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	<title>Kommentare zu: Lineares und Vernetzes Denken: Ein Konflikt zwischen „digital natives“ und „digital emigrants“?</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 14 Jul 2010 16:28:52 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Lineares, laterales und assoziatives Denken &#171;</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-3529</link>
		<dc:creator>Lineares, laterales und assoziatives Denken &#171;</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 09:25:15 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;[...] 17. April 2010: Hr. Larbig machte sich bereits viele und interessante Gedanken zum Unterschied zwischen linearem und [...]&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 17. April 2010: Hr. Larbig machte sich bereits viele und interessante Gedanken zum Unterschied zwischen linearem und [...]</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: M. Ludwig Höfer</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-3528</link>
		<dc:creator>M. Ludwig Höfer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 09:20:33 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Hallo und danke f&#252;r den langen durchdachten Artikel voller Ideen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe mich auch k&#252;rzlich mit &#228;hnlichen Fragen befasst, aus beruflichen Gr&#252;nden aus der Perspektive Web 2.0 / Enterprise 2.0. Mit den Hauptthesen gehe ich mit:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Es handelt sich nicht um eine Gegen&#252;berstellung von Denkmodellen, sondern um erg&#228;nzende M&#246;glichkeiten des Erkenntnisgewinns&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Digitale Medien sind nicht an assoziatives Denken gebunden, erleichtern es aber: http://bit.ly/alIbUf&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Unter http://bit.ly/cORiTx habe ich mir mal am Beispiel der &quot;Erweiterten Wissenstreppe&quot; Gedanken dar&#252;ber gemacht, warum und inwiefern soziale Software eigentlich assoziative/vernetzte Denkprozesse unterst&#252;tzt. Bevor ich jetzt einen &#252;berlangen Kommentar verfasse ;-)&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und danke f&#252;r den langen durchdachten Artikel voller Ideen.</p>

<p>Ich habe mich auch k&#252;rzlich mit &#228;hnlichen Fragen befasst, aus beruflichen Gr&#252;nden aus der Perspektive Web 2.0 / Enterprise 2.0. Mit den Hauptthesen gehe ich mit:</p>

<ul>
<li>Es handelt sich nicht um eine Gegen&#252;berstellung von Denkmodellen, sondern um erg&#228;nzende M&#246;glichkeiten des Erkenntnisgewinns</li>
<li>Digitale Medien sind nicht an assoziatives Denken gebunden, erleichtern es aber: <a href="http://bit.ly/alIbUf" rel="nofollow"></a><a href='http://bit.ly/alIbUf'>http://bit.ly/alIbUf</a></li>
</ul>

<p>Unter <a href="http://bit.ly/cORiTx" rel="nofollow"></a><a href='http://bit.ly/cORiTx'>http://bit.ly/cORiTx</a> habe ich mir mal am Beispiel der &#8220;Erweiterten Wissenstreppe&#8221; Gedanken dar&#252;ber gemacht, warum und inwiefern soziale Software eigentlich assoziative/vernetzte Denkprozesse unterst&#252;tzt. Bevor ich jetzt einen &#252;berlangen Kommentar verfasse <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Jean-Pol Martin</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2502</link>
		<dc:creator>Jean-Pol Martin</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 10:02:13 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Nach soviel kompetenten beitr&#228;gen melde ich mich hier nur deshalb zu wort, weil ich explizit dazu aufgefordert wurde. Herrlarbig hat sehr ausf&#252;hrlich und sorgf&#228;ltig die merkmale aufgelistet, die zwei unterschiedlichen informationsverarbeitungsprozessen zugrundeliegen: bei dem einen bem&#252;ht man sich, den fokus auf eine begrenzte menge von informationen zu richten und diese in einen &#252;berschaubaren und stabilen ordnungszusammenhang zu bringen (also zu linearisieren). Beim anderen versucht man m&#246;glichst viele Informationen in den Blick zu nehmen (nicht-linear) und in Linearit&#228;t zu bringen. Die Pr&#228;sentation der Informationen als linearer Text (Buch) erleichtert die Informationsverbeitung nach dem ersten Muster: man hat alles sch&#246;n beisammen. Die Leistung des Lesers wird es sein, aktiv weitere Informationen zu finden. Die Pr&#228;sentation der Informationen auf einem Bildschirm (Web20) beg&#252;nstigt den nicht-linearen, umfassenden Blick. Die Leistung des informationsverarbeiteden Subjektes wird es sein, alle Informationen zu einem koh&#228;rente, linearen Text zu integrieren. 
Fazit: Informationsverarbeitung erfolgt in einem permanenten hin und her von linearer 
vs. nicht-linearer Wahrnehmung. Selbstverst&#228;ndlich wurde immer schon nicht-linear gearbeitet, aber die lineare informationsdarbietung im Buchtext zwang den Leser, selbst aktiv nach rechts und links zu schauen. Und im Web20-Kontext wird selbstverst&#228;ndlich linear gedacht, nur dass der Akteur die Linearit&#228;t permanent aktiv selbst herstellen muss.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nach soviel kompetenten beitr&#228;gen melde ich mich hier nur deshalb zu wort, weil ich explizit dazu aufgefordert wurde. Herrlarbig hat sehr ausf&#252;hrlich und sorgf&#228;ltig die merkmale aufgelistet, die zwei unterschiedlichen informationsverarbeitungsprozessen zugrundeliegen: bei dem einen bem&#252;ht man sich, den fokus auf eine begrenzte menge von informationen zu richten und diese in einen &#252;berschaubaren und stabilen ordnungszusammenhang zu bringen (also zu linearisieren). Beim anderen versucht man m&#246;glichst viele Informationen in den Blick zu nehmen (nicht-linear) und in Linearit&#228;t zu bringen. Die Pr&#228;sentation der Informationen als linearer Text (Buch) erleichtert die Informationsverbeitung nach dem ersten Muster: man hat alles sch&#246;n beisammen. Die Leistung des Lesers wird es sein, aktiv weitere Informationen zu finden. Die Pr&#228;sentation der Informationen auf einem Bildschirm (Web20) beg&#252;nstigt den nicht-linearen, umfassenden Blick. Die Leistung des informationsverarbeiteden Subjektes wird es sein, alle Informationen zu einem koh&#228;rente, linearen Text zu integrieren. 
Fazit: Informationsverarbeitung erfolgt in einem permanenten hin und her von linearer 
vs. nicht-linearer Wahrnehmung. Selbstverst&#228;ndlich wurde immer schon nicht-linear gearbeitet, aber die lineare informationsdarbietung im Buchtext zwang den Leser, selbst aktiv nach rechts und links zu schauen. Und im Web20-Kontext wird selbstverst&#228;ndlich linear gedacht, nur dass der Akteur die Linearit&#228;t permanent aktiv selbst herstellen muss.</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Filterraum</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2476</link>
		<dc:creator>Filterraum</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 22:14:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263#comment-2476</guid>
		<description>&lt;p&gt;Die &#220;berschrift hat mich neugierig gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum einen ist das Thema &quot;Digital Natives&quot; spannend siehe u.a. http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;zum anderen &quot;vernetztes denken&quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vernetztes denken wie ich es kennen gelernt habe, bedeutet scheinbar etwas anderes, als dass hier beschriebene.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;D&#246;rner schrieb zb.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&quot;Ich hoffe hinl&#228;nglich klargemacht zu haben, dass man das, was oftmals pauschal &quot;vernetztes Denken&quot; oder &quot;systemisches Denken&quot; genannt wird, nicht als eine Einheit, als eine bestimmte, isolierte F&#228;higkeit betrachten kann. Es ist ein B&#252;ndel von F&#228;higkeiten, und im wesentlichen ist es die F&#228;higkeit, sein ganz normales Denken, seinen &quot;gesunden Menschenverstand&quot; auf die Umst&#228;nde der jeweiligen Situation einzustellen.&quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;siehe auch http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In diesen Kontexten geht es allerdings um Analyse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Generell komme ich zu dem Schluss, dass nicht nur unser Denkorgan grunds&#228;tzlich physiologisch vernetzt arbeitet, sondern auch die bisher gef&#252;hrten Dialoge mit Mitmenschen meinen Eindruck verst&#228;rken, dass alle Menschen vernetzt denken. Die einen etwas umfangreicher und &quot;bewu&#223;ter&quot; als die anderen vielleicht.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#220;berschrift hat mich neugierig gemacht.</p>

<p>Zum einen ist das Thema &#8220;Digital Natives&#8221; spannend siehe u.a. <a href="http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4" rel="nofollow"></a><a href='http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4'>http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4</a></p>

<p>zum anderen &#8220;vernetztes denken&#8221;.</p>

<p>Vernetztes denken wie ich es kennen gelernt habe, bedeutet scheinbar etwas anderes, als dass hier beschriebene.</p>

<p>D&#246;rner schrieb zb.</p>

<p>&#8220;Ich hoffe hinl&#228;nglich klargemacht zu haben, dass man das, was oftmals pauschal &#8220;vernetztes Denken&#8221; oder &#8220;systemisches Denken&#8221; genannt wird, nicht als eine Einheit, als eine bestimmte, isolierte F&#228;higkeit betrachten kann. Es ist ein B&#252;ndel von F&#228;higkeiten, und im wesentlichen ist es die F&#228;higkeit, sein ganz normales Denken, seinen &#8220;gesunden Menschenverstand&#8221; auf die Umst&#228;nde der jeweiligen Situation einzustellen.&#8221;</p>

<p>siehe auch <a href="http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html" rel="nofollow"></a><a href='http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html'>http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html</a></p>

<p>In diesen Kontexten geht es allerdings um Analyse.</p>

<p>Generell komme ich zu dem Schluss, dass nicht nur unser Denkorgan grunds&#228;tzlich physiologisch vernetzt arbeitet, sondern auch die bisher gef&#252;hrten Dialoge mit Mitmenschen meinen Eindruck verst&#228;rken, dass alle Menschen vernetzt denken. Die einen etwas umfangreicher und &#8220;bewu&#223;ter&#8221; als die anderen vielleicht.</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Larbig</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2474</link>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 20:18:09 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Denn Denken ist ganz und gar nicht unabh&#228;ngig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein “Denken an sich”. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verkn&#252;pft ist.&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Da stimme ich dir v&#246;llig zu, gehe sogar so weit, dass das „lineare“ Denken eng mit der Alphabetschrift verbunden ist, das „vernetzte“ Denken hingegen sich im Hypertext widergespiegelt sieht. Das ist nat&#252;rlich auch noch sehr verk&#252;rzt, gibt ein wenig weiter Einblick in mein Denken. Das ist z. B. deshalb verk&#252;rzt, weil ja auch der Hypertext weitgehend &#252;ber Alphabetschrift l&#228;uft, was auf eine durchaus enge Verbindung der beiden Denkformen hinweist, genau so wie die hier durchgef&#252;hrte analytische Differenzierung in Begrifflichkeiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&#220;berhaupt scheinen mir viele Netzwerker auch intensiv linear unterwegs zu sein. Ich wage mal eine These:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lineares Denken ist eng mit dem vernetzten Denken verbunden. Vernetztes Denken vertieft lineare Denprozesse, reichert diese an und ist an Kooperation und Dialog interessiert. M&#246;glicherweise ist die unter eher linear denkenden Menschen verbreitete Skepsis gegen digitale Formen der Vernetzung auch Ausdruck einer (unterbewussten, mit den Gefahren des Netzes rationalisierte?) Angst vor diesem Dialog, der ja voraussetzt, dass so auch Definitionsmacht aufgegeben wird. Vielleicht treten deshalb so wenige Politiker auf Twitter in einen Dialog und nutzen das Medium alleine zur linearen Distribution ihrer Pressemitteilungen; vielleicht liegt hier auch einer der Gr&#252;nde von Sorgen angesichts der Risiken des Internets, die oft bei Lehrern und Lehrerinnen zu finden sind. Es w&#228;re sicher einmal interessant zu erheben, ob es vielleicht sogar einen signifikanten Zusammenhang zwischen Netzskepsis und der Intensit&#228;t des Einsatzes von Frontalunterricht gibt, bzw. zwischen Netzaffinit&#228;t und Einsatz kooperativer Lernmethoden.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote>Denn Denken ist ganz und gar nicht unabh&#228;ngig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein “Denken an sich”. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verkn&#252;pft ist.</blockquote>

<p>Da stimme ich dir v&#246;llig zu, gehe sogar so weit, dass das „lineare“ Denken eng mit der Alphabetschrift verbunden ist, das „vernetzte“ Denken hingegen sich im Hypertext widergespiegelt sieht. Das ist nat&#252;rlich auch noch sehr verk&#252;rzt, gibt ein wenig weiter Einblick in mein Denken. Das ist z. B. deshalb verk&#252;rzt, weil ja auch der Hypertext weitgehend &#252;ber Alphabetschrift l&#228;uft, was auf eine durchaus enge Verbindung der beiden Denkformen hinweist, genau so wie die hier durchgef&#252;hrte analytische Differenzierung in Begrifflichkeiten.</p>

<p>&#220;berhaupt scheinen mir viele Netzwerker auch intensiv linear unterwegs zu sein. Ich wage mal eine These:</p>

<p>Lineares Denken ist eng mit dem vernetzten Denken verbunden. Vernetztes Denken vertieft lineare Denprozesse, reichert diese an und ist an Kooperation und Dialog interessiert. M&#246;glicherweise ist die unter eher linear denkenden Menschen verbreitete Skepsis gegen digitale Formen der Vernetzung auch Ausdruck einer (unterbewussten, mit den Gefahren des Netzes rationalisierte?) Angst vor diesem Dialog, der ja voraussetzt, dass so auch Definitionsmacht aufgegeben wird. Vielleicht treten deshalb so wenige Politiker auf Twitter in einen Dialog und nutzen das Medium alleine zur linearen Distribution ihrer Pressemitteilungen; vielleicht liegt hier auch einer der Gr&#252;nde von Sorgen angesichts der Risiken des Internets, die oft bei Lehrern und Lehrerinnen zu finden sind. Es w&#228;re sicher einmal interessant zu erheben, ob es vielleicht sogar einen signifikanten Zusammenhang zwischen Netzskepsis und der Intensit&#228;t des Einsatzes von Frontalunterricht gibt, bzw. zwischen Netzaffinit&#228;t und Einsatz kooperativer Lernmethoden.</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2473</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 19:34:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263#comment-2473</guid>
		<description>&lt;p&gt;Danke f&#252;r die vielen guten Gedanken.
Zwei Bemerkungen m&#246;chte ich gerne machen - die hoffentlich neue Bemerkungen ausl&#246;sen:
1. &quot;Die unterschiedlichen Denkstrukturen bestehen aber unabh&#228;ngig der technischen M&#246;glichkeiten, derer sie sich zu bedienen verm&#246;gen.&quot; Ja und nein. Denn Denken ist ganz und gar nicht unabh&#228;ngig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein &quot;Denken an sich&quot;. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verkn&#252;pft ist.
2. Relevanz. Was ist relevant? Gibt es objektiv Relevantes? - Ich denke, nicht. Und da sind wir schon wieder beim pers&#246;nlichen Sinn, bei der Beurteilungsf&#228;higkeit, was f&#252;r einen selbst Sinn macht. Ich zitiere mal Leont&#039;ev:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&quot;Der Mensch findet ein bereits fertiges, historisch entstandenes Bedeutungssystem vor und macht es sich ebenso zu eigen, wie er sich ein Werkzeug, [...] zu eigen macht. Die [...] wesentliche Tatsache ist die, da&#223; ich mir eine Bedeutung zu eigen mache und auch, inwieweit ich sie mir zu eigen mache und was sie f&#252;r mich, f&#252;r meine Pers&#246;nlichkeit wird. Wovon h&#228;ngt dies letztere ab? Das h&#228;ngt davon ab, welchen Sinn diese Bedeutung f&#252;r mich hat.&quot; (A.N. Leont&#039;ev, T&#228;tigkeit, Bewusstsein, Pers&#246;nlichkeit, K&#246;ln 1982, S. 262)&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die vielen guten Gedanken.
Zwei Bemerkungen m&#246;chte ich gerne machen &#8211; die hoffentlich neue Bemerkungen ausl&#246;sen:
1. &#8220;Die unterschiedlichen Denkstrukturen bestehen aber unabh&#228;ngig der technischen M&#246;glichkeiten, derer sie sich zu bedienen verm&#246;gen.&#8221; Ja und nein. Denn Denken ist ganz und gar nicht unabh&#228;ngig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein &#8220;Denken an sich&#8221;. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verkn&#252;pft ist.
2. Relevanz. Was ist relevant? Gibt es objektiv Relevantes? &#8211; Ich denke, nicht. Und da sind wir schon wieder beim pers&#246;nlichen Sinn, bei der Beurteilungsf&#228;higkeit, was f&#252;r einen selbst Sinn macht. Ich zitiere mal Leont&#8217;ev:</p>

<p>&#8220;Der Mensch findet ein bereits fertiges, historisch entstandenes Bedeutungssystem vor und macht es sich ebenso zu eigen, wie er sich ein Werkzeug, [...] zu eigen macht. Die [...] wesentliche Tatsache ist die, da&#223; ich mir eine Bedeutung zu eigen mache und auch, inwieweit ich sie mir zu eigen mache und was sie f&#252;r mich, f&#252;r meine Pers&#246;nlichkeit wird. Wovon h&#228;ngt dies letztere ab? Das h&#228;ngt davon ab, welchen Sinn diese Bedeutung f&#252;r mich hat.&#8221; (A.N. Leont&#8217;ev, T&#228;tigkeit, Bewusstsein, Pers&#246;nlichkeit, K&#246;ln 1982, S. 262)</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Maik Riecken</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2472</link>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 15:07:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263#comment-2472</guid>
		<description>&lt;p&gt;F&#252;r mich ist dein Text endlich eine Grundlage, auf der wir sachlich diskutieren k&#246;nnen und ich sehe einen gro&#223;en qualitativen Abstand zu den momentan stattfindenden Diskursen in den Medien. So viel zur Banalit&#228;t des Netzes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch ein paar Gedanken:
Du sprichst von einer Art Segmentierung von Erkenntnis in linearen Denkprozessen - Erkenntnis durch eine Reihe z.B. logisch aufeinander aufbauender Prozesse.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich glaube, dass genau diese Teilschritte(!) - also die Segmente - im Grunde assoziativ und damit auch in vernetzten Denkstrukturen entstehen. Um zu interpretieren brauche ich z.B. einen Leitgedanken, der mir Teilschritte erst erm&#246;glicht. Den kann ich in seiner Ausformung nur sehr begrenzt allein auf Basis eines Textes und seiner Analyse gewinnen, sondern ich bin dabei auch auf meine pers&#246;nlichen Erfahrungen und Wissensbest&#228;nde angewiesen, die sich assoziativ-chaotisch(!) durch meinen Lebensweg angesammelt haben. Dazu geh&#246;ren immer auch Interaktionsprozesse, d.h. multidimensionaler Input.  Damit w&#252;rde die Vernetzung (die im Gehirn des Individuums wahrscheinlich analog erfolgt) zu einer Grundlage linearem Denkens und das lineare Denken selbst ist dabei der Ausdruck des Wunsches nach Ordnung, quasi die Abstraktion dieser vernetzten, assoziativen Prozesse. Ordnung ist immer dann gut herzustellen, wenn das Neue in bestehende Strukturen passt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weder Ordnung noch Struktur bestimmen &quot;das Netz&quot;, sondern Chaos und Kontrollverlust - der geht bei manchem sogar so weit, dass er die Kontrolle &#252;ber seine Identit&#228;t verliert und selbige im Netz in einer Weise diffundiert, die ihn nicht mehr einzigartig erscheinen l&#228;sst. Darauf m&#252;ssen wir achten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Denn darin liegt Trost - ich bin nicht allein -, aber ebenso eine existenzielle Bedrohung, wenn der &quot;Sog der Masse&quot; (die es im Netz f&#252;r mich gibt) mich zu Verhalten hinrei&#223;t, was u.U. nicht mehr zu meinem langsam, in linearen Prozessen entstandenen Weltbild passt. Dort f&#228;ngt f&#252;r mich die Fremdbestimmung an, die eben im Widerspruch zu den so oft propagierten M&#246;glichkeiten des Netzes steht.&lt;/p&gt;
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r mich ist dein Text endlich eine Grundlage, auf der wir sachlich diskutieren k&#246;nnen und ich sehe einen gro&#223;en qualitativen Abstand zu den momentan stattfindenden Diskursen in den Medien. So viel zur Banalit&#228;t des Netzes.</p>

<p>Noch ein paar Gedanken:
Du sprichst von einer Art Segmentierung von Erkenntnis in linearen Denkprozessen &#8211; Erkenntnis durch eine Reihe z.B. logisch aufeinander aufbauender Prozesse.</p>

<p>Ich glaube, dass genau diese Teilschritte(!) &#8211; also die Segmente &#8211; im Grunde assoziativ und damit auch in vernetzten Denkstrukturen entstehen. Um zu interpretieren brauche ich z.B. einen Leitgedanken, der mir Teilschritte erst erm&#246;glicht. Den kann ich in seiner Ausformung nur sehr begrenzt allein auf Basis eines Textes und seiner Analyse gewinnen, sondern ich bin dabei auch auf meine pers&#246;nlichen Erfahrungen und Wissensbest&#228;nde angewiesen, die sich assoziativ-chaotisch(!) durch meinen Lebensweg angesammelt haben. Dazu geh&#246;ren immer auch Interaktionsprozesse, d.h. multidimensionaler Input.  Damit w&#252;rde die Vernetzung (die im Gehirn des Individuums wahrscheinlich analog erfolgt) zu einer Grundlage linearem Denkens und das lineare Denken selbst ist dabei der Ausdruck des Wunsches nach Ordnung, quasi die Abstraktion dieser vernetzten, assoziativen Prozesse. Ordnung ist immer dann gut herzustellen, wenn das Neue in bestehende Strukturen passt.</p>

<p>Weder Ordnung noch Struktur bestimmen &#8220;das Netz&#8221;, sondern Chaos und Kontrollverlust &#8211; der geht bei manchem sogar so weit, dass er die Kontrolle &#252;ber seine Identit&#228;t verliert und selbige im Netz in einer Weise diffundiert, die ihn nicht mehr einzigartig erscheinen l&#228;sst. Darauf m&#252;ssen wir achten.</p>

<p>Denn darin liegt Trost &#8211; ich bin nicht allein -, aber ebenso eine existenzielle Bedrohung, wenn der &#8220;Sog der Masse&#8221; (die es im Netz f&#252;r mich gibt) mich zu Verhalten hinrei&#223;t, was u.U. nicht mehr zu meinem langsam, in linearen Prozessen entstandenen Weltbild passt. Dort f&#228;ngt f&#252;r mich die Fremdbestimmung an, die eben im Widerspruch zu den so oft propagierten M&#246;glichkeiten des Netzes steht.</p>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fontanefan</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2470</link>
		<dc:creator>Fontanefan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 07:46:49 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Der Unterschied des Umgangs mit Web 2.0 und dem mit einer gewaltigen Bibliothek ist nicht nur darin begr&#252;ndet, dass der letztere l&#228;nger gelernt werden konnte. Vielmehr liefert Web 2.0 auf Grund seines h&#246;heren Tempos weit mehr nicht &quot;abgelagerte&quot; Informationen und macht es deshalb schwerer, vermutlich relevante von weniger relevanten Informationen zu scheiden. 
Das bef&#246;rdert ein &quot;neuronenhaftes&quot; Denken (Feuern und auf Reaktion reagieren). Das ist deshalb noch nicht vernetzter als das eines Leibniz, der f&#252;r das Zusammentragen seiner Informationen freilich weit mehr Zeit brauchte.&lt;/p&gt;
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Unterschied des Umgangs mit Web 2.0 und dem mit einer gewaltigen Bibliothek ist nicht nur darin begr&#252;ndet, dass der letztere l&#228;nger gelernt werden konnte. Vielmehr liefert Web 2.0 auf Grund seines h&#246;heren Tempos weit mehr nicht &#8220;abgelagerte&#8221; Informationen und macht es deshalb schwerer, vermutlich relevante von weniger relevanten Informationen zu scheiden. 
Das bef&#246;rdert ein &#8220;neuronenhaftes&#8221; Denken (Feuern und auf Reaktion reagieren). Das ist deshalb noch nicht vernetzter als das eines Leibniz, der f&#252;r das Zusammentragen seiner Informationen freilich weit mehr Zeit brauchte.</p>]]></content:encoded>
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