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	<title>herrlarbig.de &#187; Jugendschutz</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
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		<title>Herausforderung Medienp&#228;dagogik</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 21:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Resume: Dass die Nutzung digitaler Medien (nicht nur von Kindern und Jugendlichen) mit Risiken verbunden ist, die von Fragen des Datenschutzes bis hin zum Jugendschutz reichen, kann als unstrittig angesehen werden. Um die Frage, wie mit diesen Risiken umgegangen werden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/03/12/herausforderung-medienpaedagogik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>R</em></strong><em><strong>esume</strong>: Dass die Nutzung digitaler Medien (nicht nur von Kindern und Jugendlichen) mit Risiken verbunden ist, die von Fragen des Datenschutzes bis hin zum Jugendschutz reichen, kann als unstrittig angesehen werden. </em></p>

<p><em>Um die Frage, wie mit diesen Risiken umgegangen werden kann (in der Politik, im Alltag des einzelnen Medienbenutzers, in medienp&#228;dagischen Kontexten etc.) gibt es hingegen reichlich Streit. Aus diesem Grunde versuche ich in diesem Beitrag eine Position und sich daraus ergebende Handlungsoptionen zu entwickeln, die die Risiken der Mediennutzung ernst nehmen, ohne die Notwendigkeit aus dem Blick zu verlieren, dass p&#228;dagogisches Handeln auch damit umgehen muss, dass digitale Medien mit immer gr&#246;&#223;erer Selbstverst&#228;ndlichkeit im Privatleben und Beruf nicht nur eingesetzt werden sondern der kompetente Umgang mit diesen Medien immer st&#228;rker auch vorausgesetzt wird.<span id="more-1260"></span></em></p>

<p>In unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden gibt es Debatten um die Rolle von digitalen Medien, insbesondere des Internets und von Gewalt»spielen« (Killer»spielen«) im Zusammenhang mit gewaltt&#228;tigem Verhalten insbesondere Jugendlicher.</p>

<p>Es kann als unbestritten angesehen werden, dass der Umgang mit neuen Medien (Internet, Mobiltelefonen mit Kamera und Internetzugang etc.) f&#252;r Jugendliche mit Risiken verbunden ist. Diese bestehen insbesondere aus</p>

<ol>
    <li>dem oft unkontrollierten Zugang zu Internetseiten mit jugendgef&#228;hrdenden Inhalten – auch aus Mangel an (technisch sicher nicht immer idealen und perfekten und auch die auf Vertrauen basierende Erziehung zum angemessenen Umgang mit dem Internet nicht ersetzen k&#246;nnenden) Jugendschutzfiltern auf heimischen Rechnern;</li>
    <li>der Nutzung von »Spielen« mit Gewaltdarstellungen oder sog. »Ego-Shooter«, aber auch von Online-Spielen mit Suchtpotential (am bekanntesten ist hier »World of Warcraft«);</li>
    <li>der Gef&#228;hrdung von Jugendlichen in Online-Chats durch Fake-Profile, die eine Person vorgaukeln, die nicht real existiert (bis hin zur sexuellen Bel&#228;stigung);</li>
    <li>dem mit der Ver&#246;ffentlichung von Daten, Bildern und Videos auf Onlineplattformen (z. B. schuelervz; myspace; facebook etc.) verbundenem Risiko, sich selbst durch Leichtsinn zu sch&#228;digen (Datenmissbrauch; Ver&#246;ffentlichung von Fotos, die m&#246;gliche Arbeitgeber von der Einstellung Abstand nehmen lassen etc).</li>
</ol>

<p>Diese Ph&#228;nomene f&#252;hren zu der Frage, wie P&#228;dagogen und P&#228;dagoginnen, Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beteiligten Personen zuk&#252;nftig mit den Herausforderungen umgehen, die mit der Nutzung der genannten Medien durch Kinder und Jugendliche verbunden sind.</p>

<p>Eine naheliegende Option: Verbot oder ein »Unsichtbarkeitsgebot« z. B. in Schulen f&#252;r Sch&#252;ler-Handys, Sch&#252;ler-MP3-Player (die h&#228;ufig auch mit der M&#246;glichkeit zum Anschauen, nicht aber zum Aufnehmen von Videos ausgestattet sind.), Sch&#252;ler-Laptops und zuk&#252;nftig auch f&#252;r die gerade in Mode kommenden Klein-Laptops mit direktem Internetzugang (sog. Netbooks).</p>

<p>Ein solch restriktives Vorgehen wird in der medienp&#228;dagogischen Debatte jedoch auch kritisch betrachtet:</p>

<blockquote>»(Medien)p&#228;dagogisch sind derartige Verbote als problematisch und wenig wirksam anzusehen. Mal abgesehen von der Unm&#246;glichkeit der generellen Durchsetzung des Handyverbotes bietet die Grenz&#252;berschreitung der Verbote einen zus&#228;tzlichen Anreiz, dies zu umgehen. Derartige Verbote &#228;ndern auch nichts an den Ursachen der Entstehung, Verbreitung und Konsumierung von Gewalt- und Pornographiedarstellung per Handy. Ein Handyverbot in der Schule sch&#252;tzt Kinder und Jugendliche auch nicht, wenn sie dann au&#223;erhalb der Schule mit problematischen Inhalten konfrontiert werden.« (<a href="http://www.schulen-ans-netz.de/themen/medienkritik/handys.php" target="_blank">Themendienst von Schulen ans Netz, Nr. 4 – Dezember 2006)</a></blockquote>

<p>Wie aber k&#246;nnte der Umgang mit dem Wissen um die Risiken der Mediennutzung insbesondere durch Jugendliche in p&#228;dagogischen Kontexten aussehen? Hier besteht nach wie vor Diskussionsbedarf – und so verstehe ich die folgenden Vorschl&#228;ge auch als Beitrag zu einer Diskussion, von der ich mir auch f&#252;r mich selbst weiter Erkenntnisse erhoffe.</p>

<p>Hintergrund der folgenden Vorschl&#228;ge ist meine &#220;berzeugung, dass medienp&#228;dagogisches Handeln – und in diesem Kontext beispielsweise auch der Erziehungsauftrag von Schule –  die F&#246;rderung  des verantworteten Umgangs mit Medien beinhalten muss, die den Alltag im Studium, im Beruf und im Privatleben bereits heute (und in Zukunft voraussichtlich noch viel st&#228;rker) wie selbstverst&#228;ndlich pr&#228;gen (werden). Meine Vorschl&#228;ge nehmen dabei insbesondere den schulischen Kontext medienp&#228;dagogischen Handelns in den Blick:</p>

<ol>
    <li><em>Pr&#228;vention durch Aufkl&#228;rung &#252;ber Risiken:</em> Aufkl&#228;rung z. B. &#252;ber rechtliche Fragen im Umgang mit Bildern und Audiodateien im Internet (Recht am eigenen Bild, Urheberrecht) so fr&#252;h wie m&#246;glich, z. B. im Zusammenhang mit dem sog. Computerf&#252;hrerschein, der oft schon in der Grundschule eine Rolle spielt. Diese Aufkl&#228;rung muss dar&#252;ber hinaus wiederholt in passenden Kontexten die gesamte Schullaufbahn von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern begleiten (z.B. in den Klassen 5, 7, 9 und an Gymnasien auch z. B. im ersten Jahr der Sekundarstufe II), wobei auch auf die m&#246;glichen strafrechtlichen Konsequenzen von medial gest&#252;tztem Verhalten hingewiesen werden muss, da viele Jugendliche &#252;ber diese Aspekte des Gebrauchs von Medien keine Kenntnisse haben. Aufkl&#228;rung &#252;ber M&#246;glichkeiten des »sicheren Surfens« (Suchmaschinen f&#252;r Kinder, Einsatz von Jugendschutzfiltern auf heimischen PCs) sowohl der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler als auch der Eltern und Erziehungsberechtigten m&#252;ssen diese Aufkl&#228;rungsarbeit erg&#228;nzen.</li>
    <li><em>Pr&#228;vention durch kritische Besch&#228;ftigung mit digitalen Medien:</em> Integration und kritische Reflexion der von Jugendlichen genutzten Kommunikationswege (SMS, MMS, Chat, schuelervz, myspace, facebook, skype etc.) in allen Jahrgangsstufen, wobei zu &#252;berlegen ist, wo diese Themen im Lehrplan und im Curriculum der Schulen sinnvoll angesiedelt werden k&#246;nnen, vermutlich insbesondere in den F&#228;chern Informatik, Deutsch, Politik und Wirtschaft, katholische und evangelische Religionslehre, Ethik (aber auch in den Fremdsprachen, in Physik…)</li>
    <li><em>Pr&#228;vention durch produktiven und medienp&#228;dagogisch sinnvollen Einsatz digitaler Medien und somit der F&#246;rderung von Medienkompetenz:</em> Durchf&#252;hrung von Unterrichtsprojekten, die den produktiven Umgang mit den von Jugendlichen genutzten digitalen Medien integrieren (Beispiele zum Einsatz von Handys in den F&#228;chern Deutsch, Franz&#246;sisch, Spanisch, PoWi, Mathematik und Kunst finden sich im Internet auf <a href="http://www.lehrer-online.de/handy.php" target="_blank">lehrer-online</a>). Aber auch die produktive Nutzung digitaler Medien durch die Schulen und, so es den pers&#246;nlichen Interessen entspricht, auch durch Lehrerinnen und Lehrer (&#228;quivalent gilt das nat&#252;rlich auch f&#252;r andere p&#228;dagogische Einrichtungen und Berufe).</li>
    <li><em>Sanktion bei missbr&#228;uchlicher Nutzung digitaler Medien:</em> Konsequentes Handeln bei Bekanntwerden von missbr&#228;uchlicher Nutzung digitaler Medien, z. B. im Kontext einer Schule (Videoaufzeichnungen, die Pers&#246;nlichkeitsrechte tangieren bzw.  nicht im Kontext von Unterrichtsprojekten gemacht werden; Onlinestellen von Bildern, bei denen das Recht am eigenen Bild nicht ber&#252;cksichtigt wird; Tausch von urheberrechtlich gesch&#252;tztem Material (Musik) &#252;ber Bluetooth etc.).</li>
</ol>

<p>Diese Ideen verstehen sich nur als Vorschlag eines Rahmens, in dem der Umgang mit digitalen Medien in p&#228;dagogischen Kontexten stattfinden k&#246;nnte. Diese Ideen erheben dabei keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit und k&#246;nnen gerne per Kommentar zu diesem Artikel erg&#228;nzt werden.</p>

<p>Au&#223;erdem habe ich bewusst auf eine Konkretisierung der Ideen verzichtet, weil die Entwicklung von konkreten Konzepten, Unterrichtsmodellen etc. an die jeweils konkreten Kontexte angebunden werden muss und bestimmt zu ganz unterschiedlichen Umsetzungen f&#252;hrt, die, so ein Austausch &#252;ber solche Konzepte stattfindet, einander erg&#228;nzen, bereichern oder kritisch reflektieren k&#246;nnen.</p>

<p>Sollte es bereits konkrete Erfahrungen mit solchen Konzepten geben, sowohl positive Erfahrungen als auch Erfahrungen mit Konzepten, die nicht gelungen bzw. der Nachjustierung bedurften, so w&#252;rde ich mich auch hier &#252;ber entsprechende Kommentare freuen, die diesen Eintrag und die Diskussion ums Thema konstruktiv weiterbringen k&#246;nnen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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