Überlegungen zur Medienpädagogik

Resümee: Über Medienpädagogik wird viel diskutiert. Kürzlich wieder auf dem Kongress zum so genannten „Medienpädagogischen Manifest“, über das die hier verlinkte Website nähere Auskunft gibt. In diesem Beitrag fasse ich meinen aktuellen Stand der Reflexion der Frage zusammen, wie Medienpädagogik heute aussehen kann.

„Meine Nichte, die ist 12, die hat sich tierisch darüber aufgeregt, dass die Deutschlehrerin sagte: Die Nutzung von Wikipedia ist verboten, weil das keine zuverlässigen, verifizierten Quellen sind. Das ist bei den Jugendlichen schlecht angekommen, das Verbot von sozialen Medien.“

Eine Äußerung, die ich auf dem Bremer Educamp hörte.

Vor noch ein paar Jahren hätte ich bezüglich Wikipedia wohl ähnlich Restriktives sagen können.

In Wirklichkeit aber will ich den Lehrer sehen, der sich nicht auch der Wikipedia bedient. Continue reading

Vernetzen macht Spaß – und ist lehrreich

1985, lange bevor Computer und Internet bei mir einzogen, machte ich als Jugendlicher erste Erfahrungen mit „Vernetzung“: Continue reading

Vernetzt – Lernen im Web 2.0

Resume: Vernetztes Lernen bietet im Kontext des Web 2.0 bislang nur von wenigen genutzte Möglichkeiten des Lernens, die Bildungsprozesse insgesamt offener zugänglich (demokratischer) gestalten. Hierbei helfen oft monolithische Lernumgebungen im Internet nur begrenzt weiter. Weit mehr Möglichkeiten bietet die Vernetzung auf unterschiedlichen Kanälen im Kontext des Web 2.0. Einzige Voraussetzung: Der Lernende muss bereit sein, vom Wissenskonsumenten zum Wissenskonstrukteur zu werden und selbst aktiver Teil solcher Netzwerke werden.

Es geschieht noch viel zu selten, dass die Möglichkeiten der Vernetzung genutzt werden, die das Internet über das Lernen in traditionellen (und alles andere als überflüssigen) Kontexten hinaus bietet. Conectivism hat zu diesem Thema einen kleinen Film bei YouTube veröffentlicht: Networked Student, den ich hier einbette, weil er die Grundzüge der Vernetzung darstellt. Continue reading

Briefgewicht

Alle Angaben in diesem Beitrag: Stand 7.12.2008 und ohne Gewähr.

Wie viele Blätter Din A4 mit einem Papiergewicht von 80g pro Quadratmeter kann man in einen Standardbrief stecken, ohne sich allzu viele Gedanken machen zu müssen, ob die 20g-Grenze für einen Brief überschritten ist?

DIN-A4 ist ungefähr 1/16 Quadratmeter, er wiegt also 80g:16=5g. Nehme ich noch den Briefumschlag dazu, komme ich auf drei Blatt für den Standardbrief, der zur Zeit 55ct kostet. Beschreibe ich das Papier beidseitig, so sind das immerhin sechs Seiten, die ich mit einem Standardbrief verschicken kann.

Das bleibt übrigens auch dann so, wenn ich Papier mit 70g pro Quadratmeter nehme. Vier Blatt dieses Papiers wiegen nämlich 17,5g. Mit Umschlag und Briefmarke bin ich dann ganz schnell bei über 20g – sodass das Porto eines Kompaktbriefes – 90ct – fällig würde. Aber dafür kann ich in einem Kompaktbrief immerhin, rechne ich für Umschlag und Marke 5g, 9 Blätter (16 Seiten) DIN A4 mit 80g verschicken. Das reicht dann schon für eine ganze Menge Text…

Und die mit dem Briefversand verbundene Dienstleistung ist das Geld allemal wert: Von meinem Briefkasten um die Ecke, auch wenn es in den letzten Jahren bedauerlicherweise weniger geworden sind, bis zum persönlichen Einwurf durch einen Postboten oder eine Postbotin in eine beliegem Hausbriefkasten in Deutschland in meist einem Tag, werfe ich den Brief kurz vor einer abendlichen Leerung ein, sind das oft weniger als 24 Stunden!

In Europa kostet der Standardbrief 70ct und der Kompaktbrief 1€ (Achtung: Preiserhöhung der Deutschen Post ab 1.1.2009 – der Kompaktbrief kostet dann 1,25€ [25% mehr – 1/4 mehr – so eine Entgelterhöhung hätte ich auch gerne einmal]). Und in den Rest der Welt zahlt man bei der Deutschen Post für den Standardbrief 1,70€ (keine Veränderung 2009) und 2€ für den Kompaktbrief (ab 1.1.2009 2,20€).

Flaschenpost

Im Internet schreiben ist wie das Abschicken von Flaschenpost: Weder weiß man, welchen Weg die Botschaft nimmt, noch, wer sie findet & liest.

Der größte Verlust des E-Mail-Zeitalters: Der persönliche Brief, der täglich den Weg zu Briefkasten motiviert und selbst was schreiben lässt. Heute landen im Briefkasten fast nur noch Rechnungen, Info-Post und Belanglosigkeiten, manchmal eine Postkarte dazwischen.