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	<title>herrlarbig.de &#187; Jugendliche</title>
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		<title>Lesekompetenz und Ausdrucksf&#228;higkeit – Beobachtungen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 19:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Beobachtung, dass Jugendliche oft Probleme beim den Sinn eines Textes erfassenden und interpretierenden (=verstehenden) Lesen haben, ist hinl&#228;nglich bekannt; die enge Verbindung schriftlicher Ausdrucksf&#228;higkeit mit der Lesef&#228;higkeit wird ebenso umfassend beschrieben. F&#252;r mich zeigen sich diese Ph&#228;nomene an folgenden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/10/04/lesekompetenz-und-ausdrucksfahigkeit-beobachtungen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beobachtung, dass Jugendliche oft Probleme beim den Sinn eines Textes erfassenden und interpretierenden (=verstehenden) Lesen haben, ist hinl&#228;nglich bekannt; die enge Verbindung schriftlicher Ausdrucksf&#228;higkeit mit der Lesef&#228;higkeit wird ebenso umfassend beschrieben.</p>

<p>F&#252;r mich zeigen sich diese Ph&#228;nomene an folgenden Punkten (in unterschiedlicher Intensit&#228;t in den unterschiedlichen Altersstufen, aber in allen Altersstufen (10–19 Jahre) beobachtbar).<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/10/04/lesekompetenz-und-ausdrucksfahigkeit-beobachtungen/#footnote_0_1692" id="identifier_0_1692" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich erhebe hier nicht den Anspruch etwas Neues zu sagen oder eine empirisch unangreifbare Darstellung zu verfassen, sondern stelle im Rahmen dieses Blogs genau die Diskussionsgrundlage zur Verf&amp;#252;gung, die ein privates Blog zun&amp;#228;chst einmal schaffen kann. Dabei gehe ich aber dennoch davon aus, dass die hier beschriebenen Beobachtungen und meine &amp;#220;berlegungen zum Umgang mit den Ph&amp;#228;nomenen mehr als eine Privatmeinung sind.">1</a></sup>:</p>

<ul>
    <li>Beim Vorlesen von Texten<span id="more-1692"></span> werden &#252;berraschend h&#228;ufig sinntragende W&#246;rter entweder ausgelassen (ohne dass sich in allen F&#228;llen ein „Protest“ der mitlesenden Jugendlichen regen w&#252;rde) oder durch andere, grammatikalisch passende, den Sinn aber verschiebende, W&#246;rter ersetzt, ohne dass ich hierbei bislang ein klares Muster sehen k&#246;nnte. Dabei handelt es sich nicht um Jugendliche mit diagnostizierter Lese-Rechtschreib-Schw&#228;che.</li>
    <li>Arbeitsauftr&#228;ge, selbst in Klassenarbeiten und Klausuren, werden nicht vollst&#228;ndig rezipiert und wichtige Teile einer notwendigen Bearbeitung ausgelassen. Dabei beobachte ich, dass es viele Jugendliche gibt, die die ihrer Auffassung nach wichtigen Aufgabenteile (mit einem Textmarker) anstreichen und dann scheinbar die Textteile ausblenden, die ihnen nicht entgegen „leuchten“. Dieses Ph&#228;nomen gibt es auch beim Markieren von literarischen oder Sachtexten, sodass wesentliche Details in den Texten bei der weiteren Bearbeitung nicht weiter ber&#252;cksichtigt werden.</li>
    <li>Texte werden weitgehend auf den Inhalt hin gelesen, Hinweise auf den Kontext des Textes werden dabei au&#223;en vor gelassen. Das Erlernen der Ber&#252;cksichtigung formaler Textelemente als Teil der Voraussetzung eines angemessenen Verstehens von Texten f&#228;llt vielen Jugendlichen enorm schwer. Dementsprechend schwer f&#228;llt vielen Jugendlichen das „Interpretieren“. Interpretieren bezieht sich hier sowohl auf die m&#252;ndliche also auch auf die schriftliche Form der Erarbeitung von Textinhalten, die &#252;ber die reine Handlungs- bzw. Inhaltsebene hinausgehen.</li>
    <li>Die Ausdrucksf&#228;higkeit jenseits der Orthographie ist bei &#252;berraschend vielen Jugendlichen nicht sonderlich ausgepr&#228;gt. Vor allem in den Bereichen des Satzbaus, des Ausdrucks und der Grammatik beobachte ich eine deutliche Differenz zwischen dem Wissen &#252;ber die jeweiligen Regeln und der F&#228;higkeit, diese f&#252;r eigene Texte fruchtbar werden zu lassen.</li>
    <li>Immer wieder sto&#223;e ich auf in meinen Augen einfache W&#246;rter, die im Wortschatz der Jugendlichen bislang keinen Platz gefunden haben. In eine &#228;hnliche Richtung geht meine Beobachtung, dass die Herleitung von Ableitungen aus W&#246;rtern, die bekannt sind oder aus dem Sinnzusammenhang eines Textes, h&#228;ufig erst dann funktioniert, wenn auf den Zusammenhang hingewiesen wurde. Die Nutzung vorhandenen Sprachwissens zum Verstehen &#228;hnlicher Ph&#228;nome oder Begriffe bedarf sehr h&#228;ufig der Hinweise, dass ein Zusammenhang besteht.</li>
    <li>Verbindungen zwischen im Unterricht (unterschiedlicher F&#228;cher) erarbeiteten Wissenszusammenh&#228;ngen im Kontext des Lesens und Schreibens, werden von vielen Jugendlichen wenig bis gar nicht hergestellt bzw. zur Verkn&#252;pfung und Vertiefung der vorhandenen Wissensbest&#228;nde genutzt. Der Unterricht in den unterschiedlichen F&#228;chern scheint f&#252;r viele Jugendliche eine jeweils in sich selbst abgschlossene Welt zu sein und f&#228;cher&#252;bergreifendes bzw. F&#228;cher verbindendes Arbeiten muss in vielen F&#228;llen erst m&#252;hsam gelernt werden – ohne immer von nachhaltigem Erfolg gekr&#246;nt zu sein.</li>
    <li>Die m&#252;ndliche Ausdrucksf&#228;higkeit weicht teilweise deutlich von der schriftlichen ab, auch wenn es im m&#252;ndlichen Bereich ebenso zahlreiche Ph&#228;nomene gibt, die auf Ausdrucksschw&#228;chen hinweisen und die gar nicht alle korrigiert werden k&#246;nnen, da dies 1. die Jugendlichen entmutigen w&#252;rde, sich am Unterrichtsgespr&#228;ch zu beteiligen und sie 2. oft &#252;berh&#246;rt werden bzw. gar nicht alle erinnert werden k&#246;nnen. Auff&#228;llig ist jedoch die Tendenz, in unvollst&#228;ndigen S&#228;tzen zu sprechen und kaum einmal zu l&#228;ngeren zusammenh&#228;ngenden m&#252;ndlichen Darstellungen der eigenen Gedanken zu kommen.</li>
    <li>In den Bereich der m&#252;ndliche Ausdrucksf&#228;higkeit geh&#246;rt auch, das Referate und Pr&#228;sentation weitgehend abgelesen und meist ohne erkennbares Interesse am Wecken der Neugier der Zuh&#246;renden gestaltet werden, was auch daran liegt, dass diese Darstellungsformen von Jugendlichen oft als etwas gesehen, werden, das man „f&#252;r den Lehrer“ macht. Das erkl&#228;rt die mit diesen Ausdrucksformen verbundenen Probleme im Bereich der Ausdrucksf&#228;higkeit aber nicht wirklich, so sehr ich auch zunehmend der Meinung zustimme, dass Referate so ziemlich das langweiligste Mittel sind, das im Unterricht eingesetzt werden kann – zumindest dann, wenn sie keine kognitiven Prozesse in einer Lerngruppe zu aktivieren verm&#246;gen.</li>
</ul>

<p>Es gibt zahlreiche, wissenschaftlich fundierte Ans&#228;tze zur Beschreibung der Anforderungen, die eine angemessene Lesekompetenz („reading literacy“) zu erf&#252;llen hat<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/10/04/lesekompetenz-und-ausdrucksfahigkeit-beobachtungen/#footnote_1_1692" id="identifier_1_1692" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. hierzu die zahlreichen Arbeiten von Norbert Groeben, aber auch: Cornelia Rosebrock, Lesesozialisation und Lesef&amp;#246;rderung &ndash; literarisches Leben an der Schule, in: Michael K&amp;#228;mper van den Boogarrt (Hg.), Deutschdidaktik. Ein Leitfaden f&amp;#252;r die Sekundarstufen I und II, Berlin 2003, 153&ndash;174.">2</a></sup>. Der Rahmen der zu erreichenden Lesekompetenz wurde in den vergangenen Jahren abgesteckt. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese Kompetenz erreicht werden kann – und ob Schule strukturell dazu &#252;berhaupt in der Lage ist.</p>

<p>Bevor ich meine &#220;berlegungen zu dieser Frage ausf&#252;hre, m&#246;chte ich einige, den oben aufgez&#228;hlten Beobachtungen tendenziell zuwider laufende Beobachtungen festhalten:</p>

<ul>
    <li>&#220;berraschend viele Jugendliche sind in der Lage im Rahmen freien Schreibens spannende Geschichten zu erz&#228;hlen.</li>
    <li>Beim freien (kreativen) Schreiben – das nichts mit kreativen Schreibauftr&#228;gen im Sinne eines produktiven Umgangs mit Lekt&#252;ren zu tun hat – zeigen viele Jugendliche oft weit bessere F&#228;higkeiten im Ausdruck als im schulbezogenen Schreiben. Der Transfer dieser F&#228;higkeiten auf im Kontext des „normalen“ Unterrichts entstehende Texte ist eine Herausforderung, die oft nicht von Erfolg gekr&#246;nt wird.</li>
    <li>Ich begegne immer wieder Jugendlichen (darunter allen Statistiken zuwider laufend &#252;berraschend viele m&#228;nnliche Jugendliche), die privat schreiben, wobei sich hier das Klischee widerspiegelt, dass M&#228;dchen eher Liebesgeschichten schreiben und Jungen sich eher im Fantasy- und Abenteuerbereich produzieren. So bekomme ich von Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen immer wieder einmal z.T. sehr umfangreiche Skripte zum Lesen, mit der Bitte um ein Urteil und vor allem Tipps zur Verbesserung der Texte. Dieses Angebot besteht &#252;ber den normalen Unterricht hinaus und flie&#223;t nicht in die Benotung ein. Dabei ist f&#252;r mich immer wieder faszinierend, mit welcher Ernsthaftigkeit und teilweise sehr deutlich erkennbarer Konsequenz Jugendliche an solchen Texten schreiben. Teilweise sind sie sogar in der Lage, die Texte vorbereitende Arbeiten verf&#252;gbar zu haben, in denen z.B. die einzelnen Figuren der Texte in ihrem Charakter und bez&#252;glich ihrer Handlungsmotivationen entwickelt werden. Ja, wirklich, das ist mir schon passiert.</li>
    <li>In Gespr&#228;chen im Unterricht, die nicht als Unterrichtsgespr&#228;ch im klassischen lehrerzentrierten Sinn wahrgenommen werden, z.B. in Gruppenarbeits- oder Partnerarbeitsphasen, beobachte ich, dass Sch&#252;ler durchaus in ganzen S&#228;tzen und auch differenziert &#252;ber Texte ins Gespr&#228;ch kommen k&#246;nnen, also &#252;ber eine eigentlich bessere Ausdrucksf&#228;higkeit verf&#252;gen, als oft im Unterricht beobachtbar. – Dies gilt auch, wenn Sch&#252;ler sich untereinander Dinge erkl&#228;ren. Dabei beobachte ich, dass wesentlich h&#228;ufiger auf die zur Verf&#252;gung stehenden Materialien Bezug genommen wird, als im „normalen“ Unterrichtsgespr&#228;ch.</li>
    <li>Jugendliche sind durchaus bereit, B&#252;cher zu lesen und sie lesen auch. In diesem Zusammenhang h&#246;re ich von den Jugendlichen selbst aber immer wieder die Aussage, dass die B&#252;cher, die sie gerade lesen, f&#252;r den schulischen Kontext wahrscheinlich ungeeignet seien. Aber, um hier nichts sch&#246;ner zu reden als es ist: Es gibt erschreckend viele Jugendliche, die au&#223;er den in der Schule von ihnen abverlangten Lekt&#252;ren keine B&#252;cher lesen – und auch hier teilweise, statt der Lekt&#252;ren selbst, vor allem auf Sekund&#228;rtexte zur&#252;ckgreifen und sich Wissen &#252;ber die B&#252;cher anzueignen versuchen, ohne die B&#252;cher selbst je in G&#228;nze gelesen zu haben.</li>
</ul>

<p>Zwei Beobachtungsrahmen, die mir einander scheinbar widersprechende Ph&#228;nomen vor Augen f&#252;hren. Welche Schlussfolgerungen sind daraus (f&#252;r mich und zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Textes) m&#246;glich?</p>

<p>Zun&#228;chst f&#228;llt mir auf, dass ich bei meinen Beobachtungen zwischen Lesekompetenzen und Ausdrucksf&#228;higkeiten unterscheide, die ich im Kontext von „normalem“ Unterricht mache und im Kontext des „freien“ Umgangs mit Texten und des Schreibens.</p>

<p>Dabei stellt sich die Frage, welche Kriterien ich zur zur Einsch&#228;tzung dieser Ph&#228;nomene zu Rate ziehe. Lege ich meinen Schwerpunkt auf die von der Schule zurecht geforderten Kompetenzen, so ist das Bild d&#252;ster. Ber&#252;cksichtige ich die Lesekompetenzen und Ausdrucksf&#228;higkeiten, die sich mir am Rande des Schulkontextes zeigen, komme ich zu einem deutlich besserem Urteil.</p>

<p>Diese Differenzierung f&#252;hrt nicht sonderlich weit, solange nicht die Frage gestellt wird, was diese unterschiedlichen Beobachtungen an Hinweisen f&#252;r eine Verbesserung der im schulischen Kontext (und somit letztlich f&#252;r die Bewertung relevanten) gezeigten Lese- und Ausdruckskompetenzen mit sich bringen, ohne die Ziele des Lese- und Sprachunterrichtes aus dem Augen zu verlieren.</p>

<p>Meine bislang gefundenen Antworten sind so banal wie folgenreich, wobei an erster Stelle die Frage stellt, welche Ziele ich als Lehrer eigentlich erreichen will (– und warum!). Erst wenn ich dies f&#252;r mich klar formuliert habe, kann ich nach Wegen fragen, diese Ziele zu erreichen, ohne dabei die von Lehrpl&#228;nen vorgegebenen Ziele aus dem Blick zu verlieren, solange diese nicht st&#228;rker an zu erreichenden Kompetenzen im Kontext zu wissender Inhalte ausgerichtet sind, so sehr diese Umstrukturierung auf Kompetenzen hin in Weiterentwicklungen der Lehrpl&#228;ne schon eine Rolle spielt.</p>

<ol>
    <li>Unterricht muss in Bezug auf Lese- und Ausdruckskompetenzen sch&#252;lerorientiert sein, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, die vorhandenen Kompetenzen weiter zu entwickeln. Dabei muss der Begriff der „Sch&#252;lerorientierung“ m&#246;glichst konkret formuliert, aus dem Schattendaseins eines p&#228;dagogischen, methodischen und fachdidaktischen Modewortes befreit und m&#246;glichst konkret gedacht werden. Das bedeutet f&#252;r den Deutschunterricht unter anderem, dass die Lese- und Schreiberfahrungen der Jugendlichen ernst zu nehmen sind, nicht als p&#228;dagogischer Kniff, sondern als echte Lese- und Schreiberfahrungen. Mir ist es zun&#228;chst einmal v&#246;llig egal, ob Jugendliche von „Die wilden Kerle“ oder von Homers „Odysee“ begeistert sind (ja, diese Bandbreite hatte ich schon in Lerngruppen einer Schulstufe), da diese B&#252;cher f&#252;r die Jugendlichen bedeutsam sind. Und wenn ich in Klassen die jeweils zu einem Zeitpunkt aktuellen Lieblingsb&#252;cher der Jugendlichen vorstellen lasse, dann akzeptiere ich die B&#252;cher, die von den Jugendlichen eingebracht werden, egal, ob sie in meinen Augen literarischen Anspr&#252;chen gen&#252;gen oder eher nicht, egal, ob es sich um Thriller (bei denen ich mir manchmal die Frage stelle, ob sie f&#252;r die jeweilige Altersstufe schon geeignet sind oder nicht) oder Liebesromane handelt, die eher Klischees bedienen als neue Einsichten zu generieren. Ich empfinde die Lekt&#252;ren der Jugendlichen als interessant, weil sie mir sagen k&#246;nnen, was sie an diesen B&#252;chern fasziniert, ohne gleich meine Vorstellungen von „guten B&#252;chern“ ins Spiel zu bringen und somit die Leseerfahrungen der Jugendlichen als „weniger wertvoll“ zu betrachten.</li>
    <li>&#196;hnliches gilt f&#252;r die Schreiberfahrungen der Jugendlichen. Viele schreiben l&#228;ngere, in sich zusammenh&#228;ngende Texte heute oft ausschlie&#223;lich im Schulkontext, w&#228;hrend der Schreiballtag ganz anderen Regeln folgt. Die Formen der schriftlichen Kommunikation haben sich ver&#228;ndert, seit sich Jugendliche im Chat, per SMS und via E-Mail der Schriftsprache und den im Zusammenhang dieser medialen Formen verbreiteten Abk&#252;rzungen, Smileys etc. bedienen. Hier verf&#252;gen Jugendlichen in vielen F&#228;llen &#252;ber Kompetenzen, die im „normalen“ Unterricht oft als „minderwertig“ in Bezug auf die von Schule erwarteten Kompetenzen angesehen werden, sodass diese Schreibaktivit&#228;ten nicht nur diskreditiert werden, sondern diese Diskriminierung auch zu einer deutlichen Trennung zwischen Schreibkompetenzen, die im Unterricht gefordert werden, und der allt&#228;glichen Schreiberfahrung f&#252;hren. Nicht die Diskriminierung von Kommunikationsformen &#246;ffnet die T&#252;r zu einer differenzierteren Kommunikation, sondern das Aufgreifen und die Reflexion dieser Erfahrungen im Kontext anderer Schreibangebote /-anforderungen. Dabei geht es nicht um ein „besser“ oder „schlechter“ der unterschiedlichen sprachlichen Ausdrucksformen, sondern vielmehr darum, wie es Jugendlichen gelingen kann, das, was sie ausdr&#252;cken wollen, auch auszudr&#252;cken. Und damit bin ich</li>
    <li>bei den Zielen, die mit dem Lesen und dem Ausdruck verbunden sind. Damit meine ich jetzt nicht die Ziele, die sich in der F&#228;higkeit zur Interpretation eines Textes ersch&#246;pfen, sondern Ziele, die mit konkreter Lebensgestaltung zu tun haben. Auch wenn es Tendenzen gibt, die darunter die F&#228;higkeit zum korrekten Ausf&#252;llen von amtlichen Formularen sehen, sehe ich nach wie vor zwei zentrale Ziele: Zum einen bietet Literatur die M&#246;glichkeit, fremde Welten zu entdecken und eigene Erfahrungen im Kontext literarischer Texte zu reflektieren und anders zu erleben. Zum anderen bietet die Ausweitung der Ausdrucksf&#228;higkeit ein tieferes Verst&#228;ndnis von Welt und Selbst, begleitet von dem (in meinen Augen) lustvollen Erlebnis, endlich ein wenig mehr von dem ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, was einen selbst besch&#228;ftigt, f&#252;r das man so oft aber einfach keine Worte findet. Gerade das letztgenannt Ziel f&#252;hrt micht zum</li>
    <li>Wert des kreativen Schreibens, das mit echter Wertsch&#228;tzung der Produkte der Jugendlichen verbunden ist, gleichzeitig aber Techniken zur Verf&#252;gung stellt (und somit zur Kompetenzenerweiterung beitr&#228;gt), die erfahrbar machen, dass sie mehr ausdr&#252;cken und „erfinden“ k&#246;nnen, als sie bisher wahrgenommen haben. Solche Erfahrungen st&#228;rken das sprachliche Selbstbewusstsein auf lange Sicht deutlich, auch wenn sich dieses nicht direkt in Klassenarbeiten oder anderen gezielter auf schulische Lernzusammenh&#228;nge hin orientierten Texten niederschl&#228;gt.</li>
    <li>Bei allem Sch&#252;lerbezug und aller Ernsthaftigkeit, mit der die Lekt&#252;ren der Sch&#252;ler ber&#252;cksichtigt werden: Ich stehe auch der Erwartung an mich als Deutschlehrer gegen&#252;ber, den Horizont der Jugendlichen zu erweitern und meine eigene Leseerfahrungen ins Spiel zu bringen. Neben dem Sch&#252;lerbezug bedarf es im Deutschunterricht der authentischen Lesebegeisterung des Lehrenden, die eigenen Kriterien der Lekt&#252;reauswahl folgt, ohne die Auswahlkriterien der Jugendlichen zu diskreditieren, was nicht bedeutet, dass diese Kriterien nicht im Unterricht thematisiert und auf diesem Wege auch ver&#228;ndert werden k&#246;nnen.</li>
</ol>

<p>Die Widerspr&#252;chlichkeit meiner Beobachtungen und die ersten &#220;berlegungen zu praktischen Konsequenzen f&#252;hrt mich zu dem Kernpunkt meiner &#220;berlegungen: Um Lesekompetenz und Ausdrucksf&#228;higkeit zu f&#246;rdern, bedarf es nicht nur einer st&#228;rkeren Sch&#252;lerorientierung in Form von echtem Respekt von den Erfahrungen der Jugendlichen in diesem Bereich, sondern auch des Wissens, wie Lernen funktioniert. Denn schon vor den Einsichten der Hirnforschung war ich davon &#252;berzeugt: „Erkenntnis macht Lust, Lernen ist wie Sex” (<a href="http://www.zeit.de/online/2007/10/zeitgeschichte-kapiertrieb?page=all" target="_blank">Die Zeit</a>).</p>

<p>Aus meine eigenen Beobachtungen ziehe ich &#252;ber die bereits genannten Erkenntnisse hinaus folgende Schlussfolgerungen:</p>

<ol>
    <li>Das prim&#228;re Ziel von Unterricht muss es sein, R&#228;ume f&#252;r kognitive Prozesse zu schaffen, in denen Jugendliche nicht vor allem Wissen konsumieren (m&#252;ssen) und zum Pauken verdonnert werden, sondern Lernen, wie Wissen von ihnen selbst konstruiert werden kann. Ziel ist also, ein wenig pathetisch gesprochen, nicht alleine das Wissen oder die Kompetenz, sondern die Erkenntnis, die Wissen, Kompetenz und Relevanz in sich vereint.</li>
    <li>Daraus ergibt sich, auch wenn das klassische Lernen dadurch nicht verschwindet oder gar diskreditiert wird, dass sch&#252;lerorientierte Methoden darauf hin zu &#252;berpr&#252;fen sind, ob sie nur selbstst&#228;tige Pflichterf&#252;llung sind oder wirklich in kognitive Prozesse hinein f&#252;hren. Es ist ein Unterschied, ob ich z.B. Fachbegriffe im Bereich der rhetorischen Mittel auswendig lerne oder ob Neugier geweckt wird, rhetorische Ph&#228;nomene benennen zu k&#246;nnen, da auf diesem Weg viele sprachliche und literarische Ph&#228;nomen nicht nur besser verstanden werden, sondern auch die F&#228;higkeit vermittelt wird, diese F&#228;higkeiten f&#252;r sich selbst nutzen zu k&#246;nnen.</li>
</ol>

<p>Bleibt am Ende die Frage, welche konkreten Konsequenzen solche Einsichten f&#252;r den Unterricht in Bezug auf Didaktik und Methodik haben.</p>

<p>F&#252;r mich lautet die zentrale Frage: Wie kann es gelingen, kognitive Prozesse bei Lernenden zu erm&#246;glichen?</p>

<p>Eine m&#246;gliche Antwort lautet: Indem die kongnitiven Prozesse nicht in einem lehrerzentrierten Frage- und Antwortspiel aktiviert werden, sondern vor wirkliche Probleme gestellt werden.</p>

<p>In der Didaktik wird hier von „problemorientiertem Unterricht“ gesprochen. Dabei werden oft &#252;ber Texte hinausgehende „Probleme“ als Themen konstruiert: „Krieg in der Literatur“; „Mit Sprache &#252;berzeugen k&#246;nnen“ etc. Mir f&#228;llt im Kontext des Deutschunterrichtes dabei allerdings auf, dass solche Themen gerade literarische Texte und die von ihnen erm&#246;glichten Zug&#228;nge zu solchen Texten, so sehr einengen, dass f&#252;r die kognitiven Zug&#228;nge der Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die von diesen Themen abweichen, im Unterricht kaum noch Platz zu sein scheint. Warum nicht den Text als Text nehmen und dann die kognitiven Angebote der Lernenden aufgreifen und annehmen, statt methodisch-didaktisch &#252;berbordende Unterrichtsszenarien erstellen, in denen alles vorkommt, nur nicht der Text und seine Leser und Leserinnen, der Text und die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler?<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1692" class="footnote">Ich erhebe hier nicht den Anspruch etwas Neues zu sagen oder eine empirisch unangreifbare Darstellung zu verfassen, sondern stelle im Rahmen dieses Blogs genau die Diskussionsgrundlage zur Verf&#252;gung, die ein privates Blog zun&#228;chst einmal schaffen kann. Dabei gehe ich aber dennoch davon aus, dass die hier beschriebenen Beobachtungen und meine &#220;berlegungen zum Umgang mit den Ph&#228;nomenen mehr als eine Privatmeinung sind.</li><li id="footnote_1_1692" class="footnote">vgl. hierzu die zahlreichen Arbeiten von Norbert Groeben, aber auch: Cornelia Rosebrock, Lesesozialisation und Lesef&#246;rderung – literarisches Leben an der Schule, in: Michael K&#228;mper van den Boogarrt (Hg.), Deutschdidaktik. Ein Leitfaden f&#252;r die Sekundarstufen I und II, Berlin 2003, 153–174.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/ausdruck/" title="Ausdruck" rel="tag">Ausdruck</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsch/" title="deutsch" rel="tag">deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschlehrer/" title="Deutschlehrer" rel="tag">Deutschlehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrung/" title="Erfahrung" rel="tag">Erfahrung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrungen/" title="Erfahrungen" rel="tag">Erfahrungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fantasy/" title="Fantasy" rel="tag">Fantasy</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/figuren/" title="Figuren" rel="tag">Figuren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forderung/" title="Förderung" rel="tag">Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hirnforschung/" title="Hirnforschung" rel="tag">Hirnforschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/klischee/" title="Klischee" rel="tag">Klischee</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lerngruppe/" title="Lerngruppe" rel="tag">Lerngruppe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreibkompetenzen/" title="Schreibkompetenzen" rel="tag">Schreibkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/statistik/" title="Statistik" rel="tag">Statistik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/struktur/" title="Struktur" rel="tag">Struktur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wertung/" title="Wertung" rel="tag">Wertung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wortschatz/" title="Wortschatz" rel="tag">Wortschatz</a><br />
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		<title>„Das kann jeder sehen, wie er will“</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 21:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Zweifel zieht man sich einfach auf die Position zur&#252;ck, dass es verschiedene Menschen gibt, die unterschiedlicher Ansicht sind – und nat&#252;rlich ist jede dieser Ansichten zu akzeptieren. Dies ist eine gar nicht sonderlich &#252;berzeichnete Tendenz, die mir im Rahmen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/27/das-kann-jeder-sehen-wie-er-will/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zweifel zieht man sich einfach auf die Position zur&#252;ck, dass es verschiedene Menschen gibt, die unterschiedlicher Ansicht sind – und nat&#252;rlich ist jede dieser Ansichten zu akzeptieren.</p>

<p>Dies ist eine gar nicht sonderlich &#252;berzeichnete Tendenz, die mir im Rahmen von Meinungs&#228;u&#223;erungen in allen h&#246;heren Jahrgangsstufen am Gymnasium begegnet: Pluralit&#228;t wird zum Argument, das begr&#252;nden soll, warum man sich zum Beispiel der eigenen wirklichen Interpretation eines Textes und einer pers&#246;nlichen Stellungnahme – inklusive nachvollziehbarer Begr&#252;ndung – zu einem Sachverhalt (einem Text, einem Diskussionsgegenstand im Unterricht) verweigert.</p>

<p>Je h&#228;ufiger ich solche „Interpretationen“ lese, die die „Interpretation“ letztlich verweigern, um so irritierter bin ich. Was passiert hier gerade?<span id="more-1831"></span></p>

<p>Und w&#228;re es nur bei Interpretationen so! Zunehmend beobachte ich die Tendenz des Meinungs<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus" target="_blank">agnostizimus</a> auch in diskursiven Meinungsbildungsprozessen in (Lern)Gruppen: Irgendwann kommt fast immer die Aussage, dass da ja jeder seine eigene Meinung habe und man das deshalb nicht so festlegen k&#246;nne. Verbirgt sich dahinter ein echter Respekt vor der Unterschiedlichkeit von Menschen oder soll ich das Ph&#228;nomen als zunehmende Verweigerung von begr&#252;ndeten Stellungnahmen deuten, die letztlich auch immer angreifbar machen?</p>

<p>Meine erste Deutung des Ph&#228;nomens l&#228;uft darauf hinaus, dass sich in diesem Ph&#228;nomen eine gro&#223;e Orientierungslosigkeit ausdr&#252;ckt, die sich in der Verweigerung des Streits mit Argumenten ausdr&#252;ckt. Wenn angenommen wird, dass in jedem Entscheidungszusammenhang jede Meinung in gleichem Ma&#223;e Geltung beanspruchen k&#246;nne, dann ist dies das Ende des an Kritierien und Begr&#252;ndungen orientierten Streits um eine Sache, dann ist dies das Ende jeglicher Sachlogik, da ja jeder seine eigene Meinung haben kann. Dabei wird unter Meinung meists etwas verstanden, das zwar ge&#228;u&#223;ert, aber nicht (immer) begr&#252;ndet werden kann.</p>

<p>Ein weiterer Deutungsversuch des Ph&#228;nomens geht in die Richtung, dass sich auf diese Weise eine Verweigerung gegen eine wirklich Auseinandersetzung mit der Sache ausdr&#252;ckt. Steht hinter der Gleichg&#252;ltigkeit gegen&#252;ber Meinungen wom&#246;glich pure Faulheit, nach Argumenten und Kritierien zu suchen, die wirkliche Entscheidungen m&#246;glich machen?</p>

<p>Mir kommt fast t&#228;glich der Titel eines Buches von <a href="http://bruderpaulus.de" target="_blank">Paulus Terwitte</a> in den Kopf: „<a href="http://www.rowohlt.de/buch/Bruder_Paulus_Terwitte_Das_Leben_findet_heute_statt.2634620.html" target="_blank">Das Leben findet heute statt. Ein Anschlag auf die Vertr&#246;stungsgesellschaft</a>”. Verweigern wir uns der diskursiven Auseinandersetzung, weil wir nicht mehr bereit sind, Entscheidungen f&#252;r das Heute zu treffen, auch wenn wir sie &#252;bermorgen vielleicht anders treffen w&#252;rden, weil uns Argumente zur Ausdifferenzierung unserer Position gebracht haben?</p>

<p>Was aber passiert, wenn sich immer mehr Menschen einer begr&#252;ndeten Positionierung verweigern?</p>

<p>Um auf eine solche Frage eine Antwort zu finden, habe ich mir angew&#246;hnt, nach dem Nutzen zu fragen, den jemand aus seinem Verhalten ziehen k&#246;nnte.</p>

<p>Welchen pers&#246;nlichen Nutzen hat also ein Mensch, der sich einer klaren Positionierung verweigert?</p>

<p>Klar: Er muss sich nicht festlegen und muss somit auch keine Verantwortung f&#252;r seine Meinung und das sich daraus ergebende Handeln &#252;bernehmen. Das Problem dabei ist nur, dass eine Gesellschaft der Gleichg&#252;ltigkeit handlungsunf&#228;hig wird, weil letztlich alle Werte und Normen als relativ und somit als nicht mehr handlungsleitend angesehen werden.</p>

<p>Andererseits besteht der Nutzen des Meinungsrelativismus’ f&#252;r jede Person darin, dass das Individuum nicht mehr f&#252;r seine Position und das sich aus ihr ergebende Handeln zur Verantwortung gezogen werden kann. Dann aber w&#228;re diese Entwicklung ein Ausdruck der Angst, dass die eigene Positionierung gegen&#252;ber ja nach wie vor in gesellschaftlichen Gruppen vorhandenen &#220;berzeugungen unerw&#252;nschte Konsequenzen haben k&#246;nnte. Doch dies w&#228;re nicht mehr Ausdruck einer hohen Form der Toleranz, sondern vielmehr der Angst! Pr&#228;ventiv w&#252;rde dann eine Meinungs&#228;u&#223;erung vermieden, weil man aus einem solchen Verhalten den Nutzen z&#246;ge, immer auf der „sicheren“ Seite zu stehen.</p>

<p>Sowohl die Gedanken der Aufkl&#228;rung als auch die freie Meinungs&#228;u&#223;erung k&#228;men somit in Gefahr, an Bedeutung zu verlieren: Die Aufkl&#228;rung, weil nicht mehr das bessere Argument z&#228;hlt, sondern alleine die pers&#246;nliche &#220;berzeugung; die freie Meinungs&#228;u&#223;erung, weil Gleichg&#252;ltigkeit gegen&#252;ber Meinungen diese letztlich ins Leere laufen l&#228;sst.</p>

<p>Die letzte Konsequenz w&#228;re dann die Gleichg&#252;ltigkeit gegen&#252;ber Radikalismen und Fundamentalismen, so wenig diese auch rational nachvollziehbare Argumente f&#252;r ihre Positionen vorbringen k&#246;nnen. Mit der Tendenz zur Gleichg&#252;ltigkeit gegen&#252;ber Meinungen w&#228;re dann aber auch die Infragestellung von Werten und rational nachvollziehbaren Argumenten verbunden.</p>

<p>Dies ist der Hauptgrund, warum ich die von mir beobachtete Tendenz bei Jugendlichen mit Sorge sehe. Wer keine Meinung mehr hat und diese argumentativ in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen vermag, verliert seine Entscheidungsf&#228;higkeit und wird zum Opfer derer, die mit allen zur Verf&#252;gung stehenden Mitteln eine Meinung durchsetzen wollen.</p>

<blockquote><address>Diese Thema besch&#228;ftigt mich schon seit einiger Zeit. Da gibt es auch eine Podcastfolge zu, die ich fast vergessen hatte. Danke an <a href="https://twitter.com/#!/otacke" target="_blank">@otacke</a>, der mich an sie erinnerte, sodass ich sie hier einbette:</address><object id="boo_embed_146646" width="400" height="129" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="scale" value="noscale" /><param name="salign" value="lt" /><param name="bgColor" value="#FFFFFF" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="window" /><param name="FlashVars" value="mp3=http%3A%2F%2Faudioboo.fm%2Fboos%2F146646-is-s-halt-meine-meinung.mp3%3Fsource%3Dembed&amp;mp3Title=Is%28s%29+halt+meine+Meinung.%2F%21&amp;mp3Time=10.34pm+29+Jun+2010&amp;mp3LinkURL=http%3A%2F%2Faudioboo.fm%2Fboos%2F146646-is-s-halt-meine-meinung&amp;mp3Author=torstenlarbig&amp;rootID=boo_embed_146646" /><param name="src" value="http://boos.audioboo.fm/swf/fullsize_player.swf" /><embed id="boo_embed_146646" width="400" height="129" type="application/x-shockwave-flash" src="http://boos.audioboo.fm/swf/fullsize_player.swf" scale="noscale" salign="lt" bgColor="#FFFFFF" allowScriptAccess="always" wmode="window" FlashVars="mp3=http%3A%2F%2Faudioboo.fm%2Fboos%2F146646-is-s-halt-meine-meinung.mp3%3Fsource%3Dembed&amp;mp3Title=Is%28s%29+halt+meine+Meinung.%2F%21&amp;mp3Time=10.34pm+29+Jun+2010&amp;mp3LinkURL=http%3A%2F%2Faudioboo.fm%2Fboos%2F146646-is-s-halt-meine-meinung&amp;mp3Author=torstenlarbig&amp;rootID=boo_embed_146646" /><a href="http://audioboo.fm/boos/146646-is-s-halt-meine-meinung.mp3?source=embed">Is(s) halt meine Meinung./! (mp3)</a></object>

&nbsp;</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Wandern in der Schule zwischen Zweck und Selbstzweck</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 21:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen Wandern zu gehen, ist nicht erst in j&#252;ngerer Zeit zu einer mutigen Veranstaltung geworden. Bereits 1986 gr&#252;ndete sich der „P&#228;dagogische Arbeitskreis ‚Schulwandern‘“ am staatlichen Schulamt der Stadt Dortmund. Dieser Arbeitskreis hat[te?]… …„sich die Aufgabe gestellt, die Bereitschaft zum Wandern in &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wandern" target="_blank">Wandern</a> zu gehen, ist nicht erst in j&#252;ngerer Zeit zu einer mutigen Veranstaltung geworden.</p>

<p>Bereits 1986 gr&#252;ndete sich der „<a href="http://www.do.nw.schule.de/schulwandern/intbeg.rtf" target="_blank">P&#228;dagogische Arbeitskreis ‚Schulwandern‘“ am staatlichen Schulamt der Stadt Dortmund.</a> Dieser Arbeitskreis hat[te?]…</p>

<blockquote><address>…„sich die Aufgabe gestellt, die Bereitschaft zum Wandern in der Dortmunder Lehrerschaft neu zu beleben. Er will eine kind‑ und jugendgerechte Form des Wanderns entwickeln, die attraktiv ist und das Interesse der Sch&#252;ler weckt.“</address></blockquote>

<address>Dabei wird betont, dass das Wandern Mittel zum Zweck sei und nicht an sich einen Wert habe. Anschlie&#223;end werden die wertvollen Kompetenzen aufgez&#228;hlt, die man beim Wandern vermitteln k&#246;nne, die zudem auch von hochwertigen sozialen Komponenten begleitet werden. Wer mag, lese sich ein <a href="http://www.do.nw.schule.de/schulwandern/intbeg.rtf" target="_blank">Dokument aus dem Jahre 1998</a> einmal vollst&#228;ndig durch – und vergleiche es mit eigenen Erfahrungen, die mit dem Mut verbunden sind, mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen auf wirkliche Wanderungen zu gehen…</address>

<address>Dar&#252;ber hinaus gibt es noch eine <a href="http://www.staff.uni-marburg.de/~braemer/Justu92.pdf" target="_blank">Jugendstudie Wandern aus dem Jahre 1992</a>, <span id="more-6306"></span>die von Rainer Br&#228;mer an der Uni Marburg angefertigt wurde. Diese Studie scheint zumindest zu belegen, dass die negative Haltung gegen&#252;ber dem Thema Wandern damals gar nicht so eindeutig war, wie man angenommen hatte.</address>

<address>Und <a href="http://www.news.de/reisen-und-leben/855209951/schulwanderungen-sind-wieder-im-kommen/1/" target="_blank">k&#252;rzlich behauptete Gaby Diethers</a> (Referentin beim Deutschen Wanderverband)  im Vorfeld des <a href="http://deutscher-wandertag2011.de/" target="_blank">111. Deutschen Wandertages (8. bis 15. August 2011)</a>, dass Schulwanderungen wieder im Trend l&#228;gen. In diesem Zusammenhang fiel auch der Begriff <a href="http://www.geocaching.de/" target="_blank">Geocaching</a>. Nun, mit den meisten Jahrg&#228;ngen ist Geocaching in der Schule nicht m&#246;glich, weil dabei der Aufsichtspflicht f&#252;r die meisten Schulstufen nicht nachgekommen werden kann, aber es werden auch andere Unterhaltungsprogramme genannt, die zum Wandern motivieren k&#246;nnen. <a href="http://www.news.de/reisen-und-leben/855209951/schulwanderungen-sind-wieder-im-kommen/1/" target="_blank">Diethers sagt</a>:</address>

<blockquote><address>„Es gibt aber auch andere Wege. Sch&#252;ler finden es zum Beispiel faszinierend, mit Karte und Kompass nach drau&#223;en zu gehen und sich in der Natur zurechtzufinden. Mit Kindern k&#246;nnen es auch ganz einfache Sachen sein, etwa barfu&#223; &#252;ber ein matschiges Feld laufen oder sich Tiere anschauen.“</address></blockquote>

<p>Erstaunlich: Um Wandern gehen zu k&#246;nnen, muss man Events schaffen, bei denen man Dinge tut, die zumindest teilweise nicht wirklich zu weit verbreiteten Alltagst&#228;tigkeiten geh&#246;ren (barfu&#223; im Matsch laufen), die aber gleichzeitig dazu beitragen, dass man dieses Wort „Wandern“ nicht in den Mund nehmen muss.</p>

<p>Beim „Wandern“ passiert etwas, das meiner Wahrnehmung nach (nicht nur) Kindern und Jugendlichen schon seit einiger Zeit kaum noch als sinnvoll vermittelbar ist: Man tut etwas um seiner selbst Willen. Mit diesem Etwas sind Nebeneffekte verbunden, die vom Kennenlernen der Umgebung &#252;ber die „sportliche“ Herausforderung, die Wandern f&#252;r manche Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen tats&#228;chlich darstellt, bis hin zur F&#246;rderung sozialen Miteinanders f&#252;hren kann. Au&#223;erdem bieten Wanderungen f&#252;r Lehrende wunderbare M&#246;glichkeiten, Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in einer „Stress-Situation“ zu beobachten und kennen zu lernen.</p>

<p>Der „Stress“ besteht meiner Beobachtung nach darin, dass beim Wandern etwas in den Vordergrund gestellt wird, das im sonstigen Alltag weitgehend vermieden wird, n&#228;mlich das langsame &#220;berbr&#252;cken einer Distanz.</p>

<p>In der Regel sind wir an Zielen interessiert, die m&#246;glichst schnell erreicht werden sollen.</p>

<blockquote class="pull alignright"><address>In der Regel sind wir an Zielen interessiert, die m&#246;glichst schnell erreicht werden sollen.</address></blockquote>

<p>Zumindest ist unser Alltag weitgehend auf dieses Denken ausgerichtet: Man muss schnell den Schulabschluss erreichen, schnell studieren, fr&#252;h den Berufseinstieg schaffen, wenn man in bestimmten Berufen etwas werden will. Man will schnell ein Urlaubsziel erreichen, wobei der Weg zu diesem Ziel nicht als Teil der Reise angesehen wird, sondern purer Stress ist, den es zu <del>vermeiden</del> reduzieren gilt. Nat&#252;rlich fliegt man auch zu Reisezielen, die innerhalb Europas liegen. Interessant ist nur das Ziel, nicht aber der Weg dorthin.</p>

<p>Dabei r&#252;ckt alles so nah zusammen. Es kommt zu keiner Distanzierung vom Alltag mehr, wenn man verreist, weil man ja nur eine Flugstunde weg ist.</p>

<p>Wie anders klingt es, wenn man sagt, ich bin 10 Stunden mit dem Zug oder dem Auto von zuhause weg? Ich bin zehn Stunden weit in eine andere Kultur gereist. Oder: Ich bin 24 Stunden lang bis nach Spanien gefahren. Bis nach Portugal braucht man mit dem Bus sogar 36 Stunden, wobei man dabei eine unglaubliche Vielfalt europ&#228;ischer Landschaften erleben kann.</p>

<p>Diese Beispiele betreffen Schulwanderungen eher selten, greifen h&#246;chstens bei Studienfahrten kurz vor dem Abitur, die h&#228;ufig auch ins entferntere europ&#228;ische Ausland gehen. Diese Beispiele beschreiben aber ein Ph&#228;nomen, mit dem wir es schon sei l&#228;ngerem zu tun haben.</p>

<p>Nicht nur Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen werden unruhig, wenn das &#220;berwinden von Distanz in durchaus sportlichem Gehstil (Wandern) und die damit verbundenen Erfahrungen der zentrale Zweck eines Wandertages sind.</p>

<p>Es wird dann nach einem Ziel der Wanderung gefragt.</p>

<p>Wurde bewusst ein Rundweg ausgew&#228;hlt, erzeugt das Stress, wird Sinnlosigkeitsverdacht ge&#228;u&#223;ert.</p>

<p>Parallel dazu werden Handys herausgeholt, zwei Kinder teilen sich einen Kopfh&#246;rer, sodass jedes nur einen Stereokanal h&#246;rt, es werden SMS an Leute der gleichen Wandergruppe geschickt oder andere Alternativt&#228;tigkeiten gestartet, die zum Beispiel Rollenspielen gleich kommen, weil einige Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen untereinander gro&#223;e Zukunftspl&#228;ne <del>formulieren</del> phantasieren (?), gleichzeitig Rangordnungen in Cliquen &#252;berpr&#252;fen, erneuern oder in Frage stellen etc.</p>

<p>Es passiert auf so einer Wanderung sehr viel. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eisbergmodell" target="_blank">Das meiste ist auf den ersten Blick nicht oder nur dem ge&#252;bten Beobachter erkennbar</a>.</p>

<p>Wenn dann Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen gefragt werden, wie gro&#223; ihre eigenen Erfahrungen mit dem Wandern au&#223;erhalb der Schule sind, dann gewinne ich den Eindruck, dass es in gro&#223;er Mehrheit mit dieser Form der Selbst- und Weltwahrnehmung wenig Erfahrungen gibt.</p>

<blockquote class="pull alignleft"><address>Jede Wanderung ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg" target="_blank">Jakobsweg</a> im Kleinen.</address></blockquote>

<p>Wanderungen sind f&#252;r viele Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen eine Sonderwelt. F&#252;r viele Erwachsene aber auch, trotz der Mode, dass der eine oder andere auf dem Jakobsweg <del>wandert</del> pilgert.</p>

<p>Jede Wanderung, wenn man sie ernst nimmt und z. B. wirklich auf den Einsatz von Medien verzichtet, setzt den Wandernden der Erfahrung aus, mit sich selbst zu sein, auf dem Weg zu sein und neben der k&#246;rperlichen Anstrengungen, die manche Wanderung darstellt, zu erleben, welche Wege der Kopf einschl&#228;gt, wenn wenig M&#246;glichkeiten zur Ablenkung vorhanden sind.</p>

<p>Kein MP3-Abspielger&#228;t, das Handy abgeschaltet, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flaneur" target="_blank">h&#246;chstens ein Notizbuch dabei</a>, um zwischendurch zu notieren, was die Gedanken einem so abverlangen: F&#252;r viele ist das zu einer Horrorvorstellung geworden. Geschickt weichen wir der Begegnung mit der uns am N&#228;chsten stehenden Person aus, indem wir sie gar nicht erst zu Wort kommen lassen: Der Begegnung mit uns selbst.</p>

<p>Wanderungen mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen k&#246;nnen diese Erfahrung thematisieren.</p>

<p>Bereits im Vorfeld k&#246;nnen diese „&#196;ngste“ aufgegriffen werden. Ja, die an sich zweckfreie Wanderung bekommt so wieder einen Zweck, n&#228;mlich jenen, eigene Erfahrungen mit der „Zweckfreiheit“ zu machen. Das ist ein Paradox. Aber vielleicht ein notwendiges Paradox, das erst in der Praxis aufgel&#246;st werden kann.</p>

<p>Wandern erzeugt Stress, vor allem, wenn die Wanderung so gestaltet ist, dass sie kein Ziel hat, sondern einen Rundweg nutzt. Wenn ein „Ziel“, z. B. ein Waldspielplatz, ein Kaffee oder &#228;hnliches, vorgegeben wird, sinkt dieser Stress, da die Orientierung an einem Ziel eine vertraute Orientierung ist, w&#228;hrend zweckfreie und dennoch sinnvolle T&#228;tigkeiten gerade von Jugendlichen in Gro&#223;st&#228;dten regelrecht als Erfahrungsoption (wieder)erlernt werden m&#252;ssen.</p>

<p>Begleiter solcher Wanderungen lernen gleichzeitig sehr viel &#252;ber die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Das gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, auch erwachsene Wanderer zeigen sich bei Wanderungen interessante Verhaltensweisen, sodass sich diese durchaus auch als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Assessmentcenter" target="_blank">Assessmentcenter</a> eigenen k&#246;nnten.</p>

<p>Nat&#252;rlich wird andererseits auch der Begleiter einer Wanderung transparenter in seinen Verhaltensweisen.</p>

<p>Sobald Wandertage mit Schulklassen auf Konsum hin ausgerichtet sind, besonders beliebt sind da Freizeitparks, f&#228;llt die M&#246;glichkeit der relativ zweckfreien Selbsterfahrung weg, r&#252;ckt das Ziel (der Freizeitpark, die Achterbahn, die n&#228;chste Attraktion) in den Vordergrund.</p>

<p>Ich frage mich, ob der schulische Bildungs- und Erziehungsauftrag erf&#252;llt werden kann, wenn nicht auch Erfahrungsr&#228;ume geschaffen werden, die mit einer relativen Reizarmut zur Selbsterfahrung beitragen. So hei&#223;t es im <a href="http://www.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/374/3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=72920bec-b224-d901-be59-2697ccf4e69f.htm&amp;uid=3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2" target="_blank">Hessischen Schulgesetz §2 Abschnitt 1</a>:</p>

<blockquote><address>„Sie [die Schulen im Land Hessen] tragen dazu bei, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entfalten k&#246;nnen.“</address></blockquote>

<p>Pers&#246;nlichkeit ist f&#252;r mich das, was sichtbar und erfahrbar wird, wenn den Menschen fremdbestimmende Reize minimiert werden und das Individuum m&#246;glichst unabh&#228;ngig von bestimmten T&#228;tigkeiten f&#252;r sich selbst erfahrbar wird.</p>

<p>Pers&#246;nlichkeit ist das, was hinter Marken und imagebildenden T&#228;tigkeiten als Individuum „&#252;brig“ bleibt. Diese Pers&#246;nlichkeit muss R&#228;ume finden, vom Individuum entdeckt zu werden, um &#252;berhaupt in die Lage versetzt zu werden, die eigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Person" target="_blank">Pers&#246;nlichkeit</a> „in der Gemeinschaft entfalten zu k&#246;nnen“.</p>

<p>Eine recht verstandene Wanderung, auch wenn sie als Zumutung empfunden wird, Widerst&#228;nde ausl&#246;st, in ihrem Sinngehalt in Frage gestellt wird, kann, so sie gut vorbereitet ist und Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vor, w&#228;hrend und nach dieser Herausforderung von Lehrern und Lehrerinnen ernst genommen werden, nicht nur dazu beitragen, die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen n&#228;her kennen zu lernen<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/#footnote_0_6306" id="identifier_0_6306" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer eine neue Klasse &amp;#252;bernimmt sollte bald mit ihr auf einem Rundweg wandern gehen, um die Sozialstruktur der Klasse zu erleben.">1</a></sup>, sondern vor allem auch dazu, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sich selbst erleben, erfahren und kennen lernen.</p>

<p>Das aber gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, sondern f&#252;r jeden und jede, der oder die ein wenig mehr &#252;ber sich selbst erfahren will. Das gelingt am besten, wenn man alle anderen Ziele ausschaltet, also in der Meditation oder eben in der Wanderung, die nur sich selbst zum Ziel hat.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_6306" class="footnote">Wer eine neue Klasse &#252;bernimmt sollte bald mit ihr auf einem Rundweg wandern gehen, um die Sozialstruktur der Klasse zu erleben.</li></ol>
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		<title>Vernetztes Lernen und Lehrer-Fortbildung in sozialen Netzwerken</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 21:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Text stellt die Basis meines Vortrages im Rahmen des Fachforums „Lernen in sozialen Netzwerken“ am 21. Juni 2011 dar. Verantwortlich f&#252;r dieses Fachforum ist StudiumDigitale an der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universit&#228;t. Der gesprochene Text wird von diesem geschriebenen Text zwar mit &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/06/20/vernetztes-lernen-und-lehrer-fortbildung-in-sozialen-netzwerken/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Text stellt die Basis meines Vortrages im Rahmen des <a href="http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/events/va/fachforum_sn/index.html" target="_blank">Fachforums „Lernen in sozialen Netzwerken“</a> am 21. Juni 2011 dar. Verantwortlich f&#252;r dieses Fachforum ist <a href="http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/" target="_blank">StudiumDigitale</a> an der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universit&#228;t. Der gesprochene Text wird von diesem geschriebenen Text zwar mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit abweichen, aber inhaltlich wird es eher weniger Abweichungen geben. </em></p>

<p><em>Das Fachforum bietet zehn Minuten Diskussionszeit. An dieser Stelle hier kann weiter diskutiert werden. Die Kommentare sind offen, f&#252;r Teilnehmende des Fachforums und alle, die etwas zu dieser Diskussion beitragen wollen.</em></p>

<p><em>Die Blogversion ist leicht bearbeitet. Stellen, an denen ich im Leseskript die Zuh&#246;renden direkt anspreche, sind hier in blogvertr&#228;gliche Sprache gebracht.</em></p>

<p><em>&#8212;-
</em></p>

<p>Vom Netz reden macht Angst, wenn man sich anschaut, was mit dem Inhalt von Netzen geschieht, nachdem Fischer sie an Bord geholt haben.</p>

<p>oder</p>

<p>Spinnen haben Netze. Bist du Spinne oder klebst du an den F&#228;den?</p>

<p>Netze sind daf&#252;r da, um etwas zu beinhalten,
seien es Fische,
das Insekt, an dem die Spinne sich gleich laben wird,
seien es Benutzerdaten,
die <del>Hacker</del> Cracker abgreifen und missbrauchen…</p>

<p>Netze und damit meine ich auch das Internet, sind eben nicht,<span id="more-5993"></span> wie die Metapher scheinbar manchmal missverstanden wird, um ihrer selbst willen interessant. Es geht nicht nur um die Knotenpunkte, von denen ausgehend das Netz sich ausbreitet, zwischen denen Informationen hin und her flie&#223;en.</p>

<p>Soziale Vernetzungen sind keine inhaltsleeren Knoten und Verbindungslinien zwischen diesen Knoten, sondern immer von Inhalten gepr&#228;gt.</p>

<p>Eine solche soziale Vernetzung ist die Voraussetzung jeglichen Lernens. Und es gibt sie seit Menschengedenken.</p>

<p>Kinder lernen in sozialen Netzen sprechen, gehen, werden sozialisiert.
Schule ist schon an sich immer ein soziales System, also eine vernetzte Struktur. Die Universit&#228;t, die Arbeitswelt, Fortbildungen… &#220;berall arbeiten wir vernetzt. Das ist schon lange so. Das war auch ohne Internet schon so. Und dennoch ist mit dem Internet nicht nur technisch, sondern auch qualitativ etwas Neues hinzu gekommen.</p>

<p>Dieses Neue fasse ich versuchsweise in drei Begriffe zusammen:</p>

<ul>
    <li>Weltoffenheit des Zugangs</li>
    <li>Zeitautonomie der Zugreifenden</li>
    <li>Kompetenzen- statt Zertifikatsorientierung</li>
</ul>

<p>Die Infrastruktur dieses vernetzten Lernens ist offen und dezentral. Mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Struktur mit sich bringt.</p>

<p>Die Inhalte dieses vernetzten Lernens sind potentiell ebenso offen und dezentral. Auch das hat Vor- und Nachteile. Deshalb trifft man auch immer wieder auf Lernplattform, die geschlossen sind. Die nennen sich Lernmanagementsysteme. Genau genommen sind es aber Lern-Zugangs-Regulierungs- und Kontrollmechanismen.</p>

<p>Der offenen und dezentralen Infrastruktur wird die geschlossene und zentralisierte Zugangskontrolle zur Seite gestellt. Das kann sinnvoll sein. Das ist hier zun&#228;chst auch nur beschreibend gemeint. Und dennoch ist diese Zugangskontrolle gravierend, begrenzt sie doch Lernm&#246;glichkeiten auf bestimmte Zielgruppen, ohne dass der Mehrwert dieser Begrenzung in allen F&#228;llen nachvollziehbar ist.</p>

<p>Es handelt sich oft um formelle, mit Pr&#252;fungen und Zertifikaten, mit Modulen und Abschl&#252;ssen verbundene Lernformen, die so abgeschottet werden. Formelle Lernprozesse sind hierarchischer Natur. Sie finden in der Regel in geschlossenen, zugangsregulierten Systemen statt.</p>

<p>Und genau mit solchen Systemen bin ich als Lehrer, der sich als reflektierender Praktiker versteht, sehr schnell an die Grenzen dessen gesto&#223;en, was ich mir selbst an Fortbildung w&#252;nsche. Ich wollte nicht nur punktuell reflektieren und neuen Input bekommen. Das funktioniert in der Regel nur sehr reduziert und ist oft mit enormem Aufwand verbunden.</p>

<p>Es wird von Lehrern und Lehrerinnen erwartet, dass sie sich fortbilden. Das ist gut so. Es wird von Lehrern und Lehrenden erwartet, dass sie mit ihrem konkreten Unterricht so reflektiert umgehen k&#246;nnen, dass sie Rechenschaft &#252;ber den gehaltenen Unterricht ablegen k&#246;nnen. Auch das ist gut so.</p>

<p>Zwecks Fortbildung geht man dann zu Veranstaltungen, die einen oder auch mal mehrere Tage dauern, auf denen man vor allem Lehrern und Lehrerinnen begegnet. Vielleicht sind die Referenten externe Fachleute, aber im Grunde bleibt man bei diesen Fortbildungen unter sich. Die Perspektiven von z. B. Sch&#252;lern und Eltern, die f&#252;r den Beruf wichtig sind, bleiben au&#223;en vor.</p>

<p>Ein paar willk&#252;rlich aus dem aktuellen Fortbildungsangebot herausgenommene Titel:</p>

<blockquote>
<ul>
    <li>&#8220;SICHERHEIT IM UMGANG MIT GEWALTHANDLUNGEN&#8221; Gewaltpr&#228;vention an weiterf&#252;hrenden Schulen. Handlungsorientiertes Training f&#252;r Lehrerinnen und Lehrer auf der Basis &#8220;Konfrontativer P&#228;dagogik&#8221;. (f&#228;llt aus) – 110 Euro</li>
</ul>
<ul>
    <li>Einf&#252;hrung in die Personzentrierte Gespr&#228;chsf&#252;hrung &#8211; Teil 1 – 234 Euro</li>
</ul>
<ul>
    <li> Einf&#252;hrung in die Personzentrierte Gespr&#228;chsf&#252;hrung &#8211; Teil II – 234 Euro</li>
</ul>
<ul>
    <li>Elterngespr&#228;che: Das kleine Kunstwerk, Elterngespr&#228;che so zu f&#252;hren, dass sie auch ankommen. Kommunikation, Gespr&#228;chsf&#252;hrung, Umgang mit Konflikten – 120,00 €</li>
</ul>
</blockquote>

<p>Voraussetzung f&#252;r diese Fortbildungsangebote sind folgende:</p>

<ol>
    <li>Man muss sich an den Ort begeben, an dem die Fortbildung stattfindet.</li>
    <li>Man muss an dem Tag, an dem eine Fortbildung stattfindet frei haben oder beurlaubt werden.</li>
    <li>Viele der Fortbildungen kosten Geld. Es gibt einen Fortbildungsmarkt, der nat&#252;rlich auch dazu beitr&#228;gt, dass die Inhalte nicht netz&#246;ffentlich gemacht werden k&#246;nnen, weil man davon lebt, dass die Angebote formeller Natur sind, also oft mit Zerftifikaten enden, und somit hierarchisch strukturiert sein m&#252;ssen.</li>
</ol>

<p>Eine Garantie, dass eine gew&#228;hlte Fortbildung mich in meiner Handlungsf&#228;higkeit im Beruf weiterbringt, gibt es &#252;brigens nicht. Auch wenn das Zertifikat hundert Mal belegt, dass ich mich fortgebildet habe.</p>

<p>Was mich ins Internet brachte, dem ich durchaus auch kritisch gegen&#252;ber zu stehen meine, waren nicht die Themen von Fortbildungen. Es war nicht die Geschlossenheit formeller, hierarchischer Lernstrukturen, die mir nicht erlauben wollten, zu Zeiten zu lernen, zu denen mir das m&#246;glich ist, und auch Menschen beim Lernen zu begegnen, die vielleicht nicht zur eigenen Profession geh&#246;ren.</p>

<p>Was mich ins Internet brachte war schlicht und ergreifend der Mangel an angemessenen auf Computer bezogene Fortbildungen, die nicht bei der Erl&#228;uterung des Einloggens in einen Rechner begannen. Als ich im Jahr 2000 meine erste Website in m&#252;hevoller Kleinarbeit bastelte, hatte ich genau zwei Stunden Hinweise zu Grundlagen von einem Freund bekommen, der HTML schon konnte. Den Rest habe ich mir dann selbst zusammen gesucht. Zugang zum Internet und den notwendigen Ressourcen hatte ich ja.</p>

<p>Damals war ich noch auf dem Weg, Lehrer zu werden. Und mir war klar: Wenn ich mit dem Leitmedienwechsel in Richtung digitaler Medien nicht kompetent mitgehe, werde ich als Lehrer, angesichts von Jugendlichen, die selbstverst&#228;ndliche mit diesen Medien gro&#223; geworden sind, unter meinen M&#246;glichkeiten bleiben, wenn es um sch&#252;lerorientiertes Unterrichten geht.</p>

<p>Damit behaupte ich nicht, dass Jugendliche heute kompetent mit digitalen Medien umgehen k&#246;nnen. Damit sage ich nur: Ich als Lehrer erwartet von mir den kompetenten Umgang mit digitalen Medien, weil ich sonst eher wenig zum Kompetenzengewinn der Jugendlichen in diesem Zusammenhang beitragen kann.</p>

<p>Anders ausgedr&#252;ckt: Ich kam ins Internet, weil ich wissen wollte, wie das funktioniert. Und aus dem gleichen Grund kam ich in soziale „Mitmach“-Strukturen, auch wenn ich <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/29/und-tschuess-facebook/" target="_blank">auf Facebook nicht vertreten</a> bin. Das hier aber nur am Rande.</p>

<p>Als dann Technologien zur Verf&#252;gung standen, die interaktive Webinhalte m&#246;glich machten, kam mir das sehr recht. Auch hier wollte ich urspr&#252;nglich vor allem wissen, wie das geht, was da m&#246;glich ist. Ich begann zu bloggen.</p>

<p>Es hat eine Weile gedauert, bis davon jemand etwas gemerkt hat. Aber dazu war ein weiterer Schritt n&#246;tig. Wie kann es jemandem, der nicht zu den f&#252;nf bis zehn bekannten deutschsprachigen Bloggern geh&#246;rt, gelingen, zumindest den einen oder anderen Leser zu gewinnen?</p>

<p>Diese Fragen stellte sich mir nicht, weil ich einen besonderen Ehrgeiz mit dem Bloggen verband, sondern weil ich wissen wollte, wie das alles funktioniert. Und wenn ich wissen will, wie etwas funktioniert, dann will ich etwas lernen. Und schon war ich im Fortbildungsprozess drinnen.</p>

<p>Die Antwort, wie man Leser f&#252;r einen Blog bzw. eine Website findet, meine ich heute zu wissen. Sie besteht aus mehreren Antworten:</p>

<ul>
    <li>Bringe Inhalte ins Blog, die deine Inhalte sind. Orientiere dich nicht daran, wie andere bloggen, denn das gibt es ja schon, sondern lege einfach drauf los.</li>
    <li>„Einfach drauf los“ bedeutet aber nicht, dass die Qualit&#228;t der Inhalte nicht stimmen m&#252;sste. Also: Bringe Inhalte ins Blog, die andere interessieren k&#246;nnen.</li>
</ul>

<p>Das alles bringt noch wenig, solange nicht einzelne Beitr&#228;ge in Suchmaschinen sehr weit oben angezeigt werden. Deshalb habe ich dar&#252;ber hinaus folgende Antwort gefunden:</p>

<ul>
    <li>Sei &#246;ffentlich im Web pr&#228;sent. Diese „&#246;ffentliche Pr&#228;senz“ gilt auch f&#252;r „social communities“ wie z. B. <a href="https://twitter.com/#!/herrlarbig" target="_blank">Twitter</a>. Zwar erlaubt Twitter, dass Botschaften nicht in der &#246;ffentlichen Zeitleiste erscheinen und nur f&#252;r zugelassene Personen lesbar sind, aber das Internet ist von seiner Infrastruktur her offen und dezentral. Entsprechend offen und dezentral gilt es dann auch das Internet zu nutzen.</li>
</ul>

<p>Im Prinzip, das habe ich in dieser fr&#252;hen Phase meiner Fortbildung im Internet gelernt, lebt das Internet davon, dass sich die Struktur seiner Infrastruktur in der Form des inhaltlichen Umgangs mit ihm widerspiegelt. Und damit ist der vierte Teil der Antwort auf die Frage verbunden, wie man Leser f&#252;r eine Website findet:</p>

<ul>
    <li>Sprich mit anderen Menschen im Internet. Kommentiere Blogbeitr&#228;ge, nutze Twitter, <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34996/1.html" target="_blank"><del>Facebook</del></a> und Co nicht alleine, um Links in die Welt zu senden, sondern sprich mit den Menschen, die dir dort begegnen. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, man also Gespr&#228;che mit anderen f&#252;hrt, die sich f&#252;r &#228;hnliche Themen interessieren wie man selbst, dann kommt auch das Lernen im Internet, die Fortbildung, auf eine mehr und mehr inhaltliche Ebene.</li>
</ul>

<p>Zun&#228;chst einmal muss man lernen, wie das Netz, dass man verwenden will, funktioniert. Dann kann man es mit Inhalten f&#252;llen. Ein Fischernetz ist sinnlos, wenn ich nicht wei&#223;, welche Maschengr&#246;&#223;e f&#252;r welche Fische gebraucht wird. Ein Einkaufsnetz ist wenig hilfreich, wenn die Maschen so gro&#223; sind, dass die Butter raus f&#228;llt.</p>

<p>Und damit war die Basis f&#252;r andere Fortbildungsaktivit&#228;ten geschaffen, die sich „einfach so“ einstellten, weil der Dialog mit Menschen, die an Bildungsfragen interessiert sind, zu einem dauernden Dialog wurde, der nicht nur punktuell stattfindet, sondern st&#228;ndig.</p>

<p>Die Themen dieses Dialogs folgen keiner logischen Reihenfolge, sondern den Interessen der Aktiven. Und den anderen steht es frei, auf welches Thema sie aufspringen. Jeder und jede entscheidet f&#252;r sich, zu welchem Thema jemand was beitragen kann und ob es die Zeit gerade erlaubt.</p>

<p>Das bedeutet aber auch, dass die Selbstbestimmung im Rahmen dieser st&#228;ndig vorhandenen Fortbildungsm&#246;glichkeit steigt. Der sich fortbildende Bildungsinteressierte, wir nennen den online eher den Edu-Hacker oder auch den den Edu-Punk, wird autonomer: Er ist autonom beim Zugriff auf die Inhalte, er kann autonom &#252;ber die Zeit bestimmen, die er mit den Inhalten verbringen kann oder will und er orientiert sich an dem Gehalt dessen, was andere beizutragen haben und nicht an deren Zertifikaten.</p>

<p>Ein Beispiel aus der Praxis: Auf diesem Blog gibt es keine explizite Seite, auf der ich mich selbst vorstelle. Keine biographischen Daten, keine Angaben zur Ausbildung und zu den formalen Abschl&#252;ssen. Es ist zwar erkennbar, dass hier ein Lehrer bloggt, aber das war es dann auch schon. – Umgekehrt wei&#223; ich von vielen Leuten, mit denen ich online in Kontakt stehe und von denen ich schon einer &#252;berraschend gro&#223;en Zahl in real life begegnet bin, auch nicht, was so genau deren formale Abschl&#252;sse sind. Das ist auch uninteressant, denn an die Stelle des formalen Abschlusses tritt die Kompetenz im Umgang mit den Themen, der im Diskurs &#252;ber die unterschiedlichen Blogs vernetzt und auf Twitter zusammengef&#252;hrt stattfindet.</p>

<p>Formelle Lernprozesse, ich wiederhole das als Teil meiner Diskussionshypothese, sind hierarchischer Natur. Sie finden in geschlossenen, zugangsregulierten Systemen statt, in denen die Rollen und das Rollenverhalten der an Bildungsprozessen Beteiligten festgelegt sind.</p>

<p>Das m&#252;ssen zum Beispiel Professoren erfahren, die nicht immer entspannt damit umgehen k&#246;nnen, wie in offenen, informellen Lernprozessen, zum Teil live via Twitter, ein Vortrag kommentiert wird. Denn die Teilnehmer in sozialen Netzwerken, die in keiner formellen, pr&#252;fungsorientierten, hierarchischen Beziehung zu dem Professor stehen, sagen das, was Studenten in Vorlesungen h&#246;chstens denken.</p>

<p>Informelles Lernen, das qualitativ oft &#252;berraschend hochwertige Diskussions- und damit auch Lernprozesse lostritt, findet in sozialen Netzwerken statt. Soziale Netzwerke sind in der Regel „offen“. Sie haben zumindest eine niedrigschwellige Zugangsregulierung, wenn eine solche Regulierung &#252;berhaupt betrieben wird.</p>

<p>Das Lernen in sozialen Netzwerken &#246;ffnet Lernprozesse auf eine &#214;ffentlichkeit hin, was „klassischen“ Bildungsprozessen fremd ist. In formellen Zusammenh&#228;ngen hat nicht jeder Teilnehmer am Bildungsprozess einen Blog, einen Twitter-Account, vielleicht noch eine Pr&#228;senz bei Facebook. Der <a href="http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/events/va/fachforum_sn/index.html" target="_blank">Ank&#252;ndigungstext des Fachforums „Lernen in sozialen Netzwerken“</a> formuliert das treffend so:</p>

<blockquote>„W&#228;hrend die Vernetzung in den so genannten Social Communities f&#252;r viele Menschen zur Selbstverst&#228;ndlichkeit geworden ist, wagen sich Hochschulen und Bildungseinrichtungen nur langsam an die Einbeziehung solcher Netzwerke in ihre Bildungsprozesse heran.“</blockquote>

<p>Diese Zur&#252;ckhaltung gegen&#252;ber der Einbeziehung solcher Netzwerke in formelle Bildungsprozesse ist strukturell bedingt.</p>

<p>Diese Strukturen zeigen sich auch dort, wo versucht wird, soziale Netzwerke auch im Kontext der je eigenen Institution formeller Bildung aufzubauen. Statt sich im Rahmen vorhandener Netzwerke, die global sind, zu vernetzen, bastelt man sich lieber sein eigenes Netzwerk und wundert sich dann vielleicht, warum Studenten oder auch Sch&#252;ler dieses Netzwerk eher zur&#252;ckhaltend nutzen: Warum soll ich ein internes Netzwerk nutzen, in dem ich mich mit dem Studenten aus dem Seminar vernetzen kann, wenn ich mich in offenen sozialen Netzwerken mit dem Studenten in Harvard oder am MIT oder in Z&#252;rich, M&#252;nchen, Oxford etc. vernetzen kann?</p>

<p>Warum soll ein Sch&#252;ler seine Ideen und Produkte nur schul&#246;ffentlich vorstellen? Warum soll ich als Lehrer meine Sachanalysen f&#252;r mich behalten, als ob es ein Geheimnis w&#228;re, was ich mir im Vorfeld von Unterricht an Gedanken &#252;ber die Inhalte des Unterrichts mache? Warum soll ich nicht mit Lehramtsstudenten auf Twitter Kontakt haben und so zur gr&#246;&#223;eren N&#228;he von Studium und Lehreralltag beitragen?</p>

<p>Warum soll ich dar&#252;ber jammern, dass all das nicht zertifiziert wird? Im Netz z&#228;hlt Kompetenz und nachvollziehbare Expertise, die sich durchaus von nachgewiesener Expertise unterscheiden kann, wie sich an verlorenen Doktortiteln im Augenblick sch&#246;n verfolgen l&#228;sst.</p>

<p>„Vernetztes Lernen und Lehrer-Fortbildung in sozialen Netzwerken“ bringt neben all den Lerneffekten noch ein paar Nebeneffekte mit sich, die hier noch kurz genannt werden sollen. Sie tragen einiges bei, um die Weite der Lernfelder noch zu vergr&#246;&#223;ern, die im Netz im Lauf der Zeit begangen werden:</p>

<ul>
    <li> Die &#214;ffentlichkeit f&#252;hrt dazu, dass ich nicht nur mit Lehrern zu tun habe. Nat&#252;rlich finden mit ihnen viele Diskussionen statt, aber eben auch mit Medienp&#228;dagogen, Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen. Auf Twitter folgen mir Eltern und Sch&#252;ler, auf Twitter lese ich aber mit, was z. B. Sch&#252;ler dort ver&#246;ffentlichen. Manchmal werden die Direktnachrichten f&#252;r Beratungszwecke genutzt.</li>
</ul>

<ul>
    <li> Die &#214;ffentlichkeit produziert Aufmerksamkeit. Ohne meine Aktivit&#228;ten in sozialen Netzwerken w&#228;re weder bei einem <a href="http://www.ph-ludwigsburg.de/lernendurchlehren+M54a708de802.html" target="_blank">Studientag zur Methode „Lernen <del>und</del> durch Lehren“ in Ludwigsburg</a> gewesen, h&#228;tte ich die <a href="http://bildungsexpedition.de/" target="_blank">Bildungsexpedition rund um Christian Spannagel</a> nicht kennengelernt, w&#228;re ich nicht beim <a href="educamp.mixxt.de" target="_blank">EduCamp in Bremen</a> gewesen, w&#252;rde ich den n&#228;chsten Redner <a href="http://lernwolke.de" target="_blank">René Scheppler</a> nicht schon seit l&#228;ngerem bei seinen interessanten Projekten an der Schule beobachten k&#246;nnen, die ich sehr anregend finde, w&#252;rde ich nicht am von Studium-Digitale veranstalteten <a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">OpenCourse2011 „Die Zukunft des Lernens“</a> teilnehmen, der wirklich neue Wege beschreitet.</li>
</ul>

<p>Und so merke ich am Ende, dass ich den Fischern und der Spinne zu Beginn meines Vortrages Unrecht getan habe:</p>

<p>Fischer benutzen Netze, weil der Inhalt sie und andere Menschen n&#228;hrt. Spinnen nutzen Netze, um Nahrung zu finden. In diesem Sinne kann ich mit der Netzmetapher dann am Ende doch gut leben, denn auch das Internet kann dazu beitragen, dass man im Lehreralltag kontinuierlich Nahrung findet, die dazu beitr&#228;gt, dass man wirklich ein reflektierender Praktiker wird, Nahrung, die im Austausch besteht, der sich nicht auf Lehrerzimmerthemen beschr&#228;nkt, weil man eben nicht an einer Schule ist.</p>

<p>Manche Nahrung bekomme ich sogar aus Nunavut, einer Inuitregion im Norden Canadas, von wo aus <a href="https://twitter.com/#!/nunavut_teacher" target="_blank">Brian Barry als Nunavut-Teacher</a> twittert. Und nat&#252;rlich hat auch Brian Barry einen <a href="http://nunavutteacher.blogspot.com/" target="_blank">Blog</a>…</p>

<p>Es zeichnet sich f&#252;r mich eine v&#246;llig neue, nicht formelle und entsprechend nicht &#252;ber klassische Zertifizierungssysteme abzudeckende Form des Lernens ab. Nicht, dass wir keine formelle Bildung mehr br&#228;uchten. Aber in der Fortbildung nach der Berufsausbildung oder dem Studium werden sich informelle Formen des Lernens heraus kristallisieren, die demokratisierend wirken, weil nicht mehr Zertifikate im Zentrum stehen, sondern die konkrete „Leistung“, die nachvollziehbare Kompetenz.</p>

<p>In diesem Rahmen selbst Kompetenzen zu erwerben, diese mit Inhalten zu f&#252;llen und das als Fortbildung anzusehen, halte ich durchaus f&#252;r angemessen. Wenn ich dann in Fortbildungen, im Unterricht und vor allem auch in informellen Gespr&#228;chen mit Kollegen, Kolleginnen und auch Sch&#252;lern etwas von diesem Wissen weitergeben kann, dann habe ich zwar kein Medienzertifikat, keinen Internetf&#252;hrerschein, keine Fakultas im nicht vorhandenen Fach „Internet“, aber ich bin Multiplikator dessen, was ich im Netz gelernt habe.</p>

<p>Es gibt nur eine Voraussetzung, um sich auf dieses Spiel im Netz einzulassen. Man muss selbst Lust aufs Spielen haben und die Scheu davor ablegen, dass einem andere bei diesem Spiel &#252;ber die Schulter schauen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/21/lernen-bei-goethe/" rel="bookmark" title="21. August 2008">Lernen bei Goethe</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/26/herrn-larbigs-bibliothek-0-einfuehrung/" rel="bookmark" title="26. Oktober 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 0: Einf&#252;hrung</a></li>
</ul>

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		<title>Die 8 besten (?) Werkzeuge des analogen Lernens und Lehrens</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 21:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die einen fragen, was heute zu lernen sei und gehen damit wohltuend von den Tools des Lernens weg hin zu den Inhalten. Prima. An anderer Stelle geht es in einem Offenen Kurs (Open Course) um die Zukunft des Lernens und &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/05/18/die-8-besten-werkzeuge-des-analogen-lernens-und-lehrens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die einen fragen, <a href="http://imgriff.com/2011/04/18/unsere-zukunft-was-wir-wirklich-lernen-muessen/" target="_blank">was heute zu lernen sei</a> und gehen damit wohltuend von den Tools des Lernens weg hin zu den Inhalten. Prima. </em></p>

<p><em>An anderer Stelle geht es in einem Offenen Kurs (Open Course) um die Zukunft des Lernens und in der dritten Woche, in der sich dieser Kurs nun befindet, geht es um die Tools des Lernens, mit denen dann gelernt werden soll, was zu lernen ist, <a href="http://blog.guykawasaki.com/2006/08/ten_things_to_l.html#axzz1MdqfZX7m" target="_blank">wie auch immer diese Inhalte / Kompetenzen dann n&#228;her definiert sind</a>. </em></p>

<p><em>Die &#220;berschrift der dritten Woche des Offenen Kurses zur »Zukunft des Lernen« lautet: »<a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/agenda/woche-3/" target="_blank">Von iPads, eBooks &amp; Virtual Classrooms. Lerntechnologien</a>«.</em></p>

<p><em>Die Selbstverst&#228;ndlichkeit, so sehr ich diese im Gesamtkontext dieses Kurses auch nachvollziehen kann und mich ihrer oft selbst bediene, mit der bei Lerntechnologien heute von digitalen Lerntechnologien gesprochen wird, erstaunt mich immer wieder.</em></p>

<p><em>Lernende lernen analog, unabh&#228;ngig davon, wie digital die zum Lernen genutzten Medien auch immer sein m&#246;gen. Der Lernprozess des individuellen Menschen findet nicht bin&#228;r statt, sondern in der komplexen Struktur des Gehirns und des ganzen K&#246;rpers.</em></p>

<p><em>Deshalb gibt es von mir an dieser Stelle keine Top-Ten-Liste der wunderbarsten digitalen Lernwerkzeuge, auch wenn ich eine solche erstellen k&#246;nnte, sondern – v&#246;llig unzeitgem&#228;&#223; – eine Liste analoger  <em>»Werkzeuge« des analogen Lernens und Lehrens. Die Reihenfolge ist zumindest nicht konsequent hierarchisch gemeint; die Liste ist bestimmt nicht vollst&#228;ndig und &#252;berhaupt vor allem eine Anregung zur Erweiterung der Diskussion. Die Zukunft des Lernens bringt neue Technologien mit sich. Sollen diese Technologien die analogen ersetzen? Wo k&#246;nnen sie das? Was k&#246;nnen sie nicht leisten? Wo sind analoge Werkzeuge vielleicht unabdingbar?</em></em></p>

<p><em><em>Wenn der offene Kurs <em>»<a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">Die Zukunft des Lernens</a>« hei&#223;t, so halte ich eine Reduktion auf zuk&#252;nftige Lerntechnologien zu kurz gegriffen. </em></em></em></p>

<p><em><em><em>Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier nun zuspitze, &#252;bertreibe, provozieren will, denn ich wei&#223; sehr wohl, dass nicht alle meine &#196;u&#223;erungen in diesem Beitrag auf umfassende Gegenliebe sto&#223;en d&#252;rften. Aber dennoch: Ich finde, es lohnt, nicht nur von digitalen Tools zu sprechen (obwohl ich ja zum Beispiel hier genau ein solches nutze, um &#252;ber analoge Werkzeuge zu sprechen), sondern auch einmal zu fragen, welchen Wert und welchen Platz analoge Werkzeuge des Lernens in der <em><em><em>»Zukunft des Lernens« haben.</em></em></em></em></em></em></p>

<p><em><em><em><em><em><em>Also los…:</em></em></em></em></em></em></p>

<h2>Die Sinne (Sense Organs)</h2>

<p>Die Sinnesorgane des Menschen sind nach wie vor in der Regel analog, solange nicht digitale Prothesen zum Einsatz kommen. Sie sind f&#252;r Lernprozesse unerl&#228;sslich. Und damit sind nicht nur der H&#246;r- und Sehsinn gemeint, die auch bei digitalen Lernprozessen am Computer zum Einsatz kommen. Der Tastsinn kommt in digitalen Zusammenh&#228;ngen viel zu kurz. Will ich etwas &#252;ber B&#228;ume und W&#228;lder wissen, so muss ich Baumrinde sp&#252;ren k&#246;nnen, den Geruch des Waldes (zu unterschiedlichen Tages- / Jahreszeiten) einatmen. Will ich etwas &#252;ber (gesunde) Ern&#228;hrung wissen, dann f&#246;rdert der Einsatz des Geschmackssinnes dieses Lernen sehr. Lernen ist ein sinnlicher Prozess. Digitale Lernprozesse f&#252;hren oft zu einer Entsinnlichung des Lernens. Vielleicht sind deshalb zum Beispiel Videos von Vortr&#228;gen viel beliebter als reine Audiomitschnitte, obwohl der Informationsgehalt zur Sache identlisch ist.</p>

<h2>Lehrervortrag (Teachers Lecture)</h2>

<p>Ja, es gibt viel zu wenige Lehrende, die in der Lage sind, einen guten Lehrervortrag zu halten. Oder sind es doch die Bedingungen, die es unm&#246;glich machen, sich angemessen auf einen guten Lehrervortrag vorzubereiten, da in den meisten Lehr-Lern-Zusammenh&#228;ngen die zur Vorbereitung ben&#246;tigten Zeitfenster nicht gelassen werden?</p>

<p>Ja, es ist verdammt schwer, einen guten Lehrervortrag zu halten. Ja, es ist v&#246;llig unmodern, &#252;berhaupt davon zu sprechen, dass das mit dem Lehrervortrag eine tolle Sache ist. Und dennoch z&#228;hle ich den (gelungenen) Lehrervortrag zu den Top-Ten der Werkzeuge des analogen Lernens. Was aber ein gelungener Lehrervortrag ist, ist damit noch nicht gesagt:</p>

<ul>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag hat die Lernenden im Blick. Inhaltlich und sprachlich hat er sich an den F&#228;higkeiten der Lernenden zu orientieren und diese gleichzeitig zu erweitern.</li>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag f&#252;hrt zu einem Mitdenken der Lernenden.</li>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag f&#246;rdert Erkenntnisprozesse und die Lust an der Erkenntnis.</li>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag bef&#228;higt zu praktischem Handeln, leitet zu diesem &#252;ber, leitet von einem frontalen Lehr-Lern-Zusammenhang in andere Arbeitsformen &#252;ber, in denen ge&#252;bt wird, in denen Teilaspekte des »Inputs« vertieft, in denen »Output« entsteht und »Wissen« praktisch angewendet wird.</li>
</ul>

<blockquote>
<ul>
    <li>Anmerkung: Auch Vortr&#228;ge im universit&#228;ren Kontext und z. B. auch die <a href="http://www.ustream.tv/channel/opco11" target="_blank">Mittwoch-Live-Streams des #opco11</a> geh&#246;ren zu den Lehrervortr&#228;gen.</li>
</ul>
</blockquote>

<h2>Lernendenaktivit&#228;t (Activities of Learners)</h2>

<ul>
    <li>Es ist zun&#228;chst einmal kein Werkzeug, wenn Lernende eigenst&#228;ndig arbeiten, bei dieser Arbeit bedient man sich eher unterschiedlicher Werkzeuge – und die Frage, ob diese analog oder digital sind ist eine nachgelagerte Frage.</li>
    <li>Dennoch f&#252;hre ich die Eigenaktivit&#228;t Lernender hier unter den Werkzeugen auf, weil es sich dabei aus der Sicht des Lehrenden durchaus um ein »Instrument« handelt, das Lernen erm&#246;glicht. Und da ich hier von den besten analogen Werkzeugen des Lernens und Lehrens schreibe, hat diese Eigenaktivit&#228;t hier ihren Platz.</li>
    <li>Der Lehrende soll sich, sein Wissen und seine Erfahrungen den Lernenden nicht verweigern. Deshalb der eigene Unterpunkt zum »Lehrervortrag«. Ich habe an der Universit&#228;t selbst Veranstaltungen erlebt, in denen der Professor nur auftrat, wenn es darum ging, die Referate f&#252;r das Semester zu verteilen und in der letzten Sitzung eine Zusammenfassung der Veranstaltung zu versuchen. Dazwischen wurde in den »selbst verwalteten Lernprozess« der Studierenden selbst dann nicht eingegriffen, wenn gr&#246;bste Fehler in langweilgsten Referaten verbreitet wurden.</li>
    <li>Zu diesem Nicht-Verweigern des Lehrenden geh&#246;rt aber auch, dass er den Lernenden ihren Freiraum l&#228;sst, um sich selbst und die gewonnenen Kenntnisse auszuprobieren, um aus Kenntnissen Erkenntnisse werden zu lassen. Da es sich aber um <em>Lernenden</em>aktivit&#228;t handelt, begleitet der Lehrende diese wertsch&#228;tzend und kritisch. Das kann durchaus auch darauf hinaus laufen, dass eine Ergebnispr&#228;sentation, die oberfl&#228;chlich und ohne gro&#223;en Erkenntniswert ist, in der sich auch Beratungsversuche der Lehrenden nicht erfolgreich niedergeschlagen haben, entsprechend kritisch besprochen wird.</li>
    <li>Diese Freir&#228;ume, die durchaus gro&#223;z&#252;gig bemessen sein d&#252;rfen, m&#252;ssen nicht analog sein ( – es sei denn, es wird gerade der Umgang mit einem Sportger&#228;t oder &#228;hnliches gelernt).</li>
    <li>Diese Freir&#228;ume m&#252;ssen nicht digital sein ( – es sei denn, es wird gerade der Umgang mit digitalen sozialen Netzen oder &#228;hnliches gerlernt).</li>
</ul>

<h2>Kreidetafel (Blackboard)</h2>

<p>Stromunabh&#228;ngig und sofort zu Stundenbeginn einsatzbereit. Die einzige Voraussetzung ist, dass Kreide vorhanden ist. Entweder der Kreidevorrat wird zentral gepflegt oder aber man hat seine eigenen Vorr&#228;te dabei. Wenn aber Kreide vorhanden ist, ist die Tafel das flexibelste, am schnellsten verf&#252;gbare und alles in allem zuverl&#228;ssigste Instrument zur Darstellung von Gedanken, das in Klassenzimmern vorhanden ist. Mehrfarbigkeit des Tafelbildes ist mit farbiger Kreide schnell umsetzbar. Seit ihrer Einf&#252;hrung in Schulen im 19. Jahrhunderts als ausgereifte und auch in &#228;rmeren Regionen der Welt als Instrument zur Unterst&#252;tzung von Lernprozessen einsetzbar.</p>

<h2>Bibliothek (Library)</h2>

<ul>
    <li>Eine Gruppe Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in einer Bibliothek reagiert eigentlich immer gleich, wenn die Jugendlichen nicht sofort an die Computer d&#252;rfen: Eigenst&#228;ndig werden B&#252;cher aus den Regalen genommen, durchgebl&#228;ttert und wenn etwas als interessant empfunden wird, wird das genauer gelesen und auch anderen vorgelesen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen stellt die analoge Bibliothek einen Lernraum dar, der selbstt&#228;tige Lernprozesse f&#246;rdern kann. Wichtig ist dabei, dass es von Lehrern akzeptiert wird, dass dieses Lernen nicht in Gruppen stattfindet, sondern die Lernenden zumindest phasenweise auf deren eigene Interessen konzentriert sein l&#228;sst.</li>
    <li>Bemerkenswert: Die Bibliothek als »Lernwerkzeug« ist ein Ort! Auch wenn vielleicht nicht unbedingt ein klassisches Lernwerkzeug, so spielen die »Lernr&#228;ume« als »Spielr&#228;ume« gelingender Lern-und Bildungsprozesse eine wichtige Rolle.</li>
</ul>

<h2>Notizblock / Schulheft (Exercise Books)</h2>

<p>Sicherlich wird die Frage fr&#252;her oder sp&#228;ter auftauchen, ob mobile Tablet-Computer analoge Formen des Notierens und &#220;bens nicht &#252;berfl&#252;ssig machen, aber da es hier nun einmal um analoge Werkzeuge des Lernens geht, geht es ohne das Schulheft und den Notizblock nicht. Dieses Instrument hat &#228;hnliche Vorteile wie die Kreidetafel. Und da im neuen Kerncurriculum f&#252;r das Fach Deutsch in Hessen unter anderem die f&#252;r andere lesbare Handschrift als Kompetenz aufgenommen wurde, gehe ich nicht davon aus, dass die Handschrift in absehbarer Zeit aus der Schule verschwinden wird. Handschriftliches Erarbeiten von Wissen, die h&#228;ndische Aneignung von Fertigkeiten und Kompetenzen, das Erlernen des Handwerks in den einzelnen F&#228;chern und auch f&#228;cher&#252;bergreifend, ist nach wie vor wichtig und zwar schon alleine, weil unser Gehirn auf eine solche »analoge« Weise lernt.</p>

<h2>Stifte (Pen / Pencil)</h2>

<ul>
    <li>Ganz ehrlich: Wenn ich Bilder von manchen meiner Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sehe, die mit viel Hingabe gemalt wurden, dann wei&#223; ich um den Wert von Stifen; wenn ich Texte lese, die mit der Handschrift auch etwas von der Person widerspiegeln, die diese Handschrift nutzt, dann mag das Lesen manchmal schwer sein, aber gerade dieses nicht glatte, nicht einfach &#252;berfliegbare der Texte hebt noch einmal hervor, dass wir es mit Pers&#246;nlichkeiten zu tun haben. Im Internet und in Zusammenh&#228;ngen, in denen es nur noch genormte Druckbuchstabenschriften gibt, geht diese Seite des Pers&#246;nlichen oft verloren.</li>
    <li>Wenn ich mir schnell &#220;bersicht &#252;ber einen Gedankengang verschaffen will, benutze ich nach wie vor Papier und Stifte zum Anfertigen von Notizen, Skizeen etc. – Das geht zwar alles auch auf dem Computer, aber wenn ich etwas wirklich lernen will, brauche ich immer wieder auch einfach mein analoges Werkzeug.</li>
</ul>

<h2>Overheadprojektor (Overhead Projector)</h2>

<p>Ich hatte mal eine Lehrerin, die malte wirkliche Tafel<em>bilder</em> – sie muss an den Tagen vor dem Unterricht richtig lange an der Tafel gestanden haben, um ihre Tafel<em>bilder</em> zu zeichnen, was nur ging, weil es sich um einen Lehrgang au&#223;erhalb der Schule handelte, bei dem sicher war, dass das Tafelbild am n&#228;chsten Tag auch noch da sein w&#252;rde. Und &#228;hnlich hochwertige, handgefertigte Zeichnungen zur Verdeutlichung von Zusammenh&#228;ngen brachte diese Lehrerin auf Folien unter. Nie zuvor und nie danach habe ich solch k&#252;nstlerisch spannenden, &#228;sthetisch ansprechenden Lehrmaterialien gesehen, wie bei dieser Sprachlehrerin.</p>

<p>Klar, heutzutage entstehen die meisten Folien unter Benutzung digitaler Technologie, wenn sie nicht direkt mit einer digitalen Pr&#228;sentation und Beamer ersetzt werden. Und doch haben Folien nach wie vor auch in analoger, handbeschrifter Form einen m&#246;glichen Platz im Unterricht: So k&#246;nnen per Folien »Tafelbilder« entstehen, die dauerhafter aufbewahrt werden k&#246;nnen und wieder einsetzbar sind. Der Mehrwert gegen&#252;ber per Computer generierten »Folien« besteht darin, dass wirklich die &#228;sthetische Erfahrung der Handschriftlichkeit, des analogen Schaubildes erreicht werden, auch wenn Lehrende oder Lernende nicht die genialen Zeichner sind.</p>

<p>Auch wenn der Computer in Kombination mit dem Beamer einen ad&#228;quaten Ersatz f&#252;r den Overheadprojektor (OHP) darstellt: Analog erstellte Folien haben oft eine sehr pers&#246;nliche, unverwechselbare Note, die genau auf einen Lehrenden verweist. Diese Option sollten wir uns (zumindest hin und wieder) einfach nicht entgehen lassen, denn das au&#223;ergew&#246;hnliche pr&#228;gt sich ein, f&#246;rdert den Lernprozess. Digital erstellte Materialien sind manchmal so »aalglatt« und uniform gestaltet, dass sie das Lernen zumindest nicht durch »pers&#246;nliche Noten« f&#246;rdern.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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		<title>Gedichtinterpretation: Goethe – ein jugendgef&#228;hrdender Autor</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 22:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gedichtinterpretation: Goethe – ein jugendgef&#228;hrdender Autor von Torsten Larbig steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. &#160; Johann Wolfgang Goethe (1815) Trunken m&#252;ssen wir alle sein! Jugend ist Trunkenheit ohne Wein; Trinkt sich das Alter &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/04/05/gedichtinterpretation-goethe-ein-jugendgefahrdender-autor/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/Text" property="dct:title" rel="dct:type">Gedichtinterpretation: Goethe – ein jugendgef&#228;hrdender Autor</span> von <a xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" href="http://herrlarbig.de/?p=5955" property="cc:attributionName" rel="cc:attributionURL">Torsten Larbig</a> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</em></p>

<p>&nbsp;</p>

<p style="text-align: center;">Johann Wolfgang Goethe (1815)</p>

<p style="text-align: center;">Trunken m&#252;ssen wir alle sein!</p>

<p style="text-align: center;">Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;</p>

<p style="text-align: center;">Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,</p>

<p style="text-align: center;">so ist es wundervolle Tugend.</p>

<p style="text-align: center;">F&#252;r Sorgen sorgt das liebe Leben,</p>

<p style="text-align: center;">und Sorgenbrecher sind die Reben.</p>

<p>&nbsp;</p>

<p>Goethe – ein jugendgef&#228;hrdender Autor?</p>

<p>Im „Faust“ werden Geister beschworen, Drogen konsumiert, Personen direkt oder indirekt dem Tode &#252;bereignet; im ,,Heidenr&#246;slein“ lesen viele Interpretationen die Darstellung einer Vergewaltigung und im „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/West-&#246;stlicher_Divan" target="_blank">West-&#246;stlichen Divan</a>“ gibt es das „Schenkenbuch“<span id="more-5955"></span> (<a href="http://www.wissen-im-netz.info/literatur/goethe/diwan/09.htm" target="_blank">Saki Nameh</a>), in dem nicht nur das oben zitierte Gedichte wie ein Loblied auf die Trunkenheit wirkt.</p>

<p>Gedichten – der Literatur, der Kunst – ist kein Thema fremd. Gro&#223;e K&#252;nstler waren oft erfahrungssatt – sind es vielleicht auch heute noch. Von politische Korrektheit sind Lyriker wie Goethe oft weit entfernt, weil Sie als K&#252;nstler das Leben interessiert und mit ihm verbunden die Frage, „Was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt“ (Faust I).</p>

<p>Wer sich der Kunst zu stellen bereit ist, wird schnell feststellen, dass sie der Wirklichkeit oft weit mehr abzutrotzen vermag, als platte Sauflieder oder faustische Exzesse.</p>

<p>Das gilt auch f&#252;r „Trunken m&#252;ssen wir alle sein“. (Nat&#252;rlich&#8230; Ist ja ein Gedicht Goethes <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</p>

<p>In diesem Gedicht werden drei Thesen aufgestellt, die jeweils zwei Verse umfassen, die, die Zusammengeh&#246;rigkeit betonend, in Paaren gereimt sind, auch wenn die Verse 1 und 2 nicht so eindeutig in einen solchen Zusammenhang passen.</p>

<p>Das Gedicht startet mit einem Imperativ, der einen absoluten Anspruch erhebt: „Trunken m&#252;ssen wir alle sein!“ (V1) Es folgt aber keine Aufforderung, diese Trunkenheit mittels Alkoholkonsum herzustellen, sondern die Feststellung: „Jugend ist Trunkenheit ohne Wein“ (V2).</p>

<p>Diese Feststellung will nun nicht sagen, dass „Jugend“ auf Wein verzichte und statt dessen zu andern Alkoholika greife, wie es heutzutage allzu oft passiert, sondern auf eine Privilegiertheit der Jugend hinweisen, die im Laufe des Erwachsenwerdens scheinbar verschwindet.</p>

<p>Vers 5 sagt, was sich im Laufe der Zeit ver&#228;ndert; das Leben bringe Sorgen mit sich, die die Reben brechen w&#252;rden.</p>

<p>Also doch ein Legitimationsversuch des Frustsaufens? Sprechen nicht auch die Verse 3 und 4  f&#252;r diese Vermutung?</p>

<p>„Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,</p>

<p>so ist es wundervolle Tugend.“</p>

<p>Aber geht er diesem Gedicht um einen funktionalen Wert alkoholischer Getr&#228;nke aus Weintrauben – oder vielleicht um etwas ganz anderes?</p>

<p>Unbestritten geht es um „Trunkenheit“ (V 1), aber um jene Form des „Vom Leben trunken Seins“, das das lyrische Ich des Gedichts bei Jugendlichen wahrnimmt, eine Trunkenheit ohne Wein. (V 2)</p>

<p>Das Ideal ist in diesem Gedicht Goethes ein Ideal von Jugendlichkeit. Dieses geht angesichts der Sorgen verloren, so das lyrische Ich, die das „liebe Leben“ (V 5) mit sich bringe.</p>

<p>Diesen Sorgen gilt es mit jugendlicher Sorglosigkeit zu begegnen. Mittel zum Erlangen dieses Zieles ist in Goethes Gedicht jenes Getr&#228;nk, in dem sprichw&#246;rtlich „Wahrheit“ zu finden sei (in vino veritas).</p>

<p>In diesem Gedicht wird die „Trunkenheit“ (V 2) der Jugend idealisiert. Parallel dazu wird das von Sorgen gepr&#228;gte Leben vieler Erwachsener als suboptimal betrachtet. – Das Streben nach jugendlicher, gelassener „Trunkenheit“ wird als positives Handeln gelobt. Da schwingt die Aufforderung mit, die Sorgen des Lebens nicht zu ernst zu nehmen, sondern ihnen gegen&#252;ber eine „trunkene“ Gelassenheit zu gewinnen, die aber nicht mit Kontrollverlust oder Vollrausch verbunden gedacht wird. – Es geht hier nicht um gew&#246;hnlichen Wein, sondern um einen Wein der „Seelengro&#223;mut und geistigen Vervollkommnung“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/05/gedichtinterpretation-goethe-ein-jugendgefahrdender-autor/#footnote_0_5955" id="identifier_0_5955" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Goethes Werke, Band II (Hamburger Ausgabe), M&amp;#252;nchen 1998, S. 648.">1</a></sup>, wie es im Kommentar Trunz’ zum Schenkenbuch des West-&#214;stlichen Divans zu lesen ist – so man dieser Interpretation folgen mag.</p>

<p>Und ein Gedicht wie „Trunken m&#252;ssen wir alle Seien“ mag selbst so &#228;hnlich wirken, wie es die Reben im Gedicht tun sollen: Das Gedicht erdet den auf so hohem Thron platzierten Goethe ein wenig.</p>

<p>Gleichzeitig erscheint mir dieses Gedicht als ein R&#252;ckblick auf Ihre Phase in Goethes Leben, in der er literarisch dem <a href="http://www.pohlw.de/literatur/epochen/stdrang.htm" target="_blank">Sturm und Drang</a> zugeordnet war.</p>

<p>In dieser Zeit entstanden lebenstrunkene Texte und Lieder, die so ganz anders waren als manche sp&#228;tere Schrift Goethes.</p>

<p>Und so stellt sich am Ende die Frage, ob „Trunken m&#252;ssen wir alle sein!“ unter der Hand nicht eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Poetik" target="_blank">poetologische</a> Seite hat, die Goethes Erfahrungen mit dem Schreiben thematisiert, auch wenn es sich bei dem Gedicht anhand der Oberfl&#228;che und entsprechend des konkreten Inhalts vielleicht aber auch tats&#228;chlich einfach um ein Gedicht zum Wein handeln k&#246;nnte, st&#252;nde es nicht im komplexen Kontext des Divans… – Aber das ist noch einmal eine andere Geschichte.</p>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Media@School – Bremer Medientag 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 22:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Auf dem media@school-Medientag gab es einen Eindruck, was faktisch in Sachen Medieneinsatz an Schulen los ist. Das Bild, das ich hier bekommen habe, ist sehr vielseitig. Es gibt, das sei gleich am Anfang gesagt, an vielen Schulen Lehrer, die &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/18/mediaschool-bremer-medientag-2011/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a href="http://educamp.mixxt.de" target="_blank"><img src="http://elearning2null.de/learnmedia/echb11/banner_285px.png" border="0" alt="EduCamp Bremen :: 19./20. M&#228;rz 2011" /></a></p>

<p style="text-align: right;">&nbsp;</p>

<p>Auf dem <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/events/show_event.31590" target="_blank">media@school-Medientag</a> gab es einen Eindruck, was faktisch in Sachen Medieneinsatz an Schulen los ist.</p>

<p>Das Bild, das ich hier bekommen habe, ist sehr vielseitig.</p>

<p>Es gibt, das sei gleich am Anfang gesagt, an vielen Schulen Lehrer, die sich um Medienp&#228;dagogik k&#252;mmern. Es gibt an <em>vielen</em> Schulen <em>wenige</em> (vereinzelte?) Lehrer, die sich um p&#228;dagogisch verantworteten Gebrauch von Medien Gedanken machen und praktische Umsetzungen wagen.</p>

<p>Das Bild ver&#228;ndert sich, wenn der Begriff „Medien“ etwas breiter verstanden wird, als ich es normalerweise tue, rede ich von Medieneinsatz an Schulen.</p>

<p>Normalerweise denke ich dabei an Video, Audio, Computer, Internet. Dass man auch „Robotik“<span id="more-5875"></span> und Projekte, die eher auf die T&#228;tigkeit von Ingenieuren hin ausgerichtet sind, in den Medienbegriff miteinschlie&#223;t &#252;berraschte mich zumindest kurzzeitig, aber als pragmatisch integrierendes Vorgehen war diese Mischung irgendwie f&#252;r mich auch stimmig.</p>

<p><a href="http://www.mintzukunftschaffen.de/" target="_blank">MINT</a>-Projekte gibt es weiter verbreitet, als ich es bei Medienprojekten sehe. Und so ergab sich eine Mischung solcher Projekte: Ein wenig MINT (Robotik in der Schule, <a href="http://www.techkreativ.de/" target="_blank">TechKreativ</a>), wobei hier die Verbindung zu den „Medien“ wohl darin gesehen werden konnte, dass diese Projekte darauf hin ausgerichtet sind, digitale Technologien in produktiven Zusammenh&#228;ngen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern nahe zu bringen.</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus wurde <a href="http://draufhaber.tv" target="_blank">draufhaber.tv</a> vorgestellt, eine Video-Community vor allem f&#252;r Jugendliche (faktisch wohl f&#252;r von Lehrern angeleitete Jugendliche, die von den Lehrern auf diese Plattform gebracht werden [sollen], die von Prof. Dr. Andreas Breiter und Prof. Dr. Karsten D. Wolf betreut wird. Noch befindet sich draufhaber.tv in der Entwicklungsphase, noch dauert es ein paar Monate bis zur geschlossenen Beta, die interessanterweise genau in der Sommerferienzeit liegen wird, bevor dann im September eine offene Beta gestartet wird.</p>

<p>Mathematik und das Programm <a href="http://www.geogebra.org/" target="_blank">GeoGebra</a> wurden ausf&#252;hrlich vorgestellt, wobei allerdings auffiel, dass es dem <a href="http://www.bnmc.uni-bremen.de/" target="_blank">Bremer Netzwerk Mathematik und Computer (BNMC)</a> scheinbar vor allem darum geht, die Lehrer in die Lage zu versetzen, Computer und Beamer im Rahmen des Mathematikunterrichts unterweisend einzusetzen, im Rahmen von Frontalphasen zu nutzen. &#220;ber die Nutzung des Programmes von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lerin im Unterricht erfuhren wir in der ausf&#252;hrlichen Vorstellung des Netzwerkes und des Programmes nichts.</p>

<p>Richtig spannend wurde es, als die ersten <a href="http://www.szdrebberstrasse.de/" target="_blank">Sch&#252;lerinnen mit ihrem Lehrer</a> auftraten. Nicht, dass die Sch&#252;lerinnen einen gro&#223;en Anteil an der Vorstellung des Einsatzes von Medien im Spanischunterricht hatten, aber dass sie dabei waren, sagte viel &#252;ber die Einstellung des Lehrers.</p>

<p>Daniel Weber l&#228;sst Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler intensiv mit Medien arbeiten und konnte einiges an Videomaterial vorlegen, das in seiner Qualit&#228;t gut war. Bemerkenswert dabei: Weber hat (nicht repr&#228;sentativ) evaluiert, was der Medieneinsatz f&#252;r die Unterrichtsmotivation bringt und ob das auch Auswirkungen auf deren Leistungen hat. – Die Ergebnisse sprechen erst einmal f&#252;r die aktive Gestaltung medialer Formen durch Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler im Fremdsprachenunterricht, auch wenn manche fragen k&#246;nnte, was das Schneiden eines Videos mit der Grammatik einer Fremdsprache zu tun hat.</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus wurden Projekte mit bremischem Bezug vorgestellt. So gibt es hier <a href="http://www.lis.bremen.de/detail.php?gsid=bremen56.c.13805.de" target="_blank">eine sehr professionell ausgestattete Einrichtung, in der professionelle Audio- und Filmproduktionen mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen produziert werden k&#246;nnen</a>.</p>

<p>Es gibt an der <a href="http:Wilhelm-Wagenfeld-Schule.de//" target="_blank">Wilhelm-Wagenfeld-Schule</a> umfassende Gestaltungsprojekte von der Komposition von Bildern bis hin zu Kunstobjekten. Matthias Streicher und Armin Wahl gaben einen f&#252;r mich beeindruckenden &#220;berblick, was an dieser Schule mit dem Schwerpunkt Gestaltung (Fachoberschule, berufliches Gymnasium und Werksschule unter einem Dach) an Produkten entsteht.</p>

<p>Der Vorspann des Educamps, das war noch kein Educamp!, war sehr mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtet. Die vorgestellten „Medien“ waren &#252;berraschend internetarm: Ingenieurskunst und k&#252;nstlerische Projekte standen im Zentrum, was zumindest den Blick darauf erweiterte, wie digitale Technologien in Schulen eingesetzt werden k&#246;nnen und auch f&#252;r die Gestaltung konkreter Produkte genutzt werden k&#246;nnen.</p>

<p>Digitale Vernetzung als Instrument des Lernens spielte an diesem Nachmittag wenn &#252;berhaupt eine sehr nachgeordenete Rolle. Es ging zwar um die produktive Nutzung digitaler Technologien, aber diese bezog sich eher auf konkrete, zeitlich eingeschr&#228;nkte Projekte und nicht auf ein Lernen, in dem vernetzte Strukturen eine Rolle spielen.</p>

<p>Das fiel mir wohl deshalb so sehr auf, weil ich selbst spannende Lernerfahrungen in vernetzten Strukturen gemacht habe und mache. Erfahrungen, die hier in Bremen bereits an diesem dem eigentlichen Educamp vorgelagerten Tag mit Gesichtern verbunden wurden.</p>

<p>Media@School bot wenig zu diesen Fragen, aber viel an konkreten Beispielen, was an Schulen m&#246;glich ist, auch wenn das Web-2.0 bei solchen Projekten eher weniger vorzukommen scheint.</p>

<p>Der Nachmittag bei Media@School war &#252;brigens ein klassischer Pr&#228;sentationsnachmittag. Er war daraufhin angelegt Projekte vorzustellen und entsprechend frontal. Das entsprach dem Format der Veranstaltung, so spannend es f&#252;r mich immer wieder ist, zu erleben, wie mit Schule und Unterricht befasste Profis (!) ihre Pr&#228;sentationen aufbauen.</p>

<p>Nach diesen Pr&#228;sentationen startet das Educamp selbst mit Veranstaltungen durch, in denen es zwar auch Input gibt, in denen aber vor allem gemeinsam gedacht wird. Morgen geht es los: Das Educamp, das keine Unterrichtungsveranstaltung ist, sondern ein Think-Tank rund um das Motto des Camps „Neue Lernr&#228;ume gestalten“.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Sitzordnung im Unterricht: Lehrer-, Gruppen-, Themenzentrierung</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 23:25:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Res&#252;mee: Was als eine Unterrichtsstunde begann, in der das Nachdenken &#252;ber Metaphern zum Lernen in einer Lerngruppe im Zentrum stand, welches dann zur Gestaltung einer Sitzordnung im Sinne der Diskussionsergebnisse f&#252;hrte, ist als eine Stunde gedacht gewesen, die praktisch und &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/10/sitzordnung-im-unterricht-lehrer-gruppen-themenzentrierung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Res&#252;mee: Was als eine Unterrichtsstunde begann, in der das Nachdenken &#252;ber Metaphern zum Lernen in einer Lerngruppe im Zentrum stand, welches dann zur Gestaltung einer Sitzordnung im Sinne der Diskussionsergebnisse f&#252;hrte, ist als eine Stunde gedacht gewesen, die praktisch und konkret in die Besch&#228;ftigung mit der Epoche der Aufkl&#228;rung und ihrer Literatur einf&#252;hrt.</em></p>

<p>Am Ende sollten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler eines Oberstufenkurses die Sitzordnung im Raum so gestalten, dass sie den Ergebnissen unserer &#220;berlegungen entspricht. Reihen, Gruppentische oder gar das Sitzen in U-Form wurden <strong>nicht</strong> bevorzugt. Am Ende stand ein Viereck, an dessen vier Seiten auch Sch&#252;ler sa&#223;en und nicht an einer alleine der Lehrer und die Sch&#252;ler doch wieder in einer U-Form verteilt.</p>

<p>Das Ergebnis hat mich &#252;berrascht. Es war anders, als ich das erwartet hatte. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sind selbst auf die Idee gekommen, dass eine konsequente Aufl&#246;sung der Lehrerzentrierung im Unterricht auch damit einher gehen muss, dass es keine vom Lehrer dominierte Seite des Raums gibt.</p>

<p>Zur Verdeutlichung habe ich schnell mal ein paar Skizzen angefertigt<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/10/sitzordnung-im-unterricht-lehrer-gruppen-themenzentrierung/#footnote_0_5788" id="identifier_0_5788" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Skizzen wurden in aller Schnelle mit Penultimate auf dem iPad angefertigt">1</a></sup>, die die unterschiedlichen Gestaltungskonzepte von Sitzordnungen im Klassenraum und die Position des Lehrenden verdeutlichen sollen. Die Skizzen k&#246;nnen durch anklicken vergr&#246;&#223;ert werden:</p>

<ul> <li>Die klassische <strong>Lehrerzentrierung</strong>, mit in Reihen gestellten Sch&#252;lertischen. Der Blick der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ist auf den Lehrer / die Lehrerin konzentiert. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler kommen in dieser Form kaum miteinander ins Gespr&#228;ch, sehen einander h&#246;chstens jeweils von hinten.</li> </ul>

<div style="text-align: center; "><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/LZent.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5795" title="LZent" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/LZent-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div>

<p> </p>

<ul> <li>Die <strong>U-Form und das „Notfall“-U</strong>: In dieser Sitzform sehen die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler einander besser (U-Form), auch wenn sehr oft, meist mangels Platz, das „Notfall“-U gebildet wird, in dem innerhalb des U noch Sitzpl&#228;tze genutzt werden, sodass hier der bessere Sichtkontakt der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wieder „gest&#246;rt“ wird. Dass das „Notfall“-U in vielen F&#228;llen als Option gesehen wird, liegt daran, dass auch diese Sitzordnung in Wirklichkeit <strong>auf den Lehrer hin orientiert</strong>, wenn vielleicht auch nicht so stark zentriert ist.</li> </ul>

<div style="text-align: center;"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/U.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5796" title="U" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/U-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div>

<div style="text-align: left;"><ul> <li>In vielen Klassenr&#228;umen gibt es <strong>Gruppentische</strong>. Bei dieser Sitzordnung passiert oft folgendes: Die Lehrerzentrierung wird aufgehoben, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sitzen in Gruppen zusammen, wenden vielen anderen Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen den R&#252;cken zu, in Plenumsphasen m&#252;ssen sich viele umdrehen, um Mitsch&#252;ler und Mitsch&#252;lerinnen wahrnehmen zu k&#246;nnen – gleiches gilt, wenn die Tafel, Projektoren etc. genutzt werden. Die Sitzordnung ist auf Kleingruppenarbeit hin ausgerichtet. Der Lehrer / die Lehrerin ist phasenweise bei den Sitzgruppen pr&#228;sent oder leitet Plenumsphasen. Vielleicht die radikalste Form des Sitzens im Sinne einer Sch&#252;lerzentrierung des Unterrichts, zu der sich der von mir geleitete Oberstufenkurs jedoch nicht entschloss… (Die Gr&#252;nde f&#252;r die Entscheidund des Kurses kommen gleich!)</li> </ul> <div style="text-align: center;"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Gruppen2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5792" title="Gruppen" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Gruppen2-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div> <div style="text-align: left;"><ul> <li>Meine Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler haben sich f&#252;r <strong>ein Viereck als Sitzordnung</strong> entschieden. Das bedeutet zwar auch, dass bei der Arbeit mit der Tafel ein paar Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit dem R&#252;cken zur Tafel sitzen (sich also gegebenenfalls auf die andere Seite des Tisches setzen m&#252;ssen, um sich nicht zu sehr verrenken zu m&#252;ssen), aber die Lerngruppe bildet so eine Gruppe um eine „Mitte“, in der der Prozess des Denkens und Lernens, in der das <a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/" target="_blank">Thema</a> steht. Der Lehrer / die Lehrerin bleibt Lehrer / Lehrerin (deshalb weiter in Rot dargstellt), ist aber Teil dieser Lerngruppe, wenn auch in anleitender, besonders verantwortlicher Stellung f&#252;r den Lernprozess. – Hier die Skizze und dann erz&#228;hle ich etwas von dem Prozess in der Lerngruppe, der zu dieser Sitzordnung f&#252;hrte:</li> </ul> <div style="text-align: center;"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Konf.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5790" title="Konf" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Konf-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div> <div style="text-align: left;">Diese in der letzten Skizze dargestellte Sitzordnung w&#228;hlten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler eines von mir geleiteten Oberstufenkurses, ohne dass ich interventiert h&#228;tte. Der Auftrag lautete: „Gestalten Sie die Sitzordnung so, wie Sie meinen, dass sie am ehesten den Ergebnissen unseres Nachdenkens &#252;ber das Lernen im Unterricht entspricht.“ Es dauerte ca. drei Minuten, bis diese Sitzordnung stand. – Welche Diskussion aber hat zu dieser Entscheidung gef&#252;hrt?</div></div></div>

<p>Der Impuls zum Nachdenken &#252;ber Unterricht wurde mittels Metaphern gesetzt. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sollten &#252;ber folgende S&#228;tze nachdenken:</p>

<p>„Die Synapsen klackern.“</p>

<p>„Die Neuronen feuern.“</p>

<p>Sehr schnell erkannten die Jugendlichen, dass die metaphorisch f&#252;r den Lernprozess stehenden Synapsen und Neuronen anders funktionieren, als sie Unterricht bislang einsch&#228;tzten. Es wurde sogar an einer Stelle gesagt: „Neuronen <em>antworten</em> auf die Fragen, die der Lehrer stellt.“ Es dauerte nicht lange, bis deutlich wurde, dass dieses Schema, das letztlich lehrerzentriert ist, f&#252;r den Lernprozess nicht sonderlich hilfreich ist und dass Neuronen ganz anders funktionieren: Kommt ein Reiz, so reagieren sie – und sollte da mal ein Impuls auf eine falsche Bahn geraten, gelingt es einem Netzwerk aus Neuronen in den meisten F&#228;llen, diesen „falschen“ Impuls aufzudecken und zu korrigieren.</p>

<p>Bei den Impulss&#228;tzen orientierte ich mich (nat&#252;rlich <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) an <a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php?title=Benutzer:Jeanpol/Folie_3" target="_blank">Jean-Pol Martins Neuronenmetapher</a>, die ich auf den konkreten Unterricht vor Ort umm&#252;nzte.</p>

<p>Nachdem das Gespr&#228;ch die Struktur der Neuronen (in metaphorischem Sinn!) verdeutlichen konnte, speiste ich zwei weitere Metapher in die Diskussion ein:</p>

<p>„<a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" target="_blank">Wer hat den Affen auf der Schulter?</a>“</p>

<p>„<a href="http://herrlarbig.de/2010/11/07/aktivitaetsverteilung-im-unterricht-die-infrarotkamera-metapher/" target="_blank">Wie wird die</a><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/07/aktivitaetsverteilung-im-unterricht-die-infrarotkamera-metapher/" target="_blank"> ‚W&#228;rmeverteilung‘ (das Engagement // die Sch&#252;leraktivit&#228;t) im Unterricht von einer Infrarotkamera wahrgenommen.</a>“</p>

<p>Ich griff auf die <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" target="_blank">Affen</a>- und <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/07/aktivitaetsverteilung-im-unterricht-die-infrarotkamera-metapher/" target="_blank">Infrarotkamerametapher</a> zur&#252;ck, die ich hier im Blog bereits erl&#228;utert habe, zwei Metaphern, die von den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern schnell produktiv aufgegriffen wurden. Dabei fiel mir (wieder einmal) auf, dass viele im Kurs sehr positiv auf den Hinweis reagierten, dass Unterricht in meinen Augen aus zwei Prozessen bestehe: Zun&#228;chst steht der Lernprozess im Mittelpunkt, ein Prozess, in dem gemeinsam daran gearbeitet wird, Wissen und Denkstrukturen, Kompetenzen etc. aufzubauen, wobei eben nicht davon ausgegangen wird, dass es nur richtige Antworten (sic!) gibt, sondern vielmehr auch der Irrtum, der Umweg f&#252;r das Lernen produktiv sein kann bzw. ist. An zweiter Stelle steht der Prozess der &#220;berpr&#252;fung von Wissen, der F&#228;higkeit zur praktischen Anwendung von Denkstrukturen, von Kompetenzen etc.</p>

<p>In diesem Denkprozess ging es auch um die Rolle des Lehrers, die von keinem in Frage gestellt, aber durchaus befragt wurde. Dabei kam die Gruppe zu dem Schluss, dass ein gemeinsamer Lernprozess die Rolle des Lehrers ver&#228;ndert. Das wurde sehr deutlich, nachdem sich die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Sitzordnung gesucht hatten.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/10/sitzordnung-im-unterricht-lehrer-gruppen-themenzentrierung/#footnote_1_5788" id="identifier_1_5788" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die an einen Konferenzraum erinnernde Sitzordnung ist nur m&amp;#246;glich, wenn die Lerngruppe und die&nbsp;Unterrichtsr&amp;#228;ume dies von ihrer Gr&amp;#246;&amp;#223;e her zulassen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist es aber durchaus Teil der Herausforderung f&amp;#252;r die Sch&amp;#252;lerinnen und Sch&amp;#252;ler, eine den Gegebenheiten angemessene, pragmatische L&amp;#246;sung zu entwickeln.">2</a></sup> W&#228;hrend dieses Prozesses hielt ich mich v&#246;llig zur&#252;ck, beobachtete, was passieren w&#252;rde, hatte ich doch wirklich kein Ahnung, welche Konsequenzen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen aus unseren &#220;berlegungen ziehen w&#252;rden. Als wir eine Weile so sa&#223;en, meldete sich ein Mitglied der Lerngruppe und meinte sinngem&#228;&#223;: „Eigentlich sind Sie noch immer viel zu pr&#228;sent. Immer wenn ich etwas sagen m&#246;chte, sehe ich Sie, spreche ich doch wieder Sie an, aber wir hatten doch dar&#252;ber gesprochen, dass der Denkprozess von uns Sch&#252;lern f&#252;r unser Lernen wichtig ist.“ – Der Widerspruch kam sofort: „Es ist wohl eher eine Sache der Gewohnheit und wenn wir uns an die neue Sitzordnung erst einmal gew&#246;hnt haben, werden wir schon wirklich miteinander nachdenken, ohne st&#228;ndig den Lehrer im Blick zu haben.“</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus fiel den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler auf, was f&#252;r ein gro&#223;er, leerer Raum im Zentrum des Vierecks entstanden war, ein Leerraum (Freiraum!), um den wir herum sitzen, der einerseits daf&#252;r stehe, dass wir ihn zu f&#252;llen haben, der aber auch ein Freiraum sei, um z. B. auch einmal Arbeitsergebnisse zu pr&#228;sentieren.</p>

<p>Zwischendurch wurde dar&#252;ber nachgedacht, ob dieser Leerraum nicht eigentlich der Ort sei, an dem der Lehrer seinen Platz im Kurs habe, aber dieser Gedanke wurde im Gespr&#228;ch schnell verworfen, weil es ja gerade darum gehe, nicht den Lehrer, sondern die Themen des Unterrichts in die Mitte zu stellen.</p>

<p>In einer Blitzlichtrunde fassten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zusammen, was sie aus dieser Stunde mitnehmen (Die dort gemachten Aussagen sind bereits in diesen Beitrag eingeflossen, ohne explizit als solche kenntlich gemacht worden zu sein, sodass ich hier auf eine detaillierte Wiedergabe verzichte.)</p>

<p>Bleibt die Frage, was diese Unterrichtstunde mit den Inhalten des Unterrichts zu tun hat. Obwohl ich der &#220;berzeugung bin, dass die Reflexion &#252;ber Unterricht – auch mit den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern – hin und wieder Teil des Unterrichts sein sollte, so war diese Unterrichtsstunde als Einleitung in ein neues Thema gedacht, das den Deutschunterricht nun pr&#228;gen wird. Die Stunde war als Einleitung in das nun anstehende Nachdenken &#252;ber die Epoche der Aufkl&#228;rung und der mit ihr verbundenen Literatur angelegt, wobei die Frage nach M&#246;glichkeiten der Widerspiegelung des Prozesses der Aufkl&#228;rung im Unterricht selbst leitend war. Hinzu kam, dass ich gerade in diesen Tagen mit einer Kollegin &#252;ber die Metaphern gesprochen hatte und so wieder einmal angeregt wurde, die Sprache der Metaphern im Unterricht selbst als Instrument des Nachdenkens &#252;ber Unterricht zu nutzen.</p>

<p>Was die Impulse, das gemeinsam Nachdenken in dieser Stunde und die Ver&#228;nderung der Sitzordnung mit Aufkl&#228;rung zu tun haben, gilt es es nun im weiteren Prozess des Nachdenkens zu kl&#228;ren, um auf diesem Wege, so zumindest meine Vorstellung, einen praktisch untermauerten Zugang zu dieser Epoche zu bekomme. Als Impuls f&#252;r diesen Prozess des Nachdenkens bekamen die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler folgenden Arbeitsauftrag:</p>

<p><span style="white-space: pre;"> </span>„Er&#246;rtern Sie ob es – und wenn ja welche – Verbindungen zwischen unserem heutigen <span style="white-space: pre;"> </span>Nachdenken &#252;ber das Lernen und Immanuel Kants „<a href="http://de.wikisource.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl&#228;rung" target="_blank">Beantwortung der Frage: Was ist Aufkl&#228;rung</a>“ <span style="white-space: pre;"> </span>gibt.“</p>

<p>Ich bin davon &#252;berzeugt, dass es diese Verbindungen gibt, werde diese hier aber nicht darstellen, sondern lade vielmehr dazu ein, eigene Gedanken zu dieser Fragestellung oder auch andere Kommentare zu diesem Beitrag zu formulieren und zu hinterlassen, sodass wir auch hier (noch) st&#228;rker in den Prozess des Lernens durch gemeinsames Nachdenken hinein geraten.</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5788" class="footnote">Die Skizzen wurden in aller Schnelle mit Penultimate auf dem iPad angefertigt</li><li id="footnote_1_5788" class="footnote">Die an einen Konferenzraum erinnernde Sitzordnung ist nur m&#246;glich, wenn die Lerngruppe und die Unterrichtsr&#228;ume dies von ihrer Gr&#246;&#223;e her zulassen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist es aber durchaus Teil der Herausforderung f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, eine den Gegebenheiten angemessene, pragmatische L&#246;sung zu entwickeln.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/affenmetapher/" title="Affenmetapher" rel="tag">Affenmetapher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denkprozes/" title="Denkprozeß" rel="tag">Denkprozeß</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denkstruktur/" title="Denkstruktur" rel="tag">Denkstruktur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/diskussion/" title="Diskussion" rel="tag">Diskussion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/engagement/" title="Engagement" rel="tag">Engagement</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/entscheidung/" title="Entscheidung" rel="tag">Entscheidung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gespraech/" title="Gespräch" rel="tag">Gespräch</a>, <a 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		<title>Aus aktuellem Anlass: Cybermobbing und die Folgen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 22:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sch&#252;ler sprachen mich an. Nur wenige Tage, nachdem auf einer Internetseite erste Mobbing-Attacken auf Frankfurter Sch&#252;ler, nach Schulen sortiert, aufgetaucht waren, erreichte die Nachricht die Lehrer und damit die Schule(n). Mir wurde von einer  Mobbing-Website erz&#228;hlte, ich erfuhr die Adresse, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#252;ler sprachen mich an.</p>

<p>Nur wenige Tage, nachdem auf einer Internetseite erste Mobbing-Attacken auf Frankfurter Sch&#252;ler, nach Schulen sortiert, aufgetaucht waren, erreichte die Nachricht die Lehrer und damit die Schule(n). Mir wurde von einer  Mobbing-Website erz&#228;hlte, ich erfuhr die Adresse, die ich hier nicht nennen werde. Und ich war nicht der einzige, den Sch&#252;ler ansprachen.</p>

<p>Als ich mir dann am Abend die Website anschaute, beschlich mich ein ungutes Gef&#252;hl. Entsetzen machte sich breit. Ersch&#252;ttert konnte ich zu diesem Zeitpunkt<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/#footnote_0_5574" id="identifier_0_5574" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als ich die Website gerade noch einmal aufrufen wollte, wurde ich zu einem Blog umgeleitet, auf dem der Umzug auf einen sichereren Server angek&amp;#252;ndigt wurde. Anders ausgedr&amp;#252;ckt: Die Website ist zur Zeit &ndash; und hoffentlich endg&amp;#252;ltig &ndash; nicht mehr erreichbar, wurde vielleicht unter dem wachsenden Druck abgeschaltet? Da es sich bei dem Blog um eines auf einem deutschen Blogportal handelt, gehe ich davon aus, dass die Staatsanwaltschaft an diesem Blogbetreiber besonders interessiert sein wird, der, lese ich den Blogeintrag zum Thema, nicht sonderlich einsichtig erscheint.">1</a></sup> min&#252;tlich neue Eintr&#228;ge verfolgen, in denen Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit unsinnigen, meist sexualisierten Angriffen diffamiert, beschimpft, beleidigt wurden.</p>

<p>Mein erster Gedanke galt den betroffenen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern, die hier zu Opfern gemacht wurden. Was muss passieren, um sie zu sch&#252;tzen, zu unterst&#252;tzen, den Schaden f&#252;r die Psyche der Kinder zu verhindern oder so gering wie m&#246;glich zu halten?</p>

<p>Es galt nicht nur, als Schule zu reagieren, sondern als individueller Lehrer Position zu beziehen, zu <em>zeigen, dass man ansprechbar ist, dass sich Opfer nicht verstecken m&#252;ssen, dass die Taten nicht toleriert werden</em>.</p>

<p>Mein zweiter Gedanke galt den T&#228;tern und, noch viel mehr, der Unverfrorenheit der Leute, die eine Website online stellen, die geradezu den Eindruck erweckt, sie wolle Jugendliche dazu verf&#252;hren, unter dem scheinbaren Deckmantel der Anonymit&#228;t, genau solche Beleidigungen zu verbreiten, wie ich sie da nun las.</p>

<p>Was aber ist schief gelaufen, dass Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen anonym solch ein „Angebot“ annehmen? Wieso empfinden Jugendliche so etwas als „Spa&#223;“. Ja, auf Nachfrage, wie die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen auf diese Website reagiert haben, bekam ich tats&#228;chlich zu h&#246;ren, viele h&#228;tten das, zumindest anf&#228;nglich, als Spa&#223; empfunden, bis sie bemerkten, was das mit den betroffenen Mitsch&#252;lern macht.</p>

<p>Was ist da schief gelaufen, dass es scheinbar doch eine ganze Reihe Jugendlicher gibt, die ihr eigenes Selbstwertgef&#252;hl &#252;ber die Erniedrigung anderer Jugendlicher meinen st&#228;rken zu m&#252;ssen? Darauf l&#228;uft Mobbing n&#228;mlich immer hinaus: Andere werden niedergemacht, weil man f&#252;r sich selbst etwas erreichen will, sei es die St&#228;rkung des Selbstwertgef&#252;hls auf Kosten Dritter, sei es eine Position in einem Unternehmen etc.</p>

<p>Ja, Mobbing und auch Cybermobbing sind kein neues Ph&#228;nomen, das gibt es schon seit Jahren, in der analogen Form schon seit Jahrzehnten.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/#footnote_1_5574" id="identifier_1_5574" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es w&amp;#228;re f&amp;#252;r mich &amp;#252;brigens nicht &amp;#252;berraschend, stellte sich heraus, dass der Anbieter dieser Website selbst mal Mobbingopfer gewesen w&amp;#228;re, da h&amp;#228;ufig Opfer zu T&amp;#228;tern werden, was aber die Taten nicht relativieren sollte.">2</a></sup> Aber diese Tatsache befreit nicht von der Verantwortung, nach Wegen zu suchen, Mobbing zu verhindern und dort, wo es doch geschieht, die <em>Opfer</em> zu <em>st&#228;rken</em> und den <em>T&#228;tern</em> <em>deutlich ihre Grenzen zu zeigen</em>.</p>

<p>Interessant war f&#252;r mich die Beobachtung, dass vielen Sch&#252;lern gar nicht bewusst war, dass es sich bei Mobbing um eine Straftat handelt – auch denen, die solche Aktionen nie unterst&#252;tzen w&#252;rden, meiner Wahrnehmung nach die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Jugendlichen, das nur mal als Lichtblick nebenbei.</p>

<p>Nun <a href="http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.8623252.de.htm" target="_blank">ermittelt der Frankfurter Generalstaatsanwalt</a> gegen die in den USA gehostete Website.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/#footnote_2_5574" id="identifier_2_5574" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die vielleicht doch nicht so anonym war, wie behauptet wurde, denn in dem Blogeintrag, auf den die Webadresse zur Zeit umgeleitet wird, wird davon gesprochen, dass der &bdquo;Umzug&ldquo; zur Sicherheit der Nutzer erfolge&hellip;">3</a></sup> Dabei geht es den Ermittlern weniger um die Sch&#252;ler, die sie f&#252;r ihre Beleidigungen genutzt haben und wohl eher milde Strafen, wie richterliche Verwarnung oder ein paar soziale Arbeitsstunden, zu erwarten haben, vermutlich begleitet von p&#228;dagogischen Ma&#223;nahmen der Schulen und solchen Ma&#223;nahmen, die n&#246;tig sind, um die Ordnung an den Schulen wieder herzustellen.</p>

<p>Viel mehr im Blick der Staatsanwaltschaft ist der Anbieter dieser Website, der dieses Verhalten der Jugendlichen regelrecht herausgefordert hat.</p>

<p>Was aber habe ich aus den Erfahrungen der vergangenen Tage gelernt?</p>

<ol>
<li><p>Es ist wichtig, dass Lehrende in ihrer Rolle als Lehrer und Lehrerin so auftreten, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in ihnen <em>vertrauensw&#252;rdige Ansprechpartner</em> sehen k&#246;nnen, v&#246;llig unabh&#228;ngig davon, dass Lehrende bewerten m&#252;ssen, Noten geben. Es muss immer klar sein, dass ein Lehrer P&#228;dagoge ist und in seinem Erziehungsauftrag f&#252;r Kinder und Jugendliche offene, die Notengebung nicht beeinflussende Ohren hat. Hier wird deutlich, was es hei&#223;t, dass die Kinder und Jugendliche Schutzbefohlene sind. <em>Als Lehrer und als Institution Schule sind wir, gemeinsam mit den Eltern, Anw&#228;lte der Kinder und Jugendlichen. Wir haben dazu beizutragen, dass Schule f&#252;r die Kinder und Jugendliche ein sicherer Ort ist.</em></p></li>
<li><p>Wenn Mobbingattacken wie die &#252;ber jene Website bekannt werden, gilt es, <em>eindeutig, besonnen und schnell zu reagieren</em>, sowohl als Schule als auch als einzelner Lehrer in den einem anvertrauten Lerngruppen. Man muss <em>Position beziehen</em>, die Auswirkungen des Mobbings auf die Opfer verdeutlichen, die <em>Opfer in Schutz nehmen (ohne diese gut gemeint, aber falsch gemacht wiederum blo&#223; zu stellen!)</em>, die <em>Folgen f&#252;r die T&#228;ter klarstellen</em>, gegebenenfalls die <em>Opfer ermutigen, Strafanzeige zu erstatten</em>, damit alle rechtsstaatlichen Mittel genutzt werden k&#246;nnen, die T&#228;ter zu ermitteln, um diesen konkret zu verdeutlichen, dass ihr Verhalten nicht toleriert wird.</p></li>
<li><p>Die Stellungnahme und pers&#246;nliche Positionierung erfolgt mit einem dreifachen Ziel: Opfer sollen gesch&#252;tzt und gest&#228;rkt werden, T&#228;ter sollen von weiteren Taten abgehalten werden und der Lehrende macht sich ansprechbar – f&#252;r Opfer und auch f&#252;r (reum&#252;tige oder anfangs die Tragweite ihres Tuns nicht ahnende) T&#228;ter.</p></li>
</ol>

<p>Fast schon selbstverst&#228;ndlich wurde in dieser Situation die Frage an mich heran getragen, ob man solche Websites nicht sperren k&#246;nne. Meine Antwort darauf fiel zwiesp&#228;ltig und doch eindeutig aus: Leider und gl&#252;cklicherweise nicht. Leider, weil ich mir nat&#252;rlich ein m&#246;glichst schnelles Verschwinden solcher Seiten aus dem Netz w&#252;nsche.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/#footnote_3_5574" id="identifier_3_5574" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vielleicht hat die Einschaltung der Staatsanwaltschaft einen Beitrag dazu geleistet, dass die Website jetzt nicht mehr erreichbar ist. Das w&amp;#252;rde einmal mehr zeigen, dass die Ausnutzung rechtsstaatlicher Mittel bereits heute, ohne Netzsperren, zu dem gew&amp;#252;nschten Erfolg f&amp;#252;hren kann.">4</a></sup> Gl&#252;cklicherweise, weil ich die Debatte um Netzsperren intensiv beobachte(t habe) und die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gutachten-Netzsperren-greifen-in-Grundrechte-ein-203752.html" target="_blank">potentiellen Folgen, abgesehen von der leichten &#220;berwindbarkeit von solchen Sperren, f&#252;r die Grundrechte sehr schwerwiegend sein k&#246;nnen</a>.</p>

<p>Das Grundproblem liegt bei der Frage: Warum tun Menschen anderen Menschen so etwas an? Wie kann man verhindern, dass Menschen anderen so etwas antun wollen? Und vor allem: Wie kann man, gemeinsam mit Eltern und Freunden der Opfer, die Mobbingopfer so begleiten, dass sie von diesen Angriffen auf ihre Person keine psychischen (Langzeit-)Sch&#228;den davon tragen.</p>

<p>Neben diesen an Individuen orientierten Zielen, gilt es aber auch, das <em>Vertrauen in die Schule als Ort des sozialen Miteinanders zu thematisieren und wieder herzustellen</em>. Anonyme Mobbingattacken bringen es n&#228;mlich auch mit sich, dass das Vertrauen in die Mitsch&#252;ler und Mitsch&#252;lerinnen nachhaltig belastet wird, schwebt doch die Frage im Raum, ob diese Person, mit der Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zu tun haben, vielleicht eine von denen ist, die sich an den Mobbingaktionen beteiligt haben. Auch um dieses Ziel zu erreichen, hoffe ich auf Ermittlungserfolge der Staatsanwaltschaft – oder auf einsichtige T&#228;ter, die zu dem Schluss kommen, dass das, was sie da tun oder getan haben, so doch gar nicht ihr Ziel war – und trotz allem das Gespr&#228;ch mit einer Person ihres Vertrauens suchen, um die Folgen ihres eigenen Tuns zu verantworten und zu minimieren.</p>

<p>Auf jeden Fall aber ist es wichtig, an dem Thema Mobbing dran zu bleiben, auch wenn ich den Eindruck habe, dass seit der Verdeutlichung auch strafrechtlicher Konsequenzen, die Zahl der &#196;u&#223;erungen nachgelassen hat.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/#footnote_4_5574" id="identifier_4_5574" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und jetzt auf dieser Plattform auch nicht mehr m&amp;#246;glich ist; hoffentlich dauerhaft.">5</a></sup></p>

<p>Dennoch: Selbst, wenn der Hoster der Website diese abstellen w&#252;rde<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/01/27/aus-aktuellem-anlass-cybermobbing-und-die-folgen/#footnote_5_5574" id="identifier_5_5574" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="abgestellt hat?">6</a></sup>: Die Opfer leiden unter dem, was da passiert (ist). Und zur St&#228;rkung der Opfer geh&#246;rt auch, dass sie nicht das Gef&#252;hl bekommen, dass das Thema vorbei ist, wenn die Eintr&#228;ge aufh&#246;ren und sie dann in Vergessenheit geraten, weil alle froh sind, dass dieses Gespenst verschwunden ist. F&#252;r die Opfer ist es damit n&#228;mlich noch lange nicht vorbei.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5574" class="footnote">Als ich die Website gerade noch einmal aufrufen wollte, wurde ich zu einem Blog umgeleitet, auf dem der Umzug auf einen sichereren Server angek&#252;ndigt wurde. Anders ausgedr&#252;ckt: Die Website ist zur Zeit – und hoffentlich endg&#252;ltig – nicht mehr erreichbar, wurde vielleicht unter dem wachsenden Druck abgeschaltet? Da es sich bei dem Blog um eines auf einem deutschen Blogportal handelt, gehe ich davon aus, dass die Staatsanwaltschaft an diesem Blogbetreiber besonders interessiert sein wird, der, lese ich den Blogeintrag zum Thema, nicht sonderlich einsichtig erscheint.</li><li id="footnote_1_5574" class="footnote">Es w&#228;re f&#252;r mich &#252;brigens nicht &#252;berraschend, stellte sich heraus, dass der Anbieter dieser Website selbst mal Mobbingopfer gewesen w&#228;re, da h&#228;ufig Opfer zu T&#228;tern werden, was aber die Taten nicht relativieren sollte.</li><li id="footnote_2_5574" class="footnote">Die vielleicht doch nicht so anonym war, wie behauptet wurde, denn in dem Blogeintrag, auf den die Webadresse zur Zeit umgeleitet wird, wird davon gesprochen, dass der „Umzug“ zur Sicherheit der Nutzer erfolge…</li><li id="footnote_3_5574" class="footnote">Vielleicht hat die Einschaltung der Staatsanwaltschaft einen Beitrag dazu geleistet, dass die Website jetzt nicht mehr erreichbar ist. Das w&#252;rde einmal mehr zeigen, dass die Ausnutzung rechtsstaatlicher Mittel bereits heute, ohne Netzsperren, zu dem gew&#252;nschten Erfolg f&#252;hren kann.</li><li id="footnote_4_5574" class="footnote">Und jetzt auf dieser Plattform auch nicht mehr m&#246;glich ist; hoffentlich dauerhaft.</li><li id="footnote_5_5574" class="footnote">abgestellt hat?</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/ansprechpartner/" title="Ansprechpartner" rel="tag">Ansprechpartner</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/beleidigung/" title="Beleidigung" rel="tag">Beleidigung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/cybermobbing/" title="Cybermobbing" rel="tag">Cybermobbing</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehungsauftrag/" title="Erziehungsauftrag" rel="tag">Erziehungsauftrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/frankfurt/" title="Frankfurt" rel="tag">Frankfurt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerinnen/" title="Lehrerinnen" rel="tag">Lehrerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mobbing/" title="Mobbing" rel="tag">Mobbing</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mobbingattacken/" title="Mobbingattacken" rel="tag">Mobbingattacken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/opfer/" title="Opfer" rel="tag">Opfer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schutzbefohlene/" title="Schutzbefohlene" rel="tag">Schutzbefohlene</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/taeter/" title="Täter" rel="tag">Täter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verantwortung/" title="Verantwortung" rel="tag">Verantwortung</a><br />
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		<title>Aus aktuellem Anlass (und &#252;ber diesen hinaus…): »Stuttgart 21«, das Recht, die Moral und die Politik</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 17:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag enth&#228;lt, wie auch andere Beitr&#228;ge dieses Blogs, subjektive Meinungen und pers&#246;nliche, aber hoffentlich zumindest argumentativ nachvollziehbare, Einsch&#228;tzungen. Bitte hinterfragen Sie diese und beziehen Sie weitere Informationen aus anderen Quellen. – Und bevor Sie zu einer Einsch&#228;tzung dieses Beitrages &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/10/01/aus-aktuellem-anlass-und-ueber-diesen-hinaus-stuttgart-21-das-recht-die-moral-und-die-politik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Dieser Beitrag enth&#228;lt, wie auch andere Beitr&#228;ge dieses Blogs, subjektive Meinungen und pers&#246;nliche, aber hoffentlich zumindest argumentativ nachvollziehbare, Einsch&#228;tzungen. Bitte hinterfragen Sie diese und beziehen Sie weitere Informationen aus anderen Quellen</i>. <i>– Und bevor Sie zu einer Einsch&#228;tzung dieses Beitrages kommen, lesen Sie ihn bitte ganz, auch wenn das aufgrund seiner L&#228;nge eine gewisse Herausforderung ist <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </i><br /><br />Ein paar rein subjektive &#220;berlegungen, die zwar einen konkreten Anlass haben, aber als &#220;berlegungen hoffentlich grunds&#228;tzlicherer Art sind.<br /></p>

<ol><li>Demokratische getroffene Entscheidungen gelten und haben den Anspruch, auch durchgesetzt zu werden. Das ist eine der Grundlagen einer funktionierenden Demokratie.</li><li>Blockaden sind rechtswidrig. Ist der Einsatz von Wasserwerfern, Reizgas und Pfefferspray ein angemessenes Mittel, einen solche Blockade aufzul&#246;sen und dabei die Gef&#228;hrdung von Demonstranten an Leib und Leben in Kauf zu nehmen?</li></ol>

<p>zu 1.) Wenn ich zu einer Abstimmung gebeten werden, schaue ich mir zun&#228;chst an, wor&#252;ber ich da abstimme. Wenn ich zustimme, dann aber feststelle, dass sich die Voraussetzungen, unter denen ich zugestimmt habe, bis zur Umsetzung des Beschlusses ver&#228;ndert haben, stellt sich die Frage, ob das, was nun umgesetzt wird, noch das ist, dem ich zugestimmt habe. <br /><br />Beschlie&#223;t beispielsweise ein Vereinsgremium ein Projekt, das 100 Euro kosten soll und es stellt sich dann heraus, dass das Projekt in Wirklichkeit 200 Euro kostet, so ist es nur schwer zu vermitteln, wenn man sagt, man habe das Projekt ja beschlossen und dieser Beschluss gelte auch dann noch, wenn sich die (finanziellen) Voraussetzungen massiv ver&#228;ndern, die Teil der Beschlussvorlage waren und &#252;berall kommuniziert wurden.<br /><br />Anders ausgedr&#252;ckt: Was passiert eigentlich, wenn demokratisch gefasste Beschl&#252;sse von finanziellen Gegebenheiten ausgehen, die sich dann nach und nach st&#228;ndig erh&#246;hen? Liegt da nicht der Verdacht nahe, dass f&#252;r die Beschlussvorlage ein bewusst niedriger Betrag ausgewiesen wurde – und dann davon ausgegangen wird, dass die Mehrkosten schon getragen werden, das Projekt ist ja demokratisch beschlossen… <br /><br />Mich irritiert schon seit Jahren, dass bei &#246;ffentlichen Bauprojekten in vielen F&#228;llen urspr&#252;nglich genannte Kosten im Endeffekt Makulatur werden und faktische Kosten oft deutlich h&#246;her sind. Zugegeben: Ich habe keine Ahnung, woran das liegt, vielleicht gibt es ja eine v&#246;llig von »Verschw&#246;rungstheorien« freie Erkl&#228;rung, ich gebe hier nur einen subjektiven Eindruck wieder, aus dem sich die Frage ableitet, wie lange ein Beschluss f&#252;r sich Geltung in Anspruch nehmen kann, wenn die Voraussetzungen, unter denen er einst getroffen wurde, sich deutlich ver&#228;ndert haben.<br /><br />Wenn es um Milliardenbetr&#228;ge geht und die Mehrkosten auch im Milliardenbereich liegen, stellt sich diese Frage in erh&#246;htem Ma&#223;e.<br /><br />Wenn in einer solchen Situation Menschen auf die Stra&#223;e gehen und sich gegen ein solches Projekt friedlich (wenn auch in Form von Sitzblockaden rechtswidrig) zur Wehr setzen, ist es, so sich die Bedingungen ver&#228;ndert haben, unter denen das Projekt beschlossen wurde, dann noch redlich, auf die demokratische Beschlusslage zu verweisen, die z. B. unter ganz anderen finanziellen Annahmen getroffen wurde? <br /><br />Das ist eine echte Frage. Vielleicht gibt es unter den Lesern und Leserinnen dieses Beitrages ja kompetente Personen, die dazu etwas sagen k&#246;nnen.<br /><br />zu 2.) Blockadeaktionen gelten <a target="_blank" href="http://www.lto.de/de/html/nachrichten/1334/Stuttgart-21-Zwischen-friedlichem-Protest-und-strafbarer-Noetigung/">nicht als Teil des Rechtes auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit</a>. Sie werden als Selbstvollzug angesehen und unterlaufen somit bspw. das Baurecht Dritter, wenn dieses auf den &#252;blichen rechtsstaatlichen Wegen erteilt wurde. Entsprechend hat der Rechtsstaat ein erteiltes Recht zu sch&#252;tzen und dessen Umsetzung zu erm&#246;glichen. Im oben verlinkten Artikel von Alfred Scheidler wird in diesem Zusammenhang davon gesprochen, dass das Friedlichkeitsgebot durch gezielte Aktionen gegen z. B. Bauarbeiten verletzt werde. Anders ausgedr&#252;ckt: Diese Wortwahl scheint darauf hinzuweisen, dass solche Blockaden und gezielte Aktionen gegen Bauarbeiten als »Gewalt« angesehen werden. <br /><br />Dass die Polizei regelm&#228;&#223;ig bei Blockaden im Rahmen von Demonstrationen gegen diese vorgeht, ist also legitim. Es ist auch legitim, dass Polizisten Ma&#223;nahmen zu ihrem Eigenschutz vornehmen. <br /><br />Einzig in Frage steht, welche Mittel angemessen sind, um rechtsstaatlich und demokratisch legitimierte Ma&#223;nahmen durchzusetzen. Die Frage ist schnell beantwortet, wenn bei Demonstrationen direkte Gewalt gegen Personen oder Sachen auftritt. Brennende Blockade, wie in Berlin regelm&#228;&#223;ig bei sogenannten Mai-Demonstrationen, fallen unter diese Kategorie; werden Polizisten direkt angegriffen, sodass Gefahr f&#252;r deren Leib und Leben besteht, haben diese das Recht auf Eigenschutz, auch wenn dabei Demonstrationsteilnehmer durch den Einsatz von Reiszgas, Pfefferspray, Wasserwerfern oder Schlagst&#246;cken verletzt werden.<br /><br />Und nat&#252;rlich kann man sagen, dass Polizisten, die dazu auffordern, eine Blockade zu beenden, diese auch unter Einsatz direkter Mittel aufl&#246;sen k&#246;nnen, wenn der Aufforderung nicht nachgekommen wird.<br /><br />Intuitiv hei&#223;t das f&#252;r mich: Wenn da Menschen sitzen, die da nicht sitzen d&#252;rfen, dann trage man sie eben weg. Und wenn da so viele Menschen sitzen, die da nicht sitzen d&#252;rfen, dass das Wegtragen eines jeden Einzelnen kaum zu bew&#228;ltigen ist, dann mag es rechtlich gesch&#252;tzt sein, dass z. B. Fl&#228;chen mit Hilfe von Wasserwerfern »ger&#228;umt« werden, aber sp&#228;testens hier kommt die moralische Frage ins Spiel, die Frage des Ermessens und der Angemessenheit.<br /><br /><a target="_blank" href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-10/stuttgart21-protest-merkel-rech">Entlang dieser Frage scheiden sich angesichts des Polizeieinsatzes zur Absicherung der Bauma&#223;nahmen im Rahmen des Projektes »Stuttgart 21« am 30. September 2010 die Geister</a>. <br /><br />&#220;ber Wochen fanden Demonstrationen statt, &#252;ber Wochen wurde deren friedlicher Charakter betont. Und die gleichen Demonstranten, die &#252;ber Wochen friedlich, aber energisch demonstrierten, sollen nun pl&#246;tzlich gewaltt&#228;tig geworden sein? Sicher, die Stimmung in Stuttgart scheint, so meine Wahrnehmung aus der Distanz, aufgeheizt, emotional geladen zu sein, gleichzeitig aber hatte ich bei den Bildern aus Stuttgart an diesem Donnerstag das st&#228;ndige Gef&#252;hl, dass die Angemessenheit der Mittel, die von der Polizei eingesetzt wurden, f&#252;r mich alles andere als nachvollziehbar erschien. Ist es angemessen, gro&#223;e Zahlen an Verletzten in Kauf zu nehmen, um ein Baurecht durchzusetzen, solange die Demonstranten keine direkte Gewalt einsetzen?<br /><br />Dass nun davon gesprochen wird, dass die Demonstrationen gewaltt&#228;tig verlaufen seien, kann ich, von meiner Wahrnehmung aus der Distanz heraus, nur darauf zur&#252;ckf&#252;hren, dass der Gewaltbegriff direkt mit Sitzblockaden, dem Bauen von Baumh&#252;tten etc. verbunden wird. Es findet sprachlich eine Wertung der Aktionen der Demonstranten statt, die in der &#214;ffentlichkeit in der Regel mit konkreter k&#246;rperlicher Gewalt oder mit konkreter Gewalt gegen Sachen verbunden wird (Steine werfen, Autos anz&#252;nden, Fensterscheiben einwerfen etc.), kaum aber damit, dass sich Menschen auf Zufahrtswege zu einer Baustelle setzen, ohne dass z. B. Baufahrzeuge zerst&#246;rt werden.<br /><br />Ist es moralisch legitim, Menschen einer Gef&#228;hrdung von Leib und Leben auszusetzen, die kein Leib und Leben gef&#228;hrden? Das ist die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik">ethische</a> Frage, die sich f&#252;r mich nach den Bildern stellt, die mich online aus Stuttgart erreicht haben. Und diese Frage stellt sich immer, wenn Menschen sich gegen Situationen wehren, die in ihren Augen nicht akzeptabel sind. Schon <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mohandas_Karamchand_Gandhi">Gandhi</a> setzte auf Mittel, die zwar nach der Gesetzgebung nicht rechtens waren, erreichte aber durch die radikale Friedlichkeit seiner Aktionen eine weltweite moralische Anerkennung, die den Einsatz von Gewalt gegen die Demonstranten rund um Gandhi zu einer moralischen und dann auch politischen Niederlage f&#252;r die britische Kolonialregierung machte, sodass diese sich am Ende aus Indien zur&#252;ckziehen musste.<br /><br />Das bedeutet nat&#252;rlich nicht, dass rechtswidrige Mittel in irgendeiner Form gut gehei&#223;en werden sollen, sondern dient alleine einer analytischen Beschreibung der Situation, wie ich sie wahrnehme, denn genau in diese Falle der Frage nach moralischer Legitimation tritt eine Politik, die sich, bei aller demokratischen Legitimation, solcher Mittel bedient, die von vielen B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern als unangemessene Reaktionsweisen angesehen werden, die rechtlich abgesichert sind, aber durchaus als moralisch bedenklich angesehen werden k&#246;nnen. <br /><br />Neben der rechtlichen Legitimit&#228;t der Ereignisse in Stuttgart steht also die Frage nach der moralisch-ethischen Legitimit&#228;t. Diese Frage wird insbesondere dann aufgeworfen, wenn im Rahmen von Polizeima&#223;nahmen Jugendliche oder Senioren zu Schaden kommen, denen man nun wirklich kein sonderlich gro&#223;es Gewaltpotential unterstellen kann. Es ist die Macht der Bilder, der sich die Exekutive dann pl&#246;tzlich erwehren muss und dabei auf die Entscheidungen der Legislative und Judikative verweist.<br /><br />Rechtlich geht in Stuttgart wohl alles mit rechten Dingen zu; zumindest gehe ich davon aus. <i>(Mittlerweile, am 2.10.2010, gibt es <a target="_blank" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/stuttgart-21-war-das-abholzen-illegal-1609749.html">Hinweise, dass ich davon zu unrecht ausgegangen bin</a>.)</i>  Und gerade aus diesem Grund sind die jetzigen Proteste, die von Menschen getragen werden, die nicht gerade unter der Kategorie »Berufsdemonstranten« eingeteilt werden k&#246;nnen, weit &#252;ber Stuttgart hinaus interessant.<br /><br />Die Zusammensetzung der Demonstranten in Stuttgart scheint mir auf ein Ph&#228;nomen zur&#252;ckzuf&#252;hren zu sein, dass im allgemeinen Sprachgebrauch mit »Politik-« oder »Politikerverdrossenheit« verbunden ist und in den Kern des Demokratieverst&#228;ndnisses hinein zu reichen scheint. <br /><br />Sicher: Eine repr&#228;sentative Demokratie, wie wir sie in Deutschland haben, lebt davon, dass Entscheidungen in Parlamenten getroffen werden. Anders w&#228;ren notwendige, aber unpopul&#228;re Entscheidungen nicht m&#246;glich. Mehr und mehr B&#252;rgerinnen und B&#252;rger scheinen aber den Eindruck zu haben, dass Entscheidungen nicht nur in einem gew&#228;hlten, repr&#228;sentativen Gremium getroffen werden, sondern dass diese Gremien ihre Entscheidungen nicht mehr nachvollziehbar vermitteln k&#246;nnen, sodass bei B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern der Eindruck eines »&#252;ber die K&#246;pfe hinweg Regierens« entsteht oder gar der Eindruck, dass Politik bestimmte Interessengruppen st&#228;rker »bedient« als andere.<br /><br />Anders ausgedr&#252;ckt: Die Glaubw&#252;rdigkeit der Politik wird in Frage gestellt. So ist es meiner pers&#246;nlichen Meinung nach kein Zufall, dass im Rahmen der Proteste gegen »Stuttgart 21« immer wieder darauf hingewiesen wird, dass zwar ein demokratisch legitimierter Beschluss zum Ausstieg aus der Atomkraft in Frage gestellt werde, gleichzeitig aber gesagt werde, dass ein demokratisch legitimierter Beschluss zum Projekt »Stuttgart 21« unter ver&#228;nderten Bedingungen (z. B. <a target="_blank" href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1038307">deutlich steigernder Kosten</a>) nicht ver&#228;ndert werden k&#246;nne. Es entsteht der Eindruck, dass Behauptungen nach Interessenlagen aufgestellt werden, selbst dann, wenn der Eindruck entsteht, dass in &#228;hnlichen Situationen sich einander widersprechende Behauptungen aufgestellt werden. <br /><br />Wenn dann das Argument der demokratischen Legitimation auch im Rahmen von Polizeiaktionen auftaucht, die rechtlich legitim sind, aber von vielen B&#252;rgerinnen und B&#252;rger auf moralisch-ethischer Ebene nicht nachvollzogen werden k&#246;nnen, entsteht ein massiver Schaden f&#252;r die ethisch-moralische Glaubw&#252;rdigkeit der Politik und somit auch f&#252;r die Demokratie. Wenn das Recht moralisch-ethische Geltungsanspr&#252;che einb&#252;&#223;t, weil Mittel eingesetzt werden, die zumindest als unangemessen wahrgenommen werden k&#246;nnen, wenn die Politik an Glaubw&#252;rdigkeit verliert, weil Entscheidungen getroffen werden, die zumindest den Eindruck erwecken k&#246;nnen, sie zielten auf einzelne Interessengruppen ab (Senkung der Mehrwertsteuer f&#252;r Hotel&#252;bernachtungen und dann kommt heraus, dass die diese Entscheidung vorantreibende Kraft entsprechende <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,672756,00.html">Parteispenden aus dem Hotelgewerbe</a> bekommen hat; Verl&#228;ngerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken entgegen einem demokratisch legitimierten Beschluss etc.), dann entsteht ein massiver Schaden f&#252;r die Glaubw&#252;rdigkeit der Politik und somit auch f&#252;r die Demokratie.<br /><br />In Stuttgart geben B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, die sich noch vor kurzem nie h&#228;tten vorstellen k&#246;nnen, an Demonstrationen teilzunehmen, diesem Gef&#252;hl, dass &#252;ber ihre K&#246;pfe hinweg regiert wird, Ausdruck. Und deshalb ist das, was zur Zeit in Stuttgart und Baden-W&#252;rttemberg und mehr und mehr auch dar&#252;ber hinaus, die Gem&#252;ter erhitzt, das Land spaltet und den Eindruck entstehen l&#228;sst, die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger w&#252;rden den n&#228;chsten Landtagswahltermin in Baden-W&#252;rttemberg im Jahr 2011 herbeisehnen, um von ihrem demokratischen Recht als Souver&#228;n Gebrauch machen zu k&#246;nnen, von Bedeutung – &#252;ber den konkreten Anlass hinaus.<br /><br /><br /></p>

<blockquote>Ein lohnender <br /><a target="_blank" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/10/01/dlf_20101001_1905_a14ce7de.mp3">Kommentar im Deutschlandfunk</a>, der mir zeigt, dass meine Gedanken gar nicht so abwegig sind, sondern dass es tats&#228;chlich um mehr als um einen Bahnhof geht…</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Das Netz, seine Funktionen und die „Null Blog“-Debatte</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 16:54:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Realit&#228;t der Welt liegt nicht in ihren Abbildern, sondern in ihren Funktionen. Funktionen sind zeitliche Abl&#228;ufe und m&#252;ssen im zeitlichen Kontext erkl&#228;rt werden. Susan Sonntag, &#220;ber Fotografie, Frankfurt 2008 (18. Aufl., zuerst 1980), S. 29. Welche Funktion hat das &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/08/06/das-netz-seine-funktionen-und-die-null-blog-debatte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address style="text-align: right; padding-left: 30px;"><em>Die Realit&#228;t der Welt liegt nicht in ihren Abbildern, sondern in ihren Funktionen. Funktionen sind zeitliche Abl&#228;ufe und m&#252;ssen im zeitlichen Kontext erkl&#228;rt werden.</em></address>

<address style="text-align: right;"><em>Susan Sonntag, &#220;ber Fotografie, Frankfurt 2008 (18. Aufl., zuerst 1980), S. 29.</em></address>

<p style="text-align: left;">Welche Funktion hat das Internet f&#252;r einzelne Benutzer und Benutzerinnen? Die Antwort auf diese Frage bestimmt, wie das Netz genutzt wird. Von dieser Frage ist auszugehen, wenn heute die Frage nach dem Umgang mit dem Netz und der Bedeutung des Netzes gefragt wird. Die Ergebnisse von Studien decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen: <span id="more-3512"></span>Das Internet ist f&#252;r die meisten es nutzenden Personen ein Kommunikationsraum, ein Kommunikationsmedium – nicht mehr und nicht weniger.</p>

<p style="text-align: left;">Ein Kommunikationsraum / -medium wird genutzt, weil er / es funktioniert; funktioniert er / es nicht, so wird diese Form der Kommunikation gemieden, da es in der Sache selbst liegt, dass man Kommunikationsst&#246;rungen eher aus dem Weg geht als sie aktiv sucht.</p>

<p style="text-align: left;">Dabei interessiert es den Nutzer eines solchen „Raumes“ nicht, wie er organisiert ist, welche Voraussetzungen im Hintergrund erf&#252;llt sein m&#252;ssen, damit er funktioniert etc. Oder k&#246;nnen „normale“ Nutzer von Telefonen erkl&#228;ren, wie genau das mit dem Telefonieren funktioniert? K&#246;nnen Besucher von Restaurants, Cafés, Bars etc. in der breiten Masse genau erkl&#228;ren, was alles im Hintergrund an Arbeit geleistet wird, damit diese Angebote angenommen werden? Wenn etwas nicht funktioniert, k&#246;nnen die ein Angebot dann meidenden Nutzer, zumindest, wenn das Nicht-Funktionieren erlebt haben, in der Regel beschreiben, was nicht funktioniert. Aber auch hier gilt, dass das Warum eher weniger genau darstellbar ist.</p>

<p style="text-align: left;">Interessanterweise gelten diese &#252;blichen Umgangsweisen mit Kommunikationsinstrumenten und -r&#228;umen scheinbar nicht mehr als selbstverst&#228;ndlich, wenn sich die Debatten um die Nutzung von Computern und vor allem dem heute mit ihnen selbstverst&#228;ndlich verbunden scheinendem Internet drehen.</p>

<p style="text-align: left;">Warum diese Analogie? Ist diese Zusammenschau unterschiedlicher, n&#228;mlich analoger und digitaler, Kommunikationsr&#228;ume angemessen und zul&#228;ssig?</p>

<p style="text-align: left;">Wenn Susan Sonntag in dem Zitat, das diesem Beitrag als Motto vorangestellt ist, Recht hat, dass die Realit&#228;t sich in Funktionen zeigt, die reale Dinge haben, so ist die Funktion des Internets f&#252;r viele Nutzer der Funktion von &#246;ffentlichen Kommunikationsr&#228;umen analog. Unterschiede gibt es vor allem im Bereich der Voraussetzungen, der Reichweiten und der Geschwindigkeit, die mit dem Gelingen von Kommunikation auf den unterschiedlichen Wegen verbunden sind.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/06/das-netz-seine-funktionen-und-die-null-blog-debatte/#footnote_0_3512" id="identifier_0_3512" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Damit ist nicht behauptet, dass das Netz nicht noch viel mehr Funktionen hat, die tiefgreifende Ver&amp;#228;nderungen der faktischen Lebenswelt mit sich bringen und die von vielen Nutzern und Nutzerinnen des Netzes nicht reflektiert werden. Zur Notwendigkeit aufkl&amp;#228;rerischer Arbeit im Umgang mit dem Netz sp&amp;#228;ter mehr.">1</a></sup></p>

<p style="text-align: left;">Dennoch wird im Zusammenhang mit dem Internet immer wieder dar&#252;ber diskutiert, wer es wie nutzt und welche Kompetenz oder auch Inkompetenz im Umgang mit den M&#246;glichkeiten des Internets beobachtbar ist oder nicht. So k&#252;rzlich wieder in einem Beitrag des Spiegels, der sein Kriterium f&#252;r die Betrachtung des Nutzungsverhaltens schon in der &#220;berschrift aufgreift: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709492-2,00.html" target="_blank">Null Blog</a>.</p>

<p style="text-align: left;">Diese &#220;berschrift ist nat&#252;rlich kein Zufall, zu naheliegend ist das Wortspiel, das von der Rede &#252;ber eine „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Null-Bock-Generation" target="_blank">Null Bock Generation</a>“ nun zu einer „Null Blog Generation“ &#252;berleitet. Und es ist (mal wieder) eine Generationendebatte, die hier schon l&#228;nger tobt, sp&#228;testens seit der mittlerweile vierundsechzig Jahre alte <a href="http://www.marcprensky.com/" target="_blank">Marc Prensky</a> den Begriff der „digital natives“ pr&#228;gte.</p>

<p style="text-align: left;">Zunehmend komme ich zu der &#220;berzeugung, dass die diskutierten Themen rund um die so genannte „Netzgeneration“, nicht die Themen eben dieser „Generation“ sind, sondern vor allem von Diskutanten in den Blick genommen werden, die dieser Generation nicht angeh&#246;ren, aber ihre eigenen Erwartungen und Hoffnungen, die sie mit der Entwicklung des Internets verbinden, auf diese „Generation“ projizieren und dann ganz ungl&#252;cklich sind, wenn diese „Generation“ sich diesen Erwartungen entzieht.</p>

<p style="text-align: left;">Blogs sind kein Jungendph&#228;nomen. Gleiches gilt f&#252;r den Micro-Blogging-Dienst Twitter. Wikis werden von Jugendlichen und Erwachsenen vor allem zum Auffinden von Informationen genutzt und nicht zu deren Generierung. Also h&#246;ren wir endlich auf, die Nutzung dieser Technologien zum Kriterium f&#252;r den kompetenten Umgang mit dem Internet durch Jugendliche zu machen, zum Kriterium f&#252;r Kompetenzen, die angesichts der Funktion, die das Internet nach neuen Studien f&#252;r Jugendliche hat, gar nicht entstehen k&#246;nnen, wenn da nicht ein Sonderinteresse bei einzelnen der Jugendlichen besteht, das dazu f&#252;hrt, einen Blog zu schreiben, Twitter zu nutzen und das Internet &#252;ber die reine Funktion der Erm&#246;glichung von Kommunikation und dem passiven Rezipieren von Informationen hinaus zu entdecken.</p>

<p style="text-align: left;">Meine Beobachtung und die sich daraus ergebende Hypothese sagt, dass Blogs nur dann sinnvoll eingesetzt werden k&#246;nnen, wenn ihnen ein thematischer Rahmen zugrunde liegt, in dem sich ein Blogger bewegt. Blogs, die nur um ihrer selbst Willen bestehen, bestehen meiner Beobachtung nach nicht sonderlich lange. Gleiches gilt &#252;brigens auch f&#252;r Twitter-Accounts, die nach kurzer Zeit einschlafen etc.</p>

<p style="text-align: left;">Wenn also Jugendliche nicht bloggen, dann sagt das nichts &#252;ber die Bedeutung des Computers f&#252;r ihren Alltag aus. Wenn Jugendlichen die Hintergr&#252;nde des Netzes egal sind, dann ist das legitim, hat es doch zun&#228;chst eine kommunikative Funktion.</p>

<p style="text-align: left;">Und auch, dass Suchstrategien, wie sie René Scheppler in dem Spiegel-Artikel beschreibt, von Sch&#252;lern nicht professionell gestaltet werden (k&#246;nnen), scheint mir kein Aufleuchten eines erneut auszurufenden Untergangs des Abendlandes zu sein, sondern zun&#228;chst einmal ein Tatbestand, der beschrieben werden kann. M&#246;gliche Konsequenzen, die mit diesem Sachverhalt verbunden werden, sind dann schon ein n&#228;chster Schritt.</p>

<p style="text-align: left;">Die Nutzung und in diesem Rahmen erworbene Kompetenzen stehen in engem Zusammenhang mit der Funktion, die ein Instrument, ein Ger&#228;t, ein &#246;ffentlicher Raum, der Computer und das Internet f&#252;r den Nutzer und die Nutzerin haben.</p>

<p style="text-align: left;">Wenn nun Lehrer und Lehrerinnen, die sich diesem Thema in der Schule widmen, die Erfahrung machen, dass Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen viel weniger k&#246;nnen, als sie von ihnen, angesichts der medial bislang immer wieder transportierten Botschaften &#252;ber „digital natives“, die „Netzgeneration“ etc. erwartet haben, dann tritt bei n&#228;herem Nachdenken &#252;ber diese Erfahrung, die auch der Autor dieses Beitrages schon gemacht hat, sehr schnell die Vermutung in den Vordergrund, dass diese „Inkompetenz“ weit weniger &#252;berraschend ist, als sie es war, als sie „entdeckt“ wurde. Und der Grund scheint mir naheliegend: Die Funktionen, die dem Internet und dem Computer von Lehrenden zugeschrieben werden, sind keine Funktionen, mit denen Lernende, insbesondere Jugendliche, im Rahmen der Funktionen, die Computer und Internet f&#252;r sie in der scheinbar breiten Masse im Alltag haben, bislang zu tun hatten.</p>

<p style="text-align: left;">Lernprozesse in digital vernetzten Strukturen sind etwas anderes als Kommunikationsprozesse, die sich sozialer Plattformen wie Facebook, Sch&#252;lerVZ etc. bedienen. Und selbst YouTuber, unter denen es meiner Beobachtung nach mehr Jugendliche gibt als unter Bloggern, stellen ihre Videos oft als Kommuniaktionsangebot online und nicht als ausgefeilt gestaltete, das Medium „Video“ sehr kompetent nutzende Produkte online. (Und bei den Ausnahmen finde ich es beeindruckend, wie die Besch&#228;ftigung mit dem Medium zu z. T. beeindruckend kompetentem Umgang mit diesem Medium f&#252;hrt. Auch hier gilt: Wenn die Funktion eines Mediums eine andere als die der reinen Kommunikation ist, beginnt sehr schnell der f&#252;r die Funktion notwendige Lernprozess.)</p>

<p style="text-align: left;">Und da ich mit den <a href="http://lernwolke.de/2010/08/03/ja-wo-surfen-sie-denn-spiegel-findet-die-net-generation-nicht/" target="_blank">Schlussfolgerungen René Schepplers in einer Art Replik auf den ihn zitierenden Spiegel-Artikel</a>, (mal wieder) sehr einig bin, soll er hier auch kurz zu Wort kommen. Scheppler schreibt zutreffend:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;">„Lernen funktioniert am ehesten, wenn es sinnstiftend ist. Erst wenn ich  erkenne, wof&#252;r ich etwas lerne, bin ich auch bereit, die notwendige  Arbeit hinein zu stecken.”</p>
</blockquote>

<p style="text-align: left;">Scheppler verbindet hier den bisherigen Schwerpunkt meiner &#220;berlegungen zum Thema („funktioniert“) mit der „Sinnstiftung“, die mit dem Lernen verbunden sein muss, wenn es „funktionieren“ soll. Und „Sinnstiftung“ bedeutet dann im Sprachgebrauch dieses Artikels hier, dass die Fragen des „Warum“ und „Wozu“ beantwortet sein m&#252;ssen, um einen Lernprozess wirklich in Gang zu setzen.</p>

<p style="text-align: left;">Von einer funktionalen Perspektive ausgehend, ist es also erst einmal kein Problem f&#252;r mich, dass Jugendliche das Internet vor allem zur Kommunikation nutzen, sondern ein Sachverhalt, den ich zun&#228;chst einmal zur Kenntnis zu nehmen habe, eine nun auch von Studien belegte Tatsache.</p>

<p style="text-align: left;">Dennoch komme ich <em>nicht</em> (!) zu der Schlussfolgerung, dass dies f&#252;r Bildungsfragen keine allzu gro&#223;e weitere Bedeutung habe, k&#246;nnte ich doch im Rahmen eines rein an Funktionen orientierten Denkens davon ausgehen, dass das zu Lernende dann sehr schnell gelernt wird, wenn es ben&#246;tigt wird. Ja, im Rahmen des lebenslangen Lernens geschieht das st&#228;ndig und auch heute schon. Aber Bildung, zumindest so, wie ich sie verstehe, geht &#252;ber reinen Funktionalismus hinaus, auch wenn ich diesen hier aus analytischen Gr&#252;nden erst einmal intensiv genutzt habe, um die Situation zu erfassen.</p>

<p style="text-align: left;">Es &#252;berrascht mich aber dennoch, wenn das Ph&#228;nomen, dass die Netzgeneration gar nicht so existiert, wie sich vor allem Erwachsene dies vorgestellt haben, nun gleich wieder nahezu apokalyptische Untergangsvisionen hervorruft. <a href="http://martinlindner.posterous.com/warum-wir-den-schulern-web-20-und-die-damit-v" target="_blank">Martin Lindner schreibt zum Beispiel</a>:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;">Der gegenw&#228;rtige Stand des  Bildungssystems und  der Netzgesellschaft in Deutschland ist ein  Desaster. Die Prognosen f&#252;r  unsere wirtschaftliche und kulturelle  Vitalit&#228;t und Zukunftsf&#228;higkeit  sind sehr, sehr schlecht.</p>
</blockquote>

<p style="text-align: left;">Und erg&#228;nzt dann:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;">&#8220;Untergehen&#8221; hei&#223;t hier, f&#252;r  Personen wie Gesellschaften: Nicht den  n&#246;tigen Grad an innerer  Souver&#228;nit&#228;t erwerben, um sich inmitten immer  schnellerer Umbr&#252;che das  Gef&#252;hl zu erhalten, den Kopf &#252;ber Wasser zu  haben. Nicht das Gef&#252;hl zu  haben, &#8216;die Welt zu verstehen&#8217;. Sich als  hilfloser Spielball zu f&#252;hlen.  Keine Idee haben, was man tun soll. Nicht  mitzuschwingen mit den  Kr&#228;ften, die gerade die Gesellschaft ver&#228;ndern.  Das f&#252;hrt zu  kollektiver Resignation. Und genau das, gepaart mit  digitaler  Ahnungslosigkeit, ist die deutsche Grundstimmung.</p>
</blockquote>

<p style="text-align: left;">Nun: Diese Souver&#228;nit&#228;t <em>scheinen</em> Jugendliche ja gerade zu haben, indem sie das Netz f&#252;r ihre Zwecke, f&#252;r die von ihnen gew&#252;nschten Funktionen nutzen. Dabei meint Lindner mit „digitaler Ahnungslosigkeit“ aber wohl das Ph&#228;nomen, das auch im Spiegel-Artikel beschrieben wird, dass n&#228;mlich die Hintergr&#252;nde dessen, was man als Kommunikationsmittel nutzt nicht verstanden werden und sich dadurch eine gewisse Blindheit gegen&#252;ber die tiefgreifenden Ver&#228;nderungen einstellt, die mit digital vernetzten Strukturen verbunden sind.</p>

<p style="text-align: left;">Panikmache halte ich dennoch nicht f&#252;r den richtigen Weg, die Frage, welche Bedeutung die Nutzung des Internets durch Jugendliche hat und welche Aufgaben damit f&#252;r Bildungsinstitutionen verbunden sind, zu beantworten. Lindner spricht aber ausdr&#252;cklich von einer „verzweifelten Lage“:</p>

<blockquote>
<div>Die Lage ist aber sehr viel  ernster und  verzweifelter f&#252;r alle die, die da den Anschluss  verlieren. Es  ist keine Luxusfrage, sondern schlicht Grundausbildung  f&#252;r die Flat  World, die man den Sch&#252;lern schuldig bleibt. (Und sie sich  selbst, weil  sie keine Ahnung haben.) Ich verweise an der Stelle immer  auf Thomas Friedmans &#8220;<em>Flat World</em>&#8221; (<a href="http://www.suhrkamp.de/special_dieweltistflach/downloads/DieWelt110906_InterviewFriedman.pdf" target="_blank">Interview, dt.</a>),  das trotz neoliberaler Untert&#246;ne <a href="http://www.linuxjournal.com/article/8280" target="_blank">ein zutreffendes Gesamtbild</a> der Herausforderungen zeichnet, vor denen wir stehen, als Einzelne wie als Gesellschaft.</div></blockquote>

<p>Friedmann stellt in dem oben verlinkten Interview gut dar, wie sich die Welt bereits heute im Rahmen der Globalisierung ver&#228;ndert hat. Es geh&#246;rt zu den Aufgaben einer ganzen Gesellschaft, mit diesen Entwicklungen umzugehen. Und daraus ergeben sich dann Fragen f&#252;r an Bildungsprozessen Beteiligte, also auch und zentral an Schulen, Ausbildungsbetriebe (von denen im Rahmen der Bildungsdebatte &#252;berraschend selten gesprochen wird, es sei denn, sie werfen der Schule vor, ausbildungsunf&#228;hige Bewerber und Bewerberinnen produziert zu haben), Universit&#228;ten und die Fortbildungsangebote von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen.</p>

<p>F&#252;r die Schule und Lehrerinnen und Lehrer ergibt sich f&#252;r mich folgendes, was, wie &#252;brigens der gesamte Beitrag, ein Beitrag zur Diskussion und zur Entwicklung eigener Handlungsstrategien sein soll und keine feststehende Position, sodass Kommentare mit widersprechenden, weiter f&#252;hrenden etc. Gedanken sehr erw&#252;nscht sind:</p>

<div>
<ul>
    <li>Es ist nicht Aufgabe der Schule, &#252;ber mangelnde Internetkompetenz von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu klagen, denn die im Rahmen von Lernprozessen erwarteten Kompetenzen fallen nicht in den Bereich der Kompetenzen, die mit den Prim&#228;rfunktionen, die das Internet im Augenblick f&#252;r Jugendliche (und viele Erwachsene) zu haben scheint, quasi automatisch erlernt werden. Schule muss vielmehr f&#252;r sich definieren, was ihre Aufgabe angesichts der Netzwerkgesellschaft ist. Dabei scheint die Nutzung digitaler Medien (also das Wissen, <em>wie</em> Software benutzt wird) die Reflexionsfragen, also Fragen nach Folgen, gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen durch digitale Netzwerke (Globalisierung) etc. oft eher an zweite Stelle zu setzen. Oder aber umgekehrt: Es wird, ohne konkret mit den Medien zu arbeiten, allein &#252;ber m&#246;gliche Folgen gesprochen und dabei vor allem negative Folgen in den Blick genommen oder Unheilsszenarien entwickelt, die mit der Erfahrung von Netznutzern oft weit weniger zu tun haben, als bei diesen eher medienkritischen Ans&#228;tzen oft vermutet wird.</li>
    <li>Lehrende sollten sich genau anschauen, welche Funktionen das Internet f&#252;r Jugendliche hat und bei diesen ansetzen, diese ernst nehmen, an diese anschlie&#223;en. Wenn dies zun&#228;chst einmal die Funktion ist, Kommunikation zu erm&#246;glichen und Daten abzurufen, bringt es wenig, von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern zu erwarten, dass sie ab so fort an Wikis mitarbeiten sollen, E-Leraning-Plattformen professionell nutzen und gef&#228;lligst bloggen sollen.</li>
    <li>Die Heranf&#252;hrung an Nutzungsformen des Internets und des Computers sowie deren Reflexion muss problemorientiert erfolgen, also mit klar erkennbaren Funktionen verbunden sein, die nicht nur f&#252;r die Lehrenden Funktionen sind, die den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen nicht transparent werden, sondern wirkliche Funktionen f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler haben. Dies kann in kleinen Schritten passieren, z. B. indem die Frage nach der Informationssuche im Netz thematisiert wird, die Frage in den Raum gestellt wird, wie der Kommunikationsraum „Internet“ f&#252;r das eigene Lernen genutzt werden kann / genutzt wird (denn Sch&#252;ler chatten nat&#252;rlich auch &#252;ber Hausaufgaben, Klassenarbeiten und deren Vorbereitungen etc., ohne dass Lehrende das mitbekommen – und geben dem Internet auf diesem Wege bereits auch f&#252;r die Schule eine Funktion). Spannend kann es in einem solchen Rahmen auch sein, wenn Lehrende selbst als Nutzer des Netzes im Rahmen des Lehrens auftreten und aus eigener Erfahrung davon erz&#228;hlen k&#246;nnen, wie es ist, sich nicht nur sozial zu vernetzen sondern thematisch orientiert vernetzt zu arbeiten. Anders ausgedr&#252;ckt: Lehrende stehen selbst vor der Herausforderung, sich auf ihre Kompetenzen hin befragen zu lassen, die zu vermitteln von ihnen (zunehmend) erwartet wird.</li>
    <li>Es ist nicht die erste und alleinige Aufgabe der Schule, kompetente PC- und Internetnutzer zu „produzieren“, die dann „funktionierend“ auf den Arbeitsmarkt gehen und Technologien nutzen k&#246;nnen, sondern es ist in meinen Augen eine zentrale Aufgabe von allen Bildungsprozessen, aufkl&#228;rerisch im besten Sinne zu arbeiten: Medienkompetenz dient nicht nur der Mediennutzung, sie geht nicht im gekonnten Gebrauch von Software und Angeboten im Internet auf, sondern beinhaltet immer auch die Reflexionsf&#228;higkeit &#252;ber das, was eine Funktion f&#252;r einen selbst, eine Gruppe oder eine Gesellschaft hat. Denn gesellschaftliche und technische Innovation h&#228;ngt auch vom Verstehen dessen ab, was geschieht. Funktionen sind oft nicht auf ersten Blick erkennbar, wenn sie &#252;ber die pers&#246;nliche „User Experience“ hinaus gehen.</li>
    <li>Bei all dem gilt es, reale Lernszenarien anzubieten, in denen Mediennutzungs- und Mediennutzungsreflexionskompetenz erworben werden k&#246;nnen, weil erst diese Kombination in meinen Augen die Rede von einem wirklich kompetenten Umgang mit Medien erlaubt.</li>
</ul>
</div>

<p>Darin liegen sicher viele Herausforderung, aber wenn es stimmt, und ich gehe davon aus, dass dem so ist, da die im Spiegelartikel <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/jugendliche-web-20" target="_blank">zitierte Studie des Hans-Bredow-Instituts</a>, die &#252;brigens <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/" target="_blank">von einem eigenen Blog begleitet </a>wurde<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/06/das-netz-seine-funktionen-und-die-null-blog-debatte/#footnote_1_3512" id="identifier_1_3512" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="An dieser Stelle eine Fu&amp;#223;note zum &bdquo;aufkl&amp;#228;rerischen Gebrauch&ldquo; von Medien: Mir f&amp;#228;llt auf, dass in nahezu allen Artikeln, die sich auf den Spiegelartikel beziehen, die entsprechenden Websites des Hans-Bredow-Instituts nicht verlinkt sind. Das &amp;#252;berrascht mich.">2</a></sup>, zu diesen Ergebnissen kommt, dass das Internet von allen Befragten als keine neue Welt, sondern eine n&#252;tzliche Erweiterung der alten, wahrgenommen wird, dann bestehen gute Chancen, dass die Reflexionsf&#228;higkeit auch an anderen Gegenst&#228;nden geschult werden kann, dass die entsprechenden Denkstrukturen entwickelt werden k&#246;nnen, die dann auch auf die Reflexion des Umgangs mit digitalen Medien &#252;bertragen werden k&#246;nnen.</p>

<p>Allerdings erlaube ich mir am Ende dieses Beitrages die Frage, ob das Empfinden des Internets als n&#252;tzliche Erweiterung der alten Welt, das an unterschiedlichen Stellen aufgegriffen wurde, tats&#228;chlich so gelesen werden, kann, dass es in Wirklichkeit auch so ist.</p>

<p>Gerade im Rahmen der Globalisierung tr&#228;gt das Internet n&#228;mlich zu einer gravierenden Ver&#228;nderung der „alten Welt“ bei, die mehr ist, als nur eine „Erweiterung der alten Welt“. Und es gibt in der Medienphilosophie dar&#252;ber hinaus Hinweise, dass digitale Technologie und das Internet die Wahrnehmung von Welt als solcher wesentlich tiefgreifender ver&#228;ndern, als es von den Nutzern selbst wahrgenommen wird.</p>

<p>Die Aussage, dass das Internet von allen Befragten als keine neue Welt, sondern eine n&#252;tzliche Erweiterung der alten, wahrgenommen wird, hat in sich nur insofern einen Wahrheitsgehalt, als sie den Eindruck der Befragten wiedergibt – und eigentlich mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet, denn diese Aussage m&#252;sste auf ihren Geltungsanspruch, der implizit an den Stellen, an denen sie zitiert wird angenommen wird, eigentlich erst &#252;berpr&#252;ft werden. Aber das ist ein anderes Thema, das hier zu weit vom eigentlichen Thema weg f&#252;hrt und deshalb vielleicht in einem anderen Artikel wieder aufzugreifen sein wird.</p>

<p>Links zum Thema:</p>

<div>
<ul>
    <li>Die Ausgangspunkte:</li>
</ul>
<blockquote style="padding-left: 30px;">Studie des Hans-Bredow-Institutes
<blockquote>
<ul>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/publikation/erschienen-heranwachsen-mit-dem-social-web" target="_blank">http://www.hans-bredow-institut.de/de/publikation/erschienen-heranwachsen-mit-dem-social-web</a></li>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/jugendliche-web-20" target="_blank">http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/jugendliche-web-20</a></li>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/" target="_blank">http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/</a></li>
</ul>
</blockquote>
</blockquote>
</div>

<blockquote>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709492,00.html" target="_blank">Der Spigelartikel „Null Blog“</a></p>
</blockquote>

<ul>
    <li>Einige Repliken</li>
</ul>

<blockquote>
<p style="padding-left: 30px;">Matthias Schwenk: <a href="http://carta.info/31613/spiegels-null-blog-generation-kein-grund-zur-sorge-sie-hoeren-immer-noch-musik/" target="_blank">Spiegels “Null Blog”-Generation: Kein Grund zur Sorge, sie h&#246;ren immer noch Musik</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">René Scheppler: <a href="http://lernwolke.de/2010/08/03/ja-wo-surfen-sie-denn-spiegel-findet-die-net-generation-nicht/" target="_blank">Ja, wo surfen sie denn? Spiegel findet die Net-Generation nicht</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Prof. Dr. Karsten D. Wolf: <a rel="bookmark" href="http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_wolf/?p=409" target="_blank">Digitale Literalit&#228;t verl&#228;ngert die Bildungshebel</a></p>
<p id="posttitle_24945320" style="padding-left: 30px;">Martin Lindner: <a href="http://martinlindner.posterous.com/warum-wir-den-schulern-web-20-und-die-damit-v" target="_blank">Warum wir den Sch&#252;lern Web 2.0 (und die damit verbundenen Praktiken) beibringen m&#252;ssen, auch wenn es sie gar nicht interessiert.</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Robert Basic: <a rel="bookmark" href="http://www.robertbasic.de/2010/08/zu-satt-zum-hungern/" target="_blank">zu satt zum Hungern?</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Bologorette, Tamis Blog: <a href="http://blogorette.de/?p=338" target="_blank">Null Blog statt Net Generation?</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Andreas Kalt: <a href="http://www.rete-mirabile.net/lernen/das-netz-und-wie-man-damit-umgehen-kann-oder-soll?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+rete-mirabile+%28Rete-Mirabile.net%29" target="_blank">Das Netz und wie man damit umgehen kann oder soll</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="http://kartellblog.de/2010/08/06/off-topic-generation-null-blog/" target="_blank">Off topic: Generation “Null Blog”</a></p>
</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/17/nachdenken-ueber-guten-unterricht/" rel="bookmark" title="17. August 2010">Nachdenken &#252;ber (guten!) Unterricht</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/17/herrlarbig-jetzt-auch-hoeren/" rel="bookmark" title="17. Januar 2010">herrlarbig jetzt auch h&#246;ren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/bildungsorte-das-staedel-zu-frankfurt-am-main/" rel="bookmark" title="18. September 2009">Bildungsorte: Das St&#228;del zu Frankfurt am Main</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>
</ul>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3512" class="footnote">Damit ist nicht behauptet, dass das Netz nicht noch viel mehr Funktionen hat, die tiefgreifende Ver&#228;nderungen der faktischen Lebenswelt mit sich bringen und die von vielen Nutzern und Nutzerinnen des Netzes nicht reflektiert werden. Zur Notwendigkeit aufkl&#228;rerischer Arbeit im Umgang mit dem Netz sp&#228;ter mehr.</li><li id="footnote_1_3512" class="footnote">An dieser Stelle eine Fu&#223;note zum „aufkl&#228;rerischen Gebrauch“ von Medien: Mir f&#228;llt auf, dass in nahezu allen Artikeln, die sich auf den Spiegelartikel beziehen, die entsprechenden Websites des Hans-Bredow-Instituts nicht verlinkt sind. Das &#252;berrascht mich.</li></ol>
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		<title>Prof. Dr. Martin ist pensioniert und wird noch immer kl&#252;ger…</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 22:07:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Jean-Pol Martin war Lehrer und Prof. f&#252;r Franz&#246;sischdidaktik an der Universit&#228;t Eichst&#228;tt. Ein Experte des Lernens, der „ganz nebenbei“ auch noch die Methode LdL entwickelte – ein kluger Mann, der heute von sich sagt, er werde immer kl&#252;ger. &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/01/19/prof-dr-martin-ist-pensioniert-und-wird-noch-immer-klueger/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Prof. Dr. Jean-Pol Martin</a> war Lehrer und Prof. f&#252;r Franz&#246;sischdidaktik an der Universit&#228;t Eichst&#228;tt. Ein Experte des Lernens, der „ganz nebenbei“ auch noch die Methode <a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschung/forschungsprojekte/ldl.de" target="_blank">LdL</a> entwickelte – ein kluger Mann, der heute von sich sagt, er werde immer kl&#252;ger.</p>

<p>Was die einen als v&#246;llige Reiz&#252;berflutung ansehen und als Un&#252;berschaubarkeit des Internets und damit die Verflachung der Gedanken durch das Internet beklagen ist ihm anregende Aktivierung seines Denkens, wie er in diesem Video erz&#228;hlt:</p>

<p>http://www.youtube.com/watch?v=mjRk52ClBBw</p>

<p>Und an anderer Stelle berichtet Martin von der Bedeutung der Informationsbearbeitung als Grundbed&#252;rfnis des Menschen:</p>

<p>http://www.youtube.com/watch?v=dfrkdAswNWc</p>

<p>Das beeindruckt mich, denn Jean-Pol Martin wei&#223;, wovon er spricht und – was fast noch wichtiger ist – hat gen&#252;gend Erfahrungen mit Lernenden, konkret: mit Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern.</p>

<p>Hier ist einer, der nicht im Verdacht steht, ein digital native zu sein, einer, der es gar nicht n&#246;tig hat, ein Medium zu verteidigen, dessen bildende Wirkm&#228;chtigkeit er Tag f&#252;r Tag selbst erlebt.</p>

<p>Und da ist einer, dessen Ideen und Gedanken mir wahrscheinlich nicht in der Intensit&#228;t begegnet w&#228;ren, wie es vor knapp einem Jahr passiert ist. – Und pl&#246;tzlich war ich drinnen, in einem Netzwerk von Menschen, die sich leidenschaftlich mit Fragen der Bildung im 21. Jahrhundert befassen, von denen ich sehr viel gelernt habe, mit denen ich kontrovers diskutiere – und denen ich, von wegen Anonymit&#228;t des Internets, teilweise auch schon pers&#246;nlich begegnen durfte.</p>

<p>Ohne Internet h&#228;tte dieses Netzwerk kaum die M&#246;glichkeiten zu so intensiver Zusammenarbeit, zu so intensivem Austausch, wie ich das immer wieder erlebe. Und gerade Jean-Pol Martin, der auf die schnellen Reaktionsgeschwindigkeiten des Netzes baut, hat hier ein Medium gefunden, auch nach seiner Pensionierung hochgradig aktiv weiter zu denken.</p>

<p>Was also soll die massive Kritik, die der Einsatz des Internets und anderer digitaler Medien in Lernzusammenh&#228;ngen nach wie vor auszul&#246;sen vermag?</p>

<p>Ist es „nur“ die &#252;bliche Kritik, die jede Medienrevolution begleitet? Die Schrift wurde von Sokrates kritisiert; Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks l&#246;ste Skepsis aus; die Beat-Musik wurde kritisch be&#228;ugt; das Fernsehen wurde zum Weltuntergangsmedium gek&#252;rt; das Aufkommen von tragbaren Kassettenger&#228;ten mit Kopfh&#246;rern l&#246;ste die Furcht einer ertaubenden Generation aus – und nun stehen eben das Internet und der massiv wachsende Einsatz digitaler und vor allem auch mobiler Ger&#228;te im Fokus der im Grunde seit &#252;ber 2000 Jahren immer gleichen Kritik.</p>

<p>Ist es eine substantielle Kritik? Eine solche setzt eine echte Kritik im philosophischen Sinne voraus, die nicht darin besteht, etwas, das ist, pauschal zu verneinen, sondern dort ihren Ort hat, wo differenziert die M&#246;glichkeiten und Grenzen von etwas Seiendem ausgelotet werden. Eine solch differenzierende Kritik, die letztlich einen Zugewinn an kompetentem Umgang mit z. B. einem Medium bedeutet, sehe ich viel zu selten.</p>

<p>Das mag einer der Gr&#252;nde sein, warum so viele, die sich kritisch und praktisch mit digitalen Medien befassen, gerne mal als Geeks, mal als Freaks oder gar als Nerds angesehen werden.</p>

<p>Vor diesem Hintergrund finde ich Jean-Pol Martins Statement bemerkenswert, in dem er bekennt, dass das Internet ihn nicht d&#252;mmer gemacht habe, sondern Tag f&#252;r Tag kl&#252;ger werden l&#228;sst. Und dabei bezieht er sich vor allem auf die Inhalte des Netzes, spricht er nicht einmal von all den Kompetenzen, die sich jeder (fast nebenbei) aneignet, der sich der produktiven Nutzung dieser „neuen“ Medien bedient.</p>

<p>Spannend finde ich ihn diesem Zusammenhang, dass ich vor kurzem in einem Aufsatz eines Sch&#252;lers las, dass er der Meinung sei, dass Jugendliche sich deshalb so intensiv den Medien aussetzen, weil sie lernen wollen, weil sie diese Medien verstehen und nutzen wollen. Und darin, so der Sch&#252;ler weiter, l&#228;ge auch ein Grund daf&#252;r, dass Jugendliche so gerne st&#228;ndig die neuesten Ger&#228;ten haben wollten: Die Entwicklung geht so schnell voran und sie haben so vieles zu entdecken.</p>

<p>Was vielen Jugendlichen aber fehlt – und in meinen Augen ist das ein wichtiger Grund f&#252;r manche, von mir gar nicht in Frage gestellte, Fehlentwicklung  –, sind Leute, die selbst h&#246;chst produktiv mit Computer, vernetzten Strukturen und somit auch dem Internet umgehen und so zeigen, wo das eigentlichen Lernpotential im Umgang mit digitalen Medien liegt.</p>

<p>Und dann ist es letztlich nicht das Internet, das zu Un&#252;bersichtlichkeit und Verflachung von Gedanken f&#252;hrt. <a href="http://www.welt.de/politik/bildung/article5882848/Deutsche-Schulen-bei-PC-Nutzung-Schlusslicht.html" target="_blank">In einer Studie, die gerade erst bekannt wurde</a>, wurde (ohne dass mich das Ergebnis &#252;berrascht h&#228;tte) dargestellt, dass genau dort, wo diese Ph&#228;nomene kritisch begleitet werden k&#246;nnten, um so zu einem kompetenteren Umgang mit Computer und Internet zu kommen, diese Besch&#228;ftigung nach wie vor zu wenig stattfindet.</p>

<p>Ein Grund liegt sicher in der nach wie vor vorhandenen Situation, dass der Einsatz von Computern als Bildungsinstrument von der Infrastruktur in Schulen erschwert wird: Da gibt es PC-R&#228;ume, die gebucht werden m&#252;ssen, so sie nicht schon belegt sind, aber keine PCs in den „normalen“ Klassenr&#228;umen. Da gibt es Lehrende, die selbst erst wieder zu Lernenden werden m&#252;ssen, um selbst in der Lage zu sein, digital gest&#252;tzte Lernprozesse zu begleiten und, diese Zahl der Studie finde ich besonders spannend, nur 15% der Jugendlichen d&#252;rfen diese infrastrukturellen Gegebenheiten durch das Mitbringen eigener digitaler Arbeits(!)instrumente selbstbestimmt verbessern.</p>

<p>Und nun kommt da ein „alter“ Bildungshase wie Jean-Pol Martin und sagt, dass ihn das Internet Tag f&#252;r Tag kl&#252;ger mache und – das erg&#228;nze ich jetzt aus eigener Beobachtung – gleichzeitig genau mit dem versieht, was in der heutigen Bildungsdebatte ganz oben auf der Agenda steht: Handlungskompetenzen.</p>

<p>Mir geben diese Zusammenh&#228;nge viel Stoff zum Denken.</p>

<p>Wie denken Sie dar&#252;ber? Was denkst du dar&#252;ber? Mithilfe der Kommentarfunktion zu diesem Artikel, k&#246;nnen Sie / kannst du hier selbst das Vernetzen ein klein wenig &#252;ben und jeden, der es mag, an Ihren / Deinen Gedanken zum Thema teilhaben lassen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 21:42:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwo in Frankfurt h&#228;ngen sie noch, jene Aufkleber, die zum letzten „Bildungsstreik“ in Frankfurt aufriefen. Dort steht: „Heute schon auswendig gelernt?“ Damit soll nat&#252;rlich gesagt werden, dass Bildung, die in Auswendiglernen bestehe, keine gute Bildung sein k&#246;nne. Und entsprechend m&#252;ssten wir die gebildetsten Jugendlichen seit Menschengedenken auf ihren Lebensweg lassen.</p>

<p>Und dann kommt Daniel Pennac und schreibt in „<a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/937916/" target="_blank">Schulkummer</a>“</p>

<blockquote>„Beim Auswendiglernen ersetze ich nichts, sondern f&#252;ge allem etwas hinzu.“</blockquote>

<p>Pennac singt ein Loblied des (richtigen) Auswendiglernens von Texten – und eben nicht nur oder vor allem Gedichten! Da stehen kurze Sentenzen von Woody Allen ebenso auf dem Programm, wie philosophische Texte. Jede Woche lernen seine Sch&#252;ler einen Text – und alle m&#252;ssen sie an jedem Tag vortragen k&#246;nnen. Und der Vortrag wird nat&#252;rlich benotet.</p>

<p>Ich geh&#246;re schon zu einer der Generationen, die im Deutschunterricht auf Kurzzeitged&#228;chtnis getrimmt wurden: Wir lernten in der Grundschule das letzte Gedicht auswendig. Dass wir so etwas im Gymnasium gemacht h&#228;tten, kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Und im Studium verlangte das sowieso keiner.</p>

<p>Wenn ich es wie Pennac machen w&#252;rde – was k&#228;me dabei heraus? Am Anfang vielleicht Protest. Anschlie&#223;end gelangweilte Ergebenheit. Es k&#228;me erst einmal nichts dabei heraus, das nicht ein extrem hohes Durchhalteverm&#246;gen erfordete.</p>

<p>Wann haben Sch&#252;ler denn auch Zeit zum Lernen? Nach mittlerweile bis 18 Uhr reichende Schultage in Deutschland – und das schlie&#223;t nicht aus, dass man dennoch schon zur ersten Stunde anwesend sein musste, um dann durch den Unterricht und vor allem die Freistunden zu kommen. Vielleicht bleibt noch Zeit f&#252;r einen Verein, ein Instrument – aber Hausaufgaben… Ich kann gut nachvollziehen, dass daf&#252;r oft keine Zeit bleibt oder aber die Zeit, in der sie gemacht werden, verlorene Zeit ist, da von der verf&#252;gbaren Konzentration da oft nichts mehr &#252;brig bleibt. Und dann auch noch was auswendig lernen?</p>

<p>Pennac beschreibt solche Reaktionen selbst. Er beschreibt aber auch, wie viel ist davon gesch&#246;nt oder ist er wirklich so motivierend?, dass sich die Haltung der Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zum Auswendiglernen im Laufe der Zeit ver&#228;nderte und sie sogar mit den gelernten Texten spielten, die ihnen wohl in Fleisch und Blut &#252;bergangen sein m&#252;ssen.</p>

<p>Jede Woche einen Text auswendig lernen? Das klingt extrem mechanisch.</p>

<p>Warum aber bedauere ich es dann, dass ich nicht selbst in einer solchen Kultur aufgewachsen bin, in der ich lernte, mir Sprache inwendig zu machen, Gedanken anderer so mir selbst zu eigen zu machen, dass ich sie nicht nur als schemenhafte Erinnerung, sondern w&#246;rtlich zur Verf&#252;gung habe?</p>

<p>Zugegeben: An Gedichten habe ich mich immer wieder probiert. Aber an „normalen“ Texten? Gedichte liegen ein paar in meinem Gehirn, doch selbst das Studium hat mich nicht mit den Texten und ihrer Sprache als solchen in Ber&#252;hrung gebracht, sondern immer nur mit dem Erfassen der Gedanken, die sprachlich &#252;bermittelt werden. Und selbst ein Professor, der hunderte Texte auswendig konnte, hat dies von uns nie eingefordert, sondern sprach immer nur &#252;ber die Texte. Welche Sch&#246;nheiten der Sprache wurden so von uns zerpfl&#252;ckt!</p>

<p>Nun: Eine Voraussetzung m&#252;ssen Texte allerdings haben, die auswendig gelernt werden sollen: Es geht nicht um das Auswendiglernen als solches, es m&#252;ssen relvante Texte sein. Ein relevanter Text(ausschnitt) pro Woche, mehr muss es gar nicht sein. Keine sinnlosen Gedichte, keine zweitrangigen Texte oder solche, die didaktisch aufbereitet pr&#228;sentiert werden. Einfach nur Texte, die vom Papier in das Gehirn bef&#246;rdert werden und k&#246;rperlich als Wissen verf&#252;gbar werden. – Mehr muss es gar nicht sein. Aber weniger war es viel zu lang.</p>

<p>Ich schaue bei solchen &#220;berlegungen gerne auf Sportler. Es ist doch &#252;berraschend, wie viel auch Jugendliche im Sportbereich zu tun bereit sind. St&#228;ndig werden gleiche Bewegungsabl&#228;ufe trainiert, st&#228;ndig bringen sie sich an die Grenze ihrer Leistungsf&#228;higkeit, st&#228;ndig sind sie im Wettbewerb. Doch viele von ihnen sind nicht bereit, st&#228;ndig die gleichen S&#228;tze zu trainieren, st&#228;ndig vor neuen sprachlichen Herausforderungen zu stehen und dabei auch st&#228;ndig im Wettbewerb zu stehen.</p>

<p>Und so lautet mein Schm&#246;ker-Schnipsel heute dann auch:</p>

<blockquote>„Beim Auswendiglernen ersetze ich nichts, sondern f&#252;ge allem etwas hinzu.“</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen“, fasst Maik Riecken die Grenzen und Gefahren eines vor allem auf Kompetenzen ausgerichteten Bildungsbegriffs zusammen. Und weiter schreibt Riecken: „Kompetenzen fangen f&#252;r mich immer mit dem Inhalt an &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen“, fasst <a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Maik Riecken</a> die Grenzen und Gefahren eines vor allem auf Kompetenzen ausgerichteten Bildungsbegriffs zusammen. Und weiter schreibt Riecken:</p>

<blockquote>„Kompetenzen fangen f&#252;r mich immer mit dem Inhalt an – nie mit der Methode, nie mit dem Medium. Wir k&#246;nnen nicht alles wissen. Das hei&#223;t aber nicht, dass wir kein Wissen mehr vermitteln sollten oder dass wir keines mehr brauchen.“ (<a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>Kompetenzen! – So lautet das neue Zauberwort, seit PISA 1 &#246;ffentlichkeitswirksam darstellte, dass es mehr und mehr Jugendliche (<em>u. a.</em> [sic!] in Deutschland) gibt,<span id="more-2032"></span> die z. B. nicht mehr in der Lage sind, in Texten vorhandenes Wissen oder in Texten dargestellte Arbeitsanweisungen, beispielsweise bei Textaufgaben im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, herauszuarbeiten oder anzuwenden.</p>

<p>Die logische Folge aus dieser Erkenntnis ist, dass die F&#228;higkeit zur Anwendung von Wissen st&#228;rker in den Vordergrund gestellt werden muss. Es muss gelernt werden, wie gelernt wird, was heute unter dem Schlagwort „Lernen lernen“ zusammengefasst wird. Es muss aber ebenso gelernt werden, wie Inhalte so erfasst werden k&#246;nnen, dass diese f&#252;r den Bildungsprozess fruchtbar und wirksam werden k&#246;nnen. – Es geht also nicht nur darum, Buchstaben zu lernen, um in der Lage zu sein, diese in Texten wiederzuerkennen, sondern darum, das System, in dem die Buchstaben zu gr&#246;&#223;eren Buchstabengruppen (W&#246;rter, S&#228;tze, Texte) werden, zu verstehen, da nur so die in Zeichenstrukturen festgehaltenen Inhalte erfasst werden k&#246;nnen.</p>

<p>Eine Kompetenz umfasst immer mehr als eine Anwendungsf&#228;higkeit. Und wenn der deutsche Begriff „F&#228;higkeit“ auch schon eine ganze Menge von dem beinhaltet, was in der Diskussion um Kompetenzenorientierung als wichtig angesehen wird, so schlage ich an dieser Stelle dennoch vor, den englischen Begriff der „literacy“ zu benutzen, da dieser einige Seiten in Bildungsprozessen ber&#252;cksichtigt, die weder im Begriff der „F&#228;higkeiten“ noch der „Kompetenzen“ automatisch mitgedacht werden. Ich schlage dies vor, da „F&#228;higkeiten“ eher mit dem englischen „abilities“ korrespondiert und der Kompetenzenbegriff eher mit dem englischen „skills“ erl&#228;utert werden kann.</p>

<p>Also „literacy“. Um diesen Begriff richtig zu verstehen, darf man nicht den Fehler machen, ihn einfach mit Lesekompetenz oder gar Literalit&#228;t zu &#252;bersetzen, wie z. B. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Literacy" target="_blank">Wikipedia</a> das macht. „Literacy“ wird in unterschiedlichen Zusammenh&#228;ngen verwendet und meint in diesen eben mehr als nur Lesef&#228;higkeit: Wenn zum Beispiel von „reading literacy“ die Rede ist, dann bezieht sich diese auf eine „schriftsprachliche Rezeptionsf&#228;higkeit im weitesten Sinn, etwa auf Verstehens­leistungen bei der Lekt&#252;re verschiedener linearer Textsorten, aber auch bei Tabellen, Graphiken, Lexikon oder Hypertexten“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/#footnote_0_2032" id="identifier_0_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="CORNELIA ROSEBROCK (2006). Lesesozialisation und Lesef&amp;#246;rderung &ndash; literarisches Leben in der Schule. In: MICHAEL K&amp;#196;MPER-VAN DEN BOOGAART (Hg.), Deutsch-Didaktik: Leitfaden f&amp;#252;r die Sekundarstufe I und II. Berlin, Cornelsen Verlag Scriptor: 153&ndash;174, 154.">1</a></sup></p>

<!--        @page { margin: 56.7pt }        P { margin-bottom: 6pt } -->

<p>Als zweites Beispiel, in welchen Zusammenh&#228;ngen von „literacy“ &#252;ber „Lesef&#228;higkeit“ oder „Lesekompetenz“ hinaus gesprochen werden kann, sei hier im Sinne Sonja Livingstons, die am <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm">Department for Media and Communication</a> der <a href="http://www.lse.ac.uk/" target="_blank">London School of Economics and Political Sciences</a> arbeitet, der Begriff der „media literacy“ genannt, zu dem <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm#medialiteracy" target="_blank">Livingstone gearbeitet hat</a>. – Livingstone definiert „media literacy“ als “the ability to access, analyse, evaluate and create messages across a variety of contexts” (die F&#228;higkeit / Kompetenz des Zugangs, der Analyse, der Evaluation und der Erstellung zu / von Nachrichten in unterschiedlichen Kontexten).</p>

<p>Dies klingt zun&#228;chst einmal nach einer reinen Ansammlung von F&#228;higkeiten, die zwar die Anwendbarkeit der Medien zulassen, aber keine Kenntnisse &#252;ber diese Medien voraussetzen. Und damit wird aus einem kompetenten Menschen in diesem Sinne ein abh&#228;ngiger Mensch, wie <a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Riecken so treffend darstellt</a>:</p>

<blockquote>„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen. Wie viele Menschen sind z.B. von einer bestimmten Benutzeroberfl&#228;che eines Rechners abh&#228;ngig, weil sie nicht verstehen wollen, was der Rechner f&#252;r sie macht? Relevantes Wissen im IT-Bereich bedeutet das Erlernen von Konzepten – etwa der Objektorientierung – die es erlauben, jedes Schreibprogramm, welche objektorientiert arbeitet (das tun fast alle) zu bedienen. Das erm&#246;glicht mir Freiheit bei der Wahl meines Softwareanbieters. Dazu ben&#246;tige ich zun&#228;chst aber Wissen um die Objektorientierung und ich brauche jemanden, der erkennt, dass die Objektorientierung relevantes Wissen darstellt. Habe ich dieses Wissen nicht, muss ich andere Leute fragen oder f&#252;r eine Dienstleistung zahlen.“</blockquote>

<p>Doch Livingstone erkennt dieses Problem und stellt in ihren &#220;berlegungen zur Evaluation von Nachrichten in unterschiedlichen medialen Kontexten folgendes fest:</p>

<blockquote>“<em>There is little point in access or analysis without judgement</em>, but a stress on evaluation raises, rightly, some difficult policy questions when specifying and legitimating appropriate bases of <em>critical literacy – aesthetic, political, ideological and/or economic</em>. The scope and purpose of evaluation is also disputed: is media literacy intended to promote a democratised, diverse, anti-elitist approach to online representations or should it underpin a more traditional, hierarchical discrimination of good from bad, authoritative from unauthorised, information and communication?”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/#footnote_1_2032" id="identifier_1_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sonja Livingstone (2004) What is media literacy? Intermedia, 32(3), 18-20. September &ndash; Hervorhebungen von mir.">2</a></sup></blockquote>

<p>An diesem Punkt wird deutlich, dass „literacy“ als Begriff mehr als nur F&#228;higkeiten und Kompetenzen (abilities / skills) umfasst: Es geht auch um die F&#228;higkeit zum kritischen Umgang mit den Kompetenzen bzw. vor allem den Inhalten oder Gegenst&#228;nden, die &#252;ber Kompetenzen erschlossen werden. Es geht um die F&#228;higkeit des reflexiven, auf Wissen (Inhalten!) basierenden Umgangs mit Kompetenzen, der auch dann noch weiter hilft, wenn z.B. die Benutzeroberfl&#228;chen von Computerprogrammen v&#246;llig anders aussehen, als wir das heute gewohnt sind.</p>

<p>Doch der „literacy“-Begriff ist meines Erachtens noch umfassender. Er beinhaltet n&#228;mlich auch all jene Faktoren, die den Prozess der Erfassung und Integration von Inhalten in den eigenen Kompetenzen-Pool vor dem je eigenen biographischen, sozialen und kulturellen Hintergrund begleiten und f&#252;hrt im Idealfall auch zu der Kompetenz, diese Hintergr&#252;nde reflexiv und kritisch in den eigene (handlungsorientierten) Lernprozess zu integrieren. Dieser Idealfall ist es, den ich (neben noch weiteren, hier nicht n&#228;her ausgef&#252;hrten Differenzierungen) mit dem Bildungsbegriff verbinde.</p>

<p>Zugegeben: Ich kenne keinen einzigen an Bildungsprozessen Beteiligten, der der Annahme, dass Kompetenzenorientierung nicht ohne Inhalte gehe, widersprechen w&#252;rde. Grunds&#228;tzlich scheint allgemein akzeptiert zu sein, dass der Prozess der Wissensgenerierung mit praktischen Bez&#252;gen und bildenden Wirkungen ein dialektischer ist, der sich zwischen Inhalten und praktischen Anwendungen hin und her bewegt. Und doch scheint es mir in diesem dialektischen Prozess gegenw&#228;rtig eine &#220;bergewichtung der Kompetenzen zu geben, was sicher mit der vorhergegangenen &#220;bergewichtung der Inhalte zu tun hat, aber deshalb dennoch einseitig ist.</p>

<p>Was also ist meines Erachtens in der gegenw&#228;rtigen Bildungs- / Kompetenzen-Diskussion unbedingt zu ber&#252;cksichtigen? Was findet statt? Wo sind Tendenzen erkennbar, die in paradoxe Situationen f&#252;hren?</p>

<ol>
<li><p>Bildungsprozesse sollen individualisiert ablaufen. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen sollen von ihren individuellen F&#228;higkeiten und Voraussetzungen her gef&#246;rdert werden, sodass idealerweise eine intrinsische Motivation des Lernens erreicht wird. Und dabei werden idealerweise biographische, soziale und kulturelle Hintergr&#252;nde ber&#252;cksichtigt und in den Bildungsprozess integriert – zumindest der Idee nach. Paradoxien zu dieser Forderung des individualisiert von Lehrenden begleiteten Lernprozesses tauchen meines Erachtens an zwei Stellen auf: Zum einen ist es selbst den begabtesten Lehrenden unm&#246;glich in Lerngruppen von z. T. &#252;ber drei&#223;ig Kindern &#252;ber punktuelle Individualisierung hinaus die M&#246;glichkeiten dieser Form des Lernens und Lehrens voll zu nutzen, da die Gruppen und die sich daraus ergebende Summe der individualisiert zu unterrichtenden Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu gro&#223; ist, um allen Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen angemessen individualisierte Lernoptionen in der notwendigen Kontinuit&#228;t anzubieten. Das macht zwar die individuelle F&#246;rderung nicht unm&#246;glich, erschwert sie aber in einem Ma&#223;e, dass entsprechenden Forderungen bspw. der Bildungspolitik nur in Ans&#228;tzen entsprochen werden kann. Andererseits steht der Kompetenzenorientierung und Individualisierung von Bildungsprozessen der starke Drang zu stark inhaltlich orientierten Standardisierungen gegen&#252;ber, die &#252;berall dort, wo zentrale Pr&#252;fungen abgelegt werden m&#252;ssen, die Lehrerinnen und Lehrer vor eine nahezu unl&#246;sbare Aufgabe stellen: Wie individualisiere ich Unterricht, wenn am Ende doch alle das Gleiche k&#246;nnen sollen und m&#252;ssen? – So ist es beispielsweise im Deutschunterricht nicht nachvollziehbar, warum Kompetenzen f&#252;r alle Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in einem Land an den gleichen Lekt&#252;ren erarbeitet werden m&#252;ssen… Von individuellem Lernen kann da nur noch sehr begrenzt die Rede sein.</p></li>
<li><p>Einerseits wird von Kompetenzen gesprochen, diese werden aber nicht weiter differenziert. Es scheint mir bislang, sollte ich da was &#252;bersehen haben, freue ich mich auf Erg&#228;nzungen in den Kommentaren, als f&#228;nde noch keine Diskussion dar&#252;ber statt, wie sich Kompetenzen aufbauen und wie, an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen orientiert, ein Kompetenzenzuwachs darstellbar ist. Wie weit m&#252;ssen Kompetenzen denn nun in Klasse 6, 8, 10 oder gar 13 vorhanden sein? Welche zus&#228;tzlichen Kompetenzen soll ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin nach 10 oder nach 13 Jahren haben? Wo liegen da die Unterschiede. St&#252;nden in einem Lehrplan, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nach 10 Jahren einen angemessen Umgang mit Textverarbeitung, Pr&#228;sentationsm&#246;glichkeiten etc. haben sollen, stellt sich die Frage wodurch sich diese Kompetenzen dann von denen in Klasse 13 oder 12 (beim achtj&#228;hrigen Gymnasium) unterscheiden, wenn dort die exakt gleichen Formulierungen in den Lehrpl&#228;nen stehen? Insgesamt scheint mir der Kompetenzenbegriff entwicklungspsychologisch noch nicht (differenziert genug) gedacht zu sein. Ich vermute sogar, dass hier eigentlich von einem gr&#246;&#223;eren Umfang an Wissen ausgegangen wird, der mit anwendbar und darstellbar sein soll.</p></li>
<li><p>Wenn L&#228;nder mit zentralen Abschlusspr&#252;fungen Lehrpl&#228;ne entwickeln, die vor allem Bildungsstandards und ein fachspezifisches Kerncurriculum vorgeben, l&#228;uft dies inhaltlich definierten Abschlussprofilen zuwider. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schulentwicklung in Richtung selbstverantwortliche Schule hin l&#228;uft, in der, auf der Basis von Bildungsstandards und Kerncurricula, schuleigene, dem Profil einer Schule entsprechende Schulcurricula erstellt werden sollen. Hier entsteht ein Paradox, das nur aufzul&#246;sen ist, wenn schuleigene Abschlusspr&#252;fungen wieder zugelassen werden, die von der Schulaufsicht daraufhin zu &#252;berpr&#252;fen sind, ob sie den Bildungsstandards entsprechen und die Kerncurricula angemessen ber&#252;cksichtigen. Dabei muss es dann egal sein, ob in einer Lerngruppe „Effi Briest“ oder „Irrungen, Wirrungen“ gelesen wird, wenn die Bildungsstandards einen reflexiven Umgang mit dem b&#252;rgerlichen Realismus zulassen. Vor allem in den geisteswissenschaftlichen F&#228;chern kann individualisiertes Lernen letztlich nur gelingen, wenn die inhaltlichen Vorgaben f&#252;r Pr&#252;fungen entsprechend angepasst werden. – Und damit spreche ich mich nicht gegen Inhalte aus. Es will mir vielmehr so scheinen, als wollten viele Kultusadministrationen die inhaltliche Gestaltung durchaus den Schulen bzw. den Fachlehrern im Sinne einer Individualisierung zur&#252;ck geben. Doch dann muss man aufpassen, dass man unter Standardisierung, die der Individualisierung grunds&#228;tzlich zuwider l&#228;uft, nicht die inhaltliche Monokultur versteht, wie sie beispielsweise in L&#228;ndern mit Zentralabitur in der Sekundarstufe II im Augenblick anzutreffen ist.</p></li>
<li><p>Kompetenzen werden am besten an Inhalten und Gegenst&#228;nden gelernt, die einzelne Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen oder Lerngruppen als ganze interessieren. Die heute gefragten Kompetenzen erfordern eine entsprechende Schulorganisation: Individuelle Lernprozesse und Kompetenzenbildung k&#246;nnen nur sehr begrenzt im bislang &#252;blichen Zeitraster geleistet werden, das letztlich die Lerngruppen und die Individuen synchronisiert und so nicht den individuellen Lernanspr&#252;chen gerecht werden kann. L&#228;ngerfristige Planungen (Wochenplan etc.) und eine gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t der vorgegebenen Lernphasen im Rahmen einer festen Stundentafeln w&#228;ren von N&#246;ten, wenn wirklich individualisierter Unterricht stattfinden soll. Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Lehrende sich viel mehr als bislang als Team verstehen, weil letztlich nur so sicher gestellt werden kann, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin angemessen betreut werden kann. Klassenverb&#228;nde von 30 und mehr, in denen Lehrende sich vor allem f&#252;r ihr Fach verantwortlich f&#252;hlen, erh&#246;hen die Zahl der individuell zu betreuenden Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen. Diese Betreuungszahlen k&#246;nnten bereits heute einfach gesenkt werden. Ein Beispiel: An meiner Schule komme auf ca. 1250 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ca. 95 Lehrkr&#228;fte, teilweise in Teilzeit. W&#252;rden die Lehrenden sich die zu betreuenden Sch&#252;ler aufteilen, k&#228;men im Schnitt auf jeden Lehrenden 13 bis 14 Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die in ihrem Lernprozess individuell betreut werden m&#252;ssten. Der Unterschied zu den jetzigen Zust&#228;nden? Im Augenblick unterrichte ich ca. 150 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, was eine relativ niedrige Zahl ist, da die Religionsgruppen in der Mittelstufe relativ klein sind. Dennoch halte ich es f&#252;r unrealistisch, dass ich 150 Personen individuell betreuen und f&#246;rdern kann. Wenn ich aber nun 14 Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen als fester Betreuer zugewiesen bek&#228;me, k&#246;nnte ich diese durchaus im Blick behalten und (anders als  es mir als Fachlehrer m&#246;glich ist) den gesamten Lernprozess und die damit verbundenen F&#246;rdernotwendigkeiten organisieren, weil ich gleichzeitig w&#252;sste, dass andere Kollegen z. B. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die in meinen F&#228;chern F&#246;rderbedarf haben, begleiten. Das w&#252;rde nicht bedeuten, dass sich der Fachlehrer aus der F&#246;rderung seiner Lerngruppen heraus nehmen soll. Das w&#252;rde aber bedeuten, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin zumindest einen fixen Ansprechpartner in der Schule h&#228;tte, der nat&#252;rlich mit Kollegen und Kolleginnen im Gespr&#228;ch sein m&#252;sste, die diese Lernenden unterrichten. Schulen, die sich dem Teamteaching verschrieben haben, scheinen mir hier auf einem sehr guten Weg.</p></li>
</ol>

<p>Zu den zu ver&#228;ndernden Schulstrukturen geh&#246;rt aber auch die Verf&#252;gbarkeit von Ressourcen und Materialien, die f&#252;r individualisierte Lernprozesse notwendig sind. Dazu geh&#246;ren sowohl m&#246;glichst frei zug&#228;ngliche Rechner mit Netzanschluss (idealerweise in jeder Klasse mindesten einer) als auch Nachschlagewerke (wie z. B. W&#246;rterb&#252;cher) in den einzelnen Klassenr&#228;umen – &#252;ber die Verf&#252;gbarkeit von Wissen hinaus, das beispielsweise in schuleigenen oder in der Umgebung angesiedelten Bibliotheken verf&#252;gbar ist. Au&#223;erdem verhindert die bisherige Aufsichtsregelung, vor allem in der Sekundarstufe I, dass beispielsweise ein Teil der Lerngruppe in der Bibliothek und ein zweiter im Klassenraum arbeitet.</p>

<p>„Literacy“ im hier gemeinten Sinne setzt eine wesentlich gr&#246;&#223;ere Ausdifferenzierung der Unterrichts- und Schulorganisation voraus, als sie bis heute an vielen Schulen in Deutschland &#252;blich ist. Unterst&#252;tzend k&#246;nnten in diesem organisatorischen Bereich auch digitale Arbeitsmittel wirken, die die vernetzten Strukturen, auf die Lernen im Prinzip heute hinauslaufen muss, nicht nur symbolisch widerspiegeln sondern praktisch unterst&#252;tzen.</p>

<p>Ob solche Ver&#228;nderungen aber gewollt sind? Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen scheinen mir – und jetzt doch noch eine Lanze f&#252;r die Notwendigkeit der Kompetenzenvermittlung – gerade im Bereich der Vernetzung ihres Lernens nach wie vor reichlich inkompetent. Die so genannten „digital natives“ erscheinen mir oft eher „digital naiv“, was aber nicht den Lernenden anzukreiden ist, f&#252;hrt sie Schule doch in vielen F&#228;llen kaum in diese (<a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2195234_0_1272_-internet-lehrer-2-0-hat-sein-klassenziel-verfehlt.html" target="_blank">auch vielen Lehrenden v&#246;llig unbekannten</a>) Arbeitsformen ein. Entsprechend schwierig ist es, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur Arbeit in vernetzten Systemen zu motivieren, was allerdings auch verst&#228;ndlich ist, wenn sie diese Kompetenzen m&#246;glicherweise nur von einzelnen Lehrkr&#228;ften angeboten bekommen und diese Kompetenzen keinen akzeptierten Ort in der Schulkultur finden. In solchen F&#228;llen kann es sogar zu der paradoxen Situation kommen, dass einzelne Lehrkr&#228;fte hochgradig vernetzt arbeiten und lernen, diese Kompetenzen aber nur extrem begrenzt vermitteln k&#246;nnen, weil sie die Gegebenheiten an den Schulen nicht vorfinden – oder aber sie verlieren die Motivation, diese Kompetenzen zu vermitteln, weil dies immer wieder zu Irritationen im Kontext der Schulgemeinde f&#252;hrt.</p>

<p>Was mit einem Beitrag von Maik Riecken zur Frage des Verh&#228;ltnisses von Wissen und Kompetenzen begonnen hat, hat sich f&#252;r mich unter der Hand zu einer Frage entwickelt, die tief in die Strukturen des Lernens und Lehrens an deutschen Schulen hinein reicht. W&#228;hrend Riecken die tendenzielle Absolutsetzung von Kompetenzen kritisch in den Blick nimmt, womit ich &#252;brigens v&#246;llig einig gehe, versuche ich hier darzustellen, dass die F&#246;rderung des selbst&#228;ndigen Denkens, die eben nicht dazu f&#252;hrt, dass der reine Kompetenzmensch der abh&#228;ngige Mensch von morgen wird, eine umfassende Herausforderung ist, die (wieder einmal) an die grundlegenden Strukturen unserer Bildungseinrichtungen heran reicht. Es ist die Herausforderung von heute, Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Kompetenzen und Wissen dazu zu bef&#228;higen, sich morgen kompetent Wissen aneignen zu k&#246;nnen und &#252;ber Reflexionskompetenzen zu verf&#252;gen, um mit Fragen und Herausforderungen umgehen zu k&#246;nnen, von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass sie auf uns zu kommen werden.</p>

<p>Es ist wohl so, dass nie zuvor so viel Wissen konstruiert wurde, wie in unserer Gegenwart. Um so wichtiger erscheint es mir, dass ein umfassendes Grundwissen gepaart mit Kompetenzen, die reflektiert und konstruktiv mit neuem Wissen umgehen k&#246;nnen, im Zentrum heutiger Bildungsprozesse steht. Das Wissen hat sich einem Ma&#223;e differenziert, dass ein Universalgelehrter im humboldtschen Sinne kaum noch m&#246;glich scheint. Diese Differenzierung des Wissens muss sich zumindest in Ans&#228;tzen, ohne notwendiges Grundwissen auszublenden, in der einen oder anderen Form in Bildungsprozessen widerspiegeln. Das hei&#223;t nicht, dass es keine verbindlichen Inhalte mehr geben soll. Grundrechenarten k&#246;nnen ebenso wenig ins Belieben einer Bildungsinstitution gestellt werden, wie grundlegende Kenntnisse &#252;ber chemische Reaktionen,  physikalische Gesetze, Grundkonzepte der Informatik oder auch ein fundiertes kulturgeschichtliches Wissen, wie es in den geisteswissenschaftlichen F&#228;chern vermittelt wird. Doch die Formen, in denen dieses Wissen vermittelt wird, k&#246;nnen durchaus die Arbeitsformen widerspiegeln, die sich bereits heute als die Arbeitsformen der Gegenwart und absehbaren Zukunft darstellen: Lernen muss individualisiert und kooperativ ablaufen, sich vernetzen und &#246;ffnen, aber auch Platz f&#252;r Stille und R&#252;ckzug bieten. Einzelarbeit muss ebenso ihren Raum finden, wie die Arbeit in Gruppen. Die Zeit- und Raumstrukturen m&#252;ssen sich ver&#228;ndern, das Verst&#228;ndnis von Fachlehrer und Lerncoach gilt es n&#228;her zu betrachten und – nach so langem Verzicht auf diese Frage, ist sie nun dennoch unvermeidlich – die Schulen m&#252;ssen endlich eine Ausstattung erhalten, die solche Arbeitsformen m&#246;glich macht. Damit meine ich nicht nur digitale Ausstattung! Dazu geh&#246;ren Moderatorenkoffer in ausreichender Zahl, Karteikarten, Magnete in ausreichender Zahl, M&#246;glichkeiten f&#252;r Metaplanarbeit, Plakatb&#246;gen, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler inhaltlich f&#252;llen k&#246;nnen und dabei die Grundlagen des Pr&#228;sentierens lernen etc., also all das, was engagierte Lehrkr&#228;fte heute nach wie vor aus eigener Tasche bezahlen.</p>

<p>Kompetenzenorientiertes Lernen  muss an Inhalten orientiert sein, fordert aber auch eine Schule, in der diese inhaltlich orientieren Kompetenzen gepflegt werden (k&#246;nnen). Und in einem Land, dessen Bildungsausgaben im Vergleich mit anderen L&#228;ndern eher im unteren Bereich liegen, ist hier noch sehr viel Potential vorhanden, wenn entsprechende Ver&#228;nderungen politisch und gesellschaftlich wirklich gewollt werden.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 18:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Satz in einem Blogeitrag von Jean-Pol Martin, der mich sofort anspricht, dem ich zustimme, ohne zu wissen warum. Ein Satz dem ich nachgehen muss und der sinngem&#228;&#223; sagt: Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden. „The Medium &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Satz in einem Blogeitrag von <a href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean-Pol Martin</a>, der mich sofort anspricht, dem ich zustimme, ohne zu wissen warum. Ein Satz dem ich nachgehen muss und der sinngem&#228;&#223; sagt: <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/06/26/twitter-als-arbeitsplatz/" target="_blank">Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden</a>.</p>

<p>„The Medium is the Message“ schrieb der Medientheoretiker <a href="http://www.marshallmcluhan.com" target="_blank">Marshall McLuhan</a> ein wenig plakativ. Und an anderer Stelle:</p>

<blockquote>„We look at the present through a rear-view mirror. We march backwards into the future.“ (<a href="http://www.marshallmcluhan.com/poster.html" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>&#220;bersetzt hei&#223;t das etwa: „Wir betrachten die Gegenwart durch einen nach hinten gerichteten Spiegel. Wir gehen r&#252;ckw&#228;rts in die Zukunft.“</p>

<p>F&#252;r die gegenw&#228;rtige Bildungsdebatte in mehr und mehr selbstverst&#228;ndlich digital gepr&#228;gten Zeiten, zumindest f&#252;r die j&#252;ngere  und ein paar interessierte Mitglieder der &#228;lteren Generation, stellt sich f&#252;r mich die Frage, was ich in diesem nach hinten oder auch r&#252;ckw&#228;rts gewandten Spiegel sehe.<span id="more-1840"></span></p>

<p>Als erstes kommt mir die f&#252;r Bildung lange Zeit relevante und auch heute nicht zu verachtende Buchkultur in den Sinn.</p>

<p>Ich stelle mir vor, man h&#228;tte vor ein paar hundert Jahren einem Jugendlichen ein Buch in die Hand gegeben und gesagt: Bitte, hier ist das neue Medium, das Medium der Zukunft, mach was draus – und h&#228;tte dann den Jugendlichen mit einem Buch und einem Schreibwerkzeug alleine gelassen. Was h&#228;tte der Jugendliche wohl getan? Ganz sicher h&#228;tte er das Buch nicht als ein Medium f&#252;r Bildungszwecke entdeckt. Vielmehr h&#228;tte er vielleicht Zeichnungen hinterlassen. Diese h&#228;tten m&#246;glicherweise denjenigen erschreckt, der den Jugendlichen das Medium „Buch“ an die Hand gegeben hat: M&#246;glicherweise w&#228;re angeprangert worden, dass das Medium f&#252;r Bildungszwecke ungeeignet sei. Vielleicht h&#228;tte der eine oder andere, der das Medium in die Hand der Jugendlichen gab, auch obsz&#246;ne Zeichnungen entdeckt oder solche von Waffen und w&#228;re zu dem Schluss gekommen, dass dieses Medium Jugendliche negativ beeinflusst und einen restriktiveren Zugang zu diesem Medium gefordert.</p>

<p>So ist die Geschichte bei der Einf&#252;hrung des Buchs als Leitmedium der Bildung nicht gelaufen: Wer ein Buch in die Hand bekam, hatte Unterricht im Lesen und im Schreiben, konnte mit der Produktion von Text &#252;ber die Rezeption von Texten umgehen und so zu einem angemessenen Umgang mit dem Medium gelangen und den Lernerfolg erzielen, der mit der Vorstellung „Buch“ verbunden wurde.</p>

<p>Das Medium wurde also als ein Teil des Bildungsprozess selbst betrachtet, die damit verbundene Schreibf&#228;higkeit wurde aber auch f&#252;r Briefe genutzt, die den Austausch mit anderen erm&#246;glichten. Die erlernten Techniken wurden mit den vorhandenen Formen der Kommunikation genutzt und es entstand im schriftlichen Bereich „<a href="http://www.fernuni-hagen.de/EUROL/termini/5420.htm" target="_blank">Intertexutalit&#228;t</a>“: Das vorhandene Medium wurde genutzt, um im textgebundenen Gespr&#228;ch mit anderen das Medium Nutzenden in einen Austausch zu kommen, der dann f&#252;r die eigene Produktion von Texten genutzt wurde.</p>

<p>Die Einf&#252;hrung des Buches brachte es also mit sich, dass die f&#252;r eine angemessene Nutzung des Mediums notwendigen Techniken vermittelt wurden. Diese Vermittlung fand mit B&#252;chern statt und schlug sich in neuen Texten nieder.</p>

<p>Und heute? Mir kommt es zunehmend so vor, als w&#252;rden die neuen Leitmedien (Computer und Internet) zwar den Jugendlichen als notwendige Instrumente an die Hand gegeben, die f&#252;r gegenw&#228;rtige Prozesse als unabdingbar angesehen werden, ohne die zur effektiven Nutzung dieser Medien notwendigen Kenntnisse im Umgang mit den Medien selbst zu vermitteln.</p>

<p>Auch heute muss man lesen und schreiben k&#246;nnen, um das Medium zu nutzen. Da hat sich gegen&#252;ber der Einf&#252;hrung des Buchs nicht viel ge&#228;ndert. Hinzu kommt aber die Notwendigkeit, &#252;ber den Schriftgebrauch hinaus auch direkt mit digitalen Medien verbundene Techniken zu erlernen und zu einem eigenen Teil im Bildungsprozess zu machen.</p>

<p>Was fr&#252;her der Umgang mit der Schreibfeder und dem Tintefass war, ist heute der Umgang mit Programmen. Und wenn fr&#252;her die Rezeption und das Erstellen von Texten im Zentrum stand, die &#252;ber B&#252;cher vermittelt wurden, so ist heute die Rezeption von Websites ein wichtiges Thema geworden.</p>

<p>Es reicht nicht, Menschen das zentrale Werkzeug der Gegenwart in den reicheren L&#228;ndern der Welt zur Verf&#252;gung zu stellen. Dar&#252;ber hinaus muss auch der Umgang mit diesem Werkzeug und des mit ihm produzierten Inhalts Teil des Bildungsprozesses sein.</p>

<p>Und damit bin ich wieder am Anfang dieses Beitrags. <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/06/26/twitter-als-arbeitsplatz/" target="_blank">Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden</a>. Etwas sch&#228;rfer ausgedr&#252;ckt: Die Bildungsfrage ist selbst Teil der Medienfrage.</p>

<p>Denke ich diese Gedanken weiter, so komme ich zu dem Schluss, dass der gegenw&#228;rtig eher restriktive Umgang mit digitalen Medien letztlich ein restriktiver Umgang mit den im produktiven Umgang mit den Medien liegenden Bildungschancen ist – zumindest so lange, wie die Stimmen, die einen anderen Umgang mit Medien in Bildungsprozessen fordern und vorausdenken, f&#252;r die praktische Bildungsarbeit weitgehend unerh&#246;rt bleiben.</p>

<p>Das bedeutet nicht, dass das Buch, die Zeitung, die Zeitschrift etc. tot w&#228;ren. Nach wie vor bilden diese Medien den Rahmen, der von digitalen Medien erweitert und langsam ver&#228;ndert wird. Lesen und Schreiben sind weiterhin unabdingbare Fertigkeiten, die den Bildungsprozess &#252;berhaupt erst m&#246;glich machen.</p>

<p>Das eigentlich neue und f&#252;r den Bildungsprozess nutzbar zu machende Element verdr&#228;ngt diese Medien und Techniken auf absehbare Zeit noch nicht. Was sich ver&#228;ndert ist die Form der Kommunikation. An die Stelle von Briefen, die in der Regel genau zwei Leute miteinander ins Gespr&#228;ch bringen, treten Blogs und, wenn es sich um eher private, nicht f&#252;r andere Augen direkt zug&#228;ngliche Austauschprozesse handelt, die E-Mail.</p>

<p>Gemeinsame Wissenskonstruktion erfordert heute Kompetenzen, die diese Wissenskonstruktion &#252;berhaupt erm&#246;glichen. Dazu geh&#246;rt all das, was heute unter dem Schlagwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz" target="_blank">Medienkompetenz</a>“ gef&#252;hrt wird:</p>

<blockquote>„<strong>Medienkompetenz</strong> bezeichnet nach <a title="Dieter Baacke" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Baacke" target="_blank">Dieter Baacke</a> die F&#228;higkeit, <a title="Massenmedien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien" target="_blank">Medien</a> und ihre <a title="Inhalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inhalt" target="_blank">Inhalte</a> den eigenen Zielen und Bed&#252;rfnissen entsprechend zu nutzen.” (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>Um sie aber f&#252;r diese eigenen Ziele und Bed&#252;rfnisse nutzen zu k&#246;nnen, muss ich mit ihnen umgehen k&#246;nnen. Das f&#228;ngt bei so einfachen Fragen wie der nach der Tastenkombination f&#252;r korrekte deutsche Anf&#252;hrungszeichen an und geht heute bis zu den Fragen, wie ein Wiki zur gemeinsamen Wissenskonstruktion genutzt werden kann, wie ein Blog erstellt und gepflegt wird, wie Bilder digital verarbeitet k&#246;nnen etc.</p>

<p>In diesen Bereichen beobachte ich bei Jugendlichen weit weniger Kompetenzen als es das Schlagwort von den „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_native" target="_blank">Digital Natives</a>“ vermuten lassen w&#252;rde.</p>

<p>Im Augenblick geben wir Jugendlichen Medien an die Hand, ohne die notwendigen Kenntnisse zum produktiven Gebrauch dieser Medien mit zu vermitteln. Und dann wundern wir uns, dass Jugendliche so mit dem Computer, dem Mobiltelefon oder mit den Communities im Netz umgehen, wie sie es tun. Wir wundern uns, dass Sch&#252;ler den Computer mehr f&#252;r Spiele und Chats nutzen als zum Erreichen ihrer eigenen Ziele. Dabei geht unter, dass der Gebrauch eines Computers als Arbeitsinstrument erst gelernt und dem entsprechend auch gelehrt werden muss, damit dieses Medium seine ganze positive Wirkung auf Biildungsprozesse &#252;berhaupt erst entfalten kann.</p>

<p>Dabei bieten digitale Medien ganz neue M&#246;glichkeiten der Vernetzung an, die nicht mehr nur bipolar ist, wie beim Brief, sondern multiplural geworden ist. Ein Blogeintrag kann potentiell von Millionen von Menschen gelesen und kommentiert werden; im Zusammenhang mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki" target="_blank">Wikis</a> bietet sich die direkte Mitarbeit an Texten an (wenn die f&#252;r eine differenzierte Eintragung n&#246;tigen technischen Kenntnisse vorhanden sind), <a href="http://twitter.com" target="_blank">Twitter</a> erm&#246;glicht den gleichzeitigen Kontakt zu anderen an den Fragen interessierten Personen, die an dem gleichen Thema arbeiten wie ich, so ich wei&#223;, wie ich mit Twitter umgehen kann.</p>

<p>Auf diesen Wegen bieten sich M&#246;glichkeiten, die eigenen Fragen jederzeit zur Diskussion zu stellen, R&#252;ckmeldungen zu bekommen, die quantitativ und oft auch qualitativ das eigenen Arbeiten befruchten.</p>

<p>Doch solange bereits die Nutzung eines Textverarbeitungsprogramms an mangelnden Anwenderkenntnissen scheitert, werden diese Potentiale nicht genutzt werden k&#246;nnen.</p>

<p>F&#252;r Bildungsfragen ergeben sich aus diesen &#220;berlegungen f&#252;r mich folgende Fragen und zu ber&#252;cksichtigende Aspekte:</p>

<ol>
    <li>Der angemessene Einsatz von Medien setzt Kenntnisse in den Kulturtechniken Lesen und Schreiben voraus.</li>
    <li>Diese Kenntnisse werden mit Hilfe etablierter Medien und mit der Nutzung neuer Medien vermittelt und erworben.</li>
    <li>Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Anwenderkompetenzen im Gebrauch mit Programmen vermittelt und genutzt werden.</li>
    <li>Ziel dieser Vermittlung von Anwenderkompetenzen ist es, die im Web 2.0 liegenden Bildungschancen f&#252;r den einzelnen Menschen zug&#228;nglich und nutzbar zu machen. Dabei bedarf es kritischer Reflexionsf&#228;higkeiten, die eine angemesse Einsch&#228;tzung der Inhalte und der Kommunikationsstrukturen in vernetzten Arbeitsprozessen erm&#246;glichen.</li>
    <li>Die Herausf&#252;hrung von Menschen aus der durch mangelnde Kompetenzen im Bereich digitaler Bildungs- und Arbeitsm&#246;glichkeiten entstehenden Unm&#252;ndigkeit ist letztlich kein Akt eines modischen und schnell vergehenden Medienhypes, sondern letztlich ein Akt der Fortf&#252;hrung der Aufkl&#228;rung im digitalen Zeitalter.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Was m&#246;glich ist: Sch&#252;lerkooperation – ein Beispiel</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 13:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Tag zum „Lernen durch Lehren“, der am 9. Mai 2009 an der PH in Ludiwigsburg stattfand, tr&#228;gt weitere Fr&#252;chte: Die Videodokumentation auf ldl.mixxt.de wurde nochmals erg&#228;nzt. Dabei fiel mir ganz besonders ein Vortrag ins Auge, der in einem Workshop &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/06/07/was-moeglich-ist-schuelerkooperation-ein-beispiel/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag zum „Lernen durch Lehren“, der am 9. Mai 2009 an der PH in Ludiwigsburg stattfand, tr&#228;gt weitere Fr&#252;chte: Die <a href="http://ldl.mixxt.de/" target="_blank">Videodokumentation auf ldl.mixxt.de</a> wurde nochmals erg&#228;nzt.</p>

<p>Dabei fiel mir ganz besonders ein Vortrag ins Auge, der in einem Workshop gehalten wurde, den ich selbst nicht besuchen konnte. <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2009/06/04/der-vortrag-ist-tot-es-lebe-der-vortrag/" target="_blank">Vortrag? Ist das nicht kontrapoduktiv? Geht diese Methode denn &#252;berhaupt noch</a> (auch wenn Ex-Sch&#252;ler im R&#252;ckblick &#252;ber ihren Unterricht berichten)? F&#252;r mich ist das, was Johannes Guttenberger und Manuel Grupe hier machen, weniger ein Vortrag als ein Erfahrungbericht aus [Ex-]Sch&#252;ler-Sicht.</p>

<p>Worum es geht: Im Franz&#246;sisch-LK unter Leitung von <a href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean-Pol Martin</a> am <a href="http://www.altmuehlnet.de/~wg/" target="_blank">Wilibaldgymnasium in Eichst&#228;tt</a>, der 2008 das Abitur absolvierte, haben die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler f&#252;r den Unterricht selbstst&#228;ndig (und dann mit Unterst&#252;tzung der Lehrkraft) eine <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Schulprojekt:Franz%C3%B6sisch_in_der_gymnasialen_Oberstufe" target="_blank">Wikiversity-Seite</a> eingerichtet. Johannes Guttenberger betont ausdr&#252;cklich: Die Initiative ging nicht vom Lehrer aus, sondern von den Sch&#252;lern! Und der Lehrer hat sich <em>dann</em> tatkr&#228;ftig beteiligt. (Obwohl  ich mir gut vorstellen kann, das Jean-Pols Lehrerpers&#246;nlichkeit nicht ganz unschuldig an der Motivation der Sch&#252;ler ist.)</p>

<p>Aber warum nicht einfach das Video des Workshops anschauen, diese halbe Stunde lohnt sich in meinen Augen auf jeden Fall!</p>

<p>&lt;</p>

<p>p style=&#8221;text-align: center;&#8221;><object width="400" height="320" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4822524&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4822524&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /></object></p>

<p style="text-align: center;"><a href="http://vimeo.com/4822524">Vortrag Johannes Guttenberger: LdL virtuell: Gibt es Grenzen?</a> from <a href="http://vimeo.com/user1762975">Lutz Berger</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>

<p>Johannes Guttenberger, Manuel Grupe und <a href="http://www.grzega.de/" target="_blank">Joachim Grzega</a> haben dar&#252;ber hinaus ein Papier erstellt, in dem es um die Frage der „<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/lernendeschule-ldl-draft.pdf" target="_blank">Partizipation im Unterricht</a>“ geht – eine gute Erg&#228;nzung zum Vortrag und zum Workshop.</p>

<p>„Il faut  travailler!” [Es muss gearbeitet werden! oder Es ist notwendig zu arbeiten!] (Jean-Pol Martin) – Johannes Guttenberger, Manuel Grupe und der von ihnen besuchte Leistungskurs Franz&#246;sisch sind f&#252;r mich ein gutes Beispiel, was dies konkret f&#252;r Unterricht bzw. das eigenst&#228;ndige, selbst verantwortete und von Lehrenden begleitete Lernen von Jugendlichen bedeuten kann.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/30/lernen-durch-lehren/" rel="bookmark" title="30. Januar 2009">Lernen durch Lehren</a></li>

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<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/11/die-schueler-sind-zufrieden-ich-auch-erich-hammer-im-gespraech/" rel="bookmark" title="11. April 2009">„Die Sch&#252;ler sind zufrieden &#8211; ich auch“ – Erich Hammer im Gespr&#228;ch</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>
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		<title>Medienkompetenz als staatlicher (schulischer) Bildungsauftrag</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 22:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Digitale Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir brauchen sie als Informationsquelle, als Kommunikationshilfe und f&#252;r unser allt&#228;gliches Tun und Handeln. Es kommt nun darauf an, allen Menschen Medienbildung zu erm&#246;glichen&#8221;, sagte Bundesforschungsministerin Anette Schavan laut einer Pressemeldung &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/05/25/medienkompetenz-als-staatlicher-schulischer-bildungsauftrag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>„Digitale Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir brauchen sie als Informationsquelle, als Kommunikationshilfe und f&#252;r unser allt&#228;gliches Tun und Handeln. Es kommt nun darauf an, allen Menschen Medienbildung zu erm&#246;glichen&#8221;,</blockquote>

<p>sagte Bundesforschungsministerin Anette Schavan laut einer <a href="http://www.bmbf.de/press/2553.php" target="_blank">Pressemeldung des Bundesministeriums f&#252;r Bildung und Forschung</a> am 18.05. Anlass war die Ver&#246;ffentlichung eines Berichtes mit dem Titel „<a href="http://www.bmbf.de/pub/kompetenzen_in_digital_kultur.pdf" target="_blank">Kompetenzen in einer digital gepr&#228;gten Kultur</a>“, den eine vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzte Expertenkommission zur Medienbildung vorgelegt hat. Dort hei&#223;t es bereits in der Einleitung:</p>

<blockquote>„Digitale Medien pr&#228;gen mittlerweile die Lebenswelt junger Menschen in vielf&#228;ltiger und nachhaltiger Weise. Pers&#246;nlichkeitsentwicklung, Lebensbew&#228;ltigung und die Suche nach Orientierung und Sinn stellen sich unter ge&#228;nderten Informations- und Kommunikationsverh&#228;ltnissen f&#252;r die junge Generation in neuartiger Weise. Diese Technologien zeigen als Medien eine kommunikative und symbolische Dimension […] Digitale Medien verlangen von jedem Einzelnen stetig wachsende und sich &#228;ndernde Kompetenzen, deren Vermittlung staatlicher Bildungsauftrag ist.“ (S. 2)</blockquote>

<p>Diese &#196;u&#223;erungen Schavans und der Bericht der Expertenkommission selber geben zu denken, wenn es um die Frage der Entwicklung und F&#246;rderung von Medienkompetenz geht, denn bislang ist der Umgang mit dem allt&#228;glichen Tun und Handeln (junger) Menschen teilweise sehr restriktiv. So hat <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/117/376924/text/" target="_blank">Bayern bereits 2006 die Benutzung von Mobiltelefonen auf dem Schulgel&#228;nde tabuisiert</a>, da man Porno- und Gewaltvideos auf von Sch&#252;lern genutzten Mobiltelefonen gefunden hatte.</p>

<blockquote>„Die Schule ist nicht der Ort zum Telefonieren und schon gar nicht f&#252;r die Verbreitung jugendgef&#228;hrdender Machwerke“,</blockquote>

<p>sagte damals der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider laut S&#252;ddeutscher Zeitung. Und wer wollte dem widersprechen! Ebenso wenig ist die Schule der Ort, um sich von der Schulwirklichkeit mittels MP3-Abspielger&#228;ten in den Pausen von der Schulwirklichkeit<span id="more-1716"></span> zu isolieren und statt sich auf dem Schulhof auszutoben oder mit Mitsch&#252;lern soziale Kontakte zu pflegen bzw. den gerade durchgenommenen Lernstoff noch einmal zu reflektieren und sich geistig auf die n&#228;chste Stunde vorzubereiten, Musik auf die Ohren zu geben. Dem zu widersprechen w&#228;re t&#246;richt, gibt es doch gen&#252;gend Argumente, den Umgang mit diesen Medien auf die Zeit au&#223;erhalb der Schule zu verlagern.</p>

<p>Und doch f&#246;rdert das Papier der Expertenkommission des BMBFs einige Aspekte zu Tage, die f&#252;r die Frage nach dem Umgang mit digitalen Medien in Bildungsprozessen von entscheidender Bedeutung sind, sollen solche Prozesse nicht von der Wirklichkeit des Umgangs mit digitalen Medien abgekoppelt werden. Das Kommission schreibt unter anderem:</p>

<blockquote>„Eine Auseinandersetzung mit der bildungspolitischen Herausforderung muss an den qualitativen Aspekten und Ver&#228;nderungen ansetzen, die durch die digitalen Medien induziert sind.“ (Bericht der Expertenkommission des BMBF, S. 2.)</blockquote>

<p>Hier werden konkret Speicherkapazit&#228;ten, die M&#246;glichkeit zur leichten Weitergabe (Distribution) von Inhalten, die hohe Verf&#252;gbarkeit von Informationen und die Verschr&#228;nkung von Privatheit und &#214;ffentlichkeit genannt (wie sie z.B. in sozialen Gemeinschaften oder auch &#252;ber Blogs wie dieses entsteht). Zudem wird ausdr&#252;cklich auf die Verschmelzung bislang getrennt betrachteter Medien (Audio, Foto, Film etc.) hingewiesen. Kurz: All die Bereiche, die bislang vor allem im Kontext der mit ihnen verbundenen Problempotentialen betrachtet wurden, werden hier sachlich als Tendenzen der Medienentwicklung betrachtet, denen sich Bildungsprozesse so zu stellen haben, dass</p>

<blockquote>„eine systematische und nachhaltige Entwicklung von Medienbildung als integraler Bestandteil von Allgemeinbildung und wichtige Voraussetzung f&#252;r die pers&#246;nliche Entfaltung von Berufs- und Ausbildungsf&#228;higkeit”</blockquote>

<p>geschafft werden k&#246;nnen, bei der</p>

<blockquote>„technische, &#246;konomische, politische, rechtliche, ethische und &#228;sthetische Dimensionen von Bedeutung“</blockquote>

<p>sind. (Siehe Bericht der Expertenkommission des BMBF, S.3)</p>

<p>Damit ist ein Rahmen vorgegeben, dem sich Medienp&#228;dagogik, so sie die &#196;u&#223;erungen der Expertenkommission des BMBFs f&#252;r angemessen erachten, stellen muss. Voraussetzung hierf&#252;r ist die Akzeptanz der Entwicklung digitaler Medien als Bestandteil der Alltagskultur.</p>

<p>Eine kulturpessimistische Medienkritik wird diese Anforderung so nicht nachvollziehen k&#246;nne, da in deren Augen die immer umfassender werdende Vereinnahmung der Alltagskultur durch diese Medien und die damit verbundene angenommenen Verdr&#228;ngung des Analogen in sich eine nicht zu begr&#252;&#223;enden, h&#246;chstens distanziert hinzunehmende Entwicklung ist. – Und diese Kritiklinie ist, auch wenn mancher meinen sollte, sie sei hier &#252;berzeichnet dargestellt, bei an Bildungsprozessen beteiligten Fachkr&#228;ften, nach wie vor weit verbreitet.</p>

<p>Lehrkr&#228;fte, die sich praktische Kompetenzen aneignen, mit digitalen Medien selbst intensiv arbeiten und diese (freilich medienp&#228;dagogisch reflektiert) in den Unterrichts<em>alltag</em> integrieren (wollen), erleben sich nach wie vor, wie es ein Kollege – nat&#252;rlich im digitalen Netzwerk von Kollegen, das mittlerweile auch schon existiert – vor kurzem formulierte, als von Kollegen „geschnittene Outlaws“.</p>

<p>Gerade deshalb ist es wichtig, mit m&#246;glichst gut ausgearbeiteten Ans&#228;tzen zu einer Entwicklung von Medienkompetenz zu arbeiten und konkrete Arbeitsbereiche aufzuzeigen, in denen sich medienp&#228;dagogisches Arbeiten (und damit ist auch die Integration digitaler Medien in fachdidaktische &#220;berlegungen gemeint) bewegen muss. Die Expertenkommission des BMBFs nennt hier vier Bereiche:</p>

<blockquote>„1. Information und Wissen
2. Kommunikation und Kooperation
3. Identit&#228;tssuche und Orientierung
4. Digitale Wirklichkeiten und produktives Handeln“ (S. 3.)</blockquote>

<p>Dabei werden konkret folgende Kompetenzen genannt, die medienp&#228;dagogische Arbeit erreichen m&#252;sse, n&#228;mlich:</p>

<blockquote>„Digitale Medien nutzen, ihre Potenziale verstehen, sie kritisch beurteilen, mit ihnen interagieren und sie gestalten, und mit Medien am sozialen Leben und an der Gesellschaft teilhaben.“ (S. 4)</blockquote>

<p>Und dann folgt ein, wie ich finde, entscheidender Abschnitt, bezogen auf den Umgang mit digitalen Medien an Schulen und im konkreten Unterricht:</p>

<blockquote>„Mit den Digitalen Medien entwickeln sich gleichzeitig neue Lern- und Arbeitsformen, die sowohl f&#252;r Bildungs- als auch f&#252;r Arbeitsprozesse einschneidende Ver&#228;nderungen mit sich bringen. Medienbildung umfasst Medien als Gegenstand des Lernens und das in hohem Ma&#223;e selbstgesteuerte und selbstverantwortete Lernen mit Medien, das im Lebensverlauf zunehmende Bedeutung gewinnt und einge&#252;bt sein will.“ (S. 4)</blockquote>

<p>Es entwickeln sich „neue Lern- und Arbeitsformen“, die gerade im Bereich des heute neurodidaktisch so sehr geforderten selbstgesteuerten und selbstverantworteten Lernens das <em>Arbeiten mit Medien</em> verlangen, auch um f&#252;r sp&#228;tere Berufst&#228;tigkeit und Alltagsbew&#228;ltigung notwendige F&#228;higkeiten zu erwerben.</p>

<p>Genau betrachtet kann man sogar so weit gehen und sagen, dass diese neuen Lern- und Arbeitsformen eine offensive F&#246;rderung des Einsatzes digitaler Medien verlangen (immer unter Voraussetzung, dass diese Entwicklungen nicht kulturkritisch abgelehnt werden, wof&#252;r es durchaus den einen oder anderen nachvollziehbaren Grund geben kann), die zu einem selbstgesteuerten Lernen f&#252;hrt, das m&#246;glicherweise auch au&#223;erhalb des Klassenzimmers stattfindet und sich somit der Kontrollierbarkeit durch Lehrende ein St&#252;ck weit entzieht.</p>

<p>Die sich aus den oben genannten vier f&#252;r medienp&#228;dagogisches Handeln relevanten Handlungsfeldern ergebenden Anforderungen und Konsequenzen werden in dem Papier der Expertenkommission ausf&#252;hrlich behandelt (S. 4–7), sodass auf die dort bereits geleisteten Entfaltungen der Handlungsfelder hier verzichtet werden kann.</p>

<p>Und doch werden hier gro&#223;e Wahrheiten gelassen ausgesprochen, vor allem dort, wo auf die Bedeutung digitaler Medien f&#252;r die Jugendlichen selbst hingewiesen wird. Dort hei&#223;t es:</p>

<blockquote>„Die Entwicklung der Pers&#246;nlichkeit als ein Sich-ins-Verh&#228;ltnis-Setzen zur Welt kann heute nicht ohne technologische Bildung und ohne Medienbildung verstanden werden. Im Netz und in den virtuellen Gemeinschaften bewegen sich die meisten jungen Menschen wie selbstverst&#228;ndlich. Diese Umgebungen spielen eine ganz wesentliche Rolle in ihrer Sozialisation, im Freizeitverhalten, in der Selbstfindung, der Ausbildung von Gemeinschaftlichkeit und darin, wie junge Menschen sich ins Verh&#228;ltnis zur Welt setzen. Beim handelnden Bewusstwerden und Reflektieren dieser Erfahrungen m&#252;ssen Bildungseinrichtungen unterst&#252;tzen und begleiten.“</blockquote>

<p>Hier wird explizit der handelnde Umgang von Lernenden mit den M&#246;glichkeiten des Internets, insbesondere auch im Kontext virtueller Gemeinschaften, endlich einmal nicht diskriminierend, sondern als ein echtes Bed&#252;rfnis im Rahmen der Selbstfindung und des Sich-ins-Verh&#228;ltnis-Setzens zur Welt genannt. Dabei spielte gerade dieses Sich-ins-Verh&#228;ltnis-Setzen zur Welt f&#252;r die Pers&#246;nlichkeitsentwicklung in allen Jahrhunderten eine entscheidende Rolle, auch wenn die Erfindung der Schrift, des Buchdrucks, des Fernsehens etc. immer wieder genau zu dem heute wieder zu beobachtenden Abwehrverhalten von Bildungsprofis f&#252;hrten.</p>

<p>Welche Bedeutung diese Formen der Vergemeinschaftung haben, die entgegen immer wieder formulierter Bedenken meist eine Erg&#228;nzung zur konkreten Begegnung stehen und diese eben nicht ersetzen, l&#228;sst sich beispielsweise an den Reaktionen beobachten, die bei Sch&#252;lern ausgel&#246;st werden, wenn diese bspw. ein Mobiltelefon im Unterricht unterrichtsfremd verwenden und dieses dann auf der Basis von Vereinbarungen mit den Erziehungsberechtigten f&#252;r einen &#252;berschaubaren Zeitraum eingezogen wird. In genau diesen Situationen zeigt sich die Bedeutsamkeit digitaler Technologien f&#252;r die Kommunikation von Jugendlichen mit ihrem (konkreten und eben nicht auf das Netz beschr&#228;nkten) Freundeskreis – und somit auch die Bedeutung f&#252;r Prozesse der Pers&#246;nlichkeitsentwicklung im Kontext von Vergemeinschaftungen.</p>

<p>In vielen medienp&#228;dagogischen Konzepten wird diese Bedeutsamkeit der Medien f&#252;r diese Prozess von Lehrenden meiner Wahrnehmung nach ausgeblendet oder diskriminiert, indem alleine auf die objektiv durchaus vorhandenen Gefahren der Nutzung digitialer Medien und der Vergemeinschaftung im Kontext virtueller Gemeinschaften hingewiesen und – das w&#228;re schon ein Schritt weiter – auf rechtliche Kl&#228;rungen z. B. beim Umgang mit copyrightgesch&#252;tztem Material oder mit Pers&#246;nlichkeitsrechten Wert gelegt wird.</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus wird oft auch akzeptiert, dass der Umgang mit Medien f&#252;r die Berufspraxis zu einer zunehmend wichtigen Kompetenz geh&#246;rt. Weitaus seltener aber wird die im Expertenbereicht des BMBFs genannte <em>Bedeutsamkeit</em> dieser Medien f&#252;r (junge) Menschen ber&#252;cksichtigt – vielleicht auch, weil viele der Lehrenden diese Bedeutsamkeit nicht kennen und somit nicht nachvollziehen oder aber auch &#252;berhaupt nicht erkennen k&#246;nnen.</p>

<p>Es bedarf hier eines Paradigmenwechsels: Nicht die Kritik und das m&#246;gliche Gef&#228;hrdungspotential digitaler Medien kann den Anfang einer erfolgreichen medienp&#228;dagogischen Praxis ausmachen. Am Anfang muss vielmehr die Frage nach der Bedeutsamkeit digitaler Medien f&#252;r die Lernenden (Jugendlichen) selbst stehen. Also nicht: „Na, ihr seid ja fast alle bei Sch&#252;lerVZ, aber wisst ihr eigentlich, wie gef&#228;hrlich es ist, dort so viele pers&#246;nliche Daten &#246;ffentlich zug&#228;nglich zu machen…“, sondern eher: „Na, ihr seid ja fast alle bei Sch&#252;lerVZ. Was ist es eigentlich, das dies f&#252;r euch so wichtig macht?“ Auf dieser Basis der Wertsch&#228;tzung und des Respekts sind die auch in einem solchen Konzept geltenden Ziele einer auf reflektierten Umgang mit Medien hin abzielenden Medienp&#228;dagogik m&#246;glicherweise erfolgreicher zu erreichen als auf im Rahmen einer (eigentlich in jeder Generation wieder auftauchenden) Ablehnung oder vor allem kritischen Betrachtung der Jugendkultur.</p>

<p>68er, Punks, Raver, EMOs etc. wurden schon genau so von der Erwachsenenwelt vor allem abgelehnt, statt vor dem Hintergrund der Bedeutsamkeit f&#252;r die Jugendlichen selbst als Bereicherung und auch als kritisches Potential gegen&#252;ber der Erwachsenenkultur gesehen zu werden. Was im Augenblick im Kontext des Umgangs mit digitalen Medien im Kontext der Jugendkultur an Ablehung und Kritik ge&#252;bt wird, steht in der gleichen Tradition, die als Jugendlicher manch einer von denen erlebt hat, der oder die nun selbst diese Distanz zur Jugendkultur einnimmt – ohne die Parallelit&#228;t als solche &#252;berhaupt wahrzunehmen.</p>

<p>In diesem Kontext weisen die &#220;berlegungen der Expertenkommission des BMBFs in eine wohltuend andere Richtung:</p>

<blockquote>„&#220;berlegungen zur Umsetzung m&#252;ssen ankn&#252;pfen an den Kompetenzen und St&#228;rken, die junge Menschen in ihrem Alltag, in ihrer Lebenswelt und ihren Gemeinschaften Kompetenzen in einer digital gepr&#228;gten Kultur  entwickeln und diese als wichtige Ressourcen in Bildungsprozesse integrieren. Sie m&#252;ssen auch von einer wertsch&#228;tzenden Begleitung durch die Gesellschaft und von Unternehmenskulturen getragen werden, in denen die Menschen im Mittelpunkt der Arbeitswelt und der Wissensgesellschaft stehen.“</blockquote>

<p>Was hier gesagt wird, kann man gar nicht genug betonen: Ausgangspunkt ist Wertsch&#228;tzung dessen, was die Jugendlichen tun. Im Alltag werden von den Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien n&#228;mlich bereits Kompetenzen und St&#228;rken im Umgang mit diese Medien entwickelt (oft allerdings weit weniger an technischen Kompetenzen als den einfachen Interfaces entsprechender virtueller Gemeinschaften oder der virtuellen Vergemeinschaftung dienenden Programmen orientiert, wobei z.B. <a href="http://twitter.com" target="_blank">Twitter</a> bislang in der Jugendkultur kaum angekommen ist und als innovatives Medium eher von (jungen) Erwachsenen genutzt wird).</p>

<p>Wichtig aber ist auf jeden Fall: Die Erfahrungen und Kompetenzen, die Jugendliche bei Aktivit&#228;ten mit digitalen Medien und im Netz entwickeln, gilt es als Ressourcen der medienp&#228;dagogischen Arbeit zu sehen und nicht als etwas, dem man nun erst einmal zeigen muss, wie das mit dem Internet wirklich geht und wie gef&#228;hrlich das alles eigentlich ist.</p>

<p>Wertsch&#228;tzung, Neugier und das Wissen um auch f&#252;r medienp&#228;dagogisches Arbeiten relevante Ressourcen im Umgang mit Medien: Das sind die zentrale Grundlagen f&#252;r erfolgreiche medienp&#228;dagogische Arbeit – und nicht die Kritik der Medien und insbesondere digitaler Medien.</p>

<p>„Was bedeutet das f&#252;r dich?“ Diese Frage sollten Lehrende Jugendlichen viel h&#228;ufiger stellen, auf jeden Fall aber, bevor kritische Aspekte der Mediennutzung in den Vordergrund gestellt werden. „Was bedeutet das f&#252;r dich? Warum ist dir Sch&#252;lerVZ so wichtig, warum chattest du, was bedeuten dir SMS…?“ – Sind das Fragen, die heute im Rahmen der Mediendidaktik &#252;berhaupt schon gestellt werden?</p>

<blockquote>„Digitale Medien erlauben individuelle F&#246;rderung, sie bieten sich durch ihre multimedialen Codes (z.B. auch visuelle Darstellungen) an, zielgruppenspezifisch an den konkreten Zugangsweisen anzusetzen, um junge Menschen zu bef&#228;higen, ihre  Kompetenzen zu sehen, weiter zu entwickeln und in die Gesellschaft einzubringen.“ (Bericht der Expertenkommission des BMBF, S. 8.)</blockquote>

<p>Und noch ein Punkt, den ich im Bericht der Expertenkommission des BMBFs f&#252;r wichtig erachte: Digitale Medien erlauben individuelle F&#246;rderung! Das gilt nicht nur f&#252;r die sehr komfortable M&#246;glichkeit, unterschiedliche Lerntypen (visuell, akustisch…) anzusprechen, sondern auch f&#252;r Vernetzungen in Lernprozessen selbst, sei es mit der Lehrkraft, sei es mit den anderen Sch&#252;lern, so wenig diese Formen der Arbeit von mit digitalen Medien arbeitenden Lehrkr&#228;ften bislang auch als Teil der Arbeitszeit ber&#252;cksichtigt werden.</p>

<p>Um aber Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen: Die Schule ist nur <em>ein</em> Ort, an dem Medienbildung stattfindet. Und auch hier gibt es unterschiedliche Ans&#228;tze, wobei die Integration von Medienbildung in die Fachdidaktiken und Fachcurricula weit seltener stattfindet als das Angebot eines eigenst&#228;ndigen medienp&#228;dagogischen Angebotes ohne direkte Ankn&#252;pfung an die unterschiedlichen Fachdidaktiken. Und gerade in den Fachdidaktiken beobachte ich nach wie vor ein gro&#223;es Defizit der Reflexion und Integration digitaler Medien als gleichberechtigt neben den in meinen Augen nach wie vor unverzichtbaren analogen Formen des didaktischen Arbeitens.</p>

<p>Zum Schluss aber doch noch ein Wermutstropfen. Im Bericht der Expertenkommission des BMBFs hei&#223;t es:</p>

<blockquote>„F&#252;r alle Lehramtsstudierenden muss – unabh&#228;ngig von fachspezifischen Vertiefungen – eine Mediengrundbildung gew&#228;hrleistet sein (Medienkompetenz als Querschnittskompetenz im Rahmen der Verkn&#252;pfung von bildungswissenschaftlichen und fachwissenschaftlichen/-didaktischen Kompetenzbereichen). Der Generationenwechsel in der Lehrerschaft bietet dazu eine besondere
Chance.“</blockquote>

<p>W&#228;hrend ich den Forderungen gegen&#252;ber dem Studium, das ich nach wie vor als Fachstudium sehe, da nur so die f&#252;r einen fachlich souver&#228;nen Umgang mit den Inhalten der F&#228;cher notwendigen Kompetenz- und Wissensbest&#228;nde aufgebaut werden k&#246;nnen, folgen kann, sehe ich die &#196;u&#223;erungen zum Generationenwechsel in der Lehrerschaft als ein leider in der Praxis f&#252;r mich wenig nachvollziehbares Klischee.</p>

<p>Im Detail bleibt hier folgendes anzumerken: Die Forderung nach einer Mediengrundbildung im Lehramtsstudiengang setzt Lehrende voraus, die diese Grundbildung auf der Basis eigener Kompetenzen leisten k&#246;nnen. Diese Kompetenzen scheinen mir aber bei Lehrenden an der Hochschule nicht in allen F&#228;llen in h&#246;herem Ma&#223; gegeben als bei Lehrenden an der Schule, auch wenn digitale Technologien an Hochschulen mit weit gr&#246;&#223;erer Selbstverst&#228;ndlichkeit genutzt werden als an Schulen. Ein Beispiel: W&#228;hrend der Schultr&#228;ger in Frankfurt am Main, also die Stadt Frankfurt, drahtlose Netzwerke aufgrund von Bedenken bez&#252;glich der Strahlenbelastung nicht verf&#252;gbar macht, erm&#246;glicht die Frankfurter Universit&#228;t drahtloses Arbeiten im Netzwerk. In der Schule braucht man also kabelgebundene Computer oder den Internetzugang &#252;ber das mobile Telefonnetz, um vernetzt arbeiten zu k&#246;nnen. Der Einsatz von WLANf&#228;higen Ger&#228;ten an den Frankfurter Schulen ist also weder Lehrern noch Sch&#252;lern ohne Zusatzkosten f&#252;r den Zugang zum mobilen Telefonnetz nicht m&#246;glich, was die M&#246;glichkeiten des Einsatzes von heute weit verbreiteten WLANf&#228;higen Ger&#228;ten an den Schulen unm&#246;glich macht, w&#228;hrend kabelgebundene Arbeitsm&#246;glichkeiten nur sehr begrenzt zur Verf&#252;gung stehen.</p>

<p>Eine zweite Anmerkung: Meiner Erfahrung nach ist es ein Klischee, dass Generationenwechsel der Lehrerschaft heute schon eine besonder Chance in Sachen verf&#252;gbarer Grundbildung im Bereich der Medienkompetenz bedeutet. Junge Lehrende zeigen nur teilweise eine h&#246;here Bereitschaft und Bef&#228;higung im Umgang mit digitalen Medien wie &#228;ltere Lehrende. Betrachte ich meine pers&#246;nliche Vernetzung mit Lehrenden, so stelle ich fest, dass es hier Lehrkr&#228;fte aller Altersstufen in etwa gleicher Quantit&#228;t gibt. Gleichzeitig stelle ich fest, dass nach wie vor viele junge Lehrkr&#228;fte das Internet zwar privat als E-Mail- und Rechercheoption nutzen, ohne gleichzeitig zu einer medienp&#228;dagogisch relevanten Kompetenz im Umgang mit diesen Medien zu gelangen. Von daher ist die Forderung nach einer gr&#246;&#223;eren Ber&#252;cksichtigung digitaler Medien bereits in der Lehrerausbildung berchtigt, ohne dass damit schon die Frage beantwortet w&#228;re, wie die Medienkompetenz der Lehrenden an den Hochschulen in ihrer Qualit&#228;t sichergestellt werden kann.</p>

<p>Aus diesen &#220;berlegungen ergeben sich folgende Schlussfolgerungen:</p>

<ol>
    <li>Lehrende m&#252;ssen eigene Medienkompetenzen verf&#252;gbar haben oder entwickeln, um solche im medienp&#228;dgogischen Kontext (fachdidaktisch begr&#252;ndet) integrieren zu k&#246;nnen.</li>
    <li>Lehrende m&#252;ssen &#252;ber eigene Erfahrungen im Bereich des selbstgesteuerten Lernens mittels digitaler und vernetzter Ressourcen verf&#252;gen k&#246;nnen, um solche Lernprozesse initiieren zu k&#246;nnen.</li>
    <li>Der Zugang zu medienp&#228;dagogischen Lernprozessen muss &#252;ber die Wertsch&#228;tzung der bereits vorhanden Ressourcen der Jugendlichen er&#246;ffnet werden und nicht &#252;ber kritisch distanzierende Hinweise zu Gef&#228;hrdungspotentialen.</li>
    <li>Die Bedeutsamkeit digitaler Medien f&#252;r Jugendliche ist ernst zu nehmen und in den Unterricht zu integrieren.</li>
    <li>Medienp&#228;dagogik ist keine auf den Informatikunterricht oder sonstige zus&#228;tzliche Angebote zu begrenzende Aufgabe, sondern eine der zentralen Aufgabe der P&#228;dagogik in einer Wissensgesellschaft, die von einer optimalen Nutzung der gemeinsamen Wissenskonstruktion lebt.</li>
    <li>Die Schultr&#228;ger m&#252;ssen daf&#252;r Sorge tragen, dass die verf&#252;gbaren M&#246;glichkeiten digitaler Medien im Kontext selbstgesteuerten und selbstverantworteten Lernens von den Lernenden und den Lehrenden &#252;berhaupt genutzt werden k&#246;nne.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 22:08:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Belangloses Wissen hat Hochkonjunktur. Wissen ohne Bez&#252;ge zur eigenen Person ist allgegenw&#228;rtig. Und ich sage es lieber schon gleich zu Beginn, dass ich dagegen nach wie von dem Bildungsbegriff (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang von einem Bildungsideal zu sprechen) &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Belangloses Wissen hat Hochkonjunktur. Wissen ohne Bez&#252;ge zur eigenen Person ist allgegenw&#228;rtig. Und ich sage es lieber schon gleich zu Beginn, dass ich dagegen nach wie von dem Bildungsbegriff (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang von einem Bildungsideal zu sprechen) Wilhelm von Humboldts gepr&#228;gt bin und diesen nach wie vor f&#252;r bedeutsam halte. Zun&#228;chst eine Bestandsaufnahme:</p>

<ul>
    <li>Bildung wird heute mit Schulabschl&#252;ssen gleich gesetzt und dabei in h&#246;here und nicht h&#246;here Bildung aufgeteilt. Ohne Bildung in diesem formalen Sinne<span id="more-1468"></span> geraten Menschen heute schnell in die sogenannte „Bildungsarmut“. Eine interessante Zusammenstellung zum Thema liefert das von der <a href="http://www.bpb.de" target="_blank">Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung</a> herausgegebene Heft <a href="http://www.bpb.de/publikationen/JQJWQK,,0,Bildungsmisere.html" target="_blank">Aus Politik und Zeitgeschichte (B 21-22/2003)</a>, in dem die „Bildungsmisere“ in Deutschland umfassend aufgegriffen wird.</li>
    <li>„Wissen“ ist heute Gegenstand der Unterhaltung, in Quizsendungen mit sehr beeindruckenden Gewinnm&#246;glichkeiten (ohne diese Geldsummen w&#228;ren diese Sendungen wahrscheinlich noch offensichtlicher langweilig als sie es eh schon sind), aber auch in den zahlreichen, oft als „Dokumentationen“ daher kommenden „Wissens“-Sendungen vor allem im Fernsehen.</li>
    <li>Die Begriffe „Wissen“ und „Bildung“ werden oft synonym gebraucht, so z.B. im Titel von Dietrich Schwanitz’ „Bildung. Alles, was man wissen mu&#223;“, M&#252;nchen, 24. Auflage 2002.</li>
    <li>Neben den Begriffen „Wissen“ und „Bildung“ spielt in der gegenw&#228;rtige „Bildungs“-Debatte auch der „Kompetenz“-Begriff eine nicht unbedeutende Rolle.</li>
</ul>

<p>Mir kommt das wie ein gordischer Knoten der Vermengung, Gleichsetzung und Entleerung bis zur Bedeutungslosigkeit der W&#246;rter vor – Grund genug, den Begriffen einmal ein wenig nach zu gehen, ohne den Anspruch auf ein letztes Wort zu erheben. Das ist ein Blog-Eintrag, nicht mehr, aber auch nicht weniger.</p>

<p>Und schon sto&#223;e ich auf das erstes Problem: Alle hier von mir in den Fokus genommen Begriffe sind keine voraussetzungslosen Begriffe, alle drei Begriffe ergeben sich in ihrer Bedeutung aus einer Grundeigenschaft von (vielen) Lebewesen, n&#228;mlich der Eigenschaft, dass Lebewesen lernen. Den Menschen zeichnet dar&#252;ber hinaus (nach unserem bisherigen Kenntnisstand) die Eigenschaft aus, dass er &#252;ber solche Prozesse selbst nachdenken kann und daraus folgend die F&#228;higkeit entwickeln konnte „Ich“ zu sagen, sich also als ein &#252;ber sich selbst reflektieren k&#246;nnendes Individuum erf&#228;hrt, das nicht nur implizites, sondern auch explizites Wissen erzeugen kann.</p>

<p>Kurz: Dass wir Menschen lernen ist die Voraussetzung f&#252;r das Sprechen &#252;ber Bildung, Wissen und Kompetenzen.  Dabei lernt der Mensch schon alleine, weil er Mensch ist. Das Gelernte ist zun&#228;chst allerdings  kein explizierbares, also aussprechbares und damit in Pr&#252;fungen abrufbares Wissen (<a href="http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/wiss/wiss_2_2_1_1.htm" target="_blank">explizites Wissen</a>), sondern ein Wissen, dass nicht (vollst&#228;ndig) in Worten ausgedr&#252;ckt werden kann und vor allem ein „K&#246;nnen“ ist (<a href="http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/wiss/wiss_2_2_1_2.htm" target="_blank">implizites Wissen</a>).</p>

<p>Ein Beispiel: Kinder lernen sprechen und k&#246;nnen es dann, ohne dass sie zun&#228;chst in der Lage w&#228;ren, die Regeln, denen ihre nach einer gewissen Zeit meist korrekt gebildeten S&#228;tze folgen, benennen zu k&#246;nnen. Kinder lernen laufen, ohne erkl&#228;ren zu k&#246;nnen, wie das Laufen funktioniert etc. (implizites Wissen).</p>

<p>Sp&#228;ter lernen Kinder dann in der Schule die Grammatik, die in die Lage versetzt &#252;ber korrekten Satzbau zu sprechen, Satzstrukturen zu analsysieren und die als Wissen &#252;berpr&#252;ft werden kann (explizites Wissen).</p>

<p>Betrachte ich die heutige Bildungsdiskussion, so scheint mir mit dem Begriff „Wissen“ vor allem dieses explizite, &#252;berpr&#252;fbare Wissen gemeint zu sein, solches Wissen also, dass in Lexika, Lehrb&#252;chern etc. zur Verf&#252;gung steht und das Menschen seit der Aufkl&#228;rung im Rahmen von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4die" target="_blank">Enzyklop&#228;dien</a>“ sammeln und zur Verf&#252;gung stellen.</p>

<p>In diese Reihe geh&#246;rt auch Wikipedia, wenn es um das Ziel geht, m&#246;glichst gro&#223;e Teile des verf&#252;gbaren Wissens zug&#228;nglich zu machen.</p>

<p>Implizites Wissen rangiert in der Werteskala der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wissensgesellschaft" target="_blank">Wissensgesellschaft</a>“ unter dem expliziten Wissen und wird entweder als selbstverst&#228;ndlich vorausgesetzt oder in eine explizierbare Form &#252;bertragen, deren Beherrschung dann &#252;berpr&#252;ft werden kann. Wer solche Pr&#252;fungen nachweisen kann, verf&#252;gt &#252;ber „formale Bildung“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_0_1468" id="identifier_0_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Auszug aus einem Werk zum Thema im Rahmen eines Projektes zur Ideengeschichte von der Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Lohmann findet sich als PDF-Dokument hier.">1</a></sup></p>

<p>Um „formale Bildung“ zu erreichen, sind bestimmte Kompetenzen notwendig, wobei der <a href="http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/eval-qs-qm/forschung/dfg-projekt_gesundheit/Kompetenzbegriff/index.html" target="_blank">Kompetenzbegriff</a> als solcher in Bildungszusammenh&#228;ngen <a href="http://www.ash-berlin.eu/uploads/media/Was_sind_Kompetenzen.pdf" target="_blank">sehr vielf&#228;ltig verwendet</a> und h&#228;ufig mit dem <a href="http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000000908/04_KapA4.pdf;jsessionid=BC7958906E17F681CF261F5D93D797A6?hosts=" target="_blank">Qualifikationsbegriff</a> verbunden wird. In diesem Rahmen wird dann auch von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselqualifikation" target="_blank">Schl&#252;sselqualifikationen</a>“ gesprochen, zu denen unter anderem z. B. das Lesen und das Schreiben geh&#246;ren.</p>

<p>Und um die Vielfalt und Unsch&#228;rfe der Begriffe noch ein wenig weiter vorzuf&#252;hren, nenne ich noch die Weiterf&#252;hrung des Kompetenzenbegriffs in der Rede von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz" target="_blank">sozialen Kompetenzen</a>“, die heute auch unter dem Begriff „soft skills“ bekannt sind.</p>

<p>Der Kompetenzenbegriff ist also schillernd, mit der Folge, dass er in jedem Zusammenhang, in dem er verwendet wird, eigens ausdifferenziert werden muss, was auch nicht gerade zur Sch&#228;rfung des Begriffs im Sinne eines „expliziten Wissens“ beitr&#228;gt – aber nicht zu vermeiden ist, soll er von einem abstrakten Begriff in handhabbare Handlungszusammenh&#228;nge, wie sie beispielsweise in Bildungprozessen unabdingbar sind, &#252;bertragbar sein.</p>

<p>Der Kompetenzenbegriff ist in diesem Sinne ein Metabegriff, der sich von Schl&#252;sselqualifikationen (die ich hier lieber Schl&#252;sselkomeptenzen nenne) ausgehend in unterschiedlichen Handlungszusammenh&#228;ngen unterschiedlich zeigt, sodass man im konkreten Anwendungsfall von „Fachkompetenzen“ spricht.</p>

<p>Diese Fachkompetenzen sind dann mit Fachwissen verbunden, wobei es auch hier Wissensbest&#228;nde gibt, die als „Schl&#252;sselkompetenzen“ fach&#252;bergreifend vorausgesetzt werden, wobei wir z. B. einmal mehr beim Lesen und Schreiben w&#228;ren, das dementsprechend z. B. in der Schule eben nicht nur im Deutschunterricht gelernt werden kann, sondern auch im Verantwortungsbereich nahezu aller F&#228;cher, insbesondere aber von F&#228;chern wie Geschichte, Religion, Politik und Wirtschaft (Sozialkunde, Gemeinschaftskunde), Ethik, den Fremdsprachen…, liegt.</p>

<p>Im Deutschunterricht werden die explizierbaren Grundlagen und Anwendungsformen dieses „Wissens“ ins Zentrum gestellt, die Feinabstimmung kann nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen F&#228;cher gelingen, was f&#252;r mich dann auch wieder das zentrale Merkmal von „Schl&#252;sselkompetenzen“ widerspiegelt: Sie sind in ihrer Bedeutung f&#228;cher&#252;bergreifend und werden in den unterschiedlichen F&#228;chern mit fachspezifischen Zusatzqualifikationen angereichert.</p>

<p>====&gt;</p>

<p>Zusammenfassung:  Das Lernen ist Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Conditio_humana" target="_blank">Conditio Humana</a>, des Wesens des Menschen, und f&#252;hrt immer und bei jedem Menschen zu implizitem Wissen. Dieses implizite Wissen kann zu explizitem Wissen werden, wobei explizites Wissen dar&#252;ber hinaus in der Lage ist, dem Menschen neue Wissensgebiete zu erschlie&#223;en<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_1_1468" id="identifier_1_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="z. B. in der Physik, der Astronomie, der Philosophie, der Mathematik, der Geschichte, der Religion, der Ethik, in den Bereichen von Politik und Wirtschaft, kurz: in allen Gebieten, die f&amp;#252;r eine Wissensgesellschaft bezeichnend sind und deshalb z. B. f&amp;#252;r die Bundesrepublik Deutschland von zentraler Bedeutung sind">2</a></sup>. Explizites Wissen kann enzyklop&#228;discher Natur sein (ich nenne das in Anschluss an <a href="http://www.martin-wagenschein.de/" target="_blank">Martin Wagenschein</a> und <a href="http://www.adz-netzwerk.de/SCHULEN-DER-KORPERLOSIGKEIT-Vortrag-von-Horst-Rumpf-beim-Muensteraner-Konvent.php" target="_blank">Horst Rumpf</a> „Bescheid wissen“) oder anwendungsorientiert<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_2_1468" id="identifier_2_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So macht es einen Unterschied, ob z. B. eine Fremdsprache auf Beherrschen der grammatikalischen Regeln, Vokabelwissen und Schriftlichkeit hin gelernt wird oder ob, von diesen unabdingbaren Voraussetzungen ausgehend, auf Anwendbarkeit in konkreten Gespr&amp;#228;chen hin gelernt wird.">3</a></sup>, wobei es dann vom Wissen zum anwendbaren Wissen, also zur Kompetenz wird.</p>

<p>&lt;====</p>

<p>Und was hat das nun mit Bildung zu tun?</p>

<p>Die Antwort kann weder „Nichts“ noch alles „Alles“ hei&#223;en, sondern, wer h&#228;tte das gedacht, bedarf einer weiteren Differenzierung.</p>

<p>Und so kommt  jetzt endlich, wie oben angek&#252;ndigt, Humboldt ins Spiel.</p>

<p>„Bildung“, wie ich den Begriff hier verstehe, ist weder mit „Wissen“ noch mit „Kompetenzen“ identisch, noch von „Wissen“ und „Kompetenzen“ getrennt zu verstehen. Ich betone das an dieser Stelle, weil ich zunehmend den Eindruck habe, dass der Bildungsbegriff mehr und mehr mit verwertbarem „Wissen“ und somit mit „Kompetenzen“ gleich gesetzt wird, es vielleicht sogar die Tendenz gibt, im Rahmen eines „kompetenzenorientierten Unterrichts“ im schulischen Bereich die „Kompetenzen“ alleine ins Zentrum zu stellen, obwohl nat&#252;rlich jeder Lehrende wei&#223;, dass „Kompetenzen“ ohne „Wissen“ wie Autos ohne Motor, Fahrr&#228;der ohne Ketten, K&#246;rper ohne Gehirn sind. Vielleicht mit einer der Gr&#252;nde, warum erfahrene Lehrkr&#228;fte das Reden &#252;ber „Kompetenzen“ befremdlich finden…  Also, <a href="http://www.zeno.org/Philosophie/M/Humboldt,+Wilhelm+von?hl=humboldt" target="_blank">Humboldt</a>, jetzt endlich, mit einem<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung" target="_blank"> Zitat aus den enzyklop&#228;dischen Wissensbest&#228;nden der Wikipedia</a>:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>Bildung</strong> bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“.</p>

W&#228;hrend in der Umgangssprache mit dem Begriff Bildung eher andere Begriffe, wie „Belehrung“, „Schulbildung“ oder „Wissensvermittlung“ assoziiert werden, haftet seit <a title="Wilhelm von Humboldt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Humboldt" target="_blank">Wilhelm von Humboldt</a> in der Theorie und der Programmatik „dem Wort Bildung das Moment der Selbst&#228;ndigkeit, also des Sich-Bildens der Pers&#246;nlichkeit“ an (<a title="Hartmut von Hentig" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_von_Hentig" target="_blank">Hartmut von Hentig</a>).

Nach Humboldt ist Bildung „die Anregung aller Kr&#228;fte des Menschen, damit diese sich &#252;ber die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualit&#228;t und Pers&#246;nlichkeit f&#252;hren“.<sup id="cite_ref-0" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung#cite_note-0" target="_blank">[1]</a></sup></blockquote>

<p><a href="http://www.didaktik.uni-jena.de/did_04/humboldt.htm" target="_blank">Anders ausgedr&#252;ckt</a>: Bildung findet dort statt, wo der Mensch als Individuum zu sich selbst findet.</p>

<p>Als Individuum zu sich selbst finden?  Diese Aussage ist zun&#228;chst einmal ein Hinweis darauf, dass sich Bildung nicht auf verwertbares und anwendbares, wom&#246;glich rein berufsbezogenes Wissen bezieht, dieses aber auch nicht ausschlie&#223;t, sondern &#252;ber es hinaus geht. Um es in einem nahe am Klischee scheinenden, kurzen Satz auszudr&#252;cken:</p>

<p>Bildung ist Pers&#246;nlichkeits- und eben nicht prim&#228;r Berufsbildung.</p>

<p>Bildung ist weit mehr als die mit ihr nat&#252;rlich verbundene Ausbildungs- oder Studierf&#228;higkeit, ist mehr als Qualifikation, mehr als Kompetenzen.</p>

<p>Die Aufgabe von Bildungsprozessen ist, inklusive all der qualifizierenden Aufgaben, den Prozess der ganzheitlichen Pers&#246;nlichkeitsentwicklung zu unterst&#252;tzen, zu begleiten und zu f&#246;rdern. Und somit findet Bildung nicht nur in der Schule statt, die aber auch in diesem Sinne einen ganz klaren Erziehungsauftrag hat. So hei&#223;t es in <a href="http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/374/3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=72920bec-b224-d901-be59-2697ccf4e69f.htm&amp;uid=3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2" target="_blank">§2 Abschnitt 1 des Hessischen (also des f&#252;r mich relevanten) Schulgesetzes</a> ausdr&#252;cklich:</p>

<blockquote><strong>Die Schulen</strong> im Lande Hessen erf&#252;llen in ihren verschiedenen Schulstufen und Schulformen den ihnen in Art. 56 der Verfassung des Landes Hessen erteilten gemeinsamen Bildungsauftrag, der auf humanistischer und christlicher Tradition beruht. Sie <strong>tragen dazu bei, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entfalten k&#246;nnen</strong>. (Hervorhebungen von Herrn Larbig)</blockquote>

<p>Alles „Wissen“, alle „Kompetenzen“ sind also der Aufgabe unterstellt, dazu beizutragen, dass Menschen ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entwickeln und entfalten k&#246;nnen. Das Gesetz spricht zwar nicht von der Entwicklung, aber diese geh&#246;rt zur Entfaltung unabdingbar dazu.</p>

<p>Um zur Pers&#246;nlichkeitsentwicklung und -entfaltung in Gemeinschaft beitragen zu k&#246;nnen, reicht die Vermittlung und das (Auswendig)Lernen von enzyklop&#228;dischen Wissensbest&#228;nden also nicht aus. Die fr&#252;her (und auch heute noch verbreitete) Rede von Lernzielen griff / greift zu kurz, da damit oft die Beherrschung eines gewissen Unterrichtsstoffes im Sinne von explizitem Wissen verstanden wurde / wird (Vokabeln, Jahreszahlen in Geschichte, Formeln in den Naturwissenschaften etc.).</p>

<p>Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, wurde in j&#252;ngerer Zeit der Kompetenzbegriff in die Bildungsdebatte eingebracht, der in der Lehrerausbildung, zumindest in der mir bekannten hessischen Lehrerausbildung, zunehmend an Gewicht gewinnt. Diesem Kompetenzbegriff geht es um anwendbares Wissen, womit wir dem Bildungsbegriff, wie ich ihn hier vertrete, schon ein gutes St&#252;ck n&#228;her gekommen sind, solange der Kompetenzbegriff nicht, was meiner Wahrnehmung nach leider durchaus geschieht, alleine auf einen Bereich der (berufs)praktischen Verwertbarkeit beschr&#228;nkt wird.</p>

<p>Vom humboldtschen Bildungsbegriff ausgehend, muss der Kompetenzenbegriff so verstanden werden, dass Menschen lernen, ihre individuellen Talente und F&#228;higkeiten in der Gemeinschaft entfalten zu k&#246;nnen. Und ein so verstandener Bildungsbegriff ist f&#252;r mich dann „Allgemeinbildung“, weit mehr also als Wissensbest&#228;nde, die allgemein als bekannt vorausgesetzt werden.</p>

<p>====&gt;</p>

<p>Zusammenfassung:</p>

<p>Mit dem humboldtschen Bildungsbegriff, der Wissen und Kompetenzen einschlie&#223;t, sich aber nicht auf diese Seiten der Bildung beschr&#228;nkt, ist zentral die Frage nach den Voraussetzungen, Bedingungen und M&#246;glichkeiten der Entfaltung der eigenen Pers&#246;nlichkeit in Gemeinschaft verbunden. Bildung bezieht sich hier ganzheitlich auf individuelle Pers&#246;nlichkeiten und nicht prim&#228;r auf &#246;konomisch verwertbares Wissen.</p>

<p>&lt;====</p>

<p>Bleibt, nach so viel Theorie, die Frage nach den praktischen Konsequenzen, wobei ich mich hier weitgehend auf die Konsequenzen f&#252;r den Teil des individuellen Bildungsprozesses beschr&#228;nke, der in der Schule bzw. im Umfeld der Schule stattfindet. Und um es gleich zu sagen: Bei allen Diskussionen um PISA, TIMMS und Co, hat sich gerade in der Richtung auf „Bildung“ hin, in den vergangenen Jahren sehr viel getan, ohne dass die Probleme wirklich gel&#246;st worden w&#228;ren:</p>

<ul>
    <li>Die hier erarbeitete Bestimmung des Bildungsbegriffs verlangt, dass das Individuum eine Chance zur Entfaltung der ihm / ihr eigenen Pers&#246;nlichkeit bekommt. Die heute mehr und mehr geforderte Sch&#252;lerorientierung von Unterricht verstehe ich in dieser Richtung.</li>
    <li>Es gibt Bedingungen, unter denen diese Entfaltung des Individuums besser oder schlechter gelingt. PISA und die entsprechenden OECD-Studien haben deutlich darauf hingewiesen, dass in Deutschland nach wie vor die sozialen (im Sinne von &#246;konomischen) Voraussetzungen mit dazu beitragen, wie weit dieser Prozess der Entfaltung des Individuums in Gemeinschaft mehr oder weniger gelingt. „Bildung“, wie sie hier verstanden wird und wenn sie genau diese Entfaltung f&#246;rdern soll, muss in ihrer Organisation daf&#252;r sorgen, dass diese sozialen (&#246;konomischen) Grenzen keine Rolle spielen. Und bei aller Kritik am deutschen Schulwesen, die in dieser Hinsicht immer wieder und als kritisches Korrektiv auch v&#246;llig zurecht laut wird, haben wir ein Schulsystem, das zumindest von der Idee her, so durchl&#228;ssig ist, wie es f&#252;r solche Bildungsprozesse theoretische notwendig ist. Dass dies in der Praxis nicht gelingt ist ein Problem, zu dem es zwar viele Ideen (Gemeinschaftsschule, Gesamtschule etc.) gibt, aber nur wenige die vorhandenen Grenzen durchl&#228;ssiger machende oder auf aufl&#246;sende L&#246;sungen. Und wenn ich auch nicht zu denen geh&#246;re, die im Zusammenhang von gelingender Bildung als erstes nach Geld rufen: Hier scheinen die sozialen Unterst&#252;tzungsma&#223;nahmen (Sch&#252;ler-BAF&#214;G…) bislang nicht angemessen zu greifen.</li>
    <li>In der Unterrichtspraxis geht es darum, die Individuen auch als solche wahrnehmen zu k&#246;nnen. Rechne ich einmal durch, wie viele dieser Individuen ich als solche zu f&#246;rdern haben, komme ich mit momentan 145 auf eine f&#252;r einen Lehrer noch recht &#252;bersichtliche Zahl, die aber, wenn ich mir vorstelle, dass ich 145 Mal individuell der Pers&#246;nlichkeitsentwicklung dienen (sic!) soll, schon erschreckend genug ist und in der Regel auch deutlich h&#246;her liegen kann. (Gehe ich von einem „Nebenfach”-Lehrer aus, der jeweils nur zweist&#252;ndig in den Jahrgangsstufen unterricht, kann dies z.B. in Sekundarstufe I zu bis zu 390 individuell zu f&#246;rdernden Kindern und Jugendlichen gehen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_3_1468" id="identifier_3_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier wird eine Klassengr&amp;#246;&amp;#223;e von 30 und ein Stundendeputat von 26 Stunden zu Grunde gelegt.">4</a></sup> Ob in diesem Rahmen der Bildungsauftrag mit dem hier zu Grunde gelegten Bildungsbegriff gelingen kann, m&#246;ge jeder selbst entscheiden.</li>
</ul>

<p>Wenn ich aber dennoch davon ausgehe, dass Unterricht gelingen kann, stellt sich die Frage, welche Methoden oder Metamethoden vor dem Hintergrund des hier vertretenen Bildungsbegriffs m&#246;glicherweise hilfreich sein k&#246;nnen.</p>

<p>F&#252;r mich ist klar, dass es sich um Methoden handeln muss, die in sich den Auftrag zur Erm&#246;glichung der Entfaltung von Individuuen in Gemeinschaft aufgreifen und m&#246;glichst weitgehend erf&#252;llen.</p>

<ul>
    <li>Unterricht muss m&#246;glichst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binnendifferenzierung" target="_blank">binnendifferenziert </a>erfolgen. Es m&#252;ssen also m&#246;glichst innerhalb einer Lerngruppe individualisierte Lernwege erm&#246;glicht werden. (Klassengr&#246;&#223;en mit 30 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern erschweren dies zumindest erheblich.)</li>
    <li>Die Lernden m&#252;ssen aktiv sein k&#246;nnen und Unterricht nicht nur konsumieren. Methodische M&#246;glichkeiten, dies zu erreichen, stehen in der Gruppenarbeit, deren Konzeption und Durchf&#252;hrung h&#246;chste Anspr&#252;che an die Lehrenden stellen, in Projektarbeit, in problemorientiertem Unterricht, der es Lernenden erm&#246;glicht, individuelle L&#246;sungswege zu entwickeln und in nahezu allen <a href="http://methodenpool.uni-koeln.de/" target="_blank">Ans&#228;tzen der konstruktivistischen P&#228;dagogik</a> zur Verf&#252;gung. Dazu geh&#246;rt auch der Ansatz „<a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschung/forschungsprojekte/ldl.de" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>“, der hochgradig auf die Aktivierung (Entfaltung) der Jugendlichen als Individuen in Gemeinschaft hin ausgerichtet ist und bei genauer Betrachtung einen radikal humanistischen Ansatz repr&#228;sentiert. Kurz: Handlungsorientierte Ans&#228;tze scheinen nach wie vor einen der besten Ans&#228;tze zur Erm&#246;glichung der Entfaltung des Individuums in Gemeinschaft zu bieten.</li>
</ul>

<p>Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass auch der hier vertretene Bildungsbegriff in Vergangenheit und Gegenwart nicht unumstritten geblieben ist. Die einen fordern mit Bezug auf Humboldt und Friedrich Schiller die<a href="http://www.zeit.de/2005/10/Kulturnation" target="_blank"> R&#252;ckkehr zur Kulturnation</a>, die anderen <a href="http://www.polwiss.fu-berlin.de/fsi/ap/ap5-humboldt.htm" target="_blank">stellen den humboldtschen Bildungsbegriff in Frage</a>. Und wer mag, kann &#252;ber Suchmaschinen noch mehr Artikel zu den Pro- und Contra-Diskussionen um diesen Bildungsbegriff finden.</p>

<p>Und ich gebe zu, dass dem Verst&#228;ndnis des humboldtschen Bildungsbegriffs oft etwas elit&#228;res anhaftet, hoffe aber, das meine, f&#252;r ein Blog sehr umfangreichen, f&#252;r die Sache aber eher marginalen, Gedanken zum Thema, zumindest deutlich machen konnten, dass ein Begriff von „Bildung“, der das Individuum im Rahmen der differenzierten Talente, die jedes von ihnen mit sich bringt, ins Zentrum der &#220;berlegungen stellt (Ein Leitspruch der Schule, an der ich unterrichte lautet dann auch „Das Kind in die Mitte“ gepr&#228;gt von dem schillerschen Schulmotto „Der Menschheit W&#252;rde ist in eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit euch; mit euch wird sie sich heben.“) in der heutigen Bildungsdebatte zumindest ein wenig zur Kl&#228;rung von Begriffen beizutragen vermag.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/06/30/herrn-larbigs-bibliothek-9-jussi-adler-olsen-erlosung/" rel="bookmark" title="30. Juni 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 9 – Jussi Adler-Olsen: Erl&#246;sung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>

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<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/gefunden-add-on-to-the-face-to-face-learning-at-adelaide-university-podcast-english/" rel="bookmark" title="21. November 2010">Gefunden: Free iPads as an Add-On to the Face-to-Face-Learning at Adelaide-University (Podcast / English)</a></li>
</ul>

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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 22:33:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Res&#252;me: Die Begriffe „Sch&#252;lerorientierung“ und „Medienkompetenz“ wirken heute oft wie wenig reflektierte Modebegriffe in Bildungskontexten. Ausgehend von Materialien, die im Rahmen der britischen Bildungsdiskussion entstanden sind, greift dieser Beitrag beide Begriffe auf und versucht einen Diskussionsbeitrag zur weiteren Kl&#228;rung der &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Res&#252;me: Die Begriffe „Sch&#252;lerorientierung“ und „Medienkompetenz“ wirken heute oft wie wenig reflektierte Modebegriffe in Bildungskontexten. Ausgehend von Materialien, die im Rahmen der britischen Bildungsdiskussion entstanden sind, greift dieser Beitrag beide Begriffe auf und versucht einen Diskussionsbeitrag zur weiteren Kl&#228;rung der Begriffe zu leisten, ohne dabei auf unterrichtspraktische Implikationen zu verzichten.</em></p>

<p><em>Eine der Schlussfolgerungen lautet: Die aktuelle Mediendebatte in Bildungskontexten </em><em>ist eine Debatte, in der es um die &#220;bertragung der Ideen der Aufkl&#228;rung in den Kontext neuer Medientechnologien und deren Anwendungsm&#246;glichkeiten geht!<span id="more-1451"></span></em></p>

<p>Auf das in Bristol ans&#228;ssige <a href="http://www.futurelab.org.uk" target="_blank">Futurelab</a> bin ich &#252;ber ein <a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank">Handbuch</a> gesto&#223;en, in dem es um Ver&#228;nderungen von Curricula (Lehrpl&#228;nen) und Unterricht („classroom practice“) geht.</p>

<p>Zuerst etwas zu dem Institut und dann zu ein paar ersten Entdeckungen, die ich dort gemacht habe:</p>

<blockquote>“Futurelab is passionate about transforming the way people learn. Tapping into the huge potential offered by digital and other technologies, we develop innovative resources and practices that support new approaches to learning for the 21st century.”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_0_1451" id="identifier_0_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. Futurelab Website &ndash; About us">1</a></sup></blockquote>

<p>Es geht dem Futurelab um eine Ver&#228;nderung der Lernwege von Menschen in der Gegenwart. Es geht davon aus, dass digitale und andere Technologien ein gro&#223;es Potential f&#252;r diese Lernwege bieten und entwickelt deshalb Material und Praxisans&#228;tze, die sich den angenommenen M&#246;glichkeiten f&#252;r neue Lernwege widmen. Kurz: Das Futurelab ist davon &#252;berzeugt, dass  „neue“ Technologie, auch das Web 2.0, Potentiale f&#252;r Bildungsprozesse bieten und geh&#246;rt in den Kreis derjenigen, die sich hier theoretisch und praktisch engagieren.</p>

<p>Die<a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank"> j&#252;ngste Produktion des Futurelabs</a> ist das oben schon erw&#228;hnte Handbuch, dass ich vor allem deshalb interessant finde, weil es das personalisierte Lernen als stark sch&#252;lerorientiertes Lernen ins Zentrum stellt. Dabei handelt es sich um eine Form des Lernens, die in Deutschland schon l&#228;nger propagiert wird, bei deren Umsetzung es aber nach wie vor durchaus Potential gibt, auch weil nicht in jedem Falle gekl&#228;rt zu sein scheint, was sch&#252;lerorientierter Unterricht eigentlich sein soll bzw. kann.</p>

<p>Zu dieser Frage findet sich im <a href="http://www.futurelab.org.uk/glossary" target="_blank">Glossar des Futurlabs</a> folgende <a href="http://www.futurelab.org.uk/glossary#personalisation" target="_blank">Definition</a>:</p>

<blockquote>“personalisation:</blockquote>

<blockquote>Personalised learning is an approach which advocates reversing the logic of education systems so that the system conforms to the learner, rather than the learner to the system, offering bespoke support for each individual in order to foster engaged and independent learners able to reach their full potential.”</blockquote>

<p>Es geht hier also, um zumindest den Sinn einmal zu „&#252;bersetzen“ darum, dass die Logik des Bildungssystems in den Blick genommen wird und das System sich den Anspr&#252;chen der Lernenden zu widmen habe und eben nicht mehr, wie es im alten Paradigma war und ist, den Lernenden an das System anzupassen. Es geht dem neuen Paradigma um Unterst&#252;tzung f&#252;r den individuellen Lerner, um so engagierte und unabh&#228;ngige Lernende zu gewinnen, die in der Lage sind, die eigenen Potentiale voll zu nutzen.</p>

<p>Um einen Begriff aufzugreifen, den <a href="http://bremerstudiblog.wordpress.com/" target="_blank">Thorsten Sch&#246;nbohm</a> k&#252;rzlich in einer <a href="http://bremerstudiblog.wordpress.com/2009/04/22/was-hat-die-padagogik-in-den-letzten-100-jahren-geleistet/" target="_blank">Reflexion &#252;ber die Leistungen der P&#228;dagogik in den letzten 100 Jahren in</a> Erinnerung gerufen hat: Es geht um M&#252;ndigkeit, darum, den Lernenden den Mut zu geben, sich des Verstandes fr&#252;her oder sp&#228;ter ohne Leitung eines anderen zu bedienen.</p>

<p>Es klingt &#252;berraschend, erstaunlich und gleichzeitig eigentlich selbstverst&#228;ndlich: Die medienp&#228;dagogische Debatte, die momentan hier, &#252;ber Twitter, in den unterschiedlichsten Lehrerblogs, in Fachliteratur und auch in den Massenmedien gef&#252;hrt wird, ist eine Debatte, in der es um die &#220;bertragung der Ideen der Aufkl&#228;rung in den Kontext neuer Medientechnologien und deren Anwendungsm&#246;glichkeiten geht!</p>

<p>Im Kontext neuer Medien wird oft, obwohl der Begriff f&#252;r den Umgang mit allen Medien gilt, von Medienkompetenz gesprochen. Im Englischen hat sich der Begriff der „media literacy“ f&#252;r diesen Komplex aus unterschiedlichen F&#228;higkeiten im Umgang mit Medien eingeb&#252;rgert. Was alles zur Medienkompetenz dazugeh&#246;rt, ist Teil eines Papieres, das <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm" target="_blank">Professorin Sonia Livingstone</a> von der <a href="http://www.lse.ac.uk/" target="_blank">Medienabteilung der London School of Economics and Politcal Siences</a> zur Verf&#252;gung gestellt hat und das <a href="www.lse.ac.uk/collections/media@lse/pdf/What_is_  media_literacy.doc " target="_blank">hier als Word-Dokument heruntergeladen werden kann</a>.</p>

<p>Livingston sieht vier Kompetenzbereiche, die zusammen die Media-Literacy ausmachen, n&#228;mlich die F&#228;higkeiten des Zugriffs, der Analyse, der Bewertung und der Erstellung von Inhalten in unterschiedlichen Kontexten (“the ability to access, analyse, evaluate and create messages across a variety of contexts”).<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_1_1451" id="identifier_1_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sonia Livingston, What is media literacy, London">2</a></sup></p>

<p>Wenn man dieser Definition erst einmal zustimmt, ergeben sich daraus f&#252;r Lehrende, die Lernprozesse begleiten, in Hinsicht auf Medienkompetenz vier Bereiche, die in den Blick genommen werden m&#252;ssen, damit Bildungsprozesse auf Medienkompetenz hin gelingen k&#246;nnen.</p>

<ol>
<li><p>Welche Zugriffsm&#246;glichkeiten auf Information stehen zur Verf&#252;gung und was ist n&#246;tig, damit ein Zugriff auf die Informationen m&#246;glich wird?</p></li>
<li><p>Wie k&#246;nnen Informationen, die auf unterschiedlichen Kan&#228;len zur Verf&#252;gung stehen, ausgewertet werden?</p></li>
<li><p>Was ist n&#246;tig, damit zur Verf&#252;gung stehende Informationen bewertet werden k&#246;nnen, damit in der F&#252;lle der Informationen, mit denen wir es heute zu tun haben, &#252;berhaupt noch eine Auswahl nach Qualit&#228;tskriterien stattfinden kann.</p></li>
<li><p>Was ist n&#246;tig, damit Menschen nicht nur konsumierend mit den Medien umgehen, sondern selbst in die Lage versetzt werden, im Kontext dieser Medien (und hier geht es neben so etwas wie dem Leserbrief nat&#252;rlich explizit auch um eigene Aktivit&#228;ten im Web 2.0) Inhalte zu produzieren.</p></li>
</ol>

<p>Jeder dieser vier Bereich ist geeignet, selbst Thema in einem Beitrag zu werden. Um hier nicht zu umfangreich zu werden, an dieser Stelle nur ein paar Andeutungen:</p>

<p>@1: B&#252;cher, Bibliotheken, Radio, Fernsehen, Datenbanken, Internet, Lehrveranstaltunge, Vortr&#228;ge… Die Voraussetzungen f&#252;r einen Zugriff sind hierbei unterschiedliche, ich m&#246;chte aber einen nennen, der in der Diskussion oft vorausgesetzt wird: Die Grundvoraussetzungen f&#252;r den Zugang zu den meisten dieser Informationsquellen sind das Lesen und Schreiben, wobei es sich vor allem beim Lesen um eine Kompetenz handelt, die das den Sinn erfassende Lesen meint. – Zu den Zugriffsm&#246;glichkeiten geh&#246;ren aber nat&#252;rlich auch gegebenenfalls Computer und Internet und damit auch das Problem der Finanzierung der Zugriffsm&#246;glichkeiten bzw. die eigenen finanziellen M&#246;glichkeiten.</p>

<p>@2 Anders gefragt: Wozu braucht man so Sachen wie Inhaltsangabe, Interpreations- und Analysef&#228;higkeiten gegen&#252;ber Texten (oder Daten), Mathematikkenntnisse (Statistik)? Ganz einfach: Man braucht Werkzeuge, um zur Verf&#252;gung stehende Informationen auswerten zu k&#246;nnen. – Es sollte also m&#246;glich sein, diese Kompetenzen so zu vermitteln, dass ihr Wert f&#252;r die Praxis schnell einsichtig wird (oder?).</p>

<p>@3 Die F&#228;higkeit zur Bewertung von Material und Informationen ist heute fast noch wichtiger als in Zeiten vor dem Internet, da jeder (die technischen Zugangsm&#246;glichkeiten vorausgesetzt) heute Inhalte zur Verf&#252;gung stellen kann, die nicht immer problemlos sind. Ich muss ausw&#228;hlen k&#246;nnen und brauche Kriterien f&#252;r meine Auswahl.</p>

<p>@4 Sollte noch jemand fragen, warum die Arbeit mit Blogs und Wikis im Unterricht Potential hat: Hier ist ein Hinweis auf eine m&#246;gliche Antwort. Es geht hier aber auch um andere Formen der Gestaltung von Inhalten: Leserbriefe schreiben, Gestaltung eines Videos, von Fotografien, Dokumentation von Experimenten im naturwissenschaftlichen Unterricht, Erstellung von Materialien z.B. f&#252;r den Einsatz im Unterricht, f&#252;r eigenes Lernen etc. In diesen Bereich geh&#246;rt aber auch die Frage, wie ich beispielsweise in Communities Inhalte erstelle – und vor allem: welche.</p>

<p>Medienkompetenz (media literacy) ist, das ist eigentlich unstrittig, soll aber einfach mal wieder gesagt werden, ein komplexes Ineinander unterschiedlicher Kompetenzbereich, die in Lernprozessen erworben werden m&#252;ssen, damit das Ziel m&#252;ndiger Menschen im oben angef&#252;hrten, kantschen Sinne &#252;berhaupt &#252;berhaupt erreicht werden kann. Mangelnde Medienkompetenz ist also nicht nur f&#252;r die Berufsfindung ein Problem, sondern kann auch demokratische Strukturen gef&#228;hrden, da diese zumindest ein St&#252;ck weit vom kompetenten Umgang mit Informationen und Desinformationen leben.</p>

<p>Dabei ist es nicht n&#246;tig, dass der <em>gesamte Unterricht</em> auf digitale Medien ausgerichtet ist. Vor dem Hintergrund der &#220;berlegungen bis hierher ist da sogar eine Mischkultur sehr w&#252;nschenswert, um die Komplexit&#228;t des Kompetenzenfeldes &#252;berhaupt abdecken zu k&#246;nnen! Angesichts der voll im Gang befindlichen und sich abzeichnenden Entwicklung gilt aber nat&#252;rlich auch, dass digitale Medien angemessen in den Blick genommen werden m&#252;ssen. Im <a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank">Handbuch “Curriculum and teaching innovation”</a> des Futurelabs liest sich das wie folgt:</p>

<blockquote>“A focus on media literacy must also account for the emergence of complex new ‘digital divides’. Until recently, the digital divide was conceived as a partition between those children able to access new technology and those who could not. Now, though, it is not so much a question of access as a question of how new technology and media are being used, and the extent to which they are understood. Do patterns of computer use mirror existing patterns of socio- economic inequality, and do schools have a role to play in ameliorating these differences? In addition, there may be a widening division developing between new technology and media use outside school and inside school, with schools unable to keep up with the relentless pace of either hardware development or the appearance of new online communication services such as Bebo, MySpace and Facebook. Although such services may not seem to have a natural place in a school curriculum, the implications of these for children and young people should not be underestimated. For teachers it is becoming increasingly important to engage with the experiences that many young people (but not all, and certainly not equally) are experiencing in the popular cultural worlds accessed via new media forms.”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_2_1451" id="identifier_2_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Curriculum and teaching innovation. Transforming classroom practice and personalisation , S. 35.">3</a></sup></a></blockquote>

<p>Und weil ich es so treffend finde, will ich zumindest einen kleinen Teil &#252;bersetzen: „Au&#223;erdem scheint sich eine zunehmende Trennung zwischen dem Gebrauch von neuer Technologien und Medien innerhalb und au&#223;erhalb der Schule zu entwickeln, in der die Schulen unf&#228;hig sind, mit der Geschwindigkeit der Hardware-Entwicklung oder dem Auftauchen neuer Kommunikationsdienste im Internet wie Bebo, MySpace und Facebook (in Deutschland w&#228;ren zu erg&#228;nzen MSN und Sch&#252;lerVZ) mitzuhalten. Auch wenn diese Angebote keinen nat&#252;rlichen Platz im Lehrplan der Schulen zu haben scheinen, sollten ihre Bedeutung f&#252;r junge Menschen nicht untersch&#228;tzt werden. F&#252;r Lehrende wird es zunehmend wichtig, sich mit den Erfahrungen junger Menschen (nicht aller und auch nicht in gleichem Ma&#223;e) zu besch&#228;ftigen, die in popul&#228;rkulturellen Welten in der Form neuer Medien gemacht werden.“</p>

<p>Ich verstehe diesen Abschnitt so, dass Medienkompetenz nur dann angemessen vermittelt werden kann, wenn die Lehrenden &#252;berhaupt erst einmal eine reale Ahnung davon haben, was Jugendliche, die sich in digitalen Kontexten bewegen, an Erfahrungen in diesen Kontexten machen und welche Bedeutung diese Erfahrungen f&#252;r die Jugendlichen haben.</p>

<p>Bislang scheint diese Debatte in Deutschland meiner Wahrnehmung nach nicht stattzufinden. (Sollte jemand Hinweise haben, dass doch, bitte als Kommentar hinterlassen.) – Welche Bedeutung haben von Jugendlichen genutzte soziale Plattformen f&#252;r die Jugendlichen? Nein, diese Frage habe ich noch nicht geh&#246;rt, wohl aber die Frage nach den Risiken, die mit diesen Plattformen f&#252;r Jugendlichen verbunden sind. Und ja, es ist von gro&#223;er Bedeutung f&#252;r die Entwicklung von Medienkompetenz, um solche Risiken zu wissen und hier haben Lehrende und Eltern eine wichtige Aufgabe im Kontext der Entwicklung von Medienkompetenz in Bezug auf digitale Medien, die aber nicht in einer kulturkritischen Manier daher kommen sollte, wie es sie immer beim Aufkommen neuer Medien gibt. Als die Schrift aufkam, wurde sie von Platon (Sokrates) im Phaidros massiv angegriffen, der Roman galt Anfang des 19. Jahrhunderts noch als ein Medium ohne Bildungswert etc. Nein, es geht um eine Aufkl&#228;rung wirklicher Risiken, die aber gerade die Bedeutung der von Jugendlichen genutzten Kommunikationsformen f&#252;r die Jugendlichen &#252;berhaupt erst einmal kennt und Ernst nimmt!</p>

<p>Soweit zur Theorie. Was aber bedeutet das alles f&#252;r die Gestaltung von Unterricht? Ein kurzes Brainstorming – Brainstorming deshalb, da f&#252;r unterschiedliche Lerngruppen oder Lernkonstellationen unterschiedliche L&#246;sungen angemessen und hier keine Rezepte angebracht sind. Ich beschr&#228;nke mich hier nat&#252;rlich nur auf die Frage, was m&#246;glicherweise f&#252;r die Entwicklung der oben dargestellten komplexen F&#228;higkeiten hilfreich sein kann, die zusammen so etwas wie Medienkompetenz (media literacy) ergeben:</p>

<ol>
<li><p>Die Erfahrungen mit Medien von Jugendlichen m&#252;ssen ernst genommen werden und sollte nicht vor allem Gegenstand der negativen Bewertung von Lehrenden, Elternverb&#228;nden, Politikern und anderen sein, da der Medienkonsum immer auch mit einer Bedeutsamkeit der konsumierten Medien f&#252;r die Jugendlichen verbunden ist. Das f&#228;ngt bei den Lekt&#252;ren der Jugendlichen an und nicht erst bei ihren Aktivit&#228;ten im Netz. Das hei&#223;t z.B., dass auch Platz f&#252;r B&#252;cher im Deutschunterricht sein sollte, die die Jugendlichen lesen, die von Deutschlehrern und -lehrerinnen aber eher aufgrund mangelnder literarischer oder gar „p&#228;dagogisch wertvoller“ Qualit&#228;ten argw&#246;hnisch betrachtet werden.</p></li>
<li><p>Die mit dem Mediengebrauch verbundene Bedeutung der Mediennutzung f&#252;r die Jugendlichen kann Zug&#228;nge f&#252;r gelingende Arbeit mit Medien bieten: Was f&#252;r Bedeutungen sind es denn eigentlich, die Jugendliche den Medien f&#252;r sich zuschreiben? K&#246;nnen die Medien die sich daraus ergebenden Funktionen &#252;berhaupt erf&#252;llen? Wo sind M&#246;glichkeiten, Grenzen und auch Risiken? Gibt es Alternativen?</p></li>
<li><p>Die genutzten Medien zugeschriebenen Bedeutungen (nochmal: das k&#246;nnen auch B&#252;cher etc.  sein, sind aber oft eben doch digitaler Art) und die faktisch mit ihnen gemachten Erfahrungen k&#246;nnen reflektiert werden und so zu einem Umgang mit Medien f&#252;hren, der unter Gebrauch des eigenen Verstandes und in Bezug auf Kriterien gestaltet wird.</p></li>
<li><p>Sch&#252;lerorientierung kann in methodischen Settings erreicht werden. Hier sei als Schlagwort der problemorientierte Unterricht genannt, in dessen Kontext f&#252;r mich &#252;brigens auch das hier schon &#246;fters in den Blick genommene Konzept „Lernen durch Lehren“ geh&#246;rt, weil hier Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler aktiv zur Arbeit an Unsch&#228;rfen (Problemen) angeleitet werden – also zum Gebrauch des eigenen Verstandes mit dem Ziel, dass dies ohne Anleitung durch andere gelingen soll.</p></li>
<li><p>Das Lernen auf die Produktion von Inhalten hin ausrichten! Dazu sind nat&#252;rlich differenzierte Fachkenntnisse n&#246;tig. Es ist aber ein Unterschied, ob diese auswendig gelernt oder in der Auseinandersetzung mit Problemen als notwendig erfahren werden k&#246;nnen.</p></li>
</ol>

<p>Dabei wird allerdings ein Problem, das im zitierten Handbuch des Futurelabs deutlich benannt wird, wahrscheinlich immer ein Problem bleiben, ohne dieses hier als Totschlagargument zu nutzen, sondern eher als einen ersten Hinweis, wie Jugendliche (nur Jugendliche?) Medien in und au&#223;erhalb der Schule m&#246;glicherweise erleben:</p>

<blockquote>“While children are experiencing a highly
seductive media environment outside school,
in school new technology use is restricted,
perhaps even considered banal by children
as failing to keep up with cutting edge
developments. In short, schools struggle
to compete with the slick and professional
presentations of the new media environment.”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_3_1451" id="identifier_3_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Curriculum and teaching innovation. Transforming classroom practice and personalisation , S. 33.">4</a></sup></a></blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 22:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1985, lange bevor Computer und Internet bei mir einzogen, machte ich als Jugendlicher erste Erfahrungen mit „Vernetzung“: Ich schrieb und erhielt Briefe – aus fast allen Regionen der Welt. Heute kaum mehr vorstellbar, gab es zu dieser Zeit viele Jugendliche, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/24/vernetzen-macht-spass-und-ist-lehrreich/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1985, lange bevor Computer und Internet bei mir einzogen, machte ich als Jugendlicher erste Erfahrungen mit „Vernetzung“: <span id="more-1417"></span>Ich schrieb und erhielt Briefe – aus fast allen Regionen der Welt. Heute kaum mehr vorstellbar, gab es zu dieser Zeit viele Jugendliche, die sich nicht in Online-Communities trafen, sondern &#252;ber Brieffreund-Agenturen Kontakte in unterschiedlichsten L&#228;ndern suchten. Der Grund war zun&#228;chst ein ganz einfacher. Es ging oberfl&#228;chlich betrachtet darum, erworbene Fremdsprachenkenntnisse endlich einmal anwenden zu k&#246;nnen. Und da ich gerade, nach zwei Sprachaufenthalten in England, im Englischen „drinnen“ war, suchte ich mir also englischsprachige Brieffreunde und -freundinnen, die dann entweder auch auf Englisch antworteten oder es sogar auf Deutsch versuchten.</p>

<p>Das ging meist z&#246;gerlich und mit den &#252;blichen Erz&#228;hlungen &#252;ber das eigene Land einher, das schlief oft schnell wieder ein. Es gab aber ein paar Kontakte, die lange hielten, ohne dass man sich je gesehen h&#228;tte. Im R&#252;ckblick wei&#223; ich heute, was diese Kontakte am Leben erhielt: Dort, wo schnell gemeinsame Interessen, &#252;ber die man ins Gespr&#228;ch kommen konnte, gefunden wurden, hielten die Kontakte so lange, bis eine der beiden Seiten – und das kommt bei Jugendlichen ja durchaus vor – andere Interessen entdeckte, die sich dann nicht mehr mit denen der anderen Seite deckten.</p>

<p>T&#228;glich lief ich in diesen Zeiten zum Briefkasten, hoffte auf Post, sa&#223; am Schreibtisch und schrieb teilweise viele Seiten lange Briefe (schon damals konnte ich mich schriftlich nicht kurz fassen, das &#252;be ich jetzt aber &#252;ber twitter <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ), wusste genau, wann der Briefkasten geleert wurde und wie lange die Brieflaufzeiten waren: Nach Singapur waren es damals z.B. 2-3 Tage, was f&#252;r mich beeindruckend schnell war. Ging Montags ein Brief raus, konnte er am Mittwoch ankommen, am Donnerstag lag dann meist die Antwort dort im Briefkasten, kam meist Samstags an, so dass am Montag wieder ein Brief rausgehen konnte und ich den ganzen Sonntag zum Schreiben hatte.</p>

<p>Es gab aber auch Freunde und Freundinnen in Deutschland verstreut, mit denen &#252;ber Telefon und mit Briefen kommuniziert wurde, so sie nicht irgendwo in der N&#228;he wohnten und man sich eben einfach treffen konnte.</p>

<p>Im R&#252;ckblick waren das meine ersten Vernetzungen und ich lernte enorm viel dabei. Der st&#228;ndige Austausch und vor allem das Schreiben &#252;ber unterschiedlichste Themen, zwangen mich dazu, mir immer wieder Klarheit &#252;ber die Inhalte zu verschaffen. Der Unterschied zum schulischen Lernen war enorm: Ich schrieb Englisch, weil ich mit jemandem in den Austausch treten wollte (dass es dabei um das Lernen der Sprache ging, war eher das Argument gegen&#252;ber den Erwachsenen, eigentlich ging es um die Inhalte oder auch einfach nur darum zu entdecken, dass Papier in unterschiedlichen L&#228;ndern v&#246;llig unterschiedliche Qualit&#228;ten hatte, Leute deren Muttersprachen nicht in lateinischen Buchstaben notiert sind ganz andere Handschriften entwickeln etc.).</p>

<p>So erinnere ich mich noch gut daran, wie ich die als Sechszehnj&#228;hriger nach Erfahrungen in einer B&#252;cherei die Hessische Landesbibliothek entdeckte und meinen ersten echten Bibliotheksausweis in H&#228;nden hielt. Meine erste Ausleihe – und jetzt bitte nicht lachen, war wirklich so – waren 1. ein Buch zur Handschriftenkunde und 2. eine Einf&#252;hrung in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ontologie" target="_blank">philosophische Ontologie</a>. Ich verstand nat&#252;rlich erst einmal gar nichts. Hatte aber das Problem, dass ich einem Brieffreund davon erz&#228;hlt hatte und der jetzt unbedingt wissen wollte, was denn um Himmels Willen „Ontologie“ sei. – Jetzt hatte ich das Problem, ich brauchte eine Antwort. Also las ich – und mein Gegen&#252;ber wartete und wartete auf meine Antwort.</p>

<p>Weil ich einen Brief schreiben musste, lernte ich zumindest in den Grundz&#252;gen, was es mit Ontologie auf sich hat – und zwar beim Schreiben des Briefes selbst, das pure Lesen war da damals nicht sehr fruchtbar.</p>

<p>Ich war zwar kein miserabler Sch&#252;ler, aber ein solches Engagement in Sachen Lernen war f&#252;r mich v&#246;llig neu. Ich hatte mich vernetzt und jetzt hatte ich gef&#228;lligst auch was zu bieten, wollte ich die Kontakte am Leben erhalten. Das machte riesigen Spa&#223;, war spannend und eben auch lehrreich, sodass mich diese Form des Gedankenaustausches, insbesondere &#252;ber den Brief und somit in schriftlicher Form, auch noch in Studienzeiten begleitete.</p>

<p>Doch als wir in einem Seminar zur k&#252;nstlerischen &#196;sthetik einmal auf ein Buch stie&#223;en, dass nun wirklich niemand von uns verstand (sp&#228;ter merkten wird, dass es da auch nichts zu verstehen gab), warben wir im Seminar f&#252;r eine Lekt&#252;regruppe – und als unsere Dozentin das mitbekam, schloss sie sich uns an und gab ihr Wohnzimmer als Treffpunkt her. Heute w&#252;rde man das dann wohl eine Community nennen, denn nat&#252;rlich lasen wir nicht nur. Nachdem wir das urspr&#252;nglich den Anlass f&#252;r diese Gruppe bildende Buch mangels erkennbarer Qualit&#228;t zum Verstauben ins Regal gestellt hatten, lasen wir dann eben Kants Kritik der Urteilskraft und brauchten dazu immerhin zwei Jahre mit Treffen im Zweiwochenrhythmus.</p>

<p>Eine Ver&#228;nderung dieser Formen der Vernetzung kam  erst mit dem Einzug des Internets in mein Leben. Das war 1999.</p>

<p>Die E-Mail hatte ich so ziemlich sofort ins Herz geschlossen, meine erste Website entstand im Jahr darauf. F&#252;r Vernetzung spielte sie als klassische Web 1.0 Website keine Rolle, auch weil sie einfach keiner lesen (oder anschauen?) wollte. Aber immerhin: Ich lernte ein wenig html und konnte davon fasziniert sein, dass das jetzt theoretisch in der ganzen Welt in Sekundenbruchteilen lesbar war.</p>

<p>Und dann kam das Web 2.0. Es dauerte nicht lange und ich hatte mein erstes Blog und kurz danach sogar eine eigene Domain, ich entdeckte IRC, Chat, InstantMessaging als M&#246;glichkeit des Austausches, trug mich in Newsgroups ein – und es passierte erst einmal gar nichts.</p>

<p>Knapp neun Jahre war ich im Internet vertreten, bis sich dies &#228;nderte. Ich legte mir eine zweite Domain zu und begann ein Blog, in dem zun&#228;chst einmal einfach Texte abgelegt werden sollten, die im Rahmen meiner Arbeit entstanden sind: Textinterpretationen vor allem, aber zur Auflockerung eben auch ein paar Sachen, die mit meinem Hobby der Fotografie zu tun haben.</p>

<p>Es gab erste Kommentare und erste neue Gespr&#228;che kamen in Gang. Und dann kam twitter, &#252;ber twitter stie&#223; ich auf <a href="http://ldl.mixxt.de" target="_blank">ldl.mixxt.de</a> und <a href="http://maschendraht.mixxt.de" target="_blank">maschendraht.mixxt.de</a>, zwei Communities mit lauter an Bildungsfragen interessierten Menschen. Und ich mache, wir sind mittlerweile in der Gegenwart angekommen, wieder die Erfahrung, dass Kommunikation in vernetzten Strukturen dann gelingt, wenn man ein gemeinsames Interessengebiet hat.</p>

<p>Mein Blog ver&#228;nderte sich in dieser Zeit. Ich schrieb weniger &#252;ber Inhalte, die mich im Unterricht gerade besch&#228;ftigen, obwohl es auch f&#252;r solche Eintr&#228;ge mal wieder Zeit wird, ist da doch das eine oder andere an (handschriftlichen) Texten aufgelaufen, sondern mehr und mehr &#252;ber bildungstheoretische Fragen, die unmittelbar mit der Praxis verbunden sind. – Ich konnte gar nicht anders, sp&#228;testens seit mir in diesem Kontext <a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://mila78.wordpress.com/" target="_blank">Melanie Gottschalk</a> und <a href="http://cspannagel.wordpress.com/" target="_blank">Christian Spannagel</a> begegnet sind. Es folgten noch einige mehr, aber diese drei nenne ich mit Namen, weil sie der Ansto&#223; waren, mit ihrem Engagement im Internet auch meine Gedanken anzuregen. Und kaum begann ich diese zu &#228;u&#223;ern, war ich „endg&#252;ltig“ im Web 2.0 gelandet: Kommentare in anderen Blogs schreiben, twittern, neue Blogs entdecken, Kommentare im eigenen Blog vorfinden und reagieren m&#252;ssen / wollen.</p>

<p>Pl&#246;tzlich war ich in einem Prozess drinnen, den ich f&#252;r mich Fortbildung 2.0 nenne, weil hier f&#252;r mich, neben dem Spa&#223; des gemeinsam an gemeinsamen Themen Arbeitens und den Anregungen zu neuen Themen und Fragestellungen, die auf diesen Wegen entstehen, die Situation zum Dauerzustand geworden ist, die ich mit dem Erz&#228;hlen von dem Buch &#252;ber philosophische Ontologie und der Nachfrage, was das denn sei, zum ersten Mal erlebt hatte: Es tauchen Fragen auf, die mich besch&#228;ftigen und die irgendwie bearbeitet werden m&#252;ssen / wollen. So war das in dem philosophischen Lesekreis w&#228;hrend des Studiums und so ist es jetzt wieder.</p>

<p>Es mag nicht so scheinen, aber das Schreiben der Texte f&#252;r dieses Blog ist f&#252;r mich Lernen, begleitet von der Lekt&#252;re anderer Blogs (und nat&#252;rlich weiterhin von B&#252;chern), dem einen oder anderen Kurzaustausch auf Twitter etc. – Und das alles neben der nicht gerade geringen Arbeit in Sachen Unterricht, denn das l&#228;uft ja alles im Grunde in der Freizeit. – Der pers&#246;nliche und fachliche Gewinn sind aber so hoch, dass es Spa&#223; macht und eben lehrreich ist.</p>

<p>Dabei hat sich, wie ich jetzt zu meinem eigenen Erstaunen feststelle, das Grundprinzip der Vernetzung nicht ver&#228;ndert, wohl aber die Form: Im Internet gibt es so etwas wie Brieflaufzeiten nicht, der Adressatenkreis eines Eintrages ist deutlich gr&#246;&#223;er, es gibt schnelle Reaktionen, die aber nicht un&#252;berlegter erscheinen als in Briefzeiten.</p>

<p>Digitale Technologie hat aber auch ein Eigenleben insofern sie die Vernetzungen komplexer und geographisch deutlich unabh&#228;ngiger werden l&#228;sst. Dar&#252;ber hinaus ist die Pluralit&#228;t der Menschen beeindruckend, die mir im Netz begegnen und die mich bereichern oder mir auch einmal zur&#252;ckmelden, dass meine Arbeit sie bereichert. Viele Anregungen und mancher Gedankenaustausch w&#228;ren im analogen Kontext entweder nicht,  nur per Zufall, unter hohem Aufwand oder eben gar nicht zustande gekommen.</p>

<p>Warum aber arbeitet man zusammen? Klar, da stehen Themen im Vordergrund. &#220;ber diese w&#252;rde man aber im Internet nicht miteinander reden, wenn das gemeinsame und vernetzte Nachdenken nicht auch von Sympathie und Wertsch&#228;tzung getragen w&#252;rden. Und genau diese weiche Faktoren f&#246;rdern die Arbeit. – Ich kenne bislang noch niemanden all der engagierten Lehrenden und Unterrichtsinteressierten pers&#246;nlich, mit denen ich seit einiger Zeit mehr oder weniger regelm&#228;&#223;ig im Austausch stehe, wei&#223; aber, dass in diesem Netzwerk, in das ich da gl&#252;cklicherweise hineingeraten bin, die meisten sich eben doch auch pers&#246;nlich kennen und ich freue mich schon darauf, dass in wenigen Wochen auch ich einige in Ludwigsburg auf dem <a href="http://ldl.mixxt.de" target="_blank">LdL-Tag</a> kennenlernen werde.</p>

<p>Und damit ist ein weiterer Faktor angesprochen, der vernetztes Arbeiten so wohltuend sein l&#228;sst (zumindest wenn alles gut l&#228;uft): Die eigene Arbeit ist mehr oder weniger &#246;ffentlich, bietet also auch Dritten Ankn&#252;pfungsm&#246;glichkeiten, die ich eben noch nicht kenne.</p>

<p>Zeit f&#252;r ein Fazit: In selbst verantworteten Bildungsprozessen spielen f&#252;r mich schon seit Jahren Netzwerke eine Rolle, zun&#228;chst analoger und heute digitaler Art. Umgekehrt habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Netzwerke selbst in der Lage sind, das selbst verantwortete Lernen anzuregen und enorm zu f&#246;rdern. Es scheint mir sogar so zu sein, dass selbst verantwortetes Lernen von solchen Netzwerken lebt, da sie den st&#228;ndigen Austausch &#252;ber das eigene Nachdenken erm&#246;glichen und so den entsprechenden „Spa&#223;faktor“ mit ins Spiel bringen, der f&#252;r nachhaltiges Lernen einfach wichtig ist.</p>

<p>Vor diesem Hintergrund eigener Lernerfahrungen, bin ich so ein Verfechter von Netzwerken geworden. Sowohl Lehrende als auch Lernende sollten sich untereinander und miteinander an Themen orientiert vernetzen, um gemeinsam zu lernen. Und da solche Strategien der auf Lernen hin ausgerichteten Vernetzungen nicht jeder autodidaktisch lernt (lernen kann, lernen will), finde ich es wichtig, dass solche Strukturen zunehmend auch im Unterricht bzw. in die Lernkultur im schulischen Kontext Einzug halten. Es gibt Blogs, in denen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler einer Lerngruppe gemeinsam arbeiten und dabei zum Teil erste Erfahrungen mit sozialen Lernformen im digitalen Zeitalter machen, die &#252;ber (oft kommerzielle) Hausaufgabenforen und Sch&#252;lercommunities hinaus gehen. Es wird gechattet, getwittert (in meiner Wahrnehmung sind Microbloggingsysteme bei Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen in Deutschlang bislang nicht sonderlich weit verbreitet, wohl aber bei den Lehrenden, die im Netz aktiv sind).  Es werden aber auch zunehmend im Unterricht Arbeitsformen (zum Beispiel „Lernen durch Lehren“, Projektarbeit, Forschungsprojekte…) eingesetzt, die Kollaboration (auch digitaler Art) unausweichlich machen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Boykotteur oder Freak?</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 22:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Jugendzeitschrift Spiesser regte Jonas Gro&#223;mann mit einem wahrscheinlich gezielt provokanten Artikel eine Diskussion &#252;ber die Frage an, wie die Lehrer der Jugendlichen zu Computern stehen. Gro&#223;mann vertritt hier die These, dass es eigentlich nur zwei Gruppen an Lehrenden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Jugendzeitschrift <a href="http://www.spiesser.de/" target="_blank">Spiesser</a> regte <em> Jonas Gro&#223;mann </em>mit einem wahrscheinlich gezielt provokanten Artikel eine Diskussion &#252;ber die Frage an, wie die Lehrer der Jugendlichen zu Computern stehen.</p>

<p>Gro&#223;mann vertritt hier die These, dass es eigentlich nur zwei Gruppen an Lehrenden g&#228;be: die Boykotteure und die Freaks. Die Boykotteure sind in seinen Augen jene Lehrenden, die sich der Computertechnologie einfach oder offensiv verweigern, w&#228;hrend die Freaks jene Lehrenden seien, die Informatik studiert h&#228;tten und &#252;ber die Theorie inklusive Programmiersprachen sehr viel bis alles w&#252;ssten, aber keine Ahnung von Communities oder Twitter h&#228;tten. Dabei, so verstehe ich Gro&#223;manns Einwurf, gehen die f&#252;r Jugendliche wirklich interessanten Fragen unter:</p>

<blockquote>„&#220;ber die Chancen und Gefahren des Internets und der neuen Medien wird so gut wie gar nichts gelehrt, obwohl das Thema immer wichtiger wird und uns sogar interessiert. Lehrer scheint es nicht zu interessieren, wie wir Computer und Internet heute nutzen. Stattdessen sind sie verschreckt und verunsichert.“

Quelle: <a href="http://www.spiesser.de/default.aspx?showNews=407241&amp;ID=3218" target="_blank">Sagt uns eure Meinung: Wie stehen eure Lehrer zu Computer und Internet? &#8211; SPIESSER &#8211; Die Jugendzeitschrift &gt; SPIESSER tickt</a>.</blockquote>

<p>Die bislang gelaufene Diskussion zu diesem Beitrag ist differenzierter als der zur Diskussion motivieren sollende Artikel. Gut so, denn die Wirklichkeit sieht doch langsam wirklich (zumindest ein wenig) anders aus.</p>

<p>Meine Erfahrung, <span id="more-1408"></span>vor allem mit jenem Ph&#228;nomen, das endlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radiotheorie" target="_blank">Bertolt Brechts Forderung aus dessen Radiotheorie</a> erf&#252;llt, dass sich das Radio (ich erg&#228;nze: die Medien) aus Distributionsmedien hin zu Kommunikationsmedien entwickeln m&#252;sste(n). Web 2.0 bietet in dieser Form erstmal genau das (nahezu) demokratisierte Kommunikationsmedium, welches Brecht sich w&#252;nschte.</p>

<p>Und in diesem Medium kommunizieren eine ganze Reihe an Lehrenden mit. Siebzig dieser <a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/lehrerblog-2009-teilnehmer-endausscheidung/3476/" target="_blank">Lehrerenden-Blogs</a> hat der Lehrerfreund k&#252;rzlich vorgestellt. Ich gehe davon aus, dass die Zahl der bloggenden Lehrer faktisch aber wohl eher bei 200 als bei 70 liegt – oder sind es noch mehr? Freilich, das ist angesichts der Zahl an Lehrern und Lehrerinnen in Deutschland (und im Vergleich zum angels&#228;chsischen Raum) nach wie vor eine Zahl im niedrigen Promillebereich, aber Blogs alleine sind ja noch lange kein Kriterium, die Ahnung von Lehrenden vom Internet zu bewerten.</p>

<p>Allerdings ist mit diesen Blogs, den twitternden Lehrenden, den Lehrenden, die aktiv Wikis oder E-Learning-Systeme einsetzen nat&#252;rlich auch noch nicht gesagt, dass hier ein an Schulen weit verbreitetes Ph&#228;nomen an die Oberfl&#228;che schwappen w&#252;rde. – Aber: Es sind nicht nur junge Lehrer und Lehrerinnen, die das Tal der Ahnungslosen verlassen haben!</p>

<p>Andererseits – und das aus meiner Tastatur!: Was w&#228;re denn, wenn Deutschland von einer Welle hochgradig internetkompetenter Lehrkr&#228;fte &#252;berrollt w&#252;rde? F&#252;r die Jugendlichen w&#228;re das doch ein Schreckensszenario. Spiegel-Online titelte in dieser Hinsicht einmal treffend: „<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,575038,00.html" target="_blank">Hilfe, mein Lehrer ist im Internet!</a>“ – auch wenn der Artikel im Endeffekt etwas anderes liefert, als dieser Titel verspricht.</p>

<p>Wie s&#228;he dieses Schreckensszenario f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler aus? – Die Lehrkr&#228;fte Deutschlands w&#252;rden nicht nur Blogs schreiben und via Twitter oder OpenSource-Twitter-Alternativen im Web pr&#228;sent sein, sie w&#252;rden auch in Massen Hausaufgaben in Lernplattformen erledigen lassen, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zwingen, das Internet auch jenseits von Wikipedia zu durchk&#228;mmen und in E-Mail- und Chat-Kontakt mit ihren Klassen sein. Sie w&#252;rden anfangen, sich gegenseitig in Sch&#252;lerVZ einzuladen und dort die Aktivit&#228;ten der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit kritischem Blick verfolgen. Jeder Lehrende w&#252;rde ein Blog f&#252;r seine unterschiedlichen Klassen anlegen und die Jugendlichen zu Web 2.0-Projekten motivieren wollen, sodass der zu leistende Output, der dann auch noch &#246;ffentlich (kontrolliert und diskutiert) w&#252;rde, nur noch zu leisten w&#228;re, wenn Zehn-Finger-Blindschreiben beherrscht wird. Und der Mangel an Breitbandzug&#228;ngen in sehr l&#228;ndlichen Gebieten w&#252;rde noch mehr zu einem massiven Bildungsnachteil als er es heute vielleicht schon ist.</p>

<p>M&#246;glicherweise w&#228;ren diese Lehrkr&#228;fte dann nicht nur in Sachen Internet kompetent, sondern beg&#228;nnen auch noch, &#252;ber die typographischen Anforderungen zu reden, die ein in einer Textverarbeitung erstellter Text doch bitte erf&#252;llen solle. In Musik w&#252;rde pl&#246;tzlich online kollektiv komponiert, im Deutschunterricht h&#228;tte jeder Sch&#252;ler ein Lese- und oder Sprachblog zu f&#252;hren und die PC-R&#228;ume st&#252;nden leer, weil nat&#252;rlich jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin sein eigenes Net-Book in jeder Stunde dabei haben m&#252;sste, wobei die Zahl der in Klassenr&#228;umen anzubringenden Steckdosen enorm w&#252;rde, weil die Net-Books heutiger Generation kaum einen Unterrichtstag mit ihrem Akku &#252;berstehen w&#252;rden. – Kurz: Die Sch&#252;lerexistenz w&#252;rde sich massiv ver&#228;ndern, g&#228;be es pl&#246;tzlich nur noch in Sachen Internet und Co kompetente und begeisterte Lehrende.</p>

<p>Ja, das ist nat&#252;rlich ironisch und vielleicht auch ein wenig &#252;berzeichnet. Doch die Differenzierung von Lehrende in entweder Boykotteure oder Freaks ist es doch auch. Und ich m&#246;chte gar nicht davon anfangen, die <em>wirkliche</em> Internet- und Computerkompetenz vieler Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu reflektieren, die nach meinem Eindruck bei weitem nicht so selbstverst&#228;ndlich ist, wie in der &#214;ffentlichkeit meinem Eindruck nach meist angenommen. (Noch eine Herausforderung f&#252;r Lehrende?!)</p>

<p>Auf das Lernen bezogen ist nat&#252;rlich wichtig, dass „neue Medien“ eine nicht zu verachtende Rolle bei der Initiierung von Lernprozessen und f&#252;r die Lernprozesse selbst spielen. Doch die Voraussetzungen hierf&#252;r m&#252;ssen auch geschaffen werden – und die sind durchaus analoger Natur!</p>

<p>Am Anfang einer jeder Bildungskarriere stehen Lesen und Schreiben (vgl. hierzu <a href="http://unity.zum.de/blogs/freie_themen/medien/Medien;art213,187" target="_blank">das gute medienp&#228;dagogische Konzept von Fontane44</a>). Und das ist gef&#228;lligst mithilfe von B&#252;chern und F&#252;ller zu erlernen. Und auch sonst spielt der Umgang mit B&#252;chern (und in diesem sind die Lehrenden in der Regel kompetenter als die Sch&#252;lerinnnen und Sch&#252;ler) eine gro&#223;e Rolle, wenn jemand etwas lernen will.</p>

<p>Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.</p>

<p>Gleiches gilt freilich auch umgekehrt: Ohne die Nutzung von Computer und Internet k&#246;nnen Bildungsprozesse zu Beginn dieses 21. Jahrhunderts auch nicht mehr gelingen, da sich diese Computernutzung mehr und mehr zu einer weiteren Kulturtechnik entwickelt, so sehr sie auch von den „alten“ Kulturtechniken abh&#228;ngig ist.</p>

<p>Und so gibt es bereits heute eine durchaus nicht zu verachtende Zahl von Lehrenden, die mit dem Computer besser umgehen k&#246;nnen, als gemeinhin angenommen wird, auch wenn er im Unterricht vielleicht nicht bei jedem eine gro&#223;e Rolle spielt. Dies sind zunehmend Lehrende, ganz im Gegensatz zu der von Gro&#223;mann vertretenen These, die keine Freaks im Sinne studierter Informatiker sind. – Und ich geh&#246;re dazu.</p>

<p>Meines Erachtens wird die Diskussion um Schule und Computer bzw. Internet viel zu polarisierend gef&#252;hrt. Ja, es tun sich neue M&#246;glichkeiten des Lernens auf, die ich pers&#246;nlich toll (und durchaus auch effektiv) finde. Doch andererseits ist die kritische Distanz zu diesen Technologien von nicht zu verachtender Bedeutung, wenn wirklich zu einem kompetenten und kritischen Umgang mit Medien hingef&#252;hrt werden soll.</p>

<p>Damit bestreite ich nat&#252;rlich nicht, dass Lehrkr&#228;fte gef&#228;lligst Ahnung von der Lebenswelt der Lernenden haben sollten (ohne sich selbst in diese Lebenswelt hinein anbiedern zu wollen). Aber mal ehrlich: Wir befinden uns in einer Zeit massiver Ver&#228;nderungen. Das Internet als Massenph&#228;nomen ist kein 20 Jahre alt und die M&#246;glichkeiten des Internets als Kommunikationsmedium, abgesehen von der E-Mail, ist noch j&#252;nger. Da sollte man durchaus auch akzeptieren k&#246;nnen, dass nicht jeder auf den Zug aufspringen will oder kann, ohne gleich anzunehmen, dass ein Unterricht, der wenig bis gar nicht mit Computer und Internet arbeitet, ein schlechterer Unterricht sein m&#252;sse. – Das scheint mir in dieser klaren Form zwar keiner wirklich zu behaupten, aber implzit scheint mir der Gedanke bei Diskussionen um das Thema durchaus pr&#228;sent zu sein.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Lehrende im Selbstversuch: Neue Formen selbst verantworteten Lernens</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 23:16:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um medienp&#228;dagogische Fragestellungen wird zur Zeit an unterschiedlichen Stellen (im Netz) gef&#252;hrt. Unter anderem gibt es einen Artikel im ZUM-Wiki (ZUM steht f&#252;r „Zentrale f&#252;r Unterrichtsmedien im Internet“), der sich mit der Frage der Medienp&#228;dagogik befasst. Zu diesem &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/19/lehrende-im-selbstversuch-neue-formen-selbstverantworteten-lernens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um medienp&#228;dagogische Fragestellungen wird zur Zeit an unterschiedlichen Stellen (im Netz) gef&#252;hrt. Unter anderem gibt es einen <a href="http://wiki.zum.de/Medienp%C3%A4dagogik" target="_blank">Artikel im ZUM-Wiki</a> (ZUM steht f&#252;r „Zentrale f&#252;r Unterrichtsmedien im Internet“), der sich mit der Frage der Medienp&#228;dagogik befasst. Zu diesem Artikel hat sich auf der jedem Wiki eigenen <a href="http://wiki.zum.de/Diskussion:Medienp%C3%A4dagogik" target="_blank">Diskussionseite zum Artikel</a> eine (bislang noch von einer &#252;bersichtlichen Zahl an Diskutanten gef&#252;hrte) Diskussion entwickelt, auf der unter anderem Fontane44 (der gleiche Fontane, der im letzten Beitrag unter Fontanefan gef&#252;hrt wird) in seiner anregend kritischen Art ein paar interessante Fragen stellt, die meines Erachtens in der Diskussion um die Medienp&#228;dagogik unabdingbar sind:<span id="more-1367"></span></p>

<blockquote>„Wie oft werden Aufgabenstellungen in <a title="Moodle" href="http://wiki.zum.de/Moodle" target="_blank">Moodle</a> bearbeitet, die ebenso im Schreibgespr&#228;ch, an Flipcharts oder mit Overheadfolien bew&#228;ltigt werden k&#246;nnten?”</blockquote>

<p>Zu Lern-Managementsystem (LMS) wie Moodle habe ich mich bereits <a href="http://herrlarbig.de/2008/12/15/diskussion-ueber-lern-management-systeme-lms/" target="_blank">an anderer Stelle grunds&#228;tzlich ge&#228;u&#223;ert</a> und habe dabei die Vermutung formuliert, dass diese LMS eigentlich eine neue Form des lehrerzentrierten Unterrichts sind.</p>

<p>Hier wird diese Verschiebung des Vorhandenen im Bereich der reinen &#220;bertragung klassischer Unterrichtsmethoden ins Netz nun von Fontane44 klar formuliert. Altbekanntes wird nun im Netz reproduziert – und das ist in Zeiten, in denen neue Medien entstehen, etwas ganz normales. Betrachte ich die ersten Buchdrucke und ihre Versuche, die fr&#252;heren handschriftlichen Werke nachzuahmen, so fand auch schon dort eine &#220;bertragung des Bekannten in eine neue Medientechnologie statt.</p>

<p>Die eigenst&#228;ndigen M&#246;glichkeiten eines neuen Mediums zeigen sich erst im Gebrauch und im Laufe eines gewissen Zeitraums. Vergessen wir nicht: Der selbstverst&#228;ndliche Umgang mit Computern und Internet ist noch keine zwei Jahrzehnte alt. Und jetzt zeichnen sich langsam Entwicklungen hin zu dem Bewusstsein ab, dass das Arbeiten im Web 2.0 m&#246;glicherweise mehr bieten kann als eine blo&#223;e &#220;bertragung bekannter Methodiken ins Netz.</p>

<p>Meiner Beobachtung nach, befinden sich gerade einige P&#228;dagogen und Wissenschaftler auf dem Weg, neue Methoden auszukundschaften, indem sie sie selbst ausprobieren.</p>

<p>Die vernetzte Welt der Lehrer und Lehrerinnen ist nach wie vor doch noch relativ klein. (Wenn ich die Zahl der in Deutschland t&#228;tigen Lehrkr&#228;fte einigerma&#223;en richtig erinnere, sch&#228;tze ich, dass die 1-Promille-Grenze nicht &#252;berschritten ist.)</p>

<p>Doch hier tut sich etwas: Blogs werden geschrieben und dabei findet in der Auseinandersetzung mit p&#228;dagogischen Themen im Prinzip das statt, was ich „Fortbildung 2.0“ nenne und das eine ganze Menge mit <a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Lernen durch Lehren</a> zu tun hat oder, um einen anderen Vergleich heran zu ziehen, ein wenig an autonome Seminare erinnert, die von institutionellen Strukturen losgel&#246;st eigene Bildungsprozesse initiieren, wobei die Beteiligten eigenverantwortlich lernen. – Die via Netz diskutierenden Lehrer und Lehrerinnen machen also im Prinzip das, was in der Bildungsdiskussion heute so oft gefordert wird: sie lernen eigenverantwortlich und kollaborativ, sammeln dabei Erfahrungen mit einer Lernform, die dann im Zusammenhang mit dem Bildungsauftrag an der Schule dort eingesetzt werden k&#246;nnen. Und das tolle ist: Jeder und jede, der oder die sich f&#252;r diesen Diskussionsprozess interessiert, kann ihn mitverfolgen.</p>

<p>Hier findet eine &#214;ffnung &#252;ber die Grenzen von p&#228;dagogischen Konferenzen, p&#228;dagogischen Tagen und anderen Fortbildungen statt, die gleichzeitig zu einer gr&#246;&#223;eren Kontinuit&#228;t dieser Fortbildungsprozesse der Lehrenden f&#252;hrt, die gleichzeitig sowohl von anderen Profis aus der Universit&#228;t oder z.B. dem Coachingbereich aufgeriffen und mit externem Fachwissen angereichert werden als auch beispielsweise Lernenden und Erziehungsbereichtigten die M&#246;glichkeit bieten, ihre &#220;berlegungen zu diesen Themen beizutragen. So stelle ich mir zumindest gegenw&#228;rtig den Idealzustand vor, der zumindest teilweise auch schon umgesetzt wird.</p>

<p>Vielen bloggenden Lehrenden reicht ein eigenes Blog dann bald nicht mehr aus. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Plattformen wie <a href="http://twitter.com" target="_blank">twitter</a> – ja, twitter ist kommerziell und propriet&#228;r und es entwickeln sich zur Zeit auch offene Plattformen nach diesem Vorbild, aber nach wie vor sind eben nun einmal sehr viele der netzaktiven P&#228;dagogen bei twitter anzutreffen… – die Vernetzung und die Diskussion lebendiger machen und (neben RSS-Feeds) eine zentrale Rolle im kontinuierlichen Gedankenaustausch spielen.</p>

<p>Zur&#252;ck zum Anfang: Nachdem die ersten Jahre des selbstverst&#228;ndlich werdenden Umgangs mit Computer und Internet also unvermeidlich von der &#220;bertragung bekannter Formen und Inhalte gepr&#228;gt waren (Web 1.0), zeichnet sich nun ab, dass nach dem Medium eigene Formen (Methoden) des Arbeitens gesucht wird. Hier entwickeln sich neue Methoden, insbesondere des kollaborativen Lernens, die so z.B. in zur Lehrerzentrierungen neigenden LMS wie Moodle oder auch lo-net2 grunds&#228;tzlich zwar angelegt sind, aber bislang kaum angemessen umgesetzt werden.</p>

<p>Und dieser Prozess der Reflexion ist mit der praktischen Entdeckung der Medien und ihrer M&#246;glichkeiten durch die Lehrkr&#228;fte selbst verbunden, die dann als Multiplikatoren versuchen, eigene Erfahrungen in den Unterricht und ins Kollegium zu tragen, ohne das von vornherein klar ist, wann und ob es zu Emergenzen kommt.</p>

<blockquote>„Werden nicht viel zu h&#228;ufig gerade von internetverliebten P&#228;dagogen allzu unbedenklich Namen und Leistungen von minderj&#228;hrigen Sch&#252;lern ins Netz gestellt, so dass damit die Gefahren des unbedenklichen Umgangs mit privaten Daten in sozialen Netzwerken verharmlost werden?“</blockquote>

<p>Hier wird scheinbar ein v&#246;llig anderes Thema angesprochen, das aber dennoch eng mit dem ersten Teil der Aussagen Fontanfans zusammenh&#228;ngen.</p>

<p>Zur Entdeckungsreise auf Neuland geh&#246;rt nat&#252;rlich auch die Frage, was eigentlich passiert, wenn ich altbekannte Vorgehensweisen der Kommunikation auf das Netz &#252;bertrage und mich dabei in Bereich begegebe, die datenschutzrelevant sind.</p>

<p>Das Netz kann nicht als klassisches Notenbuch oder der Kommunikation &#252;ber Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen dienen, wenn nicht angemessen Vorkehrungen getroffen werden, dass hier der Datenschutz nicht zu kurz kommt.</p>

<p>Dabei sto&#223;e ich aber z.B. auf das Problem, dass mir noch kein Lehrender begegnet ist, mit dem ich verschl&#252;sselte E-Mails austauschen kann, obwohl diese Technologie vorhanden und gar nicht so aufwendig zu implementieren ist.</p>

<p>Einerseits machen sich Lehrende viele Gedanken &#252;ber die Gefahren, denen Jugendliche im Internet ausgesetzt sind, warnen vor allzu unbedendlicher Preisgabe pers&#246;nlicher Daten in sozialen Netzwerken und nutzen gleichzeitig fr&#246;hlich Moodle und Co, aber auch E-Mails zur Preisgabe pers&#246;nlicher Daten genau der Jugendlichen, die sie gerade noch davor gewarnt haben. Mir ist &#252;berhaupt nur eine Plattform bekannt, die von Datenschutzbeauftragten in der Entwicklung begleitet wurde, so dass hier von einer recht hohen Sicherheit der Daten ausgegangen werden kann. Und das ist nicht Moodle, das ist <a href="http://edunite.de/" target="_blank">Edunite</a>, was freilich keine Lernplattform ist.</p>

<p>Die Nutzung des Internets durch Lehrende muss also, neben der Lust an der Entdeckung neuer M&#246;glichkeiten eigenverantwortlichen und kollaborativen Lernens am eigenen Leib und deren reflektierter &#220;bertragung in medienp&#228;dagogische Zusammenh&#228;nge, immer auch von der Kenntnis und der Reflexion der M&#246;glichkeiten und Grenzen dieses Mediums begleitet sein. Im Zusammenhang des Austauschs &#252;ber Lernende und deren Bewertung, die Lehrende nun einmal vorzunehmen angehalten sind, bedarf es also eines hohen Bewusstseins im Zusammenhang mit dem Datenschutz. – Und hier gilt, dass in diesem Zusammenhang nichts unverschl&#252;sselt passieren darf.</p>

<blockquote>Die <em>Leuchtt&#252;rme</em> vorbildlicher medienp&#228;dagogischer Arbeit gibt es gewiss, aber wie gut sind sie bekannt? Was k&#228;me heraus, wenn man in den Kollegien fragte, wer die im Hauptartikel vorgestellten <a title="Medienp&#228;dagogik" href="http://wiki.zum.de/Medienp%C3%A4dagogik#Materialien">Materialien</a> kennt? Wie weit ist die Schulung der Lehrkr&#228;fte gediehen?“</blockquote>

<p>Die Schulung der Lehrkr&#228;fte ist landauf landab in vollem Gange, auch wenn es nat&#252;rlich Lehrende geben mag, die sich auf diese Schulung nicht einzulassen bereit sind, aus welchen (v&#246;llig nachvollziehbaren !) Gr&#252;nden auch immer (nahende Pensionierung, grundlegende Skepsis gegen&#252;ber neuer Medien, gut eingespielte analoge Arbeitsformen, die im Sinne eines „never change a winning team“ nicht aufgegeben werden sollen…)</p>

<p>Es gibt zahlreiche Fortbildungen in Schulen und als Angebote der Tr&#228;ger der Lehrerfortbildung. Und es gibt den bereits oben ausf&#252;hrlich dargestellten selbst verantworteten Schulungsprozess der Lehrkr&#228;fte, die das Web 2.0 f&#252;r sich selbst fruchtbar machen, um es auf der Basis dieser Erfahrungen auch f&#252;r die Lernenden fruchtbar machen zu k&#246;nnen.</p>

<p>Hier geht es meines Erachtens nicht darum, die Kollegen und Kolleginnen zu fragen, wer die oben angef&#252;hrten Materialien kennt, denn kennt sie jemand nicht, f&#252;hlt er oder sie sich von dieser Frage m&#246;glicherweise (und vielleicht sogar zurecht) blo&#223; gestellt, in die Ecke gedr&#228;ngt, was zu Abwehrhaltungen f&#252;hren kann.</p>

<p>Meines Erachtens lebt diese Schulung der Lehrenden von der Neugier! Zumindest geht es mir so und ich wei&#223; auch von anderen im Netz aktiven Lehrenden, dass es oft mit Neugier losgeht und, wenn die Vernetzung funktioniert, mit Faszination angesichts der sich auftuenden M&#246;glichkeiten des lernenden Austauschs weiter geht.</p>

<p>Um also Schulungen effektiv gestalten zu k&#246;nnen, braucht es Lehrende, die in diesen Bereichen aktiv sind und von den Erfahrungen erz&#228;hlen, die sie hier machen. Es bedarf Lehrender, die aus eigener Erfahrung heraus die Sorge um noch gr&#246;&#223;ere Arbeitsbelastung durch den Umgang mit neuen Medien, eine durchaus berechtigte Sorge, wenn man die kollaborativen Lernm&#246;glichkeiten des Netzes nicht angemessen zu nuten vermag und vor allem daran denkt, vertraute Lehrstrategien nun netzbasiert zu gestalten, aufgreifen und vielleicht sogar zerstreuen k&#246;nnen.</p>

<p>Das ist sicher ein nicht immer einfacher Prozess. Zun&#228;chst gilt man m&#246;glicherweise als Exot oder Freak, der ins Netz verliebt ist. Das l&#246;st sich aber (teilweise) auf, wenn man von den Erfahrungen und auch Erleichterungen berichten kann, die der Einsatz dieses Mediums f&#252;r mich selbst mit sich bringt.</p>

<p>Kurz: Eine Schulung in Sachen Medienp&#228;dagogik, die zu einem angemessenen Umgang mit neuen Medien f&#252;hren will,  kann nur gelingen, wenn die Bereitschaft der Lehrenden geweckt wird, dieses Wissen auch haben zu wollen. Das geht nicht durch Zwang oder Nachfragen, ob bestimmte Materialien gekannt werden, sondern meines Erachtens nach nur durch die „Leuchtt&#252;rme“, von denen Fontane44 in seiner Diskussionsanmerkung im ZUM-Wiki spricht.</p>

<p>Wie sollen wir auch zu Schulungen &#252;bergehen, wenn wir doch selbst gerade erst entdecken, wie ein angemessener Umgang mit neuen Medien in Lehr-Lern-Zusammenh&#228;ngen gelingen kann. Sicher, in Sachen Datenschutz sind Schulungen dringend n&#246;tig. In vielen anderen Bereichen geht es darum, Kollegen und Kolleginnen f&#252;r eine Entdeckungsreise zu gewinnen und selbst auf Entdeckungsreise zu sein und dabei die Projekte und Resultate nicht f&#252;r sich alleine zu behalten, sondern die eigene Erfahrung der Bereicherung mitzuteilen und bei gewecktem Interesse als Mulitplikator auch die Grundlagen weiter zu geben, mit deren Hilfe man sich selbst in diese Erkundung eines neuen Mediums einbringen kann, die dann in eigenes unterrichtliches Handeln hinein emergieren.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 01:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die an Schulen zu f&#246;rdernden Kompetenzen stehen immer in einem engen Zusammenhang mit Wissen. Ohne Wissen keine Kompetenz! Und Unterricht, der nur Methoden verwendet, ohne diese immer mit den Inhalten zu koppeln bzw. aus den Inhalten abzuleiten, ist vermutlich nicht &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die an Schulen zu f&#246;rdernden Kompetenzen stehen immer in einem engen Zusammenhang mit Wissen. Ohne Wissen keine Kompetenz! Und Unterricht, der nur Methoden verwendet, ohne diese immer mit den Inhalten zu koppeln bzw. aus den Inhalten abzuleiten, ist vermutlich nicht unbedingt guter Unterricht.</p>

<p>Zu dem Wissen und den damit verbundenen Kompetenzen, die Schule zu vermitteln hat, geh&#246;rt nach den Lehrpl&#228;nen auch Wissen &#252;ber und kompetenter Umgang mit Medien, auch wenn diese in den Lehrpl&#228;nen nach wie vor oft mit den »alten« Medien Zeitung und Film verbunden sind. Da aber die Lebenswelt mehr und mehr von »neuen« Medien gepr&#228;gt ist, geh&#246;ren diese nat&#252;rlich auch in den Unterricht. Je nach pers&#246;nlicher Einstellung der Lehrenden werden dann die Nachteile oder die Vorteile oder beides thematisiert und an Inhalte gebunden.</p>

<p>Ein paar Beispiel:</p>

<ul>
    <li>Wenn ich einen Roman lese und bislang ein Lesetagebuch f&#252;hren lasse spricht inhaltlich nichts dagegen, ein Lesetagebuch als Blog zu f&#252;hren <em>und</em> die Erfahrungen des Lesens und der verwendeten Arbeitsform zu reflektieren.</li>
    <li>Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen habe Ideen, die ich nicht habe: Ein Abiturient erstellt eine Lernkartei in Powerpoint und speichert die Folien mit Fragen und Antworten als Bilder, die er dann auf seinem Handy immer mit sich tr&#228;gt und erfolgreich nutzt. Und ja, einen solchen Einsatz von Handys finde ich gut, <em>wenn er f&#252;r das Lernen effektiv ist</em>.</li>
    <li> Viele meiner Oberstufensch&#252;ler haben mit dem Handy Internetzugang. Auch wenn ich es noch nicht praktiziere, frage ich mich manchmal, ob im Kontext eigenst&#228;ndiger Lernprozesse dieses Instrument nicht genau so genutzt werden sollte, wie bisher z.B. verf&#252;gbare W&#246;rterb&#252;cher, wobei gleichzeitig nat&#252;rlich z.B. die Qualit&#228;t von Internetinformationen zu reflektieren w&#228;re. Allerdings w&#228;re der Einsatz des Handys mit Internetzugang bei Klausuren wegen Missbrauchsrisiken nach wie vor nicht zu erlauben</li>
    <li> MP3Player als Lerninstrument: Ich selbst geh&#246;re zu den Leuten, die mit digitalem Diktierger&#228;t arbeiten, gerade wenn es um meine Lekt&#252;ren geht. Die Aufzeichnungen nutze ich, mit guter Verschlagwortung in meinem Audio-Verwaltungsprogramm, zum wiederholen und Lernen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/#footnote_0_1270" id="identifier_0_1270" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Au&amp;#223;erdem nutze ich, das aber nur am Rande, das Diktierger&amp;#228;t auch, um in f&amp;#252;r Unterrichtsdokumentationen knapp bemessenen Pausenzeiten Notizen zum Unterricht festzuhalten, da wir nun einmal ca. 7x schneller diktieren als schreiben k&amp;#246;nnen.">1</a></sup> – Viele Handys bieten die M&#246;glichkeit zu Sprachnotizen und somit auch zum Lernen &#252;ber das H&#246;ren, womit nat&#252;rlich vor allem auditive Lerntypen angesprochen sind. (Stundenaufzeichnungen sind damit aber nicht unbedingt erlaubt, weil es da Gespr&#228;che gibt, an denen viele beteiligt sind und solche Aufnahmen nur m&#246;glich w&#228;ren, wenn ALLE dem zustimmen.)</li>
    <li> MP3Player als Lerninstrument zum Anh&#246;ren von Podcasts: Viele Radiosender des &#246;ffentlichen Bereiches bieten nach wie vor hervorragende Bildungssendungen an. Eine Heranf&#252;hrung an solche Bildungsangebote findet in Schule noch viel zu wenig statt. Fachbezogene Podcasts und deren Reflexion im Unterricht – das w&#252;nsche ich mir f&#252;r Unterricht.</li>
    <li> Und dann nat&#252;rlich die produktive Seite: Sch&#252;ler die Blogs schreiben, Podcasts erstellen, die Fotofunktion von Handys (oder Digitalkameras) f&#252;r Unterrichtsprojekte nutzen… All das ist nicht von Inhalten getrennt zu denken. Das Medium alleine macht noch keinen guten Unterricht, erst die Reflexion der Arbeit und der Methoden und Medien macht einen solchen m&#246;glich.</li>
    <li> Schlie&#223;lich: Schule muss Jugendliche in die Lage versetzen, ohne die Schule in komplexen Lebenswelten zurecht zu kommen. Dazu geh&#246;rt auch der angemessene und vor allem produktive Umgang mit Handys, MP3-Playern, dem Internet, Foren etc. Schule bietet hier die M&#246;glichkeit, aus dem unreflektierten Umgang mit diesen Medien heraus zu kommen.</li>
</ul>

<p>Kurz noch zum Thema Missbrauch von Handys in der Schule: Nat&#252;rlich werden Handys auch genutzt um Dinge zu tun, die Opfer erzeugen und illegal sind. Hier gilt es eine Atmosph&#228;re zu schaffen, in der die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler lernen k&#246;nnen, was nicht geht! Und sei es nur, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wissen: Mein Lehrer ist in Sachen Internet kompetent, findet solche Sachen – und geht konsequent dagegen vor!<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

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</ul>

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		<title>Herausforderung Medienp&#228;dagogik</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 21:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Resume: Dass die Nutzung digitaler Medien (nicht nur von Kindern und Jugendlichen) mit Risiken verbunden ist, die von Fragen des Datenschutzes bis hin zum Jugendschutz reichen, kann als unstrittig angesehen werden. Um die Frage, wie mit diesen Risiken umgegangen werden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/03/12/herausforderung-medienpaedagogik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>R</em></strong><em><strong>esume</strong>: Dass die Nutzung digitaler Medien (nicht nur von Kindern und Jugendlichen) mit Risiken verbunden ist, die von Fragen des Datenschutzes bis hin zum Jugendschutz reichen, kann als unstrittig angesehen werden. </em></p>

<p><em>Um die Frage, wie mit diesen Risiken umgegangen werden kann (in der Politik, im Alltag des einzelnen Medienbenutzers, in medienp&#228;dagischen Kontexten etc.) gibt es hingegen reichlich Streit. Aus diesem Grunde versuche ich in diesem Beitrag eine Position und sich daraus ergebende Handlungsoptionen zu entwickeln, die die Risiken der Mediennutzung ernst nehmen, ohne die Notwendigkeit aus dem Blick zu verlieren, dass p&#228;dagogisches Handeln auch damit umgehen muss, dass digitale Medien mit immer gr&#246;&#223;erer Selbstverst&#228;ndlichkeit im Privatleben und Beruf nicht nur eingesetzt werden sondern der kompetente Umgang mit diesen Medien immer st&#228;rker auch vorausgesetzt wird.<span id="more-1260"></span></em></p>

<p>In unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden gibt es Debatten um die Rolle von digitalen Medien, insbesondere des Internets und von Gewalt»spielen« (Killer»spielen«) im Zusammenhang mit gewaltt&#228;tigem Verhalten insbesondere Jugendlicher.</p>

<p>Es kann als unbestritten angesehen werden, dass der Umgang mit neuen Medien (Internet, Mobiltelefonen mit Kamera und Internetzugang etc.) f&#252;r Jugendliche mit Risiken verbunden ist. Diese bestehen insbesondere aus</p>

<ol>
    <li>dem oft unkontrollierten Zugang zu Internetseiten mit jugendgef&#228;hrdenden Inhalten – auch aus Mangel an (technisch sicher nicht immer idealen und perfekten und auch die auf Vertrauen basierende Erziehung zum angemessenen Umgang mit dem Internet nicht ersetzen k&#246;nnenden) Jugendschutzfiltern auf heimischen Rechnern;</li>
    <li>der Nutzung von »Spielen« mit Gewaltdarstellungen oder sog. »Ego-Shooter«, aber auch von Online-Spielen mit Suchtpotential (am bekanntesten ist hier »World of Warcraft«);</li>
    <li>der Gef&#228;hrdung von Jugendlichen in Online-Chats durch Fake-Profile, die eine Person vorgaukeln, die nicht real existiert (bis hin zur sexuellen Bel&#228;stigung);</li>
    <li>dem mit der Ver&#246;ffentlichung von Daten, Bildern und Videos auf Onlineplattformen (z. B. schuelervz; myspace; facebook etc.) verbundenem Risiko, sich selbst durch Leichtsinn zu sch&#228;digen (Datenmissbrauch; Ver&#246;ffentlichung von Fotos, die m&#246;gliche Arbeitgeber von der Einstellung Abstand nehmen lassen etc).</li>
</ol>

<p>Diese Ph&#228;nomene f&#252;hren zu der Frage, wie P&#228;dagogen und P&#228;dagoginnen, Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beteiligten Personen zuk&#252;nftig mit den Herausforderungen umgehen, die mit der Nutzung der genannten Medien durch Kinder und Jugendliche verbunden sind.</p>

<p>Eine naheliegende Option: Verbot oder ein »Unsichtbarkeitsgebot« z. B. in Schulen f&#252;r Sch&#252;ler-Handys, Sch&#252;ler-MP3-Player (die h&#228;ufig auch mit der M&#246;glichkeit zum Anschauen, nicht aber zum Aufnehmen von Videos ausgestattet sind.), Sch&#252;ler-Laptops und zuk&#252;nftig auch f&#252;r die gerade in Mode kommenden Klein-Laptops mit direktem Internetzugang (sog. Netbooks).</p>

<p>Ein solch restriktives Vorgehen wird in der medienp&#228;dagogischen Debatte jedoch auch kritisch betrachtet:</p>

<blockquote>»(Medien)p&#228;dagogisch sind derartige Verbote als problematisch und wenig wirksam anzusehen. Mal abgesehen von der Unm&#246;glichkeit der generellen Durchsetzung des Handyverbotes bietet die Grenz&#252;berschreitung der Verbote einen zus&#228;tzlichen Anreiz, dies zu umgehen. Derartige Verbote &#228;ndern auch nichts an den Ursachen der Entstehung, Verbreitung und Konsumierung von Gewalt- und Pornographiedarstellung per Handy. Ein Handyverbot in der Schule sch&#252;tzt Kinder und Jugendliche auch nicht, wenn sie dann au&#223;erhalb der Schule mit problematischen Inhalten konfrontiert werden.« (<a href="http://www.schulen-ans-netz.de/themen/medienkritik/handys.php" target="_blank">Themendienst von Schulen ans Netz, Nr. 4 – Dezember 2006)</a></blockquote>

<p>Wie aber k&#246;nnte der Umgang mit dem Wissen um die Risiken der Mediennutzung insbesondere durch Jugendliche in p&#228;dagogischen Kontexten aussehen? Hier besteht nach wie vor Diskussionsbedarf – und so verstehe ich die folgenden Vorschl&#228;ge auch als Beitrag zu einer Diskussion, von der ich mir auch f&#252;r mich selbst weiter Erkenntnisse erhoffe.</p>

<p>Hintergrund der folgenden Vorschl&#228;ge ist meine &#220;berzeugung, dass medienp&#228;dagogisches Handeln – und in diesem Kontext beispielsweise auch der Erziehungsauftrag von Schule –  die F&#246;rderung  des verantworteten Umgangs mit Medien beinhalten muss, die den Alltag im Studium, im Beruf und im Privatleben bereits heute (und in Zukunft voraussichtlich noch viel st&#228;rker) wie selbstverst&#228;ndlich pr&#228;gen (werden). Meine Vorschl&#228;ge nehmen dabei insbesondere den schulischen Kontext medienp&#228;dagogischen Handelns in den Blick:</p>

<ol>
    <li><em>Pr&#228;vention durch Aufkl&#228;rung &#252;ber Risiken:</em> Aufkl&#228;rung z. B. &#252;ber rechtliche Fragen im Umgang mit Bildern und Audiodateien im Internet (Recht am eigenen Bild, Urheberrecht) so fr&#252;h wie m&#246;glich, z. B. im Zusammenhang mit dem sog. Computerf&#252;hrerschein, der oft schon in der Grundschule eine Rolle spielt. Diese Aufkl&#228;rung muss dar&#252;ber hinaus wiederholt in passenden Kontexten die gesamte Schullaufbahn von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern begleiten (z.B. in den Klassen 5, 7, 9 und an Gymnasien auch z. B. im ersten Jahr der Sekundarstufe II), wobei auch auf die m&#246;glichen strafrechtlichen Konsequenzen von medial gest&#252;tztem Verhalten hingewiesen werden muss, da viele Jugendliche &#252;ber diese Aspekte des Gebrauchs von Medien keine Kenntnisse haben. Aufkl&#228;rung &#252;ber M&#246;glichkeiten des »sicheren Surfens« (Suchmaschinen f&#252;r Kinder, Einsatz von Jugendschutzfiltern auf heimischen PCs) sowohl der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler als auch der Eltern und Erziehungsberechtigten m&#252;ssen diese Aufkl&#228;rungsarbeit erg&#228;nzen.</li>
    <li><em>Pr&#228;vention durch kritische Besch&#228;ftigung mit digitalen Medien:</em> Integration und kritische Reflexion der von Jugendlichen genutzten Kommunikationswege (SMS, MMS, Chat, schuelervz, myspace, facebook, skype etc.) in allen Jahrgangsstufen, wobei zu &#252;berlegen ist, wo diese Themen im Lehrplan und im Curriculum der Schulen sinnvoll angesiedelt werden k&#246;nnen, vermutlich insbesondere in den F&#228;chern Informatik, Deutsch, Politik und Wirtschaft, katholische und evangelische Religionslehre, Ethik (aber auch in den Fremdsprachen, in Physik…)</li>
    <li><em>Pr&#228;vention durch produktiven und medienp&#228;dagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien und somit der F&#246;rderung von Medienkompetenz:</em> Durchf&#252;hrung von Unterrichtsprojekten, die den produktiven Umgang mit den von Jugendlichen genutzten digitalen Medien integrieren (Beispiele zum Einsatz von Handys in den F&#228;chern Deutsch, Franz&#246;sisch, Spanisch, PoWi, Mathematik und Kunst finden sich im Internet auf <a href="http://www.lehrer-online.de/handy.php" target="_blank">lehrer-online</a>). Aber auch die produktive Nutzung digitaler Medien durch die Schulen und, so es den pers&#246;nlichen Interessen entspricht, auch durch Lehrerinnen und Lehrer (&#228;quivalent gilt das nat&#252;rlich auch f&#252;r andere p&#228;dagogische Einrichtungen und Berufe).</li>
    <li><em>Sanktion bei missbr&#228;uchlicher Nutzung digitaler Medien:</em> Konsequentes Handeln bei Bekanntwerden von missbr&#228;uchlicher Nutzung digitaler Medien, z. B. im Kontext einer Schule (Videoaufzeichnungen, die Pers&#246;nlichkeitsrechte tangieren bzw.  nicht im Kontext von Unterrichtsprojekten gemacht werden; Onlinestellen von Bildern, bei denen das Recht am eigenen Bild nicht ber&#252;cksichtigt wird; Tausch von urheberrechtlich gesch&#252;tztem Material (Musik) &#252;ber Bluetooth etc.).</li>
</ol>

<p>Diese Ideen verstehen sich nur als Vorschlag eines Rahmens, in dem der Umgang mit digitalen Medien in p&#228;dagogischen Kontexten stattfinden k&#246;nnte. Diese Ideen erheben dabei keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit und k&#246;nnen gerne per Kommentar zu diesem Artikel erg&#228;nzt werden.</p>

<p>Au&#223;erdem habe ich bewusst auf eine Konkretisierung der Ideen verzichtet, weil die Entwicklung von konkreten Konzepten, Unterrichtsmodellen etc. an die jeweils konkreten Kontexte angebunden werden muss und bestimmt zu ganz unterschiedlichen Umsetzungen f&#252;hrt, die, so ein Austausch &#252;ber solche Konzepte stattfindet, einander erg&#228;nzen, bereichern oder kritisch reflektieren k&#246;nnen.</p>

<p>Sollte es bereits konkrete Erfahrungen mit solchen Konzepten geben, sowohl positive Erfahrungen als auch Erfahrungen mit Konzepten, die nicht gelungen bzw. der Nachjustierung bedurften, so w&#252;rde ich mich auch hier &#252;ber entsprechende Kommentare freuen, die diesen Eintrag und die Diskussion ums Thema konstruktiv weiterbringen k&#246;nnen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Wenn wilde G&#246;tter zahm sind und Kinder unterfordert werden</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 20:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allende, …Götter]]></category>
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		<description><![CDATA[Abenteuer, Amazonas-Dschungel, eine Verschw&#246;rung und Kulturkritik: Isabel Allendes Roman »Die Stadt der wilden G&#246;tter« enth&#228;lt so ziemlich alles, was eine spannende Handlung und einen guten Roman ausmachen kann. Doch beim Lesen tauchen Zweifel auf, ob die chilenische Autorin hier tats&#228;chlich &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abenteuer, Amazonas-Dschungel, eine Verschw&#246;rung und Kulturkritik: <a href="http://www.isabelallende.com/" target="_blank">Isabel Allende</a>s Roman »<a href="http://buchjournal.buchhandel.de/sixcms/detail.php?id=49210" target="_blank">Die Stadt der wilden G&#246;tter</a>« enth&#228;lt so ziemlich alles, was eine spannende Handlung und einen guten Roman ausmachen kann. Doch beim Lesen tauchen Zweifel auf, ob die chilenische Autorin hier tats&#228;chlich einen gelungenen Roman vorlegt: <span id="more-560"></span></p>

<p>Ja, die Geschichte hat ein wenig Spannung in sich, ist nicht wirklich aufregend; ja, die Figuren des Romans haben das Potential, sie in richtig verwickelte Situationen geraten zu lassen, in denen sich ihre »Pers&#246;nlichkeiten« entfalten und vertiefen k&#246;nnen. Au&#223;erdem ist die Rahmenhandlung geeignet, die Entwicklung eines Jugendlichen zum Erwachsenen in einer Romanhandlung darzustellen, die die innere Reise zum erwachsenen Ich mit der &#228;u&#223;eren Reise an den Amazonas verbindet.</p>

<p>Der Roman hat Potential. Und dennoch bleiben am Ende Zweifel – nicht nur bei mir, sondern auch bei nahezu allen, mit denen ich &#252;ber den Roman sprach: Aus anf&#228;nglicher Neugier wurde bei nahezu allen schnell Ungeduld, es wird dar&#252;ber geklagt, dass manches in dem Roman zu ausf&#252;hrlich gerate, ohne dass der Sinn f&#252;r die Handlung wirklich nachvollzogen werden k&#246;nne.  Woran liegt es, dass beim Lesen des Romans zunehmend Zweifel dar&#252;ber auftauchen, ob dieses Buch gelungen ist?</p>

<p>Eine erste Ann&#228;herung an diese Frage scheint mir m&#246;glich, wenn ich die Figuren des Romans ein wenig n&#228;her in den Blick nehme und mir die Frage stelle, wie diese gestaltet sind, welchen Charakter ich als Leser bei ihnen feststellen kann.</p>

<p>Alex Cold ist f&#252;nfzehn Jahre alt. Weil seine Mutter schwer krank wird und der Vater sie in die weit entfernte Klink begleiten will, soll er f&#252;r einige Zeit bei seiner Gro&#223;mutter unterkommen. Die Reisejournalistin Kate Cold, die nicht Oma genannt werden will, ist nicht gerade das, was sich »normale Menschen« unter einer Oma vorstellen, was vor allem mit ihren sehr unkonventionellen Erziehungsmethoden  zu tun hat, die darauf bauen, dass ein Kind am besten lerne, wenn man es eigene Erfahrungen machen l&#228;sst. Diese Erfahrungen k&#246;nnen auch darin bestehen, dass Alex von ihr Schwimmen lernte, indem sie ihn als Vierj&#228;hrigen einfach ins Wasser stie&#223;.</p>

<p>Und nun soll Alex mit ihr in den Regenwald des Amazonas, wo Kate Cold sich auf die Suche nach einer »Bestie« macht, die dort Angst und Schrecken verbreitet. Alex ist w&#252;tend und traurig vor Sorge um seine Mutter (S. 9<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/#footnote_0_560" id="identifier_0_560" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Seitenangaben folgen der Ausgabe im Deutschen Taschenbuchverlag und unterscheiden sich sowohl von der Suhrkamp- als auch von der Hanser-Ausgabe">1</a></sup> ) und muss sich nun auch noch mit Kate und den Herausforderungen einer Expedition in den Regenwald herumschlagen.  Erstaunlicher Weise ver&#228;ndert der Regenwald und Alex’ Erfahrungen bei den Nebelmenschen, die ihn unter anderem einem Initiationsritus unterziehen, Alex kaum. Zumindest bekommt der Leser nicht wirklich erz&#228;hlt oder gar gezeigt, dass sich hier eine Reise ins Erwachsensein abspielt.</p>

<p>Das mag damit zu tun haben, dass Allende zwar viel erz&#228;hlt, aber bei allen Figuren wenig Tiefgang zu erzeugen vermag. Statt dessen strotzt das Buch nur so vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klischee" target="_blank">Klischees</a>.</p>

<p>Alex ist ein typischer Jugendlicher, der am Ende einer Reise in die Welt l&#228;ngst vergessener Urwald»g&#246;tter« behauptet, die Begegnung mit Nadja, einem im Regenwald lebenden M&#228;dchen mit kanadischen Wurzeln, sei Wichtigste an dieser Reise f&#252;r ihn gewesen. Und das, nachdem er das Wasser des Lebens f&#252;r seine Mutter im Gep&#228;ck hat, in lebensbedrohliche Situationen gekommen ist und ganz nebenbei, gemeinsam mit Nadja, einem Indianerstamm das &#220;berleben gerettet hat. Und wenn Nadja dann antwortet, dass sie einander mit dem Herzen sehen k&#246;nnten (S. 377), bin ich wirklich froh, dass das Buch zu Ende ist, denn das ist mir dann doch ein wenig zu sehr »Der Kleine Prinz«.</p>

<p>Doch neben diesen misslungenen Hauptfiguren, stehen auch keine besser gelungenen Nebenfiguren: Es gibt einen Anthropologen, der (nat&#252;rlich) vollkommen &#252;berdreht ist und kaum platter als »wirrer Professor« dargestellt werden k&#246;nnte; es gibt eine h&#252;bsche &#196;rztin, die sich als die B&#246;se entpuppt; die Wesen, die das Magische in dem Roman darstellen, wirken wie Abziehbilder aus M&#228;rchen und erinnern irgendwie an Tolkiens Ents im Herrn der Ringe; der auftretende Schamane ist geheimnisvoll, bekommt aber in dem Roman keine wirkliche Pers&#246;nlichkeit, ja, er wirkt ein wenig wie eine folkloristische Gestalt, die Touristen aufgezwungen wird; die Mitglieder des Stammes der Nebelmenschen bekommen die &#252;blichen Klischees &#252;ber indigene V&#246;lker verpasst und sind gar nicht so »wild«, wie sie auf den ersten Blick wirken. Und schlie&#223;lich gibt es da nat&#252;rlich auch noch den klassischen Kampf zwischen Gut und B&#246;se, verbunden mit einer ach so zarten Liebesgeschichte zwischen Alex und Nadja, die so erz&#228;hlt wird, dass es mir bis zum Ende nicht gelingt, diese Liebe nachf&#252;hlen zu k&#246;nnen.</p>

<p>Doch was mir bei der Gestaltung der Figuren auff&#228;llt, scheint mir in engem Zusammenhang mit der Zielgruppe des Buches zu stehen. Auch wenn es in zwei Ausgaben (eine f&#252;r Jugendliche im Hanser-Verlag und eine f&#252;r Erwachsene im Suhrkamp-Verlag) erschienen ist: »Die Stadt der wilden G&#246;tter« ist als Kinder- und Jugendbuch konzipiert, f&#252;r Kinder und Jugendliche, die dieses Buch nicht wirklich ernst nimmt, die es untersch&#228;tzt und nicht &#252;berfordern will. Anders kann ich es mir nicht erkl&#228;ren, dass Jugendliche im Alter Alex Colds, mit denen ich das Buch gelesen habe, das Buch als langweilig beschreiben, &#252;ber L&#228;ngen in der Erz&#228;hlung klagen und den Abenteuerroman alles andere als spannend finden. Allende traut Kindern und Jugendlichen scheinbar nicht zu, dass sie komplexe Figuren und deren Gef&#252;hlsleben verstehen k&#246;nnen. Und so kann Allende in einem <a href="http://buchjournal.buchhandel.de/sixcms/detail.php?id=49210" target="_blank">Interview</a> sagen:</p>

<blockquote>»Das Schreiben [eines Romans f&#252;r Kinder und Jugendliche – TL] selbst ist anders. Es ist insgesamt direkter. Es gibt mehr Action, mehr Dialoge. Die Kapitel sind k&#252;rzer und &#252;berschaubarer. Zwangsl&#228;ufig. Der Leser ist ein anderer. Das bedeutet nicht, dass ich mir weniger M&#252;he geben w&#252;rde, sorgf&#228;ltig mit der Sprache umzugehen oder auch etwa mit der Konstruktion der Geschichte selbst. Dazu respektiere ich Jugendliche viel zu sehr.«</blockquote>

<p>Ja, der Roman ist »direkter« geschrieben: Es gibt kaum etwas zwischen den Zeilen zu lesen, Lesende bekommen alles erkl&#228;rt. Die Geschichte ist sorgf&#228;ltig konstruiert, wobei aber die Charaktere, die die Geschichte tragen sollen, deutlich zu kurz kommen. Doch Romane, die zu direkt geschrieben sind, in denen Lesende quasi vorgekaute Nahrung vorgesetzt bekommen, statt ihnen wirklich etwas zu bei&#223;en zu geben, schaffen es selten, wirklich gute Romane zu werden.</p>

<blockquote>Isabell Allende, Die Stadt der wilden G&#246;tter, M&#252;nchen (dtv) 2008 (6. Auflage).</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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