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Handschrift und Tastaturen. Ein subjektiver „Test“-Bericht

Tablet-Tastaturen, wie der des Samsung Galaxy oder des Apple iPad, wird oft nachgesagt, dass man nicht so schnell auf ihnen tippen könne, wie auf einer „echten“ Computertastatur

Das stimmt.

Mir geht es auch so: Während ich mit mechanisch gelagerten Tasten blind und sehr schnell schreiben kann, ist das Tempo auf der virtuellen Tastatur, die ich zugegebenermaßen mittlerweile auch fast blind bedienen kann, deutlich langsamer. – In Berichten über Tablets liest sich der Teil über die Bedienungsfreundlichkeit der Tastatur für mich allerdings immer so erschreckend, da ich diese Kritik nur in Teilen nachvollziehen kann

Ja, das Tippen auf dem iPad, ein solches Tablet nutze ich, ist anders und gemächlicher als auf der Tastatur.  Manchmal, wenn ich das mit der Tastatur erreichbare Schreibtempo brauche, nutze ich dann auch mit dem Tablet eine Bluetooth-Tastatur. Das kommt allerdings für mich selbst erstaunlich selten vor. — So kurios es angesichts der weit verbreiteten Kritik gegenüber virtuellen Tastaturen auch klingen mag: In der Regel genügt die virtuelle Tastatur meinen Ansprüchen, sie hat sogar manchmal einen Mehrwert, sodass ich auf sie zurückgreife, auch wenn eine „normale“ Tastatur griffbereit und der Computer im Schlafmodus auf dem Schreibtisch in unmittelbarer Nähe verfügbar ist.

Irgendwann fragte ich mich, warum das so ist. Lange brauchte ich nicht, um eine Antwort zu finden: Das iPad und seine Tastatur stehen für mich genau zwischen der von mir sehr geschätzten und eher langsamen Handschrift und dem mir manchmal zu zügig von der Hand gehendem Tippen am Computer.

Am Tablet tippe ich zügig, aber so „langsam“, dass meine Gedanken sich beim Schreiben im Fluss bleibend dennoch bereits beim Schreiben ganz gut organisieren können. Ich kann quasi beim Formulieren am Tablet jeden Satz schon einer kleinen Überarbeitung unterziehen, während die Handschrift mich da zum Teil den Faden verlieren lässt und die „normale Tastatur“ zu einem Schreiben verführt, dem die Gedanken manches Mal fast schon hinterher eilen.

Und so fällt mir auf, dass ich in letzter Zeit überraschend viele Blog-Beiträge mit dem Tablet geschrieben habe. Das gilt auch für diesen.

Genau genommen muss ich es anders sagen: Überaschend viele Blogartikel sind in letzter Zeit – bis hin zur direkten Übernahme – aus Notizen entstanden, die ich im Laufe der Zeit in meinem digitalen Notizbuch auf dem Tablet eigentlich zunächst nur einzig und alleine für mich selbst verfasst habe.

Dass das so möglich ist, mag allerdings tatsächlich daran liegen, dass mir die virtuelle Tastatur von Anfang an gelegen hat. Ich mag dieses nahezu geräuschlose Erstellen von Texten, das an nahezu jedem Ort möglich ist. Das ist auch der Grund, warum sich die Menge des Geschriebenen für mich seit der Anschaffung des Tablets deutlich erhöht hat: Ich habe plötzlich die Möglichkeit, an viel mehr Orten zu schreiben, als dies vorher für mich möglich war.

Darüber hinaus nutze ich in bestimmten Situationen die Spracherkennungssoftware, die das Diktieren von Texten auf dem Tablet oder dem PC möglich macht. Diese Option kann ich natürlich nur dann nutzen, wenn niemand durch mein Sprechen gestört wird. Aber in Kombination mit der Tablet-Tastatur ist dies durchaus eine Erleichterung.

So ist beispielsweise der letzte Absatz diktiert worden, während der gesamte restliche Text bis an diese Stelle in weniger als einer halben Stunde auf der virtuellen Tastatur eines iPads entstanden ist.

Idealerweise komme ich beim Tippen in meinen eigenen Rhythmus, der dann für das Entstehen eines Textes durchgehalten wird, sodass mir das Tippen manchmal wie das Bedienen eines Tastenintrumentes vorkommt.

Doch all dies ist, dessen bin ich mir sehr bewusst, eine subjektive Erfahrung des Umgangs mit unterschiedlichen Formen von Tastaturen. Ich will dabei auch nur sehr eingeschränkt werten, indem ich meine Erfahrung darlege, wie ich die unterschiedlichen Formen der Erstellung von Text für mich nutze.

Handschrift nutze ich, wenn flexibel Text und grafische Elemente miteinander kombiniert werden (müssen). Aber auch, wenn ich ein langsames Schreiben mit deutlich persönlicher Note pflegen will, wie es bespielsweise in handschriftlichen Briefen erreicht werden soll / wird.

Die „normale Tastatur“ am Computer nutze ich besonders gerne, wenn ich sehr schnell und eher assoziativ schreiben will oder an einem Thema arbeite, das ich in Form eines freien Vortrages schon gut meistern kann und entsprechend zügig dem inneren Sprachfluss folgen will.

Bei bestimmten Übungen des Kreativen Schreibens kommt mir das Gefühl mechanisch-digital arbeitender Tastaturen sehr entgegen, wenn es darum geht, so schnell zu schreiben, dass sich der Schreibfluss in gewissem Grade dem Reflexionsprozess entzieht und so auch überraschende Wendungen nehmen kann (Stichwort: écriture automatique – automatisches Schreiben).

Das Schreiben auf der virtuellen Tastatur eines Tablets liegt für mich zwischen der Handschriflichkeit und der „normalen Tastatur“. Das Ergebnis ist ein typografisches; der Schreibprozess liegt in seiner Zeitaufwändigkeit für mich zwischen der Handschrift und dem schnellen Tippen, so, dass das Tempo des Schreibens und die Möglichkeit der potentiellen Weiterverwertung eines Textes einen Kompromiss darstellen: Schriebe ich alleine per Hand, wären verwertbare Artikel abzuschreiben und kämen so auch noch in den immer wünschenswerten Überarbeitungsprozess; tippe ich schnell auf der „normalen Tastatur“, so ist oft vor der Veröffentlichung der so entstehenden verwertbaren Texten noch eine intensive Überarbeitung notwendig.

Mit dem Tablet geschriebene Texte liegen für mich zwischen diesen beiden Optionen: Sie brauchen in der Entstehung etwas mehr Zeit als schnell getippte Texte, müssen in der Regel aber weniger überarbeitet werden als diese; sie entstehen schneller als rein handschriftlich verfasste Texte und die Zeit der Überarbeitung ist kürzer als die für das Abtippen handschriftlicher Texte benötigte. Gleichzeitig aber ist das Tippen auf der virtuellen Tastatur so, dass sich für mich im Arbeitsprozess selbst bereits eine „Überarbeitung“ der Texte ergibt, weil ich Worte oder grammatikalische Konstrukte ebenso während dem Schreiben überdenken kann, wie eine ganze Argumentationsstruktur, was ich sonst eher vom handschriftlichen Arbeiten her kenne.

Und somit greifen für mich Praxisberichte über die Arbeit mit virtuellen Tastaturen zu kurz. Gut, ich halte mich für jemanden, der sehr gut mit Tastaturen arbeiten kann und diese ganz gut beherrscht. Aber ich traue dieses Maß an Freude beim Umgang mit Tastaturen auch vielen anderen zu. Testberichte zu Tastaturen, wie der hier von mir benutzten virtuellen auf dem iPad, gehen oft von absoluten Werten bezüglich der Schreibgeschwindigkeit aus. Dabei werden relative Werte, wie zum Beispiel der Nutzen einer geringeren Schreibgeschwindigkeit für die Textqualität, außen vor gelassen.

Ich ziehe es vor, mir Gedanken über die Qualität von Texten zu machen, die ich mit unterschiedlichen Schreibinstrumenten erreichen kann. Und wenn ich dieses Kriterium heran ziehe, dann steht die virtuelle Tastatur mit geringem Überarbeitungsaufwand bei den so entstehenden Texten auf Platz 1.

Subjektiv ist das Schreiben auf der „echten“ halb-mechanischen Tastatur deutlich schneller, wobei der Überarbeitungsaufwand für mich den Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zur virtuellen Tablet-Tastatur locker ausgleicht.

Die Handschrift ist für mich vor allem aufgrund des mit ihr verbundenen körperlichen Prozesses der rhythmisch runden Bewegungsabläufe attraktiv. Handschriftlich kann ich stromunabhänig viel und kontinuierlich schreiben. Um einen Text wie diesen allerdings zur Veröffentlichung fertig zu stellen, benötigte ich das zwei- bis dreifache an Zeit, was die gefühlte Hochwertigkeit der Handschrift dann in einen objektiven „Kosten-Nutzen-Konflikt“ bringt.

Ja, all diese Tests von Tablets mit virtuellen Tastaturen haben recht, wenn sie diese im Vergleich zu „normalen Tastaturen“ als schwächer ansehen. Mit der Handschriftlichkeit vergleichen solche Tests die Tastauren hingegen nicht, obwohl sie in diesem Lichte plötzlich viel positiver betrachtet werden könnten.

Deshalb will ich hier mit diesem durchaus sehr subjektiven Beitrag die Perspektive auf virtuelle Tastaturen erweitern, denn immer dann, wenn davon gesprochen wird, dass diese nicht an „normale Tastaturen“ heran reichten, zuckte ich bislang zusammen und dachte mir, dass doch genau dies einer der Gründe ist, warum ich Texte wie diesen so gerne mit dem Tablet schreibe. Und jetzt ist es für mich an der Zeit, das auch einmal öffentlich zu formulieren. Aber das weiß ich erst jetzt, denn ursprünglich ist dieser Text in meinem Notizbuch entstanden, dessen Texte eben nur dann und wann zur Veröffentlichung gelangen. – Seit ich das Notizbuch allerdings fast ausschließlich auf dem Tablet Pflege, fällt mir auf, dass die Zahl in ihm entstehenden Texte, die anschließend in irgend einer Form, meist allerdings in meinem Blog, veröffentlicht werden, doch deutlich zugenommen hat. – Ich führe das auf die  in diesem Beitrag hoffentlich nachvollziehbar gemachten, von mir zumindest subjektiv empfundenen Eigenschaften des Schreibens auf einer virtuellen Tastatur zurück.

Ach, diese Kostenloskultur (!). Reflexionen nach einem Bloggertreffen.

Das schlechte Gewissen dringt in alle Sphären meiner Präsenz im Internet. Überall an seinen Rändern sitzen jene „digitalen Bettler“ und winseln um kommerzielle Beachtung, reden von dem Geld, das sie so gerne im Netz verdienten. Und ich gehöre zu denen, die Schuld sein sollen, dass dieses Geld nicht verdient werden kann.

„Nein! Dein Blog ist viel zu klein und unbedeutend, als dass du jemanden in eine existentielle Krise materieller, ja vor allem finanzieller Art treiben könntest“, sagt da ein kleines, ganz in weiß gekleidetes Wesen neben meinem einen Ohr.

„Quatsch“, ruft es an meinem anderen Ohr – ich sehe erst gar nicht, wo die Stimme her kommt, bis ich ein chamäleonartiges Etwas auf meiner anderen Schulter sitzen sehe, von dem ich vermute, dass es in der Lage ist, sich erfolgreich an die Farbe meines Hemdes anzupassen, sodass ich es kaum einmal wirklich wahrnehme, wenn es mir etwas einflüstert. „Quatsch, das hier ist ein Blog, es hat Inhalte und ist Teil dieser verdammten Kostenloskultur im Netz.“

Wütend faucht dieses chamäleonhafte Etwas, jegliche Zurückhaltung verlierend, meinen netten, kleinen, weißen Begleiter an. „Die Menge macht es, mein kleiner Freund, die Menge. – Hier ein Blog, da ein Blöglein – und schon ist der ganze Markt kaputt. Jeder kann heute von jeder Veranstaltung twittern, bloggen; viele machen, ob erlaubt oder nicht, Fotos und Videos! Alle Informationen findet man im Netz, keiner will länger was für sie zahlen.“ – Sollen sich die beiden bitte woanders streiten, denke ich mir, gehe auf die Straße vor’s Haus, wische mit meinen Händen über meine Schultern und sehe noch, wie die beiden sich ineinander verkeilen und kollektiv in den Gulli-Deckel fallen.

So sehr ich mit dem Abschütteln dieser beiden auch mein schlechtes Gewissen abgeschüttelt haben mag – so sicher ist das nicht –, so wenig bleiben mir reale Begegnungen erspart, in denen dieser Konflikt zwischen Leuten, die im Netz mit Inhalten Geld verdienen wollen und denen mit anderen Ansprüchen aufflammt. Meist wird er dann schnell auf Sparflamme gedreht, aber vorhanden ist er.

Auf einem Bloggertreffen, zu dem die Frankfurter Kunsthalle Schirn geladen hatte (meine Zusammenfassung gibt es hier), begann ein Blogger von seinem Blog zu erzählen. Doch er kam nur soweit, dass er erwähnen konnte, dass er als Blogger mit seinem Blog ja kein Geld verdienen wolle, als eine Stimme durch den Raum drang, die masssiv darauf hinwies, dass es aber durchaus Blogger gebe, die mit Blogs Geld verdienen wollten und dass man doch nicht immer betonen solle, dass man mit Blogs ja kein Geld verdienen wolle, denn das stimme ja gar nicht für alle Blogger.

Es war ein leidenschaftlicher Ausbruch, was ich daraus ableite, dass da jemand einen anderen nicht ausreden ließ, ins Wort fiel, also alles tat, um einen vergnüglichen Nachmittag vermuten zu lassen. (Also, ich mag es, wenn es leidenschatlich authentisch wird, das ist nicht jedermenschs Sache, aber, solange es wirklich um eine Sache geht…)

Nach diesem kurzen Aufflammen ging es sachlicher weiter, aber subtil wurde das Thema schon noch aufgegriffen, wenn zum Beispiel recht offen gesagt wurde, dass es bei Blogs doch durchaus eine Rolle spiele, ob der Blogger oder die Bloggerin denn Kompetenz nachweisen könne. Damit war ein formaler Nachweis gemeint. So wurde gesagt, es mache einen Unterschied, ob ein Kunsthistoriker über Kunst blogge oder ein „einfacher Museumsbesucher“, ohne dass die Frage nach der Qualität der Inhalte gestellt wurde. Wie diese Qualität verteilt sei, wurde einfach (vermutlich nicht mal in allen Fällen zu unrecht) angenommen, vorausgesetzt, unterstellt.

Es wurde in diesem Zusammenhang von „Fallhöhe“ gesprochen. Was dieser Begriff aus dem Wasserbau bzw. der Dramentheorie auf einem Bloggertreffen zu suchen hat? Nunja, es haben anscheinend alle verstanden, was gemeint war. Dieses Thema taucht ja immer wieder auf. Es geht um „Qualitätssicherung“ (an der Oberfläche), um Standesbewusstsein geht es aber auch.

Und dieses „Standesbewusstsein“ mag auch bei (kommerziell interessierten) Bloggern eine Rolle spielen, die ihre Möglichkeiten dadurch eingeschränkt sehen, dass es andere gibt, die über ähnliche Themen bloggen und damit keine kommerziellen Interessen verfolgen, ja diese nicht einmal verfolgen wollen, ja sogar ausdrücklich betonen, dass das nicht ihr Ziel sei (ohne auszuschließen, dass sich Dinge, die nicht geplant sind, dennoch ergeben können).

Interessanterweise habe ich nie umgekehrte Vorwürfe von Bloggern, die „einfach so“ bloggen, gehört, wenn da Leute über ihre Themen Blogs betrieben und damit Geld verdienen wollten. Die Beschwerden kommen immer von denen, die gerne Geld im Netz verdienen würden, damit aber ein Problem haben. – Von dieser Erkenntnis ist es nicht weit zum Aufschrei, dass das Netz – mit seinen Kopiermöglichkeiten, seiner „grundsätzlich kriminellen“ Struktur und vor allem mit seiner von vielen Seiten für selbstverständlich erachteten, ja, sogar gepflegten Kostenloskultur – an den je eigenen Problemen schuld sei, aufgrund derer man kein Geld im Netz verdienen könne.

Aha.

Machen wir es „kurz“:

Ich gebe durchaus Geld im Netz aus. Aber nicht bei jedem. Und interessanterweise sind oft die am lautesten, wenn es um Forderungen nach Restriktionen in Bezug auf die Öffentlichkeit im Netz geht, die eher wenig Fantasie haben, wie man finanzielle Interessen im Netz trotz und sogar mit der „Kostenloskultur“ befriedigen kann. – Oft sind es Vertreter medialer Strukturen, die bereits seit langer Zeit existieren und dem Internet und den digitalen Medien eher fremdelnd gegenüber stehen oder aber Leute, die diese „alten“ Strukturen zum Vorbild ihres eigenen Bloggens nehmen wollen, ohne zu merken, dass ein Blog was anderes ist, als die Möglichkeit für jedermensch eine Zeitung oder ein Magazin kommerziell erfolgreich online zu stellen.

Wenn im Sinne kommerzieller Interessen nach Einschränkungen im Netz gerufen wird, dann ist das diese alte Wegezoll-Mentalität: Willst du den Weg zum Wissen gehen, dann zahle dafür. – Nun, Wikipedia hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist, auf Spendenbasis Gemeinschaftsprojekte hoher Qualität zu erzeugen und über Jahre zu erhalten. Im Netz gibt es allenthalben Zeugnisse der „Kostenloskultur“, die wahrlich kulturelle Bereicherungen sind!

Mag mancher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der „Ich will mit dem Blog aber endlich Geld verdienen“-Fraktion den Begriff „Kostenloskultur“ auch noch so verächtlich betonen: Ich nehme diesen Begriff ernst: Es geht um eine Kultur des freien Wortes, des freien Denkens, der frei zugänglichen Inhalte.

Diese Kultur sieht sich nicht in Konkurrenz zu irgend einem wirtschaftlichen Ansinnen, fordert aber von kommerziellen Angeboten im Netz eine gewisse Fantasie, wie ein geldwerter Mehrwert entstehen kann, für den Menschen im Netz zu zahlen bereit sind.

Schade, wenn sich diese Fantasie nur in Bezahlschranken für Zeitungswebsites, massive Hürden für die Nutzung von Inhalten, die in Zeitungsapps gekauft werden, immer neuen DRM-Praktiken etc. auslebt und somit alte Formen der Zugangsbeschränkung, mit der man lange Geld verdienen konnte, auf das Netz zu übertragen versucht.

Keine Frage, für ein Blog wie dieses hier stellt sich die Frage der Kommerzialisierung nicht. Dafür ist es zu klein. Und Werbung, die ich über unterschiedliche Anbieter hier einbauen könnte, Partnerprogramme, die mich zahlen würden, wenn ich auf sie verlinkte und daraus ein Verkauf entspränge, nutze ich auch nicht.

Ich gönne mir den Luxus, mir ein (qualitativ hoffentlich häufig hochwertiges) Blog als Hobby, als Freizeittätigkeit leisten zu wollen und leisten zu können.

Ich sehe mich als Ehrenamtler, nicht als „Schmarotzer“, der verhindert, dass andere mit ihren Blogs Geld verdienen können.

Das heißt nicht, dass ich nicht auch die so oft bei Bloggertreffen angesprochene „Bloggerseele“ hätte, die ziemlich pienzig reagiert, wenn die eigenen (möglicherweise doch vorhandenen und bereichernden) Leistungen nicht anerkannt werden, wenn Beiträge, die nicht unter CC stehen, geklaut werden etc. Aber lustig finde ich andererseits, wie sich Leute darüber lauthals mockieren, wenn man nur mal im Nebensatz erwähnt (siehe oben), dass man mit der Bloggerei keine finanziellen Interessen verfolge.

Zunehmend bekomme ich den Verdacht, dass diese Blogger nicht bloggen, weil sie bloggen wollen (und vielleicht sogar was zu sagen haben, was auf diesem Wege einfach raus will), sondern verzweifelt nach einer Geschäftsidee suchen, die sie mit einem Blog verbinden könnten. Entsprechend viele „Berater“ tummeln sich dann auch im Netz, die versprechen, sie wüssten, wie ein Blog ein kommerzieller Erfolg werden könne. – Das geht durchaus, wenn die Leidenschaft für eine Sache da ist. Es gibt kommerziell erfolgreiche Blogs, betrieben von Bloggern, die sich kreativ ihren „Job“ selbst geschaffen haben, der in der Regel über das Bloggen eben weit hinaus geht.

Auf der anderen Seite stehen die PR-Abteilungen von Unternehmen und Institutionen, deren klügere längst dahinter gekommen sind, dass der „Ich blogge, weil ich Spaß dran habe“-Blogger Teil einer neuen Öffentlichkeit ist, die durchaus in ähnlichem Rahmen zu sehen ist, wie früher recht exklusiv die Presse – mit ähnlicher Bandbreite, die von Boulevard- bis Qualitätsbloggern reicht.

Entsprechend verändern einige Institutionen ihre Strategie und behandeln z. B. Blogger, die in ihrem Blog Themenbezüge zeigen, wie ehedem alleine Journalisten. Statt des exklusiven Presseausweises wird heute alternativ der Link zur Website / zum Blog als Nachweis verlangt und in einigen Fällen anerkannt. – Oder man lädt Blogger, die einem aufgefallen sind, einfach ein, wie es gerade die Frankfurter Schirn getan hat, die daneben aber auch die Möglichkeit der eigenständigen Anmeldung zum Bloggertreffen gegeben hatte.

Es gibt mittlerweile sogar schon ganze Strategien, wie mit der durch Blogger entstandenen Öffentlichkeit umzugehen sei (Blogger-Relations), wie Institutionen oder Unternehmen strategisch an Blogger heran kommen etc. – Diese Strategien sind allerdings heikel, weil es doch einige Blogger gibt, die auf Vereinnahmungsversuche höchst sensibel reagieren. – Und jedes Blog, egal ob kommerziell oder nicht kommerziell, kann heute potentiell eine PR-Krise auslösen, wenn es an entsprechende Informationen kommt oder über zu intensive Vereinnahmungs- und Anbiederungsversuche berichtet.

Umgekehrt kann ein selbstverständlicher Umgang mit Bloggern auch eine Erweiterung der Reichweite von Institutionen und Unternehmen zur Folge haben. Das passiert aber meist nur dann, wenn soziale Medien nicht primär der Verteilung (Distribution) von Links auf Pressemitteilungen oder ähnlichem dienen, sondern eine Institution mit möglichst konkret identifzierbaren Bloggern / Twitterern arbeitet, die dialogisch in sozialen Netzen präsent sind. – Kurz: Eine Institution, die bloggt, um Reichweite zu bekommen wird scheitern; eine die bloggt, weil sie im Blog und in anderen sozialen Netzwerken kommunikativ offen sein will, weil sie diese Offenheit als echten, zu praktizierenden Wert sieht, hat gute Chancen, positiv wahrgenommen zu werden.

Wer kommerziell ins Netz will, braucht Phantasie, Ideale, hohe Kompetenz im Bereich seines Angebotes.

Wer kommerziell ins Netz will, sollte sein finanzielles Streben nie mit Abwehrreaktionen gegen die vorhandene Netzrealität im Bereich nicht-kommerzieller Angebote zu ermöglichen versuchen.

„Hobby“-Blogger sind Ehrenamtler. Sie pflegen eine Kultur der nicht kommerziellen Öffentlichkeit (in all ihren Facetten), die eine offene, demokratische Gesellschaft braucht. Sie sind ein relevanter Teil der Öffentlichkeit und in diesem Rahmen, wie in analogen Kontexten Menschen bei der Freiwilligen Feuerwehr, der Bahnhofsmission oder wo sonst Freiwillige zum Einsatz kommen, gegebenenfalls relevanter, als es Menschen mit – und das ist nicht despektierlich herabsetzend, sondern wirklich nur beschreibend gemeint – weniger öffentlichen Hobbys sind.

Mit dem Internet im allgemeinen und mit Blogs im besonderen, hat sich die Öffentlichkeit verändert. Der Marktplatz, der Areopag, das Forum haben ihren Platz ins Netz verlegt und damit ihren Platz in einer Welt gefunden, die mittels moderner Technologien zum „Dorf“, zum „global village“ (McLuhan) geworden ist. – Und damit dürfen / sollen / müssen wir nun alle irgendwie umzugehen lernen.

#Bloggertreffen und #Tweetup @Schirn @Liebieghaus in #Frankfurt – „Jeff #Koons. The Painter & The Sculptor“

Ich war am 26. Juli 2012 beim ersten Bloggertreffen, das die Frankfurter Kunsthalle Schirn veranstaltete. Aufhänger für diese Initiative der Kunsthalle war die vom 20. Juni – 23. September in Frankfurt stattfindende Doppelausstellung mit Werken von Jeff Koons. 

Im Rahmen des Bloggertreffens habe ich getwittert. Für mich sind solche Tweets nicht nur eine Art Live-Berichterstattung für Interessierte, die nicht da sein können, sondern gleichzeitig Notizen für mich. Bislang habe ich diese Notizen nur für mich mittels eines kleinen Programms wie eine Art Tagebuch abgelegt. 

Aber warum soll ich nicht die „Liveberichterstattung“, die ich ja schon angefertigt habe, die aber auf Twitter nicht als Zusammenhang so einfach erkennbar ist, nutzen und hier als Twitterprotokoll des Bloggertreffens zugänglich machen? 

Ich habe alle Links zu den Tweets, die ich hier aufnehme stehen lassen. (Das sind die langen Links, die jeweils am Ende eines Tweets stehen).

Ich habe alle Links aufgenommen, die ich getwittert habe. Dazu gehören insbesondere Fotos, die ich angefertigt habe.1 Dazu gehören schließlich noch sogenannte Retweets.

An der einen oder anderen Stelle ergänze ich Links, die ich beim schnellen Notieren während der Veranstaltung nicht eingefügt habe. 

An einigen Stellen kommentiere ich zudem die Tweets, sodass für diejenigen, die bereits auf Twitter mitgelesen haben, ein Mehrwert dieses Blogbeitrages entsteht.

Dienstag, 24. Juli 2012

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14:42 Hiermit kündige ich an, dass der Hashtag #schirnup – mit Schwerpunkt am Do – von mir besonders aufmerksam verfolgt (&genutzt) wird. @SCHIRN

http://twitter.com/16905397/status/227745483379077120


Auf meinen Tweet bekam ich eine Anfrage, was denn mit „#schirnup“ gemeint sei, die ich selbstverständlich beantwortet habe.
Und wenn jemand nicht weiß, was ein Hashtag ist: Es handelt sich dabei um ein Schlagwort, das in eine Twitternachricht eingefügt wird. Vor das Schlagwort setzt man eine Raute (#), die dazu führt, dass das Schlagwort wie ein Link angeklickt werden kann und automatisch die Suche nach dem Schlagwort in allen Twitternachrichten gestartet wird. Das ist vor allem bei Veranstaltungen wie dem Treffen von Blogger in der Schirn sehr hilfreich, weil man sich dann für die Zeit der Veranstaltung auf die veranstaltungsbezogenen Nachrichten konzentrieren kann. #Schirnup war das Schlagwort für diese Veranstaltung, abgeleitet von dem Wort „Tweetup“ mit dem ein reales Treffen von Twitternutzern bezeichnet wird. 

15:34 @vilsrip das hier ist mit #schirnup gemeint http://www.schirn-magazin.de/panorama/koons-up-bloggertreffen-schirn-frankfurt/

http://twitter.com/16905397/status/227758686091747329


Mittwoch, 25. Juli 2012

14:43 #schirnup bedeutet auch, reflexiv ans Projekt ran zu gehen, um nicht zum Marketingvieh der PR-Abteilung zu werden. Bin gespannt auf morgen.

http://twitter.com/16905397/status/228108128552640513


 20:23 Spätestens morgen haben Tweets die Chance #Kunst zu werden. Obwohl: Die meisten Tweets halte ich schon jetzt z. T. für #Popart. #schirnup

http://twitter.com/16905397/status/228193706774245377

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Donnerstag, 26. Juli 2012

(Der Tag des Bloggertreffens in der Schirn Kunsthalle zu Frankfurt am Main. Laut Teilnehmerliste waren 56 Blogger, Bloggerinnen und Leute den beteiligten Frankfurter Institutionen beim Treffen dabei.
Am Abend kam noch ein sogenanntes „KultUp“ hinzu, das das Bloggertreffen ergänzte und zu dem die Teilnehmerzahl noch einmal deutlich stieg. Dieses Kultup fand gleichzeitig in der Schirn und dem Liebieghaus statt. Ich habe zu dieser Veranstaltung aus dem Liebieghaus getwittert.)
Zunächst ein paar Tweets im Vorfeld der Veranstaltung:

10:32 So, Follower, werdet heute oft #schirnup lesen. Erklärung: http://www.schirn-magazin.de/panorama/koons-up-bloggertreffen-schirn-frankfurt/ mit @MrsBunz und Mat­thias Pla­nit­zer http://www.castor-und-pollux.de/

http://twitter.com/16905397/status/228407490075840513


13:28 Einer der Orte des Geschehens im Sonnenlicht und unter blauem Himmel. #schirnup http://t.co/oXcKt8CC http://twitter.com/16905397/status/228451677437583360


13:44 So. WLan steht. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228455784399380480


13:51 #schirnup hat an die wichtigen Kleinigkeiten gedacht :-)) http://t.co/T40kycVu http://twitter.com/16905397/status/228457560036999168


13:57 Es füllt sich. #tweetup #schirnup http://t.co/2GsPbdll http://twitter.com/16905397/status/228459067767672832


14:04 Und wieder einmal sehe ich manche #Twitterer zum ersten Mal. Z. B. @bembel #schirnup großartig. http://twitter.com/16905397/status/228460786048188416


Und dann ging es los. Zunächst der Vortrag von Mercedes Bunz

14:06 Jetzt @MrsBunz beim #schirnup. Warum ist es wichtig, dass Formate Kunst / Kultur und Bloggen heute zusammenkommen, sei ihr Thema. http://twitter.com/16905397/status/228461233639133184


14:07 Museen haben sich geöffnet, sind Orte des Publikums, beliebter als ein Fußballspiel. Sagt @MrsBunz beim #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228461620056170497 (Tweet enthielt Fehler, wurde hier korrigiert.)


14:09 Exkurs 1 @MrsBunz #schirnup : Blogs begleiten einen. Auch wenn ihres seit Twitter eingeschlafen sei. Schreibt Blogs pers. Bedeutung zu. http://twitter.com/16905397/status/228462032175890434


14:10 RT @TanjaNeumann: #bunz: #Blogger sind nicht die neuen Journalisten, sie schreiben andere Reviews” #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228462199939678208


14:11 Bloggen führt zu anderem Sehen und anderem Erfahren. sagt @mrsbunz beim #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228462465736921088


14:12 Blogger nehmen Rolle im Kapitalismus ein, da Kultur und Kapital in Spannung zueinander stehen. @mrsbunz #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228462879588880384


14:13 Regeln der Kultur (Selbstbestimmung) sind ausgeschwärmt. Autonomie (der Kultur) ist heute weiter verbreitet. #schirnup @mrsbunz http://twitter.com/16905397/status/228463164025626624


14:14 RT @Liebieghaus: sehr sympathisch! RT @tanjapraske: #bunz: haben #blogger schlechtes gewissen, wenn nicht 1x pro Woche Post? Einhellig: ja! #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228463222515175424


14:15 @MrsBunz zeigt dieses Video http://www.youtube.com/watch?v=B3z2Wx6v4ec #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228463617899630592


14:19 Kultur ist mehr als Entertainment. Bloggen folgt persönl. Interessen, werden aber wahrgenommen. Austausch findet statt. @mrsbunz #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228464579016019968


14:20 RT @TanjaPraske: @MrsBunz Wir sind global. Gibt es da nicht noch mehr? wir koennen nicht dagegen sein. #skepsis #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228464700227198976


14:21 Verweis auf #Tate und deren Website, die wie ein Magazin / Blog gestaltet wird. #schirnup @mrsbunz http://twitter.com/16905397/status/228464984366125056


14:23 Die Apps werden mehr im Museumsbereich. (noch nicht in der @Schirn ;-) ) #schirnup @mrsbunz http://twitter.com/16905397/status/228465582394204160


14:23 RT @cogries: @mrsbunz: digitalisierunug als gegenbewegung zur #entertainisierung #kultup #schirnup #mus20ger http://twitter.com/16905397/status/228465642351779841


14:25 Blogger schärfen Blick, machen auf Kleinigkeiten aufmerksam und Kunstinstitutionen müssen im Netz sein #schirnup @mrsbunz http://twitter.com/16905397/status/228466092912300033


14:30 #tessellation #unhappyHippsters #mondoblogo #lepetitechomalade (Notizen zu Verweisen von @mrsbunz beim #schirnup ) http://twitter.com/16905397/status/228467274535804928


Zum letzten Tweets müssen ein paar Links ergänzt werden, denen zu folgen ich dringend empfehle. Mercedes Bunz zeigte an diesen Beispielen, dass Blogs selbst Kunstcharakter bekommen können, also unter Umständen für Kunstinstitutionen nicht nur inhaltlich relevant, sondern als Kunst interessant sein können:

 14:31 Bloggen kann selbst zur Kunst werden. #schirnup @mrsbunz – Bloggen und Fotografieren schärft das Denken.

http://twitter.com/16905397/status/228467515918012416


14:32 @mrsbunz bringt es unterhaltsam auf den Punkt: Hier ist heute Teil neuer Öffentlichkeit. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228467739147268097


Nach Mercedes Bunz kam Matthias Planitzer zu Wort. Seinen Vortrag gibt es als PDF-Download hier. Gerade hier empfehle ich den Links in den Tweets zu folgen, das diese teilweise Fotos von Planitzers Folien sind.

 14:34 Jetzt Matthias Planitzer von http://www.castor-und-pollux.de/ #planitzer #schirnup

http://twitter.com/16905397/status/228468319911559171


14:35 RT @Liebieghaus: Nächste Schätzaufgabe: wie viele iPads und Laptops sind beim #schirnup? Schneller könnte man wohl die Teilnehmer mit Stift und Block zählen. http://twitter.com/16905397/status/228468558051553281


14:36 @Liebieghaus hab gerade mind. sechs analog notierende gezählt. #schirnup @tanjaneumann http://twitter.com/16905397/status/228468760237973505


14:36 RT @KuWiWege: Tolles Beispiel für kreatives (Kunst-)Bloggen: http://lepetitechomalade.com/ @MrsBunz #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228468951213023233


14:39 #planitzer #schirnup Titel: Das Blog, die Galerie und die Institution. http://post.ly/8Ufd0 http://twitter.com/16905397/status/228469579087757312


14:41 Egills.de – Basis Erfahrungsbericht von #planitzer bei #schirnup. Problem: Wie kommt man an Fotos von Performance? Z. T. gar nicht. http://twitter.com/16905397/status/228470140252073984


14:42 Pos. Beispiel #MoMa für exzellente Pressearbeit #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228470348276973568


14:44 Status Blogpräsenz – Kulturinstitutionen #planitzer #schirnup http://post.ly/8UfrU http://twitter.com/16905397/status/228470739156750336


14:46 Interessen von Museen, Galerien und Bloggern sind z. T. grundlegend unterschiedliche, stellt #planitzer dar. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228471264786919424


14:48 Blogs sind vollwertige Medien, wenn es um Meinungsbildung geht. sie haben Relevanz und SocialMediaKnowHow #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228471886198214656


14:49 Das Publikum von Blogs als Beispiel. #planitzer #schirnup http://post.ly/8Ug81 http://twitter.com/16905397/status/228472070118469633


14:51 Publikum 2 #planitzer #schirnup Protest von Mitautorin von StilInBerlin ;-) http://post.ly/8UgDQ http://twitter.com/16905397/status/228472576517742592


14:52 Wie werden Kulturblogs wahrgenommen 1? #planitzer #schirnup http://post.ly/8UgIL http://twitter.com/16905397/status/228472947545866241


14:53 Wie werden Kulturblogs wahrgenommen 2 #planitzer #schirnup http://post.ly/8UgKh http://twitter.com/16905397/status/228473189901148162


14:58 Ausblicke auf Blogs im Kulturbetrieb: Multimediale Verknüpfungen; Erweiterung v. Ausstellungsräumen #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228474248933543936


14:59 Ausblicke auf Blogs im Kulturbetrieb: Echtzeitberichterstattung; vernetzte Berichterstattung (BlogParade) #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228474558783582208


15:01 Ausblicke auf Blogs im Kulturbetrieb: virtueller Austausch mit Besuchern. Oft sehr ehrliche Kommentare. Diskussion! #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228475137790459904


15:02 Ausblicke auf Blogs im Kulturbetrieb: Diskussionen sind archiviert; weiterführende Informationen für Besucher. #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228475390228848641


15:03 Ausblicke auf Blogs im Kulturbetrieb: viele Museumsblogs sind unbekannt, Vernetzung funktioniert noch nicht. #planitzer #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228475563797524480


15:05 #planitzers Vortrag zum Download #schirnup http://post.ly/8UgqG http://twitter.com/16905397/status/228476015452753920


15:05 Fazit #planitzer #schirnup http://post.ly/8UgsQ http://twitter.com/16905397/status/228476236400304129


Nach Matthias Planitzer stellte dann das Öffentlichkeitsteam der Schirn Kunsthalle die SocialMedia-Aktivitäten der Schirn vor.

 15:06 Jetzt stellt Schirn ihre OnlineAktivitäten. #schirnup

http://twitter.com/16905397/status/228476268511903744


15:09 @SCHIRN stellt ihr Ausstellungsprogramm vor. #schirnup Online bei Kommunikation sei sehr wichtig. (Wo ist die KoonsApp???) http://twitter.com/16905397/status/228477091321110528


15:11 Blogger werden von @SCHIRN wie „normale“ Presse behandelt. Der Journalistenberuf bekommt Konkurrenz. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228477558923067394


15:11 RT @TanjaNeumann: @herrlarbig Dafür ist die Microsite sehr schön – auch mobil! Koons-in-Frankfurt.de cc @SCHIRN #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228477622592610304


15:12 RT @TanjaPraske: #blogger sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Wer fuehlt sich ueber was angesprochen? #feedback von @schirn erwuenscht! #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228477787613327362


15:12 RT @jennifuchs: The @Schirn invites bloggers to their press viewings alongside journalists. Recognise their value. Good practice! #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228477832613998592


15:13 #schirnup steht bei Trends Deutschland gerade auf Platz 3 auf Twitter. http://twitter.com/16905397/status/228478122796912640


15:15 Marketingfrau der @SCHIRN stellt nun ihre Arbeit vor. #schirnup Ausstellungshaus braucht andere PR als Museum mit Dauerausstellung. http://twitter.com/16905397/status/228478621222834176


15:17 Unterhaltung UND Anspruch? Natürlich sind wir heute als Blogger hier auch Teil der Marketingstrategie zu Koons. Aber sympathisch. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228479033598414848


15:17 RT @Book_Fair: @herrlarbig @SCHIRN Auch die Frankfurter Buchmesse behandelt akkreditierte Blogger so wie akkreditierte Journalisten. #fbm12 http://twitter.com/16905397/status/228479245402402816


15:19 RT @TanjaNeumann: oO, jetzt kommt das berühmt-berüchtigte “Ja! Nein!” der @SCHIRN. Lachen im Publikum. #Bachmann #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228479669509451777


15:22 Nun gut. die Botschaft lautet: Wir machen viel und sind eigentlich schon ganz toll. #Selbstdarstellung @Schirn #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228480401046388738


15:23 RT @TanjaPraske: #bachmann: Ausstellung #geheimgesellschaften – microsite geheime Informationen zur Ausstellung + Veranstaltungen – #Partizipation #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228480602175860736


15:24 Und jetzt wird das OnlineMagazins der @schirn vorgestellt. #schirnup http://post.ly/8Uhcd http://twitter.com/16905397/status/228480938420609024


15:25 RT @TanjaNeumann: #Bachmann: “Nicht nur der physische Besuch zählt, sondern auch das Erlebnis Kunst und Vermittlung im Netz.” Bravo! #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228481123905318912


15:26 RT @TanjaPraske: #famulok ueber#Schirnmagazin – #storytelling – Struktur wird erklaert. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228481338091651073


15:33 RT @Tweet_TrendsDE: Trending auf 26-07-2012 14:41:03: #5reasonsIHateFaceBook-#blogstars-#blamenolan-#Pressemitteilung-#schirnup-#haz… http://bit.ly/O1837P http://twitter.com/16905397/status/228483117340565504


 Zeit für die Diskussion zum Thema.

 15:41 Diskussionsrunde #schirnup http://post.ly/8UiSa

http://twitter.com/16905397/status/228485224038801409


15:42 @mrsbunz Wurde schon die Frage nach Copyright gestellt, wenn ich in der Ausstellung twitter und Fotos anhänge. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228485514444017664


15:43 1. Konflikt zwischen kommerziellen und nicht kommerziellen Bloggern. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228485717691617280


15:44 2. Konflikt: Fallhöhe zwischen Kunsthistoriker und sonstigen Bloggern. #schirnup Qualifikationsproblem. Kommerzialisierung. http://twitter.com/16905397/status/228486049012281344


15:46 Kompetent ist der, der Kompetenz zeigt, nicht der, der sie formal irgendwie hat. Das ist neu in vernetzter Welt. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228486390889984000


15:49 RT @LauraNanaKitten: Die Frage nach kommerziellem und privatem Blog bringt nach wie vor die Gemüter zum Kochen #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228487331391344641


15:52 Gerade gelernt: Wer twittert / bloggt kann fragen, wie z. B. Bilder genutzt werden können. Macht es für PRAbt. nicht leichter ;-) #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228488067474939904


15:54 Finde es ehrlich, dass @Schirn von Magazin und nicht von Blog im #Schirnmag spricht. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228488427417526273


15:58 Für Künstler sei große Öffentlichkeit nicht immer gut. Galerien seien stark auf elitäre Öffentlichkeit aus. Lerne ich von @mrsbunz #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228489586601512960


16:09 Die überwiegende Mehrheit der Blogger sind hier privat und nicht kommerziell. Es gibt aber auch alle anderen Formen. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228492222889332737


16:09 RT @KuWiWege: Von vielen Kultureinrichtungen werden Blogger noch als suspektes Wesen betrachtet, meint @cogries Sie scheinen unberechenbar #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228492296964947968


16:11 Ende des ersten Durchgangs mit Vorträgen und Diskussion. #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228492737970839552


Es folgte die erste Führung, die noch ohne TweetUP stattfand und den Teilnehmenden des Bloggertreffens vorbehalten war. Ea war überraschend leer in der Kunsthalle, was sicherlich den Temperaturen von über 30 Grad geschuldet war. Ich war am 4. Juli schon einmal in der Ausstellung. Ging damals enttäuscht wieder nach Hause, weil sich die unkommentiert da hängenden Bilder nicht gerade für mein Auge erschlossen. 
Ich empfehle dringend, eine Erstannäherung mit einer Führung zu verbinden oder intensiv die Beiträge auf der Website des Schirn-Magazins zur Ausstellung zu lesen. – Zumindest mir hat sich Koons und die Diskussion um Koons, den nicht alle toll finden, deutlich mehr erschlossen als es das reine Betrachten der Bilder vermochte.

 16:34 Jetzt Führung mit Kurator der #koons Ausstellung in der @SCHIRN #schirnup

http://twitter.com/16905397/status/228498536961044480


16:49 #schirnup man hängte die Bilder von #koons hier assoziativ, nicht nach best. Konzept. @SCHIRN http://twitter.com/16905397/status/228502299654377474


16:52 #schirnup je teurer ein Produkt, um so abstrakter seine Darstellung in #koons Serie von Ende der 80iger Jahre. http://twitter.com/16905397/status/228503185654960128


16:55 #schirnup #koons hat z. T. 50 bis 100 Leute, die für ihn arbeiten. Hinzu kommt viel Zeit, die Koons sich für Bilder lässt. #tweetup http://twitter.com/16905397/status/228503820567707648


16:59 #schirnup die Bilder hier bewegen sich finanziell deutlich im 7stelligen Bereich. #koons ist eine Art Kunstfabrik. http://twitter.com/16905397/status/228504933660495874


17:05 RT @SCHIRN: #schirnup Erst die Arbeit, jetzt das Vergnügen: Kurator Matthias Ulrich führt durch #Koons @SCHIRN http://t.co/XdZa3OmX http://twitter.com/16905397/status/228506362244657152


17:09 #koons traut sich mit großem Aufwand auf Wirkung hin zu arbeiten. Daran scheiden sich die Geister in der Koonsbewertung. #schirnup #tweetup http://twitter.com/16905397/status/228507216938926080


17:13 Als ich 1. Mal in #Koons Ausstellung in @SCHIRN war, irritierte mich Fotorealismus der GEMÄLDE massiv. #schirnup http://t.co/HFQUCqNE http://twitter.com/16905397/status/228508465314795520


Der Übergang zum Liebieghaus gestaltete sich sehr komfortabel. 

17:47 Von #schirnup zum #tweetup im @Liebieghaus haben die tatsächlich nen Shuttle. #Luxus http://t.co/DyMImmbQ http://twitter.com/16905397/status/228516782988738560


Pünktlich zum Beginn des Kultups war Twitter ausgefallen. Also wurden die Tweets als Entwürfe gespeichert und später dann verschickt. Schade, denn der Reiz diese Kultups wäre die Gleichzeitigkeit der Veranstaltung in Schirn und Liebieghaus gewesen. Das war so nicht möglich, aber die Tweets sind vorhanden und gerade weil hier die „Liveberichterstattung ausgefallen ist, bietet sich hier dieses Twitterprotokoll statt eines „üblichen“ Blogartikels an.

 18:17 Twitter ist zu #tweetup im @Liebieghaus down. Also Entwürfe und später raus. #schirnup http://t.co/eu0egdBU

http://twitter.com/16905397/status/228524412767449088


19:07 #tweetup #lh Koons ist im @Liebieghaus zu Gast und ist hier anscheinend oft zu Gast. #KultUp http://twitter.com/16905397/status/228537034602598400


19:07 #koons arbeitet mit kulturellem Gedächtnis und manchmal auch mit Sex und mit Vorstellungen der Betrachter. #koons #KultUp #lh #schirnup http://twitter.com/16905397/status/228537032471891968


19:07 Grundthese unseres Kunsthistorikers: #koons ist eigentlich konservativ. #tweetup #KultUp #lh #schirnup @Liebieghaus http://twitter.com/16905397/status/228537039795130370


19:07 #koons schiebt #Banalität in die Kunst. #tweetup #lh #KultUp http://twitter.com/16905397/status/228537037005942786


19:07 44 #koons #Skulpturen sind im @Liebieghaus versammelt. Größte KoonsSkulpturenausstellung aller bisherigen Zeiten. #lh #schirnup #KultUp http://twitter.com/16905397/status/228537035936366592


19:10 „der ist so ägyptisch“ – womöglich größte Porzellanskulptur, die es gibt. #KultUp #lh #schirnup #koons http://t.co/Vd97VuDp http://twitter.com/16905397/status/228537740386521088


19:10 „Edelstahl ist Luxus für das Proletariat“ #koons #KultUp #schirnup #lh http://t.co/kEHPKC4Q http://twitter.com/16905397/status/228537739308593152


19:10 Kunst von #Koons funktioniert nur über dessen Perfektionismus. #KultUp #lh @Liebieghaus #schirnup http://t.co/4TPtEoii http://twitter.com/16905397/status/228537737794441217


19:10 Farben haben in der Natur überall dort ihre Funktion, wo es um Sex geht. #koons #KultUp #lh @Liebieghaus #schirnup http://t.co/0mwmE82i http://twitter.com/16905397/status/228537740692705280


19:13 #KultUp. Venus. #koons #lh langsam bekomme ich Zugang zu Koons. Beginnt spannend zu werden. http://t.co/DV6uq2NN http://twitter.com/16905397/status/228538585685557251


19:18 #kultup Pink Panther. Natürlich Porzellan. Asexuell. Total. #lh @Liebieghaus #schirnup http://t.co/b1WEkkSJ http://twitter.com/16905397/status/228539874817499136


19:25 #kultup zählt der Handwerker oder der Ideengeber oder … #Lh #schirnup @Liebieghaus http://twitter.com/16905397/status/228541660693417985


19:26 #kultup ferdisch. War spannend und bereichernd. #lh #schirnup @Liebieghaus http://twitter.com/16905397/status/228541861361483776


So. Das war es gewesen. Ein langer, für mich subjektiv lehrreicher, extrem sommerlicher Nachmittag ging zu Ende. Das Team von Schirn und Liebieghaus hat sich offen für den Kontext sozialer Medien gezeigt und den Bloggern und Twitterern einiges geboten. Klar: Ziel ist unter anderem, Blogger als Teil der Öffentlichkeitsarbeit zu betrachten und entsprechend zu „pflegen“. Solange die Blogger sich dadurch ihre Freiheit nicht nehmen lassen, ist das durchaus in Ordnung. Nun noch das Nachspiel. Sollten sich bei mir noch Tweets sammeln, die in diesen Zusammenhang gehören, werde ich diese ergänzen und als Nachtrag an den Beitrag anhängen.

19:40 @visitatio das war ne subjektive Einschätzung. #KultUp #schirnup #lh @Liebieghaus

http://twitter.com/16905397/status/228545231598006272


20:35 Den Spiegel find ich toll. #koons #tweetup #lh #schirnup @Liebieghaus http://t.co/NrTHcKs6 http://twitter.com/16905397/status/228559079692439552


20:36 RT @SCHIRN: MADE IN HEAVEN führte zum einstweiligen Stillstand für #Koons in der Kunstwelt #kultup http://twitter.com/16905397/status/228559402226049025


20:36 RT @cogries: Geniale Inszenierung: 44 Skulpturen von Koons im Dialog mit 5000 Jahren Kulturgeschichte #kultup http://bit.ly/MVPCk8 @liebieghaus http://twitter.com/16905397/status/228559433473593344


23:24 hier mal eine kleine Statistik zum #schirnup heute: http://archivist.visitmix.com/herrlarbig/1 @schirn http://twitter.com/16905397/status/228601776830545922

  1. Das Fotografieren war uns als Teilnehmer dieses Bloggertreffens in der Schirn und im Liebieghaus ausdrücklich erlaubt! Vor allem im Liebieghaus ist das normalerweise nicht so, aber heute gab es für Teilnehmende an dem Treffen von Bloggern und Twitterern diese Vorgabe nicht. []

Überlegungen zum Kulturwandel: Alte Bücher und digitale, buchähnliche Produkte

Ich habe hier Bücher stehen, die hundert und mehr Jahre alt sind. Diese Bücher hatten mehrere Besitzer. Diese Bücher sind Zeugen des jeweiligen Geschmacks der Zeit, wenn es um die Gestaltung von Bucheinbänden oder auch des gesamten Buches geht. Zum Teil haben Vorbesitzer Spuren in den Büchern hinterlassen. Solche Spuren sind zum Beispiel die Eintragung des Namens auf dem Titelblatt, sodass man zum Teil sehen kann, wem das Buch alles gehört hat, es kommen aber auch Anstreichugen in den Texten vor.

In Bibliotheken stehen Buchbestände, die viel älter sind. Ich erinnere einen Besuch in Löwen (Belgien). Die Bibliothek dort hat, so ich mich richtig erinnere, über 120000 alte Bücher, teilweise auch Handschriften. Und in vielen Bibliotheken lagern Dokumente, die es erst noch (wieder) zu entdecken gilt.

Wenn die Digitalisierung so weitergehen würde, dass digitale Speicher gedruckte Bücher zu einem Randphänomen werden ließen, sähe das mit den Altbeständen in Bibliotheken und Archiven anders aus.

Statt Bücher lagerten dort Festplatten. Statt Papierfraß hätte man es mit Hardwarefehlern und Abnutzungserscheinungen der Datenträger zu tun, die die Lesbarkeit der Dokumente gefährden. Techniker würden alte Lesegeräte einsatzfähig halten oder zu rekonstruieren versuchen. Andere Techniker hätten keine andere Aufgabe, als Daten von alten Datenträgern auf neue zu übertragen, so wie man alte Bücher heute digitalisiert oder auf Microfilm festgehalten hat.

Es könnte aber auch zu neuartigen „Copyright“-Problemen kommen. Wenn ich heute ein Buch kaufe, dann habe ich dieses Buch. Ich kann dieses Buch lesen, behalten, aber auch Freunden zum Lesen geben, es verschenken, es in öffentlich aufgestellte Buchschränke stellen. Solange ich das Buch nicht kopiere und eine Vervielfältigung weitergebe, kann ich mit dem Buch so ziemlich alles machen, was möglich ist. Ich habe das Buch gekauft. Es gehört mir.

Digitale Werke haben die Eigenart, dass digitalen Daten das Vervielfältigen sehr nahe liegt. Digitale Daten sind auf Redundanz hin ausgelegt. Entsprechend wollen (Zeitungs)Verleger heute weg von dem Copyright im klassischen Sinne und hin zu einem Leistungsschutzrecht, das sicherstellen soll, dass z. B. Dienste wie Google-News für die Nutzung der Leistung von Journalisten zahlen sollen. Das könnte aber durchaus soweit gehen, dass jemand, der auf eine Leistung eines Dritten verlinkt für diesen Link bezahlen muss, weil er ja die Leistung des Dritten in Anspruch nimmt, sei es auch „nur“ als Link. Der Text ist dann dennoch, wenn nicht hinter einem Bezahlvorhang verborgen ist, vollständig zugängilich. Wenn ich bislang aus einem Werk im wissenschaftlichen Kontext zitiere, dann muss mir irgendwie das (bezahlte) Original vorgelegen haben, ob nun in der Bibliothek oder als gekauftes Buch. Und wenn jemand meinen Literaturnachweis verfolgen will, muss er Zugang zu diesem Werk haben, das dann wiederum in einer bezahlten Form vorliegt.

Das alles verändert sich. Des Verlegers Traum heute scheint zu sein, nicht mehr Zeitungen / Bücher zu verkaufen, sondern nur noch die Inhalte. Das heißt: Am liebsten, so stelle ich mir das teilweise vor, würden Verleger ihre Werke an eine Person binden. Am liebsten wäre es Verlegern wohl, würde sie nicht mehr für ein Bücher sondern pro Leser eines Buches Geld bekommen (VG Wort arbeitet, ähnlich wie die Gema, aber nicht so im Blick der Öffentlichkeit stehend dafür, dass Autoren Nutzungsgebühren zum Beispiel aus Urheberrechtsabgaben von Kopierern bekommen).

Mit persönlichen digitalen Lesegeräten und digitalem Kopierschutz scheint man dem Ziel schon näher gekommen zu sein. Es gibt aber auch erste Versuche, Bücher verleihen zu lassen. Dann ist ein Buch für einen begrenzten Zeitraum auf dem digitalen Lesegerät eines Freundes oder Bekannten verfügbar, aber nicht beim Besitzer.

Mit veränderten Copyrightregeln könnte diese Art des Verleihens bald hinfällig sein. Es werden dann andere Regeln für gedruckte und digitale Versionen des gleichen Werkes gelten. Das ist schon heute so. So gibt es Streit um das Thema der Buchpreisbindung. Die Mehrwertsteuersätze für gedruckte und digitale Bücher sind unterschiedlich. Oft sind digitale Ausgaben etwas billiger als gedruckte Versionen, womit aber im Prinzip kein Besitzrecht an einer Kopie des Werkes erworben wird, sondern nur das Nutzungsrecht der zur Verfügung gestellten Daten, die im Zweifelsfall vom Anbieter auch von den Endgeräten wieder gelöscht werden können! In einer digitalen Lesegesellschaft wird es auch Zensoren erheblich leichter gemacht, Inhalte von Werken zu verändern oder Werke von Lesegeräten verschwinden zu lassen.

Kulturgüter sind keine betonierten Ist-Zustände. Der Blick in die Geschichte lehrt dies. Der Umgang mit Informationen und Informationsträgern hat sich im Laufe der Menschheitsgeschichte immer wieder verändert. Und wie sich die digitale Gesellschaft, hier vor allem auf den Umgang mit Büchern bezogen, letztlich faktisch verändern wird, ist nur begrenzt absehbar.

Neben wirtschaftlichen Entscheidungen werden auch politische Beschlüsse die Veränderungen mit bestimmen. Bleibt nur zu hoffen, dass Entscheidungsträger nicht dem Irrglauben verfallen, es gäbe Zwänge, nur weil z. B. Firmen etwas aufgebaut haben und dann wollen, dass die Gesetze gefälltigs dem entsprechen, was sie aufgebaut haben. Entscheidungsträger haben Gestaltungsmöglichkeiten. Von der Nutzung dieser Gestaltungsmögichkeiten wird abhängen, wie sich die nach wie vor wichtige Buchkultur entwickeln wird. Um allerdings Gestaltungsmöglichkeiten nutzen zu können, braucht es Visionen, wie mit dem Kulturgut „Buch“ in Zukunft umgegangen werden soll, welche Rolle es in der Gesellschaft spielen soll, ob es primär als Kulturgut oder primär als Wirtschaftsgut gesehen wird und wie ein Ausgleich der Interessen von Autoren, Verlegern, Lesern, Bibliotheken etc. gestaltet wird.

Vorschläge, Visionen, Träume zur Entwicklung von Kulturgütern in der digitalen Gesellschaft können gerne als Kommentar zu diesem Artikel hinzugefügt werden.

Die 8 besten (?) Werkzeuge des analogen Lernens und Lehrens

Die einen fragen, was heute zu lernen sei und gehen damit wohltuend von den Tools des Lernens weg hin zu den Inhalten. Prima.

An anderer Stelle geht es in einem Offenen Kurs (Open Course) um die Zukunft des Lernens und in der dritten Woche, in der sich dieser Kurs nun befindet, geht es um die Tools des Lernens, mit denen dann gelernt werden soll, was zu lernen ist, wie auch immer diese Inhalte / Kompetenzen dann näher definiert sind.

Die Überschrift der dritten Woche des Offenen Kurses zur »Zukunft des Lernen« lautet: »Von iPads, eBooks & Virtual Classrooms. Lerntechnologien«.

Die Selbstverständlichkeit, so sehr ich diese im Gesamtkontext dieses Kurses auch nachvollziehen kann und mich ihrer oft selbst bediene, mit der bei Lerntechnologien heute von digitalen Lerntechnologien gesprochen wird, erstaunt mich immer wieder.

Lernende lernen analog, unabhängig davon, wie digital die zum Lernen genutzten Medien auch immer sein mögen. Der Lernprozess des individuellen Menschen findet nicht binär statt, sondern in der komplexen Struktur des Gehirns und des ganzen Körpers.

Deshalb gibt es von mir an dieser Stelle keine Top-Ten-Liste der wunderbarsten digitalen Lernwerkzeuge, auch wenn ich eine solche erstellen könnte, sondern – völlig unzeitgemäß – eine Liste analoger  »Werkzeuge« des analogen Lernens und Lehrens. Die Reihenfolge ist zumindest nicht konsequent hierarchisch gemeint; die Liste ist bestimmt nicht vollständig und überhaupt vor allem eine Anregung zur Erweiterung der Diskussion. Die Zukunft des Lernens bringt neue Technologien mit sich. Sollen diese Technologien die analogen ersetzen? Wo können sie das? Was können sie nicht leisten? Wo sind analoge Werkzeuge vielleicht unabdingbar?

Wenn der offene Kurs »Die Zukunft des Lernens« heißt, so halte ich eine Reduktion auf zukünftige Lerntechnologien zu kurz gegriffen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier nun zuspitze, übertreibe, provozieren will, denn ich weiß sehr wohl, dass nicht alle meine Äußerungen in diesem Beitrag auf umfassende Gegenliebe stoßen dürften. Aber dennoch: Ich finde, es lohnt, nicht nur von digitalen Tools zu sprechen (obwohl ich ja zum Beispiel hier genau ein solches nutze, um über analoge Werkzeuge zu sprechen), sondern auch einmal zu fragen, welchen Wert und welchen Platz analoge Werkzeuge des Lernens in der »Zukunft des Lernens« haben.

Also los…:

Die Sinne (Sense Organs)

Die Sinnesorgane des Menschen sind nach wie vor in der Regel analog, solange nicht digitale Prothesen zum Einsatz kommen. Sie sind für Lernprozesse unerlässlich. Und damit sind nicht nur der Hör- und Sehsinn gemeint, die auch bei digitalen Lernprozessen am Computer zum Einsatz kommen. Der Tastsinn kommt in digitalen Zusammenhängen viel zu kurz. Will ich etwas über Bäume und Wälder wissen, so muss ich Baumrinde spüren können, den Geruch des Waldes (zu unterschiedlichen Tages- / Jahreszeiten) einatmen. Will ich etwas über (gesunde) Ernährung wissen, dann fördert der Einsatz des Geschmackssinnes dieses Lernen sehr. Lernen ist ein sinnlicher Prozess. Digitale Lernprozesse führen oft zu einer Entsinnlichung des Lernens. Vielleicht sind deshalb zum Beispiel Videos von Vorträgen viel beliebter als reine Audiomitschnitte, obwohl der Informationsgehalt zur Sache identlisch ist.

Lehrervortrag (Teachers Lecture)

Ja, es gibt viel zu wenige Lehrende, die in der Lage sind, einen guten Lehrervortrag zu halten. Oder sind es doch die Bedingungen, die es unmöglich machen, sich angemessen auf einen guten Lehrervortrag vorzubereiten, da in den meisten Lehr-Lern-Zusammenhängen die zur Vorbereitung benötigten Zeitfenster nicht gelassen werden?

Ja, es ist verdammt schwer, einen guten Lehrervortrag zu halten. Ja, es ist völlig unmodern, überhaupt davon zu sprechen, dass das mit dem Lehrervortrag eine tolle Sache ist. Und dennoch zähle ich den (gelungenen) Lehrervortrag zu den Top-Ten der Werkzeuge des analogen Lernens. Was aber ein gelungener Lehrervortrag ist, ist damit noch nicht gesagt:

  • Ein gelungener Lehrervortrag hat die Lernenden im Blick. Inhaltlich und sprachlich hat er sich an den Fähigkeiten der Lernenden zu orientieren und diese gleichzeitig zu erweitern.
  • Ein gelungener Lehrervortrag führt zu einem Mitdenken der Lernenden.
  • Ein gelungener Lehrervortrag fördert Erkenntnisprozesse und die Lust an der Erkenntnis.
  • Ein gelungener Lehrervortrag befähigt zu praktischem Handeln, leitet zu diesem über, leitet von einem frontalen Lehr-Lern-Zusammenhang in andere Arbeitsformen über, in denen geübt wird, in denen Teilaspekte des »Inputs« vertieft, in denen »Output« entsteht und »Wissen« praktisch angewendet wird.

Lernendenaktivität (Activities of Learners)

  • Es ist zunächst einmal kein Werkzeug, wenn Lernende eigenständig arbeiten, bei dieser Arbeit bedient man sich eher unterschiedlicher Werkzeuge – und die Frage, ob diese analog oder digital sind ist eine nachgelagerte Frage.
  • Dennoch führe ich die Eigenaktivität Lernender hier unter den Werkzeugen auf, weil es sich dabei aus der Sicht des Lehrenden durchaus um ein »Instrument« handelt, das Lernen ermöglicht. Und da ich hier von den besten analogen Werkzeugen des Lernens und Lehrens schreibe, hat diese Eigenaktivität hier ihren Platz.
  • Der Lehrende soll sich, sein Wissen und seine Erfahrungen den Lernenden nicht verweigern. Deshalb der eigene Unterpunkt zum »Lehrervortrag«. Ich habe an der Universität selbst Veranstaltungen erlebt, in denen der Professor nur auftrat, wenn es darum ging, die Referate für das Semester zu verteilen und in der letzten Sitzung eine Zusammenfassung der Veranstaltung zu versuchen. Dazwischen wurde in den »selbst verwalteten Lernprozess« der Studierenden selbst dann nicht eingegriffen, wenn gröbste Fehler in langweilgsten Referaten verbreitet wurden.
  • Zu diesem Nicht-Verweigern des Lehrenden gehört aber auch, dass er den Lernenden ihren Freiraum lässt, um sich selbst und die gewonnenen Kenntnisse auszuprobieren, um aus Kenntnissen Erkenntnisse werden zu lassen. Da es sich aber um Lernendenaktivität handelt, begleitet der Lehrende diese wertschätzend und kritisch. Das kann durchaus auch darauf hinaus laufen, dass eine Ergebnispräsentation, die oberflächlich und ohne großen Erkenntniswert ist, in der sich auch Beratungsversuche der Lehrenden nicht erfolgreich niedergeschlagen haben, entsprechend kritisch besprochen wird.
  • Diese Freiräume, die durchaus großzügig bemessen sein dürfen, müssen nicht analog sein ( – es sei denn, es wird gerade der Umgang mit einem Sportgerät oder ähnliches gelernt).
  • Diese Freiräume müssen nicht digital sein ( – es sei denn, es wird gerade der Umgang mit digitalen sozialen Netzen oder ähnliches gerlernt).

Kreidetafel (Blackboard)

Stromunabhängig und sofort zu Stundenbeginn einsatzbereit. Die einzige Voraussetzung ist, dass Kreide vorhanden ist. Entweder der Kreidevorrat wird zentral gepflegt oder aber man hat seine eigenen Vorräte dabei. Wenn aber Kreide vorhanden ist, ist die Tafel das flexibelste, am schnellsten verfügbare und alles in allem zuverlässigste Instrument zur Darstellung von Gedanken, das in Klassenzimmern vorhanden ist. Mehrfarbigkeit des Tafelbildes ist mit farbiger Kreide schnell umsetzbar. Seit ihrer Einführung in Schulen im 19. Jahrhunderts als ausgereifte und auch in ärmeren Regionen der Welt als Instrument zur Unterstützung von Lernprozessen einsetzbar.

Bibliothek (Library)

  • Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler in einer Bibliothek reagiert eigentlich immer gleich, wenn die Jugendlichen nicht sofort an die Computer dürfen: Eigenständig werden Bücher aus den Regalen genommen, durchgeblättert und wenn etwas als interessant empfunden wird, wird das genauer gelesen und auch anderen vorgelesen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen stellt die analoge Bibliothek einen Lernraum dar, der selbsttätige Lernprozesse fördern kann. Wichtig ist dabei, dass es von Lehrern akzeptiert wird, dass dieses Lernen nicht in Gruppen stattfindet, sondern die Lernenden zumindest phasenweise auf deren eigene Interessen konzentriert sein lässt.
  • Bemerkenswert: Die Bibliothek als »Lernwerkzeug« ist ein Ort! Auch wenn vielleicht nicht unbedingt ein klassisches Lernwerkzeug, so spielen die »Lernräume« als »Spielräume« gelingender Lern-und Bildungsprozesse eine wichtige Rolle.

Notizblock / Schulheft (Exercise Books)

Sicherlich wird die Frage früher oder später auftauchen, ob mobile Tablet-Computer analoge Formen des Notierens und Übens nicht überflüssig machen, aber da es hier nun einmal um analoge Werkzeuge des Lernens geht, geht es ohne das Schulheft und den Notizblock nicht. Dieses Instrument hat ähnliche Vorteile wie die Kreidetafel. Und da im neuen Kerncurriculum für das Fach Deutsch in Hessen unter anderem die für andere lesbare Handschrift als Kompetenz aufgenommen wurde, gehe ich nicht davon aus, dass die Handschrift in absehbarer Zeit aus der Schule verschwinden wird. Handschriftliches Erarbeiten von Wissen, die händische Aneignung von Fertigkeiten und Kompetenzen, das Erlernen des Handwerks in den einzelnen Fächern und auch fächerübergreifend, ist nach wie vor wichtig und zwar schon alleine, weil unser Gehirn auf eine solche »analoge« Weise lernt.

Stifte (Pen / Pencil)

  • Ganz ehrlich: Wenn ich Bilder von manchen meiner Schülerinnen und Schüler sehe, die mit viel Hingabe gemalt wurden, dann weiß ich um den Wert von Stifen; wenn ich Texte lese, die mit der Handschrift auch etwas von der Person widerspiegeln, die diese Handschrift nutzt, dann mag das Lesen manchmal schwer sein, aber gerade dieses nicht glatte, nicht einfach überfliegbare der Texte hebt noch einmal hervor, dass wir es mit Persönlichkeiten zu tun haben. Im Internet und in Zusammenhängen, in denen es nur noch genormte Druckbuchstabenschriften gibt, geht diese Seite des Persönlichen oft verloren.
  • Wenn ich mir schnell Übersicht über einen Gedankengang verschaffen will, benutze ich nach wie vor Papier und Stifte zum Anfertigen von Notizen, Skizeen etc. – Das geht zwar alles auch auf dem Computer, aber wenn ich etwas wirklich lernen will, brauche ich immer wieder auch einfach mein analoges Werkzeug.

Overheadprojektor (Overhead Projector)

Ich hatte mal eine Lehrerin, die malte wirkliche Tafelbilder – sie muss an den Tagen vor dem Unterricht richtig lange an der Tafel gestanden haben, um ihre Tafelbilder zu zeichnen, was nur ging, weil es sich um einen Lehrgang außerhalb der Schule handelte, bei dem sicher war, dass das Tafelbild am nächsten Tag auch noch da sein würde. Und ähnlich hochwertige, handgefertigte Zeichnungen zur Verdeutlichung von Zusammenhängen brachte diese Lehrerin auf Folien unter. Nie zuvor und nie danach habe ich solch künstlerisch spannenden, ästhetisch ansprechenden Lehrmaterialien gesehen, wie bei dieser Sprachlehrerin.

Klar, heutzutage entstehen die meisten Folien unter Benutzung digitaler Technologie, wenn sie nicht direkt mit einer digitalen Präsentation und Beamer ersetzt werden. Und doch haben Folien nach wie vor auch in analoger, handbeschrifter Form einen möglichen Platz im Unterricht: So können per Folien »Tafelbilder« entstehen, die dauerhafter aufbewahrt werden können und wieder einsetzbar sind. Der Mehrwert gegenüber per Computer generierten »Folien« besteht darin, dass wirklich die ästhetische Erfahrung der Handschriftlichkeit, des analogen Schaubildes erreicht werden, auch wenn Lehrende oder Lernende nicht die genialen Zeichner sind.

Auch wenn der Computer in Kombination mit dem Beamer einen adäquaten Ersatz für den Overheadprojektor (OHP) darstellt: Analog erstellte Folien haben oft eine sehr persönliche, unverwechselbare Note, die genau auf einen Lehrenden verweist. Diese Option sollten wir uns (zumindest hin und wieder) einfach nicht entgehen lassen, denn das außergewöhnliche prägt sich ein, fördert den Lernprozess. Digital erstellte Materialien sind manchmal so »aalglatt« und uniform gestaltet, dass sie das Lernen zumindest nicht durch »persönliche Noten« fördern.

Apps (nicht nur) für Lehrer: MoMA-AB/EX/NY

Quelle: http://moma.org/explore/mobile/abexnyapp

Ein Museum ist eine Bildungseinrichtung. Wenn ein Museum dann „Museum of Modern Art“ heißt, unter dem Kürzel MoMA weltbekannt ist und schon auf seiner Website ein faszinierendes Angebot bereit hält, dann darf man gespannt sein, wie sich der Bildungsanspruch einer solchen Einrichtung in Apps für das iPhone und das iPad darstellt.

Neben der sehr empfehlenswerten iPhone-App des MoMA, die selbst dann spannend ist, wenn man nicht vor Ort ist und mit ihrer Unterstützung das Museum entdeckt, ist nun zu einer Ausstellung zu den einst in New York ansässigen „abstrakten Expressionisten“ eine iPad-Applikation erschienen, die selbst aus der Ferne diese Ausstellung zugänglich macht. Die kostenlos bereit gestellte AB EX NY iPAD APP Weiterlesen

Bildungsplattformen & Schulbuchverlage am Bsp. lo-net und Antolin

Abstract: Dieser Artikel arbeitet induktiv, das heißt, er geht von einem beobachteten, speziellen Phänomen aus und gelangt von diesem zu allgemeineren Überlegungen, in deren Kontext das Phänomen eingeordnet wird.

Ausgangspunkt ist der Wechsel des Betreibers von lo-net, die allgemeineren Überlegungen stellen dann grundsätzliche Fragen zur Rolle von Schulbüchern und Bildungsmedien in (schulischen) Bildungszusammenhängen.

Daraus ergeben sich Überlegungen über die Zukunft von Bildungsmedien, die im Unterricht eingesetzt werden. Weiterlesen