Schüleraktivität im Unterricht: Die Affenmetapher

Drehorgelspieler haben manchmal, früher wohl häufiger als heute, Affen auf der Schulter sitzen. Vielleicht machen sie das, weil sie tierlieb sind und Affen für ganz besondere Tiere halten, ganz sicher tun sie das aber, weil derjenige, der einen Affen auf der Schulter sitzen hat, mit besonderer Aufmerksamkeit der Vorübergehenden rechnen kann.

Wer den Affen auf der Schulter hat, der hat die Aufmerksamkeit auf seiner Seite. 

Zugegeben, ich brauchte eine Weile, um die Affenmetapher zu verstehen, um zu verstehen, was eine Kollegin damit meinte, wenn sie davon sprach, dass es im Unterricht darum gehe, wer den Affen auf der Schulter habe: Die Schülerinnen und Schüler abwechselnd oder der Lehrer bzw. die Lehrerin für den größten Teil einer Unterrichtsstunde.

Die Grundfrage, wenn es heute um »guten Unterricht« geht, lautet: Wer hat eigentlich den Affen auf der Schulter und wer eher nicht? 

Ist es der Lehrende, der sich im Unterricht in den Mittelpunkt stellt? Oder sind ea die Schülerinnen und Schüler, die im Unterricht den Raum finden, sich selbst einzubringen? Im Grunde geht es hier um die gleiche Frage, die ich auch schon im letzten Blogartikel angesprochen habe, in dem sich auch Beispiele für die unterschiedlichen Formen des Unterrichtens finden.

Wer hat den Affen auf der Schulter? Sitzt er starr auf der Schulter des Lehrers oder der Lehrerin? Springt er fröhlich durch den Raum, von Schulter zu Schulter, so dass erkennbar wird, dass es die Schülerinnen und Schüler sind, die nicht nur Aufmerksamkeit durch ihre starke Beteiligung am Unterricht erzeugen, sondern darüber hinaus auch erkennbar in ihrem Lernen voranschreiten?

Guter Unterricht, das ist Tag für Tag mehr meine Überzeugung, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Lernfortschritt, eine Progression des Lernens der Schülerinnen und Schülerinnen, nachvollziehbar erkennbar wird. 

Die Affenmetapher ist dabei für mich ein Kriterium der Reflexion eigenen Unterrichts. Darf der Affe sich frei im Raum bewegen, von Schulter zu Schulter springen, sodass möglichst viele Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe aktiv am Unterricht teilnehmen und entsprechend Aufmerksamkeit auf sich ziehen?

Doch nicht nur für die Reflexion und die Beschreibung eigenen Unterrichts erscheint mir die Affenmetapher hilfreich. Auch für die Beobachtung von Unterricht durch Dritte ergibt sich hier eine, von einer Metapher getragene, Perspektive auf den beobachteten Unterricht: Habe ich einen Unterricht gesehen (oder gehalten), in dem der Lehrer bzw. die Lehrerin im Mittelpunkt stand oder einen Unterricht, in dem das Denken und Lernen, in dem die Schüler und Schülerinnen erkennbar aktiv waren und nachvollziehbare Fortschritte des Lernens sichtbar geworden sind?

  

iPhone-Photographie – Ein erster Versuch

Wenn im Wort Bildung schon das „Bild“ vorhanden ist, dann ist es kein Widerspruch, dass ich auf dieser Website immer wieder auch Fotografien einbaue. Definiere ich „Bildung“ als die Fähigkeit zur reflexiven und gestaltenden Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, gehören Bilder hier erst recht mit hinein. Bei all der Theorie, die hier auch ihren Platz findet… Und die Bilder sollen gar nicht als eine metaphorische Illustration dienen, was Bildung bedeuten kann…

Bilder sind gestaltet. Bilder arbeiten mit den Möglichkeiten der Kamera. Und überraschenderweise beginne ich auch etwas freundlicher von Bildbearbeitungen zu denken, wobei ich mich immer im Rahmen der Möglichkeiten der eingesetzten Kameras bewegen will und andere Software als eine Art digitaler „Dunkelkammer“ einsetze, um Belichtung, im Falle digitaler Bilder auch den Weißabgleich und die Schärfe, Kontrast etc. anzupassen.

Und Filter, wie sie ja auch bei analogen Kameras als Aufsatz für das Objektiv dienen, nutze ich vor allem bei der Kamera, die ich nun wirklich immer dabei habe. Zugegeben, ich werde jetzt nicht behaupten, dass das iPhone, dessen fotografischen Möglichkeiten ich gerade am Entdecken bin, eine technisch optimale Kamera bietet. Aber da es die Kamera ist, die ich immer dabei habe, ist es ein oft eingesetztes Instrument für meine Auseinandersetzung, meine Beschäftigung mit der mich umgebenden Wirklichkeit. Neben der Kamera nutze ich folgende iPhone Apps: Camera-Genius, The-Best-Camera, Camera-Bag, Photogene und seit neuestem auf ColorSplash, auch wenn diese App hier noch nicht mit Bildern vertreten ist.

Der Einsatz der Filter verändert den Blick auf die Wirklichkeit, macht aus Abbildern Bilder – so empfinde ich das zumindest. Und weil ich jetzt schon länger keine Bilder mehr im Blog hatte, gibt es heute gleich eine ganze Galerie, in der ich mich auch nicht mehr scheue, im Lomo- und Holga-Stil zu arbeiten. Aber ganz habe ich meine Meinung natürlich nicht geändert: Da das iPhone, ähnlich wie Holga und Lomo, über  eine Kamera mit durchaus einem erkennbaren Eigenleben bezüglich der (gar nicht so schlechten) Abbildungseigenschaften, der Schärfe etc. verfügt habe ich hier auch keine Scheu Filter einzusetzen – aber gezielt und ganz im Sinne der Beschäftigung mit der in Bildern gestalteten Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Nach wie vor verändere ich nicht die Motive. Diese werden, von Beschneidungen abgesehen, alleine mit der Kamera gestaltet. Und auch wenn ich auch mit neuen Ausdrucksmöglichkeiten im Kontext der Fotografie zu experimentieren begonnen habe: Es gilt nach wie vor, dass das Motiv und dessen zentrale Gestaltung mit der Kamera und deren Möglichkeiten und Grenzen erfolgt.

Aber: Da die Kamera des iPhone, die übrigens überraschend gute Videos aufnehmen kann, Teil des Gesamtkonzepts „iPhone“ ist, zu dem auch Apps gehören, werde ich mir nicht einmal sonderlich untreu, wenn ich dieses Konzept als Mittel zur Gestaltung von Bildern verwende. Was natürlich nicht bedeutet, dass meine wirklich gute LX3 jetzt verstauben würde – ganz im Gegenteil: Der neue Blick auf Motive, die andere Form der Auseinandersetzung mit Motiven, bereichert meine Auseinandersetzung mit der gestaltenden Abbildung von Wirklichkeit – und da ich diese kleine Kamera im Telefon nun einmal immer dabei habe, ist sie in dieser Hinsicht meine „beste“ Kamera.

Und wenn ich dieses Mal auch auf ein Wasserzeichen verzichtet habe: Nach wie vor unterliegen die Bilder dem Coypright © by Torsten Larbig.

Basel – ein erster Blick

Zwei Tage in einer Stadt geben nur einen ersten Eindruck und es wäre vermessen, aus diesem Eindruck entstandene Fotografien mit „Porträt einer Stadt“ zu bezeichnen. Erste Blicke auf die Stadt Basel, wenig differenziert und vielleicht sogar zum Teil ein wenig plakativ – mehr ging in der Kürze der Zeit einfach nicht, die auch noch davon geprägt war, dass ich einen Teil der Zeit in einem kleinen Dorf bei Basel mit Freunden grillte und feierte und zudem „nur“ meine „kleine“ Kamera (Panasonic Lumix DMC LX3) dabei hatte und somit bewusst auf die Einsatzmöglichkeit eines Teleobjektives verzichtete.

Der Vorteil einer solchen Annäherung an eine Stadt ist die damit verbundene „Naivität“ (besser: „Unschuld“). Ohne vorgebildete Meinung von der Stadt, ich hatte zuvor auch eigentlich nichts über Basel gelesen, zog ich in der mir verbleibenden Zeit einige Stunden durch die vielen Gassen, die Hügel hinauf und wieder hinab, umschiffte dabei die typischen „Sehenswürdigkeiten“ einigermaßen und hatte auch noch einen Tag mit phantastischem Licht erwischt.

Mir fällt auf, dass auf meinen (hier in Auswahl veröffentlichten) Bildern fast nichts von dem zu sehen ist, was den offiziellen Blick auf die Stadt prägt, sodass ich mit mehr Fragen als Antworten nach Hause gefahren bin, was die wirkliche Atmosphäre in der Stadt angeht. Ich habe nur Spuren des Lebens und der Atmosphäre in der Stadt in mich aufnehmen können, die allerdings insgesamt wesentlich wuseliger daher kam, als die hier veröffentlichten Bilder es ahnen lassen. Doch im Gegensatz zu meinem Beitrag über Bildklischees am Beispiel Bremens habe ich einmal versucht die Seiten jenseits der Postkartenidyllen, von denen es in Basel Massen gibt, in den Blick zu nehmen.

Hier gilt übrigens, wie bei allen Fotografien auf der Website: Durch Anklicken der Bilder können diese vergrößert werden (Java-Script aktiv optimiert hier den optischen Genuss ;-) ):

Gespenster

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Der Titel dieses Fotos „Gespenster” ist gar nicht so abwegig, denn so nennt man die Erscheinung von schemenhaft sich bewegenden Gestalten in einem Bild wie diesem wirklich. Der Trick ist einfach: Man nehme ein Stativ, wenig verfügbares Licht (available light), stelle eine relativ lange Belichtungszeit ein – und beginne die Aufnahme so, dass einem bereits absehbar Menschen gegen Ende der Belichtungszeit ins Bild laufen werden. Das klingt jetzt arbeitstechnisch so ruhig; in Wirklichkeit muss man aber verdammt schnell sein oder warten, bis sich die gewünschte Situation ergibt.

Bei diesem Bild war die Wartezeit kurz, da die Straßensituation einen relativ weiten Blick auf sich ergebende Situationen gab: Ich sah die Gruppe aus fünf Personen so rechtzeitig, dass ich in Ruhe das Stativ mit der Kamera positionieren und die Blende so wählen konnte, dass sich gewünschte lange Belichtungszeit ergabe. Dann hieß es nur noch, den richtigen Augenblick für das Auslösen zu finden. Ich hatte nur diese eine Möglichkeit für dieses Bild, konnte ich doch nicht schnell mal ein „Cut! – Bitte noch einmal” reinrufen, arbeite ich bislang doch nur selten mit Modellen. In diesem Fall hat es geklappt und von all den Bildern, in denen es nicht gelungen ist, die Situation so einzufangen, wie ich mir das vorgestellt hatte, schweige ich an dieser Stelle…

Die blaue Stunde – Acht Sekunden

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Schon hat sich die Nacht fast ganz über die Stadt gelegt und lässt die letzten Reste der »blauen Stunde« im Lichtkegel über Frankfurt verschwinden. Das Auge vermag an diesem Dienstagabend im März kaum noch die Farben zu unterscheiden und dem schon begonnenen Frühling trotzend dringt kalter Wind zwischen die Häuser – und langsam aber bestimmt in alle Glieder des Fotografen, der fast reglos am Brückengeländer steht und das kleine Stativ argwöhnisch im Auge behält. „Dass es bloß nicht seinen Halt verliert“, denkt er. Zwar ist die Kamera mit einer Handgelenkschlaufe gesichert, aber bei acht Sekunden Belichtungszeit würde ein größeres Zittern des Stativs oder der Brücke die Fotographie zu einer Schmiererei werden lassen. Die Zeit ist knapp. In zehn Minuten wird auch der letzte Rest des blauen Lichtes, das das Ende der Dämmerung prägt, nahezu verschwunden sein. Dann müsste er wieder auf den nächsten Tag warten, an dem der Himmel einmal nicht schwer mit Regenwolken bestückt wäre. Die Wettervorhersage prognostiziert für diesen Fall eine lange Wartezeit auf die nächste Möglichkeit für dieses Bild. Er will aber nicht schon wieder auf besseres Wetter und besseres Licht warten.

Leise, für ihn aber deutlich vernehmbar, gibt der Verschluss des Objektives den Weg für die letzten Reste des Tageslichtes zum Bildsensor frei. Auf dem Bildschirm der Kamera laufen die Sekunden rückwärts: 8…7…6…5…4…3…2…1…0 – und ein weiteres leises Geräusch gibt Zeugnis davon, dass die Lichtzufuhr wieder gestoppt ist. Auf dem Bildschirm sieht er erstaunt die Farbigkeit und Helligkeit, die sein Auge nicht wahrnehmen kann, obwohl sie „objektiv“ vorhanden sind. Auf den ersten Blick wirkt die Aufnahme gelungen. Selbst die unruhig von Autos überrollte Straße passt in das gewählte Motiv, das knapp über der waagrechten Mittellinie von einem dünnen Leuchtband durchzogen wird, das von den Scheinwerfern stammt, die in diesen acht Sekunden das Sichtfeld des Objektivs gekreuzt hatten.

Langsam dreht er das eiserne, mittlerweile fast ebenso kalt wie der schneidende Wind gewordene Stativ von der Kamera, dreht dessen drei Beine wieder übereinander und lässt es erneut in seiner Hosentasche verschwinden. Erst als er fast zuhause angekommen ist, kommt es noch einmal zum Einsatz. Die Lichtreste des Tages sind bereits nahezu vollständig der Kuppel von Licht gewichen, die Nacht für Nacht über der Großstadt hängt. Ob die Häuser der Straße vor ihm, eines in einem nicht gerade dezentem Orange-Pink–Ton gestrichen, bei diesem Licht und durch das Objektiv betrachtet mehr leuchten würden.

Dieses Mal findet er keinen Abstellplatz für das kleine Stativ, drückt es deshalb fest gegen eine Hauswand, um die Kamera bewegungslos zu halten, während mit Lichtgeschwindigkeit die wenigen noch vorhandenen, dem Augen unsichtbaren Lichtstrahlen acht Sekunden lang den Bildsensor füttern, bis dieser satt genug für diese Farben ist, die sich kurz darauf auf dem Bildschirm der Kamera zeigen.

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Handys und MP3-Geräte an der Schule?

Die an Schulen zu fördernden Kompetenzen stehen immer in einem engen Zusammenhang mit Wissen. Ohne Wissen keine Kompetenz! Und Unterricht, der nur Methoden verwendet, ohne diese immer mit den Inhalten zu koppeln bzw. aus den Inhalten abzuleiten, ist vermutlich nicht unbedingt guter Unterricht.

Zu dem Wissen und den damit verbundenen Kompetenzen, die Schule zu vermitteln hat, gehört nach den Lehrplänen auch Wissen über und kompetenter Umgang mit Medien, auch wenn diese in den Lehrplänen nach wie vor oft mit den »alten« Medien Zeitung und Film verbunden sind. Da aber die Lebenswelt mehr und mehr von »neuen« Medien geprägt ist, gehören diese natürlich auch in den Unterricht. Je nach persönlicher Einstellung der Lehrenden werden dann die Nachteile oder die Vorteile oder beides thematisiert und an Inhalte gebunden.

Ein paar Beispiel:

  • Wenn ich einen Roman lese und bislang ein Lesetagebuch führen lasse spricht inhaltlich nichts dagegen, ein Lesetagebuch als Blog zu führen und die Erfahrungen des Lesens und der verwendeten Arbeitsform zu reflektieren.
  • Schüler und Schülerinnen habe Ideen, die ich nicht habe: Ein Abiturient erstellt eine Lernkartei in Powerpoint und speichert die Folien mit Fragen und Antworten als Bilder, die er dann auf seinem Handy immer mit sich trägt und erfolgreich nutzt. Und ja, einen solchen Einsatz von Handys finde ich gut, wenn er für das Lernen effektiv ist.
  • Viele meiner Oberstufenschüler haben mit dem Handy Internetzugang. Auch wenn ich es noch nicht praktiziere, frage ich mich manchmal, ob im Kontext eigenständiger Lernprozesse dieses Instrument nicht genau so genutzt werden sollte, wie bisher z.B. verfügbare Wörterbücher, wobei gleichzeitig natürlich z.B. die Qualität von Internetinformationen zu reflektieren wäre. Allerdings wäre der Einsatz des Handys mit Internetzugang bei Klausuren wegen Missbrauchsrisiken nach wie vor nicht zu erlauben
  • MP3Player als Lerninstrument: Ich selbst gehöre zu den Leuten, die mit digitalem Diktiergerät arbeiten, gerade wenn es um meine Lektüren geht. Die Aufzeichnungen nutze ich, mit guter Verschlagwortung in meinem Audio-Verwaltungsprogramm, zum wiederholen und Lernen.1 – Viele Handys bieten die Möglichkeit zu Sprachnotizen und somit auch zum Lernen über das Hören, womit natürlich vor allem auditive Lerntypen angesprochen sind. (Stundenaufzeichnungen sind damit aber nicht unbedingt erlaubt, weil es da Gespräche gibt, an denen viele beteiligt sind und solche Aufnahmen nur möglich wären, wenn ALLE dem zustimmen.)
  • MP3Player als Lerninstrument zum Anhören von Podcasts: Viele Radiosender des öffentlichen Bereiches bieten nach wie vor hervorragende Bildungssendungen an. Eine Heranführung an solche Bildungsangebote findet in Schule noch viel zu wenig statt. Fachbezogene Podcasts und deren Reflexion im Unterricht – das wünsche ich mir für Unterricht.
  • Und dann natürlich die produktive Seite: Schüler die Blogs schreiben, Podcasts erstellen, die Fotofunktion von Handys (oder Digitalkameras) für Unterrichtsprojekte nutzen… All das ist nicht von Inhalten getrennt zu denken. Das Medium alleine macht noch keinen guten Unterricht, erst die Reflexion der Arbeit und der Methoden und Medien macht einen solchen möglich.
  • Schließlich: Schule muss Jugendliche in die Lage versetzen, ohne die Schule in komplexen Lebenswelten zurecht zu kommen. Dazu gehört auch der angemessene und vor allem produktive Umgang mit Handys, MP3-Playern, dem Internet, Foren etc. Schule bietet hier die Möglichkeit, aus dem unreflektierten Umgang mit diesen Medien heraus zu kommen.

Kurz noch zum Thema Missbrauch von Handys in der Schule: Natürlich werden Handys auch genutzt um Dinge zu tun, die Opfer erzeugen und illegal sind. Hier gilt es eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Schülerinnen und Schüler lernen können, was nicht geht! Und sei es nur, dass die Schülerinnen und Schüler wissen: Mein Lehrer ist in Sachen Internet kompetent, findet solche Sachen – und geht konsequent dagegen vor!

  1. Außerdem nutze ich, das aber nur am Rande, das Diktiergerät auch, um in für Unterrichtsdokumentationen knapp bemessenen Pausenzeiten Notizen zum Unterricht festzuhalten, da wir nun einmal ca. 7x schneller diktieren als schreiben können. []

Brunnen – oder: Der Fotograf und die Ausrüstung

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Ein einfaches Motiv, genau so genommen, wie es sich mir darbot, nachts, mitten in Frankfurt, mit einer einfachen Kompaktkamera gemacht (Fujifilm Finepix F45fd), ohne Stativ, ohne Blitz.

»Das Equipment hat keinen Einfluß auf die Qualität des Bildes. Je weniger Zeit man aufwendet, sich um das Equipment zu kümmern, umso mehr Zeit kann man ins Gestalten toller Bilder investieren. Das richtige Equipment macht es nur leichter, schneller oder angenehmer, die gewünschten Resultate zu bekommen.«
Ken Rockwell (übersetzt von A. Beitinger)

Wenn ich Fotografen begegne, geht es oft mehr um die Technik als um das Fotografieren: Welche Kamera mit welchen Objektiven ist die beste? Wie bearbeite ich ein Bild am besten am Computer – oder womöglich gar in der altmodischen Dunkelkammmer? Und bitte nicht im jpeg-Format fotografieren – RAW ist für das Bearbeiten viel besser.

Ich kann mich gut daran erinnern, wie meine eigene Vorsätze gewaltig ins Rutschen kamen, als ich im Rahmen der Luminale 2008 in Frankfurt am Main eine Fotoworkshop besuchte, in dem es vor allem darum ging, wie Nachtfotos technisch optimal hergestellt werden und dann am Rechner optimiert werden können. Ich war dort wirklich der Einzige, der keineSpiegelreflexkamera in Kombination mit einer schweren Objektivtasche bei sich hatte. Wie sollte ich mit meiner Ausstattung denn bitte je gute Bilder machen können?

Zwar war ich zwischenzeitlich verwundert, dass die Frage nach der Auswahl der Motive, nach der Rolle des Fotografen für die Qualität der Fotografien bei diesem Workshop keine Rolle spielte, aber bei all dem enormen Fachverstand, der da im Raum saß, kam mir die Frage ein wenig kleinlich vor.

Mein Vorsatz war und ist, dass ich mit möglichst einfachen Mitteln fotografieren will, auch wenn ich bei der Auswahl der einfachen Mittel durchaus wählerisch bin ;-) Dieser Vorsatz wurde bei dieser Begegnung in Frage gestellt – völlig zu unrecht!

Danke Ken Rockwell für den hervorragenden Beitrag, in dem meine Gedanken längst ausgesprochen waren, bevor ich diese überhaupt hatte, der mir aber erst jetzt, dank eines Hinweises von J., begegnet ist.

»Die Fotografen, nicht die Kameras, machen Bilder.«

Genau so! Und nicht anders! Continue reading