Ja, Otfried Preußlers Roman »Krabat«, der 1971 zum ersten Mal erschien, ist gut zu lesen. Er erzählt die spannende Geschichte eines Müllerjungens, der in den Machtbereich eines der schwarzen Magie anhängenden Müllermeisters gerät und – natürlich: die Liebe – einen Weg zur Erlösung findet. Preußlers Roman wird als Meisterwerk der Kinder- und Jugendliteratur gehandelt, wurde mit Preisen ausgezeichnet, in viele Sprachen übersetzt und nun sogar als Grundlage für einen Spielfilm genommen, der von einem eigenen Blog begleitet und dessen Vermarktung auch von der »Stiftung Lesen« unterstützt wird.
Aber ist »Krabat«, abgesehen von der begrüßenswerten Kunst, den Lesenden in eine Geschichte hinein zu ziehen, ein guter Roman? Continue reading