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		<title>Schule „muss“ sich nicht ver&#228;ndern; sie tut es einfach. Eine Provokation.</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 23:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gerade in die Oberstufe gekommen war, wollte ich unbedingt dieses vierundzwanzig B&#228;nde umfassende Lexikon im Taschenbuchformat haben.</p>

<p>Als ich es dann hatte, kamen in besonders ereignisreichen Jahren Einzelb&#228;nde dazu, die die Informationen im Lexikon aktualisierten. </p>

<p>Mir kam dieser Regalmeter an Wissen damals so vor, als ob es unm&#246;glich sei, noch viel mehr zu wissen oder in noch kompakterer Form, Wissen zug&#228;nglich zu machen. </p>

<p>In der gleichen Zeit war ich zutiefst davon beeindruckt, dass Briefe an und von einem Brieffreund in Singapur in der Regel nur zwei Werktage unterwegs waren, bis sie ankamen und eine mir v&#246;llig unbekannte Welt ins Haus brachten. </p>

<p>Es gab f&#252;r solche Brieffreundschaften Vermittlungsagenturen, die damals bei uns Jugendlichen recht beliebt waren, konnte man auf dem Wege &#252;ber eine Brieffreundschaften doch Fremdsprachenkenntnissen so etwas wie Praxisrelevanz abtrotzen. </p>

<p>Das Lexikon steht noch immer in meinem Regal, aber weniger, weil ich davon einen Nutzen habe, sondern eher als eine Art „romantische“ Erinnerung an Zeiten, die gar nicht lange her sind, daf&#252;r aber sehr schnell vergangen sind. </p>

<p>Das Wissen der Welt steht heute tagesaktuell via Internet zur Verf&#252;gung. </p>

<p>Das Internet und Computer machen Englischkenntnisse unmittelbar praxisrelevant. Freundschaften auf Distanz werden heute via Facebook und Skype gepflegt. </p>

<p>Was einst ein f&#252;r mich mit schier unvorstellbaren Wissensmengen gef&#252;llter Regalmeter war, neben dem einige Zeit sp&#228;ter noch alle damals unter dem Label „Duden“ verf&#252;gbaren W&#246;rterb&#252;cher, zehn an der Zahl, einzogen und so auch umfassendes Sprachwissen f&#252;r mich greifbar machten, kommt mir heute so vor, als seien es letztlich doch sehr bescheidene Wissensmengen gewesen. Und der Regalmeter mit gewichtigen B&#252;chern reicht nicht im mindesten an das verf&#252;gbare Wissen in meiner Hosentasche heran, das ich immer bei mir trage.</p>

<p>Neben Lexikon und W&#246;rterb&#252;chern habe ich eine &#252;ber hundert B&#228;nde umfassende Klassikerbibliothek, die in Druckform einige Umzugskisten ben&#246;tigte, um transportiert werden zu k&#246;nnen, in der Hosentasche. Das Smartphone macht es m&#246;glich.</p>

<p>Au&#223;erdem trage ich eine vollwertige Schreibmaschine mit mir herum, die kleiner als ein Collegeblock ist, die mir komfortablen Internetzugang erlaubt, mit der ich mit anderen Menschen kommunizieren kann.</p>

<p>Fotoapparat, die M&#246;glichkeit, hochwertige Videos anzufertigen und sogar zu schneiden, ein Audiorekorder, einen Scanner mit OCR, eine vollst&#228;ndige Fahrplanauskunft (fr&#252;her war dazu ein dickes „Kursbuch“ n&#246;tig), eine Sammlung historischen Kartenmaterials, eine mehrere hundert „Platten“ umfassende Musiksammlung etc. f&#252;hre ich st&#228;ndig in der Hosentasche mit mir herum.</p>

<p>Das alles kam mir in den Sinn, als ich &#252;ber die mir k&#252;rzlich gestellte Frage nachdachte, ob Schule sich nicht ver&#228;ndern m&#252;sse. </p>

<p>Je mehr ich &#252;ber diese Frage nachdenke, deren Zielrichtung ich nat&#252;rlich verstehe (zu verstehen meine), um so sinnloser, an der eigentlich zu stellenden Frage vorbei gestellt erscheint sie mir. </p>

<p>Schule „muss“ sich nicht ver&#228;ndern. Das muss man nicht fordern, als ein „Muss“ in den Raum projizieren. Schule tut das einfach. Schule ver&#228;ndert sich. Schule ist l&#228;ngst vom informationstechnologischen Wandel durchdrungen und gepr&#228;gt – auch dort, wo die Ver&#228;nderungsresitenzen von Lehrenden noch versuchen, „alte Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ gegen den „Angriff“ aus der Welt des Internets und des Hosentaschenwissens am Leben zu erhalten. </p>

<p>Wenn dann Lehrer und Lehrerinnen im Lehrerzimmer „ihre Klausuren von vor ein paar Jahre, die sie bislang problemlos immer wieder verwenden konnten, die jetzt aber im Internet kursieren und die sie deshalb nicht mehr verwenden k&#246;nnen“ hochhalten, die sie bei Sch&#252;lern gefunden haben, w&#228;hrend diese Arbeit wieder einmal geschrieben wurde, so ist das ein fast tragikomischer Anblick.</p>

<p>Wenn Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen der Gebrauch mobiler Endger&#228;te mit Internetzugang verboten wird, wirkt das zunehmend so, als w&#252;rde man die Nutzung von W&#246;rterb&#252;chern verbieten. </p>

<p>Nein, Schulen sehen sich keinem „Muss“ zur Ver&#228;nderung ausgesetzt. Schulen ver&#228;ndern sich parallel zum Leitmedienwechsel von alleine, organisch, egal ob Lehrer, Eltern, Schultr&#228;ger, Kultusbeh&#246;rden,  Schulbuchverlage etc. sich gegen das „Wuchern dieses digitalen Unkrauts“ wehren oder ob sie sich auf den Medienwandel in der Wissensgesellschaft einlassen und Sch&#252;ler dabei unterst&#252;tzen, m&#252;ndige B&#252;rgern in dieser Wissensgesellschaft zu werden. </p>

<p>Weg also mit dem „Muss“, wenn es um Fragen der Ver&#228;nderung von Schule geht. </p>

<p>An die Stelle dieses „Muss“ sollte man die Forderung nach Professionalit&#228;t im Umgang mit diesem Leitmedienwechsel setzen und diese Professionalit&#228;t gleichzeitig einfordern.</p>

<p>Es ist nicht die Aufgabe von Lehrern, den Leitmedienwechsel (immer noch) zu verteufeln oder einfach zu ignorieren. </p>

<p>Es ist Aufgabe von Lehrern, kompetent mit dem Leitmedienwechsel umzugehen, theoretisches und Anwendungswissen zu erwerben, um den M&#246;glichkeiten und Chancen des Leitmedienwechsels auch reflektierend begegnen zu k&#246;nnen. </p>

<p>Nat&#252;rlich ist das mit Arbeit verbunden, aber als Fachlehrer kann man sich zum Beispiel in den Naturwissenschaften neuen fachlichen Erkenntnissen auch nicht verweigern, wenn man den eigenen Beruf wirklich ernst nimmt. </p>

<p>Es ist nicht so, dass man sich zur&#252;cklehnen und entscheiden kann, ob einen als Lehrer dieser Leitmedienwechsel betrifft oder nicht, ob man diesem gegen&#252;ber Kompetenzen erwerben m&#246;chte oder nicht. Diese Entscheidung mag mir als Privatperson m&#246;glich sein; will ich meinem Erziehungsauftrag angemessen nachkommen, muss ich zum kompetenten Umgang mit dem Leitmedium in der Lage sein. </p>

<p>Ich kann mich als Lehrer ja auch nicht weigern, B&#252;cher oder Fachzeitschriften in die Hand zu nehmen, wenn ich den Beruf ernst nehme. </p>

<p>Ich stelle mir vor, Automechaniker verhielten sich wie manche Lehrer, sie w&#252;rden sich weigern, von ihren mechanischen Reparaturkompetenzen auf Mechatronik umzustellen, sie w&#252;rden sich weigern, den Umgang mit Computern zu erlernen, um Fehleranalysen an der Bordelektronik eines Autos durchf&#252;hren zu k&#246;nnen: Wenn ein solcher Automechaniker nicht gerade in einer Werkstatt arbeitet, die sich auf Oldtimer spezialisiert hat, w&#252;rde er seinen Beruf verlieren. </p>

<p>Ich hielte es f&#252;r keinen Eingriff in die gesetzlich verankerte p&#228;dagogische Freiheit von Lehrerinnen und Lehrern, w&#252;rde eine Dienstanweisung ergehen, in der klar definiert ist, welche Kompetenzen der Leitmedienwechsel von Lehrenden fordert, damit dieser kompetent reflektiert und auch praktisch fruchtbar gemacht werden kann. Diese Dienstanweisung d&#252;rfte freilich nur von Leuten erarbeitet werden, denen man gen&#252;gend Wissen und F&#228;higkeiten zutraut, dies angemessen zu tun, also nicht von Politikern, die sich E-Mails nach wie vor ausdrucken lassen <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>Ich hielte es f&#252;r keinen Eingriff in die gesetzlich verankerte p&#228;dagogische Freiheit von Lehrerinnen und Lehrern, bek&#228;me jede und jeder eine Dienstemailadresse, die verpflichtend mind. an den Tagen abzurufen w&#228;re, an denen die Kollegen in der Schule sind, wo Dienstrechner verf&#252;gbar sind. </p>

<p>Solange es aber nicht als seltsam angesehen wird, dass Lehrer und Lehrerinnen sich teilweise dem Leitmedienwechsel offensiv verweigern, solange nicht verbindlich eingefordert wird, dass Medienkompetenz ebenso wie Sprach- und Schreibkompetenz in allen F&#228;chern zu f&#246;rdern ist, solange wird sich Schule weiter ver&#228;ndern, worauf Lehrer weiter mit Restriktionen reagieren werden, um den StatusQuo zu bewahren, um die Ver&#228;nderungen vielleicht doch noch zu verhindern, wodurch die Atmosph&#228;re in den Schulen zunehmend von dem nicht reflektierten Konflikt zwischen „digitalen Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ im au&#223;erschulischen Alltag und der vor diesem Alltag „gesch&#252;tzten“ Schule gepr&#228;gt wird.</p>

<p>Der Leitmedienwechsel wird zu einer neuen Lernkultur f&#252;hren.</p>

<p>Die sich mit ihm ergebenden M&#246;glichkeiten und Risiken wollen reflektiert Einzug in die Schulwirklichkeit finden. </p>

<p>Um diesen reflektierten Umgang mit dem Leitmedienwechsel leisten zu k&#246;nnen, m&#252;ssen Lehrer und Lehrerinnen lernen. </p>

<p>Ja, das ist mit Arbeit verbunden. Aber diese Arbeit ist nicht zu vermeiden, soll sich in der Schule nicht ein Dauerkonflikt zwischen „digitalen Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ (das Vorhandensein einer dienstlichen  E-Mail-Adresse ist eine solche, der gemeinfreie Klassiker auf dem E-Book-Reader bzw. dem Smartphone oder dem Tablet ist gerade dabei eine solche zu werden) und analoger Beharrlichkeit festsetzen, der dem Auftrag der Schule und somit der P&#228;dagogen in der Schule zuwider liefe.</p>

<p>Schule „muss“ sich nicht ver&#228;ndern; Schule ver&#228;ndert sich angesichts des Leitmedienwechsels einfach; sie tut das einfach, v&#246;llig ohne „Muss“. </p>

<p>Die Frage lautet also, wie sehr die an der Gestaltung von Schule beteiligten Professionellen professionell in der Lage sind, diese Ver&#228;nderungen wahrzunehmen, zu beschreiben, zu reflektieren und dann in die Didaktik und Methodik der F&#228;cher zu integrieren. </p>

<p>Das ist f&#252;r alle Beteiligten eine Herausforderung. Und deshalb muss die Herausforderung noch umfassender beschrieben werden: Wie sehr sind Politik und gesamtgesellschaftliche Stimmungen bereit und in der Lage, den an der Gestaltung von Schule beteiligten Professionellen professionelle Fortbildungsm&#246;glichkeiten zu geben, die keine Zusatzbelastungen sind, sondern durch Entlastungen an anderen Stellen eigentlich erst erwartbar und m&#246;glich werden. </p>

<p>Solange dies nicht geschieht, ist freilich nicht unbedingt zu erwarten, dass Lehrer und Lehrerinnen die Kraft, Energie und Bereitschaft aufbringen (k&#246;nnen), sich den faktischen Ver&#228;nderungen von Schule im digitalen Kontext zu stellen; solange ist es durchaus nachvollziehbar, dass vielen Lehrer und Lehrerinnen der an „analogen Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ orientierte Schulalltag der „sicherere Grund“ zu sein scheint, auf dem sie agieren k&#246;nnen. </p>

<p>Doch von all dem unabh&#228;ngig: Schule ver&#228;ndert sich; Schule hat sich angesichts neuer „digitaler Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ l&#228;ngst ver&#228;ndert. </p>

<p>Es ist Zeit, diese Ver&#228;nderungen reflexiv und praktisch  einzuholen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Apples iPad und das Schulbuch – Ger&#252;chte und Einsch&#228;tzungen</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 17:43:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[F&#252;r Hersteller von Hard- und / oder Software hat ein Monopol etwas verlockendes. Das war so bei Microsofts Windows-Betriebssystem, das erst von Gerichten und staatlichen Monopolbeh&#246;rden auf seine Grenzen hingewiesen werden musste; das gilt f&#252;r geschlossene propriet&#228;re Strukturen, wie sie &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2012/01/14/apples-ipad-und-das-schulbuch-geruchte-und-einschatzungen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r Hersteller von Hard- und / oder Software hat ein Monopol etwas verlockendes. Das war so bei Microsofts Windows-Betriebssystem, das <a href="http://www.computerwoche.de/heftarchiv/1997/51/1103489/" target="_blank">erst von Gerichten und staatlichen Monopolbeh&#246;rden auf seine Grenzen hingewiesen werden musste</a>; das gilt f&#252;r geschlossene propriet&#228;re Strukturen, wie sie Apples iOs, Amazons Kindle etc. anbieten.</p>

<p>Was w&#228;re es f&#252;r ein Coup, k&#228;me man mit seinen Produkten in die Schulen hinein, zumindest in die finanziell relativ gut ausgestatteten Schulen der Industrienationen!</p>

<p>Microsoft ist dieser Coup schon gegl&#252;ckt: Ich kenne wenige Schulen, die nicht mit deren Betriebssystem arbeiten und so die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen an Windows gew&#246;hnen. „Word“ war ja nicht umsonst lange Zeit „Quasi-Standard“ bei Textverarbeitungsprogrammen. Das wird kaum noch thematisiert, aber in den meisten Schulen herrschen nach wie vor propriet&#228;re Systeme aus dem Hause Microsoft.</p>

<p>Das hat aber nicht verhindern k&#246;nnen, dass es Lehrer gibt, die andere Plattformen nutzen, sowohl propriet&#228;re als auch freie.</p>

<p>Das hat nicht verhindert, dass Sch&#252;ler privat auf anderen Plattformen arbeiten.</p>

<p>Nun aber gibt es Ger&#252;chte, dass ein weiterer Computerherrsteller einen Initiative zur Besetzung des Schulmarktes starten wolle. Apple, so hei&#223;t es, plane Kooperationen mit Schulbuchverlagen und wolle das iPad 2 massiv als Tr&#228;ger von Schulb&#252;chern und als Arbeitsger&#228;t in die Schulen hinein bringen.</p>

<p>Angeblich, so vernahm ich es aus dem unmittelbaren Schulbuchverlage-Umfeld, suche Apple auch schon Kooperationspartner in Deutschland.</p>

<p>Bereits auf der Buchmesse in Frankfurt erfuhr ich, dass die Schulbuchverlage an einer App arbeiten, die zur <a href="http://www.didacta-hannover.de/" target="_blank">Didacta</a> vorgestellt werde.</p>

<p>Ob das mehr als Ger&#252;chte sind, wei&#223; ich nicht. Ich nenne sie hier aber, weil sich in Gespr&#228;chen mit unterschiedlichen Personen diese Informationen f&#252;r mich verdichtet haben.</p>

<p>Aus meiner Sicht w&#228;re es logisch, wenn Apple in den Bildungssektor wollte. Microsoft hat vorgemacht, dass das geht.</p>

<p>Au&#223;erdem bietet Apple mit dem iPad eine geschlossene Plattform, was mehr Lehrern sympathisch sein d&#252;rfte, als Vertreter offener Plattformen vermuten d&#252;rften, denn viele Lehrer wollen so ziemlich alles kontrollieren k&#246;nnen, was Sch&#252;ler an Rechnern tun, sodass es in PC-R&#228;umen bereits heute in der Regel eine Software gibt, die Lehrenden Zugriff auf alle Bildschirme gibt und Interaktion mit den Nutzern dieser Rechner erlaubt.</p>

<p>Schulen arbeiten bis heute in der Regel nicht mit offenen, frei verf&#252;gbaren Bildungsmedien und Technologien. Statt freier Software auf Linuxbasis wird propriet&#228;re Software genutzt; statt freie Bildungsmedien zu kreieren, verf&#252;gbar zu machen und zu nutzen, werden Schulb&#252;cher und propriet&#228;re Arbeitsmaterialien nach wie vor sehr h&#228;ufig eingesetzt.</p>

<p>Die Angst der Bildungsmedienersteller vor „Digitalisaten“ aus Lehrerhand wurde in der <a title="Betreff: „#Schultrojaner“ || Liebe Schulbuchverlage!" href="http://herrlarbig.de/2011/11/01/betreff-schultrojaner-liebe-schulbuchverlage/">„Schultrojaner“-Diskussion </a>der vergangenen Wochen <a title="Phantomdebatte? – Kommentar zu einer „Wortregelung“ in Sachen „Schultrojaner“" href="http://herrlarbig.de/2011/12/12/phantomdebatte-kommentar-zu-einer-wortregelung-in-sachen-schultrojaner/">sehr deutlich</a>. (Und nebenbei: Es wurde von den Verlagen her nach wie vor kein offener Dialog mit den Lehrern und Lehrerinnen gesucht, es fand alleine ein Treffen von Lehrerverb&#228;nden, der Kultusministerkonferenz und den Schulbuchverlagen statt.)</p>

<p>Schulbuchverlage brauchen, um ihre Markt-Macht in den Schulen zu behalten und zu festigen, eine L&#246;sung, die das Schulbuch in das digitale Zeitalter bringt.</p>

<p>Schulbuchverlage werden dabei kaum auf offene Standards setzen wollen und k&#246;nnten also durchaus Zielgruppe eines Unternehmens wie Apple sein. Das iPad bietet gen&#252;gend Geschlossenheit, um sicherzustellen, dass blo&#223; kein b&#246;ser Lehrer „Digitalisate“ der digitalen Schulb&#252;cher erstellt, genug Geschlossenheit, um den Schulbuchmarkt weiter attraktiv zu halten.</p>

<p>Es k&#246;nnte eine starke Lobby geben, die eine solche Kooperation zwischen Schulbuchverlagen und Apple als Produzenten des iPads, bef&#252;rworten d&#252;rfte.</p>

<p>Es k&#246;nnte aber auch passieren, dass die deutschen Schulbuchverlage die Kooperation mit Apple verweigern und weiter auf analoge B&#252;cher und eine eigene App-L&#246;sung setzen w&#252;rden. – Ob Verhandlungen zwischen Apple und Schulbuchverlagen konkret stattgefunden haben, konnte ich den Ger&#252;chten nicht entnehmen, geschweige denn, wie diese ausgegangen sind.</p>

<p>Ich selbst w&#252;rde mir andere, <a title="#OER – Offene Bildungsmedien: Ich will Taten sehen! (&amp; Update zu #schultrojaner)" href="http://herrlarbig.de/2011/11/08/oer-offene-bildungsmedien-ich-will-taten-sehen-update-zu-schultrojaner/">offene L&#246;sungen</a> w&#252;nschen, die nicht auf eine spezielle Hardware und nur f&#252;r diese verf&#252;gbare Apps aufbauten.</p>

<p>Unterrichtsmaterial muss die Freiheit lassen, es auf Rechnern der eigenen Wahl nutzen zu k&#246;nnen. So sch&#228;tze ich <a href="http://www.digitaleschulebayern.de/" target="_blank">browsergest&#252;tzte Zug&#228;nge zu Lernmaterialien</a>, die von jeder Plattform aus genutzt werden k&#246;nnen und nicht auf spezielle Hardware angewiesen sind.</p>

<p>Andererseits: Wenn Schulen von Schulb&#252;chern auf digitale Bildungsmedien umstellen sollen / wollen, so w&#252;rden sie einheitliche Ger&#228;te ben&#246;tigen, wenn man nicht darauf bauen wollte, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin ein eigenes, elternfinanziertes digitales Endger&#228;t h&#228;tte, was letztlich die Lehrmittelfreiheit, die in manchen Bundesl&#228;ndern nach wie vor gegeben ist, in Frage stellen w&#252;rde.</p>

<p>Die Lehrmittelfreiheit, so sie auch die Datentr&#228;ger umfassen soll, verlangt also einheitliche Ger&#228;teinfrastrukturen f&#252;r zumindest eine Schule. – Diese L&#252;cke scheint Apple nun besetzen zu wollen.</p>

<p>Ich stelle mir vor, dass Apple die iPads in Kooperation mit den Schulbuchverlagen vertreiben – n&#228;heres werden wir <a href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2012-01/apple-ipad-schulen-schulbuch/komplettansicht" target="_blank">in wenigen Tagen erfahren</a> – und die Schulbuchverlage aus Gr&#252;nden der Gewinnmaximierung darauf verzichten w&#252;rden, ihre digitalen Schulb&#252;cher f&#252;r unterschiedliche Tablet-Plattformen verf&#252;gbar zu machen.</p>

<p>Es gibt <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b1f19f3b" target="_blank">kritische Stimmen</a>, die mich in ihrer harschen Art &#252;berraschen, da sie bez&#252;glich des Windows-Dauerzustandes an vielen deutschen Schulen eher zur&#252;ckhaltend vernehmbar waren (eigentlich sogar gar nicht).</p>

<p>F&#252;r Ersteller freier Bildungsmedien, den sog. Open Educational Ressources (OER), ergibt sich nicht erst angesichts der Ger&#252;chte um den Einstieg Apples in den Schulbuchsektor die Notwendigkeit darauf zu achten, diese Bildungsmedien so zug&#228;nglich wie nur m&#246;glich zu erstellen und zu verbreiten.</p>

<p>OER m&#252;ssen grunds&#228;tzlich von jedem Endger&#228;t mit jeder beliebigen Plattform erreichbar und zu nutzen sein.</p>

<p>Die vermutete, in Ger&#252;chten angek&#252;ndigte, vielleicht Wirklichkeit werdende Initiative Apples k&#246;nnte einen Nebeneffekt haben, der viel positiver ist, als es das reflexartige „Da ist ein Weltkonzern, der propriet&#228;re Hard- und Software durchdr&#252;cken, gleichzeitig die Kinder als Kunden aufbauen und an sich binden will und das ist b&#246;se!“ vermuten l&#228;sst.</p>

<p>Wenn man will, dass in Schulen digital vernetzte Strukturen produktiv f&#252;r Zwecke des Lernens genutzt werden, reichen nicht nur zwei, drei Computerr&#228;ume aus.</p>

<p>Wenn man digital unterst&#252;tzte Lernprozesse in Schulen haben will, dann braucht man daf&#252;r Hardware, Software, Netzinfrastruktur, idealerweise WLan.</p>

<p>Wo bitte soll das alles herkommen, angesichts der Finanzausstattung der Schulen, angesichts der heiklen Haushaltslagen, mit denen Schultr&#228;ger agieren m&#252;ssen?</p>

<p>Wie soll Zugang zu so interessanten OER-Materialien im Unterricht m&#246;glich sein, wie sie z. B. <a href="http://www.zum.de/Faecher/M/mathematik-digital/" target="_blank">Mathematik Digital</a> anbietet, wenn die Hardware und der Internetzugang gar nicht vorhanden sind?</p>

<p>Klar, die Kritik, wie sie <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b1f19f3b" target="_blank">fefe</a> <del>&#228;u&#223;ert</del> verlinkt, fragt grunds&#228;tzlicher, ob hier an propriet&#228;re, geschlossene Systeme gew&#246;hnt werden solle (Verschw&#246;rungstheorie). Dass eine solche Gew&#246;hnung aber auch schon mit propriet&#228;ren Tintenpatronen-Formaten f&#252;r Schulf&#252;ller stattfindet, sei nur erw&#228;hnt.</p>

<p>Sollte Apple die Initiative ergreifen – oder ein anderer Anbieter, das ist mir egal, Hauptsache es tut endlich mal einer –, sollte auf diesem Wege tats&#228;chlich Hardware in Koppelung mit Schulb&#252;chern ihren Weg in die Schule finden und w&#228;re diese Hardware nicht nochmal zus&#228;tzlich verschlossener als sie es schon ist, z. B. durch Zugangsbeschr&#228;nkungen ins Internet, die auch OER-Seiten betr&#228;fen, dann b&#246;te sich die Chance, dass, so die Ger&#252;chte auch nur einen Teil der Wahrheit wiedergeben, Apple als Katalysator wirken k&#246;nnte, was die angesichts des Leitmedienwechsels notwendige Ver&#228;nderung von Schule und Unterricht angeht.</p>

<p>Es ist das eine, digital gest&#252;tzte Lernprozesse, digital erm&#246;glichte Zug&#228;nge zu Wissen und damit verbundene M&#246;glichkeiten des Zuwachses von Autonomie Lernender gut zu hei&#223;en.</p>

<p>Die andere Seite ist dann aber, dass man Antworten finden muss, wie solche Ver&#228;nderungsvorstellungen mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden k&#246;nnen, um sie umzusetzen.</p>

<p>Ich bewerte an dieser Stelle die Ger&#252;chte noch nicht abschlie&#223;end, da Apple immer f&#252;r &#220;berraschungen gut ist.</p>

<p>Ich f&#228;nde die Vorstellung sympathisch, dass es einen Ansto&#223; g&#228;be, der den Ver&#228;nderungsprozess in Schulen aktiv unterst&#252;tzen w&#252;rde; einen Ansto&#223;, der auch denjenigen, die bislang darauf verwiesen, dass es f&#252;r digitale Endger&#228;te im Unterricht kaum Schulb&#252;cher (in Deutschland) g&#228;be, ein wenig die Argumente n&#228;hme; einen Ansto&#223;, der Eltern, die sich l&#228;ngst w&#252;nschen, dass Kinder mehr an die Kompetenzen herangef&#252;hrt w&#252;rden, die f&#252;r eine aufgekl&#228;rte Bew&#228;ltigung des Leitmedienwechsels notwendig sind, neue Argumente gegen&#252;ber den Schulen, den Schultr&#228;gern und der Bildungspolitik g&#228;be.</p>

<p>Klar, das kann man alles auch viel kritischer sehen, man kann Verschw&#246;rungen vermuten, die die Kinder abh&#228;ngig von einer Plattform machen wollen etc. Auch ich k&#246;nnte so argumentieren, habe mich aber entschieden, an dieser Stelle dem Chancenblick Vorzug zu geben, da es die Kritik sowieso geben wird.</p>

<p>Wenn die Ger&#252;chte stimmen, w&#228;re mein Blick auf das, was da kommt, mit der Frage verbunden, wie ich das Angebot gegebenenfalls – in Frankfurts Schulen gibt es kein WLan, weil der Schultr&#228;ger das scheinbar nicht will, was die Umsetzung potentieller M&#246;glichkeiten bislang auf Lan-Optionen beschr&#228;nkt – nutzen k&#246;nnte, um zum Beispiel auch freie Bildungsmedien in den Unterricht zu integrieren, da mich ja niemand zwingen kann, nur die Schulb&#252;cher zu nutzen, die dann vielleicht in digitaler Form vorliegen w&#252;rden.</p>

<p>Es w&#228;re ein pragmatischer Blick, der aber auch die Frage geschlossener Systeme in der Schule thematisieren w&#252;rde, um nicht zu einer neuen „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M&#252;ndigkeit_(Philosophie)" target="_blank">selbstverschuldeten Unm&#252;ndigkeit</a>“ beizutragen.</p>

<p>Warten wir ab, was letztlich pr&#228;sentiert werden wird. Im Idealfall w&#228;re es etwas, das Fahrt in den Sektor der Unterrichtsmaterialien bringen w&#252;rde, etwas, das andere Anbieter aufwecken w&#252;rde, sodass letztlich doch einen Vielfalt von Angeboten digitaler Unterst&#252;tzung des Lernens und zum Aufbau personalisierter Lernumgebungen entst&#252;nde, aus dem Schulen dann w&#228;hlen k&#246;nnen…<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Lesekompetenz und Ausdrucksf&#228;higkeit – Beobachtungen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 19:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Beobachtung, dass Jugendliche oft Probleme beim den Sinn eines Textes erfassenden und interpretierenden (=verstehenden) Lesen haben, ist hinl&#228;nglich bekannt; die enge Verbindung schriftlicher Ausdrucksf&#228;higkeit mit der Lesef&#228;higkeit wird ebenso umfassend beschrieben. F&#252;r mich zeigen sich diese Ph&#228;nomene an folgenden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/10/04/lesekompetenz-und-ausdrucksfahigkeit-beobachtungen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beobachtung, dass Jugendliche oft Probleme beim den Sinn eines Textes erfassenden und interpretierenden (=verstehenden) Lesen haben, ist hinl&#228;nglich bekannt; die enge Verbindung schriftlicher Ausdrucksf&#228;higkeit mit der Lesef&#228;higkeit wird ebenso umfassend beschrieben.</p>

<p>F&#252;r mich zeigen sich diese Ph&#228;nomene an folgenden Punkten (in unterschiedlicher Intensit&#228;t in den unterschiedlichen Altersstufen, aber in allen Altersstufen (10–19 Jahre) beobachtbar).<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/10/04/lesekompetenz-und-ausdrucksfahigkeit-beobachtungen/#footnote_0_1692" id="identifier_0_1692" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich erhebe hier nicht den Anspruch etwas Neues zu sagen oder eine empirisch unangreifbare Darstellung zu verfassen, sondern stelle im Rahmen dieses Blogs genau die Diskussionsgrundlage zur Verf&amp;#252;gung, die ein privates Blog zun&amp;#228;chst einmal schaffen kann. Dabei gehe ich aber dennoch davon aus, dass die hier beschriebenen Beobachtungen und meine &amp;#220;berlegungen zum Umgang mit den Ph&amp;#228;nomenen mehr als eine Privatmeinung sind.">1</a></sup>:</p>

<ul>
    <li>Beim Vorlesen von Texten<span id="more-1692"></span> werden &#252;berraschend h&#228;ufig sinntragende W&#246;rter entweder ausgelassen (ohne dass sich in allen F&#228;llen ein „Protest“ der mitlesenden Jugendlichen regen w&#252;rde) oder durch andere, grammatikalisch passende, den Sinn aber verschiebende, W&#246;rter ersetzt, ohne dass ich hierbei bislang ein klares Muster sehen k&#246;nnte. Dabei handelt es sich nicht um Jugendliche mit diagnostizierter Lese-Rechtschreib-Schw&#228;che.</li>
    <li>Arbeitsauftr&#228;ge, selbst in Klassenarbeiten und Klausuren, werden nicht vollst&#228;ndig rezipiert und wichtige Teile einer notwendigen Bearbeitung ausgelassen. Dabei beobachte ich, dass es viele Jugendliche gibt, die die ihrer Auffassung nach wichtigen Aufgabenteile (mit einem Textmarker) anstreichen und dann scheinbar die Textteile ausblenden, die ihnen nicht entgegen „leuchten“. Dieses Ph&#228;nomen gibt es auch beim Markieren von literarischen oder Sachtexten, sodass wesentliche Details in den Texten bei der weiteren Bearbeitung nicht weiter ber&#252;cksichtigt werden.</li>
    <li>Texte werden weitgehend auf den Inhalt hin gelesen, Hinweise auf den Kontext des Textes werden dabei au&#223;en vor gelassen. Das Erlernen der Ber&#252;cksichtigung formaler Textelemente als Teil der Voraussetzung eines angemessenen Verstehens von Texten f&#228;llt vielen Jugendlichen enorm schwer. Dementsprechend schwer f&#228;llt vielen Jugendlichen das „Interpretieren“. Interpretieren bezieht sich hier sowohl auf die m&#252;ndliche also auch auf die schriftliche Form der Erarbeitung von Textinhalten, die &#252;ber die reine Handlungs- bzw. Inhaltsebene hinausgehen.</li>
    <li>Die Ausdrucksf&#228;higkeit jenseits der Orthographie ist bei &#252;berraschend vielen Jugendlichen nicht sonderlich ausgepr&#228;gt. Vor allem in den Bereichen des Satzbaus, des Ausdrucks und der Grammatik beobachte ich eine deutliche Differenz zwischen dem Wissen &#252;ber die jeweiligen Regeln und der F&#228;higkeit, diese f&#252;r eigene Texte fruchtbar werden zu lassen.</li>
    <li>Immer wieder sto&#223;e ich auf in meinen Augen einfache W&#246;rter, die im Wortschatz der Jugendlichen bislang keinen Platz gefunden haben. In eine &#228;hnliche Richtung geht meine Beobachtung, dass die Herleitung von Ableitungen aus W&#246;rtern, die bekannt sind oder aus dem Sinnzusammenhang eines Textes, h&#228;ufig erst dann funktioniert, wenn auf den Zusammenhang hingewiesen wurde. Die Nutzung vorhandenen Sprachwissens zum Verstehen &#228;hnlicher Ph&#228;nome oder Begriffe bedarf sehr h&#228;ufig der Hinweise, dass ein Zusammenhang besteht.</li>
    <li>Verbindungen zwischen im Unterricht (unterschiedlicher F&#228;cher) erarbeiteten Wissenszusammenh&#228;ngen im Kontext des Lesens und Schreibens, werden von vielen Jugendlichen wenig bis gar nicht hergestellt bzw. zur Verkn&#252;pfung und Vertiefung der vorhandenen Wissensbest&#228;nde genutzt. Der Unterricht in den unterschiedlichen F&#228;chern scheint f&#252;r viele Jugendliche eine jeweils in sich selbst abgschlossene Welt zu sein und f&#228;cher&#252;bergreifendes bzw. F&#228;cher verbindendes Arbeiten muss in vielen F&#228;llen erst m&#252;hsam gelernt werden – ohne immer von nachhaltigem Erfolg gekr&#246;nt zu sein.</li>
    <li>Die m&#252;ndliche Ausdrucksf&#228;higkeit weicht teilweise deutlich von der schriftlichen ab, auch wenn es im m&#252;ndlichen Bereich ebenso zahlreiche Ph&#228;nomene gibt, die auf Ausdrucksschw&#228;chen hinweisen und die gar nicht alle korrigiert werden k&#246;nnen, da dies 1. die Jugendlichen entmutigen w&#252;rde, sich am Unterrichtsgespr&#228;ch zu beteiligen und sie 2. oft &#252;berh&#246;rt werden bzw. gar nicht alle erinnert werden k&#246;nnen. Auff&#228;llig ist jedoch die Tendenz, in unvollst&#228;ndigen S&#228;tzen zu sprechen und kaum einmal zu l&#228;ngeren zusammenh&#228;ngenden m&#252;ndlichen Darstellungen der eigenen Gedanken zu kommen.</li>
    <li>In den Bereich der m&#252;ndliche Ausdrucksf&#228;higkeit geh&#246;rt auch, das Referate und Pr&#228;sentation weitgehend abgelesen und meist ohne erkennbares Interesse am Wecken der Neugier der Zuh&#246;renden gestaltet werden, was auch daran liegt, dass diese Darstellungsformen von Jugendlichen oft als etwas gesehen, werden, das man „f&#252;r den Lehrer“ macht. Das erkl&#228;rt die mit diesen Ausdrucksformen verbundenen Probleme im Bereich der Ausdrucksf&#228;higkeit aber nicht wirklich, so sehr ich auch zunehmend der Meinung zustimme, dass Referate so ziemlich das langweiligste Mittel sind, das im Unterricht eingesetzt werden kann – zumindest dann, wenn sie keine kognitiven Prozesse in einer Lerngruppe zu aktivieren verm&#246;gen.</li>
</ul>

<p>Es gibt zahlreiche, wissenschaftlich fundierte Ans&#228;tze zur Beschreibung der Anforderungen, die eine angemessene Lesekompetenz („reading literacy“) zu erf&#252;llen hat<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/10/04/lesekompetenz-und-ausdrucksfahigkeit-beobachtungen/#footnote_1_1692" id="identifier_1_1692" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. hierzu die zahlreichen Arbeiten von Norbert Groeben, aber auch: Cornelia Rosebrock, Lesesozialisation und Lesef&amp;#246;rderung &ndash; literarisches Leben an der Schule, in: Michael K&amp;#228;mper van den Boogarrt (Hg.), Deutschdidaktik. Ein Leitfaden f&amp;#252;r die Sekundarstufen I und II, Berlin 2003, 153&ndash;174.">2</a></sup>. Der Rahmen der zu erreichenden Lesekompetenz wurde in den vergangenen Jahren abgesteckt. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese Kompetenz erreicht werden kann – und ob Schule strukturell dazu &#252;berhaupt in der Lage ist.</p>

<p>Bevor ich meine &#220;berlegungen zu dieser Frage ausf&#252;hre, m&#246;chte ich einige, den oben aufgez&#228;hlten Beobachtungen tendenziell zuwider laufende Beobachtungen festhalten:</p>

<ul>
    <li>&#220;berraschend viele Jugendliche sind in der Lage im Rahmen freien Schreibens spannende Geschichten zu erz&#228;hlen.</li>
    <li>Beim freien (kreativen) Schreiben – das nichts mit kreativen Schreibauftr&#228;gen im Sinne eines produktiven Umgangs mit Lekt&#252;ren zu tun hat – zeigen viele Jugendliche oft weit bessere F&#228;higkeiten im Ausdruck als im schulbezogenen Schreiben. Der Transfer dieser F&#228;higkeiten auf im Kontext des „normalen“ Unterrichts entstehende Texte ist eine Herausforderung, die oft nicht von Erfolg gekr&#246;nt wird.</li>
    <li>Ich begegne immer wieder Jugendlichen (darunter allen Statistiken zuwider laufend &#252;berraschend viele m&#228;nnliche Jugendliche), die privat schreiben, wobei sich hier das Klischee widerspiegelt, dass M&#228;dchen eher Liebesgeschichten schreiben und Jungen sich eher im Fantasy- und Abenteuerbereich produzieren. So bekomme ich von Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen immer wieder einmal z.T. sehr umfangreiche Skripte zum Lesen, mit der Bitte um ein Urteil und vor allem Tipps zur Verbesserung der Texte. Dieses Angebot besteht &#252;ber den normalen Unterricht hinaus und flie&#223;t nicht in die Benotung ein. Dabei ist f&#252;r mich immer wieder faszinierend, mit welcher Ernsthaftigkeit und teilweise sehr deutlich erkennbarer Konsequenz Jugendliche an solchen Texten schreiben. Teilweise sind sie sogar in der Lage, die Texte vorbereitende Arbeiten verf&#252;gbar zu haben, in denen z.B. die einzelnen Figuren der Texte in ihrem Charakter und bez&#252;glich ihrer Handlungsmotivationen entwickelt werden. Ja, wirklich, das ist mir schon passiert.</li>
    <li>In Gespr&#228;chen im Unterricht, die nicht als Unterrichtsgespr&#228;ch im klassischen lehrerzentrierten Sinn wahrgenommen werden, z.B. in Gruppenarbeits- oder Partnerarbeitsphasen, beobachte ich, dass Sch&#252;ler durchaus in ganzen S&#228;tzen und auch differenziert &#252;ber Texte ins Gespr&#228;ch kommen k&#246;nnen, also &#252;ber eine eigentlich bessere Ausdrucksf&#228;higkeit verf&#252;gen, als oft im Unterricht beobachtbar. – Dies gilt auch, wenn Sch&#252;ler sich untereinander Dinge erkl&#228;ren. Dabei beobachte ich, dass wesentlich h&#228;ufiger auf die zur Verf&#252;gung stehenden Materialien Bezug genommen wird, als im „normalen“ Unterrichtsgespr&#228;ch.</li>
    <li>Jugendliche sind durchaus bereit, B&#252;cher zu lesen und sie lesen auch. In diesem Zusammenhang h&#246;re ich von den Jugendlichen selbst aber immer wieder die Aussage, dass die B&#252;cher, die sie gerade lesen, f&#252;r den schulischen Kontext wahrscheinlich ungeeignet seien. Aber, um hier nichts sch&#246;ner zu reden als es ist: Es gibt erschreckend viele Jugendliche, die au&#223;er den in der Schule von ihnen abverlangten Lekt&#252;ren keine B&#252;cher lesen – und auch hier teilweise, statt der Lekt&#252;ren selbst, vor allem auf Sekund&#228;rtexte zur&#252;ckgreifen und sich Wissen &#252;ber die B&#252;cher anzueignen versuchen, ohne die B&#252;cher selbst je in G&#228;nze gelesen zu haben.</li>
</ul>

<p>Zwei Beobachtungsrahmen, die mir einander scheinbar widersprechende Ph&#228;nomen vor Augen f&#252;hren. Welche Schlussfolgerungen sind daraus (f&#252;r mich und zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Textes) m&#246;glich?</p>

<p>Zun&#228;chst f&#228;llt mir auf, dass ich bei meinen Beobachtungen zwischen Lesekompetenzen und Ausdrucksf&#228;higkeiten unterscheide, die ich im Kontext von „normalem“ Unterricht mache und im Kontext des „freien“ Umgangs mit Texten und des Schreibens.</p>

<p>Dabei stellt sich die Frage, welche Kriterien ich zur zur Einsch&#228;tzung dieser Ph&#228;nomene zu Rate ziehe. Lege ich meinen Schwerpunkt auf die von der Schule zurecht geforderten Kompetenzen, so ist das Bild d&#252;ster. Ber&#252;cksichtige ich die Lesekompetenzen und Ausdrucksf&#228;higkeiten, die sich mir am Rande des Schulkontextes zeigen, komme ich zu einem deutlich besserem Urteil.</p>

<p>Diese Differenzierung f&#252;hrt nicht sonderlich weit, solange nicht die Frage gestellt wird, was diese unterschiedlichen Beobachtungen an Hinweisen f&#252;r eine Verbesserung der im schulischen Kontext (und somit letztlich f&#252;r die Bewertung relevanten) gezeigten Lese- und Ausdruckskompetenzen mit sich bringen, ohne die Ziele des Lese- und Sprachunterrichtes aus dem Augen zu verlieren.</p>

<p>Meine bislang gefundenen Antworten sind so banal wie folgenreich, wobei an erster Stelle die Frage stellt, welche Ziele ich als Lehrer eigentlich erreichen will (– und warum!). Erst wenn ich dies f&#252;r mich klar formuliert habe, kann ich nach Wegen fragen, diese Ziele zu erreichen, ohne dabei die von Lehrpl&#228;nen vorgegebenen Ziele aus dem Blick zu verlieren, solange diese nicht st&#228;rker an zu erreichenden Kompetenzen im Kontext zu wissender Inhalte ausgerichtet sind, so sehr diese Umstrukturierung auf Kompetenzen hin in Weiterentwicklungen der Lehrpl&#228;ne schon eine Rolle spielt.</p>

<ol>
    <li>Unterricht muss in Bezug auf Lese- und Ausdruckskompetenzen sch&#252;lerorientiert sein, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, die vorhandenen Kompetenzen weiter zu entwickeln. Dabei muss der Begriff der „Sch&#252;lerorientierung“ m&#246;glichst konkret formuliert, aus dem Schattendaseins eines p&#228;dagogischen, methodischen und fachdidaktischen Modewortes befreit und m&#246;glichst konkret gedacht werden. Das bedeutet f&#252;r den Deutschunterricht unter anderem, dass die Lese- und Schreiberfahrungen der Jugendlichen ernst zu nehmen sind, nicht als p&#228;dagogischer Kniff, sondern als echte Lese- und Schreiberfahrungen. Mir ist es zun&#228;chst einmal v&#246;llig egal, ob Jugendliche von „Die wilden Kerle“ oder von Homers „Odysee“ begeistert sind (ja, diese Bandbreite hatte ich schon in Lerngruppen einer Schulstufe), da diese B&#252;cher f&#252;r die Jugendlichen bedeutsam sind. Und wenn ich in Klassen die jeweils zu einem Zeitpunkt aktuellen Lieblingsb&#252;cher der Jugendlichen vorstellen lasse, dann akzeptiere ich die B&#252;cher, die von den Jugendlichen eingebracht werden, egal, ob sie in meinen Augen literarischen Anspr&#252;chen gen&#252;gen oder eher nicht, egal, ob es sich um Thriller (bei denen ich mir manchmal die Frage stelle, ob sie f&#252;r die jeweilige Altersstufe schon geeignet sind oder nicht) oder Liebesromane handelt, die eher Klischees bedienen als neue Einsichten zu generieren. Ich empfinde die Lekt&#252;ren der Jugendlichen als interessant, weil sie mir sagen k&#246;nnen, was sie an diesen B&#252;chern fasziniert, ohne gleich meine Vorstellungen von „guten B&#252;chern“ ins Spiel zu bringen und somit die Leseerfahrungen der Jugendlichen als „weniger wertvoll“ zu betrachten.</li>
    <li>&#196;hnliches gilt f&#252;r die Schreiberfahrungen der Jugendlichen. Viele schreiben l&#228;ngere, in sich zusammenh&#228;ngende Texte heute oft ausschlie&#223;lich im Schulkontext, w&#228;hrend der Schreiballtag ganz anderen Regeln folgt. Die Formen der schriftlichen Kommunikation haben sich ver&#228;ndert, seit sich Jugendliche im Chat, per SMS und via E-Mail der Schriftsprache und den im Zusammenhang dieser medialen Formen verbreiteten Abk&#252;rzungen, Smileys etc. bedienen. Hier verf&#252;gen Jugendlichen in vielen F&#228;llen &#252;ber Kompetenzen, die im „normalen“ Unterricht oft als „minderwertig“ in Bezug auf die von Schule erwarteten Kompetenzen angesehen werden, sodass diese Schreibaktivit&#228;ten nicht nur diskreditiert werden, sondern diese Diskriminierung auch zu einer deutlichen Trennung zwischen Schreibkompetenzen, die im Unterricht gefordert werden, und der allt&#228;glichen Schreiberfahrung f&#252;hren. Nicht die Diskriminierung von Kommunikationsformen &#246;ffnet die T&#252;r zu einer differenzierteren Kommunikation, sondern das Aufgreifen und die Reflexion dieser Erfahrungen im Kontext anderer Schreibangebote /-anforderungen. Dabei geht es nicht um ein „besser“ oder „schlechter“ der unterschiedlichen sprachlichen Ausdrucksformen, sondern vielmehr darum, wie es Jugendlichen gelingen kann, das, was sie ausdr&#252;cken wollen, auch auszudr&#252;cken. Und damit bin ich</li>
    <li>bei den Zielen, die mit dem Lesen und dem Ausdruck verbunden sind. Damit meine ich jetzt nicht die Ziele, die sich in der F&#228;higkeit zur Interpretation eines Textes ersch&#246;pfen, sondern Ziele, die mit konkreter Lebensgestaltung zu tun haben. Auch wenn es Tendenzen gibt, die darunter die F&#228;higkeit zum korrekten Ausf&#252;llen von amtlichen Formularen sehen, sehe ich nach wie vor zwei zentrale Ziele: Zum einen bietet Literatur die M&#246;glichkeit, fremde Welten zu entdecken und eigene Erfahrungen im Kontext literarischer Texte zu reflektieren und anders zu erleben. Zum anderen bietet die Ausweitung der Ausdrucksf&#228;higkeit ein tieferes Verst&#228;ndnis von Welt und Selbst, begleitet von dem (in meinen Augen) lustvollen Erlebnis, endlich ein wenig mehr von dem ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, was einen selbst besch&#228;ftigt, f&#252;r das man so oft aber einfach keine Worte findet. Gerade das letztgenannt Ziel f&#252;hrt micht zum</li>
    <li>Wert des kreativen Schreibens, das mit echter Wertsch&#228;tzung der Produkte der Jugendlichen verbunden ist, gleichzeitig aber Techniken zur Verf&#252;gung stellt (und somit zur Kompetenzenerweiterung beitr&#228;gt), die erfahrbar machen, dass sie mehr ausdr&#252;cken und „erfinden“ k&#246;nnen, als sie bisher wahrgenommen haben. Solche Erfahrungen st&#228;rken das sprachliche Selbstbewusstsein auf lange Sicht deutlich, auch wenn sich dieses nicht direkt in Klassenarbeiten oder anderen gezielter auf schulische Lernzusammenh&#228;nge hin orientierten Texten niederschl&#228;gt.</li>
    <li>Bei allem Sch&#252;lerbezug und aller Ernsthaftigkeit, mit der die Lekt&#252;ren der Sch&#252;ler ber&#252;cksichtigt werden: Ich stehe auch der Erwartung an mich als Deutschlehrer gegen&#252;ber, den Horizont der Jugendlichen zu erweitern und meine eigene Leseerfahrungen ins Spiel zu bringen. Neben dem Sch&#252;lerbezug bedarf es im Deutschunterricht der authentischen Lesebegeisterung des Lehrenden, die eigenen Kriterien der Lekt&#252;reauswahl folgt, ohne die Auswahlkriterien der Jugendlichen zu diskreditieren, was nicht bedeutet, dass diese Kriterien nicht im Unterricht thematisiert und auf diesem Wege auch ver&#228;ndert werden k&#246;nnen.</li>
</ol>

<p>Die Widerspr&#252;chlichkeit meiner Beobachtungen und die ersten &#220;berlegungen zu praktischen Konsequenzen f&#252;hrt mich zu dem Kernpunkt meiner &#220;berlegungen: Um Lesekompetenz und Ausdrucksf&#228;higkeit zu f&#246;rdern, bedarf es nicht nur einer st&#228;rkeren Sch&#252;lerorientierung in Form von echtem Respekt von den Erfahrungen der Jugendlichen in diesem Bereich, sondern auch des Wissens, wie Lernen funktioniert. Denn schon vor den Einsichten der Hirnforschung war ich davon &#252;berzeugt: „Erkenntnis macht Lust, Lernen ist wie Sex” (<a href="http://www.zeit.de/online/2007/10/zeitgeschichte-kapiertrieb?page=all" target="_blank">Die Zeit</a>).</p>

<p>Aus meine eigenen Beobachtungen ziehe ich &#252;ber die bereits genannten Erkenntnisse hinaus folgende Schlussfolgerungen:</p>

<ol>
    <li>Das prim&#228;re Ziel von Unterricht muss es sein, R&#228;ume f&#252;r kognitive Prozesse zu schaffen, in denen Jugendliche nicht vor allem Wissen konsumieren (m&#252;ssen) und zum Pauken verdonnert werden, sondern Lernen, wie Wissen von ihnen selbst konstruiert werden kann. Ziel ist also, ein wenig pathetisch gesprochen, nicht alleine das Wissen oder die Kompetenz, sondern die Erkenntnis, die Wissen, Kompetenz und Relevanz in sich vereint.</li>
    <li>Daraus ergibt sich, auch wenn das klassische Lernen dadurch nicht verschwindet oder gar diskreditiert wird, dass sch&#252;lerorientierte Methoden darauf hin zu &#252;berpr&#252;fen sind, ob sie nur selbstst&#228;tige Pflichterf&#252;llung sind oder wirklich in kognitive Prozesse hinein f&#252;hren. Es ist ein Unterschied, ob ich z.B. Fachbegriffe im Bereich der rhetorischen Mittel auswendig lerne oder ob Neugier geweckt wird, rhetorische Ph&#228;nomene benennen zu k&#246;nnen, da auf diesem Weg viele sprachliche und literarische Ph&#228;nomen nicht nur besser verstanden werden, sondern auch die F&#228;higkeit vermittelt wird, diese F&#228;higkeiten f&#252;r sich selbst nutzen zu k&#246;nnen.</li>
</ol>

<p>Bleibt am Ende die Frage, welche konkreten Konsequenzen solche Einsichten f&#252;r den Unterricht in Bezug auf Didaktik und Methodik haben.</p>

<p>F&#252;r mich lautet die zentrale Frage: Wie kann es gelingen, kognitive Prozesse bei Lernenden zu erm&#246;glichen?</p>

<p>Eine m&#246;gliche Antwort lautet: Indem die kongnitiven Prozesse nicht in einem lehrerzentrierten Frage- und Antwortspiel aktiviert werden, sondern vor wirkliche Probleme gestellt werden.</p>

<p>In der Didaktik wird hier von „problemorientiertem Unterricht“ gesprochen. Dabei werden oft &#252;ber Texte hinausgehende „Probleme“ als Themen konstruiert: „Krieg in der Literatur“; „Mit Sprache &#252;berzeugen k&#246;nnen“ etc. Mir f&#228;llt im Kontext des Deutschunterrichtes dabei allerdings auf, dass solche Themen gerade literarische Texte und die von ihnen erm&#246;glichten Zug&#228;nge zu solchen Texten, so sehr einengen, dass f&#252;r die kognitiven Zug&#228;nge der Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, die von diesen Themen abweichen, im Unterricht kaum noch Platz zu sein scheint. Warum nicht den Text als Text nehmen und dann die kognitiven Angebote der Lernenden aufgreifen und annehmen, statt methodisch-didaktisch &#252;berbordende Unterrichtsszenarien erstellen, in denen alles vorkommt, nur nicht der Text und seine Leser und Leserinnen, der Text und die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler?<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1692" class="footnote">Ich erhebe hier nicht den Anspruch etwas Neues zu sagen oder eine empirisch unangreifbare Darstellung zu verfassen, sondern stelle im Rahmen dieses Blogs genau die Diskussionsgrundlage zur Verf&#252;gung, die ein privates Blog zun&#228;chst einmal schaffen kann. Dabei gehe ich aber dennoch davon aus, dass die hier beschriebenen Beobachtungen und meine &#220;berlegungen zum Umgang mit den Ph&#228;nomenen mehr als eine Privatmeinung sind.</li><li id="footnote_1_1692" class="footnote">vgl. hierzu die zahlreichen Arbeiten von Norbert Groeben, aber auch: Cornelia Rosebrock, Lesesozialisation und Lesef&#246;rderung – literarisches Leben an der Schule, in: Michael K&#228;mper van den Boogarrt (Hg.), Deutschdidaktik. Ein Leitfaden f&#252;r die Sekundarstufen I und II, Berlin 2003, 153–174.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/ausdruck/" title="Ausdruck" rel="tag">Ausdruck</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsch/" title="deutsch" rel="tag">deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschlehrer/" title="Deutschlehrer" rel="tag">Deutschlehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrung/" title="Erfahrung" rel="tag">Erfahrung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrungen/" title="Erfahrungen" rel="tag">Erfahrungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fantasy/" title="Fantasy" rel="tag">Fantasy</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/figuren/" title="Figuren" rel="tag">Figuren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forderung/" title="Förderung" rel="tag">Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hirnforschung/" title="Hirnforschung" rel="tag">Hirnforschung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/klischee/" title="Klischee" rel="tag">Klischee</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lerngruppe/" title="Lerngruppe" rel="tag">Lerngruppe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreibkompetenzen/" title="Schreibkompetenzen" rel="tag">Schreibkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/statistik/" title="Statistik" rel="tag">Statistik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/struktur/" title="Struktur" rel="tag">Struktur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wertung/" title="Wertung" rel="tag">Wertung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wortschatz/" title="Wortschatz" rel="tag">Wortschatz</a><br />
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		<title>LdL als konstruktivistisch orientiertes Lernen</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 20:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der folgende Artikel liegt schon seit einigen Monaten im Ordner f&#252;r Entw&#252;rfe. Jetzt bin ich wieder &#252;ber ihn gestolpert und habe entschieden, ihn endlich zu ver&#246;ffentlichen und zur Diskussion zu stellen. Ich w&#252;rde mich sehr freuen, wenn ein konstruktiver Austausch &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/28/ldl-als-konstruktivistisch-orientiertes-lernen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der folgende Artikel liegt schon seit einigen Monaten im Ordner f&#252;r Entw&#252;rfe. Jetzt bin ich wieder &#252;ber ihn gestolpert und habe entschieden, ihn endlich zu ver&#246;ffentlichen und zur Diskussion zu stellen. Ich w&#252;rde mich sehr freuen, wenn ein konstruktiver Austausch in den Kommentaren oder in anderen Blogs via PingBack stattfinden w&#252;rde.</em></p>

<p>Als ich noch Referendar war (in Hessen hei&#223;t das heute LiV, was f&#252;r »Lehrer im Vorbereitungsdienst« oder »Lehrerin im Vorbereitungsdienst« steht), stie&#223; ich von Anfang an auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktivismus_(Lernpsychologie)" target="_blank">konstruktivistisch orientierte Modell des Lernens</a>.</p>

<p>Dieses Modell geht davon aus, dass Wissen nicht etwas ist, das ein Lehrer oder eine Lehrerin instruieren kann. Wissen wird in diesem Modell des Lernens vielmehr als etwas gesehen, das in kognitiven Prozessen aktiv von Lernenden konstruiert wird. Hierzu schrieb die <a href="http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1942437_0_2147_klassiker-der-paedagogik-pestalozzis-geist-weht-bis-heute-durch-die-klassen.html" target="_blank">Stuttgarter Zeitung am 8.2.2009</a>:</p>

<blockquote><address>»In den Schulen ist der instruktive Ansatz als nicht zeitgem&#228;&#223;er Frontalunterricht in die Kritik geraten. Nur das autonome und entdeckende Lernen, bei dem Kinder selbst experimentieren und recherchieren, f&#252;hre zu nachhaltigen Ergebnissen, hei&#223;t das Gegenargument. Lehrer werden Lernbegleiter.«</address></blockquote>

<p>Im Zentrum der Aufgabe von Lehrenden steht in diesem Zusammenhang aktueller p&#228;dagogischer Debatten also, <span id="more-1221"></span> Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern die M&#246;glichkeit zu geben, nicht nur etwas Vorgegebenes zu lernen (zu pauken), sondern nachhaltige neuronale Strukturen im Gehirn zu entwickeln, die nicht nur Wissen repr&#228;sentieren, sondern dar&#252;ber hinaus den Prozess des Lernens in sich selbst tragen, sodass Wissen nicht nur lexikalischen Wert hat, sondern anwendbar wird. Dabei sollte jedoch der Wert guter Instruktion im Prozess der Lernbegleitung nicht untersch&#228;tzt werden.</p>

<p>Ziel ist dabei, neben der f&#252;r Schule nach wie vor zentralen Aufgabe des Aufbaus von Wissen, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Probleml&#246;sungskompetenzen praktisch erlernen zu lassen, die sie langfristig in die Lage versetzen, nicht nur vorgegebenes Wissen zu reproduzieren, sondern auch neues Wissen zu konstruieren. Anders ausgedr&#252;ckt: Konstruktivistisch orientierte Lernmodelle sollen dazu beitragen, in einer sich schnell ver&#228;ndernden Welt &#252;berhaupt in der Lage zu sein, der allenthalben konstatierten Notwendigkeit zu lebenslangem Lernen angemessen gerecht werden zu k&#246;nnen, indem der Prozess des Lernens selbst zu einer zentralen Kernkompetenz wird, die in Lernprozessen erlernt und angewendet wird.</p>

<p>Dem entsprechend lautete eine der zentralen Aussagen, mit der ich einst als Referendar konfrontiert wurde, dass ein Kriterium f&#252;r guten Unterricht darin liege, Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen eigene kognitive Prozesse zu erm&#246;glichen, die &#252;ber das Lernen von Fakten hinausgehen. – Und in den zahlreichen Unterrichtsbesuchen sollten dann solche kognitive Prozesse erkennbar und (auch f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler) reflektierbar werden.</p>

<p>Auch wenn mir dies damals einigerma&#223;en gelungen zu sein scheint, hatte ich bis zum Ende der Ausbildung nur eine Ahnung davon, was mit der Forderung des Aktivierens kognitiver Prozesse bei Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern eigentlich gemeint war. Meist lief das f&#252;r mich auf die Anwendung unterschiedlicher<a href="http://www.methodenpool.de" target="_blank"> konstruktivistisch orientierter Einzelmethoden</a> hinaus, ohne dass ich den Eindruck hatte, wirklich begriffen zu haben, was z. B. Kersten Reich mit »<a href="http://methodenpool.uni-koeln.de/schaubilder/Reich3.pdf" target="_blank">Unsch&#228;rfen der Erkenntnis</a>« meint.</p>

<p>An dieser Stelle brachte mich erst die Besch&#228;ftigung mit dem von <a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Jean-Pol Martin</a> praktisch angewendetem und theoretisch reflektiertem Konzept des »Lernens durch Lehren« (LdL) weiter, wobei interessanterweise der Prozess der Besch&#228;ftigung mit diesem Konzept dieses Konzept selbst abbildet: Will ich mich mit diesem Konzept wirklich besch&#228;ftigen, so, das wurde mir sehr schnell klar, muss ich mich selbst in den Reflexionsprozess einbringen, an dem unterschiedlichste Leute beteiligt sind, die die M&#246;glichkeiten des Web 2.0 nutzen, um miteinander vernetzt kollaborativ das Konzeptreflektieren und weiter entwickeln. Die Besch&#228;ftigung mit dieser Meta-Methodik des Unterrichtens f&#252;hrte dazu, dass sich f&#252;r mich eine Art von Lernumgebung herausbildete, die weit &#252;ber Konzepte des »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Integriertes_Lernen" target="_blank">blended learning</a>s« hinaus reicht. Pl&#246;tzlich wurde die Kommentarfunktion meines Blogs genutzt, entstanden Kontakte &#252;ber fachspezifisiche Communities und via Twitter. Ohne es intendiert zu haben, war ich pl&#246;tzlich mitten in einem p&#228;dagogischen (Fort)Bildungsprozess, der in sich selbst das abbildet und praktiziert, was LdL auch f&#252;r den Unterricht leisten kann.</p>

<p>Die Verbindung mit den Konzepten des konstruktivistisch orientierten Lernens und Lehrens liegt f&#252;r mich darin, dass LdL den Gedanken der kollaborativen Wissenskonstruktion so grundlegend ernst nimmt, wie es mir in bislang keiner anderen Konzeption begegnet ist. Und dabei ist LdL als Grundprinzip p&#228;dagogischen Arbeitens nun wirklich nicht neu, ist doch ein starker <a href="http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/SLF/romanistik/didaktik/Forschung/ldl_2008/uebersicht/geschichte.de" target="_blank">Bezug zur Reformp&#228;dogik</a> von Jean-Pol Martin selbst dargestellt worden. Neu erscheint mir an dieser Konzeption jedoch, dass hier, neben dem starken Bezug zur <a href="http://www.zum.de/Faecher/Eth/SA/stoff9/maslow.htm" target="_blank">Bed&#252;rfnispyramide nach Maslow</a>, die M&#246;glichkeiten der digitalen Vernetzung via <a class="zem_slink" title="World Wide Web" href="http://en.wikipedia.org/wiki/World_Wide_Web" rel="wikipedia" target="_blank">World-Wide-Web</a> in die Konzeption aktiv und reflexiv mit eingebunden werden. Die M&#246;glichkeiten der Vernetzung im Web 2.0 als Vernetzung zur Wissenskonstruktion sind zwar keine Voraussetzung f&#252;r LdL, werden aber konsequent mitgedacht, sodass LdL m&#246;glicherweise das erste p&#228;dagogische Modell ist, dass die M&#246;glichkeiten des 21. Jahrhunderts konsequent mit ber&#252;cksichtigt!</p>

<p>Die Konstruktion von Wissen bleibt aber nicht bei den M&#246;glichkeiten digitaler Vernetzungsstrategien stehen. Wissen ist keine Technik, sondern immer an Inhalten und Kompetenzen orientiert. Es geht nicht ohne intensive eigene Bem&#252;hungen, um Wissen zu gewinnen. Der Unterschied ist, dass der Prozess der Gewinnung von Wissen ein v&#246;llig anderer wird, wenn digitale Technologien nicht prim&#228;r als Konsummedien angesehen werden, sondern als Instrumente der Wissensgewinnung: Wie jedes Instrument muss das Spiel erst gelernt werden, bedarf es der &#220;bung. Lernende sind nicht von alleine in der Lage, gemeinsam Probleme zu bearbeiten und neben Probleml&#246;sungsstrategien auf diesem Wege auch Wissen zu emergieren.</p>

<p>In diesem Sinne bedeutet konstruktivistisches Lernen dann eben nicht, dass Lernende mal eben im Internet recherchieren und ihre Ergebnisse zusammentragen. Ein solches Lernen hat gegen&#252;ber der Arbeit mit Handb&#252;chern, Lexika und Fachpublikationen keinen anderen Mehrwert als die schnelle Verf&#252;gbarkeit und w&#252;rde klassische Arbeitstechniken auf ein neues Medium &#252;bertragen, ohne das Medium selbst zu ber&#252;cksichtigen. Lernen online muss produktionsorientiert sein, will es die M&#246;glichkeiten des Internets wirklich produktiv nutzen.</p>

<p>An dieser Stelle bietet LdL und das mit ihm verbundene <a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien" target="_blank">Menschenbild</a> einen Rahmen, der dieses Ideal praktisch umsetzbar macht.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/30/lernen-durch-lehren/" rel="bookmark" title="30. Januar 2009">Lernen durch Lehren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/13/vernetzt-lernen-im-web-20/" rel="bookmark" title="13. Februar 2009">Vernetzt – Lernen im Web 2.0</a></li>

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		<title>Wandern in der Schule zwischen Zweck und Selbstzweck</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 21:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen Wandern zu gehen, ist nicht erst in j&#252;ngerer Zeit zu einer mutigen Veranstaltung geworden. Bereits 1986 gr&#252;ndete sich der „P&#228;dagogische Arbeitskreis ‚Schulwandern‘“ am staatlichen Schulamt der Stadt Dortmund. Dieser Arbeitskreis hat[te?]… …„sich die Aufgabe gestellt, die Bereitschaft zum Wandern in &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wandern" target="_blank">Wandern</a> zu gehen, ist nicht erst in j&#252;ngerer Zeit zu einer mutigen Veranstaltung geworden.</p>

<p>Bereits 1986 gr&#252;ndete sich der „<a href="http://www.do.nw.schule.de/schulwandern/intbeg.rtf" target="_blank">P&#228;dagogische Arbeitskreis ‚Schulwandern‘“ am staatlichen Schulamt der Stadt Dortmund.</a> Dieser Arbeitskreis hat[te?]…</p>

<blockquote><address>…„sich die Aufgabe gestellt, die Bereitschaft zum Wandern in der Dortmunder Lehrerschaft neu zu beleben. Er will eine kind‑ und jugendgerechte Form des Wanderns entwickeln, die attraktiv ist und das Interesse der Sch&#252;ler weckt.“</address></blockquote>

<address>Dabei wird betont, dass das Wandern Mittel zum Zweck sei und nicht an sich einen Wert habe. Anschlie&#223;end werden die wertvollen Kompetenzen aufgez&#228;hlt, die man beim Wandern vermitteln k&#246;nne, die zudem auch von hochwertigen sozialen Komponenten begleitet werden. Wer mag, lese sich ein <a href="http://www.do.nw.schule.de/schulwandern/intbeg.rtf" target="_blank">Dokument aus dem Jahre 1998</a> einmal vollst&#228;ndig durch – und vergleiche es mit eigenen Erfahrungen, die mit dem Mut verbunden sind, mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen auf wirkliche Wanderungen zu gehen…</address>

<address>Dar&#252;ber hinaus gibt es noch eine <a href="http://www.staff.uni-marburg.de/~braemer/Justu92.pdf" target="_blank">Jugendstudie Wandern aus dem Jahre 1992</a>, <span id="more-6306"></span>die von Rainer Br&#228;mer an der Uni Marburg angefertigt wurde. Diese Studie scheint zumindest zu belegen, dass die negative Haltung gegen&#252;ber dem Thema Wandern damals gar nicht so eindeutig war, wie man angenommen hatte.</address>

<address>Und <a href="http://www.news.de/reisen-und-leben/855209951/schulwanderungen-sind-wieder-im-kommen/1/" target="_blank">k&#252;rzlich behauptete Gaby Diethers</a> (Referentin beim Deutschen Wanderverband)  im Vorfeld des <a href="http://deutscher-wandertag2011.de/" target="_blank">111. Deutschen Wandertages (8. bis 15. August 2011)</a>, dass Schulwanderungen wieder im Trend l&#228;gen. In diesem Zusammenhang fiel auch der Begriff <a href="http://www.geocaching.de/" target="_blank">Geocaching</a>. Nun, mit den meisten Jahrg&#228;ngen ist Geocaching in der Schule nicht m&#246;glich, weil dabei der Aufsichtspflicht f&#252;r die meisten Schulstufen nicht nachgekommen werden kann, aber es werden auch andere Unterhaltungsprogramme genannt, die zum Wandern motivieren k&#246;nnen. <a href="http://www.news.de/reisen-und-leben/855209951/schulwanderungen-sind-wieder-im-kommen/1/" target="_blank">Diethers sagt</a>:</address>

<blockquote><address>„Es gibt aber auch andere Wege. Sch&#252;ler finden es zum Beispiel faszinierend, mit Karte und Kompass nach drau&#223;en zu gehen und sich in der Natur zurechtzufinden. Mit Kindern k&#246;nnen es auch ganz einfache Sachen sein, etwa barfu&#223; &#252;ber ein matschiges Feld laufen oder sich Tiere anschauen.“</address></blockquote>

<p>Erstaunlich: Um Wandern gehen zu k&#246;nnen, muss man Events schaffen, bei denen man Dinge tut, die zumindest teilweise nicht wirklich zu weit verbreiteten Alltagst&#228;tigkeiten geh&#246;ren (barfu&#223; im Matsch laufen), die aber gleichzeitig dazu beitragen, dass man dieses Wort „Wandern“ nicht in den Mund nehmen muss.</p>

<p>Beim „Wandern“ passiert etwas, das meiner Wahrnehmung nach (nicht nur) Kindern und Jugendlichen schon seit einiger Zeit kaum noch als sinnvoll vermittelbar ist: Man tut etwas um seiner selbst Willen. Mit diesem Etwas sind Nebeneffekte verbunden, die vom Kennenlernen der Umgebung &#252;ber die „sportliche“ Herausforderung, die Wandern f&#252;r manche Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen tats&#228;chlich darstellt, bis hin zur F&#246;rderung sozialen Miteinanders f&#252;hren kann. Au&#223;erdem bieten Wanderungen f&#252;r Lehrende wunderbare M&#246;glichkeiten, Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen in einer „Stress-Situation“ zu beobachten und kennen zu lernen.</p>

<p>Der „Stress“ besteht meiner Beobachtung nach darin, dass beim Wandern etwas in den Vordergrund gestellt wird, das im sonstigen Alltag weitgehend vermieden wird, n&#228;mlich das langsame &#220;berbr&#252;cken einer Distanz.</p>

<p>In der Regel sind wir an Zielen interessiert, die m&#246;glichst schnell erreicht werden sollen.</p>

<blockquote class="pull alignright"><address>In der Regel sind wir an Zielen interessiert, die m&#246;glichst schnell erreicht werden sollen.</address></blockquote>

<p>Zumindest ist unser Alltag weitgehend auf dieses Denken ausgerichtet: Man muss schnell den Schulabschluss erreichen, schnell studieren, fr&#252;h den Berufseinstieg schaffen, wenn man in bestimmten Berufen etwas werden will. Man will schnell ein Urlaubsziel erreichen, wobei der Weg zu diesem Ziel nicht als Teil der Reise angesehen wird, sondern purer Stress ist, den es zu <del>vermeiden</del> reduzieren gilt. Nat&#252;rlich fliegt man auch zu Reisezielen, die innerhalb Europas liegen. Interessant ist nur das Ziel, nicht aber der Weg dorthin.</p>

<p>Dabei r&#252;ckt alles so nah zusammen. Es kommt zu keiner Distanzierung vom Alltag mehr, wenn man verreist, weil man ja nur eine Flugstunde weg ist.</p>

<p>Wie anders klingt es, wenn man sagt, ich bin 10 Stunden mit dem Zug oder dem Auto von zuhause weg? Ich bin zehn Stunden weit in eine andere Kultur gereist. Oder: Ich bin 24 Stunden lang bis nach Spanien gefahren. Bis nach Portugal braucht man mit dem Bus sogar 36 Stunden, wobei man dabei eine unglaubliche Vielfalt europ&#228;ischer Landschaften erleben kann.</p>

<p>Diese Beispiele betreffen Schulwanderungen eher selten, greifen h&#246;chstens bei Studienfahrten kurz vor dem Abitur, die h&#228;ufig auch ins entferntere europ&#228;ische Ausland gehen. Diese Beispiele beschreiben aber ein Ph&#228;nomen, mit dem wir es schon sei l&#228;ngerem zu tun haben.</p>

<p>Nicht nur Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen werden unruhig, wenn das &#220;berwinden von Distanz in durchaus sportlichem Gehstil (Wandern) und die damit verbundenen Erfahrungen der zentrale Zweck eines Wandertages sind.</p>

<p>Es wird dann nach einem Ziel der Wanderung gefragt.</p>

<p>Wurde bewusst ein Rundweg ausgew&#228;hlt, erzeugt das Stress, wird Sinnlosigkeitsverdacht ge&#228;u&#223;ert.</p>

<p>Parallel dazu werden Handys herausgeholt, zwei Kinder teilen sich einen Kopfh&#246;rer, sodass jedes nur einen Stereokanal h&#246;rt, es werden SMS an Leute der gleichen Wandergruppe geschickt oder andere Alternativt&#228;tigkeiten gestartet, die zum Beispiel Rollenspielen gleich kommen, weil einige Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen untereinander gro&#223;e Zukunftspl&#228;ne <del>formulieren</del> phantasieren (?), gleichzeitig Rangordnungen in Cliquen &#252;berpr&#252;fen, erneuern oder in Frage stellen etc.</p>

<p>Es passiert auf so einer Wanderung sehr viel. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eisbergmodell" target="_blank">Das meiste ist auf den ersten Blick nicht oder nur dem ge&#252;bten Beobachter erkennbar</a>.</p>

<p>Wenn dann Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen gefragt werden, wie gro&#223; ihre eigenen Erfahrungen mit dem Wandern au&#223;erhalb der Schule sind, dann gewinne ich den Eindruck, dass es in gro&#223;er Mehrheit mit dieser Form der Selbst- und Weltwahrnehmung wenig Erfahrungen gibt.</p>

<blockquote class="pull alignleft"><address>Jede Wanderung ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg" target="_blank">Jakobsweg</a> im Kleinen.</address></blockquote>

<p>Wanderungen sind f&#252;r viele Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen eine Sonderwelt. F&#252;r viele Erwachsene aber auch, trotz der Mode, dass der eine oder andere auf dem Jakobsweg <del>wandert</del> pilgert.</p>

<p>Jede Wanderung, wenn man sie ernst nimmt und z. B. wirklich auf den Einsatz von Medien verzichtet, setzt den Wandernden der Erfahrung aus, mit sich selbst zu sein, auf dem Weg zu sein und neben der k&#246;rperlichen Anstrengungen, die manche Wanderung darstellt, zu erleben, welche Wege der Kopf einschl&#228;gt, wenn wenig M&#246;glichkeiten zur Ablenkung vorhanden sind.</p>

<p>Kein MP3-Abspielger&#228;t, das Handy abgeschaltet, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flaneur" target="_blank">h&#246;chstens ein Notizbuch dabei</a>, um zwischendurch zu notieren, was die Gedanken einem so abverlangen: F&#252;r viele ist das zu einer Horrorvorstellung geworden. Geschickt weichen wir der Begegnung mit der uns am N&#228;chsten stehenden Person aus, indem wir sie gar nicht erst zu Wort kommen lassen: Der Begegnung mit uns selbst.</p>

<p>Wanderungen mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen k&#246;nnen diese Erfahrung thematisieren.</p>

<p>Bereits im Vorfeld k&#246;nnen diese „&#196;ngste“ aufgegriffen werden. Ja, die an sich zweckfreie Wanderung bekommt so wieder einen Zweck, n&#228;mlich jenen, eigene Erfahrungen mit der „Zweckfreiheit“ zu machen. Das ist ein Paradox. Aber vielleicht ein notwendiges Paradox, das erst in der Praxis aufgel&#246;st werden kann.</p>

<p>Wandern erzeugt Stress, vor allem, wenn die Wanderung so gestaltet ist, dass sie kein Ziel hat, sondern einen Rundweg nutzt. Wenn ein „Ziel“, z. B. ein Waldspielplatz, ein Kaffee oder &#228;hnliches, vorgegeben wird, sinkt dieser Stress, da die Orientierung an einem Ziel eine vertraute Orientierung ist, w&#228;hrend zweckfreie und dennoch sinnvolle T&#228;tigkeiten gerade von Jugendlichen in Gro&#223;st&#228;dten regelrecht als Erfahrungsoption (wieder)erlernt werden m&#252;ssen.</p>

<p>Begleiter solcher Wanderungen lernen gleichzeitig sehr viel &#252;ber die Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Das gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, auch erwachsene Wanderer zeigen sich bei Wanderungen interessante Verhaltensweisen, sodass sich diese durchaus auch als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Assessmentcenter" target="_blank">Assessmentcenter</a> eigenen k&#246;nnten.</p>

<p>Nat&#252;rlich wird andererseits auch der Begleiter einer Wanderung transparenter in seinen Verhaltensweisen.</p>

<p>Sobald Wandertage mit Schulklassen auf Konsum hin ausgerichtet sind, besonders beliebt sind da Freizeitparks, f&#228;llt die M&#246;glichkeit der relativ zweckfreien Selbsterfahrung weg, r&#252;ckt das Ziel (der Freizeitpark, die Achterbahn, die n&#228;chste Attraktion) in den Vordergrund.</p>

<p>Ich frage mich, ob der schulische Bildungs- und Erziehungsauftrag erf&#252;llt werden kann, wenn nicht auch Erfahrungsr&#228;ume geschaffen werden, die mit einer relativen Reizarmut zur Selbsterfahrung beitragen. So hei&#223;t es im <a href="http://www.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/374/3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=72920bec-b224-d901-be59-2697ccf4e69f.htm&amp;uid=3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2" target="_blank">Hessischen Schulgesetz §2 Abschnitt 1</a>:</p>

<blockquote><address>„Sie [die Schulen im Land Hessen] tragen dazu bei, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entfalten k&#246;nnen.“</address></blockquote>

<p>Pers&#246;nlichkeit ist f&#252;r mich das, was sichtbar und erfahrbar wird, wenn den Menschen fremdbestimmende Reize minimiert werden und das Individuum m&#246;glichst unabh&#228;ngig von bestimmten T&#228;tigkeiten f&#252;r sich selbst erfahrbar wird.</p>

<p>Pers&#246;nlichkeit ist das, was hinter Marken und imagebildenden T&#228;tigkeiten als Individuum „&#252;brig“ bleibt. Diese Pers&#246;nlichkeit muss R&#228;ume finden, vom Individuum entdeckt zu werden, um &#252;berhaupt in die Lage versetzt zu werden, die eigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Person" target="_blank">Pers&#246;nlichkeit</a> „in der Gemeinschaft entfalten zu k&#246;nnen“.</p>

<p>Eine recht verstandene Wanderung, auch wenn sie als Zumutung empfunden wird, Widerst&#228;nde ausl&#246;st, in ihrem Sinngehalt in Frage gestellt wird, kann, so sie gut vorbereitet ist und Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vor, w&#228;hrend und nach dieser Herausforderung von Lehrern und Lehrerinnen ernst genommen werden, nicht nur dazu beitragen, die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen n&#228;her kennen zu lernen<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/13/wandern-in-der-schule-zwischen-zweck-und-selbstzweck/#footnote_0_6306" id="identifier_0_6306" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer eine neue Klasse &amp;#252;bernimmt sollte bald mit ihr auf einem Rundweg wandern gehen, um die Sozialstruktur der Klasse zu erleben.">1</a></sup>, sondern vor allem auch dazu, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sich selbst erleben, erfahren und kennen lernen.</p>

<p>Das aber gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen, sondern f&#252;r jeden und jede, der oder die ein wenig mehr &#252;ber sich selbst erfahren will. Das gelingt am besten, wenn man alle anderen Ziele ausschaltet, also in der Meditation oder eben in der Wanderung, die nur sich selbst zum Ziel hat.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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</ul>

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	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/ablenkung/" title="Ablenkung" rel="tag">Ablenkung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/bildungsorte/" title="Bildungsorte" rel="tag">Bildungsorte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/distanz/" title="Distanz" rel="tag">Distanz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrung/" title="Erfahrung" rel="tag">Erfahrung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erfahrungen/" title="Erfahrungen" rel="tag">Erfahrungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehungsauftrag/" title="Erziehungsauftrag" rel="tag">Erziehungsauftrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forderung/" title="Förderung" rel="tag">Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/forderung-beratung/" title="Förderung / Beratung" rel="tag">Förderung / Beratung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/herausforderung/" title="Herausforderung" rel="tag">Herausforderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/individuum/" title="Individuum" rel="tag">Individuum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/landschaft/" title="Landschaft" rel="tag">Landschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerinnen/" title="Lehrerinnen" rel="tag">Lehrerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/naehe/" title="Nähe" rel="tag">Nähe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/natur/" title="Natur" rel="tag">Natur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlichkeit/" title="Persönlichkeit" rel="tag">Persönlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schulrecht-hessen/" title="Schulrecht (Hessen)" rel="tag">Schulrecht (Hessen)</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulwanderungen/" title="Schulwanderungen" rel="tag">Schulwanderungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbsterfahrung/" title="Selbsterfahrung" rel="tag">Selbsterfahrung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinn/" title="Sinn" rel="tag">Sinn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/sinnlichkeit-unterricht/" title="Sinnlichkeit" rel="tag">Sinnlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinnlosigkeitsverdacht/" title="Sinnlosigkeitsverdacht" rel="tag">Sinnlosigkeitsverdacht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/stadt/" title="Stadt" rel="tag">Stadt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/umgebung/" title="Umgebung" rel="tag">Umgebung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhalten/" title="Verhalten" rel="tag">Verhalten</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhaltensweisen/" title="Verhaltensweisen" rel="tag">Verhaltensweisen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verzicht/" title="Verzicht" rel="tag">Verzicht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wald/" title="Wald" rel="tag">Wald</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wandern/" title="Wandern" rel="tag">Wandern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wandertag/" title="Wandertag" rel="tag">Wandertag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wanderung/" title="Wanderung" rel="tag">Wanderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weltwahrnehmung/" title="Weltwahrnehmung" rel="tag">Weltwahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zweck/" title="Zweck" rel="tag">Zweck</a><br />
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		<title>Notizen vom CoLearnCamp #clc11</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 18:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samstag, 10. September 2011, 06:50 Samstag. Wochenende. Ausschlafen. Von wegen. Ich bin schon auf den Beinen, will heute ein wenig die F&#252;hler ausstrecken und erfahren, wie in Kreisen &#252;ber das Lernen gesprochen wird, in denen Lern-Lehrprofis aus au&#223;erschulischen Zusammenh&#228;ngen aufeinander &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/10/notizen-vom-colearncamp-clc11/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag, 10. September 2011, 06:50</p>

<h3>Samstag. Wochenende. Ausschlafen.</h3>

<p>Von wegen.</p>

<p>Ich bin schon auf den Beinen, will heute ein wenig die F&#252;hler ausstrecken und erfahren, wie in Kreisen &#252;ber das Lernen gesprochen wird, in denen Lern-Lehrprofis aus au&#223;erschulischen Zusammenh&#228;ngen aufeinander treffen. Fragte den Organisator sogar, ob ich einen Platz besetzen d&#252;rfe, weil ich ja nun nicht aus dem Kreis der Zielgruppe stamme. Nat&#252;rlich durfte ich <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Heute also geht es zum <a href="http://colearncamp.hessenmetall.de/" target="_blank">CorporateLearningCamp</a>, das in den R&#228;umen der TU Darmstadt stattfindet.</p>

<p>8:07 Uhr
<span id="more-6279"></span></p>

<p>Wie lange bin ich schon nicht mehr Regionalbahn gefahren? Hatte diese wunderbar sich nach unten aufschiebenden Fenster fast vergessen. Unsere Mobilit&#228;t ist mehr und mehr in hermetisch nach au&#223;en abgeriegelte Fahrzeuge verlagert worden. Das geht nicht anders. Wir wollen schnell unterwegs sein und der Weg selbst st&#246;rt doch nur beim Ankommen. Naja: Wer den Weg nicht in Kauf nehmen will, der vergisst, dass viele Ziele eben nicht schnell mal mit dem Flieger zu erreichen sind oder an einem ICE-Bahnhof liegen. Lernen aber braucht Zeit, kann nicht zuerst in Fliegern und ICEs stattfinden, braucht diese „langsamen“ Verkehrsmittel. Und dann nat&#252;rlich Anschlussm&#246;glichkeiten f&#252;r den Reisenden auf dem Lernweg. Das ist alles bildlich gesprochen, aber nicht nur bildlich gemeint. Ich sitze in der „langsamen“ Regionalbahn, w&#228;hrend ich mich dieser Metaphern erinnere. Ein ganzer Tag Input und Mitdenken steht an. [Nachtrag: Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die Frage nach Visualisierungen in Lernzusammenh&#228;ngen, die Frage nach Bildern mit an prominenter Stelle im Tagesprogramm wieder begegnen w&#252;rde. Das Programm war erst etwa eineinhalb Stunden sp&#228;ter bekannt.]</p>

<p>Ich muss mich da gleich vorstellen [Nachtrag: So dachte ich, von meinen Erfahrungen bei meinem ersten Barcamp vor ein paar Monaten ausgehend. Aber das wurde in Darmstadt anders gehandhabt]. Meine drei Begriffe zur Selbstbeschreibung (Tags) sollen Verben sein. Ea geht bei dieser Selbstbeschreibung darum, was ich tue. Die Tags heute also: lernen, lehren, bilden.</p>

<p>9:15 Uhr</p>

<p>Mit dem akademischen Viertel, mit vielen bekannten Gesichtern und noch mehr, die es im Laufe des Tages zumindest teilweise noch kennenzulernen gilt, beginnt f&#252;r mich dieses CoLearnCamp. F&#252;r die Veranstalter und viele der Besucher ist es schon der zweite Tage. F&#252;hle mich dennoch gleich wohl, bekomme nicht das Gef&#252;hl vermittelt, dass der erste Tag so zusammengeschwei&#223;t habe, dass da keine Offenheit mehr w&#228;re. Ganz im Gegenteil: Sch&#246;ne Atmosph&#228;re hier. Leere G&#228;nge dieser gro&#223;en Universit&#228;t, die Fenster des Raumes sind offen, die Sonne scheint, angenehme Sp&#228;tersommerluft dringt herein, Kaffee, S&#228;fte, Wasser, Pl&#228;tzchen sind da. <a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/" target="_blank">Monika K&#246;nig</a>, <a href="http://cspannagel.wordpress.com" target="_blank">Christian Spannagel</a>, <a href="http://trainingkonzepte.blogspot.com/" target="_blank">Ellen Trude</a>, <a href="http://appelt.info" target="_blank">Ralf Appelt</a>, <a href="http://khpape.wordpress.com/" target="_blank">Karlheinz Pape</a>, <a href="https://twitter.com/#!/ittnerfa" target="_blank">Frieder</a>, <a href="http://www.designeon.com/" target="_blank">Sabine Hueber</a>, <a href="http://www.bremer.cx/" target="_blank">Claudia Bremer</a>, <a href="http://www.olivertacke.de/" target="_blank">Oliver Tacke</a> und … wen habe ich vergessen, habe ich jemanden vergessen … sind als bekannte Gesichter schon da oder werden heute noch erwartet. Jetzt aber erst mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barcamp" target="_blank">Themensammlung</a>, denn bei einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tagung#Unkonferenz" target="_blank">Unkonferenz</a> ist die Tages&#252;bersicht immer leer, wenn man ankommt und wird dann in einer Vorstellungsrunde gef&#252;llt.</p>

<p>9:30 Uhr</p>

<p>Die Themen sind da. Aus f&#252;nfzehn Angeboten kann heute ausgew&#228;hlt werden. Hier sind sie alle 15 kurz genannt, f&#252;nf davon werde ich im Laufe des Tages besuchen k&#246;nnen. Bei den von mir besuchten Veranstaltungen schreibe ich dann wahrscheinlich noch was.</p>

<p>Die <a href="http://www.flickr.com/photos/adesigna/6131936807/sizes/o/in/photostream/" target="_blank">Themen des 2. Tages</a> des CorporateLearningCamps (CoLearn; Twittertag: #clc11) – von mir besuchte Veranstaltungen sind kursiv dargestellt:</p>

<ol>
    <li><em>Zertifizierung</em></li>
    <li><em>Softskills. Wie viel E-Learning vertragen sie?</em></li>
    <li>F&#252;hrung braucht Gesundheit. Gesundheit braucht F&#252;hrung. BurnOut und Co.</li>
    <li>Barcamps in der betrieblichen Praxis.</li>
    <li><em>Visualisierung von Inhalten (mit Stift und Papier)</em></li>
    <li>Integration von Traininsgeschichten (E-Learning in Unternehmen)</li>
    <li><em>Social Media Forschung (Forschungsprojekt an Hochschule und in Unternehmen)</em></li>
    <li>SixSigma in E-Teaching</li>
    <li>Exzellente Wissenorganisation Personal- und Organisationsentwicklung</li>
    <li>Wissenstransfer bei Personalwechsel</li>
    <li>Internationale Trainingsorganisation</li>
    <li>LdL &#8211; Lernen durch Lehren (in Unternehmen unbekannt)</li>
    <li><em>The Flipped Classroom</em></li>
    <li>Emotionale Intelligenz und Lernen</li>
    <li>Flexibilisierung von Trainings (in blended Learning-Zusammenh&#228;ngen)</li>
</ol>

<p>9:45 Uhr</p>

<p>&#220;ber Twitter von Basti Hirsch aus Berlin (<a href="https://twitter.com/#!/cervus" target="_blank">@cervus</a>) eine Fangfrage gestellt bekommen: „Lieber Herr Larbig, was willst du denn bitte beim Corporate Learning Camp? #clc11 #fangfrage“</p>

<p>Die Antwort habe ich ja schon um 6:50 gegeben. Aber da die Sammlung meiner Notizen dieses Tages erst sp&#228;ter online gehen werden…</p>

<p>9:50 Uhr</p>

<h3>1 Zertifzierungen?</h3>

<p><a href="http://www.rainerhartlep.de/blog/" target="_blank">Rainer Hartlep</a> erz&#228;hlt, im Ausland g&#228;be es viel mehr Zertifizierungen als in Deutschland. Diese gingen &#252;ber Teilnahmebescheinigungen hinaus.</p>

<p>Der Eindruck der (wenigen) Teilnehmer dieser Session ist ein anderer. St&#228;ndig g&#228;be es Bescheinigung, manchmal werde schon von Zertifikateritis gesprochen. Dies, so Hartlep, liege daran, dass es Unterschiede zwischen betrieblicher Bildung und der Ausbildung an Schule und Hochschule gibt. Und richtig: Die meisten Teilnehmer kommen aus Schule und Hochschule, wissen aber aus eigener Anschauung, dass Hartlep doch recht hat, weil er zwischen wirklichen Qualifikationen, die mit Zertifikaten nachgewiesen werden, und Teilnahmebescheinigungen, die nichts &#252;ber gewonnene F&#228;higkeiten aussagen, unterscheidet.</p>

<p>Vor allem in Unternehmen g&#228;be es bei Fortbildungen oft nur Teilnahmebescheinigungen, keine Pr&#252;fungen. Das liege daran, dass es zum Beispiel bei SAP sehr betriebsspezifische Anwendungen g&#228;be, sodass das innerbetriebliches Wissen au&#223;erbetrieblich sowieso nichts bedeute.</p>

<p>Insgesamt war das ein anregender informeller Austausch, in dem es schnell um die Frage ging, welche Funktion Zertifikate haben und was sie wirklich &#252;ber Kompetenzen aussagen. Zertifikate werden oft mehr als Zugangskriterien verwendet, denn als Qualifikation.</p>

<p>Und in diesem Zusammenhang steht dann pl&#246;tzlich eine Frage im Raum:</p>

<p>Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zertifizierungeh&#228;ufigkeit und (mangelndem) Vertrauen in das Bildungssystem, dessen „Zertifikate“ doch eigentlich vergleichbar und aussagekr&#228;ftig sein m&#252;ssten? Diese Frage ist zwar nur f&#252;r Zertifikate interessant, die nicht in der betrieblichen Weiterbildung sondern an Schulen und Universit&#228;ten erworben wurden, aber angesichts der anhaltenden Bildungsdebatte finde ich diese Frage in diesem Zusammenhang wirklich spannend.</p>

<p>11:03 Uhr</p>

<h3>2 Soft-Skills: Wie viel E-Learning vertragen sie?</h3>

<p>Monika K&#246;nig (Lernspielwiese) und Michael Simon (IBM), die P&#228;dagogin und der Techniker, bieten eine Session an, in der es kontrovers um das Thema gehen soll, ob und wie weit Softskills online gelernt werden k&#246;nnen. Monika K&#246;nig sagt, dass online alles gehe. Michael Simon vertritt die Meinung: Online lernen k&#246;nne vorbereitend sein, aber im Coaching brauche es die Face to Face-Situation.</p>

<p>Um an m&#246;glichst konkreten Beispielen zu diskutieren, sammeln wir im Plenum einige Kriterien, die die Teilnehmenden zur F&#252;hrungskompetenz z&#228;hlen. Anschlie&#223;end stimmten wir ab, welche dieser Kriterien im Zentrum der Diskussion stehen sollen.</p>

<blockquote>
<ul>
    <li><em><span class="Apple-style-span">Konflikte regeln 13</span></em></li>
    <li><em><span class="Apple-style-span">Begeisterungsf&#228;higkeit 5</span></em></li>
    <li><em><span class="Apple-style-span">Entscheidungsf&#228;higkeit / Durchsetzungsf&#228;higkeit 15</span></em></li>
    <li><em><span class="Apple-style-span">Einf&#252;hlungsverm&#246;gen 5</span></em></li>
    <li><em><span class="Apple-style-span">Vertrauen in die Mitarbeiter und in sich 1</span></em></li>
    <li><em><span class="Apple-style-span">Adaptives Verhalten / Situationsbezogen angemessener F&#252;hrungsstil 3</span></em></li>
</ul>
</blockquote>

<p>Zun&#228;chst geht es jetzt in der Diskussion um das „Konfliktmanagement“ als ein Soft-Skill, dass F&#252;hrungskr&#228;fte nach unserer Meinung haben m&#252;ssen. Wie aber lernt man diese F&#228;higkeit?</p>

<p>Martin Simon vertritt die Position, dass man sich Theorie anlesen k&#246;nne. Aber zum Beispiel Gr&#252;nde f&#252;r bestimmte Konfliktverhaltensweisen k&#246;nnen nur Face-to-Face im Rollenspiel konkret in die Reaktionsstrategien aufgenommen werden.</p>

<p>Monika K&#246;nig hingegen weist darauf hin, dass das Internet sehr ehrlich sei, direkt, manchmal ein wenig fies. Den Umgang mit dort auftretenden Konflikten k&#246;nne man nur dort lernen.</p>

<p>Nochmal die Frage. Wo lernt man solche Skills: Im Netz oder im direkten Coaching. Wie vermittelt man Soft-Skills? Und doch pendelt die Diskussion stark zwischen dem Erlernen von Softskills und den jeweils konkreten Umsetzzungssituationen. Ist also gar nicht so leicht, bei der Frage zu bleiben. Das mag daran liegen, dass die Frage nach der Konfliktbew&#228;ltigung bei vielen sofort innere Bilder entstehen l&#228;sst, die zeigen, wo man selbst schon vor der Herausforderung stand. Diese Frage ist emotionaler besetzt als jene nach dem Erlernen der n&#246;tigen Soft-Skills. Irgendwie naheliegend, dass die Konzentration auf die Frage erst einmal erarbeitet werden muss.</p>

<p>Die Diskussion ist jetzt bei der Frage angekommen, inwiefern digitale Lernszenarien „realistisch“ sein k&#246;nnen, solange zum Beispiel Avatare f&#252;r Rollenspiele nur dann „spontan“ und nicht vorgefertigt reagieren, wenn sie nicht von einem konkreten anderen Menschen gesteuert werden.</p>

<p>In der Diskussion selbst setzen sich mehr und mehr die Wortbeitr&#228;ge durch, die schnell an vorhergehende Beitr&#228;ge anschlie&#223;en. Ich finde ja auch, dass man bei Erwachsenen nicht mehr das Wort erteilen muss, schade aber auch, dass bei aller Leidenschaft in dieser Diskussion (warum eigentlich?), der Blick daf&#252;r verloren zu gehen scheint, wer einen Wortbeitrag anmeldet und dann in etwa die Reihung eingehalten wird.</p>

<p>Zur&#252;ck zum Thema, denn es gibt auch Konsens. So zum Beispiel bei der Anmerkung, dass Training, egal ob online oder offline, die Entwicklung eines Soft-Skills nur ansto&#223;en k&#246;nne, dass aber die st&#228;ndige Selbstreflexion der F&#252;hrungskraft (bzw. im Kontext von Supervision) die Aufmerksamkeit auf die weiter zu entwickelnden Soft-Skills lenken m&#252;sse, die dann situationbezogen angemessenes Handeln erm&#246;glichen.</p>

<p>Und als jetzt der Vorschlag kam, noch eine weitere Kompetenz aus unserer Sammlung am Beginn der Session, in den Blick zu nehmen, stellen wir fest, dass die Zeit um ist. Sch&#246;n, dass Monika und Martin sich nach der Entdeckung von Dissens am ersten Tag des CoLearnCamps f&#252;r den zweiten Tag zu dieser Session zusammengefunden haben. Das war so eine Session, wie sie nur am zweiten Tag stattfinden kann, die aus der Unkonferenz selbst entwuchs und entsprechend fruchtbar konkrete „Streit“fragen aufgreifen kann.</p>

<p>12:05 Uhr</p>

<h3>3 Visualisierung mit Stift und Papier (vs. Powerpoint)</h3>

<p>Ralf Appelt hat ein <a href="http://www.ietherpad.com/clc11-visualisierung" target="_blank">Etherpaddokument</a> f&#252;r die Session erstellt. Da muss ich nicht viel mitschreiben.</p>

<p>In der Diskussion kommt die Frage auf, ob mit den vorgestellten Beispielen (siehe <a href="http://www.ietherpad.com/clc11-visualisierung" target="_blank">Etherpaddokument</a>) nicht mehr das Thema „Illustration“ und weniger das der „Visualisierung“ angesprochen sei.</p>

<p>Nat&#252;rlich stellt sich die Frage nach dem Aufwand, der mit h&#228;ndisch in einer Lehrveranstaltung erstellten, z. T. relativ aufw&#228;ndigen Visualisierungen einher geht. Mein Eindruck ist, dass die Beispiele, die im Etherpaddokument gezeigt werden, als Lehrform f&#252;r das Internet geeignet sind, aber sicher nicht, wenn sie vor Ort entwickelt werden.</p>

<p>Das hei&#223;t nicht, dass es nicht auch vor Ort zahlreiche „einfache“ Visualisierungsoptionen geben k&#246;nne. Und es wird ausdr&#252;cklich darauf hingewiesen, dass gute PowerPoint-Visualisierungen wirklich gute Instrumente sein k&#246;nnen.</p>

<p>Ich selbst stehe der Sprache und der Illustration in sprachlichen Bildern n&#228;her. Doch angesichts unterschiedlicher Lerntypen geh&#246;ren Illustrationen nat&#252;rlich zum Alltag dazu. Und was Ralf hier an Stiften zeigt, mit denen man Flipchartbl&#228;tter gestalten kann, ist wirklich bereichernd. Wusste gar nicht, dass es <a href="http://www.neuland-world.com/EU/marker-fuer-papier-9uek9p0tz9z/trainermarker-neuland-bigone-4er-farbsets-d2uiv439jdb.html?view=" target="_blank">solche Stifte</a> gibt.</p>

<p>13:00 Uhr</p>

<h3>Mittagspause mit <a href="http://twitpic.com/6itpy8" target="_blank">Fleischbergen</a></h3>

<p>13:50 Uhr</p>

<h3>4 Social Media Forschung</h3>

<p>Karsten Kneese forscht zur Zeit in einem kleinem Forschungsprojekt an der FH Koblenz. Es geht um den weiten Fragehorizont, ob, wie und wozu Lehrende und Lernende Social Media (in Lernkontexten) nutzen. In der Session will er erfahren, was an Fragen effektiv sein k&#246;nnte.</p>

<p>Es wird die Frage gestellt, ob denn die Praktiker nicht selbst forschen w&#252;rden, ob es denn Forschung zu diesem Thema brauche. Die Antworten vieler Sessionteilnehmer sind eindeutig: Ja, die Forschung braucht es, schon alleine, um zu Reflexion bereite Praktiker wirklich zu unterst&#252;tzen, suchen sie doch oft nach bestimmten L&#246;sungen, die sie mithilfe der Forschung schneller finden k&#246;nnen.</p>

<p>Weitere Fragen in der Session: Wie wird die R&#252;cklaufquote von Frageb&#246;gen erh&#246;ht. – Am ehesten, indem den Befragten eine konkrete Relevanz f&#252;r sie selbst darstellen kann.</p>

<p>Welche Rolle spielt Offenheit von Social Media zur eigenst&#228;ndigen Vernetzung, was passiert, wenn zum Beispiel Universit&#228;ten in der eigenen E-Learning-Umgebung Studierenden nicht die M&#246;glichkeit geben, selbst&#228;ndig und ohne Beteiligung einer dritten Person oder Institution Lerngruppen zu er&#246;ffnen?</p>

<p>14:50 Uhr</p>

<h3>5 Flipped Classroom</h3>

<p>Diese Session begleiten Christian Spannagel und Oliver Tacke gemeinsam.</p>

<p>Oliver stellt einige Ans&#228;tze in Bezug auf das Lernen vor, die er aus <a href="http://www.omnisophie.com/" target="_blank">Gunter Duecks</a> Arbeiten abgeleitet hat.</p>

<p>Jetzt beginnt Christian seine kleine Visualisierung, die er auf die Flipchart gemalt hat und die bestimmt eine Auswirkung der Session von Ralf Appelt vorhin (s. o.) ist, zu erl&#228;utern.</p>

<p>Bislang ist es so, dass es in zum Beispiel in Vorlesungen wirklich um die Vorlesung des Professors ging, die er hielt und die dann von Studierenden zuhause nachgearbeitet wurde. Christian hingegen hat seine Vorlesungen in einem Semester aufzeichnen lassen. Im n&#228;chsten Semester gab es dann nicht mehr Vorlesung und Nacharbeit der Studierenden, sondern vor der Vorlesung hatten die Studierenden die Videos zu schauen und in der Vorlesung wurde auf Fragen der Studierenden gearbeitet.</p>

<p>Da gab es doch mal einen Blogeintrag dazu. Ah: <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/05/20/youtube-vorlesungen-und-das-aktive-plenum/" target="_blank">Da ist er</a>. Da erkl&#228;rt Christian, worum es in dieser Session hier geht. In dem Beitrag nennt er diese Arbeitsform noch „aktives Plenum“</p>

<p>Und auch <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/06/17/ein-festival-der-itg-meine-opco11-session/" target="_blank">beim OpenCourse tauchte der Begriff „Flipped Classroom“ nicht auf</a>. Christian kannte ihn bis vor kurzem selbst nicht, aber eine Suchmaschinenabfrage zeigt, dass dieses Konzept im angels&#228;chsischen Bereich durchaus bekannt ist und dort eben „Flipped Classroom“ (umgedrehtes Klassenzimmer) genannt wird.</p>

<p>Jetzt werden wir in Arbeitsgruppen geschickt. Wir sollen &#252;berlegen, welche Pros und welche Contras es in Bezug auf diese Form des Lernens / Lehrens gibt.</p>

<p><a href="http://twitpic.com/6iul22" target="_blank">Die Ergebnisse hat Christian online gestellt.</a></p>

<p>Wieder mal eine von <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:O.tacke/LdL">LDL</a> gepr&#228;gte Session. Aber wie jedes Mal: Selbst aktiv sein scheint mir nach wie vor am effektivsten und macht Spa&#223;.</p>

<p>15:30 Uhr</p>

<h3>Abschlussplenum</h3>

<p>19:47 Uhr</p>

<h3>Resumée</h3>

<p>Die D&#228;mmerung sinkt &#252;ber Frankfurt nieder. Nachdem ich aus Darmstadt zur&#252;ck war, bis Frankfurt Hauptbahnhof waren wir zu viert unterwegs, habe ich meine Notizen des Tages genommen und zu diesem Blogartikel &#252;berarbeitet.</p>

<p>Ich hatte schon heute morgen vor, die Notizen so zu gestalten, dass ich sie hier verwenden kann. Aber zum Teil mussten sie nat&#252;rlich &#252;berarbeitet werden. Notizen sind eben doch manchmal sehr knapp.</p>

<p>Um den Charakter der Anfangsnotizen zu erhalten, habe ich die Sprache an die direkt in den Sessions erstellten Notizen angepasst, die nat&#252;rlich im Pr&#228;sens notiert wurden. W&#228;hrend den Sessions entstand etwa ein Drittel des jetzigen Beitrags.</p>

<p>Die Anregungsdichte, die solche eine Unkonferenz mit sich bringt, beeindruckt mich immer wieder. Aber habe ich etwas davon erfahren, was Lernen in Unternehmen anders macht als in der Schule?</p>

<p>Das Lernen selbst scheint nicht so anders zu sein. Es scheinen eher die &#228;u&#223;eren Rahmenbedingungen, die Corporate-Learning pr&#228;gen. Abgesehen davon, dass Flipcharts wesentlich weiter verbreitet sind als in Schulen, spielt die betriebswirtschaftliche Aufmerksamkeit f&#252;r die Kosten von Fortbildungen im Betrieb scheinbar oft eine bedeutende Rolle. Dar&#252;ber hinaus scheint es – laut mancher &#196;u&#223;erung der anwesenden Trainer – bei Betriebsr&#228;ten Tendenzen zu geben, Fortbildungen in Betrieben eher zur&#252;ckhaltend zu betrachten. Der Pr&#252;fungsdruck bleibt in Deutschland weitgehend aus den Fortbildungen drau&#223;en, weil es kaum mal Zertifikate, sondern meist „nur“ Teilnahmenbescheinigungen gibt. Aber sonst? Habe ich etwas vergessen?</p>

<p>Die Eindr&#252;cke m&#252;ssen sich jetzt setzen. Danke an das ganze Team, das das CoLearnCamp organisiert hat, an alle, die Sessions angeboten haben, unter denen viele mehr waren, die mich interessiert haben. Aber um eine Auswahl kommt man nun eben nicht herum. Und die lebendige Diskussionskultur auf Barcamps lerne ich mehr und mehr sch&#228;tzen, denn das Niveau der Sessions, die ich bei dieser Art von Konferenzen bislang erlebt habe, finde ich wirklich bemerkenswert.</p>

<blockquote>Nachtr&#228;ge:
<ul>
    <li><a href="http://www.olivertacke.de/2011/09/11/neue-lust-neuer-frust/" target="_blank">Oliver Takes Zusammenfassung der #clc11</a></li>
    <li><a href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/09/11/der-flipped-classroom-auf-dem-clc11/" target="_blank">Christian Spannagels Beitrag zum Flipped Classroom</a></li>
    <li><a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2011/09/11/clc11-eine-kleine-nachlese/" target="_blank">Monika E. K&#246;nigs „kleine Nachlese“</a></li>
    <li><a href="http://appelt.net/2011/09/coprorate-learning-camp-clc11/" target="_blank">Darstellung des clc11 aus der Sicht Ralf Appells</a></li>
    <li><a href="http://trainingkonzepte.blogspot.com/2011/09/clc11-nachlese.html" target="_blank">Ellen Trudes clc11-Nachlese</a></li>
    <li><a href="http://lress.posterous.com/corporatelearning-barcamp" target="_blank">Lore Ress &#252;ber das Corporate-Learning-Camp 2011</a></li>
    <li><a href="http://haydecker.de/2011/09/notizen-vom-clc11-in-darmstadt/" target="_blank">Joachim Haydeckers Notizen zum clc11 in Darmstadt</a></li>
</ul>
</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/12/12/phantomdebatte-kommentar-zu-einer-wortregelung-in-sachen-schultrojaner/" rel="bookmark" title="12. Dezember 2011">Phantomdebatte? – Kommentar zu einer „Wortregelung“ in Sachen „Schultrojaner“</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/07/23/muto-von-blu/" rel="bookmark" title="23. Juli 2009">MUTO von BLU</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/11/die-schueler-sind-zufrieden-ich-auch-erich-hammer-im-gespraech/" rel="bookmark" title="11. April 2009">„Die Sch&#252;ler sind zufrieden &#8211; ich auch“ – Erich Hammer im Gespr&#228;ch</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/17/vorspiel-zum-educamp-das-motto-neue-lernkulturen-entwickeln-und-vernetzen-ecbi11/" rel="bookmark" title="17. November 2011">Vorspiel zum #Educamp – Das Motto: „Neue Lernkulturen entwickeln und vernetzen“ – #ecbi11</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/15/geordnete-insolvenz-sprachverwirrung/" rel="bookmark" title="15. September 2011">„Geordnete Insolvenz“ #Sprachverwirrung</a></li>
</ul>

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		<title>Computer im Unterricht. Das digitale Paradox.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 20:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist paradox: Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen haben oft zuhause Zugang zu Computer und Internet und nutzen diesen intensiv. In Schulen gibt es, so eine Bibliothek vorhanden ist, f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Zugangsm&#246;glichkeiten zu diesen Medien au&#223;erhalb von Computerr&#228;umen. Dennoch ist die Nutzung &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/04/computer-im-unterricht-das-digitale-paradox/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist paradox: Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen haben oft zuhause Zugang zu Computer und Internet und nutzen diesen intensiv. In Schulen gibt es, so eine Bibliothek vorhanden ist, f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Zugangsm&#246;glichkeiten zu diesen Medien au&#223;erhalb von Computerr&#228;umen.</p>

<p>Dennoch ist die <a href="http://www.welt.de/politik/bildung/article5882848/Deutsche-Schulen-bei-PC-Nutzung-Schlusslicht.html" target="_blank">Nutzung von Computern <em>im</em> Unterricht</a> nach wie vor keine Selbstverst&#228;ndlichkeit. Die verlinkte Studie ist zwar eineinhalb Jahre alt, aber im Prinzip spiegelt sie die Wirklichkeit meiner Wahrnehmung nach weiterhin wider.</p>

<p>Dies allein w&#228;re noch keine paradoxe Situation, w&#228;re da jetzt nicht eine zweite Studie zu dem Schluss gekommen, dass auch die <a href="http://www.bildungsSPIEGEL.de/aktuelles/technik-affine-lehrer.html?Itemid=262" target="_blank">Lehrer und Lehrerinnen in ihrer &#252;bergro&#223;en Mehrheit gut mit Computern und Internetzug&#228;ngen ausgestattet </a>sind. Sie nutzen diese zudem in vielen F&#228;llen auch f&#252;r die Vorbereitung des Unterrichts.</p>

<p>Das Paradox: Sowohl Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen also auch Lehrerinnen und Lehrer nutzen PC und Internet in ihrem privaten Alltag und auch f&#252;r die Schule; Lehrer und Lehrerinnen sind von den Zugangsm&#246;glichkeiten her sogar &#252;berdurchschnittlich gut ausger&#252;stet. Und dennoch spielt der Computer im Unterricht vor Ort nach wie vor eine untergeordnete Rolle.</p>

<p>Dieses Paradox w&#252;rde sich aufl&#246;sen, wenn<span id="more-6219"></span> es <a href="http://www.rete-mirabile.net/lernen/stoll-logout-warum-computer-nichts-im-klassenzimmer-zu-suchen-haben" target="_blank">eine p&#228;dagogische Entscheidung</a> w&#228;re zu sagen, dass der konkrete Unterricht in der Schule aus bestimmten, darstellbaren Gr&#252;nden auf die Nutzung des Computers verzichtet. Solche (medien)p&#228;dagogische Entscheidungen spielen in der Regel aber eben keine Rolle, wenn man fragt, warum so wenig mit Computern im „normalen“ Klassenraum gearbeitet wird.</p>

<p>In den meisten F&#228;llen bleibt das Paradox bestehen. Alle nutzen Computer, nur nicht im Klassenzimmen, denn in den Schulen spielt sich die Arbeit an Computern meist in PC-R&#228;umen ab, die in begrenzter Anzahl verf&#252;gbar sind. Liegt der eigene Unterricht dann wom&#246;glich parallel zu einer Informatikleiste, ist es das ganze Schuljahr &#252;ber nicht einmal theoretisch m&#246;glich, den PC im Unterricht zu nutzen.</p>

<p>Selbst wenn Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vom Auslandsjahr – meist aus angels&#228;chsischen L&#228;ndern – zur&#252;ckkehren und fragen, ob sie, wie sie es wohltuend erlebt haben, in der Schule den Laptop verwenden d&#252;rfen, verzichten viele darauf, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen: Entweder erlauben es nicht alle Lehrer und Lehrerinnen und man hat den Laptop dann f&#252;r Einzelf&#228;cher dabei oder aber es zeigt sich, dass es f&#252;r einen Sch&#252;ler mit Laptop schon etwas seltsam ist, als einziger so zu arbeiten. Entsprechend ist der Unterricht oft auch gar nicht auf deren Integration hin ausgerichtet. Und wenn kein WLan in der Schule verf&#252;gbar ist, reduzieren sich die methodischen Einsatzgebiete des Laptops im Unterricht drastisch.</p>

<p>Selbst erfahre ich die Nutzung von Computern f&#252;r die schulische Arbeit &#252;ber die statistische (selbstverst&#228;ndlich anonymisierte) Auswertung der Suchbegriffe, die Besucher von herrlarbig.de &#252;ber Suchmaschinen auf meine Website gebracht haben. Es handelt sich bei den TopTen nahezu ausschlie&#223;lich um Suchabfragen, die sich um Texte drehen, die in der Schule gelesen werden. Das schlie&#223;e ich daraus, dass ich mir anders nicht erkl&#228;ren kann, wie „<a href="https://encrypted.google.com/search?q=Clemens%20Brenatano%20Sprich%20aus%20der%20Ferne&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8#sclient=psy&amp;hl=de&amp;source=hp&amp;q=Clemens+Brentano+Sprich+aus+der+Ferne&amp;pbx=1&amp;oq=Clemens+Brentano+Sprich+aus+der+Ferne&amp;aq=f&amp;aqi=g2g-v3&amp;aql=&amp;gs_sm=e&amp;gs_upl=7673l7673l0l7919l1l1l0l0l0l0l178l178l0.1l1l0&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&amp;fp=9c41eb5c6c8dfde9&amp;biw=1280&amp;bih=664" target="_blank">Clemens Brenatano Sprich aus der Ferne</a>“ der am h&#228;ufigsten &#252;ber Suchmaschinen Besucher auf herrlarbig.de bringende Suchbegriff ist.</p>

<p>Ich stelle mir das so vor: An dem einen Wochenende sitzen Lehrende zuhause und bereiten Unterricht vor. Neben den Fachkenntnissen aus dem Studium und analog vorliegendem Material schaut man, was das Internet an Material zu bieten hat, liest dies auch, bekommt vielleicht Anregungen, die dann in den Unterricht einflie&#223;en und gibt eine Hausaufgabe.</p>

<p>Anschlie&#223;end sitzen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zuhause und arbeiten an der Hausaufgabe. Vielleicht sollen sie eine Interpretation zu einem Gedicht schreiben. Und „nat&#252;rlich“ schauen auch die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, was das Internet zum Thema zu sagen hat, sto&#223;en auf die gleichen Artikel, die auch Lehrer und Lehrerinnen gefunden haben, lassen sich von ihnen anregen und diese Anregungen flie&#223;en dann wiederum in den Unterricht ein.</p>

<p>Der Lehrende erkennt die Gedanken wieder, die er sich selbst zu einem Thema gemacht hat bzw. die er auch im Netz gefunden hat – und ist wahrscheinlich zufrieden, denn die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen haben offensichtlich etwas gelernt.</p>

<p>Ob die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen aber gelernt haben, wie man, auch unter Zuhilfenahme externer Quellen, einen Text interpretierend erarbeitet, darf bezweifelt werden, ob es zu einem Kompetenzzugewinn auf Seiten der Lernenden gekommen ist, bleibt offen.</p>

<p>Aufgabenformate in Zeiten von Computer und Internet m&#252;ssen &#252;berdacht werden. <a href="http://herrlarbig.de/de/2010/11/19/kompetenzenorientiert-unterrichten-ein-vorschlag/" target="_blank">Dar&#252;ber habe ich mir schon Gedanken gemacht</a>. Und um an den Kompetenzen zu arbeiten, die n&#246;tig sind, um mit verf&#252;gbaren Ressourcen (in Bibliotheken, im Internet) umgehen zu lernen, ist die praktische Arbeit mit diesen Ressourcen <em>im</em> Unterricht n&#246;tig.</p>

<p>Dann kann man einen Text in eine Lerngruppe geben, der anspruchsvoll ist und die Entwicklung von Lesestrategien verlangt, die ein Verstehen erm&#246;glichen. Wenn die entsprechenden Verstehensressourcen nicht verf&#252;gbar sind, muss der Lehrer erl&#228;utern, was nicht unbedingt dazu beitr&#228;gt, dass die Lehrerzentrierung von Unterricht reduziert wird.</p>

<p>Wenn kein Fremdw&#246;rterbuch im Raum verf&#252;gbar ist, kann nicht nachgeschlagen werden und der Umgang mit dem W&#246;rterbuch nicht gelernt werden. Gleiches gilt, wenn die Nutzung einer Bibliothek nicht m&#246;glich ist oder verf&#252;gbare Internetzug&#228;nge, die dann meist privat bei den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen in Form eines Smartphones angesiedelt sind, wom&#246;glich nicht genutzt werden d&#252;rfen. Unter solchen Voraussetzung verweigert Unterricht den Lernenden die ihnen m&#246;gliche Autonomie, das eigenst&#228;ndige Lernen, zumindest ein St&#252;ck weit.</p>

<p>Dann werden entsprechende Ger&#228;te eben daheim verwendet. Nur dass dann ein Lehrender zum Beispiel nicht gemeinsam mit den Lernenden Strategien entwickeln kann, wie diese Instrumente effektiv genutzt werden k&#246;nnen, ohne das Selbstdenken zu ersetzen.</p>

<p>Nein, es muss nicht jede Stunde mit dem Internet gearbeitet werden; es gibt auch Stunden, in denen z. B. im Deutschunterricht das „Sehen“ dessen gelernt werden soll, was in einem Text als Text zu entdecken ist. Aber da dies ja die eher &#252;blichen Stunden sind, die durchaus sehr gut sein k&#246;nnen!, lege ich hier die Betonung mal auf die Seite des au&#223;erunterrichtlichen digitalen Paradoxes, dass alle an Schule Beteiligten digitale Instrumente nutzen, aber eben nicht im Unterricht.</p>

<p>Wo aber liegen die Gr&#252;nde dieses Paradoxes, dass Computer &#252;berall eingesetzt werden, auch in der Schule, denn Sekretariate ohne Computer sind undenkbar und die Computer im Lehrerzimmer in der Regel gut genutzt, aber eben nicht im Unterricht?</p>

<p>Und wenn dann Eltern einen Lehrer, der seine Unterrichtsvorbereitungen auf einem Tablet-Computer papierfrei im Unterricht vor sich hat, fragen, wie er zur Nutzung von Computern im Unterricht steht, ist das f&#252;r mich durchaus ein Zeichen, dass es auch bei Eltern die Wahrnehmung des hier beschriebenen digitalen Paradoxes gibt.</p>

<p>Ich antworte Eltern dann in der Regel, dass ich freundlich zur&#252;ckhaltend zur Nutzung von Computern im Unterricht stehe, denn &#252;ber die M&#246;glichkeiten von PC-R&#228;umen hinaus, die beschr&#228;nkt genutzt werden k&#246;nnen, kann ich nicht erwarten, dass Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen private Laptops mit in den Unterricht nehmen. Ich halte es durchaus f&#252;r einen Unterschied, ob Eltern „nur“ Hefte kaufen m&#252;ssen oder ob pl&#246;tzlich ein Laptop oder TabletPC im Unterricht erwartet wird. Das Argument der Lehrmittelfreiheit betrifft Schulb&#252;cher, nicht aber Stifte, Papier, Taschenrechner etc. Aber von Eltern erwarten, dass ihr Kind einen Laptop oder ein Tablet f&#252;r schulische Zwecke besitzt?</p>

<p>Ja: In Mathematik werden auf Kosten der Eltern Taschenrechner angeschafft; in Deutsch werden viele Lekt&#252;ren f&#252;r den Unterricht von den Eltern gekauft. Und ja: Viele &#228;ltere Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen haben einen Laptop verf&#252;gbar, m&#252;ssten also gar keinen zus&#228;tzlich kaufen.</p>

<p>Ich stehe „freundlich zur&#252;ckhaltend zur Nutzung von Computern im Unterricht”. Das hei&#223;t, dass ich die Nutzung f&#252;r Unterrichtszwecke grunds&#228;tzlich nicht verbiete, aber auch nicht erwarte. Faktisch bedeutet das vor allem, dass ich den Einsatz von Smartphones<em> f&#252;r klar definierte Unterrichtszwecke</em> zulasse, solange nicht erkennbar ist, dass Lernende ohne diese M&#246;glichkeit einen vermeidbaren Nachteil erleiden. Aber es hatten Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen auch schon Laptops dabei, die ihnen dann aber zu schwer waren, um neben den Schulb&#252;chern f&#252;r ein Fach dauerhaft mitgef&#252;hrt zu werden.</p>

<p>Nat&#252;rlich d&#252;rfen Begriffe nachgeschlagen werden. Nat&#252;rlich d&#252;rfen Quellen genutzt werden, solange entsprechende Nachweise erfolgen und ein wesentlicher, eigenst&#228;ndiger Denkanteil erkennbar wird.</p>

<p>Solche Lernprozesse m&#252;ssen begleitet werden. <em>Lehrende m&#252;ssen selbst zeigen, dass Computer zum Arbeiten genutzt werden k&#246;nnen und wie das geht. (sic!)</em> F&#252;r mich ist das einer der Gr&#252;nde, warum ich mit dem Tablet in den Unterricht gehe. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen verbinden mit solchen Ger&#228;ten vor allem das „Herumspielen“ und reagieren oft erstaunt, wenn sie bemerken, dass da jemand mit arbeitet.</p>

<p>Wie sollen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Kompetenzen f&#252;r die Arbeitswelt erwerben, wenn das zentrale Instrument vieler Berufe, der Computer in all seinen Ausformungen, sie zwar ihre ganze Jugend begleitet, sie aber nicht <a href="http://herrlarbig.de/de/2009/03/12/herausforderung-medienpaedagogik/" target="_blank">medienp&#228;dagogisch begleitet das Arbeiten mit ihm erproben</a>?</p>

<p>Das „digitale Paradox“ erweist sich mir nach l&#228;ngerem Nachdenken zunehmend als ein gesellschaftliches und politisches Paradox.</p>

<p>Sowohl Lehrer und Lehrerinnen als auch Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen nutzen Computer, oft in der Form von Laptops – aber nur zuhause oder maximal noch im Lehrerzimmer. Die Ger&#228;te sind also in vielen F&#228;llen vorhanden und verf&#252;gbar. Sie k&#246;nnten im Unterricht genutzt werden.</p>

<p>Doch diese Nutzung wird nicht offensiv gef&#246;rdert: Weder bieten die Kultusbeh&#246;rden und Schultr&#228;ger Lehrern und Sch&#252;lern, die Rechner in der Schule nutzen (wollen) angemessene Infrastruktur (Anschluss an jedem Platz oder WLan), noch ist die Nutzung der Ger&#228;te im Versicherungsschutz enthalten, den Mitglieder einer Schulgemeinde genie&#223;en.</p>

<p>Gesellschaftlich wird mehr und mehr erwartet, dass Computer in der Schule eine gr&#246;&#223;ere Rolle spielen, aber es gibt keine Finanzierungsmodelle, an denen sich durchaus auch Gruppen beteiligen k&#246;nnten, die besonderen Wert auf angemessen Kompetenzen von Schulabg&#228;ngern legen. Es ist also nicht sichergestellt, dass alle Lernenden diese Arbeitsinstrumente verf&#252;gbar haben k&#246;nnen.</p>

<p>Eine offensive F&#246;rderung w&#252;rde aber vor allem bedeuten, dass Lernmaterial in digitaler Form in den Schulen und im Rahmen der Lernmittelfreiheit vorhanden w&#228;re! Solange die Nutzung neuer Medien im Unterricht &#252;ber die Nutzung im Rahmen von digitalen Pr&#228;sentationen und audiovisuellem Material nicht hinausgeht, steht die Frage im Raum, wie Schule ihrem allgemeinbildenden Auftrag auf Dauer nachkommen kann, wenn das Erlernen und die Verwendung einer neu entstandenen Kulturtechnik, der Umgang mit Computern und digitalen Netzwerken, nicht wirklich zum zentralen Bestand des Lernens an Schulen gemacht wird.</p>

<p>Neben den Kulturtechniken des Lesens, Schreibens und Rechnens stellt der Umgang mit dem Computer und mit digital vernetzten Strukturen in meinen Augen tats&#228;chlich etwas dar, das von &#228;hnlich zentraler Bedeutung ist.</p>

<p>Lehrer und Lehrerinnen benutzen Computer, um dann analoges Material mit in die Schule zu nehmen. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen benutzen Computer und Netzwerke ebenfalls, um analoge Ergebnisse zu produzieren. Das digitale Paradox besteht auch darin, dass das digitale Arbeiten nahezu ausschlie&#223;lich auf die analoge Verwertung hin erfolgt – und gerade so den M&#246;glichkeiten und Anspr&#252;chen kompetenten Umgangs mit digitalen Technologien nicht entsprechen kann.</p>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>L&#246;sungsorientierte Kooperation mit Sch&#252;lern, Sch&#252;lerinnen und Eltern</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 21:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ich es richtig beobachte, kommen Lehrer und Lehrerinnen mit Eltern immer dann in Kontakt, wenn es ein „Problem“ mit einem Sch&#252;ler oder einer Sch&#252;lerin gibt. Manche Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler machen die Erfahrung, dass sie alleine auf ihre M&#228;ngel hingewiesen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/25/losungsorientierte-kooperation-mit-schulern-schulerinnen-und-eltern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich es richtig beobachte, kommen Lehrer und Lehrerinnen mit Eltern immer dann in Kontakt, wenn es ein „Problem“ mit einem Sch&#252;ler oder einer Sch&#252;lerin gibt. Manche Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler machen die Erfahrung, dass sie alleine auf ihre M&#228;ngel hingewiesen werden.</p>

<p>Es mag nun die Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern sein, dass sie vor allem dort Herausforderungen sehen, wo Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler offensichtlichen Lernbedarf erkennen lassen, aber wenn ich den Satz h&#246;re „Oh, ein Lehrer der mich lobt, das hatte ich schon lange nicht mehr“, erschrecke ich schon. Es mag sein, dass der Satz &#252;bertrieben war, aber dass ich ihn &#252;berhaupt zu h&#246;ren bekam, stimmt mich nachdenklich.<span id="more-6129"></span> Das Lernen beginnt doch nicht bei den Defiziten, sondern muss vielmehr dort ansetzen, wo St&#228;rken von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern zu finden sind.</p>

<p>Zugegeben, es ist manchmal gar nicht so leicht, die St&#228;rken junger Menschen zu finden. Und wenn entdeckte St&#228;rken nicht zum Fach zu passen scheinen, dass ich als Lehrer unterrichte, dann ist durchaus Fantasie gefragt, wie das Fach und die Defizite im Fach von solchen St&#228;rken  ausgehend zu Lernprozessen f&#252;hren k&#246;nnen.</p>

<p>Es mag im Unterricht ein gro&#223;es Bem&#252;hen geben, solche St&#228;rken bei Lernenden zu finden und an ihnen anzukn&#252;pfen: Die Eltern kommen meist erst ins Spiel, wenn Lehrende Defizite als so stark empfinden, dass aus ihnen ein Problem geworden ist.</p>

<p>Dies wird sich kaum vollst&#228;ndig vermeiden lassen, aber ich glaube, dass es heute M&#246;glichkeiten der Unterst&#252;tzung von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern in Kooperation mit Eltern bzw. Erziehungsberechtigten gibt, die es vor Zeiten des Internets nicht gab und die meines Wissens sehr wenige Lehrerinnen und Lehrer, insbesondere Klassenlehrer, Klassenlehrerinnen, Tutoren und Tutorinnen aktiv nutzen.</p>

<p>Wenn ich will, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule als ein Auftrag gesehen wird, den die Schule nicht alleine erf&#252;llen kann, da er letztlich auf eine Verkn&#252;pfung des Erziehungs- und Bildungsauftrages der Schule mit dem der Eltern und der Gesamtgesellschaft angewiesen ist, dann muss ich f&#252;r ein solches Miteinander Ankn&#252;pfungspunkte schaffen.</p>

<p>Eine solche Verkn&#252;pfung geschieht z. B. in der Nutzung au&#223;erschulischer Lernorte (Museen, Institutionen etc.) und idealerweise auch im kontinuierlichen Kontakt mit Eltern und Erziehungsberechtigten, der weder eine &#220;berbeh&#252;tung der Kinder durch die Eltern unterst&#252;tzt, noch so „kontinuierlich“ ist, dass er Spamcharakter bekommt.</p>

<p>Mir ist als Lehrer ein Satz wichtig geworden, den ich vor einigen Wochen erstmals im Schulkontext h&#246;rte: „Ich bin Teil der L&#246;sung“.</p>

<p>Angelehnt an die Vorstellung, dass man schnell „Teil eines Problems“ sein kann, finde ich diese l&#246;sungsorientierte Grundeinstellung sehr sympathisch. Sie erweitert die Perspektive des „Defizitblickes“, um den ich mir im Lehrberuf keine Sorgen mache, sind Lehrer doch mehr oder weniger „automatisch“ auf diese Blickrichtung getrimmt, sodass sie nicht sonderlich ge&#252;bt oder betont werden m&#252;sste, um die Perspektive des „l&#246;sungsorientierten Blick“. Dieser l&#246;sungsorientierte Blick sollte aber schon das Denken und Handeln pr&#228;gen, bevor Probleme auftauchen, bevor gemeinsam an Defiziten gearbeitet werden muss.</p>

<p>Das bedeutet, dass ich als Lehrer im Rahmen meiner (zeitlichen) Ressourcen Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen und deren Eltern aktiv begleite. – Nun kann ich nicht den Kontakt zu allen Eltern in hoher Intensit&#228;t halten. Oft ist es einfach so, dass vor allem Fachlehrer eher mit der Klassenleitung im Gespr&#228;ch sind und nur in besonderen Problem(!)f&#228;llen den direkten Kontakt mit den Eltern suchen. Aber zumindest f&#252;r eine Klassenleitung und einen Tutor bzw. eine Tutorin sollte die Frage, wie ein kontinuierlicher, l&#246;sungsorientierter (produktiver) Kontakt mit Eltern m&#246;glich ist.</p>

<p>Standen f&#252;r diese Kontaktpflege zu allen Eltern fr&#252;her nur die Elternabende zu Verf&#252;gung, hat sich die Situation heute grundlegend ge&#228;ndert, da es die M&#246;glichkeiten der E-Mail gibt. Wenn die Eltern einer Nutzung ihrer E-Mail-Adressen durch den Lehrer zustimmen, ich frage da immer nach, auch wenn es schon E-Mail-Verteiler gibt, bevor ich eine Klassenleitung &#252;bernehme, dann ist es gar nicht so schwer, in einer angemessenen Kontinuit&#228;t mit den Eltern in Kontakt zu bleiben.</p>

<p>„Was interessiert Eltern?“ lautet die Frage, die einen solchen Elternkontakt pr&#228;gen sollte.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/25/losungsorientierte-kooperation-mit-schulern-schulerinnen-und-eltern/#footnote_0_6129" id="identifier_0_6129" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich benutzte das Wort &bdquo;Elternarbeit&ldquo; in diesem Zusammenhang ganz bewusst nicht, weil es in meinen Ohren einfach zu funktionalistisch klingt.">1</a></sup> Ich habe diesen Tipp &#252;brigens in meiner Ausbildung nie bekommen – oder nur so leise, dass ich mich seiner nicht erinnere. „Was interessiert Eltern?“ – In der Regel interessieren Eltern zun&#228;chst nicht die Probleme ihrer Kinder. Klar, wenn solche auftreten, dann interessieren sie sich meist auch daf&#252;r, aber die Probleme sind ganz sicher nicht das erste Interesse von Eltern. Das erste Interesse ist vielmehr die Frage, wie sie ihre Kinder unterst&#252;tzen k&#246;nnen, sodass Schulprobleme gar nicht erst auftreten.</p>

<p>Entsprechend sehe ich die zentrale Aufgabe der Kommunikation mit Sch&#252;lern, Sch&#252;lerinnen und Eltern darin, die Frage zu beantworten, wie das Lernen von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern gelingen kann! Als Lehrer sehe ich mich im Kontakt mit Eltern und Erziehungsberechtigten also nicht zuerst als Krisenmanger, sondern vielmehr als der Profi in der Begleitung von Lernprozessen, die nicht nur in der Schule verortet sind. Ich bin nicht nur „Unterrichtender“, sondern auch „Lernberater“.</p>

<p>Ja, es war in rein analogen Zeiten faktisch unm&#246;glich, mit allen Eltern kontinuierlich Kontakt zu halten. Aus dieser Unm&#246;glichkeit – angesichts des Stundendeputats und der Anzahl von Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen die ein Lehrer bzw. eine Lehrerin unterrichtet – heraus entwickelte sich die an Defiziten orientierte Beratungspraxis der Schulen, die nach wie vor notwendig ist, die aber in digitalen Zeiten ohne gro&#223;en Mehraufwand erweitert werden kann.</p>

<p>So ist es durchaus m&#246;glich, Fragen, die immer wieder von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler bzw. von Eltern an einen (Klassen)Lehrer gestellt werden, f&#252;r alle Eltern zu beantworten. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler bekommen die Antworten in der Schule. Da diese Antworten aber oft nicht die Eltern erreichen, scheint es manchmal sinnvoller, die Eltern zu informieren, die dann die entsprechenden Informationen an ihre Kinder weitergeben und diese vielleicht sogar motivieren, die Informationen zu nutzen, so es sich um Tipps zum Lernen handelt.</p>

<p>Als Lehrer hoffen wir oft auf die Unterst&#252;tzung unserer Arbeit durch die Eltern. Entsprechend sollten wir Eltern unterst&#252;tzen, dass sie im Rahmen ihrer Ressourcen den Lernprozess ihrer Kinder wirklich unterst&#252;tzten k&#246;nnen.</p>

<p>Ein paar Beispiele: Oft fragen Eltern und Sch&#252;ler bzw. Sch&#252;lerinnen nach &#220;bungsmaterial, um f&#252;r die einzelnen F&#228;cher notwendigen Kompetenzen und Wissensst&#228;nde wiederholen, vertiefen und &#252;ben zu k&#246;nnen. Wenn mir solches Material begegnet oder ich auf &#220;bersichtseiten im Internet sto&#223;en, die solches Material verf&#252;gbar machen, dann sage ich das zu passender Zeit im Unterricht, teile es aber zumindest als Klassenlehrer auch den Eltern der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit, sodass diese bei Fragen und Problemen ihrer Kinder mit dem Lernstoff l&#246;sungsorientiert zumindest darauf hinweisen oder daran erinnern k&#246;nnen, wo es M&#246;glichkeiten f&#252;r das Selbstlernen diesseits von Nachhilfeunterricht gibt.</p>

<p>Es ist ein Unterschied, ob ich den Link zu einer solchen Website nur Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen im Unterricht an die Tafel schreibe oder ob ihn die Eltern auch kennen und gegebenenfalls ihr Kind auf Material verweisen k&#246;nnen, wenn es z. B. vor einer Klassenarbeit f&#252;r sich selbst noch &#220;bungsbedarf hat.</p>

<p>Wichtig scheint mir dabei zu sein, dass ein Klassenlehrer wirklich die Klasse und nicht nur sei eigenes Fach im Blick hat. Meist hat der Klassenlehrer die Klassenliste mit E-Mail-Adressen verf&#252;gbar. Die Verwaltung dieser Liste &#252;bernimmt er idealerweise nicht selbst, sondern &#252;berl&#228;sst sie dem Klassenelternbeirat. Und wenn mich als Klassenlehrer Fragen erreichen, die andere F&#228;cher betreffen, dann nutze ich den kurzen Weg im Lehrerzimmer, um Antworten zu erfragen. Wenn ich Antworten bekomme, die f&#252;r die ganze Klasse interessant sind, dann gebe ich als Klassenlehrer diese Antworten weiter – an die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler direkt, an Sch&#252;ler, Sch&#252;lerinnen und Eltern oder auch nur an die Eltern, im Vertrauen darauf, dass sie auf diesem Wege auch die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler erreichen.</p>

<p>So entsteht eine Kommunikationssituation, die an der Frage orientiert ist, was hilfreich ist, um den Lernprozess von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nicht nur in der Schule, sondern auch im Elternhaus zu unterst&#252;tzen. Und es wird gleichzeitig die Botschaft vermittelt, dass ich als (Klassen)Lehrer bzw. Tutor meine Arbeit an der Frage ausrichte, was den Lernprozess unterst&#252;tzten kann. Wenn es dann dennoch zu Situationen kommt, in denen Defizite thematisiert werden m&#252;ssen – und den Satz „Ich bin Teil der L&#246;sung“ akzeptiere ich nur unter der Voraussetzung, dass er nicht zur Verdr&#228;ngung des (freilich wohlwollenden) Blicks auf Defizite funktionalisiert wird und zu einer Art „Kuschelp&#228;dagogik“ f&#252;hrt –, dann geschieht dies im Kontext eines Kommunikationsprozesses, der von Anfang an auf positive Unterst&#252;tzung setzt.</p>

<p>Ich will von Sch&#252;lern nicht h&#246;ren, dass sie kaum noch die Erfahrung machen, von Lehrenden gelobt zu werden. Es mag ja sein, dass da mal ein Fach nicht das Fach eines Sch&#252;lers oder einer Sch&#252;lerin ist, aber ich kenne keine Sch&#252;ler oder Sch&#252;lerinnen, die nichts k&#246;nnten.</p>

<p>Ein Teil der Aufgabe eines (Klassen)Lehrers bzw. der eine Klasse unterrichtenden Lehrer und Lehrerinnen ist es, dieses K&#246;nnen produktiv zu nutzen und sp&#228;testens dann, wenn sich Probleme in einem Fach abzeichnen zu &#252;berlegen, wie an St&#228;rken eines Sch&#252;lers bzw. einer Sch&#252;lerin angekn&#252;pft werden kann, auch wenn sie auf den ersten Blick „fachfremd“ zu sein scheinen.</p>

<p>Ich will Eltern als (Klassen)Lehrer nicht erst dann in den Prozess des schulischen Lernens ihrer Kinder einbinden, wenn es in diesem zu Problemen kommt, sondern die Eltern und Erziehungsberechtigten zumindest einer Klasse oder eines Kurses, deren Leitung mir aufgegeben wurde kontinuierlich die M&#246;glichkeiten zur Unterst&#252;tzung ihrer Kinder geben.</p>

<p>Ich will Teil von L&#246;sungen sein. Klar: L&#246;sungen setzen Fragestellungen, Aufgabenstellungen, Probleme oder auch zu begleitende Prozesse voraus. Doch k&#246;nnen „Probleme“ unproduktiv als „Probleme“ fokussiert werden oder aber als Probleme benannt werden, um dann schnell in den Fokus „Wie arbeiten wir gemeinsam an der L&#246;sung des Problems“ genommen zu werden.</p>

<p>Sp&#228;testens, wenn unter Lehrenden ein „Jammern“ &#252;ber einen Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin beginnt, scheint es mir an der Zeit zu sein, das Jammern ad acta zu legen und nach L&#246;sungen zu suchen, nicht das Problem zu fokussieren, sondern produktiv zu denken und zu handeln, wozu allerdings auch geh&#246;rt, p&#228;dagogische und Ordnungs-Ma&#223;nahmen gegebenenfalls auch zu nutzen, da sich Probleme nicht dadurch l&#246;sen, dass man sie zu benennen in der Lage ist, sondern dadurch, dass man nach konkreten Handlungen sucht, die eine positive Entwicklung des entsprechenden Sch&#252;lers oder der Sch&#252;lerin erm&#246;glichen. Das sind oft keine trivialen L&#246;sungen. Ein Scheitern des Bem&#252;hens von Eltern, Lehrenden, Schule und Sch&#252;ler(Inne)n kann manchmal nicht ausgeschlossen werden. Doch wenn von Anfang an zumindest von Klassenleitungen produktiv l&#246;sungsorientiert gedacht wird und dieses Denken auch konkret in den Kontakt mit Eltern und Erziehungsberechtigten einflie&#223;t, so bin ich fest davon &#252;berzeugt, dass die so wachsende Atmosph&#228;re zwischen Lehrenden und Eltern Teil der L&#246;sung von Problemen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sein k&#246;nnen.</p>

<p>„Teil der L&#246;sung“ sein und und das eigene Handeln (&#252;brigens nicht nur im schulischen Kontext) an dieser Maxime orientieren! Ich bin &#252;berzeugt, dass diese Grundhaltung weit &#252;ber Schule hinaus, so sie eben nicht zu einer Konflikte fliehenden Haltung degeneriert, pr&#228;gend wirken kann. Und wenn sie auch nur den Bildungs- und Erziehungsauftrag von Schule unterst&#252;tzen sollte, h&#228;tte sich diese Grundhaltung durchaus schon gelohnt. Oder? Mit-, weiter-, konstruktiv kritisch denkende etc. Kommentare sind herzlich willkommen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Ermutigung zur differenzierenden Autonomie</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 22:01:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zugegeben: Bei allem, was ich so tue, vertraue ich auf die Qualit&#228;t von Inhalten. Ich vertraue darauf, dass Inhalte, die zun&#228;chst einmal wenig individualisiert, wenig differenzierend wirken m&#246;gen, in der Lage sind, selbst in heterogenen Lerngruppen Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/08/ermutigung-zur-differenzierenden-autonomie/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben: Bei allem, was ich so tue, vertraue ich auf die Qualit&#228;t von Inhalten. Ich vertraue darauf, dass Inhalte, die zun&#228;chst einmal wenig individualisiert, wenig differenzierend wirken m&#246;gen, in der Lage sind, selbst in heterogenen Lerngruppen Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen ansprechen zu k&#246;nnen. Ich vertraue darauf, dass Menschen in der Lage sind, mit Inhalten auf genau die Art und Weise umzugehen, die f&#252;r sie angemessen ist, so sie erst einmal das Vertrauen vermittelt bekommen, dass sie das d&#252;rfen!</p>

<p>Ich habe viele Unterrichtsvorbereitungen erlebt,<span id="more-6120"></span> bei mir selbst, bei Praktikanten und Praktikanntinnen, bei Lehrern und Lehrerinnnen im Vorbereitungsdienst (Referendare und Referendarinnen), die versuchten, f&#252;r unterschiedliche Leistungsstufen in einer Klasse Konzepte zu entwickeln, die dann im Sinne der Binnendifferenzierung umgesetzt werden sollten. Ich fragte mich immer, wie dieser Aufwand, den ich zugegebenerma&#223;en durchaus auch noch betreibe, wenn ich den Eindruck habe, dass es notwendig ist, angesichts der sowieso schon umfassenden Beanspruchung von Lehrenden reduziert werden kann, ohne dass es zum Nachteil der Lernenden ist.</p>

<p>Mir scheint es heute so, als ob Binnendifferenzierung im Unterricht oft daran krankt, dass sie versucht, unterschiedliche Zugangsweisen zu Inhalten und Kompetenzen zu inszenieren. Was im Prinzip n&#228;mlich gut und w&#252;nschenswert ist, dass Lehrende unterschiedliche Zugangsweisen zu Inhalten und Kompetenzen erm&#246;glichen, damit m&#246;glichst viele Lernende Ankn&#252;pfungsm&#246;glichkeiten und somit Lernoptionen finden, wird bevormundend, wenn eine Differenzierung nicht darauf hin ausgelegt ist, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sich trauen, Inhalte mit den unterschiedlichen Hintergr&#252;nden zu verbinden, die sie zweifellos mit in den Unterricht bringen.</p>

<p>Ich schreibe das, soviel muss vielleicht gesagt werden, um meinen eigenen Horizont zu verdeutlichen, als jemand, der sich im geisteswissenschaftlichen Bereich bewegt. Nat&#252;rlich gibt es in den Geisteswissenschaften Wissensbest&#228;nde, die es sich anzueignen gilt, aber es gibt eben unterschiedlichste Formen, wie Sch&#252;ler Zugang zu Themen finden, mit denen ich bei allen Differenzierungsversuchen wom&#246;glich gar nicht rechne.</p>

<p>Im Laufe der Jahre lehrt die Erfahrung zwar, welche Zugangsoptionen sinnvollerweise angeboten werden sollten, aber solche Erfahrung l&#246;st nicht das Problem der differenzierenden Vorbereitung von Unterricht, welche extrem zeitaufw&#228;ndig ist, aber gleichzeitig oft ohne Gew&#228;hr, dass der Nagel f&#252;r m&#246;glichst viele Zugangsweisen, Lerntypen, Denktypen, Ankn&#252;pfungshorizonte wirklich auf den Kopf getroffen wurde.</p>

<p>Im Laufe der Jahre waren es immer wieder Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, die mich mit ihren pers&#246;nlichen Zugangsweisen zu Inhalten &#252;berrascht haben und meinen eigene Horizont erweiterten. Meist waren es Gedichte, aber auch bei umfangreicheren literarischen Texten machte ich diese Erfahrung, auf die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Kenntnisse aus anderen F&#228;chern anwendeten, um einem Verstehen n&#228;her zu kommen.</p>

<p>Mir haben schon Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler erkl&#228;rt, welche Elemente der Musiktheorie sie in Gedichten und auch in Prosatexten finden konnten, es haben aber auch schon Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mathematisch-naturwissenschaftliche Strukturen auf Inhalte anwenden k&#246;nnen, die im Deutsch und Religionsunterricht eine Rolle spielen.</p>

<p>Dabei kamen immer wieder Erkenntnisse zustande, die ich selbst, der ich ja nun wirklich nicht in jedem Fachgebiet sonderlich kompetent bin, nie in der Planung von Unterricht h&#228;tte vorweg denken (antizipieren) k&#246;nnen. Und genau diese Erfahrung war es, die mich zu der Frage brachte, warum wir Lehrende jede Kleinigkeit inhaltlich zu antizipieren versuchen, wenn wir Unterricht planen?</p>

<p>Ich erinnere mich, dass ich einmal eine sehr differenzierte, methodisch vielf&#228;ltig gestaltete Stunde vorbereitet hatte. Mir wurden zu dieser Stunde, die durchaus von Methoden gepr&#228;gt wurde, damals zwei Fragen gestellt, die das Konezpt durcheinander wirbelten. Frage 1: Wo ist der Text? (Die Stunde geh&#246;rte zu einer Einheit zu einem Roman.) Frage 2: Wo sind die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen.</p>

<p>Darauf hin entschied ich mich, meine Konzentration auf den Text zu richten, diesen wirklich ins Zentrum meiner Vorbereitung der Stunde zu stellen, ohne didaktische und methodische Fragen aus dem Blick zu verlieren. Es war geradezu so, dass ich methodisch intensiv mit der Frage befasst war, wie ich den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen des Deutschkurses Freiheit im Umgang mit dem Text geben konnte, ohne dabei die Perspektive des Lernfortschritts aus den Augen zu verlieren. – Die auf diesen &#220;berlegungen beruhende Stunde war extrem lebendig und, so will ich meinen, fruchtbar.</p>

<p>Jedes Mal, wenn ich h&#246;re oder lese, dass es nicht so sehr um den Inhalt gehe, sondern um die Bed&#252;rfnisse von anderen, die es, um des eigenen Erfolges willen zu befriedigen gelte, zucke ich innerlich zusammen. Ein solches Zucken war auch der Ausgangspunkt dieses Blogartikel.</p>

<p>Ich stie&#223; heute auf den Artikel „<a href="http://www.business2community.com/marketing/content-is-no-longer-king-a-look-at-what-really-matters-047210" target="_blank">Content Is No Longer King; A Look At What Really Matters</a>“, indem gesagt wird, dass der Erfolg (eines Webauftritts) davon abh&#228;nge, dass man das Publikum (Audience) angemessen anspreche. Auch wenn es vielleicht nicht so gemeint ist, h&#246;re ich aus solchen Aufforderungen, das Publikum ins Zentrum zu stellen, die Aufforderung, sich so um die Inhalte zu k&#252;mmern, dass diese genau das liefern, was sich das Publikum w&#252;nscht.</p>

<p>Meine &#220;berzeugung ist, dass die Lesenden im Internet und anderswo durchaus in der Lage sind, selbst ihre Bed&#252;rfnisse auf Inhalte im Netz hin zu wenden und von diesen ausgehend Erkenntnisgewinne selbst zu generieren. Anders ausgedr&#252;ckt: Wenn ich mich auf die Inhalte konzentriere, sie m&#246;glichst differenziert reflektiere, kann ich &#252;berhaupt erst die fachliche Sicherheit erlangen, die es mir erlaubt, differenzierend mit Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen zu arbeiten, weil ich dann Platz habe, Raum zu geben, in dem Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit den Inhalten arbeiten d&#252;rfen.</p>

<p>Anders ausgedr&#252;ckt: Die produktiven Freir&#228;ume im Unterricht liegen dort, wo Freir&#228;ume &#252;berhaupt erst einmal gegeben werden. Ein voll durchgeplanter Unterricht verhindert solche Freir&#228;ume viel zu oft, weil er sie nicht gibt, weil er mit ihnen nicht rechnet.</p>

<p>Als Deutschlehrer k&#246;nnte ich diese Aussage auch so formulieren: Die Autonomie des Lernens erm&#246;glichen Lehrer und Lehrerinnen dann, wenn sie nicht nur die autonomen Zug&#228;ngen zu Wissensstrukturen und Kompetenzen von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern erm&#246;glichen, sondern gleichzeitig  die Autonomie des Lerngegenstandes (des literarischen Textes) ernst nehmen, die sich zumindest teilweise gegen die methodisch-didaktisch orientierte Planbarkeit stellt.</p>

<p>Es k&#246;nnte also (mindestens in geisteswissenschaftlichen F&#228;chern) eine doppelte Autonomie proklamiert werden, welche im Lernprozess in produktive Spannung ger&#228;t: Die Autonomie des Lernenden gegen&#252;ber dem Lerngegenstand trifft (in geisteswissenschaftlichen, ganz sicher aber in k&#252;nstlerischen F&#228;chern) auf die Autonomie des Lerngegenstandes gegen&#252;ber dem Lernende.</p>

<p>Lehrer und Lehrerinnen versuchen nach wie vor viel zu h&#228;ufig, die Lerngegenst&#228;nde im sprachlichen und geisteswissenschaftlichen Aufgabenfeld sehr funktional zu sehen. Dabei &#252;bersehen sie oft die zu relevanten Erkenntnissen bef&#228;higende Autonomie der Lerngegenst&#228;nde, die Wissens-, Kompetenzen- und Erkenntnisszuwachs &#252;berhaupt erst erm&#246;glicht, weil sie den auf die Lerngest&#228;nde treffenden Lernenden selbst befragt – und in diesem Sinne auch ernst nimmt.</p>

<p>So verstehe ich den Begriff der „differenzierende Autonomie“, der als Begriff in der Didaktik meine Kenntnis nach bislang nicht verwendet wird. „Differenzierende Autonomie“ meint eine doppelte Autonomie. Lehrende (in den Geisteswissenschaften)  sind Vermittler (Medien), die die Aufgabe haben, die Freiheit des Lernenden mit der Freiheit des zu Lernenden zu konfrontieren und das Lernen zu erm&#246;glichen, das sich aus der Begegnung dieser Freiheiten ergeben kann, f&#252;r den Lehrenden aber nicht immer Vorhersehbar ist.</p>

<p>„Differenzierende Autonomie“ stellt sich als Begriff gegen die Bevormundung von Lernenden durch eine &#220;berdifferenzierung von Inhalten schulischen Unterrichtes durch Lehrende, die den Differenzierungsgedanken nicht dazu nutzen, um M&#246;glichkeiten zu er&#246;ffnen, sondern vielmehr als Festlegung von Individuen gebrauchen, denen sie bestimmte Leistungen zutrauen, ohne damit zu rechnen, dass der Lernende selbst m&#246;glicherweise Ankn&#252;pfungspunkte mitbringt, die ein Lehrender bei seinen Differenzierungsbem&#252;hungen vielleicht nicht ber&#252;cksichtigen kann, weil er sie nicht kennt.</p>

<p>„Differenzierende Autonomie“ steht als Begriff f&#252;r die &#220;berzeugung, dass es Dimensionen des Lernens gibt, die &#252;ber die Planbarkeit durch den Lehrenden hinaus gehen. F&#252;r mich als geisteswissenschaftlich orientierten Lehrer bedeutet „differenzierende Autonomie“, dass ich die Autonomie nicht nur der Lernenden sondern auch der Lerngegenst&#228;nde, die oft Kunstwerke sind, ernst nehme und als Realit&#228;t bei der Planung von Unterricht ber&#252;cksichtige.</p>

<p>„Differenzierende Autonomie“ – f&#252;r mich selbst ist das ein Begriff, der sich im Laufe der Zeit aus meinen Reflexionen von Unterricht ergeben hat. Mir selbst scheint er einleuchtend. Es geht darum, einzelnen Lernenden das Vertrauen zu geben, dass sie mit ihren M&#246;glichkeiten des Umgangs mit Lerngegenst&#228;nden einen Lernprozess gestalten k&#246;nnen, darum, die Lernhorizonte der Lernenden wirklich ernst zu nehmen, ohne z. B. literarische Texte zu funktionalisieren und diese damit ihres k&#252;nstlerischen Wertes zu entleeren, um bestimmte Ziele zu erreichen, die eben nicht die Autonomie von Lernenden und Lerngegenst&#228;nden ernst nehmen.</p>

<p>Wie aber wird der Begriff der „differenzierenden Autonomie“ von anderen verstanden? – Lieber Leser! Liebe Leserin! Ich w&#252;rde mich sehr freuen, wenn Sie / du mir einen Kommentar hinterlassen w&#252;rden /w&#252;rdest, ob Sie / du, diesen Begriff als analytischen und als praxisorientierten Begriff nachvollziehen k&#246;nnen / kannst.</p>

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		<title>Vernetztes Lernen und Lehrer-Fortbildung in sozialen Netzwerken</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 21:46:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dieser Text stellt die Basis meines Vortrages im Rahmen des Fachforums „Lernen in sozialen Netzwerken“ am 21. Juni 2011 dar. Verantwortlich f&#252;r dieses Fachforum ist StudiumDigitale an der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universit&#228;t. Der gesprochene Text wird von diesem geschriebenen Text zwar mit &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/06/20/vernetztes-lernen-und-lehrer-fortbildung-in-sozialen-netzwerken/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Text stellt die Basis meines Vortrages im Rahmen des <a href="http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/events/va/fachforum_sn/index.html" target="_blank">Fachforums „Lernen in sozialen Netzwerken“</a> am 21. Juni 2011 dar. Verantwortlich f&#252;r dieses Fachforum ist <a href="http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/" target="_blank">StudiumDigitale</a> an der Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universit&#228;t. Der gesprochene Text wird von diesem geschriebenen Text zwar mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit abweichen, aber inhaltlich wird es eher weniger Abweichungen geben. </em></p>

<p><em>Das Fachforum bietet zehn Minuten Diskussionszeit. An dieser Stelle hier kann weiter diskutiert werden. Die Kommentare sind offen, f&#252;r Teilnehmende des Fachforums und alle, die etwas zu dieser Diskussion beitragen wollen.</em></p>

<p><em>Die Blogversion ist leicht bearbeitet. Stellen, an denen ich im Leseskript die Zuh&#246;renden direkt anspreche, sind hier in blogvertr&#228;gliche Sprache gebracht.</em></p>

<p><em>&#8212;-
</em></p>

<p>Vom Netz reden macht Angst, wenn man sich anschaut, was mit dem Inhalt von Netzen geschieht, nachdem Fischer sie an Bord geholt haben.</p>

<p>oder</p>

<p>Spinnen haben Netze. Bist du Spinne oder klebst du an den F&#228;den?</p>

<p>Netze sind daf&#252;r da, um etwas zu beinhalten,
seien es Fische,
das Insekt, an dem die Spinne sich gleich laben wird,
seien es Benutzerdaten,
die <del>Hacker</del> Cracker abgreifen und missbrauchen…</p>

<p>Netze und damit meine ich auch das Internet, sind eben nicht,<span id="more-5993"></span> wie die Metapher scheinbar manchmal missverstanden wird, um ihrer selbst willen interessant. Es geht nicht nur um die Knotenpunkte, von denen ausgehend das Netz sich ausbreitet, zwischen denen Informationen hin und her flie&#223;en.</p>

<p>Soziale Vernetzungen sind keine inhaltsleeren Knoten und Verbindungslinien zwischen diesen Knoten, sondern immer von Inhalten gepr&#228;gt.</p>

<p>Eine solche soziale Vernetzung ist die Voraussetzung jeglichen Lernens. Und es gibt sie seit Menschengedenken.</p>

<p>Kinder lernen in sozialen Netzen sprechen, gehen, werden sozialisiert.
Schule ist schon an sich immer ein soziales System, also eine vernetzte Struktur. Die Universit&#228;t, die Arbeitswelt, Fortbildungen… &#220;berall arbeiten wir vernetzt. Das ist schon lange so. Das war auch ohne Internet schon so. Und dennoch ist mit dem Internet nicht nur technisch, sondern auch qualitativ etwas Neues hinzu gekommen.</p>

<p>Dieses Neue fasse ich versuchsweise in drei Begriffe zusammen:</p>

<ul>
    <li>Weltoffenheit des Zugangs</li>
    <li>Zeitautonomie der Zugreifenden</li>
    <li>Kompetenzen- statt Zertifikatsorientierung</li>
</ul>

<p>Die Infrastruktur dieses vernetzten Lernens ist offen und dezentral. Mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Struktur mit sich bringt.</p>

<p>Die Inhalte dieses vernetzten Lernens sind potentiell ebenso offen und dezentral. Auch das hat Vor- und Nachteile. Deshalb trifft man auch immer wieder auf Lernplattform, die geschlossen sind. Die nennen sich Lernmanagementsysteme. Genau genommen sind es aber Lern-Zugangs-Regulierungs- und Kontrollmechanismen.</p>

<p>Der offenen und dezentralen Infrastruktur wird die geschlossene und zentralisierte Zugangskontrolle zur Seite gestellt. Das kann sinnvoll sein. Das ist hier zun&#228;chst auch nur beschreibend gemeint. Und dennoch ist diese Zugangskontrolle gravierend, begrenzt sie doch Lernm&#246;glichkeiten auf bestimmte Zielgruppen, ohne dass der Mehrwert dieser Begrenzung in allen F&#228;llen nachvollziehbar ist.</p>

<p>Es handelt sich oft um formelle, mit Pr&#252;fungen und Zertifikaten, mit Modulen und Abschl&#252;ssen verbundene Lernformen, die so abgeschottet werden. Formelle Lernprozesse sind hierarchischer Natur. Sie finden in der Regel in geschlossenen, zugangsregulierten Systemen statt.</p>

<p>Und genau mit solchen Systemen bin ich als Lehrer, der sich als reflektierender Praktiker versteht, sehr schnell an die Grenzen dessen gesto&#223;en, was ich mir selbst an Fortbildung w&#252;nsche. Ich wollte nicht nur punktuell reflektieren und neuen Input bekommen. Das funktioniert in der Regel nur sehr reduziert und ist oft mit enormem Aufwand verbunden.</p>

<p>Es wird von Lehrern und Lehrerinnen erwartet, dass sie sich fortbilden. Das ist gut so. Es wird von Lehrern und Lehrenden erwartet, dass sie mit ihrem konkreten Unterricht so reflektiert umgehen k&#246;nnen, dass sie Rechenschaft &#252;ber den gehaltenen Unterricht ablegen k&#246;nnen. Auch das ist gut so.</p>

<p>Zwecks Fortbildung geht man dann zu Veranstaltungen, die einen oder auch mal mehrere Tage dauern, auf denen man vor allem Lehrern und Lehrerinnen begegnet. Vielleicht sind die Referenten externe Fachleute, aber im Grunde bleibt man bei diesen Fortbildungen unter sich. Die Perspektiven von z. B. Sch&#252;lern und Eltern, die f&#252;r den Beruf wichtig sind, bleiben au&#223;en vor.</p>

<p>Ein paar willk&#252;rlich aus dem aktuellen Fortbildungsangebot herausgenommene Titel:</p>

<blockquote>
<ul>
    <li>&#8220;SICHERHEIT IM UMGANG MIT GEWALTHANDLUNGEN&#8221; Gewaltpr&#228;vention an weiterf&#252;hrenden Schulen. Handlungsorientiertes Training f&#252;r Lehrerinnen und Lehrer auf der Basis &#8220;Konfrontativer P&#228;dagogik&#8221;. (f&#228;llt aus) – 110 Euro</li>
</ul>
<ul>
    <li>Einf&#252;hrung in die Personzentrierte Gespr&#228;chsf&#252;hrung &#8211; Teil 1 – 234 Euro</li>
</ul>
<ul>
    <li> Einf&#252;hrung in die Personzentrierte Gespr&#228;chsf&#252;hrung &#8211; Teil II – 234 Euro</li>
</ul>
<ul>
    <li>Elterngespr&#228;che: Das kleine Kunstwerk, Elterngespr&#228;che so zu f&#252;hren, dass sie auch ankommen. Kommunikation, Gespr&#228;chsf&#252;hrung, Umgang mit Konflikten – 120,00 €</li>
</ul>
</blockquote>

<p>Voraussetzung f&#252;r diese Fortbildungsangebote sind folgende:</p>

<ol>
    <li>Man muss sich an den Ort begeben, an dem die Fortbildung stattfindet.</li>
    <li>Man muss an dem Tag, an dem eine Fortbildung stattfindet frei haben oder beurlaubt werden.</li>
    <li>Viele der Fortbildungen kosten Geld. Es gibt einen Fortbildungsmarkt, der nat&#252;rlich auch dazu beitr&#228;gt, dass die Inhalte nicht netz&#246;ffentlich gemacht werden k&#246;nnen, weil man davon lebt, dass die Angebote formeller Natur sind, also oft mit Zerftifikaten enden, und somit hierarchisch strukturiert sein m&#252;ssen.</li>
</ol>

<p>Eine Garantie, dass eine gew&#228;hlte Fortbildung mich in meiner Handlungsf&#228;higkeit im Beruf weiterbringt, gibt es &#252;brigens nicht. Auch wenn das Zertifikat hundert Mal belegt, dass ich mich fortgebildet habe.</p>

<p>Was mich ins Internet brachte, dem ich durchaus auch kritisch gegen&#252;ber zu stehen meine, waren nicht die Themen von Fortbildungen. Es war nicht die Geschlossenheit formeller, hierarchischer Lernstrukturen, die mir nicht erlauben wollten, zu Zeiten zu lernen, zu denen mir das m&#246;glich ist, und auch Menschen beim Lernen zu begegnen, die vielleicht nicht zur eigenen Profession geh&#246;ren.</p>

<p>Was mich ins Internet brachte war schlicht und ergreifend der Mangel an angemessenen auf Computer bezogene Fortbildungen, die nicht bei der Erl&#228;uterung des Einloggens in einen Rechner begannen. Als ich im Jahr 2000 meine erste Website in m&#252;hevoller Kleinarbeit bastelte, hatte ich genau zwei Stunden Hinweise zu Grundlagen von einem Freund bekommen, der HTML schon konnte. Den Rest habe ich mir dann selbst zusammen gesucht. Zugang zum Internet und den notwendigen Ressourcen hatte ich ja.</p>

<p>Damals war ich noch auf dem Weg, Lehrer zu werden. Und mir war klar: Wenn ich mit dem Leitmedienwechsel in Richtung digitaler Medien nicht kompetent mitgehe, werde ich als Lehrer, angesichts von Jugendlichen, die selbstverst&#228;ndliche mit diesen Medien gro&#223; geworden sind, unter meinen M&#246;glichkeiten bleiben, wenn es um sch&#252;lerorientiertes Unterrichten geht.</p>

<p>Damit behaupte ich nicht, dass Jugendliche heute kompetent mit digitalen Medien umgehen k&#246;nnen. Damit sage ich nur: Ich als Lehrer erwartet von mir den kompetenten Umgang mit digitalen Medien, weil ich sonst eher wenig zum Kompetenzengewinn der Jugendlichen in diesem Zusammenhang beitragen kann.</p>

<p>Anders ausgedr&#252;ckt: Ich kam ins Internet, weil ich wissen wollte, wie das funktioniert. Und aus dem gleichen Grund kam ich in soziale „Mitmach“-Strukturen, auch wenn ich <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/29/und-tschuess-facebook/" target="_blank">auf Facebook nicht vertreten</a> bin. Das hier aber nur am Rande.</p>

<p>Als dann Technologien zur Verf&#252;gung standen, die interaktive Webinhalte m&#246;glich machten, kam mir das sehr recht. Auch hier wollte ich urspr&#252;nglich vor allem wissen, wie das geht, was da m&#246;glich ist. Ich begann zu bloggen.</p>

<p>Es hat eine Weile gedauert, bis davon jemand etwas gemerkt hat. Aber dazu war ein weiterer Schritt n&#246;tig. Wie kann es jemandem, der nicht zu den f&#252;nf bis zehn bekannten deutschsprachigen Bloggern geh&#246;rt, gelingen, zumindest den einen oder anderen Leser zu gewinnen?</p>

<p>Diese Fragen stellte sich mir nicht, weil ich einen besonderen Ehrgeiz mit dem Bloggen verband, sondern weil ich wissen wollte, wie das alles funktioniert. Und wenn ich wissen will, wie etwas funktioniert, dann will ich etwas lernen. Und schon war ich im Fortbildungsprozess drinnen.</p>

<p>Die Antwort, wie man Leser f&#252;r einen Blog bzw. eine Website findet, meine ich heute zu wissen. Sie besteht aus mehreren Antworten:</p>

<ul>
    <li>Bringe Inhalte ins Blog, die deine Inhalte sind. Orientiere dich nicht daran, wie andere bloggen, denn das gibt es ja schon, sondern lege einfach drauf los.</li>
    <li>„Einfach drauf los“ bedeutet aber nicht, dass die Qualit&#228;t der Inhalte nicht stimmen m&#252;sste. Also: Bringe Inhalte ins Blog, die andere interessieren k&#246;nnen.</li>
</ul>

<p>Das alles bringt noch wenig, solange nicht einzelne Beitr&#228;ge in Suchmaschinen sehr weit oben angezeigt werden. Deshalb habe ich dar&#252;ber hinaus folgende Antwort gefunden:</p>

<ul>
    <li>Sei &#246;ffentlich im Web pr&#228;sent. Diese „&#246;ffentliche Pr&#228;senz“ gilt auch f&#252;r „social communities“ wie z. B. <a href="https://twitter.com/#!/herrlarbig" target="_blank">Twitter</a>. Zwar erlaubt Twitter, dass Botschaften nicht in der &#246;ffentlichen Zeitleiste erscheinen und nur f&#252;r zugelassene Personen lesbar sind, aber das Internet ist von seiner Infrastruktur her offen und dezentral. Entsprechend offen und dezentral gilt es dann auch das Internet zu nutzen.</li>
</ul>

<p>Im Prinzip, das habe ich in dieser fr&#252;hen Phase meiner Fortbildung im Internet gelernt, lebt das Internet davon, dass sich die Struktur seiner Infrastruktur in der Form des inhaltlichen Umgangs mit ihm widerspiegelt. Und damit ist der vierte Teil der Antwort auf die Frage verbunden, wie man Leser f&#252;r eine Website findet:</p>

<ul>
    <li>Sprich mit anderen Menschen im Internet. Kommentiere Blogbeitr&#228;ge, nutze Twitter, <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34996/1.html" target="_blank"><del>Facebook</del></a> und Co nicht alleine, um Links in die Welt zu senden, sondern sprich mit den Menschen, die dir dort begegnen. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, man also Gespr&#228;che mit anderen f&#252;hrt, die sich f&#252;r &#228;hnliche Themen interessieren wie man selbst, dann kommt auch das Lernen im Internet, die Fortbildung, auf eine mehr und mehr inhaltliche Ebene.</li>
</ul>

<p>Zun&#228;chst einmal muss man lernen, wie das Netz, dass man verwenden will, funktioniert. Dann kann man es mit Inhalten f&#252;llen. Ein Fischernetz ist sinnlos, wenn ich nicht wei&#223;, welche Maschengr&#246;&#223;e f&#252;r welche Fische gebraucht wird. Ein Einkaufsnetz ist wenig hilfreich, wenn die Maschen so gro&#223; sind, dass die Butter raus f&#228;llt.</p>

<p>Und damit war die Basis f&#252;r andere Fortbildungsaktivit&#228;ten geschaffen, die sich „einfach so“ einstellten, weil der Dialog mit Menschen, die an Bildungsfragen interessiert sind, zu einem dauernden Dialog wurde, der nicht nur punktuell stattfindet, sondern st&#228;ndig.</p>

<p>Die Themen dieses Dialogs folgen keiner logischen Reihenfolge, sondern den Interessen der Aktiven. Und den anderen steht es frei, auf welches Thema sie aufspringen. Jeder und jede entscheidet f&#252;r sich, zu welchem Thema jemand was beitragen kann und ob es die Zeit gerade erlaubt.</p>

<p>Das bedeutet aber auch, dass die Selbstbestimmung im Rahmen dieser st&#228;ndig vorhandenen Fortbildungsm&#246;glichkeit steigt. Der sich fortbildende Bildungsinteressierte, wir nennen den online eher den Edu-Hacker oder auch den den Edu-Punk, wird autonomer: Er ist autonom beim Zugriff auf die Inhalte, er kann autonom &#252;ber die Zeit bestimmen, die er mit den Inhalten verbringen kann oder will und er orientiert sich an dem Gehalt dessen, was andere beizutragen haben und nicht an deren Zertifikaten.</p>

<p>Ein Beispiel aus der Praxis: Auf diesem Blog gibt es keine explizite Seite, auf der ich mich selbst vorstelle. Keine biographischen Daten, keine Angaben zur Ausbildung und zu den formalen Abschl&#252;ssen. Es ist zwar erkennbar, dass hier ein Lehrer bloggt, aber das war es dann auch schon. – Umgekehrt wei&#223; ich von vielen Leuten, mit denen ich online in Kontakt stehe und von denen ich schon einer &#252;berraschend gro&#223;en Zahl in real life begegnet bin, auch nicht, was so genau deren formale Abschl&#252;sse sind. Das ist auch uninteressant, denn an die Stelle des formalen Abschlusses tritt die Kompetenz im Umgang mit den Themen, der im Diskurs &#252;ber die unterschiedlichen Blogs vernetzt und auf Twitter zusammengef&#252;hrt stattfindet.</p>

<p>Formelle Lernprozesse, ich wiederhole das als Teil meiner Diskussionshypothese, sind hierarchischer Natur. Sie finden in geschlossenen, zugangsregulierten Systemen statt, in denen die Rollen und das Rollenverhalten der an Bildungsprozessen Beteiligten festgelegt sind.</p>

<p>Das m&#252;ssen zum Beispiel Professoren erfahren, die nicht immer entspannt damit umgehen k&#246;nnen, wie in offenen, informellen Lernprozessen, zum Teil live via Twitter, ein Vortrag kommentiert wird. Denn die Teilnehmer in sozialen Netzwerken, die in keiner formellen, pr&#252;fungsorientierten, hierarchischen Beziehung zu dem Professor stehen, sagen das, was Studenten in Vorlesungen h&#246;chstens denken.</p>

<p>Informelles Lernen, das qualitativ oft &#252;berraschend hochwertige Diskussions- und damit auch Lernprozesse lostritt, findet in sozialen Netzwerken statt. Soziale Netzwerke sind in der Regel „offen“. Sie haben zumindest eine niedrigschwellige Zugangsregulierung, wenn eine solche Regulierung &#252;berhaupt betrieben wird.</p>

<p>Das Lernen in sozialen Netzwerken &#246;ffnet Lernprozesse auf eine &#214;ffentlichkeit hin, was „klassischen“ Bildungsprozessen fremd ist. In formellen Zusammenh&#228;ngen hat nicht jeder Teilnehmer am Bildungsprozess einen Blog, einen Twitter-Account, vielleicht noch eine Pr&#228;senz bei Facebook. Der <a href="http://www.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/events/va/fachforum_sn/index.html" target="_blank">Ank&#252;ndigungstext des Fachforums „Lernen in sozialen Netzwerken“</a> formuliert das treffend so:</p>

<blockquote>„W&#228;hrend die Vernetzung in den so genannten Social Communities f&#252;r viele Menschen zur Selbstverst&#228;ndlichkeit geworden ist, wagen sich Hochschulen und Bildungseinrichtungen nur langsam an die Einbeziehung solcher Netzwerke in ihre Bildungsprozesse heran.“</blockquote>

<p>Diese Zur&#252;ckhaltung gegen&#252;ber der Einbeziehung solcher Netzwerke in formelle Bildungsprozesse ist strukturell bedingt.</p>

<p>Diese Strukturen zeigen sich auch dort, wo versucht wird, soziale Netzwerke auch im Kontext der je eigenen Institution formeller Bildung aufzubauen. Statt sich im Rahmen vorhandener Netzwerke, die global sind, zu vernetzen, bastelt man sich lieber sein eigenes Netzwerk und wundert sich dann vielleicht, warum Studenten oder auch Sch&#252;ler dieses Netzwerk eher zur&#252;ckhaltend nutzen: Warum soll ich ein internes Netzwerk nutzen, in dem ich mich mit dem Studenten aus dem Seminar vernetzen kann, wenn ich mich in offenen sozialen Netzwerken mit dem Studenten in Harvard oder am MIT oder in Z&#252;rich, M&#252;nchen, Oxford etc. vernetzen kann?</p>

<p>Warum soll ein Sch&#252;ler seine Ideen und Produkte nur schul&#246;ffentlich vorstellen? Warum soll ich als Lehrer meine Sachanalysen f&#252;r mich behalten, als ob es ein Geheimnis w&#228;re, was ich mir im Vorfeld von Unterricht an Gedanken &#252;ber die Inhalte des Unterrichts mache? Warum soll ich nicht mit Lehramtsstudenten auf Twitter Kontakt haben und so zur gr&#246;&#223;eren N&#228;he von Studium und Lehreralltag beitragen?</p>

<p>Warum soll ich dar&#252;ber jammern, dass all das nicht zertifiziert wird? Im Netz z&#228;hlt Kompetenz und nachvollziehbare Expertise, die sich durchaus von nachgewiesener Expertise unterscheiden kann, wie sich an verlorenen Doktortiteln im Augenblick sch&#246;n verfolgen l&#228;sst.</p>

<p>„Vernetztes Lernen und Lehrer-Fortbildung in sozialen Netzwerken“ bringt neben all den Lerneffekten noch ein paar Nebeneffekte mit sich, die hier noch kurz genannt werden sollen. Sie tragen einiges bei, um die Weite der Lernfelder noch zu vergr&#246;&#223;ern, die im Netz im Lauf der Zeit begangen werden:</p>

<ul>
    <li> Die &#214;ffentlichkeit f&#252;hrt dazu, dass ich nicht nur mit Lehrern zu tun habe. Nat&#252;rlich finden mit ihnen viele Diskussionen statt, aber eben auch mit Medienp&#228;dagogen, Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen. Auf Twitter folgen mir Eltern und Sch&#252;ler, auf Twitter lese ich aber mit, was z. B. Sch&#252;ler dort ver&#246;ffentlichen. Manchmal werden die Direktnachrichten f&#252;r Beratungszwecke genutzt.</li>
</ul>

<ul>
    <li> Die &#214;ffentlichkeit produziert Aufmerksamkeit. Ohne meine Aktivit&#228;ten in sozialen Netzwerken w&#228;re weder bei einem <a href="http://www.ph-ludwigsburg.de/lernendurchlehren+M54a708de802.html" target="_blank">Studientag zur Methode „Lernen <del>und</del> durch Lehren“ in Ludwigsburg</a> gewesen, h&#228;tte ich die <a href="http://bildungsexpedition.de/" target="_blank">Bildungsexpedition rund um Christian Spannagel</a> nicht kennengelernt, w&#228;re ich nicht beim <a href="educamp.mixxt.de" target="_blank">EduCamp in Bremen</a> gewesen, w&#252;rde ich den n&#228;chsten Redner <a href="http://lernwolke.de" target="_blank">René Scheppler</a> nicht schon seit l&#228;ngerem bei seinen interessanten Projekten an der Schule beobachten k&#246;nnen, die ich sehr anregend finde, w&#252;rde ich nicht am von Studium-Digitale veranstalteten <a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">OpenCourse2011 „Die Zukunft des Lernens“</a> teilnehmen, der wirklich neue Wege beschreitet.</li>
</ul>

<p>Und so merke ich am Ende, dass ich den Fischern und der Spinne zu Beginn meines Vortrages Unrecht getan habe:</p>

<p>Fischer benutzen Netze, weil der Inhalt sie und andere Menschen n&#228;hrt. Spinnen nutzen Netze, um Nahrung zu finden. In diesem Sinne kann ich mit der Netzmetapher dann am Ende doch gut leben, denn auch das Internet kann dazu beitragen, dass man im Lehreralltag kontinuierlich Nahrung findet, die dazu beitr&#228;gt, dass man wirklich ein reflektierender Praktiker wird, Nahrung, die im Austausch besteht, der sich nicht auf Lehrerzimmerthemen beschr&#228;nkt, weil man eben nicht an einer Schule ist.</p>

<p>Manche Nahrung bekomme ich sogar aus Nunavut, einer Inuitregion im Norden Canadas, von wo aus <a href="https://twitter.com/#!/nunavut_teacher" target="_blank">Brian Barry als Nunavut-Teacher</a> twittert. Und nat&#252;rlich hat auch Brian Barry einen <a href="http://nunavutteacher.blogspot.com/" target="_blank">Blog</a>…</p>

<p>Es zeichnet sich f&#252;r mich eine v&#246;llig neue, nicht formelle und entsprechend nicht &#252;ber klassische Zertifizierungssysteme abzudeckende Form des Lernens ab. Nicht, dass wir keine formelle Bildung mehr br&#228;uchten. Aber in der Fortbildung nach der Berufsausbildung oder dem Studium werden sich informelle Formen des Lernens heraus kristallisieren, die demokratisierend wirken, weil nicht mehr Zertifikate im Zentrum stehen, sondern die konkrete „Leistung“, die nachvollziehbare Kompetenz.</p>

<p>In diesem Rahmen selbst Kompetenzen zu erwerben, diese mit Inhalten zu f&#252;llen und das als Fortbildung anzusehen, halte ich durchaus f&#252;r angemessen. Wenn ich dann in Fortbildungen, im Unterricht und vor allem auch in informellen Gespr&#228;chen mit Kollegen, Kolleginnen und auch Sch&#252;lern etwas von diesem Wissen weitergeben kann, dann habe ich zwar kein Medienzertifikat, keinen Internetf&#252;hrerschein, keine Fakultas im nicht vorhandenen Fach „Internet“, aber ich bin Multiplikator dessen, was ich im Netz gelernt habe.</p>

<p>Es gibt nur eine Voraussetzung, um sich auf dieses Spiel im Netz einzulassen. Man muss selbst Lust aufs Spielen haben und die Scheu davor ablegen, dass einem andere bei diesem Spiel &#252;ber die Schulter schauen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Die 8 besten (?) Werkzeuge des analogen Lernens und Lehrens</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 21:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die einen fragen, was heute zu lernen sei und gehen damit wohltuend von den Tools des Lernens weg hin zu den Inhalten. Prima. An anderer Stelle geht es in einem Offenen Kurs (Open Course) um die Zukunft des Lernens und &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/05/18/die-8-besten-werkzeuge-des-analogen-lernens-und-lehrens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die einen fragen, <a href="http://imgriff.com/2011/04/18/unsere-zukunft-was-wir-wirklich-lernen-muessen/" target="_blank">was heute zu lernen sei</a> und gehen damit wohltuend von den Tools des Lernens weg hin zu den Inhalten. Prima. </em></p>

<p><em>An anderer Stelle geht es in einem Offenen Kurs (Open Course) um die Zukunft des Lernens und in der dritten Woche, in der sich dieser Kurs nun befindet, geht es um die Tools des Lernens, mit denen dann gelernt werden soll, was zu lernen ist, <a href="http://blog.guykawasaki.com/2006/08/ten_things_to_l.html#axzz1MdqfZX7m" target="_blank">wie auch immer diese Inhalte / Kompetenzen dann n&#228;her definiert sind</a>. </em></p>

<p><em>Die &#220;berschrift der dritten Woche des Offenen Kurses zur »Zukunft des Lernen« lautet: »<a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/agenda/woche-3/" target="_blank">Von iPads, eBooks &amp; Virtual Classrooms. Lerntechnologien</a>«.</em></p>

<p><em>Die Selbstverst&#228;ndlichkeit, so sehr ich diese im Gesamtkontext dieses Kurses auch nachvollziehen kann und mich ihrer oft selbst bediene, mit der bei Lerntechnologien heute von digitalen Lerntechnologien gesprochen wird, erstaunt mich immer wieder.</em></p>

<p><em>Lernende lernen analog, unabh&#228;ngig davon, wie digital die zum Lernen genutzten Medien auch immer sein m&#246;gen. Der Lernprozess des individuellen Menschen findet nicht bin&#228;r statt, sondern in der komplexen Struktur des Gehirns und des ganzen K&#246;rpers.</em></p>

<p><em>Deshalb gibt es von mir an dieser Stelle keine Top-Ten-Liste der wunderbarsten digitalen Lernwerkzeuge, auch wenn ich eine solche erstellen k&#246;nnte, sondern – v&#246;llig unzeitgem&#228;&#223; – eine Liste analoger  <em>»Werkzeuge« des analogen Lernens und Lehrens. Die Reihenfolge ist zumindest nicht konsequent hierarchisch gemeint; die Liste ist bestimmt nicht vollst&#228;ndig und &#252;berhaupt vor allem eine Anregung zur Erweiterung der Diskussion. Die Zukunft des Lernens bringt neue Technologien mit sich. Sollen diese Technologien die analogen ersetzen? Wo k&#246;nnen sie das? Was k&#246;nnen sie nicht leisten? Wo sind analoge Werkzeuge vielleicht unabdingbar?</em></em></p>

<p><em><em>Wenn der offene Kurs <em>»<a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">Die Zukunft des Lernens</a>« hei&#223;t, so halte ich eine Reduktion auf zuk&#252;nftige Lerntechnologien zu kurz gegriffen. </em></em></em></p>

<p><em><em><em>Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier nun zuspitze, &#252;bertreibe, provozieren will, denn ich wei&#223; sehr wohl, dass nicht alle meine &#196;u&#223;erungen in diesem Beitrag auf umfassende Gegenliebe sto&#223;en d&#252;rften. Aber dennoch: Ich finde, es lohnt, nicht nur von digitalen Tools zu sprechen (obwohl ich ja zum Beispiel hier genau ein solches nutze, um &#252;ber analoge Werkzeuge zu sprechen), sondern auch einmal zu fragen, welchen Wert und welchen Platz analoge Werkzeuge des Lernens in der <em><em><em>»Zukunft des Lernens« haben.</em></em></em></em></em></em></p>

<p><em><em><em><em><em><em>Also los…:</em></em></em></em></em></em></p>

<h2>Die Sinne (Sense Organs)</h2>

<p>Die Sinnesorgane des Menschen sind nach wie vor in der Regel analog, solange nicht digitale Prothesen zum Einsatz kommen. Sie sind f&#252;r Lernprozesse unerl&#228;sslich. Und damit sind nicht nur der H&#246;r- und Sehsinn gemeint, die auch bei digitalen Lernprozessen am Computer zum Einsatz kommen. Der Tastsinn kommt in digitalen Zusammenh&#228;ngen viel zu kurz. Will ich etwas &#252;ber B&#228;ume und W&#228;lder wissen, so muss ich Baumrinde sp&#252;ren k&#246;nnen, den Geruch des Waldes (zu unterschiedlichen Tages- / Jahreszeiten) einatmen. Will ich etwas &#252;ber (gesunde) Ern&#228;hrung wissen, dann f&#246;rdert der Einsatz des Geschmackssinnes dieses Lernen sehr. Lernen ist ein sinnlicher Prozess. Digitale Lernprozesse f&#252;hren oft zu einer Entsinnlichung des Lernens. Vielleicht sind deshalb zum Beispiel Videos von Vortr&#228;gen viel beliebter als reine Audiomitschnitte, obwohl der Informationsgehalt zur Sache identlisch ist.</p>

<h2>Lehrervortrag (Teachers Lecture)</h2>

<p>Ja, es gibt viel zu wenige Lehrende, die in der Lage sind, einen guten Lehrervortrag zu halten. Oder sind es doch die Bedingungen, die es unm&#246;glich machen, sich angemessen auf einen guten Lehrervortrag vorzubereiten, da in den meisten Lehr-Lern-Zusammenh&#228;ngen die zur Vorbereitung ben&#246;tigten Zeitfenster nicht gelassen werden?</p>

<p>Ja, es ist verdammt schwer, einen guten Lehrervortrag zu halten. Ja, es ist v&#246;llig unmodern, &#252;berhaupt davon zu sprechen, dass das mit dem Lehrervortrag eine tolle Sache ist. Und dennoch z&#228;hle ich den (gelungenen) Lehrervortrag zu den Top-Ten der Werkzeuge des analogen Lernens. Was aber ein gelungener Lehrervortrag ist, ist damit noch nicht gesagt:</p>

<ul>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag hat die Lernenden im Blick. Inhaltlich und sprachlich hat er sich an den F&#228;higkeiten der Lernenden zu orientieren und diese gleichzeitig zu erweitern.</li>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag f&#252;hrt zu einem Mitdenken der Lernenden.</li>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag f&#246;rdert Erkenntnisprozesse und die Lust an der Erkenntnis.</li>
    <li>Ein gelungener Lehrervortrag bef&#228;higt zu praktischem Handeln, leitet zu diesem &#252;ber, leitet von einem frontalen Lehr-Lern-Zusammenhang in andere Arbeitsformen &#252;ber, in denen ge&#252;bt wird, in denen Teilaspekte des »Inputs« vertieft, in denen »Output« entsteht und »Wissen« praktisch angewendet wird.</li>
</ul>

<blockquote>
<ul>
    <li>Anmerkung: Auch Vortr&#228;ge im universit&#228;ren Kontext und z. B. auch die <a href="http://www.ustream.tv/channel/opco11" target="_blank">Mittwoch-Live-Streams des #opco11</a> geh&#246;ren zu den Lehrervortr&#228;gen.</li>
</ul>
</blockquote>

<h2>Lernendenaktivit&#228;t (Activities of Learners)</h2>

<ul>
    <li>Es ist zun&#228;chst einmal kein Werkzeug, wenn Lernende eigenst&#228;ndig arbeiten, bei dieser Arbeit bedient man sich eher unterschiedlicher Werkzeuge – und die Frage, ob diese analog oder digital sind ist eine nachgelagerte Frage.</li>
    <li>Dennoch f&#252;hre ich die Eigenaktivit&#228;t Lernender hier unter den Werkzeugen auf, weil es sich dabei aus der Sicht des Lehrenden durchaus um ein »Instrument« handelt, das Lernen erm&#246;glicht. Und da ich hier von den besten analogen Werkzeugen des Lernens und Lehrens schreibe, hat diese Eigenaktivit&#228;t hier ihren Platz.</li>
    <li>Der Lehrende soll sich, sein Wissen und seine Erfahrungen den Lernenden nicht verweigern. Deshalb der eigene Unterpunkt zum »Lehrervortrag«. Ich habe an der Universit&#228;t selbst Veranstaltungen erlebt, in denen der Professor nur auftrat, wenn es darum ging, die Referate f&#252;r das Semester zu verteilen und in der letzten Sitzung eine Zusammenfassung der Veranstaltung zu versuchen. Dazwischen wurde in den »selbst verwalteten Lernprozess« der Studierenden selbst dann nicht eingegriffen, wenn gr&#246;bste Fehler in langweilgsten Referaten verbreitet wurden.</li>
    <li>Zu diesem Nicht-Verweigern des Lehrenden geh&#246;rt aber auch, dass er den Lernenden ihren Freiraum l&#228;sst, um sich selbst und die gewonnenen Kenntnisse auszuprobieren, um aus Kenntnissen Erkenntnisse werden zu lassen. Da es sich aber um <em>Lernenden</em>aktivit&#228;t handelt, begleitet der Lehrende diese wertsch&#228;tzend und kritisch. Das kann durchaus auch darauf hinaus laufen, dass eine Ergebnispr&#228;sentation, die oberfl&#228;chlich und ohne gro&#223;en Erkenntniswert ist, in der sich auch Beratungsversuche der Lehrenden nicht erfolgreich niedergeschlagen haben, entsprechend kritisch besprochen wird.</li>
    <li>Diese Freir&#228;ume, die durchaus gro&#223;z&#252;gig bemessen sein d&#252;rfen, m&#252;ssen nicht analog sein ( – es sei denn, es wird gerade der Umgang mit einem Sportger&#228;t oder &#228;hnliches gelernt).</li>
    <li>Diese Freir&#228;ume m&#252;ssen nicht digital sein ( – es sei denn, es wird gerade der Umgang mit digitalen sozialen Netzen oder &#228;hnliches gerlernt).</li>
</ul>

<h2>Kreidetafel (Blackboard)</h2>

<p>Stromunabh&#228;ngig und sofort zu Stundenbeginn einsatzbereit. Die einzige Voraussetzung ist, dass Kreide vorhanden ist. Entweder der Kreidevorrat wird zentral gepflegt oder aber man hat seine eigenen Vorr&#228;te dabei. Wenn aber Kreide vorhanden ist, ist die Tafel das flexibelste, am schnellsten verf&#252;gbare und alles in allem zuverl&#228;ssigste Instrument zur Darstellung von Gedanken, das in Klassenzimmern vorhanden ist. Mehrfarbigkeit des Tafelbildes ist mit farbiger Kreide schnell umsetzbar. Seit ihrer Einf&#252;hrung in Schulen im 19. Jahrhunderts als ausgereifte und auch in &#228;rmeren Regionen der Welt als Instrument zur Unterst&#252;tzung von Lernprozessen einsetzbar.</p>

<h2>Bibliothek (Library)</h2>

<ul>
    <li>Eine Gruppe Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in einer Bibliothek reagiert eigentlich immer gleich, wenn die Jugendlichen nicht sofort an die Computer d&#252;rfen: Eigenst&#228;ndig werden B&#252;cher aus den Regalen genommen, durchgebl&#228;ttert und wenn etwas als interessant empfunden wird, wird das genauer gelesen und auch anderen vorgelesen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen stellt die analoge Bibliothek einen Lernraum dar, der selbstt&#228;tige Lernprozesse f&#246;rdern kann. Wichtig ist dabei, dass es von Lehrern akzeptiert wird, dass dieses Lernen nicht in Gruppen stattfindet, sondern die Lernenden zumindest phasenweise auf deren eigene Interessen konzentriert sein l&#228;sst.</li>
    <li>Bemerkenswert: Die Bibliothek als »Lernwerkzeug« ist ein Ort! Auch wenn vielleicht nicht unbedingt ein klassisches Lernwerkzeug, so spielen die »Lernr&#228;ume« als »Spielr&#228;ume« gelingender Lern-und Bildungsprozesse eine wichtige Rolle.</li>
</ul>

<h2>Notizblock / Schulheft (Exercise Books)</h2>

<p>Sicherlich wird die Frage fr&#252;her oder sp&#228;ter auftauchen, ob mobile Tablet-Computer analoge Formen des Notierens und &#220;bens nicht &#252;berfl&#252;ssig machen, aber da es hier nun einmal um analoge Werkzeuge des Lernens geht, geht es ohne das Schulheft und den Notizblock nicht. Dieses Instrument hat &#228;hnliche Vorteile wie die Kreidetafel. Und da im neuen Kerncurriculum f&#252;r das Fach Deutsch in Hessen unter anderem die f&#252;r andere lesbare Handschrift als Kompetenz aufgenommen wurde, gehe ich nicht davon aus, dass die Handschrift in absehbarer Zeit aus der Schule verschwinden wird. Handschriftliches Erarbeiten von Wissen, die h&#228;ndische Aneignung von Fertigkeiten und Kompetenzen, das Erlernen des Handwerks in den einzelnen F&#228;chern und auch f&#228;cher&#252;bergreifend, ist nach wie vor wichtig und zwar schon alleine, weil unser Gehirn auf eine solche »analoge« Weise lernt.</p>

<h2>Stifte (Pen / Pencil)</h2>

<ul>
    <li>Ganz ehrlich: Wenn ich Bilder von manchen meiner Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sehe, die mit viel Hingabe gemalt wurden, dann wei&#223; ich um den Wert von Stifen; wenn ich Texte lese, die mit der Handschrift auch etwas von der Person widerspiegeln, die diese Handschrift nutzt, dann mag das Lesen manchmal schwer sein, aber gerade dieses nicht glatte, nicht einfach &#252;berfliegbare der Texte hebt noch einmal hervor, dass wir es mit Pers&#246;nlichkeiten zu tun haben. Im Internet und in Zusammenh&#228;ngen, in denen es nur noch genormte Druckbuchstabenschriften gibt, geht diese Seite des Pers&#246;nlichen oft verloren.</li>
    <li>Wenn ich mir schnell &#220;bersicht &#252;ber einen Gedankengang verschaffen will, benutze ich nach wie vor Papier und Stifte zum Anfertigen von Notizen, Skizeen etc. – Das geht zwar alles auch auf dem Computer, aber wenn ich etwas wirklich lernen will, brauche ich immer wieder auch einfach mein analoges Werkzeug.</li>
</ul>

<h2>Overheadprojektor (Overhead Projector)</h2>

<p>Ich hatte mal eine Lehrerin, die malte wirkliche Tafel<em>bilder</em> – sie muss an den Tagen vor dem Unterricht richtig lange an der Tafel gestanden haben, um ihre Tafel<em>bilder</em> zu zeichnen, was nur ging, weil es sich um einen Lehrgang au&#223;erhalb der Schule handelte, bei dem sicher war, dass das Tafelbild am n&#228;chsten Tag auch noch da sein w&#252;rde. Und &#228;hnlich hochwertige, handgefertigte Zeichnungen zur Verdeutlichung von Zusammenh&#228;ngen brachte diese Lehrerin auf Folien unter. Nie zuvor und nie danach habe ich solch k&#252;nstlerisch spannenden, &#228;sthetisch ansprechenden Lehrmaterialien gesehen, wie bei dieser Sprachlehrerin.</p>

<p>Klar, heutzutage entstehen die meisten Folien unter Benutzung digitaler Technologie, wenn sie nicht direkt mit einer digitalen Pr&#228;sentation und Beamer ersetzt werden. Und doch haben Folien nach wie vor auch in analoger, handbeschrifter Form einen m&#246;glichen Platz im Unterricht: So k&#246;nnen per Folien »Tafelbilder« entstehen, die dauerhafter aufbewahrt werden k&#246;nnen und wieder einsetzbar sind. Der Mehrwert gegen&#252;ber per Computer generierten »Folien« besteht darin, dass wirklich die &#228;sthetische Erfahrung der Handschriftlichkeit, des analogen Schaubildes erreicht werden, auch wenn Lehrende oder Lernende nicht die genialen Zeichner sind.</p>

<p>Auch wenn der Computer in Kombination mit dem Beamer einen ad&#228;quaten Ersatz f&#252;r den Overheadprojektor (OHP) darstellt: Analog erstellte Folien haben oft eine sehr pers&#246;nliche, unverwechselbare Note, die genau auf einen Lehrenden verweist. Diese Option sollten wir uns (zumindest hin und wieder) einfach nicht entgehen lassen, denn das au&#223;ergew&#246;hnliche pr&#228;gt sich ein, f&#246;rdert den Lernprozess. Digital erstellte Materialien sind manchmal so »aalglatt« und uniform gestaltet, dass sie das Lernen zumindest nicht durch »pers&#246;nliche Noten« f&#246;rdern.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>F&#228;cher verbindend Kompetenzen lehren – ein Vorschlag</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 21:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Vorschlag f&#252;r f&#228;cherverbindendes, kompetenzenorientiertes Lernen aus der Sicht eines Deutschlehrers (Vertreter und Vertreterinnen anderer F&#228;cher sind herzlich eingeladen, ihre Ideen in den Kommentaren zu hinterlassen): Kompetenzen, die in Deutsch eingef&#252;hrt werden, aber auch f&#252;r andere F&#228;cher relevant sind, werden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/05/17/facher-verbindend-kompetenzen-lehren-ein-vorschlag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vorschlag f&#252;r f&#228;cherverbindendes, kompetenzenorientiertes Lernen aus der Sicht eines Deutschlehrers (Vertreter und Vertreterinnen anderer F&#228;cher sind herzlich eingeladen, ihre Ideen in den Kommentaren zu hinterlassen):</p>

<p>Kompetenzen, die in Deutsch eingef&#252;hrt werden, aber auch f&#252;r andere F&#228;cher relevant sind, werden in den anderen F&#228;chern von beiden Fachlehrern &#252;berpr&#252;ft.</p>

<p>Beispiel: In Deutsch wird die <a href="http://www.teachsam.de/deutsch/d_schreibf/schr_schule/beschr/beschr_1.htm" target="_blank">Beschreibung</a> ge&#252;bt und die Klassenarbeit ist dann z. B. eine Versuchsbeschreibung in der Chemie, die Beschreibung eines Ph&#228;nomens in der Biologie, eine Bildbeschreibung in der Kunst.</p>

<p>Die Benotung wird von beiden jeweils beteiligten Fachkollegen /Fachkolleginnen vorgenommen, wobei jede(r) den Teil bewertet, der schwerpunktm&#228;&#223;ig zu seinem / ihrem Fach geh&#246;rt, wobei aber dennoch beide Lehrende zu einer gemeinsamen Note kommen (m&#252;ssen).</p>

<p>Was haltet ihr von einer solchen Idee? Macht so etwas schon jemand meiner Leserinnen und Leser? Gibt es andere Ideen, wie F&#228;cher verbindend Kompetenzen von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler entwickelt werden k&#246;nnen? Und f&#246;rdert so ein Vorgehen wom&#246;glich nebenbei auch noch Kompetenzen Lehrender? Freu mich auf Kommentare.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Thesen zur Zukunft des Lernens ( #opco11 )</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 20:31:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hier ein paar Thesen zur Zukunft des Lernens. Sie werden an dieser Stelle nur als Thesen genannt und nicht n&#228;her erl&#228;utert. Entsprechend pointiert klingen sie zum Teil vielleicht. In ihrer „Undifferenziertheit“ sollen sie zur Diskussion einladen. Am Ende dieser Thesen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/05/03/thesen-zur-zukunft-des-lernens-opco11/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein paar Thesen zur Zukunft des Lernens. Sie werden an dieser Stelle nur als Thesen genannt und nicht n&#228;her erl&#228;utert. Entsprechend pointiert klingen sie zum Teil vielleicht. In ihrer „Undifferenziertheit“ sollen sie zur Diskussion einladen.</p>

<p>Am Ende dieser Thesen versuche ich eine erste vorl&#228;ufige &#220;berlegung zu der Frage zu formulieren, <a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/open-course-2011/agenda/lern-und-bildungs-visionen-warum-sich-etwas-verandern-muss/" target="_blank">Warum sich etwas ver&#228;ndern muss. </a>Ich werde f&#252;r mich die Frage nach der Basis von <a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/open-course-2011/agenda/lern-und-bildungs-visionen-warum-sich-etwas-verandern-muss/" target="_blank">Lern- und Bildungsvisionen</a> stellen.</p>

<p>Dieser Artikel ist eine kleine Einsicht in meine Ideensammlung: Wor&#252;ber lohnt es sich vielleicht mal in Form eines (bislang noch nicht geschriebenen) Blogartikels nachzudenken:</p>

<ul>
    <li><em>Die Zukunft des Lernens ist seine Vergangenheit und Gegenwart</em>: Lernen ist ein (hirn)physiologischer Prozess, der analog abl&#228;uft und heute genau so funktioniert, wie er vor hundert oder tausend Jahren funktioniert hat und auch noch in hundert Jahren funktionieren wird, wenn es nicht zu einer Mensch-Maschineverbindung kommt, in deren Rahmen z. B. Chips mit dem Gehirn gekoppelt werden.</li>
</ul>

<ul>
    <li><em>In der Ausbildung von professionellen Lernprozessbegleitern und -begleiterinnen wird mehr und mehr auf Praxisanteile in der Ausbildung (dem Studium) Wert gelegt (werden)</em>. Ist Lernpsychologie (z. B. in Lehramtsstudieng&#228;ngen) schon heute kaum Teil der professionelle Ausbildung, so ist zu bef&#252;rchten, dass sie auch zuk&#252;nftig nur in Form von Lernprozessbegleitungsrezepten eine Rolle spielen und nicht soweit in die Ausbildung integriert wird, dass Lernprozessbegleiter und -begleiterinnen ihre Praxis &#252;ber Rezeptbuchwissen hinaus, also wissenschaftlich und mit umfassenden theoretischen Kenntnissen versehen, werden reflektieren k&#246;nnen.</li>
</ul>

<ul>
    <li><em>Die Zukunft des Lernens ist mit starken Ver&#228;nderungen im Bereich der Methodik verbunden</em>, die den Prozess des Lernens optimal unterst&#252;tzen soll. Diese Methodik ver&#228;ndert nicht das Lernen im biologischen Sinne, sondern soll dieses optimiert unterst&#252;tzen. Die Zukunft des Lernens besteht also darin, die Erkenntnisse der Lernforschung, die heute oft mit der Gehirnforschung (Hirnphysiologie) verbunden ist, optimal zu nutzen, um den gew&#252;nschten Lernerfolg optimiert erreichen zu k&#246;nnen. <em>Die Zukunft des Lernens l&#228;uft auf Lernprozessoptimierungen hinaus.</em></li>
</ul>

<ul>
    <li><em>Die Zukunft des Lernens ist mit einer Ver&#228;nderung bei den eingesetzten Medien verbunden.</em> Es wird zu einer deutlichen Verschiebung des Verh&#228;ltnisses von analogen und digitalen Informationstr&#228;gern in Lernprozessen kommen.</li>
</ul>

<ul>
    <li><em>Die Diskussion um das Lernen und die Bildung ist eine vor allem materialistische Diskussion</em> (geworden), da der Bildungsbegriff seine Bedeutung mehr und mehr in Richtung &#246;konomischer N&#252;tzlichkeit verschoben bekommen hat. Lernprozessoptimierung bedeutet auch, dass die Funktionsf&#228;higkeit von Menschen in &#246;konomischen Prozessen erh&#246;ht werden soll.</li>
</ul>

<ul>
    <li><em>Idealistische Bildungsbegriffe werden auf absehbare Zeit weiterhin als zunehmend exotische „Tr&#228;umereien“ gesehen</em> und solange akzeptiert werden, wie sie gesellschaftliche Reproduktionsprozesse nicht relevant kritisch zu hinterfragen und zu gestalten beginnen.</li>
</ul>

<ul>
    <li><em>Der leichte Zugang zu Ressourcen des Wissens in digitalen Kontexten, wird die Rolle des Wissens in Lernprozessen ver&#228;ndern.</em></li>
</ul>

<ul>
    <li><em>Der leichte Zugang zu Ressourcen des Wissens in digitalen Kontexten wird den Umgang mit Wissen in Lernprozessen ver&#228;ndern.</em></li>
</ul>

<p>Die Diskussion um die Zukunft des Lernens ist, so mein Resumee an dieser Stelle, eher eine Diskussion um die Zukunft von Lernmitteln, Lerninstrumenten und somit der Methodik des Lernens.</p>

<p>Es stellt sich nach wie vor die Frage (Antworten beginnen sich erst langsam abzuzeichnen), wie digitale Vernetzung und die damit verbundenen Medien den Prozess des Lernens mit pr&#228;gen werden / sollen.</p>

<p>In der gegenw&#228;rtigen Diskussion scheint es Konsens, dass sich in der Bildungslandschaft etwas ver&#228;ndern m&#252;sse, weil gegenw&#228;rtige Lernkontexte nicht den Strukturen entsprechen, die lernpsychologisch und hirnphysiologisch als optimal angesehen werden. Es muss sich etwas ver&#228;ndern, weil Ziele von Bildung nicht mehr erreicht werden.</p>

<p>Gleichzeitig muss mit diesem Konsens eine Debatte einhergehen, worin diese Ziele von Bildung bestehen.</p>

<p>Lebensgl&#252;ck ist nicht nur eine Frage von Kompetenzen, sondern dar&#252;ber hinaus zentral von Haltungen, vom Selbstbild und von &#220;berzeugungen abh&#228;ngig.</p>

<p>Die Fragen, was Lernen sei und wie sich Bildung zeigt, wird in heutigen Diskussionsprozessen oft ausgeblendet.</p>

<p>Viele Diskussionen um das Lernen scheinen mir heute eher technokratischer Natur zu sein: Welche (selbstverst&#228;ndlich digitalen) Medien setzen wir wie ein?</p>

<p>Viele Diskussionen um die Zukunft des Lernens neigen heute dazu, den an ihnen beteiligten Personen im Rahmen eines „heimlichen Lehrplanes“ vor allem Technologien nahe zu bringen und diese methodisch auf die Nutzbarkeit in Lernprozessen hin anzuwenden.</p>

<p>Eine solche Ann&#228;herung an konkrete Methoden und Technologien finde ich spannend und notwendig, solange klar ist, dass die Nutzung digitaler Technologien selbst nur ein Teil des mit ihnen m&#246;glichen Lernprozesses ist, ja, dass das Erlernen der M&#246;glichkeiten, die solche Technologien bieten, selbst ein enormer Lernprozess ist, der zun&#228;chst geleistet werden muss, bevor das Medium nicht mehr das zentrale Thema des Lernprozesses ist.</p>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/02/opencourse-2011-zukunft-des-lernens-opco11/" rel="bookmark" title="2. Mai 2011">OpenCourse 2011 – Zukunft des Lernens #opco11</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2011">Lernr&#228;ume f&#252;r Kinder ohne Raum zum Lernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/03/schulen-als-treibhaeuser-der-zukunft/" rel="bookmark" title="3. Mai 2009">Schulen als Treibh&#228;user der Zukunft</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/05/wissen-im-21-jahrhundert-did-you-know/" rel="bookmark" title="5. M&#228;rz 2009">Wissen im 21. Jahrhundert (Did you know?)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/01/was-ist-bildung-ein-vorschlag/" rel="bookmark" title="1. M&#228;rz 2010">Was ist Bildung? Ein Vorschlag</a></li>
</ul>

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		<title>&#220;berlegungen zur Medienp&#228;dagogik</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/03/27/uberlegungen-zur-medienpadagogik/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 23:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[21. Jahrhundert]]></category>
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		<description><![CDATA[Res&#252;mee: &#220;ber Medienp&#228;dagogik wird viel diskutiert. K&#252;rzlich wieder auf dem Kongress zum so genannten „Medienp&#228;dagogischen Manifest“, &#252;ber das die hier verlinkte Website n&#228;here Auskunft gibt. In diesem Beitrag fasse ich meinen aktuellen Stand der Reflexion der Frage zusammen, wie Medienp&#228;dagogik &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/27/uberlegungen-zur-medienpadagogik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Res&#252;mee: &#220;ber Medienp&#228;dagogik wird viel diskutiert. K&#252;rzlich wieder auf dem Kongress zum so genannten <a href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/" target="_blank">„Medienp&#228;dagogischen Manifest“, &#252;ber das die hier verlinkte Website n&#228;here Auskunft gibt</a>. </em> <em>In diesem Beitrag fasse ich meinen aktuellen Stand der Reflexion der Frage zusammen, wie Medienp&#228;dagogik heute aussehen kann.</em></p>

<blockquote>„Meine Nichte, die ist 12, die hat sich tierisch dar&#252;ber aufgeregt, dass die Deutschlehrerin sagte: Die Nutzung von Wikipedia ist verboten, weil das keine zuverl&#228;ssigen, verifizierten Quellen sind. Das ist bei den Jugendlichen schlecht angekommen, das Verbot von sozialen Medien.“</blockquote>

<p>Eine &#196;u&#223;erung, die ich auf dem <a href="http://www.livescribe.com/cgi-bin/WebObjects/LDApp.woa/wa/MLSOverviewPage?sid=Q8SFq1LVsxf4" target="_blank">Bremer Educamp</a> h&#246;rte.</p>

<p>Vor noch ein paar Jahren h&#228;tte ich bez&#252;glich Wikipedia wohl &#228;hnlich Restriktives sagen k&#246;nnen.</p>

<p>In Wirklichkeit aber will ich den Lehrer sehen, der sich nicht auch der Wikipedia bedient.<span id="more-5935"></span></p>

<p>Ja, man kann darauf dr&#228;ngen, wie es in Bremen ein Kollege von einer anderen Schule berichtete, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler die Prim&#228;rquellen nutzen sollen, die am Ende entsprechender Artikel Wikipedias angegeben sind. Das finde ich gut, denn wenn ich Wikipedia nutze, dann nutze ich diese Prim&#228;rquellen so h&#228;ufig es geht.  Viele dieser Prim&#228;rquellen f&#228;nde ich ohne die leicht zug&#228;ngliche Wikipedia nicht. Und, das ist das besondere Schmankerl der Wikipediakonzeption, wenn ich der Meinung bin, dass wichtige Prim&#228;rquellen fehlen, dann kann ich diese erg&#228;nzen und so den Charakter von Wikipedia als enzyklop&#228;disches Portal aktiv mitgestalten.</p>

<p>Das Verbot der Nutzung digital zug&#228;nglicher Wissensspeicher, ein Verbot, das vor allem an Schulen weiter verbreitet zu sein scheint, als ich das fr&#252;her angenommen habe, ist keine Medienp&#228;dagogik.</p>

<p>Das Argument, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sollten sich das Wissen selbst erarbeiten und eben nicht bereits vorgekautes, in der Regel v&#246;llig kritiklos, wiederk&#228;uen, klingt plausibel. – Aber auch ein solches Argument ist kein medienp&#228;dagogischer Ansatz.</p>

<p>Dieses Argument blendet viel mehr die Wirklichkeit aus, dass trotz Verboten Wikipedia genutzt wird.</p>

<p>Auch Lehrer und Lehrerinnen nutzen diese und andere Plattformen im Netz, um an Wissen zu gelangen.</p>

<p>W&#228;re je ein Lehrer auf die Idee gekommen, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern die Lekt&#252;re des Brockhaus in 24 B&#228;nden zu untersagen? – Es wird argumentiert, dass redigierte Nachschlagewerke zuverl&#228;ssig seien und deshalb genutzt werden d&#252;rften.</p>

<p>Wikipedia hingegen k&#246;nne als „Mitmach-Format“ den Qualit&#228;tskritierien nicht standhalten, die ein klassisches Lexikon bieten konnte.  Dem kann widersprochen werden: Bei zeitgeschichtlichen Fragestellungen waren gedruckte Lexika in der Regel nicht auf dem neuesten Stand, also unzuverl&#228;ssig.</p>

<p>Zu &#252;berlegen, ob ein Wissensspeicher erlaubt werden soll oder nicht, ist in meinen Augen keine Medienp&#228;dagogik, sondern bevormundendes Verhalten, das im schlimmsten anzunehmenden Fall medienp&#228;dagogisches Handeln „ersetzt“ bzw. verhindert.</p>

<p>Das Problem solcher „Verbote“ im Kontext bildenden, p&#228;dagogischen und somit auch medienp&#228;dagogischen Handelns, sei es nun der &#252;ber das Internet zug&#228;nglichen Inhaltsspeicher oder sei es auch der Zugangsger&#228;te selbst, besteht darin, dass Inhalt und Ger&#228;te in den Vordergrund gestellt werden, ohne dass, um mit Georg R&#252;ckriem zu sprechen, eine Bedeutungslogik entsteht.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/27/uberlegungen-zur-medienpadagogik/#footnote_0_5935" id="identifier_0_5935" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="R&amp;#252;ckriems Vortrag, in dem er dies so formuliert, ist in Lisa Rosas Beitrag zum Medienbegriff vom 18. Oktober 2010 verlinkt und von dort aus zug&amp;#228;nglich.">1</a></sup></p>

<p>Es entsteht der Eindruck, dass in vielen „medienp&#228;dagogischen Debatten“ keine Medienp&#228;dagogik, sondern eine Ger&#228;te- und Inhalts„p&#228;dagogik“ betrieben wird.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/27/uberlegungen-zur-medienpadagogik/#footnote_1_5935" id="identifier_1_5935" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zur Differenzierung von Ger&amp;#228;te, Inhalt und Medien vgl. den in Lisa Rosas Beitrag zum Medienbegriff vom 18. Oktober 2010 verlinkten R&amp;#252;ckriem-Vortrag">2</a></sup></p>

<p>Es gibt reichlich Schulen, die die Nutzung, ja zum Teil sogar das Mitf&#252;hren von Mobiltelefonen verbieten. Es wird mit illegalem Datenaustausch, diskreditierendem Gebrauch der in Mobiltelefonen integrierten Kameras und auch mit der Annahme argumentiert, dass die Nutzung digitaler Medien in der Schule, also z. B. auch MP3-Ger&#228;ten, den Aufgaben der Schule zuwider laufe.</p>

<p>Wer in den Pausen Musik h&#246;re, l&#246;sche, was er vorher gelernt habe, h&#246;rte ich in solchen Diskussionen auch schon als Argument, nie aber, dass der schulische Ger&#228;uschpegel in Pausen einen solchen Effekt habe und deshalb ein Sprech-, Spiel-, Lachverbot einzuf&#252;hren sei.</p>

<p>Doch selbst, wenn man die Argumente f&#252;r einen restriktiven Umgang mit Handys akzeptiert, sich mit ihnen arrangieren kann: In vielen Schulen scheinen in der Folge dieses restriktiven Umgangs dann &#228;hnliche Restriktionen auch f&#252;r Laptops und Tablet-PCs zu gelten.</p>

<p>Dies ist so wenig Medienp&#228;dagogik, wie es das Erkl&#228;ren von Funktionen in Textverarbeitungsprogrammen etc. ist.</p>

<p>Medien sind, um hier eine Definition zu wagen, komplexe Systeme der Generierung von Weltverst&#228;ndnis.</p>

<p>Diese Systeme werden jeweils von Vermittlungs- und Kommunikationsinstrumenten getragen, die angesichts der Komplexit&#228;t solcher Systeme oft selbst als „Medium“ angesehen werden.</p>

<p>Wenn wir angesichts von Fernsehen, Zeitungen, Radio, und Internet diese Erscheinungsformen als „die Medien“ bezeichnen, meinen wir in der Regel nicht nur die „Produkte“. Eine Zeitung als papierne oder digitale Sammlung von Artikeln ist nicht das Medium Zeitung. Das Medium ist vielmehr der komplexe Zusammenhang des Zustandebringens solcher Produkte im medialen Prozess, dessen Gesamtheit erst das Medium ausmacht.</p>

<p>Medien sind soziale Beziehungsgeflechte, die in „Produkten“ erkennbar werden.</p>

<p>Wer aber diese „Produkte“ verstehen und reflektieren will, der darf nicht bei dem „Produkt“ Tageszeitung (Radionachricht, Fernsehprogramm, Webseite) stehen bleiben und dieses schon f&#252;r das Medium halten.</p>

<p>Da aber Medienp&#228;dagogik in meinen Augen auch das Ziel hat, Medien als zentrale Elemente der kollektiven Konstruktion von Wirklichkeit und Weltdeutung reflektieren und kritisieren zu k&#246;nnen, bringt es z. B. nichts, alternativ zu digitalen Technologien t&#228;glich in Schulen analoge, papierne Zeitungen auszuteilen, solange nicht auch der Prozess der Genese dieses Produktes in den Blick genommen und damit reflektierbar gemacht wird.</p>

<p>Medienp&#228;dagogik kommt also noch lange nicht zu sich selbst, wenn mit medial relevanten Instrumenten gearbeitet wird: Der Einsatz digitaler Medien im Unterricht ist noch keine Medienp&#228;dagogik, aber wom&#246;glich Voraussetzung daf&#252;r, dass diese stattfinden kann.</p>

<p>So wenig eine Zeitung als Zeitung verstanden werden kann, wenn man nicht journalistische Arbeitsprozess versteht, die Struktur von Zeitungsverlagen in den Blick nimmt etc., so wenig kann sie als solche verstanden werden, wenn die Zeitung erst einmal verboten wird, weil da jemand Angst hat, die Lekt&#252;re von Zeitungen in den Pausen k&#246;nne den gerade gelernten Stoff &#252;berlagern und verdr&#228;ngen; au&#223;erdem kann man Zeitungen zusammenrollen und unangemessen als Schlaginstrumente nutzen.</p>

<p>Analog gilt: Medienp&#228;dagogik in Zeiten eines digitalen Leitmediums, das mehr als je zuvor globale Interaktion erlaubt, in Zeiten von Web 2.0, Cloud Computing etc. kann sich nicht auf Produkte beschr&#228;nken, sondern muss auch den Prozess verstehen lernen und lehren, der diese medialen Erscheinungsformen des Leitmediums pr&#228;gt.</p>

<p>Medienp&#228;dagogisches Handeln setzt Wissen und Kompetenz der Handelnden voraus.</p>

<p>So, wie ich Literatur nicht verstehe, wenn ich keine Romane, Gedichte etc. lese, kein guter Physiker bin, wenn ich zwar Formeln beherrsche, aber keine Experimente durchf&#252;hren kann etc., so bin ich im Kontext des digitalen Leitmediums in alle seinen Erscheinungsformen<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/27/uberlegungen-zur-medienpadagogik/#footnote_2_5935" id="identifier_2_5935" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Biologistisch ausgedr&amp;#252;ckt: Das Leitmedium ist der Genotyp (analog, digital), die medialen Erscheinungsformen sind der Ph&amp;#228;notyp (analog: B&amp;#252;cher, Zeitungen, Briefe &hellip;; digital: Blogs, Foren, E-Mails, Computer, Navigationsger&amp;#228;te &hellip;) ">3</a></sup> nur dann kompetent, wenn ich praktisch mit ihnen arbeite.</p>

<p>Kritiker k&#246;nnten nun anf&#252;hren, dass man zur Reflexion eines Prozesses nicht unbedingt selbst in die Praxis eingebunden sein muss. Im Kontext des neuen Leitmediums widerspreche ich dieser in manch anderem Zusammenhang zutreffenden Aussage, weil erstmals in der Menschheitsgeschichte der mediale Prozess nicht mehr systembedingt in abgeschlossenen „Medien“ wie Zeitungen (Redaktionen, Herausgeber, Verlage), Fernsehen, Radio, B&#252;chern, Zeitschriften … stattfindet.</p>

<p>Die M&#246;glichkeit der Teilhabe ist Teil des digitalen Mediums.</p>

<p>Solange mediale Prozesse vor allem &#252;ber Distributionsmedien (Verteilungsmedien) weitgehend nur in eine Richtung verliefen, von der M&#246;glichkeit des Leserbriefes abgesehen, waren die H&#252;rden zur eigenen Produktion von Inhalten, die auch wahrgenommen wurden, sehr hoch. Es waren nicht nur Inhalte zu erstellen, sondern es musste auch noch ein Weg gefunden werden, diese zu ver&#246;ffentlichen.</p>

<p>Medienp&#228;dagogik in Zeit von Distributionsmedien war vor allem Reflexion &#252;ber diese Medien, ohne dringende Notwendigkeit, selbst in der Lage zu sein, solch ein Medienprodukt herzustellen.</p>

<p>An die Stelle des Distributionsmediums ist heute aber das Kommunikationsmedium getreten. In der Umgangssprache ist das das „Mitmach-Web“. Und in einem solchen Zusammenhang funktioniert eine rein reflexive Medienp&#228;dagogik nicht mehr:</p>

<ul>
    <li>Wurden fr&#252;her Filmszenen analysiert um im Rahmen medienp&#228;dagogischen Handelns zu einem tieferen Verst&#228;ndnis des Films als mediale Form zu gelangen, gilt es heute, den Prozess der Reflexion der medialen Form in den Kontext kompetenten Umgangs mit ihm einzubetten, was praktisch bedeutet, dass Medienp&#228;dagogik die M&#246;glichkeit mit ber&#252;cksichtigen muss, dass heute jeder via Vimeo, YouTube etc. Videos ver&#246;ffentlichen und dank digitaler Videokameras und Schnittsoftware auf dem Computer diese auch produzieren kann.</li>
    <li>Es geht nicht mehr nur darum, das System Zeitung reflexiv in die medienp&#228;dagogische Praxis einzubinden, sondern es wird mehr und mehr zu einer wichtigen Kompetenz, sich selbst in den Prozess einbringen zu k&#246;nnen, der fr&#252;her alleine von Zeitungen und Zeitschriften betrieben wurde.</li>
</ul>

<p>Medienp&#228;dagogik braucht heute Leute, die kompetent mit Medien umgehen und die kompetent &#252;ber Medien reflektieren k&#246;nnen.</p>

<p>Eine solche Verbindung kann zum Beispiel darin ihren Ausdruck finden, dass der Reflexionsprozss in den Formen zeitgen&#246;ssischer medialer Wirklichkeitskonstruktion eingebettet ist.</p>

<p>So wurde in analogen Zeiten auf Papier analog reflektiert; so wird in digitalen Zeiten digital in Blogs, auf Websites etc. reflektiert, auch wenn hier durchaus auch die analoge Form der Reflexion nach wie vor verf&#252;gbar ist.</p>

<p>Medienp&#228;dagogen m&#252;ssen nicht unbedingt gro&#223;e Inhalts-(Content)-Produzenten sein und bloggen, aber Medienp&#228;dagogen m&#252;ssen heute aktiv mit medialen Prozessen umgehen (k&#246;nnen), um &#252;berhaupt medienp&#228;dagogisch arbeiten zu k&#246;nnen. Das ist wichtig, weil von Medienp&#228;dagogen heute auch erwartet wird, dass ein angemessener Umgang mit den medialen Ausdrucksmitteln (-instrumenten) vermittelt wird.</p>

<p>So, wie Musikp&#228;dagogen ein paar Instrumente spielen m&#252;ssen, um &#252;berhaupt musikp&#228;dagogisch arbeiten zu k&#246;nnen, so m&#252;ssen Medienp&#228;dagogen ein paar digitalen „Instrumente“ spielen k&#246;nnen, um wirklich medienp&#228;dagogisch zu arbeiten. – Anders ausgedr&#252;ckt: Medienp&#228;dagogen m&#252;ssen heute selbst ins Netz, m&#252;ssen selbst mit Computer und Co vertraut sein.</p>

<blockquote>„Meine Nichte, die ist 12, die hat sich tierisch dar&#252;ber aufgeregt, dass  die Deutschlehrerin sagte: Die Nutzung von Wikipedia ist verboten, weil die Artikel  keine zuverl&#228;ssigen, verifizierten Quellen sind. Das ist bei den  Jugendlichen schlecht angekommen, das Verbot von sozialen Medien.“</blockquote>

<p>Medienp&#228;dagogik verbietet ein Produkt des zeitgen&#246;ssischen medialen Prozesses nicht, sondern ist mit diesem Ph&#228;nomen so vertraut, dass ein Reflexionsprozess stattfinden kann. Die nackte Behauptung, dass Wikipedia keine zuverl&#228;ssigen Artikel liefere, ist nicht in der Lage, angemessen mit dieser medialen Form umzugehen.  Und so ist es f&#252;r mich zweifelhaft, ob der zum Teil sehr restriktive Umgang mit digitalen Medien in Schulen medienp&#228;dagogisch w&#252;nschenswerte Ziele nicht unerreichbar macht. In dem von Prof. Dr. Horst Niesyto angesto&#223;enen „<a href="http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/" target="_blank">Medienp&#228;dagogischen Manifest</a>“ liest sich das so:</p>

<blockquote>„Medienkompetentes Handeln setzt fundierte Kenntnisse &#252;ber die verschiedenen Medien voraus: Kenntnisse &#252;ber technische Grundlagen und &#228;sthetische Formen, &#252;ber die Bedingungen und Formen medialer Produktion und Verbreitung in der Gesellschaft, ein Bewusstsein f&#252;r die kulturell‐kommunikative, &#246;konomische und politische Bedeutung, die Medien in globalisierten Gesellschaften haben. Medienkompetenz zielt auf die F&#228;higkeit zur sinnvollen, reflektierten und verantwortungsbewussten Nutzung der Medien. Hierzu geh&#246;ren u.a. die F&#228;higkeit zu &#252;berlegter Auswahl, zum Verstehen und Interpretieren medialer Kodes, zu einer reflektierten Verwendung von Medien in Freizeit, Schule und Beruf. Das aktive und kreative Gestalten mit Medien f&#252;r Selbstausdruck, f&#252;r die Artikulation eigener Themen, f&#252;r Kontakt und Kommunikation ist ein weiterer, zentraler Bereich von Medienkompetenz. Schlie&#223;lich f&#246;rdert Medienp&#228;dagogik die Medienkritik, die sich sowohl auf die gesellschaftliche Medienentwicklung als auch die (selbstreflexive) Mediennutzung und die eigene Gestaltung mit Medien bezieht.“</blockquote>

<p>Um die Entwicklung einer solche Medienkompetenz zu unterst&#252;tzen, bedarf es Medienp&#228;dagogen, die diese Kompetenzen selbst haben und vorleben.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/" title="21. Jahrhundert" rel="tag">21. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/analog/" title="analog" rel="tag">analog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/brief/" title="Brief" rel="tag">Brief</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/computer/" title="Computer" rel="tag">Computer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/content/" title="Content" rel="tag">Content</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/debatte/" title="Debatte" rel="tag">Debatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/definition/" title="Definition" rel="tag">Definition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/digital/" title="digital" rel="tag">digital</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/distributionsmedium/" title="Distributionsmedium" rel="tag">Distributionsmedium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikationsmedium/" title="Kommunikationsmedium" rel="tag">Kommunikationsmedium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/konstruktion/" title="Konstruktion" rel="tag">Konstruktion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leitmedium/" title="Leitmedium" rel="tag">Leitmedium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienpaedagogik/" title="Medienpädagogik" rel="tag">Medienpädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/soziale-beziehung/" title="soziale Beziehung" rel="tag">soziale Beziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verantwortung/" title="Verantwortung" rel="tag">Verantwortung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeitung/" title="Zeitung" rel="tag">Zeitung</a><br />
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		<title>Kein Programm = Tolles Programm</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 21:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Was machte eine gute Tagung aus? Ist es ein gutes Programm mit tollen Keynotes? Oder sind es die Leute, die an einer Tagung teilnehmen?  Klassische Tagungen habe ich viele erlebt. Auch Fortbildungen sind in der Regel im Vorfeld thematisch &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/20/kein-programm-tolles-programm/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a href="http://educamp.mixxt.de" target="_blank"><img src="http://elearning2null.de/learnmedia/echb11/banner_285px.png" border="0" alt="EduCamp Bremen :: 19./20. M&#228;rz 2011" /></a></p>

<p style="text-align: right;">&nbsp;</p>

<p><pre style="word-wrap: break-word; white-space: pre-wrap;"><span style="font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; white-space: normal; font-size: 14px;">Was machte eine gute Tagung aus? Ist es ein gutes Programm mit tollen Keynotes? Oder sind es die Leute, die an einer Tagung teilnehmen? </span></pre>
Klassische Tagungen habe ich viele erlebt. Auch Fortbildungen sind in der Regel im Vorfeld thematisch strukturiert. Da gibt es solche, die wirklich effektiv sind. Da gibt es welche, die weniger Resonanz ausl&#246;sen (k&#246;nnen).</p>

<p>Jetzt aber traute ich mich auf eine Tagung, die hatte &#252;berhaupt kein Programm, sondern nur eine <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.echb11-mixxtmatrix" target="_blank">Matrix</a>, die Zeitstrukturen und R&#228;ume abbildet, die aber zum Beginn der Tagung leer war.<span id="more-5915"></span></p>

<p>Die Konzepte solcher Tagungsformate sind beschrieben. Hier die Schlagworte mit Verlinkungen zum Nachlesen:</p>

<ul>
    <li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BarCamp" target="_blank">Barcamp</a></li>
    <li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space" target="_blank">OpenSpace</a></li>
    <li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tagung" target="_blank">Unkonferenz</a></li>
</ul>

<div>Was aber habe ich selbst erlebt?</div>

<div>
<ol>
    <li>F&#252;r den ersten vollen Tag des Educamps gab es 144 Anmeldungen / Teilnehmer; am zweiten Tag waren ca. 100 Leute da. Die Teilnehmenden kamen <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.echb11-map" target="_blank">aus ganz Deutschland und zum Teil auch aus Nachbarl&#228;ndern</a>.</li>
    <li>Bei der Vorstellung der Session-Angebote bildeten sich Schlangen vor dem Podium: Insgesamt gab es an zwei Tagen ca. 50 Sessions!</li>
    <li>Ich fand in jeder Session-Stunde Angebote, die mich interessierten. Allerdings hatte ich auch damit zu tun, dass manchmal mehrere spannende Sessions parallel liefen. – Ich h&#228;tte problemlos zwischen den Sessions wandern k&#246;nnen, das sieht dieses Tagungskonzept vor. Aber wenn ich in einer Session war, war ich meist so schnell mit den Kollegen und Kolleginnen in der Arbeit drinnen, dass die Zeit vorbei war, als ich mich wieder daran erinnerte, dass es ja auch noch andere Sessions gibt.</li>
    <li>Ich habe selbst eine Session zu Aufgabenformaten in Zeiten von Internet, Wikipedia und Kompetenzorientierung angeboten. Sie war gut besucht, hat (via Twitter) gute Kommentare bekommen – und war dann auch noch f&#252;r mich selbst fruchtbar. Sie ist <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/wiki/index.echb11-E3" target="_blank">dokumentiert</a>. Die Dokumentation geschah durch Florian und J&#246;ran parallel zur Veranstaltung.</li>
    <li>Es gab keinen Stress, keine Probleme mit der Zeitdisziplin.</li>
    <li>Die Vielfalt der angebotenen Sessions, die sich weitgehend dem Leitthema „Neue Lernr&#228;ume gestalten“ integrieren konnten, war so gro&#223;, dass f&#252;r alle Teilnehmenden spannende Angebote dabei waren.</li>
    <li>Die Mischung der Teilnehmenden sorgte daf&#252;r, dass zumindest ich einigen Dingen begegnete, von denen ich vorher nichts wusste (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fablab" target="_blank">FabLab</a>; Knowledge-Speed-Dating, Google-Quiz etc.)</li>
    <li>Diese neuen Begriffe pr&#228;gten sich ein, obwohl ich keine der zu ihnen geh&#246;renden Sessions besuchte. Das finde ich als besonders starken Indikator f&#252;r eine gute Lernatmosph&#228;re.</li>
    <li>Dank starker Netzaktivit&#228;ten (Twitter) bekam man auch mit, was in anderen Sessions Thema war und konnte in Pausengespr&#228;chen mehr erfahren, wenn man es wollte.</li>
</ol>
F&#252;r mich eine faszinierende Erfahrung, bei einer Tagung ohne Programm ein tolles Programm zu erleben, in dem die massenhaft vorhandenen Kompetenzen der Teilnehmenden entscheidend waren.

</div>

<p>Mich faszinierte an der Vielfalt der Angebote auch, dass es eben keine Veranstaltung mit Teilnehmenden in Konsumentenhaltung war.</p>

<p>Ich habe hochmotivierte Lernende erlebt, die selbst bestimmen durften: Wenn eine Session sich f&#252;r einen als nicht richtig herausstellte, ging man zu einer anderen. Das geh&#246;rt zum Konzept, da schaute keiner schr&#228;g.</p>

<p>Neben den Inhalten ist f&#252;r mich die Form, in der diese Inhalte generiert wurden, spannend. Mit den Inhalten habe ich gleichzeitig eine Form des Lernens erlebt, die ich als sehr fruchtbar empfinde.</p>

<p>Was ich davon wie in den eigenen Unterricht &#252;bertragen kann, werden die n&#228;chsten Wochen und Monate zeigen.</p>

<div>

Was machte eine gute Tagung aus? Ist es ein gutes Programm mit tollen Keynotes? Oder sind es die Leute, die an einer Tagung teilnehmen? – Es sind die Teilnehmer, so sie ernst genommen werden und ihre F&#228;higkeiten einbringen k&#246;nnen und nicht in die Konsumentenhaltung der Keynote-Zuh&#246;rer gezwungen werden.

Keine Frage: Klassische Konferenzen mit guten Vortragenden k&#246;nnen klasse, anregend, spannend sein; Un-Konferenzen k&#246;nnen das aber auch – und das: „Gef&#228;llt mir“.

</div>

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		<title>Sitzordnung im Unterricht: Lehrer-, Gruppen-, Themenzentrierung</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 23:25:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Res&#252;mee: Was als eine Unterrichtsstunde begann, in der das Nachdenken &#252;ber Metaphern zum Lernen in einer Lerngruppe im Zentrum stand, welches dann zur Gestaltung einer Sitzordnung im Sinne der Diskussionsergebnisse f&#252;hrte, ist als eine Stunde gedacht gewesen, die praktisch und &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/03/10/sitzordnung-im-unterricht-lehrer-gruppen-themenzentrierung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Res&#252;mee: Was als eine Unterrichtsstunde begann, in der das Nachdenken &#252;ber Metaphern zum Lernen in einer Lerngruppe im Zentrum stand, welches dann zur Gestaltung einer Sitzordnung im Sinne der Diskussionsergebnisse f&#252;hrte, ist als eine Stunde gedacht gewesen, die praktisch und konkret in die Besch&#228;ftigung mit der Epoche der Aufkl&#228;rung und ihrer Literatur einf&#252;hrt.</em></p>

<p>Am Ende sollten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler eines Oberstufenkurses die Sitzordnung im Raum so gestalten, dass sie den Ergebnissen unserer &#220;berlegungen entspricht. Reihen, Gruppentische oder gar das Sitzen in U-Form wurden <strong>nicht</strong> bevorzugt. Am Ende stand ein Viereck, an dessen vier Seiten auch Sch&#252;ler sa&#223;en und nicht an einer alleine der Lehrer und die Sch&#252;ler doch wieder in einer U-Form verteilt.</p>

<p>Das Ergebnis hat mich &#252;berrascht. Es war anders, als ich das erwartet hatte. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sind selbst auf die Idee gekommen, dass eine konsequente Aufl&#246;sung der Lehrerzentrierung im Unterricht auch damit einher gehen muss, dass es keine vom Lehrer dominierte Seite des Raums gibt.</p>

<p>Zur Verdeutlichung habe ich schnell mal ein paar Skizzen angefertigt<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/10/sitzordnung-im-unterricht-lehrer-gruppen-themenzentrierung/#footnote_0_5788" id="identifier_0_5788" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Skizzen wurden in aller Schnelle mit Penultimate auf dem iPad angefertigt">1</a></sup>, die die unterschiedlichen Gestaltungskonzepte von Sitzordnungen im Klassenraum und die Position des Lehrenden verdeutlichen sollen. Die Skizzen k&#246;nnen durch anklicken vergr&#246;&#223;ert werden:</p>

<ul> <li>Die klassische <strong>Lehrerzentrierung</strong>, mit in Reihen gestellten Sch&#252;lertischen. Der Blick der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ist auf den Lehrer / die Lehrerin konzentiert. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler kommen in dieser Form kaum miteinander ins Gespr&#228;ch, sehen einander h&#246;chstens jeweils von hinten.</li> </ul>

<div style="text-align: center; "><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/LZent.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5795" title="LZent" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/LZent-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div>

<p> </p>

<ul> <li>Die <strong>U-Form und das „Notfall“-U</strong>: In dieser Sitzform sehen die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler einander besser (U-Form), auch wenn sehr oft, meist mangels Platz, das „Notfall“-U gebildet wird, in dem innerhalb des U noch Sitzpl&#228;tze genutzt werden, sodass hier der bessere Sichtkontakt der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wieder „gest&#246;rt“ wird. Dass das „Notfall“-U in vielen F&#228;llen als Option gesehen wird, liegt daran, dass auch diese Sitzordnung in Wirklichkeit <strong>auf den Lehrer hin orientiert</strong>, wenn vielleicht auch nicht so stark zentriert ist.</li> </ul>

<div style="text-align: center;"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/U.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5796" title="U" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/U-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div>

<div style="text-align: left;"><ul> <li>In vielen Klassenr&#228;umen gibt es <strong>Gruppentische</strong>. Bei dieser Sitzordnung passiert oft folgendes: Die Lehrerzentrierung wird aufgehoben, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sitzen in Gruppen zusammen, wenden vielen anderen Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen den R&#252;cken zu, in Plenumsphasen m&#252;ssen sich viele umdrehen, um Mitsch&#252;ler und Mitsch&#252;lerinnen wahrnehmen zu k&#246;nnen – gleiches gilt, wenn die Tafel, Projektoren etc. genutzt werden. Die Sitzordnung ist auf Kleingruppenarbeit hin ausgerichtet. Der Lehrer / die Lehrerin ist phasenweise bei den Sitzgruppen pr&#228;sent oder leitet Plenumsphasen. Vielleicht die radikalste Form des Sitzens im Sinne einer Sch&#252;lerzentrierung des Unterrichts, zu der sich der von mir geleitete Oberstufenkurs jedoch nicht entschloss… (Die Gr&#252;nde f&#252;r die Entscheidund des Kurses kommen gleich!)</li> </ul> <div style="text-align: center;"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Gruppen2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5792" title="Gruppen" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Gruppen2-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div> <div style="text-align: left;"><ul> <li>Meine Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler haben sich f&#252;r <strong>ein Viereck als Sitzordnung</strong> entschieden. Das bedeutet zwar auch, dass bei der Arbeit mit der Tafel ein paar Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit dem R&#252;cken zur Tafel sitzen (sich also gegebenenfalls auf die andere Seite des Tisches setzen m&#252;ssen, um sich nicht zu sehr verrenken zu m&#252;ssen), aber die Lerngruppe bildet so eine Gruppe um eine „Mitte“, in der der Prozess des Denkens und Lernens, in der das <a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/" target="_blank">Thema</a> steht. Der Lehrer / die Lehrerin bleibt Lehrer / Lehrerin (deshalb weiter in Rot dargstellt), ist aber Teil dieser Lerngruppe, wenn auch in anleitender, besonders verantwortlicher Stellung f&#252;r den Lernprozess. – Hier die Skizze und dann erz&#228;hle ich etwas von dem Prozess in der Lerngruppe, der zu dieser Sitzordnung f&#252;hrte:</li> </ul> <div style="text-align: center;"><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Konf.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5790" title="Konf" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/Konf-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></div> <div style="text-align: left;">Diese in der letzten Skizze dargestellte Sitzordnung w&#228;hlten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler eines von mir geleiteten Oberstufenkurses, ohne dass ich interventiert h&#228;tte. Der Auftrag lautete: „Gestalten Sie die Sitzordnung so, wie Sie meinen, dass sie am ehesten den Ergebnissen unseres Nachdenkens &#252;ber das Lernen im Unterricht entspricht.“ Es dauerte ca. drei Minuten, bis diese Sitzordnung stand. – Welche Diskussion aber hat zu dieser Entscheidung gef&#252;hrt?</div></div></div>

<p>Der Impuls zum Nachdenken &#252;ber Unterricht wurde mittels Metaphern gesetzt. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sollten &#252;ber folgende S&#228;tze nachdenken:</p>

<p>„Die Synapsen klackern.“</p>

<p>„Die Neuronen feuern.“</p>

<p>Sehr schnell erkannten die Jugendlichen, dass die metaphorisch f&#252;r den Lernprozess stehenden Synapsen und Neuronen anders funktionieren, als sie Unterricht bislang einsch&#228;tzten. Es wurde sogar an einer Stelle gesagt: „Neuronen <em>antworten</em> auf die Fragen, die der Lehrer stellt.“ Es dauerte nicht lange, bis deutlich wurde, dass dieses Schema, das letztlich lehrerzentriert ist, f&#252;r den Lernprozess nicht sonderlich hilfreich ist und dass Neuronen ganz anders funktionieren: Kommt ein Reiz, so reagieren sie – und sollte da mal ein Impuls auf eine falsche Bahn geraten, gelingt es einem Netzwerk aus Neuronen in den meisten F&#228;llen, diesen „falschen“ Impuls aufzudecken und zu korrigieren.</p>

<p>Bei den Impulss&#228;tzen orientierte ich mich (nat&#252;rlich <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) an <a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php?title=Benutzer:Jeanpol/Folie_3" target="_blank">Jean-Pol Martins Neuronenmetapher</a>, die ich auf den konkreten Unterricht vor Ort umm&#252;nzte.</p>

<p>Nachdem das Gespr&#228;ch die Struktur der Neuronen (in metaphorischem Sinn!) verdeutlichen konnte, speiste ich zwei weitere Metapher in die Diskussion ein:</p>

<p>„<a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" target="_blank">Wer hat den Affen auf der Schulter?</a>“</p>

<p>„<a href="http://herrlarbig.de/2010/11/07/aktivitaetsverteilung-im-unterricht-die-infrarotkamera-metapher/" target="_blank">Wie wird die</a><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/07/aktivitaetsverteilung-im-unterricht-die-infrarotkamera-metapher/" target="_blank"> ‚W&#228;rmeverteilung‘ (das Engagement // die Sch&#252;leraktivit&#228;t) im Unterricht von einer Infrarotkamera wahrgenommen.</a>“</p>

<p>Ich griff auf die <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" target="_blank">Affen</a>- und <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/07/aktivitaetsverteilung-im-unterricht-die-infrarotkamera-metapher/" target="_blank">Infrarotkamerametapher</a> zur&#252;ck, die ich hier im Blog bereits erl&#228;utert habe, zwei Metaphern, die von den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern schnell produktiv aufgegriffen wurden. Dabei fiel mir (wieder einmal) auf, dass viele im Kurs sehr positiv auf den Hinweis reagierten, dass Unterricht in meinen Augen aus zwei Prozessen bestehe: Zun&#228;chst steht der Lernprozess im Mittelpunkt, ein Prozess, in dem gemeinsam daran gearbeitet wird, Wissen und Denkstrukturen, Kompetenzen etc. aufzubauen, wobei eben nicht davon ausgegangen wird, dass es nur richtige Antworten (sic!) gibt, sondern vielmehr auch der Irrtum, der Umweg f&#252;r das Lernen produktiv sein kann bzw. ist. An zweiter Stelle steht der Prozess der &#220;berpr&#252;fung von Wissen, der F&#228;higkeit zur praktischen Anwendung von Denkstrukturen, von Kompetenzen etc.</p>

<p>In diesem Denkprozess ging es auch um die Rolle des Lehrers, die von keinem in Frage gestellt, aber durchaus befragt wurde. Dabei kam die Gruppe zu dem Schluss, dass ein gemeinsamer Lernprozess die Rolle des Lehrers ver&#228;ndert. Das wurde sehr deutlich, nachdem sich die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Sitzordnung gesucht hatten.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/10/sitzordnung-im-unterricht-lehrer-gruppen-themenzentrierung/#footnote_1_5788" id="identifier_1_5788" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die an einen Konferenzraum erinnernde Sitzordnung ist nur m&amp;#246;glich, wenn die Lerngruppe und die&nbsp;Unterrichtsr&amp;#228;ume dies von ihrer Gr&amp;#246;&amp;#223;e her zulassen. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist es aber durchaus Teil der Herausforderung f&amp;#252;r die Sch&amp;#252;lerinnen und Sch&amp;#252;ler, eine den Gegebenheiten angemessene, pragmatische L&amp;#246;sung zu entwickeln.">2</a></sup> W&#228;hrend dieses Prozesses hielt ich mich v&#246;llig zur&#252;ck, beobachtete, was passieren w&#252;rde, hatte ich doch wirklich kein Ahnung, welche Konsequenzen die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen aus unseren &#220;berlegungen ziehen w&#252;rden. Als wir eine Weile so sa&#223;en, meldete sich ein Mitglied der Lerngruppe und meinte sinngem&#228;&#223;: „Eigentlich sind Sie noch immer viel zu pr&#228;sent. Immer wenn ich etwas sagen m&#246;chte, sehe ich Sie, spreche ich doch wieder Sie an, aber wir hatten doch dar&#252;ber gesprochen, dass der Denkprozess von uns Sch&#252;lern f&#252;r unser Lernen wichtig ist.“ – Der Widerspruch kam sofort: „Es ist wohl eher eine Sache der Gewohnheit und wenn wir uns an die neue Sitzordnung erst einmal gew&#246;hnt haben, werden wir schon wirklich miteinander nachdenken, ohne st&#228;ndig den Lehrer im Blick zu haben.“</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus fiel den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler auf, was f&#252;r ein gro&#223;er, leerer Raum im Zentrum des Vierecks entstanden war, ein Leerraum (Freiraum!), um den wir herum sitzen, der einerseits daf&#252;r stehe, dass wir ihn zu f&#252;llen haben, der aber auch ein Freiraum sei, um z. B. auch einmal Arbeitsergebnisse zu pr&#228;sentieren.</p>

<p>Zwischendurch wurde dar&#252;ber nachgedacht, ob dieser Leerraum nicht eigentlich der Ort sei, an dem der Lehrer seinen Platz im Kurs habe, aber dieser Gedanke wurde im Gespr&#228;ch schnell verworfen, weil es ja gerade darum gehe, nicht den Lehrer, sondern die Themen des Unterrichts in die Mitte zu stellen.</p>

<p>In einer Blitzlichtrunde fassten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zusammen, was sie aus dieser Stunde mitnehmen (Die dort gemachten Aussagen sind bereits in diesen Beitrag eingeflossen, ohne explizit als solche kenntlich gemacht worden zu sein, sodass ich hier auf eine detaillierte Wiedergabe verzichte.)</p>

<p>Bleibt die Frage, was diese Unterrichtstunde mit den Inhalten des Unterrichts zu tun hat. Obwohl ich der &#220;berzeugung bin, dass die Reflexion &#252;ber Unterricht – auch mit den Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern – hin und wieder Teil des Unterrichts sein sollte, so war diese Unterrichtsstunde als Einleitung in ein neues Thema gedacht, das den Deutschunterricht nun pr&#228;gen wird. Die Stunde war als Einleitung in das nun anstehende Nachdenken &#252;ber die Epoche der Aufkl&#228;rung und der mit ihr verbundenen Literatur angelegt, wobei die Frage nach M&#246;glichkeiten der Widerspiegelung des Prozesses der Aufkl&#228;rung im Unterricht selbst leitend war. Hinzu kam, dass ich gerade in diesen Tagen mit einer Kollegin &#252;ber die Metaphern gesprochen hatte und so wieder einmal angeregt wurde, die Sprache der Metaphern im Unterricht selbst als Instrument des Nachdenkens &#252;ber Unterricht zu nutzen.</p>

<p>Was die Impulse, das gemeinsam Nachdenken in dieser Stunde und die Ver&#228;nderung der Sitzordnung mit Aufkl&#228;rung zu tun haben, gilt es es nun im weiteren Prozess des Nachdenkens zu kl&#228;ren, um auf diesem Wege, so zumindest meine Vorstellung, einen praktisch untermauerten Zugang zu dieser Epoche zu bekomme. Als Impuls f&#252;r diesen Prozess des Nachdenkens bekamen die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler folgenden Arbeitsauftrag:</p>

<p><span style="white-space: pre;"> </span>„Er&#246;rtern Sie ob es – und wenn ja welche – Verbindungen zwischen unserem heutigen <span style="white-space: pre;"> </span>Nachdenken &#252;ber das Lernen und Immanuel Kants „<a href="http://de.wikisource.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl&#228;rung" target="_blank">Beantwortung der Frage: Was ist Aufkl&#228;rung</a>“ <span style="white-space: pre;"> </span>gibt.“</p>

<p>Ich bin davon &#252;berzeugt, dass es diese Verbindungen gibt, werde diese hier aber nicht darstellen, sondern lade vielmehr dazu ein, eigene Gedanken zu dieser Fragestellung oder auch andere Kommentare zu diesem Beitrag zu formulieren und zu hinterlassen, sodass wir auch hier (noch) st&#228;rker in den Prozess des Lernens durch gemeinsames Nachdenken hinein geraten.</p>

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		<title>Lernen im Museum mit iPad und Internet</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 18:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um zu erfahren, wie mit digitalen Medien Lernprozesse ablaufen k&#246;nnen, unterziehe ich jede mir spannend erscheinende M&#246;glichkeit einem Praxistest, bevor ich sie gegebenenfalls f&#252;r schulische Belange in Betracht ziehe. Mein letzter Test f&#252;hrte mich ins Museum, nicht in irgendein Museum, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/01/18/lernen-im-museum-mit-ipad-und-internet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um zu erfahren, wie mit digitalen Medien Lernprozesse ablaufen k&#246;nnen, unterziehe ich jede mir spannend erscheinende M&#246;glichkeit einem Praxistest, bevor ich sie gegebenenfalls f&#252;r schulische Belange in Betracht ziehe.</p>

<p>Mein letzter Test f&#252;hrte mich ins Museum, nicht in irgendein Museum, sondern in das Frankfurter <a href="http://www.staedelmuseum.de/" target="_blank">St&#228;del</a>, wo zur Zeit die Ausstellung „Die Chronologie der Bilder. St&#228;delwerke vom 14.–21. Jahrhundert“ l&#228;uft (noch bis 26. Juni 2011). Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass die Bilder streng nach ihrer Entstehungszeit geordnet sind, sodass ganz andere Bildzusammenh&#228;nge erkennbar werden k&#246;nnen, als das in der sonst &#252;blichen H&#228;ngung nach Regionen &#252;blich ist.</p>

<p>Mich interessierte aber etwas anderes: Ist es m&#246;glich, mit einem mobilen, digitalen Endger&#228;t (Smartphone oder Tablet-PC), den Bildern lernend zu begegnen? Kann ich auch diesem Wege meine eigene F&#252;hrung zu Werken, die mir auffallen, gestalten? Wie fruchtbar sind die Informationen zu Kunstwerken und K&#252;nstlern, die ich auf diesem Wege, vor dem Original stehend oder sitzend, bekomme, f&#252;r mein eigenes Lernen in Sachen Malerei?</p>

<p>Also nahm ich mein iPad mit in die Ausstellung. Dagegen hatte offensichtlich keine der Aufsichtspersonen etwas einzuwenden. Im Gegenteil: Als ich da sa&#223;, ein Bild anschaute und las, was ich zu dem Bild finden konnte, wurde ich neugierig befragt, was ich da mache. Meine Auskunft, dass ich mich &#252;ber die Bilder kundig mache und dazu das Internet nutze, reduzierte die Neugier nicht, was mir ein Zeichen war, dass, selbst in einem so renomierten und gut besuchten Museum wie dem St&#228;del, mein Vorgehen alles andere als allt&#228;gliches Besucherverhalten zu sein scheint.</p>

<p>Zun&#228;chst nahm ich mir eines der ber&#252;hmtesten Bilder im St&#228;del vor,  Jan van Eycks „Lucca-Madonna“. Es war &#252;berhaupt kein Problem, umfassende Informationen zu diesem Bild online zu finden. Der zugeh&#246;rige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lucca-Madonna" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a> ist sogar richtig gut (auch wenn das beigef&#252;gte Bild in seiner Farbtreue gegen&#252;ber dem Original keinerlei realen Eindruck von der wirklichen Aura dieses Bildes vermitteln kann). Und so begann ich meine Reise durch das Bild, entdeckte Details, die mir beim bisherigen Betrachten des Bildes immer wieder gar nicht aufgefallen waren, erfuhr etwas &#252;ber den Entstehungsprozess des Bildes, bekam Anregungen, wie das Bild gedeutet werden k&#246;nnte, von denen ausgehend ich mir dann meine eigenen Gedanken machen konnte.</p>

<p>Wenn ich gewollt h&#228;tte, h&#228;tte ich mich nun auf die im Saal vorhandene Sitzbank setzen (leider sind nicht in allen S&#228;len Sitzb&#228;nke verf&#252;gbar) und meine eigenen Eindr&#252;cke aufschreiben k&#246;nnen. Darauf habe ich bei diesem Test einmal verzichtet, weil ich das gleiche Vorgehen auch noch bei anderen Werken ausprobieren wollte.</p>

<p>Das zweite Bild, das ich mir ausw&#228;hlte, war <a href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=337&amp;ObjectID=436" target="_blank">Adam Elsheimers „Sintflut“</a>. Eine Basisinformation zu dem Bild fand ich <a href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=337&amp;ObjectID=436" target="_blank">auf der St&#228;del-Website</a>.  &#196;hnlich ausf&#252;hrliche Darstellungen, wie ich sie bei van Eycks „Lucca-Madonna“ online gefunden hatte, konnte ich zu diesem Bild zwar nicht finden, st&#252;rzte mich dann aber auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adam_Elsheimer" target="_blank">Wikipedia-Seite zu Adam Elsheimer</a>. Und auf diesem Wege bekam ich zumindest Hilfestellung f&#252;r den Zugang zu dem Werk, wenn auch keine umfassende Bilddeutung.</p>

<p>Meinen letzten Versuch startete ich beim neusten Bild, das in der Ausstellung zu sehen ist: Daniel Richters 2007 entstandenes <a href="http://arttattler.com/Images/Europe/Germany/Frankfurt/die%20Stadel/Chronological%20Order/o_24_Richter_Horde_2007.jpg" target="_blank">Bild „Horde“</a>. Dass es von der „Lucca-Madonna“ bis zu „Horde“ einiges an Umbr&#252;chen in der Malerei gegeben haben muss, ist auf den ersten Blick zu erkennen, auch wenn Richters Bild selbst fig&#252;rlich gehalten ist, nicht zur abstrakten Kunst gez&#228;hlt werden kann. Aber was w&#252;rde ich &#252;ber ein so neues Bild mithilfe meines Online-Zugriffs herausfinden?</p>

<p>In diesem Falle waren ein A<a href="http://www.twocoatsofpaint.com/2010/01/daniel-richter-at-essl-museum.html" target="_blank">rtikel &#252;ber eine Ausstellung des K&#252;nstlers auf Englisch</a> und <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51373607.html" target="_blank">ein Spiegel-Artikel, der Daniel Richter vorstellt</a>. Wieder keine ausf&#252;hrliche Bildinterpretation, wie ich sie bei van Eyck gefunden hatte und bei sicherlich vielen Werken der Ausstellung finden k&#246;nnte, aber doch Informationen zum K&#252;nstler und seiner Malerei, die es mir erm&#246;glichten, einen Zugang zu diesem monumentalen Werk zu bekommen.</p>

<p>Zufrieden beendete ich diesen Besuch im St&#228;del, packte das iPad wieder ein und hatte den Eindruck, in diesen knapp 90 Minuten wieder etwas mehr &#252;ber Malerei und Kunst gelernt zu haben – obwohl und gerade weil nicht zu allen Bildern ausf&#252;hrliche Bildbeschreibungen zu finden waren.</p>

<p>Beim Lernen geht es ja gerade nicht darum, dass Informationen vorgekaut aufgenommen werden, sondern darum, eigene (auf Wissen basierende) Kompetenzen aufzubauen. In diesem Falle steht also die Frage im Raum, ob ein Betrachten von Bildern in einem Museum mit Hilfe von online vor Ort verf&#252;gbaren Informationen zu einem solchen Kompetenzaufbau beitragen kann.</p>

<ol>
    <li>Bei van Eycks „Lucca-Madonna“ hatte ich eine exemplarische Bildanalyse verf&#252;gbar, die mir zeigte, worauf bei einer Bildanalyse alles geachtet werden kann und mich zus&#228;tzlich mit interessanten, aber f&#252;r die Analyse nicht unbedingt notwendigen, Informationen versorgte. Auf dieser Basis sollte dann aber auch die Begegnung mit anderen Bildern m&#246;glich sein, an denen ich die durch die exemplarische Bildanalyse geschulte Aufmerksamkeit erproben k&#246;nnte, auch wenn ich keine ausf&#252;hrliche Bildanalyse finden kann.</li>
    <li>Bei Adam Elsheimers „Sintflut“ fand ich mich dann (zum Gl&#252;ck) auch gleich in der Situation vor, dass ich keine ausf&#252;hrliche Bildanalyse im Netz ausfindig machen konnte, aber Basisinformationen, die als Grundlage f&#252;r ein genaues Betrachten des Bildes ausreichen sollten, hatte ich doch an van Eycks Bild zuvor gelernt, worauf alles bei einer Bildanalyse geachtet werden kann. Hier konnte ich nun erproben, ob dieses Wissen reicht, um eine Kompetenzsteigerung im Umgang mit einem mir bis dahin unbekannten Bild festzustellen. Wenn ich den in meinem Kopf stattgefunden habenden Dialog mit dem Bild &#252;berdenke, gewinne ich den Eindruck, dass ich mehr von Elsheimers „Sintflut“ gesehen habe, als ich es ohne diesen ersten Schritt der exemplarisch durchgef&#252;hrten Bildanalyse h&#228;tte sehen k&#246;nnen.</li>
    <li>Bei Daniel Richters „Horde” erging es mir &#228;hnlich, wie bei Elsheimers Sintflut. Ich fand Artikel zum Maler, ein paar Hintergr&#252;nde zur grunds&#228;tzlichen Ausrichtung der Bilder und konnte dazu auch noch auf Vorwissen in Sachen „Moderne Malerei / Kunst“ zur&#252;ckgreifen, weil ich mich mit diesem Bereich der Kunstgeschichte schon in anderen Zusammenh&#228;ngen besch&#228;ftigt habe.</li>
</ol>

<p>Der Zugang zum Internet, die Recherche nach Informationen zu Bildern, die ich w&#228;hrend meines Besuches spontan ausw&#228;hlte, weil sie mich angesprochen haben, hat nicht dazu gef&#252;hrt, dass ich vorgekautes, enzyklop&#228;disches Wissen zu den Bildern bekommen habe. Mir scheint das eine der &#196;ngste zu sein, wenn man sich fragt, ob man mobile Computer mit Internetzugang in Bildungszusammenh&#228;ngen einsetzen soll oder nicht. Die Angst ist nicht unbegr&#252;ndet, aber ich entdeckte, dass es eben nicht zu jedem Bild (und das gilt auch f&#252;r Gedichte, Dramen und Romane im Deutschunterricht) ausf&#252;hrliche Einzelanalysen gibt, aber Informationen, die meinen eigenen Prozess der Besch&#228;ftigung mit Bildern, die mich angesprochen haben, f&#246;rdern k&#246;nnen.</p>

<p>Auch wenn ich es toll finde, wie das MoMa in New York mittlerweile <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/26/apps-nicht-nur-fuer-lehrer-moma-abexny/" target="_blank">Smartphones und das iPad nutzt</a>, um Besucherinnen und Besuchern, aber auch Interessierten, die nicht die M&#246;glichkeit haben, das Museum mal eben so zu besuchen, Unterst&#252;tzung beim lernenden Zugang zur Kunst zu geben, so kann ich auch der von mir gemachten, nicht durch Museumskuratoren gepr&#228;gten, Erfahrung etwas abgewinnen, externe Informationen zu Bildern und K&#252;nstlern im Internet w&#228;hrend der direkten Begegnung mit Originalen zu nutzen.</p>

<p>Interessant fand ich dabei, dass ich wirklich meinen Sehinteressen gefolgt bin. Wenn mich ein Bild neugierig machte, ansprach, blieb ich stehen, betrachtete es, suchte nach zus&#228;tzlichen Informationen online, die meine Betrachtung vertieften. Diese Informationen waren didaktisch nicht aufbereitet, sondern „einfach so“ verf&#252;gbar, was dieses Form des Lernens nat&#252;rlich nur dann sinnvoll sein l&#228;sst, wenn z. B. Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern, mit denen ich mir einen solchen Museumsbesuch vorstellen k&#246;nnte, mit solchen Texten sinnerfassend angemessen umgehen k&#246;nnen. Oberstufensch&#252;ler und Oberstufensch&#252;lerinnen, vielleicht noch mit Kunst-LK, aber das w&#228;re nicht unbedingt n&#246;tig, k&#246;nnten dies sicherlich leisten.</p>

<p>Bleibt die Technikbarriere, denn nicht jeder Sch&#252;ler hat ein Smartphone oder gar einen Tablet-PC, das oder der einen mobilen Internetzugang hat; noch weniger k&#246;nnen Schulen solche Endger&#228;te in der Regel zur Verf&#252;gung stellen. Aber dieses Problem ist f&#252;r meinen Test erst einmal zweitrangig.</p>

<p>Ich wollte wissen, ob ein Lernen im Museum mit digitalen Endger&#228;ten, die den Zugriff auf Ressourcen im Internet erlauben, m&#246;glich ist und einen Lernfortschritt bringen kann. Die Antwort nach diesem Besuch im St&#228;del lautet eindeutig „Ja“. Ich werde, zumindest im Geltungsbereich meines mobilen Datenvertrages, zuk&#252;nftig wohl kaum noch ohne iPad im Museum anzutreffen sein, weil ich den Zugriff auf Informationen w&#228;hrend des Museumsbesuchs als fruchtbar erlebt habe, die Bildschirmgr&#246;&#223;e dem Smartphone deutlich &#252;berlegen ist und ich gegebenenfalls meine eigenen Gedanken zu den Bilder direkt vor Ort lesbar und sogar im Stehen notieren kann.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Bildungsplattformen &amp; Schulbuchverlage am Bsp. lo-net und Antolin</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 18:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abstract: Dieser Artikel arbeitet induktiv, das hei&#223;t, er geht von einem beobachteten, speziellen Ph&#228;nomen aus und gelangt von diesem zu allgemeineren &#220;berlegungen, in deren Kontext das Ph&#228;nomen eingeordnet wird. Ausgangspunkt ist der Wechsel des Betreibers von lo-net, die allgemeineren &#220;berlegungen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/bildungsplattformen-schulbuchverlage-am-bsp-lo-net-und-antolin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Abstract: Dieser Artikel arbeitet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Induktion_%28Denken%29" target="_blank">induktiv</a>, das hei&#223;t, er geht von einem beobachteten, speziellen Ph&#228;nomen aus und gelangt von diesem zu allgemeineren &#220;berlegungen, in deren Kontext das Ph&#228;nomen eingeordnet wird.</em></p>

<p><em>Ausgangspunkt ist der Wechsel des Betreibers von lo-net, die allgemeineren &#220;berlegungen stellen dann grunds&#228;tzliche Fragen zur Rolle von Schulb&#252;chern und Bildungsmedien in (schulischen) Bildungszusammenh&#228;ngen.</em></p>

<p><em>Daraus ergeben sich &#220;berlegungen &#252;ber die Zukunft von Bildungsmedien, die im Unterricht eingesetzt werden. <span id="more-5262"></span><br /> </em></p>

<h3>Der aktuelle Anlass: Betreiberwechsel bei lo-net</h3>

<p>Am Anfang war<a href="http://www.lo-net2.de" target="_blank"> lo-net</a> ein Projekt des gemeinn&#252;tzigen Vereins „<a href="http://www.schulen-ans-netz.de/" target="_blank">Schulen ans Netz e. V</a>“ und  „<a href="http://lehrer-online.de/" target="_blank">Lehrer online</a>“. Es wurde mit Mitteln des Bundesministeriums f&#252;r Bildung und Forschung und der Telekom gef&#246;rdert. Dann wurde lo-net zu einer eigenen GmbH und nun gab es erneut einen Betreiberwechsel: Lo-Net geh&#246;rt nun zum Portfolio des Cornelsen-Verlages, der im Schulbuchmarkt eine gewichtige Rolle spielt.</p>

<p>Laut Mitteilung an die Benutzer auf lo-net, wird f&#252;r die Nutzer alles gleich bleiben: Staatliche Schulen k&#246;nnen lo-net weiter kostenlos nutzen. Ziel der &#220;bernahme sei es, der Plattform eine langfristige Perspektive zu geben. Allerdings ist dabei zu beachten, dass es in den Nutzungsbedingungen hei&#223;t, der Dienst bestehe aus kostenlosen Grunddiensten sowie gegebenenfalls aus kostenpflichtigen Zusatzdiensten.</p>

<p>Liest man die Nutzungsbedingungen weiter, so wird ausdr&#252;cklich darauf hingewiesen, dass kein rechtlicher Anspruch auf die Zurverf&#252;gungstellung bestimmter kostenloser Dienste bestehe, ja, es wird so gar gesagt, dass der Betreiber keine Zusicherung f&#252;r einen bestimmten Leistungsumfang gebe. Das Recht, die zur Verf&#252;gung gestellten kostenlosen Dienste in Art und Umfang zu ver&#228;ndern, beh&#228;lt sich der Betreiber ausdr&#252;cklich vor.</p>

<p>Zugegeben, ich wei&#223; nicht, ob hier eine &#196;nderung der Benutzungsbedingungen f&#252;r lo-net stattgefunden hat, die alten Nutzungsbedingungen habe ich gerade nicht vorliegen, aber es scheint mir, dass die &#220;bernahme von lo-net durch den Cornelsen-Verlag mehr als nur ein Betreiberwechsel ist. Mir ist diese &#220;bernahme Anlass f&#252;r ein paar grunds&#228;tzliche &#220;berlegungen zur Bedeutung digitaler Bildungsmedien in der nahen Zukunft. Doch zun&#228;chst als Erl&#228;uterung:</p>

<h3>Was ist Lo-Net?</h3>

<p>Laut Selbstdarstellung ist Lo-Net eine Plattform f&#252;r Schule und Unterricht, die mittlerweile von &#252;ber 6500 Schulen in Deutschland genutzt wird. Es hei&#223;t zur Zeit auf der Startseite von Lo-Net:</p>

<blockquote><p>„lo-net² macht den Traum von der virtuellen Schule<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/bildungsplattformen-schulbuchverlage-am-bsp-lo-net-und-antolin/#footnote_0_5262" id="identifier_0_5262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Traum der virtuellen Schule? Nein, die Face-to-Face-Situation ist konstitutiv f&amp;#252;r Unterricht. Vergleiche hierzu diesen Beitrag &ndash; Anmerkung von HL">1</a></sup> wahr: Lehrkr&#228;fte und Lernende arbeiten in Klassen und Kursen online zusammen, Schulorganisation und Elternarbeit finden im Netz statt. Bereits mehr als 6.500 Schulen nutzen bundesweit die webbasierte Lern- und Arbeitsplattform lo-net², die umfassende und innovative L&#246;sung f&#252;r Schulen.“ (<a href="http://www.lo-net2.de" target="_blank">Quelle</a>)</p></blockquote>

<p>Dabei ist lo-net, das mag den Reiz f&#252;r Schulen ausmachen, es zu nutzen, eine in sich geschlossene Infrastruktur, die so ziemlich alle M&#246;glichkeiten anbietet, die im Web heute bekannt sind. In der <a href="http://www.lo-net2.de/ww3ee/101505.php?sid=66741591858404529429036023602160" target="_blank">Selbstdarstellung</a> hei&#223;t es:</p>

<blockquote><p>„Von werbefreien E-Mail-Adressen, Mailinglisten, Dateiablagen, modernen  Web 2.0-Tools wie Blogs und Wikis bis hin zu didaktischen Werkzeugen wie  dem Lernplan bietet lo-net² alle Funktionen, die vernetztes und  kreatives Arbeiten und Lernen in der Schule und von au&#223;erschulischen  Lernorten aus unterst&#252;tzen. Verstetigen Sie mit lo-net² den effektiven  Einsatz von PCs, Notebooks, interaktiven Whiteboards und digitalen  Medien im Unterricht.“</p></blockquote>

<p>Kurz: Lo-Net versteht sich als eine nahezu alle Bed&#252;rfnisse von Schulen in Bezug auf E-Learning-/E-Teaching-Arrangements im Unterricht abdeckende Plattform, die nur berechtigten Nutzern (Schulen, Lehrern und &#252;ber sie angemeldeten Lerngruppen) zur Verf&#252;gung steht und somit einen gesch&#252;tzten Raum f&#252;r die Arbeit mit digitalen Vernetzungswerkzeugen bietet.</p>

<p>Auf Lehrer-Online findet sich folgende Beschreibung der Einsatzm&#246;glichkeiten von Lo-Net:</p>

<blockquote><p>„Die Spannweite der Einsatzm&#246;glichkeiten von lo-net² reicht von  Sekretariatsaufgaben der Schulorganisation bis hin zur eigentlichen  p&#228;dagogischen Arbeit in virtuellen Klassenr&#228;umen und f&#252;hrt alle an  Schule beteiligten Personen &#252;ber das Internet zusammen.“ (<a href="http://www.lehrer-online.de/arbeiten-mit-lo-net2.php" target="_blank">Quelle</a> – Mehr auf der verlinkten Seite)</p></blockquote>

<p>Potentiell handelt es sich bei Lo-Net also um eine sehr umfassende, damit aber potentiell auch datenintensive, Plattform, in der Daten aller an Schule beteiligten Personen anfallen. Doch dazu sp&#228;ter mehr.</p>

<h3>Eigene Erfahrungen mit Lo-Net</h3>

<p>Lo-Net war in aller Munde. Ich kam gar nicht umhin, mir einen Account freischalten zu lassen. Es gibt Schulen, in denen ist Lo-Net <em>das</em> Instrument, wenn es um digitalen Medieneinsatz im Unterricht geht. Die Idee fand ich spannend und dann war das ganze auch noch von einem gemeinn&#252;tzigen Verein ins Leben gerufen worden. Ja, das galt es nat&#252;rlich zu unterst&#252;tzen.</p>

<p>Aber: Ich habe Lo-Net im Unterricht nicht genutzt. Selbst mir, der ich mit digitalen Arbeitsinstrumenten nicht unerfahren bin, war die Benutzung zu kompliziert, zu wenig intuitiv. Es ist mir nicht gelungen, bei meinen Tests der Plattform einen Workflow zu entwickeln, der dem Flow-Effekt nahe kommt, den ich sonst im Umgang mit digitalen Instrumenten kenne.</p>

<p>Sicher: Ein Vorteil von Lo-Net ist, dass hier eine Plattform zur Verf&#252;gung steht, in die alle mit ihr arbeitenden Personen nur einmal eingef&#252;hrt werden m&#252;ssen. Wenn also Schulen als Ganzes auf diese Plattform setzen, wirkt dies der Zersplitterung entgegen, die eintritt, wenn ein Lehrer mit <a href="http://moodle.org" target="_blank">Moodle</a> arbeitet, ein anderer mit Lo-Net, ein dritter mit noch einer anderen Plattform. Ja, es ist sinnvoll, an einer Schule nur eine E-Learning-Plattform zu haben, wenn man eine solche will. Es ist sinnvoll, wenn die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler im Physik-Unterricht die gleiche Plattform nutzen k&#246;nnen wie im Deutschunterricht oder allen anderen F&#228;chern.</p>

<p>Laut <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/BildungForschungKultur/Schulen/Tabellen/Content75/AllgemeinbildendeSchulenSchularten,templateId=renderPrint.psml" target="_blank">Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2009/10 in Deutschland 34 642 Schulen</a>. &#220;ber 6500 von diesen (ca. 20%) nutzen nach der Selbstdarstellung der Website die Plattform lo-net, auch wenn aus den Daten bei lo-net nichts &#252;ber die Nutzungsintensit&#228;t an den teilnehmenden Schulen hervorgeht. Doch die Erfahrung lehrt mich, dass es in der Regel eher einige Lehrkr&#228;fte sind, die dieses System nutzen und nicht unbedingt ganze Kollegien.</p>

<p>Dennoch: Lo-Net hat den Fu&#223; in der T&#252;r von ca. jeder f&#252;nften Schule in Deutschland.</p>

<h3>Wenn der Betreiber wechselt – oder: Schule als Wirtschaftsfaktor</h3>

<p>Dieser Fu&#223; in der T&#252;r der Schulen hat nun einen neuen Namen bekommen, auch wenn es in den Schulen ein alt bekannter Name ist, da es sich um einen gewichtigen Schulbuchverlag handelt: Cornelsen.</p>

<p>Diesen Schritt halte ich f&#252;r bemerkenswert, sind die Schulbuchverlage doch bislang mit der Nutzung des Internets zur Unterst&#252;tzung des konkreten Unterrichts unter Ber&#252;cksichtigung von Web 2.0-Tools, vorsichtig ausgedr&#252;ckt, abwartend, zur&#252;ckhaltend bzw. einfach nicht pr&#228;sent. Das Kerngesch&#228;ft sind Schulb&#252;cher – und in diesem Bereich werden sehr beeindruckende Auflagen erzielt.</p>

<p>Entsprechend abh&#228;ngig sind Schulbuchverlage von den Mitteln, die politisch f&#252;r Bildung zur Verf&#252;gung gestellt werden. Naheliegend, dass entsprechend eher nicht zu erwarten ist, dass sich ein Verlag an Open-Source-Projekten beteiligt.</p>

<p>Verlage sind wirtschaftlich, das sage ich hier ohne jegliche Wertung, von geschlossenen Systemen wie dem Copyright oder propriet&#228;ren E-Learning-Plattformen abh&#228;ngig. lo-net war nie ein Open-Source-Projekt, wie man es bei mit &#246;ffentlichen Mitteln (Steuergeldern) gef&#246;rderten Angeboten eigentlich erwarten k&#246;nnte. F&#252;r einen Verlag also die ideale Plattform, um in diesem Bereich Fu&#223; zu fassen.</p>

<p>Vor diesem Hintergrund erscheinen mir dann auch die <a href="http://www.cornelsen.de/ueber_c/1.c.1967445.de?hasjs=1290348885&amp;submittedByForm=1&amp;gsid=1.c.1724890.de&amp;id=1967445&amp;in_no_cookies_but_javascript_loop=3&amp;javascript_manually_indicated_by_user=false" target="_blank">Forderungen zum Bildungsgipfel der Bundesregierung am 10. Juni 2010</a> sehr lesenswert, die sich auf der Website des Cornelsen-Verlags finden. Die Forderungen k&#246;nnen kurz gefasst so zusammengefasst werden: Bitte so viel Geld wie m&#246;glich in den Bildungssektor, vor allem dort, wo es um die Anschaffung von Bildungsmedien geht.</p>

<p>Unter anderem hei&#223;t es dort:</p>

<blockquote><p>„Mit digitalen Inhalten, die sich f&#252;r Kernaufgaben des Unterrichts nutzen  lassen und auf Lehrplan und Unterrichtssituation zugeschnitten sind,  w&#252;rden viele die Schulstunde medialer gestalten. Effizient werden  digitale L&#246;sungen erst mit geeigneten Inhalten und Konzepten, aber die  kosten Geld und m&#252;ssen bezahlt werden.“</p></blockquote>

<p>Ein verlockendes Argument mit automatisiertem Zustimmungspotential. Doch es ist die Logik eines Wirtschaftsunternehmens, die hier zum Ausdruck kommt. Ich warte z. B. bislang vergeblich darauf, dass es Schulb&#252;cher als E-Books gibt, die parallel zu den gedruckten Ausgaben genutzt werden k&#246;nnen. – Solche E-Books w&#228;ren nur ein erster Schritt, da eine 1:1-Abbildung der Schulb&#252;cher in digitaler Form weit unter den M&#246;glichkeiten bliebe, die digitale Lernmedien bieten k&#246;nnen, aber in der gegenw&#228;rtigen Situation erschiene mir ein ein solcher Schritt als erster Schritt als klares Zeichen, wohin es mit Unterrichtsmedien in den n&#228;chsten zehn Jahren gehen kann. Oder ist der Mangel an solchen E-Books Ausdruck eines mangelnden Marktes, sprich: Ausdruck der Distanz vieler Lehrender zu solchen Medien und deren Nutzung in Unterrichtskontexten?</p>

<p>Gleichzeitig entdecke ich Portale mit tollen Ans&#228;tzen, die aber geschlossene Systeme sind, zum Beispiel die vom Schroedel-Verlag betriebene Quizseite zur Lesef&#246;rderung <a href="http://www.antolin.de/" target="_blank">Antolin</a>, deren Nutzung f&#252;r Schulen bislang 169 Euro pro Jahr kostet (ab 1.1.2011 179 Euro), eine Klassenlizenz kostet bislang 35 Euro (ab 1.1.2011 39 Euro). Dar&#252;ber hinaus gibt es keine Lizenzen f&#252;r Privatpersonen (z. B. Eltern, die Antolin ihren Kindern zur Verf&#252;gung stellen wollen).</p>

<p>Angesichts der Tatsache, dass sich viele Schulbuchverlage im Rahmen digitaler Lernmedien nach wie vor auf plattformabh&#228;ngige Lernsoftware beschr&#228;nken, die die entsprechende Software in der Regel nur f&#252;r Windows-Rechner einsetzbar macht, l&#228;sst den „innovativen“ Anspruch erkennen, den Verlage haben, die auf browsergest&#252;tzte Angebote zu setzen beginnen, wie das bei Antolin der Fall, wie das nun aber auch bei der &#220;bernahme von Lo-Net durch Cornelsen zu beobachten ist.</p>

<h3>Zukunft der Bildungsmedien</h3>

<p>Es deutet sich also an, dass auch Schulbuchverlage zu der Meinung gelangen, dass die Zukunft der Bildungsmedien in gewissem Rahmen eine digitale sein k&#246;nnte. Da hier noch so manche Frage im didaktischen und methodischen Kontext offen ist, formuliere ich dies im Konjunktiv, denn die Entwicklung von Positionen zu diesem Thema ist nach wie vor im Fluss.</p>

<p>Dennoch sagen bereits heute manche Bildungsmenschen voraus, dass das Schulbuch vermutlich von E-Books abgel&#246;st werden wird. Dies halte ich f&#252;r die noch zur&#252;ckhaltendere Variante, die die M&#246;glichkeiten der medialen Integration in digitalen Lehrwerken m&#246;glicherweise zu knapp in den Blick nimmt. Die digitalen Ausgaben mancher Zeitungen f&#252;r Tablet-PCs zeigen teilweise schon, in welche Richtung eine solche Integration unterschiedlicher Medien gehen kann (Text, Bild, Audio, Video, interaktive Grafiken etc.)</p>

<p>In schulischen Bildungszusamenh&#228;ngen spielen solche Formen bislang eine eher zu vernachl&#228;ssigende Rolle, auch wenn der langsame Einzug von interaktiven Whiteboards und die langsam gr&#246;&#223;er werdende Verf&#252;gbarkeit von Beamern langsam zu einer solchen Integration hin f&#252;hrt.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/bildungsplattformen-schulbuchverlage-am-bsp-lo-net-und-antolin/#footnote_1_5262" id="identifier_1_5262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nat&amp;#252;rlich werden schon heute unterschiedlichste Medien im Unterricht eingesetzt: Audio im Sprachenunterricht, Lehrfilme, Netzrecherchen etc., hier aber spreche ich von einer Integration dieser Optionen in digitalen Unterrichtsmaterialien / Lehrwerken, was noch einmal etwas ganz anderes ist.">2</a></sup></p>

<p>Diese Entwicklung hat zwar bislang nach au&#223;en hin kaum Niederschlag in den Angeboten der Schulbuchverlage gefunden, aber ich bin mir sicher, dass die entsprechenden Redaktionen diese Entwicklungen im Blick haben und &#252;berlegen, wie sie &#246;konomisch erfolgversprechend umgesetzt werden k&#246;nnen.</p>

<h3>Das Problem des Datenschutzes</h3>

<p>Doch so absehbar die Entwicklung hin zu digitalen Formen der Unterst&#252;tzung des Lernens auch ist, so gibt es dabei auch Probleme. Das schwerwiegendste scheint mir das des Datenschutzes zu sein. Was geschieht z. B. mit all den Daten, die auf einer Plattform wie Lo-Net generiert werden? Wer sich als registrierter Benutzer dieser Tage bei Lo-Net einloggt, soll sich mit der &#220;bertragung der Daten auf den neuen Betreiber einverstanden erkl&#228;ren, kann dieser aber auch widersprechen, was nat&#252;rlich mit dem Ende der M&#246;glichkeit des Einsatzes der Plattform im Unterricht verbunden ist.</p>

<p>Dabei bleiben zentrale Fragen offen. Z. B. kann ich in der <a href="https://www.lo-net2.de/ww3ee/554809.php?sid=77840636135189370029034613472740" target="_blank">Datenschutzerkl&#228;rung Lo-Nets</a> keinen Hinweis darauf finden, ob die Daten eigentlich serverseitig verschl&#252;sselt sind, was ich f&#252;r einen solchen, potentiell datenintensiven Dienst eigentlich voraussetze. Auch die E-Mail-Funktion in Lo-Net arbeitet unverschl&#252;sselt, sodass sich hier kein Mehrwert gegen&#252;ber „normaler E-Mail-Adressen“ ergibt, die ohne Verschl&#252;sselungstechnologie wie z. B. <a href="http://www.pgp.com/de/" target="_blank">PGP</a> oder <a href="http://www.gnupg.org/" target="_blank">GNUPG</a> arbeiten.</p>

<p>Zwar hei&#223;t es in der <a href="http://www.lo-net2.de/ww3ee/554809.php?sid=89512830323400455129036493649310" target="_blank">Datenschutzerkl&#228;rung</a> auf Lo-Net in der Fassung vom 17.11.2010:</p>

<blockquote><p>„In keinem Fall werden personenbezogene Daten der lo-net2 Mitglieder von der Cornelsen Verlag GmbH verkauft oder anderweitig vermarktet“,</p></blockquote>

<p>was im Vergleich zu der Nutzung personenbezogener Daten z. B. auf Facebook schon einmal ganz gut klingt, aber, zumindest kann ich keinen anders gearteten Hinweis finden, serverseitig scheint keine Verschl&#252;sselung der Daten zu erfolgen, auch wenn die Verbindung eingeloggter Benutzer verschl&#252;sselt ist (https), was so auch nicht jeder Anbieter als Standard erm&#246;glicht, sodass zumindest die Kommunikation mit dem Server „sicher“ ist.</p>

<p>Mit der &#220;bernahme von Lo-Net durch den Cornelsen-Verlag ist also die Notwendigkeit eines Einverst&#228;ndnisses des Daten&#252;bertragung an den neuen Anbieter verbunden, was rechtlich betrachtet eine Formalit&#228;t ist, die aber, angesichts der Tatsache, dass ich urspr&#252;nglich meine Daten einem gemeinn&#252;tzigen Verein gab, dann der &#220;bertragung auf die Lo-Net GmbH zustimmte und diese Daten nun einem der gewichtigen Schulbuchverlag &#252;bertragen werden sollen, ein qualitative Sprung ist, der mich nachdenklich stimmt.</p>

<h3>Das Problem des Copyrights</h3>

<p>In der Regel wird im schulischen Bereich das Copyright vor allem in Bezug auf kommerziell erstellte Inhalte von Schulbuch- und Bildungsmedienanbietern bezogen.</p>

<p>Mit der &#220;bernahme einer Plattform wie Lo-Net durch den Cornelsen-Verlag wird aber auch die Frage des Copyrights der von Lehrenden eigenst&#228;ndig erstellten Materialien relevant.</p>

<p>Gut, ich habe in den Nutzungsbedingungen zu Lo-Net <em>keinen</em> Hinweis gefunden, dass sich der Verlag die kommerzielle Nutzung der von Lehrenden eingestellten Materialien vorbeh&#228;lt, ich habe aber auch keinen Hinweis gefunden, dass das Copyright der erstellen Materialien dezidiert bei den Erstellern bleibt, was aber dann erst einmal die Regel sein d&#252;rfte, solange nichts anderes angegeben ist.</p>

<p>Wie aber wird sich dies weiter entwickeln? Es k&#246;nnte f&#252;r einen Verlag einen gewissen Reiz haben, Lehrern Raum f&#252;r Material und auch Materialtausch anzubieten, der dann vom Verlag kommerziell genutzt werden kann. Diese Gefahr sehe ich aktuell bei der &#220;bernahme von Lo-Net nicht, aber kommerziell gedacht ist das sicherlich ein verf&#252;hrerischer Gedanke…</p>

<h3>Alternativen und Visionen</h3>

<p>In den schon zitierten <a href="http://www.cornelsen.de/ueber_c/1.c.1967445.de?hasjs=1290348885&amp;submittedByForm=1&amp;gsid=1.c.1724890.de&amp;id=1967445&amp;in_no_cookies_but_javascript_loop=3&amp;javascript_manually_indicated_by_user=false" target="_blank">Forderungen zum Bildungsgipfel der Bundesregierung am 10. Juni 2010</a> hei&#223;t es:</p>

<blockquote><p>„Effizient werden  digitale L&#246;sungen erst mit geeigneten Inhalten und  Konzepten, aber die  kosten Geld und m&#252;ssen bezahlt werden.“</p></blockquote>

<p>Das ist richtig. Im Kontext bedeutet diese Aussage, verbunden mit der Forderung gen&#252;gend Mittel f&#252;r Bildungsmedien zur Verf&#252;gung zu stellen aber auch, dass hier prim&#228;r ein berechtigtes Interesse der Schulbuch- und Bildungsmedienanbieter ber&#252;cksichtigt wird.</p>

<p>Andererseits wird in den n&#228;chsten Jahren angesichts der ins Grundgesetz aufgenommenen „Schuldenbremse“ und der Gesamtverschuldung von Bund, L&#228;ndern und Kommunen, die Frage der Kosteneffizenz und der Einsparm&#246;glichkeiten im schulischen Bereich mit Sicherheit weiter eine wichtige Rolle spielen.</p>

<p>Doch von den finanziellen Fragen abgesehen, wenn es um Bildung geht, wird immer von Geld gesprochen, stellt sich die Frage, wie effiziente digitale L&#246;sungen mit geeigneten Inhalten und Konzepten eigentlich erstellt werden…</p>

<p>Zu diesem Thema habe ich mir an andere Stelle unter der &#220;berschrift <a title="Permanent Link: Schulb&#252;cher und freie Unterrichtsmaterialien" rel="bookmark" href="../../2010/05/01/schulbuecher-und-freie-unterrichtsmaterialien/">Schulb&#252;cher und freie Unterrichtsmaterialien</a> bereits Gedanken gemacht, die ich hier nicht wiederholen will.</p>

<p>Die Frage der Materialienpools zu Unterrichtsthemen, die Frage des Austauschs der von Lehrenden selbst erstellten Unterrichtsentw&#252;rfe und Materialien, wird in Kollegien immer mal wieder angesprochen. Ein solcher Austausch findet auch statt, selbst wenn mir immer wieder von Lehrenden berichtet wird, die auf ihren Materialien wie auf einem Schatz sitzen sollen – begegnet ist mir ein solcher Lehrer noch nicht, vielleicht ist das ja nur ein Mythos.</p>

<p>Offene, kostenfrei verf&#252;gbare Materialienpools w&#252;rden den Schulbuchverlagen sicher nicht gefallen, sie w&#252;rden mit Sicherheit all ihre Lobby-Kraft einsetzen, um dies zu verhindern, aber die L&#228;nder als Schultr&#228;ger k&#246;nnten durchaus in diesem Bereich viel zur Unterst&#252;tzung der Lehrenden tun, w&#252;rden sie Plattformen einrichten, die f&#252;r Lehrende zu echten Vernetzungsplattformen werden k&#246;nnten,   &#228;hnlich wie <a href="http://www.rpi-virtuell.net/home/uebersicht" target="_blank">rpi-virtuell</a> oder auch (angesichts sehr reduzierter Austauschm&#246;glichkeiten und eigentlich dringend n&#246;tiger, aber nicht vorhandener Qualit&#228;tssicherungsmechanismen nur in sehr eingeschr&#228;nktem Ma&#223;e vorbildich) <a href="http://4teachers.de/" target="_blank">4teachers</a>, was aber wiederum eine eher kommerziell ausgerichtete Plattform zu sein scheint, da von der <a href="http://www.4teachers.de/?action=static&amp;t=impressum" target="_blank">4teachers GmbH</a> betrieben.</p>

<p>Gel&#228;nge es, solche Plattformen einzurichten, diese mit Qualit&#228;tssicherungsmechanismen (Peer-Review etc.) auszustatten und so inhaltlich starke, methodisch und didaktisch angemessen aufbereitete Materialienpools zu entwickeln, so k&#246;nnte dies die Kosten f&#252;r effiziente digitale L&#246;sungen mit geeigneten Inhalten und  Konzepten vermutlich senken, sehr zum Leidwesen der Schulbuchverlage, die dann sicherlich die Frage des Arbeitsplatzabbaus in den Ring werfen w&#252;rden.</p>

<p>Angesichts der Entwicklung der Schulen hin zu Konzepten von Bildungsstandards und Kerncurricula, stellt sich sowieso die Frage, wenn die Schulen bez&#252;glich der Hauscurricula wirklich die Freiheit bekommen sollten, die zum Teil angedacht sind, welche Rolle in dieser Hinsicht relativ unflexible Schulb&#252;cher spielen k&#246;nnen.</p>

<p>Notwendig werden Module, die im Rahmen der Output-Orientierung neuer Vorgaben f&#252;r schulischen Unterricht genutzt werden k&#246;nnen und dar&#252;ber hinaus eine gewisse Flexibilit&#228;t erlauben. Es werden also Bildungsmaterialien ben&#246;tigt, die nicht mehr in einem Buch den Lehrplan eines Schuljahres abzudecken versuchen, weil es solche im klassischen Sinne vermutlich weniger ausgepr&#228;gt geben wird als bisher.</p>

<p>Idealerweise w&#252;rde auf diese Deregulierungstendenz innerhalb eines Bundeslandes mit digitalen Angeboten reagiert, weil diese analogen Angeboten gegen&#252;ber weit flexibler ausgestaltet und den jeweiligen Anforderungen angepasst werden k&#246;nnen.</p>

<p>Wenn zuk&#252;nftig die Fachkonferenzen der Schulen f&#252;r das Hauscurriculum zust&#228;ndig sind, das die Vorgaben der Bildungsstandards und Kerncurricula umsetzt, ist damit auch die Frage nach Unterrichtsmaterial verbunden. Es k&#246;nnte passieren, dass hier die Lehrenden nicht nur danach schauen, welche Materialien vorhanden sind, sondern auch selbst st&#228;rker in den Austausch geraten, als es sowieso schon h&#228;ufiger der Fall ist, als es in der &#214;ffentlichkeit wahrgenommen wird.</p>

<p>Wenn <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/19/kompetenzenorientiert-unterrichten-ein-vorschlag/" target="_blank">kompetenzorientierter Unterricht</a> zuk&#252;nftig dazu kommen sollte, dass Wissen durch den handelnden Umgang mit Problemen und mit Hilfe von Referenzmaterialien aufgebaut wird, also wirklich ein Wissensaufbau und nicht nur eine F&#228;higkeit zum Nachschlagen von Wissen erreicht wird, werden Schulb&#252;cher wohl eher Anleitungen zu solchen Arbeitsformen und das daf&#252;r notwendige Grundwissen verf&#252;gbar machen m&#252;ssen.  Da in diesem Rahmen aber digitale Arbeitsinstrument nach gegenw&#228;rtiger Projektion auf die Zukunft hin, eine wichtige Rolle spielen werden, werden die <a href="http://www.berlin.de/aktuelles/berlin/1335992-958092-studentenentwickelnschulbuchderzukunft.html" target="_blank">Schulb&#252;cher der Zukunft</a> – der Link verweist auf ein aktuelles Projekt, an dem der Cornelsen-Verlag beteiligt ist und zu den hier ge&#228;u&#223;ersten Vermutungen zur Unternehmenesstrategie zu passen scheint – m&#246;glicherweise vor allem Begleitmaterial zu digitalen Bildungsmedien sein, die dann aber weniger mono-mediale Angebote als viel mehr digital mediale Formen integrierende Bildungsmedien sein werden.</p>

<p>Nein, ich will analoge Lerninstrumente nicht aus den Klassenzimmern verbannen, auch wenn vieles daf&#252;r spricht, dass es in diese Richtung geht, weil ich B&#252;cher mag und mir deren Einsatz und die mit ihm verbundene haptische Erfahrung am Herzen liegt, aber auch, weil sich der analoge Prozess des Lernens durchaus auch in den eingesetzten Bildungsmedien widerspiegeln sollte.</p>

<p>Schulbuchverlage werden zuk&#252;nftig mehr Programmierer brauchen, sie werden Plattformen schaffen m&#252;ssen, in denen modular Bereiche genutzt werden k&#246;nnen. Das Gesch&#228;ftsmodell w&#252;rde sich dadurch dramatisch &#228;ndern, w&#252;rde man doch nicht mehr nur Content anbieten, sondern diesen Content in ein Lernumfeld stellen m&#252;ssen. Das k&#246;nnen vernetzte L&#246;sungen sein, das k&#246;nnen Applikationen f&#252;r digitale Endger&#228;te sein, die einerseits geschlossen sind, andererseits aber die Interaktion mit offenen Inhalten im Netz erm&#246;glichen w&#252;rden, wobei wir wieder bei der Copyrightfrage sind, denn wenn in solche Bildungsmedien dann zum Beispiel frei verf&#252;gbare Inhalte im Netz sehr stark integriert werden, daf&#252;r aber Lizenzgeb&#252;hren anfallen, w&#228;re es nur angemessen, wenn diejenigen, die Content bereitstellen, von diesen Lizenzgeb&#252;hren anteilig entlohnt w&#252;rden.</p>

<h3>Resumee</h3>

<p>Bildungsmedien sind, auch wenn in Schulen das Schulbuch noch dominiert, in einem Wandlungsprozess, dessen Ergebnisse noch offen sind. Schulbuchverlage m&#252;ssen sich aber bereits mit diesem Prozess befassen, wenn sie als Anbieter von Bildungsmedien zukunftsf&#228;hig sein wollen.</p>

<p>Gleichzeitig ist offen, ob dieser Wandel nicht zu Lernformen f&#252;hren wird, die an vielen Punkten auf Wissensbest&#228;nde zur&#252;ckgreifen, die in qualitativ hochwertiger Form frei in digitalen Netzwerken verf&#252;gbar sind.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/bildungsplattformen-schulbuchverlage-am-bsp-lo-net-und-antolin/#footnote_2_5262" id="identifier_2_5262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich selbst mache mit herrlarbig.de die Erfahrung, dass z. B. Analysen literarischer Texte im Rahmen dieser Website stark nachgefragt sind. Sie stehen kostenlos zu Verf&amp;#252;gung (obwohl herrlarbig.de auch f&amp;#252;r mich mit Kosten jenseits der Freizeit, die ich zum Erstellen der Inhalte nutze, mit sich bringt">3</a></sup>. Wie Bildungsmedienanbierter konmerzieller Ausrichtung damit umgehen, wird sich zeigen.</p>

<p>Pers&#246;nlich bin ich der &#220;berzeugung, dass Bildung eine &#246;ffentliche Aufgabe ist, der Zugriff auf Inhalte, die im Bildungsprozess eine Rolle spielen, also m&#246;glichst wenigen Einschr&#228;nkungen unterliegen sollte. In der Wissenschaft weist hier die <a href="http://open-access.net/ch_de/allgemeines/was_bedeutet_open_access/" target="_blank">OpenAccess-Bewegung</a> einen Weg, der mir sehr sympathisch ist. – Ob er zu dem Gesch&#228;ftsmodell von Schulbuchverlagen passt, wage ich zu bezweifeln.</p>

<p>Dennoch: Vielleicht &#252;bernimmt Cornelsen Lo-Net mit dem idealistischen Interesse, dieser Plattform Bestandssicherheit zu geben; vielleicht aber ist diese &#220;bernahme auch ein Zeichen, dass die Zeichen der Zeit erkannt wurden und auf diesem Wege das Know-How-Portfolio des Verlages bereichert wird, wobei ich nicht unterstelle, dass der Zugriff auf die Arbeit von Lehrenden und Lernenden an ca. 6500 Schulen und die damit verbundenen Daten im Vordergrund steht. Diese &#220;bernahme ist ein Indiz, dass nun auch gro&#223;e Verlage ernsthaft die Bedeutung des Internets f&#252;r Lehr-Lern-Zusammenh&#228;nge erkennen und hier Fu&#223; zu fassen versuchen. Man darf gespannt sein, wie sich das in den n&#228;chsten Jahren weiter entwickeln wird.</p>

<p>Es sind aufregende Zeiten, in denen aber das eigentliche Ziel von Bildung nicht aus dem Blick verloren werden darf: Unabh&#228;ngig von eingesetzten Medien ist nicht derjenige gebildet, der viel kann, sondern derjenige, der das was er tut oder was ihm an Inhalten pr&#228;sentiert wird, reflektieren kann. <a href="http://kognitionspsychologie.suite101.de/article.cfm/metakognition-ein-zentrales-element-von-softskills" target="_blank">Metakognition</a> des eigenen Lernprozesse, und Metareflexion von Inhalten und Zusammenh&#228;ngen lauten die Schlagworte. Kurz: Ziel von Bildung sind Menschen, die zu eigenst&#228;ndigem, differenziertem, handlungsleitendem, Zusammenh&#228;nge erkennendem Denken und Handeln in der Lage sind.</p>

<p>Diese Ziele sind unabh&#228;ngig von eingesetzten Medien. In der Bildungsmediendiskussion d&#252;rfen diese Ziele nicht aus dem Auge verloren werden. Eine Diskussion, die die Form in den Vordergrund stellt, aber Inhalte und Ziele aus dem Blick verliert, w&#228;re der Verantwortung aller, die Bildungsprozesse verantwortlich initiieren und begleiten, unangemessen.</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_5262" class="footnote">Der Traum der virtuellen Schule? Nein, die Face-to-Face-Situation ist konstitutiv f&#252;r Unterricht. Vergleiche hierzu <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/gefunden-add-on-to-the-face-to-face-learning-at-adelaide-university-podcast-english/" target="_blank">diesen Beitrag</a> – Anmerkung von HL</li><li id="footnote_1_5262" class="footnote">Nat&#252;rlich werden schon heute unterschiedlichste Medien im Unterricht eingesetzt: Audio im Sprachenunterricht, Lehrfilme, Netzrecherchen etc., hier aber spreche ich von einer Integration dieser Optionen in digitalen Unterrichtsmaterialien / Lehrwerken, was noch einmal etwas ganz anderes ist.</li><li id="footnote_2_5262" class="footnote">Ich selbst mache mit herrlarbig.de die Erfahrung, dass z. B. Analysen literarischer Texte im Rahmen dieser Website stark nachgefragt sind. Sie stehen kostenlos zu Verf&#252;gung (obwohl herrlarbig.de auch f&#252;r mich mit Kosten jenseits der Freizeit, die ich zum Erstellen der Inhalte nutze, mit sich bringt</li></ol>
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		<title>Kompetenzorientiert unterrichten: Ein Vorschlag.</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 23:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das folgende Szenario ist zwar nicht unrealistisch, in der hier vorgelegten Form aber frei erfunden. &#196;hnlichkeiten mit realen Erlebnissen im Unterricht sind nicht gewollt, werden nicht angestrebt, d&#252;rften aber nicht vermeidbar sein. Oberstufe, Deutsch Grundkurs. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler bekommen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/11/19/kompetenzenorientiert-unterrichten-ein-vorschlag/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das folgende Szenario ist zwar nicht unrealistisch, in der hier vorgelegten Form aber frei erfunden. &#196;hnlichkeiten mit realen Erlebnissen im Unterricht sind nicht gewollt, werden nicht angestrebt, d&#252;rften aber nicht vermeidbar sein.</p>

<p>Oberstufe, Deutsch Grundkurs. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler bekommen nach der (vom Lehrer unterstellen, nicht in allen F&#228;llen tats&#228;chlich erfolgten) Lekt&#252;re eines Dramas den <strong>Auftrag</strong>, die Figuren des Dramas in ihren Beziehungen zueinander in einer grafischen Form darzustellen. Der Lehrer erwartet, dass die Sch&#252;lerinnen auf der Basis des Personenverzeichnisses des Dramas, ihrer beim Lesen erworbenen Textkenntnis und der gezielten, wiederholten Lekt&#252;re einzelner Szenen, zu einem vertieften Verst&#228;ndnis des Dramas kommen. Die Aufgabe wird Mittwochs erteilt und soll bis zur n&#228;chsten Stunde am Dienstag der Folgewoche bearbeitet sein.</p>

<p>Am Dienstag macht der Lehrer die ihn &#252;berraschende <strong>Entdeckung</strong>, dass zwar 80% des Kurses die Aufgabe gemacht haben, von diesen aber 50% zwei Nebenfiguren nicht ber&#252;cksichtigt haben und durchweg den gleichen Fehler in der Grafik gemacht haben.</p>

<p>Alternative: Am Dienstag macht der Lehrer die ihn &#252;berraschende Entdeckung, dass zwar 80% des Kurses die Aufgabe gemacht haben, die Grafiken aber alle super korrekt sind und sich extrem &#228;hneln, als ob sie voneinander abgeschrieben worden w&#228;ren.</p>

<p>Welcher Fall auch eintreten mag, der hier gedachte Lehrer ist &#228;u&#223;erst &#252;berrascht und fragt sich, was da passiert ist.</p>

<p>Hier nun ein paar <strong>Beispiele</strong>, wie es abgelaufen sein k&#246;nnte: <span id="more-5234"></span></p>

<p>- Der Lehrer ist mit der Aufgabenstellung in eine Klausurenwoche geraten, die so aussah, dass Donnerstag, Freitag und Montag Arbeiten geschrieben wurden. Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler haben hier ihre Schwerpunkte gesetzt. Um so erstaunlicher, dass dennoch 80% des Kurses die Aufgabe „gemacht“ haben.</p>

<p>- Die Sch&#252;ler haben in weit geringerem Ausma&#223; die Lekt&#252;re gelesen, als der Lehrer angenommen hat. Er geht davon aus, dass das Lesen Hausaufgabe war und er jetzt mit dem Werk so arbeiten k&#246;nne, als sei diese auch von allen bew&#228;ltigt worden. In Wirklichkeit haben 25% den Text bereits ganz gelesen, w&#228;hrend weitere 30% etwa bei der H&#228;lfte angelangt sind, 25% die Textausgabe zwar vorliegen, aber mit der Lekt&#252;re noch nicht begonnen haben, und 20% die Textausgabe noch gar nicht verf&#252;gbar haben, aus welchen Gr&#252;nden auch immer. — Auch in diesem Falle ist es erstaunlich, dass so viele Sch&#252;ler die Hausaufgabe „gemacht“ haben.</p>

<p>Was aber ist passiert? Ein nicht unrealistisches Szenario ist, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur Bew&#228;ltigung der Aufgabe, die bei einem Drama alles andere als untypisch ist, im <strong><a href="http://weblog.histnet.ch/archives/4285" target="_blank">Internet</a></strong> recherchierten und dort entdeckten, dass die <strong>L&#246;sung der Aufgabe</strong>, sogar in Form von Schaubildern, abrufbar ist. Im Szenario mit den kollektiv auftretenden, identischen M&#228;ngeln, wurden die Sch&#252;ler via hoch geranktem Suchmaschineneintrag zu einer fehlerhaften Grafik gef&#252;hrt, die ohne &#220;berpr&#252;fung &#252;bernommen wurde, wenn auch vielleicht nicht einfach ausgedruckt; im Szenario mit den richtigen, einander sehr &#228;hnelnden Grafiken ist das gleiche passsiert, nur das mittels <strong>Suchmaschine</strong> gefundene Ergebnis war zuverl&#228;ssiger als im ersten Fall.</p>

<p>Der <strong>Lerneffekt</strong> dieser Aufgabe kann angesichts des Umgangs der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit ihr als sehr niedrig angesetzt werden. Dies mag man mangelnder Motivation zuschreiben, den Umst&#228;nden anlasten, in deren Kontext die Aufgabe gestellt wurde oder aber als „ganz normales Sch&#252;lerverhalten“ abtun und so die gesamte  Verantwortung f&#252;r den geringen Lerneffekt den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen anlasten.</p>

<p>All diese Einsch&#228;tzungen m&#246;gen der Realit&#228;t sehr nahe kommen. Aber selbst dann, wenn die Sch&#252;ler unmotiviert sind, sich durch Klausurendichte &#252;berlastet f&#252;hlen oder „normales Sch&#252;lerverhalten“ angesichts solcher Aufgaben zeigen, entlastet das den Lehrer nicht von der Frage, warum solche Aspekte in der Unterrichts- und Aufgabenplanung nicht ber&#252;cksichtigt wurden, geh&#246;rt Lerngruppenanalyse doch durchaus zu den Ausbildungsgegenst&#228;nden im Referendariat — und f&#252;r gelingenden Unterricht zum Kerngesch&#228;ft des Lehrers.</p>

<p>Aber auf <strong>Lehrerseite</strong> gilt, eigentlich &#228;hnlich wie auf der Sch&#252;lerseite, dass das Stundendeputat, die Zahl der anstehenden Korrekturen etc., m&#246;glicherweise nicht in jedem Fall eine den Anspr&#252;chen von Unterrichtsbesuchen im Referendariat angemessene Ber&#252;cksichtigung aller Details bei der Unterrichtsplanung zul&#228;sst. Die Aufgabe wurde m&#246;glicherweise einem vorhandenen Unterrichtsentwurf, einem Schulbuch oder gar, man achte auf die Parallelit&#228;t im Verhalten zu dem der Sch&#252;ler, einer Website entnommen, ohne dass &#252;ber die Aufgabenstellung und die in ihr liegenden M&#246;glichkeiten und Grenzen n&#228;her nachgedacht wurde.</p>

<p>Nun k&#246;nnte man annehmen, die Wurzel allen &#220;bels l&#228;ge im „verdammten“ Internet, l&#228;ge darin, dass der Mensch wenig Sinn darin sieht, bereits vorhandenes und leicht greifbares Wissen noch einmal wirklich zu erarbeiten, v&#246;llig unabh&#228;ngig davon, ob es sich dabei um Lernende oder Lehrende handelt.</p>

<p>Man kann aber auch in Erw&#228;gung ziehen, dass es nicht unangebracht sein k&#246;nnte, die Tatsache des heute viel leichter greifbaren Wissens via Internet in die didaktische und methodische Planung des Unterrichts einzubeziehen.</p>

<p>Wie aber k&#246;nnten <strong>L&#246;sungen</strong> f&#252;r das Problem aussehen?</p>

<p>Antworten auf diese Frage sind l&#228;ngst vorhanden. In vielen F&#228;llen werden sie auch von Lehrenden schon lange ber&#252;cksichtigt. Mal werden diese Antworten mit dem Begriff „<em>Projektunterricht</em>“ zusammengefasst, mal wird von „<em>problemorientiertem Unterricht</em>“ gesprochen, auf jeden Fall aber sind diese Antworten seit mindestens den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts verf&#252;gbar. Und auch der Begriff der „<em>Kompetenzorientierung</em>“ f&#252;gt diesen Antworten weit weniger Neues hinzu, als es die &#246;ffentliche Darstellung vermuten l&#228;sst. Nein, Kompetenzorientierung ist im Unterricht vieler Lehrender bereits seit l&#228;ngerem viel st&#228;rker angezielt, als man angesichts des Get&#246;ses um diesen Begriff meinen k&#246;nnte.</p>

<p>Kompetenzorientierung von Unterricht ist vor allem eine Differenzierung und Erg&#228;nzung bisheriger Antworten, aber mitnichten eine Neuerfindung des Unterrichtens. Zumindest wer konstruktivistischen Modellen des Lernens und Lehrens folgt, orientiert sich l&#228;ngst an Kompetenzen. Die Ver&#228;nderungen, die mit diesem Begriff verbunden sind, liegen 1. im Wechsel der Vorgaben von input-orientierten hin zu output-orientierten Formulierung in Lehrpl&#228;nen, die nun Bildungsstandards kreieren und kerncurriular orientierte Vorgaben machen und 2. in der st&#228;rkeren Ber&#252;cksichtigung metakognitiver Prozesse der Lernenden, die den eigenen Lernprozess st&#228;rker reflexiv in den Blick nehmen, als dies bislang der Fall gewesen sein d&#252;rfte.</p>

<p>Doch zur&#252;ck zu Ausgangsfrage. Wie k&#246;nnten oben angesprochene, f&#252;r das Lernen wenig effektive Szenarien anders gestaltet werden?</p>

<p>Voraussetzung f&#252;r eine <strong>Aufgabenkultur</strong>, die <strong>Lernprogression</strong> m&#246;glich macht, ist, dass die leicht greifbare Verf&#252;gbarkeit von Wissen via Internet akzeptiert wird, ohne den Anspruch aufzugeben, dass Wissen anzueignen ist. Ja, auch im Begriff der Kompetenzorientierung wird Wissen im Idealfall nicht zum &#252;berfl&#252;ssigen Appendix, sondern bleibt nach wie vor Teil dessen, was Schule leisten soll. Kompetent zu sein bedeutet eben nicht, nur zu wissen, wo ich Wissen nachschlagen kann <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>Kompetenzorientierung zielt vor allem auf die Frage ab, wie mit Wissensbest&#228;nden, die verf&#252;gbar sind, so gearbeitet werden kann, dass das Wissen dabei auch erworben wird und in einen Kontext des handelnden Umgangs mit Wissen gestellt wird.</p>

<p>Ein <strong>Beispiel aus meiner eigenen Praxis</strong>, das bewusst fern der von mir studierten F&#228;cher angesiedelt ist. Dieses Blog betreibe ich mit <a href="http://wordpress-deutschland.org" target="_blank">WordPress</a>. Ich bediene mich also einer von anderen programmierten Plattform und arbeite mit ihr. Bei dieser Arbeit komme ich aber immer wieder an Punkte, an denen ich &#252;ber die Vorgaben des Programms und des gew&#228;hlten Themes meines Blogs hinaus etwas umsetzen m&#246;chte. Ich beginne dann, im Code des Programms oder des Themes etwas zu ver&#228;ndern. Da ich aber von PHP eigentlich keine Ahnung habe, muss ich recherchieren, bedienen ich mich bei dem Wissen, das andere generiert und zur Verf&#252;gung gestellt haben. Ich kann dieses Wissen aber nicht einfach abschreiben, sondern muss es im Kontext der Aufgabe, die ich mir gerade selbst gestellt habe, anwenden. Und auch ein Auswendiglernen der Regeln dieser Programmiersprache w&#252;rde mir nicht viel helfen, solange ich keine Ahnung davon habe, was die einzelnen Codeschnipsel im Zusammenhang bewirken.</p>

<p>Im Laufe der Zeit beobachtete ich, dass ich f&#252;r immer mehr der von mir angestrebten Eingriffe in den Code, der diese Website am Laufen h&#228;lt, immer seltener in Referenzwerken nachschlagen musste. Ja, nachdem ich ein wenig von dem Grundprinzip der Programmiersprache verstanden hatte, konnte ich sogar an Stellen von dem mir angeeigneten Grundverst&#228;ndnis der Programmiersprache (wirklich nur Grundverst&#228;ndnis, da ich mir die Aufgabe bislang nicht stellte, richtig komplexe PHP-Probleme anzugehen) ausgehend, ohne einen Blick in Referenzwerke zu werfen, L&#246;sungen f&#252;r Aufgaben finden, die mir vorher nicht begegnet waren. Ich habe mir also eine Grundkompetenz im Umgang mit PHP angeeignet.</p>

<p>In einem Kompetenzenmodell k&#246;nnte das so umschrieben werden: „Hat sich auf der Basis vorhandenen PHP-Codes die Komptenz angeeignet, einfache bis mittelschwere Aufgaben zu l&#246;sen, die zu dem vorhandenen Code neue Funktionen hinzuf&#252;gen oder vorhandene Funktionen an eigene Bed&#252;rfnisse anpassen. Dabei ist er in der Lage, Referenzwerke angemessen einzusetzen und, von vorhandenen Kenntnissen ausgehend, auch L&#246;sungen auf der Basis eines erworbenen Grundverst&#228;ndnisses, zumindest bei einfachen Arbeiten im Code, zu finden, ohne erneut in einem Referenzwerk nachzuschlagen.“</p>

<p>Nun scheint es auf den ersten Blick leichter, Aufgaben mit <a href="http://runningtom.wordpress.com/2010/11/11/handlungsorientierter-unterricht-2/" target="_blank">Handlungsorientierung</a> zu entwerfen, wenn es um die Anwendung einer Programmiersprache geht, als im Kontext des Umgangs mit Literatur. Dennoch bin ich der &#220;berzeugung, dass das hier beschriebene Lernprinzip in allen F&#228;chern anwendbar ist, auch dort, wo es um weit mehr als nur Grundkompetenzen geht, wie zum Beispiel in Leistungskursen oder im Studium.</p>

<p>Die Antwort auf die oben dargestellten Ph&#228;nomene im Umgang mit Aufgaben im Unterricht muss also ber&#252;cksichtigen, dass Aufgaben nicht so gestellt werden sollten, dass Antworten 1:1 aus Referenzwerken &#252;bernommen werden k&#246;nnen. Im Gegenteil: Es sollte sogar der <strong>Umgang mit</strong> solchen <strong>Referenzen</strong> vorausgesetzt und gef&#246;rdert werden. Es kann nicht darum gehen, Lernende oder Lehrende schief anzuschauen, wenn sie Internetressourcen nutzen. Es muss vielmehr darum gehen, diese in den <strong><a href="http://basedow1764.wordpress.com/2010/10/14/der-bluff-der-kompetenzorientierung/" target="_blank">Prozess der Lernprogression</a></strong> (des nachvollziehbaren und vielleicht sogar messbaren Lernfortschritts) einzubeziehen und entsprechende Aufgaben zu kreieren.</p>

<p>Eine einfache Form im Kontext der oben genannten Aufgabe zu den Figurenkonstellationen in einem Drama k&#246;nnte zum Beispiel lauten: „Wie stehen die Figuren im Drama zueinander in Beziehung? Im Internet finden sie unter xxx und yyy zwei Grafiken, die diese Konstellationen darzustellen beanspruchen. Die Ergebnisse dieser Grafiken sind unterschiedlich. Welche stimmt? Wo liegt in einer der beiden Grafiken der Fehler? K&#246;nnen Sie erkl&#228;ren, wie es zu diesem Fehlern gekommen ist?“</p>

<p>Wie gesagt, dieses Beispiel ist eines der weniger komplexen Art, unter anderem auch deshalb, weil es noch wenig Differenzierungsm&#246;glichkeiten f&#252;r unterschiedliche Leistungsstufen oder Lerntypen beinhaltet. Es gibt aber ein wenig die Richtung vor, in die <strong>effektive Lernaufgaben heute</strong> zielen sollten / m&#252;ssen.</p>

<p>Die Voraussetzung f&#252;r effektives Lernen ist, dass <strong>echte Aufgaben</strong> zu bew&#228;ltigen sind. Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen kennen das in der Regel aus Zusammenh&#228;ngen, in denen sie ihren Hobbys folgen, sei es im Sport, sei es im Kontext von Musik, Kunst oder auch Computerspielen der komplexeren Art, zu denen es teilweise auch Referenzseiten mit Wissensbest&#228;nden zum Spiel gibt.</p>

<p>Wie k&#246;nnten solche Aufgaben im Deutschunterricht aussehen, die zum Teil zumindest auch Kompetenzen f&#246;rdern, die zum Deutschunterricht geh&#246;ren, aber nicht zwangsl&#228;ufig zu einer Lekt&#252;re?</p>

<p>Ich <strong>konstruiere hier ein paar Beispiele</strong>, w&#252;rde mich aber sehr freuen, wenn im Rahmen der Kommentare zu diesem Artikel ein ganzer Reigen solcher Aufgabentypen zusammenkommen w&#252;rde.</p>

<p>- Bei historischen Texten kann man die Aufgabe stellen, eine Zeitungsseite zum Thema zu erstellen und so gleichzeitig, dem Ansatz eines integrierten Unterrichtsmodells folgend, den Aufbau von Nachrichten, Berichten Reportagen, Kommentaren und Glossen als zu erwerbende, zu wiederholende oder auszubauende Kompetenzen kennen lernen, vertiefen und &#252;ben.</p>

<p>- Bei Texten, die neben textimanenter Arbeit auch einen stark biographischen Bezug zum Autor erlauben (z. B. Texte von Kafka oder Brecht), k&#246;nnen Formen des Interviews nicht nur in schriftlicher Form als Aufgabe gegeben werden &#8211; sondern auch als Audioproduktion oder Video.</p>

<p>- Im Rahmen der sprachreflexiven Arbeit k&#246;nnen kreative Aufgaben gestellt, werden, die mit bestimmten sprachlichen Ph&#228;nomenen so umgehen, dass z. B. eine Ausstellung oder auch Lesungen m&#246;glich sind.</p>

<p>- Kurzgeschichten k&#246;nnen als Video, als Theaterst&#252;ck, als H&#246;rspiel etc. erarbeitet werden.</p>

<p><strong>Zusammengefasst</strong>: Aufgaben in der Schule m&#252;ssen heute davon ausgehen, dass Wissen via Internet oft sehr leicht greifbar ist und darauf ausgerichtet sein, dass sie nicht schon als Aufgabe dazu verleiten, dem Copy&amp;Paste-Prinzip zu folgen. Vielmehr scheint es f&#252;r die Progression des Lernens sinnvoll, den handelnden Umgang mit solchen Ressourcen zu f&#246;rdern und so die M&#246;glichkeit zu schaffen, sich dieses Wissen angesichts wirklich herausfordernder Aufgabenstellungen anzueignen und somit idealerweise nachhaltig verf&#252;gbar zu machen.</p>

<p><strong>Ziel</strong> solcher Lernarrangements ist es, Lernende in <strong>eine handelnde Auseinandersetzung (Zusammensetzung! — im konstruktivistischen Sinne) mit dem zu Lernenden</strong> zu bringen. Dabei k&#246;nnen <strong>unterschiedliche Lerntypen</strong> ber&#252;cksichtigt werden und <strong>Differenzierungen</strong> vorgenommen werden, ohne dass f&#252;r jeden Lernenden eine eigene Aufgabe erstellt werden m&#252;sste, kann die Form der Auseinandersetzung (per Text, Grafik, andere Formen der visuellen oder auditiven Umsetzung) je nach Aufgabentyp und angesichts der gleichen Aufgabe doch durchaus unterschiedlich sein.</p>

<p>Im Rahmen solcher Aufgaben werden <a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article6905488/Generation-Copy-amp-Paste.html" target="_blank">Wikipedia</a> und <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/der-copy-schock/1791902.html" target="_blank">Co</a> von Seiten zum Kopieren von Text zu Referenzseiten, die man nutzt, um ein Problem zu l&#246;sen, ohne das vorhandene Wissen 1:1 &#252;bernehmen zu k&#246;nnen, weil es Teil der Auseinandersetzung (Zusammensetzung) mit einer echten Herausforderung wird. Und auch f&#252;r analoge Wissensspeicher gilt dies, wenn zum Beispiel Bibliotheken f&#252;r den Unterricht nutzbar sind. Museen k&#246;nnen auf diesem Wege unterrichtsrelevant werden, regionale M&#246;glichkeiten integriert werden …</p>

<p>Und am Ende steht vielleicht der Schluss, dass Kompetenzorientierung weder die Neuerfindung des Rades ist, noch eine &#252;berfordernde Herausforderung, sondern eine Form des Unterrichts, die (auch in Sachen Wissen) echte Lernfortschritte erm&#246;glicht, die reflektierbar sind und auch noch Spa&#223; machen, den Lernenden wom&#246;glich genau so wie den Lehrenden. Das aber w&#228;re eine echte Bildungsreform: Ein Lernen, das h&#228;ufiger wirklich Spa&#223; macht, als das Klischee der Schule vermuten l&#228;sst.</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Das Tippen, der Text und die Schreibkompetenz</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 00:02:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Bedeutung der Handschrift geht mehr und mehr zur&#252;ck, ohne dass dies bedeuten w&#252;rde, dass sie als grundlegende Kulturtechnik nicht dennoch erlernt werden m&#252;sste, schon alleine um die M&#246;glichkeit zu erhalten, auch stromunabh&#228;ngig eine individuelle Ausdrucksform zu erm&#246;glichen, da die &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/10/23/tippen-text-schreibkompetenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a taget="_blank" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/639858/">Bedeutung der Handschrift</a> geht mehr und mehr zur&#252;ck, ohne dass dies bedeuten w&#252;rde, dass sie als grundlegende <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturtechnik">Kulturtechnik</a> nicht dennoch erlernt werden m&#252;sste, schon alleine um die M&#246;glichkeit zu erhalten, auch stromunabh&#228;ngig eine individuelle Ausdrucksform zu erm&#246;glichen, da die Zahl der analogen, rein mechanischen <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schreibmaschine">Schreibmaschinen</a> in den Haushalten wohl nicht ausreichen wird, um diese Form des Ausdrucks sicher zu stellen,  w&#228;hrend zum Beispiel Kugelschreiber nach wie vor ein Alltagsgegenstand sind. Ich wage die Behauptung, dass bei Kugelschreibern eine hundertprozentige Abdeckung in der Bev&#246;lkerung vorhanden ist.</p>

<p>Doch wenn auch die Bedeutung der Handschrift zur&#252;ck zu gehen scheint, hat das Tippen von Texten weit weniger Aufmerksamkeit auf seiner Seite, als angemessen scheint. Das gilt nicht nur f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, sondern auch f&#252;r viele Lehrende. Sowohl unter Sch&#252;lern der gymnasialen Oberstufe also auch bei vielen Lehrenden scheint zum Beispiel die F&#228;higkeit, blind und wom&#246;glich sogar mit zehn Fingern zu tippen, nach wie vor eher ein Nerdfaktor als Allgemeingut, von angemessenen Kenntnissen in Sachen Textsatz einmal abgesehen, obwohl diese, zumindest meines Erachtens, grundlegend zum kompetenten Umgang mit <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Textverarbeitung">Textverarbeitungsprogrammen</a> dazu geh&#246;ren, sind diese doch etwas anderes als digitale Umsetzungen mechanischer Schreibmaschinen, die in Sachen Textsatz (<a target="_blank" href="http://typefacts.com/">Typographie</a>) keine allzu gro&#223;en M&#246;glichkeiten lie&#223;en.</p>

<p>Doch selbst in Lehrpl&#228;nen, die die Verwendung von Textverarbeitungsprogrammen zumindest als M&#246;glichkeit in sich bergen, habe ich bislang nichts von der Vorgabe gelesen, dass jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin in der Lage sein soll, <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zehnfingersystem">blind zu tippen</a>; unabh&#228;ngig von der Schulform &#252;brigens.</p>

<p>Ja, diese Kompetenz wurde auch schon bisher eher in speziellen Kursen gelernt oder sie war das Produkt selbstst&#228;ndiger Bem&#252;hungen. Ich habe nie einen Kurs f&#252;r Tastaturschreiben besucht und meine es dennoch angemessen zu beherrschen. Sehe ich aber, welche <a target="_blank" href="http://www.medien.ifi.lmu.de/lehre/ws0607/mmi1/essays/Bastian-Schildbach.xhtml">Probleme im Umgang mit Computertastaturen </a>damit einher gehen, dass die entsprechenden Nutzer und Nutzerinnen eher unvertraut mit der Tastatur und auch mit <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tastenkombination">Tastaturbefehlen</a> umgehen, bekomme ich immer wieder den Eindruck, dass au&#223;erhalb von Sekretariaten unglaublich viel Energie durch den Mangel an dieser Kompetenz verloren geht.</p>

<p>Der zentrale Vorteil des Tippens, ein relativ schnelles Schreiben zu erm&#246;glichen, wird in vielen F&#228;llen, auch bei Lehrenden, eher stiefm&#252;tterlich behandelt. Oft wird dann von der Kompliziertheit des Computereinsatzes gesprochen, aber kaum in Erw&#228;gung gezogen, dass die eigenen praktischen Kenntnisse im Bereich dieser (neuen) Kulturtechnik m&#246;glicherweise einer Optimierung unterzogen werden k&#246;nnten.</p>

<p>Mir pers&#246;nlich ist es dann &#252;brigens egal, ob »korrekt« mit zehn Fingern getippt wird, solange das <a  target="_blank" href="http://docs.google.com/viewer?a=v&#038;q=cache:ODOtToqpKcAJ:www.uni-koeln.de/ew-fak/Deutsch/materialien/mbm/download_symposion/Grabowski_SDD_06.pdf+schreibgeschwindigkeit+tippen+handschrift&#038;hl=de&#038;gl=de&#038;pid=bl&#038;srcid=ADGEESjgSN8SIiS-gdSw3UmYMxejOmiuzINmHyqTMNyQFeFyOqIGqPy0AO_LYgYmmZQ0MfpjeExq39m5hFXR7uTl-TurDzHmuZxxzkBnMjYvfdDcFgPqZx6QRtNpvjnyTTiKMVR-8gZY&#038;sig=AHIEtbTAwZAJYZKAUBOMHCjbQLjYVzk76g">Tippen seine &#220;berlegenheit in Sachen Schreibgeschwindigkeit</a> irgendwie ausspielen kann, habe ich doch einst selbst lange Zeit mit zwei Fingern getippt, wenn auch schon relativ zuverl&#228;ssig.</p>

<p>Doch die Frage der Kompetenz in Sachen Nutzung von Tastaturen ist nur eine Seite des Problems — und vielleicht nicht einmal die bedeutendste. Das gr&#246;&#223;ere Problem scheint mir, dass kaum reflektiert wird, dass ein getippter Text nicht nur geschrieben sondern auch angemessen gestaltet sein will. Diese Kompetenz nennt man »Textsatz« oder »Typographie«.</p>

<p>Auf den Buchdruck zur&#252;ckgehend, war der Beruf des <a target="_blank" href="http://www.design-literatur.de/beruf-schriftsetzer">Setzers</a> lange Zeit ein wichtiger Beruf, der aber mit Textverarbeitungsprogrammen ein wenig ins Hintertreffen geraten ist, weil mehr und mehr selbst Verlage von den Autoren oder Herausgebern erwarten, dass diese druckfertige Typoskripte abgeben. Vor allem wissenschaftliche Publikationen sehen dann auch oft entsprechend aus.</p>

<p>Neben der Frage der f&#252;r das Erstellen von Texten notwendigen Schreibkompetenzen tritt heute die Frage nach der Gestaltung von selbst erstellten Texten, die Frage nach dem Layout. Ja, Layouter stellen durchaus nach wie vor eine eigene Berufsgruppe dar, die aber aus den genannten Gr&#252;nden, die heute eigentlich von jedem am Computer schreibenden Menschen entsprechende Kenntnisse und Kompetenzen erwarten, an praktischer Bedeutung verliert.</p>

<p>Solange selbst auf den Websites vieler gro&#223;er Zeitungen die <a target="_blank" href="http://www.urz.uni-heidelberg.de/text/setzen.html">Grundregeln des Textsatzes </a>eher stiefm&#252;tterlich behandelt werden, ich denke hier insbesondere an den oft schlicht <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anf%C3%BChrungszeichen">falschen Gebrauch von Anf&#252;hrungszeichen</a>, die oft angels&#228;chsischen Vorgaben folgen, statt den Standards deutscher Sprache entsprechend gesetzt werden, ist an dieser Stelle mit einer auf Unkenntnis beruhenden Wandlung der geschriebenen Sprache zu rechnen.</p>

<p>Zugegeben: <a target="_blank" href="http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/gestaltung/typografie/">Schlechte Typographie</a> und der oft fast schon hilflos wirkende Umgang mit Tastaturen werden keine Untergang des Abendlandes verursachen. Viele Eigenarten, die dem geschulten Auge in Sachen Typographie auffallen, m&#246;gen vielen Menschen eher kleinlich erscheinen. Es handelt sich hier eher um eine &#228;sthetische Frage, der sich zu stellen aber gerade Bildungsinstitutionen nicht schlecht stehen w&#252;rde.</p>

<p>&#214;konomisch relevanter ist da schon die Frage, wie sicher der Umgang von Besch&#228;ftigten mit der Tastatur als Schreibinstrument ist. Auch hier gibt es nach meinen Beobachtungen massiven Kompetenzentwicklungsbedarf. Aber wer den Weg des Blindschreibens einmal eingeschlagen hat, wird schnell merken, dass es sich dabei um kein Spiel handelt, sondern um eine F&#228;higkeit, die das Schreiben als solches einfach viel angenehmer macht. Und alleine daf&#252;r lohnt es sich meines Erachtens, diesen Weg zu betreten und das Tippen <em>neben</em> der Handschriftlichkeit zu &#252;ben.    <strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Das Netz, seine Funktionen und die „Null Blog“-Debatte</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 16:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Realit&#228;t der Welt liegt nicht in ihren Abbildern, sondern in ihren Funktionen. Funktionen sind zeitliche Abl&#228;ufe und m&#252;ssen im zeitlichen Kontext erkl&#228;rt werden. Susan Sonntag, &#220;ber Fotografie, Frankfurt 2008 (18. Aufl., zuerst 1980), S. 29. Welche Funktion hat das &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/08/06/das-netz-seine-funktionen-und-die-null-blog-debatte/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address style="text-align: right; padding-left: 30px;"><em>Die Realit&#228;t der Welt liegt nicht in ihren Abbildern, sondern in ihren Funktionen. Funktionen sind zeitliche Abl&#228;ufe und m&#252;ssen im zeitlichen Kontext erkl&#228;rt werden.</em></address>

<address style="text-align: right;"><em>Susan Sonntag, &#220;ber Fotografie, Frankfurt 2008 (18. Aufl., zuerst 1980), S. 29.</em></address>

<p style="text-align: left;">Welche Funktion hat das Internet f&#252;r einzelne Benutzer und Benutzerinnen? Die Antwort auf diese Frage bestimmt, wie das Netz genutzt wird. Von dieser Frage ist auszugehen, wenn heute die Frage nach dem Umgang mit dem Netz und der Bedeutung des Netzes gefragt wird. Die Ergebnisse von Studien decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen: <span id="more-3512"></span>Das Internet ist f&#252;r die meisten es nutzenden Personen ein Kommunikationsraum, ein Kommunikationsmedium – nicht mehr und nicht weniger.</p>

<p style="text-align: left;">Ein Kommunikationsraum / -medium wird genutzt, weil er / es funktioniert; funktioniert er / es nicht, so wird diese Form der Kommunikation gemieden, da es in der Sache selbst liegt, dass man Kommunikationsst&#246;rungen eher aus dem Weg geht als sie aktiv sucht.</p>

<p style="text-align: left;">Dabei interessiert es den Nutzer eines solchen „Raumes“ nicht, wie er organisiert ist, welche Voraussetzungen im Hintergrund erf&#252;llt sein m&#252;ssen, damit er funktioniert etc. Oder k&#246;nnen „normale“ Nutzer von Telefonen erkl&#228;ren, wie genau das mit dem Telefonieren funktioniert? K&#246;nnen Besucher von Restaurants, Cafés, Bars etc. in der breiten Masse genau erkl&#228;ren, was alles im Hintergrund an Arbeit geleistet wird, damit diese Angebote angenommen werden? Wenn etwas nicht funktioniert, k&#246;nnen die ein Angebot dann meidenden Nutzer, zumindest, wenn das Nicht-Funktionieren erlebt haben, in der Regel beschreiben, was nicht funktioniert. Aber auch hier gilt, dass das Warum eher weniger genau darstellbar ist.</p>

<p style="text-align: left;">Interessanterweise gelten diese &#252;blichen Umgangsweisen mit Kommunikationsinstrumenten und -r&#228;umen scheinbar nicht mehr als selbstverst&#228;ndlich, wenn sich die Debatten um die Nutzung von Computern und vor allem dem heute mit ihnen selbstverst&#228;ndlich verbunden scheinendem Internet drehen.</p>

<p style="text-align: left;">Warum diese Analogie? Ist diese Zusammenschau unterschiedlicher, n&#228;mlich analoger und digitaler, Kommunikationsr&#228;ume angemessen und zul&#228;ssig?</p>

<p style="text-align: left;">Wenn Susan Sonntag in dem Zitat, das diesem Beitrag als Motto vorangestellt ist, Recht hat, dass die Realit&#228;t sich in Funktionen zeigt, die reale Dinge haben, so ist die Funktion des Internets f&#252;r viele Nutzer der Funktion von &#246;ffentlichen Kommunikationsr&#228;umen analog. Unterschiede gibt es vor allem im Bereich der Voraussetzungen, der Reichweiten und der Geschwindigkeit, die mit dem Gelingen von Kommunikation auf den unterschiedlichen Wegen verbunden sind.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/06/das-netz-seine-funktionen-und-die-null-blog-debatte/#footnote_0_3512" id="identifier_0_3512" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Damit ist nicht behauptet, dass das Netz nicht noch viel mehr Funktionen hat, die tiefgreifende Ver&amp;#228;nderungen der faktischen Lebenswelt mit sich bringen und die von vielen Nutzern und Nutzerinnen des Netzes nicht reflektiert werden. Zur Notwendigkeit aufkl&amp;#228;rerischer Arbeit im Umgang mit dem Netz sp&amp;#228;ter mehr.">1</a></sup></p>

<p style="text-align: left;">Dennoch wird im Zusammenhang mit dem Internet immer wieder dar&#252;ber diskutiert, wer es wie nutzt und welche Kompetenz oder auch Inkompetenz im Umgang mit den M&#246;glichkeiten des Internets beobachtbar ist oder nicht. So k&#252;rzlich wieder in einem Beitrag des Spiegels, der sein Kriterium f&#252;r die Betrachtung des Nutzungsverhaltens schon in der &#220;berschrift aufgreift: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709492-2,00.html" target="_blank">Null Blog</a>.</p>

<p style="text-align: left;">Diese &#220;berschrift ist nat&#252;rlich kein Zufall, zu naheliegend ist das Wortspiel, das von der Rede &#252;ber eine „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Null-Bock-Generation" target="_blank">Null Bock Generation</a>“ nun zu einer „Null Blog Generation“ &#252;berleitet. Und es ist (mal wieder) eine Generationendebatte, die hier schon l&#228;nger tobt, sp&#228;testens seit der mittlerweile vierundsechzig Jahre alte <a href="http://www.marcprensky.com/" target="_blank">Marc Prensky</a> den Begriff der „digital natives“ pr&#228;gte.</p>

<p style="text-align: left;">Zunehmend komme ich zu der &#220;berzeugung, dass die diskutierten Themen rund um die so genannte „Netzgeneration“, nicht die Themen eben dieser „Generation“ sind, sondern vor allem von Diskutanten in den Blick genommen werden, die dieser Generation nicht angeh&#246;ren, aber ihre eigenen Erwartungen und Hoffnungen, die sie mit der Entwicklung des Internets verbinden, auf diese „Generation“ projizieren und dann ganz ungl&#252;cklich sind, wenn diese „Generation“ sich diesen Erwartungen entzieht.</p>

<p style="text-align: left;">Blogs sind kein Jungendph&#228;nomen. Gleiches gilt f&#252;r den Micro-Blogging-Dienst Twitter. Wikis werden von Jugendlichen und Erwachsenen vor allem zum Auffinden von Informationen genutzt und nicht zu deren Generierung. Also h&#246;ren wir endlich auf, die Nutzung dieser Technologien zum Kriterium f&#252;r den kompetenten Umgang mit dem Internet durch Jugendliche zu machen, zum Kriterium f&#252;r Kompetenzen, die angesichts der Funktion, die das Internet nach neuen Studien f&#252;r Jugendliche hat, gar nicht entstehen k&#246;nnen, wenn da nicht ein Sonderinteresse bei einzelnen der Jugendlichen besteht, das dazu f&#252;hrt, einen Blog zu schreiben, Twitter zu nutzen und das Internet &#252;ber die reine Funktion der Erm&#246;glichung von Kommunikation und dem passiven Rezipieren von Informationen hinaus zu entdecken.</p>

<p style="text-align: left;">Meine Beobachtung und die sich daraus ergebende Hypothese sagt, dass Blogs nur dann sinnvoll eingesetzt werden k&#246;nnen, wenn ihnen ein thematischer Rahmen zugrunde liegt, in dem sich ein Blogger bewegt. Blogs, die nur um ihrer selbst Willen bestehen, bestehen meiner Beobachtung nach nicht sonderlich lange. Gleiches gilt &#252;brigens auch f&#252;r Twitter-Accounts, die nach kurzer Zeit einschlafen etc.</p>

<p style="text-align: left;">Wenn also Jugendliche nicht bloggen, dann sagt das nichts &#252;ber die Bedeutung des Computers f&#252;r ihren Alltag aus. Wenn Jugendlichen die Hintergr&#252;nde des Netzes egal sind, dann ist das legitim, hat es doch zun&#228;chst eine kommunikative Funktion.</p>

<p style="text-align: left;">Und auch, dass Suchstrategien, wie sie René Scheppler in dem Spiegel-Artikel beschreibt, von Sch&#252;lern nicht professionell gestaltet werden (k&#246;nnen), scheint mir kein Aufleuchten eines erneut auszurufenden Untergangs des Abendlandes zu sein, sondern zun&#228;chst einmal ein Tatbestand, der beschrieben werden kann. M&#246;gliche Konsequenzen, die mit diesem Sachverhalt verbunden werden, sind dann schon ein n&#228;chster Schritt.</p>

<p style="text-align: left;">Die Nutzung und in diesem Rahmen erworbene Kompetenzen stehen in engem Zusammenhang mit der Funktion, die ein Instrument, ein Ger&#228;t, ein &#246;ffentlicher Raum, der Computer und das Internet f&#252;r den Nutzer und die Nutzerin haben.</p>

<p style="text-align: left;">Wenn nun Lehrer und Lehrerinnen, die sich diesem Thema in der Schule widmen, die Erfahrung machen, dass Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen viel weniger k&#246;nnen, als sie von ihnen, angesichts der medial bislang immer wieder transportierten Botschaften &#252;ber „digital natives“, die „Netzgeneration“ etc. erwartet haben, dann tritt bei n&#228;herem Nachdenken &#252;ber diese Erfahrung, die auch der Autor dieses Beitrages schon gemacht hat, sehr schnell die Vermutung in den Vordergrund, dass diese „Inkompetenz“ weit weniger &#252;berraschend ist, als sie es war, als sie „entdeckt“ wurde. Und der Grund scheint mir naheliegend: Die Funktionen, die dem Internet und dem Computer von Lehrenden zugeschrieben werden, sind keine Funktionen, mit denen Lernende, insbesondere Jugendliche, im Rahmen der Funktionen, die Computer und Internet f&#252;r sie in der scheinbar breiten Masse im Alltag haben, bislang zu tun hatten.</p>

<p style="text-align: left;">Lernprozesse in digital vernetzten Strukturen sind etwas anderes als Kommunikationsprozesse, die sich sozialer Plattformen wie Facebook, Sch&#252;lerVZ etc. bedienen. Und selbst YouTuber, unter denen es meiner Beobachtung nach mehr Jugendliche gibt als unter Bloggern, stellen ihre Videos oft als Kommuniaktionsangebot online und nicht als ausgefeilt gestaltete, das Medium „Video“ sehr kompetent nutzende Produkte online. (Und bei den Ausnahmen finde ich es beeindruckend, wie die Besch&#228;ftigung mit dem Medium zu z. T. beeindruckend kompetentem Umgang mit diesem Medium f&#252;hrt. Auch hier gilt: Wenn die Funktion eines Mediums eine andere als die der reinen Kommunikation ist, beginnt sehr schnell der f&#252;r die Funktion notwendige Lernprozess.)</p>

<p style="text-align: left;">Und da ich mit den <a href="http://lernwolke.de/2010/08/03/ja-wo-surfen-sie-denn-spiegel-findet-die-net-generation-nicht/" target="_blank">Schlussfolgerungen René Schepplers in einer Art Replik auf den ihn zitierenden Spiegel-Artikel</a>, (mal wieder) sehr einig bin, soll er hier auch kurz zu Wort kommen. Scheppler schreibt zutreffend:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;">„Lernen funktioniert am ehesten, wenn es sinnstiftend ist. Erst wenn ich  erkenne, wof&#252;r ich etwas lerne, bin ich auch bereit, die notwendige  Arbeit hinein zu stecken.”</p>
</blockquote>

<p style="text-align: left;">Scheppler verbindet hier den bisherigen Schwerpunkt meiner &#220;berlegungen zum Thema („funktioniert“) mit der „Sinnstiftung“, die mit dem Lernen verbunden sein muss, wenn es „funktionieren“ soll. Und „Sinnstiftung“ bedeutet dann im Sprachgebrauch dieses Artikels hier, dass die Fragen des „Warum“ und „Wozu“ beantwortet sein m&#252;ssen, um einen Lernprozess wirklich in Gang zu setzen.</p>

<p style="text-align: left;">Von einer funktionalen Perspektive ausgehend, ist es also erst einmal kein Problem f&#252;r mich, dass Jugendliche das Internet vor allem zur Kommunikation nutzen, sondern ein Sachverhalt, den ich zun&#228;chst einmal zur Kenntnis zu nehmen habe, eine nun auch von Studien belegte Tatsache.</p>

<p style="text-align: left;">Dennoch komme ich <em>nicht</em> (!) zu der Schlussfolgerung, dass dies f&#252;r Bildungsfragen keine allzu gro&#223;e weitere Bedeutung habe, k&#246;nnte ich doch im Rahmen eines rein an Funktionen orientierten Denkens davon ausgehen, dass das zu Lernende dann sehr schnell gelernt wird, wenn es ben&#246;tigt wird. Ja, im Rahmen des lebenslangen Lernens geschieht das st&#228;ndig und auch heute schon. Aber Bildung, zumindest so, wie ich sie verstehe, geht &#252;ber reinen Funktionalismus hinaus, auch wenn ich diesen hier aus analytischen Gr&#252;nden erst einmal intensiv genutzt habe, um die Situation zu erfassen.</p>

<p style="text-align: left;">Es &#252;berrascht mich aber dennoch, wenn das Ph&#228;nomen, dass die Netzgeneration gar nicht so existiert, wie sich vor allem Erwachsene dies vorgestellt haben, nun gleich wieder nahezu apokalyptische Untergangsvisionen hervorruft. <a href="http://martinlindner.posterous.com/warum-wir-den-schulern-web-20-und-die-damit-v" target="_blank">Martin Lindner schreibt zum Beispiel</a>:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;">Der gegenw&#228;rtige Stand des  Bildungssystems und  der Netzgesellschaft in Deutschland ist ein  Desaster. Die Prognosen f&#252;r  unsere wirtschaftliche und kulturelle  Vitalit&#228;t und Zukunftsf&#228;higkeit  sind sehr, sehr schlecht.</p>
</blockquote>

<p style="text-align: left;">Und erg&#228;nzt dann:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;">&#8220;Untergehen&#8221; hei&#223;t hier, f&#252;r  Personen wie Gesellschaften: Nicht den  n&#246;tigen Grad an innerer  Souver&#228;nit&#228;t erwerben, um sich inmitten immer  schnellerer Umbr&#252;che das  Gef&#252;hl zu erhalten, den Kopf &#252;ber Wasser zu  haben. Nicht das Gef&#252;hl zu  haben, &#8216;die Welt zu verstehen&#8217;. Sich als  hilfloser Spielball zu f&#252;hlen.  Keine Idee haben, was man tun soll. Nicht  mitzuschwingen mit den  Kr&#228;ften, die gerade die Gesellschaft ver&#228;ndern.  Das f&#252;hrt zu  kollektiver Resignation. Und genau das, gepaart mit  digitaler  Ahnungslosigkeit, ist die deutsche Grundstimmung.</p>
</blockquote>

<p style="text-align: left;">Nun: Diese Souver&#228;nit&#228;t <em>scheinen</em> Jugendliche ja gerade zu haben, indem sie das Netz f&#252;r ihre Zwecke, f&#252;r die von ihnen gew&#252;nschten Funktionen nutzen. Dabei meint Lindner mit „digitaler Ahnungslosigkeit“ aber wohl das Ph&#228;nomen, das auch im Spiegel-Artikel beschrieben wird, dass n&#228;mlich die Hintergr&#252;nde dessen, was man als Kommunikationsmittel nutzt nicht verstanden werden und sich dadurch eine gewisse Blindheit gegen&#252;ber die tiefgreifenden Ver&#228;nderungen einstellt, die mit digital vernetzten Strukturen verbunden sind.</p>

<p style="text-align: left;">Panikmache halte ich dennoch nicht f&#252;r den richtigen Weg, die Frage, welche Bedeutung die Nutzung des Internets durch Jugendliche hat und welche Aufgaben damit f&#252;r Bildungsinstitutionen verbunden sind, zu beantworten. Lindner spricht aber ausdr&#252;cklich von einer „verzweifelten Lage“:</p>

<blockquote>
<div>Die Lage ist aber sehr viel  ernster und  verzweifelter f&#252;r alle die, die da den Anschluss  verlieren. Es  ist keine Luxusfrage, sondern schlicht Grundausbildung  f&#252;r die Flat  World, die man den Sch&#252;lern schuldig bleibt. (Und sie sich  selbst, weil  sie keine Ahnung haben.) Ich verweise an der Stelle immer  auf Thomas Friedmans &#8220;<em>Flat World</em>&#8221; (<a href="http://www.suhrkamp.de/special_dieweltistflach/downloads/DieWelt110906_InterviewFriedman.pdf" target="_blank">Interview, dt.</a>),  das trotz neoliberaler Untert&#246;ne <a href="http://www.linuxjournal.com/article/8280" target="_blank">ein zutreffendes Gesamtbild</a> der Herausforderungen zeichnet, vor denen wir stehen, als Einzelne wie als Gesellschaft.</div></blockquote>

<p>Friedmann stellt in dem oben verlinkten Interview gut dar, wie sich die Welt bereits heute im Rahmen der Globalisierung ver&#228;ndert hat. Es geh&#246;rt zu den Aufgaben einer ganzen Gesellschaft, mit diesen Entwicklungen umzugehen. Und daraus ergeben sich dann Fragen f&#252;r an Bildungsprozessen Beteiligte, also auch und zentral an Schulen, Ausbildungsbetriebe (von denen im Rahmen der Bildungsdebatte &#252;berraschend selten gesprochen wird, es sei denn, sie werfen der Schule vor, ausbildungsunf&#228;hige Bewerber und Bewerberinnen produziert zu haben), Universit&#228;ten und die Fortbildungsangebote von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen.</p>

<p>F&#252;r die Schule und Lehrerinnen und Lehrer ergibt sich f&#252;r mich folgendes, was, wie &#252;brigens der gesamte Beitrag, ein Beitrag zur Diskussion und zur Entwicklung eigener Handlungsstrategien sein soll und keine feststehende Position, sodass Kommentare mit widersprechenden, weiter f&#252;hrenden etc. Gedanken sehr erw&#252;nscht sind:</p>

<div>
<ul>
    <li>Es ist nicht Aufgabe der Schule, &#252;ber mangelnde Internetkompetenz von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu klagen, denn die im Rahmen von Lernprozessen erwarteten Kompetenzen fallen nicht in den Bereich der Kompetenzen, die mit den Prim&#228;rfunktionen, die das Internet im Augenblick f&#252;r Jugendliche (und viele Erwachsene) zu haben scheint, quasi automatisch erlernt werden. Schule muss vielmehr f&#252;r sich definieren, was ihre Aufgabe angesichts der Netzwerkgesellschaft ist. Dabei scheint die Nutzung digitaler Medien (also das Wissen, <em>wie</em> Software benutzt wird) die Reflexionsfragen, also Fragen nach Folgen, gesellschaftlichen Ver&#228;nderungen durch digitale Netzwerke (Globalisierung) etc. oft eher an zweite Stelle zu setzen. Oder aber umgekehrt: Es wird, ohne konkret mit den Medien zu arbeiten, allein &#252;ber m&#246;gliche Folgen gesprochen und dabei vor allem negative Folgen in den Blick genommen oder Unheilsszenarien entwickelt, die mit der Erfahrung von Netznutzern oft weit weniger zu tun haben, als bei diesen eher medienkritischen Ans&#228;tzen oft vermutet wird.</li>
    <li>Lehrende sollten sich genau anschauen, welche Funktionen das Internet f&#252;r Jugendliche hat und bei diesen ansetzen, diese ernst nehmen, an diese anschlie&#223;en. Wenn dies zun&#228;chst einmal die Funktion ist, Kommunikation zu erm&#246;glichen und Daten abzurufen, bringt es wenig, von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern zu erwarten, dass sie ab so fort an Wikis mitarbeiten sollen, E-Leraning-Plattformen professionell nutzen und gef&#228;lligst bloggen sollen.</li>
    <li>Die Heranf&#252;hrung an Nutzungsformen des Internets und des Computers sowie deren Reflexion muss problemorientiert erfolgen, also mit klar erkennbaren Funktionen verbunden sein, die nicht nur f&#252;r die Lehrenden Funktionen sind, die den Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen nicht transparent werden, sondern wirkliche Funktionen f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler haben. Dies kann in kleinen Schritten passieren, z. B. indem die Frage nach der Informationssuche im Netz thematisiert wird, die Frage in den Raum gestellt wird, wie der Kommunikationsraum „Internet“ f&#252;r das eigene Lernen genutzt werden kann / genutzt wird (denn Sch&#252;ler chatten nat&#252;rlich auch &#252;ber Hausaufgaben, Klassenarbeiten und deren Vorbereitungen etc., ohne dass Lehrende das mitbekommen – und geben dem Internet auf diesem Wege bereits auch f&#252;r die Schule eine Funktion). Spannend kann es in einem solchen Rahmen auch sein, wenn Lehrende selbst als Nutzer des Netzes im Rahmen des Lehrens auftreten und aus eigener Erfahrung davon erz&#228;hlen k&#246;nnen, wie es ist, sich nicht nur sozial zu vernetzen sondern thematisch orientiert vernetzt zu arbeiten. Anders ausgedr&#252;ckt: Lehrende stehen selbst vor der Herausforderung, sich auf ihre Kompetenzen hin befragen zu lassen, die zu vermitteln von ihnen (zunehmend) erwartet wird.</li>
    <li>Es ist nicht die erste und alleinige Aufgabe der Schule, kompetente PC- und Internetnutzer zu „produzieren“, die dann „funktionierend“ auf den Arbeitsmarkt gehen und Technologien nutzen k&#246;nnen, sondern es ist in meinen Augen eine zentrale Aufgabe von allen Bildungsprozessen, aufkl&#228;rerisch im besten Sinne zu arbeiten: Medienkompetenz dient nicht nur der Mediennutzung, sie geht nicht im gekonnten Gebrauch von Software und Angeboten im Internet auf, sondern beinhaltet immer auch die Reflexionsf&#228;higkeit &#252;ber das, was eine Funktion f&#252;r einen selbst, eine Gruppe oder eine Gesellschaft hat. Denn gesellschaftliche und technische Innovation h&#228;ngt auch vom Verstehen dessen ab, was geschieht. Funktionen sind oft nicht auf ersten Blick erkennbar, wenn sie &#252;ber die pers&#246;nliche „User Experience“ hinaus gehen.</li>
    <li>Bei all dem gilt es, reale Lernszenarien anzubieten, in denen Mediennutzungs- und Mediennutzungsreflexionskompetenz erworben werden k&#246;nnen, weil erst diese Kombination in meinen Augen die Rede von einem wirklich kompetenten Umgang mit Medien erlaubt.</li>
</ul>
</div>

<p>Darin liegen sicher viele Herausforderung, aber wenn es stimmt, und ich gehe davon aus, dass dem so ist, da die im Spiegelartikel <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/jugendliche-web-20" target="_blank">zitierte Studie des Hans-Bredow-Instituts</a>, die &#252;brigens <a href="http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/" target="_blank">von einem eigenen Blog begleitet </a>wurde<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/06/das-netz-seine-funktionen-und-die-null-blog-debatte/#footnote_1_3512" id="identifier_1_3512" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="An dieser Stelle eine Fu&amp;#223;note zum &bdquo;aufkl&amp;#228;rerischen Gebrauch&ldquo; von Medien: Mir f&amp;#228;llt auf, dass in nahezu allen Artikeln, die sich auf den Spiegelartikel beziehen, die entsprechenden Websites des Hans-Bredow-Instituts nicht verlinkt sind. Das &amp;#252;berrascht mich.">2</a></sup>, zu diesen Ergebnissen kommt, dass das Internet von allen Befragten als keine neue Welt, sondern eine n&#252;tzliche Erweiterung der alten, wahrgenommen wird, dann bestehen gute Chancen, dass die Reflexionsf&#228;higkeit auch an anderen Gegenst&#228;nden geschult werden kann, dass die entsprechenden Denkstrukturen entwickelt werden k&#246;nnen, die dann auch auf die Reflexion des Umgangs mit digitalen Medien &#252;bertragen werden k&#246;nnen.</p>

<p>Allerdings erlaube ich mir am Ende dieses Beitrages die Frage, ob das Empfinden des Internets als n&#252;tzliche Erweiterung der alten Welt, das an unterschiedlichen Stellen aufgegriffen wurde, tats&#228;chlich so gelesen werden, kann, dass es in Wirklichkeit auch so ist.</p>

<p>Gerade im Rahmen der Globalisierung tr&#228;gt das Internet n&#228;mlich zu einer gravierenden Ver&#228;nderung der „alten Welt“ bei, die mehr ist, als nur eine „Erweiterung der alten Welt“. Und es gibt in der Medienphilosophie dar&#252;ber hinaus Hinweise, dass digitale Technologie und das Internet die Wahrnehmung von Welt als solcher wesentlich tiefgreifender ver&#228;ndern, als es von den Nutzern selbst wahrgenommen wird.</p>

<p>Die Aussage, dass das Internet von allen Befragten als keine neue Welt, sondern eine n&#252;tzliche Erweiterung der alten, wahrgenommen wird, hat in sich nur insofern einen Wahrheitsgehalt, als sie den Eindruck der Befragten wiedergibt – und eigentlich mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet, denn diese Aussage m&#252;sste auf ihren Geltungsanspruch, der implizit an den Stellen, an denen sie zitiert wird angenommen wird, eigentlich erst &#252;berpr&#252;ft werden. Aber das ist ein anderes Thema, das hier zu weit vom eigentlichen Thema weg f&#252;hrt und deshalb vielleicht in einem anderen Artikel wieder aufzugreifen sein wird.</p>

<p>Links zum Thema:</p>

<div>
<ul>
    <li>Die Ausgangspunkte:</li>
</ul>
<blockquote style="padding-left: 30px;">Studie des Hans-Bredow-Institutes
<blockquote>
<ul>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/publikation/erschienen-heranwachsen-mit-dem-social-web" target="_blank">http://www.hans-bredow-institut.de/de/publikation/erschienen-heranwachsen-mit-dem-social-web</a></li>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/jugendliche-web-20" target="_blank">http://www.hans-bredow-institut.de/de/forschung/jugendliche-web-20</a></li>
    <li style="text-align: left;"><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/" target="_blank">http://www.hans-bredow-institut.de/webzweinull/</a></li>
</ul>
</blockquote>
</blockquote>
</div>

<blockquote>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709492,00.html" target="_blank">Der Spigelartikel „Null Blog“</a></p>
</blockquote>

<ul>
    <li>Einige Repliken</li>
</ul>

<blockquote>
<p style="padding-left: 30px;">Matthias Schwenk: <a href="http://carta.info/31613/spiegels-null-blog-generation-kein-grund-zur-sorge-sie-hoeren-immer-noch-musik/" target="_blank">Spiegels “Null Blog”-Generation: Kein Grund zur Sorge, sie h&#246;ren immer noch Musik</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">René Scheppler: <a href="http://lernwolke.de/2010/08/03/ja-wo-surfen-sie-denn-spiegel-findet-die-net-generation-nicht/" target="_blank">Ja, wo surfen sie denn? Spiegel findet die Net-Generation nicht</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Prof. Dr. Karsten D. Wolf: <a rel="bookmark" href="http://www.ifeb.uni-bremen.de/wordpress_wolf/?p=409" target="_blank">Digitale Literalit&#228;t verl&#228;ngert die Bildungshebel</a></p>
<p id="posttitle_24945320" style="padding-left: 30px;">Martin Lindner: <a href="http://martinlindner.posterous.com/warum-wir-den-schulern-web-20-und-die-damit-v" target="_blank">Warum wir den Sch&#252;lern Web 2.0 (und die damit verbundenen Praktiken) beibringen m&#252;ssen, auch wenn es sie gar nicht interessiert.</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Robert Basic: <a rel="bookmark" href="http://www.robertbasic.de/2010/08/zu-satt-zum-hungern/" target="_blank">zu satt zum Hungern?</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Bologorette, Tamis Blog: <a href="http://blogorette.de/?p=338" target="_blank">Null Blog statt Net Generation?</a></p>
<p style="padding-left: 30px;">Andreas Kalt: <a href="http://www.rete-mirabile.net/lernen/das-netz-und-wie-man-damit-umgehen-kann-oder-soll?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+rete-mirabile+%28Rete-Mirabile.net%29" target="_blank">Das Netz und wie man damit umgehen kann oder soll</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="http://kartellblog.de/2010/08/06/off-topic-generation-null-blog/" target="_blank">Off topic: Generation “Null Blog”</a></p>
</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/17/nachdenken-ueber-guten-unterricht/" rel="bookmark" title="17. August 2010">Nachdenken &#252;ber (guten!) Unterricht</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/17/herrlarbig-jetzt-auch-hoeren/" rel="bookmark" title="17. Januar 2010">herrlarbig jetzt auch h&#246;ren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/bildungsorte-das-staedel-zu-frankfurt-am-main/" rel="bookmark" title="18. September 2009">Bildungsorte: Das St&#228;del zu Frankfurt am Main</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>
</ul>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3512" class="footnote">Damit ist nicht behauptet, dass das Netz nicht noch viel mehr Funktionen hat, die tiefgreifende Ver&#228;nderungen der faktischen Lebenswelt mit sich bringen und die von vielen Nutzern und Nutzerinnen des Netzes nicht reflektiert werden. Zur Notwendigkeit aufkl&#228;rerischer Arbeit im Umgang mit dem Netz sp&#228;ter mehr.</li><li id="footnote_1_3512" class="footnote">An dieser Stelle eine Fu&#223;note zum „aufkl&#228;rerischen Gebrauch“ von Medien: Mir f&#228;llt auf, dass in nahezu allen Artikeln, die sich auf den Spiegelartikel beziehen, die entsprechenden Websites des Hans-Bredow-Instituts nicht verlinkt sind. Das &#252;berrascht mich.</li></ol>
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		<title>Grenzen der Kommunikationsf&#228;higkeit</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 14:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich Vierzehn war, gab es noch kein Internet f&#252;r die Massen, wohl aber schon die M&#246;glichkeit, mithilfe eines Telefonmodems ins Netz zu gehen. Es gab Bildschirmtext (BTX), aber bis sich digitale Vernetzung zu einem Massenph&#228;nomen ausbreitete, sollte es noch &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/05/08/grenzen-der-kommunikationsfaehigkeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich Vierzehn war, gab es noch kein Internet f&#252;r die Massen, wohl aber schon die M&#246;glichkeit, mithilfe eines Telefonmodems ins Netz zu gehen. Es gab <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildschirmtext" target="_blank">Bildschirmtext (BTX)</a>, aber bis sich digitale Vernetzung zu einem Massenph&#228;nomen ausbreitete, sollte es noch einige Jahre dauern. Ich setze den Starttermin des Web-Hypes auf den 13. Oktober 1994 fest, den Tag, an dem Netscapes „Navigator“ in einer ersten Version ver&#246;ffentlicht wurde und somit erstmals ein Browser vorlag, der eine grafische Oberfl&#228;che hatte.</p>

<p>Es gab zwar vorher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Usenet" target="_blank">Usenet</a> und Co, Welten, die mir und den meisten v&#246;llig fremd waren und in denen sich die PC-Geeks tummelten, doch erst die Browser mit grafischer Oberfl&#228;che, die das „Erklicken“ des Netzes m&#246;glich machten, &#246;ffneten das Netz, demokratisierten das Netz.</p>

<p>Bis zum „interaktiven“ Netz „Web 2.0“ sollte es fast zehn Jahre dauern. Und meines Erachtens ist das „Web 2.0“ zwar zur Zeit die dominierende Form der vernetzten Kommunikation, aber mit Sicherheit nicht das Ende der Entwicklung, &#252;ber deren Verlauf ich mir gar nicht mehr so sicher bin, entgegen der Vorhersagen, dass Netzanbindung und Alltag eine immer engere Verbindung eingehen werden. Eine nahezu symbiotische Verbindung von Alltag und digitalen Netzwerken scheint gegenw&#228;rtig durchaus absehbar. Dabei ist eine Symbiose in der Regel eine „Vergesellschaftung von Individuen unterschiedlicher Arten, die f&#252;r beide Partner vorteilhaft ist“ (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symbiose" target="_blank">Quelle</a>).</p>

<p>Das Netz als Lebensform, dessen Verbindung mit der Lebensform des Homo Sapiens f&#252;r beide Seiten von Vorteil ist? Ein wenig erinnert mich das an die Entwicklung, die als fiktiver Hintergrund f&#252;r die „Matrix“-Trilogie der Br&#252;der Wachowski angenommen wird.</p>

<blockquote>Anfang des 21. Jahrhunderts geriet die Entwicklung der <a title="K&#252;nstliche Intelligenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche_Intelligenz">K&#252;nstlichen Intelligenz</a> au&#223;er  Kontrolle. Die Menschen verdunkelten den Himmel, um den solarbetriebenen  Maschinen die Energiequelle zu nehmen. Die Maschinen passten sich der  Dunkelheit jedoch an und unterwarfen die Menschheit, deren Exemplare sie  seitdem zur Energiegewinnung z&#252;chten. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29#Handlung" target="_blank">Wikipedia</a>)</blockquote>

<p>Ob es so unrealistisch ist, dass „das Netz“ mehr und mehr die „Anpassung“ der Menschen an seine Vorgaben und Grenzen verlangt? Schon heute gibt es Tendenzen, die davon sprechen, dass man, so man nicht im Netz vertreten sei, zunehmend Probleme bekomme, in Kommunikationsprozesse einzutreten oder in diesen &#252;berhaupt beachtet zu werden.</p>

<p>Andererseits gibt es Menschen, die sich auf das Netz eingelassen haben und dabei dennoch weder ihre Selbstbeobachtungskompetenzen noch ihre Kritikf&#228;higkeit gegen&#252;ber Kommunikationsstrukturen verloren haben, die durchaus dazu geeignet sind, mehr und mehr Ressourcen des Individuums „auszusaugen“ und sich somit, statt zu einer symbiotischen Verbindung zu f&#252;hren, als Schmarotzer entpuppen, die den Menschen aussaugen.</p>

<p>Um diesen Schmarotzer „Web 2.0“ dann wieder los zu werden, scheint es f&#252;r einige (immer mehr?) Menschen nur noch den Weg des etwas &#252;berspitzt aber gar nicht so abwegig benannten „digitalen Selbstmordes“ („digital sucide“) zu geben.</p>

<p>Ein paar Beispiele f&#252;r diese Tendenz:</p>

<ul>
    <li>Das <a href="http://www.socialnetworking-weblog.com/50226711/digital_suicide.php" target="_blank">Social-Networking-Weblog berichtete</a> &#252;ber die Sucide Machine f&#252;r soziale Netzwerke.</li>
    <li>Im <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,532070,00.html" target="_blank">Uni-Spiegel dokumentiert</a> Frauke L&#252;bke-Narberhaus ihren Ausstieg bei studiVZ und Xing als „digitalen Selbstmord“.</li>
    <li>Der Heidelberger Professor f&#252;r Informatikdidaktik <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2010/05/03/things-change/" target="_blank">Christian Spannagel beendet</a>, obwohl bis dahin als intensiver Nutzer, Fan und auch theoretisch die Vernetzung positiv darstellend, seine Mitgliedschaften bei Facebook, Twitter, XING, Linked-In, wer-kennt-wen, myspace, … und reflektiert anschlie&#223;end die massive &#220;berforderung, die das Web 2.0  f&#252;r ihn mit sich brachte, nachdem er sich zu einem prominenten  „&#246;ffentlichen Wissenschaftler“ entwickelt hatte und mit den daraus  entstehen Anspr&#252;chen nicht mehr mithalten konnte, da sie mehr und mehr  Lebensenergie aufsaugten. <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2010/05/07/uber-radikale-vernetzung-und-radikale-ehrlichkeit/" target="_blank">Spannagel schreibt</a>:</li>
</ul>

<blockquote>Im sozialen Netz erlebte ich so etwas wie eine soziale Verpflichtung zur  Kommunikation. Diese Informationsvielfalt kann man als einzelner nicht  bew&#228;ltigen.</blockquote>

<p>Ein Protagonist des Web 2.0 f&#252;r Bildung und Wissenschaft „steigt aus“: Eigentlich doch ein gefundenes Fressen f&#252;r all diejenigen, die  ja schon immer wussten, dass das Internet mit seinen Ablenkungspotentialen und Kommunikations&#252;berforderungstendenzen eigentlich b&#246;se ist. Doch wer „digital sucide“ so versteht, hat etwas missverstanden, da es sich in diesen F&#228;llen in der Regel um solche handelt, die die &#220;berforderung durchaus auf <em>eigene</em> Formen des Umgangs mit diesen M&#246;glichkeiten hin zu reflektieren verm&#246;gen. So z. B. <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2010/05/07/uber-radikale-vernetzung-und-radikale-ehrlichkeit/" target="_blank">Spannagel</a>:</p>

<blockquote>„Das <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/Neuron" target="_blank">Neuronenverhalten</a> muss kontrolliert und situationsabh&#228;ngig  eingesetzt werden.“ Genau das trifft den Punkt: Ich werden zuk&#252;nftig das Web 2.0  zielgerichtet, situationsabh&#228;ngig und punktuell einsetzen. Ich werde  Web-2.0-Anwendungen selektiv nutzen.</blockquote>

<p>Dies ist der eigentliche Punkt: Menschliche Kommunikationsf&#228;higkeit ist eine begrenzte F&#228;higkeit. Das Individuum muss f&#252;r sich Wege finden, zwischen Kommunikationsbed&#252;rfnis und Privatheit, die f&#252;r gelingende Kommunikation meines Erachtens unabdingbar ist, ein Gleichgewicht zu erzeugen.</p>

<p>Und diese Notwendigkeit des Gleichgewichts ist keine, die exklusiv f&#252;r das Internet gilt, auch wenn die Grenzen der individuellen Kommuniaktionsf&#228;higkeit aufgrund der „Einfachheit“ der Initiierung solcher Prozesse im Netz m&#246;glicherweise schneller und vor allem auch wiederum selbst kommunizierbarer erfahren werden. Ja, Christian Spannagel kommuniziert seinen Ausstieg aus weiten Teilen der „social communities“ &#252;ber das Web 2.0 im Rahmen seines Blogs.</p>

<p>Wie aber komme ich zu der Behauptung, dass die Notwendigkeit des Gleichgewichts zwischen „Privatheit“ und Kommunikationsbed&#252;rfnis keine ist, die exklusiv f&#252;r das  Internet gilt?</p>

<p>Als ich Vierzehn war, gab es noch kein Internet f&#252;r die Massen, wohl  aber schon die M&#246;glichkeit, mithilfe eines Telefonmodems ins Netz zu  gehen. In dieser Zeit gab es aber das Ph&#228;nomen, dass eine nicht kleine Zahl Jugendlicher Brieffreundschaften mit anderen Jugendlichen in der ganzen Welt begannen. Es gab damals eigene Agenturen, die solche Briefkontakte vermittelten. Als „&#220;berbleibsel“ dieser Agenturen gibt es heute z. B. <a href="http://www.letternet.de/web/friends/home">das von der Deutschen Post betriebene „letternet“</a>.</p>

<p>Ich war, wie viele andere Jugendliche von der M&#246;glichkeit fasziniert, mit Jugendlichen in unterschiedlichen Teilen der Welt in Verbindung zu treten und machte mit. Die Zahl der „Brieffreund“, die ungef&#228;hr genau so ernsthaft „Freunde“ zu nennen sind, wie dies f&#252;r die Gro&#223;zahl der „Kontakte“ in sozialen Netzwerken gilt, auch wenn deren Betreiber hartn&#228;ckig den Freundschaftsbegriff missbrauchen, stieg allm&#228;hlich und irgendwann merkte ich, dass es zwar toll ist, pers&#246;nliche Briefe im Postkasten zu finden und auf diese zu antworten, dass aber diese Form von Kontakt auf einen begrenzten Personenkreis beschr&#228;nkt bleiben muss, da es sonst irgendwann zu viel wird. Die F&#228;higkeit, Kommunikationsprozesse zu pflegen ist begrenzt – auch in rein analogen Formen der Kommunikation.</p>

<p>Es ist zwar banal, an dieser Stelle davon zu sprechen, dass es um das rechte Ma&#223; an gepflegten Kontakten und Kommunikationsprozessen geht, es sei aber dennoch einmal mehr erw&#228;hnt. Wird das rechte Ma&#223; &#252;berschritten, dann tritt ein, <a href="http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Jeanpol/Neuron#10._ACHTUNG.2C_HOHE_SUCHTGEFAHR:_das_Neuronenverhalten_muss_kontrolliert_und_situationsabh.C3.A4ngig_eingesetzt_werden.21" target="_blank">was Jean-Pol Martin „die Suchtgefahr des Neuronenverhaltens“ bezeichnete und als zehnte Regel seinem Kommunikationsmodell hinzuf&#252;gte</a>.</p>

<p>&#196;hnliche Erfahrungen der kommunikativen Grenzen, wie ich sie als Jugendlicher bei der Pflege von (zeitweise zu vielen) Brieffreundschaften machte, tauchen bis heute immer mal wieder auf, was im Lehrberuf an f&#252;r sich auch kaum &#252;berraschend ist, da es ein Beruf ist, der in h&#246;chstem Ma&#223;e von Kommunikation lebt und st&#228;ndig vor die Herausforderung stellt, ein Ma&#223; zwischen Gespr&#228;chspr&#228;senz und Privatheit im Rahmen der je eigenen Ressourcen zu finden. – In diesem Zusammenhang wage ich die Prognose, dass die Bereitschaft von Lehrenden, die die M&#246;glichkeiten von Web-2.0-Tools (z. T. &#228;u&#223;erst intensiv) nutzen, um &#252;ber Unterrichtszeiten hinaus Lernprozesse zu unterst&#252;tzen und zu f&#246;rdern, im Laufe der Zeit genau an dem „Ort“ ankommen wird, den Christian Spannagel in seiner <a href="http://cspannagel.wordpress.com/2010/05/07/uber-radikale-vernetzung-und-radikale-ehrlichkeit/" target="_blank">hervorragenden Reflexion auf die Grenzen eigener Kommunikationsf&#228;higkeit </a>beschreibt: Den Ort der selektiven Nutzung der nach wie vor als wirkliche Bereicherung anzusehenden Web-2.0-Tools f&#252;r berufliche und private Kommunikationsprozesse.</p>

<p>Ein reflektierter R&#252;ckzug aus sozialen Netzen, der &#252;brigens nicht nur aus Gr&#252;nden der &#220;berlastung erfolgen kann, sondern auch mit dem etwas <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/29/und-tschuess-facebook/" target="_blank">eigenwilligen Verst&#228;ndnis von „Privatheit“ zusammenh&#228;ngen kann, das einige Betreiber sozialer Webangebote haben</a>, ist in meinen Augen kein Urteil &#252;ber die Qualit&#228;t solcher Netzwerke, keine Tendenz, die geeignet w&#228;re, den Radikalkritikern des Web 2.0 Argumente zu liefern, sondern vielmehr ein Prozess, der mit der „Entdeckungsreise“ in die nach wie vor jungen „Welten“ des Web 2.0 zusammenh&#228;ngt.</p>

<p>Das Web 2.0 bietet faszinierende M&#246;glichkeiten. Jeder Nutzer und jede Nutzerin dieser M&#246;glichkeiten muss (sic!) jedoch fr&#252;her oder sp&#228;ter in einen Reflexionsprozess dar&#252;ber eintreten, welche der M&#246;glichkeiten aus welchen Gr&#252;nden genutzt werden und an welchen Stellen die Nutzung der M&#246;glichkeiten &#252;ber das f&#252;r einen selbst angemessene Ma&#223; hinaus geht. Dies gilt &#228;hnlich f&#252;r analoge Kommunikationsprozesse, denen es gut tut, wenn sie immer wieder in Formen der Meta-Kommunikation, z. B. im Rahmen von Supervision, aber z. B. auch in der „einfachen“ Form des Tagebuchschreibens, selbst zum Gegenstand der Reflexion werden.</p>

<p>Diese Notwendigkeit zur Reflexion eigenen Kommunikationsverhaltens ist in meinen Augen eine der zentralen Aufgaben einer gelingenden Mediendidaktik und Medienp&#228;dagogik. Dieser darf es eben nicht nur um „Prim&#228;rkompetenzen“ wie die Nutzung von Suchmaschinen, Textverarbeitungsprogrammen, Tabellenkalkulation, Pr&#228;sentationsprogrammen etc. gehen. Sie muss dar&#252;ber hinaus zentral an der Entwicklung von „Meta-Kompetenzen“ arbeiten, um den individuellen Nutzern von (digitalen) Arbeits- und Kommunikationsinstrumenten die F&#228;higkeit zur Reflexion dessen, was f&#252;r sie jeweils angemessen ist, mit auf den Weg zu geben.</p>

<p>Eine zentrale Frage bez&#252;glich der Nutzung von Kommunikationsinstrumenten und -wegen darf dabei nie aus dem Blick verloren werden: Wie finde ich einen Ausgleich zwischen Kommunikation und „Schweigen“ (Privatheit“), der mir angemessen ist, der mir gut tut. Wenn Kommunikationsprozesse das Individuum auslaugen, ausbrennen, in eine innere Leere hineinf&#252;hren, dann ist es h&#246;chste Zeit, diese Prozesse in den Blick zu nehmen, denn wer im Rahmen der eigenen Kommunikationsgewohnheiten sich innerlich leer f&#252;hlt, der hat bald nichts mehr zu sagen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>M&#252;ndlichkeit: Die vernachl&#228;ssigte Seite der Sprachkompetenz?</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 15:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Mal wurde mir gegen&#252;ber in den vergangenen Tagen offen das Problem angesprochen, dass es schwer f&#228;llt, gesprochenen Gedankeng&#228;ngen so zu folgen, wie dies bei geschriebenen der Fall ist. Zun&#228;chst kam ein Blogeintrag von Joachim Wedekind zu diesem Thema, in &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/04/11/muendlichkeit-die-vernachlaessigte-seite-der-sprachkompetenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Mal wurde mir gegen&#252;ber in den vergangenen Tagen offen das Problem angesprochen, dass es schwer f&#228;llt, gesprochenen Gedankeng&#228;ngen so zu folgen, wie dies bei geschriebenen der Fall ist. Zun&#228;chst kam ein <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=450" target="_blank">Blogeintrag von Joachim Wedekind zu diesem Thema</a>, in dem er seine Beobachtung festh&#228;lt, dass es immer mehr A/V-Beitr&#228;ge im Netz gebe (z. B. YouTube, Vimeo, Audioboo). Wedekind hat damit ein Problem:</p>

<blockquote>„Nach jahrelanger Praxis kann ich schriftliche Dokumente relativ schnell  &#252;berfliegen, auf Relevanz f&#252;r mich &#252;berpr&#252;fen, Argumentationsstr&#228;nge  nachvollziehen und bei Bedarf Passagen exzerpieren oder speichern. Bei  den Audio- und Video-Beitr&#228;gen kann ich das nicht. Da bin ich gezwungen,  alles von vorne bis hinten anzuh&#246;ren/anzusehen; wenns wirklich wichtige  Passagen sind wom&#246;glich mitschreiben. F&#252;r mich widerspricht das dem  schnellen Medium.“</blockquote>

<p>Au&#223;erdem findet sich eine Reaktion auf <a href="http://herrlarbig.de/2010/04/06/bildung-zwischen-ideologie-und-sachlichkeit/" target="_blank">meinen zuletzt ver&#246;ffentlichten Audiobeitrag</a> zur Frage, wie sachlich die Bildungsdiskussion in Deutschland abl&#228;uft, im Blog „Kreide fressen“. <a href="http://wordpress.blokey.de/2010/04/10/mangelndes-rationales-potential" target="_blank">Dort hei&#223;t es zu dem Audiobeitrag</a>:</p>

<blockquote>„Komplexe Kiste und nur schwer zu diskutieren, weil Herr Larbig sich  entschieden hat, seine These als Audio-Boo zu ver&#246;ffentlichen, was das  Diskutieren m&#252;hsam macht und dazu f&#252;hrt, dass ich dreiviertelfertige  Kommentare in den Orkus banne.“</blockquote>

<p>Ich kenne das Problem, das in diesen zwei R&#252;ckmeldungen angesprochen wird, aus eigenen Erfahrungen, insbesondere deshalb, weil ich leidenschaftlicher Radioh&#246;rer bin und auch Podcasts in nicht unerheblicher Menge abonniert habe, in denen es um Inhalte geht, die durchaus einiges an Konzentration und Mitdenken verlangen. Auch ich h&#246;re mir diese viel zu h&#228;ufig einfach nur an, schreibe nicht mit und mache dann auch die Erfahrung, dass es gar nicht so leicht ist, alleine auf der Basis des H&#246;rens angemessen mit den geh&#246;rten Gedankeng&#228;ngen umzugehen. Das gelingt nur, wenn ich mitschreibe, einzelne Passagen wiederholt h&#246;re, wichtige Zitate notiere etc.</p>

<p>Das Mitschreiben ist f&#252;r mich aber auch schon dann effektiv, wenn ich relativ knappe Notizen anfertige oder diesen die Form einer Mindmap gebe, mit der ich dann im Nachhinein die Struktur des Gesagten und ausgef&#252;hrte Inhalte meist ganz gut rekonstruieren kann.</p>

<p>Doch wenn ich auf einen solchen Beitrag reagieren will, ist es damit meist nicht getan, vor allem dann nicht, wenn ich auf einen Audiobeitrag schriftlich reagiere. Das h&#228;ngt mit der Erwartungshaltung zusammen, die ich selbst an geschriebene Texte habe: Da soll zitiert und nicht nur wiedergegeben werden, was mir „irgendwie“ in Erinnerung geblieben ist. Wenn ich m&#252;ndlich reagiere, ist dieser Selbstanspruch ein wenig geringer  – und es wird sehr schnell erfahrbar, ob ich 1. richtig geh&#246;rt und 2. einen Beitrag angemessen verstanden habe. – Auf Tagungen l&#228;uft Kommunikation in aller Regel m&#252;ndlich ab – und dort hat sich bislang kaum jemand beschwert, wenn ein Beitrag nicht schriftlich vorgelegt wurde. Interessant, dass dies bei entsprechenden m&#252;ndlichen Beitr&#228;gen, die im Internet ver&#246;ffentlicht werden, anders ist; interessant, dass im Rahmen eines multimedial ausgerichteten Mediums bei bestimmten Inhalten dann offensichtlich doch nach wie vor die schriftliche Form bevorzugt wird.</p>

<p>Auf Tagungen ist das Problem eher umgekehrt. Joachim Wedekind beschreibt es <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=450" target="_blank">in einem Kommentar zu seinem oben zitierten Artikel</a> wie folgt:</p>

<blockquote>„Ich erinnere mich an einen Vortrag, bei dem der Redner den Vorwurf, man  k&#246;nne seinem (abgelesenen) Vortrag wohl kaum folgen, konterte mit dem  Hinweis, sein Gedankengang sei so kompliziert, dass er ihn selber  ablesen m&#252;sse.“</blockquote>

<p>Gerade hier wird f&#252;r mich sehr deutlich, dass wir uns bei schriftlichen und m&#252;ndlichen Formen des Ausdrucks auf zwei mit v&#246;llig unterschiedlichen Anforderungen verbundenen Kommunikationsebenen bewegen.</p>

<p>Abgelesene Vortr&#228;ge sind (auch f&#252;r mich) in der Regel unertr&#228;glich, weil ich den Text dann doch besser selbst lese, statt ihn mit all seinen fein gegliederten und komplexen Gedankeng&#228;ngen in einer Art vorgetragen bekomme, die der Informationsverarbeitung beim Zuh&#246;ren absolut nicht entspricht – es sei denn, der vorbereitete Text ist ein Sprechtext, der die Bed&#252;rfnisse der Zuh&#246;rens ernst nimmt und an diese angepasst ist. Das „<a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=2gJ&amp;rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&amp;q=%22Schreiben+f%C3%BCrs+Sprechen%22&amp;meta=&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=" target="_blank">Schreiben f&#252;rs Sprechen</a>“ ist etwas ganz anderes, als das „Schreiben f&#252;rs Lesen“. Und noch einmal anders ist es, wenn jemand versucht, seine Gedanken zu einem Thema (weitgehend) ohne Notizen m&#252;ndlich darzustellen.</p>

<p>Gerade diese letzte F&#228;higkeit (Kompetenz) erscheint mir der eigentliche Knackpunkt zu sein, um zu erfahren, ob ich oder jemand anderes ein Thema oder einen Inhalt so verarbeitet hat, dass m&#252;ndlich sinnvoll und in einer gewisser Strukturiertheit mit dem Thema / Inhalt umgegangen werden kann. In der Schriftlichkeit kann ich mich dabei viel zu leicht hinter (schnell mal heraus gesuchten) Zitaten oder „auswendig“ gelernten Formulierungen verstecken, w&#228;hrend im m&#252;ndlichen Sprachgebrauch nur die Zitate verf&#252;gbar sind, auf die ich schnell zugreifen kann, die vielleicht sogar in der Erinnerung angekommen sind. Au&#223;erdem f&#228;llt es viel schwerer, auswendig gelernte Versatzst&#252;cke angemessen in die Darstellung zu integrieren. Kurz: Wer sich frei zu einem Thema &#228;u&#223;ern muss, l&#228;sst sehr schnell erkennen, was angekommen ist und verstanden wurde.</p>

<p>Als Lehrer f&#228;llt mir zudem auf, dass Unterricht, bei allen Visualisierungen, Verschriftlichungen etc., ein sehr stark m&#252;ndlich gepr&#228;gtes Geschehen ist, dessen Ergebnisse interessanterweise weitgehend in schriftlichen Leistungsnachweisen &#252;berpr&#252;ft werden. Entsprechend stellt sich f&#252;r mich die Frage, wie eine solche M&#252;ndlichkeit gelingen kann. Interessant finde ich dabei auch, dass ich zum Teil von Lehrenden die R&#252;ckmeldung bekam, wie schwer es sei, gesprochenen Inhalten zu folgen und wie viel leichter da doch der gewohnte und scheinbar viel besser einge&#252;bte Umgang mit schriftlich fixierten Texten falle.</p>

<p>Dabei geht mit der F&#228;higkeit der m&#252;ndlichen Darstellung komplexer Inhalte immer auch die Notwendigkeit einer entsprechenden H&#246;rkompetenz einher, eine Kompetenz, die im Lehrberuf von zentraler Bedeutung ist, da Lehrende gerade im Bereich des H&#246;rens auf m&#252;ndliche &#196;u&#223;erungen im Unterricht besonders gefordert sind (was auch f&#252;r Lernende in solchen Zusammenh&#228;ngen gilt), da diese m&#252;ndlichen &#196;u&#223;erungen f&#252;r den gemeinsamen <em>Denk</em>zusammenhang, was der Unterricht f&#252;r mich idealerweise ist, wichtig sind.</p>

<p>Und damit d&#252;rften dann alle Gr&#252;nde genannt sein, warum ich mich zur Zeit wieder einmal st&#228;rker mit der gesprochenen Sprache im Kontext von Inhalten befasse: Es handelt sich schlicht um einen eigenen Bereich der Ausdrucks- und Rezeptionsf&#228;higkeit, der mir, gerade in wissenschaftlichen Zusammenh&#228;ngen, oft viel zu wenig reflektiert scheint oder, wo er doch reflektiert ist, als nur schwer mit der Komplexit&#228;t der zu vermittelnden Inhalte kompatibel erscheint, so dass es dann vielleicht wider besseren Wissens doch wieder auf gesprochene Lesetexte hinausl&#228;uft, wenn ein Vortrag zu halten ist, der dann die Zuh&#246;renden, selbst wenn sie noch so kompetente Zuh&#246;rer sind, v&#246;llig &#252;berfordert.</p>

<p>Ich erlebte selbst einmal einen Vortrag, den ich hier als Extrembeispiel gerade erinnere: Ein Philosophieprofessor hielt einen 90 Minuten langen Vortrag, der in etwa zur H&#228;lfte aus nicht &#252;bersetzten lateinischen Zitaten bestand, sodass selbst die f&#228;higsten Lateiner im Raum jeglichen Anschluss an den Gedankengang verloren haben.</p>

<p>Wenn ich zur Zeit also sehr viele Audiobeitr&#228;ge h&#246;re, viel bewusster h&#246;re, als noch vor ein paar Wochen, versuche ich damit, meine eigene Auffassungsgabe, die F&#228;higkeit des sinnerfassenden H&#246;rens (als &#196;quivalent zu dem sinnerfassenden Lesen, wie es z. B. bei den PISA-Studien immer wieder verlangt wird) weiter zu entwickeln.</p>

<p>Gleiches gilt f&#252;r meine in den vergangenen Wochen in deutlich umfangreicherer Zahl entstandenen Audioaufnahmen, von denen ich einige auch im Netz und in diesem Blog zur Verf&#252;gung stelle.</p>

<p>Es ist au&#223;erdordentlich anspruchsvoll, (weitgehend / in den allermeisten F&#228;llen) ohne schriftliche Notizen einen Audiobeitrag zu einem Thema, einem Inhalt zu erstellen. Oft bedarf es (noch?) mehrerer Anl&#228;ufe (da ich die Beitr&#228;ge nat&#252;rlich auch nicht in einer Schnittsoftware nachbearbeite(n will).) Oft merke ich beim ersten Anlauf, dass ich mir noch ein paar Gedanken zu einem Thema machen muss, bevor ich frei sprechend damit umgehen kann. Kurz: Audiobeitr&#228;ge zu Themen, die frei gesprochen sein sollen, sind f&#252;r mich selbst zu einem Evaluationsinstrument geworden, ob ich einen Inhalt so verstanden habe, dass ich frei mit ihm umgehen kann oder nicht.</p>

<p>Die damit verbundene M&#252;ndlichkeit ist aber kein „R&#252;ckfall“ in Zeiten, in denen aus Ermangelung der M&#246;glichkeit zu schriftlichen &#196;u&#223;erungen, die Gesellschaft eine von M&#252;ndlichkeit gepr&#228;gte Gesellschaft war. Die Basis von allem ist interessanterweise selbst dort, wo ich mich mit m&#252;ndlichen Ausdrucksformen befasse, letztlich doch immer ein Bezug zur Schrift.</p>

<p>Was ich jedoch als Verlust empfinde, dem ich nun entgegen zu arbeiten versuche, ist mein Eindruck, dass die Kunst des Zuh&#246;rens und die Kunst des Sprechens im Kanon der „Kompetenzen“ eher eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen, obwohl sie, &#252;ber die Auseinandersetzung mit Inhalten hinaus, in der allt&#228;glichen Kommunikation eine zentrale Rolle spielen. Misslingt Alltagskommunikation vielleicht auch deshalb so oft, weil die daf&#252;r notwendigen F&#228;higkeiten des Sprechens / Erz&#228;hlens und des Zuh&#246;rens oft nur rudiment&#228;r geschult sind?</p>

<blockquote>Ja, auch zu den Fragestellungen dieses Beitrags, habe ich k&#252;rzlich einen Audiobeitrag erstellt, den ich hier f&#252;r alle Interessierten auch noch anf&#252;ge:

</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Kompetenzenorientierung im Unterricht? Ein Beispiel</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 23:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit befasse ich mit Audioboos. Und seit ein paar Tagen gibt es jetzt auch welche zum Anh&#246;ren. Dazu habe ich hier ja schon was gesagt. Nun ist mir aber aufgefallen, dass diese Audioboos als ein Beispiel f&#252;r die &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/01/25/kompetenzenorientierung-im-unterricht-ein-beispiel/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit befasse ich mit Audioboos. Und seit ein paar Tagen gibt es jetzt auch welche zum Anh&#246;ren. Dazu habe ich <a href="http://herrlarbig.de/2010/01/17/herrlarbig-jetzt-auch-hoeren/">hier</a> ja schon was gesagt.</p>

<p>Nun ist mir aber aufgefallen, dass diese Audioboos als ein Beispiel f&#252;r die Rede von „Kompetenzen“ darstellen k&#246;nnen, die oft und ausf&#252;hrlich in der heutigen Bildungslandschaft anzutreffen ist. Auch dazu habe ich <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/20/zwischen-kompetenzen-und-literacy-oder-ohne-inhalt-keine-kompetenz/">mich schon ge&#228;u&#223;ert</a>. In diesem &#228;lteren Beitrag legte ich Wert darauf, dass Inhalt und Kompetenzen, dass Wissen und Kompetenzen zusammengeh&#246;ren und eben nicht davon ausgegangen werden kann, dass nun pl&#246;tzlich irgendwelche F&#228;higkeiten das Wissen ersetzen sollen. Im Gegenteil: Ein recht verstandener Kompetenzenbegriff erweitert gleichzeitig das Wissen desjenigen, der sich die Kompetenzen aneignet</p>

<p>Mein Beispiel hier ist die Arbeit mit Audiodateien. Die Kompetenz als Ziel in einem Lernzusammenhang k&#246;nnte wie folgt formuliert werden:</p>

<p><em>Der Lernende ist in der Lage, mithilfe der ihm verf&#252;gbaren technischen M&#246;glichkeiten Audiodateien zu erzeugen und zu ver&#246;ffentlichen. Diese Audiodateien haben einen relevanten Inhalt.</em></p>

<p>Das klingt erst einmal sehr pauschal und ist im Grunde noch wenig differenziert, was die eigentlichen Herausforderungen betrifft, mit denen ein Lernender in diesem Falle konfrontiert ist. Die hier einmal beispielhaft formulierte Kompetenz kann n&#228;mlich auf ganz unterschiedlichem Niveau umgesetzt werden.</p>

<ol>
    <li>Der Lernende nimmt z. B. die Audioboo-App, spricht kurz und assoziativ etwas zu einem Thema ein, f&#252;gt ein Foto hinzu und l&#228;dt das Ganze hoch. Fertig.</li>
    <li>Der Lernende schreibt ein Manusskript f&#252;r einen Audiobeitrag, liest dieses als Audiodatei ein und l&#228;dt sie bei Audioboo hoch.</li>
    <li>Der Lernende entwickelt in Form von Stichworten ein Grundstruktur der Inhalte und des Verlaufs einer Aufnahme und spricht diese, seinen Notizen folgend, ein und l&#228;dt sie auf eine vorgefertigte Plattform hoch. (Neben audioboo sei hier z. B. noch audiyou.de genannt)</li>
    <li>Der Lernende produziert einen Beitrag und bearbeitet diesen in einer Software wie audacity nach. Der Beitrag wird geschnitten, gegebenenfall wird die Qualit&#228;t der Aufnahmen &#252;ber Filter optimiert. Anschlie&#223;end wird der Beitrag im Netz zur Verf&#252;gung gestellt.</li>
    <li>Der Lernende spricht einen Beitrag zu einem Thema frei und konsistent ein, da er sich mit dem Thema im Vorfeld intensiv besch&#228;ftigt hat und sich dementsprechend so gut auskennt, dass freies Sprechen zum Thema m&#246;glich ist. Zudem ist der Lernende in der Lage, dar&#252;ber zu entscheiden, ob eine Aufnahme nachbearbeitet werden muss und kann diese Nachbearbeitung auch angemessen durchf&#252;hren, um dann zu entscheiden, auf welcher Plattform und in welchem Kontext diese Aufnahme zur Verf&#252;gung gestellt wird. Dabei wird bevorzug eine Plattform gew&#228;hlt, die eine Diskussion zu dem Beitrag erm&#246;glicht. Diese Diskussion wird gegebenenfalls intensiv wahrgenommen und tr&#228;gt zur Reflexion der eigenen Arbeit bei.</li>
</ol>

<p>Es g&#228;be sicher noch Zwischenstufen zu den hier genannten Kompetenzstufen. Diese seien als Beispiel genannt, das sicher noch verbesserungsf&#228;hig ist, wenn es bis in die letzten Details dann auch diskutiert und angepasst w&#252;rde.</p>

<p>Die genannte Komptenzstufen setzen unterschiedliches Wissen voraus, die ihr Erreichen erm&#246;glichen. Was aber muss gewusst werden:</p>

<ol>
    <li>Je besser sich der Lernende in den Inhalten auskennt, zu denen er einen H&#246;rbeitrag konzipiert und produziert, um so freier kann der Text eingesprochen werden ohne nur rein assoziativ zu sein. Der Inhalt des H&#246;rbeitrages h&#228;ngt also zentral von dem ab, was klassischerweise als Wissensbest&#228;nde der Bildung angesehen wird. Diese Wissensbest&#228;nde werden klassischerweise vor allem mit schriftlichen Anwendungskompetenzen verbunden (Klassenarbeiten, Refereate [die verlesen werden]). Andere Kompetenzbereich werden in der Regel alleine auf die Inhalte hin abgestimmt und sind als Methoden im Unterricht vor allem f&#252;r das Erreichen didaktischer Zieler eingesetzt, ohne selbst in allen F&#228;llen eigenst&#228;ndig in dem Zusammenhang reflektierte Kompetenzen zu sein.</li>
    <li>Neben das „klassische“ Wissen aus einem Fach wird in dem hier vorgestellten Beispiel Wissen und Kompetenz in einem zweiten Bereich verlangt, der mit den Inhalten verbunden ist. Es soll eine H&#246;raufnahme produziert werden. Neben den fachlichen Inhalten, gilt es, an dieser Stelle auch Wissen &#252;ber eine und die F&#228;higkeit beim Umgang mit einer medialen Form zu erwerben und anzuwenden, wobei das Ziel eine Ver&#246;ffentlichung ist. Die Methode dient also nicht nur didaktischen Zwecken und somit zum Erlangen des Wissens, sondern ist als Kompetenz selbst noch einmal Wissen generierend. Hier wird also die fachliche Seite mit einer medienp&#228;dagogischen Seite verbunden, die &#252;ber das Fachwissen hinaus Kenntnisse (Wissen!) erm&#246;glicht, die selbst wieder reflexiv werden k&#246;nnen (Wie werden Rundfunkbeitr&#228;ge gemacht? Was sind technische Voraussetzungen? Welche Verk&#252;rzungen sind da n&#246;tig? Woran kann man h&#246;ren, ob ein Sprecher im Radio wei&#223;, wovon er spricht? Sind Produktionen aufwendig oder eher einfach? &#220;ber welche Kan&#228;le kann Aufmerksamkeit gewonnen werden? Wie geht das? Was ist beim Mikrofonsprechen anders als beim normalen Sprechen…)</li>
</ol>

<p>H&#228;ufig wird in der Kompetenzendiskussion als Beispiel zur Diskreditierung der Denkweise angef&#252;hrt, dass Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen nun lernen sollten, wie man einen beh&#246;rdlichen Fragebogen ausf&#252;llt. W&#252;rde Kompetenzenorientierung im Unterricht alleine auf so etwas hin ausgerichtet sein, so w&#228;re es sicher angebracht, diese Ausrichtung von Schule und Unterricht selbst kritisch zu hinterfragen. Wenn aber anhand eines solchen beh&#246;rdlichen Fragebogen die Hintergr&#252;nde der Fragen, der Grund und Art der Weiterverarbeitung der gemachten Angaben und die Konsequenzen aus m&#246;glichen Entscheidungen, die dann getroffen werden, mit thematisiert werden, dann w&#228;ren wir schon bei einem an Inhalten und Kompetenzen interessiertem Unterricht, der Wissen mit Relevanz zu verbinden vermag – und somit zu einem umfassenderen, integrierteren und wom&#246;glich auch &#252;ber einen Leistungsnachweis hinaus reichenden Wissen f&#252;hren kann.</p>

<p>Das klingt erst einmal nach einem problemorientiertem Unterricht. Es unterscheidet sich von diesem insofern, dass problemorientierter Unterricht sich oft an rein inhaltlichen Problemen orientiert und Wissen von einer anwendungsorientierten Problemorientierung unter Umst&#228;nden abtrennt.</p>

<p>Diese Gefahr besteht &#252;brigens auch im Kontext der Kompetenzenorientierung von Unterricht, wenn die Kompetenzen rein inhaltlich gedacht werden. Dann k&#246;nnte man z. B. als Kompetenz formulieren, dass ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin in der Lage ist, einen Text angemessen zusammenzufassen, ohne dass damit auch schon klar ist, wozu man diese Kompetenz braucht, au&#223;er zur Erreichung einer m&#246;glichst guten Note in einer Leistungs&#252;berpr&#252;fung.</p>

<p>Es will mir so scheinen, als ob Kompetenzenorientierung eigentlich immer zwei Bereich miteinander verbinden muss, die einerseits stark inhaltlich orientiert sind, andererseits aber auch Wissen und Kompetenzen in einem zweiten Bereich verlangen. Im hier angef&#252;hrten Beispiel m&#252;sste man also nicht nur inhaltlich fit sein, sondern auch im Bereich des Wissens um die Produktion von H&#246;rtexten, H&#246;rspielen, H&#246;rcollagen oder was sonst noch alles im Audiobereich gemacht werden kann.</p>

<p>Hilfreich k&#246;nnte es dabei zudem sein, wenn Kompetenzen nicht nur intern erworben werden, sondern immer mal wieder darauf hin angelgt sind, dass die entstandenen „Produkte“ selbst relevant werden, in dem sie eine gewisse &#214;ffentlichkeit erlangen. Das kann eine Ausstellung in der Schule sein, ein Theaterabend, eine Lesung, Pr&#228;sentation naturwissenschaftlichen Wissens im Rahmen von Tagen der offenen T&#252;r, ein Wettbewerb oder aber auch im Kontext des Internets.</p>

<p>Bleibt die Frage, ob auf diesem Wege dann nicht zu viel Zeit mit Nebenschaupl&#228;tzen verbracht werden muss, die dann f&#252;r die Erf&#252;llung des Lehrplans fehlt. Diese Frage muss in vielen F&#228;llen wohl leider nach wie vor mit „Ja“ beantwortet werden. Viele Lehrpl&#228;ne sind so voll, dass schon das Erreichen der fachlichen (inhaltlichen) Ziele oft unter gro&#223;em Zeitdruck steht, was durch standardisierte, zentral vorgegebene Pr&#252;fungen noch verst&#228;rkt wird. Dies f&#252;hrt dann dazu, dass Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler unter Umst&#228;nden viel Wissen, dieses Wissen aber nicht mit anderem Wissen zu verkn&#252;pfen verm&#246;gen, dieses Wissen nicht praktisch relevant werden lassen k&#246;nnen, was durchaus manchmal schon dort beginnt, wo es „nur“ um eine schriftliche Reproduktion von Wissen und den Transfer dieses Wissen auf einen anderen inhaltlichen Bereich geht.</p>

<p>Hier m&#252;ssten die zur Zeit in einigen Bundesl&#228;ndern in der Entwicklung seienden kompetenzenorientierten Lehrpl&#228;ne neue M&#246;glichkeiten schaffen, in dem sie nicht nur Inhalte vorgeben, sondern auch eine Auswahl an m&#246;glichem „Sekund&#228;r-” (=Anwendungs-)Wissen mit den Inhalten verbinden. Hier b&#246;ten sich auch neue M&#246;glichkeiten des f&#228;cher&#252;bergreifenden und f&#228;cherverbindenden Unterrichts.</p>

<p>Vorl&#228;ufig ergibt sich f&#252;r mich dann folgende Beschreibung dessen, was mit kompetenzenorientiertem Unterricht gemeint sein kann:</p>

<p>An Kompetenzen orientierter Unterricht ist gleichzeitig Fachunterricht (Inhaltswissen) und auf Anwendbarkeit hin orientierter Unterricht, wobei die f&#252;r Anwendungen notwendigen Kenntnisse (Inhalte) &#252;ber die fachlichen Inhalte hinaus zu erwerben sind. Damit ist nicht gemeint, dass ein solcher Unterricht alleine auf berufliche Anwendbarkeit hin ausgerichtet ist. Die Verbindung von fachlichem Wissen und der kompetenten Anwendung des Wissens schlie&#223;t die kritische Reflexionsf&#228;higkeit gegen&#252;ber der Anwendung und den Inhalten mit ein.</p>

<p>F&#252;r den Deutschunterricht k&#246;nnte dies beispielsweise folgendes hei&#223;en:</p>

<ol>
<li><p>Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen erwerben nicht nur Kenntnisse in Rechtschreibung und Grammatik, sondern Wissen dar&#252;ber, wie mit Hilfe dieser Kenntnisse wirkungsvolle Texte verfasst werden k&#246;nnen.</p></li>
<li><p>Es geht nicht nur um einen literarischen Text, um Textanalyse, Stilanalyse und Interpretation, sondern auch um die Frage der wirkungsvollen Pr&#228;sentation solcher Ergebnisse und somit auch um die Wissensbest&#228;nde, die zum Erreichen der gew&#228;hlten Pr&#228;sentationsform notwendig sind. Diese unterscheiden sich, wenn es um eine Ausstellung, eine Lesung, eine Auff&#252;hrung oder auch um eine Audioproduktion geht.</p></li>
</ol>

<p>Dabei geht es im &#220;brigen nicht darum, neben die fachliche Kompetenz Methodenkompetenz zu stellen, sondern um die Verkn&#252;pfung dieser beiden Bereiche auf Relevanz hin.</p>

<p>F&#252;r die oben genannten Audioproduktionen hei&#223;t das konkret:</p>

<ol>
<li><p>Fachkenntnis, Fachkenntnis, Fachkenntnis.</p></li>
<li><p>Wissen &#252;ber Mikrofonsprechen und Wissen &#252;ber das (freie) Sprechen &#252;berhaupt. Hier geht es also schon in den Bereich der Rhetorik, der in vielen Bildungsprozessen meiner Wahrnehmung nach selten explizit und vor allem zur Praxisreflexion bef&#228;higend aufgegriffen wird.</p></li>
<li><p>Wissen &#252;ber die Rezeption von Audioaufnahmen (Radio)</p></li>
<li><p>F&#228;higkeiten im Umgang mit Audioschnittsoftware.</p></li>
<li><p>Kenntnisse &#252;ber m&#246;gliche Verbreitungswege und die F&#228;higkeit, diese kritisch daraufhin zu reflektieren, welche Verbreitungswege f&#252;r die eigene Produktion sinnvoll sein kann und welche eher nicht.</p></li>
<li><p>F&#228;higkeit zur Entwicklung von Kritierien, die die Qualit&#228;t einer entstandenen Audioaufnahme zu beurteilen in der Lage sind.</p></li>
<li><p>All das, was ich hier jetzt unber&#252;cksichtigt gelassen habe.</p></li>
</ol>

<p>Ein solcher an Kompetenzen orientierter Bildungsprozess ist ein hochdynamischer Bildungsprozess, der zahlreiche Verbindungslinien zwischen den bislang oft unverbunden nebeneinander her laufenden F&#228;chern schafft, nutzt und integrierte Wissensbest&#228;nde erm&#246;glicht, die auf Zusammenh&#228;nge hin ausgerichtet sind.</p>

<p>Und ganz „nebenbei“ k&#246;nnte auf diesem Wege ein neues Verst&#228;ndnis von Allgemeinbildung entstehen, das dann nicht mehr zuerst als ein eher lexikalisch ausgerichtes Wissen verstanden wird, wie es die vielen Wissenquizsendungen im Fernsehen heute tun, sondern auf die F&#228;higkeit, das vorhandene Wissen auf der Basis seiner Verkn&#252;pfbarkeit und Anwendbarkeit hin fruchtbar werden zu lassen, f&#252;r sich selbst aber auch in funktionalen Zusammenh&#228;ngen, wie beispielsweise im Beruf.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/25/kompetenzenorientierung-im-unterricht-ein-beispiel/#footnote_0_2388" id="identifier_0_2388" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich warte auf die Quizsendungen, in denen genau diese Kombination von Wissensbest&amp;#228;nden aus unterschiedlichen Bereichen ins Zentrum gestellt w&amp;#252;rde, in denen man nicht mehr aus einer Reihe von Antworten die richtige ausw&amp;#228;hlen, sondern konkret Wissen anwenden muss um zu zeigen, dass man wirklich gebildet ist.">1</a></sup></p>

<p>Zugegeben: Guter Unterricht wird auch schon heute so ausgerichtet sein, wie ich es hier beschrieben habe – im Rahmen der engen zeitlichen Grenzen, die die gegenw&#228;rtigen Lehrpl&#228;ne mit sich bringen. Es gilt, die Kritierien f&#252;r solchen guten Unterricht in das System selbst organisch einzubinden. – Ein so verstandener Kompetenzenbegriff k&#246;nnte meines Erachtens das deutsche Bildungssystem qualitativ sehr bereichern. Oder habe ich da falsche Fantasien?</p>

<p>Haben Sie Beispiele aus der Praxis, in der solche Verkn&#252;pfungen von Wissensbest&#228;nden stattfinden, wie ich sie hier beschrieben habe? Haben Sie Ideen, die meine &#220;berlegungen erg&#228;nzen? Oder sehen Sie das alles ganz anders? Gerne k&#246;nnen Sie die Kommentarfunktion dieses Artikels nutzen, um miteinandern und mit mir in eine konstruktive Diskussion zu kommen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Im Gehege des Deutschunterrichts oder: Der Zoo und die Wildnis</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 22:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Kurzgeschichten erfreuen sich im Deutschunterricht seit jeher einer gro&#223;er Beliebtheit“, schreibt Reiner Werner auf Seite Vier der Einleitung des Schroedel-Bandes „Deutsch SII (Kompetenzen, Themen, Training), Kompetent in Kurzgeschichten“, der 2009 erschienen ist. Er zeigt damit, m&#246;glicherweise, ohne sich dessen bewusst &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>„Kurzgeschichten erfreuen sich im Deutschunterricht seit jeher einer gro&#223;er Beliebtheit“,</blockquote>

<p>schreibt Reiner Werner auf Seite Vier der Einleitung des Schroedel-Bandes „Deutsch SII (Kompetenzen, Themen, Training), Kompetent in Kurzgeschichten“, der 2009 erschienen ist. Er zeigt damit, m&#246;glicherweise, ohne sich dessen bewusst zu sein (?), schon im ersten Satz des von ihm erarbeiteten Bandes, die Ambivalenz des Einsatzes von Kurzgeschichten auf: Einerseits geh&#246;ren Kurzgeschichten mit Gedichten zu den am h&#228;ufigsten im Deutschunterricht eingesetzten literarischen Kunstwerken. Andererseits handelt es sich dabei aber um literarische Gattungen, die au&#223;erhalb der Schule so gut wie gar nicht gelesen werden.</p>

<p>In der Schule werden diese „kleinen“ literarischen Gattung „gehegt“ und „gepflegt“; auf dem Buchmarkt spielen sie eine kaum wahrnehmbare Rolle. „Gehegt“ und „gepflegt“ – oder vielleicht doch eher missbraucht, vergewaltigt und get&#246;tet? Dieser Frage will ich hier nachgehen. Dabei nehme ich das Vorwort in dem schon zitierten Schroedel-Band als Leitfaden, weil es sich um 1. um einen gerade erschienenen und 2. um einen von seiner Zielrichtung her an Komptenzen orientierten Band handelt, der zumindest davon Zeugnis gibt, wie sich ein Schulbuchverlag „Kompetenzen“ im Umgang mit Literatur vorstellt.</p>

<p>Entscheidend ist f&#252;r mich eigentlich immer, was Lehrer und Didaktiker – nein, es ist kein Zufall, dass ich diese beiden Begriffe nicht synonym gebrauche – zum Thema der Methodik zu sagen haben. Dazu Rainer Werner:</p>

<blockquote>„Der moderne Literaturunterricht zielt darauf ab, den Sch&#252;lern wichtige Kompetenzen der Textinterpretation zu vermitteln, die sie in die Lage versetzen, ihre F&#228;higkeiten im Umgang mit Sprache und Literatur stetig zu erweitern.“ (a.a.O., S. 5.)</blockquote>

<p>Ja, genau so ist es und so muss es auch sein, will ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin Klausuren in der Oberstufe bestehen und schlie&#223;lich den Anforderungen des Abiturs entsprechen. Dementsprechend geht der Autor dann noch kurz darauf ein, welchen Grunds&#228;tzen sein Ansatz folgt, der die „herk&#246;mmliche lehrerzentrierte Unterrichtsform“ auflockern will, in dem so „sch&#252;lerzentrierte“ Methoden, wie Gruppen und Partnerarbeit, aber auch kreative Schreibaufgaben eingesetzt werden, ohne die „strukturierende Hand des Lehrers“ aus dem Blick zu verlieren, dessen „&#252;berlegenes Wissen“ nun nicht mehr nur eingesetzt werde, „um den Gang der Interpretation immer zum ‚richtigen‘ Ziel hin zu steuern“ (ebd.). Au&#223;erdem behauptet Werner auch noch richtig, dass Lehrer Sch&#252;lern das fachliche Wissen voraus h&#228;tte, aber auch, dass dieses Voraus ebenso f&#252;r die Erfahrung im Umgang mit literarischen Texten gelte.</p>

<p>Und dann werden all die Wege genannt, die Lehrer (und Lehrerinnen) mit dem nun vorgelegten Band gehen k&#246;nnten. – Wer w&#252;rde von einem Lehrerband zum Thema „Kurzgeschichten“ auch etwas anderes erwarten, stimmt Werners Darstellung des Literaturunterrichtes doch ziemlich genau mit einer zumindest nach wie vor weit verbreiteten Wirklichkeit des Deutschunterrichts &#252;berein, die man sich bei den genannten und faktisch so in Pr&#252;fungen ja wirklich erwarteten Zielen, auch kaum anders vorstellen kann.</p>

<p>F&#252;r Lehrende ist das im t&#228;glichen Prozess der Reflexion auf ihren Unterricht ein wirklich guter Band zum Thema Kurzgeschichten geworden. Und f&#252;r den Band spricht auch, dass Reiner Werner scheinbar alle Unterrichtsvorschl&#228;ge am Berliner John-Lennon-Gymnasium ausprobiert hat. Die Inhalte sind also erfahrungsges&#228;ttigt und kommen zudem Lehrerinnen und Lehrern entgegen, die sich zwar der Kompetenzenorientierung des Unterrichts nicht entziehen wollen, gleichzeitig aber auch, um ihrer Verantwortung gerecht werden zu k&#246;nnen, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler kompetent im Umgang mit literarischen Texten zu machen, die strukturierenden F&#228;den in den H&#228;nden behalten wollen. Das st&#246;rt mich nicht, das geh&#246;rt nach wie vor zum Alltag des Deutschlehrers – und die Frage nach der Lehrerrolle im Deutschunterricht soll hier auch gar nicht im Vordergrund stehen, so sehr sie im Hintergrund immer mitschwingen mag.</p>

<p>Viel mehr interessieren mich hier zwei andere Fragen:</p>

<ol>
    <li>Wo kommen in solchen Ans&#228;tzen, wie er von Reiner Werner im Vorwort des Bandes „Kompetent in Kurzgeschichten“ vertreten wird, die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen vor?</li>
    <li>Welche Rolle haben literarischen Kurzformen im Deutschunterricht.</li>
</ol>

<p>Beginnen wir mit der zweiten Frage:</p>

<p>Die Rolle von literarischen Kurzformen im Unterricht steht in einem deutlichen Gegensatz zu der Rolle, die diese Textsorten im Alltag durchschnittlicher Leser und Leserinnen spielen. Sie werden gew&#228;hlt, weil sie gut in den Zusammenhang von Unterrichtsstunden passen.</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus kann an literarischen Kurzformen in kompakter Form Wissen im Umgang mit Texten vermittelt werden. Das m&#246;gen ehrenwerte Ziele und ein nachvollziehbarer Mehrwert von Gedichten und Kurzgeschichten sein, aber am wichtigsten finde ich, dass diese f&#252;r mich literarisch anspruchsvollsten literarischen Gattungen im Deutschunterricht am Leben erhalten werden. Die Schule &#252;bernimmt f&#252;r diese literarischen Gattungen, insbesondere f&#252;r Kurzgeschichten, kommen Gedichte doch immerhin auf den MP3-Playern der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler als „Lyrics“ nach wie vor in Massen vor, in etwa die Rolle, die Zoos f&#252;r vom Aussterben bedrohte Tierarten &#252;bernehmen: Es wird ein Schauraum geschaffen, in dem man gesch&#252;tzt und strukturiert und angeleitet, von W&#228;rtern gehegte und gepflegte Tiere betrachten kann, die einem in freier Wildbahn oftmals kaum noch begegnen. Die Gehege werden mit Tafeln versehen, die alles erkl&#228;ren – und der Besucher kann den Zoo mit dem guten Gef&#252;hl verlassen, etwas gelernt zu haben. Au&#223;erdem wird das Einsperren der Tiere mit der in Zoos stattfindenden wissenschaftlichen Arbeit begr&#252;ndet, die ja in Einzelf&#228;llen auch wieder zur Auswilderung der Tiere f&#252;hren kann.</p>

<p>Sicher, eine authentische Begegnung mit einer Wildkatze, einer Giftschlange oder einem Krokodil sieht anders aus. Sie ist aufregender und deutlich gef&#228;hrlicher als im Zoo. Und sp&#228;testens dann, wenn ein solches Tier seziert wird, ist klar: Jetzt geht es um die anatomische Zerlegung einer Leiche.</p>

<p>Kurzgeschichten (Gedichten und eigentlich fast jeder literarischen Form) ergeht es im Deutschunterricht nicht besser. Die unmittelbare, „gef&#228;hrliche“ Begegnung mit Literatur wird h&#246;chstens noch methodisch geleitet zugelassen, die Frage nach dem ersten Leseeindruck der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wird fast zu einer rhetorischen Frage, da sie oft beim weiteren Umgang mit einem literarischen Kunstwerk kaum noch eine Rolle spielt. Dort, wo das „Wilde“ und das „Gef&#228;hrliche“ der Literatur zu Hause ist, dort, wo ein Mensch mit seiner Biographie auf einen Text trifft und aus dieser existentiellen Begegnung etwas wachsen kann, liegen die Seziermesser der Textanalyse schon bereit, mit denen das m&#246;glicherweise im ersten Leseeindruck aufgeflackerte Leben, das in der Begegnung von Text und Leser bzw. Leserin gezeugt wird, schnellstm&#246;glich auf funktional einsetzbare Kompetenzen hin beschnitten wird.</p>

<p>Nat&#252;rlich wird ein Deutschlehrer vermutlich mehr gelesen haben als die Jugendlichen. Nat&#252;rlich hat die Deutschlehrerin aus dem Studium mehr Fachwissen als Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Aber kann man in der unmittelbaren Begegnung mit Literatur je erfahrener sein, abgesehen von der Erfahrung, was Literatur mit einem „echten“ Leser machen kann, als die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler?</p>

<p>Wenn es stimmt, dass jeder Text in der Begegnung mit jedem Leser und jeder Leserin „neu“ entsteht, „neu“ gelesen wird; wenn es stimmt, dass in der Begegnung des Textes mit dem Lesenden ein Text v&#246;llig neue Seiten Preis geben kann, dann wertet die Behauptung, dass ein Lehrer „besser“ lesen k&#246;nne diese Leseerfahrungen ab – und zwar so sehr, dass es Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern eine gro&#223;e Herausforderung ist, wenn ein Lehrer versucht, sie wirklich mit dem Text in eine Begegnung zu bringen, aus der m&#246;glicherweise das nachgelagerte Interesse an den Techniken erw&#228;chst, derer sich ein Autor (ob nun gezielt oder nicht) bedient hat.</p>

<p>Oft steht die Aussage, dass  das Ziel beim Umgang mit Literatur in der Schule „sowohl die pers&#246;nliche Erfahrung der Leser bzw. Sch&#252;ler       in die Auseinandersetzung mit dem literarischen Text einzubeziehen, als       auch ein angemessenes Verst&#228;ndnis f&#252;r die Aussage und Form solcher Texte       zu f&#246;rdern“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/07/im-gehege-des-deutschunterrichts-oder-der-zoo-und-die-wildnis/#footnote_0_2095" id="identifier_0_2095" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lensch, Martin (2000):         Spielen, was (nicht) im Buche steht. Die Bedeutung der Leerstelle f&amp;#252;r         das literarische Rollenspiel, M&amp;#252;nster: Waxmann 2000, S.11">1</a></sup> im didaktischen Vordergrund des Deutschunterrichtes stehen m&#252;sse, zwar im Zentrum literaturdidaktischer Seminare, seltener aber im Zentrum des literarischen Zoos des Deutschunterrichtes.</p>

<p>Dies gilt insbesondere, wenn das Unplanbare der pers&#246;nlichen Erfahrung der Leser in der Begegnung mit einem Text ernst genommen wird, da der Unterricht dann nur noch in Grenzen planbar ist, sobald die Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen erst einmal wieder gelernt haben, dass diese pers&#246;nlichen Eindr&#252;cke, Emotionen und auch Langeweilen, relevant f&#252;r ihre Begegnung mit einem literarischen Kunstwerk sind.</p>

<p>L&#228;ngst aber hat sich das „Wilde“ in der Begegnung mit Literatur andere Orte als die Schule gesucht, in der selbst B&#252;chners „Woyzeck“ zu einem harmlosen Schmusek&#228;tzchen wird, die Leidenschaft, die in Dramen wie „Don Carlos“ w&#252;tet, auf den Tisch des nach Stilmitteln suchenden Pathologen gelegt wird, das Sozialkritische eines Brechts in der Langeweile von Zeitgeschichte ers&#228;uft.</p>

<p>Das „Wilde“ findet au&#223;erhalb der Schule statt: In der gierigen Lekt&#252;re von „Harry Potter“ hat es sich gezeigt; in der Verwechslung von Dichtung und Wahrheit, die manche Leser dazu brachte, Dan Browns (schlecht geschriebenes) Buch „Sakrileg. Der Da Vinci Code“ als ein von seinen Aussagen her vielleicht richtiges Werk zu betrachten; im Zittern beim Lesen von Thrillern, bei denen die meisten Erwachsenen die Frage stellen, ob die Jugendlichen denn schon in dem Alter sind, so etwas zu verkraften; in der Liebesschnulze, dem Fantasyroman etc., die in der S-Bahn aus der Tristesse des Zuges entf&#252;hren und Phantasien ebenso wie Gr&#246;&#223;enphantasien befriedigen.</p>

<p>Zugegeben: Die Literaturauswahl in den Schulen ist meist tats&#228;chlich so, dass literarische hochwertige Werke gelesen werden. Aber wo bleibt das Entsetzen, wenn Faust Gretchen in den Tod treibt, wo der Aufschrei, wenn ein Hauptmann oder ein Doktor mit Woyzeck ihr „Spiel“ treiben, wo das Sehnsuchtslechzen, wenn die Romantiker der Wirklichkeit mehr als nur die K&#228;lte der radikal entmystifizierenden rationalen Zugangsweise abtrotzen wollen? – F&#252;r solche emotionalen Regungen scheint in der Schule kein Platz zu sein, so wenig, wie im Zoo in der Regel Platz f&#252;r die „Angst“ ist, wenn man einem wilden Tier nur durch einen Zaun oder eine Glasscheibe getrennt gegen&#252;ber steht.</p>

<p>Und das gilt auch (und besonders) f&#252;r Kurzgeschichten, in denen so oft massive existentielle Fragen im Zentrum stehen und hoch konzentriert auf Leser und Leserinnen treffen wollen. Was hier an Destillat der Wirklichkeit hochprozentig eingeschenkt wird, macht dennoch selten besoffen, weil schnell das konservierende und die Kost ungenie&#223;bar machende Formalin der analytischen Konservierung &#252;ber die Texte gesch&#252;ttet wird, bis selbst die Begegnung mit den Texten und deren eigentlich oft existentiellen Herausforderungen und Reflexionspotentiale in Formalia erstickt ist.</p>

<p>Kurzgeschichten und Gedichte sind aber zuerst Kunstwerke! Sie sind keine harmlosen Tierchen, die man zu Demonstrationszwecken halten kann, ohne dass sie ihren Reiz und ihre Faszination verlieren.</p>

<p>Kurzgeschichten und Gedichte sind nicht zuerst &#220;bungen, an denen Autoren und Autorinnen ihre formalen F&#228;higkeiten erproben wollten, sondern, oft hochgradig existentielle Auseinandersetzungen der Autoren und Autorinnen mit einer Wirklichkeit, der sie ausgesetzt sind.</p>

<p>Die so oft im Unterricht benutzten Kurzgeschichten der sp&#228;ten 40er und der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts sind keine Darstellung der Nachkriegszeit, sondern existentielle Auseinandersetzungen mit den Schrecken dieser Zeit. Paul Celan schrieb keine Gedichte, die zuerst der Analyse dienen sollten. „Todesfuge“ ist eine existentielle Auseinandersetzung mit dem Schrecken, der Celan sp&#228;ter in den Selbstmord trieb. Und &#228;hnliches gilt f&#252;r so ziemlich alles, was im Deutschunterricht gelesen wird (werden soll): B&#252;chners verzweifelter Aufschrei gegen&#252;ber der Ungerechtigkeit zu Zeiten der fr&#252;hen Industrialisierung im „Woyzeck“, Schillers massive Abarbeitung an einer Biographie zwischen unaufgekl&#228;rten F&#252;rsten und Freiheitsdrang, die radikale Erfahrung der Zerst&#252;ckelung des Menschen im Kontext der Massenmenschenhaltung in von der Industrialisierung lebensfeindlich gewordenen St&#228;dten usw.</p>

<p>Schullekt&#252;ren waren einmal „wilde“ B&#252;cher. Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ rief zur Zeit des Erscheinens Massenph&#228;nome zwischen Kleidungsstil und Selbstmord hervor; Heinrich Mann galt als „gef&#228;hrlicher“ Schriftsteller, weil er nicht nur schrieb, sondern auch noch Kommunist war; Kafka durchlebte in der k&#252;nstlerischen Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner Zeit die Verzweiflung an sich selbst und seiner Zeit. – Wo ist davon noch etwas im &#252;blichen Deutschunterricht zu sp&#252;ren, der Kompetenzen in den Vordergrund stellt, die letztlich eben doch nichts anderes sind als Anleitungen zum Gebrauch von Werkzeugen zur Zerlegung von Texten und eben nicht die Hinf&#252;hrung zu der F&#228;higkeit sind, sich einem Text existentiell auszusetzen?</p>

<blockquote>„Kurzgeschichten erfreuen sich im Deutschunterricht seit jeher einer gro&#223;er Beliebtheit“,</blockquote>

<p>richtig. Das gilt auch f&#252;r Gedichte. Aber die Beliebtheit hat nichts damit zu tun, dass hier Hochprozentiges genossen wird und existentiell „besoffen“ macht, sondern darin, dass es nun einmal leichter ist, eine Maus zu fangen und mit dem Skalpell in relativ kurzer Zeit zu zerlegen als es dies bei einer Wildkatze, einer Giftschlange oder einem Elefanten der Fall ist. Etwas Kleines bzw. klein Gemachtes kann leichter im Gehege gehalten werden als etwas Gro&#223;es uns Wildes.</p>

<p>Das Resultat ist verheerend: Die Kunstformen, die die gr&#246;&#223;ten Herausforderungen an ihre Verfasser in Hinsicht auf (Ver)Dichtung stellen, werden so Kunstformen, die im au&#223;erschulischen Leben so wenig anzutreffen sind, wie W&#246;lfe in deutschen W&#228;ldern. Wildkatzen werden zu Hauskatzen konditioniert; der revolution&#228;re Schrei nach Gerechtigkeit wird zum historischen Quellchen herab gew&#252;rdigt.</p>

<p>Nein, ich geh&#246;re nicht zu denen, die meinen, dass Literatur die Welt ver&#228;ndern k&#246;nnte. Aber ich geh&#246;re zu denen, die Prousts Diktum am eigenen Leib erfahren haben, dass der Leser, wenn er wirklich liest, immer ein Leser seiner selbst sei.</p>

<p>Kompetenter Umgang mit Literatur? Ja, dazu geh&#246;ren auch alle Fragen nach den Techniken, die Literatur wirksam machen, nach Stilmitteln, die die Wirkung von Literatur begr&#252;nden – und auch nach den oft als existentiell empfunden „Kompetenzen“, die es erm&#246;glichen, Pr&#252;fungen zu bestehen.</p>

<p>Doch die wichtigste, handlungsorientierende Kompetenz im Umgang mit Literatur ist die Kompetenz, sich literarischen Texten &#252;berhaupt mit Haut und Haaren auszusetzen zu k&#246;nnen, um so etwas &#252;ber sich selbst und die Welt zu erfahren.</p>

<p>Es ist immer das „Ich“, das liest, das einen Text erlebt oder in ihm die eigene Gelangweiltheit erf&#228;hrt. Doch dieses lesende „Ich“ muss ermutigt werden, seine eigene Auseinandersetzung mit einem literarischen Werk auch zuzulassen, sie als wertvoll f&#252;r das Leben des Textes, f&#252;r dessen Rezeptionsgeschichte zu erfahren, findet das lebendige, wilde und eben nicht immer vom Lehrer oder von der Lehrerin voraussehbare Leben eines Textes doch genau in dieser Begegnung eines Lesers oder einer Leserin mit einem Text statt, in einem letztlich unverf&#252;gbaren Aufeinandertreffen. Die Aufgabe des Deutschunterrichtes ist es dann, diese Begegnung kommunizierbar zu machen, die Kompetenz zu vermitteln, anderen, die diese individuelle Begegnung m&#246;glicherweise ganz anders erleben, von diesen Erfahrungen nachvollziebar berichten zu k&#246;nnen. Hier, und erst hier, kommen all die Kompetenzen ins Spiel, die Deutschunterricht nat&#252;rlich auch vermitteln muss: Die F&#228;higkeiten, die notwendig sind, um Dritte an den eigenen Erfahrungen mit einem Text Anteil zu geben, also auch die Begr&#252;ndung und &#220;berpr&#252;fung des subjektiven Leseerlebnisses gegen&#252;ber anderen – nicht, um diese von der eigenen Wahrnehmung als die „einzig richtige“ zu &#252;berzeugen, sondern um die Differenz im Umgang mit Texten als eine solche zu erleben, die den eigenen Blick bereichert und m&#246;glicherweise sogar ver&#228;ndert oder auch als sehr pers&#246;nlichen relativiert.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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