Nachdenken über Kunst @staedelmuseum

Vergangene Woche war ich zum ersten Mal im neuen, von seiner Ausstellungsfläche her nahezu doppelt so groß gewordenen Städel am Frankfurter Museumsufer, einem der bedeutendsten Museumsstandorte in Europa – und damit auch auf den fünf Kontinenten.

Die neuen Gartenhallen sind der Gegenwartskunst gewidmet. – Ein Besuch reicht natürlich nicht, um die dort zugänglichen Kunstwerke wirklich wahrnehmen zu können, aber ein solcher Besuch kann ein Nachdenken über Kunst anregen.

Ein solches Nachdenken über Kunst, die in meinen Augen ein Dialog mit der Wirklichkeit mit künstlerischen Mitteln ist, hat seinen Niederschlag in einer Podcastfolge gefunden.

Zu diesem Podcast schreibe ich im Abstract auf Audioboo:

Das Frankfurter Städelmuseum hat seine Ausstellungsfläche fast verdoppelt. Und die neue Ausstellungsfläche dient der Darstellung zeitgenössischer Kunst nach 1945. In diesem Podcast stelle ich diese Hallen ebenso vor wie den Rest des Städels und ein wenig von der Museumslandschaft Frankfurt am Mains. Ich stelle die These auf, dass Kunst im Dialog mit der Wirklichkeit nicht nur entsteht sondern auch dialogisch erschlossen werden kann. Korrektur: An einer Stelle des Podcasts spreche ich von „Anthropologie“, obwohl die Ethnologie gemeint ist.

 

Gartenhallen @staedelmuseum oder: Nachdenken über Kunst (mp3)

#Educamp – Bielefeld: Was ist ein #Barcamp? #ecbi11

EduCamp Bielefeld :: 18.-20. November 2011

Educamp? Barcamp? Schulforum? Unkonferenz? Das gibt es doch alles so wenig, wie es Bielefeld gibt. Hier ein paar Informationen zu einer Veranstaltung, die es gar nicht geben kann, wenn es Bielefeld gar nicht gibt und von der doch manche behaupten, es werde das am besten besuchte Educamp aller bisherigen Zeiten – also seit 2008. – Wenn all diese seltsamen Begriffe und diese Behauptung, dass es voll werden wird, mal nicht ein eindeutiger Beweis für die Macht sind, die SIE nach wie vor haben.

Wenn ich aber so tue, als gäbe es Bielefeld, dann Continue reading

Dokumentation: Session @herrlarbig @Educamp @echb11

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

Educamps sind keine geschlossenen Veranstaltungen.

Educamps verbreiten das, was in ihrem Rahmen passiert.

Entsprechend gibt es audiovisuelle Dokumentationen der von mir auf dem Educamp in Bremen angebotenen Session mit dem Titel „Aufgabenformate in Zeiten von Internet, Wikipedia und Kompetenzorientierung“.

Zunächst ein Interview, das unmittelbar nach der Session geführt wurde und dann eine vollständige Audio-Dokumentation der Session inkl. einer Mitschrift (ein so genannter „Pencast“), die @akasche angefertigt hat. Viel mehr Material und Dokumentation des Educamps mit unglaublich vielen und spannenden Sessions, so mein Eindruck, gibt es auf der Webpräsenz des Educmaps.



Pencast: Aufgaben im Zeitalter von Wikipedia und Co.:

 

Ein Rückblick (im Zug verfasst)

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

 

Es ist ein Bug, wenn bei einem EduCamp die Sonne scheint ;-) , sind da doch Leute, mit denen man ebenso gerne über Bildung, Medieneinsatz in Bildungszusammenhängen, die Bedeutung von Bildungsprozessbegleitern etc. im Gespräch ist, diskutiert, wie man mit ihnen auf dem sonnenüberfluteten Innenhof des GW2-Gebäudes der Bremer Universität grillen würde.

Und so musste man sich plötzlich entscheiden. Mit ein paar anderen draußen Sonne tanken oder schön brav die nächste Session besuchen. – In den meisten Fällen fiel die Entscheidung zugunsten der Session aus. Diese Veranstaltungen waren ja der Grund für die Reise nach Bremen – ein guter Grund, der der Sonne echte Konkurrenz machen konnte.

Es war mein erstes Educamp. Continue reading

Bildung – Zwischen Ideologie und Sachlichkeit

Dieser Beitrag ist überspitzt, ironisch und dazu gedacht, eine möglichst sachliche Diskussion zu ermöglichen, auch wenn der Ausgangspunkt, nämlich diese Podcastfolge, in seiner Überspitzung und Ironie vielleicht selbst am Rande der „Sachlichkeit“ liegt.

Ich bin gespannt, was hier passieren wird: Ob eine Diskussion in Gang kommt (Voraussetzung sind knapp 17 Minuten des Zuhörens und Mitdenkens), wie sie verlaufen wird, welche Anregungen sie für mich selbst enthalten wird – und, noch viel wichtiger: Welche Anregungen sie für die Bildungsdebatte enthalten wird etc.

Wichtig wäre mir auf jeden Fall, dass die letzten 2:30 Minuten wirklich angehört werden, weil ich dort meine Befürchtungen rund um eine mögliche Diskussion zusammenfasse.

Genug der Vorrede, hier nun der Audiobeitrag:

 

Wie Audioboo funktioniert – Rosenkrieger erklärt

Immer wieder nutze ich in letzter Zeit das Wort „Audioboo“. Aber was ist das eigentlich? Rosenkrieger erklärt in diesem YouTube-Video sehr schön, was es mit Audioboo auf sich hat:

http://www.youtube.com/watch?v=E0OjhgBv0_4

Sprache und Technik

Eigentlich sind alle technischen Medien immer von der Schriftsprache im Kopf bestimmt.

Wie funktionieren Audio & Video, wenn keine schriftlichen Konzepte vorliegen? Wird das, was ohne vorgelagerten schriftlichen Entwurf entsteht vielleicht deshalb als unprofessionell empfunden, weil die Authentizität der direkten Gestaltung des Dialoges mit der Wirklichkeit jenseits unserer Gewohnheiten liegt? Ist die von Schrift erzeugte „Professionalität“ in Audio und Video nur die Vortäuschung eines „glatten” Denkens, ohne Ecken und Kanten, ohne Umwege, ohne Zögern und Versprechen?

Auf schriftlichen Konzepten basierende Audio- und Videoproduktionen erscheinen dann meist so, dass die Schriftsprache als Hintergrund der Produktion nicht gezeigt wird. Es soll sogar der Eindruck entstehen, dass hier nicht abgelesen wird. Unsere Medien sind voll von solchen Vortäuschungen der Authentizität. Nur manchmal, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt, entsteht echte (?) Authentizität (?), taucht die vermittelnde Person in den Inhalten als Person auf.

Haben wir  die Möglichkeiten des professionellen und authentischen Dialoges mit der Wirklichkeit, der nicht über Schriftsprache sondern mündlich in Audio und visuell über Video vermittelt wird, noch viel zu wenig ausgelotet? Ist die Oberfläche dieser Produktionen nicht oft viel zu glatt, um einen authentischen Dialog mit der Wirklichkeit zu vermitteln?

Das sind Fragen. Und in diesen Fragen die eine Frage, wie weit die Schriftsprache unser Denken, unser Vorstellen und unsere Begegnung mit der uns „ansprechenden“ Wirklichkeit geprägt hat. Können wir überhaupt noch anders? Und wie sieht eine Nutzung medialer Formen wie Audio und Video möglicherweise aus, wenn jemand die ihnen eigenen Möglichkeiten auslotet und nutzt?

Wie unterscheidet sich die Sprache des Sprechens von der Sprache des Sehens von der Sprache des Schreibens? Und dann auch noch die Frage, wie sich die audiovisuelle Darstellungen, wenn sie einen eigenen Anspruch als mediale Form der Vermittlung stellen, von schriftlichen oder gar verlesenen schriftlichen Darstellungen unterscheiden?

Literatur zum Thema: Richard Schaeffler, Erfahrung als Dialog mit der Wirklichkeit. Eine Untersuchung zur Logik der Erfahrung, Freiburg 1995. Die Texte von Fritz Mauthner, die hier zu finden sind.

Vom Wissen zum Können

„Ich kann doch die Regeln! Warum mache ich das in Arbeiten trotzdem immer falsch?“ Ein vertrauter Satz, gerade wenn es um Rechtschreibung und Grammatik geht. Aber warum ist es so schwer, einmal gründlich erarbeitetes Wissen dann auch routiniert anzuwenden? In dieser zweiten Folge meines Podcasts „Deutschstunde“ gehe ich dieser Frage einmal nach, denn es sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, etwas zu wissen und etwas zu können, so sehr das Können auch vom Wissen abhängt.

 

Deutschstunde – Der Einleitungsboo

  Mein kürzlich gestartetes Twitter-Projekt „Deutschstunde“ bekommt Zuwachs durch einen Podcast, der in maximal fünf Minuten Themen der deutschen Sprache und Literatur aufgreifen wird. Hier gibt es die erste Folge, eine Einleitung in das Projekt via audioboo.fm. Angelehnt an den Namen dieser Plattform, die in London beheimatet ist, heißen diese Kurzpodcasts dann auch Boo oder Audioboo.

 

Frühlingsgruß und Testaufnahme mit dem Olympus LS11

Zunächst ist dies hier ein kleiner Frühlingsgruß. Auf einem Spaziergang hörte ich in einem Wald in (sic!) Frankfurt/Main heute zum ersten Mal einen so klaren Vogelsang, dass ich einfach nicht anders konnte, als mich diesem auszusetzen und zu lauschen. Und da ich eigentlich immer mein digitales Aufnahmegerät bei mir trage, habe ich gleich noch eine so genannte Feldaufnahme (Field Recording) gemacht. Diese kann aber auch als eine Testaufnahme mit einem bestimmten Aufnahmegerät gesehen werden… Dazu gleich mehr – für diejenigen, die es interessiert. Hier aber nun erst einmal der Frühlingsgruß:

  (MP3)

Und jetzt für alle, die sich für digitale Audioaufnahmen interessieren, ein wenig mehr Informationen:

  • Die Aufnahme wurde mit dem Linear PCM Recorder LS 11 von Olympus erstellt.
  • Wenn ich diese Aufnahme als Testaufnahme nehme, so fällt mir zunächst das äußerst geringe Grundrauschen auf. Was in der Aufnahme als Hintergrundrauschen zu hören ist, ist der Klang einer nicht sehr weit entfernten Autobahn (und bei genauem Hinhören sind auch die 18-Uhr-Glocken und noch einiges mehr im Hintergrund zu hören). Die Aufnahme erscheint mir äußerst detailreich und natürlich, was ich angesichts eines Aufnahmegerätes, das kaum größer als ein Handy ist, sehr erstaunlich finde. Aber wenn ich in einer Aufnahme mehr höre, als ich vor Ort gehört habe, muss es wohl ein gutes Aufnahmegerät sein, ein sehr gutes sogar.
  • Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen: Die Mikrofonempfindlichkeit war auf „hoch“ gestellt, der Low-Cut-Filter war aus. Die Aufnahme ist manuell ausgesteuert. Ich nutzte das Zoom-Mikrofon in der Einstellung für weite Stereoaufnahme, die das Olympus LS 11 für Feldaufnahmen (Field Recordings) zu meinem bervorzugten Aufnahmegerät macht.
  • Die Aufnahme erfolgte im unkomprimierten PCM-Format (WAV) mit 44,1kHz/16bit und wurde anschließend in audacity leicht (!) bearbeitet: Am Anfang und am Ende schnitt ich das Tastengeräusch des Ein- und Ausschaltens weg. Darüber hinaus habe ich den Beginn und das Ende mit einem Fader versehen (die Aufnahme wird ein- und ausgeblendet), damit sie nicht so abgehackt klingt, wie im Original. Mehr habe ich an dieser Aufnahme nicht herum manipuliert.
  • Anschließend habe ich die Aufnahme im MP3-Format mit 192kbps gespeichert und auf den Server hoch geladen, wo sie nochmals im MP3-Format herunter gerechnet wurde.

Das Ergebnis hört sich in meinen Ohren nach wie vor gut an, so gut, dass ich wirklich erstaunt bin, dass dies mit einem Aufnahmegerät gemacht wurde, dass ich in die Jackentasche stecken kann.

Mehr über das Olympus LS 11 (nein, ich bekomme kein Geld, sondern bin einfach so begeistert von dem Gerät, dass ich es hier ganz freiwillig lobe), gibt es über folgende Links: