gefunden: Bunker Roy über das Barefoot College #TED

„Es ist das einzige College, an dem der Lehrer der Lernende ist – und der Lernende der Lehrer.“ (Bunker Roy)

Gefunden: Projektorientiertes Lernen erklärt (Englisch – Common Craft)

Gefunden – Vom Autor zum Buch. Früher.

Was es alles an kleinen Männchen in Computern und zugehörigen Druckern geben muss, um heute all diese Druckwerke zu erstellen. Ja, auch die Bücher in der Buchhandlung werden heute mit Computern erstellt. Das war nicht immer so. Hier ein Film auf Englisch, den ich bei YouTube entdeckt habe. Ich finde ihn spannend und in Kombination mit dem Sprecherkommentar aus dem Off sogar ein wenig lustig.

Zu Zeiten, in denen so viele Menschen an Büchern arbeiteten, hätte ich übrigens nachvollziehen können, wie der Preis von Büchern entsteht und warum ein Autor davon nur ein Bruchteil erhält. In digitalen Zeiten ist das Autorenhonorar nicht gestiegen, aber der Preis von Büchern mindestens gleich geblieben. Wenn aber weniger Menschen nötig sind, die Bücher zu erstellen, was passiert mit dem Geld?

Das nur als kurze Überlegung, jetzt aber: „Making Books is Fun! (to Watch):

Fundstück – Peter Kruse: Wie die Netzwerke Wirtschaft und Gesellschaft revolutionieren

Diesen Vortrag einfach mal mitdenkend „konsumieren“. Wurde durch diesen Beitrag von Tobias Hübner auf Peter Kruses Untersuchungen aufmerksam. – Spannend!

 

Lernräume für Kinder ohne Raum zum Lernen

EduCamp Bremen :: 19./20. März 2011

In jedem Land gibt es Orte, an die gute Lehrer nicht gehen wollen. Diese Orte sind die Orte, an denen es große Probleme gibt, von denen viele Probleme ausgehen. So entsteht eine paradoxe Situation: Gute Lehrer wollen nicht dorthin gehen, wo sie am meisten gebraucht werden.

Sugata Mitras Ausführen haben mich berührt.

Die von ihm im folgenden Video vorgestellte Initiative „Hole-in-the-Wall“ (Loch in der Wand) will Kindern in den ärmsten Regionen dieser Welt Zugang zu Bildung verschaffen und vertraut dabei auf die Eigen-Lern-Kräfte dieser Kinder, die ohne Lehrer und ohne Schule lernen müssen.

Mitras kommt in seinen Forschungen zu dieser Art des Lernens zu interessanten Ergebnissen.

Ein Ergebnis überzeugt mich: Nicht jeder Schüler und jede Schülerin braucht in der Schule einen eigenen Computer, sondern es scheint deutlich lernintensiver zu sein, wenn Kinder in Gruppen zu ca. vier Personen an einem Rechner arbeiten.

Gegen Ende des Filmes wird gezeigt, wie die Computerarbeitsplätze nach einem solchen Experiment an einer Schule in Großbritannien gestaltet wurden.1

Es geht in Mitras Vortrag um Lernräume an Orten, an denen es keine Lernräume gibt, in denen „Löcher in der Wand“ Kindern den Weg zum Wissen der Welt frei machen.

Kinder nutzen diese Möglichkeit.

Das Motto des Educamps in Bremen lautet „Neue Lernräume gestalten“.

Mitras Ausführungen sind für mich ein Beispiel, wie das mit Hilfe digitaler Technologien zugängliche Wissen zu einem Lernraum für Kinder wird, die in der Regel zu weder zu diesem Wissen noch zu digitalen Technologien Zugang haben.

Mitras gibt außerdem Hinweise, wie in industrialisierten Ländern Lernräume mit digitalen Technologien gestaltet werden können. – Wenn sich vier Kinder einen Computer teilen, wie viele PC-Räume könnte man dann mit den heutigen Computer einrichten, die in vielen Schulen in den knapp vorhandenen PC-Räumen meist so aufgestellt sind, dass meist jeder PC als Einzelarbeitsplatz gedacht ist…

Jetzt aber zu Mitras Vortrag, der auf Englisch gehalten wurde.

  1. Damit ist nicht gesagt, dass Großbritannien ein armes Land sei oder ein Land, in das keine guten Lehrer gehen wollten, sondern nur kurz notiert, was Mitras in seiner TED-Vorlesung vorstellt. []

Gefunden: Free iPads as an Add-On to the Face-to-Face-Learning at Adelaide-University (Podcast / English)

Prof Bob Hill Dean of the Faculty of Science at the University of Adelaide in an interview about a new initiative of the Science Faculty to give every new first year undergraduate to the Science Program a free iPad and even more important a new way to learn at university.

Listen as MP3 if Flash is disabled.

Dass Prof. Hill als Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät hier ein Produkt ins Zentrum stellt, liegt wohl im Mangel an echten Alternativen im Augenblick, was er in dem Interview selbst auch anspricht. Er spricht ausdrücklich davon, dass man an der Universität Adelaide ein (im Vorfeld scheinbar gut überlegtes) Experiment wage, gibt in dem Gespräch aber darüber hinaus einige spannende Überlegungen von sich, in denen es um die Frage zukünftiger Lehre und die Rolle von Fachüchern an der Universität geht. Die Face-to-Face-Situation wird von Hill berechtigterweise aber nach wie vor als zentrales Instrument in Bildungsprozessen angesehen.

Man kann in Adelaide auch ohne Tablet-Computer studieren, das Projekt versteht sich als ein mögliches „Add-On“, das aber nicht vorausgesetzt wird, um erfolgreich studieren zu können. Mal schauen, was wir von diesem Programm einer Universität noch hören werden. Ich bin auf die Impulse gespannt, die von einem solchen Projekt für die Lehre, sei es an Universitäten oder auch an Schulen, insgesamt ausgehen werden.

Nachtrag (22.11.2010): Auch an deutschen Universitäten gibt es ähnliche Projekte, wie hier nachgelesen werden kann.

Ich schreibe wie…

… tja… das scheint so eindeutig nicht zu sein…

Für intellektuelle Spielchen bin ich offen. Deshalb habe ich einige meiner Blogeinträge dem FAZ-Stiltest unterzogen.

Hier nun ein (nicht ganz ernst gemeinter?!) Überblick, welche sprachlichen Einflüsse mein eigenes Schreiben (laut FAZ-Test) unter anderem beeinflussen. Die Ergebnisse werde ich jeweils kurz kommentieren:



Dieses Ergebnis kam am häufigsten vor, wenn ich einige Beiträge dieses Blogs analysieren ließ. Das überrascht mich, da ich von Freud, außer der Traumdeutung, nicht sonderlich viel gelesen habe. Ob ich wohl (psycho)-analytische Fähigkeiten habe…?



Gut so. Handkes Stil gefällt mir nämlich. Vor allem seine tagebuchartigen Notizen lese ich immer wieder – und sie haben scheinbar Eindruck hinterlassen, obwohl ich immer über diesen Texten sitze und mir wünschte, so schreiben zu können… Nun, zumindest der FAZ-Test scheint der Meinung zu sein, dass mir das hin und wieder doch gelingt.



Na, das freut mich. Ich mag Heines Texte und wenn sein Stil einige meiner Blogbeiträge hier prägt, schäme ich mich nicht dafür. Vor allem mag ich an Heine, dass er einerseits die romantische Weltdeutung in sich aufnahme, diese aber gleichzeitig weiter entwickelte, sie überwand und deutlich politischer schrieb, als dies in der Romantik der Fall war.


Ups… Sind meine Sätze z. T. wirklich soooooooooo lang und kompliziert?



Schulze?. Außer Schulzes »Simple Stories« habe ich wenig von ihm gelesen. Wie also kommen Artikel in diesem Stil zustande? Hat dieser »Roman« solch einen Eindruck bei mir hinterlassen?



Ein Autor, von dem ich deutlich mehr gelesen habe als von Ingo Schulze. Kann ich gut mit leben, werde ich doch Goetz’ Frankfurter Poetikvorlesung lange nicht vergessen, so  wenig, wie den Niederschlag, den diese Vorlesung in Gotz’ »Abfall für alle« gefunden hat.

Möge die Ironie, die in der Bündelung dieser – immerhin von der FAZ-Website erstellten – Zertifikate liegt, dem aufmerksamen Leser nicht entgehen… Der Test ist ein schönes Spiel, scheitert aber (natürlich?) an der rein digitalen Auswertung der Textproben, die überraschend (erschreckend?) schnell geschieht. Mal schauen, wie weit ich dieses Spiel treiben werde, denn das Ergebnis war mir schon vorher klar, nur dass es in dem FAZ-Test nicht eingearbeitet ist, ich scheibe wie Herr Larbig. Aber das merkt die Test-Software einfach nicht ;-)

Und gebe ich diesen Text in die FAZ-Testoberlfäche ein, so ist dieser Text übrigens im Stile Ingo Schulzes geschrieben.

Die Welt (des Lernens) verändert sich.

Die Welt verändert sich. Das Lernen verändert sich. Aber „Did you know“ wie sehr sich die Welt verändert? Das Thema hatte gab es hier schon einmal. Aber diseses Video scheint doch aktualisiert worden zu sein.

Just one more thing: The Past and the Future of Learning?

MUTO von BLU

Ein Kunst-Stück, das zu finden kein Kunststück war, sondern nur eines Besuchs im Bremer Museum „Weserburg – Museum für moderne Kunst“ bedurfte. Dort läuft zur Zeit die Ausstellung „Urban Art”, in der es um Kunst geht, die normalerweise im öffentlichen Raum stattfinden – und dort nicht immer „legal“ ist, weil die Künstler bspw. ihre Aktionen nicht anmelden oder gar aus dem Graffiti-Bereich kommen. Allen geht es um die Frage des Umgang mit dem öffentlichen Raum oder um das Problem, dass es immer weniger nicht-privatisierten öffentlichen Raum gibt. Und dabei geht es dann auch um die Frage der Wahrnehmung des urbanen Umfeldes durch dessen Bewohner.

In dieser Ausstellung stieß ich auf ein Video von Blu, einem zeitgenössischen Künstler, der sich mit Animationen auf öffentlichen Mauern befasst. Hier ein Beispiel, dass ich einbinden darf, weil Blus Werke unter einer CreativeCommons-Lizenz stehen, die das Einbinden im nicht-kommerziellen Zuammenhang erlaubt. Mehr von Blu gibt es in seinem YouTube-Kanal.