Die Diskussion um medienpädagogische Fragestellungen wird zur Zeit an unterschiedlichen Stellen (im Netz) geführt. Unter anderem gibt es einen Artikel im ZUM-Wiki (ZUM steht für „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet“), der sich mit der Frage der Medienpädagogik befasst. Zu diesem Artikel hat sich auf der jedem Wiki eigenen Diskussionseite zum Artikel eine (bislang noch von einer übersichtlichen Zahl an Diskutanten geführte) Diskussion entwickelt, auf der unter anderem Fontane44 (der gleiche Fontane, der im letzten Beitrag unter Fontanefan geführt wird) in seiner anregend kritischen Art ein paar interessante Fragen stellt, die meines Erachtens in der Diskussion um die Medienpädagogik unabdingbar sind: Continue reading
Tag Archives: Pädagogik
Medien im Unterricht – Ein Diskussionsbeitrag
Im Blog von Fontanefan fand ich einen Artikel, der sich mit einem Medienpädgogischen Manifest und einem Artikel von Ralf Hilgenstock beschäftigt und der mich zu ein paar eigenen Überlegungen angeregt hat.
Fontanefan schreibt: Continue reading
Herausforderung Medienpädagogik
Resume: Dass die Nutzung digitaler Medien (nicht nur von Kindern und Jugendlichen) mit Risiken verbunden ist, die von Fragen des Datenschutzes bis hin zum Jugendschutz reichen, kann als unstrittig angesehen werden.
Um die Frage, wie mit diesen Risiken umgegangen werden kann (in der Politik, im Alltag des einzelnen Medienbenutzers, in medienpädagischen Kontexten etc.) gibt es hingegen reichlich Streit. Aus diesem Grunde versuche ich in diesem Beitrag eine Position und sich daraus ergebende Handlungsoptionen zu entwickeln, die die Risiken der Mediennutzung ernst nehmen, ohne die Notwendigkeit aus dem Blick zu verlieren, dass pädagogisches Handeln auch damit umgehen muss, dass digitale Medien mit immer größerer Selbstverständlichkeit im Privatleben und Beruf nicht nur eingesetzt werden sondern der kompetente Umgang mit diesen Medien immer stärker auch vorausgesetzt wird. Continue reading
Lernen durch Lehren: Podcast und Links
Im letzten Beitrag habe ich das Konzept von Lernen durch Lehren (LdL) als Reflexionsrahmen für mich selbst und was ich auf diesem Blog treibe genutzt. Was aber ist LdL? Hier ein Audiobeitrag, der LdL ein wenig näher vorstellt. Und anschließend noch ein paar Links:
Links zum Thema (Auswahl):
Lernen bei Goethe
»Der echte Schüler lernt aus dem Bekannten das Unbekannte entwickeln und nähert sich dem Meister.« – Johann Wolfgang von Goethe, Maximen und Reflexionen
Es tut mir echt leid. Aber die Entdeckungen der modernen Hirnforschung, die sich mit dem Lernen beschäftigt, sind so neu dann doch nicht.
Menschen lernen am besten, wenn es ihnen möglich ist, an bereits vorhandenes Vorwissen anknüpfen zu können und außerdem noch irgendwie persönlich in den Lernprozess involviert (eingebunden) sind. Dies war bereits Goethe bekannt. Und so sehr sich Goethe auch auf reine Beobachtung beschränkt haben mag, die Ursachen für diese Form des Lernens also nicht erklären konnte, er kam zum richtigen Ergebnis.
Die moderne Hirnforschung kann erklären, warum das so ist; erstaunlich ist aber, dass diese Einsicht in die großen Linien der Schulpädagogik und der Lehrerausbildung erst in den vergangenen Jahren eingezogen zu sein scheint. Zumindest mir wurden die Erkenntnisse Manfred Spitzers als nahezu revolutionäre Entdeckungen verkauft und tatsächlich war mir dieser Zugang zum Lernen vorher auch nicht begegnet. Ja, ich finde es gut, dass diese Erkenntnisse in der Pädagogik heute zum Tragen kommen.
Dennoch stolperte ich über diese Zitat von Goethe und frage mich nun: Lese ich vielleicht doch noch zu wenig (oder das Falsche?), um mir uralte Einsichten eben nicht als neue Erkenntnisse verkaufen zu lassen?