<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>herrlarbig.de &#187; Faust 1</title>
	<atom:link href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://herrlarbig.de</link>
	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 12 Feb 2012 00:00:56 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 20:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Dichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Trunz]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Johannesevangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenseinstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Prolog im Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Pudels Kern]]></category>
		<category><![CDATA[Studierzimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorspiel auf dem Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zueignung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=6125</guid>
		<description><![CDATA[Wenn der Teufel Worte aus der Bibel h&#246;ren muss, einem religi&#246;sen Gef&#252;hl in seiner unmittelbaren Umgebung begegnet, so ist es naheliegend, dass er nicht ruhig sein kann, „hin und wider“ rennt (V 1186), dass er „zu den heiligen T&#246;nen, / Die jetzt &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mephistopheles" target="_blank">Teufel</a> Worte aus der Bibel h&#246;ren muss, einem religi&#246;sen Gef&#252;hl in seiner unmittelbaren Umgebung begegnet, so ist es naheliegend, dass er nicht ruhig sein kann, „hin und wider“ rennt (V 1186), dass er „zu den heiligen T&#246;nen, / Die jetzt meine [Fausts] ganze Seel&#8217; umfassen” (V 1202f.) knurrt, auch wenn dazu „der tierische Laut nicht passen“ (V 1204) will.</p>

<p>Und als <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" target="_blank">Faust</a> dann auch noch beginnt,<span id="more-6125"></span> den <a title="»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum" href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank">Anfang des Johannesevangeliums </a>zu &#252;bersetzen (V1224–1237), beginnt der Pudel zu heulen, zu bellen und Faust kommt zu dem Schluss: „Solch einen st&#246;renden Gesellen / Mag ich nicht in der N&#228;he leiden.“ (V 1241f.) – Und doch treibt ihn die Neugier an. Die Spannung steigt, die Worte an den Pudel sind in k&#252;rzeren Versen als jene der religi&#246;sen Innigkeit. Und die Worte der Beschw&#246;rungsformel (V 1273–1321) Fausts angesichts des Pudels werden in noch k&#252;rzere Verse gefasst, die die Unruhe ausdr&#252;cken, die sich erst entspannt als der der Pudel sein Wesen zeigt. Hier steht dann auch der ber&#252;hmte Vers „Das also war des Pudels Kern.“ (V 1322)</p>

<p>Faust entspannt sich sprachlich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alternanz_(Verslehre)" target="_blank">alternierenden Versen</a>. Und doch will er wissen, mit wem er es da zu tun hat, erinnert er sich doch an die alte <a href="http://www.sciacchitano.it/Pensatori%20epistemici/Benjamin/&#220;ber%20Sprache%20&#252;berhaupt.pdf" target="_blank">Vorstellung, dass der Namen das Wesen beschreibt, dass das Wissen um den Namen Macht &#252;ber das Benannte gibt</a>. „Bei euch, ihr Herrn, kann man das Wesen / Gew&#246;hnlich aus dem Namen lesen” (V 1330f.) Und Faust erf&#228;hrt den Namen nicht, bekommt vielmehr ein „R&#228;tselwort“ (V 1337), in dem sich Mephistopheles mit seiner nihilistischen, alles verneinenden Lebenseinstellung vorstellt. „Goethes Mephistopheles pervertiert alles: die Welt geht vom Dunkel aus und l&#228;uft auf das Nichts hin – ein Gegenbild zu dem, was der <a title="Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel" href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" target="_blank"><em>Prolog im Himmel</em></a> zeigte.“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/#footnote_0_6125" id="identifier_0_6125" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nchen 1998, S. 533.">1</a></sup></p>

<p>Mephistopheles geht es um Zerst&#246;rung und er sagt dies offen. Gleichzeitig aber bekommt die Szene fast etwas kom&#246;dienhaftes, als Mephistopheles das Zimmer Fausts nicht verlassen kann. „Der Teufel kann nicht aus dem Haus“ (V 1408), weil ihn ein Pentagramm davon abh&#228;lt. Zwar ist es nicht ganz geschlossen gezeichnet, aber den Weg nach drau&#223;en versperrt es. Faust fragt (fast schon schelmisch?): „Doch warum gehst du nicht durchs Fenster?“ (V 1409) worauf ihm Mephistopheles die strengen Gesetze nennt, denen er offensichtlich unterworfen ist, obwohl er doch „stets verneint“ (V 1338):</p>

<blockquote>„&#8217;s ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster: / Wi sie hereingeschl&#252;pft, da m&#252;ssen sie hinaus. / Das erste steht uns frei, beim zweiten sind wir Knechte.“ (V 1410–1412)</blockquote>

<p>Als Faust dies h&#246;rt, bietet <em>er</em> Mephistopheles einen Pakt an (V 1415), worauf dieser erst einmal ein wenig Abstand suchen will, was Faust gar nicht gef&#228;llt: „Den Teufel halte, wer ihn h&#228;lt! Er wird ihn so bald zum zweiten Male fangen.” (V 1429) Mephistopheles f&#252;gt sich scheinbar, zeigt aber dennoch seine Kraft, indem er Geister singen l&#228;sst (V 1447–1505), die in Kurzversen, fast durchgehend gereimt spreche, wobei das Klangliche und Sinnenhafte<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/#footnote_1_6125" id="identifier_1_6125" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Vgl.&nbsp;((Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nnchen 1998, S. 535.">2</a></sup> vorherrscht. Es wird vor allem der Sehsinn angesprochen, hin und her pendelnde, kurze zweihebige Verse, fast wie ein Pendel bei einer Hypnose – einlullend und einschl&#228;fernd.</p>

<p>Doch dieses „Konzert“ (V 1508), ein weiterer Hinweis auf Mephistopheles begrenzte Macht, konnte Mephistopheles zwar herbeirufen, aber seine Wirkung nicht selbstst&#228;ndig erzeugen. Und nun braucht er auch noch eine Ratte, die das Holz, auf dass das Pentagramm gemalt ist, so anknabbert, dass es sich &#246;ffnet und Mephistopheles entfliehen kann. – Aber er kommt wieder, von sich aus, in einer anderen Verkleidung. Schon in der folgenden Szene, die wiederum im Studierzimmer spielt, klopft er an, ist bereit den Pakt mit Faust einzugehen, aber dies ist, wie schon gesagt, die n&#228;chste Szene.</p>

<p>Verwendete Literatur:</p>

<p>Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" rel="bookmark" title="26. August 2008">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" rel="bookmark" title="4. September 2008">Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/" rel="bookmark" title="25. August 2008">Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.301 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy2"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Studierzimmer \u2013 Verse 1178\u20131529 "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/08\/11\/faust-i-studierzimmer-verse-11781529\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy2').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_6125" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 533.</li><li id="footnote_1_6125" class="footnote"> Vgl. ((Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nnchen 1998, S. 535.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichtung/" title="Dichtung" rel="tag">Dichtung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erich-trunz/" title="Erich Trunz" rel="tag">Erich Trunz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/johannesevangelium/" title="Johannesevangelium" rel="tag">Johannesevangelium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lebenseinstellung/" title="Lebenseinstellung" rel="tag">Lebenseinstellung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/prolog-im-himmel/" title="Prolog im Himmel" rel="tag">Prolog im Himmel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/pudels-kern/" title="Pudels Kern" rel="tag">Pudels Kern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/studierzimmer/" title="Studierzimmer" rel="tag">Studierzimmer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vorspiel-auf-dem-theater/" title="Vorspiel auf dem Theater" rel="tag">Vorspiel auf dem Theater</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeit/" title="Zeit" rel="tag">Zeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zueignung/" title="Zueignung" rel="tag">Zueignung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 23:22:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[französische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Gretchenfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistophles]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[Religiosität]]></category>
		<category><![CDATA[Restauration]]></category>
		<category><![CDATA[Sturm und Drang]]></category>
		<category><![CDATA[Subjekt]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=591</guid>
		<description><![CDATA[Goethes »Faust – Der Trag&#246;die erster Teil« kann als eine Auseinandersetzung mit dem Ungen&#252;gen des &#252;berlieferten und anerkannten Wissens gelesen werden, eine Auseinandersetzung, die in der sogenannten »Gretchenfrage« auf den Punkt gebracht wird: »Nun sag, wie hast du&#8217;s mit der &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethes »Faust – Der Trag&#246;die erster Teil« kann als eine Auseinandersetzung mit dem Ungen&#252;gen des &#252;berlieferten und anerkannten Wissens gelesen werden, eine Auseinandersetzung, die in der sogenannten »Gretchenfrage« auf den Punkt gebracht wird:</p>

<blockquote>»Nun sag, wie hast du&#8217;s mit der Religion?« (V 3415)</blockquote>

<p>Religion steht hier f&#252;r all das, was Gretchen in ihrem Leben als Ma&#223;stab des Handelns ansieht, als Orientierung in ethischen Fragen und im ganz allt&#228;glichen Leben.</p>

<p>Es geht in der Gretchenfrage also um das Selbstverst&#228;ndnis Fausts als Menschen. Es ist keine »<a href="http://lexikon.meyers.de/wissen/Gretchenfrage" target="_blank">Gewissensfrage</a>« im traditionellen Sinn, sondern die Frage nach der Norm, nach der ein Mensch sein Leben ausrichtet.<span id="more-591"></span></p>

<p>F&#252;r Gretchen ist die Antwort auf diese Frage klar: Der kirchlich gepr&#228;gte Glaube an Gott bildet die Norm, nach der ein Mensch zu leben habe.</p>

<p>Faust hingegen zeigt sich dieser institutionalisierten Religiosit&#228;t gegen&#252;ber skeptisch:</p>

<blockquote>»Ich habe keinen Namen / Daf&#252;r!« (V 3455f)</blockquote>

<p>Fausts Skepsis richtet sich gegen ein allzu klares Wissen dessen, was er selbst als etwas erfahren hat, das sein Wissen &#252;bersteigt. Er will wissen, was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt, will sich nicht mit den vorgefertigten Antworten der Wissenschaft und der Religion begn&#252;gen. Wenn es um Religion und Gott geht, dann ist alles Wissen »Umnebelnd Himmelsglut« (V 4358).</p>

<p>Doch Faust will wissen. Deshalb hat er sich mit Mephistopheles eingelassen, auch wenn er zunehmend erkennt, dass dieser ihn auf Bahnen f&#252;hrt, die v&#246;llig au&#223;erhalb der gesellschaftlichen Norm f&#252;hren. Margarete erkennt dies intuitiv. (V 3471–3493)</p>

<p>Die <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=gretchenfrage&amp;btnG=Suche&amp;meta=cr%3DcountryDE" target="_blank">sprichw&#246;rtlich gewordene »Gretchenfrage«</a> ist also eine Frage nach den Kriterien, an denen Faust sein Leben ausrichtet, nach den ethischen Normen, denen er folgt und letztlich eine Frage, nach der Akzeptanz gesellschaftlicher Regeln durch Faust.</p>

<p>Faust h&#228;lt diese Regeln f&#252;r unangemessen. Und doch sind es genau diese Regeln, die Gretchen zuletzt den Tod bringen werden und Faust schuldig werden lassen. Faust wird von Mephistopheles auf Bahnen gef&#252;hrt, die au&#223;erhalb aller gesellschaftlicher Normen liegen. Doch damit werden gleichzeitig diese Normen in Frage gestellt.</p>

<p>M&#246;glicherweise spiegelt sich in diesem Konflikt wider, was die Zeit ausmachte, in der Goethe am Faust arbeitete: Der <a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/stdrang.htm" target="_blank">Sturm und Drang</a> gab dem subjektiven Gef&#252;hl Bedeutung (»Gef&#252;hl ist alles« – V 3456), die <a href="http://www.zum.de/Faecher/G/BW/neuzeit/frzrev/fr1.htm" target="_blank">franz&#246;sische Revolution </a>und die <a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/aufklaer.htm" target="_blank">Aufkl&#228;rung</a> stellten die normative Bedeutung der Religion in Frage, die <a href="http://kriegundfrieden.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,2026097,00.html?dr=1" target="_blank">Restauration</a> versuchte, »neue Werte« zu schaffen und dem ins Wanken geratene gesellschaftlichem System wieder Halt zu geben.</p>

<p>Faust spiegelt vor diesem Hintergrund auch die Zerissenheit der Intellektuellen der Zeit wider. Die Gretchenfrage w&#228;re vor dem Hintergrund eines solchen Verst&#228;ndnisses dann auch eine Frage an die Zeit, in der Goethe lebte.</p>

<p>Sprichw&#246;rtlich aber wurde die Frage, weil sie sich an jede Generation neu wendet. Die Gretchenfrage fordert dazu heraus, sich selbst Rechenschaft abzugeben, nach welchen Kritierien das eigene Leben gestaltet wird: Auf welcher Basis steht die Moral, welche Ma&#223;st&#228;be gelten f&#252;r das eigene Handeln und wie gehen wir mit der Erfahrung um, dass es Fragen gibt, die die F&#228;higkeiten empirischer Wissenschaften &#252;bersteigen?<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" rel="bookmark" title="15. September 2008">Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/18/vom-scheitern-bruder-paulus-im-gespraech-mit-konstantin-wecker/" rel="bookmark" title="18. Januar 2009">Vom Scheitern: Bruder Paulus im Gespr&#228;ch mit Konstantin Wecker</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" rel="bookmark" title="10. September 2008">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" rel="bookmark" title="26. August 2008">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.369 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy5"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Die Gretchenfrage (Marthens Garten \u2013 Verse 3414\u20133543) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/11\/10\/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy5').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/franzoesische-revolution/" title="französische Revolution" rel="tag">französische Revolution</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gott/" title="Gott" rel="tag">Gott</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gretchenfrage/" title="Gretchenfrage" rel="tag">Gretchenfrage</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/himmel/" title="Himmel" rel="tag">Himmel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leben/" title="Leben" rel="tag">Leben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistophles/" title="Mephistophles" rel="tag">Mephistophles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/regeln/" title="Regeln" rel="tag">Regeln</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/religiositaet/" title="Religiosität" rel="tag">Religiosität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/restauration/" title="Restauration" rel="tag">Restauration</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sturm-und-drang/" title="Sturm und Drang" rel="tag">Sturm und Drang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/subjekt/" title="Subjekt" rel="tag">Subjekt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tod/" title="Tod" rel="tag">Tod</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 22:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Studierzimmer]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=380</guid>
		<description><![CDATA[MotorFM ist ein alternatives Musikprogramm. Doch auch den Faust scheinen die Onlineredakteure dieses Musikprogramms (Motto: Alternative Musikpropaganda) sehr alternativ zu lesen: »Schon Goethe belehrte uns in seinem ›Faust‹, dass man im richtigen Moment sagen sollte: ›Verweile doch, du bist so &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.motor.de/" target="_blank">MotorFM</a> ist ein alternatives Musikprogramm. Doch auch den Faust scheinen die Onlineredakteure dieses Musikprogramms (Motto: Alternative Musikpropaganda) sehr alternativ zu lesen:</p>

<blockquote>»Schon Goethe belehrte uns in seinem ›Faust‹, dass man im richtigen Moment sagen sollte: ›Verweile doch, du bist so sch&#246;n.‹!«

<a href="http://www.motor.de/news/0983028;bloc_party_verweile_doch_du_bist_so_schoen.html" target="_blank">Bloc Party: Verweile doch, du bist so sch&#246;n (News )</a>.</blockquote>

<p>So sch&#246;n das Zitat – »Verweile doch, du bist so sch&#246;n« – f&#252;r sich genommen ist, weder Faust noch Goethe propagieren das Verweilen.</p>

<p>Wir befinden uns mitten in der Szene (Studierzimmer), in der Faust dem Mephistopheles eine Wette vorschl&#228;gt. Faust wettet, dass es Mephistopheles nicht gelingen wird, ihn von seinem Streben nach immer mehr Wissen abzubringen: Wenn Faust sich aus dem Streben nach Wissen in die Bequemlichkeit verabschiede, so Fausts Angebot, dann d&#252;rfe ihn Mephistopheles ins Verderben mitnehmen, dann solle dies sein letzter Tag sein. (V 1692–1706)</p>

<p>Faust sagt hier w&#246;rtlich:</p>

<blockquote>»Werd ich zum Augenblicke sagen: / Verweile doch! Du bist so sch&#246;n! / Dann magst du mich in Fesseln schlagen, / Dann will ich gern zugrunde gehn!« (V 1699–1702)</blockquote>

<p>Und ein wenig sp&#228;ter:</p>

<blockquote>»Wie ich beharre [d. h. nicht weiter strebe], bin ich Knecht, / Ob dein, was frag ich, oder wessen.« (V 1710f – Erg&#228;nzung von herrlarbig.)</blockquote>

<p>Wenn also jemand sagt, Faust haben das Verweilen des sch&#246;nen Augenblickes »gelehrt«, dann hat er entweder den Text nicht (genau) gelesen [was ich f&#252;r die wahrscheinlichere Option halte] oder aber er will genau das erreichen, was Mephistopheles dem Faust gegen&#252;ber erreichen will: Einen Menschen dazu zu bringen, nicht weiter zu streben, nicht mehr wissen zu wollen, zu verharren und sich letztlich auf dem »Faulbett« (V 1692) auszuruhen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/" rel="bookmark" title="11. August 2011">Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" rel="bookmark" title="15. September 2008">Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/" rel="bookmark" title="25. August 2008">Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" rel="bookmark" title="10. September 2008">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.118 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy8"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Verweile doch, du bist so sch\u00f6n (V 1700) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/10\/01\/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy8').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/studierzimmer/" title="Studierzimmer" rel="tag">Studierzimmer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zitate/" title="Zitate" rel="tag">Zitate</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 21:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Attribut]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Objekt]]></category>
		<category><![CDATA[Prädikat]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Subjekt]]></category>
		<category><![CDATA[Verb]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=344</guid>
		<description><![CDATA[Goethe l&#228;sst Faust den Beginn des Johannes-Evangeliums aus der Bibel &#252;bersetzen (Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.). Nach einigem Hin und Her entschlie&#223;t er sich f&#252;r die &#220;bersetzung: »Im Anfang war die Tat.« ( Vers 1237) Das ist zwar &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethe l&#228;sst Faust den Beginn des Johannes-Evangeliums aus der Bibel &#252;bersetzen (Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.). Nach einigem Hin und Her entschlie&#223;t er sich f&#252;r die &#220;bersetzung:</p>

<blockquote>»Im Anfang war die Tat.« ( Vers 1237)</blockquote>

<p>Das ist zwar eine sehr freie &#220;bersetzung des griechischen Wortes »logos«, das an dieser Stelle des griechischen Urtextes steht, beschreibt aber ziemlich genau die Bedeutung, die das Verb in einem Satz hat.</p>

<p>Was ein Satz sagen will, steckt, grammatikalisch betrachtet, im Verb. Das Verb ist die T&#252;r zu den Informationen, die n&#246;tig sind, damit ein Satz entstehen kann.</p>

<p>Als Beispiel nehme ich hier das Verb »pfl&#252;cken« –  <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" target="_blank">Alleine stehend ist diese Wort einsam</a>. Mit ihm verbinden sich aber sofort Fragen, die beantwortet werden wollen, soll das Wort einen Sinn bekommen:</p>

<blockquote>
    <li> Wer? (Subjekt)</li>
pfl&#252;cken (Verb | Pr&#228;dikat)
    <li> was? (Objekt)</li>
</blockquote>

<p>M&#246;gliche Antworten:</p>

<blockquote>Wir pfl&#252;cken Blumen. | Sie pfl&#252;cken &#196;pfel.</blockquote>

<p>Damit haben wir einen grammatikalisch vollst&#228;ndigen Satz (Pr&#228;dikat – pfl&#252;cken; Subjekt – Wir | Sie; Objekt – Blumen | &#196;pfel), auch wenn sich neue Fragen ergeben: Wo? Wann? Wie? Warum?</p>

<p>Diese neuen Fragen &#246;ffnen den Satz f&#252;r weitere zu vergebende Aufgaben (Positionen), die durch Adverbiale, Nebens&#228;tze, Attribute ausgef&#252;llt werden k&#246;nnen.</p>

<p>Doch wie viele Antworten (Postionen; Aussagen) auch in einen Satz gefasst werden: das Zentrum, um das sich ein Satz wie ein Hurrikan oder ein Tornado um ihr »Auge«, bleibt das Verb als (Teil des) Pr&#228;dikat(s).</p>

<p>Aus diesem Grunde ist das Verb in allen Sprachen die spannendste (und auch schwierigste) Wortart. In ihm selbst werden zahlreiche weitere Informationen untergebracht: Tempus, Modus, infinites (vom Subjekt nicht beeinflusstes) und finites (vom Subjekt beeinflusstes) Verb…</p>

<p>Doch welche Form ein Verb auch immer annehmen mag (das wird hier im Laufe der Zeit noch Thema werden m&#252;ssen), so bleibt es doch immer das Zentrum des Satzes, das sich im Satz zum (Teil des) Pr&#228;dikat(s) verwandelt und so bestimmend f&#252;r die gesamtes Bedeutung eines Satzes ist.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/" rel="bookmark" title="22. September 2011">Das Verb, der Satz, die Kommaregeln</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/06/03/basel-ein-erster-blick/" rel="bookmark" title="3. Juni 2009">Basel – ein erster Blick</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/18/vom-scheitern-bruder-paulus-im-gespraech-mit-konstantin-wecker/" rel="bookmark" title="18. Januar 2009">Vom Scheitern: Bruder Paulus im Gespr&#228;ch mit Konstantin Wecker</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.132 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy11"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"\u00bbIm Anfang war die Tat\u00ab \u2013 Das Verb als Satzzentrum "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/25\/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy11').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/attribut/" title="Attribut" rel="tag">Attribut</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bibel/" title="Bibel" rel="tag">Bibel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/objekt/" title="Objekt" rel="tag">Objekt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/praedikat/" title="Prädikat" rel="tag">Prädikat</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/subjekt/" title="Subjekt" rel="tag">Subjekt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verb/" title="Verb" rel="tag">Verb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 19:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Begrenztheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenbild]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Osternacht]]></category>
		<category><![CDATA[Osterspaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unendlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=324</guid>
		<description><![CDATA[Was bereits in den letzten Versen der Nacht-Szene in Goethes Faust (V 737–807) von Engeln verk&#252;ndet und von Faust in seiner tiefen Zerrissenheit vernommen wird, wird in den Versen 808–1177 (Vor dem Tor) ausgearbeitet: Es ist die Osternacht, in der &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bereits in den letzten Versen der <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" target="_blank">Nacht-Szene</a> in Goethes Faust (V 737–807) von Engeln verk&#252;ndet und von Faust in seiner tiefen Zerrissenheit vernommen wird, wird in den Versen 808–1177 (Vor dem Tor) ausgearbeitet: Es ist die <a href="http://www.festjahr.de/festtage/ostern.html" target="_blank">Osternacht</a>, in der Faust in seinem Studierzimmer nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik_%28Aristoteles%29" target="_blank">metaphysischer</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit" target="_blank">Wahrheit</a> strebt. Ostern: Das christliche Fest der Auferstehung Jesu Christi, das Fest, in dem sich im christlichen Glauben die <a href="http://www.theologie-skripten.de/menschenbild/2offenbarung.pdf" target="_blank">Selbstoffenbarung Gottes </a>vollendet. Faust Suchen nach <a href="http://www.phillex.de/wahrheit.htm" target="_blank">Wahrheit</a> k&#246;nnte hier eine Antwort finden, doch er sagt:</p>

<blockquote>»Die Botschaft h&#246;r ich wohl, allein mir fehlt der Glaube; / Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind. / Zu jenen Sph&#228;ren wag ich nicht zu streben, / Woher die holde Nachricht t&#246;nt. (V 765–768)</blockquote>

<p>Und doch erinnert sich Faust an die Gef&#252;hle, die das Osterfest in seiner Jugend bei ihm ausgel&#246;st haben. Gemeinsam mit Wagner begibt er sich am Ostertage vor das Tor, so dass die folgende Szene oft auch als »Osterspaziergang« bekannt ist, wenn manche diese Bezeichnung auch alleine auf die Verse 903–940 anwenden.</p>

<p>Faust f&#252;hlt sich angesichts des bunten Treibens »vor dem Tor« sichtlich wohl: »Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein« (V 940). Doch dieses Gef&#252;hl h&#228;lt nicht lange.<span id="more-324"></span> Faust begegnet Bauern und wird von einem Alten als Arzt besonders gelobt. Dies erinnert Faust an seine eigene Biographie, in der miterleben musst, wie sein Vater angesichts der Pest als Alchimist ein unwirksames, ja giftiges, Medikament erschuf, dass er gemeinsam mit seinem Sohn vertrieb. Faust sieht sich selbst als (Sohn eines) M&#246;rder(s) (V 1055).</p>

<p>Goethe erz&#228;hlt diese Geschichte an dieser Stelle, weil sie m&#246;glicherweise einen biographischen Hintergrund f&#252;r Fausts gegenw&#228;rtiges Streben bietet. Zumindest bringt Faust im Anschluss an diese Begegnung sein Lebensproblem auf den Punkt:</p>

<blockquote>»O gl&#252;cklich, wer noch hoffen kann, / aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! / Was man nicht wei&#223;, das eben brauchte man, / Und was man wei&#223;, kann man nicht brauchen.« (V 1064–1067)</blockquote>

<p>Und kurz darauf wird es richtig kompliziert: <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" target="_blank">Wagner singt ein Loblied auf die Buchgelehrsamkeit</a> (V 1100–1109), worauf Faust antwortet:</p>

<blockquote>»Du bist dir nur des einen Triebs bewusst; / O lerne nie den andern kennen! / Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust, / Die eine will sich von der andern trennen; / Die eine h&#228;lt, in derber Liebeslust, / Sich an die Welt mit klammernden Organen; / Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust / Zu den Gefilden hoher Ahnen.« (V 1110–1117)<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/#footnote_0_324" id="identifier_0_324" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. hierzu auch: Friedrich Schiller, Briefe zur &amp;#228;sthetischen Erziehung des Menschengeschlechts (Brief 12 und 13). ">1</a></sup></blockquote>

<p>So kompliziert diese Verse klingen: Im Prinzip nehmen sie das bereits im »<a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" target="_blank">Studierzimmer</a>« aufgebrochene Problem wieder auf, dass Faust an der Erkenntnis seiner eigenen Begrenztheit leidet, eine Begrenztheit, die deshalb so qu&#228;lend sein kann, wie Faust sie erlebt, weil der Mensch sie erkennen kann, ohne ihr entfliehen zu k&#246;nnen. Die eine, sich an die Welt mit klammernden Organen haltende, Seele ist jene Seite des Menschen, die man auch als Sinnlichkeit beschreiben kann, die die Vernunft zwar denkend &#252;bersteigen kann, aus der die Vernunft aber nicht befreit.</p>

<p>Faust leidet an seiner Forschung, weil sie rein rationaler Natur ist. Er erlebt sich als lebensfern und hofft zun&#228;chst auf die Magie als eine M&#246;glichkeit, die rein rationale Erkenntnis zu &#252;bersteigen. Doch der Erdgeist macht ihm klar: So l&#228;uft das nicht. Aus seiner Haut – und damit der k&#246;rperlichen Beschr&#228;nktheit und Bed&#252;rftigkeit – kommt ein Mensch nicht raus.</p>

<p>Der Mensch ist in der Lage Dinge zu denken, die er nicht erfahren, erreichen oder gar beweisen kann. Hierzu geh&#246;ren die Begriffe »Gott« und »Unendlichkeit«. Dies ist eine der Seelen in Fausts Brust. Die andere ist jene, die ihn als Menschen an seine Sinnlichkeit, besser k&#246;nnte man hier wohl von seiner K&#246;rperlichkeit sprechen, bindet, an seine Begrenztheit oder mit einem Fachbegriff – Faust leidet an seiner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kontingenz_(Soziologie)" target="_blank">Kontingenz</a>, deren &#220;berstieg er aber zugleich denken kann.</p>

<p>Goethes Faust hat also nicht mit einem sehr pers&#246;nlichen Problem zu k&#228;mpfen, das ihn als Wissenwollenden qu&#228;lt, sondern mit einem Grundproblem des Menschen – vielleicht sogar dem Grundproblem menschlicher Existenz: Wie kann ein Mensch begrenzt und sterblich sein, der Unendlichkeit und Unsterblichkeit denken kann?</p>

<p>An dieser Stelle begegnet Faust der schwarze Pudel, der sich als Verk&#246;rperung des Mephistopheles entpuppen wird, der schon im »Prolog im Himmel« Fausts Problem so treffend beschrieb:</p>

<blockquote>»Nicht irdisch ist des Toren Trank und Speise. / Ihn treibt die G&#228;rung in die Ferne, / Er ist sich seiner Tollheit halb bewusst; / Vom Himmel fordert er die sch&#246;nsten Sterne / Und von der Erde jede h&#246;chste Lust, / Und alle N&#228;h und alle Ferne / Befriedigt nicht die tiefbewegte Brust.« (V 301–307)</blockquote>

<p>Und so ist es jetzt fast so weit. Ein wenig wird Faust in der n&#228;chsten Szene noch seinen Studien nachh&#228;ngen – dann wird ihm Mephistopheles den Ausbruch aus dem Studierzimmer anbieten und ihn mit auf »Weltfahrt« nehmen, mit dem Versprechen, zumindest die tiefsten sinnliche Bed&#252;rfnisse befriedigt zu bekommen. – Doch dazu sp&#228;ter mehr…<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" rel="bookmark" title="10. September 2008">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" rel="bookmark" title="15. September 2008">Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/" rel="bookmark" title="11. August 2011">Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.575 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy14"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Vor dem Tor (Gelehrtentrag\u00f6die 2 \u2013 V 808\u20131177) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/22\/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy14').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_324" class="footnote">Vgl. hierzu auch: Friedrich Schiller, Briefe zur &#228;sthetischen Erziehung des Menschengeschlechts (Brief <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=2397&amp;kapitel=2&amp;cHash=20888265d5aesterz2" target="_blank">12</a> und <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&amp;xid=2397&amp;kapitel=3&amp;cHash=20888265d5aesterz3" target="_blank">13</a>). </li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/anthropologie/" title="Anthropologie" rel="tag">Anthropologie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/auferstehung/" title="Auferstehung" rel="tag">Auferstehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/begrenztheit/" title="Begrenztheit" rel="tag">Begrenztheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/glauben/" title="Glauben" rel="tag">Glauben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gott/" title="Gott" rel="tag">Gott</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/himmel/" title="Himmel" rel="tag">Himmel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kontingenz/" title="Kontingenz" rel="tag">Kontingenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/menschenbild/" title="Menschenbild" rel="tag">Menschenbild</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/osternacht/" title="Osternacht" rel="tag">Osternacht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/osterspaziergang/" title="Osterspaziergang" rel="tag">Osterspaziergang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/seele/" title="Seele" rel="tag">Seele</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinnlichkeit/" title="Sinnlichkeit" rel="tag">Sinnlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unendlichkeit/" title="Unendlichkeit" rel="tag">Unendlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernunft/" title="Vernunft" rel="tag">Vernunft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrheit/" title="Wahrheit" rel="tag">Wahrheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 21:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Deklamieren]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Osterspaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Redekunst]]></category>
		<category><![CDATA[Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Sokrates]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=265</guid>
		<description><![CDATA[Hier geht es um Wagner im Faust 1 in den Versen 522–601; 941–949; 1011–1021; 1056–1063; 1100–1109) Was Faust beunruhigt und unbefriedigt l&#228;sst, ist Wagners h&#246;chstes Ziel: Wissen aus B&#252;chern zu erlangen. »Von Buch zu Buch, von Blatt zu Blatt! / &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hier geht es um Wagner im Faust 1 in den Versen 522–601; 941–949; 1011–1021; 1056–1063; 1100–1109)</em></p>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" target="_blank">Was Faust beunruhigt und unbefriedigt l&#228;sst</a>, ist Wagners h&#246;chstes Ziel: Wissen aus B&#252;chern zu erlangen.</p>

<blockquote>»Von Buch zu Buch, von Blatt zu Blatt! / Da werden Wintern&#228;chte hold und sch&#246;n, / EIn selig Leben w&#228;rmet alle Glieder, / Und ach! Entrollst du gar ein w&#252;rdig Pergamen, / So steigt der ganze Himmel nieder.« ( V 1105–1109)</blockquote>

<p>Wagner hat seinen ersten Auftritt (V 522–601) im Schlafrock, mit Nachtm&#252;tze und Lampe in der Hand. Eine l&#228;cherliche Gestalt taucht hier auf. W&#228;hrend Faust darunter leidet, dass er nicht zu erkennen vermag, was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt, beginnt Wagner ein Gespr&#228;ch &#252;ber die Redekunst (<a href="http://www.uni-tuebingen.de/uni/nas/definition/rhetorik.htm" target="_blank">Rhetorik</a>). Sein Ziel ist es, von Faust die Kunst des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deklamation" target="_blank">Deklamierens</a> zu erlernen, um so zu Anerkennung zu gelangen. Dabei vertritt Wagner eine arrogante Position. Klagt er zu Beginn des Osterspazierganges &#252;ber die Freude des Volkes am wieder aufbrechenden Leben in der Natur (V 941–948; hier besonders 944–948), so beneidet er zugleich Faust um die Verehrung, die dieser bei der Menge genie&#223;t (V 1011–1021).</p>

<p>Diese Arroganz spiegelt sich auch in Wagners Antwort wider, die er auf Fausts Selbstvorw&#252;rfe gibt, die sich dieser wegen eines &#228;rztlichen Versagens seines Vaters macht. (V 1022–1055) Wagner meint, es sei genug, angemessene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sekund%C3%A4rtugend" target="_blank">Sekund&#228;rtugenden</a> zu leben – P&#252;nktlichkeit und Gewissenhaftigkeit –, um ein guter Arzt zu sein. Keinen Gedanken verschwendet er an die Frage der Verantwortung des Handelnden. Wagner erstickt in <a href="http://www.multimediaxis.de/showthread.php?t=108438" target="_blank">Buchwissen</a> und der Gen&#252;gsamkeit, die er mit diesem verbindet.<span id="more-265"></span></p>

<p>Mir f&#228;llt an dieser Stelle Konstantin Weckers Lied »Genug ist nicht genug« ein, in dem er Teile von <a href="http://www.conrad-ferdinand-meyer.de/" target="_blank">Conrad Ferdinand Meyer</a>s Gedicht »<a href="http://www.zeno.org/Literatur/M/Meyer,+Conrad+Ferdinand/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+1892)/1.+Vorsaal/F%C3%BClle" target="_blank">F&#252;lle</a>« verarbeitet. – Wagner vermag diese F&#252;lle nicht zu empfinden; selbst Fausts  »Wenn ihr’s nicht f&#252;hlt, ihr werdet’s nicht erjagen, / Wenn es nicht aus eurer Seele dringt, / Und mit urkr&#228;ftigem Behagen / Die Seele aller H&#246;rer zwingt« (V 534–537) versteht er nicht. – Wagner strebt nicht nach Wissen, sondern alleine nach der Kunst des sch&#246;nen Redens. Und hier findet sich ein weiteres Zitat, das zum Sprichwort geworden ist – wie so viele Verse aus Goethes Faust:  »Die Kunst ist lang! Und kurz ist unser Leben.« (V 558f)</p>

<p>In gewissem Sinne stellt Wagner einen <a href="http://www.philolex.de/sophiste.htm" target="_blank">Sophisten</a> dar, mit denen sich schon <a href="http://www.philolex.de/sokrates.htm" target="_blank">Sokrates</a> herumge&#228;rgert hat. Ob Faust an diese f&#252;r die europ&#228;ische Geistesgeschichte so wichtige Zeit gedacht haben mag, als er den Wagner als den Gegencharakter zu Faust, quasi als Anti-Faust erdacht hat? – Faust ist der &#220;berzeugung, dass Wagner nur totes Faktenwissen anh&#228;ufe und nichts anderes als ein »trockne[r] Schleicher« sei (V 521).</p>

<p>Heute mag Faust ber&#252;hmter sein – mir scheint, Wagner habe die Schlacht um das Wissen gewonnen. Betrachte ich vom »Faust« ausgehend die Gegenwart, so sehe ich &#252;berall Wagner, kaum einmal einen Faust dazwischen. B&#252;cherwissen! – Ich denke an diese Quizshows, in denen nichts als B&#252;cherwissen z&#228;hlt (vom Geld einmal abgesehen, das es damit zu gewinnen gibt). Das leidenschaftliche Wissenwollen ist oft dem funktionalen oder rein lexikalischem Wissen verdr&#228;ngt worden. An die Stelle eines Wissens, das auch Antworten auf »letzte Fragen« sucht, ist ein Wissen der Gen&#252;gsamkeit getreten. Nicht mehr die Frage nach dem, was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt« steht im Zentrum, sondern die Frage nach dem, was Eindruck schinden kann oder eine Karriere erm&#246;glicht.</p>

<p>Faust baut darauf, dass ein Redner, der wirklich etwas zu sagen hat, alleine aus seinem Verstand und seiner Leidenschaft heraus die rechten Worte finden wird, in denen sich Wissen und leidenschaftliches Leben vereinen:</p>

<blockquote>»Es tr&#228;gt Verstand und rechter Sinn / Mit wenig Kunst sich selber vor; / Und wenn’s euch ernst ist, was zu sagen, / Ist’s n&#246;tig, Worten nachzujagen? / Ja, Eure Reden, die so blinkend sind, / In denen Ihr der Menschheit Schnitzel kr&#228;uselt, / Sind unerquicklich wie der Nebelwind, / Der herbstlich durch die d&#252;rren Bl&#228;tter s&#228;uselst.« (V 550–557)</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" rel="bookmark" title="10. September 2008">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" rel="bookmark" title="26. August 2008">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/18/vom-scheitern-bruder-paulus-im-gespraech-mit-konstantin-wecker/" rel="bookmark" title="18. Januar 2009">Vom Scheitern: Bruder Paulus im Gespr&#228;ch mit Konstantin Wecker</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.493 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy17"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/15\/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy17').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecherwissen/" title="Bücherwissen" rel="tag">Bücherwissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deklamieren/" title="Deklamieren" rel="tag">Deklamieren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leidenschaft/" title="Leidenschaft" rel="tag">Leidenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/osterspaziergang/" title="Osterspaziergang" rel="tag">Osterspaziergang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/redekunst/" title="Redekunst" rel="tag">Redekunst</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rhetorik/" title="Rhetorik" rel="tag">Rhetorik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sokrates/" title="Sokrates" rel="tag">Sokrates</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 21:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Eingangsmonolog]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgeist]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Gotik]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Magie]]></category>
		<category><![CDATA[Makrokosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Nostradamus]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Regieanweisung]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Weltformel]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=250</guid>
		<description><![CDATA[Goethes Faust ist nicht dumm – und das ist sein Problem. Um dies zu erkennen, muss keine Zeile des Eingangsmonolog gelesen werden, schon die Regieanweisung Goethes reicht: »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer. Faust unruhig auf seinem Sessel &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethes Faust ist nicht dumm – und das ist sein Problem. Um dies zu erkennen, muss keine Zeile des Eingangsmonolog gelesen werden, schon die Regieanweisung Goethes reicht:</p>

<blockquote>»Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer. Faust unruhig auf seinem Sessel am Pulte.«</blockquote>

<p>Auch ohne sich in der Kunst- und der mit ihr verbundenen Ideengeschichte auszukennen, l&#228;sst dieser Rahmen f&#252;r Fausts Auftreten die Figur und ihre Situation erfassen:</p>

<p><span id="more-250"></span> Es ist dunkel, eng und das Zimmer strebt nach oben. Der Raum spiegelt hier bereits die Situation Fausts wider. Er f&#252;hlt sich eingeengt und strebt nach h&#246;heren Wissen. Wir finden uns in Fausts Studierstube. Dunkelheit umgibt ihn, obwohl er, wie wir gleich in den ersten Versen erfahren, die zentralen F&#228;cher der Wissenschaft seiner Zeit studiert hat: Philosophie, Jura, Medizin und Theologie. (V354–357).</p>

<p>Das Ergebnis ist niederschmetternd:</p>

<blockquote>»Da steh ich nun, ich armer Tor! / Und bin so klug als wie zuvor; / Hei&#223;e Magister, hei&#223;e Doktor gar / […] / Und sehe, dass wir nichts wissen k&#246;nnen! / Das will mir schier das Herz verbrennen.« (V358–360; V364f)</blockquote>

<p>Da hat sich einer mit dem gesamten Wissen seiner Zeit befasst und doch keine Antwort auf die einzige Frage bekommen, die ihn wirklich besch&#228;ftigt, die Frage nach dem <em>Ur</em>-Grund von allem, nach dem, »was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt« (V382f)</p>

<p>Goethe platziert Faust hier in einem »Mauerloch, / Wo selbst das liebe Himmelslicht / Tr&#252;b durch gemalte Scheiben bricht!« (V400f). Der klare Blick zum Himmel ist versperrt, sein Licht bricht sich nur in den Fenstern, die wir mit unseren Werken bemalt haben, die aber auch den direkten Zugang zum <em>Ur</em>-Grund verbauen. Hier wird der Raum zum Symbol f&#252;r den Wissenden, f&#252;r den, der die Enge des Wissens kennengelernt hat und die Unschuld des »einfachen Volkes« verlor.</p>

<p>Die <a href="http://www.philolex.de/metaphys.htm" target="_blank">Metaphysik</a> und die Theologie, jene Disziplinen, die sich in der gotischen Baukunst vereinen und die Faust anhand von B&#252;chern sich anzueignen vermochten, scheitern bei der f&#252;r ihn zentralen Frage nach einer Art »Weltformel«. Und so versucht es Faust mit der <a href="http://www.uni-leipzig.de/%7Egerm/mitarb/lehre/dok/stock_2007_WiSe08_Faust_Handout-Szene_Nacht.pdf" target="_blank">Magie</a>.</p>

<p>Zun&#228;chst ger&#228;t ihm ein Buch des <a href="http://www.relinfo.ch/nostradamus/info.html" target="_blank">Nostradamus</a> in die H&#228;nde: Faust meditiert das Zeichen des Makrokosmos, in dem die Natur als Gesamtheit, als ein Ganzes dem Meditierenden als harmonisches Universum entgegen tritt. Doch auch dies reicht ihm nicht:</p>

<blockquote>»Welch Schauspiel! Aber ach! Ein Schauspiel nur! / Wo fass ich dich, unendliche Natur? / Euch Br&#252;ste, wo? Ihr Quellen allen Lebens, / An denen Himmel und Erde h&#228;ngt, / Dahin die welke Brust sich dr&#228;ngt – / Ihr quellt, ihr tr&#228;nkt, ihr tr&#228;nkt, und schmacht ich so vergebens?« (V454–459)</blockquote>

<p>Nun kann man sagen, Faust lasse sich auf das Zeichen nicht wirklich meditierend ein, sondern bezeichnet es intellektuell gleich als Schauspiel, letztlich also als eine von einem begrenzten Menschen geschaffene, begrenzte »Schauspielerei«. So ist er aber nun einmal von Goethe gestaltet worden, der ihn als Gegenst&#252;ck zum gro&#223;en Makrokosmos nun das Zeichen des Erdgeistes, ein aus dem Werk heraus kaum n&#228;her zu erkl&#228;renden Wesen, erblicken l&#228;sst.</p>

<p>Der Erdgeist f&#252;hrt Faust von der Betrachtung zum t&#228;tigen Handeln. Er beschw&#246;rt den Geist (V460–481), der ihm erscheint und sich als &#252;berlegen erweist. Mit der Zur&#252;ckweisung von Fausts Identifikationsphantasien – »Du gleichst dem Geist, den du begreifst, / Nicht mir« (V512f) – bricht Faust in sich zusammen.</p>

<p>Faust muss seine eigene Begrenztheit erkennen. Er ist ein Mensch, an die irdische Existenz, an seine Verg&#228;nglichkeit gefesselt, die ihm nur im <em>gedanklichen </em>Selbst&#252;berstieg erkennbar ist. Erhoffte sich Faust eben noch im Umgang mit den Geistern eine Befreiung aus der Enge seines begrenzten Wissens, muss er nun erkennen, dass er ihnen unterlegen ist.</p>

<p>Und genau in dieser Situation erscheint Fausts Sch&#252;ler Wagner »im Schlafrock und mit Nachtm&#252;tze, eine Lampe in der Hand« als nahezu groteske Gestalt, angesichts der Situation eines mit der tiefsten Sehnsucht nach umfassendem Wissen besch&#228;ftigten Fausts.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/15/faust-1-wagner-und-faust-nacht-osterspaziergang/" rel="bookmark" title="15. September 2008">Faust 1 – Wagner und Faust (Nacht, Osterspaziergang)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" rel="bookmark" title="26. August 2008">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.679 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy20"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1: Nacht \u2013 \u00bbNachts in einem hoch gew\u00f6lbten, engen gotischen Zimmer.\u00ab (Gelehrtentrag\u00f6die 1 \u2013\u00a0Verse 354\u2013521) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/10\/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy20').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/architektur/" title="Architektur" rel="tag">Architektur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/eingangsmonolog/" title="Eingangsmonolog" rel="tag">Eingangsmonolog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erdgeist/" title="Erdgeist" rel="tag">Erdgeist</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gotik/" title="Gotik" rel="tag">Gotik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jura/" title="Jura" rel="tag">Jura</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/magie/" title="Magie" rel="tag">Magie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/makrokosmos/" title="Makrokosmos" rel="tag">Makrokosmos</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medizin/" title="Medizin" rel="tag">Medizin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/natur/" title="Natur" rel="tag">Natur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/nostradamus/" title="Nostradamus" rel="tag">Nostradamus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/philosophie/" title="Philosophie" rel="tag">Philosophie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/regieanweisung/" title="Regieanweisung" rel="tag">Regieanweisung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/theologie/" title="Theologie" rel="tag">Theologie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/universum/" title="Universum" rel="tag">Universum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weltformel/" title="Weltformel" rel="tag">Weltformel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaftler/" title="Wissenschaftler" rel="tag">Wissenschaftler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 20:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Hiob]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[literarische Motive]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Prolog im Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Raffael]]></category>
		<category><![CDATA[Stanze]]></category>
		<category><![CDATA[Vorspiel auf dem Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Zueignung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=203</guid>
		<description><![CDATA[Warum kann Goethe mit dem »Faust« nicht einfach anfangen? 353 Verse braucht er, bis endlich »Der Trag&#246;die erster Teil« beginnt und Faust selbst mit den Worten »Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie / &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum kann <a href="http://www.goethezeitportal.de/" target="_blank">Goethe</a> mit dem »<a href="http://www.hamburger-bildungsserver.de/welcome.phtml?unten=/faecher/deutsch/autoren/goethe/" target="_blank">Faust</a>« nicht einfach anfangen? 353 Verse braucht er, bis endlich »Der Trag&#246;die erster Teil« beginnt und Faust selbst mit den Worten »Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie / Durchaus studiert, mit hei&#223;em Bem&#252;hn. / Da steh ich nun ich armer Tor! / Und bin so klug als wie zuvor;« (V354–359) auftreten darf.</p>

<p>Bis dahin muss sich der Leser durch eine »<a title="interner Link" href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" target="_blank">Zueignung</a>«, ein »Vorspiel auf dem Theater« und auch noch einen »Prolog im Himmel« hindurch lesen. Erst dann darf das Klagelied des Gelehrten beginnen, dessen Wissen bis an die Grenzen des Wissens vorgedrungen ist – und ihn doch nicht zufriedenstellen kann. – Was haben die drei »Vorworte« damit zu tun?<span id="more-203"></span></p>

<p>Um es gleich zu sagen: Zur Handlung des  »Faust« geh&#246;rt nur der Prolog im Himmel; die  »Zueignung« und das  »Vorspiel auf dem Theater« sind eher  »pers&#246;nliche« Reflexionen des Dichters bez&#252;glich eines Werkes, das ihn &#252;ber viele Jahrzehnte besch&#228;ftigt hat und entsprechend auch Erfahrungen und &#220;berlegungen angeregt hat, die &#252;ber die eigentliche Dramenhandlung hinaus gehen – und doch irgendwie mit ihr zu tun haben.</p>

<h3>Die »Zueignung« (V 1–32)</h3>

<p>Die  »Zueignung« ist eine pers&#246;nliche Reflexion auf das Verh&#228;ltnis des Autors zu seinem Werk, in einer Phase, da er es wieder zur Hand nimmt (vgl. Beitrag zur »<a title="interner Link" href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" target="_blank">Zueignung</a>« auf dieser Seite). Dabei bedient sich Goethe der »feierlich-klangvollen Form der <a href="http://lexikon.meyers.de/meyers/Stanze" target="_blank">Stanze</a>«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/#footnote_0_203" id="identifier_0_203" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nchen 1998, S. 505. &ndash; Die Stanze ist eine Strophenform, die ihren Ursprung in der italienischen Dichtung hat. Das Wort &raquo;stanza&laquo; hei&amp;#223;t &amp;#252;bersetzt &raquo;Strophe&laquo;. Der mit dieser Strophenform erzeugte Klang wird als ein besonders poetischer angesehen, so dass sie auch als &raquo;Zuhause&laquo; poetischer Gedanken betrachtet wird und dabei einen feierlichen Klang bekommt. Die Stanze, die im 17. Jahrhundert in die deutschsprachige Dichtung &amp;#252;bernommen wurde, besteht in der Regel aus acht Versen mit dem Reimschema abababcc, wobei die a-Verse eine weibliche Endung (Kadenz), die b- und c-Verse hingegen eine m&amp;#228;nnliche Kadenz aufweisen. Die a- und c-Verse umfassen dabei elf, die b-Verse zehn Silben.">1</a></sup></p>

<p>Die Rahmen- oder auch Eck–Strophen greifen das Verh&#228;ltnis des Dichters (genauer: des lyrischen Ichs, das hier aber guten Gewissens mit Goethe identifiziert werden kann) zu seiner Dichtung selbst auf; in den Binnen-Strophen stehen Beziehungen zu Mitmenschen im Zentrum, wobei ein eher melancholischer Tonfall vernehmbar wird.</p>

<h3>»Vorspiel auf dem Theater« (V 33–242)</h3>

<p>Das »Vorspiel auf dem Theater« thematisiert das Verh&#228;ltnis von Dichtung und Publikum aus drei unterschiedlichen Perspektiven: Der Direktor hat nat&#252;rlich Interesse daran, dass das Gesch&#228;ft l&#228;uft. Ohne dieses Interesse k&#246;nnte er keine Miete bezahlen, keine Schauspieler engagieren – und nat&#252;rlich auch pers&#246;nlich kein Gesch&#228;ft machen. (V 49–56).</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus ist der Direktor bereit, dem Publikumsgeschmack so weit wie nur m&#246;glich entgegen zu kommen (V 37, 95–103) und alles an (technischen) Hilfsmitteln einsetzen, um das Auge der Besucher mit Effekten zum staunenden »Gaffen« zu bringen (V 90–93, 233-244).</p>

<p>Der Dichter hingegen betont den eigenst&#228;ndigen und eigengesetzlichen Wert der Kunst. Sie steht nicht im Dienste weltlicher Interessen, sondern folgt eigenen Gesetzen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/#footnote_1_203" id="identifier_1_203" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Formal greift Goethe in V 59&ndash;74 die Stanzenform erneut auf, in der die Figur des Dichters hier den hohen, feierlichen Wert der Dichtung verk&amp;#252;ndet. Im Gegensatz hierzu sind die Verse von Direktor und Schauspieler (Lustige Person) als wechselnd lange, alternierende Verse gestaltet, die der &raquo;strengen&laquo; Sicht des Dichters die Vorstellung eines abwechslungsreichen und bunten Werkes entgegen stellen.">2</a></sup></p>

<p>Den Positionen des Direktors nahe stehend, vertritt der Schauspieler (Lustige Person) &#228;hnlich pers&#246;nliche und eben nicht am Ideal der Kunst orientierte Interessen, wenn er ein St&#252;ck fordert, dass ihm die M&#246;glichkeit bietet, sich so zu pr&#228;sentieren, dass das Publikum ihn liebt. (V 75–84) Um dies zu erreichen, will er Darstellungen aus dem »vollen Menschenleben«, gerne mit Humor – und es muss nicht immer die Wahrheit sein, die auf der B&#252;hne gezeigt wird. (167–183)</p>

<p>Wenn man wei&#223;, dass Goethe in Weimar auch als Theaterdirektor arbeitete, so liegt der Verdacht nahe, dass dieses Vorspiel ein wenig von den unterschiedlichen Erfahrungen widerspiegelt, die er wom&#246;glich selbst als K&#252;nstler und Theaterchef gemacht hat. Und wo, wenn nicht im Faust, an dem er Jahrzehnte arbeitete, w&#228;re ein besserer Platz gewesen, diese Erfahrungen in der Hinf&#252;hrung zu diesem Hauptwerk Goethes zu Papier zu bringen?!</p>

<h3>Prolog im Himmel (V 243–353)</h3>

<p>Eigentlich beginnt die Handlung des Fausts in diesem dritten »Vorwort«, doch Goethe hat den »<a href="http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/faust/faust1.htm" target="_blank">Prolog im Himmel</a>« vor den ersten Akt gestellt. Formal mag das daran liegen, dass der Himmel au&#223;erhalb der im Faust dargestellten wirklichen Welt liegt. Und hier findet ein Spiel statt, dass einen &#252;berweltlichen Verstehenshorizont f&#252;r die irdische Handlung des Dramas er&#246;ffnet.</p>

<p>Die Szene hebt mit einem Lobgesang der Erzengel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Raphael_(Erzengel)" target="_blank">Raphael</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Erzengel)" target="_blank">Gabriel</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_(Erzengel)" target="_blank">Michael</a> an. Raphael preist die Sonne als Lebensspenderin (V 243–250), Gabriel wirft einen Blick auf die Erde und das Toben von Naturgewalten (V 251–258), w&#228;hrend Michael auf zerst&#246;rerische Energie schaut, die dennoch nicht in der Lage seien, das »sanfte Wandeln« der Sch&#246;pfung in Frage zu stellen (V 259–266).</p>

<p>Doch Gott selbst verm&#246;gen auch die Engel nicht zu ergr&#252;nden, sodass sie ihn im Loblied auf die Sch&#246;pfung verehren (267–270).</p>

<p>Ihr Gesang ist wohl dem Stil von Kirchenliedern im 17. Jahrhundert nachempfunden: In feierlichen Viertaktern schreitet er gem&#228;chlich und feierlich voran – bis dann Mephistopheles auftritt (271).</p>

<p>Mephistopheles verstrickt den Herrn in ein Gespr&#228;ch, in dem zwei unterschiedliche Menschenbilder aufeinander treffen: Mephistopheles geht davon aus, dass Menschen ihr Leben als eine Plage verstehen und  bei aller Vernunft doch vor allem tierischen Instinkten folgen. Mephistopheles reduziert den Menschen auf seine k&#246;rperliche (physische) Seite, benutzt zu seiner Beschreibung den Verweis auf Tiere. (279–292)</p>

<p>Gott hingegen vertritt die Position, dass Menschen zwar irren k&#246;nnen (»Es irrt der Mensch, solang’ er strebt. (V 317 ), letztlich aber auf den rechten Weg zur&#252;ckfinden k&#246;nnen. Dabei bedient sich Gott einer Wachstumsmetaphorik (V 310f), um seine Position (gegen&#252;ber Faust) darzustellen.</p>

<p>Mephistopheles bekommt freie Bahn, den Faust von seiner Bahn abzubringen, ihn in seine Tiefen zu ziehen. Doch Gott ist vom Misslingen &#252;berzeugt – und &#252;bereignet den Faust bei genauem Hinschauen gar nicht an Mephistopheles, der selbst Teil der Sch&#246;pfung ist und mit Gott eigentlich gar nicht »wetten« kann. Aber er l&#228;sst sich auf das Spiel ein, wei&#223; er doch um das Gute im Menschen.</p>

<p>Goethe greif hier eine &#228;hnliche Szene im biblischen Buch Hiob auf (Hiob 1), in der Gott dem Satan erlaubt, einen frommen Menschen auf die Probe zu stellen.</p>

<h3>Fazit</h3>

<p>Einzig der »Prolog im Himmel« ist als Teil des »Vorwortes« f&#252;r die Handlung des »Faust« notwendig. Hier werden die Basis f&#252;r das Verstehen der Figur des Mephistopheles gelegt, aber auch erste Charakterz&#252;ge des Faust ins Licht ger&#252;ckt. Nach dieser Szene wird das Spiel aus dem metaphysischen Bereich auf die Erde verlagert. Der Vorhang &#246;ffnet sich, das Spiel beginnt.</p>

<p>Angesichts der Bedeutung des »Faust« f&#252;r Goethe und die Nachwelt, »erweitert« er das »Vorwort« um zwei weitere Szenen, die einen Eindruck des Spannungsfeldes geben, in dem das Drama selbst entstanden ist und von dem Goethe ein Teil war. In diesem Sinne geh&#246;ren diese Teile organisch zum Ganzen des Werkes.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/" rel="bookmark" title="26. August 2008">Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/" rel="bookmark" title="11. August 2011">Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" rel="bookmark" title="10. September 2008">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.762 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy23"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/04\/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy23').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_203" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 505. – Die Stanze ist eine Strophenform, die ihren Ursprung in der italienischen Dichtung hat. Das Wort »stanza« hei&#223;t &#252;bersetzt »Strophe«. Der mit dieser Strophenform erzeugte Klang wird als ein besonders poetischer angesehen, so dass sie auch als »Zuhause« poetischer Gedanken betrachtet wird und dabei einen feierlichen Klang bekommt. Die Stanze, die im 17. Jahrhundert in die deutschsprachige Dichtung &#252;bernommen wurde, besteht in der Regel aus acht Versen mit dem Reimschema abababcc, wobei die a-Verse eine weibliche Endung (Kadenz), die b- und c-Verse hingegen eine m&#228;nnliche <a href="http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/interpretation/index_6.htm" target="_blank">Kadenz</a> aufweisen. Die a- und c-Verse umfassen dabei elf, die b-Verse zehn Silben.</li><li id="footnote_1_203" class="footnote">Formal greift Goethe in V 59–74 die Stanzenform erneut auf, in der die Figur des Dichters hier den hohen, feierlichen Wert der Dichtung verk&#252;ndet. Im Gegensatz hierzu sind die Verse von Direktor und Schauspieler (Lustige Person) als wechselnd lange, alternierende Verse gestaltet, die der »strengen« Sicht des Dichters die Vorstellung eines abwechslungsreichen und bunten Werkes entgegen stellen.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichter/" title="Dichter" rel="tag">Dichter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/engel/" title="Engel" rel="tag">Engel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gabriel/" title="Gabriel" rel="tag">Gabriel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hiob/" title="Hiob" rel="tag">Hiob</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kuenstler/" title="Künstler" rel="tag">Künstler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literarische-motive/" title="literarische Motive" rel="tag">literarische Motive</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/michael/" title="Michael" rel="tag">Michael</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/prolog-im-himmel/" title="Prolog im Himmel" rel="tag">Prolog im Himmel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/raffael/" title="Raffael" rel="tag">Raffael</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/stanze/" title="Stanze" rel="tag">Stanze</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vorspiel-auf-dem-theater/" title="Vorspiel auf dem Theater" rel="tag">Vorspiel auf dem Theater</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zueignung/" title="Zueignung" rel="tag">Zueignung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 20:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Schmöker-Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Die Zwerge]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[lebenslanges Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Magier]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Heitz]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[schmökern]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Zauberer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=174</guid>
		<description><![CDATA[Markus Heitz l&#228;sst in seinem Fantasyroman »Die Zwerge«1 sechs Magier auftreten, die alle mit einer Charaktereigenschaft n&#228;her bezeichnet werden: Lot-Ionan der Geduldige, Maira die H&#252;terin, Andôkai die St&#252;rmische, Turgur der Sch&#246;ne, Sabora die Schweigsame – und Nudin der Wissbegierige. Nudin &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mahet.de/site/mahet-de.1.0.html" target="_blank">Markus Heitz</a> l&#228;sst in seinem Fantasyroman »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Zwerge" target="_blank">Die Zwerge</a>«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/#footnote_0_174" id="identifier_0_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Markus Heitz, Die Zwerge, M&amp;#252;nchen/Z&amp;#252;rich 2008 [8. Auflage]">1</a></sup> sechs Magier auftreten, die alle mit einer Charaktereigenschaft n&#228;her bezeichnet werden: Lot-Ionan <em>der Geduldige</em>, Maira <em>die H&#252;terin</em>, Andôkai <em>die St&#252;rmische</em>, Turgur <em>der Sch&#246;ne</em>, Sabora<em> die Schweigsame</em> – und Nudin <em>der Wissbegierige.</em></p>

<p>Nudin der Wissbegierige bekommt im Laufe der Geschichte die M&#246;glichkeit, Nudin <em>der Allwissende</em> zu werden: Er wei&#223; alles, seine Neugier ist in jeder Hinsicht befriedigt, ohne dass er gro&#223;e Anstrengungen unternehmen m&#252;sste: Nudin muss nicht mehr forschen, lesen, reisen oder experimentieren. Aber ist Nudin jetzt gl&#252;cklich?<span id="more-174"></span></p>

<blockquote>»Pl&#246;tzlich &#252;berkam ihn <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,443706,00.html" target="_blank">Langeweile</a>, denn es gab nichts mehr f&#252;r ihn zu tun.« (388)</blockquote>

<p>Eine f&#252;r mich nahe liegende <a href="http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?verzeichnis=alpha/geistundgehirn/v/&amp;file=spitzer_49.rm&amp;g2=1" target="_blank">Assoziation</a><sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/#footnote_1_174" id="identifier_1_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Link f&amp;#252;hrt zu einem Video des Bayerischen Rundfunks aus der Reihe &raquo;Geist und Gehirn&laquo; zum Thema &raquo;Assoziationen&laquo;">2</a></sup>: Allwissend ist zwar kein Mensch, aber immer mehr Menschen gehen mit Wissen so um, als gebe es <em>eine </em>Quelle, die allwissend sei, <em>eine </em>Quelle, in der Menschen alle Antworten finden, ohne forschen, experimentieren oder gar reisen zu m&#252;ssen – auch wenn es ganz ohne das Lesen nach wir vor nicht geht. Immer mehr Menschen verlassen sich bei Wissensfragen auf das Internet. Hier, so wird vermutet, f&#228;nde sich alles Wissen, bequem abrufbar und st&#228;ndig verf&#252;gbar.</p>

<p>Wenn jemand Bescheid-Wissen haben will stimmt das ja auch: Ich befasse mich mit einem Buch und lese schnell mal nach, was da online zu finden ist. Warum soll ich denn ein Buch selbst lesen und mir Gedanken &#252;ber eine Text machen, wenn das doch schon andere Menschen getan haben?</p>

<p>Meine Beobachtung dabei ist aber, dass viele B&#252;cher auf diesem Wege langweilig werden. Ich muss  keinen Weg mehr gehen, um den Inhalt f&#252;r mich zu erfassen. Doch jede Spannung, die in einem Roman angelegt ist, und jede pers&#246;nliche Frage, zu der mich ein Gedicht anregen kann, gehen dabei verloren. Ich werde zu einem wiederk&#228;uenden Etwas, das eigener Gedanken immer unf&#228;higer wird und kaum von sich behaupten kann, ein so behandeltes Buch gelesen zu haben.</p>

<p>Gleiches gilt f&#252;r Filme: Warum soll ich mir einen spannenden Film, z. B. einen Krimi, noch anschauen, wenn ich mir die Handlung schnell im Internet anlesen kann? Tue ich das, ist der Film oft schnell langweilig, wei&#223; ich doch eh schon, wie es ausgehen wird.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/#footnote_2_174" id="identifier_2_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Filme und B&amp;#252;cher, die diesem Bescheid-Wissen widerstehen k&amp;#246;nnen und trotzdem oder gerade wegen des Vorwissens spannend bleiben, sind f&amp;#252;r mich die wirklich gro&amp;#223;en Kunstwerke.">3</a></sup></p>

<p>Befriedigte Wissbegier verbreitet Langeweile. Und diese Langeweile, so l&#228;sst Markus Heitzs Gestaltung der Figur des Nudin vermuten, k&#246;nnte eine Ursache sein, dass dann auf anderen Wegen das Gef&#252;hl der Spannung befriedigt werden will. In »Die Zwerge« f&#252;hrt dieser Weg immerhin zur Gef&#228;hrdung des Lebens einer gesamten Zivilisation.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/#footnote_3_174" id="identifier_3_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dies alles schlie&amp;#223;t nat&amp;#252;rlich nicht aus, dass auch Wissbegier selbst, zu enormen Bedrohungen f&amp;#252;hren kann. Beim Schm&amp;#246;kern kam heute aber nun einmal eine andere Assoziation an die Oberfl&amp;#228;che.">4</a></sup></p>

<p>Noch eine Assoziation: In »Die Zwerge« ist das Thema des Wissens eher ein Nebenstrang; in Goethes Faust hingegen, wird die Frage nach dem Erstreben von Wissen gleich im 1. Bild (Nacht) ins Zentrum gestellt und spielt in der ganzen Trag&#246;die eine zentrale Rolle.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/#footnote_4_174" id="identifier_4_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eine n&amp;#228;here Betrachtung dieses Themas w&amp;#252;rde &amp;#252;ber einen &raquo;Schm&amp;#246;ker-Schnipsel&laquo; weit hinaus f&amp;#252;hren. Damit befasse ich mich vielleicht ein anderes Mal an dieser Stelle.">5</a></sup><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/gefunden-add-on-to-the-face-to-face-learning-at-adelaide-university-podcast-english/" rel="bookmark" title="21. November 2010">Gefunden: Free iPads as an Add-On to the Face-to-Face-Learning at Adelaide-University (Podcast / English)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/06/03/kooperation/" rel="bookmark" title="3. Juni 2009">Kooperation!</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.422 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy26"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Schm\u00f6ker-Schnipsel \u2013 Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des \u00bbAllwissens\u00ab "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/08\/31\/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy26').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_174" class="footnote">Markus Heitz, Die Zwerge, M&#252;nchen/Z&#252;rich 2008 [8. Auflage]</li><li id="footnote_1_174" class="footnote">Der Link f&#252;hrt zu einem Video des Bayerischen Rundfunks aus der Reihe »Geist und Gehirn« zum Thema »Assoziationen«</li><li id="footnote_2_174" class="footnote">Filme und B&#252;cher, die diesem Bescheid-Wissen widerstehen k&#246;nnen und trotzdem oder gerade wegen des Vorwissens spannend bleiben, sind f&#252;r mich die wirklich gro&#223;en Kunstwerke.</li><li id="footnote_3_174" class="footnote">Dies alles schlie&#223;t nat&#252;rlich nicht aus, dass auch Wissbegier selbst, zu enormen Bedrohungen f&#252;hren kann. Beim Schm&#246;kern kam heute aber nun einmal eine andere Assoziation an die Oberfl&#228;che.</li><li id="footnote_4_174" class="footnote">Eine n&#228;here Betrachtung dieses Themas w&#252;rde &#252;ber einen »Schm&#246;ker-Schnipsel« weit hinaus f&#252;hren. Damit befasse ich mich vielleicht ein anderes Mal an dieser Stelle.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/die-zwerge/" title="Die Zwerge" rel="tag">Die Zwerge</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fantasy/" title="Fantasy" rel="tag">Fantasy</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lebenslanges-lernen/" title="lebenslanges Lernen" rel="tag">lebenslanges Lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/magier/" title="Magier" rel="tag">Magier</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/markus-heitz/" title="Markus Heitz" rel="tag">Markus Heitz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/schmoeker-schnipsel/" title="Schmöker-Schnipsel" rel="tag">Schmöker-Schnipsel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schmoekern/" title="schmökern" rel="tag">schmökern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zauberer/" title="Zauberer" rel="tag">Zauberer</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Zueignung (Vers 1–32)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 23:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[literarische Motive]]></category>
		<category><![CDATA[Zueignung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=163</guid>
		<description><![CDATA[Von 1773 bis 1832 finden sich &#196;u&#223;erungen Goethes &#252;ber den »Faust« – fast sechzig Jahre, die sich ein Autor immer wieder und in unterschiedlichen Formen mit diesem Stoff besch&#228;ftigt hat. Dies mag die Dichte und den Gehalt des Dramas erkl&#228;ren, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von 1773 bis 1832 finden sich &#196;u&#223;erungen Goethes &#252;ber den »Faust« – fast sechzig Jahre, die sich ein Autor immer wieder und in unterschiedlichen Formen mit diesem Stoff besch&#228;ftigt hat. Dies mag die Dichte und den Gehalt des Dramas erkl&#228;ren, aber auch, dass der »Faust« als das Hauptwerk Goethes angesehen werden kann.</p>

<p>Die »Zueignung«, mit der das Werk beginnt, erweckt nicht den Eindruck, dass es ich hier um ein Werk handelt, das geplant war: Aufdringlich zeigen sich die Figuren, als Goethe vermutlich am 24. Juni 1797<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/#footnote_0_163" id="identifier_0_163" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nchen 1998, S. 505.">1</a></sup> das Werk nach langer Pause wieder aufnahm. Da lag die erste Besch&#228;ftigung mit dem Fauststoff bereits zwanzig Jahre zur&#252;ck – und er l&#228;sst den Autor offensichtlich nicht los.</p>

<p>Im Zentrum der »Zueignung« steht nicht der aktive Wille eines Autors, einen Stoff zu gestalten, sondern vielmehr ein passives Verhalten, in dem der Stoff sich zudr&#228;ngt (V 5), nun aber auf einen Autor trifft, der bereit ist, sich als Instrument dieser »schwankenden Gestalten« (V 1) zur Verf&#252;gung zu stellen und einer Windharfe (&#196;olsharfe) gleich, sich dem Stoff auszuliefern (V 28).</p>

<p>Doch diese Selbstauslieferung an einen Stoff, den Goethe bis zu seinem Tod verfolgen wird, erscheint in diesem ersten der drei Prologe als ein ein z&#228;rtliches Verh&#228;ltnis des Dichters zu seinem Werk, das sich »in der zarten lyrischen Sprache«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/#footnote_1_163" id="identifier_1_163" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&amp;#252;nchen 1998, S. 505.">2</a></sup> ausdr&#252;ckt, die hier benutzt wird.</p>

<p>Die »Zueignung« entsteht im Rahmen einer Wiederaufnahme des Stoffs, beschreibt das Verh&#228;ltnis des Dichters zu diesem Werk, dass weder in seinen Anfangswehen liegt, noch als vollendet betrachtet werden kann.</p>

<p>Gleichzeitig stellt dieser Prolog das Werk in den Zusammenhang von Goethes Biographie: Er denkt an die Freunde aus Stra&#223;burger und Frankfurter Zeit, wohl aber auch aus den ersten Jahren in Weimar (V 12), an die Schwester Cornelia und an seinen Vater, an Susanna Katharina von Klettenberg, an Merck, Lenz etc. (V 16)<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/#footnote_2_163" id="identifier_2_163" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. ebd. 505f.">3</a></sup></p>

<p>Die Zueignung, obwohl noch vor Schillers Tod entstanden, verweist in besonderm Ma&#223;e auf die Stellung des »Faust« in Goethes Schaffen. Fast sein ganzes Leben als Erwachsener stellt sich Goethe der Frage, was einen Menschen ausmacht, der nicht nach Gier und Lebensgenuss, sondern vor allem nach Erkenntnis strebt – und dabei auch den Bund mit dem Teufel nicht verschm&#228;ht. – In diesesm Sinne ist der »Faust« ein »modernes« Werk, in dem sich bereits all die Probleme andeuten, die mit dem Streben nach Erkenntnis in der Zeit seit der Aufkl&#228;rung eigen sind: Neben der tieferen Einsicht in das, »was die Welt im innersten zusammenh&#228;lt« (V 382f), stellt dieses Werk die Frage, welchen Preis Menschen zu zahlen bereit sind, die sich dieser tiefen Sehnsucht hingeben.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" rel="bookmark" title="4. September 2008">Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/" rel="bookmark" title="11. August 2011">Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/10/faust-1-nacht-nachts-in-einem-hoch-gewoelbten-engen-gotischen-zimmer-gelehrtentragoedie-1-verse-354521/" rel="bookmark" title="10. September 2008">Faust 1: Nacht – »Nachts in einem hoch gew&#246;lbten, engen gotischen Zimmer.« (Gelehrtentrag&#246;die 1 – Verse 354–521)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.496 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy29"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Zueignung (Vers 1\u201332) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/08\/26\/faust-1-zueignung-vers-132\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy29').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_163" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 505.</li><li id="footnote_1_163" class="footnote">Erich Trunz (Hrsg.), Goethes Werke Band 3, Dramatische Dichtungen 1, M&#252;nchen 1998, S. 505.</li><li id="footnote_2_163" class="footnote">vgl. ebd. 505f.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichter/" title="Dichter" rel="tag">Dichter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literarische-motive/" title="literarische Motive" rel="tag">literarische Motive</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zueignung/" title="Zueignung" rel="tag">Zueignung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/08/26/faust-1-zueignung-vers-132/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 22:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Bild und Text]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Elefant]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Mephistopheles]]></category>
		<category><![CDATA[Pudels Kern]]></category>
		<category><![CDATA[Studierzimmer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=143</guid>
		<description><![CDATA[Faust: … &#60; p class=&#8221;vers&#8221;>Hinter den Ofen gebannt, Schwillt es wie ein Elefant Den ganzen Raum f&#252;llt es an, Es will zum Nebel zerflie&#223;en. Steige nicht zur Decke hinan! Lege dich zu des Meisters F&#252;&#223;en! Du siehst, da&#223; ich nicht &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/natur/elefant1.jpg" title="Elefant – 24-08-2008 | © by tlarbig (herrlarbig.de)" class="shutterset_singlepic9" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/9__320x240_elefant1.jpg" alt="elefant1.jpg" title="elefant1.jpg" />
</a>


<p><em><span class="speaker">Faust:</span></em></p>

<p>…</p>

<p>&lt;</p>

<p>p class=&#8221;vers&#8221;>Hinter den Ofen gebannt,
Schwillt es wie ein Elefant
Den ganzen Raum f&#252;llt es an,
Es will zum Nebel zerflie&#223;en.
Steige nicht zur Decke hinan!
Lege dich zu des Meisters F&#252;&#223;en!
Du siehst, da&#223; ich nicht vergebens drohe.
Ich versenge dich mit heiliger Lohe!
Erwarte nicht
Das dreimal gl&#252;hende Licht!
Erwarte nicht
Die st&#228;rkste von meinen K&#252;nsten!</p>

<p><span class="action"><em>Mephistopheles tritt, indem der Nebel f&#228;llt, gekleidet wie ein fahrender Scholastikus, hinter dem Ofen hervor.</em></span></p>

<p><em><span class="speaker">Mephistopheles:</span></em></p>

<p class="vers">Wozu der L&#228;rm? was steht dem Herrn zu Diensten?</p>

<p><em><span class="speaker">Faust:</span></em></p>

<p>&lt;</p>

<p>p class=&#8221;vers&#8221;>Das also war des Pudels Kern!
Ein fahrender Skolast? Der Kasus macht mich lachen.</p>

<blockquote>
<p class="vers">Faust 1, Verse 1310–1324.</p>
</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/11/faust-i-studierzimmer-verse-11781529/" rel="bookmark" title="11. August 2011">Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/01/faust-1-verweile-doch-du-bist-so-schoen-v-1700/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2008">Faust 1 – Verweile doch, du bist so sch&#246;n (V 1700)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/faust-1-vor-dem-tor-gelehrtentragoedie-2-v-8081177/" rel="bookmark" title="22. September 2008">Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentrag&#246;die 2 – V 808–1177)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/04/goethes-faust-zueignung-vorspiel-auf-dem-theater-prolog-im-himmel/" rel="bookmark" title="4. September 2008">Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/10/faust-1-die-gretchenfrage-marthens-garten-v-34143543/" rel="bookmark" title="10. November 2008">Faust 1 – Die Gretchenfrage (Marthens Garten – Verse 3414–3543)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.309 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy32"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Faust 1 \u2013 Studierzimmer (\u00bb\u2026wie ein Elefant\u00ab) "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/08\/25\/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy32').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bild-und-gedicht/" title="Bild und Text" rel="tag">Bild und Text</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/bilder-fotografie/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/drama/" title="Drama" rel="tag">Drama</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/elefant/" title="Elefant" rel="tag">Elefant</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/faust-1/" title="Faust 1" rel="tag">Faust 1</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mephistopheles/" title="Mephistopheles" rel="tag">Mephistopheles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/pudels-kern/" title="Pudels Kern" rel="tag">Pudels Kern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/studierzimmer/" title="Studierzimmer" rel="tag">Studierzimmer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/08/25/faust-1-studierzimmer-wie-ein-elefant/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/9__320x240_elefant1.jpg" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/9__320x240_elefant1.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">elefant1.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk: basic
Page Caching using disk: enhanced
Database Caching 70/151 queries in 0.478 seconds using disk: basic
Object Caching 10241/10418 objects using disk: basic

Served from: herrlarbig.de @ 2012-02-12 01:20:58 -->
