Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bildungsreporter'

Bildung – Zwischen Ideologie und Sachlichkeit

Dienstag, 6. April 2010 1:46

Dieser Beitrag ist überspitzt, ironisch und dazu gedacht, eine möglichst sachliche Diskussion zu ermöglichen, auch wenn der Ausgangspunkt, nämlich diese Podcastfolge, in seiner Überspitzung und Ironie vielleicht selbst am Rande der „Sachlichkeit“ liegt.

Ich bin gespannt, was hier passieren wird: Ob eine Diskussion in Gang kommt (Voraussetzung sind knapp 17 Minuten des Zuhörens und Mitdenkens), wie sie verlaufen wird, welche Anregungen sie für mich selbst enthalten wird – und, noch viel wichtiger: Welche Anregungen sie für die Bildungsdebatte enthalten wird etc.

Wichtig wäre mir auf jeden Fall, dass die letzten 2:30 Minuten wirklich angehört werden, weil ich dort meine Befürchtungen rund um eine mögliche Diskussion zusammenfasse.

Genug der Vorrede, hier nun der Audiobeitrag:

 

Verwandte Artikel

Thema: Audio, Bildung, Bildungsreporter, Positionen, Pädagogik | Kommentare (3) | Autor: Herr Larbig

Was ist Bildung? Ein Vorschlag

Montag, 1. März 2010 0:32

Im Nachdenken über Jean-Pol Martins Vorschlag zum Bildungsbegriff ist dieser Audiobeitrag entstanden.

Jean-Pol Martin sagt:

„Bildung ist das gemeinsame Erstellen von Konzepten, die erlauben, mit einströmenden Daten gelassen umzugehen, wobei es gilt, diese Konzepte flüssig und beweglich zu halten. Die neuerstellten Konzepte ermöglichen die Planung und Durchführung von weiteren Handlungen. Sie schaffen die Sicherheit, die notwendig ist, um unbekannte Felder zu betreten, in denen neues Wissen generiert wird.“

Meine Position in einem kurzen Resume – für die Feinheiten, die immer noch grob genug sind, empfehle ich, den Audiobeitrag  anzuhören. Soviel Zeit muss (sollte) sein ;-)

Resume: Bildung wird hier mit der Frage des Selbstbildes und des Weltbildes bzw. der Bildung (dem Entstehen) dieser Bilder in Verbindung gebracht. Es geht um eine Orientierung in Zeit und Raum, die der eigenen Positionierung in der eigenen Gegenwart und am eigenen Ort dient. In diesem Zusammenhang ist eine Orientierung nicht nur in der Gegenwart und in globalen Zusammenhängen notwendig, sondern auch eine Orientierung über die eigene Zeit und den eigenen Raum hinaus. Wissen ist notwendig, aber (wieder einmal) Hilfsmittel und nicht primäres Ziel eines Bildungsprozesses.

Ein paar Links zur Orientierung:

  (MP3)

Ich bin gespannt, was andere zu dem Thema zu sagen haben. Die Kommentare dürfen für diese Diskussion gerne genutzt werden. Und noch einmal der Hinweis auf Jean-Pol Martins Beitrag, zu dem es auch schon eine lebendige Diskussion gibt…

Verwandte Artikel

Thema: Audio, Bildung, Bildungsreporter, Positionen, Pädagogik, Schlüsselkompetenzen, Wissenserwerb | Kommentare (1) | Autor: Herr Larbig

Ein Bildungsspaziergang – Assoziationen und Metaphern

Montag, 25. Januar 2010 22:40

Mit einer Flip losgezogen, um mich von der Landschaft als Bildungsreporter zu Assoziationen rund um die Bildungsdebatte in Deutschland anregen zu lassen. Wohl bemerkt: Ich wollte Assoziationen zu dieser Debatte. Damit ist längst nicht gesagt, dass ich dem Eindruck zustimme, der in solchen Diskussionen oft vermittelt wird. Dazu habe ich aber schon was gesagt. Wenn ich diesen Spaziergang im Frühjahr machen werde, dann kommen bestimmt ganz andere Assoziationen hoch. Da bin ich mir sicher. Jetzt aber ist Winter – und sogar in Frankfurt liegt mal Schnee. Dementsprechend sind die Assoziationen hier. Ein „Metaphernpotpourri“, ein „Bildungsspaziergang“… – mehr ist das nicht, einen höherer Anspruch wird nicht erhoben.

http://www.youtube.com/watch?v=w9B8DE1r4sE

Verwandte Artikel

Thema: Bildung, Bildungsreporter, Medien | Kommentare (0) | Autor: Herr Larbig

herrlarbig jetzt auch hören

Sonntag, 17. Januar 2010 23:44

Warum immer Text, wenn Gedanken auch eingesprochen werden können?

In der rechten Seitennavigation finden Sie jetzt den Absatz „Neue Beiträge via Audioboo“. Dort werden jeweils die fünf letzten Beiträge, die ich als „Boo“ abgelegt habe, angezeigt und können angehört werden. Kommentare können dann direkt bei den Boos hinterlassen werden, die sich hier finden.

Außerdem können die „Boos“ selbstverständlich auch per iTunes abonniert werden.

Was aber sind „Audioboos”? – Kurz definiert: Produziere schnell, problemlos und einfach mit dem iPhone (und Android-Handys können es wohl auch schon und außerdem können auch direkt auf der Website Boos produziert werden) eine Art Podcast. Im Grunde handelt es sich bei Audioboos um die Audioversion dessen, was Twitter im Textbereich anbietet. Man kann es auch mit YouTube vergleichen, nur dass hier eben Töne im Zentrum stehen. Tipp: Einfach mal anschauen, auch wenn die deutschsprachigen Inhalte erst noch wachsen müssen, woran ich mich jetzt beteilige.

Gespannt auf Rückmeldungen zu dieser Form der Veröffentlichung. Ich wünsche anregende Minuten.

Verwandte Artikel

Thema: Audio, Bildungsreporter, Medien, Notizen, Web 2.0, herrlarbig.de, vernetzen, über herrlarbig.de | Kommentare (2) | Autor: Herr Larbig

Ressourceneinsatz und mediale Vermittlung – oder: Müssen es immer Videos sein?

Montag, 4. Januar 2010 2:43

Der 200. Artikel auf herrlarbig.de :-) 


Vorspann: Dieser Beitrag ist einerseits von einer über mich gekommen Aufforderung zur Produktion von Videos motiviert (und steht  erst einmal an Stelle der gewünschten Videoantwort), andererseits geht er aber über die Reflexion dieser Aufforderung hinaus auf ein paar grundsätzliche Fragen des Umgangs mit Video und anderen Medien ein. Diejenigen, die einen inhaltlichen Beitrag zur Gestaltung der „Bildungsreporter“ erwarten, mögen diesen Beitrag als eine Reflexion auf die Form, in der das Projekt inhaltlich und formal gestaltet werden könnte nehmen (am Ende sage ich dann auch noch etwas zu meinen Vorstellungen der Ausgestaltung des Projektes „Bildungsreporter”); alle anderen mögen ihn als Reflexion über die von mir beobachtete Videomanie im Netz der Gegenwart lesen.


Welche Mehrwert hat es eigentlich gegenüber einem geschrieben und im Netz veröffentlichtem Text, wenn die Kanzlerin Woche für Woche eine Videobotschaft in die Welt setzt? Was ist der Sinn, wenn sich Menschen vor eine Videokamera stellen und erzählen, was ihnen gerade durch den Kopf geht? Könnten sie das nicht auch in einem Blog einfach notieren?

Videos sind gerade sehr hoch angesehen und als ich vor kurzem das Einleitungsvideo zu dem Projekt „Bildungsreporter” sah, wurde auch ich mit der Aufforderung konfrontiert, doch bitte eine Videoantwort zu erstellen. Also nahm ich meine erst kurz zuvor angeschaffte Miniatur-HD-Videokamera und begann damit, erste Erfahrungen mit Videos zu machen. Ich versuchte sogar, einfach mal so eine Videoantwort zu produzieren – und habe davon ganz schnell wieder Abstand genommen.

Dennoch weitet sich mein medialer Blick in der Beschäftigung mit einem für mich bislang eher neuem Medium. Bisher hatte ich Erfahrungen mit dem Schreiben von Texten, mit Fotografie, mit dem Erstellen von Audioaufnahmen, aber eben nicht mit audiovisuellen Formen. Die Beschäftigung mit diesen ist für mich sehr spannend geworden, auch, weil sie für mich medienpädagogisch, mediendidaktisch, medientheoretisch und medienkritisch äußerst fruchtbar scheint.

Meine erste Erfahrung: Videos brauchen sehr viel Speicherplatz, sind also alles andere als triviale Produkte, wenn es um vernetzte Strukturen geht, setzen sie doch schnelle Internetverbindungen für die Verbreitung ebenso voraus, wie ausreichende Rechenkapazitäten eines Computers bei ihrer Erstellung. Es handelt sich also um eine Form medialer Vermittlung, die enorme Ressourcen braucht. Um einen Vergleich zu bemühen: Mir kommt die Nutzung von Video für die Vermittlung von Textbotschaften mit Einblendung der sie sprechenden Person im Vergleich zu einer schriftlichen Fassung, der man vielleicht ein Foto der Person beifügen kann, die sie geschrieben hat, so vor, wie die Nutzung von ca. einer Tonne Stahl, um eine 75 Kilogramm schwere Person in einem Auto durch die Straßen fahren zu lassen. Diese Nutzung von Ressourcen hat zu enormen Problemen u. a. bei der Stadtgestaltung, der Zerschneidung von Landschaften für Fahrwege und vor allem in ökologischer Hinsicht geführt.

Und nachdem ich mich auf YouTube nun recht intensiv umgesehen habe, bleibt ein ambivalentes Gefühl zurück: Die meisten der dort eingestellten Videos sind in meinen Augen reine Ressourcenverschwendung, sei es, weil es sich um Videos handelt, auf denen Einzelpersonen zur Welt sprechen, ohne dass es einen triftigen Grund gibt, dies nicht schriftlich zu tun (z. B. weil jemand nur eingeschränkt oder gar nicht die Tastatur bedienen kann, auch wenn in einem solchen Falle, die ressourcensparendere Variante die Audioaufnahme wäre), sei es, weil es sich um Inhalte handelt, die der Fotografie im Urlaub entsprechen, nun aber schnell mal auf YouTube der ganzen Welt gezeigt werden.

Ich weigere mich, diesen Umgang mit Videos pauschal zu verneinen oder gar zu verurteilen, denn natürlich haben Erinnerungsvideos einen individuellen Wert und ich kann es in Sachen Selbstdarstellung und Dokumentation sogar nachvollziehen, dass solche Videos online gestellt werden. Darüber hinaus bilden viele der dort veröffentlichten Videos die Weltwahrnehmung so ab, wie sie heute verbreitet ist, sodass die Videos, so sie denn erhalten bleiben, einen sozialgeschichtlichen Wert haben. (Und davon abgesehen macht das Spiel mit den unterschiedlichen medialen Formen auch unheimlich viel Spaß, was vielleicht schon alleine als Rechtfertigung für deren Nutzung reicht.)

Meine Überlegungen gehen in eine ganz andere Richtung, die zwar durchaus als kritisch distanziert zum von mir beobachteten, weit verbreiteten Umgang mit dem Medium Video gelesen werden kann, ohne dass ich diesen Umgang wirklich negieren will. Meine Überlegungen haben mit dem Zusammenhang von Inhalt und Form zu tun. Damit verbunden ist die Frage, welche Ressourcennutzung für welche inhaltlichen und formalen Zusammenhänge angemessen sein könnte.

Was spricht für Videos? Das Hauptargument, dass mir hier einfällt, besteht darin, dass wir heute weitgehend audiovisuell sozialisiert werden, es vielen Menschen also leichter zu fallen scheint, Inhalte über die Verbindung mit Ton und Bewegtbildern zu erfassen, als über Schrift. Der Mehrwert von Video gegenüber Audio ist einem solchen Kontext die Fixierung der visuellen Aufmerksamkeit auf den Bildschirm, während wir in Sachen Audio eher so sozialisiert sind, dies als ein „Nebenbei-Medium“ zu begreifen, sodass es für mich keine Überraschung ist, dass die Wortbeiträge im Radio immer kürzer werden und die Sender, die umfassende Wortbeiträge liefern eher geringe Einschaltquoten erreichen können.

Video ist also scheinbar das ideale Medium, um größere Zuschauerkreise anzusprechen. An diesem Punkt gilt also: Daumen hoch.

Darüber hinaus bieten die formalen Gestaltungsmöglichkeiten audiovisueller Produkte enorme ästhetische Reize, da in ihnen Inhalte auf mehreren Wahrnehmungsebenen gleichzeitig transportiert werden können, wobei jede der Wahrnehmungsebenen einen eigenen Anspruch erhebt: Bild und Ton ergänzen einander, treten zueinander in Spannung, fordern von jedem, der sich auf dieses Medium einlässt einen doppelten Gestaltungswillen, soll das Resultat nicht an den Möglichkeiten des Mediums vorbei gehen und somit zur Ressourcenverschwendung werden.

Das Musterbeispiel von Ressourcenverschwendung sind für mich alle audiovisuellen Produktionen, bei denen das Bild neben dem Text bzw. Ton keinen Eigenwert hat oder in denen der Text bzw. Ton neben dem Bild keinen Eigenwert hat.

Ein paar subjektive Beispiel für solche misslungenen audiovisuellen Produktionen:

  • An erster Stelle steht für mich das „Wort zum Sonntag“, das jede Woche im Ersten (ARD) ausgestrahlt wird. Hier steht in der Regel eine Person vor einem blauen Hintergrund oder manchmal auch im öffentlichen Raum und spricht. Die Kamera ist, von einigen Zooms oder leichten Perspektivenverschiebungen auf eine Person gerichtet, die spricht und am Ende wird sogar noch darauf hingewiesen, wo man den Text der Sendung beziehen kann. Gerade dieser Hinweis zeigt: Der Text kann gut ohne die verwendeten Bilder stehen.
  • Ähnlich kritisch sehe ich Veranstaltungen, die im Fernsehen laufen, aber gleichzeitig auch im Radio übertragen werden (z. B. Presseclub); reine Wortsendungen (Philosophisches Quartett) etc.

Ähnliche Ressourcenverschwendungen beobachte ich im Radio, wenn jemand eine Stunde lang einen Text verliest, statt frei sprechend einen Gedanken zu entwickeln, wobei ich literarische Lesungen davon ausdrücklich ausnehme, da die sprachliche Gestaltung eines literarischen Textes eine eigene Form der Deutung und Vermittlung eines solchen Textes ist.

Ähnlich unangemessen finde ich es übrigens, wenn jemand schriftlich versucht einen Film wiederzugeben und sich dabei alleine auf die Inhalte beschränkt und den ästhetischen Mehrwert der audiovisuelen Umsetzung völlig außen vor lässt, also im Prinzip zu keinem deutenden Umgang mit dem Gesamtkunstwerk kommt. Doch dieses Problem gibt es ja auch schon beim Umgang mit literarischen Texten, deren formale Gestaltung bei der Rezeption sehr selten wirklich in den Blick genommen wird.

Zurück zu den Videos.

Wenn sich – und damit bin ich wieder bei über mich gekommen Aufforderung, ein Antwortvideo zum Einleitungsvideo der Bildungsreporter zu erstellen – Text und Bild einander ergänzen (bei den Bildungsreportern gelingt die Christian Spannagel und Lutz Berger z. B. durch die teilweise bildlich eigenständige Verwendung des Bahnhofs), dann finde ich Videos gelungen. Wenn aber eine bloggende Person plötzlich vor einer Videokamera sitzt und x Megabyte Datenmaterial erzeugt, indem sie alleine in eine Videokamera spricht, dann frage ich mich wirklich, ob man da nicht ressourcenschonender arbeiten könnte, indem die Gedanken als Text im Blog niedergeschrieben werden oder von mir aus auch als Audiodatei online gestellt werden. (Wenn man natürlich die Inhalte so verpackt, wie es nur per Video geht, weil z. B. eine Puppe spricht oder jemand ein „Antivideo“ dreht, indem er beschriebene Blätter vor die Kamera hält, dann bekommt das Ganze für mich schon wieder einen Reiz.)

Was jetzt wie Kritik und Seitenhiebe gelesen werden kann, ist als solches überhaupt nicht gedacht! Ich habe nämlich genau solche Videos in den vergangen Wochen selbst in Massen produziert und bin dabei auf die Probleme gestoßen, die ich hier jetzt niederschreibe. Ich bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass ich keine Videos produzieren bzw. veröffentlichen will, bei denen das verwendete Medium keinen für mich erkennbaren Eigenwert hat. Und damit bin ich bei der Frage, wann welches Medium eigentlich angebracht ist.

  • Wenn ich rein sprachliche Inhalte vermitteln will, die schriftlich gefasst werden können, ist für mich die Schrift nach wie vor erste Wahl.
  • Audioaufnahmen haben für mich dann ihre Berechtigung, wenn z. B. spontane Gedanken ohne Skript oder max. mittels Stichwortsammlung produziert werden. Ebenso, wenn es um Feldaufnahmen (Geräusche) geht, um Interviews, die als Gespräche wiedergegeben werden sollen etc. Außerdem bietet Audio andere Möglichkeiten der Gestaltung als Schrift, da hier, neben der inhaltlichen Seite die akustische Seite und der Umgang mit ihr als Mehrwert zu gestalten ist. Das sind dann aber auch schon die höheren (anderen) Anforderungen, die akustische Produktionen stellen. Hier kommen formale Gestaltungsmöglichkeiten hinzu, die dann auch zu nutzen sind. Würde ich diesen Text hier nun also einfach einsprechen, dann hätte das eigentlich keinen Mehrwert, es sei denn meine Stimme hat einen solchen ästhetischen Wert, dass sie selbst Teil der Gestaltung der Inhalte ist. Außerdem halte ich Audioaufnahmen z. B. von Blinden oder Menschen, die ihre Hände nur begrenzt verwenden können für sehr angemessen.
  • Video kommt dann ins Spiel, wenn die Bilder eine eigene Sprache sprechen, wenn also der formale (ästhetische) Mehrwert des Videos auch genutzt wird. (Auch hier gilt die Einschränkung, dass Videos von Menschen, die sich anderer medialer Formen nicht oder nur mit Problemen bedienen können, immer angemessen sind!)

Für ein Projekt, wie die „Bildungsreporter“ bedeutet das für mich, um diese Gedanken jetzt mal praktisch zu wenden, dass ich mir eine Gestaltung der Inhalte in ihnen angemessenen Formen vorstelle. So können Texte wie dieser hier schriftlich (und somit am ressourcenschonensten) in das Projekt eingespeist werden. Unterrichtsdokumentationen hingegen sollten (so dies möglich ist) eher als Videos produziert werden (aber dann wirklich „produziert“). Interviews können als Audios bereitgestellt werden.

Ich wünsche mir ein Projekt, das nicht nur etwas darstellt, sondern in dem auch die Beteiligten in einen Lernprozess eintreten, der über die Frage der Bildung hinaus geht. Ich wünsche mir, dass die Beteiligten am Projekt selbst ihre medienpraktischen Kompetenzen erweitern und sich neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Bildungsfragen auch Gedanken um die angemessene Form der Vermittlung dieser Inhalte machen. Dabei stellen Videos mit die größte Herausforderung dar, zumindest dann, wenn die für ihre Produktion notwendigen Ressourcen (Speicherplatz, Internetzugang, Rechnergeschwindigkeit etc.) so genutzt werden, dass dieser enorme Ressourceneinsatz auch eine formale und inhaltliche Rechtfertigung hat.

Als Ressoucen, die vernetzten Bildungsreportern zur Verfügung stehen könnten, stelle ich mir beispielsweise folgende vor:

  • Blogeinträge
  • Nutzung von Audioboo oder anderen Audiodiensten
  • 1000mikes für Liveaudio
  • YouTube / Vimeo für Videos
  • Gegebenfalls Einsatz von Fotografie

Und dabei immer im Wechselspiel zwischen Darstellung und persönlicher Reflexion über die Zusammenhänge von Inhalt und Form – und zwar nicht, weil jedes Medium eigene Möglichkeiten bietet, sondern vor allem deshalb, weil ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass die Berücksichtigung des Zusammenhangs von Form und Inhalt zu Beiträgen führt, die auch ihre Rezipienten finden.

Verwandte Artikel

Thema: Bildung, Bildungsreporter, Darstellende Kunst, Film, Kommunikation, Medien, Medienkompetenz, Medienkritik, Schlüsselkompetenzen, Web 2.0, Wissenserwerb, lernen, vernetzen | Kommentare (45) | Autor: Herr Larbig

Ausblick 2010 – bildungsreporter.de

Dienstag, 22. Dezember 2009 0:01

Sie scharren mit den Hufen, die Bildungsreporter 2010. Als Nachfolgekonzept der Bildungsexpedition 2009 ist erst einmal völlig offen, was da passieren wird, doch wenn ich mir die Liste der bisher schon vorhandenen Korrespondenten anschaue, die bei ihrer Zusage allesamt nicht wussten, worauf sie sich da einlassen, bin ich bester Dinge und schon jetzt neugierig, was sich da tun wird.

http://www.youtube.com/watch?v=vfXDf_PwUwg

Zugegeben: Video als Medium war mir bislang eher fremd. Aber so viel sei an dieser Stelle schon verraten: Ich übe kräftig mit der seit gerade mal zwei Wochen in meinen Händen ihr Zuhause suchenden Cam und bin sehr gespannt, was sich mir da an neuen Möglichkeiten der Arbeit im Netz eröffnen wird.

Jahresrückblicke mögen andere machen, die Bildungsreporter schauen voraus. Auf ein Jahr 2010, das reich an neuen Erkenntnissen darüber sein, was mit der Bildung los ist.

Verwandte Artikel

Thema: Bildungsreporter | Kommentare (0) | Autor: Herr Larbig