Der Zug kam schon vom Bahnsteig in Frankfurt nicht richtig weg.
Kaum war er angefahren, blieb er ruckelnd wieder stehen.
Dann schlich er, ein Modell des schnellsten und modernsten Zuges, der in Deutschland unterwegs ist, Richtung Frankfurter Flughafen. Doch bereits am Stadion kam die Ansage, dass der Zug am Flughafen enden würde, da es eine Störung am Antrieb gebe, mit der man nicht nach Köln fahren könne.
Werden eigentlich Züge vor der Abfahrt nicht technisch geprüft? Gibt es an einem so zentralen Knotenpunkt der Bahn, wie es Frankfurt nun einmal ist, keine Ersatzzüge?
Der Zug wurde geräumt und der nächste angebotene Zug Richtung Köln wäre ca. 30 Minuten später gefahren – allerdings nur bis Köln-Deutz. Ich musste aber zum Hauptbahnhof, um von dort meine Reise zum Educamp in Bielefeld fortsetzen zu können.
Und da gab es einen ICE, der früher fuhr. Ich bin rein gekommen. Ich habe einen Sitzplatz bekommen und dann – Continue reading →
Kann ein Verein, dem es um Freiheitsrechte in der Netzgesellschaft geht, einen Präsidenten haben? – Wenn heise.de den Selbstanspruch Markus Beckedahls richtig wiedergibt, dann scheint es Leute zu geben, die der Meinung sind, dass das kein Problem ist. Dort heißt es:
„Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org und Präsident von “Digitale Gesellschaft””
Der Verein ist noch in Gründung und hat schon einen Präsidenten? Das hat mich irritiert, wie manch andere sprachliche Wendung, auf die ich im Umfeld dieses Vereins in Gründung gestoßen bin und die ich hier (sprach)kritisch in den Blick nehmen will. Continue reading →
Der Tag zum „Lernen durch Lehren“, der am 9. Mai 2009 an der PH in Ludiwigsburg stattfand, trägt weitere Früchte: Die Videodokumentation auf ldl.mixxt.de wurde nochmals ergänzt.
Dabei fiel mir ganz besonders ein Vortrag ins Auge, der in einem Workshop gehalten wurde, den ich selbst nicht besuchen konnte. Vortrag? Ist das nicht kontrapoduktiv? Geht diese Methode denn überhaupt noch (auch wenn Ex-Schüler im Rückblick über ihren Unterricht berichten)? Für mich ist das, was Johannes Guttenberger und Manuel Grupe hier machen, weniger ein Vortrag als ein Erfahrungbericht aus [Ex-]Schüler-Sicht.
Worum es geht: Im Französisch-LK unter Leitung von Jean-Pol Martin am Wilibaldgymnasium in Eichstätt, der 2008 das Abitur absolvierte, haben die Schülerinnen und Schüler für den Unterricht selbstständig (und dann mit Unterstützung der Lehrkraft) eine Wikiversity-Seite eingerichtet. Johannes Guttenberger betont ausdrücklich: Die Initiative ging nicht vom Lehrer aus, sondern von den Schülern! Und der Lehrer hat sich dann tatkräftig beteiligt. (Obwohl ich mir gut vorstellen kann, das Jean-Pols Lehrerpersönlichkeit nicht ganz unschuldig an der Motivation der Schüler ist.)
Aber warum nicht einfach das Video des Workshops anschauen, diese halbe Stunde lohnt sich in meinen Augen auf jeden Fall!
Johannes Guttenberger, Manuel Grupe und Joachim Grzega haben darüber hinaus ein Papier erstellt, in dem es um die Frage der „Partizipation im Unterricht“ geht – eine gute Ergänzung zum Vortrag und zum Workshop.
„Il faut travailler!” [Es muss gearbeitet werden! oder Es ist notwendig zu arbeiten!] (Jean-Pol Martin) – Johannes Guttenberger, Manuel Grupe und der von ihnen besuchte Leistungskurs Französisch sind für mich ein gutes Beispiel, was dies konkret für Unterricht bzw. das eigenständige, selbst verantwortete und von Lehrenden begleitete Lernen von Jugendlichen bedeuten kann.