Donnerstag, 16. April 2009 2:22
Resume: Auf herrlarbig.de gab es in der Vergangenheit immer wieder Fotos zu sehen – und dies wird in Zukunft auch wieder so sein. Grund genug also, sich hier einmal Gedanken darüber zu machen, was Bilder mit Bildungsprozessen zu tun haben und welche Fragen dabei eine Rolle spielen.
Hier wird die These vertreten, dass Fotografie nach wie vor ein Leitmedium unserer Gesellschaft ist und gleichberechtigt neben audiovisuellen Medien und dem Internet steht, mit dem die Veröffentlichung von Fotografien heute sehr eng verbunden ist.
Dennoch erscheint mir die Berücksichtung und Reflexion von Fotografien im schulischen Unterricht eher ein Randphänomen zu sein. Warum es interessant sein kann, Fotografie an geeigneten Stellen im Unterricht (auch außerhalb des Kunstunterrichtes) in didaktische Überlegungen mit einzubauen, wird hier zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus werden konkrete Vorschläge in Form eines Brainstormings für den Einsatz von Fotografie in unterschiedlichen Fächern vorgelegt.
Fotografie als Thema der Mediendidaktik
In der Mediendiaktik der Gegenwart scheint mir eine der meist genutzten visuellen Medienformen ein wenig „unterbelichtet“ zu sein. Film, Internet und auch Produkte der darstellenden und bildenden Kunst spielen z.B. im Deutschunterricht eine Rolle, so in Unterrichtsteilen, in denen es um Theater, Schreiben im Museum oder nach Bildvorlagen, Filmanalyse, Nutzung von Foren und Weblogs etc. geht. Fotografie hingegen begegnete mir explizit bislang nur im Rahmen des Kunstunterrichts oder im Rahmen von Unterrichtseinheiten, in denen die manipulative Kraft von Bilder zu Propagandazwecken – beispielsweise im Dritten Reich – reflektiert werden. Darüber hinaus werden ans Bild gebundene Gestaltungsformen bislang vor allem dann aufgegriffen, wenn pädagogische Interventionen nötig sind, weil beispielsweise viele Jugendliche, ohne groß darüber nachzudenken, „kompromittierende“ Party-Bilder in Online-Communities einstellen oder problematische Videos auf Videoplattformen veröffentlichen.
Die Fotografie, als das erste visuelle Massenmedium, dem der Film folgte, kommt in meiner Wahrnehmung der Mediendidaktik trotz der Vielfalt ihrer Formen überraschend wenig vor, [...]
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