<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>herrlarbig.de &#187; Kinder</title>
	<atom:link href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://herrlarbig.de</link>
	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 18:19:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Apples iPad und das Schulbuch – Ger&#252;chte und Einsch&#228;tzungen</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2012/01/14/apples-ipad-und-das-schulbuch-geruchte-und-einschatzungen/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2012/01/14/apples-ipad-und-das-schulbuch-geruchte-und-einschatzungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 17:43:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[21. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[OER-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmaterial]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsmedienersteller]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsmedium]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Buchmesse]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[education]]></category>
		<category><![CDATA[Educational]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzausstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewinnmaximierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware]]></category>
		<category><![CDATA[herrlarbig.de]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultusministerkonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrmittelfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leitmedienwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Mündigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Netzinfrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[OER]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuchmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuchverlag]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuchverlage]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Schultrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[Unmündigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Zielgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Zweck]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=34448</guid>
		<description><![CDATA[F&#252;r Hersteller von Hard- und / oder Software hat ein Monopol etwas verlockendes. Das war so bei Microsofts Windows-Betriebssystem, das erst von Gerichten und staatlichen Monopolbeh&#246;rden auf seine Grenzen hingewiesen werden musste; das gilt f&#252;r geschlossene propriet&#228;re Strukturen, wie sie &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2012/01/14/apples-ipad-und-das-schulbuch-geruchte-und-einschatzungen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r Hersteller von Hard- und / oder Software hat ein Monopol etwas verlockendes. Das war so bei Microsofts Windows-Betriebssystem, das <a href="http://www.computerwoche.de/heftarchiv/1997/51/1103489/" target="_blank">erst von Gerichten und staatlichen Monopolbeh&#246;rden auf seine Grenzen hingewiesen werden musste</a>; das gilt f&#252;r geschlossene propriet&#228;re Strukturen, wie sie Apples iOs, Amazons Kindle etc. anbieten.</p>

<p>Was w&#228;re es f&#252;r ein Coup, k&#228;me man mit seinen Produkten in die Schulen hinein, zumindest in die finanziell relativ gut ausgestatteten Schulen der Industrienationen!</p>

<p>Microsoft ist dieser Coup schon gegl&#252;ckt: Ich kenne wenige Schulen, die nicht mit deren Betriebssystem arbeiten und so die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen an Windows gew&#246;hnen. „Word“ war ja nicht umsonst lange Zeit „Quasi-Standard“ bei Textverarbeitungsprogrammen. Das wird kaum noch thematisiert, aber in den meisten Schulen herrschen nach wie vor propriet&#228;re Systeme aus dem Hause Microsoft.</p>

<p>Das hat aber nicht verhindern k&#246;nnen, dass es Lehrer gibt, die andere Plattformen nutzen, sowohl propriet&#228;re als auch freie.</p>

<p>Das hat nicht verhindert, dass Sch&#252;ler privat auf anderen Plattformen arbeiten.</p>

<p>Nun aber gibt es Ger&#252;chte, dass ein weiterer Computerherrsteller einen Initiative zur Besetzung des Schulmarktes starten wolle. Apple, so hei&#223;t es, plane Kooperationen mit Schulbuchverlagen und wolle das iPad 2 massiv als Tr&#228;ger von Schulb&#252;chern und als Arbeitsger&#228;t in die Schulen hinein bringen.</p>

<p>Angeblich, so vernahm ich es aus dem unmittelbaren Schulbuchverlage-Umfeld, suche Apple auch schon Kooperationspartner in Deutschland.</p>

<p>Bereits auf der Buchmesse in Frankfurt erfuhr ich, dass die Schulbuchverlage an einer App arbeiten, die zur <a href="http://www.didacta-hannover.de/" target="_blank">Didacta</a> vorgestellt werde.</p>

<p>Ob das mehr als Ger&#252;chte sind, wei&#223; ich nicht. Ich nenne sie hier aber, weil sich in Gespr&#228;chen mit unterschiedlichen Personen diese Informationen f&#252;r mich verdichtet haben.</p>

<p>Aus meiner Sicht w&#228;re es logisch, wenn Apple in den Bildungssektor wollte. Microsoft hat vorgemacht, dass das geht.</p>

<p>Au&#223;erdem bietet Apple mit dem iPad eine geschlossene Plattform, was mehr Lehrern sympathisch sein d&#252;rfte, als Vertreter offener Plattformen vermuten d&#252;rften, denn viele Lehrer wollen so ziemlich alles kontrollieren k&#246;nnen, was Sch&#252;ler an Rechnern tun, sodass es in PC-R&#228;umen bereits heute in der Regel eine Software gibt, die Lehrenden Zugriff auf alle Bildschirme gibt und Interaktion mit den Nutzern dieser Rechner erlaubt.</p>

<p>Schulen arbeiten bis heute in der Regel nicht mit offenen, frei verf&#252;gbaren Bildungsmedien und Technologien. Statt freier Software auf Linuxbasis wird propriet&#228;re Software genutzt; statt freie Bildungsmedien zu kreieren, verf&#252;gbar zu machen und zu nutzen, werden Schulb&#252;cher und propriet&#228;re Arbeitsmaterialien nach wie vor sehr h&#228;ufig eingesetzt.</p>

<p>Die Angst der Bildungsmedienersteller vor „Digitalisaten“ aus Lehrerhand wurde in der <a title="Betreff: „#Schultrojaner“ || Liebe Schulbuchverlage!" href="http://herrlarbig.de/2011/11/01/betreff-schultrojaner-liebe-schulbuchverlage/">„Schultrojaner“-Diskussion </a>der vergangenen Wochen <a title="Phantomdebatte? – Kommentar zu einer „Wortregelung“ in Sachen „Schultrojaner“" href="http://herrlarbig.de/2011/12/12/phantomdebatte-kommentar-zu-einer-wortregelung-in-sachen-schultrojaner/">sehr deutlich</a>. (Und nebenbei: Es wurde von den Verlagen her nach wie vor kein offener Dialog mit den Lehrern und Lehrerinnen gesucht, es fand alleine ein Treffen von Lehrerverb&#228;nden, der Kultusministerkonferenz und den Schulbuchverlagen statt.)</p>

<p>Schulbuchverlage brauchen, um ihre Markt-Macht in den Schulen zu behalten und zu festigen, eine L&#246;sung, die das Schulbuch in das digitale Zeitalter bringt.</p>

<p>Schulbuchverlage werden dabei kaum auf offene Standards setzen wollen und k&#246;nnten also durchaus Zielgruppe eines Unternehmens wie Apple sein. Das iPad bietet gen&#252;gend Geschlossenheit, um sicherzustellen, dass blo&#223; kein b&#246;ser Lehrer „Digitalisate“ der digitalen Schulb&#252;cher erstellt, genug Geschlossenheit, um den Schulbuchmarkt weiter attraktiv zu halten.</p>

<p>Es k&#246;nnte eine starke Lobby geben, die eine solche Kooperation zwischen Schulbuchverlagen und Apple als Produzenten des iPads, bef&#252;rworten d&#252;rfte.</p>

<p>Es k&#246;nnte aber auch passieren, dass die deutschen Schulbuchverlage die Kooperation mit Apple verweigern und weiter auf analoge B&#252;cher und eine eigene App-L&#246;sung setzen w&#252;rden. – Ob Verhandlungen zwischen Apple und Schulbuchverlagen konkret stattgefunden haben, konnte ich den Ger&#252;chten nicht entnehmen, geschweige denn, wie diese ausgegangen sind.</p>

<p>Ich selbst w&#252;rde mir andere, <a title="#OER – Offene Bildungsmedien: Ich will Taten sehen! (&amp; Update zu #schultrojaner)" href="http://herrlarbig.de/2011/11/08/oer-offene-bildungsmedien-ich-will-taten-sehen-update-zu-schultrojaner/">offene L&#246;sungen</a> w&#252;nschen, die nicht auf eine spezielle Hardware und nur f&#252;r diese verf&#252;gbare Apps aufbauten.</p>

<p>Unterrichtsmaterial muss die Freiheit lassen, es auf Rechnern der eigenen Wahl nutzen zu k&#246;nnen. So sch&#228;tze ich <a href="http://www.digitaleschulebayern.de/" target="_blank">browsergest&#252;tzte Zug&#228;nge zu Lernmaterialien</a>, die von jeder Plattform aus genutzt werden k&#246;nnen und nicht auf spezielle Hardware angewiesen sind.</p>

<p>Andererseits: Wenn Schulen von Schulb&#252;chern auf digitale Bildungsmedien umstellen sollen / wollen, so w&#252;rden sie einheitliche Ger&#228;te ben&#246;tigen, wenn man nicht darauf bauen wollte, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin ein eigenes, elternfinanziertes digitales Endger&#228;t h&#228;tte, was letztlich die Lehrmittelfreiheit, die in manchen Bundesl&#228;ndern nach wie vor gegeben ist, in Frage stellen w&#252;rde.</p>

<p>Die Lehrmittelfreiheit, so sie auch die Datentr&#228;ger umfassen soll, verlangt also einheitliche Ger&#228;teinfrastrukturen f&#252;r zumindest eine Schule. – Diese L&#252;cke scheint Apple nun besetzen zu wollen.</p>

<p>Ich stelle mir vor, dass Apple die iPads in Kooperation mit den Schulbuchverlagen vertreiben – n&#228;heres werden wir <a href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-01/apple-ipad-schulen-schulbuch/komplettansicht" target="_blank">in wenigen Tagen erfahren</a> – und die Schulbuchverlage aus Gr&#252;nden der Gewinnmaximierung darauf verzichten w&#252;rden, ihre digitalen Schulb&#252;cher f&#252;r unterschiedliche Tablet-Plattformen verf&#252;gbar zu machen.</p>

<p>Es gibt <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b1f19f3b" target="_blank">kritische Stimmen</a>, die mich in ihrer harschen Art &#252;berraschen, da sie bez&#252;glich des Windows-Dauerzustandes an vielen deutschen Schulen eher zur&#252;ckhaltend vernehmbar waren (eigentlich sogar gar nicht).</p>

<p>F&#252;r Ersteller freier Bildungsmedien, den sog. Open Educational Ressources (OER), ergibt sich nicht erst angesichts der Ger&#252;chte um den Einstieg Apples in den Schulbuchsektor die Notwendigkeit darauf zu achten, diese Bildungsmedien so zug&#228;nglich wie nur m&#246;glich zu erstellen und zu verbreiten.</p>

<p>OER m&#252;ssen grunds&#228;tzlich von jedem Endger&#228;t mit jeder beliebigen Plattform erreichbar und zu nutzen sein.</p>

<p>Die vermutete, in Ger&#252;chten angek&#252;ndigte, vielleicht Wirklichkeit werdende Initiative Apples k&#246;nnte einen Nebeneffekt haben, der viel positiver ist, als es das reflexartige „Da ist ein Weltkonzern, der propriet&#228;re Hard- und Software durchdr&#252;cken, gleichzeitig die Kinder als Kunden aufbauen und an sich binden will und das ist b&#246;se!“ vermuten l&#228;sst.</p>

<p>Wenn man will, dass in Schulen digital vernetzte Strukturen produktiv f&#252;r Zwecke des Lernens genutzt werden, reichen nicht nur zwei, drei Computerr&#228;ume aus.</p>

<p>Wenn man digital unterst&#252;tzte Lernprozesse in Schulen haben will, dann braucht man daf&#252;r Hardware, Software, Netzinfrastruktur, idealerweise WLan.</p>

<p>Wo bitte soll das alles herkommen, angesichts der Finanzausstattung der Schulen, angesichts der heiklen Haushaltslagen, mit denen Schultr&#228;ger agieren m&#252;ssen?</p>

<p>Wie soll Zugang zu so interessanten OER-Materialien im Unterricht m&#246;glich sein, wie sie z. B. <a href="http://www.zum.de/Faecher/M/mathematik-digital/" target="_blank">Mathematik Digital</a> anbietet, wenn die Hardware und der Internetzugang gar nicht vorhanden sind?</p>

<p>Klar, die Kritik, wie sie <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b1f19f3b" target="_blank">fefe</a> <del>&#228;u&#223;ert</del> verlinkt, fragt grunds&#228;tzlicher, ob hier an propriet&#228;re, geschlossene Systeme gew&#246;hnt werden solle (Verschw&#246;rungstheorie). Dass eine solche Gew&#246;hnung aber auch schon mit propriet&#228;ren Tintenpatronen-Formaten f&#252;r Schulf&#252;ller stattfindet, sei nur erw&#228;hnt.</p>

<p>Sollte Apple die Initiative ergreifen – oder ein anderer Anbieter, das ist mir egal, Hauptsache es tut endlich mal einer –, sollte auf diesem Wege tats&#228;chlich Hardware in Koppelung mit Schulb&#252;chern ihren Weg in die Schule finden und w&#228;re diese Hardware nicht nochmal zus&#228;tzlich verschlossener als sie es schon ist, z. B. durch Zugangsbeschr&#228;nkungen ins Internet, die auch OER-Seiten betr&#228;fen, dann b&#246;te sich die Chance, dass, so die Ger&#252;chte auch nur einen Teil der Wahrheit wiedergeben, Apple als Katalysator wirken k&#246;nnte, was die angesichts des Leitmedienwechsels notwendige Ver&#228;nderung von Schule und Unterricht angeht.</p>

<p>Es ist das eine, digital gest&#252;tzte Lernprozesse, digital erm&#246;glichte Zug&#228;nge zu Wissen und damit verbundene M&#246;glichkeiten des Zuwachses von Autonomie Lernender gut zu hei&#223;en.</p>

<p>Die andere Seite ist dann aber, dass man Antworten finden muss, wie solche Ver&#228;nderungsvorstellungen mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden k&#246;nnen, um sie umzusetzen.</p>

<p>Ich bewerte an dieser Stelle die Ger&#252;chte noch nicht abschlie&#223;end, da Apple immer f&#252;r &#220;berraschungen gut ist.</p>

<p>Ich f&#228;nde die Vorstellung sympathisch, dass es einen Ansto&#223; g&#228;be, der den Ver&#228;nderungsprozess in Schulen aktiv unterst&#252;tzen w&#252;rde; einen Ansto&#223;, der auch denjenigen, die bislang darauf verwiesen, dass es f&#252;r digitale Endger&#228;te im Unterricht kaum Schulb&#252;cher (in Deutschland) g&#228;be, ein wenig die Argumente n&#228;hme; einen Ansto&#223;, der Eltern, die sich l&#228;ngst w&#252;nschen, dass Kinder mehr an die Kompetenzen herangef&#252;hrt w&#252;rden, die f&#252;r eine aufgekl&#228;rte Bew&#228;ltigung des Leitmedienwechsels notwendig sind, neue Argumente gegen&#252;ber den Schulen, den Schultr&#228;gern und der Bildungspolitik g&#228;be.</p>

<p>Klar, das kann man alles auch viel kritischer sehen, man kann Verschw&#246;rungen vermuten, die die Kinder abh&#228;ngig von einer Plattform machen wollen etc. Auch ich k&#246;nnte so argumentieren, habe mich aber entschieden, an dieser Stelle dem Chancenblick Vorzug zu geben, da es die Kritik sowieso geben wird.</p>

<p>Wenn die Ger&#252;chte stimmen, w&#228;re mein Blick auf das, was da kommt, mit der Frage verbunden, wie ich das Angebot gegebenenfalls – in Frankfurts Schulen gibt es kein WLan, weil der Schultr&#228;ger das scheinbar nicht will, was die Umsetzung potentieller M&#246;glichkeiten bislang auf Lan-Optionen beschr&#228;nkt – nutzen k&#246;nnte, um zum Beispiel auch freie Bildungsmedien in den Unterricht zu integrieren, da mich ja niemand zwingen kann, nur die Schulb&#252;cher zu nutzen, die dann vielleicht in digitaler Form vorliegen w&#252;rden.</p>

<p>Es w&#228;re ein pragmatischer Blick, der aber auch die Frage geschlossener Systeme in der Schule thematisieren w&#252;rde, um nicht zu einer neuen „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M&#252;ndigkeit_(Philosophie)" target="_blank">selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit</a>“ beizutragen.</p>

<p>Warten wir ab, was letztlich pr&#228;sentiert werden wird. Im Idealfall w&#228;re es etwas, das Fahrt in den Sektor der Unterrichtsmaterialien bringen w&#252;rde, etwas, das andere Anbieter aufwecken w&#252;rde, sodass letztlich doch einen Vielfalt von Angeboten digitaler Unterst&#252;tzung des Lernens und zum Aufbau personalisierter Lernumgebungen entst&#252;nde, aus dem Schulen dann w&#228;hlen k&#246;nnen…<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2012/01/21/apples-bildungsinitiative-oder-vom-aufstellen-weiterer-weidezaune/" rel="bookmark" title="21. Januar 2012">Apples Bildungsinitiative oder: Vom Aufstellen weiterer Weidez&#228;une.</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/12/12/phantomdebatte-kommentar-zu-einer-wortregelung-in-sachen-schultrojaner/" rel="bookmark" title="12. Dezember 2011">Phantomdebatte? – Kommentar zu einer „Wortregelung“ in Sachen „Schultrojaner“</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/04/von-den-gegebenheiten-zum-traum-1-der-das-achtende-lehrer-kein-beitrag-zum-schultrojaner/" rel="bookmark" title="4. November 2011">Von den Gegebenheiten zum Traum 1: Der das © achtende Lehrer. (K)ein Beitrag zum #Schultrojaner</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/01/betreff-schultrojaner-liebe-schulbuchverlage/" rel="bookmark" title="1. November 2011">Betreff: „#Schultrojaner“ || Liebe Schulbuchverlage!</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/01/schulbuecher-und-freie-unterrichtsmaterialien/" rel="bookmark" title="1. Mai 2010">Schulb&#252;cher und freie Unterrichtsmaterialien</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.269 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy2"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Apples iPad und das Schulbuch \u2013\u00a0Ger\u00fcchte und Einsch\u00e4tzungen "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2012\/01\/14\/apples-ipad-und-das-schulbuch-geruchte-und-einschatzungen\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy2').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/2012/" title="2012" rel="tag">2012</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/" title="21. Jahrhundert" rel="tag">21. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/angst/" title="Angst" rel="tag">Angst</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/apple/" title="Apple" rel="tag">Apple</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/arbeitsmaterial/" title="Arbeitsmaterial" rel="tag">Arbeitsmaterial</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsmedienersteller/" title="Bildungsmedienersteller" rel="tag">Bildungsmedienersteller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsmedium/" title="Bildungsmedium" rel="tag">Bildungsmedium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogger/" title="Blogger" rel="tag">Blogger</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buchmesse/" title="Buchmesse" rel="tag">Buchmesse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/computer/" title="Computer" rel="tag">Computer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/debatte/" title="Debatte" rel="tag">Debatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/digital/" title="digital" rel="tag">digital</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/diskussion/" title="Diskussion" rel="tag">Diskussion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/education/" title="education" rel="tag">education</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/educational/" title="Educational" rel="tag">Educational</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/finanzausstattung/" title="Finanzausstattung" rel="tag">Finanzausstattung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/freiheit/" title="Freiheit" rel="tag">Freiheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gewinnmaximierung/" title="Gewinnmaximierung" rel="tag">Gewinnmaximierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hardware/" title="Hardware" rel="tag">Hardware</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/herrlarbig-de/" title="herrlarbig.de" rel="tag">herrlarbig.de</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/infrastruktur/" title="Infrastruktur" rel="tag">Infrastruktur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ipad/" title="iPad" rel="tag">iPad</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommentar/" title="Kommentar" rel="tag">Kommentar</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kooperation/" title="Kooperation" rel="tag">Kooperation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultusministerkonferenz/" title="Kultusministerkonferenz" rel="tag">Kultusministerkonferenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerinnen/" title="Lehrerinnen" rel="tag">Lehrerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrmittelfreiheit/" title="Lehrmittelfreiheit" rel="tag">Lehrmittelfreiheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leitmedienwechsel/" title="Leitmedienwechsel" rel="tag">Leitmedienwechsel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/microsoft/" title="Microsoft" rel="tag">Microsoft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/muendigkeit/" title="Mündigkeit" rel="tag">Mündigkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/netzinfrastruktur/" title="Netzinfrastruktur" rel="tag">Netzinfrastruktur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/oer/" title="OER" rel="tag">OER</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-theorie/" title="OER-Theorie" rel="tag">OER-Theorie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuecher/" title="Schulbücher" rel="tag">Schulbücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuchmarkt/" title="Schulbuchmarkt" rel="tag">Schulbuchmarkt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuchverlag/" title="Schulbuchverlag" rel="tag">Schulbuchverlag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuchverlage/" title="Schulbuchverlage" rel="tag">Schulbuchverlage</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schultrojaner/" title="Schultrojaner" rel="tag">Schultrojaner</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unmuendigkeit/" title="Unmündigkeit" rel="tag">Unmündigkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zielgruppe/" title="Zielgruppe" rel="tag">Zielgruppe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zweck/" title="Zweck" rel="tag">Zweck</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2012/01/14/apples-ipad-und-das-schulbuch-geruchte-und-einschatzungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Wandern in der Schule zwischen Zweck und Selbstzweck</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 21:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsorte]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung / Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulrecht (Hessen)]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Ablenkung]]></category>
		<category><![CDATA[Distanz]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehungsauftrag]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Herausforderung]]></category>
		<category><![CDATA[Individuum]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Nähe]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulwanderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlosigkeitsverdacht]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Umgebung]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensweisen]]></category>
		<category><![CDATA[Verzicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern]]></category>
		<category><![CDATA[Wandertag]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltwahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Zweck]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=6306</guid>
		<description><![CDATA[Mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen Wandern zu gehen, ist nicht erst in j&#252;ngerer Zeit zu einer mutigen Veranstaltung geworden. Bereits 1986 gr&#252;ndete sich der „P&#228;dagogische Arbeitskreis ‚Schulwandern‘“ am staatlichen Schulamt der Stadt Dortmund. Dieser Arbeitskreis hat[te?]… …„sich die Aufgabe gestellt, die Bereitschaft zum Wandern in &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wandern" target="_blank">Wandern</a> zu gehen, ist nicht erst in j&#252;ngerer Zeit zu einer mutigen Veranstaltung geworden.</p>

<p>Bereits 1986 gr&#252;ndete sich der „<a href="http://www.do.nw.schule.de/schulwandern/intbeg.rtf" target="_blank">P&#228;dagogische Arbeitskreis ‚Schulwandern‘“ am staatlichen Schulamt der Stadt Dortmund.</a> Dieser Arbeitskreis hat[te?]…</p>

<blockquote><address>…„sich die Aufgabe gestellt, die Bereitschaft zum Wandern in der Dortmunder Lehrerschaft neu zu beleben. Er will eine kind‑ und jugendgerechte Form des Wanderns entwickeln, die attraktiv ist und das Interesse der Sch&#252;ler weckt.“</address></blockquote>

<address>Dabei wird betont, dass das Wandern Mittel zum Zweck sei und nicht an sich einen Wert habe. Anschlie&#223;end werden die wertvollen Kompetenzen aufgez&#228;hlt, die man beim Wandern vermitteln k&#246;nne, die zudem auch von hochwertigen sozialen Komponenten begleitet werden. Wer mag, lese sich ein <a href="http://www.do.nw.schule.de/schulwandern/intbeg.rtf" target="_blank">Dokument aus dem Jahre 1998</a> einmal vollst&#228;ndig durch – und vergleiche es mit eigenen Erfahrungen, die mit dem Mut verbunden sind, mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen auf wirkliche Wanderungen zu gehen…</address>

<address>Dar&#252;ber hinaus gibt es noch eine <a href="http://www.staff.uni-marburg.de/~braemer/Justu92.pdf" target="_blank">Jugendstudie Wandern aus dem Jahre 1992</a>, <span id="more-6306"></span>die von Rainer Br&#228;mer an der Uni Marburg angefertigt wurde. Diese Studie scheint zumindest zu belegen, dass die negative Haltung gegen&#252;ber dem Thema Wandern damals gar nicht so eindeutig war, wie man angenommen hatte.</address>

<address>Und <a href="http://www.news.de/reisen-und-leben/855209951/schulwanderungen-sind-wieder-im-kommen/1/" target="_blank">k&#252;rzlich behauptete Gaby Diethers</a> (Referentin beim Deutschen Wanderverband)  im Vorfeld des <a href="http://deutscher-wandertag2011.de/" target="_blank">111. Deutschen Wandertages (8. bis 15. August 2011)</a>, dass Schulwanderungen wieder im Trend l&#228;gen. In diesem Zusammenhang fiel auch der Begriff <a href="http://www.geocaching.de/" target="_blank">Geocaching</a>. Nun, mit den meisten Jahrg&#228;ngen ist Geocaching in der Schule nicht m&#246;glich, weil dabei der Aufsichtspflicht f&#252;r die meisten Schulstufen nicht nachgekommen werden kann, aber es werden auch andere Unterhaltungsprogramme genannt, die zum Wandern motivieren k&#246;nnen. <a href="http://www.news.de/reisen-und-leben/855209951/schulwanderungen-sind-wieder-im-kommen/1/" target="_blank">Diethers sagt</a>:</address>

<blockquote><address>„Es gibt aber auch andere Wege. Sch&#252;ler finden es zum Beispiel faszinierend, mit Karte und Kompass nach drau&#223;en zu gehen und sich in der Natur zurechtzufinden. Mit Kindern k&#246;nnen es auch ganz einfache Sachen sein, etwa barfu&#223; &#252;ber ein matschiges Feld laufen oder sich Tiere anschauen.“</address></blockquote>

<p>Erstaunlich: Um Wandern gehen zu k&#246;nnen, muss man Events schaffen, bei denen man Dinge tut, die zumindest teilweise nicht wirklich zu weit verbreiteten Alltagst&#228;tigkeiten geh&#246;ren (barfu&#223; im Matsch laufen), die aber gleichzeitig dazu beitragen, dass man dieses Wort „Wandern“ nicht in den Mund nehmen muss.</p>

<p>Beim „Wandern“ passiert etwas, das meiner Wahrnehmung nach (nicht nur) Kindern und Jugendlichen schon seit einiger Zeit kaum noch als sinnvoll vermittelbar ist: Man tut etwas um seiner selbst Willen. Mit diesem Etwas sind Nebeneffekte verbunden, die vom Kennenlernen der Umgebung &#252;ber die „sportliche“ Herausforderung, die Wandern f&#252;r manche Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen tats&#228;chlich darstellt, bis hin zur F&#246;rderung sozialen Miteinanders f&#252;hren kann. Au&#223;erdem bieten Wanderungen f&#252;r Lehrende wunderbare M&#246;glichkeiten, Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in einer „Stress-Situation“ zu beobachten und kennen zu lernen.</p>

<p>Der „Stress“ besteht meiner Beobachtung nach darin, dass beim Wandern etwas in den Vordergrund gestellt wird, das im sonstigen Alltag weitgehend vermieden wird, n&#228;mlich das langsame &#220;berbr&#252;cken einer Distanz.</p>

<p>In der Regel sind wir an Zielen interessiert, die m&#246;glichst schnell erreicht werden sollen.</p>

<blockquote class="pull alignright"><address>In der Regel sind wir an Zielen interessiert, die m&#246;glichst schnell erreicht werden sollen.</address></blockquote>

<p>Zumindest ist unser Alltag weitgehend auf dieses Denken ausgerichtet: Man muss schnell den Schulabschluss erreichen, schnell studieren, fr&#252;h den Berufseinstieg schaffen, wenn man in bestimmten Berufen etwas werden will. Man will schnell ein Urlaubsziel erreichen, wobei der Weg zu diesem Ziel nicht als Teil der Reise angesehen wird, sondern purer Stress ist, den es zu <del>vermeiden</del> reduzieren gilt. Nat&#252;rlich fliegt man auch zu Reisezielen, die innerhalb Europas liegen. Interessant ist nur das Ziel, nicht aber der Weg dorthin.</p>

<p>Dabei r&#252;ckt alles so nah zusammen. Es kommt zu keiner Distanzierung vom Alltag mehr, wenn man verreist, weil man ja nur eine Flugstunde weg ist.</p>

<p>Wie anders klingt es, wenn man sagt, ich bin 10 Stunden mit dem Zug oder dem Auto von zuhause weg? Ich bin zehn Stunden weit in eine andere Kultur gereist. Oder: Ich bin 24 Stunden lang bis nach Spanien gefahren. Bis nach Portugal braucht man mit dem Bus sogar 36 Stunden, wobei man dabei eine unglaubliche Vielfalt europ&#228;ischer Landschaften erleben kann.</p>

<p>Diese Beispiele betreffen Schulwanderungen eher selten, greifen h&#246;chstens bei Studienfahrten kurz vor dem Abitur, die h&#228;ufig auch ins entferntere europ&#228;ische Ausland gehen. Diese Beispiele beschreiben aber ein Ph&#228;nomen, mit dem wir es schon sei l&#228;ngerem zu tun haben.</p>

<p>Nicht nur Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen werden unruhig, wenn das &#220;berwinden von Distanz in durchaus sportlichem Gehstil (Wandern) und die damit verbundenen Erfahrungen der zentrale Zweck eines Wandertages sind.</p>

<p>Es wird dann nach einem Ziel der Wanderung gefragt.</p>

<p>Wurde bewusst ein Rundweg ausgew&#228;hlt, erzeugt das Stress, wird Sinnlosigkeitsverdacht ge&#228;u&#223;ert.</p>

<p>Parallel dazu werden Handys herausgeholt, zwei Kinder teilen sich einen Kopfh&#246;rer, sodass jedes nur einen Stereokanal h&#246;rt, es werden SMS an Leute der gleichen Wandergruppe geschickt oder andere Alternativt&#228;tigkeiten gestartet, die zum Beispiel Rollenspielen gleich kommen, weil einige Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen untereinander gro&#223;e Zukunftspl&#228;ne <del>formulieren</del> phantasieren (?), gleichzeitig Rangordnungen in Cliquen &#252;berpr&#252;fen, erneuern oder in Frage stellen etc.</p>

<p>Es passiert auf so einer Wanderung sehr viel. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eisbergmodell" target="_blank">Das meiste ist auf den ersten Blick nicht oder nur dem ge&#252;bten Beobachter erkennbar</a>.</p>

<p>Wenn dann Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen gefragt werden, wie gro&#223; ihre eigenen Erfahrungen mit dem Wandern au&#223;erhalb der Schule sind, dann gewinne ich den Eindruck, dass es in gro&#223;er Mehrheit mit dieser Form der Selbst- und Weltwahrnehmung wenig Erfahrungen gibt.</p>

<blockquote class="pull alignleft"><address>Jede Wanderung ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg" target="_blank">Jakobsweg</a> im Kleinen.</address></blockquote>

<p>Wanderungen sind f&#252;r viele Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen eine Sonderwelt. F&#252;r viele Erwachsene aber auch, trotz der Mode, dass der eine oder andere auf dem Jakobsweg <del>wandert</del> pilgert.</p>

<p>Jede Wanderung, wenn man sie ernst nimmt und z. B. wirklich auf den Einsatz von Medien verzichtet, setzt den Wandernden der Erfahrung aus, mit sich selbst zu sein, auf dem Weg zu sein und neben der k&#246;rperlichen Anstrengungen, die manche Wanderung darstellt, zu erleben, welche Wege der Kopf einschl&#228;gt, wenn wenig M&#246;glichkeiten zur Ablenkung vorhanden sind.</p>

<p>Kein MP3-Abspielger&#228;t, das Handy abgeschaltet, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flaneur" target="_blank">h&#246;chstens ein Notizbuch dabei</a>, um zwischendurch zu notieren, was die Gedanken einem so abverlangen: F&#252;r viele ist das zu einer Horrorvorstellung geworden. Geschickt weichen wir der Begegnung mit der uns am N&#228;chsten stehenden Person aus, indem wir sie gar nicht erst zu Wort kommen lassen: Der Begegnung mit uns selbst.</p>

<p>Wanderungen mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen k&#246;nnen diese Erfahrung thematisieren.</p>

<p>Bereits im Vorfeld k&#246;nnen diese „&#196;ngste“ aufgegriffen werden. Ja, die an sich zweckfreie Wanderung bekommt so wieder einen Zweck, n&#228;mlich jenen, eigene Erfahrungen mit der „Zweckfreiheit“ zu machen. Das ist ein Paradox. Aber vielleicht ein notwendiges Paradox, das erst in der Praxis aufgel&#246;st werden kann.</p>

<p>Wandern erzeugt Stress, vor allem, wenn die Wanderung so gestaltet ist, dass sie kein Ziel hat, sondern einen Rundweg nutzt. Wenn ein „Ziel“, z. B. ein Waldspielplatz, ein Kaffee oder &#228;hnliches, vorgegeben wird, sinkt dieser Stress, da die Orientierung an einem Ziel eine vertraute Orientierung ist, w&#228;hrend zweckfreie und dennoch sinnvolle T&#228;tigkeiten gerade von Jugendlichen in Gro&#223;st&#228;dten regelrecht als Erfahrungsoption (wieder)erlernt werden m&#252;ssen.</p>

<p>Begleiter solcher Wanderungen lernen gleichzeitig sehr viel &#252;ber die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Das gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, auch erwachsene Wanderer zeigen sich bei Wanderungen interessante Verhaltensweisen, sodass sich diese durchaus auch als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Assessmentcenter" target="_blank">Assessmentcenter</a> eigenen k&#246;nnten.</p>

<p>Nat&#252;rlich wird andererseits auch der Begleiter einer Wanderung transparenter in seinen Verhaltensweisen.</p>

<p>Sobald Wandertage mit Schulklassen auf Konsum hin ausgerichtet sind, besonders beliebt sind da Freizeitparks, f&#228;llt die M&#246;glichkeit der relativ zweckfreien Selbsterfahrung weg, r&#252;ckt das Ziel (der Freizeitpark, die Achterbahn, die n&#228;chste Attraktion) in den Vordergrund.</p>

<p>Ich frage mich, ob der schulische Bildungs- und Erziehungsauftrag erf&#252;llt werden kann, wenn nicht auch Erfahrungsr&#228;ume geschaffen werden, die mit einer relativen Reizarmut zur Selbsterfahrung beitragen. So hei&#223;t es im <a href="http://www.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/374/3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=72920bec-b224-d901-be59-2697ccf4e69f.htm&amp;uid=3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2" target="_blank">Hessischen Schulgesetz §2 Abschnitt 1</a>:</p>

<blockquote><address>„Sie [die Schulen im Land Hessen] tragen dazu bei, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entfalten k&#246;nnen.“</address></blockquote>

<p>Pers&#246;nlichkeit ist f&#252;r mich das, was sichtbar und erfahrbar wird, wenn den Menschen fremdbestimmende Reize minimiert werden und das Individuum m&#246;glichst unabh&#228;ngig von bestimmten T&#228;tigkeiten f&#252;r sich selbst erfahrbar wird.</p>

<p>Pers&#246;nlichkeit ist das, was hinter Marken und imagebildenden T&#228;tigkeiten als Individuum „&#252;brig“ bleibt. Diese Pers&#246;nlichkeit muss R&#228;ume finden, vom Individuum entdeckt zu werden, um &#252;berhaupt in die Lage versetzt zu werden, die eigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Person" target="_blank">Pers&#246;nlichkeit</a> „in der Gemeinschaft entfalten zu k&#246;nnen“.</p>

<p>Eine recht verstandene Wanderung, auch wenn sie als Zumutung empfunden wird, Widerst&#228;nde ausl&#246;st, in ihrem Sinngehalt in Frage gestellt wird, kann, so sie gut vorbereitet ist und Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vor, w&#228;hrend und nach dieser Herausforderung von Lehrern und Lehrerinnen ernst genommen werden, nicht nur dazu beitragen, die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen n&#228;her kennen zu lernen<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/#footnote_0_6306" id="identifier_0_6306" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer eine neue Klasse &amp;#252;bernimmt sollte bald mit ihr auf einem Rundweg wandern gehen, um die Sozialstruktur der Klasse zu erleben.">1</a></sup>, sondern vor allem auch dazu, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sich selbst erleben, erfahren und kennen lernen.</p>

<p>Das aber gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, sondern f&#252;r jeden und jede, der oder die ein wenig mehr &#252;ber sich selbst erfahren will. Das gelingt am besten, wenn man alle anderen Ziele ausschaltet, also in der Meditation oder eben in der Wanderung, die nur sich selbst zum Ziel hat.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/18/educamp-bielefeld-die-reisemetapher-oder-das-ziel-wird-dennoch-erreicht-ecbi11/" rel="bookmark" title="18. November 2011">#Educamp – Bielefeld: Die Reisemetapher – oder: Das Ziel wird dennoch erreicht  #ecbi11</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/30/lernen-durch-lehren/" rel="bookmark" title="30. Januar 2009">Lernen durch Lehren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/10/21/von-der-handschrift-und-getippten-texten/" rel="bookmark" title="21. Oktober 2011">Von der Handschrift und getippten Texten</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" rel="bookmark" title="18. September 2009">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/28/ldl-als-konstruktivistisch-orientiertes-lernen/" rel="bookmark" title="28. September 2011">LdL als konstruktivistisch orientiertes Lernen</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.088 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy5"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Wandern in der Schule zwischen Zweck und Selbstzweck "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/09\/13\/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy5').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_6306" class="footnote">Wer eine neue Klasse &#252;bernimmt sollte bald mit ihr auf einem Rundweg wandern gehen, um die Sozialstruktur der Klasse zu erleben.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/ablenkung/" title="Ablenkung" rel="tag">Ablenkung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/bildungsorte/" title="Bildungsorte" rel="tag">Bildungsorte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/distanz/" title="Distanz" rel="tag">Distanz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrung/" title="Erfahrung" rel="tag">Erfahrung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrungen/" title="Erfahrungen" rel="tag">Erfahrungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehungsauftrag/" title="Erziehungsauftrag" rel="tag">Erziehungsauftrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forderung/" title="Förderung" rel="tag">Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/forderung-beratung/" title="Förderung / Beratung" rel="tag">Förderung / Beratung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/herausforderung/" title="Herausforderung" rel="tag">Herausforderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/individuum/" title="Individuum" rel="tag">Individuum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/landschaft/" title="Landschaft" rel="tag">Landschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerinnen/" title="Lehrerinnen" rel="tag">Lehrerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/naehe/" title="Nähe" rel="tag">Nähe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/natur/" title="Natur" rel="tag">Natur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlichkeit/" title="Persönlichkeit" rel="tag">Persönlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schulrecht-hessen/" title="Schulrecht (Hessen)" rel="tag">Schulrecht (Hessen)</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulwanderungen/" title="Schulwanderungen" rel="tag">Schulwanderungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbsterfahrung/" title="Selbsterfahrung" rel="tag">Selbsterfahrung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinn/" title="Sinn" rel="tag">Sinn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/sinnlichkeit-unterricht/" title="Sinnlichkeit" rel="tag">Sinnlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinnlosigkeitsverdacht/" title="Sinnlosigkeitsverdacht" rel="tag">Sinnlosigkeitsverdacht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/stadt/" title="Stadt" rel="tag">Stadt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/umgebung/" title="Umgebung" rel="tag">Umgebung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhalten/" title="Verhalten" rel="tag">Verhalten</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhaltensweisen/" title="Verhaltensweisen" rel="tag">Verhaltensweisen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verzicht/" title="Verzicht" rel="tag">Verzicht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wald/" title="Wald" rel="tag">Wald</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wandern/" title="Wandern" rel="tag">Wandern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wandertag/" title="Wandertag" rel="tag">Wandertag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wanderung/" title="Wanderung" rel="tag">Wanderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weltwahrnehmung/" title="Weltwahrnehmung" rel="tag">Weltwahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zweck/" title="Zweck" rel="tag">Zweck</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 20:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Förderung / Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Elterngespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Handlungsoption]]></category>
		<category><![CDATA[individuelle Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Lerngruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtssituationen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=5991</guid>
		<description><![CDATA[„Lassen Sie uns jetzt gemeinsam &#252;berlegen, wie eine L&#246;sung aussehen kann und was wir tun werden, um diese m&#246;glichst zu erreichen…“ Dieser Satz in Gespr&#228;chen mit Eltern f&#252;hrt manchmal zu Reaktionen, die mich wirklich ersch&#252;ttern. Nicht, dass Eltern da unh&#246;flich &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Lassen Sie <em>uns</em> jetzt <em>gemeinsam</em> &#252;berlegen, wie eine L&#246;sung aussehen kann und was <em>wir</em> tun werden, um diese m&#246;glichst zu erreichen…“</p>

<p>Dieser Satz in Gespr&#228;chen mit Eltern f&#252;hrt manchmal zu Reaktionen, die mich wirklich ersch&#252;ttern. Nicht, dass Eltern da unh&#246;flich w&#252;rden, weil der Lehrer davon spricht, dass man <em>gemeinsam</em> &#252;berlegen solle, da doch eigentlich immer der Lehrer „schuld“ sei. Ganz im Gegenteil: Ich sto&#223;e <del>oft</del> meistens auf Eltern, die &#252;berrascht sind, dass<span id="more-5991"></span> ihnen nicht einfach empfohlen wird, dass ihr Kind jetzt aber mal mehr &#252;ben solle oder sich „halt mal“ mehr melden m&#252;sse, sondern dass konkret &#252;berlegt wird: Was kann dem Kind helfen, die (seine) Ziele zu erreichen. Was mich daran ersch&#252;ttert: Ausgesprochen oder unausgesprochen sagen Eltern an dieser Stelle in Gespr&#228;chen, dass sie diese Art des <em>gemeinsamen Suchens nach L&#246;sungen</em> nicht als selbstverst&#228;ndlich erfahren / erwarten.</p>

<p>Wenn man dann gemeinsam nachdenkt, geht es in vielen Situationen  – und das folgende ist nun ein Beispiel und kein Allheilmittel – um konrete R&#252;ckmeldeoptionen, die Kindern die Selbstbeobachtung des Verhaltens (im Unterricht, bei den Hausaufgaben etc.) erm&#246;glichen und konkrete R&#252;ckmeldemechanismen beinhalten.</p>

<p>Wenn sich ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin zum Beispiel kaum m&#252;ndlich beteiligt und man zu dem Schluss kommt, dass eine solche Beteiligung objektiv m&#246;glich ist<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/#footnote_0_5991" id="identifier_0_5991" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie bei allen beobachteten Ph&amp;#228;nomenen in Schule und Unterricht sollte man immer auch mit der M&amp;#246;glichkeit rechnen, dass m&amp;#246;glicherweise einzelne Ver&amp;#228;nderungen von Verhaltensweisen einem Kind nicht immer einfach so m&amp;#246;glich sind. Das gilt zum Beispiel bei ADHS, bei gesundheitlichen oder psychischen Belastungen eines Kindes etc. Es gilt also gegebenenfalls durchaus abzukl&amp;#228;ren, ob die L&amp;#246;sungsm&amp;#246;glichkeiten f&amp;#252;r &bdquo;Probleme&ldquo; in der Schule liegen oder ob nicht externe Unterst&amp;#252;tzung n&amp;#246;tig sein k&amp;#246;nnte. Hier wird davon ausgegangen, dass es keine erkennbaren Hinderungsgr&amp;#252;nde gibt, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen.">1</a></sup>, kann man z. B. &#252;berlegen, mit dem Kind eine Vereinbarung zu treffen, dass es &#252;ber seine m&#252;ndliche Beteiligung Buch f&#252;hrt – und dann gegebenenfalls die ganze Stunde das leere Blatt vor sich liegen hat, das ihm sagt, dass es in dieser Stunde vielleicht doch noch etwas tun sollte…</p>

<p>Man kann eine solche Vereinbarung ausbauen, ohne dass sie f&#252;r die Beteiligten zur Arbeits&#252;berlast wird, und die Aufzeichungen des Kindes z. B. am Ende der Stunde abzeichnen und zuhause zeichnet ein Elternteil gegen. Dieses erweiterte Verfahren kann helfen, wenn ein Kind nicht nur eine R&#252;ckmeldung f&#252;r sich selbst braucht, sondern dar&#252;ber hinaus die Unterst&#252;tzung der „Kontrolle“ f&#252;r dieses Kind hilfreich sein kann, um f&#252;r sich etwas so zu ver&#228;ndern, dass Ziele erreicht werden, die das Kind eigentlich erreichen will.</p>

<p>Die Suche nach solchen konkreten Perspektiven, die nicht nur vergangene Ph&#228;nomene darstellen,  die nicht nur darlegen, dass und vielleicht auch noch warum es gerade bei einem Kind im Unterricht nicht optimal l&#228;uft, sondern wirklich mit Handlungen verbunden sind, an denen sich der Lehrer oder die Lehrerin auch aktiv beteiligt, wird von Eltern in <del>vielen</del> den meisten F&#228;llen sehr positiv aufgenommen und unterst&#252;tzt.</p>

<p>Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der solche Unterst&#252;tzung auch durch den Lehrenden bislang je zu einer riesigen Arbeits&#252;berlast geworden w&#228;re, sind es in Wirklichkeit doch eigentlich immer nur ein paar Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die solch „aufw&#228;ndige“ Unterst&#252;tzung &#252;berhaupt brauchen, sodass solch eine Unterst&#252;tzung in der Regel leistbar ist. In vielen F&#228;llen tut solch eine Untert&#252;tzung, die nat&#252;rlich auch anders aussehen kann als hier beschrieben, je nachdem, was beim <em>gemeinsamen Nachdenken</em> an Ideen entwickelt wird, nicht nur dem einzelnen Kind gut, sondern wirkt sich <del>meist</del> immer auch auf die Atmosph&#228;re in ganzen Lerngruppen positiv aus, sodass sich der „Aufwand“ also auf jeden Fall lohnt.</p>

<p>Und ganz nebenbei: Das mit dem „<em>gemeinsam Nachdenken</em>“ meine ich ganz ernst. Zwar sollten Lehrende Handlungsoptionen kennen und auch einsch&#228;tzten k&#246;nnen, welche p&#228;dagogischen Instrumente in welchen Zusammenh&#228;ngen greifen k&#246;nnen, aber in der Regel  kennt weder der Lehrende das Kind in seinem h&#228;uslichen Umfeld und Verhalten noch kennen viele Eltern das Verhalten ihres Kindes in konkreten Unterrichtssituationen. – Doch das Nachdenken &#252;ber L&#246;sungen in f&#252;r die Kinder problematischen Situationen setzt voraus, dass beide Perspektiven ber&#252;cksichtigt werden, um m&#246;glichst zu solchen Handlungsans&#228;tzen zu kommen, die nicht nur von allen Seiten mitgetragen werden, sondern auch alle M&#246;glichkeiten in den unterschiedlichen Lebensr&#228;umen der Kinder <del>zu ber&#252;cksichtigen versuchen</del> ber&#252;cksichtigen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/25/losungsorientierte-kooperation-mit-schulern-schulerinnen-und-eltern/" rel="bookmark" title="25. August 2011">L&#246;sungsorientierte Kooperation mit Sch&#252;lern, Sch&#252;lerinnen und Eltern</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.390 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy8"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Produktive Beratung und F\u00f6rderung in der Schule "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/05\/23\/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy8').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5991" class="footnote">Wie bei allen beobachteten Ph&#228;nomenen in Schule und Unterricht sollte man immer auch mit der M&#246;glichkeit rechnen, dass m&#246;glicherweise einzelne Ver&#228;nderungen von Verhaltensweisen einem Kind nicht immer einfach so m&#246;glich sind. Das gilt zum Beispiel bei ADHS, bei gesundheitlichen oder psychischen Belastungen eines Kindes etc. Es gilt also gegebenenfalls durchaus abzukl&#228;ren, ob die L&#246;sungsm&#246;glichkeiten f&#252;r „Probleme“ in der Schule liegen oder ob nicht externe Unterst&#252;tzung n&#246;tig sein k&#246;nnte. Hier wird davon ausgegangen, dass es keine erkennbaren Hinderungsgr&#252;nde gibt, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/atmosphaere/" title="Atmosphäre" rel="tag">Atmosphäre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/beratung/" title="Beratung" rel="tag">Beratung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/eltern/" title="Eltern" rel="tag">Eltern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/elterngesprache/" title="Elterngespräche" rel="tag">Elterngespräche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forderung/" title="Förderung" rel="tag">Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/forderung-beratung/" title="Förderung / Beratung" rel="tag">Förderung / Beratung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gespraech/" title="Gespräch" rel="tag">Gespräch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/handlungsoption/" title="Handlungsoption" rel="tag">Handlungsoption</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/individuelle-forderung/" title="individuelle Förderung" rel="tag">individuelle Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerin/" title="Lehrerin" rel="tag">Lehrerin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lerngruppe/" title="Lerngruppe" rel="tag">Lerngruppe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/loesungen/" title="Lösungen" rel="tag">Lösungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/perspektive/" title="Perspektive" rel="tag">Perspektive</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbstbeobachtung/" title="Selbstbeobachtung" rel="tag">Selbstbeobachtung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbstkompetenz/" title="Selbstkompetenz" rel="tag">Selbstkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbstreflexion/" title="Selbstreflexion" rel="tag">Selbstreflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterrichtssituationen/" title="Unterrichtssituationen" rel="tag">Unterrichtssituationen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhalten/" title="Verhalten" rel="tag">Verhalten</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Lernr&#228;ume f&#252;r Kinder ohne Raum zum Lernen</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 21:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[21. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsorte]]></category>
		<category><![CDATA[educamp]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbilder]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[learning]]></category>
		<category><![CDATA[Lecture]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[TED]]></category>
		<category><![CDATA[TED Conference]]></category>
		<category><![CDATA[TED Lecture]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=5850</guid>
		<description><![CDATA[In jedem Land gibt es Orte, an die gute Lehrer nicht gehen wollen. Diese Orte sind die Orte, an denen es gro&#223;e Probleme gibt, von denen viele Probleme ausgehen. So entsteht eine paradoxe Situation: Gute Lehrer wollen nicht dorthin gehen, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a href="http://educamp.mixxt.de" target="_blank"><img src="http://elearning2null.de/learnmedia/echb11/banner_285px.png" border="0" alt="EduCamp Bremen :: 19./20. M&#228;rz 2011" /></a></p>

<blockquote><p>In jedem Land gibt es Orte, an die gute Lehrer nicht gehen wollen. Diese Orte sind die Orte, an denen es gro&#223;e Probleme gibt, von denen viele Probleme ausgehen. So entsteht eine paradoxe Situation: Gute Lehrer wollen nicht dorthin gehen, wo sie am meisten gebraucht werden.</p></blockquote>

<p>Sugata Mitras Ausf&#252;hren haben mich ber&#252;hrt.</p>

<p>Die von ihm im folgenden Video vorgestellte Initiative „<a href="http://www.hole-in-the-wall.com/index.html" target="_blank">Hole-in-the-Wall</a>“ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hole_in_the_Wall" target="_blank">Loch in der Wand</a>) will Kindern in den &#228;rmsten Regionen dieser Welt Zugang zu Bildung verschaffen und vertraut dabei auf die Eigen-Lern-Kr&#228;fte dieser Kinder, die ohne Lehrer und ohne Schule lernen m&#252;ssen.</p>

<p>Mitras kommt in seinen Forschungen zu dieser Art des Lernens zu interessanten Ergebnissen.</p>

<p>Ein Ergebnis &#252;berzeugt mich: Nicht jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin braucht in der Schule einen eigenen Computer, sondern es scheint deutlich lernintensiver zu sein, wenn Kinder in Gruppen zu ca. vier Personen an einem Rechner arbeiten.</p>

<p>Gegen Ende des Filmes wird gezeigt, wie die Computerarbeitspl&#228;tze nach einem solchen Experiment an einer Schule in Gro&#223;britannien gestaltet wurden.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/#footnote_0_5850" id="identifier_0_5850" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Damit ist nicht gesagt, dass Gro&amp;#223;britannien ein armes Land sei oder ein Land, in das keine guten Lehrer gehen wollten, sondern nur kurz notiert, was Mitras in seiner TED-Vorlesung vorstellt.">1</a></sup></p>

<p>Es geht in Mitras Vortrag um Lernr&#228;ume an Orten, an denen es keine Lernr&#228;ume gibt, in denen „L&#246;cher in der Wand“ Kindern den Weg zum Wissen der Welt frei machen.</p>

<p>Kinder nutzen diese M&#246;glichkeit.</p>

<p>Das <a href="http://educamp.mixxt.de/" target="_blank">Motto des Educamps in Bremen lautet „Neue Lernr&#228;ume gestalten“</a>.</p>

<p>Mitras Ausf&#252;hrungen sind f&#252;r mich ein Beispiel, wie das mit Hilfe digitaler Technologien zug&#228;ngliche Wissen zu einem Lernraum f&#252;r Kinder wird, die in der Regel zu weder zu diesem Wissen noch zu digitalen Technologien Zugang haben.</p>

<p>Mitras gibt au&#223;erdem Hinweise, wie in industrialisierten L&#228;ndern Lernr&#228;ume mit digitalen Technologien gestaltet werden k&#246;nnen. – Wenn sich vier Kinder einen Computer teilen, wie viele PC-R&#228;ume k&#246;nnte man dann mit den heutigen Computer einrichten, die in vielen Schulen in den knapp vorhandenen PC-R&#228;umen meist so aufgestellt sind, dass meist jeder PC als Einzelarbeitsplatz gedacht ist…</p>

<p>Jetzt aber zu Mitras Vortrag, der auf Englisch gehalten wurde.</p>

<p><object width="560" height="349"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/dk60sYrU2RU?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="349" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/dk60sYrU2RU?fs=1&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/05/wissen-im-21-jahrhundert-did-you-know/" rel="bookmark" title="5. M&#228;rz 2009">Wissen im 21. Jahrhundert (Did you know?)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/educamp-2011-neue-lernraume-gestalten-vorspiel/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2011">Educamp 2011: Neue Lernr&#228;ume gestalten (Vorspiel)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/18/mediaschool-bremer-medientag-2011/" rel="bookmark" title="18. M&#228;rz 2011">Media@School – Bremer Medientag 2011</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/18/die-8-besten-werkzeuge-des-analogen-lernens-und-lehrens/" rel="bookmark" title="18. Mai 2011">Die 8 besten (?) Werkzeuge des analogen Lernens und Lehrens</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.139 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy11"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Lernr\u00e4ume f\u00fcr Kinder ohne Raum zum Lernen "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/03\/17\/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy11').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5850" class="footnote">Damit ist nicht gesagt, dass Gro&#223;britannien ein armes Land sei oder ein Land, in das keine guten Lehrer gehen wollten, sondern nur kurz notiert, was Mitras in seiner <a href="http://www.ted.com/" target="_blank">TED-Vorlesung</a> vorstellt.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/" title="21. Jahrhundert" rel="tag">21. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/bildungsorte/" title="Bildungsorte" rel="tag">Bildungsorte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/computer/" title="Computer" rel="tag">Computer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/digital/" title="digital" rel="tag">digital</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/educamp-2/" title="educamp" rel="tag">educamp</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forschung/" title="Forschung" rel="tag">Forschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/gefunden/" title="gefunden" rel="tag">gefunden</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/learning/" title="learning" rel="tag">learning</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lecture/" title="Lecture" rel="tag">Lecture</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/methoden/" title="Methoden" rel="tag">Methoden</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ted/" title="TED" rel="tag">TED</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ted-conference/" title="TED Conference" rel="tag">TED Conference</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ted-lecture/" title="TED Lecture" rel="tag">TED Lecture</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/video/" title="Video" rel="tag">Video</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/vorbilder/" title="Vorbilder" rel="tag">Vorbilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vortrag/" title="Vortrag" rel="tag">Vortrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://elearning2null.de/learnmedia/echb11/banner_285px.png" />
		<media:content url="http://elearning2null.de/learnmedia/echb11/banner_285px.png" medium="image">
			<media:title type="html">EduCamp Bremen :: 19./20. M&#228;rz 2011</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>&#220;ber das (schulische) Interpretieren von Gedichten</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/12/06/ueber-das-schulische-interpretieren-von-gedichten/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/12/06/ueber-das-schulische-interpretieren-von-gedichten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 20:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Was ist guter Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Annäherung]]></category>
		<category><![CDATA[Aristoteles]]></category>
		<category><![CDATA[Bedeutsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bedeutung]]></category>
		<category><![CDATA[Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutung]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichtanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistikstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Individuum]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrende]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Leidenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lyriktheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Nelly Sachs]]></category>
		<category><![CDATA[Opitz]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenglanzpotential]]></category>
		<category><![CDATA[Student]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtsvorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=5401</guid>
		<description><![CDATA[In der Schule werden Gedichte gelesen. In der Schule werden Gedichte interpretiert. In der Schule wird zu selten ein Gef&#252;hl f&#252;r die Sch&#246;nheit der Sprache und der Bedeutung, wie sie in Gedichten anzutreffen ist, nachhaltig entwickelt. Ich zumindest kenne keinen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/12/06/ueber-das-schulische-interpretieren-von-gedichten/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Schule werden Gedichte gelesen. In der Schule werden Gedichte interpretiert. In der Schule wird zu selten ein Gef&#252;hl f&#252;r die Sch&#246;nheit der Sprache und der Bedeutung, wie sie in Gedichten anzutreffen ist, nachhaltig entwickelt. Ich zumindest kenne keinen Sch&#252;ler und keine Sch&#252;lerin, der oder die in der Schule erlernte Analysef&#228;higkeiten gegen&#252;ber Gedichten anwenden w&#252;rde, die ihm oder ihr im Alltag begegnen. Ja, im Alltag sind wir von Gedichten (unterschiedlicher Qualit&#228;t freilich) umgeben, werden wir mit Gedichten &#252;bersch&#252;ttet – wenn wir Musik h&#246;ren. Oh ja: Die meisten Songtexte sind Gedichte.</p>

<p>Nach der Schule<span id="more-5401"></span> beschr&#228;nkt sich die intensive Besch&#228;ftigung mit der Kunst des Gedichts auf ein paar leidenschaftliche Lyrik-Geeks, GermanistikstudentInnen, GermanistikprofessorInnen und DeutschlehrerInnen bzw. Lehrende von Fremdsprachen. In der Breite werden Romane gelesen. Dramatische Werke hingegen teilen das bittere Schicksal der Lyrik, so es um die Lekt&#252;re solcher Werke geht.</p>

<p>Im Literaturstudium werden Gedichte gelesen. Im Literaturstudium werden Gedichtanalysen und -interpretationen gelesen, es werden eigene Analysen erstellt, die sich in der Regel auf das gedankliche Zusammenf&#252;hren der Forschungsergebnisse Dritter beschr&#228;nken. Ich erinnere mich nur an einen Literarturprofessor, der mich als Studenten mit der Herausforderung konfrontierte, &#252;ber Gedichte so, wie sie sind, nachzudenken, mir also substantielle eigene Gedanken zu meinem Verst&#228;ndnis eines Gedichtes zu machen und diese Gedanken dann auch noch so zu formulieren, dass Dritte diese nachvollziehen k&#246;nnen. – Aber auch hier wurde die Frage nach dem Gedicht als Kunstwerk (sic!) meist gar nicht gestellt. Die Frage, was literarische Kunst ist, steht in einem Studium nicht im Vordergrund, in dem es nicht um die Sprachkunst als solche geht.</p>

<p>Zugegeben: Die Frage nach dem Gedicht als Kunstwerk begann auch f&#252;r mich erst relevant zu werden, nachdem ich einer Kunstgeschichts- und Philosphiedozentin begegnete, die das Kunstwerk ins Zentrum stellte und nicht die Sekund&#228;rliteratur.</p>

<p>Eigentlich ist es verr&#252;ckt: Im Studium wird mehr mit Sekund&#228;rliteratur gearbeitet als mit den Prim&#228;rtexten. Das l&#228;sst sich kaum vemeiden, denn es ist toll, dass so viele Gedanken und Forschungen Dritter den Zugang zu den Gedichten erleichtern wollen.</p>

<p>In der Schule sieht das alles ein wenig anders aus. Deutschunterricht ist kein Germanistikstudium, vielmehr werden in ihm Grundlagen des Zugangs zur Sprache und zur Literatur gelegt, die, zumindest im Idealfall, dazu bef&#228;higen sollen, ein Studium, gegebenenfalls auch ein literaturwissenschaftliches Studium aufzunehmen.</p>

<p>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler werden meist an die Grundlagen der Gedichtanalyse herangef&#252;hrt, es werden die wichtigsten biographischen und zeitgeschichtlichen Hintergr&#252;nde eingef&#252;hrt, Gedichte werden in den Epochen verortet, Basistexte der Lyriktheorie – meist Opitz und vielleicht noch ein wenig Aristoteles, Schiller und Brecht – werden den Sch&#252;lern vorgelegt. Stilfiguren werden gelehrt und sollen gelernt werden. Etc.</p>

<p>Das ist gut so. Kunstverst&#228;ndnis, die Entwicklung eines &#228;sthetischen Gesp&#252;rs, hat immer auch mit Wissen zu tun. Man sieht nun einmal in der Regel vor allem das, was man wei&#223;. Das gilt auch f&#252;r Gedichte.</p>

<p>Diese Heranf&#252;hrung an Gedichte f&#252;hrt dann aber oft zu dem Ph&#228;nomen, dass mehr &#252;ber als mit den Gedichten ein Gespr&#228;ch gesucht wird, in dem auch und vor allem die pers&#246;nlichen, individuellen, biographisch und zeithistorisch gepr&#228;gten Zugangsweisen ernst genommen werden und sich einen Weg suchen k&#246;nnen, zur Sprache zu kommen – zur eigenen Sprache in der Besch&#228;ftigung mit Kunst.</p>

<p>Kunst, also auch Gedichte, entsteht nicht, damit anschlie&#223;end Schule und Wissenschaft an ihnen analytisches und interpretatorisches Handwerk lehren, sondern 1. als Dialog des K&#252;nstlers mit der (subjektiven) Wahrnehmung der Wirklichkeit und 2. als Einladung an Lesende und Betrachter bildlicher Werke, sich selbst in den Dialog mit der eigenen (subjektiven) Wahrnehmung der Wirklichkeit zu begeben – und diesen Dialog gegebenenfalls so formulieren zu k&#246;nnen, dass er f&#252;r Dritte zumindest nachvollziehbar wird.</p>

<p>Um diesen subjektiven Zugang zu Gedichten zu vertiefen ist Sekund&#228;rliteratur oft hilfreich. Wenn aber der Umgang mit Gedichten alleine das Ziel der (schulisch) angemessenen Interpretation hat, dann wundert es mich nicht, dass au&#223;erschulisch Gedichte in der Wahrnehmung der Mehrheit der Erwachsenen kaum noch eine Rolle spielen. Die Schule funktionalisiert Gedichte (und andere literarische Texte) so stark, dass die Literatur als Kunst im au&#223;erschulischen Kontext ihre Funktion ( = in Klausuren erfolgreich Analysen schreiben zu k&#246;nnen) verliert. &#196;sthetische Bildung scheint sich, vor allem gegen&#252;ber sprachlichen Kunstwerken, mehr auf das Verstehen von Kunst zu beschr&#228;nken, statt auf die existentielle Bedeutsamkeit der Kunst f&#252;r die Auseinandersetzung des Individuums mit sich selbst und der Wirklichkeit, in der es lebt, hin abzuzielen.</p>

<p>Die pers&#246;nlichkeitsbildende Begegnung mit Kunst hat in Schule und Studium eher Seltenheitswert und muss von denen, die trotz allem diese Kunstwerke nicht aus ihrem Leben verbannen wollen, oft erst m&#252;hevoll (wieder)erlernt werden.</p>

<p>Der schon erw&#228;hnte Professor, der uns in seinen Seminaren die wirkliche Auseinandersetzung mit unseren individuellen Zugangsweisen zu Gedichten abverlangte, gab sich mit allzu sehr angelesenen &#196;u&#223;erungen zu Gedichten selten zufrieden. „Das haben Sie sch&#246;n referiert. Aber jetzt sagen Sie uns doch einmal, was dieses Gedichte f&#252;r SIE bedeutet!“ – An dieser Stelle verstummten wir Studenten meist ratlos. Wir brauchten lange um zu verstehen, dass wir oft viel zu schnell und viel zu intensiv alleine auf Sekund&#228;rliteratur setzten, statt uns selbst wirklich mit dem Gedicht zu besch&#228;ftigen. Wir befassten uns mehr mit den Gedanken anderer zu einem Gedicht, statt uns eigene zu erlauben. Wir „t&#246;teten“ Gedichte, statt sie f&#252;r uns zum Leben zu erwecken.</p>

<p>Eine &#228;hnliche Situation erlebte ich als Referendar, als mir eine Ausbilderin zu einem didaktisch und methodisch stark strukturiertem Unterrichtsentwurf zwei Fragen stellte – ja, es ist oft ein langer Weg, Einsichten, die man doch l&#228;ngst f&#252;r sich selbst als wichtig erachtet, angemessen in die Wirklichkeit zu &#252;bertragen –, die mich schlagartig an die Situation als Student gegen&#252;ber der Frage des Professors nach eigenen Gedanken zu Gedichten zur&#252;ckwarfen: „Wo kommt in Ihrem Entwurf der Text vor? Wo kommen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vor? Sie haben da einen methodisch und didaktisch starken Entwurf, der aber den Text mit Methoden &#252;berlagert und mit diesen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vom Text fern h&#228;lt.“ – Mir blieben vierundzwanzig Stunden bis zu einem wichtigen Unterrichtsbesuch. In der K&#252;rze der Zeit entschied ich mich, die Methoden drastisch zu reduzieren und die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in ein literarisches Gespr&#228;ch mit dem Text zu bringen. Es war die wohl methoden&#228;rmste Stunde, die ich je im Referendariat f&#252;r einen Unterrichtsbesuch zustande brachte – und eine der ganz spannenden Stunden, weil pl&#246;tzlich der Text durch die echten Fragen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler an ihn, im echten Gespr&#228;ch der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit dem Text und miteinander zu funkeln begann wie der Sternenhimmel in einer klaren, warmen Sommernacht, weit weg vom Streulicht der Gro&#223;st&#228;dte.</p>

<p>&#220;berdidaktisierter und methodisch &#252;berladender (Deutsch-)Unterricht wirkt oft wie das Streulicht der Gro&#223;st&#228;dte: Er &#252;berstrahlt den eigentlichen Gegenstand des Unterrichts, macht ihn so unsichtbar, wie die Lichtverschmutzung den Sternenhimmel.</p>

<p>Gro&#223;artige Kunstwerke bergen dieses Sternenglanzpotential in sich. Sie sind inhaltlich so stark, dass sich die notwendigen Methoden im Umgang mit ihnen in diesem Umgang selbst entwickeln. Dann muss sich pl&#246;tzlich nicht mehr der Lehrer im Rahmen der Unterrichtsvorbereitung Gedanken &#252;ber die Methoden der Erarbeitung eines Textes machen, sondern kann, unter der Voraussetzung, dass er viele Methoden beherrscht, um diese gegebenenfalls individuell professionell begleiten zu k&#246;nnen, den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen den Freiraum er&#246;ffnen, die ihnen vom Text her angemessenen Methoden selbst zu benennen, auch wenn dieser Prozess so moderiert werden muss, dass der / die Lehrende gegebenenfalls Angebote machen kann. Auf diesem Wege bekam ich schon Goethes „Wanderers Nachtlied“ als Rap vorgef&#252;hrt, Ausschnitte aus Jurek Beckers „Bronsteins Kinder“ verfilmt, Referate zu der Frage, warum ein Gedicht auf Sch&#252;ler die Wirkung erzielen konnte, die es auf sie hatte, eine Lesung zu einem Gedicht von Nelly Sachs als „Klanginstallation“ mit Sch&#252;lern, die den Raum mit ihren Stimmen und dem Text Nelly Sachs f&#252;llten – und in diesem Rahmen m&#252;hten sich Sch&#252;ler dann pl&#246;tzlich ganz freiwillig mit der Frage ab, mit welchen Stilmitteln es einem Dichter gelingt, Lesende „gefangen zu nehmen“. Etc.</p>

<p>Gute Kunst findet im Betrachter selbst zu den Methoden, die f&#252;r ein Kunstwerk und seinen Betrachter angemessen sind. Gro&#223;e Kunst „lehrt“ den ernsthaften Betrachter selbst, wie sie zu betrachten ist, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr sperrig wirkt. Lehrende m&#252;ssen Ann&#228;herungsformen an Kunst vermitteln, die einen solchen Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter erm&#246;glichen.</p>

<p>Das ist angesichts der Lehrplanvorgaben und den &#252;blichen Zeitvorstellungen dieser Lehrpl&#228;ne nicht einfach umzusetzen, sollte aber zumindest mit einer gewissen Regelm&#228;&#223;igkeit Raum im Unterrichtsgeschehen finden. Es muss Raum bleiben, f&#252;r die Texte und die sie Lesenden, um zu nachhaltigen Interpretationen zu gelangen, in denen dann nicht mehr nur die klassischen und berechtigten Erwartungen der Schule vorkommen, sondern die Texte als Kunstwerke ebenso wie die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die sich ihnen auszusetzen lernen.</p>

<p><br /><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/01/schmoeker-schnipsel-vom-auswendiglernen/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2009">Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/31/lyrik-heute-das-jahrbuch-der-lyrik-2011-1-eindruck/" rel="bookmark" title="31. M&#228;rz 2011">Lyrik heute – Das „Jahrbuch der Lyrik 2011“ – 1. Eindruck</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/07/23/muto-von-blu/" rel="bookmark" title="23. Juli 2009">MUTO von BLU</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/11/02/herrn-larbigs-bibliothek-3-laute-verse-gedichte-aus-der-gegenwart/" rel="bookmark" title="2. November 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 3: Laute Verse. Gedichte aus der Gegenwart</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.973 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy14"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"\u00dcber das (schulische) Interpretieren von Gedichten "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/12\/06\/ueber-das-schulische-interpretieren-von-gedichten\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy14').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/analyse/" title="Analyse" rel="tag">Analyse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/annaeherung/" title="Annäherung" rel="tag">Annäherung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/aristoteles/" title="Aristoteles" rel="tag">Aristoteles</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bedeutsamkeit/" title="Bedeutsamkeit" rel="tag">Bedeutsamkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bedeutung/" title="Bedeutung" rel="tag">Bedeutung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/brecht/" title="Brecht" rel="tag">Brecht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsch/" title="deutsch" rel="tag">deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschlehrer/" title="Deutschlehrer" rel="tag">Deutschlehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutung/" title="Deutung" rel="tag">Deutung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dichter/" title="Dichter" rel="tag">Dichter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/entwicklung/" title="Entwicklung" rel="tag">Entwicklung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forschung/" title="Forschung" rel="tag">Forschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedicht/" title="Gedicht" rel="tag">Gedicht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichtanalyse/" title="Gedichtanalyse" rel="tag">Gedichtanalyse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichte/" title="Gedichte" rel="tag">Gedichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/germanistikstudium/" title="Germanistikstudium" rel="tag">Germanistikstudium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/goethe/" title="Goethe" rel="tag">Goethe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/individuum/" title="Individuum" rel="tag">Individuum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/interpretation/" title="Interpretation" rel="tag">Interpretation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kunst/" title="Kunst" rel="tag">Kunst</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kuenstler/" title="Künstler" rel="tag">Künstler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kunstwerk/" title="Kunstwerk" rel="tag">Kunstwerk</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leben/" title="Leben" rel="tag">Leben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehre/" title="Lehre" rel="tag">Lehre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrende/" title="Lehrende" rel="tag">Lehrende</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerin/" title="Lehrerin" rel="tag">Lehrerin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leidenschaft/" title="Leidenschaft" rel="tag">Leidenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lichtverschmutzung/" title="Lichtverschmutzung" rel="tag">Lichtverschmutzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literaturwissenschaft/" title="Literaturwissenschaft" rel="tag">Literaturwissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lyrik/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lyriktheorie/" title="Lyriktheorie" rel="tag">Lyriktheorie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/methode/" title="Methode" rel="tag">Methode</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/nelly-sachs/" title="Nelly Sachs" rel="tag">Nelly Sachs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/opitz/" title="Opitz" rel="tag">Opitz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schiller/" title="Schiller" rel="tag">Schiller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/sinnlichkeit-unterricht/" title="Sinnlichkeit" rel="tag">Sinnlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/spiel/" title="Spiel" rel="tag">Spiel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sternenglanzpotential/" title="Sternenglanzpotential" rel="tag">Sternenglanzpotential</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/student/" title="Student" rel="tag">Student</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterrichtsvorbereitung/" title="Unterrichtsvorbereitung" rel="tag">Unterrichtsvorbereitung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesetagebuch/was-ist-guter-unterricht/" title="Was ist guter Unterricht" rel="tag">Was ist guter Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/12/06/ueber-das-schulische-interpretieren-von-gedichten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Maik Riecken]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2032</guid>
		<description><![CDATA[„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen“, fasst Maik Riecken die Grenzen und Gefahren eines vor allem auf Kompetenzen ausgerichteten Bildungsbegriffs zusammen. Und weiter schreibt Riecken: „Kompetenzen fangen f&#252;r mich immer mit dem Inhalt an &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen“, fasst <a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Maik Riecken</a> die Grenzen und Gefahren eines vor allem auf Kompetenzen ausgerichteten Bildungsbegriffs zusammen. Und weiter schreibt Riecken:</p>

<blockquote>„Kompetenzen fangen f&#252;r mich immer mit dem Inhalt an – nie mit der Methode, nie mit dem Medium. Wir k&#246;nnen nicht alles wissen. Das hei&#223;t aber nicht, dass wir kein Wissen mehr vermitteln sollten oder dass wir keines mehr brauchen.“ (<a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>Kompetenzen! – So lautet das neue Zauberwort, seit PISA 1 &#246;ffentlichkeitswirksam darstellte, dass es mehr und mehr Jugendliche (<em>u. a.</em> [sic!] in Deutschland) gibt,<span id="more-2032"></span> die z. B. nicht mehr in der Lage sind, in Texten vorhandenes Wissen oder in Texten dargestellte Arbeitsanweisungen, beispielsweise bei Textaufgaben im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, herauszuarbeiten oder anzuwenden.</p>

<p>Die logische Folge aus dieser Erkenntnis ist, dass die F&#228;higkeit zur Anwendung von Wissen st&#228;rker in den Vordergrund gestellt werden muss. Es muss gelernt werden, wie gelernt wird, was heute unter dem Schlagwort „Lernen lernen“ zusammengefasst wird. Es muss aber ebenso gelernt werden, wie Inhalte so erfasst werden k&#246;nnen, dass diese f&#252;r den Bildungsprozess fruchtbar und wirksam werden k&#246;nnen. – Es geht also nicht nur darum, Buchstaben zu lernen, um in der Lage zu sein, diese in Texten wiederzuerkennen, sondern darum, das System, in dem die Buchstaben zu gr&#246;&#223;eren Buchstabengruppen (W&#246;rter, S&#228;tze, Texte) werden, zu verstehen, da nur so die in Zeichenstrukturen festgehaltenen Inhalte erfasst werden k&#246;nnen.</p>

<p>Eine Kompetenz umfasst immer mehr als eine Anwendungsf&#228;higkeit. Und wenn der deutsche Begriff „F&#228;higkeit“ auch schon eine ganze Menge von dem beinhaltet, was in der Diskussion um Kompetenzenorientierung als wichtig angesehen wird, so schlage ich an dieser Stelle dennoch vor, den englischen Begriff der „literacy“ zu benutzen, da dieser einige Seiten in Bildungsprozessen ber&#252;cksichtigt, die weder im Begriff der „F&#228;higkeiten“ noch der „Kompetenzen“ automatisch mitgedacht werden. Ich schlage dies vor, da „F&#228;higkeiten“ eher mit dem englischen „abilities“ korrespondiert und der Kompetenzenbegriff eher mit dem englischen „skills“ erl&#228;utert werden kann.</p>

<p>Also „literacy“. Um diesen Begriff richtig zu verstehen, darf man nicht den Fehler machen, ihn einfach mit Lesekompetenz oder gar Literalit&#228;t zu &#252;bersetzen, wie z. B. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Literacy" target="_blank">Wikipedia</a> das macht. „Literacy“ wird in unterschiedlichen Zusammenh&#228;ngen verwendet und meint in diesen eben mehr als nur Lesef&#228;higkeit: Wenn zum Beispiel von „reading literacy“ die Rede ist, dann bezieht sich diese auf eine „schriftsprachliche Rezeptionsf&#228;higkeit im weitesten Sinn, etwa auf Verstehens­leistungen bei der Lekt&#252;re verschiedener linearer Textsorten, aber auch bei Tabellen, Graphiken, Lexikon oder Hypertexten“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/#footnote_0_2032" id="identifier_0_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="CORNELIA ROSEBROCK (2006). Lesesozialisation und Lesef&amp;#246;rderung &ndash; literarisches Leben in der Schule. In: MICHAEL K&amp;#196;MPER-VAN DEN BOOGAART (Hg.), Deutsch-Didaktik: Leitfaden f&amp;#252;r die Sekundarstufe I und II. Berlin, Cornelsen Verlag Scriptor: 153&ndash;174, 154.">1</a></sup></p>

<!--        @page { margin: 56.7pt }        P { margin-bottom: 6pt } -->

<p>Als zweites Beispiel, in welchen Zusammenh&#228;ngen von „literacy“ &#252;ber „Lesef&#228;higkeit“ oder „Lesekompetenz“ hinaus gesprochen werden kann, sei hier im Sinne Sonja Livingstons, die am <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm">Department for Media and Communication</a> der <a href="http://www.lse.ac.uk/" target="_blank">London School of Economics and Political Sciences</a> arbeitet, der Begriff der „media literacy“ genannt, zu dem <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm#medialiteracy" target="_blank">Livingstone gearbeitet hat</a>. – Livingstone definiert „media literacy“ als “the ability to access, analyse, evaluate and create messages across a variety of contexts” (die F&#228;higkeit / Kompetenz des Zugangs, der Analyse, der Evaluation und der Erstellung zu / von Nachrichten in unterschiedlichen Kontexten).</p>

<p>Dies klingt zun&#228;chst einmal nach einer reinen Ansammlung von F&#228;higkeiten, die zwar die Anwendbarkeit der Medien zulassen, aber keine Kenntnisse &#252;ber diese Medien voraussetzen. Und damit wird aus einem kompetenten Menschen in diesem Sinne ein abh&#228;ngiger Mensch, wie <a href="http://riecken.de/index.php/2009/09/wir-konnen-nicht-mehr-alles-wissen/" target="_blank">Riecken so treffend darstellt</a>:</p>

<blockquote>„Der reine Kompetenzmensch ist in meinen Augen der abh&#228;ngige Mensch von Morgen. Wie viele Menschen sind z.B. von einer bestimmten Benutzeroberfl&#228;che eines Rechners abh&#228;ngig, weil sie nicht verstehen wollen, was der Rechner f&#252;r sie macht? Relevantes Wissen im IT-Bereich bedeutet das Erlernen von Konzepten – etwa der Objektorientierung – die es erlauben, jedes Schreibprogramm, welche objektorientiert arbeitet (das tun fast alle) zu bedienen. Das erm&#246;glicht mir Freiheit bei der Wahl meines Softwareanbieters. Dazu ben&#246;tige ich zun&#228;chst aber Wissen um die Objektorientierung und ich brauche jemanden, der erkennt, dass die Objektorientierung relevantes Wissen darstellt. Habe ich dieses Wissen nicht, muss ich andere Leute fragen oder f&#252;r eine Dienstleistung zahlen.“</blockquote>

<p>Doch Livingstone erkennt dieses Problem und stellt in ihren &#220;berlegungen zur Evaluation von Nachrichten in unterschiedlichen medialen Kontexten folgendes fest:</p>

<blockquote>“<em>There is little point in access or analysis without judgement</em>, but a stress on evaluation raises, rightly, some difficult policy questions when specifying and legitimating appropriate bases of <em>critical literacy – aesthetic, political, ideological and/or economic</em>. The scope and purpose of evaluation is also disputed: is media literacy intended to promote a democratised, diverse, anti-elitist approach to online representations or should it underpin a more traditional, hierarchical discrimination of good from bad, authoritative from unauthorised, information and communication?”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/#footnote_1_2032" id="identifier_1_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sonja Livingstone (2004) What is media literacy? Intermedia, 32(3), 18-20. September &ndash; Hervorhebungen von mir.">2</a></sup></blockquote>

<p>An diesem Punkt wird deutlich, dass „literacy“ als Begriff mehr als nur F&#228;higkeiten und Kompetenzen (abilities / skills) umfasst: Es geht auch um die F&#228;higkeit zum kritischen Umgang mit den Kompetenzen bzw. vor allem den Inhalten oder Gegenst&#228;nden, die &#252;ber Kompetenzen erschlossen werden. Es geht um die F&#228;higkeit des reflexiven, auf Wissen (Inhalten!) basierenden Umgangs mit Kompetenzen, der auch dann noch weiter hilft, wenn z.B. die Benutzeroberfl&#228;chen von Computerprogrammen v&#246;llig anders aussehen, als wir das heute gewohnt sind.</p>

<p>Doch der „literacy“-Begriff ist meines Erachtens noch umfassender. Er beinhaltet n&#228;mlich auch all jene Faktoren, die den Prozess der Erfassung und Integration von Inhalten in den eigenen Kompetenzen-Pool vor dem je eigenen biographischen, sozialen und kulturellen Hintergrund begleiten und f&#252;hrt im Idealfall auch zu der Kompetenz, diese Hintergr&#252;nde reflexiv und kritisch in den eigene (handlungsorientierten) Lernprozess zu integrieren. Dieser Idealfall ist es, den ich (neben noch weiteren, hier nicht n&#228;her ausgef&#252;hrten Differenzierungen) mit dem Bildungsbegriff verbinde.</p>

<p>Zugegeben: Ich kenne keinen einzigen an Bildungsprozessen Beteiligten, der der Annahme, dass Kompetenzenorientierung nicht ohne Inhalte gehe, widersprechen w&#252;rde. Grunds&#228;tzlich scheint allgemein akzeptiert zu sein, dass der Prozess der Wissensgenerierung mit praktischen Bez&#252;gen und bildenden Wirkungen ein dialektischer ist, der sich zwischen Inhalten und praktischen Anwendungen hin und her bewegt. Und doch scheint es mir in diesem dialektischen Prozess gegenw&#228;rtig eine &#220;bergewichtung der Kompetenzen zu geben, was sicher mit der vorhergegangenen &#220;bergewichtung der Inhalte zu tun hat, aber deshalb dennoch einseitig ist.</p>

<p>Was also ist meines Erachtens in der gegenw&#228;rtigen Bildungs- / Kompetenzen-Diskussion unbedingt zu ber&#252;cksichtigen? Was findet statt? Wo sind Tendenzen erkennbar, die in paradoxe Situationen f&#252;hren?</p>

<ol>
<li><p>Bildungsprozesse sollen individualisiert ablaufen. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen sollen von ihren individuellen F&#228;higkeiten und Voraussetzungen her gef&#246;rdert werden, sodass idealerweise eine intrinsische Motivation des Lernens erreicht wird. Und dabei werden idealerweise biographische, soziale und kulturelle Hintergr&#252;nde ber&#252;cksichtigt und in den Bildungsprozess integriert – zumindest der Idee nach. Paradoxien zu dieser Forderung des individualisiert von Lehrenden begleiteten Lernprozesses tauchen meines Erachtens an zwei Stellen auf: Zum einen ist es selbst den begabtesten Lehrenden unm&#246;glich in Lerngruppen von z. T. &#252;ber drei&#223;ig Kindern &#252;ber punktuelle Individualisierung hinaus die M&#246;glichkeiten dieser Form des Lernens und Lehrens voll zu nutzen, da die Gruppen und die sich daraus ergebende Summe der individualisiert zu unterrichtenden Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu gro&#223; ist, um allen Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen angemessen individualisierte Lernoptionen in der notwendigen Kontinuit&#228;t anzubieten. Das macht zwar die individuelle F&#246;rderung nicht unm&#246;glich, erschwert sie aber in einem Ma&#223;e, dass entsprechenden Forderungen bspw. der Bildungspolitik nur in Ans&#228;tzen entsprochen werden kann. Andererseits steht der Kompetenzenorientierung und Individualisierung von Bildungsprozessen der starke Drang zu stark inhaltlich orientierten Standardisierungen gegen&#252;ber, die &#252;berall dort, wo zentrale Pr&#252;fungen abgelegt werden m&#252;ssen, die Lehrerinnen und Lehrer vor eine nahezu unl&#246;sbare Aufgabe stellen: Wie individualisiere ich Unterricht, wenn am Ende doch alle das Gleiche k&#246;nnen sollen und m&#252;ssen? – So ist es beispielsweise im Deutschunterricht nicht nachvollziehbar, warum Kompetenzen f&#252;r alle Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in einem Land an den gleichen Lekt&#252;ren erarbeitet werden m&#252;ssen… Von individuellem Lernen kann da nur noch sehr begrenzt die Rede sein.</p></li>
<li><p>Einerseits wird von Kompetenzen gesprochen, diese werden aber nicht weiter differenziert. Es scheint mir bislang, sollte ich da was &#252;bersehen haben, freue ich mich auf Erg&#228;nzungen in den Kommentaren, als f&#228;nde noch keine Diskussion dar&#252;ber statt, wie sich Kompetenzen aufbauen und wie, an der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen orientiert, ein Kompetenzenzuwachs darstellbar ist. Wie weit m&#252;ssen Kompetenzen denn nun in Klasse 6, 8, 10 oder gar 13 vorhanden sein? Welche zus&#228;tzlichen Kompetenzen soll ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin nach 10 oder nach 13 Jahren haben? Wo liegen da die Unterschiede. St&#252;nden in einem Lehrplan, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nach 10 Jahren einen angemessen Umgang mit Textverarbeitung, Pr&#228;sentationsm&#246;glichkeiten etc. haben sollen, stellt sich die Frage wodurch sich diese Kompetenzen dann von denen in Klasse 13 oder 12 (beim achtj&#228;hrigen Gymnasium) unterscheiden, wenn dort die exakt gleichen Formulierungen in den Lehrpl&#228;nen stehen? Insgesamt scheint mir der Kompetenzenbegriff entwicklungspsychologisch noch nicht (differenziert genug) gedacht zu sein. Ich vermute sogar, dass hier eigentlich von einem gr&#246;&#223;eren Umfang an Wissen ausgegangen wird, der mit anwendbar und darstellbar sein soll.</p></li>
<li><p>Wenn L&#228;nder mit zentralen Abschlusspr&#252;fungen Lehrpl&#228;ne entwickeln, die vor allem Bildungsstandards und ein fachspezifisches Kerncurriculum vorgeben, l&#228;uft dies inhaltlich definierten Abschlussprofilen zuwider. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Schulentwicklung in Richtung selbstverantwortliche Schule hin l&#228;uft, in der, auf der Basis von Bildungsstandards und Kerncurricula, schuleigene, dem Profil einer Schule entsprechende Schulcurricula erstellt werden sollen. Hier entsteht ein Paradox, das nur aufzul&#246;sen ist, wenn schuleigene Abschlusspr&#252;fungen wieder zugelassen werden, die von der Schulaufsicht daraufhin zu &#252;berpr&#252;fen sind, ob sie den Bildungsstandards entsprechen und die Kerncurricula angemessen ber&#252;cksichtigen. Dabei muss es dann egal sein, ob in einer Lerngruppe „Effi Briest“ oder „Irrungen, Wirrungen“ gelesen wird, wenn die Bildungsstandards einen reflexiven Umgang mit dem b&#252;rgerlichen Realismus zulassen. Vor allem in den geisteswissenschaftlichen F&#228;chern kann individualisiertes Lernen letztlich nur gelingen, wenn die inhaltlichen Vorgaben f&#252;r Pr&#252;fungen entsprechend angepasst werden. – Und damit spreche ich mich nicht gegen Inhalte aus. Es will mir vielmehr so scheinen, als wollten viele Kultusadministrationen die inhaltliche Gestaltung durchaus den Schulen bzw. den Fachlehrern im Sinne einer Individualisierung zur&#252;ck geben. Doch dann muss man aufpassen, dass man unter Standardisierung, die der Individualisierung grunds&#228;tzlich zuwider l&#228;uft, nicht die inhaltliche Monokultur versteht, wie sie beispielsweise in L&#228;ndern mit Zentralabitur in der Sekundarstufe II im Augenblick anzutreffen ist.</p></li>
<li><p>Kompetenzen werden am besten an Inhalten und Gegenst&#228;nden gelernt, die einzelne Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen oder Lerngruppen als ganze interessieren. Die heute gefragten Kompetenzen erfordern eine entsprechende Schulorganisation: Individuelle Lernprozesse und Kompetenzenbildung k&#246;nnen nur sehr begrenzt im bislang &#252;blichen Zeitraster geleistet werden, das letztlich die Lerngruppen und die Individuen synchronisiert und so nicht den individuellen Lernanspr&#252;chen gerecht werden kann. L&#228;ngerfristige Planungen (Wochenplan etc.) und eine gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t der vorgegebenen Lernphasen im Rahmen einer festen Stundentafeln w&#228;ren von N&#246;ten, wenn wirklich individualisierter Unterricht stattfinden soll. Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Lehrende sich viel mehr als bislang als Team verstehen, weil letztlich nur so sicher gestellt werden kann, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin angemessen betreut werden kann. Klassenverb&#228;nde von 30 und mehr, in denen Lehrende sich vor allem f&#252;r ihr Fach verantwortlich f&#252;hlen, erh&#246;hen die Zahl der individuell zu betreuenden Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen. Diese Betreuungszahlen k&#246;nnten bereits heute einfach gesenkt werden. Ein Beispiel: An meiner Schule komme auf ca. 1250 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ca. 95 Lehrkr&#228;fte, teilweise in Teilzeit. W&#252;rden die Lehrenden sich die zu betreuenden Sch&#252;ler aufteilen, k&#228;men im Schnitt auf jeden Lehrenden 13 bis 14 Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die in ihrem Lernprozess individuell betreut werden m&#252;ssten. Der Unterschied zu den jetzigen Zust&#228;nden? Im Augenblick unterrichte ich ca. 150 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, was eine relativ niedrige Zahl ist, da die Religionsgruppen in der Mittelstufe relativ klein sind. Dennoch halte ich es f&#252;r unrealistisch, dass ich 150 Personen individuell betreuen und f&#246;rdern kann. Wenn ich aber nun 14 Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen als fester Betreuer zugewiesen bek&#228;me, k&#246;nnte ich diese durchaus im Blick behalten und (anders als  es mir als Fachlehrer m&#246;glich ist) den gesamten Lernprozess und die damit verbundenen F&#246;rdernotwendigkeiten organisieren, weil ich gleichzeitig w&#252;sste, dass andere Kollegen z. B. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die in meinen F&#228;chern F&#246;rderbedarf haben, begleiten. Das w&#252;rde nicht bedeuten, dass sich der Fachlehrer aus der F&#246;rderung seiner Lerngruppen heraus nehmen soll. Das w&#252;rde aber bedeuten, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin zumindest einen fixen Ansprechpartner in der Schule h&#228;tte, der nat&#252;rlich mit Kollegen und Kolleginnen im Gespr&#228;ch sein m&#252;sste, die diese Lernenden unterrichten. Schulen, die sich dem Teamteaching verschrieben haben, scheinen mir hier auf einem sehr guten Weg.</p></li>
</ol>

<p>Zu den zu ver&#228;ndernden Schulstrukturen geh&#246;rt aber auch die Verf&#252;gbarkeit von Ressourcen und Materialien, die f&#252;r individualisierte Lernprozesse notwendig sind. Dazu geh&#246;ren sowohl m&#246;glichst frei zug&#228;ngliche Rechner mit Netzanschluss (idealerweise in jeder Klasse mindesten einer) als auch Nachschlagewerke (wie z. B. W&#246;rterb&#252;cher) in den einzelnen Klassenr&#228;umen – &#252;ber die Verf&#252;gbarkeit von Wissen hinaus, das beispielsweise in schuleigenen oder in der Umgebung angesiedelten Bibliotheken verf&#252;gbar ist. Au&#223;erdem verhindert die bisherige Aufsichtsregelung, vor allem in der Sekundarstufe I, dass beispielsweise ein Teil der Lerngruppe in der Bibliothek und ein zweiter im Klassenraum arbeitet.</p>

<p>„Literacy“ im hier gemeinten Sinne setzt eine wesentlich gr&#246;&#223;ere Ausdifferenzierung der Unterrichts- und Schulorganisation voraus, als sie bis heute an vielen Schulen in Deutschland &#252;blich ist. Unterst&#252;tzend k&#246;nnten in diesem organisatorischen Bereich auch digitale Arbeitsmittel wirken, die die vernetzten Strukturen, auf die Lernen im Prinzip heute hinauslaufen muss, nicht nur symbolisch widerspiegeln sondern praktisch unterst&#252;tzen.</p>

<p>Ob solche Ver&#228;nderungen aber gewollt sind? Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen scheinen mir – und jetzt doch noch eine Lanze f&#252;r die Notwendigkeit der Kompetenzenvermittlung – gerade im Bereich der Vernetzung ihres Lernens nach wie vor reichlich inkompetent. Die so genannten „digital natives“ erscheinen mir oft eher „digital naiv“, was aber nicht den Lernenden anzukreiden ist, f&#252;hrt sie Schule doch in vielen F&#228;llen kaum in diese (<a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2195234_0_1272_-internet-lehrer-2-0-hat-sein-klassenziel-verfehlt.html" target="_blank">auch vielen Lehrenden v&#246;llig unbekannten</a>) Arbeitsformen ein. Entsprechend schwierig ist es, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur Arbeit in vernetzten Systemen zu motivieren, was allerdings auch verst&#228;ndlich ist, wenn sie diese Kompetenzen m&#246;glicherweise nur von einzelnen Lehrkr&#228;ften angeboten bekommen und diese Kompetenzen keinen akzeptierten Ort in der Schulkultur finden. In solchen F&#228;llen kann es sogar zu der paradoxen Situation kommen, dass einzelne Lehrkr&#228;fte hochgradig vernetzt arbeiten und lernen, diese Kompetenzen aber nur extrem begrenzt vermitteln k&#246;nnen, weil sie die Gegebenheiten an den Schulen nicht vorfinden – oder aber sie verlieren die Motivation, diese Kompetenzen zu vermitteln, weil dies immer wieder zu Irritationen im Kontext der Schulgemeinde f&#252;hrt.</p>

<p>Was mit einem Beitrag von Maik Riecken zur Frage des Verh&#228;ltnisses von Wissen und Kompetenzen begonnen hat, hat sich f&#252;r mich unter der Hand zu einer Frage entwickelt, die tief in die Strukturen des Lernens und Lehrens an deutschen Schulen hinein reicht. W&#228;hrend Riecken die tendenzielle Absolutsetzung von Kompetenzen kritisch in den Blick nimmt, womit ich &#252;brigens v&#246;llig einig gehe, versuche ich hier darzustellen, dass die F&#246;rderung des selbst&#228;ndigen Denkens, die eben nicht dazu f&#252;hrt, dass der reine Kompetenzmensch der abh&#228;ngige Mensch von morgen wird, eine umfassende Herausforderung ist, die (wieder einmal) an die grundlegenden Strukturen unserer Bildungseinrichtungen heran reicht. Es ist die Herausforderung von heute, Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Kompetenzen und Wissen dazu zu bef&#228;higen, sich morgen kompetent Wissen aneignen zu k&#246;nnen und &#252;ber Reflexionskompetenzen zu verf&#252;gen, um mit Fragen und Herausforderungen umgehen zu k&#246;nnen, von denen wir heute noch gar nicht wissen, dass sie auf uns zu kommen werden.</p>

<p>Es ist wohl so, dass nie zuvor so viel Wissen konstruiert wurde, wie in unserer Gegenwart. Um so wichtiger erscheint es mir, dass ein umfassendes Grundwissen gepaart mit Kompetenzen, die reflektiert und konstruktiv mit neuem Wissen umgehen k&#246;nnen, im Zentrum heutiger Bildungsprozesse steht. Das Wissen hat sich einem Ma&#223;e differenziert, dass ein Universalgelehrter im humboldtschen Sinne kaum noch m&#246;glich scheint. Diese Differenzierung des Wissens muss sich zumindest in Ans&#228;tzen, ohne notwendiges Grundwissen auszublenden, in der einen oder anderen Form in Bildungsprozessen widerspiegeln. Das hei&#223;t nicht, dass es keine verbindlichen Inhalte mehr geben soll. Grundrechenarten k&#246;nnen ebenso wenig ins Belieben einer Bildungsinstitution gestellt werden, wie grundlegende Kenntnisse &#252;ber chemische Reaktionen,  physikalische Gesetze, Grundkonzepte der Informatik oder auch ein fundiertes kulturgeschichtliches Wissen, wie es in den geisteswissenschaftlichen F&#228;chern vermittelt wird. Doch die Formen, in denen dieses Wissen vermittelt wird, k&#246;nnen durchaus die Arbeitsformen widerspiegeln, die sich bereits heute als die Arbeitsformen der Gegenwart und absehbaren Zukunft darstellen: Lernen muss individualisiert und kooperativ ablaufen, sich vernetzen und &#246;ffnen, aber auch Platz f&#252;r Stille und R&#252;ckzug bieten. Einzelarbeit muss ebenso ihren Raum finden, wie die Arbeit in Gruppen. Die Zeit- und Raumstrukturen m&#252;ssen sich ver&#228;ndern, das Verst&#228;ndnis von Fachlehrer und Lerncoach gilt es n&#228;her zu betrachten und – nach so langem Verzicht auf diese Frage, ist sie nun dennoch unvermeidlich – die Schulen m&#252;ssen endlich eine Ausstattung erhalten, die solche Arbeitsformen m&#246;glich macht. Damit meine ich nicht nur digitale Ausstattung! Dazu geh&#246;ren Moderatorenkoffer in ausreichender Zahl, Karteikarten, Magnete in ausreichender Zahl, M&#246;glichkeiten f&#252;r Metaplanarbeit, Plakatb&#246;gen, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler inhaltlich f&#252;llen k&#246;nnen und dabei die Grundlagen des Pr&#228;sentierens lernen etc., also all das, was engagierte Lehrkr&#228;fte heute nach wie vor aus eigener Tasche bezahlen.</p>

<p>Kompetenzenorientiertes Lernen  muss an Inhalten orientiert sein, fordert aber auch eine Schule, in der diese inhaltlich orientieren Kompetenzen gepflegt werden (k&#246;nnen). Und in einem Land, dessen Bildungsausgaben im Vergleich mit anderen L&#228;ndern eher im unteren Bereich liegen, ist hier noch sehr viel Potential vorhanden, wenn entsprechende Ver&#228;nderungen politisch und gesellschaftlich wirklich gewollt werden.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/06/30/herrn-larbigs-bibliothek-9-jussi-adler-olsen-erlosung/" rel="bookmark" title="30. Juni 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 9 – Jussi Adler-Olsen: Erl&#246;sung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.653 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy17"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Zwischen Kompetenzen und Literacy oder: Ohne Inhalt keine Kompetenz "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/09\/20\/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy17').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2032" class="footnote">CORNELIA ROSEBROCK (2006). Lesesozialisation und Lesef&#246;rderung – literarisches Leben in der Schule. In: MICHAEL K&#196;MPER-VAN DEN BOOGAART (Hg.), Deutsch-Didaktik: Leitfaden f&#252;r die Sekundarstufe I und II. Berlin, Cornelsen Verlag Scriptor: 153–174, 154.</li><li id="footnote_1_2032" class="footnote">Sonja Livingstone (2004) <a href="http://eprints.lse.ac.uk/1027/" target="_blank">What is media literacy?</a> <em>Intermedia</em>, 32(3), 18-20. September – Hervorhebungen von mir.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/abitur/" title="Abitur" rel="tag">Abitur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschland/" title="Deutschland" rel="tag">Deutschland</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/humboldt/" title="Humboldt" rel="tag">Humboldt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhalt/" title="Inhalt" rel="tag">Inhalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzenorientierung/" title="Kompetenzenorientierung" rel="tag">Kompetenzenorientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/maik-riecken/" title="Maik Riecken" rel="tag">Maik Riecken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/motivation/" title="Motivation" rel="tag">Motivation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tradition/" title="Tradition" rel="tag">Tradition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzung/" title="Vernetzung" rel="tag">Vernetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zukunft/" title="Zukunft" rel="tag">Zukunft</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 23:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[LRS]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Verb]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2002</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  Ingrid Naegele zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend Ingrid Naegele, an deren &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a></em> <em>zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a>, an deren reicher Erfahrung ich im Rahmen der Fortbildung partizipieren durfte.
</em></p>

<p>Die F&#228;higkeit der Menschen, zu lesen und zu schreiben, hat die Welt ver&#228;ndert. Erst seit diese Kulturtechniken entwickelt wurden, ist ein „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit mit nicht anwesenden Menschen m&#246;glich. Menschen m&#252;ssen nicht l&#228;nger an einem Ort sein, um ihre Gedanken auszutauschen und so voneinander und miteinander zu lernen. Au&#223;erdem hilft uns die F&#228;higkeit des Lesens, mehr &#252;ber das Leben zu fr&#252;heren Zeiten zu erfahren als es f&#252;r einen Nicht-Arch&#228;ologen mittels arch&#228;ologischer Funde m&#246;glich ist.</p>

<p>Das Ziel des Schreibens und des Lesens ist prim&#228;r, Texte f&#252;r nicht Anwesende zu verfassen und solche Texte in die eigene Auseinandersetzung mit der Welt und deren Wirklichkeit zu integrieren.</p>

<p>Dieses Ziel muss jedem vor Augen stehen, der in Bildungsprozessen mit dem Lesen und Schreiben zu tun hat – also nicht nur Deutschlehrern, sondern Lehrenden in allen F&#228;chern der Schule, den Eltern und allen anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen und Institutionen.</p>

<p>Das Ziel f&#252;r die Lernenden besteht in erster Linie also darin, <span id="more-2002"></span>sich auszudr&#252;cken zu lernen. Doch das alleine reicht nicht. Wenn Texte darauf hin ausgelegt sind, f&#252;r andere Menschen verfasst zu sein, stellt sich f&#252;r jeden, der schreibt, die Frage, wie die Texte dann auch Leser finden.</p>

<p>Voraussetzungen f&#252;r die F&#228;higkeit, etwas f&#252;r Abwesende ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, sind das K&#246;nnen mindestens einer Sprache, deren Grammatik und die Beherrschung mindestens eines Zeichensystems, mit dessen Hilfe die Inhalte &#252;ber den m&#252;ndlichen Sprachgebrauch in der unmittelbaren Begegnung bzw. &#252;ber den m&#252;ndlichen Kontakt, z.B. mit Hilfe des Telefons, hinaus &#252;bermittelt werden k&#246;nnen. Im Deutschen ist dieses Zeichensystem eine Buchstabensprache. Wenn diese in Grundz&#252;gen beherrscht wird, ist Kommunikation m&#246;glich, die um so differenzierter wird, je gr&#246;&#223;er der Wortschatz ist und je genauer die Grammatik einer Sprache und die Vereinbarungen &#252;ber Schreibung von W&#246;rtern beherrscht werden. Au&#223;erdem ist Zeichensetzung f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Texten nicht nur eine Hilfe, sondern geradezu Voraussetzung.</p>

<p>Doch im Bereich der Kenntnisse &#252;ber die Vereinbarungen zum Schreiben von W&#246;rtern ist die Verst&#228;ndlichkeit von Texten in der Regel auch dann noch m&#246;glich, wenn in einem gewissen Rahmen regelwidrig geschrieben wird. Anders ausgedr&#252;ckt: Rechtschreibfehler verhindern nicht unbedingt, dass das Ziel des Schreibens erreicht werden kann. Das Gespr&#228;ch &#252;ber Raum und Zeit hinweg ist auch mit Rechtschreibfehlern m&#246;glich.</p>

<p>Dass bedeutet nun nicht, dass Rechtschreibung kein anzustrebendes Ziel sei. Da wir in der Regel vom regelkonformen Gebrauch der Vereinbarungen zur Rechtschreibung ausgehen und dieser auch erwartet wird, ist das Ziel nat&#252;rlich eine regelkonforme Schreibweise, die in der Schule zu lernen ist.</p>

<p>Da aber das Ziel des Schreibens nicht <em>prim&#228;r </em>in der Rechtschreibung liegt, ist Rechtschreibung ein Beiprodukt, so eine Formulierung, die <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a> im Rahmen einer von mir besuchten Fortbildung gebrauchte. Im Zentrum aber muss die F&#228;higkeit stehen, sich f&#252;r nicht anwesende Personen auszudr&#252;cken. Rechtschreibung ist dabei nicht das Ziel, sondern ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, was aber auch gelingt, solange ein Wort zumindest im gr&#246;&#223;eren Zusammenhang f&#252;r den Leser verst&#228;ndlich ist.</p>

<p>Dieses zu erlernende Mittel muss ge&#252;bt werden – und zwar nicht nur in Form des Lernens der Schreibung einzelner W&#246;rter, sondern im Zusammenhang mit Satzbau und Zeichensetzung.</p>

<p>Texte k&#246;nnen aber auch schon gelungen sein, bevor die Regelkonformit&#228;t erreicht wird, gelungen in dem Sinne, dass sie f&#252;r einen nicht anwesenden Leser oder eine nicht anwesende Leserin verst&#228;ndlich sind. Und dieses Ziel muss beim Erlernen und Lehren einer Sprache im Zentrum stehen.</p>

<p>Wesentlich f&#252;r das Erreichen einer guten Ausdrucksf&#228;higkeit ist das Lesen. Fremde Texte werden zum Vorbild daf&#252;r, was mit dem Schreiben m&#246;glich ist und sie sind motivierend bez&#252;glich der eigenen Schreibkompetenz.</p>

<p>Das erste Ziel eines Lehrenden muss meines Erachtens also die F&#246;rderung der Lust am Lesen und Schreiben sein, da nur so das Ziel einer formgerechten Schreibung auf Dauer erzielt werden kann.</p>

<p>Dieser Lust ist eine &#220;bergewichtung des Ziels einer formgerechten Schreibung, ein Ziel, dass nat&#252;rlich nie aus den Augen verloren oder gar verneint werden darf, abtr&#228;glich. Um das Ziel zu erreichen, gilt es, das Selbstvertrauen in das eigene Lesen und Schreiben zu f&#246;rdern, um so mehr, wenn ein Kind Schwierigkeiten mit dem Lesen und dem Schreiben hat.</p>

<p>Das hat f&#252;r die t&#228;gliche Arbeit als Lehrer, aber auch f&#252;r den Einsatz aller anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen Konsequenzen.</p>

<p>Um Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen: Ich pl&#228;diere im Folgenden nicht f&#252;r eine Vernachl&#228;ssigung des formgerechten Schreibens, ich pl&#228;diere vielmehr f&#252;r eine Herangehensweise an das Thema des Lesens und der Rechtschreibung, die das eigentliche Ziel des Lesens und Schreibens nicht aus den Augen verlieren: Es geht um die F&#228;higkeit, Gedanken so ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, dass nicht anwesende Leser und Leserinnen diese verstehen k&#246;nnen. Formgerechtes Schreiben, verbunden mit einem angemessen Wortschatz, macht dies deutlich leichter, wobei ein gr&#246;&#223;erer Wortschatz zudem auch das Lesen von Texten und somit das Verstehen der Gedanken anderer, nicht anwesender, Personen erleichtert oder &#252;berhaupt erst m&#246;glich macht.</p>

<p>Doch dieses Ziel muss idealerweise zu einem eigenen Ziel der Lernenden werden. Es muss also einerseits alles getan werden, dass Lernende dieses Ziel erreichen – es idealerweise sogar zu ihrem eigenen Ziel machen und nicht nur zu einem Ziel, dem sie sich in der Schule zu unterwerfen haben – und andererseits alles unterlassen werden, was das Erreichen dieses Ziels verhindert. Eine zu fr&#252;he &#252;bertriebene Konzentration auf die Rechtschreibung geh&#246;rt in dem meisten F&#228;llen wohl zu den zu unterlassenden Verhaltensweisen, soll die Lust am Lesen und Schreiben angemessen gef&#246;rdert werden, auch wenn das Ziel einer formgerechten Schreibung nie aus dem Auge verloren werden darf.</p>

<p>Was also ist zu tun und womit sollte man vorsichtig sein, wenn man mit Lernenden an den Zielen des Lesens und Schreibens arbeitet?</p>

<ol>
    <li>Das Hauptprodukt des Lernprozesses ist die Lust am Lesen und Schreiben als M&#246;glichkeiten der Entdeckung und der Reflexion des Selbst und der Welt, aber auch als M&#246;glichkeit, sich selbst auszudr&#252;cken bzw. Ausdrucksformen zu kennen und vielleicht sogar f&#252;r sich nutzen zu lernen.</li>
    <li>Formgerechte Schreibung ist ein Beiprodukt dieses Hauptproduktes des Bildungsprozesses und Fehler sollten nicht der Grund sein, dass ein Kind zu einem fr&#252;hen Zeitpunkt eine Schulform verlassen muss.</li>
    <li>Der Inhalt von Texten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler verfassen, sollte nicht (zu fr&#252;h) im Rahmen der R&#252;ckmeldung von Fehlern &#252;berdeckt werden. Eine (zu fr&#252;he) Einf&#252;hrung verbindlicher und vor allem notenrelevanter Fehlerindizees sollte unterbleiben.</li>
    <li>An die Stelle der blo&#223;en Markierung und Bewertung von Fehlern m&#252;ssen Formen treten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern einen reflexiven Umgang mit den Fehlern erm&#246;glichen. Es geht also nicht nur darum, Rechtschreibung zu &#252;ben (darum geht es auch!), sondern darum, die Gr&#252;nde f&#252;r die Fehler zu erkennen und diese somit reflexiv zu vermeiden.</li>
    <li>Korrekturen sollten immer den Respekt vor dem Text des / der Lernenden widerspiegeln und den Text eben nicht in ein Feld der bombengleichen Einschl&#228;ge des Rotstiftes machen. Ja, auch Korrektur kann &#228;sthetisch angemessen und unangemessen sein.</li>
    <li>Aufgabe des Lehrers ist es nicht, ein Kind zu demotivieren, sondern dieses von seinen St&#228;rken ausgehend zu f&#246;rdern. Wenn in einem Text von 150 W&#246;rtern 30 W&#246;rter falsch geschrieben sind, macht es, vor allem f&#252;r Kinder mit Schwierigkeiten beim Schreiben und beim Lesen, einen riesigen Unterschied, ob ich unter eine Arbeit oder eine Hausaufgabe „Du hast 30 Fehler“ oder „Du hast 120 von 150 W&#246;rtern richtig geschrieben“ schreibe.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des Schreibens muss sich an dem orientieren, was Kinder k&#246;nnen und ebenso an dem, was Kinder &#252;ben m&#252;ssen. Angesichts der nach wie vor beeindruckenden Klassengr&#246;&#223;en gilt es hier, kreative ( = umsetzbare) Binnendifferenzierungsm&#246;glichkeiten zu suchen, die zumindest phasenweise eine individuelle F&#246;rderung m&#246;glich machen.</li>
    <li>Klassenarbeiten sind nicht nur Leistungs&#252;berpr&#252;fungen am Ende einer Unterrichtsphase, sondern Instrumente im Lernprozess. Deshalb gilt es, Wege zu finden, die mit Klassenarbeiten diagnostizierend und den weiteren Lernprozess f&#246;rdernd umgehen. Verbesserungen erf&#252;llen nur dann ihren Zweck, wenn sie in einen Reflexionsprozess &#252;ber die Fehler einf&#252;hren und diesen f&#252;r die weitere Arbeit fruchtbar machen.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des lustvollen Umgangs mit Texten und dem Schreiben ist in der Schule nicht nur Aufgabe der Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen, sondern eine Aufgabe der gesamte Schule und somit aller F&#228;cher! Die F&#228;higkeit, sich angemessen ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, ist f&#252;r alle F&#228;cher relevant und f&#252;r die Teilhabe an der Gesellschaft und die Entfaltung der Pers&#246;nlichkeit von so zentraler Bedeutung, dass alle Lehrer und Lehrerinnen entsprechende Kenntnisse &#252;ber F&#246;rderm&#246;glichkeiten haben m&#252;ssen.</li>
    <li>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler lernen am besten mit positiven Emotionen. Es geht also darum, f&#252;r Erfolgserlebnisse zu sorgen. Dazu kann es auch hilfreich sein, Fehler zwar als solche kenntlich zu machen, diese aber gegebenenfalls nicht notenrelevant werden lassen. Dies gilt insbesondere f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, aber nicht nur.</li>
    <li>Wenn es beim Schreiben strukturell darum geht, Gedanken so auszudr&#252;cken, dass sie sie von einem anderen, nicht anwesenden Menschen verstanden werden k&#246;nnen, sollten viel h&#228;ufiger und intensiver M&#246;glichkeiten genutzt werden, diese Texte auch wirklich wichtig werden zu lassen. Hierzu k&#246;nnen „Ver&#246;ffentlichungen“ in der Lerngruppe ebenso dienen wie beispielsweise Sch&#252;lerzeitungen, Lesungen in einer Klasse oder &#252;ber diese hinaus, Schreibwettbewerbe, gemeinsam erstellte Weblogs und Wikis und einfach alles, was zum Schreiben f&#252;r andere einl&#228;dt. Es geht also auch um die Frage, wie Texte Leser und Leserinnen finden  – und ein solcher Leser oder eine solche Leserin sollte eben nicht nur der Lehrer oder die Lehrerin sein, wenn man will, dass Lernende nicht prim&#228;r f&#252;r Lehrende schreiben.</li>
    <li>Um das Schreiben zu lernen muss viel gelesen werden. Dabei ist auch das Vorlesen von zentraler Bedeutung, da dies f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler motivierend ist und diese auf diesem Wege ganz viel Wissen erwerben k&#246;nnen (auch &#252;ber das Lesen).</li>
    <li>Vor allem Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, aber nat&#252;rlich auch alle anderen, d&#252;rfen nicht blo&#223; gestellt werden. Will ich etwas &#252;ber die  Lesef&#228;higkeiten der Kinder erfahren, kann es eine durchaus bedenkenswerte Alternative sein, Texte auf Kassette oder als MP3 aufzeichnen zu lassen, statt jeden vor der Klasse lesen zu lassen. In diesem Zusammenhang kann es auch hilfreich sein, wenn Kinder Texte mitlesen, die sie vorgelesen bekommen. Gut eingelesene H&#246;rb&#252;cher k&#246;nnen hier eine gro&#223;e Hilfe sein.</li>
    <li>Es gilt, mit den Kindern &#220;bungsstrategien zu erlernen und einzusetzen, die eher dem Prinzip der Kontinuit&#228;t als des gro&#223;en Umfangs in kurzer Zeit dienen.</li>
    <li>Und weil es so wichtig ist, noch einmal: Im Zentrum des Lesens und Schreibens stehen die Ausdrucksf&#228;higkeit, das „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit und vor allem die Lust am Lesen und Schreiben. Ohne diese Lust wird das Erreichen eines formgerechten Schreibens erschwert. Rechtschreibung ist ein Beiwerk, ein Mittel und nicht der Zweck, so wenig sie aus dem Blick verloren werden darf.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/18/zwilling-oder-motive-finden/" rel="bookmark" title="18. September 2008">Zwilling – oder: Motive finden</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/" rel="bookmark" title="9. M&#228;rz 2010">Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/01/schmoeker-schnipsel-vom-auswendiglernen/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2009">Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.149 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy20"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Rechtschreibung \u2013 wichtig und sekund\u00e4r, oder: Vom Lesen und Schreiben "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/09\/18\/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy20').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fortbildung/" title="Fortbildung" rel="tag">Fortbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhalt/" title="Inhalt" rel="tag">Inhalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/korrekturen/" title="Korrekturen" rel="tag">Korrekturen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/lrs/" title="LRS" rel="tag">LRS</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlichkeit/" title="Persönlichkeit" rel="tag">Persönlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rechtschreibung/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/rechtschreibung-deutsch-sek-i/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verb/" title="Verb" rel="tag">Verb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wortschatz/" title="Wortschatz" rel="tag">Wortschatz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Die Bildungsfrage als Medienfrage</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 18:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Marshall McLuhan]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wikis]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1840</guid>
		<description><![CDATA[Ein Satz in einem Blogeitrag von Jean-Pol Martin, der mich sofort anspricht, dem ich zustimme, ohne zu wissen warum. Ein Satz dem ich nachgehen muss und der sinngem&#228;&#223; sagt: Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden. „The Medium &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Satz in einem Blogeitrag von <a href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean-Pol Martin</a>, der mich sofort anspricht, dem ich zustimme, ohne zu wissen warum. Ein Satz dem ich nachgehen muss und der sinngem&#228;&#223; sagt: <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/06/26/twitter-als-arbeitsplatz/" target="_blank">Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden</a>.</p>

<p>„The Medium is the Message“ schrieb der Medientheoretiker <a href="http://www.marshallmcluhan.com" target="_blank">Marshall McLuhan</a> ein wenig plakativ. Und an anderer Stelle:</p>

<blockquote>„We look at the present through a rear-view mirror. We march backwards into the future.“ (<a href="http://www.marshallmcluhan.com/poster.html" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>&#220;bersetzt hei&#223;t das etwa: „Wir betrachten die Gegenwart durch einen nach hinten gerichteten Spiegel. Wir gehen r&#252;ckw&#228;rts in die Zukunft.“</p>

<p>F&#252;r die gegenw&#228;rtige Bildungsdebatte in mehr und mehr selbstverst&#228;ndlich digital gepr&#228;gten Zeiten, zumindest f&#252;r die j&#252;ngere  und ein paar interessierte Mitglieder der &#228;lteren Generation, stellt sich f&#252;r mich die Frage, was ich in diesem nach hinten oder auch r&#252;ckw&#228;rts gewandten Spiegel sehe.<span id="more-1840"></span></p>

<p>Als erstes kommt mir die f&#252;r Bildung lange Zeit relevante und auch heute nicht zu verachtende Buchkultur in den Sinn.</p>

<p>Ich stelle mir vor, man h&#228;tte vor ein paar hundert Jahren einem Jugendlichen ein Buch in die Hand gegeben und gesagt: Bitte, hier ist das neue Medium, das Medium der Zukunft, mach was draus – und h&#228;tte dann den Jugendlichen mit einem Buch und einem Schreibwerkzeug alleine gelassen. Was h&#228;tte der Jugendliche wohl getan? Ganz sicher h&#228;tte er das Buch nicht als ein Medium f&#252;r Bildungszwecke entdeckt. Vielmehr h&#228;tte er vielleicht Zeichnungen hinterlassen. Diese h&#228;tten m&#246;glicherweise denjenigen erschreckt, der den Jugendlichen das Medium „Buch“ an die Hand gegeben hat: M&#246;glicherweise w&#228;re angeprangert worden, dass das Medium f&#252;r Bildungszwecke ungeeignet sei. Vielleicht h&#228;tte der eine oder andere, der das Medium in die Hand der Jugendlichen gab, auch obsz&#246;ne Zeichnungen entdeckt oder solche von Waffen und w&#228;re zu dem Schluss gekommen, dass dieses Medium Jugendliche negativ beeinflusst und einen restriktiveren Zugang zu diesem Medium gefordert.</p>

<p>So ist die Geschichte bei der Einf&#252;hrung des Buchs als Leitmedium der Bildung nicht gelaufen: Wer ein Buch in die Hand bekam, hatte Unterricht im Lesen und im Schreiben, konnte mit der Produktion von Text &#252;ber die Rezeption von Texten umgehen und so zu einem angemessenen Umgang mit dem Medium gelangen und den Lernerfolg erzielen, der mit der Vorstellung „Buch“ verbunden wurde.</p>

<p>Das Medium wurde also als ein Teil des Bildungsprozess selbst betrachtet, die damit verbundene Schreibf&#228;higkeit wurde aber auch f&#252;r Briefe genutzt, die den Austausch mit anderen erm&#246;glichten. Die erlernten Techniken wurden mit den vorhandenen Formen der Kommunikation genutzt und es entstand im schriftlichen Bereich „<a href="http://www.fernuni-hagen.de/EUROL/termini/5420.htm" target="_blank">Intertexutalit&#228;t</a>“: Das vorhandene Medium wurde genutzt, um im textgebundenen Gespr&#228;ch mit anderen das Medium Nutzenden in einen Austausch zu kommen, der dann f&#252;r die eigene Produktion von Texten genutzt wurde.</p>

<p>Die Einf&#252;hrung des Buches brachte es also mit sich, dass die f&#252;r eine angemessene Nutzung des Mediums notwendigen Techniken vermittelt wurden. Diese Vermittlung fand mit B&#252;chern statt und schlug sich in neuen Texten nieder.</p>

<p>Und heute? Mir kommt es zunehmend so vor, als w&#252;rden die neuen Leitmedien (Computer und Internet) zwar den Jugendlichen als notwendige Instrumente an die Hand gegeben, die f&#252;r gegenw&#228;rtige Prozesse als unabdingbar angesehen werden, ohne die zur effektiven Nutzung dieser Medien notwendigen Kenntnisse im Umgang mit den Medien selbst zu vermitteln.</p>

<p>Auch heute muss man lesen und schreiben k&#246;nnen, um das Medium zu nutzen. Da hat sich gegen&#252;ber der Einf&#252;hrung des Buchs nicht viel ge&#228;ndert. Hinzu kommt aber die Notwendigkeit, &#252;ber den Schriftgebrauch hinaus auch direkt mit digitalen Medien verbundene Techniken zu erlernen und zu einem eigenen Teil im Bildungsprozess zu machen.</p>

<p>Was fr&#252;her der Umgang mit der Schreibfeder und dem Tintefass war, ist heute der Umgang mit Programmen. Und wenn fr&#252;her die Rezeption und das Erstellen von Texten im Zentrum stand, die &#252;ber B&#252;cher vermittelt wurden, so ist heute die Rezeption von Websites ein wichtiges Thema geworden.</p>

<p>Es reicht nicht, Menschen das zentrale Werkzeug der Gegenwart in den reicheren L&#228;ndern der Welt zur Verf&#252;gung zu stellen. Dar&#252;ber hinaus muss auch der Umgang mit diesem Werkzeug und des mit ihm produzierten Inhalts Teil des Bildungsprozesses sein.</p>

<p>Und damit bin ich wieder am Anfang dieses Beitrags. <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/06/26/twitter-als-arbeitsplatz/" target="_blank">Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden</a>. Etwas sch&#228;rfer ausgedr&#252;ckt: Die Bildungsfrage ist selbst Teil der Medienfrage.</p>

<p>Denke ich diese Gedanken weiter, so komme ich zu dem Schluss, dass der gegenw&#228;rtig eher restriktive Umgang mit digitalen Medien letztlich ein restriktiver Umgang mit den im produktiven Umgang mit den Medien liegenden Bildungschancen ist – zumindest so lange, wie die Stimmen, die einen anderen Umgang mit Medien in Bildungsprozessen fordern und vorausdenken, f&#252;r die praktische Bildungsarbeit weitgehend unerh&#246;rt bleiben.</p>

<p>Das bedeutet nicht, dass das Buch, die Zeitung, die Zeitschrift etc. tot w&#228;ren. Nach wie vor bilden diese Medien den Rahmen, der von digitalen Medien erweitert und langsam ver&#228;ndert wird. Lesen und Schreiben sind weiterhin unabdingbare Fertigkeiten, die den Bildungsprozess &#252;berhaupt erst m&#246;glich machen.</p>

<p>Das eigentlich neue und f&#252;r den Bildungsprozess nutzbar zu machende Element verdr&#228;ngt diese Medien und Techniken auf absehbare Zeit noch nicht. Was sich ver&#228;ndert ist die Form der Kommunikation. An die Stelle von Briefen, die in der Regel genau zwei Leute miteinander ins Gespr&#228;ch bringen, treten Blogs und, wenn es sich um eher private, nicht f&#252;r andere Augen direkt zug&#228;ngliche Austauschprozesse handelt, die E-Mail.</p>

<p>Gemeinsame Wissenskonstruktion erfordert heute Kompetenzen, die diese Wissenskonstruktion &#252;berhaupt erm&#246;glichen. Dazu geh&#246;rt all das, was heute unter dem Schlagwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz" target="_blank">Medienkompetenz</a>“ gef&#252;hrt wird:</p>

<blockquote>„<strong>Medienkompetenz</strong> bezeichnet nach <a title="Dieter Baacke" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Baacke" target="_blank">Dieter Baacke</a> die F&#228;higkeit, <a title="Massenmedien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien" target="_blank">Medien</a> und ihre <a title="Inhalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inhalt" target="_blank">Inhalte</a> den eigenen Zielen und Bed&#252;rfnissen entsprechend zu nutzen.” (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>Um sie aber f&#252;r diese eigenen Ziele und Bed&#252;rfnisse nutzen zu k&#246;nnen, muss ich mit ihnen umgehen k&#246;nnen. Das f&#228;ngt bei so einfachen Fragen wie der nach der Tastenkombination f&#252;r korrekte deutsche Anf&#252;hrungszeichen an und geht heute bis zu den Fragen, wie ein Wiki zur gemeinsamen Wissenskonstruktion genutzt werden kann, wie ein Blog erstellt und gepflegt wird, wie Bilder digital verarbeitet k&#246;nnen etc.</p>

<p>In diesen Bereichen beobachte ich bei Jugendlichen weit weniger Kompetenzen als es das Schlagwort von den „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_native" target="_blank">Digital Natives</a>“ vermuten lassen w&#252;rde.</p>

<p>Im Augenblick geben wir Jugendlichen Medien an die Hand, ohne die notwendigen Kenntnisse zum produktiven Gebrauch dieser Medien mit zu vermitteln. Und dann wundern wir uns, dass Jugendliche so mit dem Computer, dem Mobiltelefon oder mit den Communities im Netz umgehen, wie sie es tun. Wir wundern uns, dass Sch&#252;ler den Computer mehr f&#252;r Spiele und Chats nutzen als zum Erreichen ihrer eigenen Ziele. Dabei geht unter, dass der Gebrauch eines Computers als Arbeitsinstrument erst gelernt und dem entsprechend auch gelehrt werden muss, damit dieses Medium seine ganze positive Wirkung auf Biildungsprozesse &#252;berhaupt erst entfalten kann.</p>

<p>Dabei bieten digitale Medien ganz neue M&#246;glichkeiten der Vernetzung an, die nicht mehr nur bipolar ist, wie beim Brief, sondern multiplural geworden ist. Ein Blogeintrag kann potentiell von Millionen von Menschen gelesen und kommentiert werden; im Zusammenhang mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki" target="_blank">Wikis</a> bietet sich die direkte Mitarbeit an Texten an (wenn die f&#252;r eine differenzierte Eintragung n&#246;tigen technischen Kenntnisse vorhanden sind), <a href="http://twitter.com" target="_blank">Twitter</a> erm&#246;glicht den gleichzeitigen Kontakt zu anderen an den Fragen interessierten Personen, die an dem gleichen Thema arbeiten wie ich, so ich wei&#223;, wie ich mit Twitter umgehen kann.</p>

<p>Auf diesen Wegen bieten sich M&#246;glichkeiten, die eigenen Fragen jederzeit zur Diskussion zu stellen, R&#252;ckmeldungen zu bekommen, die quantitativ und oft auch qualitativ das eigenen Arbeiten befruchten.</p>

<p>Doch solange bereits die Nutzung eines Textverarbeitungsprogramms an mangelnden Anwenderkenntnissen scheitert, werden diese Potentiale nicht genutzt werden k&#246;nnen.</p>

<p>F&#252;r Bildungsfragen ergeben sich aus diesen &#220;berlegungen f&#252;r mich folgende Fragen und zu ber&#252;cksichtigende Aspekte:</p>

<ol>
    <li>Der angemessene Einsatz von Medien setzt Kenntnisse in den Kulturtechniken Lesen und Schreiben voraus.</li>
    <li>Diese Kenntnisse werden mit Hilfe etablierter Medien und mit der Nutzung neuer Medien vermittelt und erworben.</li>
    <li>Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Anwenderkompetenzen im Gebrauch mit Programmen vermittelt und genutzt werden.</li>
    <li>Ziel dieser Vermittlung von Anwenderkompetenzen ist es, die im Web 2.0 liegenden Bildungschancen f&#252;r den einzelnen Menschen zug&#228;nglich und nutzbar zu machen. Dabei bedarf es kritischer Reflexionsf&#228;higkeiten, die eine angemesse Einsch&#228;tzung der Inhalte und der Kommunikationsstrukturen in vernetzten Arbeitsprozessen erm&#246;glichen.</li>
    <li>Die Herausf&#252;hrung von Menschen aus der durch mangelnde Kompetenzen im Bereich digitaler Bildungs- und Arbeitsm&#246;glichkeiten entstehenden Unm&#252;ndigkeit ist letztlich kein Akt eines modischen und schnell vergehenden Medienhypes, sondern letztlich ein Akt der Fortf&#252;hrung der Aufkl&#228;rung im digitalen Zeitalter.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/19/prof-dr-martin-ist-pensioniert-und-wird-noch-immer-klueger/" rel="bookmark" title="19. Januar 2010">Prof. Dr. Martin ist pensioniert und wird noch immer kl&#252;ger…</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/22/isabel-abedi-isola-moegliche-themen-brainstorming/" rel="bookmark" title="22. Oktober 2008">Isabel Abedi, Isola – M&#246;gliche Themen (Brainstorming)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/12/herausforderung-medienpaedagogik/" rel="bookmark" title="12. M&#228;rz 2009">Herausforderung Medienp&#228;dagogik</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.984 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy23"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Die Bildungsfrage als Medienfrage "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/06\/28\/die-bildungsfrage-als-medienfrage\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy23').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsdebatte/" title="Bildungsdebatte" rel="tag">Bildungsdebatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jean-pol-martin/" title="Jean-Pol Martin" rel="tag">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturkritik/" title="Kulturkritik" rel="tag">Kulturkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/marshall-mcluhan/" title="Marshall McLuhan" rel="tag">Marshall McLuhan</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/technik/" title="Technik" rel="tag">Technik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzung/" title="Vernetzung" rel="tag">Vernetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wikis/" title="Wikis" rel="tag">Wikis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Mit LdL anfangen – oder: Sch&#252;lerorientierter Unterricht. LdL-Tag in Ludwigsburg (2. Vorbericht)</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 May 2009 23:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrberuf]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen durch Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1553</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Artikel war nicht geplant, aber er ist bei meinen Vorbereitungen auf den LdL-Tag in Ludwigsburg am 9. Mai 2009 entstanden. Sch&#252;lerorientiert unterrichten! Diesen Imperativ konnte ich am Ende meines Referendariates nicht mehr h&#246;ren, obwohl es von den Ausbilderinnen und &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Artikel war nicht geplant, aber er ist bei meinen Vorbereitungen auf den <a href="http://www.ph-ludwigsburg.de/lernendurchlehren.html" target="_blank">LdL-Tag in Ludwigsburg am 9. Mai 2009</a> entstanden. </em></p>

<p>Sch&#252;lerorientiert unterrichten! Diesen Imperativ konnte ich am Ende meines Referendariates nicht mehr h&#246;ren, obwohl es von den Ausbilderinnen und (wenigen) Ausbildern redliche Versuche gab, ihren Referendaren, wir hie&#223;en damals offiziell bereits LiV – Lehrende im Vorbereitungsdienst, also auch mir, zu vermitteln, was damit gemeint sein k&#246;nnte: „Sie m&#252;ssen Unterrichtsarrangements schaffen, in denen Lernende zu eigenen kognitiven Leistungen gelangen“, so h&#246;rte ich immer wieder. Was damit gemeint war, hatte ich wohl zumindest in Ans&#228;tzen verstanden, denn das „<a href="http://www.uni-kassel.de/~barsch/Sitzung%2013-12-05.doc" target="_blank">literarische Gespr&#228;ch</a>“ zu<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jurek_Becker" target="_blank"> Jurek Becker</a>s Roman „<a href="http://www.falk-net.de/ingo/bkfh2/deutsch/standard05.htm" target="_blank">Bronsteins Kinder</a>“ f&#252;hrte zu einem vergleichsweise sehr ertr&#228;glichem Examensergebnis.</p>

<p>Was und warum an den kognitiven Leistungen der Lernenden anders gewesen sein sollte, als in „normalem“ Unterricht, in dem Lernende Arbeitsauftr&#228;ge durchf&#252;hren und sich dabei Wissen angeignen, war mir nicht so recht verst&#228;ndlich. Die Rede von den beobachtbaren kognitiven Leistungen hatte ich damals nicht verstanden, obwohl ich doch sehr lange nichts anderes getan habe, als zu lernen und Denkstrukturen aufzubauen, die physiologisch betrachtet ja eigentlich Netzwerke von Verkn&#252;pfungen im Gehirn sind.</p>

<p>Was „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen" target="_blank">Lernen</a>“ praktisch bedeutet wusste ich also. F&#252;r den Lehrberuf reicht aber nicht das Wissen &#252;ber das Lernen,<span id="more-1553"></span> das meist so unreflektiert bleibt, wie die Regeln der Sprache (Grammatik) bei Menschen, die ihre Muttersprache perfekt beherrschen. Wer Sprache lehren will, muss die Strukturen der Sprache nicht nur verinnerlicht haben, sondern auch ausdr&#252;cken k&#246;nnen. Und wer Lernen lehren will, muss wissen, wie lernen funktioniert.</p>

<p>Das K&#246;nnen des Menschen, Sprachen, Laufen etc., entwickelt sich &#252;ber die Herausbildung entsprechender Gehirnstrukturen, die diese Prozesse m&#246;glich machen. Die M&#246;glichkeit zur Entwicklung eben dieser Strukturen ist den Menschen von Geburt an in der Regel mitgegeben und hat auch mit der M&#246;glichkeit des Gehirns zu tun, Neuronen miteinander zu vernetzen und diese kommunizieren zu lassen. Eine Vorstellung, die mir unmittelbar einleuchtete, die mir vor Augen f&#252;hrte, was es hei&#223;t, kognitive Prozesse von au&#223;en erkennbar werden zu lassen, denn kognitive Prozesse sind der Aufbau vernetzter Strukturen, die K&#246;nnen erm&#246;glichen. Doch wir haben die F&#228;higkeit, nicht nur so praktische Dinge zu lernen wie das Sprechen oder das Laufen, sondern auch abstrakte Vorstellungen zu entwickeln, mit deren Hilfe wir z. B. zu Wissen gelangen, wie bspw. Sprache funktioniert, welchen Regeln sie folgt und wie man mit Hilfe dieser Regeln anderen Menschen das Sprechen beibringen kann – oder selbst das Sprechen weiter entwickeln, z. B. beim Erlernen von Fremdsprachen.</p>

<p>Damit ein solches K&#246;nnen aufgebaut werden kann, m&#252;ssen entsprechende Synapsenverbindungen im Gehirn aktiviert bzw. aufgebaut werden, es m&#252;ssen Lernprozesse stattfinden, die m&#246;glichst mit positiven Emotionen verbunden sind. Und f&#252;r mich als Lehrer gibt es deshalb bis heute kaum etwas erschreckenderes als wenn ich feststellen muss, dass Lernen f&#252;r viele Menschen mit Gef&#252;hlen der Angst verbunden wird. Das aber nur am Rande.</p>

<p>Die gro&#223;e Frage blieb f&#252;r mich &#252;ber das Referendariat hinaus, wie Lernprozesse, die die Erkenntnisse der Hirnphysiologie zur Kenntnis nehmen und nutzen, aussehen und angeleitet werden k&#246;nnen.</p>

<p>Im Referendariat hie&#223; das Zauberwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus" target="_blank">Konstruktivismus</a>“ und dem entsprechend wurden auch <a href="http://methodenpool.de" target="_blank">konstruktivistisch orientierte Lernmethoden</a> Gegenstand der Ausbildung, wobei ich mich allerdings nicht erinnern k&#246;nnte, dass der Begriff jemals eine klarere Beschreibung erfahren h&#228;tte als den Hinweis auf von au&#223;en erkennbare kognitive Prozesse. F&#252;r mich war das zu wenig, um diesen Ansatz zu verstehen.</p>

<p>Und dann begegnete ich dem Ansatz von „<a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>“, der mir sehr deutlich vor Augen f&#252;hrte, was mit erkennbaren kognitiven Prozessen gemeint ist. Au&#223;erdem war mir der Ansatz sympathisch, da er auf materialreiche Methoden, die den Transport der Materialien in gro&#223;en T&#252;ten und Koffern verlangte, im Ansatz erst einmal verzichtet.</p>

<p>Im klassischen Sinne geht es darum, dass Lernende Texte bekommen und diese dann gemeinsam erarbeiten, wobei der Lehrer die Moderatorenrolle abgibt und zum Berater und Impulsgeber wird. Das Ziel dabei: Die Lernenden sollen zum Sprechen gebracht werden.</p>

<p>Dieses Ziel h&#228;ngt wohl unmittelbar damit zusammen, dass LdL von dem Franz&#246;sischdidaktiker Jean-Pol Martin entwickelt wurde. Doch genau &#252;ber dieses Sprechen der Lernenden miteinander, ich spreche lieber von der Kommunikation untereinander, findet weit mehr statt als nur der Austausch sprachlicher Codes. Hier werden kognitive Prozesse idealerweise von au&#223;en erkennbar. – Was bislang in den K&#246;pfen vorging und kaum einmal artikuliert wurde, wird nun sichtbar, wenn es gelingt, die Lernenden dahin zu bekommen, dass sie wie „Neuronen“ miteinander arbeiten, indem quasi die Struktur des Lernens von Individuen, wie sie von Neurophysiologen erforscht wurde, auf das Lernen in einer Lerngruppe &#252;bertragen wird.</p>

<p>Eigentlich ist der Gedanke trivial, da Lernen immer in vernetzten Strukturen stattfindet: Wer kein Gegen&#252;ber hat, der mit ihm spricht, lernt nicht sprechen, um nur ein Beispiel zu nennen. Doch bislang liefen viele Lernprozesse nicht vernetzt ab, sondern vor allem &#252;ber einen Knotenpunkt, den Lehrenden, der die Fragen stellte, Fragen beantwortete und von dem aus die meisten Impulse ausgingen. Die Lernenden kommunizierten miteinander immer &#252;ber die Zwischenstation des Lehrenden – also nur indirekt. Dem sollen Gruppenarbeiten, Stationenlernen, Projektunterricht entgegenwirken, mit all dem enormen Aufwand, der mit vielen dieser Methoden  verbunden ist. Aber auch hier kommt es immer nur zur Kommunikationen von Teilmengen einer Lerngruppe, es werden also die Potentiale, die in Kommunikationsprozessen der ganzen Lerngruppe liegen, immer nur teilweise genutzt, auch wenn es Auswertungsphasen gibt, in denen die Ergebnisse gegenseitig vorgestellt werden.</p>

<p>Wie also m&#252;sste eine Methode aussehen, die 1. m&#246;glichst viel des Denkpotenzials einer Lerngruppe nutzt und 2. zu kognitiven Prozessen f&#252;hrt, die durch eine 3. angenehme Lernatmosph&#228;re zu 4. emotional in m&#246;glichst vielen F&#228;llen positiv besetzte Ergebnissen f&#252;hren?</p>

<p>Diese Fragen hatte ich im Hinterkopf, als ich LdL begegnete: Hier tritt der Lehrer als Kristallisationspunkt, sozusagen als Super-Neuron, zur&#252;ck und es wird die direkte Kommunikation &#252;ber ein Thema zwischen den Lernenden m&#246;glich. Es entsteht ein Prozess, der nicht strahlenf&#246;rmig immer auf den Lehrenden zul&#228;uft und von diesem dann wieder ausgeht, sondern das Denken der Lernenden bekommt Strukturen, die tats&#228;chlich einem Netz &#228;hneln, in dem es viele aktive „Neuronen“ gibt.</p>

<p>Wenn ein Sch&#252;ler von mir seine Erfahrungen mit den Worten „Das ist wie ein kollektives Gehirn“ beschreibt, so l&#228;uft es mir zwar erst einmal eiskalt den R&#252;cken herunter, weil ich mit Kollektivismus eigentlich immer Uniformit&#228;t verbinde, doch trifft der Sch&#252;ler mit dieser &#196;u&#223;erung genau ein Bild, das mit LdL immer wieder verbunden wurde und wird. Wenn man sich klar macht, dass die hier entstehenden Lernstrukturen eben nicht uniformieren, sondern endlich die Differenz in Lerngruppen f&#252;r das Lernen selbst wirksam werden lassen, ist die Metapher vom kollektiven Gehirn (<a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_3" target="_blank">Neuronenmetapher</a>) f&#252;r mich &#252;berhaupt nicht mehr erschreckend.</p>

<p>Und die Methode ist so einfach: In ihrer klassischen Form geht sie von (anspruchsvollen!) Texten aus, die die Lernenden miteinander und bei gro&#223;er Zur&#252;cknahme des Lehrenden einander lehren, anhand derer sie zu kognitiven Leistungen gelangen, die so nur in symmetrisch vernetzten Kommunikationsprozessen m&#246;glich sind.</p>

<p>Aber auch ohne Texte k&#246;nnen solche Strukturen eingesetzt werden. Ein Beispiel aus dem Religionsunterricht der Sekundarstufe 1: Am Anfang der Stunde schreibe ich das Wort „Wunder“ an die Tafel, lege die Kreide weg und setze mich auf einen freien Platz im Klassenraum, wobei ich noch sage: „Was f&#228;llt euch dazu ein?“</p>

<p>Es dauerte nicht lange, bis die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen verstanden haben, dass sie ihre Ideen an die Tafel bringen sollen. Im Zentrum steht zun&#228;chst der Sprachgebrauch, der etwas besonders sch&#246;nes und faszinierendes mit dem Wort verbindet, wobei das Wort „Naturwunder“ sehr schnell f&#228;llt, aber auch „Die Entdeckung eines Medikamentes gegen Krebs“ steht bald an der Tafel. Erst ganz zuletzt erg&#228;nzt jemand „Wenn Jesus einen Menschen heilt“.</p>

<p>Als keine weiteren Impulse mehr kommen, gebe ich den Impuls, dass die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen nun versuchen sollen, in ein bis zwei S&#228;tzen zu erkl&#228;ren, was denn nun ein Wunder sei.</p>

<p>Dieser Impuls l&#246;st den eigentlichen kognitiven Prozess aus. Es wird &#252;ber Naturwunder gesprochen, dar&#252;ber, dass es doch schon ein Wunder sei, dass es die Erde gebe und dass es mal einen Urknall gab. Doch dann wirft jemand ein, dass das f&#252;r uns doch alles normal sei und das Dinge, die uns st&#228;ndig begegnen, vielleicht wunderbar seien. „Aber was wir st&#228;ndig um uns haben, sehen wir nicht mehr als Wunder.“ &#8211; Ja, zu solchen S&#228;tzen sind Mittelstufensch&#252;ler in der Lage.</p>

<p>Eine <a href="http://ldl.mixxt.de/networks/blog/post.cspannagel:3" target="_blank">Unsch&#228;rfe</a> war entstanden. Da musste jetzt eine L&#246;sung her. Und &#252;ber mehrere Schritte kamen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zu folgender Erkl&#228;rung f&#252;r Wunder: „Wunder sind Dinge, die passieren, obwohl sie eigentlich gar nicht passieren k&#246;nnen.“ Hier wird zwar nicht gesagt, dass Wunder Ereignisse sind, die naturwissenschaftlich nicht erkl&#228;rt werden k&#246;nnen, aber den Kern haben die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in einer f&#252;r sie angemessenen Sprache gefunden und am Ende auch im Heft gehabt.</p>

<p>Das f&#252;r mich faszinierende ist: Hier sehe ich pl&#246;tzlich kognitive Prozesse. Ich sehe, wie ein Denkprozess sich seine Wege sucht, um zu einer L&#246;sung zu kommen. Das ist problemorientiert Unterricht, indem aber wirklich die Probleme auftauchen, die Lernende haben, ohne dass ein Lehrender diese m&#252;hevoll h&#228;tte konstruieren m&#252;ssen. Und der hier beschriebene Denkprozess ist in 45 Minuten gelaufen, mit dem Ergebnis, dass ich wirklich denkende Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen erlebte. Ich gab nur an einzelnen Stellen Impulsfragen in die Lerngruppe, die den Denkprozess vorsichtig steuerten, wenn eine Frage ausdiskutiert erschien, ohne dass die sich daraus ergebenden Folgefragen klar gestellt worden w&#228;ren. Aber auch diese Fragen nahmen immer nur Impulse auf, die von den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern selbst gegeben wurde – und LdL hei&#223;t ja, dass sich alle miteinander vernetzen, die am Lernprozess beteiligt sind, da geh&#246;rt der Lehrende nun einmal auch dazu.</p>

<p>LdL war f&#252;r mich am Anfang intuitiv die Antwort auf meine Frage, wie das denn nun mit der Erm&#246;glichung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kognition" target="_blank">kognitiven Prozessen</a> gehen k&#246;nnte, die dann auch noch von au&#223;en beobachtbar werden. Und als ich diesem Gef&#252;hl folgend mit LdL anfing, passierte auch noch genau das, was ich bei meiner Besch&#228;ftigung mit dem Thema antizipiert hatte.
Aber es gibt auch Probleme, die in all den positiven Erfahrungen, die in letzter Zeit im Netz dokumentiert werden, von mir nicht au&#223;en vor gelassen werden, es tauchen neue Unsch&#228;rfen auf.  Ich m&#246;chte diese Probleme hier nur anrei&#223;en, aber nicht umschiffen.</p>

<p>Ich nutze LdL phasenweise und wei&#223;, dass auch die Position der totalen Umstellung auf diese Art von Unterricht gibt. Kann eine solche totale Umstellung wirklich gelingen?</p>

<p>Die Frage der Bewertung von LdL-Lernprozessen wird diskutiert und unterschiedlich beantwortet. Jean-Pol Martin sagt, dass er den Lern- und den Bewertungsprozess voneinander trennt. Mir ist dieser Ansatz sympathisch, aber die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler fragen immer nach, wie ich denn nun solche Stunden bewerte. Meine Antwort bisher: M&#252;ndliche Leistung besteht nicht zuerst aus „richtigen Antworten“, sondern in der Beteiligung am Lernprozess selbst. Fehler sind n&#228;mlich, so meine Beobachtung, echte Antriebsfedern f&#252;r das Lernen, wenn ein andere Sch&#252;ler pl&#246;tzlich sagt, dass er eine bestimmte Auffassung oder &#196;u&#223;erung nicht verstehe, weil…</p>

<p>Eine weitere Frage ist f&#252;r mich das Ph&#228;nomen, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler LdL-Stunden zwar &#252;berwiegend als gute Stunden erleben, sie dann aber pl&#246;tzlich auch „Input“-Stunden w&#252;nschen, Stunden, in denen es explizit auch Lehrervortr&#228;ge geben soll.</p>

<p>Am Anfang dachte ich noch, dass ich Probleme mit dem Lehrplan bekommen w&#252;rde, wenn ich LdL einsetze. Bis jetzt ist dieses vermutete Problem nicht akut geworden, was gegen die Bef&#252;rchtung spricht.
Aber ich erinnere mich gut, wie das am Anfang war, als ich gerade auf LdL stie&#223; und &#252;berlegte, ob ich diese Methode einsetzen solle oder nicht. Das war ein Hin und Her von unterschiedlichsten Fragen, die ich mir stellte und die ich hier teilweise gerade wiedergegeben habe. Die einzige L&#246;sung war: Ich musste LdL ausprobieren. Das hat zwar nicht alle Fragen gel&#246;st, die auf reflexiver Ebene nach wie vor immer mal wieder auftauchen, das hat mir aber schon einige &#228;u&#223;erst spannende Unterrichtsstunden beschert, ohne dass ich leugnen wollte, dass die Lerngruppen sehr unterschiedlich offen auf diese Art des Unterrichtens reagieren. Da braucht es manchmal einer etwas gr&#246;&#223;eren Hartn&#228;ckigkeit und vor allem <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/LdL-Treffen-Ludwigsburg" target="_blank">f&#252;r die Lernenden spannende Impulse und Materialien</a>.</p>

<p>Insgesamt hat sich f&#252;r mich &#252;ber LdL eine gr&#246;&#223;ere Klarheit ergeben, was damit gemeint war, wenn meine Ausbilder und Ausbilderinnen davon sprachen, dass im Unterricht kognitive Prozesse erkennbar werden sollen. Und das ist dann doch auch ein Lernprozess – oder?<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/30/lernen-durch-lehren/" rel="bookmark" title="30. Januar 2009">Lernen durch Lehren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" rel="bookmark" title="25. September 2008">»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/11/web-20-eine-paedagogische-herausforderung/" rel="bookmark" title="11. Februar 2009">Web 2.0 &#8211; eine p&#228;dagogische Herausforderung?</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.286 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy26"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Mit LdL anfangen \u2013 oder: Sch\u00fclerorientierter Unterricht. LdL-Tag in Ludwigsburg (2. Vorbericht)  "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/05\/09\/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy26').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/atmosphaere/" title="Atmosphäre" rel="tag">Atmosphäre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gehirn/" title="Gehirn" rel="tag">Gehirn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jean-pol-martin/" title="Jean-Pol Martin" rel="tag">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ldl/" title="LdL" rel="tag">LdL</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrberuf/" title="Lehrberuf" rel="tag">Lehrberuf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen-durch-lehren/" title="Lernen durch Lehren" rel="tag">Lernen durch Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/05/09/mit-ldl-anfangen-oder-schuelerorientierter-unterricht-ldl-tag-in-ludwigsburg-2-vorbericht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Bildung, Wissen, Kompetenzen</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 22:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeinbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Rumpf]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen durch Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Wagenschein]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm von Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1468</guid>
		<description><![CDATA[Belangloses Wissen hat Hochkonjunktur. Wissen ohne Bez&#252;ge zur eigenen Person ist allgegenw&#228;rtig. Und ich sage es lieber schon gleich zu Beginn, dass ich dagegen nach wie von dem Bildungsbegriff (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang von einem Bildungsideal zu sprechen) &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Belangloses Wissen hat Hochkonjunktur. Wissen ohne Bez&#252;ge zur eigenen Person ist allgegenw&#228;rtig. Und ich sage es lieber schon gleich zu Beginn, dass ich dagegen nach wie von dem Bildungsbegriff (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang von einem Bildungsideal zu sprechen) Wilhelm von Humboldts gepr&#228;gt bin und diesen nach wie vor f&#252;r bedeutsam halte. Zun&#228;chst eine Bestandsaufnahme:</p>

<ul>
    <li>Bildung wird heute mit Schulabschl&#252;ssen gleich gesetzt und dabei in h&#246;here und nicht h&#246;here Bildung aufgeteilt. Ohne Bildung in diesem formalen Sinne<span id="more-1468"></span> geraten Menschen heute schnell in die sogenannte „Bildungsarmut“. Eine interessante Zusammenstellung zum Thema liefert das von der <a href="http://www.bpb.de" target="_blank">Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung</a> herausgegebene Heft <a href="http://www.bpb.de/publikationen/JQJWQK,,0,Bildungsmisere.html" target="_blank">Aus Politik und Zeitgeschichte (B 21-22/2003)</a>, in dem die „Bildungsmisere“ in Deutschland umfassend aufgegriffen wird.</li>
    <li>„Wissen“ ist heute Gegenstand der Unterhaltung, in Quizsendungen mit sehr beeindruckenden Gewinnm&#246;glichkeiten (ohne diese Geldsummen w&#228;ren diese Sendungen wahrscheinlich noch offensichtlicher langweilig als sie es eh schon sind), aber auch in den zahlreichen, oft als „Dokumentationen“ daher kommenden „Wissens“-Sendungen vor allem im Fernsehen.</li>
    <li>Die Begriffe „Wissen“ und „Bildung“ werden oft synonym gebraucht, so z.B. im Titel von Dietrich Schwanitz’ „Bildung. Alles, was man wissen mu&#223;“, M&#252;nchen, 24. Auflage 2002.</li>
    <li>Neben den Begriffen „Wissen“ und „Bildung“ spielt in der gegenw&#228;rtige „Bildungs“-Debatte auch der „Kompetenz“-Begriff eine nicht unbedeutende Rolle.</li>
</ul>

<p>Mir kommt das wie ein gordischer Knoten der Vermengung, Gleichsetzung und Entleerung bis zur Bedeutungslosigkeit der W&#246;rter vor – Grund genug, den Begriffen einmal ein wenig nach zu gehen, ohne den Anspruch auf ein letztes Wort zu erheben. Das ist ein Blog-Eintrag, nicht mehr, aber auch nicht weniger.</p>

<p>Und schon sto&#223;e ich auf das erstes Problem: Alle hier von mir in den Fokus genommen Begriffe sind keine voraussetzungslosen Begriffe, alle drei Begriffe ergeben sich in ihrer Bedeutung aus einer Grundeigenschaft von (vielen) Lebewesen, n&#228;mlich der Eigenschaft, dass Lebewesen lernen. Den Menschen zeichnet dar&#252;ber hinaus (nach unserem bisherigen Kenntnisstand) die Eigenschaft aus, dass er &#252;ber solche Prozesse selbst nachdenken kann und daraus folgend die F&#228;higkeit entwickeln konnte „Ich“ zu sagen, sich also als ein &#252;ber sich selbst reflektieren k&#246;nnendes Individuum erf&#228;hrt, das nicht nur implizites, sondern auch explizites Wissen erzeugen kann.</p>

<p>Kurz: Dass wir Menschen lernen ist die Voraussetzung f&#252;r das Sprechen &#252;ber Bildung, Wissen und Kompetenzen.  Dabei lernt der Mensch schon alleine, weil er Mensch ist. Das Gelernte ist zun&#228;chst allerdings  kein explizierbares, also aussprechbares und damit in Pr&#252;fungen abrufbares Wissen (<a href="http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/wiss/wiss_2_2_1_1.htm" target="_blank">explizites Wissen</a>), sondern ein Wissen, dass nicht (vollst&#228;ndig) in Worten ausgedr&#252;ckt werden kann und vor allem ein „K&#246;nnen“ ist (<a href="http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/wiss/wiss_2_2_1_2.htm" target="_blank">implizites Wissen</a>).</p>

<p>Ein Beispiel: Kinder lernen sprechen und k&#246;nnen es dann, ohne dass sie zun&#228;chst in der Lage w&#228;ren, die Regeln, denen ihre nach einer gewissen Zeit meist korrekt gebildeten S&#228;tze folgen, benennen zu k&#246;nnen. Kinder lernen laufen, ohne erkl&#228;ren zu k&#246;nnen, wie das Laufen funktioniert etc. (implizites Wissen).</p>

<p>Sp&#228;ter lernen Kinder dann in der Schule die Grammatik, die in die Lage versetzt &#252;ber korrekten Satzbau zu sprechen, Satzstrukturen zu analsysieren und die als Wissen &#252;berpr&#252;ft werden kann (explizites Wissen).</p>

<p>Betrachte ich die heutige Bildungsdiskussion, so scheint mir mit dem Begriff „Wissen“ vor allem dieses explizite, &#252;berpr&#252;fbare Wissen gemeint zu sein, solches Wissen also, dass in Lexika, Lehrb&#252;chern etc. zur Verf&#252;gung steht und das Menschen seit der Aufkl&#228;rung im Rahmen von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4die" target="_blank">Enzyklop&#228;dien</a>“ sammeln und zur Verf&#252;gung stellen.</p>

<p>In diese Reihe geh&#246;rt auch Wikipedia, wenn es um das Ziel geht, m&#246;glichst gro&#223;e Teile des verf&#252;gbaren Wissens zug&#228;nglich zu machen.</p>

<p>Implizites Wissen rangiert in der Werteskala der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wissensgesellschaft" target="_blank">Wissensgesellschaft</a>“ unter dem expliziten Wissen und wird entweder als selbstverst&#228;ndlich vorausgesetzt oder in eine explizierbare Form &#252;bertragen, deren Beherrschung dann &#252;berpr&#252;ft werden kann. Wer solche Pr&#252;fungen nachweisen kann, verf&#252;gt &#252;ber „formale Bildung“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_0_1468" id="identifier_0_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Auszug aus einem Werk zum Thema im Rahmen eines Projektes zur Ideengeschichte von der Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Lohmann findet sich als PDF-Dokument hier.">1</a></sup></p>

<p>Um „formale Bildung“ zu erreichen, sind bestimmte Kompetenzen notwendig, wobei der <a href="http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/eval-qs-qm/forschung/dfg-projekt_gesundheit/Kompetenzbegriff/index.html" target="_blank">Kompetenzbegriff</a> als solcher in Bildungszusammenh&#228;ngen <a href="http://www.ash-berlin.eu/uploads/media/Was_sind_Kompetenzen.pdf" target="_blank">sehr vielf&#228;ltig verwendet</a> und h&#228;ufig mit dem <a href="http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000000908/04_KapA4.pdf;jsessionid=BC7958906E17F681CF261F5D93D797A6?hosts=" target="_blank">Qualifikationsbegriff</a> verbunden wird. In diesem Rahmen wird dann auch von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselqualifikation" target="_blank">Schl&#252;sselqualifikationen</a>“ gesprochen, zu denen unter anderem z. B. das Lesen und das Schreiben geh&#246;ren.</p>

<p>Und um die Vielfalt und Unsch&#228;rfe der Begriffe noch ein wenig weiter vorzuf&#252;hren, nenne ich noch die Weiterf&#252;hrung des Kompetenzenbegriffs in der Rede von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz" target="_blank">sozialen Kompetenzen</a>“, die heute auch unter dem Begriff „soft skills“ bekannt sind.</p>

<p>Der Kompetenzenbegriff ist also schillernd, mit der Folge, dass er in jedem Zusammenhang, in dem er verwendet wird, eigens ausdifferenziert werden muss, was auch nicht gerade zur Sch&#228;rfung des Begriffs im Sinne eines „expliziten Wissens“ beitr&#228;gt – aber nicht zu vermeiden ist, soll er von einem abstrakten Begriff in handhabbare Handlungszusammenh&#228;nge, wie sie beispielsweise in Bildungprozessen unabdingbar sind, &#252;bertragbar sein.</p>

<p>Der Kompetenzenbegriff ist in diesem Sinne ein Metabegriff, der sich von Schl&#252;sselqualifikationen (die ich hier lieber Schl&#252;sselkomeptenzen nenne) ausgehend in unterschiedlichen Handlungszusammenh&#228;ngen unterschiedlich zeigt, sodass man im konkreten Anwendungsfall von „Fachkompetenzen“ spricht.</p>

<p>Diese Fachkompetenzen sind dann mit Fachwissen verbunden, wobei es auch hier Wissensbest&#228;nde gibt, die als „Schl&#252;sselkompetenzen“ fach&#252;bergreifend vorausgesetzt werden, wobei wir z. B. einmal mehr beim Lesen und Schreiben w&#228;ren, das dementsprechend z. B. in der Schule eben nicht nur im Deutschunterricht gelernt werden kann, sondern auch im Verantwortungsbereich nahezu aller F&#228;cher, insbesondere aber von F&#228;chern wie Geschichte, Religion, Politik und Wirtschaft (Sozialkunde, Gemeinschaftskunde), Ethik, den Fremdsprachen…, liegt.</p>

<p>Im Deutschunterricht werden die explizierbaren Grundlagen und Anwendungsformen dieses „Wissens“ ins Zentrum gestellt, die Feinabstimmung kann nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen F&#228;cher gelingen, was f&#252;r mich dann auch wieder das zentrale Merkmal von „Schl&#252;sselkompetenzen“ widerspiegelt: Sie sind in ihrer Bedeutung f&#228;cher&#252;bergreifend und werden in den unterschiedlichen F&#228;chern mit fachspezifischen Zusatzqualifikationen angereichert.</p>

<p>====&gt;</p>

<p>Zusammenfassung:  Das Lernen ist Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Conditio_humana" target="_blank">Conditio Humana</a>, des Wesens des Menschen, und f&#252;hrt immer und bei jedem Menschen zu implizitem Wissen. Dieses implizite Wissen kann zu explizitem Wissen werden, wobei explizites Wissen dar&#252;ber hinaus in der Lage ist, dem Menschen neue Wissensgebiete zu erschlie&#223;en<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_1_1468" id="identifier_1_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="z. B. in der Physik, der Astronomie, der Philosophie, der Mathematik, der Geschichte, der Religion, der Ethik, in den Bereichen von Politik und Wirtschaft, kurz: in allen Gebieten, die f&amp;#252;r eine Wissensgesellschaft bezeichnend sind und deshalb z. B. f&amp;#252;r die Bundesrepublik Deutschland von zentraler Bedeutung sind">2</a></sup>. Explizites Wissen kann enzyklop&#228;discher Natur sein (ich nenne das in Anschluss an <a href="http://www.martin-wagenschein.de/" target="_blank">Martin Wagenschein</a> und <a href="http://www.adz-netzwerk.de/SCHULEN-DER-KORPERLOSIGKEIT-Vortrag-von-Horst-Rumpf-beim-Muensteraner-Konvent.php" target="_blank">Horst Rumpf</a> „Bescheid wissen“) oder anwendungsorientiert<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_2_1468" id="identifier_2_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So macht es einen Unterschied, ob z. B. eine Fremdsprache auf Beherrschen der grammatikalischen Regeln, Vokabelwissen und Schriftlichkeit hin gelernt wird oder ob, von diesen unabdingbaren Voraussetzungen ausgehend, auf Anwendbarkeit in konkreten Gespr&amp;#228;chen hin gelernt wird.">3</a></sup>, wobei es dann vom Wissen zum anwendbaren Wissen, also zur Kompetenz wird.</p>

<p>&lt;====</p>

<p>Und was hat das nun mit Bildung zu tun?</p>

<p>Die Antwort kann weder „Nichts“ noch alles „Alles“ hei&#223;en, sondern, wer h&#228;tte das gedacht, bedarf einer weiteren Differenzierung.</p>

<p>Und so kommt  jetzt endlich, wie oben angek&#252;ndigt, Humboldt ins Spiel.</p>

<p>„Bildung“, wie ich den Begriff hier verstehe, ist weder mit „Wissen“ noch mit „Kompetenzen“ identisch, noch von „Wissen“ und „Kompetenzen“ getrennt zu verstehen. Ich betone das an dieser Stelle, weil ich zunehmend den Eindruck habe, dass der Bildungsbegriff mehr und mehr mit verwertbarem „Wissen“ und somit mit „Kompetenzen“ gleich gesetzt wird, es vielleicht sogar die Tendenz gibt, im Rahmen eines „kompetenzenorientierten Unterrichts“ im schulischen Bereich die „Kompetenzen“ alleine ins Zentrum zu stellen, obwohl nat&#252;rlich jeder Lehrende wei&#223;, dass „Kompetenzen“ ohne „Wissen“ wie Autos ohne Motor, Fahrr&#228;der ohne Ketten, K&#246;rper ohne Gehirn sind. Vielleicht mit einer der Gr&#252;nde, warum erfahrene Lehrkr&#228;fte das Reden &#252;ber „Kompetenzen“ befremdlich finden…  Also, <a href="http://www.zeno.org/Philosophie/M/Humboldt,+Wilhelm+von?hl=humboldt" target="_blank">Humboldt</a>, jetzt endlich, mit einem<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung" target="_blank"> Zitat aus den enzyklop&#228;dischen Wissensbest&#228;nden der Wikipedia</a>:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>Bildung</strong> bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“.</p>

W&#228;hrend in der Umgangssprache mit dem Begriff Bildung eher andere Begriffe, wie „Belehrung“, „Schulbildung“ oder „Wissensvermittlung“ assoziiert werden, haftet seit <a title="Wilhelm von Humboldt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Humboldt" target="_blank">Wilhelm von Humboldt</a> in der Theorie und der Programmatik „dem Wort Bildung das Moment der Selbst&#228;ndigkeit, also des Sich-Bildens der Pers&#246;nlichkeit“ an (<a title="Hartmut von Hentig" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_von_Hentig" target="_blank">Hartmut von Hentig</a>).

Nach Humboldt ist Bildung „die Anregung aller Kr&#228;fte des Menschen, damit diese sich &#252;ber die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualit&#228;t und Pers&#246;nlichkeit f&#252;hren“.<sup id="cite_ref-0" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung#cite_note-0" target="_blank">[1]</a></sup></blockquote>

<p><a href="http://www.didaktik.uni-jena.de/did_04/humboldt.htm" target="_blank">Anders ausgedr&#252;ckt</a>: Bildung findet dort statt, wo der Mensch als Individuum zu sich selbst findet.</p>

<p>Als Individuum zu sich selbst finden?  Diese Aussage ist zun&#228;chst einmal ein Hinweis darauf, dass sich Bildung nicht auf verwertbares und anwendbares, wom&#246;glich rein berufsbezogenes Wissen bezieht, dieses aber auch nicht ausschlie&#223;t, sondern &#252;ber es hinaus geht. Um es in einem nahe am Klischee scheinenden, kurzen Satz auszudr&#252;cken:</p>

<p>Bildung ist Pers&#246;nlichkeits- und eben nicht prim&#228;r Berufsbildung.</p>

<p>Bildung ist weit mehr als die mit ihr nat&#252;rlich verbundene Ausbildungs- oder Studierf&#228;higkeit, ist mehr als Qualifikation, mehr als Kompetenzen.</p>

<p>Die Aufgabe von Bildungsprozessen ist, inklusive all der qualifizierenden Aufgaben, den Prozess der ganzheitlichen Pers&#246;nlichkeitsentwicklung zu unterst&#252;tzen, zu begleiten und zu f&#246;rdern. Und somit findet Bildung nicht nur in der Schule statt, die aber auch in diesem Sinne einen ganz klaren Erziehungsauftrag hat. So hei&#223;t es in <a href="http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/374/3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=72920bec-b224-d901-be59-2697ccf4e69f.htm&amp;uid=3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2" target="_blank">§2 Abschnitt 1 des Hessischen (also des f&#252;r mich relevanten) Schulgesetzes</a> ausdr&#252;cklich:</p>

<blockquote><strong>Die Schulen</strong> im Lande Hessen erf&#252;llen in ihren verschiedenen Schulstufen und Schulformen den ihnen in Art. 56 der Verfassung des Landes Hessen erteilten gemeinsamen Bildungsauftrag, der auf humanistischer und christlicher Tradition beruht. Sie <strong>tragen dazu bei, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entfalten k&#246;nnen</strong>. (Hervorhebungen von Herrn Larbig)</blockquote>

<p>Alles „Wissen“, alle „Kompetenzen“ sind also der Aufgabe unterstellt, dazu beizutragen, dass Menschen ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entwickeln und entfalten k&#246;nnen. Das Gesetz spricht zwar nicht von der Entwicklung, aber diese geh&#246;rt zur Entfaltung unabdingbar dazu.</p>

<p>Um zur Pers&#246;nlichkeitsentwicklung und -entfaltung in Gemeinschaft beitragen zu k&#246;nnen, reicht die Vermittlung und das (Auswendig)Lernen von enzyklop&#228;dischen Wissensbest&#228;nden also nicht aus. Die fr&#252;her (und auch heute noch verbreitete) Rede von Lernzielen griff / greift zu kurz, da damit oft die Beherrschung eines gewissen Unterrichtsstoffes im Sinne von explizitem Wissen verstanden wurde / wird (Vokabeln, Jahreszahlen in Geschichte, Formeln in den Naturwissenschaften etc.).</p>

<p>Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, wurde in j&#252;ngerer Zeit der Kompetenzbegriff in die Bildungsdebatte eingebracht, der in der Lehrerausbildung, zumindest in der mir bekannten hessischen Lehrerausbildung, zunehmend an Gewicht gewinnt. Diesem Kompetenzbegriff geht es um anwendbares Wissen, womit wir dem Bildungsbegriff, wie ich ihn hier vertrete, schon ein gutes St&#252;ck n&#228;her gekommen sind, solange der Kompetenzbegriff nicht, was meiner Wahrnehmung nach leider durchaus geschieht, alleine auf einen Bereich der (berufs)praktischen Verwertbarkeit beschr&#228;nkt wird.</p>

<p>Vom humboldtschen Bildungsbegriff ausgehend, muss der Kompetenzenbegriff so verstanden werden, dass Menschen lernen, ihre individuellen Talente und F&#228;higkeiten in der Gemeinschaft entfalten zu k&#246;nnen. Und ein so verstandener Bildungsbegriff ist f&#252;r mich dann „Allgemeinbildung“, weit mehr also als Wissensbest&#228;nde, die allgemein als bekannt vorausgesetzt werden.</p>

<p>====&gt;</p>

<p>Zusammenfassung:</p>

<p>Mit dem humboldtschen Bildungsbegriff, der Wissen und Kompetenzen einschlie&#223;t, sich aber nicht auf diese Seiten der Bildung beschr&#228;nkt, ist zentral die Frage nach den Voraussetzungen, Bedingungen und M&#246;glichkeiten der Entfaltung der eigenen Pers&#246;nlichkeit in Gemeinschaft verbunden. Bildung bezieht sich hier ganzheitlich auf individuelle Pers&#246;nlichkeiten und nicht prim&#228;r auf &#246;konomisch verwertbares Wissen.</p>

<p>&lt;====</p>

<p>Bleibt, nach so viel Theorie, die Frage nach den praktischen Konsequenzen, wobei ich mich hier weitgehend auf die Konsequenzen f&#252;r den Teil des individuellen Bildungsprozesses beschr&#228;nke, der in der Schule bzw. im Umfeld der Schule stattfindet. Und um es gleich zu sagen: Bei allen Diskussionen um PISA, TIMMS und Co, hat sich gerade in der Richtung auf „Bildung“ hin, in den vergangenen Jahren sehr viel getan, ohne dass die Probleme wirklich gel&#246;st worden w&#228;ren:</p>

<ul>
    <li>Die hier erarbeitete Bestimmung des Bildungsbegriffs verlangt, dass das Individuum eine Chance zur Entfaltung der ihm / ihr eigenen Pers&#246;nlichkeit bekommt. Die heute mehr und mehr geforderte Sch&#252;lerorientierung von Unterricht verstehe ich in dieser Richtung.</li>
    <li>Es gibt Bedingungen, unter denen diese Entfaltung des Individuums besser oder schlechter gelingt. PISA und die entsprechenden OECD-Studien haben deutlich darauf hingewiesen, dass in Deutschland nach wie vor die sozialen (im Sinne von &#246;konomischen) Voraussetzungen mit dazu beitragen, wie weit dieser Prozess der Entfaltung des Individuums in Gemeinschaft mehr oder weniger gelingt. „Bildung“, wie sie hier verstanden wird und wenn sie genau diese Entfaltung f&#246;rdern soll, muss in ihrer Organisation daf&#252;r sorgen, dass diese sozialen (&#246;konomischen) Grenzen keine Rolle spielen. Und bei aller Kritik am deutschen Schulwesen, die in dieser Hinsicht immer wieder und als kritisches Korrektiv auch v&#246;llig zurecht laut wird, haben wir ein Schulsystem, das zumindest von der Idee her, so durchl&#228;ssig ist, wie es f&#252;r solche Bildungsprozesse theoretische notwendig ist. Dass dies in der Praxis nicht gelingt ist ein Problem, zu dem es zwar viele Ideen (Gemeinschaftsschule, Gesamtschule etc.) gibt, aber nur wenige die vorhandenen Grenzen durchl&#228;ssiger machende oder auf aufl&#246;sende L&#246;sungen. Und wenn ich auch nicht zu denen geh&#246;re, die im Zusammenhang von gelingender Bildung als erstes nach Geld rufen: Hier scheinen die sozialen Unterst&#252;tzungsma&#223;nahmen (Sch&#252;ler-BAF&#214;G…) bislang nicht angemessen zu greifen.</li>
    <li>In der Unterrichtspraxis geht es darum, die Individuen auch als solche wahrnehmen zu k&#246;nnen. Rechne ich einmal durch, wie viele dieser Individuen ich als solche zu f&#246;rdern haben, komme ich mit momentan 145 auf eine f&#252;r einen Lehrer noch recht &#252;bersichtliche Zahl, die aber, wenn ich mir vorstelle, dass ich 145 Mal individuell der Pers&#246;nlichkeitsentwicklung dienen (sic!) soll, schon erschreckend genug ist und in der Regel auch deutlich h&#246;her liegen kann. (Gehe ich von einem „Nebenfach”-Lehrer aus, der jeweils nur zweist&#252;ndig in den Jahrgangsstufen unterricht, kann dies z.B. in Sekundarstufe I zu bis zu 390 individuell zu f&#246;rdernden Kindern und Jugendlichen gehen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_3_1468" id="identifier_3_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier wird eine Klassengr&amp;#246;&amp;#223;e von 30 und ein Stundendeputat von 26 Stunden zu Grunde gelegt.">4</a></sup> Ob in diesem Rahmen der Bildungsauftrag mit dem hier zu Grunde gelegten Bildungsbegriff gelingen kann, m&#246;ge jeder selbst entscheiden.</li>
</ul>

<p>Wenn ich aber dennoch davon ausgehe, dass Unterricht gelingen kann, stellt sich die Frage, welche Methoden oder Metamethoden vor dem Hintergrund des hier vertretenen Bildungsbegriffs m&#246;glicherweise hilfreich sein k&#246;nnen.</p>

<p>F&#252;r mich ist klar, dass es sich um Methoden handeln muss, die in sich den Auftrag zur Erm&#246;glichung der Entfaltung von Individuuen in Gemeinschaft aufgreifen und m&#246;glichst weitgehend erf&#252;llen.</p>

<ul>
    <li>Unterricht muss m&#246;glichst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binnendifferenzierung" target="_blank">binnendifferenziert </a>erfolgen. Es m&#252;ssen also m&#246;glichst innerhalb einer Lerngruppe individualisierte Lernwege erm&#246;glicht werden. (Klassengr&#246;&#223;en mit 30 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern erschweren dies zumindest erheblich.)</li>
    <li>Die Lernden m&#252;ssen aktiv sein k&#246;nnen und Unterricht nicht nur konsumieren. Methodische M&#246;glichkeiten, dies zu erreichen, stehen in der Gruppenarbeit, deren Konzeption und Durchf&#252;hrung h&#246;chste Anspr&#252;che an die Lehrenden stellen, in Projektarbeit, in problemorientiertem Unterricht, der es Lernenden erm&#246;glicht, individuelle L&#246;sungswege zu entwickeln und in nahezu allen <a href="http://methodenpool.uni-koeln.de/" target="_blank">Ans&#228;tzen der konstruktivistischen P&#228;dagogik</a> zur Verf&#252;gung. Dazu geh&#246;rt auch der Ansatz „<a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschung/forschungsprojekte/ldl.de" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>“, der hochgradig auf die Aktivierung (Entfaltung) der Jugendlichen als Individuen in Gemeinschaft hin ausgerichtet ist und bei genauer Betrachtung einen radikal humanistischen Ansatz repr&#228;sentiert. Kurz: Handlungsorientierte Ans&#228;tze scheinen nach wie vor einen der besten Ans&#228;tze zur Erm&#246;glichung der Entfaltung des Individuums in Gemeinschaft zu bieten.</li>
</ul>

<p>Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass auch der hier vertretene Bildungsbegriff in Vergangenheit und Gegenwart nicht unumstritten geblieben ist. Die einen fordern mit Bezug auf Humboldt und Friedrich Schiller die<a href="http://www.zeit.de/2005/10/Kulturnation" target="_blank"> R&#252;ckkehr zur Kulturnation</a>, die anderen <a href="http://www.polwiss.fu-berlin.de/fsi/ap/ap5-humboldt.htm" target="_blank">stellen den humboldtschen Bildungsbegriff in Frage</a>. Und wer mag, kann &#252;ber Suchmaschinen noch mehr Artikel zu den Pro- und Contra-Diskussionen um diesen Bildungsbegriff finden.</p>

<p>Und ich gebe zu, dass dem Verst&#228;ndnis des humboldtschen Bildungsbegriffs oft etwas elit&#228;res anhaftet, hoffe aber, das meine, f&#252;r ein Blog sehr umfangreichen, f&#252;r die Sache aber eher marginalen, Gedanken zum Thema, zumindest deutlich machen konnten, dass ein Begriff von „Bildung“, der das Individuum im Rahmen der differenzierten Talente, die jedes von ihnen mit sich bringt, ins Zentrum der &#220;berlegungen stellt (Ein Leitspruch der Schule, an der ich unterrichte lautet dann auch „Das Kind in die Mitte“ gepr&#228;gt von dem schillerschen Schulmotto „Der Menschheit W&#252;rde ist in eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit euch; mit euch wird sie sich heben.“) in der heutigen Bildungsdebatte zumindest ein wenig zur Kl&#228;rung von Begriffen beizutragen vermag.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/06/30/herrn-larbigs-bibliothek-9-jussi-adler-olsen-erlosung/" rel="bookmark" title="30. Juni 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 9 – Jussi Adler-Olsen: Erl&#246;sung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/gefunden-add-on-to-the-face-to-face-learning-at-adelaide-university-podcast-english/" rel="bookmark" title="21. November 2010">Gefunden: Free iPads as an Add-On to the Face-to-Face-Learning at Adelaide-University (Podcast / English)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 5.056 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy29"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Bildung, Wissen, Kompetenzen "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/04\/30\/bildung-wissen-kompetenzen\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy29').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1468" class="footnote">Ein Auszug aus einem Werk zum Thema im Rahmen eines Projektes zur Ideengeschichte von der Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Lohmann findet sich <a href="http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/Personal/Lohmann/Projekte/Schleiermacher/2-5-1.pdf" target="_blank">als PDF-Dokument hier</a>.</li><li id="footnote_1_1468" class="footnote">z. B. in der Physik, der Astronomie, der Philosophie, der Mathematik, der Geschichte, der Religion, der Ethik, in den Bereichen von Politik und Wirtschaft, kurz: in allen Gebieten, die f&#252;r eine Wissensgesellschaft bezeichnend sind und deshalb z. B. f&#252;r die Bundesrepublik Deutschland von zentraler Bedeutung sind</li><li id="footnote_2_1468" class="footnote">So macht es einen Unterschied, ob z. B. eine Fremdsprache auf Beherrschen der grammatikalischen Regeln, Vokabelwissen und Schriftlichkeit hin gelernt wird oder ob, von diesen unabdingbaren Voraussetzungen ausgehend, auf Anwendbarkeit in konkreten Gespr&#228;chen hin gelernt wird.</li><li id="footnote_3_1468" class="footnote">Hier wird eine Klassengr&#246;&#223;e von 30 und ein Stundendeputat von 26 Stunden zu Grunde gelegt.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/allgemeinbildung/" title="Allgemeinbildung" rel="tag">Allgemeinbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsdebatte/" title="Bildungsdebatte" rel="tag">Bildungsdebatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecherwissen/" title="Bücherwissen" rel="tag">Bücherwissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschland/" title="Deutschland" rel="tag">Deutschland</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ethik/" title="Ethik" rel="tag">Ethik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/friedrich-schiller/" title="Friedrich Schiller" rel="tag">Friedrich Schiller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gehirn/" title="Gehirn" rel="tag">Gehirn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geschichte/" title="Geschichte" rel="tag">Geschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/horst-rumpf/" title="Horst Rumpf" rel="tag">Horst Rumpf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/humboldt/" title="Humboldt" rel="tag">Humboldt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzenorientierung/" title="Kompetenzenorientierung" rel="tag">Kompetenzenorientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ldl/" title="LdL" rel="tag">LdL</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen-durch-lehren/" title="Lernen durch Lehren" rel="tag">Lernen durch Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/martin-wagenschein/" title="Martin Wagenschein" rel="tag">Martin Wagenschein</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlichkeit/" title="Persönlichkeit" rel="tag">Persönlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/philosophie/" title="Philosophie" rel="tag">Philosophie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/religion/" title="Religion" rel="tag">Religion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tradition/" title="Tradition" rel="tag">Tradition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wilhelm-von-humboldt/" title="Wilhelm von Humboldt" rel="tag">Wilhelm von Humboldt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaftler/" title="Wissenschaftler" rel="tag">Wissenschaftler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Enkulturation</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/12/11/enkulturation/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/12/11/enkulturation/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 22:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Autos]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=688</guid>
		<description><![CDATA[Zum Titel des Bildes siehe hier.&#196;hnliche Beitr&#228;ge: Kreativit&#228;t – John Cleese Schulen als Treibh&#228;user der Zukunft Mal kein Video, kein Foto – Was ist Fieldrecording? Architektur in Frankfurt am Main – Der OpernTurm Wie Sch&#252;ler anders lernen – Zeit-Artikel Tags: Autos, Bilder, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/12/11/enkulturation/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/20081125_bilder/12443661.jpg" title="Inkulturation" class="shutterset_singlepic144" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/144__320x240_12443661.jpg" alt="12443661.jpg" title="12443661.jpg" />
</a>


<p>Zum Titel des Bildes siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enkulturation" target="_blank">hier</a>.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/17/kreativitaet-john-cleese/" rel="bookmark" title="17. Februar 2009">Kreativit&#228;t – John Cleese</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/03/schulen-als-treibhaeuser-der-zukunft/" rel="bookmark" title="3. Mai 2009">Schulen als Treibh&#228;user der Zukunft</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/19/mal-kein-video-kein-foto-was-ist-fieldrecording/" rel="bookmark" title="19. Januar 2010">Mal kein Video, kein Foto – Was ist Fieldrecording?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/07/architektur-in-frankfurt-am-main-der-opernturm/" rel="bookmark" title="7. M&#228;rz 2011">Architektur in Frankfurt am Main – Der OpernTurm</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/11/wie-schueler-anders-lernen-zeit-artikel/" rel="bookmark" title="11. Februar 2009">Wie Sch&#252;ler anders lernen – Zeit-Artikel</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 2.980 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy32"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Enkulturation "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/12\/11\/enkulturation\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy32').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/autos/" title="Autos" rel="tag">Autos</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bilder/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/bilder-fotografie/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/streetfotografie/" title="Streetfotografie" rel="tag">Streetfotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/technik/" title="Technik" rel="tag">Technik</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/12/11/enkulturation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/144__320x240_12443661.jpg" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/144__320x240_12443661.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">12443661.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wenn wilde G&#246;tter zahm sind und Kinder unterfordert werden</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 20:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allende, …Götter]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«_Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuerroman]]></category>
		<category><![CDATA[Charakter]]></category>
		<category><![CDATA[Dschungel]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsene]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Figur]]></category>
		<category><![CDATA[Figuren]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Isabel Allende]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Klischee]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelmenschen]]></category>
		<category><![CDATA[Rahmenhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Romanhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Spannung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=560</guid>
		<description><![CDATA[Abenteuer, Amazonas-Dschungel, eine Verschw&#246;rung und Kulturkritik: Isabel Allendes Roman »Die Stadt der wilden G&#246;tter« enth&#228;lt so ziemlich alles, was eine spannende Handlung und einen guten Roman ausmachen kann. Doch beim Lesen tauchen Zweifel auf, ob die chilenische Autorin hier tats&#228;chlich &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abenteuer, Amazonas-Dschungel, eine Verschw&#246;rung und Kulturkritik: <a href="http://www.isabelallende.com/" target="_blank">Isabel Allende</a>s Roman »<a href="http://buchjournal.buchhandel.de/sixcms/detail.php?id=49210" target="_blank">Die Stadt der wilden G&#246;tter</a>« enth&#228;lt so ziemlich alles, was eine spannende Handlung und einen guten Roman ausmachen kann. Doch beim Lesen tauchen Zweifel auf, ob die chilenische Autorin hier tats&#228;chlich einen gelungenen Roman vorlegt: <span id="more-560"></span></p>

<p>Ja, die Geschichte hat ein wenig Spannung in sich, ist nicht wirklich aufregend; ja, die Figuren des Romans haben das Potential, sie in richtig verwickelte Situationen geraten zu lassen, in denen sich ihre »Pers&#246;nlichkeiten« entfalten und vertiefen k&#246;nnen. Au&#223;erdem ist die Rahmenhandlung geeignet, die Entwicklung eines Jugendlichen zum Erwachsenen in einer Romanhandlung darzustellen, die die innere Reise zum erwachsenen Ich mit der &#228;u&#223;eren Reise an den Amazonas verbindet.</p>

<p>Der Roman hat Potential. Und dennoch bleiben am Ende Zweifel – nicht nur bei mir, sondern auch bei nahezu allen, mit denen ich &#252;ber den Roman sprach: Aus anf&#228;nglicher Neugier wurde bei nahezu allen schnell Ungeduld, es wird dar&#252;ber geklagt, dass manches in dem Roman zu ausf&#252;hrlich gerate, ohne dass der Sinn f&#252;r die Handlung wirklich nachvollzogen werden k&#246;nne.  Woran liegt es, dass beim Lesen des Romans zunehmend Zweifel dar&#252;ber auftauchen, ob dieses Buch gelungen ist?</p>

<p>Eine erste Ann&#228;herung an diese Frage scheint mir m&#246;glich, wenn ich die Figuren des Romans ein wenig n&#228;her in den Blick nehme und mir die Frage stelle, wie diese gestaltet sind, welchen Charakter ich als Leser bei ihnen feststellen kann.</p>

<p>Alex Cold ist f&#252;nfzehn Jahre alt. Weil seine Mutter schwer krank wird und der Vater sie in die weit entfernte Klink begleiten will, soll er f&#252;r einige Zeit bei seiner Gro&#223;mutter unterkommen. Die Reisejournalistin Kate Cold, die nicht Oma genannt werden will, ist nicht gerade das, was sich »normale Menschen« unter einer Oma vorstellen, was vor allem mit ihren sehr unkonventionellen Erziehungsmethoden  zu tun hat, die darauf bauen, dass ein Kind am besten lerne, wenn man es eigene Erfahrungen machen l&#228;sst. Diese Erfahrungen k&#246;nnen auch darin bestehen, dass Alex von ihr Schwimmen lernte, indem sie ihn als Vierj&#228;hrigen einfach ins Wasser stie&#223;.</p>

<p>Und nun soll Alex mit ihr in den Regenwald des Amazonas, wo Kate Cold sich auf die Suche nach einer »Bestie« macht, die dort Angst und Schrecken verbreitet. Alex ist w&#252;tend und traurig vor Sorge um seine Mutter (S. 9<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/#footnote_0_560" id="identifier_0_560" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Seitenangaben folgen der Ausgabe im Deutschen Taschenbuchverlag und unterscheiden sich sowohl von der Suhrkamp- als auch von der Hanser-Ausgabe">1</a></sup> ) und muss sich nun auch noch mit Kate und den Herausforderungen einer Expedition in den Regenwald herumschlagen.  Erstaunlicher Weise ver&#228;ndert der Regenwald und Alex’ Erfahrungen bei den Nebelmenschen, die ihn unter anderem einem Initiationsritus unterziehen, Alex kaum. Zumindest bekommt der Leser nicht wirklich erz&#228;hlt oder gar gezeigt, dass sich hier eine Reise ins Erwachsensein abspielt.</p>

<p>Das mag damit zu tun haben, dass Allende zwar viel erz&#228;hlt, aber bei allen Figuren wenig Tiefgang zu erzeugen vermag. Statt dessen strotzt das Buch nur so vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klischee" target="_blank">Klischees</a>.</p>

<p>Alex ist ein typischer Jugendlicher, der am Ende einer Reise in die Welt l&#228;ngst vergessener Urwald»g&#246;tter« behauptet, die Begegnung mit Nadja, einem im Regenwald lebenden M&#228;dchen mit kanadischen Wurzeln, sei Wichtigste an dieser Reise f&#252;r ihn gewesen. Und das, nachdem er das Wasser des Lebens f&#252;r seine Mutter im Gep&#228;ck hat, in lebensbedrohliche Situationen gekommen ist und ganz nebenbei, gemeinsam mit Nadja, einem Indianerstamm das &#220;berleben gerettet hat. Und wenn Nadja dann antwortet, dass sie einander mit dem Herzen sehen k&#246;nnten (S. 377), bin ich wirklich froh, dass das Buch zu Ende ist, denn das ist mir dann doch ein wenig zu sehr »Der Kleine Prinz«.</p>

<p>Doch neben diesen misslungenen Hauptfiguren, stehen auch keine besser gelungenen Nebenfiguren: Es gibt einen Anthropologen, der (nat&#252;rlich) vollkommen &#252;berdreht ist und kaum platter als »wirrer Professor« dargestellt werden k&#246;nnte; es gibt eine h&#252;bsche &#196;rztin, die sich als die B&#246;se entpuppt; die Wesen, die das Magische in dem Roman darstellen, wirken wie Abziehbilder aus M&#228;rchen und erinnern irgendwie an Tolkiens Ents im Herrn der Ringe; der auftretende Schamane ist geheimnisvoll, bekommt aber in dem Roman keine wirkliche Pers&#246;nlichkeit, ja, er wirkt ein wenig wie eine folkloristische Gestalt, die Touristen aufgezwungen wird; die Mitglieder des Stammes der Nebelmenschen bekommen die &#252;blichen Klischees &#252;ber indigene V&#246;lker verpasst und sind gar nicht so »wild«, wie sie auf den ersten Blick wirken. Und schlie&#223;lich gibt es da nat&#252;rlich auch noch den klassischen Kampf zwischen Gut und B&#246;se, verbunden mit einer ach so zarten Liebesgeschichte zwischen Alex und Nadja, die so erz&#228;hlt wird, dass es mir bis zum Ende nicht gelingt, diese Liebe nachf&#252;hlen zu k&#246;nnen.</p>

<p>Doch was mir bei der Gestaltung der Figuren auff&#228;llt, scheint mir in engem Zusammenhang mit der Zielgruppe des Buches zu stehen. Auch wenn es in zwei Ausgaben (eine f&#252;r Jugendliche im Hanser-Verlag und eine f&#252;r Erwachsene im Suhrkamp-Verlag) erschienen ist: »Die Stadt der wilden G&#246;tter« ist als Kinder- und Jugendbuch konzipiert, f&#252;r Kinder und Jugendliche, die dieses Buch nicht wirklich ernst nimmt, die es untersch&#228;tzt und nicht &#252;berfordern will. Anders kann ich es mir nicht erkl&#228;ren, dass Jugendliche im Alter Alex Colds, mit denen ich das Buch gelesen habe, das Buch als langweilig beschreiben, &#252;ber L&#228;ngen in der Erz&#228;hlung klagen und den Abenteuerroman alles andere als spannend finden. Allende traut Kindern und Jugendlichen scheinbar nicht zu, dass sie komplexe Figuren und deren Gef&#252;hlsleben verstehen k&#246;nnen. Und so kann Allende in einem <a href="http://buchjournal.buchhandel.de/sixcms/detail.php?id=49210" target="_blank">Interview</a> sagen:</p>

<blockquote>»Das Schreiben [eines Romans f&#252;r Kinder und Jugendliche – TL] selbst ist anders. Es ist insgesamt direkter. Es gibt mehr Action, mehr Dialoge. Die Kapitel sind k&#252;rzer und &#252;berschaubarer. Zwangsl&#228;ufig. Der Leser ist ein anderer. Das bedeutet nicht, dass ich mir weniger M&#252;he geben w&#252;rde, sorgf&#228;ltig mit der Sprache umzugehen oder auch etwa mit der Konstruktion der Geschichte selbst. Dazu respektiere ich Jugendliche viel zu sehr.«</blockquote>

<p>Ja, der Roman ist »direkter« geschrieben: Es gibt kaum etwas zwischen den Zeilen zu lesen, Lesende bekommen alles erkl&#228;rt. Die Geschichte ist sorgf&#228;ltig konstruiert, wobei aber die Charaktere, die die Geschichte tragen sollen, deutlich zu kurz kommen. Doch Romane, die zu direkt geschrieben sind, in denen Lesende quasi vorgekaute Nahrung vorgesetzt bekommen, statt ihnen wirklich etwas zu bei&#223;en zu geben, schaffen es selten, wirklich gute Romane zu werden.</p>

<blockquote>Isabell Allende, Die Stadt der wilden G&#246;tter, M&#252;nchen (dtv) 2008 (6. Auflage).</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/07/otfried-preussler-krabat-ein-kritischer-zwischenruf/" rel="bookmark" title="7. Oktober 2008">Otfried Preu&#223;ler – Krabat: Ein kritischer Zwischenruf</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/20/du-wirst-staendig-ueberwacht-morton-rhues-boot-camp/" rel="bookmark" title="20. September 2008">Du wirst st&#228;ndig &#252;berwacht – Morton Rhues »Boot Camp«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/22/isabel-abedi-isola-moegliche-themen-brainstorming/" rel="bookmark" title="22. Oktober 2008">Isabel Abedi, Isola – M&#246;gliche Themen (Brainstorming)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/07/28/herrn-larbigs-bibliothek-10-tino-hanekamp-so-was-von-da/" rel="bookmark" title="28. Juli 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 10 – Tino Hanekamp: So was von da</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/05/wissen-im-21-jahrhundert-did-you-know/" rel="bookmark" title="5. M&#228;rz 2009">Wissen im 21. Jahrhundert (Did you know?)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.423 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy35"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Wenn wilde G\u00f6tter zahm sind und Kinder unterfordert werden "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/11\/03\/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy35').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_560" class="footnote">Die Seitenangaben folgen der Ausgabe im Deutschen Taschenbuchverlag und unterscheiden sich sowohl von der Suhrkamp- als auch von der Hanser-Ausgabe</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/abenteuer/" title="Abenteuer" rel="tag">Abenteuer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/abenteuerroman/" title="Abenteuerroman" rel="tag">Abenteuerroman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/schul_lektueren/allende-die-stadt-der-wilden-goetter/" title="Allende, …Götter" rel="tag">Allende, …Götter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/charakter/" title="Charakter" rel="tag">Charakter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dschungel/" title="Dschungel" rel="tag">Dschungel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erwachsene/" title="Erwachsene" rel="tag">Erwachsene</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/figur/" title="Figur" rel="tag">Figur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/figuren/" title="Figuren" rel="tag">Figuren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gestaltung/" title="Gestaltung" rel="tag">Gestaltung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/isabel-allende/" title="Isabel Allende" rel="tag">Isabel Allende</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/klischee/" title="Klischee" rel="tag">Klischee</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturkritik/" title="Kulturkritik" rel="tag">Kulturkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/liebesgeschichte/" title="Liebesgeschichte" rel="tag">Liebesgeschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/nebelmenschen/" title="Nebelmenschen" rel="tag">Nebelmenschen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rahmenhandlung/" title="Rahmenhandlung" rel="tag">Rahmenhandlung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/romanhandlung/" title="Romanhandlung" rel="tag">Romanhandlung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/spannung/" title="Spannung" rel="tag">Spannung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/schul_lektueren/" title="»Schul«_Lektüren" rel="tag">»Schul«_Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>An den Ufern stand ich…</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/21/an-den-ufern-stand-ich/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/21/an-den-ufern-stand-ich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 21:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fluss]]></category>
		<category><![CDATA[Kids]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensweg]]></category>
		<category><![CDATA[Photograph]]></category>
		<category><![CDATA[Street]]></category>
		<category><![CDATA[Streetfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Ufer]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=314</guid>
		<description><![CDATA[&#196;hnliche Beitr&#228;ge: Streets of Frankfurt Turteltauben Enkulturation Flie&#223;en Kugellampen im Herbst Tags: Bilder, Bilder, Fluss, Fotografie, Fotografie, Kids, Kinder, Lebensweg, Photograph, Street, Streetfotografie, Ufer, Wasser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/herrlarbig/mainufermitkinderruecken.jpg" title="" class="shutterset_singlepic20" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/20__320x240_mainufermitkinderruecken.jpg" alt="mainufermitkinderruecken.jpg" title="mainufermitkinderruecken.jpg" />
</a>
<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/streets-of-frankfurt/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Streets of Frankfurt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/22/turteltauben/" rel="bookmark" title="22. September 2008">Turteltauben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/12/11/enkulturation/" rel="bookmark" title="11. Dezember 2008">Enkulturation</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/26/fliessen/" rel="bookmark" title="26. September 2008">Flie&#223;en</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/25/kugellampen-im-herbst/" rel="bookmark" title="25. November 2008">Kugellampen im Herbst</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.183 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy38"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"An den Ufern stand ich\u2026 "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/21\/an-den-ufern-stand-ich\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy38').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bilder/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/bilder-fotografie/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fluss/" title="Fluss" rel="tag">Fluss</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kids/" title="Kids" rel="tag">Kids</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lebensweg/" title="Lebensweg" rel="tag">Lebensweg</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/photograph/" title="Photograph" rel="tag">Photograph</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/street/" title="Street" rel="tag">Street</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/streetfotografie/" title="Streetfotografie" rel="tag">Streetfotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ufer/" title="Ufer" rel="tag">Ufer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wasser/" title="Wasser" rel="tag">Wasser</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/21/an-den-ufern-stand-ich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/20__320x240_mainufermitkinderruecken.jpg" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/cache/20__320x240_mainufermitkinderruecken.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">mainufermitkinderruecken.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Zu Michael Winterhoffs »Warum unsere Kinder Tyrannen werden«</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/08/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/08/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 22:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendpsychiater]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpessimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Winterhoff]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=225</guid>
		<description><![CDATA[Schreibt ein Autor1: »Mein Ansatz […] ist die einzige M&#246;glichkeit…«, so ist es naheliegend, dass sich dieser Autor alleine auf seinen Erfahrungshorizont beschr&#228;nkt, keine Bez&#252;ge zur fachwissenschaftlichen Debatte herstellt oder gar Studien von Fachkollegen als Unterst&#252;tzung seiner Thesen heranzieht.2 Alleinvertretungsanspr&#252;che, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/08/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schreibt ein Autor<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/08/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/#footnote_0_225" id="identifier_0_225" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Michael Winterhoff, Warum unsere Kinder Tyrannen werden &ndash; Oder: Die Abschaffung der Kindheit, G&amp;#252;tersloh 2008, 13.">1</a></sup>:</p>

<blockquote>»Mein Ansatz […] ist die einzige M&#246;glichkeit…«,</blockquote>

<p>so ist es naheliegend, dass sich dieser Autor alleine auf seinen Erfahrungshorizont beschr&#228;nkt, keine Bez&#252;ge zur fachwissenschaftlichen Debatte herstellt oder gar Studien von Fachkollegen als Unterst&#252;tzung seiner Thesen heranzieht.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/08/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/#footnote_1_225" id="identifier_1_225" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Anders ausgedr&amp;#252;ckt: Es gibt keine Zitate, Fu&amp;#223;noten, Quellenangaben&hellip;">2</a></sup></p>

<p>Alleinvertretungsanspr&#252;che, Ans&#228;tze, die sich f&#252;r exklusiv und zuverl&#228;ssig halten, haben jedoch immer den Mangel, dass sie verd&#228;chtig und anma&#223;end erscheinen k&#246;nnen, so &#252;berzeugend eine auf Anekdoten aus der eigenen Arbeit aufgebaute Darstellung rhetorisch auch scheint.</p>

<p>Michael Winterhoff hat mit seinem auf der Sachbuch-Bestsellerliste des Spiegels erscheinendem »Warum unsere Kinder Tyrannen werden« genau ein solches Buch geschrieben.</p>

<p>Winterhoffs Grundthese ist die eines Kinder- und Jugendpsychiaters: Kindern werde nicht mehr die M&#246;glichkeit einer angemessenen Entwicklung ihrer Psyche gegeben, sie w&#252;rden zu fr&#252;h als »Partner« der Eltern betrachtet und Eltern gingen eine viel zu enge Symbiose mit ihren Kindern ein. Dies sei eine Folge der antiautorit&#228;ren Erziehung der vergangenen Jahrzehnte und dar&#252;ber hinaus der rasanten gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen in den vergangenen Jahren.</p>

<p>Ich will Winterhoffs Thesen nicht im Detail betrachten, da sie eben nichts anderes als spekulative Vermutungen sind, die die eigenen Erfahrungen im Beruf eines Psychiaters zur allgemeinen Geltung erheben. – Und das ist wirklich schlimm, da Winterhoff als Psychiater nun eben die nicht auff&#228;llig werdenden Kinder nicht zu Gesicht bekommt und, wenn er die eigenen, im Prinzip ausschlie&#223;lich auf Defiziterfahrungen beruhenden Einsichten verallgemeinert ohne auf die Begrenztheit seines Erfahrungshorizontes zu reflektieren, zu einer Pathologisierung einer ganzen Gesellschaft neigt.</p>

<p>Winterhoff reflektiert die M&#246;glichkeiten und Grenzen, der von ihm bei seiner Arbeit gewonnenen Erkenntnisse bez&#252;glich ihrer Verallgemeinerbarkeit nicht. Das Problem des Verh&#228;ltnisses von Genese und Geltung seiner Positionen spielt in Winterhoffs Buch keine Rolle. Statt dessen wird ein nahezu apokalyptisches Szenario aufgebaut, wenn Winterhoff davon spricht, dass die »psychische Unreife unserer Kiner und Jugendlichen« »zukunftsbedrohend« sei.</p>

<p>Im Prinzip greift Winterhoff in seinem Buch vor allem medial st&#228;ndig verbreitete Klischees &#252;ber das Verhalten von Kindern und deren Folgen auf, verbindet sie mit Erfahrungen aus seiner eigenen Arbeit und entwickelt aus Klischees und eigenen Erfahrungen einen Alleinvertretungsanspruch, wenn es um eine angemessene Ann&#228;herung an diese Problem geht.</p>

<p>Damit ist nicht gesagt, dass Winterhoffs Position per se als falsch zu betrachten w&#228;ren: Jeder, der im Erziehungsbereich arbeitet, kann durchaus beobachten, dass Kinder und Jugendliche selbst die Erziehungsvorstellungen von P&#228;dagogen und P&#228;dagoginnen eher berfremdet betrachten, klare Regeln fordern und &#252;berfordert sind, wenn Erwachsene den jeweiligen entwicklungspsychologischen Stand der Kinder und Jungendlichen missachten. – Das ist in der Lern- und Entwicklungspsychologie meiner Wahrnehmung nach eher Standardwissen als eine besonders hervorzuhebende neue Entdeckung.</p>

<p>Ist Winterhoffs Buch also &#252;berfl&#252;ssig? Seinen eigenen Anspruch formuliert Winterhoff im abschlie&#223;enden Kapitel des Buches:</p>

<blockquote>Es bleibe die Hoffung, so Winterhoff, »dass die Schaffung eines Bewusstseins f&#252;r die gegenw&#228;rtigen Abw&#228;rtstendenzen dazu f&#252;hrt, dass eine Umkehr stattfindet und Erwachsene zur&#252;ckfinden zu ihrer angemessenen Rolle…« (190)</blockquote>

<p>Neu mag sein, dass Winterhoff den Eltern, Erziehern und der Gesellschaft ganz allgemein die »Verantwortung« f&#252;r von ihm als solche interpretierte Fehlentwicklung von Jugendlichen zuschreibt – das mit diesen Zuschreibungen verbundene Bild der gegenw&#228;rtigen Jugendgeneration ist aber so neu nicht:</p>

<blockquote>Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute h&#246;ren nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe. (Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)

Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorit&#228;t. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine &#252;bereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, Philosoph, 470-399 v.Chr.)

Ich habe &#252;berhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die M&#228;nner von morgen stellt. Unsere Jugend ist unertr&#228;glich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen. (Aristoteles, Philosoph, 384-322 v. Chr.)

</blockquote>

<blockquote><em>Michael Winterhoff, Warum unsere Kinder Tyrannen werden – Oder: Die Abschaffung der Kindheit, G&#252;tersloh 2008.</em></blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/11/03/wenn-wilde-goetter-zahm-sind-und-kinder-unterfordert-werden/" rel="bookmark" title="3. November 2008">Wenn wilde G&#246;tter zahm sind und Kinder unterfordert werden</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2011">Lernr&#228;ume f&#252;r Kinder ohne Raum zum Lernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/22/2008-big-brother-is-still-watching-you/" rel="bookmark" title="22. August 2008">2008 – Big Brother is still watching you</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/20/du-wirst-staendig-ueberwacht-morton-rhues-boot-camp/" rel="bookmark" title="20. September 2008">Du wirst st&#228;ndig &#252;berwacht – Morton Rhues »Boot Camp«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.773 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy41"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Zu Michael Winterhoffs \u00bbWarum unsere Kinder Tyrannen werden\u00ab "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/08\/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy41').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_225" class="footnote">Michael Winterhoff, Warum unsere Kinder Tyrannen werden – Oder: Die Abschaffung der Kindheit, G&#252;tersloh 2008, 13.</li><li id="footnote_1_225" class="footnote">Anders ausgedr&#252;ckt: Es gibt keine Zitate, Fu&#223;noten, Quellenangaben…</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsdebatte/" title="Bildungsdebatte" rel="tag">Bildungsdebatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buchkritik/" title="Buchkritik" rel="tag">Buchkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/entwicklungspsychologie/" title="Entwicklungspsychologie" rel="tag">Entwicklungspsychologie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaftskritik/" title="Gesellschaftskritik" rel="tag">Gesellschaftskritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendpsychiater/" title="Jugendpsychiater" rel="tag">Jugendpsychiater</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturkritik/" title="Kulturkritik" rel="tag">Kulturkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturpessimismus/" title="Kulturpessimismus" rel="tag">Kulturpessimismus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernpsychologie/" title="Lernpsychologie" rel="tag">Lernpsychologie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/michael-winterhoff/" title="Michael Winterhoff" rel="tag">Michael Winterhoff</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/psyche/" title="Psyche" rel="tag">Psyche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rezensionen/" title="Rezensionen" rel="tag">Rezensionen</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/08/zu-michael-winterhoffs-warum-unsere-kinder-tyrannen-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk: basic
Page Caching using disk: enhanced
Database Caching 91/243 queries in 0.278 seconds using disk: basic
Object Caching 20247/20614 objects using disk: basic

Served from: herrlarbig.de @ 2012-02-12 00:42:50 -->
