quot;, die unten in der Bildungsadministration der Lehrplanwelt leider kaum jemand kennt. In der &quot;Lehrplangestalterwelt&quot; gibt es zwei Modi des Sprechens: a) Absichtsgeschwurbel in der Einleitung. Da ist oft viel von Kompetenzen, m&#246;glicherweise heute sogar von &quot;Kompetenzen in der Wissensgesellschaft&quot; die Rede - in unverbindlichem mal mehr, mal weniger koh&#228;rentem und logischem Stil, je nach Sprachf&#228;higkeit des formulierenden Personals. Im zweiten Teil geht&#039;s dann zur Pragmatik &#252;ber. Oft gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang zwiwschen Teil 1 (normative Absichtserkl&#228;rungen) und Teil 2 (der eigentliche Lehrplan). Teil 2 ist h&#228;ufig ein etwas modernisiertes Bekanntes: n&#228;mlich eine Stoffsammlung bzw. Themensammlung mit dazugeh&#246;rigen daran zu lernenden F&#228;higkeiten, Wissen, Zielen (heute &quot;Kompetenzen&quot; genannt). Was der Unterschied zwischen formulierten F&#228;higkeiten, Lernzielen, Kompetenzen sein soll, wird meist nicht ersichtlich, denn eins wies andere wird synonym verwendet. 
Das gro&#223;e ungel&#246;ste Problem in der Praxis:
Wie kann man den Weinertschen Begriff &quot;herunterbrechen&quot; auf einzelne F&#228;cher/Gegenst&#228;nde usw. - mithin also operationalisieren - ohne dass wesentlicher Inhalt des Begriffs zum Teufel geht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage ist immer, welchen Kompetenzbegriff man hat. Auch im Englischen gibt es den Begriff competency und ist also auch nicht etwa identisch mit skills oder ability. Das Problem ist: Nehmen wir einen Alltagsbegriff -mit einem entsprechend gro&#223;en Assoziationsfeld und vielen Synonyma &#8211; oder benutzen wir in der bildungsdiskussion einen wissenschaftlichen Begriff? Auch bei letzterem gibt es unterschiedliche Definitionen. Die weitestgehende und in internationalen Zusammenh&#228;ngen bevorzugte Def. stammt von Franz E. Weinert: Kompentenz ist „die bei Individuen verf&#252;gbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven F&#228;higkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu l&#246;sen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und F&#228;higkeiten, um die Probleml&#246;sungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu k&#246;nnen.“<br />
Man sieht: Hier wird nicht Kompetenz gegen &#8220;Inhalt&#8221; oder &#8220;Wissen&#8221; gesetzt, im Gegenteil: Kompetenz ist die am Handeln messbare umfassende F&#228;higkeit, ein Problem zu l&#246;sen, schlie&#223;t also selbstverst&#228;ndlich kognitives Wissen &#8211; &#8220;Inhalte&#8221; &#8211; mit ein. Einen umfassenderen Begriff daf&#252;r, etwas zu K&#246;nnen/zu Wissen haben wir gar nicht.<br />
Nun wird Kompetenz ja nicht nur in den Bildungswissenschaften &#8211; mit wissenschaftlichem Begriff &#8211; verwendet, sondern v.a. in der Bildungspolitik und in den Lehrpl&#228;nen. In der Bildungspolitik weit oben international st&#252;tzt man sich tats&#228;chlich auf Weinerts Begriff. Herausgekommen sind z.B. die wirklich sehr guten &#8220;definition and selection of cey competencies&#8221;, die unten in der Bildungsadministration der Lehrplanwelt leider kaum jemand kennt. In der &#8220;Lehrplangestalterwelt&#8221; gibt es zwei Modi des Sprechens: a) Absichtsgeschwurbel in der Einleitung. Da ist oft viel von Kompetenzen, m&#246;glicherweise heute sogar von &#8220;Kompetenzen in der Wissensgesellschaft&#8221; die Rede &#8211; in unverbindlichem mal mehr, mal weniger koh&#228;rentem und logischem Stil, je nach Sprachf&#228;higkeit des formulierenden Personals. Im zweiten Teil geht&#8217;s dann zur Pragmatik &#252;ber. Oft gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang zwiwschen Teil 1 (normative Absichtserkl&#228;rungen) und Teil 2 (der eigentliche Lehrplan). Teil 2 ist h&#228;ufig ein etwas modernisiertes Bekanntes: n&#228;mlich eine Stoffsammlung bzw. Themensammlung mit dazugeh&#246;rigen daran zu lernenden F&#228;higkeiten, Wissen, Zielen (heute &#8220;Kompetenzen&#8221; genannt). Was der Unterschied zwischen formulierten F&#228;higkeiten, Lernzielen, Kompetenzen sein soll, wird meist nicht ersichtlich, denn eins wies andere wird synonym verwendet.<br />
Das gro&#223;e ungel&#246;ste Problem in der Praxis:<br />
Wie kann man den Weinertschen Begriff &#8220;herunterbrechen&#8221; auf einzelne F&#228;cher/Gegenst&#228;nde usw. &#8211; mithin also operationalisieren &#8211; ohne dass wesentlicher Inhalt des Begriffs zum Teufel geht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1828</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 05:30:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1828</guid>
		<description>&quot;sondern muss es vielmehr als Herausforderung und Verpflichtung verstehen, junge Lernende mit SpezialistInnen und anderen Wissensressourcen in Kontakt zu bringen,&quot;

Wenn ich das von den SpezialistInnen aus denke - ich halte mich selbst auf einigen Gebieten daf&#252;r - bekomme ich ein Problem. Es ist doch jetzt schon in nahezu jeder Community, jedem Forum so, dass SpezialistInnen rar und Fragende im &#220;berfluss vorhanden sind. Wie halte ich derartige &quot;inhaltliche Leistungstr&#228;ger&quot; bei der Stange?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;sondern muss es vielmehr als Herausforderung und Verpflichtung verstehen, junge Lernende mit SpezialistInnen und anderen Wissensressourcen in Kontakt zu bringen,&#8221;</p>
<p>Wenn ich das von den SpezialistInnen aus denke &#8211; ich halte mich selbst auf einigen Gebieten daf&#252;r &#8211; bekomme ich ein Problem. Es ist doch jetzt schon in nahezu jeder Community, jedem Forum so, dass SpezialistInnen rar und Fragende im &#220;berfluss vorhanden sind. Wie halte ich derartige &#8220;inhaltliche Leistungstr&#228;ger&#8221; bei der Stange?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1826</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 12:21:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1826</guid>
		<description>@Matthias Heil
Den Graben, bzw. die Trennung zwischen Inhalt und Kompetenz haben in meinen Augen gerade die Vordenker des Kompetenzmodells selbst mit aufgerissen. Ich gebe einmal ein Extrembeispiel - aus der Praxis fiele mir noch mehr ein: Es gibt in einem bestimmten Bundesland ein Kerncurriculum &quot;Chemie&quot;, welches der Sachkompetenz einen Stellenwert von 25% zuweist. Der Rest ist Methodik (25%), Vortragstechnik (25%) und Bewerten (25%). Das ist mir pers&#246;nlich zu radikal. Ohne die ersten 25% kann ich den Rest nicht leisten, sie bilden also das Fundament und m&#252;ssen &quot;sitzen&quot;, gerade in einem Fach, welches so als Kontinuum angelegt und innerfachlich hochgradig inhaltlich vernetzt ist wie Chemie. Ich sehe es ebenso wie Herr Larbig - auch ich vertrete die These des Ineinanders von Inhalt und Kompetenz - aber das geschieht doch z.B., wenn man bei der Ausatzvorbereitung Deutsch nicht mehr das Produkt, sondern den Prozess seiner Entstehung in den Fokus nimmt.

&quot;Meiner Erfahrung nach ist das Ma&#223; an Offenheit in der Bestimmung des Kompetenzbegriffs f&#228;cherabh&#228;ngig,&quot;

Das trifft es f&#252;r mich auch: In den Geisteswissenschaften muss man sich m.E. dem Thema anders n&#228;hern als in den Naturwissenschaften - in den Fremdsprachen mag ein gewisser Pragmatismus auch angebracht sein.

Stichwort &quot;Neue Medien&quot;:
Ich wei&#223; ehrlich gesagt noch nicht, wo ich sie einordnen soll. So unvorbereitet wie SuS jetzt damit umgehen, halte ich sie eher f&#252;r einen Fluch, denn einen Segen. Und das die Lehrkraft die einzige Quelle von Wissen im Klassenraum war/ist, wage ich zu bezeifeln. Das ist keine ausschlie&#223;liche Frage von neuen Medien - da spielen die pers&#246;nlichen Netzwerke eine mindestens ebenso gro&#223;e Rolle und haben sie bestimmt auch schon vor dem Internet gespielt (sonst w&#228;re der Bildungserfolg in Deutschland nicht in dem Ma&#223;e von der sozialen Herkunft abh&#228;ngig). Daher kann und will ich noch nicht die Diskussion um den Kompetenzbegriff so eng mit den neuen Medien verkn&#252;pfen, wie es bisher oft geschieht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Matthias Heil<br />
Den Graben, bzw. die Trennung zwischen Inhalt und Kompetenz haben in meinen Augen gerade die Vordenker des Kompetenzmodells selbst mit aufgerissen. Ich gebe einmal ein Extrembeispiel &#8211; aus der Praxis fiele mir noch mehr ein: Es gibt in einem bestimmten Bundesland ein Kerncurriculum &#8220;Chemie&#8221;, welches der Sachkompetenz einen Stellenwert von 25% zuweist. Der Rest ist Methodik (25%), Vortragstechnik (25%) und Bewerten (25%). Das ist mir pers&#246;nlich zu radikal. Ohne die ersten 25% kann ich den Rest nicht leisten, sie bilden also das Fundament und m&#252;ssen &#8220;sitzen&#8221;, gerade in einem Fach, welches so als Kontinuum angelegt und innerfachlich hochgradig inhaltlich vernetzt ist wie Chemie. Ich sehe es ebenso wie Herr Larbig &#8211; auch ich vertrete die These des Ineinanders von Inhalt und Kompetenz &#8211; aber das geschieht doch z.B., wenn man bei der Ausatzvorbereitung Deutsch nicht mehr das Produkt, sondern den Prozess seiner Entstehung in den Fokus nimmt.</p>
<p>&#8220;Meiner Erfahrung nach ist das Ma&#223; an Offenheit in der Bestimmung des Kompetenzbegriffs f&#228;cherabh&#228;ngig,&#8221;</p>
<p>Das trifft es f&#252;r mich auch: In den Geisteswissenschaften muss man sich m.E. dem Thema anders n&#228;hern als in den Naturwissenschaften &#8211; in den Fremdsprachen mag ein gewisser Pragmatismus auch angebracht sein.</p>
<p>Stichwort &#8220;Neue Medien&#8221;:<br />
Ich wei&#223; ehrlich gesagt noch nicht, wo ich sie einordnen soll. So unvorbereitet wie SuS jetzt damit umgehen, halte ich sie eher f&#252;r einen Fluch, denn einen Segen. Und das die Lehrkraft die einzige Quelle von Wissen im Klassenraum war/ist, wage ich zu bezeifeln. Das ist keine ausschlie&#223;liche Frage von neuen Medien &#8211; da spielen die pers&#246;nlichen Netzwerke eine mindestens ebenso gro&#223;e Rolle und haben sie bestimmt auch schon vor dem Internet gespielt (sonst w&#228;re der Bildungserfolg in Deutschland nicht in dem Ma&#223;e von der sozialen Herkunft abh&#228;ngig). Daher kann und will ich noch nicht die Diskussion um den Kompetenzbegriff so eng mit den neuen Medien verkn&#252;pfen, wie es bisher oft geschieht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Larbig</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1825</link>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 22:32:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1825</guid>
		<description>@ all

Danke f&#252;r die ersten Kommentare, die mich sehr motivieren, am Thema dran zu bleiben.

@ Daniel Eisenmenger
Der Vorschlag, in Deutschland endlich Unterrichtsforschung &#252;ber Rankings, PISA, OECD-Bildungs-Monitoring etc. hinaus zu etablieren, so verstehe ich die Anregung zur fachorientierten, wissenschaftlich geleiteten Untersuchung der  vorhandenen Kompetenzen, rennt bei mir offene T&#252;ren ein. Auch wenn PISA und Co f&#252;r sich (zu Recht) in Anspruch nehmen, dass hier gerade Kompetenzen untersucht werden. Es werden sogar Stufungen in den Kompetenzbereichen als Ma&#223;stab angelegt. Von daher gibt es da durchaus wissenschaftlich fundierte, wenn m&#246;glicherweise auch in der Zielrichtung befragbare Ans&#228;tze in diese Richtung. 

Bez&#252;glich Mediendidaktik stimme ich @Maik Rieken zu. Dieser Bereich ist &#228;u&#223;erst m&#252;hsam. Zudem halte ich eine analytische (!) Trennung zur Kl&#228;rung von Begriffen und Grundfragen durchaus f&#252;r hilfreich. Und ganz ehrlich: Was inhaltlich m&#246;glich ist, wenn unterschiedliche Medien genutzt werden, erfahre ich in meinen vernetzten Strukturen sehr intensiv. Da wird von Inhalten her gedacht kompetent (hoffentlich ;-) ) mit neuen Medien gearbeitet, wobei in vielen F&#228;llen diese Arbeit durch pers&#246;nliche Begegnungen erg&#228;nzt wird.

Und @Maik hat durchaus Recht: Im Augenblick sind es weitgehend die Fachlehrer, die sich (autodidaktisch in harter Arbeit herantastend) der mediendidaktischen Frage stellen – und dabei fast zwangsl&#228;ufig nat&#252;rlich von Inhalten her denken (m&#252;ssen)

@Maik
Inhaltianer – klingt nach Sekte ;-) – Aber im Ernst: in der Bildungspolitik ist das wohl so, in der Schulwirklichkeit gibt es sie in Massen, wobei Inhaltianer nicht auch gleich die dialektische Herausforderung der digitalen Medien zu integrieren verm&#246;gen. Es braucht diesen Pendelschalg vielleicht, um wirklich zur Integration digitaler Medien in schulische Bildungsprozesse zu gelangen.

@Matthias Heil
Die Differenz zwischen Kompetenzen und Inhalte sollte gar nicht so auseinandergezogen wirken, wie es bei dir ankommt. Deshalb danke f&#252;r den Hinweis, der mich noch einmal verdeutlichen l&#228;sst, dass ich ein leidenschaftlicher Verfechter des Ineinanders von Inhalten und Kompetenzen bin! Die Differenz mag so stark geworden sein, weil ich zur Verdeutlichung von Zusammenh&#228;ngen (!) gerne stark analytisch (!) trenne.

Danke auch f&#252;r den Link nach Paderborn. Das ist eine beeindruckend gute Darstellung. Und dennoch meine ich auch hier wahrzunehmen, dass zwar die Endpunkte der zu erwerbenden Kompetenzen genannt werden, aber keine Differenzierung gelingt, die eine entwicklungsgem&#228;&#223;e Abstufung und somit auch eine nachvollziehbare Form darzustellen verm&#246;chte, worin die Unterschiede der Kompetenzen von 8 und 13Kl&#228;sslern liegen. – Aber vielleicht habe ich die Folien auch nur zu z&#252;gig &#252;berflogen.

Zum Selbstverst&#228;ndnis der Lehrkraft und dem Einsatz digitaler Technologien im Unterricht: volle Zustimmung. Aber wie lange hat es eigentlich gedauert, bis W&#246;rterb&#252;cher in Klassen als Standardausstattung (was sie ja bei weitem nicht in allen Schulen sind) zugelassen wurden? Und doch: Das Lernen in vernetzten Strukturen hat seinen Reiz. Didaktisch gibt es hier eine ganze Menge zu tun und zu entdecken, gerade weil es um einen inhaltlichen begr&#252;ndeten Einsatz von Wissensressourcen geht, die nicht mehr nur in B&#252;chern zur Verf&#252;gung stehen.

Ich bin gespannt, was LiV und Ausbildende anregendes beitragen werden. Denn f&#252;r mich ist das Thema eines, bei dem ich hei&#223; auf die Gedanken anderer bin und einen m&#246;glichst aktiven Diskurs toll f&#228;nde, weil hier tats&#228;chlich eine ganze Menge an Reflexionsbedarf besteht – aber genauso an praktischen Lernerfahrungen in vernetzten Strukturen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ all</p>
<p>Danke f&#252;r die ersten Kommentare, die mich sehr motivieren, am Thema dran zu bleiben.</p>
<p>@ Daniel Eisenmenger<br />
Der Vorschlag, in Deutschland endlich Unterrichtsforschung &#252;ber Rankings, PISA, OECD-Bildungs-Monitoring etc. hinaus zu etablieren, so verstehe ich die Anregung zur fachorientierten, wissenschaftlich geleiteten Untersuchung der  vorhandenen Kompetenzen, rennt bei mir offene T&#252;ren ein. Auch wenn PISA und Co f&#252;r sich (zu Recht) in Anspruch nehmen, dass hier gerade Kompetenzen untersucht werden. Es werden sogar Stufungen in den Kompetenzbereichen als Ma&#223;stab angelegt. Von daher gibt es da durchaus wissenschaftlich fundierte, wenn m&#246;glicherweise auch in der Zielrichtung befragbare Ans&#228;tze in diese Richtung. </p>
<p>Bez&#252;glich Mediendidaktik stimme ich @Maik Rieken zu. Dieser Bereich ist &#228;u&#223;erst m&#252;hsam. Zudem halte ich eine analytische (!) Trennung zur Kl&#228;rung von Begriffen und Grundfragen durchaus f&#252;r hilfreich. Und ganz ehrlich: Was inhaltlich m&#246;glich ist, wenn unterschiedliche Medien genutzt werden, erfahre ich in meinen vernetzten Strukturen sehr intensiv. Da wird von Inhalten her gedacht kompetent (hoffentlich <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) mit neuen Medien gearbeitet, wobei in vielen F&#228;llen diese Arbeit durch pers&#246;nliche Begegnungen erg&#228;nzt wird.</p>
<p>Und @Maik hat durchaus Recht: Im Augenblick sind es weitgehend die Fachlehrer, die sich (autodidaktisch in harter Arbeit herantastend) der mediendidaktischen Frage stellen – und dabei fast zwangsl&#228;ufig nat&#252;rlich von Inhalten her denken (m&#252;ssen)</p>
<p>@Maik<br />
Inhaltianer – klingt nach Sekte <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  – Aber im Ernst: in der Bildungspolitik ist das wohl so, in der Schulwirklichkeit gibt es sie in Massen, wobei Inhaltianer nicht auch gleich die dialektische Herausforderung der digitalen Medien zu integrieren verm&#246;gen. Es braucht diesen Pendelschalg vielleicht, um wirklich zur Integration digitaler Medien in schulische Bildungsprozesse zu gelangen.</p>
<p>@Matthias Heil<br />
Die Differenz zwischen Kompetenzen und Inhalte sollte gar nicht so auseinandergezogen wirken, wie es bei dir ankommt. Deshalb danke f&#252;r den Hinweis, der mich noch einmal verdeutlichen l&#228;sst, dass ich ein leidenschaftlicher Verfechter des Ineinanders von Inhalten und Kompetenzen bin! Die Differenz mag so stark geworden sein, weil ich zur Verdeutlichung von Zusammenh&#228;ngen (!) gerne stark analytisch (!) trenne.</p>
<p>Danke auch f&#252;r den Link nach Paderborn. Das ist eine beeindruckend gute Darstellung. Und dennoch meine ich auch hier wahrzunehmen, dass zwar die Endpunkte der zu erwerbenden Kompetenzen genannt werden, aber keine Differenzierung gelingt, die eine entwicklungsgem&#228;&#223;e Abstufung und somit auch eine nachvollziehbare Form darzustellen verm&#246;chte, worin die Unterschiede der Kompetenzen von 8 und 13Kl&#228;sslern liegen. – Aber vielleicht habe ich die Folien auch nur zu z&#252;gig &#252;berflogen.</p>
<p>Zum Selbstverst&#228;ndnis der Lehrkraft und dem Einsatz digitaler Technologien im Unterricht: volle Zustimmung. Aber wie lange hat es eigentlich gedauert, bis W&#246;rterb&#252;cher in Klassen als Standardausstattung (was sie ja bei weitem nicht in allen Schulen sind) zugelassen wurden? Und doch: Das Lernen in vernetzten Strukturen hat seinen Reiz. Didaktisch gibt es hier eine ganze Menge zu tun und zu entdecken, gerade weil es um einen inhaltlichen begr&#252;ndeten Einsatz von Wissensressourcen geht, die nicht mehr nur in B&#252;chern zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<p>Ich bin gespannt, was LiV und Ausbildende anregendes beitragen werden. Denn f&#252;r mich ist das Thema eines, bei dem ich hei&#223; auf die Gedanken anderer bin und einen m&#246;glichst aktiven Diskurs toll f&#228;nde, weil hier tats&#228;chlich eine ganze Menge an Reflexionsbedarf besteht – aber genauso an praktischen Lernerfahrungen in vernetzten Strukturen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias Heil</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1824</link>
		<dc:creator>Matthias Heil</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 21:02:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1824</guid>
		<description>Wie gestern schon gezwitschert: Dankesch&#246;n f&#252;r den sehr gut durchdachten, interessanten Beitrag.

Mein Angriffspunkt ist die hier f&#252;r meinen Geschmack etwas zu weit auseinander gezogene Differenz zwischen Kompetenzen und Inhalten. Meiner Erfahrung nach ist das Ma&#223; an Offenheit in der Bestimmung des Kompetenzbegriffs f&#228;cherabh&#228;ngig, z.B. sind Kompetenzen im Fremdsprachenunterricht h&#228;ufig weniger komplex und anspruchsvoll formuliert als in der Religionsp&#228;dagogik, die (sowohl evangelischer- wie auch katholischerseits) seit einigen Jahren in der Entwicklung der Begrifflichkeit wie konkreter Modelle &#252;berraschend rege ist; vgl. Kompetenz bzw. in deiner Argumentation besser: Literacy-f&#246;rderndes Modell auf Folie 14 von http://www.studienseminar-paderborn.de/gy/downloads/lenhard24kompetenzorientierungppt.pdf ... - den von dir beanstandeten Primat inhaltsarmer/-leerer Kompetenzorientierung sehe ich jedenfalls nicht als fl&#228;chendeckendes Problem.

Sehr klar siehst du die Aporien, in die sich die Anspr&#252;che von Individualsierung einerseits und Vergleichbarkeit andererseits treiben. Prinzipiell hoffe ich da - wahrscheinlich zu naiv - auf die neuen Lehrpl&#228;ne, welche hoffentlich wieder die Qualit&#228;t der schon guten Zielfelderpl&#228;ne erreichen, die von ihrer Anlage her schon weiter waren als das, was es in Hessen momentan an Vorgaben gibt (z.B. Wochenstunden-Ans&#228;tze als Schritt zur eigenst&#228;ndigen Schule) - dennoch wird es auch hier wieder Geschrei geben, denn was die einen an neuen Freiheiten begr&#252;&#223;en, werden die anderen als schwammig/unzureichend/niveaulos etc. brandmarken. - Kurz: wenn konsequent individualisiert werden soll, geh&#246;ren nicht nur Landesabitur (diesbez&#252;glich denken wir sehr &#228;hnlich), sondern auch Vergleichsarbeiten und Lernstandserhebungen in ihren jetzigen Formaten auf den Pr&#252;fstand - was wohl leider nicht so bald geschehen wird.

Auch dem zentralen Aspekt des Selbstverst&#228;ndnisses der Lehrkraft stimme ich dir zu: Wenn junge Lernende Google in der Tasche stecken haben, muss und darf eine Lehrkraft nicht mehr alleinige Wissensquelle im Klassenraum sein, sondern muss es vielmehr als Herausforderung und Verpflichtung verstehen, junge Lernende mit SpezialistInnen und anderen Wissensressourcen in Kontakt zu bringen, wobei der organische, d.h. stets auch inhaltlich begr&#252;ndeter/begr&#252;ndbarer Technikeinsatz zur Selbstverst&#228;ndlichkeit werden muss statt Ausnahme zu bleiben.

Werde unseren LiV und Ausbildenden die Lekt&#252;re Deines Beitrags empfehlen und sie zu eigenen Kommentaren auffordern... vielleicht kommen wir ja gemeinsam noch etwas weiter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gestern schon gezwitschert: Dankesch&#246;n f&#252;r den sehr gut durchdachten, interessanten Beitrag.</p>
<p>Mein Angriffspunkt ist die hier f&#252;r meinen Geschmack etwas zu weit auseinander gezogene Differenz zwischen Kompetenzen und Inhalten. Meiner Erfahrung nach ist das Ma&#223; an Offenheit in der Bestimmung des Kompetenzbegriffs f&#228;cherabh&#228;ngig, z.B. sind Kompetenzen im Fremdsprachenunterricht h&#228;ufig weniger komplex und anspruchsvoll formuliert als in der Religionsp&#228;dagogik, die (sowohl evangelischer- wie auch katholischerseits) seit einigen Jahren in der Entwicklung der Begrifflichkeit wie konkreter Modelle &#252;berraschend rege ist; vgl. Kompetenz bzw. in deiner Argumentation besser: Literacy-f&#246;rderndes Modell auf Folie 14 von <a href="http://www.studienseminar-paderborn.de/gy/downloads/lenhard24kompetenzorientierungppt.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.studienseminar-paderborn.de/gy/downloads/lenhard24kompetenzorientierungppt.pdf'>http://www.studienseminar-paderborn.de/gy/downloads/lenhard24kompetenzorientierungppt.pdf</a> &#8230; &#8211; den von dir beanstandeten Primat inhaltsarmer/-leerer Kompetenzorientierung sehe ich jedenfalls nicht als fl&#228;chendeckendes Problem.</p>
<p>Sehr klar siehst du die Aporien, in die sich die Anspr&#252;che von Individualsierung einerseits und Vergleichbarkeit andererseits treiben. Prinzipiell hoffe ich da &#8211; wahrscheinlich zu naiv &#8211; auf die neuen Lehrpl&#228;ne, welche hoffentlich wieder die Qualit&#228;t der schon guten Zielfelderpl&#228;ne erreichen, die von ihrer Anlage her schon weiter waren als das, was es in Hessen momentan an Vorgaben gibt (z.B. Wochenstunden-Ans&#228;tze als Schritt zur eigenst&#228;ndigen Schule) &#8211; dennoch wird es auch hier wieder Geschrei geben, denn was die einen an neuen Freiheiten begr&#252;&#223;en, werden die anderen als schwammig/unzureichend/niveaulos etc. brandmarken. &#8211; Kurz: wenn konsequent individualisiert werden soll, geh&#246;ren nicht nur Landesabitur (diesbez&#252;glich denken wir sehr &#228;hnlich), sondern auch Vergleichsarbeiten und Lernstandserhebungen in ihren jetzigen Formaten auf den Pr&#252;fstand &#8211; was wohl leider nicht so bald geschehen wird.</p>
<p>Auch dem zentralen Aspekt des Selbstverst&#228;ndnisses der Lehrkraft stimme ich dir zu: Wenn junge Lernende Google in der Tasche stecken haben, muss und darf eine Lehrkraft nicht mehr alleinige Wissensquelle im Klassenraum sein, sondern muss es vielmehr als Herausforderung und Verpflichtung verstehen, junge Lernende mit SpezialistInnen und anderen Wissensressourcen in Kontakt zu bringen, wobei der organische, d.h. stets auch inhaltlich begr&#252;ndeter/begr&#252;ndbarer Technikeinsatz zur Selbstverst&#228;ndlichkeit werden muss statt Ausnahme zu bleiben.</p>
<p>Werde unseren LiV und Ausbildenden die Lekt&#252;re Deines Beitrags empfehlen und sie zu eigenen Kommentaren auffordern&#8230; vielleicht kommen wir ja gemeinsam noch etwas weiter.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1823</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 20:59:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1823</guid>
		<description>@Daniel
&quot;Wenn Kompetenzen so stark an Inhalte gekoppelt sind, m&#252;sste man dann nicht weniger allgemein mediendidaktisch als wieder viel st&#228;rker von den F&#228;chern/Inhalten her denken, auch was den Einsatz von neuen/digitalen Medien im Unterricht angeht?&quot;

Genau das wird doch getan, wenn man sich fl&#228;chendeckend(!) einem Fach wie &quot;Neue Medien&quot; o.&#228;. verweigert und stattdessen das Ganze - nat&#252;rlich kostenneutral - in den Fachunterricht zu integrieren gedenkt. Das geschieht. Weil es nichts kostet. 

@Herr Larbig
Das Bild mit dem Pendel, welches nach der inhaltlichen Fokussierung jetzt stark in den Kompetenzbereich umschl&#228;gt, habe ich auch vor Augen. Dummerweise sind die &quot;Inhaltianer&quot; gerade bildungspolitisch etwas aus der Mode gekommen, aber das wird schon wieder...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Daniel<br />
&#8220;Wenn Kompetenzen so stark an Inhalte gekoppelt sind, m&#252;sste man dann nicht weniger allgemein mediendidaktisch als wieder viel st&#228;rker von den F&#228;chern/Inhalten her denken, auch was den Einsatz von neuen/digitalen Medien im Unterricht angeht?&#8221;</p>
<p>Genau das wird doch getan, wenn man sich fl&#228;chendeckend(!) einem Fach wie &#8220;Neue Medien&#8221; o.&#228;. verweigert und stattdessen das Ganze &#8211; nat&#252;rlich kostenneutral &#8211; in den Fachunterricht zu integrieren gedenkt. Das geschieht. Weil es nichts kostet. </p>
<p>@Herr Larbig<br />
Das Bild mit dem Pendel, welches nach der inhaltlichen Fokussierung jetzt stark in den Kompetenzbereich umschl&#228;gt, habe ich auch vor Augen. Dummerweise sind die &#8220;Inhaltianer&#8221; gerade bildungspolitisch etwas aus der Mode gekommen, aber das wird schon wieder&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Daniel Eisenmenger</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/comment-page-1/#comment-1822</link>
		<dc:creator>Daniel Eisenmenger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 18:05:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032#comment-1822</guid>
		<description>Was f&#252;r ein Eintrag.. so viel l&#228;sst sich gar nicht auf einmal kommentieren, aber zwei Sachen m&#246;chte ich gerne anmerken, die mir spontan dazu eingefallen sind:
Wenn Kompetenzen so stark an Inhalte gekoppelt sind, m&#252;sste man dann nicht weniger allgemein mediendidaktisch als wieder viel st&#228;rker von den F&#228;chern/Inhalten her denken, auch was den Einsatz von neuen/digitalen Medien im Unterricht angeht?
Die Bildungsstandards f&#252;r Geschichte sind ja bislang nur Vorschl&#228;ge und nicht verbindlich, aber wie in anderen F&#228;chern auch normative Setzungen. 
Vor kurzem habe ich einen interessanten Aufsatz von Markus Bernhardt (in: Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 07, Bern 2009) gelesen, der am Beispiel von Fotos im Geschichtsunterricht aufzeigt, dass die Sch&#252;ler &quot;den in den Standards formulierten Kompetenzerwartungen nicht entsprechen k&#246;nnen, weil sie &#252;ber die Voraussetzungen f&#252;r diese Fertigkeiten nicht verf&#252;gen.&quot; 
Ich denke, es dringend geboten, die Kompetenzen der Sch&#252;ler fachbezogen empirisch zu untersuchen, um darauf aufbauend wissenschaftlich fundierte und gestufte Kompetenzmodelle zu entwickeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was f&#252;r ein Eintrag.. so viel l&#228;sst sich gar nicht auf einmal kommentieren, aber zwei Sachen m&#246;chte ich gerne anmerken, die mir spontan dazu eingefallen sind:<br />
Wenn Kompetenzen so stark an Inhalte gekoppelt sind, m&#252;sste man dann nicht weniger allgemein mediendidaktisch als wieder viel st&#228;rker von den F&#228;chern/Inhalten her denken, auch was den Einsatz von neuen/digitalen Medien im Unterricht angeht?<br />
Die Bildungsstandards f&#252;r Geschichte sind ja bislang nur Vorschl&#228;ge und nicht verbindlich, aber wie in anderen F&#228;chern auch normative Setzungen.<br />
Vor kurzem habe ich einen interessanten Aufsatz von Markus Bernhardt (in: Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 07, Bern 2009) gelesen, der am Beispiel von Fotos im Geschichtsunterricht aufzeigt, dass die Sch&#252;ler &#8220;den in den Standards formulierten Kompetenzerwartungen nicht entsprechen k&#246;nnen, weil sie &#252;ber die Voraussetzungen f&#252;r diese Fertigkeiten nicht verf&#252;gen.&#8221;<br />
Ich denke, es dringend geboten, die Kompetenzen der Sch&#252;ler fachbezogen empirisch zu untersuchen, um darauf aufbauend wissenschaftlich fundierte und gestufte Kompetenzmodelle zu entwickeln.</p>
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