Kategorie-Archiv: Bildungsreporter

Didacta 2013 – Eine subjektive Nachlese oder: Der Exot aus Digitalien

Als ich auf der Didacta in Köln ankomme, bin ich über einen Teil der Besucher dieser Bildungsmesse amüsiert. Hatte ich es zunächst für ein Gerücht gehalten, dass viele Besucher Koffer auf Rollen dabei haben, um das einzusammelnde Material transportieren zu können, sehe ich nun, dass dieses Gerücht stimmt. Aus dem Zug, mit dem ich zur größten Bildungsmesse Europas angereist bin, steigen an der Messe Dutzende von Besuchern mit leeren großen Rucksäcken, Trolleys und Reisekoffern. Viele, die ohne diese Utensilien angereist sind, finden später auf der Messe Aussteller, die Pappkartons auf Rollen verschenken. Man kennt eben die Bedürfnisse der Besucher. Mein Bedürfnis ist es nicht, mich an den Ständen von Schulbuchverlagen mit Büchern einzudecken, obwohl sie zu Preisen angeboten werden, die zum Teil sehr günstig sind. Mein Bedürfnis ist es zu erfahren, wo ich diese Schulbücher als E-Books erwerben kann, wie ich sie auf mein digitales Lesegerät bekomme und nutzen kann, ohne dass ich einen Laptop brauche oder mit dem Tablet online sein muss, wie es momentan beim Angebot digitale-schulbuecher.de der Schubuchbranche noch der Fall ist.

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Das iPad im Unterricht der Schule: Ein Gespräch mit André Spang

Am 1.9.2011 erschien in der Zeit ein Interview mit André Spang, der als Projektleiter die „iPad-Klasse“ an der Kaiserin-Augusta-Schule (KAS), einem Gymnasium in Köln, betreut. Ich war verwundert, dass so wenig Platz für ein solches Thema bereit gestellt wurde, da es sich um das erste Projekt dieser Art in Deutschland handelt. Deshalb fragte ich André Spang, den ich aus meinem Twitter-Netzwerk als „Tastenspieler“ kenne, ob er zu einem ausführlicheren Interview bereit wäre. Das war er. Wir haben das Interview mittels E-Mail geführt, wobei die Fragen nach und nach an André Spang gesendet wurden, weil sich aus seinen Antworten für mich auch erst Fragen ergeben haben, sodass der Interviewcharakter trotz des Mediums als im besten Sinne „Vermittelndes“ erhalten geblieben sein dürfte. Weiterlesen

Dokumentation: Session @herrlarbig @Educamp @echb11

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

Educamps sind keine geschlossenen Veranstaltungen.

Educamps verbreiten das, was in ihrem Rahmen passiert.

Entsprechend gibt es audiovisuelle Dokumentationen der von mir auf dem Educamp in Bremen angebotenen Session mit dem Titel „Aufgabenformate in Zeiten von Internet, Wikipedia und Kompetenzorientierung“.

Zunächst ein Interview, das unmittelbar nach der Session geführt wurde und dann eine vollständige Audio-Dokumentation der Session inkl. einer Mitschrift (ein so genannter „Pencast“), die @akasche angefertigt hat. Viel mehr Material und Dokumentation des Educamps mit unglaublich vielen und spannenden Sessions, so mein Eindruck, gibt es auf der Webpräsenz des Educmaps.



Pencast: Aufgaben im Zeitalter von Wikipedia und Co.:

 

Ein Rückblick (im Zug verfasst)

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

 

Es ist ein Bug, wenn bei einem EduCamp die Sonne scheint ;-), sind da doch Leute, mit denen man ebenso gerne über Bildung, Medieneinsatz in Bildungszusammenhängen, die Bedeutung von Bildungsprozessbegleitern etc. im Gespräch ist, diskutiert, wie man mit ihnen auf dem sonnenüberfluteten Innenhof des GW2-Gebäudes der Bremer Universität grillen würde.

Und so musste man sich plötzlich entscheiden. Mit ein paar anderen draußen Sonne tanken oder schön brav die nächste Session besuchen. – In den meisten Fällen fiel die Entscheidung zugunsten der Session aus. Diese Veranstaltungen waren ja der Grund für die Reise nach Bremen – ein guter Grund, der der Sonne echte Konkurrenz machen konnte.

Es war mein erstes Educamp. Weiterlesen

Edu-Lounge #echb11

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

 

@akasche schreibt auf Twitter

Ich fand den Auftakt für das Educamp schon mal sehr vielversprechend … ich bin gespannt auf morgen, gute Nacht :-) #echb11

Recht hat er.

Mit der Edu-Lounge kam hier in Bremen die Atmosphäre auf, die ich für Educamp-Stimmung halte, habe ich doch bislang nur aus der Ferne via Stream und Twitter an Educamps teilgenommen.

Zunächst einmal: Die Edu-Lounge hat zuerst den Körper in den Blick genommen und nach einem langen Nachmittag bei Media@School mit Finger-Food die grauen Zellen aktiviert, was auch nötig war, wollte man das Google-Quiz, mit dem das Edu-Camp begann, gut überstehen.

Google-Quiz? – Ja. Genau. Ein Quiz, bei dem man Google nicht benutzen darf. Es geht eher darum einmal zu erfahren, wie Google wohl ticken mag. Weiterlesen

Media@School – Bremer Medientag 2011

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

 

Auf dem media@school-Medientag gab es einen Eindruck, was faktisch in Sachen Medieneinsatz an Schulen los ist.

Das Bild, das ich hier bekommen habe, ist sehr vielseitig.

Es gibt, das sei gleich am Anfang gesagt, an vielen Schulen Lehrer, die sich um Medienpädagogik kümmern. Es gibt an vielen Schulen wenige (vereinzelte?) Lehrer, die sich um pädagogisch verantworteten Gebrauch von Medien Gedanken machen und praktische Umsetzungen wagen.

Das Bild verändert sich, wenn der Begriff „Medien“ etwas breiter verstanden wird, als ich es normalerweise tue, rede ich von Medieneinsatz an Schulen.

Normalerweise denke ich dabei an Video, Audio, Computer, Internet. Dass man auch „Robotik“ Weiterlesen

Bildung – Zwischen Ideologie und Sachlichkeit

Dieser Beitrag ist überspitzt, ironisch und dazu gedacht, eine möglichst sachliche Diskussion zu ermöglichen, auch wenn der Ausgangspunkt, nämlich diese Podcastfolge, in seiner Überspitzung und Ironie vielleicht selbst am Rande der „Sachlichkeit“ liegt.

Ich bin gespannt, was hier passieren wird: Ob eine Diskussion in Gang kommt (Voraussetzung sind knapp 17 Minuten des Zuhörens und Mitdenkens), wie sie verlaufen wird, welche Anregungen sie für mich selbst enthalten wird – und, noch viel wichtiger: Welche Anregungen sie für die Bildungsdebatte enthalten wird etc.

Wichtig wäre mir auf jeden Fall, dass die letzten 2:30 Minuten wirklich angehört werden, weil ich dort meine Befürchtungen rund um eine mögliche Diskussion zusammenfasse.

Genug der Vorrede, hier nun der Audiobeitrag:

 

Was ist Bildung? Ein Vorschlag

Im Nachdenken über Jean-Pol Martins Vorschlag zum Bildungsbegriff ist dieser Audiobeitrag entstanden.

Jean-Pol Martin sagt:

„Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Konzepte ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen. Sie schaffen die Sicherheit, die notwendig ist, um unbekannte Felder zu betreten, in denen neues Wissen generiert wird.“

Meine Position in einem kurzen Resume – für die Feinheiten, die immer noch grob genug sind, empfehle ich, den Audiobeitrag  anzuhören. Soviel Zeit muss (sollte) sein ;-)

Resume: Bildung wird hier mit der Frage des Selbstbildes und des Weltbildes bzw. der Bildung (dem Entstehen) dieser Bilder in Verbindung gebracht. Es geht um eine Orientierung in Zeit und Raum, die der eigenen Positionierung in der eigenen Gegenwart und am eigenen Ort dient. In diesem Zusammenhang ist eine Orientierung nicht nur in der Gegenwart und in globalen Zusammenhängen notwendig, sondern auch eine Orientierung über die eigene Zeit und den eigenen Raum hinaus. Wissen ist notwendig, aber (wieder einmal) Hilfsmittel und nicht primäres Ziel eines Bildungsprozesses.

Ein paar Links zur Orientierung:

  (MP3)

Ich bin gespannt, was andere zu dem Thema zu sagen haben. Die Kommentare dürfen für diese Diskussion gerne genutzt werden. Und noch einmal der Hinweis auf Jean-Pol Martins Beitrag, zu dem es auch schon eine lebendige Diskussion gibt…

Ein Bildungsspaziergang – Assoziationen und Metaphern

Mit einer Flip losgezogen, um mich von der Landschaft als Bildungsreporter zu Assoziationen rund um die Bildungsdebatte in Deutschland anregen zu lassen. Wohl bemerkt: Ich wollte Assoziationen zu dieser Debatte. Damit ist längst nicht gesagt, dass ich dem Eindruck zustimme, der in solchen Diskussionen oft vermittelt wird. Dazu habe ich aber schon was gesagt. Wenn ich diesen Spaziergang im Frühjahr machen werde, dann kommen bestimmt ganz andere Assoziationen hoch. Da bin ich mir sicher. Jetzt aber ist Winter – und sogar in Frankfurt liegt mal Schnee. Dementsprechend sind die Assoziationen hier. Ein „Metaphernpotpourri“, ein „Bildungsspaziergang“… – mehr ist das nicht, einen höherer Anspruch wird nicht erhoben.

http://www.youtube.com/watch?v=w9B8DE1r4sE

herrlarbig jetzt auch hören

Warum immer Text, wenn Gedanken auch eingesprochen werden können?

In der rechten Seitennavigation finden Sie jetzt den Absatz „Neue Beiträge via Audioboo“. Dort werden jeweils die fünf letzten Beiträge, die ich als „Boo“ abgelegt habe, angezeigt und können angehört werden. Kommentare können dann direkt bei den Boos hinterlassen werden, die sich hier finden.

Außerdem können die „Boos“ selbstverständlich auch per iTunes abonniert werden.

Was aber sind „Audioboos”? – Kurz definiert: Produziere schnell, problemlos und einfach mit dem iPhone (und Android-Handys können es wohl auch schon und außerdem können auch direkt auf der Website Boos produziert werden) eine Art Podcast. Im Grunde handelt es sich bei Audioboos um die Audioversion dessen, was Twitter im Textbereich anbietet. Man kann es auch mit YouTube vergleichen, nur dass hier eben Töne im Zentrum stehen. Tipp: Einfach mal anschauen, auch wenn die deutschsprachigen Inhalte erst noch wachsen müssen, woran ich mich jetzt beteilige.

Gespannt auf Rückmeldungen zu dieser Form der Veröffentlichung. Ich wünsche anregende Minuten.