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	<title>herrlarbig.de &#187; Grammatik</title>
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		<title>Duden, Wahrig, Pons, Canoo: W&#246;rterb&#252;cher online nutzen. Ein Praxistest</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 20:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fr&#252;her hatte man immer mindestens ein Rechtschreib- und ein Fremdw&#246;rterlexikon auf dem Schreibtisch stehen. Duden, Wahrig und bei den Fremdsprachen kamen noch Langenscheidt oder Pons dazu. Was ist aus diesen kommerziell von Verlagen betriebenen W&#246;rterb&#252;chern im Internet geworden? Sind sie &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/01/duden-wahrig-pons-canoo-worterbucher-online-nutzen-ein-praxistest/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Fr&#252;her hatte man immer mindestens ein Rechtschreib- und ein Fremdw&#246;rterlexikon auf dem Schreibtisch stehen. Duden, Wahrig und bei den Fremdsprachen kamen noch Langenscheidt oder Pons dazu. Was ist aus diesen kommerziell von Verlagen betriebenen W&#246;rterb&#252;chern im Internet geworden? Sind sie im Netz angekommen oder vertraut man in den Verlagen nach wie vor alleine auf B&#252;cher und den Verkauf von CD-Roms mit Programmen, die dann das W&#246;rterbuch zug&#228;nglich machen? Und wenn es Angebote im Netz gibt, wie bewerte ich diese? Herrn Larbigs kleinerTest </em><em>digitaler Online-W&#246;rterb&#252;cher mit den „ber&#252;hmten Namen“ der Branche:</em></p>

<p><span id="more-6180"></span></p>

<p>Man sitzt am Rechner und schreibt. Die Rechtschreibkorrektur weist mehr oder weniger hilfreich darauf hin, wenn ein Fehler unterl&#228;uft. Aber was mache ich, wenn ich ein Wort schnell nachschlagen will? Wie kann ich mich, zum Beispiel bei einer Gedichtanlyse, versichern, wo eine Silbengrenze ist? Wie werden W&#246;rter richtig getrennt? W&#228;re da nicht ein Online-W&#246;rterbuch hilfreich?</p>

<p>Der letzte Satz ist nat&#252;rlich eine rhetorische Frage.</p>

<p>Ja, es gibt Programme f&#252;r solche Zwecke, es gibt W&#246;rterb&#252;cher, denen sind CD-Versionen des W&#246;rterbuchs beigelegt. Es geht aber mittlerweile ebenso &#252;ber die Serviceseiten der Verlage von Rechtschreibw&#246;rterb&#252;chern.</p>

<p>Die Website des <a href="http://duden.de" target="_blank">Duden</a> ist stark auf Suche hin angelegt. Auf der Startseite ist im Kopfbereich der Website ein gro&#223;es Suchfeld und direkt daneben ein Reiter, der dazu einl&#228;dt, ganze Texte &#252;berpr&#252;fen zu lassen. Das ist ein intuitives Suchen, das zuverl&#228;ssige und wirklich informative Ergebnisse liefert. Es entstehen keine Kosten f&#252;r den Benutzer.</p>

<p>Der zweite Anbieter eines Rechtschreibw&#246;rterbuches ist der Bertelsmann-Verlag mit dem <a href="http://wahrig.de" target="_blank">Wahrig – Deutsche Rechtschreibung</a>. Auch dieses W&#246;rterbuch kann online eingesehen werden, man muss nur wissen, wo. Auf der Wahrig-Website selbst gibt es nur einen Link zu einer Sprachberatung, aber keine Suchoption. Eine solche findet sich im Rahmen von wissen.de. Wissen.de geh&#246;rt zu Bertelsmann, also kein Wunder, dass <a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/woerterbuecher/index.html" target="_blank">dort der Wahrig</a> genutzt wird. Es gibt da zwar auch Suchoptionen f&#252;r andere Sprachen und ausdr&#252;cklich f&#252;r Fremdsprachen, hier wird das Angebot von <a href="http://www.langenscheidt.de/" target="_blank">Langenscheidt</a> genutzt, die Ergebnisse sind zuverl&#228;ssig, aber die Benutzung empfinde ich nicht als so intuitiv, wie seit einigen Monaten auf duden.de.</p>

<p><a href="http://www.pons.de/" target="_blank">Pons</a> ist vor allem f&#252;r seine zweisprachigen W&#246;rterb&#252;cher bekannt. Entsprechend wird ein Angebot direkt auf der Startseite verf&#252;gbar gehalten, das &#220;bersetzungen in zahlreiche Sprachen erlaubt, aber als Auswahlfeld auch „deutsche Rechtschreibung“ enth&#228;lt. Durch die Notwendigkeit, nach der Eingabe des Wortes noch auszuw&#228;hlen, welches W&#246;rterbuch man nutzen will, bieten sich viele M&#246;glichkeiten. Hat man erst einmal z. B. das Rechtschreibw&#246;rterbuch ausgew&#228;hlt, erinnert sich die Website bei weiteren Anfragen daran, solange man die Website nicht verl&#228;sst.</p>

<p>Ein im Netz seit Jahren verf&#252;gbarer Dienst zur Rechtschreibung und Grammatik ist <a href="http://canoo.net" target="_blank">canoo.net</a> aus der Schweiz. Von den kommerziell betriebenen, aber kostenlos nutzbaren Anbietern ist das Angebot von Canoo – gemeinsam mit der seit einigen Monaten im jetzt gebotenen Umfang verf&#252;gbaren Suche beim Duden – mein pers&#246;nlicher Favorit.</p>

<p>Canoo ist eine Suchmaschine f&#252;r so ziemlich alle formalen Fragen des Deutschen: Rechtschreibung, Wortbildung, Satzgrammatik, Grammatik – und eine <a href="http://Canoo.net/services/Search/ueberblick/index.html?lang=de">Linkliste zu weiteren W&#246;rterb&#252;chern</a> kann man dort auch noch finden. Aufgrund ihres Umfangs ist diese Suchmaschine zur deutschen Sprache momentan mein Favorit, auch wenn sie aus keinem der „gro&#223;en“, in Deutschland vertraute Namen tragenden Verlage kommt.</p>

<p>Resultat meines kleinen Tests:</p>

<ol>
    <li>Favorit ist f&#252;r mich zum Zeitpunkt des Testes das Angebot von <a href="http://Canoo.net" target="_blank">Canoo.net</a>.</li>
    <li>Nahezu gleich auf und in Sachen Layout der Gewinner in der meiner subjektiven Gesamtwertung aber auf Platz 2 sehe ich das Angebot des <a href="http://duden.de" target="_blank">Dudens</a>.</li>
    <li>Das Angebot von Pons kommt wohl auch deshalb auf den dritten Platz, weil man nicht auf den ersten Blick sieht, dass auch ein Rechtschreibw&#246;rterbuch der deutschen Sprache angeboten wird.</li>
    <li>Logischerweise suche ich das Angebot des Wahrig-W&#246;rterbuches auf <a href="http://wahrig.de" target="_blank">wahrig.de</a>. Dort finde ich aber nichts. Erst &#252;ber eine Suchmaschine finde ich den <a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/woerterbuecher/index.html" target="_blank">Link zur entsprechenden Seite bei wissen.de</a>. Das ist mir zu versteckt, um auf einen anderen als den letzten Platz zu kommen.</li>
</ol>

<p>Die Ergebnisse, die die Angebote liefern, waren in allen Probeabfragen zuverl&#228;ssig. Gef&#252;hlt war das Angebot des Dudens am schnellsten. Und wenn der Rechner gerade l&#228;uft, w&#228;hrend ich am Schreiben bin – da ich viel am Computer schreibe, ist das quasi immer der Fall –, ist es f&#252;r mich naheliegend, meine vorhandenen, gedruckten W&#246;rterb&#252;cher im Regal stehen zu lassen und online zu recherchieren. Ja, auch ein Deutschlehrer muss das immer wieder tun <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>Neben den gro&#223;en Namen der W&#246;rterbuchbranche aus Druckzeiten gibt es<a href="http://Canoo.net/services/Search/ueberblick/index.html?lang=de" target="_blank"> zahlreiche W&#246;rterb&#252;cher im Netz</a>, die teilweise auch OpenSource sind. Diese ber&#252;cksichtige ich in diesem Test nicht, weil ich ja wissen wollte, was mit den Namen geworden ist, die ich aus meiner Schulzeit kenne; weil ich wissen wollte, ob man von diesen Anbietern nutzbare Unterst&#252;tzung online bekommt. Und weil es im Netz immer den Verdacht gibt, dass solche Tests wom&#246;glich beauftragt wurden: Nein. Auf herrlarbig.de finden sich keine Auftragsarbeiten, das geh&#246;rt zum Konzept dieses Blogs dazu. Mich hat einfach die Frage interessiert. Und w&#228;hrend ich ihr nachging ist dann eben dieser Beitrag entstanden, der vielleicht ein wenig bei der Orientierung helfen kann.</p>

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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 19:22:34 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich kann doch die Regeln! Warum mache ich das in Arbeiten trotzdem immer falsch?“ Ein vertrauter Satz, gerade wenn es um Rechtschreibung und Grammatik geht. Aber warum ist es so schwer, einmal gr&#252;ndlich erarbeitetes Wissen dann auch routiniert anzuwenden? In dieser zweiten Folge meines Podcasts „Deutschstunde“ gehe ich dieser Frage einmal nach, denn es sind zwei v&#246;llig unterschiedliche Dinge, etwas zu wissen und etwas zu k&#246;nnen, so sehr das K&#246;nnen auch vom Wissen abh&#228;ngt.</p>



<p style="text-align: center;"></p>

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		<title>140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 22:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischendurch immer mal wieder einen Tweet, in dem es um die deutsche Sprache und Literatur geht – so lautet die Idee, die hinter dem in der Seitenleiste neu aufgef&#252;hrtem Feld „Herr Larbigs „Deutschstunde“ auf Twitter” steckt. Wer der „Deutschstunde“ auf &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischendurch immer mal wieder einen Tweet, in dem es um die deutsche Sprache und Literatur geht – so lautet die Idee, die hinter dem in der Seitenleiste neu aufgef&#252;hrtem Feld „<a href="http://twitter.com/deutschstunde" target="_blank">Herr Larbigs „Deutschstunde</a>“ auf Twitter” steckt.</p>

<p>Wer der „Deutschstunde“ auf Twitter folgt (in der Twittersprache hei&#223;t das „followed“), bekommt immer wieder zwischen all den anderen Meldungen (Tweets) kurze Hinweise, in denen es um Fragen der Rechtschreibung geht, um Grammatik und Ausdruck. Au&#223;erdem gibt es Links zu Beitr&#228;gen, die f&#252;r alle interessant sein k&#246;nnen, die sich f&#252;r deutsche Sprache und Literatur interessieren.</p>

<p>Eine kleine Besonderheit ist, dass in dieser „Twitter Timeline“ auch Fotos auftauchen, die ich immer dann mache, wenn mir irgendwo in der &#214;ffentlichkeit etwas auff&#228;llt, das mit Sprache zu tun hat. Dabei interessiert mich, welchen sprachlichen „S&#252;nden” wir in unserer Umgebung tagt&#228;glich ausgesetzt sind. – Ich finde es spannend, mit einem solch forschenden Blick durch die Stadt zu gehen; vielleicht bin ich da nicht der einzige.</p>

<p>Ziel des Projekts ist es nicht, als der st&#228;ndig korrigierende Lehrer durch das Netz zu laufen. Ziel ist es auch nicht, die Tweets anderer nach Rechtschreibfehlern zu durchforsten und sie dann in einer Antwort an die betreffenden Personen zu korrigieren. Es gibt <a href="http://twitter.com/oberlehrer" target="_blank">jemanden bei Twitter</a>, der macht solche Korrekturen. Ich bin es nicht. Nach wie vor bin ich der &#220;berzeugung, dass sich die <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" target="_blank">F&#228;higkeiten im Umgang mit Sprache</a> Schritt f&#252;r Schritt und dennoch kontinuierlich entwickeln, so sich jemand der (Schrift)Sprache wirklich aussetzt, in dem zum Beispiel viel gelesen und geschrieben wird.</p>

<p>Das Ziel des Projekts „Deutschstunde“ auf Twitter ist zun&#228;chst einmal ein vielleicht &#252;berraschend egoistisches: Mir dient dieses Projekt als Motivationshilfe, meine F&#252;hler wirklich in dem Ma&#223;e auf Sprache und Literatur hin ausgerichtet zu halten, wie ich mir das f&#252;r mich w&#252;nsche.</p>

<p>Das zweite Ziel besteht darin, interessierten Twitternutzern Anregungen aus meinem wachsenden Fundus rund um Sprache und Literatur zu geben. Zumindest die Sensibilit&#228;t f&#252;r sprachliche Ph&#228;nomene und im Umgang mit Literatur soll da unterst&#252;tzt werden. Vielleicht w&#228;chst sie bei dem einen oder anderen mithilfe dieser Tweets auch noch ein wenig.</p>

<p>Das Interesse f&#252;r einen solchen Twitter-Stream ist da. In weniger als 24 Stunden haben sich 18 Twitterer entschieden, dass sie diesem Account folgen wollen.</p>

<p>Ich hoffe, dass „Deutschstunde“ auf Twitter dabei keine Einbahnstra&#223;e bleibt, auf der ich mit Inhalten hausieren gehe, sondern dass sich dieses Projekt dahin entwickelt, dass &#252;ber sprachliche Ph&#228;nomene via Twitter diskutiert wird, dass Fragen gestellt werden etc.</p>

<p>Au&#223;erdem kann diesem Account nat&#252;rlich auch gerne von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern gefolgt werden, solchen, die ich unterrichte genauso wie solchen, die ich nicht unterrichte. Und in diesem Rahmen k&#246;nnen durchaus auch Fragen an mich gestellt werden, denn wenn ich auf konkrete Fragen Antworten suche, oft muss ich sie tats&#228;chlich erst suchen, bin ich doch alles anderes als „Mr. Allwissend“, lerne ich selbst in der Regel eine ganze Menge dabei.</p>

<p>Noch aber steht das Projekt, dessen „Basislager“ im Netz dieses Blog herrlarbig.de ist, ganz am Anfang. Als „Basislager“ wird es im Blog auch (weiterhin) l&#228;ngere Beitr&#228;ge zu Themen rund um Sprache und Literatur geben, die auf Twitter dann nat&#252;rlich als Links auftauchen. Ich wei&#223;, dass solche Beitr&#228;ge durchaus gelesen werden, denn die meist gelesenen Beitr&#228;ge hier sind Beitr&#228;ge, in denen literarische Werke im Zentrum stehen.</p>

<p>Ich bin neugierig, wie sich dieses Projekt „Deutschstunde“ auf Twitter entwickeln wird. Dabei werde ich in diesem Rahmen die klassische Twitterfrage „What are you doing“ (Was machst du gerade) nicht beantworten, sondern mich tats&#228;chlich alleine auf die Inhalte konzentrieren. Dabei kann sich der Charakter dieser Twitter-Timeline  „Deutschstunde“ aus dem Hause <a href="http://twitter.com/herr_larbig" target="_blank">herrlarbig.de</a> im Laufe der Zeit auch &#228;ndern. Dies wird die Zeit dann aber zeigen, das kann ich heute nicht voraussehen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 23:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  Ingrid Naegele zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend Ingrid Naegele, an deren &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a></em> <em>zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a>, an deren reicher Erfahrung ich im Rahmen der Fortbildung partizipieren durfte.
</em></p>

<p>Die F&#228;higkeit der Menschen, zu lesen und zu schreiben, hat die Welt ver&#228;ndert. Erst seit diese Kulturtechniken entwickelt wurden, ist ein „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit mit nicht anwesenden Menschen m&#246;glich. Menschen m&#252;ssen nicht l&#228;nger an einem Ort sein, um ihre Gedanken auszutauschen und so voneinander und miteinander zu lernen. Au&#223;erdem hilft uns die F&#228;higkeit des Lesens, mehr &#252;ber das Leben zu fr&#252;heren Zeiten zu erfahren als es f&#252;r einen Nicht-Arch&#228;ologen mittels arch&#228;ologischer Funde m&#246;glich ist.</p>

<p>Das Ziel des Schreibens und des Lesens ist prim&#228;r, Texte f&#252;r nicht Anwesende zu verfassen und solche Texte in die eigene Auseinandersetzung mit der Welt und deren Wirklichkeit zu integrieren.</p>

<p>Dieses Ziel muss jedem vor Augen stehen, der in Bildungsprozessen mit dem Lesen und Schreiben zu tun hat – also nicht nur Deutschlehrern, sondern Lehrenden in allen F&#228;chern der Schule, den Eltern und allen anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen und Institutionen.</p>

<p>Das Ziel f&#252;r die Lernenden besteht in erster Linie also darin, <span id="more-2002"></span>sich auszudr&#252;cken zu lernen. Doch das alleine reicht nicht. Wenn Texte darauf hin ausgelegt sind, f&#252;r andere Menschen verfasst zu sein, stellt sich f&#252;r jeden, der schreibt, die Frage, wie die Texte dann auch Leser finden.</p>

<p>Voraussetzungen f&#252;r die F&#228;higkeit, etwas f&#252;r Abwesende ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, sind das K&#246;nnen mindestens einer Sprache, deren Grammatik und die Beherrschung mindestens eines Zeichensystems, mit dessen Hilfe die Inhalte &#252;ber den m&#252;ndlichen Sprachgebrauch in der unmittelbaren Begegnung bzw. &#252;ber den m&#252;ndlichen Kontakt, z.B. mit Hilfe des Telefons, hinaus &#252;bermittelt werden k&#246;nnen. Im Deutschen ist dieses Zeichensystem eine Buchstabensprache. Wenn diese in Grundz&#252;gen beherrscht wird, ist Kommunikation m&#246;glich, die um so differenzierter wird, je gr&#246;&#223;er der Wortschatz ist und je genauer die Grammatik einer Sprache und die Vereinbarungen &#252;ber Schreibung von W&#246;rtern beherrscht werden. Au&#223;erdem ist Zeichensetzung f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Texten nicht nur eine Hilfe, sondern geradezu Voraussetzung.</p>

<p>Doch im Bereich der Kenntnisse &#252;ber die Vereinbarungen zum Schreiben von W&#246;rtern ist die Verst&#228;ndlichkeit von Texten in der Regel auch dann noch m&#246;glich, wenn in einem gewissen Rahmen regelwidrig geschrieben wird. Anders ausgedr&#252;ckt: Rechtschreibfehler verhindern nicht unbedingt, dass das Ziel des Schreibens erreicht werden kann. Das Gespr&#228;ch &#252;ber Raum und Zeit hinweg ist auch mit Rechtschreibfehlern m&#246;glich.</p>

<p>Dass bedeutet nun nicht, dass Rechtschreibung kein anzustrebendes Ziel sei. Da wir in der Regel vom regelkonformen Gebrauch der Vereinbarungen zur Rechtschreibung ausgehen und dieser auch erwartet wird, ist das Ziel nat&#252;rlich eine regelkonforme Schreibweise, die in der Schule zu lernen ist.</p>

<p>Da aber das Ziel des Schreibens nicht <em>prim&#228;r </em>in der Rechtschreibung liegt, ist Rechtschreibung ein Beiprodukt, so eine Formulierung, die <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a> im Rahmen einer von mir besuchten Fortbildung gebrauchte. Im Zentrum aber muss die F&#228;higkeit stehen, sich f&#252;r nicht anwesende Personen auszudr&#252;cken. Rechtschreibung ist dabei nicht das Ziel, sondern ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, was aber auch gelingt, solange ein Wort zumindest im gr&#246;&#223;eren Zusammenhang f&#252;r den Leser verst&#228;ndlich ist.</p>

<p>Dieses zu erlernende Mittel muss ge&#252;bt werden – und zwar nicht nur in Form des Lernens der Schreibung einzelner W&#246;rter, sondern im Zusammenhang mit Satzbau und Zeichensetzung.</p>

<p>Texte k&#246;nnen aber auch schon gelungen sein, bevor die Regelkonformit&#228;t erreicht wird, gelungen in dem Sinne, dass sie f&#252;r einen nicht anwesenden Leser oder eine nicht anwesende Leserin verst&#228;ndlich sind. Und dieses Ziel muss beim Erlernen und Lehren einer Sprache im Zentrum stehen.</p>

<p>Wesentlich f&#252;r das Erreichen einer guten Ausdrucksf&#228;higkeit ist das Lesen. Fremde Texte werden zum Vorbild daf&#252;r, was mit dem Schreiben m&#246;glich ist und sie sind motivierend bez&#252;glich der eigenen Schreibkompetenz.</p>

<p>Das erste Ziel eines Lehrenden muss meines Erachtens also die F&#246;rderung der Lust am Lesen und Schreiben sein, da nur so das Ziel einer formgerechten Schreibung auf Dauer erzielt werden kann.</p>

<p>Dieser Lust ist eine &#220;bergewichtung des Ziels einer formgerechten Schreibung, ein Ziel, dass nat&#252;rlich nie aus den Augen verloren oder gar verneint werden darf, abtr&#228;glich. Um das Ziel zu erreichen, gilt es, das Selbstvertrauen in das eigene Lesen und Schreiben zu f&#246;rdern, um so mehr, wenn ein Kind Schwierigkeiten mit dem Lesen und dem Schreiben hat.</p>

<p>Das hat f&#252;r die t&#228;gliche Arbeit als Lehrer, aber auch f&#252;r den Einsatz aller anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen Konsequenzen.</p>

<p>Um Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen: Ich pl&#228;diere im Folgenden nicht f&#252;r eine Vernachl&#228;ssigung des formgerechten Schreibens, ich pl&#228;diere vielmehr f&#252;r eine Herangehensweise an das Thema des Lesens und der Rechtschreibung, die das eigentliche Ziel des Lesens und Schreibens nicht aus den Augen verlieren: Es geht um die F&#228;higkeit, Gedanken so ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, dass nicht anwesende Leser und Leserinnen diese verstehen k&#246;nnen. Formgerechtes Schreiben, verbunden mit einem angemessen Wortschatz, macht dies deutlich leichter, wobei ein gr&#246;&#223;erer Wortschatz zudem auch das Lesen von Texten und somit das Verstehen der Gedanken anderer, nicht anwesender, Personen erleichtert oder &#252;berhaupt erst m&#246;glich macht.</p>

<p>Doch dieses Ziel muss idealerweise zu einem eigenen Ziel der Lernenden werden. Es muss also einerseits alles getan werden, dass Lernende dieses Ziel erreichen – es idealerweise sogar zu ihrem eigenen Ziel machen und nicht nur zu einem Ziel, dem sie sich in der Schule zu unterwerfen haben – und andererseits alles unterlassen werden, was das Erreichen dieses Ziels verhindert. Eine zu fr&#252;he &#252;bertriebene Konzentration auf die Rechtschreibung geh&#246;rt in dem meisten F&#228;llen wohl zu den zu unterlassenden Verhaltensweisen, soll die Lust am Lesen und Schreiben angemessen gef&#246;rdert werden, auch wenn das Ziel einer formgerechten Schreibung nie aus dem Auge verloren werden darf.</p>

<p>Was also ist zu tun und womit sollte man vorsichtig sein, wenn man mit Lernenden an den Zielen des Lesens und Schreibens arbeitet?</p>

<ol>
    <li>Das Hauptprodukt des Lernprozesses ist die Lust am Lesen und Schreiben als M&#246;glichkeiten der Entdeckung und der Reflexion des Selbst und der Welt, aber auch als M&#246;glichkeit, sich selbst auszudr&#252;cken bzw. Ausdrucksformen zu kennen und vielleicht sogar f&#252;r sich nutzen zu lernen.</li>
    <li>Formgerechte Schreibung ist ein Beiprodukt dieses Hauptproduktes des Bildungsprozesses und Fehler sollten nicht der Grund sein, dass ein Kind zu einem fr&#252;hen Zeitpunkt eine Schulform verlassen muss.</li>
    <li>Der Inhalt von Texten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler verfassen, sollte nicht (zu fr&#252;h) im Rahmen der R&#252;ckmeldung von Fehlern &#252;berdeckt werden. Eine (zu fr&#252;he) Einf&#252;hrung verbindlicher und vor allem notenrelevanter Fehlerindizees sollte unterbleiben.</li>
    <li>An die Stelle der blo&#223;en Markierung und Bewertung von Fehlern m&#252;ssen Formen treten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern einen reflexiven Umgang mit den Fehlern erm&#246;glichen. Es geht also nicht nur darum, Rechtschreibung zu &#252;ben (darum geht es auch!), sondern darum, die Gr&#252;nde f&#252;r die Fehler zu erkennen und diese somit reflexiv zu vermeiden.</li>
    <li>Korrekturen sollten immer den Respekt vor dem Text des / der Lernenden widerspiegeln und den Text eben nicht in ein Feld der bombengleichen Einschl&#228;ge des Rotstiftes machen. Ja, auch Korrektur kann &#228;sthetisch angemessen und unangemessen sein.</li>
    <li>Aufgabe des Lehrers ist es nicht, ein Kind zu demotivieren, sondern dieses von seinen St&#228;rken ausgehend zu f&#246;rdern. Wenn in einem Text von 150 W&#246;rtern 30 W&#246;rter falsch geschrieben sind, macht es, vor allem f&#252;r Kinder mit Schwierigkeiten beim Schreiben und beim Lesen, einen riesigen Unterschied, ob ich unter eine Arbeit oder eine Hausaufgabe „Du hast 30 Fehler“ oder „Du hast 120 von 150 W&#246;rtern richtig geschrieben“ schreibe.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des Schreibens muss sich an dem orientieren, was Kinder k&#246;nnen und ebenso an dem, was Kinder &#252;ben m&#252;ssen. Angesichts der nach wie vor beeindruckenden Klassengr&#246;&#223;en gilt es hier, kreative ( = umsetzbare) Binnendifferenzierungsm&#246;glichkeiten zu suchen, die zumindest phasenweise eine individuelle F&#246;rderung m&#246;glich machen.</li>
    <li>Klassenarbeiten sind nicht nur Leistungs&#252;berpr&#252;fungen am Ende einer Unterrichtsphase, sondern Instrumente im Lernprozess. Deshalb gilt es, Wege zu finden, die mit Klassenarbeiten diagnostizierend und den weiteren Lernprozess f&#246;rdernd umgehen. Verbesserungen erf&#252;llen nur dann ihren Zweck, wenn sie in einen Reflexionsprozess &#252;ber die Fehler einf&#252;hren und diesen f&#252;r die weitere Arbeit fruchtbar machen.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des lustvollen Umgangs mit Texten und dem Schreiben ist in der Schule nicht nur Aufgabe der Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen, sondern eine Aufgabe der gesamte Schule und somit aller F&#228;cher! Die F&#228;higkeit, sich angemessen ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, ist f&#252;r alle F&#228;cher relevant und f&#252;r die Teilhabe an der Gesellschaft und die Entfaltung der Pers&#246;nlichkeit von so zentraler Bedeutung, dass alle Lehrer und Lehrerinnen entsprechende Kenntnisse &#252;ber F&#246;rderm&#246;glichkeiten haben m&#252;ssen.</li>
    <li>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler lernen am besten mit positiven Emotionen. Es geht also darum, f&#252;r Erfolgserlebnisse zu sorgen. Dazu kann es auch hilfreich sein, Fehler zwar als solche kenntlich zu machen, diese aber gegebenenfalls nicht notenrelevant werden lassen. Dies gilt insbesondere f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, aber nicht nur.</li>
    <li>Wenn es beim Schreiben strukturell darum geht, Gedanken so auszudr&#252;cken, dass sie sie von einem anderen, nicht anwesenden Menschen verstanden werden k&#246;nnen, sollten viel h&#228;ufiger und intensiver M&#246;glichkeiten genutzt werden, diese Texte auch wirklich wichtig werden zu lassen. Hierzu k&#246;nnen „Ver&#246;ffentlichungen“ in der Lerngruppe ebenso dienen wie beispielsweise Sch&#252;lerzeitungen, Lesungen in einer Klasse oder &#252;ber diese hinaus, Schreibwettbewerbe, gemeinsam erstellte Weblogs und Wikis und einfach alles, was zum Schreiben f&#252;r andere einl&#228;dt. Es geht also auch um die Frage, wie Texte Leser und Leserinnen finden  – und ein solcher Leser oder eine solche Leserin sollte eben nicht nur der Lehrer oder die Lehrerin sein, wenn man will, dass Lernende nicht prim&#228;r f&#252;r Lehrende schreiben.</li>
    <li>Um das Schreiben zu lernen muss viel gelesen werden. Dabei ist auch das Vorlesen von zentraler Bedeutung, da dies f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler motivierend ist und diese auf diesem Wege ganz viel Wissen erwerben k&#246;nnen (auch &#252;ber das Lesen).</li>
    <li>Vor allem Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, aber nat&#252;rlich auch alle anderen, d&#252;rfen nicht blo&#223; gestellt werden. Will ich etwas &#252;ber die  Lesef&#228;higkeiten der Kinder erfahren, kann es eine durchaus bedenkenswerte Alternative sein, Texte auf Kassette oder als MP3 aufzeichnen zu lassen, statt jeden vor der Klasse lesen zu lassen. In diesem Zusammenhang kann es auch hilfreich sein, wenn Kinder Texte mitlesen, die sie vorgelesen bekommen. Gut eingelesene H&#246;rb&#252;cher k&#246;nnen hier eine gro&#223;e Hilfe sein.</li>
    <li>Es gilt, mit den Kindern &#220;bungsstrategien zu erlernen und einzusetzen, die eher dem Prinzip der Kontinuit&#228;t als des gro&#223;en Umfangs in kurzer Zeit dienen.</li>
    <li>Und weil es so wichtig ist, noch einmal: Im Zentrum des Lesens und Schreibens stehen die Ausdrucksf&#228;higkeit, das „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit und vor allem die Lust am Lesen und Schreiben. Ohne diese Lust wird das Erreichen eines formgerechten Schreibens erschwert. Rechtschreibung ist ein Beiwerk, ein Mittel und nicht der Zweck, so wenig sie aus dem Blick verloren werden darf.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 21:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
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		<description><![CDATA[Goethe l&#228;sst Faust den Beginn des Johannes-Evangeliums aus der Bibel &#252;bersetzen (Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.). Nach einigem Hin und Her entschlie&#223;t er sich f&#252;r die &#220;bersetzung: »Im Anfang war die Tat.« ( Vers 1237) Das ist zwar &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethe l&#228;sst Faust den Beginn des Johannes-Evangeliums aus der Bibel &#252;bersetzen (Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.). Nach einigem Hin und Her entschlie&#223;t er sich f&#252;r die &#220;bersetzung:</p>

<blockquote>»Im Anfang war die Tat.« ( Vers 1237)</blockquote>

<p>Das ist zwar eine sehr freie &#220;bersetzung des griechischen Wortes »logos«, das an dieser Stelle des griechischen Urtextes steht, beschreibt aber ziemlich genau die Bedeutung, die das Verb in einem Satz hat.</p>

<p>Was ein Satz sagen will, steckt, grammatikalisch betrachtet, im Verb. Das Verb ist die T&#252;r zu den Informationen, die n&#246;tig sind, damit ein Satz entstehen kann.</p>

<p>Als Beispiel nehme ich hier das Verb »pfl&#252;cken« –  <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" target="_blank">Alleine stehend ist diese Wort einsam</a>. Mit ihm verbinden sich aber sofort Fragen, die beantwortet werden wollen, soll das Wort einen Sinn bekommen:</p>

<blockquote>
    <li> Wer? (Subjekt)</li>
pfl&#252;cken (Verb | Pr&#228;dikat)
    <li> was? (Objekt)</li>
</blockquote>

<p>M&#246;gliche Antworten:</p>

<blockquote>Wir pfl&#252;cken Blumen. | Sie pfl&#252;cken &#196;pfel.</blockquote>

<p>Damit haben wir einen grammatikalisch vollst&#228;ndigen Satz (Pr&#228;dikat – pfl&#252;cken; Subjekt – Wir | Sie; Objekt – Blumen | &#196;pfel), auch wenn sich neue Fragen ergeben: Wo? Wann? Wie? Warum?</p>

<p>Diese neuen Fragen &#246;ffnen den Satz f&#252;r weitere zu vergebende Aufgaben (Positionen), die durch Adverbiale, Nebens&#228;tze, Attribute ausgef&#252;llt werden k&#246;nnen.</p>

<p>Doch wie viele Antworten (Postionen; Aussagen) auch in einen Satz gefasst werden: das Zentrum, um das sich ein Satz wie ein Hurrikan oder ein Tornado um ihr »Auge«, bleibt das Verb als (Teil des) Pr&#228;dikat(s).</p>

<p>Aus diesem Grunde ist das Verb in allen Sprachen die spannendste (und auch schwierigste) Wortart. In ihm selbst werden zahlreiche weitere Informationen untergebracht: Tempus, Modus, infinites (vom Subjekt nicht beeinflusstes) und finites (vom Subjekt beeinflusstes) Verb…</p>

<p>Doch welche Form ein Verb auch immer annehmen mag (das wird hier im Laufe der Zeit noch Thema werden m&#252;ssen), so bleibt es doch immer das Zentrum des Satzes, das sich im Satz zum (Teil des) Pr&#228;dikat(s) verwandelt und so bestimmend f&#252;r die gesamtes Bedeutung eines Satzes ist.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<item>
		<title>Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 21:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
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		<description><![CDATA[Einzelne W&#246;rter sind wichtig. Jedes Wort kann etwas von der Wirklichkeit zeigen. Je mehr W&#246;rter ein Mensch also kennt, um so mehr und genauer kann er etwas von der Wirklichkeit »abbilden«. Aber auch Gedanken und Gef&#252;hle ben&#246;tigen W&#246;rter, wenn wir &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einzelne W&#246;rter sind wichtig. <a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/" target="_blank">Jedes Wort kann etwas von der Wirklichkeit zeigen</a>. Je mehr W&#246;rter ein Mensch also kennt, um so mehr und genauer kann er etwas von der Wirklichkeit »abbilden«. Aber auch Gedanken und Gef&#252;hle ben&#246;tigen W&#246;rter, wenn wir sie &#252;ber Sprache beschreiben und ausdr&#252;cken wollen.</p>

<p>Doch k&#246;nnen wir noch so viele W&#246;rter kennen: Um mit W&#246;rtern etwas ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, brauchen die (meisten) W&#246;rter andere W&#246;rter. Aber auch wenn sich mehrere W&#246;rter zusammen tun, ergibt das nicht automatisch auch Sinn. W&#246;rter brauchen eine Ordnung, um etwas von der Wirklichkeit ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen. Diese Ordnung nennt man »Grammatik«.</p>

<p>Die Grammatik ist in ihren Grundlagen eigentlich ganz einfach: Man braucht neben W&#246;rter Regeln, die es den W&#246;rtern erm&#246;glichen, etwas &#252;ber die Wirklichkeit zu sagen. Erst diese Regeln stellen die Ordnung her, die man »Grammatik« nennt.<span id="more-336"></span></p>

<p>Das Wort »trinken« alleine stehend z.B. wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet: Wer trinkt? Ein Mensch? Ein Tier? Trinkt einer oder trinken mehrere? Was wird getrunken? Wo geschieht dieses trinken? Wann wird getrunken? – Nur eine Frage beantwortet das Wort, wenn es alleine steht: Es geht um etwas, das getan wird. »trinken« ist ein Verb. »Verb« ist sozusagen der Name des Wortes. Andere W&#246;rter haben andere Namen, z. B. Nomen oder Adjektiv.</p>

<p>Und was f&#252;r ein Verb gilt, das gilt auch f&#252;r Nomen und Adjektive: So geht es beispielsweise den W&#246;rtern »sch&#246;n« oder »Haus« genau wie dem Verb, wenn es alleine steht. Sie brauchen andere W&#246;rter, wenn sie etwas Sinnvolles ausdr&#252;cken wollen. Also tun sie sich zusammen und bilden Wortgruppen.</p>

<p>Die genannten Beispielw&#246;rter k&#246;nnen sich also zusammentun. Dann haben wir folgende M&#246;glichkeiten: »Haus trinkt sch&#246;n«; »trinkt sch&#246;n Haus«; »sch&#246;n trinkt Haus«; »Haus sch&#246;n trinkt«. Das gibt noch nicht viel Sinn. Aber so sprechen wir schnell, wenn wir eine neue Sprache lernen: Wir lernen Vokabeln, reihen sie aneinander und es passiert gar nicht so selten, dass wir dann sogar schon verstanden werden. – In dem Beispiel hier ergibt die Aneinanderreihung allerdings nicht viel Sinn – oder?</p>

<p>Worte, die sich zu Gruppen zusammenfinden, brauchen Spielregeln f&#252;r das »Zusammenleben«. Deshalb haben W&#246;rter nicht nur Namen, sondern bekommen in einem Satz auch eigene Aufgaben, die sie in einem Satz &#252;bernehmen. Jedes Wort &#252;bernimmt eine bestimmte Funktion im Satz: Es werden Vereinbarungen getroffen, welches Wort oder welche Wortgruppe an welche Position in einem Satz stehen muss oder kann. Und da selbst dies oft noch nicht reicht, um genau zu erkennen, was die W&#246;rter als Wortgruppen im Satz aussagen, werden noch kleine Zeichen hinzugef&#252;gt, die als »Wegweiser« im Satz dienen.</p>

<p>Die Grundregel der Grammatik k&#246;nnte dann vielleicht so lauten: W&#246;rter, die etwas von der Wirklichkeit ausdr&#252;cken wollen, stehen nie alleine, sondern erf&#252;llen immer eine Funktion in einem Zusammenhang von W&#246;rtern, der nach Regeln gegliedert wird und mit Satzzeichen als »Wegweiser« versehen einen Satz bildet.</p>

<p>Ein wenig komplizierter wird es aber schon, wenn klar wird, dass ein Wort in unterschiedlichen S&#228;tzen unterschiedliche Funktionen haben kann. Nehmen wird z. B. das Adjektiv »sch&#246;n«:</p>

<blockquote><em></em><em>Wir bauen <span style="text-decoration: underline;">ein sch&#246;nes Haus</span>.</em> &lt;== »sch&#246;n« als Attribut eines Objektes

<em>Das Haus <span style="text-decoration: underline;">ist sch&#246;n</span></em><em>. </em>&lt;== »sch&#246;n« als pr&#228;dikative Erg&#228;nzung eines Pr&#228;dikates

<em>Wir machen unser Haus <span style="text-decoration: underline;">sch&#246;n</span>.</em> &lt;== »sch&#246;n« als adverbiale Bestimmung (Adverbial). Hier macht es genauere Angaben &#252;ber die   Art und Weise, wie etwas getan wird.</blockquote>

<p>Au&#223;erdem k&#246;nnen W&#246;rter unterschiedlicher Wortarten im Satz unterschiedliche Aufgaben &#252;bernehmen. So k&#246;nnen unterschiedliche Wortarten Teile der unterschiedlichen Satzfunktionen (Subjekt, Pr&#228;dikat, Objekt…) werden:</p>

<blockquote><em>Im n&#228;chsten Jahr <span style="text-decoration: underline;">werden</span></em><em> wir ein Haus <span style="text-decoration: underline;">bauen</span></em><em> </em>&lt;== Verben als Pr&#228;dikat

<em>Das Haus <span style="text-decoration: underline;">hat sch&#246;ne Fenster</span>.</em> &lt;== Verb, Adjektiv und Nomen als Pr&#228;dikat

<em><span style="text-decoration: underline;">H&#228;user</span> bestimmen das Lebensgef&#252;hl.</em> &lt;== Nomen als Subjekt

<em><span style="text-decoration: underline;">Das Bauen sch&#246;ner H&#228;user</span> ist mir wichtig.</em> &lt;== Artikel, nominalisiertes Verb, Adjektiv und Nomen als Subjekt</blockquote>

<p>Und so k&#246;nnen alle Satzteile sowohl aus einem Wort oder auch aus einer Wortgruppe bestehen, die die Funktion dieses Satzteiles &#252;bernehmen.</p>

<p>Was gerade noch ganz einfach klang (Grammatik als Regeln der Ordnung von W&#246;rtern), klingt hier schon ein wenig komplizierter.  Doch wenn diese Basis jeglicher Grammatik erst einmal verstanden wurde, ist die oft so kompliziert erscheinende Grammatik einer Sprache wahrscheinlich schon ein gutes St&#252;ck leichter zu verstehen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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