<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>herrlarbig.de &#187; Erkenntnis</title>
	<atom:link href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://herrlarbig.de</link>
	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Jun 2010 21:10:25 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
		<item>
		<title>Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 15:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Begrenztheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Rumpf]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Payback]]></category>
		<category><![CDATA[Phaidros]]></category>
		<category><![CDATA[Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2715</guid>
		<description><![CDATA[Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich nicht bereit bin, meine geistigen F&#228;higkeiten von au&#223;en kommenden Informationsfluten unterzuordnen. Ich reguliere den Zufluss an E-Mails, pflege regelm&#228;&#223;ig meine Follower-Liste auf Twitter, indem ich jeden „Marketingexperten“, „Haben Sie Erfolg im Web“ und sonstigen selbst ernannten Guru, der mir folgt, l&#246;sche, auch wenn ich gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich nicht bereit bin, meine geistigen F&#228;higkeiten von au&#223;en kommenden Informationsfluten unterzuordnen.</p>

<p>Ich reguliere den Zufluss an E-Mails, pflege regelm&#228;&#223;ig meine Follower-Liste auf Twitter, indem ich jeden „Marketingexperten“, „Haben Sie Erfolg im Web“ und sonstigen selbst ernannten Guru, der mir folgt, l&#246;sche, auch wenn ich gar nicht gezwungen bin, ihm auch zu folgen. SMS setze ich sparsam ein, Feeds laufen nicht mehr als 100 pro Tag ein, von denen ich mir vielleicht 10 n&#228;her anschaue und die Texte lese. Facebook war ein kurzes Intermezzo, da es gegen&#252;ber Twitter f&#252;r mich keinen Mehrwert brachte und mich zudem mit seinem Verst&#228;ndnis von „Datenschutz“ in Rage brachte. Ich habe diesen Verzicht und die Reduktion der Informationsfl&#252;sse, die t&#228;glich bei mir ankommen noch keinen Tag bereut.  – Wie einst die Fl&#252;sse reguliert wurden, um Hochwasser zu vermeiden, habe ich mich fr&#252;hzeitig entschlossen, den Informationsfluss zu regulieren, auf dass er mich nicht &#252;berschwemmen m&#246;ge.</p>

<p>Und dennoch: Ohne Computer kann ich mir weder die Kommunikation mit anderen Menschen noch meine allt&#228;gliche Arbeit mehr vorstellen. Ohne Suchmaschinen, es muss ja nicht immer Google sein, w&#252;rde ich mich wahrscheinlich neu orientieren m&#252;ssen, bin aber guter Dinge, dass dies gelingen k&#246;nnte, denn ich geh&#246;re noch zu denen, die einen Zettelkastenkatalog in Bibliotheken zu nutzen gelernt haben.</p>

<p>Und dabei bin ich viel j&#252;nger als Frank Schirrmacher, dem die Navigation in digitalen Welten zumindest ansatzweise eine &#220;berforderung zu sein scheint. So zumindest mein Eindruck beim Lesen seines Buches „Payback. Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht wollen, und wie wir die Kontrolle &#252;ber unsere Daten zur&#252;ckgewinnen“. Schirrmacher schreibt: „Ich werde [von der Masse digital eingehender Daten TL] aufgefressen“ (S. 15), auch wenn er seinen digitalen Bankrott noch nicht erkl&#228;rt.</p>

<p>„Die digitale Gesellschaft ist im Begriff, ihr Innenleben umzuprogrammieren. Auf der ganzen Welt haben Computer damit begonnen, ihre Intelligenz zusammenzulegen und ihre inneren Zust&#228;nde auszutauschen; und seit ein paar Jahren sind die Menschen ihnen auf diesem Weg gefolgt. Solange sie sich von Maschinen treiben lassen, werden sie hoffnungslos unterlegen sein”, so Schirrmacher (S. 20), der die Angst, etwas zu verpassen, als eine der treibenden Kr&#228;fte bei diesem Prozess sieht.</p>

<p>Und &#228;hnlich, wie sich einst Platon<sup> [1]</sup> beklagte, dass die Schrift das Ged&#228;chtnis schw&#228;che, da sie externe Ged&#228;chtnisse erm&#246;gliche, stellt Schirrmacher nun fest, freilich ohne auf die lange Geschichte dieses kulturkritischen Topos zu verweisen, dass nun das Denken buchst&#228;blich nach au&#223;en wandere, unser Inneres verlasse und sich auf digitalen Plattformen abspiele. – Dennoch geht Schirrmacher nicht so weit, die Chancen der neuen (&#252;brigens von Menschen gemachten) Gegebenheiten zu verneinen, auch wenn ihm deutlich eine gro&#223;e Skepsis gegen&#252;ber als notwendiges &#220;bel empfundenen digitalen Kommunikationstechnologien anzumerken ist.</p>

<p>Schirrmachers These ist dabei so zutreffend und wie auch wenig neu, wenn er von einer kognitiven Wende der Menschheit spricht, in deren Zentrum eine ver&#228;nderte Struktur des Gehirns stehen k&#246;nnte. Fast will ich antworten: Nat&#252;rlich ver&#228;ndert der Code, den wir als Mittel unserer Kommunikation verwenden, unser Denken, ja, unser gesamtes Weltbild. Wie w&#228;re sonst das westlich-lineare Weltbild denkbar, wenn nicht auf der Basis eines Buchstaben-Codes, auf Grundlage des Alphabets, dass diese Form des linearen Verst&#228;ndnisses von Wirklichkeit &#252;berhaupt erst in unsere Gehirne gebracht hat. F&#252;r jeden, der den &#220;bergang zur Alphabetschrift reflektierend miterlebte, muss es &#228;hnlich erschreckend gewesen sein, dass an die Stelle eines durch die Jahresrhythmen gepr&#228;gten Denkens, dass sich in seiner zirkul&#228;ren Strukturen in den &#246;stlichen Religionen bis heute zeugt, nun eine lineare Struktur trat. (Zu diesem Thema komme ich sp&#228;ter noch einmal zur&#252;ck.)<sup> [2]</sup></p>

<p>Was passiert, wenn man Computer und Internet nicht nur als Werkzeuge sieht, sondern als »Psychotechnologien«<sup> [3]</sup> versteht? Diese Annahme scheint mir so befremdlich nicht zu sein: Es ist nicht nur so, dass Software und die auf ihr beruhenden Anwendungen, zu denen auch all die Optionen im World-Wide-Web geh&#246;ren, Arbeit abnimmt; sondern vielmehr wohl auch so, dass die Programme auch ihre Nutzer programmieren.</p>

<p>Die Form der Arbeit hat sich mit Computern und dem auf ihnen basierenden Internet v&#246;llig ver&#228;ndert und es ist heute schon kaum noch vorstellbar, wie man &#252;berhaupt je ohne diese Maschinen in der Lage gewesen sein kann, Texte zu schreiben, Wissenschaft zu betreiben und den Alltag zu bestehen.</p>

<p>Computer und (digitale) audio-visuelle Medien ver&#228;ndern das Individuum und die Gesellschaft in der heute beobachtbaren Intensit&#228;t, weil es sich nicht um isolierte Maschinen, sondern um Netzwerke handelt.</p>

<p>Alte Medien verbinden sich auf der Basis eines neuen Codes; Text, Bild und Ton werden miteinander verbunden, »um – au&#223;erhalb der leiblichen Psyche der B&#252;rger – eine elektronische Psyche zu implementieren, die uns k&#252;nftig ein kollektives Parallelbewusstsein anbieten wird«<sup> [4]</sup>.</p>

<p>Auch wenn sich Schirrmacher nicht explizit auf theoretische Ans&#228;tze wie die Kerckhoves bezieht, sondern vor allem empirische Untersuchungen heranzieht und von diesen ausgehend seine Schlussfolgerungen zieht, so spricht die Empirie, zumindest in der Auswahl der Untersuchungen, die Schirrmacher auswertet, eine Sprache, die Kerckhoves medientheoretische Ans&#228;tze best&#228;tigt.</p>

<p>Erste Auswirkungen der Programmierung menschlicher Psyche durch Programme k&#246;nnten sich in den von Schirrmacher ausgewerteten Studien zeigen: Die Aufmerksamkeitsspannen, zu denen Menschen heute in der Lage sind, scheinen immer k&#252;rzer zu werden. Schon wenig komplexe Texte in gedruckter Form (und bei solchen in digitaler Form wird es nicht anders aussehen) &#252;berschreiten mit ihren Anspr&#252;chen die den Sinn erfassenden Aufnahmekapazit&#228;ten, das „Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ ist ein verbreitetes Krankheitsbild – nicht nur bei Kindern.</p>

<p>Schirrmachers Darstellungen von Beobachtungen und die Zusammenfassung der Ergebnisse von Studien entsprechen meinen eigenen Beobachtungen. Doch ist die gegenw&#228;rtige, digitale Form der Kommunikation schuld? Liegt die Verantwortung f&#252;r diese Ph&#228;nomene in einer Technologie, die im Internet ihren eigentlichen Ausdruck findet und als solche seit gerade 15 Jahren zu einem Massenph&#228;nomen geworden ist? Sind wir der von Kerckhove angenommenen Programmierung durch Programme quasi automatisch unterworfen oder k&#246;nnen wir ihnen auf Dauer auch in reflexiver Distanz begegnen? – Diese Fragen k&#246;nnen bislang nicht auf lange Sicht beantwortet werden.</p>

<p>Haben wir ein Problem, das durch digital vernetzte Medien erzeugt wird oder haben wir mit einem Problem zu tun, das mit einem unangemessenen Umgang mit diesen Medien zusammenh&#228;ngt? Ist die gegenw&#228;rtige Aufmerksamkeitskrise schon das Endprodukt des medialen Wandels oder eine Zwischenstation im Prozess der Integration der neuen Informationsstr&#246;me in unsere Denkstrukturen? – Wir wissen es nicht. Und weil wir es nicht wissen, sind Denkschriften wie die Schirrmachers und die reflexive Auseinandersetzung mit Stimmen wie seiner notwendig.</p>

<p>Wir brauchen den die medialen Ver&#228;nderungen begleitenden Denkprozess, die Zeiten und R&#228;ume, in denen wir Abstand von genutzten Alltagsmedien nehmen und uns den eigenen Umgang mit ihnen quasi „von au&#223;en“ betrachten.</p>

<p>Voraussetzung hierf&#252;r ist allerdings, dass Schirrmacher mit seiner These unrecht hat, dass das Abschalten der digitalen Kommunikationskan&#228;le zu einer Angstreaktion f&#252;hrt, die von der Sorge gepr&#228;gt ist, was man in diesen Zeiten offline alles verpassen k&#246;nnte.</p>

<p>Dass es dieses Ph&#228;nomen gibt, soll hier gar nicht bestritten werden. Aber wenn es dieses Ph&#228;nomen gibt, dann ist mit ihm die Frage verbunden, ob und wie es m&#246;glich sein kann, diesem subjektiven Abh&#228;ngigkeitsgef&#252;hl, das objektiv angesichts der Redundanz der im Netz anzutreffenden Informationen eigentlich keinen allzu gro&#223;en Realit&#228;tsgehalt haben d&#252;rfte, etwas entgegen zu setzen, dass die (intellektuelle) Autonomie des Menschen ernst nimmt. Doch zu solchen Strategien sp&#228;ter mehr. Nur soviel bereits an dieser Stelle: Wer die nicht zu bew&#228;ltigenden Datenfluten vernetzter, digitaler Medien als Problem sieht, kann sich einmal die Frage stellen, wie viele neue und vor allem f&#252;r einen selbst relevante Informationen wirklich auf diesen Kan&#228;len flie&#223;en.</p>

<p>„Es ist also schwieriger geworden, ein Buch zu lesen, weil unser Gehirn sich unter dem Druck digitaler Informationsfluten umzubauen beginnt.” – Auch ich zweifle nicht daran, dass wir eine Umstrukturierung des neuronalen Systems im Gehirn erleben. Doch meine These sieht den Grund hierf&#252;r in der grundlegend neuen Form der diese Informationen transportierenden Codes, die zwar auf der Oberfl&#228;che noch wie Buchstaben aussehen, ihrem Verhalten nach aber ausschlie&#223;lich aus den Zahlen 1 und O bestehen bzw. aus aktiven elektrischen Verbindungen und inaktiven elektrischen Verbindungen – und sich entsprechend verhalten, indem sie beispielsweise in Echtzeit von A nach B vermittelt werden k&#246;nnen.<sup> [5]</sup></p>

<p>Und doch kommt Schirrmacher zu einem mir nachvollziehbaren Schluss: „Wir sammeln heute unendliche Informationen. Aber sie f&#252;hren uns nirgendwo mehr hin.” (S. 42) In diesem Schluss liegt aber auch die Begrenztheit des Ansatzes Schirrmachers, der sich – und das ist v&#246;llig legitim! – entschieden hat, die empirische Forschung in seinen &#220;berlegungen zu ber&#252;cksichtigen, dar&#252;ber hinaus aber die medienphilosophischen Perspektiven (erst einmal?) au&#223;en vor zu lassen.</p>

<p>In diesem Vorgehen liegen Chancen und Grenzen: Die Chance besteht darin, dass hier Technikfolgenforschung in den Blick genommen wird, auch wenn die Folgen digital vernetzter Strukturen bislang mit dem Vorbehalt des bislang recht &#252;berschaubaren Zeitraums des Einsatzes dieser Technologien versehen werden m&#252;ssen, was Schirrmacher auch betont. Die Grenzen des Ansatzes Schirrmachers liegen dort, wo er die philosophische Metareflexion der Grundlagen digital vernetzter Strukturen au&#223;en vor l&#228;sst und somit bei der Reflexion m&#246;glicher Konsequenzen aus den empirischen Beobachtungen eher (verhaltens-)psychologisch argumentiert, im Prinzip also einem behavioristischen Ansatz folgt. F&#252;r diese Annahme sprechen die &#220;berschriften der zwei Teile des Buches: „Erster Teil: Warum wir <em>tun</em>, was wir nicht wollen”; „Zweiter Teil: Wie wir die <em>Kontrolle</em> &#252;ber unser Denken zur&#252;ckgewinnen k&#246;nnen“ [Hervorhebungen TL].</p>

<p>Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Schirrmacher seinen L&#246;sungsvorschlag, ich beschr&#228;nke mich hier einmal auf seinen Vorschlag bez&#252;glich der Zukunft der Bildung (S. 207–218), an grundlegenden menschlichen Verhaltensweisen darstellt. „Die Computer tun nichts anderes, als mit der menschlichen Faszination der Suche zu spielen“ (S. 210). Dabei bezieht er sich konkret auf die Frage der Aussch&#252;ttung des Gl&#252;ckshormons Dopamin, das immer dann freigesetzt wird, wenn jemand „einen Gedanken oder eine L&#246;sung gefunden hat, ein Kunstwerk geschaffen oder eine Erkenntnis verinnerlicht hat” (ebd.).</p>

<p>Das Problem besteht heute aber genau darin, dass Wissen oft mit Denken gleichgesetzt wird. Schirrmacher f&#252;hrt dies an einigen Beispielen in „Payback“ beeindruckend vor, zum Beispiel, wenn er zeigt, wie computergest&#252;tzte Anamnesen im medizinischen Bereich zu Fehldiagnosen f&#252;hren, weil im Computer vorhandene Diagnosen einfach von einer Krankenakte in eine andere kopiert werden, nur weil die Symptome &#228;hnlich scheinen (S. 39–42). &#196;hnlich ist es an vielen Punkten im Umgang mit verf&#252;gbaren digitalen Ressourcen, die per Drag and Drop &#252;bernommen werden, ohne durchdacht zu werden.</p>

<p>Nicht, dass es solche Kopierwut nicht auch schon in Zeiten gegeben h&#228;tte, als analog mit B&#252;chern gearbeitet wurde, aber der Umgang mit B&#252;chern scheint strukturell doch h&#228;ufiger zu einer kritischen Rezeption gef&#252;hrt zu haben, weil sie selbst die Diskurse zu einem Thema m&#246;glicherweise doch intensiver vorf&#252;hrten, als dies beispielsweise Wikipedia kann.<sup> [6]</sup></p>

<p>Das Problem ist ein „Wer-wird-Million&#228;r-”, ein „Trivial Pursuit-“, ein „Enzyklop&#228;die-Problem“. Das „Bescheid-Wissen“ wird an die Stelle des aktiven Suchens und Zweifeln gesetzt. Es ist das alte Faustproblem: W&#228;hrend Faust zweifelnd hin und her irrt und sucht, was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt, fasst der Sch&#252;ler in den Versen 1966f die heutige Position treffend zusammen:</p>

<blockquote>„Denn, was man schwarz auf wei&#223; besitzt,
Kann man getrost nach Hause tragen.“</blockquote>

<p>Wir haben es also, anders als Schirrmacher es darstellt, nicht mit einem <em>neuen</em> Problem der Bewusstseinsbildung gegen&#252;ber Inhalten zu tun, sondern mit einem Ph&#228;nomen, das so alt ist, wie Menschen sich in der dialektischen Struktur von Wissen und Unsicherheit gegen&#252;ber dem Wissen befinden.</p>

<p>Doch in der Gegenwart, hier stimme ich Schirrmacher zu, tut sich, insbesondere in Bildungskontexten, eine neue dialektische, nahezu paradoxe Struktur auf, die in der Forderung nach Individualisierung von Lernprozessen und dem „Zertifizizierungswahn“, „der grotesken Verschulung heutiger Hochschulausbildung“ (Vgl. S. 211) ihren Ausdruck findet. Und so stimme ich Schirrmacher auch zu, wenn er schreibt:</p>

<blockquote>„Die Informationsgesellschaften sind gezwungen, ein neues Verh&#228;ltnis zwischen Wissensged&#228;chtnis und Denken zu etablieren. […] Das pure Wissensged&#228;chtnis stammt aus Zeiten, in denen Informationen nicht nur rar waren, sondern auch gesch&#252;tzt werden mussten.“ (ebd.)</blockquote>

<p>Wie also muss Lernen in einen Wissensgesellschaft aussehen? Schirrmacher kommt zu dem Schluss, dass „die Bildung der Zukunft darin bestehen muss, Unsicherheiten zu entwickeln“. Es geht also nicht mehr darum, „Bescheid-Wissen“ in K&#246;pfe zu K&#246;pfe zu transportieren, sondern den Prozess der Wissensfindung selbst zu thematisieren, zu zeigen, dass Wissen in vielen F&#228;llen ein „Zwischenstand“ der Forschung ist, dass Forschung Modelle erzeugt, die aber nicht unverr&#252;ckbar sein m&#252;ssen und es in den seltensten F&#228;llen auch sind.</p>

<p>Sich des eigenen Verstandes zu bedienen und an die Stelle scheinbar stabilen Wissens die Unsicherheit gegen&#252;ber dem Wissen zu setzen, ist das zentrale Projekt der Aufkl&#228;rung, wie Kant sie sah.</p>

<p>Schirrmachers Schlussfolgerung ist insofern zutreffend, als sie genau dieses Projekt der Aufkl&#228;rung in den Fokus nimmt und seinen Wert betont, der gerade unter heutigen Umst&#228;nden von ganz besonderer Bedeutung ist. Dabei muss die konkrete Unsicherheit gegen&#252;ber „Bescheid-Wissen“ in Bildungsprozessen erfahrbar und f&#252;r die Prozesse selbst grundlegend sein / werden. Den digitalen Mitteln m&#252;ssen konkrete Erfahrungen gegen&#252;ber gestellt werden. Eine Mediendidaktik muss sich selbst auf den Umgang mit dem Prozess des Erkenntnisgewinns im Rahmen digitaler Medien befassen und darf dabei auch nicht aus dem Blick verlieren, dass eine Erfahrung am Bildschirm keine sinnlich-k&#246;rperliche Erfahrung ist.</p>

<p>Die Gefahr besteht darin, dass wir aus der Sitz-Schule mit frontalen Unterrichtsformen eine Sitz-Schule machen, in der an die Stelle des auf den Lehrer zentrierten Unterricht ein auf den Bildschirm zentrierter Unterricht treten k&#246;nnte, der eine K&#246;rperlosigkeit des Lernens durch eine andere ersetzt. (<a href="http://www.adz-netzwerk.de/SCHULEN-DER-KORPERLOSIGKEIT-Vortrag-von-Horst-Rumpf-beim-Muensteraner-Konvent.php" target="_blank">Vgl. hierzu die Schriften Horst Rumpfs und auch seinen im „Archiv der Zukunft“ verf&#252;gbaren Vortrag „Schulen der K&#246;rperlosigkeit?“</a>)</p>

<p>So sehr der Ansatz, digitale Medien f&#252;r selbstgesteuertes Lernen zu nutzen, in meinen Augen begr&#252;&#223;enswert ist und so sehr ich Schirrmacher zustimme, dass es Bildungsprozessen, in meinen Worten ausgedr&#252;ckt und der Sprache der Aufkl&#228;rung ausgedr&#252;ckt, um die Bef&#228;higung der Menschen zur Nutzung des eigenen Verstandes, also zu Entwicklung von Unsicherheiten gegen&#252;ber vorgegebenem Wissen, gehen muss, so sehr sto&#223;e ich mich daran, dass Schirrmacher auf Herausforderungen einer neuen Technologie und deren Folgen, die er auf der Basis empirischer Daten beeindruckend darstellt, mit alten Rezepten antworten, die inhaltlich v&#246;llig korrekt sind, aber die ver&#228;nderte Struktur der Wissensgesellschaft meines Erachtens nur ungen&#252;gend in den Blick nehmen. Oder, um es kurz zu fassen: Die bin&#228;re Struktur des Codes, der gegenw&#228;rtiges Wissen mehr und mehr pr&#228;gt, bleibt in ihren m&#246;glichen Folgen f&#252;r das Bewusstsein des Menschen in Schirrmachers Reflexionen weitgehend unber&#252;cksichtigt, sodass ich an dieser Stelle meine Unsicherheit gegen&#252;ber Schirrmachers Darstellung zum Ausdruck bringen will.</p>

<p>Vilém Flusser nimmt, anders als Schirrmacher, den Code, auf dem Wissen basiert in den Blick und zeigt, wie sich durch die Schriftlichkeit das Bewusstsein des Menschen ver&#228;ndert hat. Das Alphabet und die damit verbundene Linearit&#228;t hat, so Flussers These, ein linear gedachtes historisches Bewusstsein &#252;berhaupt erst m&#246;glich gemacht. Bez&#252;glich des Alphabets in Zeiten, in denen nur wenige des Lesens und Schreibens m&#228;chtig waren, schreibt er:</p>

<blockquote>„Es bildete einen Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&#252;gten &#252;ber historisches Bewusstsein. Der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von harten Gegenst&#228;nden, vor allem anhand von Bildern, und dank der gesprochenen Sprache. Das hei&#223;t, der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft lebte in einem magischen und mythischen Bewusstsein.“<sup> [7]</sup></blockquote>

<p>Der Code, der das Wissen in Zeichen verwandelt, pr&#228;gt, so die These, das Bewusstsein derer, die sich dieses Codes bedienen.</p>

<p>Wenn diese These stimmt, dann ergeben sich f&#252;r die Gegenwart Herausforderungen, die weit &#252;ber Schirrmachers Problembeschreibungen und L&#246;sungsans&#228;tze hinaus gehen.</p>

<p>Wir erleben nicht nur einen Wandel der Leitmedien, sondern auch die Einf&#252;hrung eines neuen Codes, in dem unser Wissen in Zeichen &#252;bertragen wird und der das Bewusstsein der Menschen ver&#228;ndert bzw. ver&#228;ndern wird.</p>

<p>Das Problem dieser These besteht darin, dass die Oberfl&#228;che, die Zeichen, die wir in digital (vernetzten) Codierungen wahrnehmen, auf den ersten Blick der bisherigen Codierung gleichen. – Hier stehen Buchstaben, die linear aneinander gef&#252;gt einen Text ergeben. An anderen Stellen des Netzes sind Bilder zu finden, gesprochene Sprache spielt in digitalen Formaten ebenso eine Rolle. Und in multimedialen Zusammenh&#228;ngen werden diese Formen der Codierung des indirekten Zugangs zur Wirklichkeit zusammengef&#252;gt.</p>

<p>Au&#223;er der breiteren, schnelleren und zeitunabh&#228;ngigeren Verf&#252;gbarkeit der Informationen scheint sich also nichts ver&#228;ndert zu haben. Und genau an dieser Stelle gibt es Grund, diese als selbstverst&#228;ndlich nahe liegende Annahme mit einer Unsicherheit zu versehen und die Fragestellung auszuweiten.</p>

<p>Schirrmacher selbst weist auf die bin&#228;re Struktur von Entscheidungen hin, von der viele unserer Entschl&#252;sse gepr&#228;gt sind: „Tun oder Nicht-Tun, ein Auto kaufen oder nicht, Schokoladenkekse essen oder nicht, eine Di&#228;t machen oder nicht, ein Pulverfass anz&#252;nden oder nicht.” (S. 197) Doch dar&#252;ber hinaus stellt er auch dar, wie der bin&#228;re Code selbst das Leben und vor allem unser Selbstbild ver&#228;ndert. Insofern ber&#252;cksichtigt er auf empirischer Ebene das Problem, das hier einen erweiterten medientheoretischen Kontext gestellt wird.</p>

<p>Schirrmacher greift das Ph&#228;nomen der „Empfehlungen“ auf, das bereits heute, auf der Basis fr&#252;herer Entscheidungen, z. B. auf Seiten wie der von Amazon, von Last.fm etc. beobachtet werden kann; das Ph&#228;nomen, dass Facebook Freundschaftempfehlungen macht etc. Bin&#228;re Strukturen werden bereits heute zur Analyse menschlichen Verhaltens benutzt, um daraus Prognosen &#252;ber m&#246;gliche Entscheidungen in der Zukunft zu stellen.</p>

<p>Bereits in diesem Ph&#228;nomen spiegelt sich die Struktur bin&#228;rer Codes wider. Es geht um ein „Entweder-Oder“, um die Annahme, dass Verhaltensweisen selbst dann bin&#228;ren Strukturen des „Ja oder Nein“ folgen, wenn es sich um so komplexe Ph&#228;nomene wie z. B. Freundschaft handelt.</p>

<p>Wie es zu diesen Empfehlungen kommt, wie automatisierte, Algorithmen folgende Programme mit Daten umgehen und wo die Grenzen dieser Verfahren liegen, vermag kaum jemand zu sagen. Und deshalb formuliere ich in Anlehnung an Flusser:</p>

<blockquote>Der digitale, Medien pr&#228;gende Code ist eine Art Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&#252;gen &#252;ber digitales Bewusstsein.

Der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von Oberfl&#228;chencodes, die an alte Codes erinnern (Buchstaben, Bilder…), die aber, vor allem im Bereich der M&#246;glichkeiten der digitalen Weiterverarbeitung solcher Daten, weit &#252;ber die Optionen analoger Codierung hinausgehen (automatisierte Erhebungs- und Analyseverfahren, von Computern auf der Basis digitaler Codierungen erstellte Verhaltensprofile, die weit &#252;ber das hinaus gehen, was analog &#252;berhaupt an Daten erfassbar w&#228;re).

Das hei&#223;t, der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft lebt noch immer in einem analogen Bewusstsein, dem ein kritischer und reflexiver Zugang zu den Optionen der Wissensgewinnung auf der Basis bin&#228;rer Codes (noch) nicht m&#246;glich ist, au&#223;er, sie werden mit den konkreten Ph&#228;nomenen konfrontiert, die dann oft „magisch“ wirken und auch entsprechende &#196;ngste ausl&#246;sen k&#246;nnen.</blockquote>

<p>Wie schafft es Facebook, als Freunde Menschen vorzuschlagen, von denen man tats&#228;chlich welche kennt? Wie kann es sein, dass Last.fm Musik vorschl&#228;gt, die den entsprechenden Nutzer wirklich interessiert? Wie kommt Amazon zu Leseempfehlungen? – Die Antwort lautet: Aufgrund der M&#246;glichkeiten zur Generierung von Wissen &#252;ber bin&#228;re Codes.</p>

<p>Doch die Strukturen bin&#228;rer Codes reichen weiter, insbesondere dann, wenn die Annahme stimmt, dass Programme in der Lage sein k&#246;nnten, direkt auf die Ausgestaltung unseres Denkens und unseres Bewusstseins Einfluss zu nehmen.</p>

<p>Auch hier sto&#223;en wir zun&#228;chst auf Ph&#228;nomene, die bin&#228;r, aber nicht neu sind: So entspricht den Einsern und Nullen des bin&#228;ren Codes z. B. die eindeutige Gegen&#252;berstellung von Ph&#228;nomenen, wie z. B. „Gut“ und „B&#246;se“.</p>

<p>Die meisten Blockbuster im Thrillerbereich beruhen genau auf dieser bin&#228;ren Gegen&#252;berstellung, die aber auch in politischen Entscheidungsfindungsprozessen eine Rolle spielt. Insbesondere wenn es um Fragen von Krieg und Frieden geht, zeigt sich, dass bin&#228;re Wahrnehmungsweise, die sich auf „gut“ und „b&#246;se“ beschr&#228;nken, zu den Voraussetzungen kriegerischer Auseinandersetzungen geh&#246;ren, w&#228;hrend „Frieden“ von wesentlich differenzierteren Zugangsweisen zur Wirklichkeit abh&#228;ngig ist, also darauf angewiesen ist, dass die Herrschaft der Dualit&#228;t bin&#228;rer Strukturen, die nur Schwarz und Wei&#223; zul&#228;sst, durch Strukturen ersetzt wird, die Graut&#246;ne in gro&#223;er Zahl erm&#246;glichen.</p>

<p>Wenn die These stimmt, dass Codes, mit deren Hilfe wir unseren Zugang zur Wirklichkeit bekommen, das Bewusstsein zu pr&#228;gen verm&#246;gen, dann m&#252;ssen die Unsicherheiten, die Schirrmacher f&#252;r Bildungsprozesse einfordert, die Unsch&#228;rfen des Wissens, mit denen wir auch gegen&#252;ber digitalen Medien zu tun haben, selbst zum Gegenstand der Wissensfindungsprozesse werden.</p>

<p>F&#252;r Bildungsprozesse ergeben sich daraus folgende &#220;berlegungen, die hier vor allem als Diskussionsgrundlage dienen sollen und angesichts des bereits erreichten Umfangs dieses Artikels nur kurz angerissen werden (und hoffentlich in der Diskussion in den Kommentaren, &#252;ber antwortende Artikel in anderen Blogs etc. ausdifferenziert und vertieft werden):</p>

<ul>
    <li>Im Informationszeitalter geh&#246;rt es zu den Grundaufgaben von Bildungsprozessen, der Information und dem in ihr behaupteten Wissen den Zweifel und die Entwicklung einer angemessenen Unsicherheit im Umgang mit Informationen gegen&#252;ber zu stellen.</li>
    <li>Neben verhaltenspsychologischen Dimensionen, die mit der Nutzung digitaler Medien verbunden sind und die Schirrmacher ins Zentrum seiner &#220;berlegungen stellt, bedarf es einer (medien)philosophischen Reflexion auf die Grundlagen der unsere Bewusstseinsprozesse steuernden Codes, die uns einen (relativen) Zugang zur Wirklichkeit verschaffen. Diese Relativit&#228;t des Zugangs zur Wirklichkeit (mit Kant gesprochen: Die Unm&#246;glichkeit, das Ding an sich zu erkennen, da Erkenntnis immer eine (sinnlich) vermittelte ist) geh&#246;rt ins Zentrum von Bildungsprozessen.</li>
    <li>Angesichts der analogen Grundstruktur menschlicher Wissensgewinnung, darf eine angemessene Mediendidaktik nicht den Fehler begehen, digitale Formen des Lernens alleine ins Zentrum von Bildungsprozessen zu stellen. Die Kompetenz zum angemessenen Umgang mit analogen Arbeitsformen (vom Umgang mit B&#252;chern &#252;ber handschriftliche Verfahren – z. B. in der Mathematik) geh&#246;rt nach wie vor und gleichberechtigt in den Kontext einer umfassenden <em>Allgemein</em>bildung.</li>
    <li>Der Computer darf nicht dazu f&#252;hren, dass an die Stelle von Formen des Frontalunterrichts durch eine Lehrperson nun eine neue Form der frontalen Wissensvermittlung tritt, die durch „Bescheid-Wisser-Medien“ wie z. B. Wikipedia gepr&#228;gt sind<sup> [8]</sup>.</li>
    <li>Mind. Grundlagen der digitalen Codierung und der sich daraus ergebenden M&#246;glichkeiten und Grenzen im Umgang mit digital verf&#252;gbaren Daten, geh&#246;ren auf die schulischen Lehrpl&#228;ne, um so einen aufgekl&#228;rten Umgang mit bin&#228;ren Codes zu erm&#246;glichen und das „Geheimwissen“ derer, die sich dieser Codes bedienen k&#246;nnen aufzul&#246;sen.</li>
</ul>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;t=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;t=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;title=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&amp;selection=Was%20mich%20angeht%2C%20so%20muss%20ich%20bekennen%2C%20dass%20ich%20nicht%20bereit%20bin%2C%20meine%20geistigen%20F%C3%A4higkeiten%20von%20au%C3%9Fen%20kommenden%20Informationsfluten%20unterzuordnen.%0D%0A%0D%0AIch%20reguliere%20den%20Zufluss%20an%20E-Mails%2C%20pflege%20regelm%C3%A4%C3%9Fig%20meine%20Follower-Liste%20auf%20Twitter%2C%20indem" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;t=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&amp;s=Was%20mich%20angeht%2C%20so%20muss%20ich%20bekennen%2C%20dass%20ich%20nicht%20bereit%20bin%2C%20meine%20geistigen%20F%C3%A4higkeiten%20von%20au%C3%9Fen%20kommenden%20Informationsfluten%20unterzuordnen.%0D%0A%0D%0AIch%20reguliere%20den%20Zufluss%20an%20E-Mails%2C%20pflege%20regelm%C3%A4%C3%9Fig%20meine%20Follower-Liste%20auf%20Twitter%2C%20indem" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;title=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&amp;annotation=Was%20mich%20angeht%2C%20so%20muss%20ich%20bekennen%2C%20dass%20ich%20nicht%20bereit%20bin%2C%20meine%20geistigen%20F%C3%A4higkeiten%20von%20au%C3%9Fen%20kommenden%20Informationsfluten%20unterzuordnen.%0D%0A%0D%0AIch%20reguliere%20den%20Zufluss%20an%20E-Mails%2C%20pflege%20regelm%C3%A4%C3%9Fig%20meine%20Follower-Liste%20auf%20Twitter%2C%20indem" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;t=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Was%20mich%20angeht%2C%20so%20muss%20ich%20bekennen%2C%20dass%20ich%20nicht%20bereit%20bin%2C%20meine%20geistigen%20F%C3%A4higkeiten%20von%20au%C3%9Fen%20kommenden%20Informationsfluten%20unterzuordnen.%0D%0A%0D%0AIch%20reguliere%20den%20Zufluss%20an%20E-Mails%2C%20pflege%20regelm%C3%A4%C3%9Fig%20meine%20Follower-Liste%20auf%20Twitter%2C%20indem" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F&amp;title=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&amp;notes=Was%20mich%20angeht%2C%20so%20muss%20ich%20bekennen%2C%20dass%20ich%20nicht%20bereit%20bin%2C%20meine%20geistigen%20F%C3%A4higkeiten%20von%20au%C3%9Fen%20kommenden%20Informationsfluten%20unterzuordnen.%0D%0A%0D%0AIch%20reguliere%20den%20Zufluss%20an%20E-Mails%2C%20pflege%20regelm%C3%A4%C3%9Fig%20meine%20Follower-Liste%20auf%20Twitter%2C%20indem" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Bin%C3%A4re%20Codes%20und%20die%20Bildung%20der%20Zukunft%3A%20Eine%20Replik%20zu%20Schirrmachers%20%E2%80%9EPayback%E2%80%9C&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F05%2F24%2Fbinaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2715" class="footnote">„.… diese Kunst [die Erfindung der Buchstaben und damit der Schrift TL] wird Vergessenheit schaffen in den Seelen derer, die sie erlernen, aus Achtlosigkeit gegen das Ged&#228;chtnis, da die Leute im Vertrauen auf das Schriftst&#252;ck von au&#223;en sich werden erinnern lassen durch fremde Zeichen, nicht von innen heraus durch Selbstbesinnen. Also nicht ein Mittel zur Kr&#228;ftigung, sondern zur St&#252;tzung des Ged&#228;chtnisses hast du gefunden. Und von Weisheit gibst du deinen Lehrlingen einen Schein, nicht die Wahrheit: wenn sie vieles geh&#246;rt haben ohne Belehrung, werden sie auch viel zu verstehen sich einbilden, da sie doch gr&#246;&#223;tenteils nichts verstehen und schwer zu ertragen sind im Umgang, zu D&#252;nkelweisen geworden und nicht zu Weisen“ – Platon: Phaidros. In: S&#228;mtliche Dialoge. Hamburg 1993, Bd. 2, S.103.</li><li id="footnote_1_2715" class="footnote">Vgl. hierzu: Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&#252;nchen, Fink</li><li id="footnote_2_2715" class="footnote">Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&#252;nchen, Fink, 18.</li><li id="footnote_3_2715" class="footnote">Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&#252;nchen, Fink, 19.</li><li id="footnote_4_2715" class="footnote">Vgl. hierzu: FLUSSER, Vilém (2002): Medienkultur. herausgegeben von: BOLLMANN, Stefan. Frankfurt am Main, 3. Aufl. 2002 (1997). Flusser beschreibt hier unter anderem auch, wie das Aufkommen des Alphabets die Strukturen des Denkens und des Bewusstsein ver&#228;nderte. Er schreibt „Es [das Alphabet TL] bildete einen Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&#252;gten &#252;ber historisches Bewusstsein. Der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von harten Gegenst&#228;nden, vor allem anhand von Bildern, und dank der gesprochenen Sprache. Das hei&#223;t, der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft lebte in einem magischen und mythischen Bewusstsein.“ (S. 45) </li><li id="footnote_5_2715" class="footnote">Allerdings scheinen sich Strukturen der kritischen Rezeption auch in digitalen Kontexten zu entwickeln: So gibt es auf Wikipedia zu jedem Artikel die M&#246;glichkeit, eine Diskussion zu f&#252;hren, in Blogs werden Kommentare verfasst etc. M&#246;glicherweise entwickelte sich in digitalen Kontexten eine wom&#246;glich noch intensivere Form der Diskurse, die sich z. Zt. erst entwickelt.</li><li id="footnote_6_2715" class="footnote">FLUSSER, Vilém (2002): Medienkultur. herausgegeben von: BOLLMANN, Stefan. Frankfurt am Main, 3. Aufl. 2002 (1997), S. 45.</li><li id="footnote_7_2715" class="footnote">Was hier als eine massive Kritik an Wikipedia klingen mag, ist eine Kritik, die sich auf alle Formen lexikalischer Pr&#228;sentation von Wissen bezieht, f&#252;r die Wikipedia eine Metapher geworden ist. Fr&#252;her war das Problem, dass Lernende aus dem Brockhaus zitierten und das f&#252;r eine angemessene und vor allem ausreichende wissenschaftliche Quelle hielten, heute ist an die Stelle des Brockhaus oder anderer Lexika Wikipedia getreten. Damit ist kein Werturteil &#252;ber dieses erstaunliche Projekt gef&#228;llt.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/begrenztheit/" title="Begrenztheit" rel="tag">Begrenztheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bilder/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/diskussion/" title="Diskussion" rel="tag">Diskussion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/frank-schirrmacher/" title="Frank Schirrmacher" rel="tag">Frank Schirrmacher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedaechtnis/" title="Gedächtnis" rel="tag">Gedächtnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gehirn/" title="Gehirn" rel="tag">Gehirn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geschichte/" title="Geschichte" rel="tag">Geschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/horst-rumpf/" title="Horst Rumpf" rel="tag">Horst Rumpf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/krieg/" title="Krieg" rel="tag">Krieg</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/netzwerk/" title="Netzwerk" rel="tag">Netzwerk</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/payback/" title="Payback" rel="tag">Payback</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/phaidros/" title="Phaidros" rel="tag">Phaidros</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/realitaet/" title="Realität" rel="tag">Realität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexionen/" title="Reflexionen" rel="tag">Reflexionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schriftlichkeit/" title="Schriftlichkeit" rel="tag">Schriftlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhalten/" title="Verhalten" rel="tag">Verhalten</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrheit/" title="Wahrheit" rel="tag">Wahrheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weisheit/" title="Weisheit" rel="tag">Weisheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/" title="Bildung, Wissen, Kompetenzen (30. April 2009)">Bildung, Wissen, Kompetenzen</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/" title="Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung (28. April 2009)">Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" title="Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben (18. September 2009)">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/" title="Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis (7. Oktober 2009)">Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</a> (5)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/" title="Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben (9. März 2010)">Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Vernetzter Diskurs – Ein Beitrag zur „Schulmeister-Debatte“</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/02/15/vernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/02/15/vernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 23:34:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Austausch]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungserfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Spannagel]]></category>
		<category><![CDATA[Claus Leggewie]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluationsprozess]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentarkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Leggewie]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrende]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerblog]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Lern-Management-Systeme]]></category>
		<category><![CDATA[LMS]]></category>
		<category><![CDATA[Maik Rieken]]></category>
		<category><![CDATA[Massenkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Praktiker]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionsprozesse]]></category>
		<category><![CDATA[Rolf Schulmeister]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Rau]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2452</guid>
		<description><![CDATA[„Blogs sind in der Breite, in der sie genutzt werden, eine interessante Innovation &#8211; aber sie sind in der Regel nicht besonders nachhaltig. Sie reproduzieren etwas, was man sowieso in der Massenkommunikation vorfindet &#8211; eine eher monologische Form des Ausdrucks. So entsteht in den Blogs meist kein ‚Thread‘, es erfolgt dort in der Regel keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><em>„Blogs sind in der Breite, in der sie genutzt werden, eine interessante Innovation &#8211; aber sie sind in der Regel nicht besonders nachhaltig. Sie reproduzieren etwas, was man sowieso in der Massenkommunikation vorfindet &#8211; eine eher monologische Form des Ausdrucks. So entsteht in den Blogs meist kein ‚Thread‘, es erfolgt dort in der Regel keine Erarbeitung und Weiterentwicklung von Themen und Inhalten. Die persönliche Äu&#223;erung steht stark im Vordergrund statt des Aufbaus eines konsistenten und verzweigten Diskussionsfadens. Blogs sind sehr egomane Veranstaltungen, Ich-AG&#8217;s &#8211; auf die Beiträge von ande- ren wird nicht besonders geachtet.“ (Leggewie 2006)</em><sup> [1]</sup></blockquote>

<p>Dieses Zitat steht dem Beitrag Rolf Schulmeisters „<a href="http://www.zhw.uni-hamburg.de/uploads/ansichten-zur-kommentarkultur.pdf" target="_blank">Ansichten zur Kommentarkultur in Weblogs</a>“ voraus, der unter Beteiligung von Roland Leikauf und Mathias Bliemeister entstanden ist und zur Zeit heftig in unterschiedlichsten Blogs diskutiert wird. Zur Orientiert hier zun&#228;chst eine &#220;bersicht, soweit ich sie &#252;berhaupt noch behalten kann (Erg&#228;nzungen bitte in den Kommentaren)</p>

<ul>
    <li style="text-align: left;">Michael Kerres: <a href="http://blog.kerres.name/2010/02/kommentar-zu-rolf-schulmeisters.html" target="_blank">http://blog.kerres.name/2010/02/kommentar-zu-rolf-schulmeisters.htm</a></li>
    <li style="text-align: left;">Joachim Wedekind: <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=415" target="_blank">http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=415</a></li>
    <li style="text-align: left;">Jochen Robes: <a href="http://www.weiterbildungsblog.de/2010/02/12/ansichten-zur-kommentarkultur-in-weblogs" target="_blank">http://www.weiterbildungsblog.de/2010/02/12/ansichten-zur-kommentarkultur-in-weblogs</a></li>
    <li style="text-align: left;">Gabi Reinmann: <a href="http://gabi-reinmann.de/?p=1751" target="_blank">http://gabi-reinmann.de/?p=1751</a></li>
    <li style="text-align: left;">Christian Spannagel: <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2010/02/13/schulmeisters-ansichten/" target="_blank">http://cspannagel.wordpress.com/2010/02/13/schulmeisters-ansichten/</a></li>
    <li style="text-align: left;">Sandra Hofhues: <a href="http://sandrainthesky.wordpress.com/2010/02/13/kontroverse-ansichten/" target="_blank">http://sandrainthesky.wordpress.com/2010/02/13/kontroverse-ansichten/</a></li>
    <li style="text-align: left;">Jean-Pol Martin: <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2010/02/13/zum-schulmeister-artikel/" target="_blank">http://jeanpol.wordpress.com/2010/02/13/zum-schulmeister-artikel/</a></li>
    <li style="text-align: left;">Karsten Ehms: <a href="http://www.ehms.net/?story=3597" target="_blank">http://www.ehms.net/?story=3597</a></li>
    <li style="text-align: left;">Lutz Berger: <a href="http://www.lutzlandblog.de/2010/02/schulmeister-fleiskartchen-und-edublogger/" target="_blank">http://www.lutzlandblog.de/2010/02/schulmeister-fleiskartchen-und-edublogger/</a></li>
    <li>Alexander Florian: <a href="http://alexander-florian.de/?p=785" target="_blank">http://alexander-florian.de/?p=785</a></li>
    <li style="text-align: left;">Frank  Vohle: <a href="http://frank-vohle.de/node/216" target="_blank">http://frank-vohle.de/node/216</a></li>
    <li style="text-align: left;">mons7: <a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2010/02/14/ganz-unwissenschaftliche-anmerkungen-zu-schulmeisters-ansichten/" target="_blank">http://lernspielwiese.wordpress.com/2010/02/14/ganz-unwissenschaftliche-anmerkungen-zu-schulmeisters-ansichten/</a></li>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://etherpad.com/GGICl17qIi" target="_blank">Etherpad-Diskussion</a></li>
    <li style="text-align: left;">Au&#223;erdem die Debatte unter dem Hashtag #schulmeister auf <a href="http://twitter.com" target="_blank">Twitter</a></li>
</ul>

<p>Gerade die Etherpad-Diskussion ist hier zu empfehlen, weil dort gerade versucht wird, eine kolaborative Rezension des Artikels Schulmeisters zu verfassen, mit der ich hier nat&#252;rlich nicht in Konkurrenz treten will.</p>

<p>Mein Ausgangspunkt sind zwei S&#228;tze aus dem oben angef&#252;hrten Leggewie-Zitat:</p>

<blockquote><em>„Blogs sind in der Breite, in der sie genutzt werden, eine  interessante Innovation &#8211; aber sie sind in der Regel nicht besonders  nachhaltig. Sie reproduzieren etwas, was man sowieso in der  Massenkommunikation vorfindet &#8211; eine eher monologische Form des  Ausdrucks.“ (ebd.)</em></blockquote>

<p>Ich habe geschluckt, als ich das las. Denn einerseits hat Leggewie recht, so mein erster Gedanke, da Blogs nicht gedruckt vorliegen. Andererseits war ich &#252;berrascht, dass Blogs als pure Instrumente der Reproduktion dessen gesehen werden, „<em>was man sowieso in der  Massenkommunikation vorfindet”. </em>Hier werden Blogs recht skeptisch betrachtet, wenn es um den Prozess der Generierung von Wissen geht. Doch unter diesen Voraussetzungen ist es kaum verwunderlich, dass Schulmeister am Abschluss seines Beitrages ein Zitat integriert, das er bereits 2000 formulierte:</p>

<blockquote>„Der Hypothese, die massenhaftes Wachstum gleich Qualitätssprung setzt, lässt sich nun gleich Mehreres entgegenhalten: Das Internet führt zu gravierendem Wissensverlust, denn Information ist nicht gleich Wissen und die Informationsflut steigert das Nicht-Wissen bzw. die Ohnmacht, das wirklich relevante Wissen zu selektieren.“ (Schulmeister 2000)<sup> [2]</sup></blockquote>

<p>F&#252;r die Erfahrungen der Mehrzahl der Blogger wird diese Beobachtung durchaus anwendbar sein. Doch der Schluss, dass Blogs per se nicht f&#252;r den Prozess der Generierung von Wissen geeignet seien, scheint doch ein wenig zu kurz gegriffen zu sein, gibt es doch andere Erfahrungen von Menschen, die sowohl die vordigitalen Zeiten als auch die Entwicklung des Internets mitgemacht haben – <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/24/vernetzen-macht-spass-und-ist-lehrreich/" target="_blank">unter anderem auch von mir</a>.</p>

<p>Aus empirischen Daten, die zudem noch auf einen relativ kleinen Datenbestand zur&#252;ckgreifen, zu dem Schluss zu gelangen, dass das Internet per se zu einem Wissensverlust f&#252;hre, erscheint mir weder auf der Basis der Daten noch aus den Befunden der Darstellung Schulmeisters nachvollziehbar. Auch wenn qualitative Formen der Sozialforschung mit kleineren Stichproben auskommen als es bei quantitativer Sozialforschung der Fall ist: Daten leben immer von den Fragen, die an sie gestellt werden. Und solche Fragen zeigen sich dann in den Antworten bzw. in Formulierungen, die gefunden werden.</p>

<p>Dazu ein Beispiel aus dem Aufsatz Schulmeisters:</p>

<blockquote>Zu <a href="http://gabi-reinmann.de/" target="_blank">Gabi Reimanns Blog</a> schreibt er: „Es fällt auf, dass über die Hälfte der Kommentare von Personen stammt, die dreimal oder öfter kommentieren (mittlere Länge 108 Wörter)“</blockquote>

<blockquote>Im Falle <a href="http://cspannagel.wordpress.com" target="_blank">Christian Spannagels</a> liest sich das dann so: „Erstens zieht Spannagel eine kleine Anhängerschar von Kommentatoren an, die über 60% aller Kommentare abgeben: 15 der insgesamt 69 Personen (22%) geben 5 oder mehr Kommentare ab, davon 4 Personen mehr als 10 und einer allein 33. Und zweitens präsentiert er Themen, die sehr viele Kommentare bekommen.” ((Schulmeister (2010), S. 17.)</blockquote>

<p>W&#252;rde ich mir das Netzwerk eines analog arbeitenden Wissenschaftlers anschauen, so w&#252;rde mir auffallen, dass die meisten Reaktionen auf die Arbeiten von meist den gleichen Personen kommen. Wie man dann aber Mitglieder eines Netzwerkes online fast schon diskreditierend als „kleine Anhängerschar“ bezeichnen kann, ist kaum nachzuvollziehen. Ebenso wenig treibt es den Erkenntnisgewinn voran, wenn gesagt wird, dass jemand Themen pr&#228;sentiere, die sehr viele Kommentare bekommen.  Dies liest sich fast wie ein Populismusvorwurf. Doch k&#246;nnte man den Befund auch so deuten, dass hier jemand mit besonderer Wahrnehmungsgabe die „hei&#223;en“ Themen aufgreift.</p>

<p>Entsprechend solcher Urteile &#252;ber Blogs und der mit ihnen verbundenen Kommentarkultur, kann leicht der Eindruck entstehen, dass hier eher Vorurteile reproduziert wurden. Das Zitat aus 2000, mit dem die Studie „Ansichten zur Kommentarkultur in Weblogs“ abgeschlossen wird, l&#228;sst zumindest den Eindruck entstehen, dass es hier in den vergangenen 10 Jahren keine Weiterentwicklungen gegeben h&#228;tte. Doch die Kommunikationsprozesse haben sich im Rahmen des „Web 2.0“ ver&#228;ndert. Und so m&#252;sste die Frage aus meiner Sicht lauten, unter welchen Voraussetzungen Blogs, Kommentare in Blogs und die Vernetzung von Bloggern in sozialen Netzwerken und im realen Leben f&#252;r den Prozess der Generierung von Wissen bedeutsam sein k&#246;nnen.</p>

<p>Hierzu an dieser Stelle ein paar Hypothesen, deren &#220;berpr&#252;fung sicherlich eine spannende Aufgabe darstellen k&#246;nnte:</p>

<ol>
    <li>Digitale Netzwerke dienen im Rahmen wissenschaftlicher T&#228;tigkeit nicht prim&#228;r der nachhaltigen Pr&#228;sentation von Wissensbest&#228;nden. Sie zielen nicht auf abschlie&#223;ende Darstellungen von Forschungsergebnisse. Sie sind eher Instrumente &#246;ffentlicher Denkprozesse (vgl. z. B. das Blog des Eichst&#228;tters <a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Prof. em. Dr. Jean-Pol Martin</a>), die ein bestehendes Netzwerk nutzen, um den Denkprozess selbst bereits in einen Evaluationsprozess einzuspeisen. Und zumindest bei Jean-Pol Martin l&#228;sst sich beobachten, wie Kommentare und auch Blogbeitr&#228;ge, die sich auf seine Beitr&#228;ge beziehen, sehr unmittelbar in den Denkprozess einflie&#223;en, diesen sogar ver&#228;ndern k&#246;nnen, wenn sie dem Wissenschaftler Martin nachvollziehbar sind.</li>
    <li>Digitale Netzwerke machen Material verf&#252;gbar, dass der Forschung sonst nicht verf&#252;gbar w&#228;re. So k&#246;nnte gerade die Bildungsforschung im schulischem Bereich von den praxisnahen Beitr&#228;gen sehr viel profitieren, w&#252;rden die an ihr Beteiligten st&#228;rker den Dialog mit denen suchen, die unmittelbar Praxis reflektieren oder darstellen. (vgl. z. B. die Lehrerblogs von <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/" target="_blank">Thomas Rau</a> und <a href="http://riecken.de/" target="_blank">Maik Rieken</a>) Hier wird vielleicht per se kein neues Wissen im wissenschaftlichen Sinne produziert, es findet aber auch kaum Reproduktionen dessen statt, was man sowieso in der Massenkommunikation vorfindet.</li>
    <li>Die Reflexionsprozesse in Bildungsblogs erheben, so sie von Lehrern und Lehrerinnen stammen, nicht den Anspruch wissenschaftlich unangreifbare Reflexionen zu sein. Sie sind Zeugnis der umgesetzten Forderung, dass Lehrer reflektierende Praktiker sein sollen / m&#252;ssen. Viele Lehrerblogs geben Zeugnis dieses Reflexionsprozesses, ohne dass die Reflexion der an Schulen Lehrenden von an Hochschulen Lehrenden in angemessenem Ma&#223;e ernst genommen w&#252;rden. Es entsteht manchmal der Eindruck, dass an Hochschulen zur Bildung Forschende meinen, die Bildungserfahrungen an der Hochschule erg&#228;ben ein ad&#228;quates Bild von Bildung und Lernen in jedem Zusammenhang.</li>
    <li>Zur Unterrichtsforschung, die meiner Wahrnehmung nach in Deutschland immer noch ein stiefm&#252;tterliches Dasein fristet, geh&#246;rt auch Lehrerforschung. Die Lehrenden, die Blogs schreiben, liefern hierzu erste Zugangsm&#246;glichkeiten, die zwar weder hin- noch ausreichend sind, aber als Ansatzpunkte einer solchen Forschung dienen k&#246;nnten.</li>
    <li>Lernprozesse k&#246;nnen von vernetzten Strukturen in „Communities“ begleitet werden. Es handelt sich hier um eine Form der nicht formalisierten, aber kontinuierlichen Fortbildung, die hochgradig dialogisch ist. Blogs sind, wenn ihre Autoren vernetzt sind und diese Vernetzung gezielt und eben nicht beliebig betreiben, eben keine<em> „eher monologische Form des Ausdrucks“,</em> wie Leggewie schreibt, sondern enthalten Beitr&#228;ge, die aus einem Dialog heraus entstanden sind. Dieser Dialog findet auf mehreren Ebenen statt: Blogs werden abonniert (RSS-Feeds – die &#252;brigens mehr &#252;ber gegenseitige Rezeption aussagen als Blogrolls), es werden Kommentare geschrieben und gelesen, Beitr&#228;ge sind oft Antworten auf Beitr&#228;ge anderer oder zumindest Zeugnis von Denkprozessen, die durch solche Beitr&#228;ge angeregt wurden. Dar&#252;ber hinaus findet ein auf Kontinuit&#228;t hin angelegter Austausch via Twitter, Facebook, Skype und auch (man will es kaum glauben) im Rahmen „echter“ Begegnungen in „real life“ statt. Diese Vernetzung erreicht dabei so komplexe Formen, dass sie alleine aus den Blogs und deren Blogrolls nicht angemessen darstellbar sind. (Dem Beitrag Schulmeisters scheinen solche komplexe Formen der Vernetzung nicht zug&#228;nglich gewesen zu sein. Es entsteht sogar der Eindruck, dass Schulmeister zwar andere Blogs in den Fokus nimmt, dabei aber auf keine eigenen Erfahrungen dieser Form der Vernetzung zur&#252;ckgreift. Daraus w&#228;re kein Vorwurf zu machen, da Forschung nicht immer mit eigenen Erfahrungen im Bereich des Erforschten einhergehen muss, w&#252;rde nicht der Eindruck entstehen, dass Schulmeister letztlich vor allem eine medienkritischen Position reproduzieren w&#252;rde, die man eh schon in den Massenmedien kennt – und das ganz ohne zu bloggen.)</li>
    <li>Um &#252;ber Edu-Blogs zu forschen, ist es sicherlich keine gute Wahl, wenn vor allem &#252;ber Blogs geforscht wird, die sich mit E-Learning besch&#228;ftigen, wie es in Schulmeisters oben zitierter und verlinkter Studie geschieht. In diesen Blogs geht es meist um bestimmte Lerntechnologien, <a href="http://herrlarbig.de/2008/12/15/diskussion-ueber-lern-management-systeme-lms/" target="_blank">die weit von dem entfernt sind</a>, was vernetztes Lernen und Arbeiten via Blog und in Web 2.0 Netzwerken ausmacht. Wenn die Frage nach der Kommentarkultur in Blogs gestellt wird, dann ist die Frage nach der Kommunikation vernetzt arbeitender Personen &#252;ber diese Kommentare hinaus in den Blick zu nehmen, da diese in der Regel wesentlich komplexer ist, als es in Blog-Kommentaren erkennbar wird. Dabei zeigt sich die Nachhaltigkeit gerade dort, wo Kommentatoren regelm&#228;&#223;ig in Blogs kommentieren. Das hat nichts mit „Anh&#228;ngerschaft“ zu tun, sondern ist Zeugnis der Anregungspotentiale solcher Blogs.</li>
</ol>

<p>Soweit diese Thesen, die teilweise auch kritisch kommentierend zu Schulmeisters Beitrag geraten sind. Sie erheben keinen wissenschaftlich fundierten, sondern alleine einen erfahrungsfundierten Anspruch. Dennoch glaube ich, dass sie zur Reflexion der Genese von Geltungsanspr&#252;chen beitragen k&#246;nnen. Dabei nehme ich f&#252;r mich Anspruch, dass ich bislang l&#228;nger in unversit&#228;ren Kontexten als in schulischen Zusammenh&#228;ngen mein Brot verdient habe und beide Seiten aus eigener Anschauung, die nat&#252;rlich keinerlei theoretischen Anspruch erheben mag, angemessen kenne. Gleiches gilt f&#252;r meine Positionierung gegen&#252;ber Blogs. Mein erkenntnisleitendes Interesse, das mich &#252;berhaupt erst zum Blogger gemacht hat, war die Frage, ob Blogs als „Basisstation“ vernetzter und zielgerichteter Denkprozesse funktionieren k&#246;nnen. Alleine in diesem Prozess habe ich enorm viel gelernt, sowohl fachlich als auch &#252;ber Kommunikationsprozesse in den vernetzten Strukturen des Web 2.0. Unter anderem lernte ich, dass Vernetzung, die effektiv und interessegleitet ist, die also versucht an der „<em>Erarbeitung und Weiterentwicklung von Themen und Inhalten“ (Leggewie, a.a.O.)
</em>Anteil zu haben, mit zu arbeiten und nicht monologisch zu sein, erarbeitet werden muss. Kommentare bekommen Blogger nicht geschenkt. Wenn ein Blog als irrelevant wahrgenommen wird, schweigen die Kommentatoren.</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus lebt diese Vernetzung auch vom Dissens. Gerade an diesen Reibungsfl&#228;chen entstehen Denkprozesse, die, ich spreche nach wie vor aus der Position eines reflektierenden Praktikers, Positionen ver&#228;ndern oder auch verfestigen k&#246;nnen.</p>

<p>Rolf Schulmeister hat Dissens erzeugt, hat Denkprozesse angeregt (ganz ohne Blog, aber somit m&#246;glicherweise, ohne diese in ihrer Bandbreite dialogisch rezipieren zu k&#246;nnen) und eine Flut von „Peer-Reviews“ ausgel&#246;st, die er in so kurzer Zeit und in dieser F&#252;lle au&#223;erhalb vernetzter Strukturen nicht bekommen h&#228;tte. Sein Beitrag liegt in gedruckter Form vor. Eine Integration und Ber&#252;cksichtigung des von ihm ausgel&#246;sten Diskussionsprozesses ist im Kontext des Beitrages also nicht m&#246;glich. Wenn dies mit „Nachhaltigkeit“ einer wissenschaftlichen Arbeit gemeint sein sollte, wird an dieser Stelle vielleicht deutlich, dass die Diskussion – und hier gleite ich nun v&#246;llig in den Bereich der zwar reflektierten, aber dennoch pers&#246;nlichen Meinung ab – im Prinzip noch wesentlich umfassendere Faktoren in den Fokus nimmt, als auf den ersten Blick erkennbar ist.</p>

<p>Die Diskussion um Schulmeisters Artikels, die seit Tagen &#252;ber Twitter und in diversen Blogs gef&#252;hrt wird, ist auch eine Diskussion um Definitionsmacht. Das Web 2.0 wird oft als ein demokratisierendes Medium beschrieben, mit allen Licht- und Schattenseiten, die es mit sich bringt, wenn sich pl&#246;tzlich Personen au&#223;erhalb der gew&#246;hnten Zirkel zu Themen &#228;u&#223;ern, die sonst nur in den (meist durch formale Zugangsbeschr&#228;nkungen geregelten) akademischen Kreisen stattfinden.</p>

<p>In Fragen der Bildungsforschung entsteht oft der Eindruck, dass es eine Kluft zwischen der akademischen Forschung, die selbst in Lehr-Lernzusammenh&#228;ngen stattfindet, und der Reflexion auf Bildungsprozesse in schulischen Kontexten gibt. Oft entsteht (bei mir) der Eindruck, dass die Reflexionen auf Lernen und Lehre, wie sie im universit&#228;ren Bereich stattfindet, vor allem die eigenen Erfahrungen in der universit&#228;ren Lehre in den Blick nehmen, dann aber &#252;berrascht sind, dass Lehrende in schulischen Lehr-Lern-Zusammenh&#228;ngen diese Reflexionen nicht mit ihren eigenen Erfahrungen und deren Reflexion zusammenbringen k&#246;nnen.</p>

<p>Auff&#228;llig ist in der Diskussion um Schulmeisters Beitrag, dass sich auch einige der „Beforschten“ zu Wort gemeldet haben, dar&#252;ber hinaus aber auch „neutrale“ Beobachter der Diskussion zu Refelexionsprozessen angeregt wurden. Und damit liegt mit diesem Diskussionsprozess meines Erachtens eine ideales Beispiel vor, welche Funktion Blogs im Prozess der Generierung von Erkenntnissen einnehmen k&#246;nnen. Sie sind Teil von Denkprozessen, die kontinuierlich ablaufen und der Illusion entgegen wirken, dass einmal ver&#246;ffentlichte Forschungsergebnisse in dem Sinne nachhaltig sind, dass sie monologisch in gedruckter Form erscheinen. Und um Schulmeisters Zitat noch einmal aufzugreifen, hier mein Versuch einer (&#252;berspitzt ironischen) Antwort:</p>

<blockquote><em>Gedruckte Forschungsergebnisse sind in der Breite, in der sie genutzt werden, eine   interessante Innovation &#8211; aber sie sind in der Regel nicht besonders   nachhaltig. Sie behaupten eine Sicherheit von Wissen, die den mit Wissen verbunden st&#228;ndigen Reflexionsprozess nicht angemessen widerzuspiegeln verm&#246;gen und sind somit eine hochgradig monologische Form des   Ausdrucks.</em></blockquote>

<p>Und zu Claus Leggewie (wohl wissend, dass aus dem Zusammenhang gerissene Zitate immer mit Vorsicht zu genie&#223;en sind) – ebenso ironisch und nat&#252;rlich massiv &#252;bertreibend:</p>

<blockquote><em>„Wissenschaftliche Beitr&#228;ge, die in wenig gelesenen B&#252;chern erscheinen, sind in der Begrenztheit, in der sie genutzt werden, eine  interessante Innovation – aber sie sind in der Regel nicht besonders  nachhaltig. Sie produzieren etwas, was nur in seltenen F&#228;llen zu  nachhaltigen Diskussions- und Reflexionsprozessen &#252;ber kleine Zirkel von Insidern im akademischen Bereich hinaus f&#252;hrt &#8211; eine eher monologische Form des  Ausdrucks. Gedruckte wissenschaftliche Beitr&#228;ge machen es schwierig  dem „Thread&#8221;, in dessen Zusammenhang sie m&#246;glicherweise stehen, zu folgen. In den Beitr&#228;gen selbst ist die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Themen und Inhalten meist nur sehr indirekt und &#252;ber aufw&#228;ndige Bibiliotheks- und Zeitschriftenrecherchen nachzuverfolgen. Die persönliche Äu&#223;erung steht stark im Vordergrund, auch wenn &#252;ber die Einarbeitung von Forschungsliteratur ein konsistenter und verzweigter Diskussionsfaden dargestellt wird, der jedoch fr&#252;hestens in einer Neuauflage aktualisiert werden kann und zudem die meisten der Rezipienten aus dem Diskussionprozess ausschlie&#223;t. Klassische (Bildungs- und Sozial)Forschung ist eine sehr egomane Veranstaltungen, es entstehen akademische „Geheimgesellschaften”, die auf Beitr&#228;ge au&#223;erhalb ihrer geschlossenene Zirkel nicht besonders achten.</em></blockquote>

<p>Wie austauschbar doch die Begrifflichkeiten sind; wie einfach es ist, die Kritik umzudrehen. Ich will hier nicht zynisch sein, ich will zum Nachdenken anregen, ob die wissenschaftliche Erforschung &#246;ffentlicher Denkprozesse nicht zun&#228;chst mit einer klaren Reflexion dessen einhergehen m&#252;sste, was sich hier zur Zeit am ver&#228;ndern ist, statt aus scheinbar eindeutigen, aber letztlich die Strukturen der Vernetzung nicht einholen k&#246;nnenden, Analysen von Blogkommentaren R&#252;ckschl&#252;sse zu ziehen, die den Erfahrungen der in vernetzten Strukturen arbeitenden Personen zumindest in weiten Teilen zuwider laufen.</p>

<p>Und au&#223;erdem (mit Dank an <a href="http://twitter.com/filterraum" target="_blank">Michael Wald</a>):</p>

<p>http://www.youtube.com/watch?v=3uMmQL04jV0&amp;feature=player_embedded</p>

<p><strong>Nachtrag, 16.02.2010</strong>: Rolf Schulmeister hat mit Bezug auf die Diskussion um seinen Aufsatz und mit Bezug auf die <a href="http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_staedtler/community_etherpad.html" target="_blank">1. Etherpaddiskussion</a> (die 2. l&#228;uft wohl wesentlich sachorientierter), eine Replik verfasst, <a href="http://www.zhw.uni-hamburg.de/uploads/replik2.pdf" target="_blank">die hier als PDF vorliegt</a>, die zu lesen ich sehr empfehle.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;t=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;t=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;title=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&amp;selection=%E2%80%9EBlogs%20sind%20in%20der%20Breite%2C%20in%20der%20sie%20genutzt%20werden%2C%20eine%20interessante%20Innovation%20-%20aber%20sie%20sind%20in%20der%20Regel%20nicht%20besonders%20nachhaltig.%20Sie%20reproduzieren%20etwas%2C%20was%20man%20sowieso%20in%20der%20Massenkommunikation%20vorfindet%20-%20eine%20eher%20monologische%20Form%20" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;t=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&amp;s=%E2%80%9EBlogs%20sind%20in%20der%20Breite%2C%20in%20der%20sie%20genutzt%20werden%2C%20eine%20interessante%20Innovation%20-%20aber%20sie%20sind%20in%20der%20Regel%20nicht%20besonders%20nachhaltig.%20Sie%20reproduzieren%20etwas%2C%20was%20man%20sowieso%20in%20der%20Massenkommunikation%20vorfindet%20-%20eine%20eher%20monologische%20Form%20" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;title=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&amp;annotation=%E2%80%9EBlogs%20sind%20in%20der%20Breite%2C%20in%20der%20sie%20genutzt%20werden%2C%20eine%20interessante%20Innovation%20-%20aber%20sie%20sind%20in%20der%20Regel%20nicht%20besonders%20nachhaltig.%20Sie%20reproduzieren%20etwas%2C%20was%20man%20sowieso%20in%20der%20Massenkommunikation%20vorfindet%20-%20eine%20eher%20monologische%20Form%20" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;t=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=%E2%80%9EBlogs%20sind%20in%20der%20Breite%2C%20in%20der%20sie%20genutzt%20werden%2C%20eine%20interessante%20Innovation%20-%20aber%20sie%20sind%20in%20der%20Regel%20nicht%20besonders%20nachhaltig.%20Sie%20reproduzieren%20etwas%2C%20was%20man%20sowieso%20in%20der%20Massenkommunikation%20vorfindet%20-%20eine%20eher%20monologische%20Form%20" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F&amp;title=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&amp;notes=%E2%80%9EBlogs%20sind%20in%20der%20Breite%2C%20in%20der%20sie%20genutzt%20werden%2C%20eine%20interessante%20Innovation%20-%20aber%20sie%20sind%20in%20der%20Regel%20nicht%20besonders%20nachhaltig.%20Sie%20reproduzieren%20etwas%2C%20was%20man%20sowieso%20in%20der%20Massenkommunikation%20vorfindet%20-%20eine%20eher%20monologische%20Form%20" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Vernetzter%20Diskurs%20%E2%80%93%20Ein%20Beitrag%20zur%20%E2%80%9ESchulmeister-Debatte%E2%80%9C&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2010%2F02%2F15%2Fvernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2452" class="footnote">Leggewie, Claus (2006). Politische Beteiligung, bürgerschaftliches Engagement und das Internet. In- terview der Stiftung digitale Chancen, 21.07.06</li><li id="footnote_1_2452" class="footnote">Schulmeister, Rolf (2000). Zukunftsperspektiven multimedialen Lernens. In: K.-H. Bichler/W. Matt- auch. Multimediales Lernen in der medizinischen Ausbildung. Springer: Heidelberg.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/austausch/" title="Austausch" rel="tag">Austausch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsblogs/" title="Bildungsblogs" rel="tag">Bildungsblogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungserfahrungen/" title="Bildungserfahrungen" rel="tag">Bildungserfahrungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/christian-spannagel/" title="Christian Spannagel" rel="tag">Christian Spannagel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/claus-leggewie/" title="Claus Leggewie" rel="tag">Claus Leggewie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/definition/" title="Definition" rel="tag">Definition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/e-learning/" title="E-Learning" rel="tag">E-Learning</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/evaluationsprozess/" title="Evaluationsprozess" rel="tag">Evaluationsprozess</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forschung/" title="Forschung" rel="tag">Forschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fortbildung/" title="Fortbildung" rel="tag">Fortbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jean-pol-martin/" title="Jean-Pol Martin" rel="tag">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommentar/" title="Kommentar" rel="tag">Kommentar</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommentarkultur/" title="Kommentarkultur" rel="tag">Kommentarkultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikationsprozesse/" title="Kommunikationsprozesse" rel="tag">Kommunikationsprozesse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leggewie/" title="Leggewie" rel="tag">Leggewie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrende/" title="Lehrende" rel="tag">Lehrende</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerblog/" title="Lehrerblog" rel="tag">Lehrerblog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerblogs/" title="Lehrerblogs" rel="tag">Lehrerblogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerforschung/" title="Lehrerforschung" rel="tag">Lehrerforschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lern-management-systeme/" title="Lern-Management-Systeme" rel="tag">Lern-Management-Systeme</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lms/" title="LMS" rel="tag">LMS</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/maik-rieken/" title="Maik Rieken" rel="tag">Maik Rieken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/massenkommunikation/" title="Massenkommunikation" rel="tag">Massenkommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/netzwerk/" title="Netzwerk" rel="tag">Netzwerk</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/praktiker/" title="Praktiker" rel="tag">Praktiker</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/praxis/" title="Praxis" rel="tag">Praxis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexionen/" title="Reflexionen" rel="tag">Reflexionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexionsprozesse/" title="Reflexionsprozesse" rel="tag">Reflexionsprozesse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rolf-schulmeister/" title="Rolf Schulmeister" rel="tag">Rolf Schulmeister</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/studie/" title="Studie" rel="tag">Studie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/thomas-rau/" title="Thomas Rau" rel="tag">Thomas Rau</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterrichtsforschung/" title="Unterrichtsforschung" rel="tag">Unterrichtsforschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/web-20/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weiterbildung/" title="Weiterbildung" rel="tag">Weiterbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/19/lehrende-im-selbstversuch-neue-formen-selbstverantworteten-lernens/" title="Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens (19. April 2009)">Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens</a> (1)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/08/grenzen-der-kommunikationsfaehigkeit/" title="Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit (8. Mai 2010)">Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit</a> (12)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/" title="Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“ (24. Mai 2010)">Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/24/vernetzen-macht-spass-und-ist-lehrreich/" title="Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich (24. April 2009)">Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich</a> (13)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/08/herr-larbig-im-gespraech-mit-der-bildungsexpedition-2009/" title="Herr Larbig im Gespr&#228;ch mit der Bildungsexpedition 2009 (8. September 2009)">Herr Larbig im Gespr&#228;ch mit der Bildungsexpedition 2009</a> (5)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/02/15/vernetzter-diskurs-ein-beitrag-zur-schulmeister-debatte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>24</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Lineares und Vernetzes Denken: Ein Konflikt zwischen „digital natives“ und „digital emigrants“?</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 00:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[analog]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263</guid>
		<description><![CDATA[Auf der einen Seite stehen Menschen, die vernetzt arbeiten und ihre Denkstrukturen als „vernetzt“ bezeichnen. Auf der anderen Seite stehen Kritiker der Vernetzung, die im hohen Informationsaufkommen, das in technisch vernetzten Strukturen entsteht als eine Gefahr sehen, da ein Mensch so viel Informationen gar nicht verarbeiten k&#246;nne. Andrian Kreye bringt diesen scheinbar bestehenden Konflikt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der einen Seite stehen Menschen, die vernetzt arbeiten und ihre Denkstrukturen als „vernetzt“ bezeichnen. Auf der anderen Seite stehen Kritiker der Vernetzung, die im hohen Informationsaufkommen, das in technisch vernetzten Strukturen entsteht als eine Gefahr sehen, da ein Mensch so viel Informationen gar nicht verarbeiten k&#246;nne.</p>

<p>Andrian Kreye bringt diesen scheinbar bestehenden Konflikt in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/52/495378/text/" target="_blank">S&#252;ddeutschen Zeitung auf den Punkt und benennt dabei auch die vermeintlichen Gegner in diesem Konflikt</a>:</p>

<blockquote>„Widersprechen sich das lineare und das vernetzte Denken nicht so sehr, dass sie keine gemeinsame Ebene finden k&#246;nnen?“</blockquote>

<p>In dieser Gegen&#252;berstellung von linearem und vernetztem Denken wird ein Widerspruch behauptet, der analog und digital gest&#252;tztes Denken gegeneinander stellt. Dabei taucht in Kreyes Artikel implizit die Behauptung auf, dass mit analogen Mitteln arbeitende Denkenprozesse „linear“ seien und digital gest&#252;tzte Denkprozesse „vernetzt“.</p>

<p>Dies kann nicht unwidersprochen hingenommen werden, denn es ist eben nicht so, dass analog gest&#252;tzte Denkprozesse „linear“ und digitale Medien automatisch „vernetzt“ sind. Das Problem liegt in der Gegen&#252;berstellung von linearem und vernetztem Denken im Kontext einer Diskussion um die Wissensbildung per analoger bzw. digitaler Methoden.</p>

<p>Der Hauptvorwurf gegen&#252;ber den sich, um es ganz genau zu sagen, digitaler <em>Hilfs</em>mittel bedienender Wissensbildungsprozesse scheint aus zwei Str&#228;ngen zu bestehen:</p>

<ol>
    <li>Die Masse an Informationen, die &#252;ber digitale Hilfsmittel auflaufen, ist nicht verarbeitbar und f&#252;hre zunehmend dazu, dass wir</li>
    <li>das Denken an den Computer deligieren.</li>
</ol>

<p>Nun, statt auf solchen Wegen der Unterstellungen zu L&#246;sungen zu kommen, wird vielmehr mit einem Chaos unklarer Begriffe gearbeitet, das das Denken viel mehr erschweren d&#252;rfte, als die Art der Hilfsmittel, die im Kontext kognitiver Prozesse eingesetzt werden. Deshalb kurz eine Darstellung meines Begriffsverst&#228;ndnisses, mit der es vielleicht m&#246;glich wird, sachlich &#252;ber die hier angerissenen Probleme zu diskutieren:</p>

<ol>
    <li>„Lineares Denken“ bezeichnet ein Denken in Ursache-Wirkungs-Zusammenh&#228;ngen. „Lineares Denken“ beschreibt hingegen nicht die Art von Hilfsmittlen, die f&#252;r diese Denkprozesse herangezogen werden. Zum „linearen Denken“ kann auch das „analytische Denken“ gez&#228;hlt werden, da Analyse in der Regel einge&#252;bten Schritt-f&#252;r-Schritt-Methoden folgt.</li>
    <li>Vernetztes Denken zeichnet sich hingegen durch folgende Punkte auf, die im Kontext des Edward de Bono entwickelten Konzeptes des „lateralen Denkens“ weitgehend abgebildet werden:
<ul>
    <li>„Es wird zugelassen, dass vorliegende Informationen subjektiv bewertet und selektiv verwendet werden. Details werden nicht analytisch, sondern intuitiv erfasst.</li>
    <li>Gedankliche Spr&#252;nge und Assoziationen werden zugelassen, nicht jedes Zwischenergebnis muss richtig sein.</li>
    <li>Ja/Nein-Entscheidungen werden vermieden. Auch nicht durchf&#252;hrbare L&#246;sungen k&#246;nnen ein Schritt zum besseren Verst&#228;ndnis des Problems sein.</li>
    <li>Konventionelle Denkmuster werden in Frage gestellt, indem z.B. bewusst nach der unwahrscheinlichsten L&#246;sung eines Problems gesucht wird.</li>
    <li>Ausgangssituation und Rahmenbedingungen werden nicht als unver&#228;nderbar hingenommen.“ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laterales_Denken" target="_blank">Quelle</a>)</li>
</ul>
Auch hier ist der Denkprozess nicht daran gebunden, ob er sich analoger oder digitaler Hilfsmittel bedient.</li>
</ol>

<p>Lineares und vernetztes Denken beziehen sich als Begriffe also nicht auf den Einsatz bestimmter medialer Formen, sondern auf eine Art des Denkens eines Individuums. Lineares und vernetztes Denken beziehen sich eher auf eine Grundeinstellung gegen&#252;ber Denkprozessen als auf jeweils eingesetzte (analoge oder digitale) Technologie.</p>

<p>Dennoch wird in der Diskussion immer wieder die Kluft zwischen analogen und digitalen Hilfsmitteln des Denkens aufgemacht und somit ein Konflikt erzeugt, in dem es gar nicht um das Denken als solches geht. Als Argument h&#228;lt oft die scheinbare F&#252;lle an Informationen her, die im Internet vorf&#252;gbar sind, verbunden mit der Annahme, dass der Mensch nicht multitaskingf&#228;hig sei.</p>

<p>Bei genauerem Hinsehen aber scheinen die Konfliktlinien ganz anders zu verlaufen, als es von den Kritikern des Web (2.0) gesehen wird. Es geht um einen Konflikt zweier Denkmodelle: Das „analytische“, „lineare“ Denkmodell vs. „vernetzte“ Denkstrukturen.</p>

<p>In diesem Konflikt sind beide Seiten nicht zimperlich mit Vorw&#252;rfen, wobei es heute akzeptiert zu sein scheint, dass auf beiden Seiten mit Stereotypen gearbeitet wird, die im Prinzip Absolutheitsanspr&#252;che f&#252;r das eigene Denkmodell erheben. Der lineare Denker gilt dem vernetzen Denker dabei als Relikt einer vergangenen Zeit und der vernetzt Denkende wird von linearen Denkern als jemand gesehen, der mehr mit ausgelagerten Instrumenten arbeite als mit dem eigenen Gehirn.</p>

<p>Beide Annahmen sind zwar wunderbar geeignet, um einen Konflikt herauf zu beschw&#246;ren, der sich dann pl&#246;tzlich nicht mehr um Denkstrukturen sondern um Fragen des Einsatzes analoger oder digitaler Technologien (Medien) dreht, sie sind aber auch Zeugnis von Imunisierungsstrategien, die letztlich die die jeweils eigene liebgewonnene Art des Denkens tendenziell mit einem Alleinvertretungsanspruch versehen und somit kommunikationsunf&#228;hig werden, zu reflexartigen Reaktionen auf Erscheinungen der jeweils anderen Denkweise neigen.</p>

<p>Die Fokussierung der Diskussion auf eine Entgegensetzung von analogen und digitalen Arbeitsinstrumenten, hat aber dennoch einen realen Hintergrund: Es scheint so zu sein, dass lineare Denkstrukturen eher zu analogen Medien greifen und vernetzte Denkstrukturen sich eher im medialen Kontext dessen wohl zu f&#252;hlen scheinen, das heute als „Web 2.0“ bezeichnet wird.</p>

<p>Dies ist eine Erscheinung der letzten Jahre. Die unterschiedlichen Denkstrukturen bestehen aber unabh&#228;ngig der technischen M&#246;glichkeiten, derer sie sich zu bedienen verm&#246;gen.</p>

<p>An dieser Stelle sei dem analytischen (linearen) Denken der Begriff des synthetisierenden (vernetzten) Denkens gegen&#252;ber gestellt: Das analytische Denken neigt dazu, Zusammenh&#228;nge Schritt f&#252;r Schritt in Details zu zerlegen; das synthetisierende Denken hingegen versucht, assoziative Gedankenbilder eines gr&#246;&#223;eren Zusammenhanges zu erstellen, wobei sich auch diese Form des Denkens analytischer Denkweisen nicht entziehen kann, wenn nach M&#246;glichkeiten der Verkn&#252;pfung von Elementen eines Zusammenhangs gesucht wird.</p>

<p>Das erkl&#228;rt dann auch, warum lineare Denkstrukturen den Hypertextstrukturen im so genannten „Web 2.0“ kritisch gegen&#252;ber stehen, w&#228;hrend vernetzte Denkstrukturen sich dort pudelwohl f&#252;hlen, so es gelingt, mit den Verkn&#252;pfungsoptionen, die digitale Technologien heute bieten, so umzugehen, dass keine &#220;berforderung entsteht. Dieser Umgang mit dem Netz muss gelernt werden. Es m&#252;ssen Strategien zur Nutzung des Netzes erlernt werden.</p>

<p>Die Kritiker dieser Form des vernetzten und vernetzenden Denkens richten sich oft gegen die scheinbare &#220;berf&#252;lle an Informationen im Netz. Das Irritierende daran ist, dass diese Kritik genau so auch auf bedeutende Bibliotheken mit Buchbest&#228;nden von mehreren Millionen Exemplaren angewandt werden k&#246;nnte; au&#223;erdem findet die gleiche &#220;berlastung an Informationen dort statt, wo B&#252;cher mit zahlreichen Verweisen auf andere B&#252;cher rezipiert werden, bei denen zwar keine Links aber analog zu diesen Literaturverzeichnisse und Fu&#223;noten eingesetzt werden. Mit dieser Informations&#252;berf&#252;lle umzugehen muss genau so gelernt werden wie mit der in digitalen Netzwerken. Der Unterschied ist nur, dass sich dieser Umgang mit der Informationsf&#252;lle analoger Medien, die in Wahrheit immer intertextuelle Strukturen bieten und somit auch vernetzte Strukturen in analoger Form aufweisen, als Kompetenz &#252;ber einen wesentlich l&#228;ngeren Zeitraum entwickeln konnte, als dies bislang beim Umgang mit digital vernetzten Hypertextstrukturen der Fall ist.</p>

<p>Damit ist die Spannung zwischen linearen und vernetzten Denkstrukturen freilich nicht aufgehoben, aber zumindest schon einmal von der Ebene einer eher kulturkritischen als epistemologischen Auseinandersetzung herunter geholt. Denn in Wirklichkeit haben wir es zur Zeit mit einer Auseinandersetzung um die Frage zu tun, wie Erkenntnisse angemessen generiert werden.</p>

<p>Vor diesem Hintergrund ist es dann auch kein Zufall, das Kritiker des Internets immer wieder (zu Recht) auf die oft fragliche Relevanz der dort gemachten &#196;u&#223;erungen hinweisen, ohne gleichzeitig die Demokratisierung von Wissensbildungsprozessen ins Augen zu nehmen, die mit dieser Schw&#228;che des Netzes verbunden sind. Es ist tats&#228;chlich n&#246;tig, einen kompetenten Umgang mit &#196;u&#223;erungen im so genannten „Web 2.0“ zu entwickeln, eine kritische Kompetenz im Umgang mit Wissen. Diese kritische Kompetenz ist zwar auch in analogen Strukturen notwendig, dort aber weit weniger bewusst, da das Vertrauen in Redaktionen und Lektorate oft &#252;bersieht, das auch dort irrelevante Wissensbest&#228;nde generiert werden, denen allerdings das Korrektiv abgeht, das in vernetzten Strukturen zumindest deutlich schneller zu Wort kommt als im einzigen Vernetzungsmedium analoger Art – in Leserbriefen.</p>

<p>&#220;berspitzt ausgedr&#252;ckt: Lineare Denkstrukturen bringen oft die &#252;berrationalisierten Erkenntnisprozess der Sp&#228;taufkl&#228;rung zum Tragen, die zumindest tendenziell mit universalem Geltungsanspruch vertreten werden, w&#228;hrend vernetzte Denkstrukturen eher der Gegenbewegung zur Sp&#228;taufkl&#228;rung entsprechen, die sich in der Epoche der Romantik deutlich vernehmbar zu Wort meldete und mehr nach der tieferen Bedeutung des „Ganzen“ suchte, mit Pluralit&#228;t selbstverst&#228;ndlicher umzugehen vermochte und sich dabei auch auf Assoziationen und Umwege einzulassen bereit war, als dies von analytischen Denkmodellen akzeptiert wird.</p>

<p>Lineare Denkstrukturen dr&#252;cken sich, so das vorl&#228;ufige Fazit, eher in analogen Medien aus; vernetzte Denkstrukturen hingegen finden sich in den Strukturen des so genannten „Web 2.0“ fast schon optimal abgebildet. Der Konflikt zwischen denen, die analoge Prozesse des Erkenntnisgewinns bevorzugen und denen, die die Optionen digital vernetzter Erkenntnisprozesse als f&#252;r sich optimal betrachten, ist aber bei genauer Betrachtung nicht der Konflikt, als der er sich oft ausgibt: Es geht nicht um die Frage, ob analoge Medien das Abendland bewahren oder retten und digitale Medien den kulturellen Niedergang mit sich bringen; es geht vielmehr um eine Auseinandersetzung unterschiedlicher Formen des Erkenntnisgewinns. An der Oberfl&#228;che sehen wir ein medienkritische Auseinandersetzung, die letztlich lineare Fragen nach dem Muster von „Ursache“ und „Wirkung“ in den Blick nimmt (Kinder lesen immer weniger, die Verf&#252;gbarkeit des Internets ist Schuld; Leute laufen Amok, Gewalt betondende Computerspiele sind Schuld etc.) und somit Oppositionen schafft. Unter der Oberfl&#228;che aber geht es um grundlegende Fragen der Erkenntnistheorie (Epistemologie). Hier aber haben vernezte Denkstrukturen einen gro&#223;en Vorteil: Sie k&#246;nnen mit linearen Denkstruren im Grunde leben, da sie die so gewonnen Erkenntnisse eigentlich in ihr Netz integrieren k&#246;nnen, w&#228;hrend lineare Denkstrukturen vernetzte Formen des Erkenntnisgewinns zwar analysieren, nicht aber integrieren k&#246;nnen.</p>

<p>Um so erstaunlicher ist es allerdings, dass die Kritik an Vernetzungsverweigeren bei denen so gro&#223; ist, die sich selbst vernetzen. Dies liegt vermutlich an den massiven Widerst&#228;nden, denen digital vernetzt Arbeitende oft ausgesetzt sind, was sie in eine Verteidigungshaltung bringt, die selbst wieder missionarischen Charakter annimmt, da es &#252;berhaupt nicht nachvollziehbar erscheint, dass jemand die wunderbaren M&#246;glichkeiten der Vernetzung nicht zumindest akzeptiert.</p>

<p>Zur&#252;ck zum<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/52/495378/text/" target="_blank"> Zitat am Anfang dieses Beitrages</a>:</p>

<blockquote>„Widersprechen sich das lineare und das vernetzte Denken nicht so sehr, dass sie keine gemeinsame Ebene finden k&#246;nnen?“</blockquote>

<p>Ja, der Widerspruch in beiden Denkformen ist gegeben. Es ist ein Widerspruch im Streit um Genese und Geltung von Erkenntnissen, der sich nur dann aufl&#246;st, wenn gegenseitig akzeptiert wird, dass beide Formen des Denkens zu relevanten Erkenntnissen gelangen k&#246;nnen.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;t=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;t=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;title=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&amp;selection=Auf%20der%20einen%20Seite%20stehen%20Menschen%2C%20die%20vernetzt%20arbeiten%20und%20ihre%20Denkstrukturen%20als%20%E2%80%9Evernetzt%E2%80%9C%20bezeichnen.%20Auf%20der%20anderen%20Seite%20stehen%20Kritiker%20der%20Vernetzung%2C%20die%20im%20hohen%20Informationsaufkommen%2C%20das%20in%20technisch%20vernetzten%20Strukturen%20entsteh" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;t=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&amp;s=Auf%20der%20einen%20Seite%20stehen%20Menschen%2C%20die%20vernetzt%20arbeiten%20und%20ihre%20Denkstrukturen%20als%20%E2%80%9Evernetzt%E2%80%9C%20bezeichnen.%20Auf%20der%20anderen%20Seite%20stehen%20Kritiker%20der%20Vernetzung%2C%20die%20im%20hohen%20Informationsaufkommen%2C%20das%20in%20technisch%20vernetzten%20Strukturen%20entsteh" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;title=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&amp;annotation=Auf%20der%20einen%20Seite%20stehen%20Menschen%2C%20die%20vernetzt%20arbeiten%20und%20ihre%20Denkstrukturen%20als%20%E2%80%9Evernetzt%E2%80%9C%20bezeichnen.%20Auf%20der%20anderen%20Seite%20stehen%20Kritiker%20der%20Vernetzung%2C%20die%20im%20hohen%20Informationsaufkommen%2C%20das%20in%20technisch%20vernetzten%20Strukturen%20entsteh" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;t=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Auf%20der%20einen%20Seite%20stehen%20Menschen%2C%20die%20vernetzt%20arbeiten%20und%20ihre%20Denkstrukturen%20als%20%E2%80%9Evernetzt%E2%80%9C%20bezeichnen.%20Auf%20der%20anderen%20Seite%20stehen%20Kritiker%20der%20Vernetzung%2C%20die%20im%20hohen%20Informationsaufkommen%2C%20das%20in%20technisch%20vernetzten%20Strukturen%20entsteh" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F&amp;title=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&amp;notes=Auf%20der%20einen%20Seite%20stehen%20Menschen%2C%20die%20vernetzt%20arbeiten%20und%20ihre%20Denkstrukturen%20als%20%E2%80%9Evernetzt%E2%80%9C%20bezeichnen.%20Auf%20der%20anderen%20Seite%20stehen%20Kritiker%20der%20Vernetzung%2C%20die%20im%20hohen%20Informationsaufkommen%2C%20das%20in%20technisch%20vernetzten%20Strukturen%20entsteh" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Lineares%20und%20Vernetzes%20Denken%3A%20Ein%20Konflikt%20zwischen%20%E2%80%9Edigital%20natives%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9Edigital%20emigrants%E2%80%9C%3F&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F11%2F27%2Flineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/analog/" title="analog" rel="tag">analog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/digital/" title="digital" rel="tag">digital</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/diskussion/" title="Diskussion" rel="tag">Diskussion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/romantik/" title="Romantik" rel="tag">Romantik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzung/" title="Vernetzung" rel="tag">Vernetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/web-20/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/" title="Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“ (24. Mai 2010)">Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/24/vernetzen-macht-spass-und-ist-lehrreich/" title="Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich (24. April 2009)">Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich</a> (13)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/" title="Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung (28. April 2009)">Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/08/grenzen-der-kommunikationsfaehigkeit/" title="Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit (8. Mai 2010)">Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit</a> (12)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/" title="Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz (20. September 2009)">Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz</a> (15)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Das „Sieger-Gen“ – Sprache und Bedeutung</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/10/11/das-sieger-gen-sprache-und-bedeutung/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/10/11/das-sieger-gen-sprache-und-bedeutung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 01:12:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Erörterung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[George Orwell]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Methapher]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeptionsästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2120</guid>
		<description><![CDATA[Joachim L&#246;w sagte laut Pressemeldungen als Bundestrainer am Abend des Qualifikationsspieles zur FIFA-Fu&#223;ball-WM der Herrenauswahlen im Fu&#223;ball der nationalen Fu&#223;ballverb&#228;nde: „Ich habe aber vor dem Spiel gesp&#252;rt, dass jeder das Sieger-Gen in sich hat. Selbstverst&#228;ndlich hatten wir in einigen Situationen auch etwas Gl&#252;ck.“ Ist das eine biologistische Selbstmystifizierung, die mit dem Wort „SiegerGen“ hier in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,654434,00.html" target="_blank">Joachim L&#246;w sagte laut Pressemeldungen</a> als Bundestrainer am Abend des Qualifikationsspieles zur FIFA-Fu&#223;ball-WM der Herrenauswahlen im Fu&#223;ball der nationalen Fu&#223;ballverb&#228;nde:</p>

<blockquote>„Ich habe aber vor dem Spiel gesp&#252;rt, dass jeder das Sieger-Gen in sich hat. Selbstverst&#228;ndlich hatten wir in einigen Situationen auch etwas Gl&#252;ck.“</blockquote>

<p>Ist das eine biologistische Selbstmystifizierung, die mit dem Wort „SiegerGen“ hier in Erscheinung tritt?<span id="more-2120"></span> Ist es die Phantasie von Leuten, die wohl mehr „Gl&#252;ck hatten als ein „Sieger-Gen“, auch wenn das „Gl&#252;ck“ (noch so ein abstraktes Wort), glaube ich den online bereits verf&#252;gbaren Spielberichten, wohl zumindest in der gestrigen Begegnung in Moskau, eine viel gr&#246;&#223;ere Rolle gespielt hat, wenn ein Spieler der Herrenausawahl im Fu&#223;ball des Deutschen Fu&#223;ballbundes so foult, dass er vom Platz muss und das „Gl&#252;ck“ einen f&#228;lligen Elfmeter f&#252;r die Auswahl des russischen Fu&#223;ballverbandes „verhindert“.</p>

<p>„Sieger-Gen“, ich habe das Wort nie zuvor geh&#246;rt, zuckte gar ein wenig zusammen, wurde unruhig, hatte Assoziationen zu diversen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbermensch" target="_blank">&#220;bermenschenphantasien</a> des vergangenen Jahrhunderts, bis hin zu Nietzsches <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Also_sprach_Zarathustra" target="_blank">Zarathustra</a>, der allerdings schon in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts erschien.</p>

<p>Diese Assoziationen aber, so meine weitere Recherche, hebt das Wort und deren Benutzer auf eine viel zu intellektuelle Ebene, scheint es auch ein vor allem von M&#228;nnern bzw. in von M&#228;nnern dominierten Dom&#228;nen genutzt zu werden. Eine Recherche &#252;ber Suchmaschine ergab, dass das Wort fast ausschlie&#223;lich im Bereich des (Herren)Fu&#223;balls, dar&#252;ber hinaus aber in Einzelf&#228;llen auch im Zusammenhang mit Motorsport und Management auftaucht.</p>

<p>Also doch nur eine metaphorische sprachliche Bildung, um eben nicht „Gl&#252;ck“ und „Zufall“ als  Gr&#252;nde f&#252;r Sieg und Niederlage im (Fu&#223;ball)Sport als Erkl&#228;rungsinstanz zu Rate zu ziehen? – Zumindest erkl&#228;rt das Wort „Sieger-Gen“ nichts, nichts, nichts. Es ist eine willk&#252;rliche Bildung, die zwar jeder versteht, die aber, bei sprachkritischer Betrachtung, zumindest mir die Haare zu Berge stehen l&#228;sst. Warum ist das so?</p>

<p>Es ist zwar in der K&#252;rze nur schwer darstellbar, was ein Gen ist, aber es muss zumindest angedeutet werden, um die Konnotationen zu h&#246;ren, die mit dem hier betrachteten Wort verbunden werden k&#246;nnen:</p>

<blockquote>„Allgemein werden Gene daher als <strong>Erbanlage</strong> oder <strong>Erbfaktor</strong> bezeichnet, da sie die Tr&#228;ger von <a title="Genom" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Genom" target="_blank">Erbinformation</a> sind, die durch <a title="Reproduktion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reproduktion" target="_blank">Reproduktion</a> an die <a title="Nachkomme" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachkomme" target="_blank">Nachkommen</a> weitergegeben werden.” (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gen" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Gen</a>)</blockquote>

<p>Gene haben also nur dann etwas mit „Gl&#252;ck“ zu tun, wenn es um den Weg geht, auf dem die eigenen Gene ihre Zusammensetzung finden oder wenn es um die Frage geht, ob sich bestimmte, in den Genen vorhandenen Optionen ausbilden oder nicht, vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Genotyp" target="_blank">Genotyp</a> zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4notyp" target="_blank">Ph&#228;notyp</a> gelangen. Davon abgesehen handelt es sich bei Genetik um die wissenschaftliche Beschreibung eines naturwissenschaftlich nachvollziehbaren Prozesses bei der Weitergabe des Lebens.</p>

<p>Die Wortbildung „Sieger-Gen“ greift diesen Prozess sprachlich auf und verbindet ihn mehr oder weniger bewusst mit der Vorstellung des „survival of the fittest“, denn nach meinen Recherchen findet sich nur dort eine Verbindung des Begriffs „Gen“ mit einer Vorstellung eines „Siegers“. Der Begriff taucht zun&#228;chst bei dem Sozialpsychologen Herbert Spencer auf und wird dann von Charles Darwin &#252;bernommen. Doch in beiden Zusammenh&#228;ngen ist mit „survival of the fittest“ nicht der Sieg durch „<em>k&#246;rperliche St&#228;rke und Durchsetzungsf&#228;higkeit</em> im Sinne einer direkten Konkurrenzverdr&#228;ngung unter Einsatz von Gewalt“<sup> [1]</sup>, sondern das Ph&#228;nomen, dass die an ihre Umwelt am besten angepassten Lebewesen auf Dauer (!) die weniger gut angepassten Lebewesen verdr&#228;ngen.</p>

<p>Wenn dem so ist, dann passt diese Assoziation nicht zu der Rede von dem „Sieger-Gen“, die hier er&#246;rtert wird, da es im Sport, in dessen Umfeld das Wort am h&#228;ufigsten genutzt wird, eben nicht um Anpassung, sondern um die schon genannte „<em>k&#246;rperliche St&#228;rke und Durchsetzungsf&#228;higkeit</em> im Sinne einer direkten Konkurrenzverdr&#228;ngung“ geht.</p>

<p>Wenn Joachim L&#246;w nach dem Qualifikationsspiel zur FIFA-Fu&#223;ball-WM der Herrenauswahlen im Fu&#223;ball der nationalen Fu&#223;ballverb&#228;nde von einem „Sieger-Gen“ spricht, dann ist der Einsatz dieser biologistischen Metapher inhaltlich falsch, es sei denn, man ist der Meinung, dass die spielenden Fu&#223;baller des Deutschen Fu&#223;ballbundes eben besser an den vor dem Spiel <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,653564,00.html" target="_blank">so intensiv diskutierten Kunstrasen</a> „biologisch“ besser angepasst gewesen seien, als die Spieler des gastgebenden Fu&#223;ballverbandes. Ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass es sich hier um eine „genetisch“ bedingte Anpassung handelt. Aber dass es sich bei dem Begriff „Sieger-Gen“ um eine metaphorische Bildung zu handeln scheint, wurde ja schon gesagt.</p>

<p>Das Wort, so das Ergebnis der n&#228;heren Betrachtung des Wortes „Gen“, ist also eine unbrauchbare Metapher, ein leerer Begriff ohne Aussagegehalt, der aber dennoch im Zusammenhang mit dem gestrigen Fu&#223;ballspiel als Aussage des zust&#228;ndigen Trainers immer wieder zitiert wird.</p>

<p>Und trotz der Leere des Begriffs, scheinen doch viele zu verstehen, was damit gesagt werden soll: Statt zu sagen, dass man einfach unglaublich viel „Gl&#252;ck“ gehabt habe und somit den Zufall als ein Element des Spiels benennt, wird dem Gl&#252;ck in dem Zitat aus dem Munde Joachim L&#246;ws eine sekund&#228;re Funktion zugeordnet, die aber zugleich redundant ist, da das Wort „Sieger-Gen“ f&#252;r nichts anders als „Gl&#252;ck“ steht, dieses aber metaphorisch nicht angemssen wiederzugeben vermag, da die Frage des Zufalls beim Genotyp eine andere Bedeutung hat, als im Fu&#223;ball.</p>

<p>Unterstelle ich aber, dass mit dem Begriff tats&#228;chlich eine rationale Aussage getroffen werden sollte, so s&#228;he diese in etwa so aus: „Heute wurde ph&#228;notypisch erkennbar, was in deutschen Fu&#223;ballern im Genotyp angelegt ist. Unsere Fu&#223;baller sind genetisch eigentlich auf Sieg programmiert. Auch wenn dies nicht in jedem Spiel zum Vorschein kommt, heute haben sie gezeigt, was in ihnen steckt.“</p>

<p>Damit aber w&#228;ren wir wieder bei den biologistischen Assoziationen, die mit dem Begriff verbunden sind. Und solche biologistisch gepr&#228;gten, irrationalen, aber dennoch beliebten Begrifflichkeiten, kommen in der Geschichte meist an Stellen vor, mit denen der Deutsche Fu&#223;ballbund bzw. dessen Trainer der Herrenauswahl dieses Fu&#223;ballbundes wahrscheinlich nicht gerne in Verbindung gebracht w&#252;rden. – Als man noch nicht viel &#252;ber Gene wusste und „das Blut“ als Quelle des sich in einem Menschen auspr&#228;genden Lebens ansah, wurde „&#220;berlegenheit“ mit der „&#220;berlegenheit des Blutes“, also dem „Sieger-Blut“ in Verbindung gebracht. Und da ich dies im Hinterkopf habe, wenn ich die Rede vom „Sieger-Gen“ h&#246;re, mag es nachvollziehbar sein, warum es mir bei diesem Begriff eiskalt den R&#252;cken herunter l&#228;uft: Das Wort „Sieger-Gen“ weckt bei mir Assoziationen zu Ausformungen des Darwinismus im Sozialdarwinismus. Sozialdarwinisten verbinden h&#228;ufig mit ihrer Vorstellung die <span style="text-decoration: line-through;">Phantasie</span> Vorstellungen der Evolutionsbiologie mit der Vorstellung einer H&#246;herentwicklung zu einer wertvolleren Lebensform. Und diese Vorstellung spielte in der Rassenideologie der NS-Zeit eine f&#252;r viele Menschen t&#246;dliche Rolle.</p>

<p>Damit will ich Joachim L&#246;ws &#196;u&#223;erung <em>nicht</em> in die N&#228;he dieser rassistischen Vorstellungen r&#252;cken! Erstens ist er nicht der Erste und auch nicht der Einzige, der sie gebraucht. Ich will vielmehr nur darauf hinweisen, welche Konnotationen bei der Verwendung des Begriffs „Sieger-Gen“ mitschwingen <em>k&#246;nnen, </em>unterzieht man den Begriff einer sprachkritischen Analyse.</p>

<p>Au&#223;erdem ist der Trainer der Herrenauswahl des Deutschenfu&#223;ballbundes, wie gerade schon erw&#228;hnt, <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&amp;hs=Qz7&amp;q=sieger-gen&amp;btnG=Suche&amp;meta=" target="_blank">nicht der Einzige</a>, der diese Formulierung nutzt; seine Formulierung gab nur den Ansto&#223; zu dieser Er&#246;rterung. Die Recherche aber ergab, dass der Begriff vor allem im Kontext des Sports gebraucht wird. Und dies scheint mir durchaus reflektierenswert.</p>

<p>Am h&#228;ufigsten taucht der Begriff des „Sieger-Gens“ im Kontext des Fu&#223;balls auf, vereinzelt im Zusammenhang mit Motorsport oder mit Wirtschaft. Dies zusammenfassend scheint es also so, dass der Begriff vor allem in Konkurrenz-Situationen genutzt wird, die, so meine Vermutung, von „m&#228;nnlich“ Sprachspielen dominierten werden und deren sprachlicher Kontext oft an den Krieg erinnert.</p>

<p>George Orwell schrieb einmal, dass „Sport Krieg ohne Waffen“ sei. Sp&#228;testens, wenn es im Rahmen von Fu&#223;ballspielen zu gewaltt&#228;tigen Auseinandersetzungen kommt, wird diese Aussage leider sogar &#252;bertroffen. Diese Einsicht hat auch schon Einzug in einen <a href="http://debatte.welt.de/kommentare/317/sport+ist+krieg+ohne+waffen" target="_blank">Kommentar eines Sportredakteurs der „Welt“</a> gehalten. Und im Krieg geht es um die Frage, wer sich mit Mitteln der Gewalt gegen&#252;ber anderen durchzusetzen vermag.</p>

<p>Keine Frage: Sportler wollen sich in vielen F&#228;llen im fairen Wettkampf durchsetzen, so sehr dieser faire Wettkampf von Leistungsideologien und k&#246;rperlichem Leistungsehrgeiz &#252;berschattet werden, die zu Doping f&#252;hren. Wer siegt, der/die hat gewonnen. Wer nicht siegt, ist im g&#252;nstigen Fall schnell vergessen oder wird im ung&#252;nstigsten Fall zum Opfer von Hohn und Spott. Doch besonders prickelnd wird dies, wenn, zum Beispiel im Rahmen der olympischen Spiele, die Nationen als „die Unzugeh&#246;rigsten von allen ins Bild“ (<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/804/404583/text/4/" target="_blank">SZ</a>) dr&#228;ngen und so tats&#228;chlich der Eindruck entsteht, es gehe hier nicht um den Wettkampf von Sportlern und Sportlerinnen, sondern um die Auseinandersetzung um den Wert von Nationen. Und so ist es kein Wunder, dass es immer wieder entsprechende „Feldherren“ gibt, die den Sport als Staatsziel mit in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufnehmen wollen, wenn auch vor allem mit an der Gesundheit der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger (der Begriff „Volksgesundheit“ liegt hier nahe und somit schon wieder ein Begriff aus NS-Zeiten) oder der „Fitness“ (und somit unterschwellig an der Vorstellung des „survival of the fittest“ orientierten Begriffen) verbunden.</p>

<p>Literarisch haben sich diese Ph&#228;nome vor allem in dem Werk der Literaturnobelpreistr&#228;gerin <a href="http://elfriedejelinek.com/" target="_blank">Elfriede Jelineks</a> mit dem Titel „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Sportst%C3%BCck" target="_blank">Ein Sportst&#252;ck</a>“ niedergeschlagen, in dem, in Anlehnung an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_Canetti" target="_blank">Elias Canettis</a> (noch ein Literaturnobelpreistr&#228;ger) Untersuchung zu „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masse_und_Macht" target="_blank">Masse und Macht</a>“, die Parallelen von Sport und Krieg in gr&#246;&#223;ter literarischer Meisterschaft herausgearbeitet werden.</p>

<p>Dieses literarische Werk war dann wohl auch der Grund, warum ich so &#252;berrascht war, dass der Begriff „Sieger-Gen“ im Kontext des Sports, insbesondere des Fu&#223;balls, verwendet wird, verband ich ihn doch sofort mit diesem Theaterst&#252;ck und mit Canettis &#220;berlegungen zum Thema. Dies war der eigentliche Anlass, den Begriff einmal auf seine Bedeutung hin zu untersuchen.</p>

<p>So wenig ich davon ausgehe, dass der Begriff „Sieger-Gen“ in den genannten Kontexten auf seine m&#246;gliche Bedeutung hin reflektiert eingesetzt wird, ich bin n&#228;mlich wirklich davon &#252;berzeugt, dass er <em>nicht</em> in den hier dargestellten und m&#246;glichen Bedeutungskontexten von den entsprechenden Personen benutzt wird, die &#252;brigens in vielen F&#228;llen auch Sportjournalisten sind, so sehr scheint es mir bedeutsam, auf diese m&#246;glichen Bedeutungsfelder hinzuweisen, um zu verdeutlichen, welche m&#246;glichen Konnotationen mit entsprechenden Begriffen verbunden werden k&#246;nnen, bzw. welche Konnotationen unbewusst mit solchen Begriffen transportiert oder rezipiert werden.</p>

<p>Zum Schluss m&#246;chte ich versuchen, aus dem Gesagten einige Kriterien f&#252;r den reflektierten Umgang mit Sprache abzuleiten, geht es mir hier doch weniger um die Kritik an konkreten Personen als vielmehr um eine sich im kantischen Sinne des eigenen Verstandes bedienenden – und somit der Aufkl&#228;rung verpflichtet sehenden – sprachkritischen Betrachtung eines sprachlichen Ph&#228;nomens:</p>

<ol>
    <li>Sprache ist nicht nur Mitteilung von Informationen, sondern immer voller Konnotationen.</li>
    <li>Die Konnotationen von sprachlichen &#196;u&#223;erungen f&#252;hren dazu, dass zun&#228;chst einmal „unschuldige“ Worte semantisch aufgeladen werden und somit in einen Bedeutungszusammenhang eintreten, zu Begriffen werden.</li>
    <li>Wenn Sprache das Ziel der Informations&#252;bermittlung erreichen soll, ist es notwendig, solche Konnotationen zu reflektieren, um m&#246;gliche St&#246;rfaktoren im Informationsfluss zu minimieren.</li>
</ol>

<p>Ja, einer Reflexion wie dieser kann vorgeworfen werden, dass sie an die Stelle der eigentlichen Intention des Sprechers einer Aussage einen unangemessenen, diese Intention verfehlende und somit &#252;berinterpretierende, Deutungszusammenhang konstruiert. Diesen m&#246;glichen Vorwurf kann ich nur relativeren, wenn ich festhalte, dass ich der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rezeptions%C3%A4sthetik" target="_blank">Rezeptions&#228;sthetik</a> der so genannten „Konstanzer Schule“ einen gro&#223;en Erkenntniswert im Umgang mit Sprache und Literatur zuschreibe. Die Rezeptions&#228;sthetik geht davon aus, dass die Wirkung eines Textes (einer Aussage) beim Leser (Rezipient) einen durchaus bedeutsamen Erkenntniswert mit sich bringt. Und so verr&#252;ckt das klingt: Das gilt auch f&#252;r &#196;u&#223;erungen im Kontext des Sports, insbesondere dann, wenn es um Formulierungen geht, die den Sport mit Kontexten verbindet, die alles andere als Ausdruck des fairen Wettkampfes und der Akzeptanz der Tatsache sind, dass neben dem regelm&#228;&#223;igen Training unter &#228;hnlich gut trainierten Sportlern bei Wettk&#228;mpfen oft das Gl&#252;ck entscheidet, so dieses nicht mit dem Einsatz von Dopingmitteln erzwungen werden soll.</p>

<p>F&#252;r mich geh&#246;rt der Begriff „Sieger-Gen“ zu den Worten, bei deren Nutzung sich meine Nackenhaare in alle Richtung aufstellen. Den Gr&#252;nden f&#252;r die zun&#228;chst rein rezeptiv von mir selbst wahrgenommenen kritischen Distanz zu diesem Begriff wollte ich nachgehen, als ich diese Er&#246;rterung begann. Dass ich am Ende allerdings kaum von der Formulierung „Sieger-Gen“ begeistert sein w&#252;rde, war f&#252;r mich sehr fr&#252;h absehbar. So ist das f&#252;r mich bei Begriffen, die eher vermieden werden sollten.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;t=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;t=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;title=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&amp;selection=Joachim%20L%C3%B6w%20sagte%20laut%20Pressemeldungen%20als%20Bundestrainer%20am%20Abend%20des%20Qualifikationsspieles%20zur%20FIFA-Fu%C3%9Fball-WM%20der%20Herrenauswahlen%20im%20Fu%C3%9Fball%20der%20nationalen%20Fu%C3%9Fballverb%C3%A4nde%3A%0D%0A%E2%80%9EIch%20habe%20aber%20vor%20dem%20Spiel%20gesp%C3%BCrt%2C%20dass%20jeder%20das%20Sieger-Gen%20in" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;t=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&amp;s=Joachim%20L%C3%B6w%20sagte%20laut%20Pressemeldungen%20als%20Bundestrainer%20am%20Abend%20des%20Qualifikationsspieles%20zur%20FIFA-Fu%C3%9Fball-WM%20der%20Herrenauswahlen%20im%20Fu%C3%9Fball%20der%20nationalen%20Fu%C3%9Fballverb%C3%A4nde%3A%0D%0A%E2%80%9EIch%20habe%20aber%20vor%20dem%20Spiel%20gesp%C3%BCrt%2C%20dass%20jeder%20das%20Sieger-Gen%20in" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;title=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&amp;annotation=Joachim%20L%C3%B6w%20sagte%20laut%20Pressemeldungen%20als%20Bundestrainer%20am%20Abend%20des%20Qualifikationsspieles%20zur%20FIFA-Fu%C3%9Fball-WM%20der%20Herrenauswahlen%20im%20Fu%C3%9Fball%20der%20nationalen%20Fu%C3%9Fballverb%C3%A4nde%3A%0D%0A%E2%80%9EIch%20habe%20aber%20vor%20dem%20Spiel%20gesp%C3%BCrt%2C%20dass%20jeder%20das%20Sieger-Gen%20in" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;t=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Joachim%20L%C3%B6w%20sagte%20laut%20Pressemeldungen%20als%20Bundestrainer%20am%20Abend%20des%20Qualifikationsspieles%20zur%20FIFA-Fu%C3%9Fball-WM%20der%20Herrenauswahlen%20im%20Fu%C3%9Fball%20der%20nationalen%20Fu%C3%9Fballverb%C3%A4nde%3A%0D%0A%E2%80%9EIch%20habe%20aber%20vor%20dem%20Spiel%20gesp%C3%BCrt%2C%20dass%20jeder%20das%20Sieger-Gen%20in" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F&amp;title=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&amp;notes=Joachim%20L%C3%B6w%20sagte%20laut%20Pressemeldungen%20als%20Bundestrainer%20am%20Abend%20des%20Qualifikationsspieles%20zur%20FIFA-Fu%C3%9Fball-WM%20der%20Herrenauswahlen%20im%20Fu%C3%9Fball%20der%20nationalen%20Fu%C3%9Fballverb%C3%A4nde%3A%0D%0A%E2%80%9EIch%20habe%20aber%20vor%20dem%20Spiel%20gesp%C3%BCrt%2C%20dass%20jeder%20das%20Sieger-Gen%20in" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Das%20%E2%80%9ESieger-Gen%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Sprache%20und%20Bedeutung&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F10%2F11%2Fdas-sieger-gen-sprache-und-bedeutung%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2120" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest</a></li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschland/" title="Deutschland" rel="tag">Deutschland</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/eroerterung/" title="Erörterung" rel="tag">Erörterung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/george-orwell/" title="George Orwell" rel="tag">George Orwell</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geschichte/" title="Geschichte" rel="tag">Geschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gewalt/" title="Gewalt" rel="tag">Gewalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommentar/" title="Kommentar" rel="tag">Kommentar</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/krieg/" title="Krieg" rel="tag">Krieg</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/methapher/" title="Methapher" rel="tag">Methapher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/naturwissenschaft/" title="Naturwissenschaft" rel="tag">Naturwissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rezeptionsaesthetik/" title="Rezeptionsästhetik" rel="tag">Rezeptionsästhetik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/sprachkritik-sprache/" title="Sprachkritik" rel="tag">Sprachkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/" title="Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“ (24. Mai 2010)">Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/" title="Bildung, Wissen, Kompetenzen (30. April 2009)">Bildung, Wissen, Kompetenzen</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/" title="Sprache und Macht – Zu Georg B&#252;chners „Woyzeck“ (26. Februar 2010)">Sprache und Macht – Zu Georg B&#252;chners „Woyzeck“</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" title="Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben (18. September 2009)">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/" title="Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis (7. Oktober 2009)">Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</a> (5)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/10/11/das-sieger-gen-sprache-und-bedeutung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Maik Riecken]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032</guid>
		<description><![CDATA[„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen“, fasst Maik Riecken die Grenzen und Gefahren eines vor allem auf Kompetenzen ausgerichteten Bildungsbegriffs zusammen. Und weiter schreibt Riecken: „Kompetenzen fangen f&#252;r mich immer mit dem Inhalt an – nie mit der Methode, nie mit dem Medium. Wir k&#246;nnen nicht alles wissen. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen“, fasst <a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Maik Riecken</a> die Grenzen und Gefahren eines vor allem auf Kompetenzen ausgerichteten Bildungsbegriffs zusammen. Und weiter schreibt Riecken:</p>

<blockquote>„Kompetenzen fangen f&#252;r mich immer mit dem Inhalt an – nie mit der Methode, nie mit dem Medium. Wir k&#246;nnen nicht alles wissen. Das hei&#223;t aber nicht, dass wir kein Wissen mehr vermitteln sollten oder dass wir keines mehr brauchen.“ (<a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>Kompetenzen! – So lautet das neue Zauberwort, seit PISA 1 &#246;ffentlichkeitswirksam darstellte, dass es mehr und mehr Jugendliche (<em>u. a.</em> [sic!] in Deutschland) gibt,<span id="more-2032"></span> die z. B. nicht mehr in der Lage sind, in Texten vorhandenes Wissen oder in Texten dargestellte Arbeitsanweisungen, beispielsweise bei Textaufgaben im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, herauszuarbeiten oder anzuwenden.</p>

<p>Die logische Folge aus dieser Erkenntnis ist, dass die F&#228;higkeit zur Anwendung von Wissen st&#228;rker in den Vordergrund gestellt werden muss. Es muss gelernt werden, wie gelernt wird, was heute unter dem Schlagwort „Lernen lernen“ zusammengefasst wird. Es muss aber ebenso gelernt werden, wie Inhalte so erfasst werden k&#246;nnen, dass diese f&#252;r den Bildungsprozess fruchtbar und wirksam werden k&#246;nnen. – Es geht also nicht nur darum, Buchstaben zu lernen, um in der Lage zu sein, diese in Texten wiederzuerkennen, sondern darum, das System, in dem die Buchstaben zu gr&#246;&#223;eren Buchstabengruppen (W&#246;rter, S&#228;tze, Texte) werden, zu verstehen, da nur so die in Zeichenstrukturen festgehaltenen Inhalte erfasst werden k&#246;nnen.</p>

<p>Eine Kompetenz umfasst immer mehr als eine Anwendungsf&#228;higkeit. Und wenn der deutsche Begriff „F&#228;higkeit“ auch schon eine ganze Menge von dem beinhaltet, was in der Diskussion um Kompetenzenorientierung als wichtig angesehen wird, so schlage ich an dieser Stelle dennoch vor, den englischen Begriff der „literacy“ zu benutzen, da dieser einige Seiten in Bildungsprozessen ber&#252;cksichtigt, die weder im Begriff der „F&#228;higkeiten“ noch der „Kompetenzen“ automatisch mitgedacht werden. Ich schlage dies vor, da „F&#228;higkeiten“ eher mit dem englischen „abilities“ korrespondiert und der Kompetenzenbegriff eher mit dem englischen „skills“ erl&#228;utert werden kann.</p>

<p>Also „literacy“. Um diesen Begriff richtig zu verstehen, darf man nicht den Fehler machen, ihn einfach mit Lesekompetenz oder gar Literalit&#228;t zu &#252;bersetzen, wie z. B. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Literacy" target="_blank">Wikipedia</a> das macht. „Literacy“ wird in unterschiedlichen Zusammenh&#228;ngen verwendet und meint in diesen eben mehr als nur Lesef&#228;higkeit: Wenn zum Beispiel von „reading literacy“ die Rede ist, dann bezieht sich diese auf eine „schriftsprachliche Rezeptionsf&#228;higkeit im weitesten Sinn, etwa auf Verstehens­leistungen bei der Lekt&#252;re verschiedener linearer Textsorten, aber auch bei Tabellen, Graphiken, Lexikon oder Hypertexten“<sup> [1]</sup></p>

<!--        @page { margin: 56.7pt }        P { margin-bottom: 6pt } -->

<p>Als zweites Beispiel, in welchen Zusammenh&#228;ngen von „literacy“ &#252;ber „Lesef&#228;higkeit“ oder „Lesekompetenz“ hinaus gesprochen werden kann, sei hier im Sinne Sonja Livingstons, die am <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm">Department for Media and Communication</a> der <a href="http://www.lse.ac.uk/" target="_blank">London School of Economics and Political Sciences</a> arbeitet, der Begriff der „media literacy“ genannt, zu dem <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm#medialiteracy" target="_blank">Livingstone gearbeitet hat</a>. – Livingstone definiert „media literacy“ als “the ability to access, analyse, evaluate and create messages across a variety of contexts” (die F&#228;higkeit / Kompetenz des Zugangs, der Analyse, der Evaluation und der Erstellung zu / von Nachrichten in unterschiedlichen Kontexten).</p>

<p>Dies klingt zun&#228;chst einmal nach einer reinen Ansammlung von F&#228;higkeiten, die zwar die Anwendbarkeit der Medien zulassen, aber keine Kenntnisse &#252;ber diese Medien voraussetzen. Und damit wird aus einem kompetenten Menschen in diesem Sinne ein abh&#228;ngiger Mensch, wie <a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Riecken so treffend darstellt</a>:</p>

<blockquote>„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen. Wie viele Menschen sind z.B. von einer bestimmten Benutzeroberfl&#228;che eines Rechners abh&#228;ngig, weil sie nicht verstehen wollen, was der Rechner f&#252;r sie macht? Relevantes Wissen im IT-Bereich bedeutet das Erlernen von Konzepten – etwa der Objektorientierung – die es erlauben, jedes Schreibprogramm, welche objektorientiert arbeitet (das tun fast alle) zu bedienen. Das erm&#246;glicht mir Freiheit bei der Wahl meines Softwareanbieters. Dazu ben&#246;tige ich zun&#228;chst aber Wissen um die Objektorientierung und ich brauche jemanden, der erkennt, dass die Objektorientierung relevantes Wissen darstellt. Habe ich dieses Wissen nicht, muss ich andere Leute fragen oder f&#252;r eine Dienstleistung zahlen.“</blockquote>

<p>Doch Livingstone erkennt dieses Problem und stellt in ihren &#220;berlegungen zur Evaluation von Nachrichten in unterschiedlichen medialen Kontexten folgendes fest:</p>

<blockquote>“<em>There is little point in access or analysis without judgement</em>, but a stress on evaluation raises, rightly, some difficult policy questions when specifying and legitimating appropriate bases of <em>critical literacy – aesthetic, political, ideological and/or economic</em>. The scope and purpose of evaluation is also disputed: is media literacy intended to promote a democratised, diverse, anti-elitist approach to online representations or should it underpin a more traditional, hierarchical discrimination of good from bad, authoritative from unauthorised, information and communication?”<sup> [2]</sup></blockquote>

<p>An diesem Punkt wird deutlich, dass „literacy“ als Begriff mehr als nur F&#228;higkeiten und Kompetenzen (abilities / skills) umfasst: Es geht auch um die F&#228;higkeit zum kritischen Umgang mit den Kompetenzen bzw. vor allem den Inhalten oder Gegenst&#228;nden, die &#252;ber Kompetenzen erschlossen werden. Es geht um die F&#228;higkeit des reflexiven, auf Wissen (Inhalten!) basierenden Umgangs mit Kompetenzen, der auch dann noch weiter hilft, wenn z.B. die Benutzeroberfl&#228;chen von Computerprogrammen v&#246;llig anders aussehen, als wir das heute gewohnt sind.</p>

<p>Doch der „literacy“-Begriff ist meines Erachtens noch umfassender. Er beinhaltet n&#228;mlich auch all jene Faktoren, die den Prozess der Erfassung und Integration von Inhalten in den eigenen Kompetenzen-Pool vor dem je eigenen biographischen, sozialen und kulturellen Hintergrund begleiten und f&#252;hrt im Idealfall auch zu der Kompetenz, diese Hintergr&#252;nde reflexiv und kritisch in den eigene (handlungsorientierten) Lernprozess zu integrieren. Dieser Idealfall ist es, den ich (neben noch weiteren, hier nicht n&#228;her ausgef&#252;hrten Differenzierungen) mit dem Bildungsbegriff verbinde.</p>

<p>Zugegeben: Ich kenne keinen einzigen an Bildungsprozessen Beteiligten, der der Annahme, dass Kompetenzenorientierung nicht ohne Inhalte gehe, widersprechen w&#252;rde. Grunds&#228;tzlich scheint allgemein akzeptiert zu sein, dass der Prozess der Wissensgenerierung mit praktischen Bez&#252;gen und bildenden Wirkungen ein dialektischer ist, der sich zwischen Inhalten und praktischen Anwendungen hin und her bewegt. Und doch scheint es mir in diesem dialektischen Prozess gegenw&#228;rtig eine &#220;bergewichtung der Kompetenzen zu geben, was sicher mit der vorhergegangenen &#220;bergewichtung der Inhalte zu tun hat, aber deshalb dennoch einseitig ist.</p>

<p>Was also ist meines Erachtens in der gegenw&#228;rtigen Bildungs- / Kompetenzen-Diskussion unbedingt zu ber&#252;cksichtigen? Was findet statt? Wo sind Tendenzen erkennbar, die in paradoxe Situationen f&#252;hren?</p>

<ol>
<li><p>Bildungsprozesse sollen individualisiert ablaufen. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen sollen von ihren individuellen F&#228;higkeiten und Voraussetzungen her gef&#246;rdert werden, sodass idealerweise eine intrinsische Motivation des Lernens erreicht wird. Und dabei werden idealerweise biographische, soziale und kulturelle Hintergr&#252;nde ber&#252;cksichtigt und in den Bildungsprozess integriert – zumindest der Idee nach. Paradoxien zu dieser Forderung des individualisiert von Lehrenden begleiteten Lernprozesses tauchen meines Erachtens an zwei Stellen auf: Zum einen ist es selbst den begabtesten Lehrenden unm&#246;glich in Lerngruppen von z. T. &#252;ber drei&#223;ig Kindern &#252;ber punktuelle Individualisierung hinaus die M&#246;glichkeiten dieser Form des Lernens und Lehrens voll zu nutzen, da die Gruppen und die sich daraus ergebende Summe der individualisiert zu unterrichtenden Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu gro&#223; ist, um allen Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen angemessen individualisierte Lernoptionen in der notwendigen Kontinuit&#228;t anzubieten. Das macht zwar die individuelle F&#246;rderung nicht unm&#246;glich, erschwert sie aber in einem Ma&#223;e, dass entsprechenden Forderungen bspw. der Bildungspolitik nur in Ans&#228;tzen entsprochen werden kann. Andererseits steht der Kompetenzenorientierung und Individualisierung von Bildungsprozessen der starke Drang zu stark inhaltlich orientierten Standardisierungen gegen&#252;ber, die &#252;berall dort, wo zentrale Pr&#252;fungen abgelegt werden m&#252;ssen, die Lehrerinnen und Lehrer vor eine nahezu unl&#246;sbare Aufgabe stellen: Wie individualisiere ich Unterricht, wenn am Ende doch alle das Gleiche k&#246;nnen sollen und m&#252;ssen? – So ist es beispielsweise im Deutschunterricht nicht nachvollziehbar, warum Kompetenzen f&#252;r alle Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in einem Land an den gleichen Lekt&#252;ren erarbeitet werden m&#252;ssen… Von individuellem Lernen kann da nur noch sehr begrenzt die Rede sein.</p></li>
<li><p>Einerseits wird von Kompetenzen gesprochen, diese werden aber nicht weiter differenziert. Es scheint mir bislang, sollte ich da was &#252;bersehen haben, freue ich mich auf Erg&#228;nzungen in den Kommentaren, als f&#228;nde noch keine Diskussion dar&#252;ber statt, wie sich Kompetenzen aufbauen und wie, an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen orientiert, ein Kompetenzenzuwachs darstellbar ist. Wie weit m&#252;ssen Kompetenzen denn nun in Klasse 6, 8, 10 oder gar 13 vorhanden sein? Welche zus&#228;tzlichen Kompetenzen soll ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin nach 10 oder nach 13 Jahren haben? Wo liegen da die Unterschiede. St&#252;nden in einem Lehrplan, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nach 10 Jahren einen angemessen Umgang mit Textverarbeitung, Pr&#228;sentationsm&#246;glichkeiten etc. haben sollen, stellt sich die Frage wodurch sich diese Kompetenzen dann von denen in Klasse 13 oder 12 (beim achtj&#228;hrigen Gymnasium) unterscheiden, wenn dort die exakt gleichen Formulierungen in den Lehrpl&#228;nen stehen? Insgesamt scheint mir der Kompetenzenbegriff entwicklungspsychologisch noch nicht (differenziert genug) gedacht zu sein. Ich vermute sogar, dass hier eigentlich von einem gr&#246;&#223;eren Umfang an Wissen ausgegangen wird, der mit anwendbar und darstellbar sein soll.</p></li>
<li><p>Wenn L&#228;nder mit zentralen Abschlusspr&#252;fungen Lehrpl&#228;ne entwickeln, die vor allem Bildungsstandards und ein fachspezifisches Kerncurriculum vorgeben, l&#228;uft dies inhaltlich definierten Abschlussprofilen zuwider. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schulentwicklung in Richtung selbstverantwortliche Schule hin l&#228;uft, in der, auf der Basis von Bildungsstandards und Kerncurricula, schuleigene, dem Profil einer Schule entsprechende Schulcurricula erstellt werden sollen. Hier entsteht ein Paradox, das nur aufzul&#246;sen ist, wenn schuleigene Abschlusspr&#252;fungen wieder zugelassen werden, die von der Schulaufsicht daraufhin zu &#252;berpr&#252;fen sind, ob sie den Bildungsstandards entsprechen und die Kerncurricula angemessen ber&#252;cksichtigen. Dabei muss es dann egal sein, ob in einer Lerngruppe „Effi Briest“ oder „Irrungen, Wirrungen“ gelesen wird, wenn die Bildungsstandards einen reflexiven Umgang mit dem b&#252;rgerlichen Realismus zulassen. Vor allem in den geisteswissenschaftlichen F&#228;chern kann individualisiertes Lernen letztlich nur gelingen, wenn die inhaltlichen Vorgaben f&#252;r Pr&#252;fungen entsprechend angepasst werden. – Und damit spreche ich mich nicht gegen Inhalte aus. Es will mir vielmehr so scheinen, als wollten viele Kultusadministrationen die inhaltliche Gestaltung durchaus den Schulen bzw. den Fachlehrern im Sinne einer Individualisierung zur&#252;ck geben. Doch dann muss man aufpassen, dass man unter Standardisierung, die der Individualisierung grunds&#228;tzlich zuwider l&#228;uft, nicht die inhaltliche Monokultur versteht, wie sie beispielsweise in L&#228;ndern mit Zentralabitur in der Sekundarstufe II im Augenblick anzutreffen ist.</p></li>
<li><p>Kompetenzen werden am besten an Inhalten und Gegenst&#228;nden gelernt, die einzelne Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen oder Lerngruppen als ganze interessieren. Die heute gefragten Kompetenzen erfordern eine entsprechende Schulorganisation: Individuelle Lernprozesse und Kompetenzenbildung k&#246;nnen nur sehr begrenzt im bislang &#252;blichen Zeitraster geleistet werden, das letztlich die Lerngruppen und die Individuen synchronisiert und so nicht den individuellen Lernanspr&#252;chen gerecht werden kann. L&#228;ngerfristige Planungen (Wochenplan etc.) und eine gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t der vorgegebenen Lernphasen im Rahmen einer festen Stundentafeln w&#228;ren von N&#246;ten, wenn wirklich individualisierter Unterricht stattfinden soll. Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Lehrende sich viel mehr als bislang als Team verstehen, weil letztlich nur so sicher gestellt werden kann, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin angemessen betreut werden kann. Klassenverb&#228;nde von 30 und mehr, in denen Lehrende sich vor allem f&#252;r ihr Fach verantwortlich f&#252;hlen, erh&#246;hen die Zahl der individuell zu betreuenden Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen. Diese Betreuungszahlen k&#246;nnten bereits heute einfach gesenkt werden. Ein Beispiel: An meiner Schule komme auf ca. 1250 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ca. 95 Lehrkr&#228;fte, teilweise in Teilzeit. W&#252;rden die Lehrenden sich die zu betreuenden Sch&#252;ler aufteilen, k&#228;men im Schnitt auf jeden Lehrenden 13 bis 14 Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die in ihrem Lernprozess individuell betreut werden m&#252;ssten. Der Unterschied zu den jetzigen Zust&#228;nden? Im Augenblick unterrichte ich ca. 150 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, was eine relativ niedrige Zahl ist, da die Religionsgruppen in der Mittelstufe relativ klein sind. Dennoch halte ich es f&#252;r unrealistisch, dass ich 150 Personen individuell betreuen und f&#246;rdern kann. Wenn ich aber nun 14 Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen als fester Betreuer zugewiesen bek&#228;me, k&#246;nnte ich diese durchaus im Blick behalten und (anders als  es mir als Fachlehrer m&#246;glich ist) den gesamten Lernprozess und die damit verbundenen F&#246;rdernotwendigkeiten organisieren, weil ich gleichzeitig w&#252;sste, dass andere Kollegen z. B. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die in meinen F&#228;chern F&#246;rderbedarf haben, begleiten. Das w&#252;rde nicht bedeuten, dass sich der Fachlehrer aus der F&#246;rderung seiner Lerngruppen heraus nehmen soll. Das w&#252;rde aber bedeuten, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin zumindest einen fixen Ansprechpartner in der Schule h&#228;tte, der nat&#252;rlich mit Kollegen und Kolleginnen im Gespr&#228;ch sein m&#252;sste, die diese Lernenden unterrichten. Schulen, die sich dem Teamteaching verschrieben haben, scheinen mir hier auf einem sehr guten Weg.</p></li>
</ol>

<p>Zu den zu ver&#228;ndernden Schulstrukturen geh&#246;rt aber auch die Verf&#252;gbarkeit von Ressourcen und Materialien, die f&#252;r individualisierte Lernprozesse notwendig sind. Dazu geh&#246;ren sowohl m&#246;glichst frei zug&#228;ngliche Rechner mit Netzanschluss (idealerweise in jeder Klasse mindesten einer) als auch Nachschlagewerke (wie z. B. W&#246;rterb&#252;cher) in den einzelnen Klassenr&#228;umen – &#252;ber die Verf&#252;gbarkeit von Wissen hinaus, das beispielsweise in schuleigenen oder in der Umgebung angesiedelten Bibliotheken verf&#252;gbar ist. Au&#223;erdem verhindert die bisherige Aufsichtsregelung, vor allem in der Sekundarstufe I, dass beispielsweise ein Teil der Lerngruppe in der Bibliothek und ein zweiter im Klassenraum arbeitet.</p>

<p>„Literacy“ im hier gemeinten Sinne setzt eine wesentlich gr&#246;&#223;ere Ausdifferenzierung der Unterrichts- und Schulorganisation voraus, als sie bis heute an vielen Schulen in Deutschland &#252;blich ist. Unterst&#252;tzend k&#246;nnten in diesem organisatorischen Bereich auch digitale Arbeitsmittel wirken, die die vernetzten Strukturen, auf die Lernen im Prinzip heute hinauslaufen muss, nicht nur symbolisch widerspiegeln sondern praktisch unterst&#252;tzen.</p>

<p>Ob solche Ver&#228;nderungen aber gewollt sind? Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen scheinen mir – und jetzt doch noch eine Lanze f&#252;r die Notwendigkeit der Kompetenzenvermittlung – gerade im Bereich der Vernetzung ihres Lernens nach wie vor reichlich inkompetent. Die so genannten „digital natives“ erscheinen mir oft eher „digital naiv“, was aber nicht den Lernenden anzukreiden ist, f&#252;hrt sie Schule doch in vielen F&#228;llen kaum in diese (<a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2195234_0_1272_-internet-lehrer-2-0-hat-sein-klassenziel-verfehlt.html" target="_blank">auch vielen Lehrenden v&#246;llig unbekannten</a>) Arbeitsformen ein. Entsprechend schwierig ist es, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur Arbeit in vernetzten Systemen zu motivieren, was allerdings auch verst&#228;ndlich ist, wenn sie diese Kompetenzen m&#246;glicherweise nur von einzelnen Lehrkr&#228;ften angeboten bekommen und diese Kompetenzen keinen akzeptierten Ort in der Schulkultur finden. In solchen F&#228;llen kann es sogar zu der paradoxen Situation kommen, dass einzelne Lehrkr&#228;fte hochgradig vernetzt arbeiten und lernen, diese Kompetenzen aber nur extrem begrenzt vermitteln k&#246;nnen, weil sie die Gegebenheiten an den Schulen nicht vorfinden – oder aber sie verlieren die Motivation, diese Kompetenzen zu vermitteln, weil dies immer wieder zu Irritationen im Kontext der Schulgemeinde f&#252;hrt.</p>

<p>Was mit einem Beitrag von Maik Riecken zur Frage des Verh&#228;ltnisses von Wissen und Kompetenzen begonnen hat, hat sich f&#252;r mich unter der Hand zu einer Frage entwickelt, die tief in die Strukturen des Lernens und Lehrens an deutschen Schulen hinein reicht. W&#228;hrend Riecken die tendenzielle Absolutsetzung von Kompetenzen kritisch in den Blick nimmt, womit ich &#252;brigens v&#246;llig einig gehe, versuche ich hier darzustellen, dass die F&#246;rderung des selbst&#228;ndigen Denkens, die eben nicht dazu f&#252;hrt, dass der reine Kompetenzmensch der abh&#228;ngige Mensch von morgen wird, eine umfassende Herausforderung ist, die (wieder einmal) an die grundlegenden Strukturen unserer Bildungseinrichtungen heran reicht. Es ist die Herausforderung von heute, Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Kompetenzen und Wissen dazu zu bef&#228;higen, sich morgen kompetent Wissen aneignen zu k&#246;nnen und &#252;ber Reflexionskompetenzen zu verf&#252;gen, um mit Fragen und Herausforderungen umgehen zu k&#246;nnen, von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass sie auf uns zu kommen werden.</p>

<p>Es ist wohl so, dass nie zuvor so viel Wissen konstruiert wurde, wie in unserer Gegenwart. Um so wichtiger erscheint es mir, dass ein umfassendes Grundwissen gepaart mit Kompetenzen, die reflektiert und konstruktiv mit neuem Wissen umgehen k&#246;nnen, im Zentrum heutiger Bildungsprozesse steht. Das Wissen hat sich einem Ma&#223;e differenziert, dass ein Universalgelehrter im humboldtschen Sinne kaum noch m&#246;glich scheint. Diese Differenzierung des Wissens muss sich zumindest in Ans&#228;tzen, ohne notwendiges Grundwissen auszublenden, in der einen oder anderen Form in Bildungsprozessen widerspiegeln. Das hei&#223;t nicht, dass es keine verbindlichen Inhalte mehr geben soll. Grundrechenarten k&#246;nnen ebenso wenig ins Belieben einer Bildungsinstitution gestellt werden, wie grundlegende Kenntnisse &#252;ber chemische Reaktionen,  physikalische Gesetze, Grundkonzepte der Informatik oder auch ein fundiertes kulturgeschichtliches Wissen, wie es in den geisteswissenschaftlichen F&#228;chern vermittelt wird. Doch die Formen, in denen dieses Wissen vermittelt wird, k&#246;nnen durchaus die Arbeitsformen widerspiegeln, die sich bereits heute als die Arbeitsformen der Gegenwart und absehbaren Zukunft darstellen: Lernen muss individualisiert und kooperativ ablaufen, sich vernetzen und &#246;ffnen, aber auch Platz f&#252;r Stille und R&#252;ckzug bieten. Einzelarbeit muss ebenso ihren Raum finden, wie die Arbeit in Gruppen. Die Zeit- und Raumstrukturen m&#252;ssen sich ver&#228;ndern, das Verst&#228;ndnis von Fachlehrer und Lerncoach gilt es n&#228;her zu betrachten und – nach so langem Verzicht auf diese Frage, ist sie nun dennoch unvermeidlich – die Schulen m&#252;ssen endlich eine Ausstattung erhalten, die solche Arbeitsformen m&#246;glich macht. Damit meine ich nicht nur digitale Ausstattung! Dazu geh&#246;ren Moderatorenkoffer in ausreichender Zahl, Karteikarten, Magnete in ausreichender Zahl, M&#246;glichkeiten f&#252;r Metaplanarbeit, Plakatb&#246;gen, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler inhaltlich f&#252;llen k&#246;nnen und dabei die Grundlagen des Pr&#228;sentierens lernen etc., also all das, was engagierte Lehrkr&#228;fte heute nach wie vor aus eigener Tasche bezahlen.</p>

<p>Kompetenzenorientiertes Lernen  muss an Inhalten orientiert sein, fordert aber auch eine Schule, in der diese inhaltlich orientieren Kompetenzen gepflegt werden (k&#246;nnen). Und in einem Land, dessen Bildungsausgaben im Vergleich mit anderen L&#228;ndern eher im unteren Bereich liegen, ist hier noch sehr viel Potential vorhanden, wenn entsprechende Ver&#228;nderungen politisch und gesellschaftlich wirklich gewollt werden.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;t=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;t=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;title=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&amp;selection=%E2%80%9EDer%20reine%20Kompetenzmensch%20ist%20in%20meinen%20Augen%20der%20abh%C3%A4ngige%20Mensch%20von%20Morgen%E2%80%9C%2C%20fasst%20Maik%20Riecken%20die%20Grenzen%20und%20Gefahren%20eines%20vor%20allem%20auf%20Kompetenzen%20ausgerichteten%20Bildungsbegriffs%20zusammen.%20Und%20weiter%20schreibt%20Riecken%3A%0D%0A%E2%80%9EKompetenzen%20f" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;t=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&amp;s=%E2%80%9EDer%20reine%20Kompetenzmensch%20ist%20in%20meinen%20Augen%20der%20abh%C3%A4ngige%20Mensch%20von%20Morgen%E2%80%9C%2C%20fasst%20Maik%20Riecken%20die%20Grenzen%20und%20Gefahren%20eines%20vor%20allem%20auf%20Kompetenzen%20ausgerichteten%20Bildungsbegriffs%20zusammen.%20Und%20weiter%20schreibt%20Riecken%3A%0D%0A%E2%80%9EKompetenzen%20f" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;title=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&amp;annotation=%E2%80%9EDer%20reine%20Kompetenzmensch%20ist%20in%20meinen%20Augen%20der%20abh%C3%A4ngige%20Mensch%20von%20Morgen%E2%80%9C%2C%20fasst%20Maik%20Riecken%20die%20Grenzen%20und%20Gefahren%20eines%20vor%20allem%20auf%20Kompetenzen%20ausgerichteten%20Bildungsbegriffs%20zusammen.%20Und%20weiter%20schreibt%20Riecken%3A%0D%0A%E2%80%9EKompetenzen%20f" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;t=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=%E2%80%9EDer%20reine%20Kompetenzmensch%20ist%20in%20meinen%20Augen%20der%20abh%C3%A4ngige%20Mensch%20von%20Morgen%E2%80%9C%2C%20fasst%20Maik%20Riecken%20die%20Grenzen%20und%20Gefahren%20eines%20vor%20allem%20auf%20Kompetenzen%20ausgerichteten%20Bildungsbegriffs%20zusammen.%20Und%20weiter%20schreibt%20Riecken%3A%0D%0A%E2%80%9EKompetenzen%20f" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F&amp;title=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&amp;notes=%E2%80%9EDer%20reine%20Kompetenzmensch%20ist%20in%20meinen%20Augen%20der%20abh%C3%A4ngige%20Mensch%20von%20Morgen%E2%80%9C%2C%20fasst%20Maik%20Riecken%20die%20Grenzen%20und%20Gefahren%20eines%20vor%20allem%20auf%20Kompetenzen%20ausgerichteten%20Bildungsbegriffs%20zusammen.%20Und%20weiter%20schreibt%20Riecken%3A%0D%0A%E2%80%9EKompetenzen%20f" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Zwischen%20Kompetenzen%20und%20Literacy%20oder%3A%20Ohne%20Inhalt%20keine%20Kompetenz&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F09%2F20%2Fzwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2032" class="footnote">CORNELIA ROSEBROCK (2006). Lesesozialisation und Lesef&#246;rderung – literarisches Leben in der Schule. In: MICHAEL K&#196;MPER-VAN DEN BOOGAART (Hg.), Deutsch-Didaktik: Leitfaden f&#252;r die Sekundarstufe I und II. Berlin, Cornelsen Verlag Scriptor: 153–174, 154.</li><li id="footnote_1_2032" class="footnote">Sonja Livingstone (2004) <a href="http://eprints.lse.ac.uk/1027/" target="_blank">What is media literacy?</a> <em>Intermedia</em>, 32(3), 18-20. September – Hervorhebungen von mir.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/abitur/" title="Abitur" rel="tag">Abitur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschland/" title="Deutschland" rel="tag">Deutschland</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/humboldt/" title="Humboldt" rel="tag">Humboldt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhalt/" title="Inhalt" rel="tag">Inhalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzenorientierung/" title="Kompetenzenorientierung" rel="tag">Kompetenzenorientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/maik-riecken/" title="Maik Riecken" rel="tag">Maik Riecken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/motivation/" title="Motivation" rel="tag">Motivation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tradition/" title="Tradition" rel="tag">Tradition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzung/" title="Vernetzung" rel="tag">Vernetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zukunft/" title="Zukunft" rel="tag">Zukunft</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/" title="Bildung, Wissen, Kompetenzen (30. April 2009)">Bildung, Wissen, Kompetenzen</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/" title="Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung (28. April 2009)">Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/" title="Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis (7. Oktober 2009)">Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</a> (5)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" title="Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben (18. September 2009)">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/19/lehrende-im-selbstversuch-neue-formen-selbstverantworteten-lernens/" title="Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens (19. April 2009)">Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens</a> (1)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 21:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe, Ganymed]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe, Prometheus]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm und Drang]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Ganymed]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Genie]]></category>
		<category><![CDATA[Geniebegriff]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1608</guid>
		<description><![CDATA[Vorbemerkung In diesem Beitrag finden sich zahlreiche Links auf Seiten, die hier verwendete Begriffe n&#228;her erkl&#228;ren oder erw&#228;hnte Schriften zug&#228;nglich machen, die gemeinfrei vorliegen. Damit versuche ich hier konsequent die Hyptertextstruktur des Internets zu nutzen: Begriffe, die erkl&#228;rt werden m&#252;ssen und bereits an anderer Stelle angemessen erl&#228;utert werden, werden hier nicht im Detail dargestellt: Einerseits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vorbemerkung</em></p>

<p><em>In diesem Beitrag finden sich zahlreiche Links auf Seiten, die hier verwendete Begriffe n&#228;her erkl&#228;ren oder erw&#228;hnte Schriften </em><em>zug&#228;nglich machen</em><em>, die <a title="Die Gemeinfreiheit bezeichnet alle Werke, welche keinem Urheberrecht mehr unterliegen oder ihm nie unterlegen haben. Das im angloamerikanischen Raum anzutreffende Public Domain ist &#228;hnlich, aber nicht identisch mit der europ&#228;ischen Gemeinfreiheit." href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit" target="_blank">gemeinfrei</a> vorliegen. Damit versuche ich hier konsequent die Hyptertextstruktur des Internets zu nutzen: Begriffe, die erkl&#228;rt werden m&#252;ssen und bereits an anderer Stelle angemessen erl&#228;utert werden, werden hier nicht im Detail dargestellt: Einerseits soll so der Umfang des Artikels im ertr&#228;glichen Ma&#223;e gehalten werden und andererseits wird so der st&#228;ndige Bezug auch des Wissens, an dessen Konstruktion ich mich beteilige, auf bereits vorhandenes Wissen in der Form des Beitrags widergespiegelt. </em></p>

<hr />

<p>Der Mensch solle den Mut haben, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, <a title="Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufkl&#228;rung." href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=1366&amp;kapitel=1#gb_found" target="_blank">schrieb Imanuel Kant 1784</a>, zwei Jahre vor dem von vielen Forschern als Enddatum der Sturm-und-Drang-Epoche in der Literatur angenommenen <a title="Den 3. September fr&#252;h drei Uhr stahl ich mich aus dem Karlsbad weg, man h&#228;tte mich sonst nicht fortgelassen. Man merkte wohl, da&#223; ich fort wollte. Ich lie&#223; mich aber nicht hindern, denn es war Zeit. Goethes Tagebuch, 3.9.1786" href="http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=4096" target="_blank">Aufbruch Goethes zur Italienreise am 03. September 1786</a>.</p>

<p>Kant, der oft als Begr&#252;nder der Aufkl&#228;rung gesehen wird, fasst in seiner Schrift in Wirklichkeit die <a href="http://xlibris.de/Epochen/Aufklaerung" target="_blank">Ph&#228;nomene</a> zusammen, im 17. und 18. Jahrhundert die gesamte Gesellschaft ver&#228;nderten und das Ende des <a href="http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=JDW30I" target="_blank">Feudalismus</a> einleiteten.</p>

<p>Die <a href="http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=191O27" target="_blank">Ratio</a>, also die Vernunft, wird zum obersten Prinzip der Welterkenntnis und des Handelns in der Welt erhoben.</p>

<p>Der mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance" target="_blank">Renaissance</a> und dem <a href="http://www.philolex.de/humanism.htm" target="_blank">Humanismus</a> angesto&#223;ene Prozess der <a href="http://www.scienzz.de/magazin/art6439.html" target="_blank">Entdeckung des Individuums</a> wird hier konsequent weiter gedacht, was auch zur Folge hatte, dass die <a href="http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=A0W3AE" target="_blank">Empirie</a> und und ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mechanistisches_Weltbild" target="_blank">mechanistisches Weltverst&#228;ndnis</a> die Oberhand gewannen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes" target="_blank"></a></p>

<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes" target="_blank">Descartes</a> hatte die Grundlage dieses Weltbildes, das von st&#228;ndigem rationalen Zweifel gegen&#252;ber angenommenen Selbstverst&#228;ndlichkeiten des &#252;berlieferten Weltbildes gepr&#228;gt war, bereits 1641 in dem ber&#252;hmten Satz „<a href="http://www.descartes-cogito-ergo-sum.de/" target="_blank">Cogito, ergo sum</a>“ zusammengefasst.</p>

<p>Es entwickelte sich eine „vern&#252;nftelnde“ Geisteshaltung, die sich in der theoretischen Besch&#228;ftigung mit <a href="http://xlibris.de/Epochen/Aufklaerung" target="_blank">Literatur</a> vor allem in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Christoph_Gottsched" target="_blank">Gottscheds</a> „<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Gottsched,+Johann+Christoph/Theoretische+Schriften/Versuch+einer+critischen+Dichtkunst" target="_blank">Versuch einer critischen Dichtkunst</a>“ ausdr&#252;ckte und aus heutiger Sicht zu seltsam leblos wirkenden Gedichten und Theaterst&#252;cken f&#252;hrte.</p>

<p>Als <a href="http://www.zeno.org/Eisler-1912/A/Kant,+Immanuel?hl=kant" target="_blank">Kant</a> 1784 seinen ber&#252;hmten Aufkl&#228;rungstext schreibt, haben einige damals zwanzig bis drei&#223;ig Jahre alte Intellektuelle l&#228;ngst begonnen, einer Rationalit&#228;t den Kampf anzusagen, die den Menschen nicht als ganzes Individuum wahrnimmt, das neben dem Verstand auch Gef&#252;hle und Leidenschaften als schaffende Kr&#228;fte in sich tr&#228;gt. – So sehr die <a href="http://www.xlibris.de/Epochen/Sturm%20und%20Drang" target="_blank">Epoche des Sturm-und-Drangs</a> oft als eine Gegenbewegung zur Aufkl&#228;rung gesehen wird: Im Grunde wird erst hier die gesamte Dimension der Schaffenskraft des <a href="http://www.fremdwort.de/suche.php?term=Individuum" target="_blank">Individuums</a> &#252;ber die Rationalit&#228;t hinaus aufgekl&#228;rt.</p>

<p>An die Stelle des rein rationalen Denkers wird das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Genie" target="_blank">Genie</a> gesetzt, jenes Individuum, das aus sich selbst heraus m&#246;gliche Welten schafft.</p>

<p>Doch zun&#228;chst wurde das Genie nur beschrieben, wurden Autoren im R&#252;ckblick mit dem Attribut des Genies versehen, wie z.B. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare" target="_blank">Shakespeare</a>.</p>

<p>Der erste Autor, der den Geniegedanken f&#252;r sein Werk fruchtbar machte, war <a href="http://xlibris.de/Autoren/Goethe" target="_blank">Johann Wolfgang Goethe</a>. Erich Trunz schreibt<span id="more-1608"></span> in seinem nach wie vor hervorragendem Kommentar der Hamburger Ausgabe der Werke Goethes:</p>

<blockquote>„F&#252;r Goethe, den sch&#246;pferischen K&#252;nstler, verschmolz die Genielehre mit der Ich-Erfahrung. Er, als erster, stellt dar, wie dem Genie zumute ist. W&#228;hrend jene [Theoretiker] das Wesen des Genies beschreibend fa&#223;ten, fa&#223;te er es dichtend.“<sup> [1]</sup></blockquote>

<p>Ihren Niederschlag fand dieser Ausdruck des Genies bei Goethe in den gro&#223;en <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hymne" target="_blank">Hymnen</a>.</p>

<blockquote>„Sie waren selbst &#252;berst&#246;mend kraftvoll, waren neu, einmalig, eigenartig, innerlich notwendig. In ihnen gipfelt die Geniebewegung des 18. Jahrhundert.“<sup> [2]</sup></blockquote>

<p>Einer dieser Hymnen ist Goethes „Prometheus“.</p>

<p>Dieses Gedicht kann als eines gesehen werden, in dem das Programm des Sturm-und-Drangs zum Ausdruck kommt – ein Gedicht, das nicht nur das Lebensgef&#252;hl des Genies zeigt, sondern auch als Gedicht in einer solchen Form und mit einer solchen Aussage nie vorher dagewesen ist.</p>

<hr />

<p style="text-align: center;">Johann Wolfgang Goethe</p>

<p style="text-align: center;">Prometheus</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und &#252;be, Knaben gleich,
Der Disteln k&#246;pft,
An Eichen dich und Bergesh&#246;hn!
Mu&#223;t mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine H&#252;tte,
Die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Ich kenne nichts &#196;rmeres
Unter der Sonn als euch G&#246;tter.
Ihr n&#228;hret k&#252;mmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majest&#228;t
Und darbtet, w&#228;ren
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Da ich ein Kind war,
Nicht wu&#223;te, wo aus, wo ein,
Kehrte mein verirrtes Aug
Zur Sonne, als wenn dr&#252;ber w&#228;r
Ein Ohr zu h&#246;ren meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedr&#228;ngten zu erbarmen.</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Wer half mir wider
Der Titanen &#220;bermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du&#8217;s nicht alles selbst vollendet,
Heilig gl&#252;hend Herz?
Und gl&#252;htest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden dadroben?</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Ich dich ehren? Wof&#252;r?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tr&#228;nen gestillet
Je des Ge&#228;ngsteten?</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allm&#228;chtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herren und deine?</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>W&#228;hntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In W&#252;sten fliehn,
Weil nicht alle Knabenmorgen-
Bl&#252;tentr&#228;ume reiften?</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, weinen,
Genie&#223;en und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich.</p>

<hr style="text-align: center;" />

<p>Sechsundf&#252;nfzig unregelm&#228;&#223;ige Verse, ohne Reime: Schon die &#228;u&#223;ere Form des von Johann Wolfgang Goethe 1773 verfassten Gedichts dr&#252;ckt die Unabh&#228;ngikeit eines leidenschaftlichen Ichs aus. In der &#220;berschrift bekommt dieses Ich einen Namen: Prometheus. Schon im Titel ist der Hinweis auf die sprechende Person gegeben, wie es in „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rollengedicht" target="_blank">Rollengedichten</a>“ oft der Fall ist.</p>

<p>Goethe greift in diesem Gedicht, so neu diese Art von Gedichten in seiner Zeit auch war, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mythos" target="_blank">Mythos</a> eines griechischen Halbgottes auf. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prometheus" target="_blank">Dieser Mythos</a>, der freilich in unterschiedlichen Formen vorliegt, erz&#228;hlt, wie Prometheus Menschen aus Ton formt und diesen das Feuer (=Kultur) bringt, obwohl Zeus damit &#252;berhaupt nicht einverstanden war.</p>

<p>Zur Strafe wird Prometheus an den Kaukasus geschmiedet. Er wird sp&#228;ter befreit und macht Karriere am g&#246;ttlichen Hofe, als Berater der G&#246;tter.  Doch von Strafe ist in dem Gedicht noch nichts zu sp&#252;ren. In dem Gedicht ist Prometheus auf dem Gipfel seines sch&#246;pferischen Erfolges und wendet sich direkt an Zeus (V 1), den er verh&#246;hnt und seine Selbstst&#228;ndigkeit hervorhebt (V  1–12). Prometheus sieht sich als Sch&#246;pfer, dem die G&#246;tter die Erde nicht streitig machen k&#246;nnen (V 6f) und der die Glut des Feuers besitzt, die er gegen den Willen der G&#246;tter den Menschen als wichtige Voraussetzung der Entwicklung der Kultur zu Verf&#252;gung stellen wird.  Diese Glut (V 11) bereits kann im Kontext des Geniegedankens als Teil des leidenschaftlichen Gl&#252;hens des Genies verstanden werden, dass eigenst&#228;ndig, aus sich selbst heraus schaffend ist (V 31f: „Hast du’s nicht alles selbst vollendet / Heilig gl&#252;hend Herz?“) , neues auf die Welt bringt, im Falle Prometheus’ Menschen (V 50). Jenes „Gl&#252;hen“ taucht im Gedicht auch an anderer Stelle zwei Mal auf (V 32; V 33) und beschreibt das Genie als Menschen, dessen Herz vor Leidenschaft und Schaffenskraft gl&#252;ht.</p>

<p>Die langsame und best&#228;ndig sich von der ihr zur Verf&#252;gung stehenden Energiequelle n&#228;hrende Glut wird hier dem Feuer vorgezogen. Das Genie ist kein brennender, er ist ein gl&#252;hender Mensch.  Und die Energiequelle ist in diesem Hymnus das Selbst (V 32), das Ich (auch in Formen von „mein“, die einen Besitzanspruch formulieren – V 6; 8; 10; 12; 13; 20; 21; 24; 25; 27; 29; 31; 36; 41; 46; 50; 51; 52; 56), das eigenst&#228;ndig, von g&#246;ttlichen Vorgaben unabh&#228;ngige Individuum.  Der Vorwurf Prometheus’ an die G&#246;tter ist schon ein Vorklang an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Religionskritik" target="_blank">Religionskritik</a>, die im 19. Jahrhundert von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Feuerbach" target="_blank">Ludwig Feurbach</a> und <a href="http://www.zum.de/Faecher/kR/Saar/gym/projekt/rel_krit/marx/marx.htm" target="_blank">Karl Marx</a> ausformuliert wird, aber in der Aufkl&#228;rung und im Geniegedanken seine Vorl&#228;ufer hat.</p>

<p>Prometheus sagt, dass er nichts &#228;rmeres kenne als die G&#246;tter (V 13f), die von der Verehrung der Menschen lebten (V 15–17), die als Kinder, Bettler und „hoffnungsvolle Tohren“ (V 18f) bezeichnet werden.  Hier klingt auch an, dass Goethe und der Sturm und Drang eben keine Gegenbewegung zur Aufkl&#228;rung sind, sondern deren Erwachsene. Kinder und Bettler stehen hier f&#252;r unaufgekl&#228;rte Menschen f&#252;r „Tohren“, die in ihrer Unselbstst&#228;ndigkeit und Armut das eigene Heil auf die G&#246;tter projizieren (sp&#228;ter von Feuerbach in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Projektionstheorie" target="_blank">Projektionstheorie</a> n&#228;her ausgearbeitet) und nicht einsehen, dass die Rettung vom Tod und aus der Sklaverei die Leistung des eigenst&#228;ndig denkenden und aktiven Menschen ist, der sich gegen das Unrecht im Namen der G&#246;tter erhebt (V 27–49 sp&#228;ter in der <a href="http://www.zum.de/Faecher/kR/Saar/gym/projekt/rel_krit/marx/marx2.htm" target="_blank">Marx’schen Religionskritik</a> mit revolution&#228;ren Zielen theoretisch ausgearbeitet).  Vom Umfang steht der Angriff an die G&#246;tter im Zentrum des Gedichtes, damit zuletzt das sch&#246;pferische Ich des Prometheus’ selbst ins Zentrum r&#252;cken kann, wie es sich in der letzten Strophe ausdr&#252;ckt (V 50–56), die ihren Gipfel im letzten, nur aus zwei Worten bestehenden Vers „Wie ich.“ (V 56) erreicht.  Das Genie ist ein Mensch, der aus sich selbst Welten und Weltbilder schafft, er pr&#228;gt das Denken und die Weltsicht von Menschen. – Und so lautet das letzte Wort des Gedichtes dann auch „Ich“.</p>

<p>Doch dieses „Ich“ ist kein auf sich selbst bezogenes, so wenig es sich noch von den vorgegebenen Gedanken seiner Gesellschaft, von Kreativit&#228;t und Sch&#246;pferkraft  verhindernden, nicht weiter hinterfragten „Selbstverst&#228;ndlichkeiten“, von seiner schaffenden T&#228;tigkeit abhalten l&#228;sst. Hier erscheint in der Literatur der Mensch, der sich von seinem &#252;berlieferten Gott abwendet, der die Theodizeefrage in eine Ablehung Gottes &#252;berf&#252;hrt: „Wer rettete vom Tode mich / Von Sklaveri?“ (V 29) und Hast du die Schmerzen gelindert / Je des Beladenen?/ Hast du die Tr&#228;nen gestillet / Je des Ge&#228;ngsteten?“ (V 37–40).</p>

<p>Das Werden des Genies wird hier in den thematisch gleichen Kontext gestellt, dem sich Menschen nach der gro&#223;en <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Tod" target="_blank">Pest in den Jahren 1347 bis 1353</a> und auch nach dem gro&#223;en <a href="http://wiki.zum.de/Erdbeben_von_Lissabon" target="_blank">Erdbeben von Lissabon </a>und dem ihm folgenden Tsunami 1755 ausgeliefert waren. Es gibt Kulturhistoriker, die einen direkten Zusammenhang der hier genannten Katastrophen und der der Ver&#228;nderung des Selbstbildes der Menschen in Europa sehen. Mir scheint eine Annahme solcher Zusammenh&#228;nge sehr plausibel.</p>

<p>„Prometheus“ ist also mehr als nur eine Beschreibung des Empfindens und Selbstbildes eines Genies. Das Gedicht kann vielmehr als eine hochgradig verdichtete Darstellung mit der Entdeckung des Ich-Bewusstseins der Menschen in Europa einhergehender geistesgeschichtlicher Ver&#228;nderungen und deren Folgen gelesen werden. Und am Ende steht das selbstbewusste „Ich“ und formt Menschen nach seinem Bilde (V 50f).</p>

<p>Heute gelesen kommt das Gedicht fast wie ein prophetischer Text vor, in dem der Geniegedanke bis zum Ende durchdacht wurde. Ob Goethe es so gemeint hat, wie ich das Gedicht heute lese, halte ich f&#252;r unwahrscheinlich, aber als Leser erlaube ich mir die Assoziation, dass die Versuche der „Verbesserung des Menschen“ im 20. und 21. Jahrhunderts durchaus mit dieser letzten Strophe des „Prometheus“ im Sinne eines <a href="http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_int/herm/werktrans/rezept/herm_rezept0.htm" target="_blank">rezeptions&#228;sthtetischen Ansatzes</a> in Verbindung gebracht werden k&#246;nnen.</p>

<p>Und dann tauchen im Kontext der geschichtlichen Entwicklungen seit dem Entstehen des Gedichtes dunkle Schatten auf, die sich auf ein Genieverst&#228;ndnis legen, das alleine die Schaffenskraft des Individuums ins Zentrum stellt, sodass zuletzt dar&#252;ber diskutiert wird, ob es erlaubt sein k&#246;nne, Menschen nach dem Bilde der lebenden Menschen zu schaffen, zu designen und entsprechende Bem&#252;hungen in der Genforschung zu unternehmen.</p>

<p>Das bis zum Geniegedanken gesteigerte Selbstbewusstsein des Menschen f&#252;hrt zum „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_faber_(Buch)" target="_blank">Homo Faber</a>“, dem haltlosen, nur noch machenden Menschen, mit wiederum verdr&#228;ngten Gef&#252;hlen und Leidenschaften, die der Sturm und Drang doch als Kr&#228;fte erwecken wollte, die den Menschen erst vollst&#228;ndig machen, da er eben nicht nur Vernunft ist.</p>

<p>Und hier kommt die andere, in „Prometheus“ nicht angesprochene Seite des Geniegedankens der St&#252;rmer und Dr&#228;nger ins Spiel, die von Goethe im Hymnus „Ganymed“ gestaltet wird.</p>

<hr />

<p style="text-align: center;">Johann Wolfgang Goethe</p>

<p style="text-align: center;">Ganymed</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Wie im Morgenglanze
Du rings mich angl&#252;hst,
Fr&#252;hling, Geliebter!
Mit tausendfacher Liebeswonne
Sich an mein Herz dr&#228;ngt
Deiner ewigen W&#228;rme
Heilig Gef&#252;hl,
Unendliche Sch&#246;ne!</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Da&#223; ich dich fassen m&#246;cht
In diesen Arm!</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Ach, an deinem Busen
Lieg ich, schmachte,
Und deine Blumen, dein Gras
Dr&#228;ngen sich an mein Herz.
Du k&#252;hlst den brennenden
Durst meines Busens,
Lieblicher Morgenwind!
Ruft drein die Nachtigall
Liebend nach mir aus dem Nebeltal.</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Ich komm, ich komme!
Wohin? Ach, wohin?</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;>Hinauf! Hinauf strebts.
Es schweben die Wolken
Abw&#228;rts, die Wolken
Neigen sich der sehnenden Liebe.
Mir! Mir!
In eurem Scho&#223;e
Aufw&#228;rts!
Umfangend umfangen!
Aufw&#228;rts an deinen Busen,
Alliebender Vater!</p>

<hr />

<p>Was f&#252;r anderer Ton, den Johann Wolfgang Goethe im Fr&#252;hjahr 1784 in dem Gedicht „Ganymed“ anschl&#228;gt. Lag es wom&#246;glich an der Jahreszeit. W&#228;hrend „Prometheus” im Herbst entstand – und herbstliche Gedanken widerspiegelt, Gedanken von Menschen, die sich den unfreundlichen Kr&#228;ften der Natur im Winter gegen&#252;ber sehen? – klingt hier nun die Faszination &#252;ber das hereinbrechende Fr&#252;hjahr an.<sup> [3]</sup></p>

<p>Wie auch im <a href="http://http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=3793&amp;kapitel=1#gb_found" target="_blank">Brief vom 10. Mai</a> im ersten Buch des Briefromans „Die Leiden des jungen Werther“, den Goethe ebenfalls im Jahre 1774 ver&#246;ffentlichte, steht im Ganymed die Gotteserfahrung in der Natur im Zentrum.</p>

<p>Im „Werther“ hei&#223;t es:</p>

<blockquote>„Ich k&#246;nnte jetzt nicht zeichnen, nicht einen Strich, und bin nie ein gr&#246;&#223;erer Maler gewesen als in diesen Augenblicken. Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Oberfl&#228;che der undurchdringlichen Finsternis meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heiligtum stehlen, ich dann im hohen Grase am fallenden Bache liege, und n&#228;her an der Erde tausend mannigfaltige Gr&#228;schen mir merkw&#252;rdig werden; wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unz&#228;hligen, unergr&#252;ndlichen Gestalten der W&#252;rmchen, der M&#252;ckchen n&#228;her an meinem Herzen f&#252;hle, und f&#252;hle die Gegenwart des Allm&#228;chtigen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Alliebenden, der uns in ewiger Wonne schwebend tr&#228;gt und erh&#228;lt…“</blockquote>

<p>Wie in „Ganymed“ (V 1–19) wird hier die Faszination an der Natur mit G&#246;ttlichem verbunden. Doch in „Ganymed“ geht Goethe noch weiter. In nur 32 Zeilen, wiederum reimlos und unregelm&#228;&#223;ig, kommt der ebenfalls der griechischen Mythologie entstammende Hirtenknabe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ganymed_(Mythologie)" target="_blank">Ganymed</a> zu Wort. Als Hirte ist er der Natur verbunden, doch wurde er im Mythos von Zeus entf&#252;hrt, der ihn auf dem Olymp als Mundschenk haben wollte.</p>

<p>In Goethes Ganymed sind diese beiden Seiten, die Verbundenheit mit der Natur und das Streben nach oben: „Hinauf, hinauf strebt’s“ (V 22), anzutreffen.  Mag auch mit „Alliebender Vater!“ im letzten Vers (V 32) eine Gottheit stehen, so erreicht dieses Gedicht seinen H&#246;hepunkt schon in V 29, in jenem mit h&#246;chstem Sprachgef&#252;hl verfassten „Umfangend umfangen“.</p>

<p>In unnachahmlicher Pr&#228;szision beschreibt Erich Trunz diesen Vers:</p>

<blockquote>„Das <em>Fassen</em> und <em>Kommen </em>der vorhergehenden Verse m&#252;ndet in das <em>Umfangend</em>, das <em>Angl&#252;hen, Dr&#228;ngen, Rufen</em> Gottes kommt zur Ruhe in der zweiten H&#228;lfte des Verses, dem <em>Umfangen</em>, das freilich in seiner passivischen Form nicht mehr die handelnde Bewegung ausdr&#252;ckt, sondern ihr Ziel, ihren Ertrag; den Zustand des Ich, das von der nahenden Gottheit sich nun umschlossen und getragen f&#252;hlt. Der endg&#252;ltige Zustand, auf den das ganze Gedicht sich hinbewegt, die wahre N&#228;he zum G&#246;ttlichen, ist vom Menschen her ausgesprochen in einer Verkn&#252;pfung der aktivischen mit der passivischen Form.“<sup> [4]</sup></blockquote>

<p>Ist der Mensch in „Prometheus“ der Gottheit gegen&#252;ber in einer anklagenden Position, die von erfahrenem Leid ausgehend der Gottheit seine eigene Sch&#246;pferkraft gegen&#252;berstellt und so aus der Passivit&#228;t des Leidens heraus tritt, zum aktiv gestaltenden Genie wird, so sieht es in „Ganymed“ ganz anders aus. Hier wird der Mensch von der Sch&#246;nheit der Natur ergriffen, die den Menschen schmachten (V 12) l&#228;sst, in ihm ein Dr&#228;ngen und Brennen ausl&#246;st (V 14f) und aktiv das Streben zur Gottheit mit sich bringt, bei dem sich Aktivit&#228;t und Passivit&#228;t („Umfangend umfangen!“ [V 29]) miteinander vereinen, in dem sich – und hier wird der Geniegedanke wieder unmittelbar greifbar – die Gottheit so sehr mit Menschen vereint, dass der Mensch in seinem Streben mit der Gottheit vereint wird.</p>

<p>Und genau diese Vorstellung wird, wenn auch nicht mehr dem Sturm und Drang zugeh&#246;rig, sp&#228;ter in „Faust” aufgenommen, wo es am im f&#252;nften Akt, in dem die Engel den unsterblich gewordenen Leib Faustens in den Himmel tragen, hei&#223;t: „Wer immer strebend sich bem&#252;ht, / Den k&#246;nnen wir erl&#246;sen.“ (V 11936f)</p>

<p>„Prometheus“ und „Ganymed“ spiegeln die zwei Seiten der „Ich-Erfahrung“ des Genies wider und bieten nur in der Zusammenschau einen Einblick in das ganze Genieverst&#228;ndnis Goethes, das die im Rahmen meiner Besch&#228;ftigung mit dem Hymnus aufgetauchten Gedanken an die Gefahren eines <em>solchen</em> prometheischen Genies dann doch deutlich relativiert, solange das Genie beide Seiten in sich hat, also auch die schaffende, strebende, die nicht nur umf&#228;ngt, sondern sich auch umfangen l&#228;sst – und so die gro&#223;artige Sch&#246;nheit ebensowenig aus den Augen und aus dem eigenen Gestaltungswillen verliert, wie den Schmerz und das Leid.</p>

<blockquote>Link: Eine <a href="http://logos.kulando.de/post/2009/07/18/goethe-ganymed-interpretation" target="_blank">eigenst&#228;ndige Interpretation des Ganymeds aus Lehrerhand</a> findet sich bei Norbert Tholen.</blockquote>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;t=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;t=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;title=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&amp;selection=Vorbemerkung%0D%0A%0D%0AIn%20diesem%20Beitrag%20finden%20sich%20zahlreiche%20Links%20auf%20Seiten%2C%20die%20hier%20verwendete%20Begriffe%20n%C3%A4her%20erkl%C3%A4ren%20oder%20erw%C3%A4hnte%20Schriften%20zug%C3%A4nglich%20machen%2C%20die%20gemeinfrei%20vorliegen.%20Damit%20versuche%20ich%20hier%20konsequent%20die%20Hyptertextstruktur%20" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;t=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&amp;s=Vorbemerkung%0D%0A%0D%0AIn%20diesem%20Beitrag%20finden%20sich%20zahlreiche%20Links%20auf%20Seiten%2C%20die%20hier%20verwendete%20Begriffe%20n%C3%A4her%20erkl%C3%A4ren%20oder%20erw%C3%A4hnte%20Schriften%20zug%C3%A4nglich%20machen%2C%20die%20gemeinfrei%20vorliegen.%20Damit%20versuche%20ich%20hier%20konsequent%20die%20Hyptertextstruktur%20" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;title=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&amp;annotation=Vorbemerkung%0D%0A%0D%0AIn%20diesem%20Beitrag%20finden%20sich%20zahlreiche%20Links%20auf%20Seiten%2C%20die%20hier%20verwendete%20Begriffe%20n%C3%A4her%20erkl%C3%A4ren%20oder%20erw%C3%A4hnte%20Schriften%20zug%C3%A4nglich%20machen%2C%20die%20gemeinfrei%20vorliegen.%20Damit%20versuche%20ich%20hier%20konsequent%20die%20Hyptertextstruktur%20" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;t=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Vorbemerkung%0D%0A%0D%0AIn%20diesem%20Beitrag%20finden%20sich%20zahlreiche%20Links%20auf%20Seiten%2C%20die%20hier%20verwendete%20Begriffe%20n%C3%A4her%20erkl%C3%A4ren%20oder%20erw%C3%A4hnte%20Schriften%20zug%C3%A4nglich%20machen%2C%20die%20gemeinfrei%20vorliegen.%20Damit%20versuche%20ich%20hier%20konsequent%20die%20Hyptertextstruktur%20" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F&amp;title=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&amp;notes=Vorbemerkung%0D%0A%0D%0AIn%20diesem%20Beitrag%20finden%20sich%20zahlreiche%20Links%20auf%20Seiten%2C%20die%20hier%20verwendete%20Begriffe%20n%C3%A4her%20erkl%C3%A4ren%20oder%20erw%C3%A4hnte%20Schriften%20zug%C3%A4nglich%20machen%2C%20die%20gemeinfrei%20vorliegen.%20Damit%20versuche%20ich%20hier%20konsequent%20die%20Hyptertextstruktur%20" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Genie%2C%20%E2%80%9ESturm%20und%20Drang%E2%80%9C%20%E2%80%93%20Goethes%20Hymnen%20%E2%80%9EPrometheus%E2%80%9C%20und%20%E2%80%9EGanymed%E2%80%9C&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F14%2Fgenie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1608" class="footnote">Gothes Werke, Band 1:  Gedichte und Epen I – Textkritisch durchgesehen und kommentiert von Erich Trunz, M&#252;nchen 1998, 465.</li><li id="footnote_1_1608" class="footnote">Ebd.</li><li id="footnote_2_1608" class="footnote">Vgl. hierzu und zum folgenden: Ebd., 485–487.</li><li id="footnote_3_1608" class="footnote">Ebd., 486.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ganymed/" title="Ganymed" rel="tag">Ganymed</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichte/" title="Gedichte" rel="tag">Gedichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/genie/" title="Genie" rel="tag">Genie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geniebegriff/" title="Geniebegriff" rel="tag">Geniebegriff</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gestaltung/" title="Gestaltung" rel="tag">Gestaltung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/goethe-ganymed/" title="Goethe, Ganymed" rel="tag">Goethe, Ganymed</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/prometheus/" title="Goethe, Prometheus" rel="tag">Goethe, Prometheus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/prometheus/" title="Goethe, Prometheus" rel="tag">Goethe, Prometheus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kreativitaet/" title="Kreativität" rel="tag">Kreativität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kuenstler/" title="Künstler" rel="tag">Künstler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lebensgefuehl/" title="Lebensgefühl" rel="tag">Lebensgefühl</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leidenschaft/" title="Leidenschaft" rel="tag">Leidenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/" title="Literaturgeschichte" rel="tag">Literaturgeschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/natur/" title="Natur" rel="tag">Natur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sturm-und-drang/" title="Sturm und Drang" rel="tag">Sturm und Drang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/sturm-und-drang-litertaturgeschichte-deutsch-sek-ii/" title="Sturm und Drang" rel="tag">Sturm und Drang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernunft/" title="Vernunft" rel="tag">Vernunft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weltbild/" title="Weltbild" rel="tag">Weltbild</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/" title="Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis (7. Oktober 2009)">Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</a> (5)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/07/03/happy-birthday-to-franz/" title="Happy Birthday to Franz! (3. Juli 2008)">Happy Birthday to Franz!</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/11/das-sieger-gen-sprache-und-bedeutung/" title="Das „Sieger-Gen“ – Sprache und Bedeutung (11. Oktober 2009)">Das „Sieger-Gen“ – Sprache und Bedeutung</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/" title="Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“ (24. Mai 2010)">Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/02/26/sprache-und-macht-zu-georg-buechners-woyzeck/" title="Sprache und Macht – Zu Georg B&#252;chners „Woyzeck“ (26. Februar 2010)">Sprache und Macht – Zu Georg B&#252;chners „Woyzeck“</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Vernetzen oder: Anmerkungen zur „Netzsensibilit&#228;t“</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/05/12/vernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/05/12/vernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 22:17:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1584</guid>
		<description><![CDATA[Da ich mich nun also wirklich mehr und mehr, neben den vor allem auf pers&#246;nlicher Begegnung beruhenden Netzwerken, in digitalen Netzwerken bewege, ist es an der Zeit, mir &#252;ber das Thema einmal Gedanken zu machen. Zun&#228;chst eine Definition, die ich dem ZUM-Wiki entnommen habe: Ein Soziales Netzwerk sind an sich alle menschlichen Gemeinschaften. Im Zusammenhang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich mich nun also wirklich mehr und mehr, neben den vor allem auf pers&#246;nlicher Begegnung beruhenden Netzwerken, in digitalen Netzwerken bewege, ist es an der Zeit, mir &#252;ber das Thema einmal Gedanken zu machen. Zun&#228;chst eine <a href="http://wiki.zum.de/Soziale_Netzwerke" target="_blank">Definition, die ich dem ZUM-Wiki entnommen habe</a>:</p>

<blockquote>Ein <strong>Soziales Netzwerk</strong> sind an sich alle menschlichen Gemeinschaften. Im Zusammenhang mit den <a title="Digitale Medien" href="http://wiki.zum.de/Digitale_Medien">neuen Medien</a> meint man damit im engeren Sinne Gemeinschaften, die sich im <a title="Internet" href="http://wiki.zum.de/Internet">Internet</a> bilden.

H&#228;ufig werden sie von darauf spezialisierten Internetdiensten wie <a title="Sch&#252;lerVZ" href="http://wiki.zum.de/Sch%C3%BClerVZ" target="_blank">Sch&#252;lerVZ</a>, <a title="Spickmich" href="http://wiki.zum.de/Spickmich" target="_blank">Spickmich</a>, <a title="Twitter" href="http://wiki.zum.de/Twitter" target="_blank">Twitter</a> und <a title="ZUM-Unity" href="http://wiki.zum.de/ZUM-Unity" target="_blank">ZUM-Unity</a> beherbergt. Sie bilden sich aber auch in der Blogosph&#228;re der <a title="Weblogs" href="http://wiki.zum.de/Weblogs" target="_blank">Weblogs</a> durch Verlinkung und Kommentargemeinschaften von Blogs.

Schlie&#223;lich entstehen solche Netzwerke auch da, wo Benutzer gemeinsam eigene Inhalte erstellen (<em>user generated content</em>), das bekannteste Beispiel daf&#252;r ist die <a title="Wikipedia" href="http://wiki.zum.de/Wikipedia" target="_blank">Wikipedia</a>. Solche soziale Netzwerke bezeichnet man auch als Soziale Medien. (Nicht selten werden wegen der Zusammenarbeit von Blogs auch diese zu den sozialen Medien gerechnet.)</blockquote>

<p>Der Umgang mit solchen Vernetzungen erfordert eine hohe Sensibilit&#228;t in mehreren Bereichen:</p>

<ol>
    <li>Im Web<span id="more-1584"></span> steht man potentiell immer unter Beobachtung; je bekannter eine Web-Pers&#246;nlichkeit wird, um so st&#228;rker ist diese Beobachtung. Aber auch scheinbar v&#246;llig nebens&#228;chliche Aktivit&#228;ten k&#246;nnen relevant werden, wenn z. B. bei einer Bewerbung auch eine Internetrecherche zu den Auswahlkriterien geh&#246;rt. Es bedarf einer hohen Sensibilit&#228;t f&#252;r den Umgang mit dem Web, um es produktiv nutzen k&#246;nnen, insbesondere bei der Frage, was im Web seinen Platz finden soll/kann oder nicht.</li>
    <li>Viele Online-Foren sind von Streitereien auf pers&#246;nlicher Ebene gepr&#228;gt, wozu die scheinbare Anonymit&#228;t im Netz m&#246;glicherweise seinen Teil betr&#228;gt. Soll Vernetzung im Web produktiv werden, muss diese Vernetzung strickt den Codes von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette" target="_blank">Netiquetten</a> folgen und diese, wo n&#246;tig, auch weiterentwickeln.</li>
</ol>

<p>Wie aber kann eine solche „Netzsensibilit&#228;t“ (Jean-Pol Martin) konkrete Formen annehmen? Was ist im Netz zu beachten, damit im „Zusammenhang der <a title="Globalisierung" href="http://wiki.zum.de/Globalisierung">Globalisierung</a> und der Wissensgesellschaft ein kognitiv, aber auch emotional wahrgenommenes Gesp&#252;r f&#252;r die Interdependenz und Verwobenheit der Welt und aller ihrer Konstituenten (Menschen, Regionen, L&#228;nder, Kontinente)“<sup> [1]</sup> entstehen kann? Diese Frage ist vor allem deshalb wichtig, weil Netzsensibilit&#228;t  die Voraussetzung daf&#252;r ist, „dass Vernetzungsw&#252;nsche anderer Menschen erkannt und fruchtbar umgesetzt werden“<sup> [2]</sup>.</p>

<p>Damit bin ich beim Kern der Sache: Vernetzung beruht auf gegenseitigen Vernetzungsw&#252;nschen, wird also immer von pers&#246;nlichen Intentionen bestimmt, die mehr oder weniger spezifisch sein k&#246;nnen: In Fachcommunities geht es um bestimmte Sachfragen, die die Teilnehmenden zu Vernetzungsw&#252;nschen treiben, in vielen Social-Communities geht es eher um pers&#246;nliche Kontaktw&#252;nsche oder einfach darum, auch dort anzutreffen zu sein wo „alle“ sind (Sch&#252;lerVZ ist da ein typisches Beispiel).</p>

<p>Was das f&#252;r mich bedeutet, will ich hier entlang der von Jean-Pol Martin entwickelten Kriterien der „Netzsensibilit&#228;t“ reflektieren.<sup> [3]</sup> Eine <a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t" target="_blank">&#220;bersicht &#252;ber den Stand der Entwicklung des Begriffs</a> findet sich im ZUM-Wiki.</p>

<p>Nun aber zu den „Komponenten“ der Netzsensibilit&#228;t nach Martin, die ich aus meiner Sicht kommentiere (und schon bin ich wieder mitten im Vernetzungsprozess drinnen):</p>

<ul>
    <li>Erkennen, dass man als Einzelner Tr&#228;ger von Ressourcen ist.</li>
</ul>

<p>Um sich &#252;berhaupt auf den Prozess der Vernetzung, zumindest wenn Vernetzung auf Sachfragen und Interessengebiete hin ausgerichtet ist, einlassen zu k&#246;nnen, muss der Einzelne &#252;berhaupt erst einmal zu der Einsicht kommen, dass er etwas zu sagen hat, das f&#252;r mehr als nur ihn selbst interessant sein kann. „Ich selbst“ verf&#252;ge &#252;ber eine Kombination aus Wissensbest&#228;nden und Lebenserfahrungen, die in dieser Zusammensetzung einmalig sind. Der Einzelne hat kognitive Reflexionsm&#246;glichkeiten, die in der Mischung der Voraussetzungen, der Sub- und Kontexte des Nachdenkens f&#252;r andere fruchtbar sein k&#246;nnen. Aber auch die Kombination der Wissensbest&#228;nde und Lebenserfahrungen anderer Individuen sind einmalig, so dass ein vernetzter Austausch zu einer Erweiterung der eigenen Ressourcen f&#252;hren kann. Deshalb ergibt sie die Notwendigkeit zu</p>

<ul>
    <li>erkennen, dass man das eigene Ressourcenpotenzial aktiv vermehren soll, damit man die eigene Attraktivit&#228;t in der Gruppe erh&#246;ht.</li>
</ul>

<p>Eine &#252;berraschende Wendung: Es geht zun&#228;chst nicht darum, dass Vernetzung die eigenen Ressourcen erweitert, sondern darum, dass mit der Erweiterung der eigenen Ressourcen auch die Ressourcen anderer in der Gruppe vermehrt werden. Je mehr man sich aktiv um die Vermehrung der eigenen Ressourcen k&#252;mmert, um so mehr steigt die Bereicherung, die andere durch einen selbst erfahren k&#246;nnen. So verstehe ich in diesem Zusammenhang die „Attraktivit&#228;t“: Es geht darum, die gegenseitige Anziehungskraft durch die Erfahrung der M&#246;glichkeit zur Vermehrung der eigenen Ressourcen in Netzwerken zu erh&#246;hen – und damit auch die Anziehungskraft der Mitglieder zu st&#228;rken, das gemeinsame Arbeiten also auf eine zuverl&#228;ssige Arbeitsgrundlage zu stellen. Andererseits entspricht die Erh&#246;hung der eigenen Attraktivit&#228;t durch aktive Vernetzung den Bed&#252;rfnissen, die der Mensch nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide" target="_blank">Maslow</a> hat. Direkt mit dieser Erh&#246;hung der eigenen Attraktiv ist die Erkenntnis verbunden,</p>

<ul>
    <li> dass man das eigene Ressourcenpotenzial durch <a title="Kommunikation" href="http://wiki.zum.de/Kommunikation" target="_blank">Kommunikation</a> erh&#246;hen kann.</li>
</ul>

<p>Und zwar nur durch Kommunikation, wobei ich unter Kommunikation auch die Auseinandersetzung mit B&#252;chern verstehe, aber nat&#252;rlich ebenso die konkrete Kommunikation von an Themen interessierten Individuen, sei es nun im Web oder in der pers&#246;nlichen Begegnung (oder in beiden Bereichen). Ich muss kommunizieren, damit Wissen entstehen kann. Die eigene Attraktivit&#228;t (oder auch Anerkennung)  h&#228;ngt wesentlich davon ab, dass ich mich selbst nicht f&#252;r zu wichtig halte und gleichzeitig doch darum wei&#223;, dass ich wichtig bin und das der andere wichtig ist und erkenne,</p>

<ul>
    <li>dass Kommunikation dann entsteht, wenn der eine wei&#223;, was der andere nicht wei&#223;.</li>
</ul>

<p>Dies ist eigentlich immer der Fall, wenn ich unter Wissen nicht nur lexikalisches Wissen verstehe, sondern ein Wissen, das mit eigenen Erfahrungen und den sich daraus ergebenden Denkhorizonten angereichert ist. Dabei muss das Kommunikation begr&#252;ndende, unterschiedliche Wissen nicht so unterschiedlich sein, dass es wieder ankn&#252;pfungslos wird, sondern kann auch darin bestehen, dass das Gegen&#252;ber gleiche Dinge anders sieht und somit neue, vertiefte oder ver&#228;nderte Wissensbest&#228;nde entstehen. Hier wirken die Menschen wie „<a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_3" target="_blank">Neuronen</a>“ aufeinander ein. Und weil das so ist, gilt es zu erkennen,</p>

<ul>
    <li>dass durch Kommunikation und Weitergabe von Wissen das eigene Wissen vermehrt wird.</li>
</ul>

<p>Wissen, dass man wie einen Schatz f&#252;r sich behalten will, verfault. Wer die eigenen Talente nicht zu erkennen vermag und mit den eigenen Talenten nicht loszieht, um sie zu vermehren, reduziert seine eigenen Entwicklungsm&#246;glichkeiten. Wenn ich meine Talente brach liegen lasse, dann verrotten sie und irgendwann sind sie verloren.<sup> [4]</sup> Kommunikation ist die beste (einzige?) M&#246;glichkeit, das eigene Wissen (und damit meine ich nicht nur Theoriekenntnisse sondern auch praxisbezogenes Wissen) zu vermehren. Damit dies m&#246;glich ist, bedarf es der</p>

<ul>
    <li>F&#228;higkeit, Potenziale von anderen Gruppenmitgliedern zu erkennen, zu erschlie&#223;en und f&#252;r die Gruppe fruchtbar zu machen.</li>
</ul>

<p>Kommunikation lebt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie" target="_blank">Empathie</a>. Hier gilt das Gleiche, das f&#252;r Schauspieler oder (Jazz)Musiker gilt, die mit anderen zusammen spielen: Es geht darum, nicht gegen den anderen zu spielen und seine Spielangebote zu verneinen (insbesondere bei der Improvisation), sondern um ein Gesp&#252;r f&#252;r die Kommunikationsangebote der anderen Gruppenmitglieder und deren positiver Aufnahme. Kommunikation ist tot, wenn sie kein Gesp&#252;r f&#252;r die Potentiale der anderen Gruppenmitglieder zu entwickeln vermag. Deshalb bedarf es &#252;ber die Emapathie hinaus der</p>

<ul>
    <li>F&#228;higkeit, Kommunikation innerhalb einer Gruppe einzuleiten und aufrecht zu erhalten.</li>
</ul>

<p>Dies ist eine Grundqualifikation, um gemeinsame Konstruktion von Wissen zu erm&#246;glichen und sie bezieht sich nicht auf einen Gruppenleiter, sondern auf jedes Mitglied einer Gruppe! Die Aufgabe des Gruppenleiters (oder Lehrers) ist es unter anderem, diese F&#228;higkeit als Kompetenz zu vermitteln und deren praktische Umsetzung zu erm&#246;glichen und professionell zu begleiten. Das Ziel dabei ist die Bef&#228;higung zur symmetrischen Kommunikation und der</p>

<ul>
    <li>F&#228;higkeit, die Transformation von Information zu <a title="Wissen" href="http://wiki.zum.de/Wissen">Wissen</a> in der Gruppe [selbst] anzuleiten.</li>
</ul>

<p>Jedes Gruppenmitglied hat diese Aufgabe und „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)" target="_blank">Flow</a>“ kann in einer Gruppe entstehen, wenn alle Mitglieder st&#228;ndig an diesem Prozess der Transformation beteiligt sind und dabei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Synergie" target="_blank">Synergien</a> frei werden. Der Wert von Vernetzung liegt darin, dass das Ganze immer mehr als seine Teile ist, dass das Zusammenwirken auf gegenseitige F&#246;rderung hin ausgerichtet ist. Und hieraus ergibt sich dann die Notwendigkeit der</p>

<ul>
    <li>F&#228;higkeit, f&#252;r die Gruppe relevante externe Ressourcen aktiv zu suchen.</li>
</ul>

<p>Vier, sechs, acht, x Augen sehen nun einmal mehr als zwei und die aktive Suche nach f&#252;r die Gruppe relevanten externen Ressourcen steht auch in Verbindung mit dem Kriterium, dass der Einzelne etwas wissen soll, das die anderen Gruppenmitglieder (noch) nicht wissen. Dies geschieht auch durch die Suche von Material, das in den vernetzten Prozess der Wissenskonstruktion eingespeist und miteinander erarbeitet wird. Doch Wissen, das nur konstruiert und keine konkreten Handlungen oder Handlungsbef&#228;higungen nach sich zieht, ist totes Wissen. Deshalb bedarf es der</p>

<ul>
    <li>F&#228;higkeit, Handlungsbereitschaft zu erkennen und zu mobilisieren,</li>
</ul>

<p>um Wissen f&#252;r sich und andere fruchtbar zu machen und einen Beitrag auch der Kommunikation in das Au&#223;erhalb eines Netzwerkes leisten zu k&#246;nnen. Denn jede Wissenskonstruktion muss zur Handlungsbef&#228;higung f&#252;hren, zu konkreten Projekten. Es reicht eben nicht, Wissensbest&#228;nde anzuh&#228;ufen, sie m&#252;ssen auch bewertet werden und zu Konsequenzen f&#252;hren. Es geht um die L&#246;sung von Probleme und „<a href="http://jeanpol.wordpress.com/2008/11/21/menschen-kommunizieren-wenn-der-eine-etwas-weis-was-der-andere-nicht-weis/" target="_blank">um Probleme zu l&#246;sen, m&#252;ssen wir ununterbrochen neues Wissen konstruieren. In Einsamkeit geht das nicht. Zur Produktion von neuem Wissen, m&#252;ssen Menschen kommunizieren</a>“. Von daher bedarf es schlie&#223;lich der</p>

<ul>
    <li>F&#228;higkeit, Kommunikation nach au&#223;en einzuleiten und aufrecht zu erhalten.</li>
</ul>

<p>Und so theoretisch dieser Beitrag auch klingen mag: Ich mache genau das, was hier beschrieben wird. Ich greife <a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t" target="_blank">eine Ressource</a> auf und erg&#228;nze sie um meine &#220;berlegungen zum Thema, wobei sich mein eigenes Resourcenpotential durch Vernetzungen in  fachbezogenen sozialen Gemeinschaften (Blogs, Feeds, <a href="http://ldl.mixxt.de" target="_blank">ldl.mixxt.de</a>, <a href="http://ldl.mixxt.de" target="_blank">maschendraht.mixxt.de</a>, Twitter) und der dort stattfindenden Kommunikationsprozesse selbst st&#228;ndig erweitert. Dieser Beitrag ist, wie viele andere Beitr&#228;ge auf dieser Website, Teil eines Kommunikationsprozesses, an dem mitlerweile &#252;berraschend viele Leute beteiligt sind. Dabei kann jeder eigenes Wissen beitragen und so wird die Kommunikation selbst &#252;berhaupt erst m&#246;glich, weil „man sich was zu sagen hat“. Ohne die Potentiale meiner Gespr&#228;chspartner im Netzwerk, w&#228;re das alles nicht m&#246;glich, da diese einfach &#252;ber Wissen verf&#252;gen, das mir so erst einmal nicht zur Verf&#252;gung steht. Doch das so gewonnene Wissen bleibt nicht in der Gruppe, sondern wird gestreut, „diffundiert“, sodass die in den Diskussionen ausgetauschten Informationen zu handlungsbef&#228;higendem Wissen werden, woraus sich dann die unterschiedlichsten Projekte ergeben, wobei der Projektbegriff hier sehr weit verstanden wird, denn auch dieses Blogs ist ein solches Projekt unter vielen anderen, die an &#228;hnlichen Themen arbeiten.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;t=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;t=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;title=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&amp;selection=Da%20ich%20mich%20nun%20also%20wirklich%20mehr%20und%20mehr%2C%20neben%20den%20vor%20allem%20auf%20pers%C3%B6nlicher%20Begegnung%20beruhenden%20Netzwerken%2C%20in%20digitalen%20Netzwerken%20bewege%2C%20ist%20es%20an%20der%20Zeit%2C%20mir%20%C3%BCber%20das%20Thema%20einmal%20Gedanken%20zu%20machen.%20Zun%C3%A4chst%20eine%20Definition%2C%20die%20ich%20" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;t=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&amp;s=Da%20ich%20mich%20nun%20also%20wirklich%20mehr%20und%20mehr%2C%20neben%20den%20vor%20allem%20auf%20pers%C3%B6nlicher%20Begegnung%20beruhenden%20Netzwerken%2C%20in%20digitalen%20Netzwerken%20bewege%2C%20ist%20es%20an%20der%20Zeit%2C%20mir%20%C3%BCber%20das%20Thema%20einmal%20Gedanken%20zu%20machen.%20Zun%C3%A4chst%20eine%20Definition%2C%20die%20ich%20" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;title=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&amp;annotation=Da%20ich%20mich%20nun%20also%20wirklich%20mehr%20und%20mehr%2C%20neben%20den%20vor%20allem%20auf%20pers%C3%B6nlicher%20Begegnung%20beruhenden%20Netzwerken%2C%20in%20digitalen%20Netzwerken%20bewege%2C%20ist%20es%20an%20der%20Zeit%2C%20mir%20%C3%BCber%20das%20Thema%20einmal%20Gedanken%20zu%20machen.%20Zun%C3%A4chst%20eine%20Definition%2C%20die%20ich%20" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;t=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Da%20ich%20mich%20nun%20also%20wirklich%20mehr%20und%20mehr%2C%20neben%20den%20vor%20allem%20auf%20pers%C3%B6nlicher%20Begegnung%20beruhenden%20Netzwerken%2C%20in%20digitalen%20Netzwerken%20bewege%2C%20ist%20es%20an%20der%20Zeit%2C%20mir%20%C3%BCber%20das%20Thema%20einmal%20Gedanken%20zu%20machen.%20Zun%C3%A4chst%20eine%20Definition%2C%20die%20ich%20" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F&amp;title=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&amp;notes=Da%20ich%20mich%20nun%20also%20wirklich%20mehr%20und%20mehr%2C%20neben%20den%20vor%20allem%20auf%20pers%C3%B6nlicher%20Begegnung%20beruhenden%20Netzwerken%2C%20in%20digitalen%20Netzwerken%20bewege%2C%20ist%20es%20an%20der%20Zeit%2C%20mir%20%C3%BCber%20das%20Thema%20einmal%20Gedanken%20zu%20machen.%20Zun%C3%A4chst%20eine%20Definition%2C%20die%20ich%20" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Vernetzen%20oder%3A%20Anmerkungen%20zur%20%E2%80%9ENetzsensibilit%C3%A4t%E2%80%9C&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F12%2Fvernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1584" class="footnote"><a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t" target="_blank">http://wiki.zum.de/Netzsensibilit&#228;t</a></li><li id="footnote_1_1584" class="footnote"><a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t" target="_blank">http://wiki.zum.de/Netzsensibilit&#228;t</a></li><li id="footnote_2_1584" class="footnote"><a title="Jean-Pol Martin" href="http://wiki.zum.de/Jean-Pol_Martin" target="_blank">Jean-Pol Martin</a> (2007): <em>Wissen gemeinsam konstruieren: weltweit</em>. In: Lernen und Lehren &#8211; Zeitschrift f&#252;r Schule und Innovation in Baden-W&#252;rttemberg. 33(1): S.29/30. Neckar-Verlag Villingen-Schwenningen.</li><li id="footnote_3_1584" class="footnote">Vergleiche: <a href="http://www.abtei-kornelimuenster.de/Spirituelles/Kirchenjahr/Glauben%20wagen.htm" target="_blank">http://www.abtei-kornelimuenster.de/Spirituelles/Kirchenjahr/Glauben%20wagen.htm</a></li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jean-pol-martin/" title="Jean-Pol Martin" rel="tag">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzung/" title="Vernetzung" rel="tag">Vernetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/web-20/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/14/1153/" title="Vernetzt – Lernen im Web 2.0 (Teil 2) (14. Februar 2009)">Vernetzt – Lernen im Web 2.0 (Teil 2)</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/24/vernetzen-macht-spass-und-ist-lehrreich/" title="Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich (24. April 2009)">Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich</a> (13)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/19/lehrende-im-selbstversuch-neue-formen-selbstverantworteten-lernens/" title="Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens (19. April 2009)">Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens</a> (1)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/08/grenzen-der-kommunikationsfaehigkeit/" title="Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit (8. Mai 2010)">Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit</a> (12)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/11/web-20-eine-paedagogische-herausforderung/" title="Web 2.0 &#8211; eine p&#228;dagogische Herausforderung? (11. Februar 2009)">Web 2.0 &#8211; eine p&#228;dagogische Herausforderung?</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/05/12/vernetzen-oder-anmerkungen-zur-netzsensibiltaet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Mit LdL anfangen – oder: Sch&#252;lerorientierter Unterricht. LdL-Tag in Ludwigsburg (2. Vorbericht)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 May 2009 23:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[LdL-Tag 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrberuf]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen durch Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1553</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Artikel war nicht geplant, aber er ist bei meinen Vorbereitungen auf den LdL-Tag in Ludwigsburg am 9. Mai 2009 entstanden. Sch&#252;lerorientiert unterrichten! Diesen Imperativ konnte ich am Ende meines Referendariates nicht mehr h&#246;ren, obwohl es von den Ausbilderinnen und (wenigen) Ausbildern redliche Versuche gab, ihren Referendaren, wir hie&#223;en damals offiziell bereits LiV – Lehrende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Artikel war nicht geplant, aber er ist bei meinen Vorbereitungen auf den <a href="http://www.ph-ludwigsburg.de/lernendurchlehren.html" target="_blank">LdL-Tag in Ludwigsburg am 9. Mai 2009</a> entstanden. </em></p>

<p>Sch&#252;lerorientiert unterrichten! Diesen Imperativ konnte ich am Ende meines Referendariates nicht mehr h&#246;ren, obwohl es von den Ausbilderinnen und (wenigen) Ausbildern redliche Versuche gab, ihren Referendaren, wir hie&#223;en damals offiziell bereits LiV – Lehrende im Vorbereitungsdienst, also auch mir, zu vermitteln, was damit gemeint sein k&#246;nnte: „Sie m&#252;ssen Unterrichtsarrangements schaffen, in denen Lernende zu eigenen kognitiven Leistungen gelangen“, so h&#246;rte ich immer wieder. Was damit gemeint war, hatte ich wohl zumindest in Ans&#228;tzen verstanden, denn das „<a href="http://www.uni-kassel.de/~barsch/Sitzung%2013-12-05.doc" target="_blank">literarische Gespr&#228;ch</a>“ zu<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jurek_Becker" target="_blank"> Jurek Becker</a>s Roman „<a href="http://www.falk-net.de/ingo/bkfh2/deutsch/standard05.htm" target="_blank">Bronsteins Kinder</a>“ f&#252;hrte zu einem vergleichsweise sehr ertr&#228;glichem Examensergebnis.</p>

<p>Was und warum an den kognitiven Leistungen der Lernenden anders gewesen sein sollte, als in „normalem“ Unterricht, in dem Lernende Arbeitsauftr&#228;ge durchf&#252;hren und sich dabei Wissen angeignen, war mir nicht so recht verst&#228;ndlich. Die Rede von den beobachtbaren kognitiven Leistungen hatte ich damals nicht verstanden, obwohl ich doch sehr lange nichts anderes getan habe, als zu lernen und Denkstrukturen aufzubauen, die physiologisch betrachtet ja eigentlich Netzwerke von Verkn&#252;pfungen im Gehirn sind.</p>

<p>Was „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen" target="_blank">Lernen</a>“ praktisch bedeutet wusste ich also. F&#252;r den Lehrberuf reicht aber nicht das Wissen &#252;ber das Lernen,<span id="more-1553"></span> das meist so unreflektiert bleibt, wie die Regeln der Sprache (Grammatik) bei Menschen, die ihre Muttersprache perfekt beherrschen. Wer Sprache lehren will, muss die Strukturen der Sprache nicht nur verinnerlicht haben, sondern auch ausdr&#252;cken k&#246;nnen. Und wer Lernen lehren will, muss wissen, wie lernen funktioniert.</p>

<p>Das K&#246;nnen des Menschen, Sprachen, Laufen etc., entwickelt sich &#252;ber die Herausbildung entsprechender Gehirnstrukturen, die diese Prozesse m&#246;glich machen. Die M&#246;glichkeit zur Entwicklung eben dieser Strukturen ist den Menschen von Geburt an in der Regel mitgegeben und hat auch mit der M&#246;glichkeit des Gehirns zu tun, Neuronen miteinander zu vernetzen und diese kommunizieren zu lassen. Eine Vorstellung, die mir unmittelbar einleuchtete, die mir vor Augen f&#252;hrte, was es hei&#223;t, kognitive Prozesse von au&#223;en erkennbar werden zu lassen, denn kognitive Prozesse sind der Aufbau vernetzter Strukturen, die K&#246;nnen erm&#246;glichen. Doch wir haben die F&#228;higkeit, nicht nur so praktische Dinge zu lernen wie das Sprechen oder das Laufen, sondern auch abstrakte Vorstellungen zu entwickeln, mit deren Hilfe wir z. B. zu Wissen gelangen, wie bspw. Sprache funktioniert, welchen Regeln sie folgt und wie man mit Hilfe dieser Regeln anderen Menschen das Sprechen beibringen kann – oder selbst das Sprechen weiter entwickeln, z. B. beim Erlernen von Fremdsprachen.</p>

<p>Damit ein solches K&#246;nnen aufgebaut werden kann, m&#252;ssen entsprechende Synapsenverbindungen im Gehirn aktiviert bzw. aufgebaut werden, es m&#252;ssen Lernprozesse stattfinden, die m&#246;glichst mit positiven Emotionen verbunden sind. Und f&#252;r mich als Lehrer gibt es deshalb bis heute kaum etwas erschreckenderes als wenn ich feststellen muss, dass Lernen f&#252;r viele Menschen mit Gef&#252;hlen der Angst verbunden wird. Das aber nur am Rande.</p>

<p>Die gro&#223;e Frage blieb f&#252;r mich &#252;ber das Referendariat hinaus, wie Lernprozesse, die die Erkenntnisse der Hirnphysiologie zur Kenntnis nehmen und nutzen, aussehen und angeleitet werden k&#246;nnen.</p>

<p>Im Referendariat hie&#223; das Zauberwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus" target="_blank">Konstruktivismus</a>“ und dem entsprechend wurden auch <a href="http://methodenpool.de" target="_blank">konstruktivistisch orientierte Lernmethoden</a> Gegenstand der Ausbildung, wobei ich mich allerdings nicht erinnern k&#246;nnte, dass der Begriff jemals eine klarere Beschreibung erfahren h&#228;tte als den Hinweis auf von au&#223;en erkennbare kognitive Prozesse. F&#252;r mich war das zu wenig, um diesen Ansatz zu verstehen.</p>

<p>Und dann begegnete ich dem Ansatz von „<a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>“, der mir sehr deutlich vor Augen f&#252;hrte, was mit erkennbaren kognitiven Prozessen gemeint ist. Au&#223;erdem war mir der Ansatz sympathisch, da er auf materialreiche Methoden, die den Transport der Materialien in gro&#223;en T&#252;ten und Koffern verlangte, im Ansatz erst einmal verzichtet.</p>

<p>Im klassischen Sinne geht es darum, dass Lernende Texte bekommen und diese dann gemeinsam erarbeiten, wobei der Lehrer die Moderatorenrolle abgibt und zum Berater und Impulsgeber wird. Das Ziel dabei: Die Lernenden sollen zum Sprechen gebracht werden.</p>

<p>Dieses Ziel h&#228;ngt wohl unmittelbar damit zusammen, dass LdL von dem Franz&#246;sischdidaktiker Jean-Pol Martin entwickelt wurde. Doch genau &#252;ber dieses Sprechen der Lernenden miteinander, ich spreche lieber von der Kommunikation untereinander, findet weit mehr statt als nur der Austausch sprachlicher Codes. Hier werden kognitive Prozesse idealerweise von au&#223;en erkennbar. – Was bislang in den K&#246;pfen vorging und kaum einmal artikuliert wurde, wird nun sichtbar, wenn es gelingt, die Lernenden dahin zu bekommen, dass sie wie „Neuronen“ miteinander arbeiten, indem quasi die Struktur des Lernens von Individuen, wie sie von Neurophysiologen erforscht wurde, auf das Lernen in einer Lerngruppe &#252;bertragen wird.</p>

<p>Eigentlich ist der Gedanke trivial, da Lernen immer in vernetzten Strukturen stattfindet: Wer kein Gegen&#252;ber hat, der mit ihm spricht, lernt nicht sprechen, um nur ein Beispiel zu nennen. Doch bislang liefen viele Lernprozesse nicht vernetzt ab, sondern vor allem &#252;ber einen Knotenpunkt, den Lehrenden, der die Fragen stellte, Fragen beantwortete und von dem aus die meisten Impulse ausgingen. Die Lernenden kommunizierten miteinander immer &#252;ber die Zwischenstation des Lehrenden – also nur indirekt. Dem sollen Gruppenarbeiten, Stationenlernen, Projektunterricht entgegenwirken, mit all dem enormen Aufwand, der mit vielen dieser Methoden  verbunden ist. Aber auch hier kommt es immer nur zur Kommunikationen von Teilmengen einer Lerngruppe, es werden also die Potentiale, die in Kommunikationsprozessen der ganzen Lerngruppe liegen, immer nur teilweise genutzt, auch wenn es Auswertungsphasen gibt, in denen die Ergebnisse gegenseitig vorgestellt werden.</p>

<p>Wie also m&#252;sste eine Methode aussehen, die 1. m&#246;glichst viel des Denkpotenzials einer Lerngruppe nutzt und 2. zu kognitiven Prozessen f&#252;hrt, die durch eine 3. angenehme Lernatmosph&#228;re zu 4. emotional in m&#246;glichst vielen F&#228;llen positiv besetzte Ergebnissen f&#252;hren?</p>

<p>Diese Fragen hatte ich im Hinterkopf, als ich LdL begegnete: Hier tritt der Lehrer als Kristallisationspunkt, sozusagen als Super-Neuron, zur&#252;ck und es wird die direkte Kommunikation &#252;ber ein Thema zwischen den Lernenden m&#246;glich. Es entsteht ein Prozess, der nicht strahlenf&#246;rmig immer auf den Lehrenden zul&#228;uft und von diesem dann wieder ausgeht, sondern das Denken der Lernenden bekommt Strukturen, die tats&#228;chlich einem Netz &#228;hneln, in dem es viele aktive „Neuronen“ gibt.</p>

<p>Wenn ein Sch&#252;ler von mir seine Erfahrungen mit den Worten „Das ist wie ein kollektives Gehirn“ beschreibt, so l&#228;uft es mir zwar erst einmal eiskalt den R&#252;cken herunter, weil ich mit Kollektivismus eigentlich immer Uniformit&#228;t verbinde, doch trifft der Sch&#252;ler mit dieser &#196;u&#223;erung genau ein Bild, das mit LdL immer wieder verbunden wurde und wird. Wenn man sich klar macht, dass die hier entstehenden Lernstrukturen eben nicht uniformieren, sondern endlich die Differenz in Lerngruppen f&#252;r das Lernen selbst wirksam werden lassen, ist die Metapher vom kollektiven Gehirn (<a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_3" target="_blank">Neuronenmetapher</a>) f&#252;r mich &#252;berhaupt nicht mehr erschreckend.</p>

<p>Und die Methode ist so einfach: In ihrer klassischen Form geht sie von (anspruchsvollen!) Texten aus, die die Lernenden miteinander und bei gro&#223;er Zur&#252;cknahme des Lehrenden einander lehren, anhand derer sie zu kognitiven Leistungen gelangen, die so nur in symmetrisch vernetzten Kommunikationsprozessen m&#246;glich sind.</p>

<p>Aber auch ohne Texte k&#246;nnen solche Strukturen eingesetzt werden. Ein Beispiel aus dem Religionsunterricht der Sekundarstufe 1: Am Anfang der Stunde schreibe ich das Wort „Wunder“ an die Tafel, lege die Kreide weg und setze mich auf einen freien Platz im Klassenraum, wobei ich noch sage: „Was f&#228;llt euch dazu ein?“</p>

<p>Es dauerte nicht lange, bis die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen verstanden haben, dass sie ihre Ideen an die Tafel bringen sollen. Im Zentrum steht zun&#228;chst der Sprachgebrauch, der etwas besonders sch&#246;nes und faszinierendes mit dem Wort verbindet, wobei das Wort „Naturwunder“ sehr schnell f&#228;llt, aber auch „Die Entdeckung eines Medikamentes gegen Krebs“ steht bald an der Tafel. Erst ganz zuletzt erg&#228;nzt jemand „Wenn Jesus einen Menschen heilt“.</p>

<p>Als keine weiteren Impulse mehr kommen, gebe ich den Impuls, dass die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen nun versuchen sollen, in ein bis zwei S&#228;tzen zu erkl&#228;ren, was denn nun ein Wunder sei.</p>

<p>Dieser Impuls l&#246;st den eigentlichen kognitiven Prozess aus. Es wird &#252;ber Naturwunder gesprochen, dar&#252;ber, dass es doch schon ein Wunder sei, dass es die Erde gebe und dass es mal einen Urknall gab. Doch dann wirft jemand ein, dass das f&#252;r uns doch alles normal sei und das Dinge, die uns st&#228;ndig begegnen, vielleicht wunderbar seien. „Aber was wir st&#228;ndig um uns haben, sehen wir nicht mehr als Wunder.“ &#8211; Ja, zu solchen S&#228;tzen sind Mittelstufensch&#252;ler in der Lage.</p>

<p>Eine <a href="http://ldl.mixxt.de/networks/blog/post.cspannagel:3" target="_blank">Unsch&#228;rfe</a> war entstanden. Da musste jetzt eine L&#246;sung her. Und &#252;ber mehrere Schritte kamen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zu folgender Erkl&#228;rung f&#252;r Wunder: „Wunder sind Dinge, die passieren, obwohl sie eigentlich gar nicht passieren k&#246;nnen.“ Hier wird zwar nicht gesagt, dass Wunder Ereignisse sind, die naturwissenschaftlich nicht erkl&#228;rt werden k&#246;nnen, aber den Kern haben die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in einer f&#252;r sie angemessenen Sprache gefunden und am Ende auch im Heft gehabt.</p>

<p>Das f&#252;r mich faszinierende ist: Hier sehe ich pl&#246;tzlich kognitive Prozesse. Ich sehe, wie ein Denkprozess sich seine Wege sucht, um zu einer L&#246;sung zu kommen. Das ist problemorientiert Unterricht, indem aber wirklich die Probleme auftauchen, die Lernende haben, ohne dass ein Lehrender diese m&#252;hevoll h&#228;tte konstruieren m&#252;ssen. Und der hier beschriebene Denkprozess ist in 45 Minuten gelaufen, mit dem Ergebnis, dass ich wirklich denkende Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen erlebte. Ich gab nur an einzelnen Stellen Impulsfragen in die Lerngruppe, die den Denkprozess vorsichtig steuerten, wenn eine Frage ausdiskutiert erschien, ohne dass die sich daraus ergebenden Folgefragen klar gestellt worden w&#228;ren. Aber auch diese Fragen nahmen immer nur Impulse auf, die von den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern selbst gegeben wurde – und LdL hei&#223;t ja, dass sich alle miteinander vernetzen, die am Lernprozess beteiligt sind, da geh&#246;rt der Lehrende nun einmal auch dazu.</p>

<p>LdL war f&#252;r mich am Anfang intuitiv die Antwort auf meine Frage, wie das denn nun mit der Erm&#246;glichung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kognition" target="_blank">kognitiven Prozessen</a> gehen k&#246;nnte, die dann auch noch von au&#223;en beobachtbar werden. Und als ich diesem Gef&#252;hl folgend mit LdL anfing, passierte auch noch genau das, was ich bei meiner Besch&#228;ftigung mit dem Thema antizipiert hatte.
Aber es gibt auch Probleme, die in all den positiven Erfahrungen, die in letzter Zeit im Netz dokumentiert werden, von mir nicht au&#223;en vor gelassen werden, es tauchen neue Unsch&#228;rfen auf.  Ich m&#246;chte diese Probleme hier nur anrei&#223;en, aber nicht umschiffen.</p>

<p>Ich nutze LdL phasenweise und wei&#223;, dass auch die Position der totalen Umstellung auf diese Art von Unterricht gibt. Kann eine solche totale Umstellung wirklich gelingen?</p>

<p>Die Frage der Bewertung von LdL-Lernprozessen wird diskutiert und unterschiedlich beantwortet. Jean-Pol Martin sagt, dass er den Lern- und den Bewertungsprozess voneinander trennt. Mir ist dieser Ansatz sympathisch, aber die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler fragen immer nach, wie ich denn nun solche Stunden bewerte. Meine Antwort bisher: M&#252;ndliche Leistung besteht nicht zuerst aus „richtigen Antworten“, sondern in der Beteiligung am Lernprozess selbst. Fehler sind n&#228;mlich, so meine Beobachtung, echte Antriebsfedern f&#252;r das Lernen, wenn ein andere Sch&#252;ler pl&#246;tzlich sagt, dass er eine bestimmte Auffassung oder &#196;u&#223;erung nicht verstehe, weil…</p>

<p>Eine weitere Frage ist f&#252;r mich das Ph&#228;nomen, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler LdL-Stunden zwar &#252;berwiegend als gute Stunden erleben, sie dann aber pl&#246;tzlich auch „Input“-Stunden w&#252;nschen, Stunden, in denen es explizit auch Lehrervortr&#228;ge geben soll.</p>

<p>Am Anfang dachte ich noch, dass ich Probleme mit dem Lehrplan bekommen w&#252;rde, wenn ich LdL einsetze. Bis jetzt ist dieses vermutete Problem nicht akut geworden, was gegen die Bef&#252;rchtung spricht.
Aber ich erinnere mich gut, wie das am Anfang war, als ich gerade auf LdL stie&#223; und &#252;berlegte, ob ich diese Methode einsetzen solle oder nicht. Das war ein Hin und Her von unterschiedlichsten Fragen, die ich mir stellte und die ich hier teilweise gerade wiedergegeben habe. Die einzige L&#246;sung war: Ich musste LdL ausprobieren. Das hat zwar nicht alle Fragen gel&#246;st, die auf reflexiver Ebene nach wie vor immer mal wieder auftauchen, das hat mir aber schon einige &#228;u&#223;erst spannende Unterrichtsstunden beschert, ohne dass ich leugnen wollte, dass die Lerngruppen sehr unterschiedlich offen auf diese Art des Unterrichtens reagieren. Da braucht es manchmal einer etwas gr&#246;&#223;eren Hartn&#228;ckigkeit und vor allem <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/LdL-Treffen-Ludwigsburg" target="_blank">f&#252;r die Lernenden spannende Impulse und Materialien</a>.</p>

<p>Insgesamt hat sich f&#252;r mich &#252;ber LdL eine gr&#246;&#223;ere Klarheit ergeben, was damit gemeint war, wenn meine Ausbilder und Ausbilderinnen davon sprachen, dass im Unterricht kognitive Prozesse erkennbar werden sollen. Und das ist dann doch auch ein Lernprozess – oder?</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;t=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;t=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;title=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&amp;selection=Dieser%20Artikel%20war%20nicht%20geplant%2C%20aber%20er%20ist%20bei%20meinen%20Vorbereitungen%20auf%20den%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20am%209.%20Mai%202009%20entstanden.%20%0D%0A%0D%0ASch%C3%BClerorientiert%20unterrichten%21%20Diesen%20Imperativ%20konnte%20ich%20am%20Ende%20meines%20Referendariates%20nicht%20mehr%20h%C3%B6ren%2C%20obwoh" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;t=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&amp;s=Dieser%20Artikel%20war%20nicht%20geplant%2C%20aber%20er%20ist%20bei%20meinen%20Vorbereitungen%20auf%20den%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20am%209.%20Mai%202009%20entstanden.%20%0D%0A%0D%0ASch%C3%BClerorientiert%20unterrichten%21%20Diesen%20Imperativ%20konnte%20ich%20am%20Ende%20meines%20Referendariates%20nicht%20mehr%20h%C3%B6ren%2C%20obwoh" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;title=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&amp;annotation=Dieser%20Artikel%20war%20nicht%20geplant%2C%20aber%20er%20ist%20bei%20meinen%20Vorbereitungen%20auf%20den%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20am%209.%20Mai%202009%20entstanden.%20%0D%0A%0D%0ASch%C3%BClerorientiert%20unterrichten%21%20Diesen%20Imperativ%20konnte%20ich%20am%20Ende%20meines%20Referendariates%20nicht%20mehr%20h%C3%B6ren%2C%20obwoh" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;t=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Dieser%20Artikel%20war%20nicht%20geplant%2C%20aber%20er%20ist%20bei%20meinen%20Vorbereitungen%20auf%20den%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20am%209.%20Mai%202009%20entstanden.%20%0D%0A%0D%0ASch%C3%BClerorientiert%20unterrichten%21%20Diesen%20Imperativ%20konnte%20ich%20am%20Ende%20meines%20Referendariates%20nicht%20mehr%20h%C3%B6ren%2C%20obwoh" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F&amp;title=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&amp;notes=Dieser%20Artikel%20war%20nicht%20geplant%2C%20aber%20er%20ist%20bei%20meinen%20Vorbereitungen%20auf%20den%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20am%209.%20Mai%202009%20entstanden.%20%0D%0A%0D%0ASch%C3%BClerorientiert%20unterrichten%21%20Diesen%20Imperativ%20konnte%20ich%20am%20Ende%20meines%20Referendariates%20nicht%20mehr%20h%C3%B6ren%2C%20obwoh" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Mit%20LdL%20anfangen%20%E2%80%93%20oder%3A%20Sch%C3%BClerorientierter%20Unterricht.%20LdL-Tag%20in%20Ludwigsburg%20%282.%20Vorbericht%29%20&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2009%2F05%2F09%2Fmit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/atmosphaere/" title="Atmosphäre" rel="tag">Atmosphäre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gehirn/" title="Gehirn" rel="tag">Gehirn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jean-pol-martin/" title="Jean-Pol Martin" rel="tag">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ldl/" title="LdL" rel="tag">LdL</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/ldl-tag-2009/" title="LdL-Tag 2009" rel="tag">LdL-Tag 2009</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrberuf/" title="Lehrberuf" rel="tag">Lehrberuf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen-durch-lehren/" title="Lernen durch Lehren" rel="tag">Lernen durch Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/" title="Bildung, Wissen, Kompetenzen (30. April 2009)">Bildung, Wissen, Kompetenzen</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" title="Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben (18. September 2009)">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/" title="LdL und TZI (3. Februar 2009)">LdL und TZI</a> (15)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/" title="Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis (7. Oktober 2009)">Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</a> (5)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/18/die-sau-hat-geworfen-die-goere-will-noch-ein-ferkel-oder-ist-kohaerenz-im-lehrberuf-moeglich/" title="Die Sau hat geworfen, die G&#246;re will noch ein Ferkel oder: Ist Koh&#228;renz im Lehrberuf m&#246;glich? (18. Mai 2009)">Die Sau hat geworfen, die G&#246;re will noch ein Ferkel oder: Ist Koh&#228;renz im Lehrberuf m&#246;glich?</a> (9)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 19:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Begrenztheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenbild]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Osternacht]]></category>
		<category><![CDATA[Osterspaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unendlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=324</guid>
		<description><![CDATA[Was bereits in den letzten Versen der Nacht-Szene in Goethes Faust (V 737–807) von Engeln verk&#252;ndet und von Faust in seiner tiefen Zerrissenheit vernommen wird, wird in den Versen 808–1177 (Vor dem Tor) ausgearbeitet: Es ist die Osternacht, in der Faust in seinem Studierzimmer nach metaphysischer Wahrheit strebt. Ostern: Das christliche Fest der Auferstehung Jesu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bereits in den letzten Versen der <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" target="_blank">Nacht-Szene</a> in Goethes Faust (V 737–807) von Engeln verk&#252;ndet und von Faust in seiner tiefen Zerrissenheit vernommen wird, wird in den Versen 808–1177 (Vor dem Tor) ausgearbeitet: Es ist die <a href="http://www.festjahr.de/festtage/ostern.html" target="_blank">Osternacht</a>, in der Faust in seinem Studierzimmer nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik_%28Aristoteles%29" target="_blank">metaphysischer</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit" target="_blank">Wahrheit</a> strebt. Ostern: Das christliche Fest der Auferstehung Jesu Christi, das Fest, in dem sich im christlichen Glauben die <a href="http://www.theologie-skripten.de/menschenbild/2offenbarung.pdf" target="_blank">Selbstoffenbarung Gottes </a>vollendet. Faust Suchen nach <a href="http://www.phillex.de/wahrheit.htm" target="_blank">Wahrheit</a> k&#246;nnte hier eine Antwort finden, doch er sagt:</p>

<blockquote>»Die Botschaft h&#246;r ich wohl, allein mir fehlt der Glaube; / Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind. / Zu jenen Sph&#228;ren wag ich nicht zu streben, / Woher die holde Nachricht t&#246;nt. (V 765–768)</blockquote>

<p>Und doch erinnert sich Faust an die Gef&#252;hle, die das Osterfest in seiner Jugend bei ihm ausgel&#246;st haben. Gemeinsam mit Wagner begibt er sich am Ostertage vor das Tor, so dass die folgende Szene oft auch als »Osterspaziergang« bekannt ist, wenn manche diese Bezeichnung auch alleine auf die Verse 903–940 anwenden.</p>

<p>Faust f&#252;hlt sich angesichts des bunten Treibens »vor dem Tor« sichtlich wohl: »Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein« (V 940). Doch dieses Gef&#252;hl h&#228;lt nicht lange.<span id="more-324"></span> Faust begegnet Bauern und wird von einem Alten als Arzt besonders gelobt. Dies erinnert Faust an seine eigene Biographie, in der miterleben musst, wie sein Vater angesichts der Pest als Alchimist ein unwirksames, ja giftiges, Medikament erschuf, dass er gemeinsam mit seinem Sohn vertrieb. Faust sieht sich selbst als (Sohn eines) M&#246;rder(s) (V 1055).</p>

<p>Goethe erz&#228;hlt diese Geschichte an dieser Stelle, weil sie m&#246;glicherweise einen biographischen Hintergrund f&#252;r Fausts gegenw&#228;rtiges Streben bietet. Zumindest bring Faust im Anschluss an diese Begegnung sein Lebensproblem auf den Punkt:</p>

<blockquote>»O gl&#252;cklich, wer noch hoffen kann, / aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! / Was man nicht wei&#223;, das eben brauchte man, / Und was man wei&#223;, kann man nicht brauchen.« (V 1064–1067)</blockquote>

<p>Und kurz darauf wird es richtig kompliziert: <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" target="_blank">Wagner singt ein Loblied auf die Buchgelehrsamkeit</a> (V 1100–1109), worauf Faust antwortet:</p>

<blockquote>»Du bist dir nur des einen Triebs bewusst; / O lerne nie den andern kennen! / Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust, / Die eine will sich von der andern trennen; / Die eine h&#228;lt, in derber Liebeslust, / Sich an die Welt mit klammernden Organen; / Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust / Zu den Gefilden hoher Ahnen.« (V 1110–1117)<sup> [1]</sup></blockquote>

<p>So kompliziert diese Verse klingen: Im Prinzip nehmen sie das bereits im »<a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" target="_blank">Studierzimmer</a>« aufgebrochene Problem wieder auf, dass Faust an der Erkenntnis seiner eigenen Begrenztheit leidet, eine Begrenztheit, die deshalb so qu&#228;lend sein kann, wie Faust sie erlebt, weil der Mensch sie erkennen kann, ohne ihr entfliehen zu k&#246;nnen. Die eine, sich an die Welt mit klammernden Organen haltende, Seele ist jene Seite des Menschen, die man auch als Sinnlichkeit beschreiben kann, die die Vernunft zwar denkend &#252;bersteigen kann, aus der die Vernunft aber nicht befreit.</p>

<p>Faust leidet an seiner Forschung, weil sie rein rationaler Natur ist. Er erlebt sich als lebensfern und hofft zun&#228;chst auf die Magie als eine M&#246;glichkeit, die rein rationale Erkenntnis zu &#252;bersteigen. Doch der Erdgeist macht ihm klar: So l&#228;uft das nicht. Aus seiner Haut – und damit der k&#246;rperlichen Beschr&#228;nktheit und Bed&#252;rftigkeit – kommt ein Mensch nicht raus.</p>

<p>Der Mensch ist in der Lage Dinge zu denken, die er nicht erfahren, erreichen oder gar beweisen kann. Hierzu geh&#246;ren die Begriffe »Gott« und »Unendlichkeit«. Dies ist eine der Seelen in Fausts Brust. Die andere ist jene, die ihn als Menschen an seine Sinnlichkeit, besser k&#246;nnte man hier wohl von seiner K&#246;rperlichkeit sprechen, bindet, an seine Begrenztheit oder mit einem Fachbegriff – Faust leidet an seiner <a href="http://lexikon.meyers.de/meyers/Kontingenz" target="_blank">Kontingenz</a>, deren &#220;berstieg er aber zugleich denken kann.</p>

<p>Goethes Faust hat also nicht mit einem sehr pers&#246;nlichen Problem zu k&#228;mpfen, das ihn als Wissenwollenden qu&#228;lt, sondern mit einem Grundproblem des Menschen – vielleicht sogar dem Grundproblem menschlicher Existenz: Wie kann ein Mensch begrenzt und sterblich sein, der Unendlichkeit und Unsterblichkeit denken kann?</p>

<p>An dieser Stelle begegnet Faust der schwarze Pudel, der sich als Verk&#246;rperung des Mephistopheles entpuppen wird, der schon im »Prolog im Himmel« Fausts Problem so treffend beschrieb:</p>

<blockquote>»Nicht irdisch ist des Toren Trank und Speise. / Ihn treibt die G&#228;rung in die Ferne, / Er ist sich seiner Tollheit halb bewusst; / Vom Himmel fordert er die sch&#246;nsten Sterne / Und von der Erde jede h&#246;chste Lust, / Und alle N&#228;h und alle Ferne / Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust.« (V 301–307)</blockquote>

<p>Und so ist es jetzt fast so weit. Ein wenig wird Faust in der n&#228;chsten Szene noch seinen Studien nachh&#228;ngen – dann wird ihm Mephistopheles den Ausbruch aus dem Studierzimmer anbieten und ihn mit auf »Weltfahrt« nehmen, mit dem Versprechen, zumindest die tiefsten sinnliche Bed&#252;rfnisse befriedigt zu bekommen. – Doch dazu sp&#228;ter mehr…</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;title=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&amp;selection=Was%20bereits%20in%20den%20letzten%20Versen%20der%20Nacht-Szene%20in%20Goethes%20Faust%20%28V%20737%E2%80%93807%29%20von%20Engeln%20verk%C3%BCndet%20und%20von%20Faust%20in%20seiner%20tiefen%20Zerrissenheit%20vernommen%20wird%2C%20wird%20in%20den%20Versen%20808%E2%80%931177%20%28Vor%20dem%20Tor%29%20ausgearbeitet%3A%20Es%20ist%20die%20Osternacht%2C%20in%20d" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&amp;s=Was%20bereits%20in%20den%20letzten%20Versen%20der%20Nacht-Szene%20in%20Goethes%20Faust%20%28V%20737%E2%80%93807%29%20von%20Engeln%20verk%C3%BCndet%20und%20von%20Faust%20in%20seiner%20tiefen%20Zerrissenheit%20vernommen%20wird%2C%20wird%20in%20den%20Versen%20808%E2%80%931177%20%28Vor%20dem%20Tor%29%20ausgearbeitet%3A%20Es%20ist%20die%20Osternacht%2C%20in%20d" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;title=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&amp;annotation=Was%20bereits%20in%20den%20letzten%20Versen%20der%20Nacht-Szene%20in%20Goethes%20Faust%20%28V%20737%E2%80%93807%29%20von%20Engeln%20verk%C3%BCndet%20und%20von%20Faust%20in%20seiner%20tiefen%20Zerrissenheit%20vernommen%20wird%2C%20wird%20in%20den%20Versen%20808%E2%80%931177%20%28Vor%20dem%20Tor%29%20ausgearbeitet%3A%20Es%20ist%20die%20Osternacht%2C%20in%20d" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Was%20bereits%20in%20den%20letzten%20Versen%20der%20Nacht-Szene%20in%20Goethes%20Faust%20%28V%20737%E2%80%93807%29%20von%20Engeln%20verk%C3%BCndet%20und%20von%20Faust%20in%20seiner%20tiefen%20Zerrissenheit%20vernommen%20wird%2C%20wird%20in%20den%20Versen%20808%E2%80%931177%20%28Vor%20dem%20Tor%29%20ausgearbeitet%3A%20Es%20ist%20die%20Osternacht%2C%20in%20d" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F&amp;title=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&amp;notes=Was%20bereits%20in%20den%20letzten%20Versen%20der%20Nacht-Szene%20in%20Goethes%20Faust%20%28V%20737%E2%80%93807%29%20von%20Engeln%20verk%C3%BCndet%20und%20von%20Faust%20in%20seiner%20tiefen%20Zerrissenheit%20vernommen%20wird%2C%20wird%20in%20den%20Versen%20808%E2%80%931177%20%28Vor%20dem%20Tor%29%20ausgearbeitet%3A%20Es%20ist%20die%20Osternacht%2C%20in%20d" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Faust%201%20%E2%80%93%20Vor%20dem%20Tor%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%202%20%E2%80%93%20V%20808%E2%80%931177%29&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F22%2Ffaust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_324" class="footnote">Vgl. hierzu auch: Friedrich Schiller, Briefe zur &#228;sthetischen Erziehung des Menschengeschlechts (Brief <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=2397&amp;kapitel=2&amp;cHash=20888265d5aesterz2" target="_blank">12</a> und <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=2397&amp;kapitel=3&amp;cHash=20888265d5aesterz3" target="_blank">13</a>). </li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/anthropologie/" title="Anthropologie" rel="tag">Anthropologie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/auferstehung/" title="Auferstehung" rel="tag">Auferstehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/begrenztheit/" title="Begrenztheit" rel="tag">Begrenztheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/glauben/" title="Glauben" rel="tag">Glauben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gott/" title="Gott" rel="tag">Gott</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/himmel/" title="Himmel" rel="tag">Himmel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kontingenz/" title="Kontingenz" rel="tag">Kontingenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/menschenbild/" title="Menschenbild" rel="tag">Menschenbild</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/osternacht/" title="Osternacht" rel="tag">Osternacht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/osterspaziergang/" title="Osterspaziergang" rel="tag">Osterspaziergang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/seele/" title="Seele" rel="tag">Seele</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinnlichkeit/" title="Sinnlichkeit" rel="tag">Sinnlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unendlichkeit/" title="Unendlichkeit" rel="tag">Unendlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernunft/" title="Vernunft" rel="tag">Vernunft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrheit/" title="Wahrheit" rel="tag">Wahrheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" title="Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543) (10. November 2008)">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a> (1)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/" title="Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis (7. Oktober 2009)">Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</a> (5)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" title="Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang) (15. September 2008)">Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang)</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" title="Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700) (1. Oktober 2008)">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/" title="Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“ (14. Mai 2009)">Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“</a> (3)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 21:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Eingangsmonolog]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgeist]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Gotik]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Magie]]></category>
		<category><![CDATA[Makrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Nostradamus]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Regieanweisung]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Weltformel]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=250</guid>
		<description><![CDATA[Goethes Faust ist nicht dumm – und das ist sein Problem. Um dies zu erkennen, muss keine Zeile des Eingangsmonolog gelesen werden, schon die Regieanweisung Goethes reicht: »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer. Faust unruhig auf seinem Sessel am Pulte.« Auch ohne sich in der Kunst- und der mit ihr verbundenen Ideengeschichte auszukennen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethes Faust ist nicht dumm – und das ist sein Problem. Um dies zu erkennen, muss keine Zeile des Eingangsmonolog gelesen werden, schon die Regieanweisung Goethes reicht:</p>

<blockquote>»Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer. Faust unruhig auf seinem Sessel am Pulte.«</blockquote>

<p>Auch ohne sich in der Kunst- und der mit ihr verbundenen Ideengeschichte auszukennen, l&#228;sst dieser Rahmen f&#252;r Fausts Auftreten die Figur und ihre Situation erfassen:</p>

<p><span id="more-250"></span> Es ist dunkel, eng und das Zimmer strebt nach oben. Der Raum spiegelt hier bereits die Situation Fausts wider. Er f&#252;hlt sich eingeengt und strebt nach h&#246;heren Wissen. Wir finden uns in Fausts Studierstube. Dunkelheit umgibt ihn, obwohl er, wie wir gleich in den ersten Versen erfahren, die zentralen F&#228;cher der Wissenschaft seiner Zeit studiert hat: Philosophie, Jura, Medizin und Theologie. (V354–357).</p>

<p>Das Ergebnis ist niederschmetternd:</p>

<blockquote>»Da steh ich nun, ich armer Tor! / Und bin so klug als wie zuvor; / Hei&#223;e Magister, hei&#223;e Doktor gar / […] / Und sehe, dass wir nichts wissen k&#246;nnen! / Das will mir schier das Herz verbrennen.« (V358–360; V364f)</blockquote>

<p>Da hat sich einer mit dem gesamten Wissen seiner Zeit befasst und doch keine Antwort auf die einzige Frage bekommen, die ihn wirklich besch&#228;ftigt, die Frage nach dem <em>Ur</em>-Grund von allem, nach dem, »was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt« (V382f)</p>

<p>Goethe platziert Faust hier in einem »Mauerloch, / Wo selbst das liebe Himmelslicht / Tr&#252;b durch gemalte Scheiben bricht!« (V400f). Der klare Blick zum Himmel ist versperrt, sein Licht bricht sich nur in den Fenstern, die wir mit unseren Werken bemalt haben, die aber auch den direkten Zugang zum <em>Ur</em>-Grund verbauen. Hier wird der Raum zum Symbol f&#252;r den Wissenden, f&#252;r den, der die Enge des Wissens kennengelernt hat und die Unschuld des »einfachen Volkes« verlor.</p>

<p>Die <a href="http://www.philolex.de/metaphys.htm" target="_blank">Metaphysik</a> und die Theologie, jene Disziplinen, die sich in der gotischen Baukunst vereinen und die Faust anhand von B&#252;chern sich anzueignen vermochten, scheitern bei der f&#252;r ihn zentralen Frage nach einer Art »Weltformel«. Und so versucht es Faust mit der <a href="http://www.uni-leipzig.de/%7Egerm/mitarb/lehre/dok/stock_2007_WiSe08_Faust_Handout-Szene_Nacht.pdf" target="_blank">Magie</a>.</p>

<p>Zun&#228;chst ger&#228;t ihm ein Buch des <a href="http://www.relinfo.ch/nostradamus/info.html" target="_blank">Nostradamus</a> in die H&#228;nde: Faust meditiert das Zeichen des Makrokosmos, in dem die Natur als Gesamtheit, als ein Ganzes dem Meditierenden als harmonisches Universum entgegen tritt. Doch auch dies reicht ihm nicht:</p>

<blockquote>»Welch Schauspiel! Aber ach! Ein Schauspiel nur! / Wo fass ich dich, unendliche Natur? / Euch Br&#252;ste, wo? Ihr Quellen allen Lebens, / An denen Himmel und Erde h&#228;ngt, / Dahin die welke Brust sich dr&#228;ngt – / Ihr quellt, ihr tr&#228;nkt, ihr tr&#228;nkt, und schmacht ich so vergebens?« (V454–459)</blockquote>

<p>Nun kann man sagen, Faust lasse sich auf das Zeichen nicht wirklich meditierend ein, sondern bezeichnet es intellektuell gleich als Schauspiel, letztlich also als eine von einem begrenzten Menschen geschaffene, begrenzte »Schauspielerei«. So ist er aber nun einmal von Goethe gestaltet worden, der ihn als Gegenst&#252;ck zum gro&#223;en Makrokosmos nun das Zeichen des Erdgeistes, ein aus dem Werk heraus kaum n&#228;her zu erkl&#228;renden Wesen, erblicken l&#228;sst.</p>

<p>Der Erdgeist f&#252;hrt Faust von der Betrachtung zum t&#228;tigen Handeln. Er beschw&#246;rt den Geist (V460–481), der ihm erscheint und sich als &#252;berlegen erweist. Mit der Zur&#252;ckweisung von Fausts Identifikationsphantasien – »Du gleichst dem Geist, den du begreifst, / Nicht mir« (V512f) – bricht Faust in sich zusammen.</p>

<p>Faust muss seine eigene Begrenztheit erkennen. Er ist ein Mensch, an die irdische Existenz, an seine Verg&#228;nglichkeit gefesselt, die ihm nur im <em>gedanklichen </em>Selbst&#252;berstieg erkennbar ist. Erhoffte sich Faust eben noch im Umgang mit den Geistern eine Befreiung aus der Enge seines begrenzten Wissens, muss er nun erkennen, dass er ihnen unterlegen ist.</p>

<p>Und genau in dieser Situation erscheint Fausts Sch&#252;ler Wagner »im Schlafrock und mit Nachtm&#252;tze, eine Lampe in der Hand« als nahezu groteske Gestalt, angesichts der Situation eines mit der tiefsten Sehnsucht nach umfassendem Wissen besch&#228;ftigten Fausts.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;title=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&amp;selection=Goethes%20Faust%20ist%20nicht%20dumm%20%E2%80%93%20und%20das%20ist%20sein%20Problem.%20Um%20dies%20zu%20erkennen%2C%20muss%20keine%20Zeile%20des%20Eingangsmonolog%20gelesen%20werden%2C%20schon%20die%20Regieanweisung%20Goethes%20reicht%3A%0D%0A%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%20Faust%20unruhig%20au" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&amp;s=Goethes%20Faust%20ist%20nicht%20dumm%20%E2%80%93%20und%20das%20ist%20sein%20Problem.%20Um%20dies%20zu%20erkennen%2C%20muss%20keine%20Zeile%20des%20Eingangsmonolog%20gelesen%20werden%2C%20schon%20die%20Regieanweisung%20Goethes%20reicht%3A%0D%0A%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%20Faust%20unruhig%20au" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;title=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&amp;annotation=Goethes%20Faust%20ist%20nicht%20dumm%20%E2%80%93%20und%20das%20ist%20sein%20Problem.%20Um%20dies%20zu%20erkennen%2C%20muss%20keine%20Zeile%20des%20Eingangsmonolog%20gelesen%20werden%2C%20schon%20die%20Regieanweisung%20Goethes%20reicht%3A%0D%0A%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%20Faust%20unruhig%20au" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Goethes%20Faust%20ist%20nicht%20dumm%20%E2%80%93%20und%20das%20ist%20sein%20Problem.%20Um%20dies%20zu%20erkennen%2C%20muss%20keine%20Zeile%20des%20Eingangsmonolog%20gelesen%20werden%2C%20schon%20die%20Regieanweisung%20Goethes%20reicht%3A%0D%0A%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%20Faust%20unruhig%20au" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F&amp;title=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&amp;notes=Goethes%20Faust%20ist%20nicht%20dumm%20%E2%80%93%20und%20das%20ist%20sein%20Problem.%20Um%20dies%20zu%20erkennen%2C%20muss%20keine%20Zeile%20des%20Eingangsmonolog%20gelesen%20werden%2C%20schon%20die%20Regieanweisung%20Goethes%20reicht%3A%0D%0A%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%20Faust%20unruhig%20au" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Faust%201%3A%20Nacht%20%E2%80%93%20%C2%BBNachts%20in%20einem%20hoch%20gew%C3%B6lbten%2C%20engen%20gotischen%20Zimmer.%C2%AB%20%28Gelehrtentrag%C3%B6die%201%20%E2%80%93%C2%A0Verse%20354%E2%80%93521%29&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F10%2Ffaust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/architektur/" title="Architektur" rel="tag">Architektur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/eingangsmonolog/" title="Eingangsmonolog" rel="tag">Eingangsmonolog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erdgeist/" title="Erdgeist" rel="tag">Erdgeist</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gotik/" title="Gotik" rel="tag">Gotik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jura/" title="Jura" rel="tag">Jura</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/magie/" title="Magie" rel="tag">Magie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/makrokosmos/" title="Makrokosmos" rel="tag">Makrokosmos</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medizin/" title="Medizin" rel="tag">Medizin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/natur/" title="Natur" rel="tag">Natur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/nostradamus/" title="Nostradamus" rel="tag">Nostradamus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/philosophie/" title="Philosophie" rel="tag">Philosophie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/regieanweisung/" title="Regieanweisung" rel="tag">Regieanweisung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/theologie/" title="Theologie" rel="tag">Theologie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/universum/" title="Universum" rel="tag">Universum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weltformel/" title="Weltformel" rel="tag">Weltformel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaftler/" title="Wissenschaftler" rel="tag">Wissenschaftler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/" title="Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“ (14. Mai 2009)">Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/" title="Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177) (22. September 2008)">Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177)</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" title="Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens« (31. August 2008)">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a> (1)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" title="Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel (4. September 2008)">Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" title="Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32) (26. August 2008)">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 20:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Hiob]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[literarische Motive]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Prolog im Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Raffael]]></category>
		<category><![CDATA[Stanze]]></category>
		<category><![CDATA[Vorspiel auf dem Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Zueignung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=203</guid>
		<description><![CDATA[Warum kann Goethe mit dem »Faust« nicht einfach anfangen? 353 Verse braucht er, bis endlich »Der Trag&#246;die erster Teil« beginnt und Faust selbst mit den Worten »Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie / Durchaus studiert, mit hei&#223;em Bem&#252;hn. / Da steh ich nun ich armer Tor! / Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum kann <a href="http://www.goethezeitportal.de/" target="_blank">Goethe</a> mit dem »<a href="http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/faecher/deutsch/autoren/goethe/" target="_blank">Faust</a>« nicht einfach anfangen? 353 Verse braucht er, bis endlich »Der Trag&#246;die erster Teil« beginnt und Faust selbst mit den Worten »Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie / Durchaus studiert, mit hei&#223;em Bem&#252;hn. / Da steh ich nun ich armer Tor! / Und bin so klug als wie zuvor;« (V354–359) auftreten darf.</p>

<p>Bis dahin muss sich der Leser durch eine »<a title="interner Link" href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" target="_blank">Zueignung</a>«, ein »Vorspiel auf dem Theater« und auch noch einen »Prolog im Himmel« hindurch lesen. Erst dann darf das Klagelied des Gelehrten beginnen, dessen Wissen bis an die Grenzen des Wissens vorgedrungen ist – und ihn doch nicht zufriedenstellen kann. – Was haben die drei »Vorworte« damit zu tun?<span id="more-203"></span></p>

<p>Um es gleich zu sagen: Zur Handlung des  »Faust« geh&#246;rt nur der Prolog im Himmel; die  »Zueignung« und das  »Vorspiel auf dem Theater« sind eher  »pers&#246;nliche« Reflexionen des Dichters bez&#252;glich eines Werkes, das ihn &#252;ber viele Jahrzehnte besch&#228;ftigt hat und entsprechend auch Erfahrungen und &#220;berlegungen angeregt hat, die &#252;ber die eigentliche Dramenhandlung hinaus gehen – und doch irgendwie mit ihr zu tun haben.</p>

<h3>Die »Zueignung« (V 1–32)</h3>

<p>Die  »Zueignung« ist eine pers&#246;nliche Reflexion auf das Verh&#228;ltnis des Autors zu seinem Werk, in einer Phase, da er es wieder zur Hand nimmt (vgl. Beitrag zur »<a title="interner Link" href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" target="_blank">Zueignung</a>« auf dieser Seite). Dabei bedient sich Goethe der »feierlich-klangvollen Form der <a href="http://lexikon.meyers.de/meyers/Stanze" target="_blank">Stanze</a>«<sup> [1]</sup></p>

<p>Die Rahmen- oder auch Eck–Strophen greifen das Verh&#228;ltnis des Dichters (genauer: des lyrischen Ichs, das hier aber guten Gewissens mit Goethe identifiziert werden kann) zu seiner Dichtung selbst auf; in den Binnen-Strophen stehen Beziehungen zu Mitmenschen im Zentrum, wobei ein eher melancholischer Tonfall vernehmbar wird.</p>

<h3>»Vorspiel auf dem Theater« (V 33–242)</h3>

<p>Das »Vorspiel auf dem Theater« thematisiert das Verh&#228;ltnis von Dichtung und Publikum aus drei unterschiedlichen Perspektiven: Der Direktor hat nat&#252;rlich Interesse daran, dass das Gesch&#228;ft l&#228;uft. Ohne dieses Interesse k&#246;nnte er keine Miete bezahlen, keine Schauspieler engagieren – und nat&#252;rlich auch pers&#246;nlich kein Gesch&#228;ft machen. (V 49–56).</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus ist der Direktor bereit, dem Publikumsgeschmack so weit wie nur m&#246;glich entgegen zu kommen (V 37, 95–103) und alles an (technischen) Hilfsmitteln einsetzen, um das Auge der Besucher mit Effekten zum staunenden »Gaffen« zu bringen (V 90–93, 233-244).</p>

<p>Der Dichter hingegen betont den eigenst&#228;ndigen und eigengesetzlichen Wert der Kunst. Sie steht nicht im Dienste weltlicher Interessen, sondern folgt eigenen Gesetzen.<sup> [2]</sup></p>

<p>Den Positionen des Direktors nahe stehend, vertritt der Schauspieler (Lustige Person) &#228;hnlich pers&#246;nliche und eben nicht am Ideal der Kunst orientierte Interessen, wenn er ein St&#252;ck fordert, dass ihm die M&#246;glichkeit bietet, sich so zu pr&#228;sentieren, dass das Publikum ihn liebt. (V 75–84) Um dies zu erreichen, will er Darstellungen aus dem »vollen Menschenleben«, gerne mit Humor – und es muss nicht immer die Wahrheit sein, die auf der B&#252;hne gezeigt wird. (167–183)</p>

<p>Wenn man wei&#223;, dass Goethe in Weimar auch als Theaterdirektor arbeitete, so liegt der Verdacht nahe, dass dieses Vorspiel ein wenig von den unterschiedlichen Erfahrungen widerspiegelt, die er wom&#246;glich selbst als K&#252;nstler und Theaterchef gemacht hat. Und wo, wenn nicht im Faust, an dem er Jahrzehnte arbeitete, w&#228;re ein besserer Platz gewesen, diese Erfahrungen in der Hinf&#252;hrung zu diesem Hauptwerk Goethes zu Papier zu bringen?!</p>

<h3>Prolog im Himmel (V 243–353)</h3>

<p>Eigentlich beginnt die Handlung des Fausts in diesem dritten »Vorwort«, doch Goethe hat den »<a href="http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/faust/faust1.htm" target="_blank">Prolog im Himmel</a>« vor den ersten Akt gestellt. Formal mag das daran liegen, dass der Himmel au&#223;erhalb der im Faust dargestellten wirklichen Welt liegt. Und hier findet ein Spiel statt, dass einen &#252;berweltlichen Verstehenshorizont f&#252;r die irdische Handlung des Dramas er&#246;ffnet.</p>

<p>Die Szene hebt mit einem Lobgesang der Erzengel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raphael_(Erzengel)" target="_blank">Raphael</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Erzengel)" target="_blank">Gabriel</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_(Erzengel)" target="_blank">Michael</a> an. Raphael preist die Sonne als Lebensspenderin (V 243–250), Gabriel wirft einen Blick auf die Erde und das Toben von Naturgewalten (V 251–258), w&#228;hrend Michael auf zerst&#246;rerische Energie schaut, die dennoch nicht in der Lage seien, das »sanfte Wandeln« der Sch&#246;pfung in Frage zu stellen (V 259–266).</p>

<p>Doch Gott selbst verm&#246;gen auch die Engel nicht zu ergr&#252;nden, sodass sie ihn im Loblied auf die Sch&#246;pfung verehren (267–270).</p>

<p>Ihr Gesang ist wohl dem Stil von Kirchenliedern im 17. Jahrhundert nachempfunden: In feierlichen Viertaktern schreitet er gem&#228;chlich und feierlich voran – bis dann Mephistopheles auftritt (271).</p>

<p>Mephistopheles verstrickt den Herrn in ein Gespr&#228;ch, in dem zwei unterschiedliche Menschenbilder aufeinander treffen: Mephistopheles geht davon aus, dass Menschen ihr Leben als eine Plage verstehen und  bei aller Vernunft doch vor allem tierischen Instinkten folgen. Mephistopheles reduziert den Menschen auf seine k&#246;rperliche (physische) Seite, benutzt zu seiner Beschreibung den Verweis auf Tiere. (279–292)</p>

<p>Gott hingegen vertritt die Position, dass Menschen zwar irren k&#246;nnen (»Es irrt der Mensch, solang’ er strebt. (V 317 ), letztlich aber auf den rechten Weg zur&#252;ckfinden k&#246;nnen. Dabei bedient sich Gott einer Wachstumsmetaphorik (V 310f), um seine Position (gegen&#252;ber Faust) darzustellen.</p>

<p>Mephistopheles bekommt freie Bahn, den Faust von seiner Bahn abzubringen, ihn in seine Tiefen zu ziehen. Doch Gott ist vom Misslingen &#252;berzeugt – und &#252;bereignet den Faust bei genauem Hinschauen gar nicht an Mephistopheles, der selbst Teil der Sch&#246;pfung ist und mit Gott eigentlich gar nicht »wetten« kann. Aber er l&#228;sst sich auf das Spiel ein, wei&#223; er doch um das Gute im Menschen.</p>

<p>Goethe greif hier eine &#228;hnliche Szene im biblischen Buch Hiob auf (Hiob 1), in der Gott dem Satan erlaubt, einen frommen Menschen auf die Probe zu stellen.</p>

<h3>Fazit</h3>

<p>Einzig der »Prolog im Himmel« ist als Teil des »Vorwortes« f&#252;r die Handlung des »Faust« notwendig. Hier werden die Basis f&#252;r das Verstehen der Figur des Mephistopheles gelegt, aber auch erste Charakterz&#252;ge des Faust ins Licht ger&#252;ckt. Nach dieser Szene wird das Spiel aus dem metaphysischen Bereich auf die Erde verlagert. Der Vorhang &#246;ffnet sich, das Spiel beginnt.</p>

<p>Angesichts der Bedeutung des »Faust« f&#252;r Goethe und die Nachwelt, »erweitert« er das »Vorwort« um zwei weitere Szenen, die einen Eindruck des Spannungsfeldes geben, in dem das Drama selbst entstanden ist und von dem Goethe ein Teil war. In diesem Sinne geh&#246;ren diese Teile organisch zum Ganzen des Werkes.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;title=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&amp;selection=Warum%20kann%20Goethe%20mit%20dem%20%C2%BBFaust%C2%AB%20nicht%20einfach%20anfangen%3F%20353%20Verse%20braucht%20er%2C%20bis%20endlich%20%C2%BBDer%20Trag%C3%B6die%20erster%20Teil%C2%AB%20beginnt%20und%20Faust%20selbst%20mit%20den%20Worten%20%C2%BBHabe%20nun%2C%20ach%21%20Philosophie%2C%20%2F%20Juristerei%20und%20Medizin%2C%20%2F%20Und%20leider%20auch%20Theologie%20%2F%20" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&amp;s=Warum%20kann%20Goethe%20mit%20dem%20%C2%BBFaust%C2%AB%20nicht%20einfach%20anfangen%3F%20353%20Verse%20braucht%20er%2C%20bis%20endlich%20%C2%BBDer%20Trag%C3%B6die%20erster%20Teil%C2%AB%20beginnt%20und%20Faust%20selbst%20mit%20den%20Worten%20%C2%BBHabe%20nun%2C%20ach%21%20Philosophie%2C%20%2F%20Juristerei%20und%20Medizin%2C%20%2F%20Und%20leider%20auch%20Theologie%20%2F%20" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;title=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&amp;annotation=Warum%20kann%20Goethe%20mit%20dem%20%C2%BBFaust%C2%AB%20nicht%20einfach%20anfangen%3F%20353%20Verse%20braucht%20er%2C%20bis%20endlich%20%C2%BBDer%20Trag%C3%B6die%20erster%20Teil%C2%AB%20beginnt%20und%20Faust%20selbst%20mit%20den%20Worten%20%C2%BBHabe%20nun%2C%20ach%21%20Philosophie%2C%20%2F%20Juristerei%20und%20Medizin%2C%20%2F%20Und%20leider%20auch%20Theologie%20%2F%20" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;t=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Warum%20kann%20Goethe%20mit%20dem%20%C2%BBFaust%C2%AB%20nicht%20einfach%20anfangen%3F%20353%20Verse%20braucht%20er%2C%20bis%20endlich%20%C2%BBDer%20Trag%C3%B6die%20erster%20Teil%C2%AB%20beginnt%20und%20Faust%20selbst%20mit%20den%20Worten%20%C2%BBHabe%20nun%2C%20ach%21%20Philosophie%2C%20%2F%20Juristerei%20und%20Medizin%2C%20%2F%20Und%20leider%20auch%20Theologie%20%2F%20" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F&amp;title=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&amp;notes=Warum%20kann%20Goethe%20mit%20dem%20%C2%BBFaust%C2%AB%20nicht%20einfach%20anfangen%3F%20353%20Verse%20braucht%20er%2C%20bis%20endlich%20%C2%BBDer%20Trag%C3%B6die%20erster%20Teil%C2%AB%20beginnt%20und%20Faust%20selbst%20mit%20den%20Worten%20%C2%BBHabe%20nun%2C%20ach%21%20Philosophie%2C%20%2F%20Juristerei%20und%20Medizin%2C%20%2F%20Und%20leider%20auch%20Theologie%20%2F%20" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Faust%201%3A%20Zueignung%2C%20Vorspiel%20auf%20dem%20Theater%2C%20Prolog%20im%20Himmel&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F09%2F04%2Fgoethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_203" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 505. – Die Stanze ist eine Strophenform, die ihren Ursprung in der italienischen Dichtung hat. Das Wort »stanza« hei&#223;t &#252;bersetzt »Strophe«. Der mit dieser Strophenform erzeugte Klang wird als ein besonders poetischer angesehen, so dass sie auch als »Zuhause« poetischer Gedanken betrachtet wird und dabei einen feierlichen Klang bekommt. Die Stanze, die im 17. Jahrhundert in die deutschsprachige Dichtung &#252;bernommen wurde, besteht in der Regel aus acht Versen mit dem Reimschema abababcc, wobei die a-Verse eine weibliche Endung (Kadenz), die b- und c-Verse hingegen eine m&#228;nnliche <a href="http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/interpretation/index_6.htm" target="_blank">Kadenz</a> aufweisen. Die a- und c-Verse umfassen dabei elf, die b-Verse zehn Silben.</li><li id="footnote_1_203" class="footnote">Formal greift Goethe in V 59–74 die Stanzenform erneut auf, in der die Figur des Dichters hier den hohen, feierlichen Wert der Dichtung verk&#252;ndet. Im Gegensatz hierzu sind die Verse von Direktor und Schauspieler (Lustige Person) als wechselnd lange, alternierende Verse gestaltet, die der »strengen« Sicht des Dichters die Vorstellung eines abwechslungsreichen und bunten Werkes entgegen stellen.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichter/" title="Dichter" rel="tag">Dichter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/engel/" title="Engel" rel="tag">Engel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gabriel/" title="Gabriel" rel="tag">Gabriel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hiob/" title="Hiob" rel="tag">Hiob</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kuenstler/" title="Künstler" rel="tag">Künstler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literarische-motive/" title="literarische Motive" rel="tag">literarische Motive</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/michael/" title="Michael" rel="tag">Michael</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/prolog-im-himmel/" title="Prolog im Himmel" rel="tag">Prolog im Himmel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/raffael/" title="Raffael" rel="tag">Raffael</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/stanze/" title="Stanze" rel="tag">Stanze</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vorspiel-auf-dem-theater/" title="Vorspiel auf dem Theater" rel="tag">Vorspiel auf dem Theater</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zueignung/" title="Zueignung" rel="tag">Zueignung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" title="Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32) (26. August 2008)">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/" title="Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“ (14. Mai 2009)">Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/" title="Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177) (22. September 2008)">Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177)</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/" title="Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«) (25. August 2008)">Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«)</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" title="Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521) (10. September 2008)">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a> (2)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 23:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[literarische Motive]]></category>
		<category><![CDATA[Zueignung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=163</guid>
		<description><![CDATA[Von 1773 bis 1832 finden sich &#196;u&#223;erungen Goethes &#252;ber den »Faust« – fast sechzig Jahre, die sich ein Autor immer wieder und in unterschiedlichen Formen mit diesem Stoff besch&#228;ftigt hat. Dies mag die Dichte und den Gehalt des Dramas erkl&#228;ren, aber auch, dass der »Faust« als das Hauptwerk Goethes angesehen werden kann. Die »Zueignung«, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von 1773 bis 1832 finden sich &#196;u&#223;erungen Goethes &#252;ber den »Faust« – fast sechzig Jahre, die sich ein Autor immer wieder und in unterschiedlichen Formen mit diesem Stoff besch&#228;ftigt hat. Dies mag die Dichte und den Gehalt des Dramas erkl&#228;ren, aber auch, dass der »Faust« als das Hauptwerk Goethes angesehen werden kann.</p>

<p>Die »Zueignung«, mit der das Werk beginnt, erweckt nicht den Eindruck, dass es ich hier um ein Werk handelt, das geplant war: Aufdringlich zeigen sich die Figuren, als Goethe vermutlich am 24. Juni 1897<sup> [1]</sup> das Werk nach langer Pause wieder aufnahm. Da lag die erste Besch&#228;ftigung mit dem Fauststoff bereits zwanzig Jahre zur&#252;ck – und er l&#228;sst den Autor offensichtlich nicht los.</p>

<p>Im Zentrum der »Zueignung« steht nicht der aktive Wille eines Autors, einen Stoff zu gestalten, sondern vielmehr ein passives Verhalten, in dem der Stoff sich zudr&#228;ngt (V 5), nun aber auf einen Autor trifft, der bereit ist, sich als Instrument dieser »schwankenden Gestalten« (V 1) zur Verf&#252;gung zu stellen und einer Windharfe (&#196;olsharfe) gleich, sich dem Stoff auszuliefern (V 28).</p>

<p>Doch diese Selbstauslieferung an einen Stoff, den Goethe bis zu seinem Tod verfolgen wird, erscheint in diesem ersten der drei Prologe als ein ein z&#228;rtliches Verh&#228;ltnis des Dichters zu seinem Werk, das sich »in der zarten lyrischen Sprache«<sup> [2]</sup> ausdr&#252;ckt, die hier benutzt wird.</p>

<p>Die »Zueignung« entsteht im Rahmen einer Wiederaufnahme des Stoffs, beschreibt das Verh&#228;ltnis des Dichters zu diesem Werk, dass weder in seinen Anfangswehen liegt, noch als vollendet betrachtet werden kann.</p>

<p>Gleichzeitig stellt dieser Prolog das Werk in den Zusammenhang von Goethes Biographie: Er denkt an die Freunde aus Stra&#223;burger und Frankfurter Zeit, wohl aber auch aus den ersten Jahren in Weimar (V 12), an die Schwester Cornelia und an seinen Vater, an Susanna Katharina von Klettenberg, an Merck, Lenz etc. (V 16)<sup> [3]</sup></p>

<p>Die Zueignung, obwohl noch vor Schillers Tod entstanden, verweist in besonderm Ma&#223;e auf die Stellung des »Faust« in Goethes Schaffen. Fast sein ganzes Leben als Erwachsener stellt sich Goethe der Frage, was einen Menschen ausmacht, der nicht nach Gier und Lebensgenuss, sondern vor allem nach Erkenntnis strebt – und dabei auch den Bund mit dem Teufel nicht verschm&#228;ht. – In diesesm Sinne ist der »Faust« ein »modernes« Werk, in dem sich bereits all die Probleme andeuten, die mit dem Streben nach Erkenntnis in der Zeit seit der Aufkl&#228;rung eigen sind: Neben der tieferen Einsicht in das, »was die Welt im innersten zusammenh&#228;lt« (V 382f), stellt dieses Werk die Frage, welchen Preis Menschen zu zahlen bereit sind, die sich dieser tiefen Sehnsucht hingeben.</p>



Share this article:


	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://twitter.com/home?status=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29%20-%20http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F" title="Twitter"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" title="Twitter" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29" title="Facebook"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" title="Facebook" alt="Facebook" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.friendfeed.com/share?title=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&amp;link=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F" title="FriendFeed"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" title="FriendFeed" alt="FriendFeed" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29" title="MySpace"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" title="MySpace" alt="MySpace" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://posterous.com/share?linkto=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;title=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&amp;selection=Von%201773%20bis%201832%20finden%20sich%20%C3%84u%C3%9Ferungen%20Goethes%20%C3%BCber%20den%20%C2%BBFaust%C2%AB%20%E2%80%93%20fast%20sechzig%20Jahre%2C%20die%20sich%20ein%20Autor%20immer%20wieder%20und%20in%20unterschiedlichen%20Formen%20mit%20diesem%20Stoff%20besch%C3%A4ftigt%20hat.%20Dies%20mag%20die%20Dichte%20und%20den%20Gehalt%20des%20Dramas%20erkl%C3%A4ren%2C" title="Posterous"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" title="Posterous" alt="Posterous" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.tumblr.com/share?v=3&amp;u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&amp;s=Von%201773%20bis%201832%20finden%20sich%20%C3%84u%C3%9Ferungen%20Goethes%20%C3%BCber%20den%20%C2%BBFaust%C2%AB%20%E2%80%93%20fast%20sechzig%20Jahre%2C%20die%20sich%20ein%20Autor%20immer%20wieder%20und%20in%20unterschiedlichen%20Formen%20mit%20diesem%20Stoff%20besch%C3%A4ftigt%20hat.%20Dies%20mag%20die%20Dichte%20und%20den%20Gehalt%20des%20Dramas%20erkl%C3%A4ren%2C" title="Tumblr"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" title="Tumblr" alt="Tumblr" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=edit&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;title=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&amp;annotation=Von%201773%20bis%201832%20finden%20sich%20%C3%84u%C3%9Ferungen%20Goethes%20%C3%BCber%20den%20%C2%BBFaust%C2%AB%20%E2%80%93%20fast%20sechzig%20Jahre%2C%20die%20sich%20ein%20Autor%20immer%20wieder%20und%20in%20unterschiedlichen%20Formen%20mit%20diesem%20Stoff%20besch%C3%A4ftigt%20hat.%20Dies%20mag%20die%20Dichte%20und%20den%20Gehalt%20des%20Dramas%20erkl%C3%A4ren%2C" title="Google Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" title="Google Bookmarks" alt="Google Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://technorati.com/faves?add=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F" title="Technorati"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" title="Technorati" alt="Technorati" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://identi.ca/notice/new?status_textarea=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F" title="Identi.ca"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" title="Identi.ca" alt="Identi.ca" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://bookmarks.yahoo.com/toolbar/savebm?u=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;t=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&opener=bm&amp;ei=UTF-8&amp;d=Von%201773%20bis%201832%20finden%20sich%20%C3%84u%C3%9Ferungen%20Goethes%20%C3%BCber%20den%20%C2%BBFaust%C2%AB%20%E2%80%93%20fast%20sechzig%20Jahre%2C%20die%20sich%20ein%20Autor%20immer%20wieder%20und%20in%20unterschiedlichen%20Formen%20mit%20diesem%20Stoff%20besch%C3%A4ftigt%20hat.%20Dies%20mag%20die%20Dichte%20und%20den%20Gehalt%20des%20Dramas%20erkl%C3%A4ren%2C" title="Yahoo! Bookmarks"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" title="Yahoo! Bookmarks" alt="Yahoo! Bookmarks" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="http://delicious.com/post?url=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F&amp;title=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&amp;notes=Von%201773%20bis%201832%20finden%20sich%20%C3%84u%C3%9Ferungen%20Goethes%20%C3%BCber%20den%20%C2%BBFaust%C2%AB%20%E2%80%93%20fast%20sechzig%20Jahre%2C%20die%20sich%20ein%20Autor%20immer%20wieder%20und%20in%20unterschiedlichen%20Formen%20mit%20diesem%20Stoff%20besch%C3%A4ftigt%20hat.%20Dies%20mag%20die%20Dichte%20und%20den%20Gehalt%20des%20Dramas%20erkl%C3%A4ren%2C" title="del.icio.us"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" title="del.icio.us" alt="del.icio.us" class="sociable-hovers" /></a>
	<a rel="nofollow"  target="_blank" href="mailto:?subject=Faust%201%20%E2%80%93%20Zueignung%20%28Vers%201%E2%80%9332%29&amp;body=http%3A%2F%2Fherrlarbig.de%2F2008%2F08%2F26%2Ffaust-1-zueignung-vers-132%2F" title="email"><img src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" title="email" alt="email" class="sociable-hovers" /></a>


<br/><br/><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_163" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 505.</li><li id="footnote_1_163" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 505.</li><li id="footnote_2_163" class="footnote">vgl. ebd. 505f.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichter/" title="Dichter" rel="tag">Dichter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literarische-motive/" title="literarische Motive" rel="tag">literarische Motive</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zueignung/" title="Zueignung" rel="tag">Zueignung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />

	<h4>Verwandte Artikel</h4>
	<ul class="st-related-posts">
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" title="Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel (4. September 2008)">Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/14/genie-sturm-und-drang-und-goethes-hymnen-prometheus-und-ganymed/" title="Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“ (14. Mai 2009)">Genie, „Sturm und Drang“ – Goethes Hymnen „Prometheus“ und „Ganymed“</a> (3)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" title="Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521) (10. September 2008)">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a> (2)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/" title="Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177) (22. September 2008)">Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177)</a> (0)</li>
	<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/" title="Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«) (25. August 2008)">Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«)</a> (0)</li>
</ul>

]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" medium="image">
			<media:title type="html">Twitter</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/facebook.png" medium="image">
			<media:title type="html">Facebook</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/friendfeed.png" medium="image">
			<media:title type="html">FriendFeed</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/myspace.png" medium="image">
			<media:title type="html">MySpace</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/posterous.png" medium="image">
			<media:title type="html">Posterous</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/tumblr.png" medium="image">
			<media:title type="html">Tumblr</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/googlebookmark.png" medium="image">
			<media:title type="html">Google Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/technorati.png" medium="image">
			<media:title type="html">Technorati</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/identica.png" medium="image">
			<media:title type="html">Identi.ca</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/yahoomyweb.png" medium="image">
			<media:title type="html">Yahoo! Bookmarks</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/delicious.png" medium="image">
			<media:title type="html">del.icio.us</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/sociable/images/email_link.png" medium="image">
			<media:title type="html">email</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>
