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	<title>herrlarbig.de &#187; Deutsch Sek. II</title>
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		<title>Gedichtinterpretation: Johann Wolfgang Goethe, Der  S&#228;nger (1783)</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 00:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Interpretation habe ich einmal nicht &#252;berarbeitet, sondern in der Fassung belassen, die normalerweise entsteht, wenn ich mich einem Gedicht gerade erst interpretierend ann&#228;here. Da kann sich schon einmal, w&#228;hrend ich mich an das Gedicht herantaste, die Interpretationshypothese erst sp&#228;t &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2012/02/05/gedichtinterpretation-johann-wolfgang-goethe-der-sanger-1783/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Interpretation habe ich einmal nicht &#252;berarbeitet, sondern in der Fassung belassen, die normalerweise entsteht, wenn ich mich einem Gedicht gerade erst interpretierend ann&#228;here. Da kann sich schon einmal, w&#228;hrend ich mich an das Gedicht herantaste, die Interpretationshypothese erst sp&#228;t ergeben. Normalerweise beginnt in dem Status, in dem diese Interpretation hier gerade ist, ein zweiter Arbeitsprozess, in dem der Gedankengang gegl&#228;ttet, der rote Faden st&#228;rker erkennbar gemacht wird. Auf diese Fassung habe ich hier verzichtet, um auch mal ein Beispiel dieses Bearbeitungsstatus hier zu ver&#246;ffentlichen, das vielleicht Leser und Leserinnen ermutigt, den eigenen ersten Tastversuchen beim Verstehen eines Gedichtes zu trauen – und von diesen ausgehend dann weiter an einem in sich stimmigen Text zu schreiben.</em></p>

<p>Der S&#228;nger</p>

<p>„Was h&#246;r&#8217; ich drau&#223;en vor dem Tor,</br>
Was auf der Br&#252;cke schallen?</br>
Lass den Gesang vor unserm Ohr</br>
Im Saale widerhallen!“</br>
Der K&#246;nig sprach&#8217;s, der Page lief;</br>
Der Knabe kam, der K&#246;nig rief:</br>
„Lasst mir herein den Alten!“</br>
 </br>
„Gegr&#252;&#223;et seid mir, edle Herrn,</br>
Gegr&#252;&#223;t ihr, sch&#246;ne Damen!</br>
Welch reicher Himmel! Stern bei Stern!</br>
Wer kennet ihre Namen?</br>
Im Saal voll Pracht und Herrlichkeit</br>
Schlie&#223;t, Augen, euch; hier ist nicht Zeit,</br>
Sich staunend zu ergetzen.“</br>
 </br>
Der S&#228;nger dr&#252;ckt&#8217; die Augen ein</br>
Und schlug in vollen T&#246;nen;</br>
Die Ritter schauten mutig drein</br>
Und in den Scho&#223; die Sch&#246;nen.</br>
Der K&#246;nig, dem das Lied gefiel,</br>
Lie&#223;, ihn zu ehren f&#252;r sein Spiel,</br>
Eine goldne Kette holen.</br>
 </br>
„Die goldne Kette gib mir nicht,</br>
Die Kette gib den Rittern,</br>
Vor deren k&#252;hnem Angesicht</br>
Der Feinde Lanzen splittern;</br>
Gib sie dem Kanzler, den du hast,</br>
Und lass ihn noch die goldne Last</br>
Zu andern Lasten tragen.</br>
 </br>
Ich singe, wie der Vogel singt,</br>
Der in den Zweigen wohnet;</br>
Das Lied, das aus der Kehle dringt,</br>
Ist Lohn, der reichlich lohnet.</br>
Doch darf ich bitten, bitt ich eins:</br>
Lass mir den besten Becher Weins</br>
In purem Golde reichen.“</br>
 </br>
Er setzt&#8217; ihn an, er trank ihn aus:</br>
„O Trank voll s&#252;&#223;er Labe!</br>
O wohl dem hochbegl&#252;ckten Haus,</br>
Wo das ist kleine Gabe!</br>
Ergeht&#8217;s euch wohl, so denkt an mich,</br>
Und danket Gott so warm, als ich</br>
F&#252;r diesen Trunk euch danke.“</br></p>

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<p>Beim ersten Lesen dieses sechs Strophen umfassenden Gedichtes f&#228;llt mir auf, dass die w&#246;rtliche Rede in ihm eine wichtige Rolle spielt. Bereits im ersten Vers wird hier gesprochen. Im vierten Vers erf&#228;hrt man dann, dass es der K&#246;nig ist, der spricht: Er h&#246;rt drau&#223;en Gesang. Er h&#246;rt den Gesang von „drau&#223;en vor dem Tor“, der Gesang schallt „auf der Br&#252;cke“. Mit dem doppelten „Was“ in den Versen eins und zwei verdoppelt sich die beschriebene Handlung; hier und an weiteren Stellen des Gedichtes wird die Anapher zu diesem Zwecke benutzt. Zum Beispiel steht eine &#228;hnliche Doppelung in den Versen eins und zwei der zweiten Strophe: „Gegr&#252;&#223;et seid mir, edle Herrn, / gegr&#252;&#223;t ihr, sch&#246;ne Damen!“</p>

<p>Mittels der w&#246;rtlichen Rede wird in diesem Gedicht eine Handlung erzeugt. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine Ballade. Diese wird erz&#228;hlt, es gibt kein lyrisches Ich. Der Erz&#228;hler dieses Gedichts beobachtet das Geschehen, er steht am Rande. Es handeln der K&#246;nig, der Page und der S&#228;nger.</p>

<p>Die gesamte dritte Strophe beschreibt, was geschieht, nachdem der S&#228;nger die Anwesenden begr&#252;&#223;t hat. Am Ende hat dem K&#246;nig der Gesang so gut gefallen, dass er den S&#228;nger mit einer goldenen Kette belohnen will.</p>

<p>Die zweite H&#228;lfte des Gedichts ist nun v&#246;llig der Reaktion des Dichters – in dieser Ballade tritt er als „S&#228;nger“ auf – gewidmet. Der S&#228;nger will kein Gold, er sagt sogar, dass das Gold eher den Rittern und den Politikern gegeben werden sollte. Er selbst, er, der Dichter, nutzt nun das Vogelmotiv, um seine eigene Rolle zu beschreiben. – Der Dichter ist frei wie ein Vogel, „der in den Zweigen wohnet“, sein Lohn ist, dass er seine Lieder finden, schreiben und singen kann. Der einzige Lohn, den er vom K&#246;nig akzeptiert, ist ein Becher Wein.</p>

<p>Wie idealistisch der Dichter als S&#228;nger hier dargestellt wird! Doch die Zeit, in der dieses Gedicht entstanden ist, war f&#252;r Goethe keine gute Zeit. Seit acht Jahren ist er 1783 am Weimarer Hof. Sein Durchbruch als Autor gelang mit „Die Leiden des jungen Werther“ 1774; die Gedichte des Sturm und Dranges sind verfasst. Goethe selbst schreibt um 1783 herum kaum noch. Er steht kurz vor seiner Flucht nach Italien, der so genannten „Italienreise“, die ihn im Jahre 1786 f&#252;r zwei Jahre unterwegs sein l&#228;sst. Auf dieser Reise findet er zu seinem Schreiben zur&#252;ck.</p>

<p>Vor diesem Hintergrund betrachtet, erz&#228;hlt die Ballade „Der S&#228;nger“ eher von einem nicht verwirklichten Ideal als von der Realit&#228;t.</p>

<p>Der freie, sich selbst gen&#252;gende S&#228;nger wird in diesem Gedicht wohl an einem eher mittelalterlichen Hof vorgestellt, also in eine Situation hinein gebracht, die es weder im Mittelalter noch zu Goethes Zeiten gab: Die Dichter bei Hofe waren nicht frei, sondern hatten mit ihrer Kunst dem Hof zu huldigen; der Dichter am Hofe eines M&#228;zens zur Zeit Goethes – also auch Goethe selbst – war ebenso wenig frei. Schlie&#223;lich gab es im Mittelalter noch die fahrenden S&#228;nger, deren Leben aber alles andere als heiter war. Die Dichterfigur, die Goethe im Gedicht „Der S&#228;nger“ darstellt, ist also eine unrealistische Dichterfigur.</p>

<p>Was sich wie die sch&#246;ne Geschichte eines idealistischen Dichters anh&#246;rt, stellt in Wirklichkeit die Frage nach der Rolle und nach der Freiheit des Dichters. Doch nicht nur die Frage nach der Freiheit des Dichters klingt hier an, sondern man kann wohl behaupten, ohne das Gedicht &#252;berzustrapazieren, dass die Selbstgen&#252;gsamkeit des Dichters und die damit verbundene Freiheit der Kunst auch auf die Freiheit hin abzielt, die eigenen Gedanken formulieren und aussprechen zu d&#252;rfen.</p>

<p>Die Machtverh&#228;ltnisse, die in diesem Gedicht angesprochen werden, zeigen sich sprachlich bereits im sechsten und siebten Vers der ersten Strophe: „der K&#246;nig sprach&#8217;s, der Page lief; / der Knabe kam, der K&#246;nig rief“. Diese beiden Verse sind &#252;ber Kreuz komponiert (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chiasmus" target="_blank">Chiasmus</a>); das Handeln des K&#246;nigs bildet den Rahmen, er darf sprechen, er darf rufen. Der S&#228;nger darf, nachdem er von der Stra&#223;e in des K&#246;nigs Halle gerufen wurde, singen, weil es ihm der K&#246;nig erlaubt. Erst als der S&#228;nger den vom K&#246;nig angebotenen Lohn ablehnt, gewinnt er seine Freiheit zur&#252;ck.</p>

<p>Goethe mag als Politiker kein Freiheitsk&#228;mpfer gewesen sein; er mag die franz&#246;sische Revolution kritisch betrachtet haben: Wenn es um die Freiheit des Dichters ging, wusste er aber sehr wohl um den Wert der Freiheit der Gedanken und der Worte. – Um diese Freiheit geht es in diesem Gedicht.</p>

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		<title>„Altes Buch“ – oder: Wie ein Sch&#252;ler Schule erlebt (Gastbeitrag)</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 21:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[W&#228;hrend ich dem Stream zur Veranstaltung „Schulbuchtrojaner. Urheberschutz oder Gefahr f&#252;r die Freiheit von Lehre und Forschung?“ folgte, fragte mich Moritz, der Sch&#252;ler ist, via Twitter: @herrlarbig: was genau ist eigentlich dieser &#8220;schultrojaner&#8221; von dem ich dauernd lese? Ich habe &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/12/07/altes-buch-oder-wie-ein-schuler-schule-erlebt-gastbeitrag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend ich dem <a href="http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=10604" target="_blank">Stream zur Veranstaltung „Schulbuchtrojaner. Urheberschutz oder Gefahr f&#252;r die Freiheit von Lehre und Forschung?“ folgte</a>, fragte mich Moritz, der Sch&#252;ler ist, via <a href="https://twitter.com/dertypausff/status/144484239096823808" target="_blank">Twitter</a>:</p>

<blockquote><address>@herrlarbig: was genau ist eigentlich dieser &#8220;schultrojaner&#8221; von dem ich dauernd lese?</address></blockquote>

<p>Ich habe das dann erkl&#228;rt, ein paar Links geschickt und eine Weile sp&#228;ter <a href="https://twitter.com/dertypausff/status/144500075626889216" target="_blank">schrieb</a> <a href="https://twitter.com/dertypausff/status/144500154760822784" target="_blank">Moritz</a>:</p>

<blockquote><address>@herrlarbig beim aspekt &#8220;bildung&#8221; musses wirklich mal n ruck geben, alles auf der erde hat sich ver&#228;ndert und wir hocken noch genauso wie  unsere eltern vor 50 jahren &#252;berm tisch und lesen b&#252;cher …</address></blockquote>

<p>Darauf <a href="https://twitter.com/herrlarbig/status/144500613911281664" target="_blank">fragte ich</a>:</p>

<blockquote><address>@DerTypAusFF schreiben Sie mir einen Gastbeitrag f&#252;r herrlarbig.de? Thema: Sch&#252;ler will, dass es bei Bildung einen Ruck gibt!</address></blockquote>

<p>Die <a href="https://twitter.com/dertypausff/status/144501135510736896" target="_blank">Antwort</a> war eindeutig: „Klar.“</p>

<p>Und dann kam dieser Beitrag inklusive Beweisfoto. Herzlichen Dank an Moritz, der mir die Genehmigung erteilt hat, diesen Beitrag hier zu ver&#246;ffentlichen.</p>

<h1>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</h1>

<h1>Kommentierte Kurzgeschichte: „Altes Buch“</h1>

<h1><em>Einleitung:</em></h1>

<p><em>Alles hat sich ver&#228;ndert. Man kann es drehen und wenden, aber es ist, wie es ist. Die Globalisierung ist t&#228;glich pr&#228;sent, Regierungen haben im Laufe der Zeit gewechselt, unsere Umwelt hat sich ver&#228;ndert und unser Alltag ist anders als der von vor 40 Jahren. </em></p>

<p><em> Ich denke diese Sachen kann und will auch keiner leugnen. </em></p>

<p><em>Doch! Ich will! Ich bin Sch&#252;ler und wenn ich ehrlich bin, hat sich mein Alltag nicht ver&#228;ndert. Es geht um einen Ort, den wir alle kennen, weil wir alle mal dort waren oder (wie in meinem Falle) noch dort sind. </em></p>

<p><em>Es folgt die Sicht eines Sch&#252;lers (mir) &#252;ber die Situation bzw. &#252;ber die „ungl&#252;ckliche“ Lage, in der ich mich als Sch&#252;ler momentan befinde. Durch das Internet und auch durch Kommentare von meinen Eltern, bin ich dazu angeregt worden, mir mal das „aktuelle“ Bildungssystem anzuschauen. </em></p>

<p><em>Um meine „Sicht“ zu verdeutlichen, verfasse ich eine subjektive (und durchaus auch suggestive Kurzgeschichte):</em></p>

<p>Michael sitzt vor 30–40 Jahren in seinem Klassenraum und ist ein normaler Sch&#252;ler. Er ist unausgeschlafen, schaut nach vorne und h&#246;rt dem Lehrer zu. Zumindest versucht er es (wirklich).</p>

<p>Irgendwann ist der Lehrer fertig mit seinen Erkl&#228;rungen und Antworten und diktiert eine Seite, die die Sch&#252;ler aufzuschlagen und zu bearbeiten haben. Michael fragt einen seiner Mitsch&#252;ler nochmal nach der Seite und schl&#228;gt sie auf. Er schaut sich die Aufgaben an und f&#228;ngt an zu schreiben. Es ist eine l&#228;ngere Aufgabe und er sitzt lange daran… sehr lange… Michael merkt, dass er den Sprung von den W&#246;rterketten zu in der Realit&#228;t anwendbaren Aufgaben einfach nicht hinbekommt und verzweifelt. Er verurteilt das Medium „Buch“. „Bl&#246;der Lehrer, warum gibt er uns denn B&#252;cher? Soll er doch was an die Tafel malen und uns dazu was sagen!“</p>

<p>30–40 Jahre sp&#228;ter. Michael ist Vater und gl&#252;cklicher Freiberufler. Mit B&#252;chern schl&#228;gt er sich jetzt nicht mehr rum. Sein Sohn Felix geht nun auch in die Schule und ist schon etwas l&#228;nger mit der Grundschule fertig. Michael ist ein f&#252;rsorgender Vater und fragt jeden Abend beim Abendessen, was Felix heut gelernt habe. Meistens kriegt er eine klare und stolze Antwort.</p>

<p>Dann bekommt Felix G8. Davon hat Michael mal was in den Nachrichten geh&#246;rt, „fand er irgendwie nicht so gut“. Falls sich Felix und Michael mal zum Abendessen sehen, so ist Felix von der Schule so entkr&#228;ftet, dass er Essen und dann Schlafen will. Keine Erkl&#228;rungen, keine Antworten – nichts. Einfach nur das Thema „Schule“ f&#252;r den Tag abhaken.</p>

<p>Michael ist verwundert. Was er nicht wei&#223;: Das, was ihn damals den Glauben an das „Buch“ hat verlieren lassen hat, verfolgt nun das Kind. Und zwar doppelt und dreifach. Dieses Etwas gibt es n&#228;mlich immer noch. Anstatt die Nachmittage nun frei zu haben, wird das durch G8 abgezogene Schuljahr einfach durch mehr Stunden nach 13:00 Uhr ausgeglichen. Teilweise hat Felix nun das Pech, von 7:45–18:00 Uhr in der Schule sein zu m&#252;ssen und den Tag nur durch die Fenster der Schule mitkriegen zu k&#246;nnen. Vergleicht man mal Felix&#8217; und Michaels Kindheit, so merkt man, dass sich tats&#228;chlich alles ge&#228;ndert haben sollte. W&#228;re da nicht das „Buch“.</p>

<p>Der Vater ist l&#228;ngst im Zeitalter von Computer und anderen Medien angekommen, das Kind ist sowieso reingeboren worden. Wie soll es f&#252;r das Kind m&#246;glich sein, mit etwas zu lernen, was es so nie anwenden wird? Wir sind im Zeitalter der Technik, in dem der Globalisierung – alles – ja sogar unsere Umwelt hat sich ver&#228;ndert und trotzdem muss Felix noch so lernen wie sein Vater. Wieso? Man geht zur Schule, um sich auf das kommende Leben vorzubereiten, oder? Das Leben, also der Alltag, hat sich aber ver&#228;ndert. Nicht ver&#228;ndert hat sich jedoch die Art der Vorbereitung.</p>

<p>regierung/bildungspolitik/entwicklung.html</p>

<p>404 -&gt; sorry</p>

<p>Ein Vorschlag:</p>

<p>W&#252;rde man wirklich langfristig in neue Bildungsmethoden (/-medien) wie z.B. Tablet-PCs mit Beameranschluss f&#252;r jeden Lehrer oder Schulcomputer(-ausbildung) f&#252;r jeden Sch&#252;ler investieren, so bin ich mir sicher, dass dies bei &#252;ber 90% Anklang bei Eltern finden w&#252;rde, da diese selbst erfahren haben, dass es mit PC einfach wesentlich effizienter und einfacher ist, zu Arbeiten.</p>

<p>Ich garantiere sogar, dass &#252;ber 99% aller Sch&#252;ler sich w&#252;nschen w&#252;rden, anders zu lernen als mit B&#252;chern, die teilweise noch vorm Mauerfall verwendet wurden.</p>

<div class="mceTemp mceIEcenter"><dl id="attachment_34387" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px;"><dt class="wp-caption-dt"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/1g9ye1.jpg"><img class="size-full wp-image-34387" title="Schulbuch 2011" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/1g9ye1.jpg" alt="Schulbuch 2011" width="640" height="478" /></a><span class="Apple-style-span" style="font-weight: 300;">(<strong>Extrembeispiel, Foto selber aus eigenem Schulbuch geschossen)</strong></span></dt></dl></div>

<p style="text-align: right;"><em>Moritz</em></p>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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		<title>Faust – Der Trag&#246;die 1. Teil als Rap-Text (Sch&#252;lerarbeit)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/11/07/faust-der-tragodie-1-teil-als-rap-text-schulerarbeit/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/11/07/faust-der-tragodie-1-teil-als-rap-text-schulerarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 23:17:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerarbeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenfassung]]></category>

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		<description><![CDATA[WIr haben im Grundkurs Deutsch gerade Faust 1 gelesen. Und in der letzten Stunde ist es gewesen, dass die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen ihr Wissen zusammenfassten. Ich bat sie, Zusammenfassungen f&#252;r oder aus der Sicht unterschiedlichster Zielgruppen zu schreiben. Zwei Sch&#252;ler &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/11/07/faust-der-tragodie-1-teil-als-rap-text-schulerarbeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>WIr haben im Grundkurs Deutsch gerade Faust 1 gelesen. Und in der letzten Stunde ist es gewesen, dass die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen ihr Wissen zusammenfassten. Ich bat sie, Zusammenfassungen f&#252;r oder aus der Sicht unterschiedlichster Zielgruppen zu schreiben. Zwei Sch&#252;ler fassten den erste Teil des Fausts als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rap" target="_blank">Rap</a> zusammen. </address>

<p><span id="more-29128"></span></p>

<address>Neben dem Wissen &#252;ber das Werk ist dabei die Leistung, eine Sprache zu benutzen, die nicht die Alltagssprache der Sch&#252;ler ist – also, zumindest mir gegen&#252;ber in der Schule sprechen sie ein gediegenes Hochdeutsch – und den Inhalt des Dramas in ein anderes Sprachspiel zu &#252;bertragen. </address>

<address>Dabei kommt gut heraus, dass „Faust“ alles andere als eine „harmlose“ Geschichte erz&#228;hlt.</address>

<address>Eine Ver&#246;ffentlichung der Texte war nicht als Teil des Unterrichts vorgesehen, aber wenn mich Sch&#252;ler so nett bitten, mal eine Sch&#252;lerarbeit auf herrlarbig.de zu ver&#246;ffentlichen – </address>

<blockquote><address>„hier ist die abgetippte Version und wir w&#252;rden uns sehr freuen, es auf ihrer Seite zu sehen und anderen als Lernmaterial (:P) zur Verf&#252;gung zu stellen.“</address></blockquote>

<address>– dann werde ich mich dem kaum verweigern. </address>

<address>&#220;brigens: In den Kommentaren ist durchaus Platz f&#252;r weitere Sch&#252;lerarbeiten zum Faust – auch von Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen, die ich nicht unterrichte, die an anderen Schulen sind etc.</address>

<address>Und jetzt: Vielen Dank an Alex und Marc und Vorhang auf f&#252;r:</address>

<h3>Faust &#8211; Der Trag&#246;die erster Teil</h3>

<address><p>Faust fragt sich, wieso kriegt er kein M&#228;dchen ab</br>
Und zudem, wieso er &#252;berhaupt studiert hat</br>
Hat alles, den Style und das Geld</br>
Und sucht was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt</p>
<p>Schmei&#223;t sich ne Pille ein, sieht n junges M&#228;chen</br>
Ach, schei&#223; drauf Alter, ich nehm das kleine Gretchen</br>
Doch Meph, sein Homeboy, r&#228;t ihm von der Kleinen ab</br>
Nimmt ihn mit in den Puff und sie ziehn durch die Nacht</p>
<p>Er steigt trotzdem in ihr Bett</br>
Denn er findet sie sehr nett</br>
Doch der Bruder findets raus</br>
Und schiebt dem Faust ne Faust</p>
<p>Doch Meph hat wie immer sein Messer dabei</br>
Und schnitt des k&#252;hnen Bruders Herz entzwei</br>
Doch statt bei ihr zu bleiben</br>
Musste Faust es &#252;bertreiben</p>
<p>Sie ist dabei ein Kind zu kriegen</br>
Doch er l&#228;sst sie nur links liegen</br>
Kommt damit nicht klar</br>
Bringt das Baby um</p>
<p>Sagt das ist nicht wahr</br>
Wieso war ich nur so dumm?</br>
Am Kerkertor findet Faust zu ihr</br>
„Heinrich, mir grauts vor dir!“</p>

© Alex K &amp; Marc M

</address>

<blockquote><p>Und au&#223;erdem noch MC Phisto – Faust in der Langversion gerappt von Tobias Mann. Der ist kein Sch&#252;ler von mir. Der war auch kein Sch&#252;ler von mir. Aber hier passt die Nummer gerade super gut.</p>

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		<title>Der Mairisch-Verlag – Ein Interview mit Daniel Beskos auf der Frankfurter Buchmesse #fbm11</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 17:53:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Weil Finn-Ole Heinrichs Roman „R&#228;uberh&#228;nde“ nicht nur mir gefallen hat, sondern auch bei Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen sehr gut angekommen ist, bin ich nun mal zum Verlag gegangen, der diesen Roman ver&#246;ffentlicht hat. Die  haben auch noch viele andere Romane in &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/10/12/der-mairisch-verlag-ein-interview-mit-daniel-beskos-auf-der-frankfurter-buchmesse-fbm11/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil <a href="http://www.finnoleheinrich.de/raeuberhaende.php" target="_blank">Finn-Ole Heinrichs Roman „R&#228;uberh&#228;nde“</a> nicht nur mir gefallen hat, sondern auch bei Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen sehr gut angekommen ist, bin ich nun mal <a href="http://mairisch.de/" target="_blank">zum Verlag gegangen, der diesen Roman ver&#246;ffentlicht hat</a>. Die  haben auch noch viele andere Romane in ihrer Buchmessekoje ausgestellt gehabt. Und CDs auch noch. In diesem Verlag erscheinen n&#228;mlich die Platten von <a href="http://www.spaceman-spiff.de/" target="_blank">Spaceman Spiff</a>, der mich auch schon mit seinen Texten und seiner Musik zu &#252;berzeugen wusste.</p>

<p>Ja, auch Liedtexte sind Literatur, „Lyrics“ eben – warum also sollte ein Liedermacher wie Spaceman Spiff dann keinen Platz in einem tollen Verlagsprogramm haben, wie ich es hier auf dem Buchmessenstand vorgefunden habe?!</p>

<p>Aber was ist das f&#252;r ein Verlag, der sich mir da mehr und mehr als Geheimtipp entpuppt? Was zeichnet den in Hamburg angesiedelten Mairisch-Verlag aus? Als ich schon begonnen hatte, mit Daniel Beskos dar&#252;ber zu sprechen, fiel mir ein, dass ich mein Aufnahmeger&#228;t dabei habe und so haben wir das Gespr&#228;ch als Interview weiter gef&#252;hrt:</p>

<div class="ab-player" data-boourl="http://audioboo.fm/boos/503042-der-mairisch-verlag-hamburg-stellt-sich-vor-ein-interview-mit-daniel-beskos-fbm11/embed"><a href="http://audioboo.fm/boos/503042-der-mairisch-verlag-hamburg-stellt-sich-vor-ein-interview-mit-daniel-beskos-fbm11">listen to &lsquo;Der Mairisch-Verlag (Hamburg) stellt sich vor. Ein Interview mit Daniel Beskos #fbm11 &rsquo; on Audioboo</a></div>

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		<title>Gefunden – Vom Autor zum Buch. Fr&#252;her.</title>
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		<comments>http://herrlarbig.de/2011/09/23/gefunde-vom-autor-zum-buch-fruher/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 17:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was es alles an kleinen M&#228;nnchen in Computern und zugeh&#246;rigen Druckern geben muss, um heute all diese Druckwerke zu erstellen. Ja, auch die B&#252;cher in der Buchhandlung werden heute mit Computern erstellt. Das war nicht immer so. Hier ein Film &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/23/gefunde-vom-autor-zum-buch-fruher/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was es alles an kleinen M&#228;nnchen in Computern und zugeh&#246;rigen Druckern geben muss, um heute all diese Druckwerke zu erstellen. Ja, auch die B&#252;cher in der Buchhandlung werden heute mit Computern erstellt. Das war nicht immer so. Hier ein Film auf Englisch, den ich bei YouTube entdeckt habe. Ich finde ihn spannend und in Kombination mit dem Sprecherkommentar aus dem Off sogar ein wenig lustig.</p>

<p>Zu Zeiten, in denen so viele Menschen an B&#252;chern arbeiteten, h&#228;tte ich &#252;brigens nachvollziehen k&#246;nnen, wie der Preis von B&#252;chern entsteht und warum ein Autor davon nur ein Bruchteil erh&#228;lt. In digitalen Zeiten ist das Autorenhonorar nicht gestiegen, aber der Preis von B&#252;chern mindestens gleich geblieben. Wenn aber weniger Menschen n&#246;tig sind, die B&#252;cher zu erstellen, was passiert mit dem Geld?</p>

<p>Das nur als kurze &#220;berlegung, jetzt aber: „Making Books is Fun! (to Watch):</p>

<p><object width="420" height="345" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/hBztGX-2i1M?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="420" height="345" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/hBztGX-2i1M?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Das Verb, der Satz, die Kommaregeln</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 20:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder Satz, das gilt nicht nur f&#252;r die deutsche Sprache, wird von einem Verb getragen. Diese Regel gilt sowohl f&#252;r Haupt- als auch f&#252;r Nebens&#228;tze. Nur wenn jemand auf die Idee kommt, Verben aufzuz&#228;hlen, kommen in einem Satz mehrere Verben &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Satz, das gilt nicht nur f&#252;r die deutsche Sprache, wird von <em>einem</em> Verb getragen.</p>

<p>Diese Regel gilt sowohl f&#252;r Haupt- als auch f&#252;r Nebens&#228;tze.</p>

<p>Nur wenn jemand auf die Idee kommt, Verben aufzuz&#228;hlen, kommen in einem Satz mehrere Verben vor. Solche Aufz&#228;hlungen von Verben sind aber eher selten anzutreffen. Ein Beispiel f&#252;r eine solchen Satz:</p>

<blockquote><address>Das Kind lief, lachte und keuchte durch die Stra&#223;e.</address></blockquote>

<p>Da Aufz&#228;hlungen eher weniger zu Problemen bei der Zeichensetzung f&#252;hren, um die es hier auch gehen soll, sei diese M&#246;glichkeit erw&#228;hnt, aber an dieser Stelle nicht n&#228;her in den Blick genommen.</p>

<p>Um Haupts&#228;tze und Nebens&#228;tze zu unterscheiden, lohnt es sich in der Regel einen Blick auf die Verben in einem Satz zu werfen. Das bedeutet aber auch, dass die Verben bei der Zeichensetzung hilfreich sein k&#246;nnen, wenn jemand mit dieser Probleme hat.</p>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank"><span id="more-5223"></span>Das Verb steht im Zentrum des Satzes</a>. Das Verb hat aber auch eine bestimmte Position in S&#228;tzen, die in Haupt- und Nebens&#228;tzen unterschiedlich ist.</p>

<p>In <strong>Haupts&#228;tzen</strong> steht das Verb in der Regel nach dem Subjekt <strong>an zweiter Stelle</strong> und &#252;bernimmt die Rolle des Pr&#228;dikats eines Satzes. Das Subjekt ist normalerweise mit einem Substantiv oder einem Pronomen verbunden, das an die Stelle des Substantivs (Nomens) tritt („Das Haus“ – Substantiv mit bestimmtem Artikel / Es – Pronomen, das an die Stelle des Substantivs (Nomens) „Haus“ tritt.)</p>

<p>Der Grund f&#252;r diese Positionierung des Verbs (Pr&#228;dikats) im Deutschen liegt darin, dass das Subjekt eines Satzes nicht alleine stehen kann. Ob es sich um eine Person, eine Sache oder etwas Abstraktes (Liebe z. B. ist ein abstrakter Begriff, nicht weil Liebe als Gef&#252;hl abstrakt w&#228;re, sondern weil „Liebe“ nichts ist, was einfach so auf der Stra&#223;e herum l&#228;uft, wie z. B. auch Freiheit, Unendlichkeit etc.) handelt: Das Subjekt <em>tut</em> immer etwas, ist nie ohne ein konkretes Handeln zu denken. Entsprechend steht das Verb als Pr&#228;dikat im deutschen Hauptsatz immer direkt im Anschluss an das Subjekt.</p>

<p>Eine <strong>Ausnahme</strong> gibt es von dieser Regel: In <strong>Befehlss&#228;tzen (Imperativ)</strong> und bei <strong>Fragen</strong>, in denen das gew&#252;nschte Handeln eines Subjekts besonders hervorgehoben wird, steht <strong>das Verb an erster Stelle</strong>.</p>

<blockquote><address>Gib mir bitte den Stift! (Imperativ) || Ist das Essen scharf? (Fragesatz)</address></blockquote>

<p><strong><em>Merksatz: Wenn das Verb an zweiter oder erster Stelle eines Satzes steht, so ist dieser Satz ein Hauptsatz.</em></strong> <em></em></p>

<p>In <strong>Nebens&#228;tzen</strong> hingegen steht das Verb in der Regel an der letzten Position.</p>

<blockquote><address>Krankenwagen <strong><em>fahren</em></strong> schnell, weil es darum <strong><em>geht</em></strong>, Leben zu <strong><em>retten</em></strong>. (fahren: 2. Position im Satz = Hauptsatz; geht / retten: letzte Position im Satz = Nebens&#228;tze)</address></blockquote>

<p><em><strong>Merksatz: Steht das Verb an letzter Stelle, so handelt es sich um einen Nebensatz.</strong></em></p>

<p>Ich habe schon ein paar Ausnahmen erw&#228;hnt. Diese sollen aber nicht dar&#252;ber hinweg t&#228;uschen, dass die Grundregel einfach ist: Das Verb steht in Haupts&#228;tzen in der Regel an erster oder zweiter Stelle, in Nebens&#228;tzen steht es in der Regel an letzter Stelle des Satzes.</p>

<p>Kommas werden immer dann gesetzt, wenn Haupt- und Nebens&#228;tze auftauchen. Sie werden durch ein Komma getrennt. Das gilt auch, wenn Haupts&#228;tze nicht durch einen Punkt beendet werden, sondern durch Komma voneinander getrennt werden. Die erweiterte Regel lautet also: <strong>S&#228;tze werden durch Komma getrennt, wenn zwischen ihnen kein Punkt oder ein anderes Satzzeichen steht.</strong> Das ist unabh&#228;ngig davon, ob eine Satzreihe (Haupts&#228;tze) vorliegt oder ob Haupt- und Nebens&#228;tze voneinander getrennt werde. Einzige Ausnahme: Die Haupts&#228;tze werden mit „und“ oder „oder“ miteinander verbunden.</p>

<p>Beispiele: Der Tag war sch&#246;n und die Sonne schien. (Zwei Haupts&#228;tze als Aussages&#228;tze) || Gehst du ins Kino oder gehst du ins Schwimmbad? (Zwei Haupts&#228;tze als Frages&#228;tze)</p>

<p>Solche Ausnahmen, von denen es im Deutschen bei fast jeder Regel immer welche gibt, nerven so lange, bis man den Blick auf die Verben richtet. Wenn man wei&#223;, dass kein Komma gesetzt wird, wenn S&#228;tze mit „und“ oder „oder“ verbunden sind, kann man sich immer von der Anzahl der Verben und deren Position ableiten, ob ein Haupt- oder Nebensatz vorliegt und wo Kommas gesetzt werden.</p>

<p><strong>Merksatz: Schau auf die Verben! Von ihnen abh&#228;ngige Haupt- und Nebens&#228;tze werden durch Komma getrennt, wenn nicht „und“ oder „oder“ zwei Haupts&#228;tze verbindet.</strong></p>

<p><strong> </strong>Der Vorteil des Blicks auf die Verben ist, dass dieser Blick alleine schon eine relativ gute Orientierung gibt, ob ein Komma gesetzt werden muss oder nicht. Dieser Blick kann dazu beitragen, dass Kommata richtig gesetzt werden, auch wenn man die einzelnen Begr&#252;ndungen nicht kennt, die es &#252;ber diese Regel hinaus f&#252;r die Setzung von Kommas gibt. (Ja, fr&#252;her war der Plural von „Komma“ alleine „Kommata“, heute darf man auch „Kommas“ sagen bzw. schreiben.)</p>

<p>Das hei&#223;t nicht, dass mit dieser Regel alle Arten von S&#228;tzen abgedeckt w&#228;ren, die es im Deutschen gibt, aber in sehr vielen F&#228;llen ist dieser Blick auf S&#228;tze, der sich an den Verben orientiert, sehr hilfreich.</p>

<p><strong>Merksatz: Verben geben <em>Orientierung</em> in S&#228;tzen, auch wenn es sehr kompliziert gebaute S&#228;tze sind.</strong></p>

<p>Somit bin ich nun an dem Punkt, an dem ich versuchen kann, die eine wichtige Kommaregel in Abh&#228;ngigkeit von den Verben zu formulieren:</p>

<blockquote><strong>Das Komma trennt Haupts&#228;tze (Satzreihen) oder Haupt- und Nebens&#228;tze. Jeder Haupt- oder Nebensatz enth&#228;lt in der Regel ein Verb.</strong></blockquote>

<p>Anders ausgedr&#252;ckt:</p>

<blockquote><strong>Orientiere dich bei der Frage nach der Zeichensetzung an den Verben in einem Satz. Kommt mehr als ein Verb vor und handelt es sich nicht um eine Aufz&#228;hlung von Verben, die gem&#228;&#223; der Regeln f&#252;r Aufz&#228;hlungen mit Kommas getrennt wird, muss in der Regel an der Grenze von Haupt- und Nebensatz ein Komma gesetzt werden.</strong></blockquote>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank">Das Verb steht im Zentrum des Satzes</a>. Wer einmal versteht, was diese Aussage bedeutet, wird &#252;brigens nicht nur weniger Probleme bei der Kommasetzung haben, sondern vom Verb ausgehend auch sch&#246;nere S&#228;tze schreiben; aber diese Konsequenz sei nur am Rande erw&#228;hnt.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Duden, Wahrig, Pons, Canoo: W&#246;rterb&#252;cher online nutzen. Ein Praxistest</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 20:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fr&#252;her hatte man immer mindestens ein Rechtschreib- und ein Fremdw&#246;rterlexikon auf dem Schreibtisch stehen. Duden, Wahrig und bei den Fremdsprachen kamen noch Langenscheidt oder Pons dazu. Was ist aus diesen kommerziell von Verlagen betriebenen W&#246;rterb&#252;chern im Internet geworden? Sind sie &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/01/duden-wahrig-pons-canoo-worterbucher-online-nutzen-ein-praxistest/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Fr&#252;her hatte man immer mindestens ein Rechtschreib- und ein Fremdw&#246;rterlexikon auf dem Schreibtisch stehen. Duden, Wahrig und bei den Fremdsprachen kamen noch Langenscheidt oder Pons dazu. Was ist aus diesen kommerziell von Verlagen betriebenen W&#246;rterb&#252;chern im Internet geworden? Sind sie im Netz angekommen oder vertraut man in den Verlagen nach wie vor alleine auf B&#252;cher und den Verkauf von CD-Roms mit Programmen, die dann das W&#246;rterbuch zug&#228;nglich machen? Und wenn es Angebote im Netz gibt, wie bewerte ich diese? Herrn Larbigs kleinerTest </em><em>digitaler Online-W&#246;rterb&#252;cher mit den „ber&#252;hmten Namen“ der Branche:</em></p>

<p><span id="more-6180"></span></p>

<p>Man sitzt am Rechner und schreibt. Die Rechtschreibkorrektur weist mehr oder weniger hilfreich darauf hin, wenn ein Fehler unterl&#228;uft. Aber was mache ich, wenn ich ein Wort schnell nachschlagen will? Wie kann ich mich, zum Beispiel bei einer Gedichtanlyse, versichern, wo eine Silbengrenze ist? Wie werden W&#246;rter richtig getrennt? W&#228;re da nicht ein Online-W&#246;rterbuch hilfreich?</p>

<p>Der letzte Satz ist nat&#252;rlich eine rhetorische Frage.</p>

<p>Ja, es gibt Programme f&#252;r solche Zwecke, es gibt W&#246;rterb&#252;cher, denen sind CD-Versionen des W&#246;rterbuchs beigelegt. Es geht aber mittlerweile ebenso &#252;ber die Serviceseiten der Verlage von Rechtschreibw&#246;rterb&#252;chern.</p>

<p>Die Website des <a href="http://duden.de" target="_blank">Duden</a> ist stark auf Suche hin angelegt. Auf der Startseite ist im Kopfbereich der Website ein gro&#223;es Suchfeld und direkt daneben ein Reiter, der dazu einl&#228;dt, ganze Texte &#252;berpr&#252;fen zu lassen. Das ist ein intuitives Suchen, das zuverl&#228;ssige und wirklich informative Ergebnisse liefert. Es entstehen keine Kosten f&#252;r den Benutzer.</p>

<p>Der zweite Anbieter eines Rechtschreibw&#246;rterbuches ist der Bertelsmann-Verlag mit dem <a href="http://wahrig.de" target="_blank">Wahrig – Deutsche Rechtschreibung</a>. Auch dieses W&#246;rterbuch kann online eingesehen werden, man muss nur wissen, wo. Auf der Wahrig-Website selbst gibt es nur einen Link zu einer Sprachberatung, aber keine Suchoption. Eine solche findet sich im Rahmen von wissen.de. Wissen.de geh&#246;rt zu Bertelsmann, also kein Wunder, dass <a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/woerterbuecher/index.html" target="_blank">dort der Wahrig</a> genutzt wird. Es gibt da zwar auch Suchoptionen f&#252;r andere Sprachen und ausdr&#252;cklich f&#252;r Fremdsprachen, hier wird das Angebot von <a href="http://www.langenscheidt.de/" target="_blank">Langenscheidt</a> genutzt, die Ergebnisse sind zuverl&#228;ssig, aber die Benutzung empfinde ich nicht als so intuitiv, wie seit einigen Monaten auf duden.de.</p>

<p><a href="http://www.pons.de/" target="_blank">Pons</a> ist vor allem f&#252;r seine zweisprachigen W&#246;rterb&#252;cher bekannt. Entsprechend wird ein Angebot direkt auf der Startseite verf&#252;gbar gehalten, das &#220;bersetzungen in zahlreiche Sprachen erlaubt, aber als Auswahlfeld auch „deutsche Rechtschreibung“ enth&#228;lt. Durch die Notwendigkeit, nach der Eingabe des Wortes noch auszuw&#228;hlen, welches W&#246;rterbuch man nutzen will, bieten sich viele M&#246;glichkeiten. Hat man erst einmal z. B. das Rechtschreibw&#246;rterbuch ausgew&#228;hlt, erinnert sich die Website bei weiteren Anfragen daran, solange man die Website nicht verl&#228;sst.</p>

<p>Ein im Netz seit Jahren verf&#252;gbarer Dienst zur Rechtschreibung und Grammatik ist <a href="http://canoo.net" target="_blank">canoo.net</a> aus der Schweiz. Von den kommerziell betriebenen, aber kostenlos nutzbaren Anbietern ist das Angebot von Canoo – gemeinsam mit der seit einigen Monaten im jetzt gebotenen Umfang verf&#252;gbaren Suche beim Duden – mein pers&#246;nlicher Favorit.</p>

<p>Canoo ist eine Suchmaschine f&#252;r so ziemlich alle formalen Fragen des Deutschen: Rechtschreibung, Wortbildung, Satzgrammatik, Grammatik – und eine <a href="http://Canoo.net/services/Search/ueberblick/index.html?lang=de">Linkliste zu weiteren W&#246;rterb&#252;chern</a> kann man dort auch noch finden. Aufgrund ihres Umfangs ist diese Suchmaschine zur deutschen Sprache momentan mein Favorit, auch wenn sie aus keinem der „gro&#223;en“, in Deutschland vertraute Namen tragenden Verlage kommt.</p>

<p>Resultat meines kleinen Tests:</p>

<ol>
    <li>Favorit ist f&#252;r mich zum Zeitpunkt des Testes das Angebot von <a href="http://Canoo.net" target="_blank">Canoo.net</a>.</li>
    <li>Nahezu gleich auf und in Sachen Layout der Gewinner in der meiner subjektiven Gesamtwertung aber auf Platz 2 sehe ich das Angebot des <a href="http://duden.de" target="_blank">Dudens</a>.</li>
    <li>Das Angebot von Pons kommt wohl auch deshalb auf den dritten Platz, weil man nicht auf den ersten Blick sieht, dass auch ein Rechtschreibw&#246;rterbuch der deutschen Sprache angeboten wird.</li>
    <li>Logischerweise suche ich das Angebot des Wahrig-W&#246;rterbuches auf <a href="http://wahrig.de" target="_blank">wahrig.de</a>. Dort finde ich aber nichts. Erst &#252;ber eine Suchmaschine finde ich den <a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/woerterbuecher/index.html" target="_blank">Link zur entsprechenden Seite bei wissen.de</a>. Das ist mir zu versteckt, um auf einen anderen als den letzten Platz zu kommen.</li>
</ol>

<p>Die Ergebnisse, die die Angebote liefern, waren in allen Probeabfragen zuverl&#228;ssig. Gef&#252;hlt war das Angebot des Dudens am schnellsten. Und wenn der Rechner gerade l&#228;uft, w&#228;hrend ich am Schreiben bin – da ich viel am Computer schreibe, ist das quasi immer der Fall –, ist es f&#252;r mich naheliegend, meine vorhandenen, gedruckten W&#246;rterb&#252;cher im Regal stehen zu lassen und online zu recherchieren. Ja, auch ein Deutschlehrer muss das immer wieder tun <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>Neben den gro&#223;en Namen der W&#246;rterbuchbranche aus Druckzeiten gibt es<a href="http://Canoo.net/services/Search/ueberblick/index.html?lang=de" target="_blank"> zahlreiche W&#246;rterb&#252;cher im Netz</a>, die teilweise auch OpenSource sind. Diese ber&#252;cksichtige ich in diesem Test nicht, weil ich ja wissen wollte, was mit den Namen geworden ist, die ich aus meiner Schulzeit kenne; weil ich wissen wollte, ob man von diesen Anbietern nutzbare Unterst&#252;tzung online bekommt. Und weil es im Netz immer den Verdacht gibt, dass solche Tests wom&#246;glich beauftragt wurden: Nein. Auf herrlarbig.de finden sich keine Auftragsarbeiten, das geh&#246;rt zum Konzept dieses Blogs dazu. Mich hat einfach die Frage interessiert. Und w&#228;hrend ich ihr nachging ist dann eben dieser Beitrag entstanden, der vielleicht ein wenig bei der Orientierung helfen kann.</p>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Kreatives Schreiben in der Schule</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 21:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleinere Kurse im kreativen Schreiben gebe ich seit einigen Jahren immer wieder einmal. Ich habe zwar kein Zertifikat, dass ich das kann, aber zum Gl&#252;ck traut man einem Deutschlehrer in der Regel zu, dass er unter Umst&#228;nden wei&#223;, was er tut, wenn er nicht nur Texte dem &#252;benden Analyseskalpell der Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zuf&#252;hrt, sondern auch die k&#252;nstlerische Seite des Schreibens in den Blick nimmt.</p>

<p>Schreiben als Kunst, deren Gegenstand die Literatur ist, verstehe ich<span id="more-6135"></span> dabei nicht im Sinne einer geheimnisvollen Begabung, die einen Menschen zum Schreiben bef&#228;higt. Im Zentrum steht die Erm&#246;glichung eines individuellen, pers&#246;nlichen Ausdrucks mittels der pers&#246;nlichen Sprache in erz&#228;hlender, fiktionaler Art und Weise. Es geht nicht um Genies, es geht um die Lust am Schreiben.</p>

<p>Beginnt <a href="http://www.pramper.at/bibliothek/bibliothek_5/SCHREIBWERKSTATT.pdf" target="_blank">ein solcher Kurs</a>, gilt es jedes Mal zun&#228;chst einige Hemmschwellen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu &#252;berwinden. Die gr&#246;&#223;te H&#252;rde, die es dabei zu &#252;berwinden gilt, ist, dass Menschen in Kursen in der Regel davon ausgehen, dass es ein „richtig“ und ein „falsch“ gibt. Und dann werden Aufgaben gestellt, deren Ziel es ist, das Schreiben zu befreien. F&#252;r viele ist das erst einmal ungewohnt.</p>

<p>Es ist relativ egal, ob es sich um Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen handelt oder um Studenten und Studentinnen, um Erwachsene oder Jugendliche: Der Weg, bis dem Kursleiter geglaubt wird, dass man wirklich die eigene Phantasie anstrengen darf und nicht Antworten liefern muss, von denen man ausgeht, dass sie von den Lehrenden geh&#246;rt werden wollen, ist ein langer Weg. Doch er lohnt sich.</p>

<p>Zum einen entdecke ich auf diesem Weg immer wieder, dass Lernende scheinbar immer davon ausgehen, dass Lehrende genauste Vorstellungen haben, wie das Produkt eines Lernweges aussehen soll und dass jeder Arbeitsauftrag nur den einen Zweck hat, wie in einem Mysteryspiel das Geheimnis zu knacken, welches jeweils unterrichtende Lehrer und Lehrerinnen versteckt halten wollen.</p>

<p>Dieses Problem habe ich auch anderen Stellen des Unterrichts. Ja, in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung ist das meiste meistens sehr eindeutig (geregelt), aber wie ist das mit der „richtigen“ Interpretation? Der Lehrer sagt zwar, es g&#228;be nicht <em>die</em> richtige, sonderen nur nachvollziehbare, weniger nachvollziehbar und gar nicht nachvollziehbare Deutungen literarischer Texte, aber welcher Sch&#252;ler glaubt das dem Lehrer?</p>

<p>Nein, nein, wenn ein Lehrender in der Schule sagt, der erste Leseeindruck k&#246;nne durchaus als Zugang zum pers&#246;nlichen und dennoch nachvollziehbaren Verst&#228;ndnis eines Gedichtes genutzt werden, dann ist das bestimmt nur ein Trick. Dann will  er nur so tun, dass die Leser (vor allem, wenn es Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen sind) gegen&#252;ber einem Gedicht Souver&#228;nit&#228;t haben, um dann durch die Hintert&#252;r doch wieder die eine verbindliche Lesart einzuf&#252;hren. Da lese ich doch lieber die im Netz verf&#252;gbaren Interpretationen, schreibe meine so &#228;hnlich und bin auf der sicheren Seite, weil ich das Gedicht dann so verstehe, wie es viele tun. Und das ist es doch, was in der Schule z&#228;hlt…</p>

<p>Wo in der Schule wird denn der pers&#246;nliche Ausdruck gef&#246;rdert und erwartet, der dann auch noch fiktional sein darf?</p>

<p>In den meisten F&#228;llen gelingt es fr&#252;her oder sp&#228;ter die H&#252;rde zu &#252;berwinden. Oft kommen auch Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen an den Punkt, dass sie nicht nur kurzfristige &#220;bungen zum kreativen Schreiben mitmachen, sondern auch bereit sind, mittelfristig an eigenen literarischen Texten zu arbeiten.</p>

<p>Kreatives Schreiben in der Schule hat f&#252;r mich entsprechend folgende Aufgaben, wobei die hier entstehende Liste keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit erhebt:</p>

<ul>
    <li>Kreatives Schreiben ermutigt die Entwicklung eines pers&#246;nlichen Schreibstils und eines pers&#246;nlichen Ausdruchsverm&#246;gens im Medium der Schriftsprache.</li>
    <li>Kreatives Schreiben gibt Freiheit bei Themenwahl und Textgestaltung.</li>
    <li>Kreatives Schreiben vermittelt Techniken, die helfen, kreatives Potential zu entwickeln und auszusch&#246;pfen.</li>
    <li>Kreatives Schreiben macht Spa&#223; und f&#246;rdert den spielerischen Umgang mit der Sprache.</li>
    <li>Kreatives Schreiben fordert und f&#246;rdert genaue Beobachtungen, die in Sprache nachgezeichnet werden, sodass lesend Bilder bei Zuh&#246;rern oder Lesern entstehen.</li>
    <li>Kreatives Schreiben bedient sich konkreter &#220;bungen, deren Ausgestaltung rational nachvollziehbar sind.</li>
    <li>Kreatives Schreiben hat keinen (psycho)therapeutischen Anspruch.</li>
    <li>Nebeneffekte des kreativen Schreibens sind der oft leichtere Zugang zu literarischen Texten in anderen Zusammenh&#228;ngen, die steigende Qualit&#228;t eigener Texte und h&#228;ufig auch eine signifikante Erweiterung des Wortschatzes, wenn entsprechende &#220;bungen vermittelt werden.</li>
    <li>Individuell steigert kreatives Schreiben die eigene Reflexionsf&#228;higkeit, indem es den Wortschatz und damit die Ausdrucksf&#228;higkeit differenziert, die Genauigkeit der Benennung von Ph&#228;nomene f&#246;rdert und sowohl die Beobachtung des Selbst als auch der Umwelt genauer werden l&#228;sst.</li>
</ul>

<p>Neben dem individuellen Schreibprozess ist das Ziel des kreativen Schreibens die &#214;ffentlichkeit in unterschiedlichen Formen, denn Schreiben als Kunstform kommt erst dort zu sich selbst, wo sich Texte einem Publikum stellen m&#252;ssen, sei es in einer Ausstellung von Texten (z. B. Gedichten, die visuelle oder auditiv gestaltet sind), sei es in einer (schul)&#246;ffentlichen Lesung, in der Ergebnisse vorgestellt werden, sei es im Rahmen jahreszeitlicher Veranstaltungen, die eine &#214;ffentlichkeit f&#252;r Texte bieten k&#246;nnen.</p>

<p>Das erstaunliche ist, wie viele, die mit einem solchen Programm des kreativen Schreibens in Kontakt kommen, die Erfahrung machen, dass diese Art des Umgangs mit Sprache sehr anspruchsvoll ist, sehr viel verlangt und zu Ergebnissen f&#252;hrt, die anhand von Kriterien auf ihre Qualit&#228;t hin reflektiert werden k&#246;nnen.</p>

<p>So ist eines der zentralen Kriterien in dem aus dem englischen entlehnten Satz „Zeigen, nicht erz&#228;hlen / behaupten“ (<a href="http://jerz.setonhill.edu/writing/creative1/showing/" target="_blank">Show, don&#8217;t tell</a>) enthalten. Im Zentrum steht also die Kompetenz, Sprachfl&#228;chen bzw. -r&#228;ume so zu gestalten, dass im Zeigen (Show) beim Lesenden Prozesse ausgel&#246;st werden, die das Erz&#228;hlte zu einer Erfahrung des Lesers machen.</p>

<p>Es ist ein Unterschied, ob ich erz&#228;hle (behaupte): „Heute ist sch&#246;nes Wetter.“ oder ob ich etwas zeige, das den Lesenden zu dem Schluss kommen l&#228;sst, dass da aber sch&#246;nes Wetter ist, ihm aber auch die Freiheit zu der Entscheidung l&#228;sst, ob der das gezeigte Wetter als „sch&#246;n“ bezeichnen will oder nicht, den Lesenden also nicht bevormundet.</p>

<p>Konkret:</p>

<div>
<ul>
    <li>Das Wetter ist sch&#246;n. (erz&#228;hlt / behauptet)</li>
    <li>Aus dem von V&#246;geln besungenem D&#228;mmerlicht des Morgens erhebt sich langsam die Sonne und streift die feuchten Schleier aus den feuchten Augen, die ein warmer Sommerregenschauer auf den Wiesen der Flussaue hinterlassen hatte. W&#228;hrend Kaffeeduft schon in ihre Nase drang, drehte sie sich noch einmal auf die andere Seite. Es w&#252;rde bestimmt noch eine halbe Stunde dauern, bis er mit frischen Br&#246;tchen aus dem Dorf im Tal zur&#252;ck sein w&#252;rde. Sie hatte also noch Zeit, den V&#246;geln zu lauschen und den eigenen Geruch eines beginnenden Sommertages in sich aufzusaugen. Noch wusste sie nicht, dass sie ihn nie mehr wieder sehen w&#252;rde… (gezeigt / <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Show,_don't_tell" target="_blank">show</a>)</li>
</ul>
Um dieses zentrale Kriterium zur qualitativen Einsch&#228;tzung von Texten, die im Rahmen des kreativen Schreibens entstehen, werden dann &#220;bungen entwickelt und einge&#252;bt, die es m&#246;glich machen, angemessen differenzierte Ausdrucksweisen zu finden.

</div>

<p>Eine solche &#220;bung kann zum Beispiel so aussehen:</p>

<p>„Beschreibe sachlich und m&#246;glichst genau das Wetter am Morgen eines beliebigen Tages. Finde anschlie&#223;end vierzehn M&#246;glichkeiten, anderen so von diesem Wetter zu erz&#228;hlen, dass sie sich ein Bild und ein Urteil &#252;ber das Wetter bilden k&#246;nnen. Dabei darfst du nicht behaupten, dass das Wetter gut oder schlecht sei.”</p>

<p>Nat&#252;rlich sind auch &#220;bungen im ganz freien, tendenziell im „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Écriture_automatique" target="_blank">automatischen Schreiben</a>“ notwendig, um den Prozess des kreativen Flows zu unterst&#252;tzen bzw. &#252;berhaupt erst einmal erfahrbar zu machen, doch m&#252;ssen solche &#220;bungen, um zu einem nachvollziehbaren Kompetenzaufbau beitragen zu k&#246;nnen, mit &#220;bungen zur Wortschatzbildung, zur situativen Beobachtung, zum Kennenlernen von stilistischen Gestaltungsformen (Stilmitteln) intensiv begleitet werden, um so zu einem wirklich pers&#246;nlichen Schreibstil zu gelangen.</p>

<p>Diese Freiheit aber braucht &#220;bungen, die ihr die Grenzen bieten, die als Gel&#228;nder Halt bieten, wenn sich Schreibende auf das Terrain eigener kreativer M&#246;glichkeiten begeben. Und so ziemlich jeder ernsthaft schreibende Autor kennt diese Spannung zwischen Freiheit und formaler (Selbst)Begrenzung, die didaktisch und methodisch vom Lehrer des kreativen Schreibens reflektiert und f&#252;r den Unterricht angemessen gestaltet werden muss. Goethe bringt diese Spannung in dem Gedicht „Natur und Kunst“ auf den Punkt, wenn er den Terzetten des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonett" target="_blank">Sonetts</a> schreibt:</p>

<blockquote>
<div>

[…]

</div>
<address>So ist&#8217;s mit aller Bildung auch beschaffen:</address><address>Vergebens werden ungebundne Geister</address><address>Nach der Vollendung reiner H&#246;he streben.</address><address> </address><address>Wer Gro&#223;es will, mu&#223; sich zusammenraffen:</address><address>In der Beschr&#228;nkung zeigt sich erst der Meister,</address><address>Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.</address></blockquote>

<p>&nbsp;</p>

<p>Weitere Beitr&#228;ge zum Thema auf herrlarbig.de gibt es <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/kreatives-schreiben/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://herrlarbig.de/category/herr-larbig/selbstgespraeche/" target="_blank">hier</a>.</p>

<p><em>Literatur: </em></p>

<ul>
    <li><em>Mihaly Csikszentmihalyi: <em>Kreativit&#228;t.</em> Stuttgart 1997.
</em></li>
    <li><em>Fritz Gesing: Kreativ schreiben, Handwerk und Techniken des Erz&#228;hlens. K&#246;ln 2004.</em></li>
    <li><em>Natalie Goldberg: Schreiben in Cafés. Berlin 2006. </em></li>
    <li><em>Valentin Merkelbach: Kreatives Schreiben. Braunschweig 1993.</em></li>
    <li><em>Gabriele L. Rico: Garantiert schreiben lernen. Sprachliche Kreativit&#228;t methodisch entwickeln &#8211; ein Intensivkurs. 3. Auflage, Reinbek bei Hamburg 2004.</em></li>
    <li><em>Stephan Porombka: Das neue Kreative Schreiben. In: German as Foreign Language 2/2009, S. 167-193. <a href="http://www.gfl-journal.de/2-2009/porombka.pdf" target="_blank">PDF</a>.</em></li>
    <li><em>J&#252;rgen vom Scheidt: Kreatives Schreiben, Texte als Wege zu sich selbst und zu anderen ; Selbsterfahrung, Therapie, Meditation, Denkwerkzeug, Arbeitshilfe, Abbau von Schreibblockaden. Frankfurt am Main 1990.</em></li>
</ul>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/21/lernen-bei-goethe/" rel="bookmark" title="21. August 2008">Lernen bei Goethe</a></li>
</ul>

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		<title>Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 20:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn der Teufel Worte aus der Bibel h&#246;ren muss, einem religi&#246;sen Gef&#252;hl in seiner unmittelbaren Umgebung begegnet, so ist es naheliegend, dass er nicht ruhig sein kann, „hin und wider“ rennt (V 1186), dass er „zu den heiligen T&#246;nen, / Die jetzt &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mephistopheles" target="_blank">Teufel</a> Worte aus der Bibel h&#246;ren muss, einem religi&#246;sen Gef&#252;hl in seiner unmittelbaren Umgebung begegnet, so ist es naheliegend, dass er nicht ruhig sein kann, „hin und wider“ rennt (V 1186), dass er „zu den heiligen T&#246;nen, / Die jetzt meine [Fausts] ganze Seel&#8217; umfassen” (V 1202f.) knurrt, auch wenn dazu „der tierische Laut nicht passen“ (V 1204) will.</p>

<p>Und als <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" target="_blank">Faust</a> dann auch noch beginnt,<span id="more-6125"></span> den <a title="»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum" href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank">Anfang des Johannesevangeliums </a>zu &#252;bersetzen (V1224–1237), beginnt der Pudel zu heulen, zu bellen und Faust kommt zu dem Schluss: „Solch einen st&#246;renden Gesellen / Mag ich nicht in der N&#228;he leiden.“ (V 1241f.) – Und doch treibt ihn die Neugier an. Die Spannung steigt, die Worte an den Pudel sind in k&#252;rzeren Versen als jene der religi&#246;sen Innigkeit. Und die Worte der Beschw&#246;rungsformel (V 1273–1321) Fausts angesichts des Pudels werden in noch k&#252;rzere Verse gefasst, die die Unruhe ausdr&#252;cken, die sich erst entspannt als der der Pudel sein Wesen zeigt. Hier steht dann auch der ber&#252;hmte Vers „Das also war des Pudels Kern.“ (V 1322)</p>

<p>Faust entspannt sich sprachlich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alternanz_(Verslehre)" target="_blank">alternierenden Versen</a>. Und doch will er wissen, mit wem er es da zu tun hat, erinnert er sich doch an die alte <a href="http://www.sciacchitano.it/Pensatori%20epistemici/Benjamin/&#220;ber%20Sprache%20&#252;berhaupt.pdf" target="_blank">Vorstellung, dass der Namen das Wesen beschreibt, dass das Wissen um den Namen Macht &#252;ber das Benannte gibt</a>. „Bei euch, ihr Herrn, kann man das Wesen / Gew&#246;hnlich aus dem Namen lesen” (V 1330f.) Und Faust erf&#228;hrt den Namen nicht, bekommt vielmehr ein „R&#228;tselwort“ (V 1337), in dem sich Mephistopheles mit seiner nihilistischen, alles verneinenden Lebenseinstellung vorstellt. „Goethes Mephistopheles pervertiert alles: die Welt geht vom Dunkel aus und l&#228;uft auf das Nichts hin – ein Gegenbild zu dem, was der <a title="Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel" href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" target="_blank"><em>Prolog im Himmel</em></a> zeigte.“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/#footnote_0_6125" id="identifier_0_6125" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nchen 1998, S. 533.">1</a></sup></p>

<p>Mephistopheles geht es um Zerst&#246;rung und er sagt dies offen. Gleichzeitig aber bekommt die Szene fast etwas kom&#246;dienhaftes, als Mephistopheles das Zimmer Fausts nicht verlassen kann. „Der Teufel kann nicht aus dem Haus“ (V 1408), weil ihn ein Pentagramm davon abh&#228;lt. Zwar ist es nicht ganz geschlossen gezeichnet, aber den Weg nach drau&#223;en versperrt es. Faust fragt (fast schon schelmisch?): „Doch warum gehst du nicht durchs Fenster?“ (V 1409) worauf ihm Mephistopheles die strengen Gesetze nennt, denen er offensichtlich unterworfen ist, obwohl er doch „stets verneint“ (V 1338):</p>

<blockquote>„&#8217;s ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster: / Wi sie hereingeschl&#252;pft, da m&#252;ssen sie hinaus. / Das erste steht uns frei, beim zweiten sind wir Knechte.“ (V 1410–1412)</blockquote>

<p>Als Faust dies h&#246;rt, bietet <em>er</em> Mephistopheles einen Pakt an (V 1415), worauf dieser erst einmal ein wenig Abstand suchen will, was Faust gar nicht gef&#228;llt: „Den Teufel halte, wer ihn h&#228;lt! Er wird ihn so bald zum zweiten Male fangen.” (V 1429) Mephistopheles f&#252;gt sich scheinbar, zeigt aber dennoch seine Kraft, indem er Geister singen l&#228;sst (V 1447–1505), die in Kurzversen, fast durchgehend gereimt spreche, wobei das Klangliche und Sinnenhafte<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/#footnote_1_6125" id="identifier_1_6125" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Vgl.&nbsp;((Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nnchen 1998, S. 535.">2</a></sup> vorherrscht. Es wird vor allem der Sehsinn angesprochen, hin und her pendelnde, kurze zweihebige Verse, fast wie ein Pendel bei einer Hypnose – einlullend und einschl&#228;fernd.</p>

<p>Doch dieses „Konzert“ (V 1508), ein weiterer Hinweis auf Mephistopheles begrenzte Macht, konnte Mephistopheles zwar herbeirufen, aber seine Wirkung nicht selbstst&#228;ndig erzeugen. Und nun braucht er auch noch eine Ratte, die das Holz, auf dass das Pentagramm gemalt ist, so anknabbert, dass es sich &#246;ffnet und Mephistopheles entfliehen kann. – Aber er kommt wieder, von sich aus, in einer anderen Verkleidung. Schon in der folgenden Szene, die wiederum im Studierzimmer spielt, klopft er an, ist bereit den Pakt mit Faust einzugehen, aber dies ist, wie schon gesagt, die n&#228;chste Szene.</p>

<p>Verwendete Literatur:</p>

<p>Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 21:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Geschichte der deutschsprachigen Literatur ist die „Klassik“ ein sp&#228;tes Ph&#228;nomen. In Spanien gab es das klassische Zeitalter bereits zwischen ca. 1550 und 1680, in England gilt das Elisabethanische Zeitalter (1558–1603) als literarische Hochphase, in der Shakespeare das Theater &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/04/deutsche-klassik-als-literarische-epochen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Geschichte der deutschsprachigen Literatur ist die „Klassik“ ein sp&#228;tes Ph&#228;nomen. In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siglo_de_Oro">Spanien</a> gab es das klassische Zeitalter bereits zwischen ca. 1550 und 1680, in England gilt das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabethanisches_Zeitalter">Elisabethanische Zeitalter</a> (1558–1603) als literarische Hochphase, in der Shakespeare das Theater zu einer Bl&#252;te f&#252;hrte, die selbst noch auf Goethe Einfluss hatte. In Italien begann die klassische Phase der Literatur sogar noch fr&#252;her, n&#228;mlich mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dante_Alighieri">Dante Alighieri</a> (1265–1321) und dauert bis zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Torquato_Tasso">Torquato Tasso</a> (1544–1594), dem wiederum Goethe <span id="more-6029"></span>sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Torquato_Tasso_(Goethe)">ein eigenes B&#252;hnenwerk</a> widmete.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/04/deutsche-klassik-als-literarische-epochen/#footnote_0_6029" id="identifier_0_6029" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. zu diesem Abschnitt Artikel auf&nbsp;Exlibris">1</a></sup></p>

<p>Dass die „<a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/klassik.htm" target="_blank">deutsche Klassik</a>“ erst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1786">1786</a> – und damit im Vergleich zu anderen Nationalliteraturen sehr sp&#228;t – beginnt<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/04/deutsche-klassik-als-literarische-epochen/#footnote_1_6029" id="identifier_1_6029" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Teil wird der Beginn der Klassik mit Goethes Ankunft in Weimar im Jahre 1775 terminiert. Allerdings hat Goethe in den ersten Jahren in Weimar kaum etwas geschrieben, sodass man schon annahm, er habe als Autor seinen Zenit nach dem Werther und G&amp;#246;tz von Berlichingen &amp;#252;berschritten. Dass Goethe sich bei der Arbeit an &bdquo;Iphigenie auf Tauris&ldquo; bereits in einer Entwicklung fort vom Sturm und Drang befand, wusste damals nat&amp;#252;rlich noch keiner. 1786 wurde die dritte Fassung der Iphigenie fertig.&nbsp;Diese Fakten und da der Bezug zur Antike, der f&amp;#252;r die deutsche Klassik bedeutend ist, erst auf Goethes Italienreise deutlich erkennbar wird, folge ich Festsetzung des Beginns der Klassik auf den Beginn der Italienreise Goethes. Epochengrenzen sind immer schwer festzulegen. Mir scheint aber die Begr&amp;#252;ndung f&amp;#252;r das Jahr 1786 nachvollziehbarer">2</a></sup> und nur bis zu Schillers Tod <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1805">1805</a> dauert, hat sicherlich mit der politischen Entwicklung Deutschlands zu tun, aber wom&#246;glich kommt eine literarische Blindheit hinzu, die zentrale Gestalten und Epochen der deutschsprachigen Literatur aus dem Bewusstsein der breiten Bev&#246;lkerung einfach ausblendet. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die deutsche Klassik in der Regel nur mit Goethe und Schiller verbunden wird, denen am Rande dann noch Humboldt zur Seite gestellt wird. Klassik im literarischen Sinne bezeichnet aber eine Epoche in einer Nationalliteratur, „die wegen ihrer besonders reichen Entfaltung, ihrer Dichte an Werken von hohem k&#252;nstlerischem Rang, ihrer Wirkung auf sp&#228;tere Epochen und ihrer internationalen Bedeutung als die <em>Klassik</em> angesehen wird“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/04/deutsche-klassik-als-literarische-epochen/#footnote_2_6029" id="identifier_2_6029" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="http://xlibris.de/Epochen/Klassik">3</a></sup>.</p>

<p>Zwei Autoren sollen eine solche Epoche ausmachen? Nun, es stimmt, die <a href="http://www.goethezeitportal.de/wissen/timeline/timeline-goethe.html" target="_blank">Zeit</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1774" target="_blank">1774</a>, dem Erscheinungsjahr von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ bis zum Revolutionsjahr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1848" target="_blank">1848</a> waren gepr&#228;gt von gro&#223;artigen Autoren, die aber seltsamerweise selten der deutschsprachigen Klassik zugeordnet werden: <a href="http://xlibris.de/Autoren/Hoelderlin" target="_blank">H&#246;lderlin</a>, <a href="http://xlibris.de/Autoren/Paul" target="_blank">Jean-Paul</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Martin_Wieland" target="_blank">Wieland</a>, <a href="http://xlibris.de/Autoren/Kleist" target="_blank">Kleist</a>, <a href="http://xlibris.de/Autoren/Heine" target="_blank">Heine</a>, die <a href="http://xlibris.de/Epochen/Romantik" target="_blank">Romantiker</a> etc. werden nicht der literarischen Epoche der deutschen Klassik zugeordnet, obwohl doch erst diese F&#252;lle von gro&#223;en Autoren in weniger als hundert Jahren den Fokus auf diese Zeit richtet.</p>

<p>Ja, Goethe und Schiller werden in der Regel noch einmal aus dem Reigen der Autoren dieser Zeit hervorgehoben, weil sie mit ihrem Werk universeller waren, aber wenn zwei Autoren eine klassische Epoche kennzeichnen k&#246;nnen, dann gab es in Deutschland noch eine zweite klassische Epoche, die der Sprachentwicklung bis heute zentrale Impulse gegeben hat: Die <a href="http://www.textlog.de/6227.html" target="_blank">deutsche Mystik</a>. Viele Pr&#228;fixe und Suffixe, die bis heute von Bedeutung sind, wurden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprachgeschichte#.C3.84nderungen_im_morphologischen_und_syntaktischen_System_2" target="_blank">von der mystischen Literatur gepr&#228;gt</a>. Die <a href="http://xlibris.de/Epochen/Barock" target="_blank">Zeit des Barocks </a>brachte bedeutende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetik" target="_blank">poetologische Schriften</a> und mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Jakob_Christoffel_von_Grimmelshausen" target="_blank">Grimmelshausens </a>„<a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Grimmelshausen/Werke/Simplicissimus" target="_blank"><em>Der</em> </a><em><a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Grimmelshausen/Werke/Simplicissimus" target="_blank">Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch</a></em>” erschien der wohl erste deutschsprachige Roman, der zum Teil als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_abenteuerliche_Simplicissimus" target="_blank">der erste Abenteuerroman</a> der Welt angesehene wird, im Bewusstsein deutschsprachiger Nationalliteratur, wohl auch wegen massiver dialektaler Pr&#228;gung des Werkes, kaum eine Rolle spielt, auch wenn der Roman kaum unbedeutender als der ca. sechzig Jahre fr&#252;her ver&#246;ffentlichte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Don_Quijote" target="_blank">Don Quijote</a> von <a title="Miguel de Cervantes" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_de_Cervantes" target="_blank">Miguel de Cervantes</a> ist.</p>

<p>Es gab in der Zeit vom 12. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert also drei Phasen, die ich bereit w&#228;re, f&#252;r die deutsche Literatur als klassisch zu betrachten: Die deutschen Mystik, das Zeitalter des Barocks und die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.</p>

<p>Gemeinsam ist diesen Zeiten, dass sie nicht nur f&#252;r die Sprachentwicklung von herausragender Bedeutung waren, sondern auch relevante literarische Eigenleistungen der Autoren hervorbrachten. – Eine Sonderrolle nimmt bei solchen &#220;berlegungen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luther" target="_blank">Luther</a> ein, der mit seiner &#220;bersetzung der Bibel ins Deutsche zwar sprachhistorisch hochgradig relevant ist, aber dar&#252;ber hinaus literaturhistorisch nicht die Gr&#246;&#223;e eines <a href="http://www.eckhart.de/" target="_blank">Meister Eckhart</a>, einer <a href="http://mechthild-von-magdeburg.de/biographie.htm" target="_blank">Mechthild von Magdeburg</a>, eines <a href="http://www.br-online.de/bayern2/radiotexte-am-samstag/grimmelshausen-courage-literatur-ID1290424713497.xml" target="_blank">Grimmelshausens</a>, Goethes oder Schillers erreichte.</p>

<p>Dass wir also von der Zeit zwischen <a href="http://www.goethezeitportal.de/?id=900" target="_blank">Goethes Italienreise</a> (1786–88) und <a href="http://www.schiller-biographie.de/index.php?id=184" target="_blank">Schillers Tod</a> (1805) f&#252;r die deutsche Sprach- und Literaturgeschichte als Klassik bezeichnen, so mag das damit zu tun haben, dass die deutsche Sprachentwicklung zu diesem Zeitpunkt an einem Punkt angelangt war, der uns auch heute noch verst&#228;ndlich ist.</p>

<p>Dass die deutsche Klassik h&#228;ufig auch „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Klassik" target="_blank">Weimarer Klassik</a>“ genannt wird, erscheint mir symptomatisch f&#252;r eine Sprachgemeinschaft, die in Kleinstaaterei so zerrissen ist, dass f&#252;r literarische Entwicklungen und Freiheiten der jeweilige Landesherr von gro&#223;er Bedeutung war. Das galt schon bei Luther, aber auch Goethe und Schiller waren von der Gunst ihrer Landesherren abh&#228;ngig. Deutschland hatte damals kein Zentrum wie Paris in Frankreich, oder London in England, doch von seiner Bedeutung her war <a href="http://www.goethezeitportal.de/?id=804" target="_blank">Weimar als „Deutschlands Athen“</a> &#252;berragend.</p>

<p>Goethe floh vor der Last des Ministeramtes nach Italien. Wenn von der „<a href="http://www.goethezeitportal.de/?id=900" target="_blank">Italienischen Reise</a>“ gesprochen wird, so handelt es sich mehr um eine Flucht, als um eine Reise, um eine &#228;u&#223;erst fruchtbare Flucht allerdings, ohne die man sich den sp&#228;teren Goethe kaum denken kann. Goethe selbst schreibt in seinem Tagebuch &#252;ber den Aufbruch:</p>

<blockquote><span class="Apple-style-span" style="font-size: xx-small;"><em><span style="color: #654f42;">„Den 3. September fr&#252;h drei Uhr stahl ich mich aus dem Karlsbad weg, man h&#228;tte mich sonst nicht fortgelassen. Man merkte wohl, da&#223; ich fort wollte. </span></em></span><span class="Apple-style-span" style="font-size: xx-small;"><em><span style="color: #654f42;">Ich lie&#223; mich aber nicht hindern, denn es war Zeit.“</span></em></span>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #654f42;"><em><span style="font-size: xx-small;">Goethes Tagebuch, 3.9.1786</span></em></span></p>
</blockquote>

<p>In Italien entdeckt Goethe die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Reise" target="_blank">Antike</a>. Dieser Epoche stand auch Schiller nahe. In Verbindung mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance" target="_blank">Renaissance</a>, die schon einmal die Werke der griechischen und auch der r&#246;mischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antike" target="_blank">Antike</a> wiederentdeckte und sich an ihnen k&#252;nstlerisch orientierte, steht die deutsche Klassik in einer uralten, auf griechischem und r&#246;mischen Kunstverst&#228;ndnis basierenden Fundamenten.</p>

<p>Ja, Goethe hat schon fr&#252;her durch <a href="http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/winckelmann1764" target="_blank">Winkelmanns „Geschichte der Kunst des Altertums“ (1764)</a> ein Bild von der Antike, aber erst auf der Reise durch Italien kam die pers&#246;nliche Anschauung hinzu. F&#252;r Goethe begann dort eine Umorientierung seines Kunstverst&#228;ndnisses. Vom Sturm und Drang hatte er sich mit dem Antritt des Dienstes am Weimarer Hof faktisch verabschiedet, mit <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CBsQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.xlibris.de%2FAutoren%2FGoethe%2FWerke%2FDie%2520Leiden%2520des%2520jungen%2520Werthers&amp;ei=3A47Ts_pKozVsgbw49Ew&amp;usg=AFQjCNFVn7OSyxfCK_3KXBo3w34Xw7cjgQ" target="_blank">Werther</a> und <a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Goethe/Werke/G&#246;tz%20von%20Berlichingen" target="_blank">G&#246;tz von Berlichingen</a> hatte er aber auch Werke verfasst, die dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst#Aufkl.C3.A4rung" target="_blank">Kunstverst&#228;ndnis der Aufkl&#228;rung</a>, das in vielen F&#228;llen von <a href="http://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/veranstaltungen/vorlesungen/literatur18/Zusammenfassung%20Gottsched.pdf" target="_blank">Regelpoetiken</a> gepr&#228;gt war, widersprachen. Die Besch&#228;ftigung mit der Antike f&#252;hrte ihn zu einem Kunstverst&#228;ndnis, in dem es um Einheit – in unserer heutigen Sprache w&#252;rden vielleicht den Begriff der „Ganzheitlichkeit“ nutzen – ging. Die Vernunft und die sinnliche Seite des Menschen sollten in ein Gleichgewicht gebracht werden, Pflicht und pers&#246;nliche Interessen zusammen finden, Subjektivit&#228;t und Objektivit&#228;t ausgewogen zur Geltung kommen.</p>

<p>Was Goethe in Italien fand, entwickelte sich f&#252;r Schiller als Geisteshaltung in seiner Besch&#228;ftigung mit <a href="http://gutenberg.spiegel.de/autor/310" target="_blank">Immanuel Kants</a> Schriften, wobei vor allem die „<a href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/3507/1" target="_blank">Kritik der Urteilskraft</a>“ (1790) von gro&#223;er Bedeutung gewesen sein d&#252;rfte, in der die &#196;sthetik der Natur und der Kunst reflexiv auf ihren Bezug zur menschlichen Beurteilung von Natur und Kunst aufgearbeitet wird.</p>

<p>Diese Synthese dr&#252;ckt sich in der Vorstellung des Wahren, Guten und Sch&#246;nen aus, das z.B. als Schriftzug an der Frankfurter Alten Oper bis heute prominent in Frankfurt und dort in unmittelbarer Nachbarschaft zu den T&#252;rmen des Bankenviertels finden l&#228;sst.</p>

<p>Das Individuum wird als autonom angesehen, doch die Natur ist von Gott geordnet, auch wenn das Gottesbild Goethes eher abstrakt bleibt als auf einen christlichen Gott bezogen zu sein, wie in seiner Hymne „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prometheus_(Hymne)" target="_blank">Prometheus</a>“ klar erkennbar ist.</p>

<p>Schlie&#223;lich, diese Aufz&#228;hlung von Merkmalen des Welt- und Menschenbildes der literarischen deutschen Klassik ist unvollst&#228;ndig!, ergibt sich aus dem Ideal der Klassik die Vorstellung der Bildung und der Selbstbildung, die in Goethes gro&#223;em Roman „<a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Goethe/Werke/Wilhelm%20Meisters%20Lehrjahre" target="_blank">Wilhelm Meister</a>“ im Zentrum stehen. Der <a href="http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/epik/roman.htm" target="_blank">Entwicklungs- bzw. Bildungsroman</a> ist sicherlich mit der Klassik eng verbunden.</p>

<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1794" target="_blank">1794</a> kam es nach langer Distanziertheit zu einem <a href="http://www.goethezeitportal.de/?id=808" target="_blank">Treffen zwischen Goethe und Schiller,</a> in dem sie ihre Gemeinsamkeiten erkannten und entdeckten, dass sie sich erg&#228;nzten. Diese &#220;bereinstimmung hatte allerdings auch mit der Distanz beider Dichter zur franz&#246;sischen Revolution (wie sie sich bis dahin entwickelt hatte) zu tun. – Ohne diese Begegnung, diesen Beginn der Zusammenarbeit beider Dichter, w&#228;re es zu der Weimarer Klassik, wie wir sie heute kennen nicht gekommen. Nicht nur, dass Schiller und Goethe fruchtbar kritisch auf das Werk des je anderen blickten, sie feuerten auch einander an, sodass es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1797" target="_blank">1797</a> zu dem sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balladenjahr" target="_blank">Balladenjahr</a> kam. Und die Ballade wurde zu einem wichtigen Ausdrucksmittel der Weimarer Klassik.</p>

<p>Gef&#252;hl und Reflexion, verbinden sich in der Literatur der Weimarer Klassik. War es im <a href="http://www.xlibris.de/Epochen/Sturm%20und%20Drang" target="_blank">Sturm und Drang</a> „nur“ das Gef&#252;hl, f&#252;r das ein Ausdruck gesucht wurde und in der <a href="http://www.xlibris.de/Epochen/Aufklaerung" target="_blank">Aufkl&#228;rung</a> vermeintlich vor allem der Verstand und somit die Reflexionsf&#228;higkeit, die im Zentrum stand, versuchte die Klassik deren Verbindung. In dieser Verbindung entsteht gleichzeitig ein Verst&#228;ndnis des „<a href="http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/klassik.htm" target="_blank">Ideal</a>s“, eine Vorstellung davon, wie der Mensch sein k&#246;nnte und das Streben nach diesem Ideal.</p>

<p>Wie sich die Klassik konkret vor allem in der Lyrik zeigt und welches Menschenbild in der Lyrik der Klassik zu finden ist, wird Thema von Einzelanalysen von Gedichten sein, die im Laufe der n&#228;chsten Wochen hier erscheinen sollen. So viel sei aber schon gesagt: Der Mensch wird als zwischen Geist und Materie stehend betrachtet, seine Humanit&#228;t soll durch Kunst und Dichtung gef&#246;rdert werden und so letztlich ein Weltb&#252;rgertum entstehen, das in der Lage ist, das Denken in Grenzen zu &#252;berwinden.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/04/deutsche-klassik-als-literarische-epochen/#footnote_3_6029" id="identifier_3_6029" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. hierzu: Willi Vocke &ndash; Weimarer Klassik">4</a></sup></p>

<h4>Literaturverzeichnis<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/04/deutsche-klassik-als-literarische-epochen/#footnote_4_6029" id="identifier_4_6029" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weiterf&amp;#252;hrende Informationen auch als Links im Text. Hier sind nur die Texte aufgef&amp;#252;hrt, die direkten Einfluss auf diesen Beitrag hatten.">5</a></sup></h4>

<ul>
    <li>Dieter Borchmeyer (DuMont Schnellkurs Goethe), Goethe in Weimar (1775–1786) auf Website goethezeiportal.de unter <a href="http://www.goethezeitportal.de/?id=804" target="_blank">http://www.goethezeitportal.de/?id=804</a> (Stand: Donnerstag, 04. August 2011).</li>
    <li>Albert Meier, Sizilianische Entt&#228;uschungen. Johann Hermann Riedesel und Johann Wolfgang Goethe in der Magna Gracia, in: Christiana Albertina. Forschungsbericht und Halbjahresschrift der Universit&#228;t Kiel. Heft 50 (neue Folge). April 2000, S. 5-19. (<a href="http://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/veranstaltungen/vorlesungen/Goethe2010/Meier,%20Albert%20-%20Sizilianische%20Entt&#228;uschungen..pdf" target="_blank">PDF</a>).</li>
    <li>Adelheid Petruschke, Lyrik von der Klassik bis zur Moderne, Stuttgart / Leipzig 2004 (Stundenbl&#228;tter Deutsch).</li>
    <li>Wolfgang Pohl, Die Epoche der deutschen Klassik (1786–1732) – <a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/klassik.htm" target="_blank">http://www.pohlw.de/literatur/epochen/klassik.htm</a> (Stand: Donnerstag, 04. August 2011).</li>
    <li>Dr. Axel SanJosé, Literaturepoche Klassik – <a href="http://xlibris.de/Epochen/Klassik" target="_blank">http://xlibris.de/Epochen/Klassik</a> (Stand: Donnerstag, 04. August 2011).</li>
    <li>Inge Stephan, Weimarer Klassik, in: Wolfgang Beutin, Klaus Ehlert et al., Deutsche Literaturgeschichte. Von den Anf&#228;ngen bis zur Gegenwart, Stuttgart / Weimar 1994 (5. Auflage), S. 161–169.</li>
    <li>Willi Vocke, Weimarer Klassik – <a href="http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/klassik.htm" target="_blank">http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/klassik.htm </a>(Stand: Donnerstag, 04. August 2011).</li>
</ul>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>
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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_6029" class="footnote">Vgl. zu diesem Abschnitt <a href="http://xlibris.de/Epochen/Klassik" target="_blank">Artikel auf Exlibris</a></li><li id="footnote_1_6029" class="footnote">Zum Teil wird der Beginn der Klassik mit Goethes Ankunft in Weimar im Jahre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1775">1775</a> terminiert. Allerdings hat Goethe in den ersten Jahren in Weimar <a href="http://www.goethezeitportal.de/?id=804" target="_blank">kaum etwas geschrieben</a>, sodass man schon annahm, er habe als Autor seinen Zenit nach dem Werther und G&#246;tz von Berlichingen &#252;berschritten. Dass Goethe sich bei der Arbeit an „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iphigenie_auf_Tauris" target="_blank">Iphigenie auf Tauris</a>“ bereits in einer Entwicklung fort vom Sturm und Drang befand, wusste damals nat&#252;rlich noch keiner. 1786 wurde die dritte Fassung der Iphigenie fertig. Diese Fakten und da der Bezug zur Antike, der f&#252;r die deutsche Klassik bedeutend ist, erst auf Goethes Italienreise deutlich erkennbar wird, folge ich Festsetzung des Beginns der Klassik auf den Beginn der Italienreise Goethes. Epochengrenzen sind immer schwer festzulegen. Mir scheint aber die Begr&#252;ndung f&#252;r das Jahr 1786 nachvollziehbarer</li><li id="footnote_2_6029" class="footnote"><a href="http://xlibris.de/Epochen/Klassik">http://xlibris.de/Epochen/Klassik</a></li><li id="footnote_3_6029" class="footnote">Vgl. hierzu: Willi Vocke – <a href="http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/klassik.htm" target="_blank">Weimarer Klassik</a></li><li id="footnote_4_6029" class="footnote">Weiterf&#252;hrende Informationen auch als Links im Text. Hier sind nur die Texte aufgef&#252;hrt, die direkten Einfluss auf diesen Beitrag hatten.</li></ol>
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		<title>Was im Deutsch-Grundkurs zu lesen sein wird (Landesabitur Hessen 2013)</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 17:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem in seinen Lekt&#252;ren dem Deutsch-Unterricht noch Luft gebenden Einf&#252;hrungsjahr, beginnt f&#252;r die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die im Jahr 2013 ihr Abitur in Hessen machen wollen, nun die Phase, in der der offizielle Lehrplan mit verbindlichen Lekt&#252;ren verbunden ist. &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/01/was-im-deutsch-grundkurs-zu-lesen-sein-wird-landesabitur-hessen-2013/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem in seinen Lekt&#252;ren dem Deutsch-Unterricht noch Luft gebenden Einf&#252;hrungsjahr, beginnt f&#252;r die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die im Jahr 2013 ihr Abitur in Hessen machen wollen, nun die Phase, in der der offizielle Lehrplan mit verbindlichen Lekt&#252;ren verbunden ist. Erstmals sind diese Lekt&#252;ren sogar Halbjahren zugeordnet, worauf die bisherigen Vorgaben verzichteten, wohl deshalb, weil sich durch die offiziellen Lehrpl&#228;ne eigentlich fast von alleine ergab, in welchen Halbjahren der Oberstufe die Lekt&#252;ren ihren Platz finden. – Dass die Lekt&#252;ren nun konkreten Halbjahren zugewiesen werden, hat vielleicht Gr&#252;nde. Doch &#252;ber diese will ich hier gar nicht spekulieren.</p>

<p>Was also wird im Grundkurs Deutsch in Hessen f&#252;r all die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu lesen sein, die n&#228;chsten Montag (8. August 2011) mit der Qualifikationsphase beginnen? – Hier die (subjektiv) kommentierte <a href="http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HKM_15/HKM_Internet/med/2fe/2fe7045d-2144-e031-f012-f31e2389e481,22222222-2222-2222-2222-222222222222,true" target="_blank">Lekt&#252;reliste</a> ((Der Link f&#252;hrt zum PDF mit den offiziellen Hinweisen zur Vorbereitung auf die schriftlichen Abiturpr&#252;fungen im Landesabitur 2013, gem&#228;&#223; Erlass vom 20. Juni 2011)), f&#252;r deren Richtigkeit ich &#252;brigens keine Gew&#228;hr &#252;bernehme.</p>

<p><span id="more-6019"></span>Die <a href="http://lernarchiv.bildung.hessen.de/sek_ii/" target="_blank">offiziellen Hinweise zu den Pr&#252;fungen des hessischen Landesabiturs</a> finden sich auf der <a href="http://www.kultusministerium.hessen.de/" target="_blank">Website des Hessischen Kultusministeriums</a> bzw. auf dem <a href="http://dms.bildung.hessen.de/index.html" target="_blank">Hessischen Bildungsserver</a>.</p>

<h2>Lekt&#252;ren im Grundkurs Deutsch<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/01/was-im-deutsch-grundkurs-zu-lesen-sein-wird-landesabitur-hessen-2013/#footnote_0_6019" id="identifier_0_6019" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Angaben ohne Gew&amp;#228;hr">1</a></sup> im Verlauf der Qualifikationsphase 1 mit subjektivem Kommentar:</h2>

<h4>Kleist: Prinz Friedrich von Homburg</h4>

<p>Kleist ist neu im Reigen der f&#252;r das Landesabitur relevanten Lekt&#252;rverpflichtungen in der Qualifikationsphase. Endlich! Kleist! Mit „Prinz Friedrich von Homburg“ ist Kleists wohl ausgereiftestes B&#252;hnenwerk Teil der Leseliste f&#252;r das Landesabitur. Eine fremde Welt, die sich heutigen Leserinnen und Lesern da auftut, aber die Themen sind heute nach wie vor die gleichen geblieben. Richtig: Es geht nat&#252;rlich um …!</p>

<div>
<h4>Lyrik zum Menschenbild der Klassik</h4>
Stand so bislang nicht auf der Liste der f&#252;r das Landesabitur relevanten Lekt&#252;rverpflichtungen. Die Pr&#228;senz der Lyrik wird damit um ein Drittel erweitert. Standen bislang nur zwei Themenbereich mit Lyrikschwerpunkt auf der Leseliste, sind es nun derer drei. Allerdings standen auf bisherigen Leselisten f&#252;r das Landesabitur auch nur sieben Lekt&#252;revorgaben. Nunmehr sind es neun (Lyrik und Epik wurden um jeweils eine Lekt&#252;reverpflichtung aufgestockt, sodass nun aus jedem Bereich (Dramatik, Epik, Lyrik) drei Lekt&#252;reverpflichtungen vorgesehen sind). F&#252;r mich wird diese Unterrichtseinheit noch einmal eine Entdeckungsreise durch diese Epoche werden, in der nat&#252;rlich nicht nur Goethe schrieb. Und die Frage nach dem Menschenbild im Kontext der Lyrik zu stellen, halte ich f&#252;r eine bisherige Kenntnisse vertiefende Hinf&#252;hrung zur Lyrik im ersten Halbjahr der Qualifikationsphase nicht schlecht gew&#228;hlt. Hier bieten sich f&#252;r mich  Ankn&#252;pfungsm&#246;glichkeiten an die in der Einf&#252;hrungsphase intensiv erarbeitete Epoche der Aufkl&#228;rung, was ebenso f&#252;r die Lyrik der Romantik gilt.
<h4>Lyrik der Romantik</h4>
Ob es m&#246;glich ist, die Lyrik zum Menschenbild der Klassik gewinnbringend mit der Erarbeitung der romantischen Lyrik zu verbinden? Die Basis der romantischen Lyrik ist eng mit Fragen des Welt- und Menschenbildes verbunden. Die Frage einer Integration dieser Lekt&#252;rebereiche in eine Unterrichtseinheit ist naheliegend. Zumindest wenn ich in Klausuren denke<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/01/was-im-deutsch-grundkurs-zu-lesen-sein-wird-landesabitur-hessen-2013/#footnote_1_6019" id="identifier_1_6019" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich wei&amp;#223;, dass unter meinen Leserinnen und Lesern auch solche sind, die Pr&amp;#252;fungen, Noten und die damit verbundenen Auswirkungen auf das schulische Lernen kritisch betrachten. Da ich aber konkret unterrichte, tue ich das im Rahmen der Vorgaben, die ich dann auch bei meine Vorbereitungen zu ber&amp;#252;cksichtigen habe.">2</a></sup>, so f&#228;llt mir auf, dass in jedem Halbjahr der Qualifikationsphase nach der mir vorliegenden &#220;bersicht drei Lekt&#252;ren vorgesehen sind. Es werden zwei Klausuren pro Halbjahr geschrieben. Daraus ergeben sich die M&#246;glichkeiten, 1. Lekt&#252;rebereiche aus der &#220;berpr&#252;fung mittels Klausuren heraus zu nehmen und andere Formen der Leistungsnachweise zu nutzen oder aber 2. Lekt&#252;revorgaben zu integrieren und somit das verkn&#252;pfende Denken auf noch einer weiteren Ebene gezielt zu f&#246;rdern, ist es doch durchaus f&#252;r viele Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen nicht trivial, &#252;ber die Grenzen eines literarischen Werkes bzw. einer literarischen Epoche hinaus zu denken.

Die Qualifikationsphase legt im ersten Halbjahr der Vorbereitung auf das hessische Landesabitur im Grundkurs Deutsch einen klaren Schwerpunkt auf die ersten H&#228;lfte des 19. Jahrhundert. Das Halbjahr kann also durchaus auch als eine literarische Zeitreise in die Epoche vor nunmehr 200 Jahren gesehen und gestaltet werden. Wenn dann noch B&#252;chners Woyzeck in Q2 dazu genommen wird, ist dieses Drama doch auch in dieser Zeit entstanden, so zeigt sich in der zu lesenden Literatur die Differenziertheit literarischer Str&#246;mungen, aber auch die Zerrissenheit der Gesellschaft, insbesondere in der Gegen&#252;berstellung B&#252;chners Arbeiten mit denen der Romantik und der Klassik.
<h2>Lekt&#252;ren im Grundkurs Deutsch im Verlauf der Qualifikationsphase 2 mit subjektivem Kommentar:</h2>
<h3><span class="Apple-style-span" style="font-size: 14px;">B&#252;chner: Woyzeck</span></h3>
<div>

Woyzeck geh&#246;rt auf die Lekt&#252;reliste. Ganz klar. Doch dieses Mal werden die Briefe B&#252;chners und der von ihm mit verfasste „Hessische Landbote“ in den Hinweisen zum Landesabitur 2013 nicht genannt. Das ist aber nur eine kosmetische Frage, denn in gewisser Weise werden die Briefe bestimmt eine Rolle spielen – und wenn nicht im Unterricht, so bieten sie von ihrem Umfang her durchaus M&#246;glichkeiten f&#252;r die Gestaltung von Leistungsnachweisen. Eine rein werkimmanente Erarbeitung des Woyzeck, die zentrale Bez&#252;ge zu B&#252;chners politischem Engagement vernachl&#228;ssigt, kann ich mir bislang allerdings nur schwer vorstellen.
<h4>Fontane: Irrungen, Wirrungen</h4>
Dieses Werk bietet Einblicke in die Zeit der zweiten H&#228;lte des 19. Jahrhunderts unter literarischen Vorzeichen. Fontane ist ein durchaus in einigen Werken sehr spannender Erz&#228;hler. „Irrungen, Wirrungen“ bietet sich dazu an, einem Schriftsteller mal sehr genau auf die Finger zu schauen, sind manche „Tricks“, derer sich Autoren bedienen, hier doch so augenf&#228;llig und zug&#228;nglich, dass es wirklich keine gro&#223;e Herausforderung ist, Techniken der Vorausdeutung, der im Text diesen deutend integrierten Beschreibungen von Dingen etc. und weiteres Handwerkszeug von Autoren herauszuarbeiten. – Im Zusammenhang mit B&#252;chners Wirklichkeitsdarstellung kann, bei allem kritischen Geist, der im Werk Fontanes vorhanden ist, auch manche Einseitigkeit der Wirklichkeitswahrnehmung Fontanes im Kontext des B&#252;rgertums sicherlich nachvollziehbar heraus gearbeitet werden.  – F&#252;r die Sch&#252;ler ist „Irrungen, Wirrungen“ zum ersten Mal auf der Lekt&#252;reliste. F&#252;r mich als Lehrer f&#228;nde ich es nicht so schlecht, wenn mit Effie Briest oder gar Werken von Gerhart Hauptmann mal wieder ein anderes Werk diese Epoche repr&#228;sentieren w&#252;rde.
<h4>Kafka: Das Urteil</h4>
Ich mag Kafka und gerade „Das Urteil“ ist vielen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern weit zug&#228;nglicher, als es bei Kafka zu vermuten w&#228;re. Erinnere ich mich an meine eigene Schulzeit, wir lasen Kafka schon in den Klassen 9 und 10, so war Kafka ein Autor, dessen gesammelte Prosa ich mir direkt im Zusammenhang mit dem Unterricht zulegte, weil ich diesen Autor sehr spannend fand und finde. Dass in den vergangenen Jahren, in denen Kafka auf der Lekt&#252;reliste zum hessischen Landesabitur steht, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler teilweise immer noch richtig gut mit Kafka umgehen k&#246;nnen, zeigt mir einmal mehr, wie existentiell und &#252;ber die Zeiten hinweg Kafka geschrieben hat.

</div>
<h2>Lekt&#252;ren im Grundkurs Deutsch im Verlauf der Qualifikationsphase 3 mit subjektivem Kommentar:</h2>
<h4>Goethe: Faust I</h4>
<em>Der</em> deutsche Klassiker &#252;berhaupt. Zumindest angesichts des heute als relevant betrachteten Kanons; zumindest in dem Zeitraum deutscher Literaturgeschichte, der in der hessischen Oberstufe ber&#252;cksichtigt wird. Doch auch im Gesamtkontext deutschsprachiger Literaturgeschichte gibt es nur wenige Werke, die literarisch und inhaltlich so spannend sind, wie „Faust“. So sehe ich das zumindest. Einmal im Jahr „Faust“ lesen – das kann auch ohne berufliche Verpflichtungen, die mit der Lekt&#252;re verbunden sind, sehr lohnend sein. Mein Eindruck ist, dass diese Lekt&#252;re nach wie vor f&#252;r &#252;berraschend viele Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler als eine Art H&#246;hepunkt des Deutschunterrichts gilt. Dar&#252;ber hinaus sind die M&#246;glichkeiten des werkimmanenten Arbeitens sehr breit gef&#228;chert. Bez&#252;ge zur Klassik, zur Romantik, zu Kleist und … zu eigentlich der gesamten deutschsprachigen Literaturgeschichte (und zu Shakespeare und und und…) sind beim Faust immer m&#246;glich.
<h4>Hein: In seiner fr&#252;hen Kindheit ein Garten</h4>
Heins „In seiner fr&#252;hen Kindheit ein Garten“ ist der einzige nach 1945 entstandene Roman, der f&#252;r das hessische Landesabitur im Grundkurs Deutsch im Jahr 2013 relevant ist. Dieser Roman bietet sich, von den historischen Bez&#252;gen, die sehr viel spannende Hintergr&#252;nde liefern k&#246;nnen einmal abgesehen, vor allem dazu an, sich bei seiner Lekt&#252;re noch einmal grunds&#228;tzlich reflexiv mit der Frage nach Qualit&#228;tskriterien von Literatur zu befassen. Was macht einen guten literarischen Text aus? Und welche der in der Qualifikationsphase gelesenen Texte erf&#252;llen welche Qualit&#228;tskriterien.  Zu allererst muss sich aber Heins „In seiner fr&#252;hen Kindheit ein Garten“ diesen Kriterien stellen. Die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen k&#246;nnen dabei sicher zu unterschiedlichen Positionen gelangen.
<h4>Lyrik des Expressionismus</h4>
Der Expressionismus ist ein Ph&#228;nomen, dass in der gesamten Kunst seinen Niederschlag fand, vor allem aber in der bildenden Kunst, sodass die Verbindung von Bildern mit Gedichten so nahe liegt, dass sie eigentlich nicht erw&#228;hnt werden muss. In Frankfurt <del>liegen</del> h&#228;ngen aber nun auch noch einige Schl&#252;sselwerke dieser Epoche sehr nah im St&#228;del, sodass die Verbindung in der direkten Begegnung mit diesen Bildern geschehen kann. Die Bandbreite der Lyrik dieser Zeit ist enorm, so sehr sie sich auch eines beschr&#228;nkten Umfangs stilbildender Mittel bediente. Nach dem Sturm und Drang als Epoche des jungen Goethes ist der Expressionismus in der Lyrik vielleicht die erste Nachfolgeepoche, in der sich die Lyrik inhaltlich und formal sprunghaft weiter entwickelte und somit die gro&#223;en Ver&#228;nderungen hin zu Dadaismus und zur konkreten Poesie erm&#246;glichte.
<h2>Au&#223;erdem</h2>
Grundkategorien der Redeanalyse sind im Kontext der Sprachreflexion zu erarbeiten. Das halte ich angesichts unserer politischen Redekultur f&#252;r sehr sinnvoll und oft ist es erhellend, wenn man politische Reden unter rhetorischer Perspektive betrachtet. Doch finde ich, dass es nicht nur um die Analyse von Reden gehen sollte, sondern dar&#252;ber hinaus die Kompetenz zur Vorstellung eigener Reden gef&#246;rdert werden sollte.

Insgesamt ist das ein anspruchsvolles und recht umfangreiches Programm, dass die mit diesem Schuljahr in die hessische Qualifikationsphase eintretenden Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler da im GK Deutsch absolvieren sollen. Ich halte es aber auch f&#252;r ein spannendes Programm, das einiges an Optionen f&#252;r die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen bietet, so mit den Texten zu arbeiten, dass f&#252;r unterschiedlichste Herangehensweisen Platz ist, f&#252;r Herangehensweisen, die differenziert dazu qualifizieren, die Anforderungen einer zentralen Abiturpr&#252;fung erf&#252;llen zu k&#246;nnen.
<blockquote>Ebenfalls ohne Gew&#228;hr, aber der Vollst&#228;ndigkeit halber hier noch die Lekt&#252;ren, die f&#252;r den Deutsch-Leistungskurs f&#252;r das hessische Landesabitur 2013 die Grundlage bilden:</blockquote>
<blockquote>Q1: Schiller: Die Jungfrau von Orleans; Kleist: Die Marquise von O …; Lyrik zum Menschenbild der Klassik; Lyrik der Romantik</blockquote>
<blockquote>Q2: B&#252;chner: Woyzeck; Fontane: Irrungen, Wirrungen; Hofmannsthal: Brief des Lord Chandos; Kafka: Das Urteil</blockquote>
<blockquote>Q3: Goethe: Faust I; Wolf: Medea. Stimmen; Lyrik des Expressionismus</blockquote>
<blockquote>Au&#223;erdem, im Rahmen der sog. zus&#228;tzlichen Belesenheit von Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen im Deutsch-LK: Thomas Mann: Mario und der Zauberer; S&#252;skind: Das Parf&#252;m</blockquote>
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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_6019" class="footnote">Angaben ohne Gew&#228;hr</li><li id="footnote_1_6019" class="footnote">Ich wei&#223;, dass unter meinen Leserinnen und Lesern auch solche sind, die Pr&#252;fungen, Noten und die damit verbundenen Auswirkungen auf das schulische Lernen kritisch betrachten. Da ich aber konkret unterrichte, tue ich das im Rahmen der Vorgaben, die ich dann auch bei meine Vorbereitungen zu ber&#252;cksichtigen habe.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/19-jahrhundert/" title="19. Jahrhundert" rel="tag">19. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/abitur/" title="Abitur" rel="tag">Abitur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/analyse/" title="Analyse" rel="tag">Analyse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/buechner/" title="Büchner, Woyzeck" rel="tag">Büchner, Woyzeck</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/expressionismus/" title="Expressionismus" rel="tag">Expressionismus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/expressionismus/" title="Expressionismus" rel="tag">Expressionismus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/expressionistisch/" title="expressionistisch" rel="tag">expressionistisch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedicht/" title="Gedicht" rel="tag">Gedicht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichte/" title="Gedichte" rel="tag">Gedichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kafka/" title="Kafka" rel="tag">Kafka</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/kafka-schullektueren-deutsch-sek-ii/" title="Kafka" rel="tag">Kafka</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/klassiker/" title="Klassiker" rel="tag">Klassiker</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kunst/" title="Kunst" rel="tag">Kunst</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/" title="Literaturgeschichte" rel="tag">Literaturgeschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lyrik/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/menschenbild/" title="Menschenbild" rel="tag">Menschenbild</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/romantik/" title="Romantik" rel="tag">Romantik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/romantik-litertaturgeschichte-deutsch-sek-ii/" title="Romantik" rel="tag">Romantik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/romantik/" title="Romantik" rel="tag">Romantik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/romantisch/" title="romantisch" rel="tag">romantisch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schriftsteller/" title="Schriftsteller" rel="tag">Schriftsteller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/shakespeare/" title="Shakespeare" rel="tag">Shakespeare</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprachreflexion/" title="Sprachreflexion" rel="tag">Sprachreflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sturm-und-drang/" title="Sturm und Drang" rel="tag">Sturm und Drang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterrichtsvorbereitung/" title="Unterrichtsvorbereitung" rel="tag">Unterrichtsvorbereitung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeitswahrnehmung/" title="Wirklichkeitswahrnehmung" rel="tag">Wirklichkeitswahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
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		<title>Gedichtinterpretation: Goethe – ein jugendgef&#228;hrdender Autor</title>
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		<comments>http://herrlarbig.de/2011/04/05/gedichtinterpretation-goethe-ein-jugendgefahrdender-autor/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 22:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Johann Wolfgang Goethe (1815) &#160; Trunken m&#252;ssen wir alle sein! Jugend ist Trunkenheit ohne Wein; Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend, so ist es wundervolle Tugend. F&#252;r Sorgen sorgt das liebe Leben, und Sorgenbrecher sind die Reben. &#160; &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/04/05/gedichtinterpretation-goethe-ein-jugendgefahrdender-autor/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Times;"><span style="font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;"> </span></span></p>

<p>&nbsp;</p>

<p style="text-align: center;">Johann Wolfgang Goethe (1815)</p>

<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>

<p style="text-align: center;">Trunken m&#252;ssen wir alle sein!</p>

<p style="text-align: center;">Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;</p>

<p style="text-align: center;">Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,</p>

<p style="text-align: center;">so ist es wundervolle Tugend.</p>

<p style="text-align: center;">F&#252;r Sorgen sorgt das liebe Leben,</p>

<p style="text-align: center;">und Sorgenbrecher sind die Reben.</p>

<p>&nbsp;</p>

<p>Goethe – ein jugendgef&#228;hrdender Autor?</p>

<p>Im „Faust“ werden Geister beschworen, Drogen konsumiert, Personen direkt oder indirekt dem Tode &#252;bereignet; im ,,Heidenr&#246;slein“ lesen viele Interpretationen die Darstellung einer Vergewaltigung und im „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/West-&#246;stlicher_Divan" target="_blank">West-&#246;stlichen Divan</a>“ gibt es das „Schenkenbuch“<span id="more-5955"></span> (<a href="http://www.wissen-im-netz.info/literatur/goethe/diwan/09.htm" target="_blank">Saki Nameh</a>), in dem nicht nur das oben zitierte Gedichte wie ein Loblied auf die Trunkenheit wirkt.</p>

<p>Gedichten – der Literatur, der Kunst – ist kein Thema fremd. Gro&#223;e K&#252;nstler waren oft erfahrungssatt – sind es vielleicht auch heute noch. Von politische Korrektheit sind Lyriker wie Goethe oft weit entfernt, weil Sie als K&#252;nstler das Leben interessiert und mit ihm verbunden die Frage, „Was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt“ (Faust I).</p>

<p>Wer sich der Kunst zu stellen bereit ist, wird schnell feststellen, dass sie der Wirklichkeit oft weit mehr abzutrotzen vermag, als platte Sauflieder oder faustische Exzesse.</p>

<p>Das gilt auch f&#252;r „Trunken m&#252;ssen wir alle sein“. (Nat&#252;rlich&#8230; Ist ja ein Gedicht Goethes <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</p>

<p>In diesem Gedicht werden drei Thesen aufgestellt, die jeweils zwei Verse umfassen, die, die Zusammengeh&#246;rigkeit betonend, in Paaren gereimt sind, auch wenn die Verse 1 und 2 nicht so eindeutig in einen solchen Zusammenhang passen.</p>

<p>Das Gedicht startet mit einem Imperativ, der einen absoluten Anspruch erhebt: „Trunken m&#252;ssen wir alle sein!“ (V1) Es folgt aber keine Aufforderung, diese Trunkenheit mittels Alkoholkonsum herzustellen, sondern die Feststellung: „Jugend ist Trunkenheit ohne Wein“ (V2).</p>

<p>Diese Feststellung will nun nicht sagen, dass „Jugend“ auf Wein verzichte und statt dessen zu andern Alkoholika greife, wie es heutzutage allzu oft passiert, sondern auf eine Privilegiertheit der Jugend hinweisen, die im Laufe des Erwachsenwerdens scheinbar verschwindet.</p>

<p>Vers 5 sagt, was sich im Laufe der Zeit ver&#228;ndert; das Leben bringe Sorgen mit sich, die die Reben brechen w&#252;rden.</p>

<p>Also doch ein Legitimationsversuch des Frustsaufens? Sprechen nicht auch die Verse 3 und 4  f&#252;r diese Vermutung?</p>

<p>„Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,</p>

<p>so ist es wundervolle Tugend.“</p>

<p>Aber geht er diesem Gedicht um einen funktionalen Wert alkoholischer Getr&#228;nke aus Weintrauben – oder vielleicht um etwas ganz anderes?</p>

<p>Unbestritten geht es um „Trunkenheit“ (V 1), aber um jene Form des „Vom Leben trunken Seins“, das das lyrische Ich des Gedichts bei Jugendlichen wahrnimmt, eine Trunkenheit ohne Wein. (V 2)</p>

<p>Das Ideal ist in diesem Gedicht Goethes ein Ideal von Jugendlichkeit. Dieses geht angesichts der Sorgen verloren, so das lyrische Ich, die das „liebe Leben“ (V 5) mit sich bringe.</p>

<p>Diesen Sorgen gilt es mit jugendlicher Sorglosigkeit zu begegnen. Mittel zum Erlangen dieses Zieles ist in Goethes Gedicht jenes Getr&#228;nk, in dem sprichw&#246;rtlich „Wahrheit“ zu finden sei (in vino veritas).</p>

<p>In diesem Gedicht wird die „Trunkenheit“ (V 2) der Jugend idealisiert. Parallel dazu wird das von Sorgen gepr&#228;gte Leben vieler Erwachsener als suboptimal betrachtet. – Das Streben nach jugendlicher, gelassener „Trunkenheit“ wird als positives Handeln gelobt. Da schwingt die Aufforderung mit, die Sorgen des Lebens nicht zu ernst zu nehmen, sondern ihnen gegen&#252;ber eine „trunkene“ Gelassenheit zu gewinnen, die aber nicht mit Kontrollverlust oder Vollrausch verbunden gedacht wird. – Es geht hier nicht um gew&#246;hnlichen Wein, sondern um einen Wein der „Seelengro&#223;mut und geistigen Vervollkommnung“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/05/gedichtinterpretation-goethe-ein-jugendgefahrdender-autor/#footnote_0_5955" id="identifier_0_5955" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Goethes Werke, Band II (Hamburger Ausgabe), M&amp;#252;nchen 1998, S. 648.">1</a></sup>, wie es im Kommentar Trunz’ zum Schenkenbuch des West-&#214;stlichen Divans zu lesen ist – so man dieser Interpretation folgen mag.</p>

<p>Und ein Gedicht wie „Trunken m&#252;ssen wir alle Seien“ mag selbst so &#228;hnlich wirken, wie es die Reben im Gedicht tun sollen: Das Gedicht erdet den auf so hohem Thron platzierten Goethe ein wenig.</p>

<p>Gleichzeitig erscheint mir dieses Gedicht als ein R&#252;ckblick auf Ihre Phase in Goethes Leben, in der er literarisch dem <a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/stdrang.htm" target="_blank">Sturm und Drang</a> zugeordnet war.</p>

<p>In dieser Zeit entstanden lebenstrunkene Texte und Lieder, die so ganz anders waren als manche sp&#228;tere Schrift Goethes.</p>

<p>Und so stellt sich am Ende die Frage, ob „Trunken m&#252;ssen wir alle sein!“ unter der Hand nicht eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetik" target="_blank">poetologische</a> Seite hat, die Goethes Erfahrungen mit dem Schreiben thematisiert, auch wenn es sich bei dem Gedicht anhand der Oberfl&#228;che und entsprechend des konkreten Inhalts vielleicht aber auch tats&#228;chlich einfach um ein Gedicht zum Wein handeln k&#246;nnte, st&#252;nde es nicht im komplexen Kontext des Divans… – Aber das ist noch einmal eine andere Geschichte.</p>

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		<title>Gedichtinterpretation: Lessings „Lob der Faulheit“</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 17:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lessing? Klar. Das ist doch der mit der Ringparabel aus „Nathan der Weise“. Lessing hat Emilia Galotti geschrieben und ein umfassendes Werk zur Dramturgie. Lessing? – Ein flei&#223;iger Dichter. Und dann, im Jahre 1751, das: Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) Lob &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/04/04/gedichtinterpretation-lessings-lob-der-faulheit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lessing?</p>

<p>Klar. Das ist doch der mit der <a href="http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_aut/les/les_dram/les_nathan/nathan_text/les_nathan_txt_3.7.htm" target="_blank">Ringparabel</a> aus „Nathan der Weise“.</p>

<p>Lessing hat <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KLyA_XmYdws" target="_blank">Emilia Galotti</a> geschrieben und ein <a href="http://www.zeno.org/http://www.zeno.org/Literatur/M/Lessing,+Gotthold+Ephraim/%C3%84sthetische+Schriften/Hamburgische+Dramaturgie" target="_blank">umfassendes Werk zur Dramturgie</a>.</p>

<p><a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Lessing/Biographie/Seite1" target="_blank">Lessing</a>? – Ein flei&#223;iger Dichter. Und dann, im Jahre 1751, das:</p>

<p style="text-align: center;">Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)</p>

<p style="text-align: center;">Lob der Faulheit (1751)</p>

<p style="text-align: center;">Faulheit, jetzo will ich dir<br />
Auch ein kleines Loblied bringen. -<br />
O &#8212;  &#8212; wie &#8212; &#8211; sau &#8212; &#8211; er &#8212; &#8211; wird es mir, &#8212; &#8211;<br />
Dich &#8212; &#8211; nach W&#252;rden &#8212; &#8211; zu besingen!<br />
Doch, ich will mein Bestes tun,<br />
Nach der Arbeit ist gut ruhn.</p>

<p style="text-align: center;">H&#246;chstes Gut, wer Dich nur hat,<br />
Dessen ungest&#246;rtes Leben &#8211;<br />
Ach! &#8212; &#8211; ich &#8212; &#8211; g&#228;hn &#8212; &#8211; ich &#8212; &#8211; werde matt &#8212; &#8211;<br />
Nun &#8212; &#8211; so &#8212; &#8211; magst du &#8212; &#8211; mir`s vergeben,<br />
Dass ich Dich nicht singen kann;<br />
Du verhinderst mich ja dran.</p>

<p style="text-align: left;">Lessing ist 22 Jahre.</p>

<p style="text-align: left;">Er ist noch Student, als der dieses Gedicht verfasst.</p>

<p style="text-align: left;">Aber es ist ihm schon gelungen, <a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Lessing/Biographie/Seite2" target="_blank">sich mit </a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voltaire" target="_blank">Voltaire</a> zu &#252;berwerfen, der immerhin als einer der wichtigsten Denker der Aufkl&#228;rung gilt – und 1751 am Hofe Friedrichs II. weilte.</p>

<p style="text-align: left;">Zu dieser Zeit hatte sich Lessing schon entschieden,<span id="more-5953"></span> dass er Schriftsteller werden wolle. Und dass er es sich mit Voltaire verscherzt hatte mag ihn dabei kaum gek&#252;mmert haben, denn streitbar war Lessing durchaus, wie in dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fragmentenstreit" target="_blank">Streit mit dem Hamburger Hauptpfarrer Goeze</a> noch einmal deutlich wurde, aus dem immerhin ein Teil der Motivation zum Schreiben des Nathans hervorgegangen ist.</p>

<p style="text-align: left;">Und so ein flei&#223;iger Autor schreibt dieses kleine „Lob der Faulheit“. Wer auch sonst? Denn schaut man genau hin, so ist die Ironie, die diese heiteren Zeilen vorantreibt, kaum zu &#252;bersehen. Diese Ironie ist nicht blo&#223; inhaltlicher Art, auch die Form beteiligt sich daran, dass dieser Eindruck entsteht.</p>

<p style="text-align: left;">Zwei Strophen mit je sechs Versen, von denen die jeweils ersten vier &#252;ber Kreuz und die letzten zwei paarig gereimt sind. Hinzu kommt die Konsequenz des gleichm&#228;&#223;ig durchgehaltenen alternierenden Rhythmus in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troch%C3%A4us" target="_blank">troch&#228;ischer</a> Form, wobei die Verse 2, 4, 8 und 10 mit klingender (weiblicher) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kadenz_%28Verslehre%29" target="_blank">Kadenz</a> , die restlichen acht Verse hingegen mit stumpfer (m&#228;nnlicher) Kadenz enden.</p>

<p style="text-align: left;">Dieses Gedicht ist kunstvoll gebaut und gleichzeitig von „Faulheit“ gepr&#228;gt, bewegt es sich doch sehr gleichm&#228;&#223;ig, ohne gro&#223;e Spielereien. Auf den nach vorne dr&#228;ngenden Jambus wird verzichtet, der etwas zur&#252;ckhaltendere, „bremsende“ Troch&#228;us gew&#228;hlt. Alle Verse haben exakt vier Hebungen.</p>

<p style="text-align: left;">Hinzu kommen, als auff&#228;lligstes formales Merkmal des Gedichts, die gebrochenen Verse 3, 4, 9 und 10, die f&#252;r jeden, der das Gedicht laut lesen will, eine ganz besondere Herausforderung darstellen, so klar sie in der Druckfassung auch als das zu erkennen sind, was sie sein sollen: Das r&#228;keln und G&#228;hnen des von der Faulheit Ergriffenen, denn ohne dem Vers seine Struktur zu nehmen, strecken diese doppelten Gedankenstriche die Verse, wie sich ein gen&#252;sslich Fauler streckt. – Und so gilt es, sich bei diesen Versen zu strecken, zu r&#228;ckeln, um den Ton zu finden, der diesen Versen angemessen ist.</p>

<p style="text-align: left;">Das Gedicht tr&#228;gt diese Leseanweisung in sich, ohne dass sie ausdr&#252;cklich genannt wird. Und hier wird das Gedicht lustig. Ich stelle mir vor, wie Lessing es wohl vorgetragen haben mag… Wenn er dazu nicht zu faul gewesen ist.</p>

<p style="text-align: left;">Lessing wird meist als aufkl&#228;rerischer Dichter, Dramatiker und Verfasser theoretischer Schriften vermittelt. In diesem Kleinod eines Gedichtes zeigt sich ein ganz anderer Lessing: Ein heiterer, humorvoller, verspielter Lessing, dem es bereits in diesem fr&#252;hen Gedicht, zur Erinnerung: Lessing hatte es mit 22 Jahren! geschrieben, gelingt, sprachliche Sch&#246;nheit, Humor und formale Sensibilit&#228;t zu vereinen.</p>

<p style="text-align: left;">Ein gro&#223;artiges Gedicht, dessen Ironiespur aber mit dessen Niederschrift noch nicht vollst&#228;ndig war. Diese wurde von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Haydn" target="_blank">Joseph Haydn</a> auf den Gipfel getrieben, der aus diesem Loblied, von dem das lyrische Ich sagt, dass es dies nicht singen k&#246;nne, da es von dem Gegenstand des Gedichtes selbst daran gehindert werde (V 11f.), tats&#228;chlich ein Lied macht, in dem dann gesungen wird, dass &#252;ber den Gegenstand des Liedes nicht gesungen werden k&#246;nne… Ob diese Vertonung dem Humor des Gedichts gerecht wird, das m&#246;ge hier nun jeder und jede selbst entscheiden.</p>

<p style="text-align: left;">&nbsp;</p>

<p style="text-align: left;">&nbsp;</p>

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		<title>Lyrik heute – Das „Jahrbuch der Lyrik 2011“ – 1. Eindruck</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 22:49:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wird heute &#252;ber Lyrik gesprochen, so wird dem Mangel an Lesern oft die Vielfalt lyrischer Produktionen gegen&#252;bergestellt. In diesem Zusammenhang schlie&#223;t es sich nicht gegenseitig aus, wenn Harry Oberl&#228;nder von „lyrischer Massenproduktion“1 spricht und Theo Breuer nur ein paar Seiten &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/31/lyrik-heute-das-jahrbuch-der-lyrik-2011-1-eindruck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wird heute &#252;ber Lyrik gesprochen, so wird dem Mangel an Lesern oft die Vielfalt lyrischer Produktionen gegen&#252;bergestellt.</p>

<p>In diesem Zusammenhang schlie&#223;t es sich nicht gegenseitig aus, wenn <a href="http://www.karl-marx-buchhandlung.de/faq/faq.html" target="_blank">Harry Oberl&#228;nder</a> von „lyrischer Massenproduktion“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/31/lyrik-heute-das-jahrbuch-der-lyrik-2011-1-eindruck/#footnote_0_5943" id="identifier_0_5943" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Christoph Buchwald, Kathrin Schmidt, Jahrbuch der Lyrik 2011, M&amp;#252;nchen 2011, S. 232.">1</a></sup> spricht  und <a href="http://www.poetenladen.de/theo-breuer.htm" target="_blank">Theo Breuer</a> nur ein paar Seiten vorher betont, dass die Mehrzahl lyrischer Ver&#246;ffentlichtungen „praktisch unter Ausschluss der &#214;ffentlichkeit“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/31/lyrik-heute-das-jahrbuch-der-lyrik-2011-1-eindruck/#footnote_1_5943" id="identifier_1_5943" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ebd., S. 218.">2</a></sup> stattfinde. – Lyrikb&#252;cher, so Breuer, f&#228;nden oft nur f&#252;nfzig bis zweihundert Leser, ab dreihundert verkauften Exemplaren habe man schon eine „Auflagenschallmauer&#8221; durchbrochen<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/31/lyrik-heute-das-jahrbuch-der-lyrik-2011-1-eindruck/#footnote_2_5943" id="identifier_2_5943" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ebd.">3</a></sup>.</p>

<p>Der Teil „Sechs Anmerkungen zum Gedicht“ im <em>Jahrbuch der Lyrik 2011</em>, ist entsprechend weniger ein Raum der Reflexion des Gedichts im Jahre 2011, sondern ein Ort, an dem sehr stark die Frage nach der Rezeption von Gedichten gestellt wird.</p>

<p>Neben die eher melancholischen T&#246;ne<span id="more-5943"></span> tritt dann noch <a href="http://www.brocan.de/" target="_blank">J&#252;rgen Brôcan</a>s papierlastiger und schwerer Beitrag, der noch am ehesten wirklich eine Anmerkung zum Gedicht der Gegenwart darstellt – ohne sonderlich zum Lesen von Gedichten anzuregen. so zumindest mein erster Eindruck von diesem Text.</p>

<p>Dass solche Texte einer Sammlung von mehreren hundert Gedichten nachgestellt sind, ist – erstaunlich.</p>

<p>Dieses <em>Jahrbuch der Lyrik 2011</em> kann sowohl als Zeugnis gro&#223;er Lebendigkeit des Dichtens als auch als Beleg f&#252;r lyrische Massenproduktion gesehen werden, der aber nur sehr beschr&#228;nkte Abnehmerzahlen (Leser) gegen&#252;berstehen.</p>

<p>Dennoch schottet sich die Zunft ernstzunehmender Dichter von der &#214;ffentlichkeit zumindest so ab, dass mir kaum Stimmen (Websites) von Dichtern im Netz bekannt sind. Kein Zweifel, dass mir da sicherlich einiges noch nicht begegnet ist – fast str&#228;flich ist, dass ich <a href="http://www.poetenladen.de" target="”_blank“">http://www.poetenladen.de</a> erst k&#252;rzlich entdeckt habe –, doch zweifle ich genau so wenig, dass ein gro&#223;er Teil heutiger Literatur vielleicht am Rechner entsteht, aber dennoch vor allem analog behandelt, ausgedruckt wird, nicht im Netz stattfindet, obwohl vielleicht gerade gute Lyrik hier ihren Ort und ihre Leserschaft finden k&#246;nnte, weit mehr als &#252;ber Buchhandlungen, die oft sowieso keine zeitgen&#246;ssische Lyrik mehr im Angebot haben.</p>

<p>Haben wir uns damit abgefunden, dass Lyrik jenseits von den Lyrics der Chart-Hits quasi erledigt ist?</p>

<p>Je zeitgen&#246;ssischer ein Gedicht ist, um so schwerer f&#228;llt der Zugang. Es ist nicht m&#246;glich, Gedichte zu konsumieren, wie das mit Romanen oder Musik aus dem Charts oft m&#246;glich scheint.</p>

<p>Da Lyrik nun zu den in Schulen h&#228;ufiger behandelten literarischen Gattungen geh&#246;rt, ist es sicher nicht abwegig zu vermuten, dass man der &#220;berlegung begegnet, dass es zwischen der Behandlung von Gedichten in der Schule und dem Mangel an Lesern, die kompetent mit Lyrik umgehen, einen Zusammenhang geben K&#246;nnte.</p>

<p>Vielleicht gibt es diesen Zusammenhang, meine Vermutung geht jedoch in eine andere Richtung: Lyrik zu lesen muss man kontinuierlich lernen; hin und wieder ein Gedicht zur Hand zu nehmen, reicht dazu nicht aus. Diese Form des Lesens von Gedichten als kontinuierlichen Prozess wird in der Schule eher weniger einge&#252;bt.</p>

<p>Im Zentrum der schulischen Heranf&#252;hrung an Gedichte steht die Heranf&#252;hrung an literaturhistorisch bedeutende Gedichtformen und Epochen, ohne dass wir damit bis in die Gegenwart k&#228;men. Moderne, zeitgen&#246;ssische Literatur findet nur sehr beschr&#228;nkt ihren Platz im Deutschunterricht.</p>

<p>Auf diesem Acker gibt es viel zu tun, so man der &#220;berzeugung ist, dass sich die Besch&#228;ftigung mit Lyrik lohnt. – Da ich den Wert von Sprache zur Orientierung und zum Sein in der Welt nach wie vor als hoch ansehe, geh&#246;re ich zu denen, die in der Besch&#228;ftigung mit Gedichten durchaus etwas Lebensrelevantes sehen, das alles in allem lebenswichtig ist.</p>

<p>Entsprechend r&#228;ume ich Gedichten (zu wenig?) Platz in meinem Leben und auch in der Schule ein. Ich blogge Gedicht-Interpretationen, und versuche, m&#246;glichst vielen Personen zumindest eine Ahnung davon zu geben, dass die Besch&#228;ftigung mit Lyrik lohnt, auch wenn dies noch nicht dazu f&#252;hrt, dass ein nachhaltiger Zugang zu dieser literarischen Gattung m&#246;glich wird. – Dass es in ein paar F&#228;llen allerdings gelungen scheint, stimmt mich zuversichtlich, dass es m&#246;glich ist, diesen Zugang zu Gedichten zu schulen und nachhaltig zu erm&#246;glichen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5943" class="footnote">Christoph Buchwald, Kathrin Schmidt, <em><a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=356976" target="_blank">Jahrbuch der Lyrik 2011</a></em>, M&#252;nchen 2011, S. 232.</li><li id="footnote_1_5943" class="footnote">Ebd., S. 218.</li><li id="footnote_2_5943" class="footnote">Ebd.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/2011/" title="2011" rel="tag">2011</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/" title="21. Jahrhundert" rel="tag">21. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/auflagenschallmauer/" title="Auflagenschallmauer" rel="tag">Auflagenschallmauer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/christoph-buchwald/" title="Christoph Buchwald" rel="tag">Christoph Buchwald</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsch/" title="deutsch" rel="tag">deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichter/" title="Dichter" rel="tag">Dichter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedicht/" title="Gedicht" rel="tag">Gedicht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichte/" title="Gedichte" rel="tag">Gedichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichtform/" title="Gedichtform" rel="tag">Gedichtform</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichtformen/" title="Gedichtformen" rel="tag">Gedichtformen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwartig/" title="gegenwärtig" rel="tag">gegenwärtig</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/interpretation/" title="Interpretation" rel="tag">Interpretation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jahrbuch/" title="Jahrbuch" rel="tag">Jahrbuch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kathrin-schmidt/" title="Kathrin Schmidt" rel="tag">Kathrin Schmidt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lyrik/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/moderne/" title="Moderne" rel="tag">Moderne</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprechen/" title="sprechen" rel="tag">sprechen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/theorie/" title="»Theorie«" rel="tag">»Theorie«</a><br />
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		<title>Gedichtinterpretation: Joseph Mohr – Stille Nacht, heilige Nacht</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:13:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist das bekannteste Weihnachtslied der Welt, in &#252;ber 300 Sprachen &#252;bersetzt, gesungen mit der Melodie Franz Xaver Grubers. Beginnt man, Suchmaschinen nach Interpretationen zu diesem ber&#252;hmten Text zu befragen, tauchen viele musikalische Interpretationen auf. Aber was ist mit dem &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/12/12/gedichtinterpretation-joseph-mohr-stille-nacht-heilige-nacht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist das bekannteste Weihnachtslied der Welt, in &#252;ber 300 Sprachen &#252;bersetzt, gesungen mit der Melodie Franz Xaver Grubers.</p>

<p>Beginnt man, Suchmaschinen nach Interpretationen zu diesem ber&#252;hmten Text zu befragen, tauchen viele musikalische Interpretationen auf. Aber was ist mit dem Text?</p>

<p>Vorne weg: Ich werde hier keine Detailinterpretation der einzelnen Strophen schreiben, werde mich nicht dazu auslassen, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stille_Nacht,_heilige_Nacht#Liedtext" target="_blank">dass das Originalgedicht (!) sechs Strophen hatte, die heute gesungene Version aber nur drei</a> hat etc. Hier versuche ich eine grunds&#228;tzliche Einordnung des Textes, mit dem Ziel, den Text zumindest ein wenig aus der Kitschecke heraus zu holen. Damit will ich nicht behaupten, dass der Text sich bei n&#228;herer Betrachtung pl&#246;tzlich in gro&#223;artige Literatur verwandeln w&#252;rde, das passiert selbst bei sehr genauer Analyse des Textes nicht. Im Zusammenhang seiner Entstehungszeit kann aber verst&#228;ndlich werden, warum der Text in seinen Grundz&#252;gen so ist, wie er ist.</p>

<p>1816 entstanden, wurde „Stille Nacht, heilige Nacht“ 1818 erstmals aufgef&#252;hrt.</p>

<p>Sprechen wir heute davon, dass Weihnachten ein romantisches Fest sei, so liegen wir mit dieser &#196;u&#223;erung goldrichtig.</p>

<p>Weihnachten, wie wir es heute kennen, fand in Grundz&#252;gen seine Pr&#228;gung<span id="more-5415"></span> in der Epoche der Romantik, die etwa in das erste Drittel des 19. Jahrhunderts einzuordnen ist. Sehr viele Weihnachtslieder unseres Weihnachtsfestes wurden in dieser Zeit geschrieben.</p>

<p>„Stille Nacht, heilige Nacht“ ist ein romantisches Gedicht; kein gro&#223;artiges Werk der Epoche, aber doch eines der ber&#252;hmtesten. Und es ist in meinen Augen kein Zufall, dass sich in ihm eine der zentralen Fragestellungen der Romantik wiederfindet.</p>

<p>Als Weihnachtslied geh&#246;rt „Stille Nacht, heilige Nacht“ zur <a href="http://docs.google.com/viewer?a=v&amp;q=cache:YGshWIyYt7YJ:hup.sub.uni-hamburg.de/opus/volltexte/2008/66/chapter/HamburgUP_Lyrik_Hillmann_01.pdf+religi&#246;se+lyrik&amp;hl=de&amp;gl=de&amp;pid=bl&amp;srcid=ADGEESg3uZdxiUCkq_n5d2wclumDDTUSl4rR04hgetrIzmz1F0zrEgN1U_iOF8OY0viCt7_QbKsA1TD5-mIxlsUw3jZiCt1gqdrR3RbKGvIgFdFQyr24lW41i9GCUB_aVw_4YQkdm0M4&amp;sig=AHIEtbRsQwdYqB01g7b-Y-02Ls922bYA9g" target="_blank">religi&#246;sen Lyrik</a>. Religion hat es aber seit der Aufkl&#228;rung genau so schwer, wie die &#220;berzeugung, dass es hinter der naturwissenschaftlich erforschbaren Wirklichkeit andere Wirklichkeiten gibt, die im grellen Licht des aufkl&#228;rerischen Denkens nicht nur nicht wahrgenommen sondern sogar ausgeblendet oder verneint werden.</p>

<p>Aufkl&#228;rung im philosophischen Sinn erhebt den Anspruch, Klarheit in den Nebel des Wissens zu bringen, Licht ins Dunkel.</p>

<p>Aufkl&#228;rung ist mit Lichtmetaphern verbunden, sodass es kein Zufall ist, dass der englische Terminus Technicus „enlightenment“ hei&#223;t. – Ein wichtiges Unternehmen, das die Welt ver&#228;ndert, Menschenrechte mit sich brachte usw. Und doch ist der Anspruch der Aufkl&#228;rung schnell in der Gefahr, von Menschen erfahrene, aber nicht beweisbare Wirklichkeiten, in Frage zu stellen, wenn nicht gar zu verneinen. Was bliebe von der Liebe, betrachteten wir sie nur unter naturwissenschaftlicher Perspektive?</p>

<p>Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts sahen die Dichter und Denker, die Dichterinnen und Denkerinnen der Romantik diese Gefahr der Einseitigkeit der Aufkl&#228;rung und stellten dieser – in gewisser Form begann das schon ca. f&#252;nfundzwanzig Jahre vor 1800, in der Epoche von Sturm und Drang und Empfindsamkeit – ihre Wirklichkeitswahrnehmung gegen&#252;ber.</p>

<p>Das Motiv der Sehnsucht, am ber&#252;hmtesten ist hier wohl die Suche nach der blauen Blume in Novalis&#8217; „<a href="http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/heinrichvonofterdingen-r.htm" target="_blank">Heinrich von Ofterdingen</a>“, trat gemeinsam mit den Motiven des Nebels, der Nacht, der (unerf&#252;llten, sehns&#252;chtigen) Liebe in den Blick der romantischen Autoren. Aber auch Gespenstergeschichten, die ja auch auf eine Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit verweisen, finden in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Romantik" target="_blank">Schauerromatik</a> ihren Platz.</p>

<p>Religion und deren Symbolik geh&#246;rte f&#252;r Aufkl&#228;rer, auch angesichts der von ihnen vorgebrachten Kirchenkritik und des Kampfes gegen die (christliche) Religion im Nachklang der franz&#246;sischen Revolution, in das Reich der dunklen Zeit vor der Aufkl&#228;rung, in der Religion allzu oft zur Vernebelung der Gedanken der Menschen missbraucht worden war, auch um z. B. Machtinteressen zu verschleiern,</p>

<p>Vor diesem Hintergrund mag es kein Zufall sein, dass viele Vertreter und Vertreterinnen der Romantik selbst oft religi&#246;s und Katholiken waren, die gegen die Aufkl&#228;rung und gleichzeitig als deren Fortf&#252;hrung andere Motive suchten, die Nacht, den Nebel, das Unscharfe, Verschleierte in den Blick nahmen, und sich an den Grenzen des dem aufkl&#228;rerische Denkens Zug&#228;nglichem zu bewegen.</p>

<p>In diesem Kontext steht Josef Mohrs „Stille Nacht, heilige Nacht“. Hier trifft die Metaphorik des Weihnachtsfestes als ein Fest des Lichtes, in dem Sinne, dass in christlicher Perspektive das „Licht der Welt“ in das Dunkel der Zeit hinein tritt, auf die Zeit, in der das Gedicht / Lied entstanden ist.</p>

<p>Weihnachten ist ein Fest zur Zeit der Wintersonnenwende und schlie&#223;t so wohl an vorchristliche Lichtfestivit&#228;ten dieser Jahreszeit an, doch Mohr geht in seinem Gedicht so weit zu sagen, dass es eine Nacht ist, die heilig ist, eine Nacht, in der alles schl&#228;ft, w&#228;hrend das, was Christen als Teil des g&#246;ttlichen Heilshandelns sehen, geschieht.</p>

<p>Hier wird der Aufkl&#228;rungsmystik mit ihrer Lichtmetaphorik die Lichtmetaphorik des christlichen Glaubens gegen&#252;ber gestellt, dem Verstand Erwachsener wird die Bedeutung des kleinen Kindes vor Augen gef&#252;hrt.</p>

<p>In diesem Sinne ist Josef Mohrs Weihnachtstext romantisch durch und durch; gleichzeitig versucht der Text theologische Wahrheiten zu vermitteln, religi&#246;se Wahrheiten, in einer Zeit, in der es gerade dem Katholizismus schwerer und schwerer zu fallen begann, sich in ach so aufgekl&#228;rten Kontexten zu rechtfertigen.</p>

<p>Wenn es je zutraf, dass sich die Romantiker gegen die Aufkl&#228;rung wandten, in den meisten F&#228;llen scheint es eher der Versuch gewesen zu sein, der oft als intellektuell kalt empfundenen Entwicklung aufkl&#228;rerischen Denkens, die M&#246;glichkeit anderer Erkenntnisweisen im Sinne ganzheitlicher Erkenntnis <em>zur Seite</em> zu stellen, so trifft diese antiaufkl&#228;rerische Tendenz auf Mohrs Text in seiner Zeit wohl zu.</p>

<p>Verbunden mit Grubers Musik gelingt es diesem Gedicht aber bis heute, romantische Gef&#252;hle in Menschen zu aktivieren. Wir aufgekl&#228;rte Menschen, sind wir es wirklich?, lassen uns von einem der antiaufkl&#228;rerischsten Texte der m&#246;glicherweise in weiten Kreisen gar nicht so antiaufkl&#228;rerischen Romantik verzaubern, von einem Gedicht, das als Gedicht zudem h&#246;chst mittelm&#228;&#223;ig ist!?</p>

<p>Wie so oft bei Bestsellern, so auch hier: Es braucht nicht viel, um die Herzen der Menschen zu erreichen, unabh&#228;ngig vom Bildungsgrad. Und damit ist das Lied dann pl&#246;tzlich doch wieder ein authentischer Ausdruck dessen, was an Weihnachten gefeiert wird, trotz mancher Bedenken gegen&#252;ber der literarischen Qualit&#228;t von „Stille Nacht, heilige Nacht“: Christen feiern die Ankunft eines Gottes in menschlicher Gestalt, der kein exklusiver Bildungsb&#252;rgergott ist, kein Gott ausschlie&#223;lich derer, die reich an Bildung oder Geld sind, sondern einer, der sich gegen Rechtfertigungszw&#228;nge durch Bildung und Besitz stellt und statt dessen den Wert des Menschen an sich ins Zentrum stellt, diesseits aller Leistungen, mit deren Hilfe Menschen kategorisiert werden.</p>

<p>Und in diesem Sinne ist der literarisch erst einmal bescheidene Text Mohrs auf Weihnachten und die christliche Botschaft des Festes gewendet, in seiner fast schon naiven Machart, ein gro&#223;artiger Text, der letztlich nur dann zu Kitsch wird, wenn er von der in ihm vermittelten Botschaft und deren Bedeutung losgel&#246;st gesehen wird. – Angesichts heutiger Kommerzialisierungstendenzen in allen Gesellschaftsbereichen und des Weihnachtsfestes insbesondere, angesichts des Leistungsdrucks und der Tendenz zur Reduktion des Wertes von Individuen auf deren wirtschaftlichen und durch formale Zertifikate (Zeugnisse) belegbaren Wert, bekommt das vielleicht einst wirklich antiaufkl&#228;rerische Lied pl&#246;tzlich einen ganz eigenen aufkl&#228;rerischen Wert, so da nur Ohren sind, diese Seite des Liedes zu h&#246;ren, zu f&#252;hlen und zu leben.</p>

<p> </p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>&#220;ber das (schulische) Interpretieren von Gedichten</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 20:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schule werden Gedichte gelesen. In der Schule werden Gedichte interpretiert. In der Schule wird zu selten ein Gef&#252;hl f&#252;r die Sch&#246;nheit der Sprache und der Bedeutung, wie sie in Gedichten anzutreffen ist, nachhaltig entwickelt. Ich zumindest kenne keinen Sch&#252;ler und keine Sch&#252;lerin, der oder die in der Schule erlernte Analysef&#228;higkeiten gegen&#252;ber Gedichten anwenden w&#252;rde, die ihm oder ihr im Alltag begegnen. Ja, im Alltag sind wir von Gedichten (unterschiedlicher Qualit&#228;t freilich) umgeben, werden wir mit Gedichten &#252;bersch&#252;ttet – wenn wir Musik h&#246;ren. Oh ja: Die meisten Songtexte sind Gedichte.</p>

<p>Nach der Schule<span id="more-5401"></span> beschr&#228;nkt sich die intensive Besch&#228;ftigung mit der Kunst des Gedichts auf ein paar leidenschaftliche Lyrik-Geeks, GermanistikstudentInnen, GermanistikprofessorInnen und DeutschlehrerInnen bzw. Lehrende von Fremdsprachen. In der Breite werden Romane gelesen. Dramatische Werke hingegen teilen das bittere Schicksal der Lyrik, so es um die Lekt&#252;re solcher Werke geht.</p>

<p>Im Literaturstudium werden Gedichte gelesen. Im Literaturstudium werden Gedichtanalysen und -interpretationen gelesen, es werden eigene Analysen erstellt, die sich in der Regel auf das gedankliche Zusammenf&#252;hren der Forschungsergebnisse Dritter beschr&#228;nken. Ich erinnere mich nur an einen Literarturprofessor, der mich als Studenten mit der Herausforderung konfrontierte, &#252;ber Gedichte so, wie sie sind, nachzudenken, mir also substantielle eigene Gedanken zu meinem Verst&#228;ndnis eines Gedichtes zu machen und diese Gedanken dann auch noch so zu formulieren, dass Dritte diese nachvollziehen k&#246;nnen. – Aber auch hier wurde die Frage nach dem Gedicht als Kunstwerk (sic!) meist gar nicht gestellt. Die Frage, was literarische Kunst ist, steht in einem Studium nicht im Vordergrund, in dem es nicht um die Sprachkunst als solche geht.</p>

<p>Zugegeben: Die Frage nach dem Gedicht als Kunstwerk begann auch f&#252;r mich erst relevant zu werden, nachdem ich einer Kunstgeschichts- und Philosphiedozentin begegnete, die das Kunstwerk ins Zentrum stellte und nicht die Sekund&#228;rliteratur.</p>

<p>Eigentlich ist es verr&#252;ckt: Im Studium wird mehr mit Sekund&#228;rliteratur gearbeitet als mit den Prim&#228;rtexten. Das l&#228;sst sich kaum vemeiden, denn es ist toll, dass so viele Gedanken und Forschungen Dritter den Zugang zu den Gedichten erleichtern wollen.</p>

<p>In der Schule sieht das alles ein wenig anders aus. Deutschunterricht ist kein Germanistikstudium, vielmehr werden in ihm Grundlagen des Zugangs zur Sprache und zur Literatur gelegt, die, zumindest im Idealfall, dazu bef&#228;higen sollen, ein Studium, gegebenenfalls auch ein literaturwissenschaftliches Studium aufzunehmen.</p>

<p>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler werden meist an die Grundlagen der Gedichtanalyse herangef&#252;hrt, es werden die wichtigsten biographischen und zeitgeschichtlichen Hintergr&#252;nde eingef&#252;hrt, Gedichte werden in den Epochen verortet, Basistexte der Lyriktheorie – meist Opitz und vielleicht noch ein wenig Aristoteles, Schiller und Brecht – werden den Sch&#252;lern vorgelegt. Stilfiguren werden gelehrt und sollen gelernt werden. Etc.</p>

<p>Das ist gut so. Kunstverst&#228;ndnis, die Entwicklung eines &#228;sthetischen Gesp&#252;rs, hat immer auch mit Wissen zu tun. Man sieht nun einmal in der Regel vor allem das, was man wei&#223;. Das gilt auch f&#252;r Gedichte.</p>

<p>Diese Heranf&#252;hrung an Gedichte f&#252;hrt dann aber oft zu dem Ph&#228;nomen, dass mehr &#252;ber als mit den Gedichten ein Gespr&#228;ch gesucht wird, in dem auch und vor allem die pers&#246;nlichen, individuellen, biographisch und zeithistorisch gepr&#228;gten Zugangsweisen ernst genommen werden und sich einen Weg suchen k&#246;nnen, zur Sprache zu kommen – zur eigenen Sprache in der Besch&#228;ftigung mit Kunst.</p>

<p>Kunst, also auch Gedichte, entsteht nicht, damit anschlie&#223;end Schule und Wissenschaft an ihnen analytisches und interpretatorisches Handwerk lehren, sondern 1. als Dialog des K&#252;nstlers mit der (subjektiven) Wahrnehmung der Wirklichkeit und 2. als Einladung an Lesende und Betrachter bildlicher Werke, sich selbst in den Dialog mit der eigenen (subjektiven) Wahrnehmung der Wirklichkeit zu begeben – und diesen Dialog gegebenenfalls so formulieren zu k&#246;nnen, dass er f&#252;r Dritte zumindest nachvollziehbar wird.</p>

<p>Um diesen subjektiven Zugang zu Gedichten zu vertiefen ist Sekund&#228;rliteratur oft hilfreich. Wenn aber der Umgang mit Gedichten alleine das Ziel der (schulisch) angemessenen Interpretation hat, dann wundert es mich nicht, dass au&#223;erschulisch Gedichte in der Wahrnehmung der Mehrheit der Erwachsenen kaum noch eine Rolle spielen. Die Schule funktionalisiert Gedichte (und andere literarische Texte) so stark, dass die Literatur als Kunst im au&#223;erschulischen Kontext ihre Funktion ( = in Klausuren erfolgreich Analysen schreiben zu k&#246;nnen) verliert. &#196;sthetische Bildung scheint sich, vor allem gegen&#252;ber sprachlichen Kunstwerken, mehr auf das Verstehen von Kunst zu beschr&#228;nken, statt auf die existentielle Bedeutsamkeit der Kunst f&#252;r die Auseinandersetzung des Individuums mit sich selbst und der Wirklichkeit, in der es lebt, hin abzuzielen.</p>

<p>Die pers&#246;nlichkeitsbildende Begegnung mit Kunst hat in Schule und Studium eher Seltenheitswert und muss von denen, die trotz allem diese Kunstwerke nicht aus ihrem Leben verbannen wollen, oft erst m&#252;hevoll (wieder)erlernt werden.</p>

<p>Der schon erw&#228;hnte Professor, der uns in seinen Seminaren die wirkliche Auseinandersetzung mit unseren individuellen Zugangsweisen zu Gedichten abverlangte, gab sich mit allzu sehr angelesenen &#196;u&#223;erungen zu Gedichten selten zufrieden. „Das haben Sie sch&#246;n referiert. Aber jetzt sagen Sie uns doch einmal, was dieses Gedichte f&#252;r SIE bedeutet!“ – An dieser Stelle verstummten wir Studenten meist ratlos. Wir brauchten lange um zu verstehen, dass wir oft viel zu schnell und viel zu intensiv alleine auf Sekund&#228;rliteratur setzten, statt uns selbst wirklich mit dem Gedicht zu besch&#228;ftigen. Wir befassten uns mehr mit den Gedanken anderer zu einem Gedicht, statt uns eigene zu erlauben. Wir „t&#246;teten“ Gedichte, statt sie f&#252;r uns zum Leben zu erwecken.</p>

<p>Eine &#228;hnliche Situation erlebte ich als Referendar, als mir eine Ausbilderin zu einem didaktisch und methodisch stark strukturiertem Unterrichtsentwurf zwei Fragen stellte – ja, es ist oft ein langer Weg, Einsichten, die man doch l&#228;ngst f&#252;r sich selbst als wichtig erachtet, angemessen in die Wirklichkeit zu &#252;bertragen –, die mich schlagartig an die Situation als Student gegen&#252;ber der Frage des Professors nach eigenen Gedanken zu Gedichten zur&#252;ckwarfen: „Wo kommt in Ihrem Entwurf der Text vor? Wo kommen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vor? Sie haben da einen methodisch und didaktisch starken Entwurf, der aber den Text mit Methoden &#252;berlagert und mit diesen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vom Text fern h&#228;lt.“ – Mir blieben vierundzwanzig Stunden bis zu einem wichtigen Unterrichtsbesuch. In der K&#252;rze der Zeit entschied ich mich, die Methoden drastisch zu reduzieren und die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in ein literarisches Gespr&#228;ch mit dem Text zu bringen. Es war die wohl methoden&#228;rmste Stunde, die ich je im Referendariat f&#252;r einen Unterrichtsbesuch zustande brachte – und eine der ganz spannenden Stunden, weil pl&#246;tzlich der Text durch die echten Fragen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler an ihn, im echten Gespr&#228;ch der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit dem Text und miteinander zu funkeln begann wie der Sternenhimmel in einer klaren, warmen Sommernacht, weit weg vom Streulicht der Gro&#223;st&#228;dte.</p>

<p>&#220;berdidaktisierter und methodisch &#252;berladender (Deutsch-)Unterricht wirkt oft wie das Streulicht der Gro&#223;st&#228;dte: Er &#252;berstrahlt den eigentlichen Gegenstand des Unterrichts, macht ihn so unsichtbar, wie die Lichtverschmutzung den Sternenhimmel.</p>

<p>Gro&#223;artige Kunstwerke bergen dieses Sternenglanzpotential in sich. Sie sind inhaltlich so stark, dass sich die notwendigen Methoden im Umgang mit ihnen in diesem Umgang selbst entwickeln. Dann muss sich pl&#246;tzlich nicht mehr der Lehrer im Rahmen der Unterrichtsvorbereitung Gedanken &#252;ber die Methoden der Erarbeitung eines Textes machen, sondern kann, unter der Voraussetzung, dass er viele Methoden beherrscht, um diese gegebenenfalls individuell professionell begleiten zu k&#246;nnen, den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen den Freiraum er&#246;ffnen, die ihnen vom Text her angemessenen Methoden selbst zu benennen, auch wenn dieser Prozess so moderiert werden muss, dass der / die Lehrende gegebenenfalls Angebote machen kann. Auf diesem Wege bekam ich schon Goethes „Wanderers Nachtlied“ als Rap vorgef&#252;hrt, Ausschnitte aus Jurek Beckers „Bronsteins Kinder“ verfilmt, Referate zu der Frage, warum ein Gedicht auf Sch&#252;ler die Wirkung erzielen konnte, die es auf sie hatte, eine Lesung zu einem Gedicht von Nelly Sachs als „Klanginstallation“ mit Sch&#252;lern, die den Raum mit ihren Stimmen und dem Text Nelly Sachs f&#252;llten – und in diesem Rahmen m&#252;hten sich Sch&#252;ler dann pl&#246;tzlich ganz freiwillig mit der Frage ab, mit welchen Stilmitteln es einem Dichter gelingt, Lesende „gefangen zu nehmen“. Etc.</p>

<p>Gute Kunst findet im Betrachter selbst zu den Methoden, die f&#252;r ein Kunstwerk und seinen Betrachter angemessen sind. Gro&#223;e Kunst „lehrt“ den ernsthaften Betrachter selbst, wie sie zu betrachten ist, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr sperrig wirkt. Lehrende m&#252;ssen Ann&#228;herungsformen an Kunst vermitteln, die einen solchen Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter erm&#246;glichen.</p>

<p>Das ist angesichts der Lehrplanvorgaben und den &#252;blichen Zeitvorstellungen dieser Lehrpl&#228;ne nicht einfach umzusetzen, sollte aber zumindest mit einer gewissen Regelm&#228;&#223;igkeit Raum im Unterrichtsgeschehen finden. Es muss Raum bleiben, f&#252;r die Texte und die sie Lesenden, um zu nachhaltigen Interpretationen zu gelangen, in denen dann nicht mehr nur die klassischen und berechtigten Erwartungen der Schule vorkommen, sondern die Texte als Kunstwerke ebenso wie die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die sich ihnen auszusetzen lernen.</p>

<p><br /><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Herrn Larbigs Bibliothek 7 – Robert Gernhardt: Texte zur Poetik</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 21:16:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manche Buchtitel sind f&#252;r &#220;berschriften einfach zu lang. Und so sei der ganze Titel hier gleich nachgereicht, womit auch die bibliographischen Angaben genannt sein sollen: Robert Gernhardt, Was das Gedicht alles kann: Alles. Texte zur Poetik (hrsg. von Lutz Hagestolz &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/12/05/herrn-larbigs-bibliothek-7-robert-gernhardt-texte-zur-poetik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Buchtitel sind f&#252;r &#220;berschriften einfach zu lang. Und so sei der ganze Titel hier gleich nachgereicht, womit auch die bibliographischen Angaben genannt sein sollen:</p>

<blockquote><p>Robert Gernhardt, Was das Gedicht alles kann: Alles. Texte zur Poetik (hrsg. von Lutz Hagestolz und Johannes M&#246;ller), Frankfurt am Main 2010, 602 Seiten, 22,95€.</p></blockquote>

<p><a href="http://http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Gernhardt" target="_blank">Robert Gernhardt</a> ist der zweite einigerma&#223;en bedeutende Dichter, der mit Frankfurt am Main verbunden ist und dessen Namen mit G beginnt, mit dem Buchstaben, der im Alphabet nur eine Position hinter dem Anfangsbuchstaben der Stadt steht, mit der diese beiden Gs verbunden sind. Ohne sie einen Topf werfen zu wollen oder den &#228;lteren zur Sakralisierung des j&#252;ngeren Dichters missbrauchen zu wollen: Goethe und Gernhardt und Frankfurt am Main – nicht etwa Berlin! Goethe wurde in Frankfurt geboren und zog von dannen, um in Weimar zum „Dichterf&#252;rst“ zu werden. Gernhardt wurde in Reval (Estland) geboren und zog von dannen, um dann in Frankfurt zumindest zum „F&#252;rsten des komischen Gedichts“ zu werden.</p>

<p>Wie aber hat er das gemacht? Auf 602 Seiten gibt Gernhardt nun selbst Auskunft, 602 Seiten, in deren Zentrum Gernhardts Poetikvorlesungen stehen, die hier als eine zusammenh&#228;ngende Vorstellung erscheinen, in Wirklichkeit aber aus drei Poetikvorlesungen zusammengesetzt wurden, n&#228;mlich denen in Frankfurt (2001), Essen (2002) und D&#252;sseldorf (2006).</p>

<p>Neben diesem umfassenden Einblick in Gernhardts Poetik versammelt der Band laut Auskunft der Herausgeber <del datetime="2010-12-07T14:57:14+00:00">alle Texte</del> bei weitem nicht alle Texte zur Poetik, die Gernhardt verfasst habe. Dazu geh&#246;ren Texte zu Dichtern, in denen Gernhardt sich mit Schiller ebenso befasst wie mit Brecht, Ringelnatz, Benn, R&#252;hmkorf und noch ein paar anderen.</p>

<p>Gernhardt hat sich auch &#252;ber Gedichte ausgelassen. Auch diese Texte finden sich in diesem Band. Alles aufzuz&#228;hlen ist hier m&#252;&#223;ig.</p>

<p>Was aber kann der geneigte Leser aus Gernhardts &#220;berlegungen lernen? Nun, das Wichtigste sei gleich am Anfang genannt: Dichter schreiben voneinander ab! – <a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-02/hegemann-blogger-plagiat" target="_blank">Was das Anfang des Jahres 2010 ein Aufschrei</a>, als Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“ erschien und man feststellt, dass da Zitate eines Bloggers &#252;bernommen worden waren. Das war nicht nett, ganz und gar nicht.</p>

<p>Wer aber wissen will, wie es unter Dichtern her geht, der lese Gerhardts Poetikvorlesung(en), die nun leicht zug&#228;nglich ist.</p>

<p>Gernhardt zitiert hier Goethe (wieder die zwei Gs), der in einem seiner Gespr&#228;che laut Gernhardt folgendes sagte:</p>

<blockquote><p>„So singt mein Mephistopheles ein Lied von Shakespeare – und warum sollte er das nicht? Warum sollte ich mir die M&#252;he geben, ein eigenes zu erfinden, wenn das von Shakespeare eben recht war und eben das saget, was es sollte, Hat daher auch die Exposition meines ,Faust‘ mit der des ,Hiob‘ einige &#196;hnlichkeit, so ist das wiederum ganz recht, und ich bin deswegen eher zu loben als zu tadeln…“ (42f)</p></blockquote>

<p>Die Zahl der &#220;bernahmen, der Anregungen, der Provokationen, also die Zahl all der Situationen, in denen ein Dichter vom andern „abschreibt“ ist enorm. Gernhardt zeigt in seiner Poetik ein paar davon. Denn das Haus der Poesie, das Gernhardt in seinen Poetikvorlesungen vor dem Zuh&#246;rer und nun dem Leser aufbaut, hat auch einen Lesesaal, ganz zu schweigen vom Chatraum. Kurz: Dichtung ist schon immer eine Art von „Hypertext“, manchmal sogar in Kooperation entstanden. Da wird zitiert, Dichter f&#252;hlen sich von Zeilen anderer Dichter provoziert, stimuliert etc.</p>

<p>Nat&#252;rlich: Der Titel der Frankfurter Poetikvorlesung (2001) „Was das Gedicht kann: Alles“ ist eine Provokation. Schon in der &#220;berschrift der Vorlesung wird klar, dass hier ein Loblied dem Gedicht gesungen werden soll.</p>

<p>Aber die &#220;berzeugung, dass Gedichte alles k&#246;nnen, wird heute nur noch von wenigen geteilt, es sei denn, man nimmt all die Dichtung mit ins Boot, die heute unter dem Namen „Lyrics“ bekannt ist und die Texte von Liedern meint. Und dennoch gilt auch hier Gerhardts Beobachtung:</p>

<blockquote><p>„Das Gedicht kann alles, behaupte ich, zugleich aber mu&#223; ich fortw&#228;hrend verbuchen, da&#223; der Dichter heutzutage wenig, wenn nicht gar nichts gilt.“ (17)</p></blockquote>

<p>Gernhardt hat nat&#252;rlich recht. Oder gibt es mehr als ein paar ausgewiesene Experten, die wissen, wer die Texte zu all den Liedern geschrieben hat, die heute in den Charts hoch und runter gespielt werden? Oft scheint es ja fast so, dass die, die ihre Texte selbst schreiben als „Singer-Songwriter“ oder gar als „Liedermacher“ in eine Ecke gestellt werden, von der aus das Treppenhaus zu den Charts unerreichbar scheint.</p>

<p>Dass gerade Gernhardt &#252;ber das Ansehen der Dichter klagt, ist allerdings &#252;berraschend, ist er doch fast der einzige Dichter deutscher Sprache der vergangenen Jahrzehnte, der &#252;berhaupt noch ein nennenswertes Publikum zu erreichen vermochte. Sein Rezept findet sich auch in seiner Poetik wieder: Kenne dich sehr gut in der Dichtung aus und finde eine leichte Sprache, in der elegant der k&#252;rzeste Weg von A nach B genommen werden kann.</p>

<p>Es beeindruckt mich, wie leichtf&#252;&#223;ig Gernhardt in der Geschichte des (modernen) Gedichtes unterwegs ist und in einfacher, lesbarer, an keiner Stelle akademisch m&#252;ffelnder Sprache Zusammenh&#228;nge, Sch&#246;nheiten und Plattheiten der Dichtung an den Mann, die Frau, den Leser, die Leserin und sogar den Nichtleser und die Nichtleserin bringt.</p>

<p>Da spielt es f&#252;r mich nur am Rande eine Rolle, dass die mir vorliegende Ausgabe m&#246;glicherweise wissenschaftlichen Editionserwartungen nicht entsprechen kann, <a href="http://www.globe-m.de/de/experts/robert-gernhardts-texte-zur-poetik" target="_blank">wie Lino Wirag</a> anmerkte. Es entspricht zumindest Gernhardts eigener leichtf&#252;&#223;igen Art, ernsthaft mit Gedichten umzugehen, dass er nicht jeden Bezug, der in dem Band wiederum genommen wird, akribisch via Fu&#223;note nachwei&#223;t. – Ein wenig Arbeit soll dann noch f&#252;r die Literaturwissenschaftler bleiben.</p>

<p>Meine Bibliothek hat diesen Band freundlich aufgenommen. Er ist eine Fundgrube f&#252;r jeden, der sich leichtf&#252;&#223;ig und ernsthaft mit Gedichten befassen will. Und ganz nebenbei: Eine Fundgrube von Zitaten f&#252;r den Deutschunterricht ist der Band dann auch noch, Zitaten, die den Umgang mit Gedichten vielleicht auch in der Schule bei aller Ernsthaftigkeit ein wenig leichtf&#252;&#223;iger machen k&#246;nnen.</p>

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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 23:01:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Milit&#228;rarzt, Geschichtsprofessor, Philosoph. Darf&#8217;s ein wenig mehr sein? – Schriftsteller war er auch noch. Und als Schriftsteller besch&#228;ftigte er sich mit Geschichte und Philosophie. Den Milit&#228;rarzt hatte er als Beruf hinter sich gelassen, nachdem er eher mehr als weniger desertiert &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/12/02/voraussetzungen-zum-verstehen-der-dramen-schillers-etc/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Milit&#228;rarzt, Geschichtsprofessor, Philosoph. Darf&#8217;s ein wenig mehr sein? – Schriftsteller war er auch noch. Und als Schriftsteller besch&#228;ftigte er sich mit Geschichte und Philosophie. Den Milit&#228;rarzt hatte er als Beruf hinter sich gelassen, nachdem er eher mehr als weniger desertiert hatte.<span id="more-5345"></span> Mit f&#252;nfundvierzig Jahren starb er am 9. Mai 1805 in Weimar.</p>

<p>Lebensbeschreibungen zu <strong>Friedrich Schiller</strong> gibt es viele. Statt diesen eine hinzuzuf&#252;gen, verweise ich lieber auf <a href="http://www.xlibris.de/Autoren/Schiller/Biographie/Seite1" target="_blank">eine, die mir gut gef&#228;llt</a>, auch wenn sie nat&#252;rlich umfangreiche wissenschaftliche Biographien nicht ersetzen kann. Zur ersten Orientierung ist sie ganz gut geeignet</p>

<p>Und auch zu <strong>Schillers Drama »</strong><a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=2439&amp;kapitel=1" target="_blank"><strong>Maria Stuart</strong></a><strong>«</strong> gibt es <a href="http://lernarchiv.bildung.hessen.de/sek_ii/deutsch/kurshalbjahre/12.1/staat_und_revolution/maria_stuart/" target="_blank">im Netz</a>, nat&#252;rlich auch in den Regalen der nach wie vor extrem besuchenswerten Einrichtung »Bibliothek«, gro&#223;e Mengen an Material. Was sollte ich dem hinzuf&#252;gen k&#246;nnen? Deshalb hier nur ein paar grundlegende, einf&#252;hrende Gedanken, die vielleicht den Zugang zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B&#252;rgerliches_Trauerspiel" target="_blank">Trauerspiel</a> »Maria Stuart« und zu anderen Dramen bzw. literarischen Werken ein wenig erleichtern k&#246;nnen.</p>

<p>Schiller lebte in unruhigen Zeiten. Das Denken war dabei, einen grundlegenden Wandel zu erleben. <a href="http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm" target="_blank">Angesto&#223;en vor allem durch Kant</a>, hatte die Aufkl&#228;rung ihren Siegeszug angetreten. Schiller hat Kants Werke als Philosoph nat&#252;rlich gekannt und wurde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Erhabene" target="_blank">nicht gerade wenig von ihnen gepr&#228;gt.</a></p>

<p>Ebenso aufmerksam verfolgte Schiller pr&#228;gende Ereignisse seiner eigenen Zeit, die er als Historiker immer im Horizont der ihm bekannten Geschichte betrachtete, was ihn auch <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=2446&amp;kapitel=1" target="_blank">zu geschichtsphilosophischen &#220;berlegungen f&#252;hrte</a>.</p>

<p>Als Historiker kannte er beispielsweise die <a href="http://www.oppisworld.de/zeit/kalender/england.html" target="_blank">Geschichte der Konkurrenz zwischen Elisabeth I., K&#246;nigin von England, und Maria Stuart</a>.<br /> Doch um es gleich zu sagen: <strong>Mit den historischen Fakten hat Schillers »Maria Stuart« wenig zu tun.</strong> Schiller war der Meinung, dass <a href="http://www.fachdidaktik-einecke.de/9b_Meth_Umgang_mit_Texten/sachtextanalyse_bsp_schiller.htm" target="_blank">Geschichte und Literatur unterschiedliche Aufgaben</a> haben und gestaltete den historischen Stoff gem&#228;&#223; dieser unterschiedlichen Ziele von Geschichtsschreibung und Literatur.</p>

<p>Schiller lebte in unruhigen Zeiten. Neben der <strong>Aufkl&#228;rung</strong> war es die <strong>Franz&#246;sische Revolution 1789</strong> und deren Folgen f&#252;r Frankreich und ganz Europa, <a href="http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2009/3802/index.html" target="_blank">die seine Aufmerksamkeit anzogen</a>. Wie so oft, wenn ganze Machtsysteme in Frage gestellt werden, kippte die Franz&#246;sische Revolution zu einer ziemlich gewaltt&#228;tigen Seite, trat an die Stelle des Rufs nach Freiheit, Gleichheit und Br&#252;derlichkeit das gr&#228;ssliche Ger&#228;usch des Schafotts. Schiller war dar&#252;ber reichlich ersch&#252;ttert – und schrieb in diesem Erfahrungszusammenhang »Maria Stuart«.</p>

<p>Schiller nahm also einen historischen Stoff, in dem ein K&#246;nigsmord enthalten war, einen Stoff, dessen historisches Umfeld selbst reichlich blutig war, und stellte ihn in den Kontext seiner Erfahrungen und &#220;berlegungen angesichts der Entwicklung der Franz&#246;sischen Revolution hin zu einer Tyrannenherrschaft, aus der Napoleon Bonaparte hervorging.</p>

<p>Auch in anderen Belangen ging Schiller sehr frei mit den historischen Fakten in Sachen Elisabeth I. vs. Maria Stuart um; zum Beispiel, indem er <a href="http://www.teachsam.de/deutsch/d_ubausteine/aut_ub/sci_ub/sci_ms_ub/sci_ms_ub_6.htm" target="_blank">sein Frauenbild</a> im Drama unterbrachte.</p>

<p>Dieser <strong>freie Umgang mit Geschichte</strong> hat aber nichts willk&#252;rliches, schm&#228;lert nicht den Wert der Dichtung. Im Gegenteil: Schiller wusste sehr genau was er tat, kannte er doch <a href="http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/poetik/arpoetik.htm" target="_blank">Aristoteles&#8217; Werk &#252;ber die Dichtkunst (Poetik)</a></p>

<p> </p>

<blockquote><p>»Es (ist) nicht Aufgabe des Dichters (&#8230;) mitzuteilen, was wirklich geschehen ist, sondern vielmehr, was geschehen k&#246;nnte, d. h. das nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit M&#246;gliche. Denn der Geschichtsschreiber und der Dichter unterscheiden sich nicht dadurch voneinander, dass sich der eine in Versen und der andere in Prosa mitteilt (&#8230;); sie unterscheiden sich vielmehr dadurch, dass der eine das wirklich Geschehene mitteilt, der andere, was geschehen k&#246;nnte. Daher ist die Dichtung etwas Philosophischeres und Ernsthafteres als Geschichtsschreibung; denn die Dichtung teilt mehr das Allgemeine, die Geschichtsschreibung hingegen das Besondere mit.«<br /> Die Dichter »ahmen handelnde Menschen nach. Diese sind notwendigerweise entweder gut oder schlecht. Denn die Charaktere fallen fast stets unter eine dieser beiden Kategorien; alle Menschen unterscheiden sich n&#228;mlich, was ihren Charakter betrifft, durch Schlechtigkeit und G&#252;te. Demzufolge werden Handelnde nachgeahmt, die entweder besser oder schlechter sind, als wir zu sein pflegen, oder ebenso wie wir.«</p></blockquote>

<p>F&#252;r das Verst&#228;ndnis gro&#223;er Teile der Literatur – somit auch des Trauerspiels »Maria Stuart« –, ist die Aussage, dass »die Dichtung […] mehr das Allgemeine, die Geschichtsschreibung hingegen das Besondere mit[teilt]«, von gro&#223;er Bedeutung.</p>

<p><strong>Literatur geht es um allgemeine Themen, die Grundfragen des Menschen sind oder zu den grundlegenden Verhaltensweisen des Menschen geh&#246;ren.</strong> Ziel der Literatur ist also nicht die historisch korrekte Darstellung von Fakten, selbst dann nicht, wenn ein Autor um historische Korrektheit bem&#252;ht sein sollte oder ein literarisches Werk in das beliebte Genre historischer Romane f&#228;llt.</p>

<p>Die am st&#228;rksten das Gem&#252;t der Menschen bewegenden Themen sind <strong>Liebe</strong> und die <strong>Frage nach Gut und B&#246;se</strong>. Entsprechend stark werden solche Fragen in der Literatur thematisiert. Auch Schiller bedient sich der Grundthemen menschlichen Fragens, Empfindens, Strebens und Leidens.</p>

<p><a href="http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/poetik/arpoetik.htm" target="_blank"> </a></p>

<p><a href="http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/poetik/arpoetik.htm" target="_blank"> </a></p>

<p><a href="http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/poetik/arpoetik.htm" target="_blank"> </a></p>

<p>Kurz gefasst: Der Literatur geht es in all ihren Facetten, zumindest der erz&#228;hlenden Literatur, um <strong>Grundfragen der Humanit&#228;t, der Ideale und des Scheiterns der Menschen an diesen</strong>.</p>

<p>Mit solchen Grundfragen sah sich Schiller konfrontiert, als er »Maria Stuart« schrieb. <a href="http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/basiswissen_franzoesische_revolution.htm#bwradikalephase" target="_blank">Das Freiheitsstreben der Franz&#246;sischen Revolution von 1789 wurde schon nach wenigen Jahren von einem Terrorregime &#252;berlagert, verdr&#228;ngt, ersetzt.</a></p>

<p>Die Frage nach dem <strong>Verh&#228;ltnis von Freiheit und Macht</strong>, eine Frage, die &#252;brigens <em>immer</em> in einem engen Zusammenhang steht, wird das Ma&#223; individueller Freiheit doch bis heute von den Machthabern bestimmt, auch in Demokratien, dr&#228;ngte sich in dieser Zeit Schillers in besonderem Ma&#223;e auf. F&#252;r Schiller hatte diese Frage zudem biographische Bez&#252;ge in seinen Erfahrungen mit dem Landesherrn, dem er einst als Milit&#228;rarzt verpflichtet war, da ihm die Freiheit des Denkens und Schreibens dort nicht zugestanden wurde.</p>

<p>In einem anderen gro&#223;en Drama, in »<a href="http://www.deutsch-online.net/don-karlos-friedrich-schiller/" target="_blank">Don Carlos</a>«, bringt Schiller diese Frage mit dem Ausspruch »<strong>Geben Sie Gedankenfreiheit</strong>, Sire« explizit auf den Punkt.</p>

<p>Entsprechend sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Schiller#Dramatische_Werke" target="_blank">viele Dramen Schillers</a> auf den ersten Blick historische Dramen, ob nun »Wilhelm Tell«, »Die Jungfrau von Orlean«, die Wallenstein-Trilogie etc. Bei genauem Hinsehen aber sind die historischen Bez&#252;ge nur Hintergrund f&#252;r Schillers Auseinandersetzung mit seiner eigenen Zeit.</p>

<p><strong>Schiller nimmt historische Figuren und legt ihnen die Fragen seiner Zeit in den Mund</strong>, Fragen, die so grundlegend sind, dass seine Werke, zumindest dann, wenn man sich diesen Verstehenszusammenhang erst einmal erarbeitet hat, auch noch heute lesenswert sind, haben sich diese Grundfragen doch kaum ver&#228;ndert.</p>

<p>Ohne dieses Hintergrundwissen, wirken Schillers Dramen oft sperrig in ihren langen Dia- und Monologen. Lesende fragen dann zurecht, was das soll, was das mit der spannenden historischen Geschichte zu tun habe. Ohne diese Hintergrundwissen bleiben die Dramen Schillers (und viele andere Werke der Literatur bis heute) stumm. – Schillers Dramen stellen keine Geschichte dar, sondern haben sich viel mehr der Frage verschrieben, was den Menschen angesichts menschlicher Grundfragen zum Handeln treibt. <strong>Literatur ist philosophisch orientiert.</strong> Schillers Dramen fordern, wie gro&#223;e Teile der Weltliteratur, zum mitf&#252;hlenden Mit- und Nachdenken auf.</p>

<p>Schillers Dramen, wie weite Teile der Literatur, bleiben denjenigen verschlossen, die alleine Faktenwissen interessiert oder denen alleine die Inhalte, nicht aber <strong>die Voraussetzungen f&#252;r die Existenz von Literatur</strong> zug&#228;nglich werden oder gemacht werden. Dieses Voraussetzungen liegen im menschlichen Leben selbst, in den zentralen Grundfragen des Menschen, die auch die <strong>Grundfragen der Philosophie</strong> sind:</p>

<blockquote><p>Woher komme ich?<br /> Wohin gehe ich?<br /> Was kann ich wissen?<br /> Wie soll ich leben?</p></blockquote>

<p>Kurz: <strong>Was ist der Mensch, was zeichnet ihn aus, was ersehnt er, wie lebt er, wie k&#246;nnte er leben?</strong></p>

<p>Dieser Blick auf Literatur kann der Schl&#252;ssel sein, um einen Zugang zu gro&#223;en Teilen der Literatur zu finden, also auch zu auf den Blick eher trocken scheinenden Werken, die in der Schule gelesen werden (m&#252;ssen) – also auch zu Schillers »Maria Stuart« oder »Don Carlos« etc.</p>

<p> </p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Kompetenzorientiert unterrichten: Ein Vorschlag.</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 23:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das folgende Szenario ist zwar nicht unrealistisch, in der hier vorgelegten Form aber frei erfunden. &#196;hnlichkeiten mit realen Erlebnissen im Unterricht sind nicht gewollt, werden nicht angestrebt, d&#252;rften aber nicht vermeidbar sein. Oberstufe, Deutsch Grundkurs. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler bekommen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/19/kompetenzenorientiert-unterrichten-ein-vorschlag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das folgende Szenario ist zwar nicht unrealistisch, in der hier vorgelegten Form aber frei erfunden. &#196;hnlichkeiten mit realen Erlebnissen im Unterricht sind nicht gewollt, werden nicht angestrebt, d&#252;rften aber nicht vermeidbar sein.</p>

<p>Oberstufe, Deutsch Grundkurs. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler bekommen nach der (vom Lehrer unterstellen, nicht in allen F&#228;llen tats&#228;chlich erfolgten) Lekt&#252;re eines Dramas den <strong>Auftrag</strong>, die Figuren des Dramas in ihren Beziehungen zueinander in einer grafischen Form darzustellen. Der Lehrer erwartet, dass die Sch&#252;lerinnen auf der Basis des Personenverzeichnisses des Dramas, ihrer beim Lesen erworbenen Textkenntnis und der gezielten, wiederholten Lekt&#252;re einzelner Szenen, zu einem vertieften Verst&#228;ndnis des Dramas kommen. Die Aufgabe wird Mittwochs erteilt und soll bis zur n&#228;chsten Stunde am Dienstag der Folgewoche bearbeitet sein.</p>

<p>Am Dienstag macht der Lehrer die ihn &#252;berraschende <strong>Entdeckung</strong>, dass zwar 80% des Kurses die Aufgabe gemacht haben, von diesen aber 50% zwei Nebenfiguren nicht ber&#252;cksichtigt haben und durchweg den gleichen Fehler in der Grafik gemacht haben.</p>

<p>Alternative: Am Dienstag macht der Lehrer die ihn &#252;berraschende Entdeckung, dass zwar 80% des Kurses die Aufgabe gemacht haben, die Grafiken aber alle super korrekt sind und sich extrem &#228;hneln, als ob sie voneinander abgeschrieben worden w&#228;ren.</p>

<p>Welcher Fall auch eintreten mag, der hier gedachte Lehrer ist &#228;u&#223;erst &#252;berrascht und fragt sich, was da passiert ist.</p>

<p>Hier nun ein paar <strong>Beispiele</strong>, wie es abgelaufen sein k&#246;nnte: <span id="more-5234"></span></p>

<p>- Der Lehrer ist mit der Aufgabenstellung in eine Klausurenwoche geraten, die so aussah, dass Donnerstag, Freitag und Montag Arbeiten geschrieben wurden. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler haben hier ihre Schwerpunkte gesetzt. Um so erstaunlicher, dass dennoch 80% des Kurses die Aufgabe „gemacht“ haben.</p>

<p>- Die Sch&#252;ler haben in weit geringerem Ausma&#223; die Lekt&#252;re gelesen, als der Lehrer angenommen hat. Er geht davon aus, dass das Lesen Hausaufgabe war und er jetzt mit dem Werk so arbeiten k&#246;nne, als sei diese auch von allen bew&#228;ltigt worden. In Wirklichkeit haben 25% den Text bereits ganz gelesen, w&#228;hrend weitere 30% etwa bei der H&#228;lfte angelangt sind, 25% die Textausgabe zwar vorliegen, aber mit der Lekt&#252;re noch nicht begonnen haben, und 20% die Textausgabe noch gar nicht verf&#252;gbar haben, aus welchen Gr&#252;nden auch immer. — Auch in diesem Falle ist es erstaunlich, dass so viele Sch&#252;ler die Hausaufgabe „gemacht“ haben.</p>

<p>Was aber ist passiert? Ein nicht unrealistisches Szenario ist, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur Bew&#228;ltigung der Aufgabe, die bei einem Drama alles andere als untypisch ist, im <strong><a href="http://weblog.histnet.ch/archives/4285" target="_blank">Internet</a></strong> recherchierten und dort entdeckten, dass die <strong>L&#246;sung der Aufgabe</strong>, sogar in Form von Schaubildern, abrufbar ist. Im Szenario mit den kollektiv auftretenden, identischen M&#228;ngeln, wurden die Sch&#252;ler via hoch geranktem Suchmaschineneintrag zu einer fehlerhaften Grafik gef&#252;hrt, die ohne &#220;berpr&#252;fung &#252;bernommen wurde, wenn auch vielleicht nicht einfach ausgedruckt; im Szenario mit den richtigen, einander sehr &#228;hnelnden Grafiken ist das gleiche passsiert, nur das mittels <strong>Suchmaschine</strong> gefundene Ergebnis war zuverl&#228;ssiger als im ersten Fall.</p>

<p>Der <strong>Lerneffekt</strong> dieser Aufgabe kann angesichts des Umgangs der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit ihr als sehr niedrig angesetzt werden. Dies mag man mangelnder Motivation zuschreiben, den Umst&#228;nden anlasten, in deren Kontext die Aufgabe gestellt wurde oder aber als „ganz normales Sch&#252;lerverhalten“ abtun und so die gesamte  Verantwortung f&#252;r den geringen Lerneffekt den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen anlasten.</p>

<p>All diese Einsch&#228;tzungen m&#246;gen der Realit&#228;t sehr nahe kommen. Aber selbst dann, wenn die Sch&#252;ler unmotiviert sind, sich durch Klausurendichte &#252;berlastet f&#252;hlen oder „normales Sch&#252;lerverhalten“ angesichts solcher Aufgaben zeigen, entlastet das den Lehrer nicht von der Frage, warum solche Aspekte in der Unterrichts- und Aufgabenplanung nicht ber&#252;cksichtigt wurden, geh&#246;rt Lerngruppenanalyse doch durchaus zu den Ausbildungsgegenst&#228;nden im Referendariat — und f&#252;r gelingenden Unterricht zum Kerngesch&#228;ft des Lehrers.</p>

<p>Aber auf <strong>Lehrerseite</strong> gilt, eigentlich &#228;hnlich wie auf der Sch&#252;lerseite, dass das Stundendeputat, die Zahl der anstehenden Korrekturen etc., m&#246;glicherweise nicht in jedem Fall eine den Anspr&#252;chen von Unterrichtsbesuchen im Referendariat angemessene Ber&#252;cksichtigung aller Details bei der Unterrichtsplanung zul&#228;sst. Die Aufgabe wurde m&#246;glicherweise einem vorhandenen Unterrichtsentwurf, einem Schulbuch oder gar, man achte auf die Parallelit&#228;t im Verhalten zu dem der Sch&#252;ler, einer Website entnommen, ohne dass &#252;ber die Aufgabenstellung und die in ihr liegenden M&#246;glichkeiten und Grenzen n&#228;her nachgedacht wurde.</p>

<p>Nun k&#246;nnte man annehmen, die Wurzel allen &#220;bels l&#228;ge im „verdammten“ Internet, l&#228;ge darin, dass der Mensch wenig Sinn darin sieht, bereits vorhandenes und leicht greifbares Wissen noch einmal wirklich zu erarbeiten, v&#246;llig unabh&#228;ngig davon, ob es sich dabei um Lernende oder Lehrende handelt.</p>

<p>Man kann aber auch in Erw&#228;gung ziehen, dass es nicht unangebracht sein k&#246;nnte, die Tatsache des heute viel leichter greifbaren Wissens via Internet in die didaktische und methodische Planung des Unterrichts einzubeziehen.</p>

<p>Wie aber k&#246;nnten <strong>L&#246;sungen</strong> f&#252;r das Problem aussehen?</p>

<p>Antworten auf diese Frage sind l&#228;ngst vorhanden. In vielen F&#228;llen werden sie auch von Lehrenden schon lange ber&#252;cksichtigt. Mal werden diese Antworten mit dem Begriff „<em>Projektunterricht</em>“ zusammengefasst, mal wird von „<em>problemorientiertem Unterricht</em>“ gesprochen, auf jeden Fall aber sind diese Antworten seit mindestens den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts verf&#252;gbar. Und auch der Begriff der „<em>Kompetenzorientierung</em>“ f&#252;gt diesen Antworten weit weniger Neues hinzu, als es die &#246;ffentliche Darstellung vermuten l&#228;sst. Nein, Kompetenzorientierung ist im Unterricht vieler Lehrender bereits seit l&#228;ngerem viel st&#228;rker angezielt, als man angesichts des Get&#246;ses um diesen Begriff meinen k&#246;nnte.</p>

<p>Kompetenzorientierung von Unterricht ist vor allem eine Differenzierung und Erg&#228;nzung bisheriger Antworten, aber mitnichten eine Neuerfindung des Unterrichtens. Zumindest wer konstruktivistischen Modellen des Lernens und Lehrens folgt, orientiert sich l&#228;ngst an Kompetenzen. Die Ver&#228;nderungen, die mit diesem Begriff verbunden sind, liegen 1. im Wechsel der Vorgaben von input-orientierten hin zu output-orientierten Formulierung in Lehrpl&#228;nen, die nun Bildungsstandards kreieren und kerncurriular orientierte Vorgaben machen und 2. in der st&#228;rkeren Ber&#252;cksichtigung metakognitiver Prozesse der Lernenden, die den eigenen Lernprozess st&#228;rker reflexiv in den Blick nehmen, als dies bislang der Fall gewesen sein d&#252;rfte.</p>

<p>Doch zur&#252;ck zu Ausgangsfrage. Wie k&#246;nnten oben angesprochene, f&#252;r das Lernen wenig effektive Szenarien anders gestaltet werden?</p>

<p>Voraussetzung f&#252;r eine <strong>Aufgabenkultur</strong>, die <strong>Lernprogression</strong> m&#246;glich macht, ist, dass die leicht greifbare Verf&#252;gbarkeit von Wissen via Internet akzeptiert wird, ohne den Anspruch aufzugeben, dass Wissen anzueignen ist. Ja, auch im Begriff der Kompetenzorientierung wird Wissen im Idealfall nicht zum &#252;berfl&#252;ssigen Appendix, sondern bleibt nach wie vor Teil dessen, was Schule leisten soll. Kompetent zu sein bedeutet eben nicht, nur zu wissen, wo ich Wissen nachschlagen kann <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>Kompetenzorientierung zielt vor allem auf die Frage ab, wie mit Wissensbest&#228;nden, die verf&#252;gbar sind, so gearbeitet werden kann, dass das Wissen dabei auch erworben wird und in einen Kontext des handelnden Umgangs mit Wissen gestellt wird.</p>

<p>Ein <strong>Beispiel aus meiner eigenen Praxis</strong>, das bewusst fern der von mir studierten F&#228;cher angesiedelt ist. Dieses Blog betreibe ich mit <a href="http://wordpress-deutschland.org" target="_blank">WordPress</a>. Ich bediene mich also einer von anderen programmierten Plattform und arbeite mit ihr. Bei dieser Arbeit komme ich aber immer wieder an Punkte, an denen ich &#252;ber die Vorgaben des Programms und des gew&#228;hlten Themes meines Blogs hinaus etwas umsetzen m&#246;chte. Ich beginne dann, im Code des Programms oder des Themes etwas zu ver&#228;ndern. Da ich aber von PHP eigentlich keine Ahnung habe, muss ich recherchieren, bedienen ich mich bei dem Wissen, das andere generiert und zur Verf&#252;gung gestellt haben. Ich kann dieses Wissen aber nicht einfach abschreiben, sondern muss es im Kontext der Aufgabe, die ich mir gerade selbst gestellt habe, anwenden. Und auch ein Auswendiglernen der Regeln dieser Programmiersprache w&#252;rde mir nicht viel helfen, solange ich keine Ahnung davon habe, was die einzelnen Codeschnipsel im Zusammenhang bewirken.</p>

<p>Im Laufe der Zeit beobachtete ich, dass ich f&#252;r immer mehr der von mir angestrebten Eingriffe in den Code, der diese Website am Laufen h&#228;lt, immer seltener in Referenzwerken nachschlagen musste. Ja, nachdem ich ein wenig von dem Grundprinzip der Programmiersprache verstanden hatte, konnte ich sogar an Stellen von dem mir angeeigneten Grundverst&#228;ndnis der Programmiersprache (wirklich nur Grundverst&#228;ndnis, da ich mir die Aufgabe bislang nicht stellte, richtig komplexe PHP-Probleme anzugehen) ausgehend, ohne einen Blick in Referenzwerke zu werfen, L&#246;sungen f&#252;r Aufgaben finden, die mir vorher nicht begegnet waren. Ich habe mir also eine Grundkompetenz im Umgang mit PHP angeeignet.</p>

<p>In einem Kompetenzenmodell k&#246;nnte das so umschrieben werden: „Hat sich auf der Basis vorhandenen PHP-Codes die Komptenz angeeignet, einfache bis mittelschwere Aufgaben zu l&#246;sen, die zu dem vorhandenen Code neue Funktionen hinzuf&#252;gen oder vorhandene Funktionen an eigene Bed&#252;rfnisse anpassen. Dabei ist er in der Lage, Referenzwerke angemessen einzusetzen und, von vorhandenen Kenntnissen ausgehend, auch L&#246;sungen auf der Basis eines erworbenen Grundverst&#228;ndnisses, zumindest bei einfachen Arbeiten im Code, zu finden, ohne erneut in einem Referenzwerk nachzuschlagen.“</p>

<p>Nun scheint es auf den ersten Blick leichter, Aufgaben mit <a href="http://runningtom.wordpress.com/2010/11/11/handlungsorientierter-unterricht-2/" target="_blank">Handlungsorientierung</a> zu entwerfen, wenn es um die Anwendung einer Programmiersprache geht, als im Kontext des Umgangs mit Literatur. Dennoch bin ich der &#220;berzeugung, dass das hier beschriebene Lernprinzip in allen F&#228;chern anwendbar ist, auch dort, wo es um weit mehr als nur Grundkompetenzen geht, wie zum Beispiel in Leistungskursen oder im Studium.</p>

<p>Die Antwort auf die oben dargestellten Ph&#228;nomene im Umgang mit Aufgaben im Unterricht muss also ber&#252;cksichtigen, dass Aufgaben nicht so gestellt werden sollten, dass Antworten 1:1 aus Referenzwerken &#252;bernommen werden k&#246;nnen. Im Gegenteil: Es sollte sogar der <strong>Umgang mit</strong> solchen <strong>Referenzen</strong> vorausgesetzt und gef&#246;rdert werden. Es kann nicht darum gehen, Lernende oder Lehrende schief anzuschauen, wenn sie Internetressourcen nutzen. Es muss vielmehr darum gehen, diese in den <strong><a href="http://basedow1764.wordpress.com/2010/10/14/der-bluff-der-kompetenzorientierung/" target="_blank">Prozess der Lernprogression</a></strong> (des nachvollziehbaren und vielleicht sogar messbaren Lernfortschritts) einzubeziehen und entsprechende Aufgaben zu kreieren.</p>

<p>Eine einfache Form im Kontext der oben genannten Aufgabe zu den Figurenkonstellationen in einem Drama k&#246;nnte zum Beispiel lauten: „Wie stehen die Figuren im Drama zueinander in Beziehung? Im Internet finden sie unter xxx und yyy zwei Grafiken, die diese Konstellationen darzustellen beanspruchen. Die Ergebnisse dieser Grafiken sind unterschiedlich. Welche stimmt? Wo liegt in einer der beiden Grafiken der Fehler? K&#246;nnen Sie erkl&#228;ren, wie es zu diesem Fehlern gekommen ist?“</p>

<p>Wie gesagt, dieses Beispiel ist eines der weniger komplexen Art, unter anderem auch deshalb, weil es noch wenig Differenzierungsm&#246;glichkeiten f&#252;r unterschiedliche Leistungsstufen oder Lerntypen beinhaltet. Es gibt aber ein wenig die Richtung vor, in die <strong>effektive Lernaufgaben heute</strong> zielen sollten / m&#252;ssen.</p>

<p>Die Voraussetzung f&#252;r effektives Lernen ist, dass <strong>echte Aufgaben</strong> zu bew&#228;ltigen sind. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen kennen das in der Regel aus Zusammenh&#228;ngen, in denen sie ihren Hobbys folgen, sei es im Sport, sei es im Kontext von Musik, Kunst oder auch Computerspielen der komplexeren Art, zu denen es teilweise auch Referenzseiten mit Wissensbest&#228;nden zum Spiel gibt.</p>

<p>Wie k&#246;nnten solche Aufgaben im Deutschunterricht aussehen, die zum Teil zumindest auch Kompetenzen f&#246;rdern, die zum Deutschunterricht geh&#246;ren, aber nicht zwangsl&#228;ufig zu einer Lekt&#252;re?</p>

<p>Ich <strong>konstruiere hier ein paar Beispiele</strong>, w&#252;rde mich aber sehr freuen, wenn im Rahmen der Kommentare zu diesem Artikel ein ganzer Reigen solcher Aufgabentypen zusammenkommen w&#252;rde.</p>

<p>- Bei historischen Texten kann man die Aufgabe stellen, eine Zeitungsseite zum Thema zu erstellen und so gleichzeitig, dem Ansatz eines integrierten Unterrichtsmodells folgend, den Aufbau von Nachrichten, Berichten Reportagen, Kommentaren und Glossen als zu erwerbende, zu wiederholende oder auszubauende Kompetenzen kennen lernen, vertiefen und &#252;ben.</p>

<p>- Bei Texten, die neben textimanenter Arbeit auch einen stark biographischen Bezug zum Autor erlauben (z. B. Texte von Kafka oder Brecht), k&#246;nnen Formen des Interviews nicht nur in schriftlicher Form als Aufgabe gegeben werden &#8211; sondern auch als Audioproduktion oder Video.</p>

<p>- Im Rahmen der sprachreflexiven Arbeit k&#246;nnen kreative Aufgaben gestellt, werden, die mit bestimmten sprachlichen Ph&#228;nomenen so umgehen, dass z. B. eine Ausstellung oder auch Lesungen m&#246;glich sind.</p>

<p>- Kurzgeschichten k&#246;nnen als Video, als Theaterst&#252;ck, als H&#246;rspiel etc. erarbeitet werden.</p>

<p><strong>Zusammengefasst</strong>: Aufgaben in der Schule m&#252;ssen heute davon ausgehen, dass Wissen via Internet oft sehr leicht greifbar ist und darauf ausgerichtet sein, dass sie nicht schon als Aufgabe dazu verleiten, dem Copy&amp;Paste-Prinzip zu folgen. Vielmehr scheint es f&#252;r die Progression des Lernens sinnvoll, den handelnden Umgang mit solchen Ressourcen zu f&#246;rdern und so die M&#246;glichkeit zu schaffen, sich dieses Wissen angesichts wirklich herausfordernder Aufgabenstellungen anzueignen und somit idealerweise nachhaltig verf&#252;gbar zu machen.</p>

<p><strong>Ziel</strong> solcher Lernarrangements ist es, Lernende in <strong>eine handelnde Auseinandersetzung (Zusammensetzung! — im konstruktivistischen Sinne) mit dem zu Lernenden</strong> zu bringen. Dabei k&#246;nnen <strong>unterschiedliche Lerntypen</strong> ber&#252;cksichtigt werden und <strong>Differenzierungen</strong> vorgenommen werden, ohne dass f&#252;r jeden Lernenden eine eigene Aufgabe erstellt werden m&#252;sste, kann die Form der Auseinandersetzung (per Text, Grafik, andere Formen der visuellen oder auditiven Umsetzung) je nach Aufgabentyp und angesichts der gleichen Aufgabe doch durchaus unterschiedlich sein.</p>

<p>Im Rahmen solcher Aufgaben werden <a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article6905488/Generation-Copy-amp-Paste.html" target="_blank">Wikipedia</a> und <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/der-copy-schock/1791902.html" target="_blank">Co</a> von Seiten zum Kopieren von Text zu Referenzseiten, die man nutzt, um ein Problem zu l&#246;sen, ohne das vorhandene Wissen 1:1 &#252;bernehmen zu k&#246;nnen, weil es Teil der Auseinandersetzung (Zusammensetzung) mit einer echten Herausforderung wird. Und auch f&#252;r analoge Wissensspeicher gilt dies, wenn zum Beispiel Bibliotheken f&#252;r den Unterricht nutzbar sind. Museen k&#246;nnen auf diesem Wege unterrichtsrelevant werden, regionale M&#246;glichkeiten integriert werden …</p>

<p>Und am Ende steht vielleicht der Schluss, dass Kompetenzorientierung weder die Neuerfindung des Rades ist, noch eine &#252;berfordernde Herausforderung, sondern eine Form des Unterrichts, die (auch in Sachen Wissen) echte Lernfortschritte erm&#246;glicht, die reflektierbar sind und auch noch Spa&#223; machen, den Lernenden wom&#246;glich genau so wie den Lehrenden. Das aber w&#228;re eine echte Bildungsreform: Ein Lernen, das h&#228;ufiger wirklich Spa&#223; macht, als das Klischee der Schule vermuten l&#228;sst.</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Gedichtinterpretation: Joseph von Eichendorff, Mondnacht</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 22:19:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lineare und aspektorientierte Interpretationen stehen im Deutschunterricht in der Regel im Zentrum der Aufmerksamkeit, wenn es um die Deutung literarischer Texte geht. Die lineare Interpretation folgt dabei sehr kleinschrittig dem Verlauf eines Textes und baut eine Gesamtinterpretation linear entlang des &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/09/30/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-mondnacht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Lineare und aspektorientierte Interpretationen stehen im Deutschunterricht in der Regel im Zentrum der Aufmerksamkeit, wenn es um die Deutung literarischer Texte geht.</em></p>

<p><em>Die lineare Interpretation folgt dabei sehr kleinschrittig dem Verlauf eines Textes und baut eine Gesamtinterpretation linear entlang des Textes auf.</em></p>

<p><em> Im Extremfall wird Zeile f&#252;r Zeile, Satz f&#252;r Satz in den Blick genommen, sodass sich diese Form der Interpretation vor allem f&#252;r k&#252;rzere Texte anbietet und vor allem bei Gedichten ihre St&#228;rke ausspielen, aber auch bei k&#252;rzeren Prosatexten zum Einsatz kommen kann.</em></p>

<p><em> Bei l&#228;ngeren Texten werden Abs&#228;tze oder Kapitel in den Blick genommen, doch bietet sich solchen Texten eher die aspektorientierte Interpretation an, die von Anfang an auf einzelne Aspekte eines Textes als Schwerpunkt einer Interpretation hin ausgerichtet ist.</em></p>

<p><em>W&#228;hrend die lineare Interpretation theoretisch schon w&#228;hrend dem ersten Leseprozess geschrieben werden kann, praktisch wird auch meistens der Text mehrfach gelesen, bevor die interpretierende Ann&#228;herung beginnt, setzt die aspektorientierte Interpretation gute Textkenntnis voraus.</em></p>

<p><em>Soweit die Theorie. An dieser Stelle soll nun einmal, anders als bei meinen bisherigen Gedichtinterpretationen auf herrlarbig.de, eine m&#246;glichst konsequent durchgef&#252;hrte lineare Interpretation als Zugang zu einem lyrischen Werk versucht werden. </em></p>

<p><em>Zum Teil werde ich Abschnitte der Interpretation selbst noch ein wenig erl&#228;utern. Solche  erl&#228;uternden Teile erscheinen in eigenen, einger&#252;ckten und farblich  abgesetzten Abs&#228;tzen, die kursiv gesetzt sind. Diese Teile k&#246;nnen  &#252;bersprungen werden, wenn alleine die Interpretation des Gedichtes  interessiert.</em></p></blockquote>

<h3><strong>Joseph von Eichendorff</strong></h3>

<h3><strong>Mondnacht (1837)<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/09/30/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-mondnacht/#footnote_0_4591" id="identifier_0_4591" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Gedicht ist wohl schon um 1835 entstanden, wurde aber 1837 erstmals ver&amp;#246;ffentlicht.">1</a></sup></strong></h3>

<p>Es war, als h&#228;tt&#8217; der Himmel<br />
Die Erde still gek&#252;sst,<br />
Dass sie im Bl&#252;tenschimmer<br />
Von ihm nun tr&#228;umen m&#252;sst.</p>

<p>Die Luft ging durch die Felder,<br />
Die &#196;hren wogten sacht,<br />
Es rauschten leis&#8217; die W&#228;lder,<br />
So sternklar war die Nacht.</p>

<p>Und meine Seele spannte<br />
Weit ihre Fl&#252;gel aus,<br />
Flog durch die stillen Lande,<br />
Als fl&#246;ge sie nach Haus.</p>

<h2><strong>Schritt f&#252;r Schritt: Eichendorffs Mondnacht linear interpretiert</strong></h2>

<p>Die <strong>&#220;berschrift</strong> Joseph von Eichendorffs 1837 ver&#246;ffentlichten Gedichts „Mondnacht“ gibt dem Erwartungshorizont Lesender eine Richtung: Das Gedicht spielt nachts, in einer klaren Nacht oder zumindest in einer solchen, in der der Mond deutlich zu erkennen ist, sei es auch zwischen Wolkenfetzen hindurch. Es wird sich zeigen, ob dies im Verlaufe des Gedichts n&#228;her dargestellt wird, ob die &#220;berschrift mit dem Inhalt &#252;bereinstimmt oder, was Gedicht&#252;berschriften auch immer wieder tun, ob die &#220;berschrift eine falsche Erwartungshaltung weckt, die dann im Verlaufe des Textes mit Bedeutung angereichert wird. Doch bei Eichendorff als Dichter der Romantik ist zu erwarten, dass ein Gedicht folgt, das nicht nur eine Mondnacht beschreibt, sondern auch die Gef&#252;hle des lyrischen Ichs in einen Zusammenhang mit dieser Nacht stellt.</p>

<blockquote><em>In dieser Einleitung wird, was oft nicht gemacht wird, die &#220;berschrift als Teil des Gedichts ber&#252;cksichtigt. Ja, wenn ein Gedicht einen Titel hat, dann ist dieser Bestandteil des Gedichts – und angemessen zu ber&#252;cksichtigen. Dar&#252;ber hinaus wird das Gedicht mit Bezug auf den Autor bereits in den Rahmen einer Literaturepoche gestellt und Vorwissen &#252;ber diese Literaturepoche ber&#252;cksichtigt, um die Erwartungshaltung, die der Interpret gegen&#252;ber diesem Gedicht hat, darzustellen und zu begr&#252;nden. Das bedeutet nicht, dass eine solche Erwartungshaltung im Laufe des Gedichtes best&#228;tigt werden muss. Der Verlauf des Gedichtes kann auch eine ganz andere Richtung nehmen, die dieser von der &#220;berschrift ausgel&#246;sten Erwartungshaltung widerspricht. Wenn dies passiert, ist es im Verlauf der Interpretation angemessen zu ber&#252;cksichtigen und die Frage zu stellen, welche Bedeutung dies f&#252;r das Verst&#228;ndnis des Gedichtes hat.</em></blockquote>

<p>Ein Vergleich, nicht mit „wie“, sondern mit „Es war als“ eingeleitet, er&#246;ffnet in <strong>Vers 1</strong> das Gedicht und stellt sofort den Bezug zum lyrischen Ich her, das hier offensichtlich seinen Eindruck von dieser Mondnacht darzustellen beabsichtigt. Diese drei ersten W&#246;rter des Gedichts vermitteln den Eindruck, dass hier weniger eine Beschreibung der Mondnacht das Ziel ist als die Darstellung einer Stimmung, die in dieser Mondnacht erzeugt wird.</p>

<p>Das n&#228;chste Wort „h&#228;tte“ wird um das -e verk&#252;rzt. In der Folge wird es vom zweisilbigen zum einsilbigen Wort, was notwendig ist, da dieser Vers als dreihebiger Jambus (Es <strong>war</strong> als <strong>h&#228;tt</strong>’ der <strong>Him</strong>mel) mit weiblicher / klingender Kadenz gestaltet ist. Au&#223;erdem verst&#228;rkt das „h&#228;tt&#8217;“ als Konjunktiv Zwei (irrealis) den Eindruck, dass es um die Wahrnehmung der Mondnacht durch das lyrische Ich geht, denn bereits hier wird angedeutet, dass der Eindruck des lyrischen Ichs von einem Bild ausgeht, das also solches kein Teil der „Realit&#228;t“, sondern Teil des Eindrucks, der Stimmung des lyrischen Ichs ist.</p>

<p>Mit „der Himmel“ lenkt das lyrische Ich den Blick des Lesenden „nach oben“, zum Himmel, der sowohl f&#252;r den realen Himmel stehen kann, der in der deutschen Sprache aber auch den Bereich des Transzendenten umfasst. An dieser Stelle bleibt offen, welche Himmelsvorstellung gemeint ist und das fehlende Satzzeichen am Ende des Verses ist ein erster Hinweis, dass das Versende noch nicht das Satzende ist. Ein Enjambement leitet in <strong>Vers 2</strong> &#252;ber, der mit „die Erde“ beginnt und diese Erde somit unmittelbar mit dem Himmel formal verbindet. Dass es nicht nur eine formale Verbindung ist, zeigt der Rest des Vers 2, der wiederum dreihebig jambisch gestaltet ist, nun aber mit einer m&#228;nnlichen / stumpfen Kadenz endet und mit dieser auch den ersten Sinnschritt des Gedichts markiert. Das „still gek&#252;sst“ verbindet Himmel und Erde in der Vorstellung des lyrischen Ichs, doch da der erste Sinnschritt mit einem Komma endet, ist der Eindruck des lyrischen Ichs noch nicht vollendet, der hier dargestellt wird.</p>

<p>In <strong>Vers 3</strong> wird der Eindruck des lyrischen Ichs vertieft, eingeleitet mit der Konjunktion „dass“, die auf einen Nebensatz hinweist, also darauf, dass dieser Kuss von Himmel und Erde nun weiter charakterisiert wird. Diese Charakterisierung wird zun&#228;chst mit dem visuellen Eindruck des „Bl&#252;tenschimmers“ verbunden, der dem lyrischen Ich faktisch vor Augen steht. Es ist wohl eine Nacht im Fr&#252;hjahr oder Sommer, eine Nacht, in deren fahlem Licht die Bl&#252;ten schimmernd zu erkennen sind. Dieser visuelle Eindruck wird in <strong>Vers 4 </strong>personifiziert, dem „Bl&#252;tenschimmer“ wird, wiederum unter Verwendung des Konjunktivs Zwei (m&#252;sst), die F&#228;higkeit des Tr&#228;umens zugeschrieben, eine F&#228;higkeit, die aber alleine den Eindruck des lyrischen Ichs in bildlicher Sprache darstellt. Und wiederum wird um des Rhythmus Willen ein -e weggelassen („m&#252;sst“ statt „m&#252;sste“), sodass sp&#228;testens hier davon ausgegangen werden kann, dass der Rhythmus des Gedichts bewusst vom Autor gestaltet wurde und somit die Form unmittelbar dem Inhalt des Gedichtes verbunden ist.</p>

<blockquote><em>Auch wenn hier Zeile f&#252;r Zeile vorgegangen wird: Diese Interpretation entsteht vor dem Hintergrund, dass das Gedicht schon ganz gelesen wurde. Ohne dass hier die Form der linearen Interpretation verlassen w&#252;rde, flie&#223;t diese Kenntnis nat&#252;rlich in die Betrachtung der Einzelverse ein.</em></blockquote>

<p>Die <strong>erste Strophe</strong> Eichendorffs „Mondnacht“ stellt, so kann zusammenfassend gesagt werden, eine die Stimmung des lyrischen Ichs in dieser Naturerfahrung deutenden Zugang zu dieser Erfahrung dar. Dabei ist sich das lyrische Ich dieser Deutung bewusst, nutzt den Konjunktiv Zwei, um diese in gleichm&#228;&#223;ig flie&#223;endem Rhythmus gesprochene Erfahrung als solche zu kennzeichnen. Dennoch ist die Erfahrung nicht irreal, sie geht vielmehr &#252;ber die rein sachliche Ebene der Naturwahrnehmung hinaus. Der klare Himmel, die Erde, der Bl&#252;tenschimmer bilden in der Wahrnehmung des lyrischen Ich eine Einheit, sie sind nicht getrennt. Der Eindruck geht &#252;ber die reine Beschreibung dessen, was f&#252;r das lyrische Ich in dieser Situation „ist“ hinaus. Und doch erfolgt die Versprachlichung dieser Erfahrung erst im Nachhinein, wie die Nutzung der Vergangenheitsform in <strong>Vers 5</strong> verdeutlicht.</p>

<p><strong>Vers 5</strong> holt nun die Beschreibung der eigentlichen Situation nach. „Die Luft ging durch die Felder“, ist erst einmal nichts anderes, als der Versuch einer Versprachlichung einer nicht weiter gedeuteten Wahrnehmung, auch wenn an dieser Stelle statt „ging“ das dem im Alltagsgebrauch mit der Luft eher verbundene Verb „wehte“ h&#228;tte genutzt werden k&#246;nnen. Dennoch scheint das lyrische Ich der Luft hier keine „Beine machen“ zu wollen oder, anders ausgedr&#252;ckt, hier liegt keine Personifizierung der Luft vor, sondern tats&#228;chlich nur eine Beschreibung der Situation, in der das lyrische Ich die in der ersten Strophe bereits bildhaft angedeutete existenzielle Erfahrung verortet. Daf&#252;r spricht auch, dass Vers 5 eine abgeschlossene Sinneinheit bildet und mit einem Komma endet.</p>

<p>Ein solches Komma steht auch am Ende von <strong>Vers 6</strong>, in dem eine erste Folge der wohl nur sehr leichten Luftbewegung in dieser Nacht beschrieben wird, die die &#196;hren auf den Felder in eine leichte, sachte Bewegung versetzt. W&#228;hrend also in Strophe 1 jeweils zwei Verse (1 – 2 und 3 – 4) durch vers&#252;bergreifende Sinnzusammenh&#228;nge und formal durch ein Enjambement verbunden sind, erfolgt in Strophe 2 eine Aufz&#228;hlung von Sachverhalten. Strophe 2 ist in diesem Sinne eine Bestandsaufnahme, der Versuch, die Situation sprachlich zu vermitteln, in der die Stimmung auftrat, die im Zentrum des Gedichtes steht.</p>

<p>Diese Bestandsaufnahme wird in <strong>Vers 7</strong> fortgef&#252;hrt. Neben den visuellen Eindruck der sich leicht im Wind wiegenden Felder tritt hier die Wahrnehmung des leisen Rauschens der W&#228;lder, das durch diesen leichten Wind erzeugt wird. Und wiederum ein Komma am Zeilenende.</p>

<p><strong>Vers 8</strong> wechselt nun die Wahrnehmungsebene, stellt eine Art H&#246;hepunkt der sinnlichen Wahrnehmung des lyrischen Ich dar, die in <strong>Strophe 2</strong> im Zentrum steht. &#220;ber all diesen Detailwahrnehmungen steht die Wahrnehmung der sternklaren Nacht, eine Situation, die bis heute in der Lage ist, bei Menschen „romantische Gef&#252;hle“ auszul&#246;sen.</p>

<p>Das „Und meine Seele spannte“ in <strong>Vers 9</strong> er&#246;ffnet die dritte Strophe mit dem ersten direkten Auftauchen des lyrischen Ichs in diesem Gedicht. Es erf&#228;hrt so etwas wie „Weite“, eine „Weite“, die unmittelbar an die Erfahrung der Einheit von Himmel und Erde in Strophe 1 und an die beschriebenen Gegebenheiten in Strophe 2 anschlie&#223;t, nun aber die eigentliche Erfahrung, die in dem Gedicht aufgegriffene Stimmung ins Zentrum stellt, wie <strong>Vers 10</strong> direkt best&#228;tigt, sind es doch „Fl&#252;gel“, die die Seele ausspannt. Sie erhebt sich, sie fliegt, sie wird weit. Was muss das f&#252;r ein Gef&#252;hl gewesen sein, dass das lyrische Ich in diesem Gedicht nicht nur zu versprachlichen versucht, sondern auch an Leser des Gedichtes weitergeben will!?</p>

<p>Und hier taucht das Enjambement aus Strophe 1 wieder auf. Wieder wird das Gef&#252;hl der Einheit formal widergespiegelt.</p>

<blockquote><em>Schon gemerkt: Auch bei einer linearen Interpretation steht nicht streng wirklich nur die einzelne Zeile im Mittelpunkt. Nat&#252;rlich kann auf alles Bezug genommen werden, was bereits erarbeitet wurde. „Linear“ ist diese Art der Interpretation nur in der Art, wie sie Schritt f&#252;r Schritt Zeile f&#252;r Zeile in den Blick nimmt und sich an dieser „linearen“ Lesart entlang arbeitet. Am Ende soll idealerweise trotz dieses kleinschrittigen Vorgehens ein Gesamtbild des Gedichts stehen, ein Gesamtbild, das auch dadurch entsteht, dass auf bereits  erarbeitete Zeilen und Strophen intensiv Bezug genommen wird.</em></blockquote>

<p>Und wieder ein Hauptsatz, der die ersten zwei Verse der Strophe umfasst und der somit parallel zu Strophe 1 gestaltet ist. <strong>Vers 11</strong> f&#252;hrt das begonnene Bild weiter. Nicht nur spannt die Seele ihre Fl&#252;gel aus, sie fliegt auch, fliegt „durch die stillen Lande“, nimmt diese Lande aus einer Art Vogelperspektive war, also aus einer Perspektive, in der die Gesamtheit der Wirklichkeit in den Blick genommen, die Einheit von Himmel und Erde, die Verbundenheit von allem wahrgenommen werden kann. Brentano fasst dieses romantische Gef&#252;hl in „<a href="http://herrlarbig.de/2010/09/24/gedichtinterpretation-clemens-brentano-sprich-aus-der-ferne/" target="_blank">Sprich aus der Ferne</a>“ mit den Versen „Alles ist freundlich wohlwollend verbunden, / Bietet sich tr&#246;stend und traurend die Hand, / Sind durch die N&#228;chte die Lichter gewunden, / Alles ist ewig im Innern verwandt.“</p>

<p>Es ist ein Gef&#252;hl der Ganzheit, das das lyrische Ich als eine Form des „Zuhause“ erlebt, denn in <strong>Vers 12</strong> wird diese erfahrene Weite der Seele, die durch die stillen Lande fliegt, mit einem „als fl&#246;ge sie nach Haus“ charakterisiert; nun durch ein Komma von Vers 11 abgesetzt und somit hervorgehoben, da nicht in einer Aufz&#228;hlung sondern als deutende Beschreibung des Fliegens gedacht. Vers 12 ist der Vers, auf den das ganze Gedicht zu l&#228;uft, in dem es seinen H&#246;hepunkt findet, in dem das Gef&#252;hl des lyrischen Ichs kulminiert, das sich selbst in der Naturwahrnehmung in seiner Ganzheit wahrzunehmen vermag.</p>

<p><strong>Resumee:</strong></p>

<p>Ein Klassiker der romantischen Lyrik, eines der wohl bekanntesten Gedichte dieser literarischen Epoche und dabei auch ein das Lebensgef&#252;hl der Romantik treffend darstellendes Gedicht! Was von aufgekl&#228;rten Geistern auseinander gerissen wurde, f&#252;gen Romantiker wieder zusammen. Himmel und Erde sind verbunden, die Naturwahrnehmung ist mit der Psyche des Menschen auf das Engste verbunden, hinter der Wirklichkeit gibt es eine Kraft, die &#252;ber das Beobachtbare hinaus geht. Die Romantiker gehen so weit zu sagen, dass diese Kraft den Menschen zu sich selbst kommen l&#228;sst, den Menschen als Ganzheit Mensch sein l&#228;sst.</p>

<p>Eichendorffs „Mondnacht“ greift diese Weltsicht der Romantik nicht nur auf, verbindet diese nicht nur mit der Sehnsucht nach Weite (des Geistes, der Wahrnehmung, der gesamten menschlichen Existenz), sondern vermag sogar, dieses Gef&#252;hl beim Leser zu erzeugen.</p>

<p>Das Gedicht ist ein Zeugnis der Kraft, die der Dichtung inne wohnt. Sie ist in der Lage, die Wirklichkeit in Sprache zum Singen zu bringen, Erfahrungen, die ein lyrisches Ich in einer konkreten Naturerfahrung macht, in eine Sprache zu fassen, die selbst diese Erfahrung der Ganzheitlichkeit beim Leser ausl&#246;sen kann oder aber zumindest eine Sensibilit&#228;t f&#252;r diese Erfahrungen schafft; eine Sensibilit&#228;t, die den Menschen in dieser Hinsicht erfahrungsf&#228;hig macht.</p>

<p><em>
</em><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Gedichtinterpretation: Clemens Brentano, Sprich aus der Ferne</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 22:12:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Clemens Brentano (1778–1842) Sprich aus der Ferne (1801) Sprich aus der Ferne Heimliche Welt, Die sich so gerne Zu mir gesellt. Wenn das Abendrot niedergesunken, Keine freudige Farbe mehr spricht, Und die Kr&#228;nze still leuchtender Funken Die Nacht um die &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/09/24/gedichtinterpretation-clemens-brentano-sprich-aus-der-ferne/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><h3><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Brentano" target="_blank">Clemens Brentano</a> (1778–1842)</h3>
<h2>Sprich aus der Ferne (1801)</h2><br /></p>

<p>Sprich aus der Ferne<br />
Heimliche Welt,<br />
Die sich so gerne<br />
Zu mir gesellt.</p>

<p>Wenn das Abendrot niedergesunken,<br />
Keine freudige Farbe mehr spricht,<br />
Und die Kr&#228;nze still leuchtender Funken<br />
Die Nacht um die schattigte Stirne flicht:</p>

<p>Wehet der Sterne<br />
Heiliger Sinn<br />
Leis durch die Ferne<br />
Bis zu mir hin.</p>

<p>Wenn des Mondes still lindernde Tr&#228;nen<br />
L&#246;sen der N&#228;chte verborgenes Weh;<br />
Dann wehet Friede. In goldenen K&#228;hnen<br />
Schiffen die Geister im himmlischen See.</p>

<p>Gl&#228;nzender Lieder<br />
Klingender Lauf<br />
Ringelt sich nieder,<br />
Wallet hinauf.</p>

<p>Wenn der Mitternacht heiliges Grauen<br />
Bang durch die dunklen W&#228;lder hinschleicht,<br />
Und die B&#252;sche gar wundersam schauen,<br />
Alles sich finster tiefsinnig bezeugt:</p>

<p>Wandelt im Dunkeln<br />
Freundliches Spiel,<br />
Still Lichter funkeln<br />
Schimmerndes Ziel.</p>

<p>Alles ist freundlich wohlwollend verbunden,<br />
Bietet sich tr&#246;stend und traurend die Hand,<br />
Sind durch die N&#228;chte die Lichter gewunden,<br />
Alles ist ewig im Innern verwandt.</p>

<p>Sprich aus der Ferne<br />
Heimliche Welt,<br />
Die sich so gerne<br />
Zu mir gesellt.</p>

<p>Das Offensichtliche liegt dem lyrischen Ich in Clemens Brentanos 1801 erschienenem Gedicht „Sprich aus der Ferne” viel zu nah. Das Ferne, das nicht Offensichtliche, das Verborgene, die „heimliche Welt” (V. 2) interessieren dieses <a href="http://gedichtinterpretation.org/lyrisches-ich-gedichtinterpretation/" target="_blank">lyrische Ich</a> viel mehr. M&#246;ge diese „heimliche Welt“ einmal mehr zu ihm sprechen! Mit dieser Sehnsucht beginnt das Gedicht; diese Sehnsucht wird am Ende wieder aufgegriffen, indem exakt die gleiche Strophe wiederholt wird. Ein Rahmen, der sieben weitere Strophen umschlie&#223;t.</p>

<p>Doch unter welchen Bedingungen kann diese Sehnsucht Wirklichkeit werden? Die <a href="http://web.uni-frankfurt.de/fb10/zimmermann/cecile/PDF-files/psem09-handout-08.pdf" target="_blank">Konditionals&#228;tze</a> in den Strophen 2, 4 und 6 geben Antwort, wenn auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metapher" target="_blank">metaphorisch</a> verschl&#252;sselt:</p>

<p>– Wenn die Sonne untergegangen ist und die Farben der Welt undeutlich werden, verblassen (V. 5f.),</p>

<p>– wenn die Sterne (V. 7f) und der Mond (V 13f.) aufgegangen sind,</p>

<p>– wenn die Sterne am Himmel funkeln (V 15f.) und</p>

<p>– (unheimliches) Dunkel &#252;ber der Erde liegt, das lyrische Ich im Wald begleitet (V 21–24),</p>

<p>dann kann die „heimliche Welt“ zum lyrischen Ich sprechen. Und dieses „Sprechen“ spricht den ganzen Menschen an, packt ihn bei allen Sinnen. „Wenn“ (V. 5, 13, 21) die Bedingungen ideal sind, dann sieht das Auge nicht die naheliegende Welt im glei&#223;enden Sonnenlicht, sondern das „leis“ (V. 11) sich verstr&#246;mende Licht der Sterne dringt in das Auge, das Licht aus der „Ferne“ (V. 11). Und damit das Dunkel nicht zu gro&#223;es „Grauen“ (V. 21) ausl&#246;st, scheint der Mond und wie ein leichter Wind „wehet Friede“ (V. 15), ein Friede, der den ganzen K&#246;rper erfasst, die Spannungen des Tages abfallen l&#228;sst, zu einer k&#246;rperlich sp&#252;rbaren Erfahrung wird. Doch vor allem das Sehen und das H&#246;ren bilden das Zentrum der metaphorischen Sprache. Die Sinne werden jedoch in einer ganz bestimmten Form angesprochen: Zwar soll die „heimliche Welt“ (V. 1, 33) zum lyrischen Ich sprechen (V. 1, 33), doch dies geschieht in einem Umfeld, dass als „leis[e]“ (V. 11) charakterisiert wird, als „still“ (V. 7), voller an Musik erinnernder Kl&#228;nge (V. 17f.).</p>

<p>Diese akustischen Wahrnehmungen sind eng an visuelle Formen der Wahrnehmung gebunden, werden in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Syn%C3%A4sthesie" target="_blank">syn&#228;sthetisch</a> gestalteten Versen sogar direkt miteinander verbunden. Die Farbe muss zum schweigen kommen (V. 6), jene Farbe, die im hellen Licht das Auge erreicht und in der Masse der Reize, die am hellichten Tage das lyrische Ich umgeben, jener heimlichen Welt kaum Resonanzr&#228;ume bietet. Die „leuchtende[n] Funken“ (V. 7) sind „still“ (ebd.), ebenso die Tr&#228;ne, die den Mond charakterisiert (V. 13) und die Lieder „gl&#228;nzen“ (vgl. V. 17f.).</p>

<p>Auf der anderen Seite ist das Gedicht, trotz der Dunkelheit, in der es seinen Raum findet, voller visueller Wahrnehmungen: Da sind das „Abendrot“ (V. 5), die „Farbe“ (V. 6), „leuchtende Funken“ (V. 7), eine „schattigte Stirn“ (V. 8), es gl&#228;nzt (V. 17), es ist dunkel (V. 22f.), „finster“ (V. 25) gar, Lichter funkeln (V. 27), ein „Schimmern“ (V. 28) ist zu sehen, „N&#228;chte“ und „Lichter“ (V. 31) werden unmittelbar miteinander verbunden.</p>

<p>Und in dieser Ganzheitlichkeit, in der das lyrische Ich in diesen Versen angesprochen wird, in dieser Ganzheitlichkeit, in der es „da ist“, pr&#228;sent, anwesend, lauschend, schauend, staunend, zeigt sich sich die Erkenntnis, die in dieser Dunkelheit gewonnen werden kann, als Gegenpart zur <a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/aufklaer.htm" target="_blank">aufgekl&#228;rten</a> Erkenntnis, deren Lichtmetaphorik des Tages diejenige der Nacht gegen&#252;ber gestellt wird. W&#228;hrend das analytische Denken der Aufkl&#228;rung das Einzelne in seinen Details wahrnimmt, ist die Einsicht des n&#228;chtlich schauenden lyrischen Ichs, entsprechend der Ganzheitlichkeit, mit der es sich ansprechen l&#228;sst, eine ganzheitliche, die wahrzunehmen vermag, dass „alles […] freundlich verbunden“ (V. 29) ist, das Trost und Trauer einander verwandt sind (V. 30), dass „alles […] ewig im Innern verwandt“ (V. 32) ist.</p>

<p>Diese Wahrnehmung der Welt aber ist keine, die ihre ganze Kraft im Verstande alleine entfalten kann, sie will erlebt, gef&#252;hlt werden. Die Einsicht, die das lyrische Ich aus fr&#252;heren Erlebnissen genau dieses Zustandes, dieser Stimmung gewonnen hat, geht &#252;ber den Verstand hinaus, ergreift den ganzen K&#246;rper, ist ein Wiegen und Wogen, das die Sinnlichkeit mit dem Verstand vereint. Diese Bewegung der Ganzheitlichkeit, die sich dem lyrischen Ich gleichzeitig aber nicht in der Klarheit des Tageslichtes zeigt, mag der Grund f&#252;r das gew&#228;hlte, wechselnde, dem Leser nicht leicht zug&#228;ngliche, Verma&#223; sein, das in den Langstrophen 2, 4, 6 und 8 aus vierhebigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daktylus" target="_blank">Daktylen</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troch%C3%A4us" target="_blank">Troch&#228;en</a>, in den Kurzstrophen aus zweihebigen Daktylen und Troch&#228;en gebildet ist. Dass dieses Metrum kein Zufall ist, was ja durchaus der Fall sein k&#246;nnte, zeigt sich in der Konsequenz, mit der es durch alle Strophen durchgehalten wird, was angesichts der Kompliziertheit des Metrums kein Zufall sein kann. Dies sei hier beispielhaft an den ersten zwei Strophen gezeigt (betonte Silben sind hier fett dargestellt):</p>

<p><strong>Sprich</strong> aus der <strong>Fer</strong>ne (Daktylus, Troch&#228;us mit weiblicher <a href="http://www.uni-muenster.de/MhdMetrikOnline/sites/metrik/3.1.1.19_reichston_strophenformel.php" target="_blank">Kadenz</a>)<br />

<strong>Heim</strong>-lich-e <strong>Welt</strong>, (Daktylus; Troch&#228;us mit m&#228;nnlicher Kadenz)<br />

<strong>Die</strong> sich so <strong>ger</strong>ne<br />

<strong>Zu</strong> mir ge<strong>sellt</strong>.</p>

<p><strong>Wenn</strong> das <strong>A</strong>-bend-rot <strong>nie-</strong>der-ge-<strong>sunk-</strong>en, (Troch&#228;us, Daktylus, Troch&#228;us mit weibl. Kadenz)<br />

<strong>Kei</strong>-ne <strong>freu</strong>di-ge <strong>Far-</strong>be mehr <strong>spricht</strong>, (Troch&#228;us, Daktylus, Troch&#228;us, mit m&#228;nnl. Kadenz)<br />
<strong>Und</strong> die <strong>Kr&#228;n</strong>ze still <strong>leuch-</strong>ten-der <strong>Funk</strong>en<br />
Die <strong>Nacht</strong> um die <strong>schat</strong>-tig-te<strong> Stir</strong>ne <strong>flicht</strong>:</p>

<p>Das Gedicht entspringt dem Willen des Dichters, eine Situation zu gestalten und ist deshalb formal bewusst gestaltet. Doch anders als in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ballade" target="_blank">Balladen</a>, wird hier keine Geschichte erz&#228;hlt, anders als in <a href="http://www.fernuni-hagen.de/EUROL/termini/7260.htm" target="_blank">Gedankenlyrik</a> werden keine philosophischen, religi&#246;sen oder weltanschaulichen Fragen reflektiert, sondern eine <a href="http://www.literatur-im-foyer.de/Sites/Lyrik/lyriktheorie.htm" target="_blank">Stimmung</a> dargestellt, in der das Objektive (die Nacht, der Sternenschein, das Mondlicht…) von subjektiven Empfindungen durchdrungen und von diesen in  einen &#252;ber-objektiven Zusammenhang hinein sogar „aufgel&#246;st“. Und diese Subjektivit&#228;t dr&#252;ckt sich in der metaphorischen Sprache aus, zu der Lesende einen subjektiven Zugang finden m&#252;ssen, soll der in dem Stimmungsgedicht enthaltene Funke auf ihn &#252;berspringen.</p>

<p>Doch auch damit ist es noch nicht getan. Die letzte Strophe schlie&#223;t den Rahmen, greift den Wunsch wieder auf, dass die „heimliche Welt“ (V. 2) „aus der Ferne“ (V. 1) zum lyrischen Ich sprechen m&#246;ge. Und so stellt das Gedicht nicht die Stimmung selbst dar, die in ihr doch beschrieben wird, sondern ist Ausdruck nach der Sehnsucht, dass sich diese Stimmung wieder einstelle. Das Gedicht reflektiert auf die Ursachen („Wenn“), aus denen sich die Stimmung ergibt („dann“), ist eine Art Bedienungsanleitung, unter welchen Bedingungen sich das <a href="http://www.xlibris.de/Epochen/Romantik" target="_blank">romantische</a> Gef&#252;hl und die Erfahrung des „Alles ist freundlich wohlwollend verbunden“ (V. 29) einstellt.</p>

<p>Das lyrische Ich hat diesen Zustand erfahren; in diesen Zustand sehnt es sich zur&#252;ck und l&#228;dt die Lesenden dazu ein, sich mit ihm und doch f&#252;r sich selbst auf den Weg zu dieser Erfahrung zu machen, die die Welt in ihren Tiefendimensionen erschlie&#223;t, die Augen, das Ohr, das ganze F&#252;hlen des Menschen auf diese Tiefendimensionen hin einstellt und diese f&#252;r die „heimliche Welt“ (V 2, 34) &#246;ffnet.</p>

<p>Clemens Brentano hat mit „Sprich aus der Ferne“ ein programmatisch f&#252;r den Weltzugang der Romantik stehendes Gedicht geschaffen, das in seiner komplexen Verwobenheit von Inhalt und Form selbst die Ganzheitlichkeit abbildet, die es ansprechen,  die es wecken und ausdr&#252;cken will. Diese Ganzheitlichkeit des Gedichtes macht dieses Gedicht zu einem meisterhaften Kunstwerk, das die M&#246;glichkeiten des sprachlichen Ausdrucks zur Zeit seiner Entstehung umfassend nutzt und sie in seiner Zeit auch an die Grenzen des Ausdr&#252;ckbaren heranf&#252;hrt. Und dort, wo diese Grenze des Ausdr&#252;ckbaren erreicht ist, beginnt der „leis[e]“ (V. 11), gl&#228;nzend „klingender“ (V 17f.), „freundlich[e]“ (V. 26) „schimmernde[…]“ (V. 26, 27) Erfahrungsraum, der das lyrische Ich schweigend staunend in die Tiefendimensionen der Wirklichkeit, in die schweigende Faszination angesichts der Wirklichkeit eintauchen l&#228;sst.</p>

<p><em></p>

<blockquote>Diese Interpretation ist eine m&#246;gliche. Wenn Sie andere Gedanken zu dem Gedicht haben, andere Ideen, etwas vertiefen oder erg&#228;nzen wollen, w&#252;rde ich mich sehr freuen, wenn Sie die Kommentarfunktion zu diesem Beitrag nutzen w&#252;rden.</em></blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Gedichtinterpretation: Joseph von Eichendorff, Das zerbrochene Ringlein (In einem k&#252;hlen Grunde)</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 22:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Joseph von Eichendorff (1788–1857) Das zerbrochene Ringlein In einem k&#252;hlen Grunde Da geht ein M&#252;hlenrad, Mein&#8217; Liebste ist verschwunden, Die dort gewohnet hat. Sie hat mir Treu versprochen, Gab mir ein&#8217;n Ring dabei. Sie hat die Treu&#8217; gebrochen, Mein Ringlein &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Joseph von Eichendorff (1788–1857)<br />
<strong> Das zerbrochene Ringlein</strong></p>

<p>In einem k&#252;hlen Grunde<br />
Da geht ein M&#252;hlenrad,<br />
Mein&#8217; Liebste ist verschwunden,<br />
Die dort gewohnet hat.<br /></p>

<p>Sie hat mir Treu versprochen,<br />
Gab mir ein&#8217;n Ring dabei.<br />
Sie hat die Treu&#8217; gebrochen,<br />
Mein Ringlein sprang entzwei.<br /></p>

<p>Ich m&#246;cht&#8217; als Spielmann reisen<br />
Weit in die Welt hinaus,<br />
Und singen meine Weisen,<br />
Und gehn von Haus zu Haus.<br /></p>

<p>Ich m&#246;cht&#8217; als Reiter fliegen<br />
Wohl in die blut&#8217;ge Schlacht,<br />
Um stille Feuer liegen<br />
Im Feld bei dunkler Nacht.<br /></p>

<p>H&#246;r ich das M&#252;hlrad gehen:<br />
Ich wei&#223; nicht, was ich will -<br />
Ich m&#246;cht am liebsten sterben,<br />
Da w&#228;r&#8217;s auf einmal still!</p></p>

<p>Ein M&#252;hlrad rauscht gleichm&#228;&#223;ig, angetrieben von einem fortlaufend flie&#223;endem Bach. (V2) So beginnt Joseph von Eichendorffs Gedicht „Das zerbrochene Ringlein“ und es scheint fast, als habe Eichendorff dieses Bild eines M&#252;hlrades als formalen Rahmen des Gedichtes gesetzt: Gleichm&#228;&#223;ig str&#246;men die dreihebigen Jamben durch die 20 Verse, die in Vierergruppen auf f&#252;nf Strophen aufgeteilt sind, gleichm&#228;&#223;ig wird der Kreuzreim verwendet. Doch bereits in der ersten Strophe bricht sich der Reim der Verse 2 und 4, erklingt ein unreines Reimpaar, wenn auf „M&#252;hlenrad“ „hat“ reimt. – Das gleichm&#228;&#223;ige Drehen des M&#252;hlenrades, der, im Gedicht freilich nicht genannte, aber wohl mitzudenkende, gleichm&#228;&#223;ige Fluss des Bachs, werden als etwas „Gebrochenes“ zur Sprache gebracht, denn dieser Anblick ist f&#252;r das lyrische Ich mit der Erinnerung an „mein Liebste“ (V3) verbunden, von der er sich verraten f&#252;hlt, denn „Sie hat die Treu gebrochen” (V7).</p>

<p>Nun blickt das lyrische Ich auf den Ort, an dem die Geliebte einst wohnte, erinnert sich des Treuebruchs und der Ring, der in seiner geschlossenen, kreisf&#246;rmigen Gestalt ein Symbol f&#252;r das Unzerbrochene, das Vollkommene, das Ewige ist, „sprang entzwei“ (V8).</p>

<p>Was tun in ein solcher Situation? Das lyrische Ich &#252;berlegt: Will er ein Spielmann sein, der durch die Lande reist (V9)? Oder vielleicht ein Reiter, der sich in das Get&#252;mmel der Schlacht st&#252;rzt? Auch wenn die &#220;berlegungen in den Strophen 3 und 4 mit einem Punkt enden, so sind es doch auch Fragen, ob einer dieser Wege, die in die Ferne f&#252;hren, weg von den Orten, an denen der Anblick der M&#252;hle die schmerzliche Erinnerung immer wach h&#228;lt, dem Leid des lyrischen Ichs ein Ende setzen kann.</p>

<p>Die letzte Strophe, in der das lyrische Ich den Klang des M&#252;hlrads als Ausl&#246;ser der Gedanken, die in dem Gedicht ge&#228;u&#223;ert werden, wieder aufgreift, gibt Antwort: Das lyrische Ich ist zu einer Antwort auf die Frage nicht f&#228;hig, erkennt vielleicht, dass auch die Flucht die Erinnerung nicht tilgen wird. Und so bekommt das M&#252;hlenrad aus V2 in Strophe 5 eine symbolische Bedeutung. Es steht f&#252;r die st&#228;ndig sich aufdr&#228;ngende Erinnerung, f&#252;r die melancholisch gepr&#228;gte Entscheidungsunf&#228;higkeit, die mit dieser Erinnerung verbunden ist, f&#252;r das gleichm&#228;&#223;ig das ganze lyrische Ich durchdringende und bestimmende Leiden an der zerbrochenen Liebe, f&#252;r den Teufelskreis, in den dieses Leiden das lyrische Ich gezogen hat. Das M&#252;hlrad wird zum Rad, auf das das lyrische Ich aufgespannt ist, wie es die Opfer mittelalterliche Justiz waren, die ger&#228;dert wurden. Das lyrische Ich f&#252;hlt sich „wie ger&#228;dert“. Wir kennen diesen Ausspruch bis heute, der bisweilen genutzt wird, wenn Menschen sich m&#252;de, aller Energie beraubt oder depressiv f&#252;hlen. – Das ist gro&#223;e Kunst: Nicht zu sagen, dass man sich ger&#228;dert f&#252;hlt, sondern einen scheinbar konkreten Gegenstand zu nehmen, der unter der Hand mit ambivalenten, letztlich nicht v&#246;llig aufl&#246;senbaren Bedeutungen verbunden wird.</p>

<p>Ja, das lyrische Ich muss sich eingestehen, dass es nicht wei&#223;, was es angesichts des L&#228;rms, den das M&#252;hlrad erzeugt – wohl mehr innerlich, als Ankerpunkt der Erinnerung – eigentlich will. Und so greift es zur finalen Phantasie des Sterben-Wollens, denn dann „w&#228;r’s auf einmal still!“ (V20). Ein Ausrufezeichen, gepaart mit dem Wort „still“ (V20) beschlie&#223;en das Gedicht und bringen die Sehnsucht des lyrischen Ichs auf den Punkt, die ein wenig vereinfacht mit einem „Ich will endlich meine Ruhe haben“ zusammengefasst werden kann. „Still!“, ihr Gedanken, Erinnerungen, Gef&#252;hle, Seelenschmerzen, schweigt endlich. „Still!“</p>

<p>Dieses „Still!“ ist aber auch ein Appell an die eigenen Gedanken, an die eigenen Fluchtw&#252;nsche, die in den Strophen 3 und 4 zum Ausdruck kommen. In Strophe 3 ist es die Flucht in die Heimatlosigkeit des Spielmanns, der, berufsbedingt, kaum in die Lage kommen wird, sich weiteren tiefen menschlichen Beziehungen stellen zu m&#252;ssen, nach dem er einmal so verletzt wurde, wie das lyrische Ich des Gedichts.</p>

<p>Und auch das Soldatenleben, wie es in Strophe 4 imaginiert wird, ist ein unruhiges, unstetes Leben. Todesgefahr begleitet dieses Leben. Hier taucht der Todeswunsch schon indirekt auf, der dann in Strophe 5 direkt ausgesprochen wird.</p>

<p>Das Vergessen wird so nicht erreicht. Das lyrische Ich sehnt sich letztlich nach Erl&#246;sung. F&#252;r diese Erl&#246;sung steht das „still!“ als letztes Wort des Gedichts.</p>

<p>Eichendorffs „Das zerbrochene Ringlein“ ist Ausdruck der hohen Kunst der Lyrik: Inhalt und Form sind ineinander verwoben, spiegeln sprachm&#228;chtig und doch in einfachen Worten eine ganze Seelenlage in 20 kurzen Versen wider, die auch einen heutigen Leser in sich hinein ziehen k&#246;nnen.</p>

<p>Das so einfach wirkende Gedicht ist komplex. Und auch die gerade noch unterstellten „einfachen Worte“ wirken nur einfach, denn zumindest im ersten Vers taucht mit der Formulierung „In einem k&#252;hlen Grunde“ gehobene Sprache auf. Gemeint ist ein k&#252;hles Tal, in der die M&#252;hle steht. Und selbst dieses Bild, das „k&#252;hl“ und „Grunde“ kombiniert, kann, so sehr es als Ortsbeschreibung daher kommt, bereits als Zusammenfassung der Gef&#252;hle des lyrischen Ichs betrachtet werden. Vom „k&#252;hlen Grunde“ ist es nicht weit zur inneren K&#252;hle, die jemand versp&#252;rt, der am Abgrund steht oder aus der Tiefe des Tals den Blick nur bis zu dessen Begrenzungen schweifen lassen kann und so keinen Horizont sieht, keine Perspektive f&#252;r das eigene Leben mehr erkennen kann, eine Vorausdeutung, die aber erst vom Ende des Gedichtes her zu erkennen ist. Und so schlie&#223;t sich das „Rad“ dieses Gedichtes, so treten Ende und Anfang das Gedichts in Verbindung und bilden wohl eine der sch&#246;nsten, traurigsten und nachvollziehbarsten Dichtungen &#252;ber das so oft besungene Thema des Leidens an zerbrochener Liebe. Und entsprechend wurde das Gedicht auch rezipiert: Heute ist es als Volkslied bekannt.</p>

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		<title>Vom Wissen zum K&#246;nnen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 19:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich kann doch die Regeln! Warum mache ich das in Arbeiten trotzdem immer falsch?“ Ein vertrauter Satz, gerade wenn es um Rechtschreibung und Grammatik geht. Aber warum ist es so schwer, einmal gr&#252;ndlich erarbeitetes Wissen dann auch routiniert anzuwenden? In dieser zweiten Folge meines Podcasts „Deutschstunde“ gehe ich dieser Frage einmal nach, denn es sind zwei v&#246;llig unterschiedliche Dinge, etwas zu wissen und etwas zu k&#246;nnen, so sehr das K&#246;nnen auch vom Wissen abh&#228;ngt.</p>



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		<title>140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 22:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischendurch immer mal wieder einen Tweet, in dem es um die deutsche Sprache und Literatur geht – so lautet die Idee, die hinter dem in der Seitenleiste neu aufgef&#252;hrtem Feld „Herr Larbigs „Deutschstunde“ auf Twitter” steckt. Wer der „Deutschstunde“ auf &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischendurch immer mal wieder einen Tweet, in dem es um die deutsche Sprache und Literatur geht – so lautet die Idee, die hinter dem in der Seitenleiste neu aufgef&#252;hrtem Feld „<a href="http://twitter.com/deutschstunde" target="_blank">Herr Larbigs „Deutschstunde</a>“ auf Twitter” steckt.</p>

<p>Wer der „Deutschstunde“ auf Twitter folgt (in der Twittersprache hei&#223;t das „followed“), bekommt immer wieder zwischen all den anderen Meldungen (Tweets) kurze Hinweise, in denen es um Fragen der Rechtschreibung geht, um Grammatik und Ausdruck. Au&#223;erdem gibt es Links zu Beitr&#228;gen, die f&#252;r alle interessant sein k&#246;nnen, die sich f&#252;r deutsche Sprache und Literatur interessieren.</p>

<p>Eine kleine Besonderheit ist, dass in dieser „Twitter Timeline“ auch Fotos auftauchen, die ich immer dann mache, wenn mir irgendwo in der &#214;ffentlichkeit etwas auff&#228;llt, das mit Sprache zu tun hat. Dabei interessiert mich, welchen sprachlichen „S&#252;nden” wir in unserer Umgebung tagt&#228;glich ausgesetzt sind. – Ich finde es spannend, mit einem solch forschenden Blick durch die Stadt zu gehen; vielleicht bin ich da nicht der einzige.</p>

<p>Ziel des Projekts ist es nicht, als der st&#228;ndig korrigierende Lehrer durch das Netz zu laufen. Ziel ist es auch nicht, die Tweets anderer nach Rechtschreibfehlern zu durchforsten und sie dann in einer Antwort an die betreffenden Personen zu korrigieren. Es gibt <a href="http://twitter.com/oberlehrer" target="_blank">jemanden bei Twitter</a>, der macht solche Korrekturen. Ich bin es nicht. Nach wie vor bin ich der &#220;berzeugung, dass sich die <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" target="_blank">F&#228;higkeiten im Umgang mit Sprache</a> Schritt f&#252;r Schritt und dennoch kontinuierlich entwickeln, so sich jemand der (Schrift)Sprache wirklich aussetzt, in dem zum Beispiel viel gelesen und geschrieben wird.</p>

<p>Das Ziel des Projekts „Deutschstunde“ auf Twitter ist zun&#228;chst einmal ein vielleicht &#252;berraschend egoistisches: Mir dient dieses Projekt als Motivationshilfe, meine F&#252;hler wirklich in dem Ma&#223;e auf Sprache und Literatur hin ausgerichtet zu halten, wie ich mir das f&#252;r mich w&#252;nsche.</p>

<p>Das zweite Ziel besteht darin, interessierten Twitternutzern Anregungen aus meinem wachsenden Fundus rund um Sprache und Literatur zu geben. Zumindest die Sensibilit&#228;t f&#252;r sprachliche Ph&#228;nomene und im Umgang mit Literatur soll da unterst&#252;tzt werden. Vielleicht w&#228;chst sie bei dem einen oder anderen mithilfe dieser Tweets auch noch ein wenig.</p>

<p>Das Interesse f&#252;r einen solchen Twitter-Stream ist da. In weniger als 24 Stunden haben sich 18 Twitterer entschieden, dass sie diesem Account folgen wollen.</p>

<p>Ich hoffe, dass „Deutschstunde“ auf Twitter dabei keine Einbahnstra&#223;e bleibt, auf der ich mit Inhalten hausieren gehe, sondern dass sich dieses Projekt dahin entwickelt, dass &#252;ber sprachliche Ph&#228;nomene via Twitter diskutiert wird, dass Fragen gestellt werden etc.</p>

<p>Au&#223;erdem kann diesem Account nat&#252;rlich auch gerne von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern gefolgt werden, solchen, die ich unterrichte genauso wie solchen, die ich nicht unterrichte. Und in diesem Rahmen k&#246;nnen durchaus auch Fragen an mich gestellt werden, denn wenn ich auf konkrete Fragen Antworten suche, oft muss ich sie tats&#228;chlich erst suchen, bin ich doch alles anderes als „Mr. Allwissend“, lerne ich selbst in der Regel eine ganze Menge dabei.</p>

<p>Noch aber steht das Projekt, dessen „Basislager“ im Netz dieses Blog herrlarbig.de ist, ganz am Anfang. Als „Basislager“ wird es im Blog auch (weiterhin) l&#228;ngere Beitr&#228;ge zu Themen rund um Sprache und Literatur geben, die auf Twitter dann nat&#252;rlich als Links auftauchen. Ich wei&#223;, dass solche Beitr&#228;ge durchaus gelesen werden, denn die meist gelesenen Beitr&#228;ge hier sind Beitr&#228;ge, in denen literarische Werke im Zentrum stehen.</p>

<p>Ich bin neugierig, wie sich dieses Projekt „Deutschstunde“ auf Twitter entwickeln wird. Dabei werde ich in diesem Rahmen die klassische Twitterfrage „What are you doing“ (Was machst du gerade) nicht beantworten, sondern mich tats&#228;chlich alleine auf die Inhalte konzentrieren. Dabei kann sich der Charakter dieser Twitter-Timeline  „Deutschstunde“ aus dem Hause <a href="http://twitter.com/herr_larbig" target="_blank">herrlarbig.de</a> im Laufe der Zeit auch &#228;ndern. Dies wird die Zeit dann aber zeigen, das kann ich heute nicht voraussehen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Sprache und Macht – Zu Georg B&#252;chners „Woyzeck“</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 23:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mangelnde Sprachbeherrschung wird meist als ein Mangel an Bildung angesehen. Aber kann „Bildung“ gleich „Sprache“ gesetzt werden? Georg B&#252;chners vermutlich im Sommer 1836 entstandenes Dramenfragment „Woyzeck“ gibt darauf eine Antwort, die auch im Lichte der Bildungsdebatte im ersten Jahrzehnt des &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mangelnde Sprachbeherrschung wird meist als ein Mangel an Bildung angesehen. Aber kann „Bildung“ gleich „Sprache“ gesetzt werden? Georg B&#252;chners vermutlich im Sommer 1836 entstandenes Dramenfragment „Woyzeck“ gibt darauf eine Antwort, die auch im Lichte der Bildungsdebatte im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts gesehen werden kann.</p>

<p>Zun&#228;chst zur Sprache in B&#252;chners „Woyzeck“, die im Vergleich mit der von Autoren der ersten H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts benutzten Sprache auff&#228;llig „volksnah“ und gleichzeitig weit entfernt von der Sprache der literarischen <a href="http://xlibris.de/Epochen/Romantik" target="_blank">Romantik</a> angesiedelt ist. Die Romantik erw&#228;hne ich hier, weil deren Autoren und Autorinnen zu gleichen Zeit schrieben wie Georg B&#252;chner – und ein ganz anderes Wirklichkeitsempfinden widerspiegeln, als es in B&#252;chners Texten zu finden ist.</p>

<p>B&#252;chner nutzt dialektale F&#228;rbungen<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_0_2496" id="identifier_0_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="zum hier gesagten vergleiche z. B. die Szene &bdquo;Kammer&ldquo; &ndash; da die Szenen des Dramenfragments in unterschiedlichen Ausgaben unterschiedlich angeordnet sind, setze ich hier Links zu den entsprechenden Szenen im Zeno-Projekt.">1</a></sup>, l&#228;sst seine Figuren falsch gesetzte Fragepronomen verwenden und Probleme mit dem Satzbau (der Syntax) haben. Er nutzt umgangssprachliche Formen der Wortk&#252;rzung („S’ ist gewiss Gold!“; „S&#8217; ist gut Marie“), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ellipse_%28Sprache%29" target="_blank">Elipsen,</a> reiht kurze Haupts&#228;tze aneinander und l&#228;sst so eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parataxe" target="_blank">parataktische Struktur</a> der Textoberfl&#228;che entstehen.</p>

<p>Das „einfache Volk“ verf&#252;gt &#252;ber eine „einfache“ Sprache. Somit entstehen im Drama Figuren, vor allem sind hier Woyzeck und Marie zu nennen, die kaum in der Lage sind, ihre Empfindungen und Wahrnehmungen der Wirklichkeit so auszudr&#252;cken, dass diese selbst zum Gegenstand ihrer Reflexion werden k&#246;nnten.</p>

<p>Das ungebildete Individuum ist vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diskurs" target="_blank">Diskurs</a> ausgeschlossen, isoliert, machtlos.</p>

<p>Das „einfache Volk“ verf&#252;gt &#252;ber eingeschr&#228;nkte Ausdrucksm&#246;glichkeiten und muss, um &#252;berhaupt etwas ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, zu vorgegebenen Sprachmustern  Zuflucht nehmen.</p>

<p>Woyzeck zitiert die Bibel („Lasset die Kindlein zu mir kommen“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_1_2496" id="identifier_1_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Hauptmann. Woyzeck (Rasierszene) ">2</a></sup>, Marie sucht Orientierung in der Bibel<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_2_2496" id="identifier_2_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kammer &ndash; Marie. Der Narr">3</a></sup>. Dar&#252;ber hinaus kommen Volkslieder zum Tragen.</p>

<p>Nur an Stellen, an denen B&#252;chner seinen Kommentar zu dargestellten Ereignissen gibt, sprechen „einfache Menschen“ pl&#246;tzlich eine komplexere Sprache, die eine h&#246;here Reflexionsstufe m&#246;glich macht, so der Handwerksbursch als Prediger<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_3_2496" id="identifier_3_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wirtshaus">4</a></sup> und die Gro&#223;mutter<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_4_2496" id="identifier_4_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Marie mit M&amp;#228;dchen vor der Haust&amp;#252;r">5</a></sup> als Erz&#228;hlerin eines Anti-M&#228;rchens.</p>

<p>Auf der anderen Seite stehen die Sprachen von Wissenschaft und des Milit&#228;rs, die vom Hauptmann und dem Doktor genutzt werden, welche gleichzeitig Woyzeck nicht nur von oben herab anschauen, sondern ihn auch f&#252;r ihre eigenen Zwecke missbrauchen.</p>

<p>Sprache wird von B&#252;chner in einer engen Verbindung zur „Macht“ gesehen. Wer keine ausdifferenzierten sprachlichen F&#228;higkeiten besitzt, der hat auch keine M&#246;glichkeiten, die eigene Situation angemessen in den Blick zu nehmen, bleibt sprachlos und somit irrelevant f&#252;r die gesellschaftliche Entwicklung – zumindest solange es keine Stimme f&#252;r die Not dieser Armen gibt.</p>

<p>B&#252;chner will den Missst&#228;nden des 19. Jahrhunderts eine Stimme geben. In „<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Schrift/Der+hessische+Landbote" target="_blank">Der Hessische Landbote</a>“ ruft er zur Revolution auf, was ihm Verfolgung als Staatsfeind einbringt. Und „Woyzeck“ blieb aufgrund seines fragmentarischen Charakters und des Todes B&#252;chners im Jahre 1837 unbeachtet. Erst 1919 kam es in M&#252;nchen zur Urauff&#252;hrung des St&#252;cks.</p>

<p>Diese Stimme B&#252;chners aber war dringend n&#246;tig, denn die gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen der Zeit (Aufl&#246;sung der St&#228;ndegesellschaft, Bev&#246;lkerungswachstum, Protoindustriaisierung) f&#252;hrten strukturell zu den von B&#252;chner angegriffenen Missst&#228;nden.</p>

<p>Armut war nicht mehr das Produkt von Alter, Krankheit oder gesellschaftlicher &#196;chtung, sondern ein Massenph&#228;nomen, das noch m&#228;chtigere Stimmen bekommen sollte, da es als gesellschaftliches Ph&#228;nomen politische Relevanz bekam und beispielsweise Marx zu seinen Theorien brachte und den Kommunismus bzw. den Sozialismus erst m&#246;glich machte. Es sollte bis weit in die zweite H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts dauern, bis die Probleme in der Form eines Sozialversicherungssystems einigerma&#223;en erfolgreich angegangen wurden.</p>

<p>B&#252;chner scheint in seiner Darstellung, in der er die Sprache zur Darstellung der „Ungebildeten“ in realistischer Form auf die B&#252;hne bringen wollte, von den Gedanken der Aufkl&#228;rung beeinflusst. So zeigt er, wie „Ungebildete“ nicht in der Lage sind, ihre Situation selbst reflektierend in den Blick zu nehmen – und Reflexionsprozesse finden in dieser Zeit in der Regel sprachlich statt – und sich entsprechend auf die Leitung durch andere einlassen (m&#252;ssen). In diesem Fall ist diese Leitung einerseits die Autorit&#228;t der Bibel, in der diese „einfachen Leute“ gen&#252;gend Aussagen finden, die f&#252;r den Versuch des Ausdrucks der eigenen Situation taugen, andererseits &#252;bernehmen gesellschaftliche Autorit&#228;ten (Hauptmann, Doktor) diese Leitung, die sich dann aber auch noch z. T. zynisch zur Freiheit des Menschen &#228;u&#223;ern („Woyzeck, der Mensch ist frei, in dem Menschen verkl&#228;rt sich die Individualit&#228;t zur Freiheit.“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_5_2496" id="identifier_5_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Beim Doktor">6</a></sup>).</p>

<p>Mangelnde sprachliche F&#228;higkeiten werden hier zu einem Kriterium f&#252;r unaufgekl&#228;rtes Handeln. Gleichzeitig aber erweisen sich auch die „gebildeteren“ Figuren als „unaufgekl&#228;rte“ Menschen, da sie das Instrumentarium der Sprache zum Machtinstrument werden lassen. Doch vor allem der Doktor, als Vertreter einer Naturwissenschaft, wirkt in dem Drama eher wie ein Scharlatan, der Sprache nicht zur Aufkl&#228;rung, sondern zur pseudointellektuellen &#220;bert&#252;nchung seiner menschenverachtenden Experimente nutzt. Der Hauptmann versucht sich an anderer Stelle in pseudointellektuellen &#220;berlegungen. („Moral, das ist, wenn man moralisch ist…“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/#footnote_6_2496" id="identifier_6_2496" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Hauptmann, Woyzeck. (Rasierszene">7</a></sup>)</p>

<p>Diese Verbindung von Sprache und Macht erscheint nach wie vor aktuell. Es ist auff&#228;llig, dass die PISA-Studie bereits 2001 auf die Probleme im Zusammenhang mit dem Textverstehen verwies, die interessanterweise bis in die Gymnasien hinein in signifikanter Weise beobachtet wurden. W&#228;chst hier eine „machtlose“, der Sprache nicht mehr m&#228;chtige (sic!) Generation auf, die mit ihren mangelnden Kenntnissen im Umgang mit der eigenen Muttersprache oder der erlernten Zweitsprache auch nicht mehr zur gesellschaftlich relevanten Reflexion f&#228;hig sind und somit wieder in eine (selbst?)verschuldete Unm&#252;ndigkeit geraten?</p>

<p>Ich lasse dies als Frage stehen, denn das Problem der Sprache erscheint auf anderer Ebene wesentlich relevanter; relevanter, weil mit dem Mangel an „sprachlichen Ventilen“ auch die Suche nach anderen „Druckausgleichmechanismen“ einhergeht, die scheinbar oft in gesteigerter Aggressivit&#228;t und Gewaltbereitschaft bestehen.</p>

<p>Franz Woyzeck wird im Rahmen seiner (sprachlichen) Hilflosigkeit zum M&#246;rder an der Frau, f&#252;r die er all die Last der drei Jobs (einfacher Soldat, Barbier des Hauptmanns, Proband des Doktors) letztlich wohl auf sich genommen hat, ohne dass er das Bed&#252;rfnis Maries nach einem Minimalluxus h&#228;tte erf&#252;llen k&#246;nnen.</p>

<p>Politisch und im Zusammenhang mit der aktuellen Bildungsdebatte scheint mir diese an Hypothesen orientierte Darstellung B&#252;chners nach wie vor hoch brisant.</p>

<p>Sprache und die mit ihr verbundenen M&#246;glichkeiten des Ausdrucks, aber fast noch mehr die mit ihr verbundenen Reflexionsm&#246;glichkeiten, scheinen nach wie vor Voraussetzung f&#252;r Einfluss in der Gesellschaft zu sein. Analog kann geschlossen werden, dass ein Mangel an sprachlichen Ausdrucksm&#246;glichkeiten nicht nur den gesellschaftlichen Einfluss reduziert, sondern auch dazu f&#252;hrt, dass Menschen sich den Gegebenheiten hilflos ausgeliefert sehen. Folglich wird nach anderen Mitteln des Ausdrucks der als mangelhaften erlebten Einflussm&#246;glichkeiten gesucht werden m&#252;ssen. Und diese Ausdrucksmittel sind, so die in Anlehnung an B&#252;chners „Woyzeck“ hier vertretene Hypothese, tendenziell mit Gewalt verbunden.</p>

<p>Wenn es stimmt, dass die sprachlichen F&#228;higkeiten in schulischen Zusammenh&#228;ngen (und vor allem hier scheint es entsprechend aussagekr&#228;ftige Studien zu geben, auch wenn die Kriterien der PISA-Studien kritisierbar sind) abnehmen und parallel eine Zunahme der Gewaltbereitschaft (nicht nur) unter Jugendlichen beobachtet werden kann, so scheint es nicht abwegig, die Hypothese aufzustellen, dass es hier einen Zusammenhang geben k&#246;nnte.</p>

<p>Gleiches k&#246;nnte dann f&#252;r extremistische Str&#246;mungen gelten, in denen wenige, aber sprachlich kompetente, Personen, &#228;hnlich dem Doktor oder dem Hauptmann in B&#252;chners „Woyzeck“, Menschen f&#252;r ihre Zwecke funktionalisieren und missbrauchen, Menschen, die sich der Leitung ihrer Gedanken durch Dritte bedienen wollen bzw. m&#252;ssen, wollen sie &#252;berhaupt noch den Eindruck haben, ihre eigene Wahrnehmung der Gesellschaft ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen bzw. ausgedr&#252;ckt zu finden.</p>

<p>Das Projekt der Aufkl&#228;rung m&#252;sste dann also in der Gegenwart ein Projekt der massiven F&#246;rderung sprachlicher F&#228;higkeiten (Kompetenzen) sein, das &#252;berall dort stattfindet, wo sprachliche Bildung stattfindet, insbesondere aber in den Schulen und in den Familien, aber auch zumindest in den &#246;ffentlich-rechtlichen Medien. Dies scheint vor allem deshalb notwendig, weil Sprache und die mit ihr verbundene Reflexionsf&#228;higkeit &#252;berhaupt erst die Grundvoraussetzungen daf&#252;r sind, dass sich das Individuum seines eigenen Verstandes ohne die Leitung eines Dritten bedienen kann und somit f&#252;r den gesellschaftlichen Diskurs (gewaltfrei) relevant wird.</p>

<p>Auf der anderen Seite bedarf es dringend sprachlich kompetenter Individuen, die ihre reflexiven F&#228;higkeiten nutzen, um Br&#252;cken &#252;ber sprachliche (oft wird hier von „sozialen“) Abgr&#252;nde zu bauen und somit den sprachlich (=gesellschaftlich?) Ausgegrenzten eine Stimme zu geben.</p>

<p>Gleichzeitig m&#252;ssten demokratische Politiker und Politikerinnen ihre, im Spiel mit medialer Pr&#228;szenz entstehenden, sprachlichen Vernebelungen beenden und nach einer Sprache suchen, die m&#246;glichst weiten Bev&#246;lkerungsschichten zug&#228;nglich und verst&#228;ndlich ist, um so in einen die Gesellschaft relevant gestaltenden Dialog mit dem Souver&#228;n eines demokratischen Staates zur&#252;ck zu finden.</p>

<p>Doch auch &#252;ber Grenzen hinweg haben B&#252;chners durchaus auch sprachkritisch zu verstehenden Darstellungen gesellschaftlicher Zusammenh&#228;nge im „Woyzeck“ Relevanz. In der globalen Gesellschaft gilt es, &#252;ber sprachliche oder gar dialektal gepr&#228;gte Grenzen hinaus zu schauen und denen eine M&#246;glichkeit des (sprachlichen) Ausdrucks zu geben, die im globalen Ma&#223;stab als die <a href="http://weltzeugen.blogspot.com/2010/01/outsourced-slavory.html" target="_blank">Verlierer im System &#246;konomisch gepr&#228;gter Machtzusammenh&#228;nge</a> gelten.</p>

<p>Dies alles hat zudem mit „Bildung“ zu tun. „Bildung“ wird hier als die M&#246;glichkeit verstanden, sich selbst ein m&#246;glichst differenziertes Bild von sich selbst, der Welt und den dieses Ich und die globalen Zusammenh&#228;nge pr&#228;genden Faktoren zu machen, eine Sprache f&#252;r eigene  Erfahrungen zu finden und in den Diskurs einzubringen, der gesellschaftliche Entwicklungen zu beeinflussen vermag. „Bildung“ wird hier als M&#246;glichkeit der Einflussnahme im Kontext gesellschaftlich relevanter Diskussionen verstanden.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2496" class="footnote">zum hier gesagten vergleiche z. B. die Szene „<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Vorl%C3%A4ufige+Reinschrift+%28H4%29/%5BH4,+Szene+4%5D" target="_blank">Kammer</a>“ – da die Szenen des Dramenfragments in unterschiedlichen Ausgaben unterschiedlich angeordnet sind, setze ich hier Links zu den entsprechenden Szenen im Zeno-Projekt.</li><li id="footnote_1_2496" class="footnote">Der Hauptmann. Woyzeck (<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Vorl%C3%A4ufige+Reinschrift+%28H4%29/%5BH4,+Szene+5%5D" target="_blank">Rasierszene</a>) </li><li id="footnote_2_2496" class="footnote"><a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Vorl%C3%A4ufige+Reinschrift+%28H4%29/%5BH4,+Szene+16%5D" target="_blank">Kammer</a> – Marie. Der Narr</li><li id="footnote_3_2496" class="footnote"><a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Vorl%C3%A4ufige+Reinschrift+%28H4%29/%5BH4,+Szene+11%5D" target="_blank">Wirtshaus</a></li><li id="footnote_4_2496" class="footnote"><a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Erste+Fassung.+Szenengruppe+1+%28H1%29/%5BH1,+Szene+14%5D" target="_blank">Marie mit M&#228;dchen vor der Haust&#252;r</a></li><li id="footnote_5_2496" class="footnote"><a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Vorl%C3%A4ufige+Reinschrift+%28H4%29/%5BH4,+Szene+8%5D" target="_blank">Beim Doktor</a></li><li id="footnote_6_2496" class="footnote">Der Hauptmann, Woyzeck. (<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCchner,+Georg/Dramen/Woyzeck/Vorl%C3%A4ufige+Reinschrift+%28H4%29/%5BH4,+Szene+5%5D" target="_blank">Rasierszene</a></li></ol>
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