Gefunden: Jean Paul Sartre und die Grundzüge seiner Philosophie

Es ist kein Problem, in Sartres Leben Punkte zu finden, die kritisiert werden können und kritisiert werden müssen. Und dennoch: Sartre war einer der einflussreichsten aktiven Denker des 20. Jahrhunderts. Grund genug, sich hin und wieder mit ihm zu befassen. Wer es noch nicht getan hat: Hier gibt es zwei Videos, die als eine Annäherung dienen können.

Zunächst eine Dokumentation in englischer Sprache, in der unter dem Titel »Der Weg zur Freiheit« (»The Road to Freedom) einige Aspekte der Philosophie Sartres vorgestellt werden.

Und hier ein Interview mit Sarte auf Französisch. Auch wenn jemand kein Französisch kann, kann man sich hier einen Eindruck von dieser Persönlichkeit verschaffen.

Noch einmal: Sich mit Sartre zu befassen bedeutet nicht, Sartre automatisch zuzustimmen. Sich aber nicht mit Philosophen zu befassen, die Einfluss auf unser Denken bis in die Gegenwart hinein haben, bedeutet, weder zu wissen, wo man zustimmen kann, noch eine Ahnung davon zu haben, wo man sich aus welchen Gründen auch immer distanziert.

Außerdem bleibt der Einfluss solcher Denker auf unsere Einstellungen und Handlungsweisen im Unbewussten, wenn wir uns nicht hin und wieder einmal fragen, woher eigentlich unsere Einstellungen und Handlungsweisen kommen, denn diese sind nämlich nicht von vorne herein notwendig.

Sartre vertritt die Position, die man dann Existentialismus nannte. Einfach gesagt bedeutet Existentialismus: Lieber Mensch, dass du geworden bist, hat keinen tieferen Grund1, deshalb liegt es an dir, was du aus deinem Leben machst. – Aber natürlich ist das komplizierter. Hier ein guter Radiobeitrag des Bayerischen Rundfunks zum Thema. Für alle die es kürzer und bebildert wollen, ein weiteres Video, dieses Mal auf Deutsch:

Und wer sich nun mit Sartres Denken noch tiefergehend befassen will, der findet die Werke Sartres und Werke über Sartre in jeder gut sortierten Bibliothek oder Buchhandlung und das eine oder andere2 auch schon als EBook.

  1. Es ist kein Zufall, dass religiöse Menschen mit Sartres Ideen eher Schwierigkeiten hatten und haben, aber auch das ist kein Grund, sich nicht mit diesen Ideen zu befassen, wenn man selbst denken will. []
  2. auf Englisch und Französisch mehr als auf Deutsch []

Open Educational Resources – OER: Geschichte und Einordnung der deutschen Debatte seit Herbst 2011

Open Educational Ressources (OER) – man kann das sinngemäß in etwa mit „frei verfügbaren Lernmaterialien“ übersetzen – können das in ihnen liegende Potential vor allem dort zeigen, wo sie Bildung erst möglich machen, weil sonstiges hochwertiges Lernmaterial nicht verfügbar ist. Die UNESCO schreibt:

“UNESCO believes that universal access to high quality education is key to the building of peace, sustainable social and economic development, and intercultural dialogue. Open Educational Resources (OER) provide a strategic opportunity to improve the quality of education as well as facilitate policy dialogue, knowledge sharing and capacity building.”
(Übersetzung T. Larbig: Die UNESCO ist davon überzeugt, dass der weltweite Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung der Schlüssel beim Aufbau von Frieden, nachhaltiger sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung und für den interekulturellen Dialog ist. Freie Lern-/Bildungsmaterialien sind eine strategische Chance, sowohl die Qualität von Bildung zu verbessern als auch den politischen Dialog, den Austausch von Wissen und den Aufbau von Kapazitäten zu erleichtern.)

Globale Orientierung

Es geht OER um globale Ziele, die mit kommerziell erstellten Lernmaterialien nicht erreicht werden konnten. Es geht OER, das möchte ich den UNESCO-Anmerkungen hinzufügen, auch um Freiheit, welche als grundlegendes Menschenrecht nach wie vor in vielen Regionen der Welt auch daran scheitert, dass mangelnde Bildung den Ausbruch aus Teufelskreisen von Armut, verzweifelter Passivität oder ebenso verzweifelter Gewaltbereitschaft verhindert oder zumindest erschwert.

Lehrer und Lehrerinnen in vielen Regionen der Welt sind nicht nur schlecht ausgebildet, ihnen steht sehr oft darüber hinaus kein oder bestenfalls veraltetes Lehrmaterial zur Verfügung. Hier setzen OER an.

Entsprechend haben sich im Kontext der Pariser OER-Deklaration von 2012fünf Länder bereit erklärt, aktiv OER-Initiativen zu entwickeln. Diese Länder spiegeln wider, welche Regionen der Erde von OER am meisten profitieren können: Open Educational Resources – OER: Geschichte und Einordnung der deutschen Debatte seit Herbst 2011 weiterlesen

„Demo ohne Menschen…“ – Fotodokumentation #Blockupy

Am 1. Juni 2013 fand in Frankfurt am Main eine Demonstration statt, die im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung des Umgangs der EU mit der Finanzkrise stand. Darüber hinaus rückte die aus unterschiedlichsten Gruppierungen und im Rahmen von Occupy-Bewegungen in vielen Staaten der Welt entstanden „Blockupy“-Tage Fragen globaler Wirtschaftszusammenhänge und der mit ihnen verbundenen Ungerechtigkeiten in den Fokus ihrer Veranstaltungen und Aktionen, die vom 30.5. bis zum 1.6. in Frankfurt stattfanden. Bei der Demonstration am 1.6. kam es kurz nach dem Start zur Einkesselung von mehreren hundert Demonstranten durch die Polizei, was intensive Diskussionen über die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes auslöste. Dies zum Beispiel auf den Seiten des Hessischen Rundfunks dokumentiert.

48 Stunden nach dieser Demonstration bin ich mit einem Fotoapparat ausgerüstete an den Ort des Geschehens gegangen. Was ist noch zu sehen? Welche Spuren hat diese mittlerweile von manchen „Frankfurter Kessel“ genannte Konfrontation hinterlassen.

Ich habe eine „Demonstration ohne Menschen“ gefunden, wie es Petra Ristow auf Google+ formulierte, dort, in der Hofstraße, direkt hinter dem Frankfurter Schauspiel, dort, in unmittelbarer Nähe zum Main und zur Europäischen Zentralbank.

Das Album ist auf Flickr veröffentlicht. Die Bildrechte liegen bei mir. Beim Anschauen der Bilder wirst du / werden Sie zu meinem Flickr-Album geleitet. – Problemen mit der Weiterleitung? Bitte Fußnote lesen.1

 

Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)
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Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)Blockupy 2013 – 2 Days after the Kettel © Torsten Larbig (@herrlarbig)

 

Blockupy Frankfurt 2013 – 2 Days After The Kettle (2 Tage nach dem Frankfurter Kessel), ein Album auf Flickr.

  1. Die Weiterleitung zu m.flickr.com auf dem Smartphone führt teilweise dazu, dass eine „Nicht gefunden“-Seite angezeigt wird. Das ist kein Fehler der Links hier, sondern ein Fehler von m.flickr.com – Man kann das mobile Flickr deaktivieren, indem man am Ende der Seite im Smartphone auf flickr.com klickt. Dann sollte das funtionieren. []

Was HerrLarbig an einem nicht repräsentativen Wochenende getan hat – CoLeranCamp #clc12 etc.

Das war ein interessantes Wochenende, das nun langsam zur Neige geht und an dessem Sonntage ich mal wieder nicht so arbeitsfrei blieb, wie vorgenommen. – Aber zum Thema Wochenenden werde ich hier im Blog ein anderes Mal schreiben.

Hier nun kurz und knapp eine Zusammenfassung lehrreicher Tage kooperierenden Lernens und Lehrens. Aber natürlich stand das Wochenende nicht nur in diesem Lichte.

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Über Klassenfotos

Im Bruchteil von Sekunden entscheidet sich, welches Bild man für die nächsten Jahrzehnte abgibt. Das gilt für Schüler, das gilt für Lehrer. Vielleicht schaue ich als Klassenlehrer ja auch irgendwann vergilbt und deutlich einer anderen Zeit angehörend aus der Festschrift einer Schule, möglicherweise namenlos und mit einer Gruppe von Kindern oder Jugendlichen zusammen, die auch schon längst nicht mehr Kinder oder Jugendliche sind.

Klassenfotos wirken auf mich manchmal so, als sei extra für sie die Fotografie erfunden worden. Zumindest gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts anscheinend eine aufkommende »Tradition«, der folgend seitdem Jahr für Jahr Klassen mit ihren Klassenlehrern oder den zufällig gerade in der entsprechenden Stunde unterrichtenden Lehrern oder Lehrerinnen fotografiert und der Erinnerungskultur hinzugefügt werden.

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