<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>herrlarbig.de &#187; schreiben</title>
	<atom:link href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://herrlarbig.de</link>
	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 May 2012 19:56:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Fleisch am Spie&#223; oder: Das s-Problem bei Fleisch und Co</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2012/05/05/fleisch-am-spies-oder-das-s-problem-bei-fleisch-und-co/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2012/05/05/fleisch-am-spies-oder-das-s-problem-bei-fleisch-und-co/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 21:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[OER / Freie Bildungsmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Komposita]]></category>
		<category><![CDATA[Kompositum]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Wörterbücher]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=34830</guid>
		<description><![CDATA[Fleisch am Spie&#223; oder: Das s-Problem bei Fleisch und Co von Torsten Larbig steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Eigentlich wollte ich jetzt in aller Gem&#252;tlichkeit und mit Genuss, ich habe n&#228;mlich gerade bei &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2012/05/05/fleisch-am-spies-oder-das-s-problem-bei-fleisch-und-co/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/" rel="license"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a></em></p>

<p style="text-align: left;"><em><span>Fleisch am Spie&#223; oder: Das s-Problem bei Fleisch und Co</span> von <a href="http://herrlarbig.de/?p=34830" rel="cc:attributionURL">Torsten Larbig</a> steht unter einer <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/" rel="license">Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</em></p>

<p>Eigentlich wollte ich jetzt in aller Gem&#252;tlichkeit und mit Genuss, ich habe n&#228;mlich gerade bei einem der – so schreiben es zumindest zwei Frankfurter Stadtmagazine – besten Chinesen Frankfurts gegessen, &#252;ber eine Speisekarte herfallen, auf der Stahl zu Fleisch wird und das mit den 100 Prozent mathematisch nicht ganz aufgeht.</p>

<p>Leider ist das nicht so einfach. Deshalb jetzt zun&#228;chst der Bildbeweis, von dem ausgehend das Problem begann:</p>

<p><img class="aligncenter size-large wp-image-34831" title="Doenerspie&#223;1" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspie&#223;1-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></p>

<p>Nat&#252;rlich ist der Drehspie&#223; nicht aus 100% Fleisch, sondern aus Stahl. Aber gut, der Spie&#223;braten ist in der deutschen Sprache existent und f&#252;hrt nicht zu einer Eisen-&#220;berversorgung. Es kann also zumindest vermutet werden, dass die bezweckte Aussage erreicht wird. Damit h&#228;tte die Sprache ihr Ziel erreicht, n&#228;mlich eine zentrale Form der Kommunikation darzustellen.</p>

<p>Richtig gl&#252;cklich bin ich mit diesem Zugest&#228;ndnis dennoch nicht, ist es doch das Fleisch am Spie&#223;, von dem behauptet wird, es handele sich um 100%iges Fleisch. Sei&#8217;s drum, freundlich gel&#228;chelt, &#252;ber die in deutscher Sprache schnell fehlgehenden Bez&#252;ge zwischen W&#246;rtern und darauf gewartet, dass endlich der D&#246;ner kommt.</p>

<p>Dieser D&#246;ner sollte laut Speisekarte, zumindest auf den ersten Blick und bezogen aus dem Fleischanteil; aus 100% Kalbsfleisch bestehen. G&#228;nsehaut. Kalb_s_fleisch. Nat&#252;rlich hei&#223;t das Kalb-Fleisch, nie und nimmer Klab-s-fleisch. Ist doch wohl klar.</p>

<p>Mit den Rechtschreibw&#246;rterb&#252;chern deutscher Sprache bin ich mir da einig. Mit den Nutzern des Internets hingegen weniger, denn vor allem in Kochrezepten ist das „Kalb-s-fleisch&#8221; durchaus <a href="https://encrypted.google.com/search?q=kalbsfleisch&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8#hl=de&amp;sclient=psy-ab&amp;q=%22kalbsfleisch%22&amp;oq=%22kalbsfleisch%22&amp;aq=f&amp;aqi=g-s4&amp;aql=&amp;gs_l=serp.3..0i10l4.14811.16049.0.16406.2.2.0.0.0.0.149.282.0j2.2.0...0.0.Ddd-gaDN9d4&amp;pbx=1&amp;bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&amp;fp=7653c4ede59050a0&amp;biw=1249&amp;bih=664" target="_blank">ein verbreitetes Ph&#228;nomen</a>.</p>

<p>Ein Satz, zwei Ansatzpunkte f&#252;r den Sprachkritiker. Wunderbar.</p>

<p>Oder so &#228;hnlich, denn in diesem Moment tauchte auf meiner Schulter ein kleines Kalb mit H&#246;rner wie die eines kleinen Teufelchens auf, gab ein schwaches Muh-Ger&#228;usch von sich und raunte mir zu, dass es doch Kalb-s-lber hei&#223;en m&#252;sse und nicht etwa Kalb-leber, es au&#223;erdem Klab-s-schnitzel g&#228;be, aber eben keine Kalb-schnitzel, auch wenn Suchmaschinen wieder gen&#252;gend &#252;berzeugte Nutzer des Wortes „Kalbschnitzel“ findet.</p>

<p>Was ist hier los?</p>

<p>Das Problem liegt (wieder einmal) beim Genitiv. Auf den ersten Blick mag es logisch scheinen, dass Fleisch, das vom Kalb genommen ist, des Kalbs Fleisch ist. Nur leider hilft diese Logik nicht weiter, denn sp&#228;testens beim Rindersteak sieht auch die Suchmaschine die Nutzer des Wortes „Rindssteak“ in signifikanter Unterzahl. Es ist auch kein Lamm-s-karree, welches das zartes Fleisch des Lamms bezeichnet, sondern eindeutig das Lammkarree.</p>

<p>Weitere Tiere und deren Namen auf dem Speiseplan: Ja, es hei&#223;t Hering-s-filet, aber es hei&#223;t ebenso Schollenfilet und nicht etwas Schollen-s-filet; im Herbst gibt es bei Wildbretfans Hirschbraten, aber nie und nimmer Hirschsbraten.</p>

<p>Wenn die deutsche Sprache hier mal konsequent w&#228;re und das Genitiv-s dort einsetzen w&#252;rde, wo es naheliegt. Aber dummerweise haben wir es bei den hier genannten W&#246;rtern ja nicht einmal mit Genitiven im klassischen Sinne zu tun, sondern mit zusamengesetzten W&#246;rtern, mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Komposition_(Grammatik)" target="_blank">Komposita</a>. Da sehen manche Vorderw&#246;rter tats&#228;chlich so aus, als w&#228;ren sie Genitive. In Wirklichkeit werden in zusammengesetzten W&#246;rtern selbst aber in den seltensten F&#228;llen Besitzverh&#228;ltnisse gekl&#228;rt.</p>

<p>Das „s“ ist in Komposita ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fugenlaut" target="_blank">Fugenelement</a>, tr&#228;gt sozusagen zu einer haltbaren Verbindung der in das Wort eingebrachten W&#246;rter bei. Diese Fugenlaute haben sich im Laufe der Sprachgeschichte heraus gebildet. Teilweise gibt es da sogar deutliche regionale Unterschiede – aber nicht beim Kalbfleisch, um wieder am Ausgangspunkt der &#220;berlegungen anzukommen.</p>

<p>Der Verfasser der Speisekarte in diesem D&#246;nerladen hat sich offensichtlich etwas dabei gedacht, als der f&#228;lschlicherweise „Kalb<del>s</del>fleisch“ schrieb. Und dass er den Spie&#223; sprachlich fleischlich sein l&#228;sst, m&#246;ge die Lust auf das Fleisch, nicht zu verwechseln mit der Fleischeslust <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , nicht mindern.</p>

<p>Doch wenn dann 100% Kalbfleisch angepriesen werden, w&#228;hrend keine 20 Zentimeter entfernt dann folgendes steht, dann kann einem schon mal Zweifel daran kommen, dass der Verfasser dieses Speisekartenhandzettels wirklich wei&#223;, was 100% eigentlich bedeutet. Aber sehen sie selbst:</p>

<p><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspie&#223;2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-34832" title="Doenerspie&#223;2" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspie&#223;2-1024x768.jpg" alt="" width="584" height="438" /></a></p>

<p>Da haben wir wieder den fleischlichen Drehspie&#223;. Doch das Fleisch, dass auf den Drehspie&#223; kommt, kann nicht 100% Kalbfleisch sein, wenn da noch andere Zutaten drinnen sind. – An dieser Stelle verging mir dann auch das Lachen und die Frage tauchte auf, ob hier dann vielleicht doch der Kunde ein wenig an der Nase herumgef&#252;hrt wird. Aber das ist kein sprachliches Ph&#228;nomen mehr, sondern ein Problem inhaltlicher Art, das eher in den Kompetenzbereich des Verbraucherschutzes als den Sprachbetrachteres geh&#246;rt.</p>

<p>&nbsp;<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" rel="bookmark" title="18. September 2009">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/21/tipps-zum-deutschunterricht-2010-03-21/" rel="bookmark" title="21. M&#228;rz 2010">Tipps zum Deutschunterricht – 2010-03-21</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.593 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy2"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Fleisch am Spie\u00df oder: Das s-Problem bei Fleisch und Co "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2012\/05\/05\/fleisch-am-spies-oder-das-s-problem-bei-fleisch-und-co\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy2').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-freie-bildungsmedien/deutsch-oer-freie-bildungsmedien/" title="Deutsch" rel="tag">Deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsche-sprache/" title="deutsche Sprache" rel="tag">deutsche Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschstunde/" title="Deutschstunde" rel="tag">Deutschstunde</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/komposita/" title="Komposita" rel="tag">Komposita</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompositum/" title="Kompositum" rel="tag">Kompositum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-freie-bildungsmedien/" title="OER / Freie Bildungsmedien" rel="tag">OER / Freie Bildungsmedien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/rechtschreibung-deutsch-sek-i/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprachkritik/" title="Sprachkritik" rel="tag">Sprachkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-freie-bildungsmedien/deutsch-oer-freie-bildungsmedien/sprachreflexion/" title="Sprachreflexion" rel="tag">Sprachreflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/worterbucher/" title="Wörterbücher" rel="tag">Wörterbücher</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2012/05/05/fleisch-am-spies-oder-das-s-problem-bei-fleisch-und-co/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" />
		<media:content url="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" medium="image">
			<media:title type="html">Creative Commons Lizenzvertrag</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspieß1.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Doenerspie&#223;1</media:title>
			<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspieß1-150x150.jpg" />
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspieß2.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Doenerspie&#223;2</media:title>
			<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/05/Doenerspieß2-150x150.jpg" />
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Schule „muss“ sich nicht ver&#228;ndern; sie tut es einfach. Eine Provokation.</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2012/01/17/schule-muss-sich-nicht-verandern-sie-tut-es-einfach-eine-provokation/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2012/01/17/schule-muss-sich-nicht-verandern-sie-tut-es-einfach-eine-provokation/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 23:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[21. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[analog]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Anwendungswissen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Collegeblock]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Dienstemailadresse]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehungsauftrag]]></category>
		<category><![CDATA[Fachlehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Herausforderung]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Klausur]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Leitmedienwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Leitmedium]]></category>
		<category><![CDATA[Lernkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Material]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwandel]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibmaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuchverlag]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuchverlage]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tablet]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=34468</guid>
		<description><![CDATA[Als ich gerade in die Oberstufe gekommen war, wollte ich unbedingt dieses vierundzwanzig B&#228;nde umfassende Lexikon im Taschenbuchformat haben. Als ich es dann hatte, kamen in besonders ereignisreichen Jahren Einzelb&#228;nde dazu, die die Informationen im Lexikon aktualisierten.  Mir kam dieser &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2012/01/17/schule-muss-sich-nicht-verandern-sie-tut-es-einfach-eine-provokation/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich gerade in die Oberstufe gekommen war, wollte ich unbedingt dieses vierundzwanzig B&#228;nde umfassende Lexikon im Taschenbuchformat haben.</p>

<p>Als ich es dann hatte, kamen in besonders ereignisreichen Jahren Einzelb&#228;nde dazu, die die Informationen im Lexikon aktualisierten. </p>

<p>Mir kam dieser Regalmeter an Wissen damals so vor, als ob es unm&#246;glich sei, noch viel mehr zu wissen oder in noch kompakterer Form, Wissen zug&#228;nglich zu machen. </p>

<p>In der gleichen Zeit war ich zutiefst davon beeindruckt, dass Briefe an und von einem Brieffreund in Singapur in der Regel nur zwei Werktage unterwegs waren, bis sie ankamen und eine mir v&#246;llig unbekannte Welt ins Haus brachten. </p>

<p>Es gab f&#252;r solche Brieffreundschaften Vermittlungsagenturen, die damals bei uns Jugendlichen recht beliebt waren, konnte man auf dem Wege &#252;ber eine Brieffreundschaften doch Fremdsprachenkenntnissen so etwas wie Praxisrelevanz abtrotzen. </p>

<p>Das Lexikon steht noch immer in meinem Regal, aber weniger, weil ich davon einen Nutzen habe, sondern eher als eine Art „romantische“ Erinnerung an Zeiten, die gar nicht lange her sind, daf&#252;r aber sehr schnell vergangen sind. </p>

<p>Das Wissen der Welt steht heute tagesaktuell via Internet zur Verf&#252;gung. </p>

<p>Das Internet und Computer machen Englischkenntnisse unmittelbar praxisrelevant. Freundschaften auf Distanz werden heute via Facebook und Skype gepflegt. </p>

<p>Was einst ein f&#252;r mich mit schier unvorstellbaren Wissensmengen gef&#252;llter Regalmeter war, neben dem einige Zeit sp&#228;ter noch alle damals unter dem Label „Duden“ verf&#252;gbaren W&#246;rterb&#252;cher, zehn an der Zahl, einzogen und so auch umfassendes Sprachwissen f&#252;r mich greifbar machten, kommt mir heute so vor, als seien es letztlich doch sehr bescheidene Wissensmengen gewesen. Und der Regalmeter mit gewichtigen B&#252;chern reicht nicht im mindesten an das verf&#252;gbare Wissen in meiner Hosentasche heran, das ich immer bei mir trage.</p>

<p>Neben Lexikon und W&#246;rterb&#252;chern habe ich eine &#252;ber hundert B&#228;nde umfassende Klassikerbibliothek, die in Druckform einige Umzugskisten ben&#246;tigte, um transportiert werden zu k&#246;nnen, in der Hosentasche. Das Smartphone macht es m&#246;glich.</p>

<p>Au&#223;erdem trage ich eine vollwertige Schreibmaschine mit mir herum, die kleiner als ein Collegeblock ist, die mir komfortablen Internetzugang erlaubt, mit der ich mit anderen Menschen kommunizieren kann.</p>

<p>Fotoapparat, die M&#246;glichkeit, hochwertige Videos anzufertigen und sogar zu schneiden, ein Audiorekorder, einen Scanner mit OCR, eine vollst&#228;ndige Fahrplanauskunft (fr&#252;her war dazu ein dickes „Kursbuch“ n&#246;tig), eine Sammlung historischen Kartenmaterials, eine mehrere hundert „Platten“ umfassende Musiksammlung etc. f&#252;hre ich st&#228;ndig in der Hosentasche mit mir herum.</p>

<p>Das alles kam mir in den Sinn, als ich &#252;ber die mir k&#252;rzlich gestellte Frage nachdachte, ob Schule sich nicht ver&#228;ndern m&#252;sse. </p>

<p>Je mehr ich &#252;ber diese Frage nachdenke, deren Zielrichtung ich nat&#252;rlich verstehe (zu verstehen meine), um so sinnloser, an der eigentlich zu stellenden Frage vorbei gestellt erscheint sie mir. </p>

<p>Schule „muss“ sich nicht ver&#228;ndern. Das muss man nicht fordern, als ein „Muss“ in den Raum projizieren. Schule tut das einfach. Schule ver&#228;ndert sich. Schule ist l&#228;ngst vom informationstechnologischen Wandel durchdrungen und gepr&#228;gt – auch dort, wo die Ver&#228;nderungsresitenzen von Lehrenden noch versuchen, „alte Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ gegen den „Angriff“ aus der Welt des Internets und des Hosentaschenwissens am Leben zu erhalten. </p>

<p>Wenn dann Lehrer und Lehrerinnen im Lehrerzimmer „ihre Klausuren von vor ein paar Jahre, die sie bislang problemlos immer wieder verwenden konnten, die jetzt aber im Internet kursieren und die sie deshalb nicht mehr verwenden k&#246;nnen“ hochhalten, die sie bei Sch&#252;lern gefunden haben, w&#228;hrend diese Arbeit wieder einmal geschrieben wurde, so ist das ein fast tragikomischer Anblick.</p>

<p>Wenn Sch&#252;lern und Sch&#252;lerinnen der Gebrauch mobiler Endger&#228;te mit Internetzugang verboten wird, wirkt das zunehmend so, als w&#252;rde man die Nutzung von W&#246;rterb&#252;chern verbieten. </p>

<p>Nein, Schulen sehen sich keinem „Muss“ zur Ver&#228;nderung ausgesetzt. Schulen ver&#228;ndern sich parallel zum Leitmedienwechsel von alleine, organisch, egal ob Lehrer, Eltern, Schultr&#228;ger, Kultusbeh&#246;rden,  Schulbuchverlage etc. sich gegen das „Wuchern dieses digitalen Unkrauts“ wehren oder ob sie sich auf den Medienwandel in der Wissensgesellschaft einlassen und Sch&#252;ler dabei unterst&#252;tzen, m&#252;ndige B&#252;rgern in dieser Wissensgesellschaft zu werden. </p>

<p>Weg also mit dem „Muss“, wenn es um Fragen der Ver&#228;nderung von Schule geht. </p>

<p>An die Stelle dieses „Muss“ sollte man die Forderung nach Professionalit&#228;t im Umgang mit diesem Leitmedienwechsel setzen und diese Professionalit&#228;t gleichzeitig einfordern.</p>

<p>Es ist nicht die Aufgabe von Lehrern, den Leitmedienwechsel (immer noch) zu verteufeln oder einfach zu ignorieren. </p>

<p>Es ist Aufgabe von Lehrern, kompetent mit dem Leitmedienwechsel umzugehen, theoretisches und Anwendungswissen zu erwerben, um den M&#246;glichkeiten und Chancen des Leitmedienwechsels auch reflektierend begegnen zu k&#246;nnen. </p>

<p>Nat&#252;rlich ist das mit Arbeit verbunden, aber als Fachlehrer kann man sich zum Beispiel in den Naturwissenschaften neuen fachlichen Erkenntnissen auch nicht verweigern, wenn man den eigenen Beruf wirklich ernst nimmt. </p>

<p>Es ist nicht so, dass man sich zur&#252;cklehnen und entscheiden kann, ob einen als Lehrer dieser Leitmedienwechsel betrifft oder nicht, ob man diesem gegen&#252;ber Kompetenzen erwerben m&#246;chte oder nicht. Diese Entscheidung mag mir als Privatperson m&#246;glich sein; will ich meinem Erziehungsauftrag angemessen nachkommen, muss ich zum kompetenten Umgang mit dem Leitmedium in der Lage sein. </p>

<p>Ich kann mich als Lehrer ja auch nicht weigern, B&#252;cher oder Fachzeitschriften in die Hand zu nehmen, wenn ich den Beruf ernst nehme. </p>

<p>Ich stelle mir vor, Automechaniker verhielten sich wie manche Lehrer, sie w&#252;rden sich weigern, von ihren mechanischen Reparaturkompetenzen auf Mechatronik umzustellen, sie w&#252;rden sich weigern, den Umgang mit Computern zu erlernen, um Fehleranalysen an der Bordelektronik eines Autos durchf&#252;hren zu k&#246;nnen: Wenn ein solcher Automechaniker nicht gerade in einer Werkstatt arbeitet, die sich auf Oldtimer spezialisiert hat, w&#252;rde er seinen Beruf verlieren. </p>

<p>Ich hielte es f&#252;r keinen Eingriff in die gesetzlich verankerte p&#228;dagogische Freiheit von Lehrerinnen und Lehrern, w&#252;rde eine Dienstanweisung ergehen, in der klar definiert ist, welche Kompetenzen der Leitmedienwechsel von Lehrenden fordert, damit dieser kompetent reflektiert und auch praktisch fruchtbar gemacht werden kann. Diese Dienstanweisung d&#252;rfte freilich nur von Leuten erarbeitet werden, denen man gen&#252;gend Wissen und F&#228;higkeiten zutraut, dies angemessen zu tun, also nicht von Politikern, die sich E-Mails nach wie vor ausdrucken lassen <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

<p>Ich hielte es f&#252;r keinen Eingriff in die gesetzlich verankerte p&#228;dagogische Freiheit von Lehrerinnen und Lehrern, bek&#228;me jede und jeder eine Dienstemailadresse, die verpflichtend mind. an den Tagen abzurufen w&#228;re, an denen die Kollegen in der Schule sind, wo Dienstrechner verf&#252;gbar sind. </p>

<p>Solange es aber nicht als seltsam angesehen wird, dass Lehrer und Lehrerinnen sich teilweise dem Leitmedienwechsel offensiv verweigern, solange nicht verbindlich eingefordert wird, dass Medienkompetenz ebenso wie Sprach- und Schreibkompetenz in allen F&#228;chern zu f&#246;rdern ist, solange wird sich Schule weiter ver&#228;ndern, worauf Lehrer weiter mit Restriktionen reagieren werden, um den StatusQuo zu bewahren, um die Ver&#228;nderungen vielleicht doch noch zu verhindern, wodurch die Atmosph&#228;re in den Schulen zunehmend von dem nicht reflektierten Konflikt zwischen „digitalen Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ im au&#223;erschulischen Alltag und der vor diesem Alltag „gesch&#252;tzten“ Schule gepr&#228;gt wird.</p>

<p>Der Leitmedienwechsel wird zu einer neuen Lernkultur f&#252;hren.</p>

<p>Die sich mit ihm ergebenden M&#246;glichkeiten und Risiken wollen reflektiert Einzug in die Schulwirklichkeit finden. </p>

<p>Um diesen reflektierten Umgang mit dem Leitmedienwechsel leisten zu k&#246;nnen, m&#252;ssen Lehrer und Lehrerinnen lernen. </p>

<p>Ja, das ist mit Arbeit verbunden. Aber diese Arbeit ist nicht zu vermeiden, soll sich in der Schule nicht ein Dauerkonflikt zwischen „digitalen Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ (das Vorhandensein einer dienstlichen  E-Mail-Adresse ist eine solche, der gemeinfreie Klassiker auf dem E-Book-Reader bzw. dem Smartphone oder dem Tablet ist gerade dabei eine solche zu werden) und analoger Beharrlichkeit festsetzen, der dem Auftrag der Schule und somit der P&#228;dagogen in der Schule zuwider liefe.</p>

<p>Schule „muss“ sich nicht ver&#228;ndern; Schule ver&#228;ndert sich angesichts des Leitmedienwechsels einfach; sie tut das einfach, v&#246;llig ohne „Muss“. </p>

<p>Die Frage lautet also, wie sehr die an der Gestaltung von Schule beteiligten Professionellen professionell in der Lage sind, diese Ver&#228;nderungen wahrzunehmen, zu beschreiben, zu reflektieren und dann in die Didaktik und Methodik der F&#228;cher zu integrieren. </p>

<p>Das ist f&#252;r alle Beteiligten eine Herausforderung. Und deshalb muss die Herausforderung noch umfassender beschrieben werden: Wie sehr sind Politik und gesamtgesellschaftliche Stimmungen bereit und in der Lage, den an der Gestaltung von Schule beteiligten Professionellen professionelle Fortbildungsm&#246;glichkeiten zu geben, die keine Zusatzbelastungen sind, sondern durch Entlastungen an anderen Stellen eigentlich erst erwartbar und m&#246;glich werden. </p>

<p>Solange dies nicht geschieht, ist freilich nicht unbedingt zu erwarten, dass Lehrer und Lehrerinnen die Kraft, Energie und Bereitschaft aufbringen (k&#246;nnen), sich den faktischen Ver&#228;nderungen von Schule im digitalen Kontext zu stellen; solange ist es durchaus nachvollziehbar, dass vielen Lehrer und Lehrerinnen der an „analogen Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ orientierte Schulalltag der „sicherere Grund“ zu sein scheint, auf dem sie agieren k&#246;nnen. </p>

<p>Doch von all dem unabh&#228;ngig: Schule ver&#228;ndert sich; Schule hat sich angesichts neuer „digitaler Selbstverst&#228;ndlichkeiten“ l&#228;ngst ver&#228;ndert. </p>

<p>Es ist Zeit, diese Ver&#228;nderungen reflexiv und praktisch  einzuholen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/04/computer-im-unterricht-das-digitale-paradox/" rel="bookmark" title="4. September 2011">Computer im Unterricht. Das digitale Paradox.</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/10/05/zum-weltlehrertag-2010-celebrating-the-world-teachers-day-2010/" rel="bookmark" title="5. Oktober 2010">Zum Weltlehrertag 2010 – Celebrating the World Teachers’ Day 2010</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/04/von-den-gegebenheiten-zum-traum-1-der-das-achtende-lehrer-kein-beitrag-zum-schultrojaner/" rel="bookmark" title="4. November 2011">Von den Gegebenheiten zum Traum 1: Der das © achtende Lehrer. (K)ein Beitrag zum #Schultrojaner</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/12/07/altes-buch-oder-wie-ein-schuler-schule-erlebt-gastbeitrag/" rel="bookmark" title="7. Dezember 2011">„Altes Buch“ – oder: Wie ein Sch&#252;ler Schule erlebt (Gastbeitrag)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2012/01/21/apples-bildungsinitiative-oder-vom-aufstellen-weiterer-weidezaune/" rel="bookmark" title="21. Januar 2012">Apples Bildungsinitiative oder: Vom Aufstellen weiterer Weidez&#228;une.</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.253 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy5"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Schule \u201emuss\u201c sich nicht ver\u00e4ndern; sie tut es einfach. Eine Provokation. "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2012\/01\/17\/schule-muss-sich-nicht-verandern-sie-tut-es-einfach-eine-provokation\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy5').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/2012/" title="2012" rel="tag">2012</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/21-jahrhundert/" title="21. Jahrhundert" rel="tag">21. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/analog/" title="analog" rel="tag">analog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/analyse/" title="Analyse" rel="tag">Analyse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/anwendungswissen/" title="Anwendungswissen" rel="tag">Anwendungswissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/collegeblock/" title="Collegeblock" rel="tag">Collegeblock</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/computer/" title="Computer" rel="tag">Computer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/dienstemailadresse/" title="Dienstemailadresse" rel="tag">Dienstemailadresse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/digital/" title="digital" rel="tag">digital</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/e-mail/" title="E-Mail" rel="tag">E-Mail</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/entwicklung/" title="Entwicklung" rel="tag">Entwicklung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehungsauftrag/" title="Erziehungsauftrag" rel="tag">Erziehungsauftrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fachlehrer/" title="Fachlehrer" rel="tag">Fachlehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/forderung/" title="Förderung" rel="tag">Förderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fortbildung/" title="Fortbildung" rel="tag">Fortbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/freiheit/" title="Freiheit" rel="tag">Freiheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/herausforderung/" title="Herausforderung" rel="tag">Herausforderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/information/" title="Information" rel="tag">Information</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internetzugang/" title="Internetzugang" rel="tag">Internetzugang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/klausur/" title="Klausur" rel="tag">Klausur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerin/" title="Lehrerin" rel="tag">Lehrerin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerinnen/" title="Lehrerinnen" rel="tag">Lehrerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leitmedienwechsel/" title="Leitmedienwechsel" rel="tag">Leitmedienwechsel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leitmedium/" title="Leitmedium" rel="tag">Leitmedium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernkultur/" title="Lernkultur" rel="tag">Lernkultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/material/" title="Material" rel="tag">Material</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienwandel/" title="Medienwandel" rel="tag">Medienwandel</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/methoden/" title="Methoden" rel="tag">Methoden</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/methodik/" title="Methodik" rel="tag">Methodik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreibkompetenz/" title="Schreibkompetenz" rel="tag">Schreibkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreibmaschine/" title="Schreibmaschine" rel="tag">Schreibmaschine</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuch/" title="Schulbuch" rel="tag">Schulbuch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuchverlag/" title="Schulbuchverlag" rel="tag">Schulbuchverlag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schulbuchverlage/" title="Schulbuchverlage" rel="tag">Schulbuchverlage</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/smartphone/" title="Smartphone" rel="tag">Smartphone</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tablet/" title="Tablet" rel="tag">Tablet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissensgesellschaft/" title="Wissensgesellschaft" rel="tag">Wissensgesellschaft</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2012/01/17/schule-muss-sich-nicht-verandern-sie-tut-es-einfach-eine-provokation/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Das Verb, der Satz, die Kommaregeln</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 20:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[OER / Freie Bildungsmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Fragesatz]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommaregeln]]></category>
		<category><![CDATA[Kommasetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Nebensatz]]></category>
		<category><![CDATA[Nomen]]></category>
		<category><![CDATA[Prädikat]]></category>
		<category><![CDATA[Satzreihe]]></category>
		<category><![CDATA[Subjekt]]></category>
		<category><![CDATA[Substantiv]]></category>
		<category><![CDATA[Verb]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=5223</guid>
		<description><![CDATA[Das Verb, der Satz, die Kommaregeln von Torsten Larbig steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Jeder Satz, das gilt nicht nur f&#252;r die deutsche Sprache, wird von einem Verb getragen. Diese Regel gilt sowohl &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" /></a><br /><span xmlns:dct="http://purl.org/dc/terms/" href="http://purl.org/dc/dcmitype/Text" property="dct:title" rel="dct:type">Das Verb, der Satz, die Kommaregeln</span> von <a xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#" href="http://herrlarbig.de/?p=5223" property="cc:attributionName" rel="cc:attributionURL">Torsten Larbig</a> steht unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz</a>.</em></p>

<p>Jeder Satz, das gilt nicht nur f&#252;r die deutsche Sprache, wird von <em>einem</em> Verb getragen.</p>

<p>Diese Regel gilt sowohl f&#252;r Haupt- als auch f&#252;r Nebens&#228;tze.</p>

<p>Nur wenn jemand auf die Idee kommt, Verben aufzuz&#228;hlen, kommen in einem Satz mehrere Verben vor. Solche Aufz&#228;hlungen von Verben sind aber eher selten anzutreffen. Ein Beispiel f&#252;r eine solchen Satz:</p>

<blockquote><address>Das Kind lief, lachte und keuchte durch die Stra&#223;e.</address></blockquote>

<p>Da Aufz&#228;hlungen eher weniger zu Problemen bei der Zeichensetzung f&#252;hren, um die es hier auch gehen soll, sei diese M&#246;glichkeit erw&#228;hnt, aber an dieser Stelle nicht n&#228;her in den Blick genommen.</p>

<p>Um Haupts&#228;tze und Nebens&#228;tze zu unterscheiden, lohnt es sich in der Regel einen Blick auf die Verben in einem Satz zu werfen. Das bedeutet aber auch, dass die Verben bei der Zeichensetzung hilfreich sein k&#246;nnen, wenn jemand mit dieser Probleme hat.</p>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank"><span id="more-5223"></span>Das Verb steht im Zentrum des Satzes</a>. Das Verb hat aber auch eine bestimmte Position in S&#228;tzen, die in Haupt- und Nebens&#228;tzen unterschiedlich ist.</p>

<p>In <strong>Haupts&#228;tzen</strong> steht das Verb in der Regel nach dem Subjekt <strong>an zweiter Stelle</strong> und &#252;bernimmt die Rolle des Pr&#228;dikats eines Satzes. Das Subjekt ist normalerweise mit einem Substantiv oder einem Pronomen verbunden, das an die Stelle des Substantivs (Nomens) tritt („Das Haus“ – Substantiv mit bestimmtem Artikel / Es – Pronomen, das an die Stelle des Substantivs (Nomens) „Haus“ tritt.)</p>

<p>Der Grund f&#252;r diese Positionierung des Verbs (Pr&#228;dikats) im Deutschen liegt darin, dass das Subjekt eines Satzes nicht alleine stehen kann. Ob es sich um eine Person, eine Sache oder etwas Abstraktes (Liebe z. B. ist ein abstrakter Begriff, nicht weil Liebe als Gef&#252;hl abstrakt w&#228;re, sondern weil „Liebe“ nichts ist, was einfach so auf der Stra&#223;e herum l&#228;uft, wie z. B. auch Freiheit, Unendlichkeit etc.) handelt: Das Subjekt <em>tut</em> immer etwas, ist nie ohne ein konkretes Handeln zu denken. Entsprechend steht das Verb als Pr&#228;dikat im deutschen Hauptsatz immer direkt im Anschluss an das Subjekt.</p>

<p>Eine <strong>Ausnahme</strong> gibt es von dieser Regel: In <strong>Befehlss&#228;tzen (Imperativ)</strong> und bei <strong>Fragen</strong>, in denen das gew&#252;nschte Handeln eines Subjekts besonders hervorgehoben wird, steht <strong>das Verb an erster Stelle</strong>.</p>

<blockquote><address>Gib mir bitte den Stift! (Imperativ) || Ist das Essen scharf? (Fragesatz)</address></blockquote>

<p><strong><em>Merksatz: Wenn das Verb an zweiter oder erster Stelle eines Satzes steht, so ist dieser Satz ein Hauptsatz.</em></strong> <em></em></p>

<p>In <strong>Nebens&#228;tzen</strong> hingegen steht das Verb in der Regel an der letzten Position.</p>

<blockquote><address>Krankenwagen <strong><em>fahren</em></strong> schnell, weil es darum <strong><em>geht</em></strong>, Leben zu <strong><em>retten</em></strong>. (fahren: 2. Position im Satz = Hauptsatz; geht / retten: letzte Position im Satz = Nebens&#228;tze)</address></blockquote>

<p><em><strong>Merksatz: Steht das Verb an letzter Stelle, so handelt es sich um einen Nebensatz.</strong></em></p>

<p>Ich habe schon ein paar Ausnahmen erw&#228;hnt. Diese sollen aber nicht dar&#252;ber hinweg t&#228;uschen, dass die Grundregel einfach ist: Das Verb steht in Haupts&#228;tzen in der Regel an erster oder zweiter Stelle, in Nebens&#228;tzen steht es in der Regel an letzter Stelle des Satzes.</p>

<p>Kommas werden immer dann gesetzt, wenn Haupt- und Nebens&#228;tze auftauchen. Sie werden durch ein Komma getrennt. Das gilt auch, wenn Haupts&#228;tze nicht durch einen Punkt beendet werden, sondern durch Komma voneinander getrennt werden. Die erweiterte Regel lautet also: <strong>S&#228;tze werden durch Komma getrennt, wenn zwischen ihnen kein Punkt oder ein anderes Satzzeichen steht.</strong> Das ist unabh&#228;ngig davon, ob eine Satzreihe (Haupts&#228;tze) vorliegt oder ob Haupt- und Nebens&#228;tze voneinander getrennt werde. Einzige Ausnahme: Die Haupts&#228;tze werden mit „und“ oder „oder“ miteinander verbunden.</p>

<p>Beispiele: Der Tag war sch&#246;n und die Sonne schien. (Zwei Haupts&#228;tze als Aussages&#228;tze) || Gehst du ins Kino oder gehst du ins Schwimmbad? (Zwei Haupts&#228;tze als Frages&#228;tze)</p>

<p>Solche Ausnahmen, von denen es im Deutschen bei fast jeder Regel immer welche gibt, nerven so lange, bis man den Blick auf die Verben richtet. Wenn man wei&#223;, dass kein Komma gesetzt wird, wenn S&#228;tze mit „und“ oder „oder“ verbunden sind, kann man sich immer von der Anzahl der Verben und deren Position ableiten, ob ein Haupt- oder Nebensatz vorliegt und wo Kommas gesetzt werden.</p>

<p><strong>Merksatz: Schau auf die Verben! Von ihnen abh&#228;ngige Haupt- und Nebens&#228;tze werden durch Komma getrennt, wenn nicht „und“ oder „oder“ zwei Haupts&#228;tze verbindet.</strong></p>

<p><strong> </strong>Der Vorteil des Blicks auf die Verben ist, dass dieser Blick alleine schon eine relativ gute Orientierung gibt, ob ein Komma gesetzt werden muss oder nicht. Dieser Blick kann dazu beitragen, dass Kommata richtig gesetzt werden, auch wenn man die einzelnen Begr&#252;ndungen nicht kennt, die es &#252;ber diese Regel hinaus f&#252;r die Setzung von Kommas gibt. (Ja, fr&#252;her war der Plural von „Komma“ alleine „Kommata“, heute darf man auch „Kommas“ sagen bzw. schreiben.)</p>

<p>Das hei&#223;t nicht, dass mit dieser Regel alle Arten von S&#228;tzen abgedeckt w&#228;ren, die es im Deutschen gibt, aber in sehr vielen F&#228;llen ist dieser Blick auf S&#228;tze, der sich an den Verben orientiert, sehr hilfreich.</p>

<p><strong>Merksatz: Verben geben <em>Orientierung</em> in S&#228;tzen, auch wenn es sehr kompliziert gebaute S&#228;tze sind.</strong></p>

<p>Somit bin ich nun an dem Punkt, an dem ich versuchen kann, die eine wichtige Kommaregel in Abh&#228;ngigkeit von den Verben zu formulieren:</p>

<blockquote><strong>Das Komma trennt Haupts&#228;tze (Satzreihen) oder Haupt- und Nebens&#228;tze. Jeder Haupt- oder Nebensatz enth&#228;lt in der Regel ein Verb.</strong></blockquote>

<p>Anders ausgedr&#252;ckt:</p>

<blockquote><strong>Orientiere dich bei der Frage nach der Zeichensetzung an den Verben in einem Satz. Kommt mehr als ein Verb vor und handelt es sich nicht um eine Aufz&#228;hlung von Verben, die gem&#228;&#223; der Regeln f&#252;r Aufz&#228;hlungen mit Kommas getrennt wird, muss in der Regel an der Grenze von Haupt- und Nebensatz ein Komma gesetzt werden.</strong></blockquote>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank">Das Verb steht im Zentrum des Satzes</a>. Wer einmal versteht, was diese Aussage bedeutet, wird &#252;brigens nicht nur weniger Probleme bei der Kommasetzung haben, sondern vom Verb ausgehend auch sch&#246;nere S&#228;tze schreiben; aber diese Konsequenz sei nur am Rande erw&#228;hnt.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" rel="bookmark" title="25. September 2008">»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/17/vorspiel-zum-educamp-das-motto-neue-lernkulturen-entwickeln-und-vernetzen-ecbi11/" rel="bookmark" title="17. November 2011">Vorspiel zum #Educamp – Das Motto: „Neue Lernkulturen entwickeln und vernetzen“ – #ecbi11</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/09/30/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-mondnacht/" rel="bookmark" title="30. September 2010">Gedichtinterpretation: Joseph von Eichendorff, Mondnacht</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/09/15/geordnete-insolvenz-sprachverwirrung/" rel="bookmark" title="15. September 2011">„Geordnete Insolvenz“ #Sprachverwirrung</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.594 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy8"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Das Verb, der Satz, die Kommaregeln "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/09\/22\/das-verb-der-satz-die-kommaregeln\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy8').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsch/" title="deutsch" rel="tag">deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-freie-bildungsmedien/deutsch-oer-freie-bildungsmedien/" title="Deutsch" rel="tag">Deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsche-sprache/" title="deutsche Sprache" rel="tag">deutsche Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutschunterricht-tipps/" title="Deutschunterricht Tipps" rel="tag">Deutschunterricht Tipps</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fragesatz/" title="Fragesatz" rel="tag">Fragesatz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hauptsatz/" title="Hauptsatz" rel="tag">Hauptsatz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommaregeln/" title="Kommaregeln" rel="tag">Kommaregeln</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommasetzung/" title="Kommasetzung" rel="tag">Kommasetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/lebenshilfe/" title="Lebenshilfe" rel="tag">Lebenshilfe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/nebensatz/" title="Nebensatz" rel="tag">Nebensatz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/nomen/" title="Nomen" rel="tag">Nomen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-freie-bildungsmedien/" title="OER / Freie Bildungsmedien" rel="tag">OER / Freie Bildungsmedien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/praedikat/" title="Prädikat" rel="tag">Prädikat</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satzreihe/" title="Satzreihe" rel="tag">Satzreihe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/oer-freie-bildungsmedien/deutsch-oer-freie-bildungsmedien/sprachreflexion/" title="Sprachreflexion" rel="tag">Sprachreflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/subjekt/" title="Subjekt" rel="tag">Subjekt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/substantiv/" title="Substantiv" rel="tag">Substantiv</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verb/" title="Verb" rel="tag">Verb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" />
		<media:content url="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/de/88x31.png" medium="image">
			<media:title type="html">Creative Commons Lizenzvertrag</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Herrn Larbigs Bibliothek 12 – James Wood: Die Kunst des Erz&#228;hlens</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/09/18/herrn-larbigs-bibliothek-12-james-wood-die-kunst-des-erzahlens/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/09/18/herrn-larbigs-bibliothek-12-james-wood-die-kunst-des-erzahlens/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 00:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herrn Larbigs Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[»Theorie«]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Figuren]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Individuum]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=7662</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe nun ja schon eine ganze Reihe an B&#252;chern dar&#252;ber gelesen, „wie Schriftsteller zu Werke gehen“ (Herlinde K&#246;lbl), was einen guten Roman ausmacht, wodurch Gedichte gepr&#228;gt sind. Mir ist noch kein Buch &#252;ber das Lesen und Schreiben von Literatur &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/18/herrn-larbigs-bibliothek-12-james-wood-die-kunst-des-erzahlens/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Wood_KunstDesErzaelens.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7663" title="Wood_KunstDesErzaelens" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Wood_KunstDesErzaelens.jpg" alt="" width="72" height="110" /></a> Ich habe nun ja schon eine ganze Reihe an B&#252;chern dar&#252;ber gelesen, „wie Schriftsteller zu Werke gehen“ (<a href="http://www.amazon.de/Schreiben-Schriftsteller-gehen-Fotografien-Gespr&#228;che/dp/3896600419" target="_blank">Herlinde K&#246;lbl</a>), was einen guten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roman">Roman</a> ausmacht, wodurch <a title="&#220;ber das (schulische) Interpretieren von Gedichten" href="http://herrlarbig.de/2010/12/06/ueber-das-schulische-interpretieren-von-gedichten/" target="_blank">Gedichte</a> gepr&#228;gt sind.</p>

<p>Mir ist noch kein Buch &#252;ber das Lesen und Schreiben von Literatur begegnet, nach dessen Lekt&#252;re mein Arbeitsplatz so hell von „Kronleuchtern“ bestrahlt wurde, die mir w&#228;hrend der Lekt&#252;re aufgegangen sind.</p>

<p>Gleichzeitig wei&#223; ich , dass dieses Buch noch mehrfach zu lesen sein wird, um seinen Tiefgang, seine Differenziertheit und all seine Anregungen wirklich f&#252;r meinen Alltag fruchtbar zu machen.</p>

<p>Die Erstlekt&#252;re von <a href="http://www.rowohlt.de/magazin_artikel/James_Wood_Die_Kunst_des_Erzaehlens.2958054.html" target="_blank">James Woods „Die Kunst des Erz&#228;hlens“</a> hat mich gefesselt.<span id="more-7662"></span> Ich habe in diesem Buch nichts Neues erfahren, aber das Bekannte in einer Weise dargestellt bekommen, dass es mir nunmehr wieder unbekannt, fremd, einer erneuten Entdeckung wert scheint. Was <a href="http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_gat/d_epik/strukt/erzpers/erzpers_3_1.htm" target="_blank">personale Erz&#228;hlperspektive</a> bedeutet, welche Bedeutung <a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&amp;dig=2009/01/10/a0108&amp;cHash=1bfd16a017" target="_blank">Flaubert</a> f&#252;r den modernen Roman hat, was es mit den Details, den Figuren, der Sprache, der Gestaltung von Dialogen, der Frage nach Wahrheit im Roman auf sich hat, wird von Wood erfrischend verst&#228;ndlich dargestellt.</p>

<p>in 123 &#252;bersichtlichen Abschnitten (Kapiteln) kommt Wood auf 240 Seiten auf den Punkt; und das st&#228;ndig. Dabei behauptet Wood nicht, dass Literatur die L&#246;sung aller Probleme sei, die es auf der Welt gibt. Aber er kommt zu einem Schluss, den ich voll und ganz teile: „Durch die Literatur werden wir zu besseren Beobachtern“.</p>

<p>Dies gilt bestimmt dann, wenn  wir wissen, wie wir Literatur, ob nun Lyrik oder Prosa, f&#252;r uns selbst erschlie&#223;en k&#246;nnen. Woods liefert einen beeindruckenden Beitrag, der dazu beitr&#228;gt, dass wir vielleicht den einen oder anderen Roman f&#252;r uns besser erschlie&#223;en k&#246;nne.</p>

<p>Andererseits ist „Die Kunst des Erz&#228;hlens“ ein Buch f&#252;r alle, die jenseits esoterischer Heilsversprechungen sich selbst dem kreativen Schreiben aussetzen. Wood zeigt Perspektiven auf, die den Leser seines Werkes nicht nur zu genaueren (=besseren) Lesern und Beobachtern machen, sondern auch f&#252;r Schreibende vielf&#228;ltige Anregungen enthalten, wie ein Text zu einem guten Text werden kann.</p>

<p>Eine gro&#223;artige Bereicherung f&#252;r alle „Hardcore“-Leser, die noch genauer lesen, noch mehr Details entdecken, noch mehr dar&#252;ber erfahren wollen, wie ein Roman funktioniert.</p>

<p>Eine gro&#223;artige Bereicherung f&#252;r alle Leser, die von Literatur fasziniert sind, aber 1. nicht genau wissen, warum eigentlich und die sich 2. fragen, ob es ein Handwerk des Schreibens gibt.</p>

<p>Woods gibt nicht nur klare Antworten, aber er zeigt Perspektiven auf, die dem Leser und der Leserin Anhaltspunkte f&#252;r die Reise durch literarische Welten bieten wollen, damit das Individuum nicht zuletzt im Sog digitaler Welten verloren geht.</p>

<blockquote><address>James Wood, Die Kunst des Erz&#228;hlens. Mit einem Vorwort von Daniel Kehlmann, Reinbek bei Hamburg (Rowohlt) 2011, 240 Seiten f&#252;r 19,95 Euro. (Mit einem Vorwort von Daniel Kehlmann; &#252;bersetzt aus dem Englischen von Imma Klemm unter Mitwirkung von Barbara Hofmeister.)</address></blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/07/28/herrn-larbigs-bibliothek-10-tino-hanekamp-so-was-von-da/" rel="bookmark" title="28. Juli 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 10 – Tino Hanekamp: So was von da</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/06/27/herrn-larbigs-bibliothek-8-peter-handke-der-grose-fall/" rel="bookmark" title="27. Juni 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 8 – Peter Handke: Der gro&#223;e Fall</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/" rel="bookmark" title="27. Oktober 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 1: Rainald Goetz – Abfall f&#252;r alle</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/28/herrn-larbigs-bibliothek-2-tania-blixen-babettes-fest/" rel="bookmark" title="28. Oktober 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 2 – Tania Blixen: Babettes Fest</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/20/du-wirst-staendig-ueberwacht-morton-rhues-boot-camp/" rel="bookmark" title="20. September 2008">Du wirst st&#228;ndig &#252;berwacht – Morton Rhues »Boot Camp«</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.380 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy11"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Herrn Larbigs Bibliothek 12 \u2013 James Wood: Die Kunst des Erz\u00e4hlens "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/09\/18\/herrn-larbigs-bibliothek-12-james-wood-die-kunst-des-erzahlens\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy11').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bibliothek/" title="Bibliothek" rel="tag">Bibliothek</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/figuren/" title="Figuren" rel="tag">Figuren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedichte/" title="Gedichte" rel="tag">Gedichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/herrn-larbigs-bibliothek/" title="Herrn Larbigs Bibliothek" rel="tag">Herrn Larbigs Bibliothek</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/individuum/" title="Individuum" rel="tag">Individuum</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kunst/" title="Kunst" rel="tag">Kunst</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/macht/" title="Macht" rel="tag">Macht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/moderne/" title="Moderne" rel="tag">Moderne</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ort/" title="Ort" rel="tag">Ort</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/perspektive/" title="Perspektive" rel="tag">Perspektive</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schriftsteller/" title="Schriftsteller" rel="tag">Schriftsteller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrheit/" title="Wahrheit" rel="tag">Wahrheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/theorie/" title="»Theorie«" rel="tag">»Theorie«</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/09/18/herrn-larbigs-bibliothek-12-james-wood-die-kunst-des-erzahlens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Wood_KunstDesErzaelens.jpg" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Wood_KunstDesErzaelens.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Wood_KunstDesErzaelens</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Kreatives Schreiben in der Schule</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2011/08/30/kreatives-schreiben-in-der-schule/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2011/08/30/kreatives-schreiben-in-der-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 21:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[kreatives Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibideen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kriterium]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrende]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibstil]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[sprechen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=6135</guid>
		<description><![CDATA[Kleinere Kurse im kreativen Schreiben gebe ich seit einigen Jahren immer wieder einmal. Ich habe zwar kein Zertifikat, dass ich das kann, aber zum Gl&#252;ck traut man einem Deutschlehrer in der Regel zu, dass er unter Umst&#228;nden wei&#223;, was er tut, &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/30/kreatives-schreiben-in-der-schule/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleinere Kurse im kreativen Schreiben gebe ich seit einigen Jahren immer wieder einmal. Ich habe zwar kein Zertifikat, dass ich das kann, aber zum Gl&#252;ck traut man einem Deutschlehrer in der Regel zu, dass er unter Umst&#228;nden wei&#223;, was er tut, wenn er nicht nur Texte dem &#252;benden Analyseskalpell der Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen zuf&#252;hrt, sondern auch die k&#252;nstlerische Seite des Schreibens in den Blick nimmt.</p>

<p>Schreiben als Kunst, deren Gegenstand die Literatur ist, verstehe ich<span id="more-6135"></span> dabei nicht im Sinne einer geheimnisvollen Begabung, die einen Menschen zum Schreiben bef&#228;higt. Im Zentrum steht die Erm&#246;glichung eines individuellen, pers&#246;nlichen Ausdrucks mittels der pers&#246;nlichen Sprache in erz&#228;hlender, fiktionaler Art und Weise. Es geht nicht um Genies, es geht um die Lust am Schreiben.</p>

<p>Beginnt <a href="http://www.pramper.at/bibliothek/bibliothek_5/SCHREIBWERKSTATT.pdf" target="_blank">ein solcher Kurs</a>, gilt es jedes Mal zun&#228;chst einige Hemmschwellen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu &#252;berwinden. Die gr&#246;&#223;te H&#252;rde, die es dabei zu &#252;berwinden gilt, ist, dass Menschen in Kursen in der Regel davon ausgehen, dass es ein „richtig“ und ein „falsch“ gibt. Und dann werden Aufgaben gestellt, deren Ziel es ist, das Schreiben zu befreien. F&#252;r viele ist das erst einmal ungewohnt.</p>

<p>Es ist relativ egal, ob es sich um Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen handelt oder um Studenten und Studentinnen, um Erwachsene oder Jugendliche: Der Weg, bis dem Kursleiter geglaubt wird, dass man wirklich die eigene Phantasie anstrengen darf und nicht Antworten liefern muss, von denen man ausgeht, dass sie von den Lehrenden geh&#246;rt werden wollen, ist ein langer Weg. Doch er lohnt sich.</p>

<p>Zum einen entdecke ich auf diesem Weg immer wieder, dass Lernende scheinbar immer davon ausgehen, dass Lehrende genauste Vorstellungen haben, wie das Produkt eines Lernweges aussehen soll und dass jeder Arbeitsauftrag nur den einen Zweck hat, wie in einem Mysteryspiel das Geheimnis zu knacken, welches jeweils unterrichtende Lehrer und Lehrerinnen versteckt halten wollen.</p>

<p>Dieses Problem habe ich auch anderen Stellen des Unterrichts. Ja, in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung ist das meiste meistens sehr eindeutig (geregelt), aber wie ist das mit der „richtigen“ Interpretation? Der Lehrer sagt zwar, es g&#228;be nicht <em>die</em> richtige, sonderen nur nachvollziehbare, weniger nachvollziehbar und gar nicht nachvollziehbare Deutungen literarischer Texte, aber welcher Sch&#252;ler glaubt das dem Lehrer?</p>

<p>Nein, nein, wenn ein Lehrender in der Schule sagt, der erste Leseeindruck k&#246;nne durchaus als Zugang zum pers&#246;nlichen und dennoch nachvollziehbaren Verst&#228;ndnis eines Gedichtes genutzt werden, dann ist das bestimmt nur ein Trick. Dann will  er nur so tun, dass die Leser (vor allem, wenn es Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen sind) gegen&#252;ber einem Gedicht Souver&#228;nit&#228;t haben, um dann durch die Hintert&#252;r doch wieder die eine verbindliche Lesart einzuf&#252;hren. Da lese ich doch lieber die im Netz verf&#252;gbaren Interpretationen, schreibe meine so &#228;hnlich und bin auf der sicheren Seite, weil ich das Gedicht dann so verstehe, wie es viele tun. Und das ist es doch, was in der Schule z&#228;hlt…</p>

<p>Wo in der Schule wird denn der pers&#246;nliche Ausdruck gef&#246;rdert und erwartet, der dann auch noch fiktional sein darf?</p>

<p>In den meisten F&#228;llen gelingt es fr&#252;her oder sp&#228;ter die H&#252;rde zu &#252;berwinden. Oft kommen auch Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen an den Punkt, dass sie nicht nur kurzfristige &#220;bungen zum kreativen Schreiben mitmachen, sondern auch bereit sind, mittelfristig an eigenen literarischen Texten zu arbeiten.</p>

<p>Kreatives Schreiben in der Schule hat f&#252;r mich entsprechend folgende Aufgaben, wobei die hier entstehende Liste keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit erhebt:</p>

<ul>
    <li>Kreatives Schreiben ermutigt die Entwicklung eines pers&#246;nlichen Schreibstils und eines pers&#246;nlichen Ausdruchsverm&#246;gens im Medium der Schriftsprache.</li>
    <li>Kreatives Schreiben gibt Freiheit bei Themenwahl und Textgestaltung.</li>
    <li>Kreatives Schreiben vermittelt Techniken, die helfen, kreatives Potential zu entwickeln und auszusch&#246;pfen.</li>
    <li>Kreatives Schreiben macht Spa&#223; und f&#246;rdert den spielerischen Umgang mit der Sprache.</li>
    <li>Kreatives Schreiben fordert und f&#246;rdert genaue Beobachtungen, die in Sprache nachgezeichnet werden, sodass lesend Bilder bei Zuh&#246;rern oder Lesern entstehen.</li>
    <li>Kreatives Schreiben bedient sich konkreter &#220;bungen, deren Ausgestaltung rational nachvollziehbar sind.</li>
    <li>Kreatives Schreiben hat keinen (psycho)therapeutischen Anspruch.</li>
    <li>Nebeneffekte des kreativen Schreibens sind der oft leichtere Zugang zu literarischen Texten in anderen Zusammenh&#228;ngen, die steigende Qualit&#228;t eigener Texte und h&#228;ufig auch eine signifikante Erweiterung des Wortschatzes, wenn entsprechende &#220;bungen vermittelt werden.</li>
    <li>Individuell steigert kreatives Schreiben die eigene Reflexionsf&#228;higkeit, indem es den Wortschatz und damit die Ausdrucksf&#228;higkeit differenziert, die Genauigkeit der Benennung von Ph&#228;nomene f&#246;rdert und sowohl die Beobachtung des Selbst als auch der Umwelt genauer werden l&#228;sst.</li>
</ul>

<p>Neben dem individuellen Schreibprozess ist das Ziel des kreativen Schreibens die &#214;ffentlichkeit in unterschiedlichen Formen, denn Schreiben als Kunstform kommt erst dort zu sich selbst, wo sich Texte einem Publikum stellen m&#252;ssen, sei es in einer Ausstellung von Texten (z. B. Gedichten, die visuelle oder auditiv gestaltet sind), sei es in einer (schul)&#246;ffentlichen Lesung, in der Ergebnisse vorgestellt werden, sei es im Rahmen jahreszeitlicher Veranstaltungen, die eine &#214;ffentlichkeit f&#252;r Texte bieten k&#246;nnen.</p>

<p>Das erstaunliche ist, wie viele, die mit einem solchen Programm des kreativen Schreibens in Kontakt kommen, die Erfahrung machen, dass diese Art des Umgangs mit Sprache sehr anspruchsvoll ist, sehr viel verlangt und zu Ergebnissen f&#252;hrt, die anhand von Kriterien auf ihre Qualit&#228;t hin reflektiert werden k&#246;nnen.</p>

<p>So ist eines der zentralen Kriterien in dem aus dem englischen entlehnten Satz „Zeigen, nicht erz&#228;hlen / behaupten“ (<a href="http://jerz.setonhill.edu/writing/creative1/showing/" target="_blank">Show, don&#8217;t tell</a>) enthalten. Im Zentrum steht also die Kompetenz, Sprachfl&#228;chen bzw. -r&#228;ume so zu gestalten, dass im Zeigen (Show) beim Lesenden Prozesse ausgel&#246;st werden, die das Erz&#228;hlte zu einer Erfahrung des Lesers machen.</p>

<p>Es ist ein Unterschied, ob ich erz&#228;hle (behaupte): „Heute ist sch&#246;nes Wetter.“ oder ob ich etwas zeige, das den Lesenden zu dem Schluss kommen l&#228;sst, dass da aber sch&#246;nes Wetter ist, ihm aber auch die Freiheit zu der Entscheidung l&#228;sst, ob der das gezeigte Wetter als „sch&#246;n“ bezeichnen will oder nicht, den Lesenden also nicht bevormundet.</p>

<p>Konkret:</p>

<div>
<ul>
    <li>Das Wetter ist sch&#246;n. (erz&#228;hlt / behauptet)</li>
    <li>Aus dem von V&#246;geln besungenem D&#228;mmerlicht des Morgens erhebt sich langsam die Sonne und streift die feuchten Schleier aus den feuchten Augen, die ein warmer Sommerregenschauer auf den Wiesen der Flussaue hinterlassen hatte. W&#228;hrend Kaffeeduft schon in ihre Nase drang, drehte sie sich noch einmal auf die andere Seite. Es w&#252;rde bestimmt noch eine halbe Stunde dauern, bis er mit frischen Br&#246;tchen aus dem Dorf im Tal zur&#252;ck sein w&#252;rde. Sie hatte also noch Zeit, den V&#246;geln zu lauschen und den eigenen Geruch eines beginnenden Sommertages in sich aufzusaugen. Noch wusste sie nicht, dass sie ihn nie mehr wieder sehen w&#252;rde… (gezeigt / <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Show,_don't_tell" target="_blank">show</a>)</li>
</ul>
Um dieses zentrale Kriterium zur qualitativen Einsch&#228;tzung von Texten, die im Rahmen des kreativen Schreibens entstehen, werden dann &#220;bungen entwickelt und einge&#252;bt, die es m&#246;glich machen, angemessen differenzierte Ausdrucksweisen zu finden.

</div>

<p>Eine solche &#220;bung kann zum Beispiel so aussehen:</p>

<p>„Beschreibe sachlich und m&#246;glichst genau das Wetter am Morgen eines beliebigen Tages. Finde anschlie&#223;end vierzehn M&#246;glichkeiten, anderen so von diesem Wetter zu erz&#228;hlen, dass sie sich ein Bild und ein Urteil &#252;ber das Wetter bilden k&#246;nnen. Dabei darfst du nicht behaupten, dass das Wetter gut oder schlecht sei.”</p>

<p>Nat&#252;rlich sind auch &#220;bungen im ganz freien, tendenziell im „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Écriture_automatique" target="_blank">automatischen Schreiben</a>“ notwendig, um den Prozess des kreativen Flows zu unterst&#252;tzen bzw. &#252;berhaupt erst einmal erfahrbar zu machen, doch m&#252;ssen solche &#220;bungen, um zu einem nachvollziehbaren Kompetenzaufbau beitragen zu k&#246;nnen, mit &#220;bungen zur Wortschatzbildung, zur situativen Beobachtung, zum Kennenlernen von stilistischen Gestaltungsformen (Stilmitteln) intensiv begleitet werden, um so zu einem wirklich pers&#246;nlichen Schreibstil zu gelangen.</p>

<p>Diese Freiheit aber braucht &#220;bungen, die ihr die Grenzen bieten, die als Gel&#228;nder Halt bieten, wenn sich Schreibende auf das Terrain eigener kreativer M&#246;glichkeiten begeben. Und so ziemlich jeder ernsthaft schreibende Autor kennt diese Spannung zwischen Freiheit und formaler (Selbst)Begrenzung, die didaktisch und methodisch vom Lehrer des kreativen Schreibens reflektiert und f&#252;r den Unterricht angemessen gestaltet werden muss. Goethe bringt diese Spannung in dem Gedicht „Natur und Kunst“ auf den Punkt, wenn er den Terzetten des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonett" target="_blank">Sonetts</a> schreibt:</p>

<blockquote>
<div>

[…]

</div>
<address>So ist&#8217;s mit aller Bildung auch beschaffen:</address><address>Vergebens werden ungebundne Geister</address><address>Nach der Vollendung reiner H&#246;he streben.</address><address> </address><address>Wer Gro&#223;es will, mu&#223; sich zusammenraffen:</address><address>In der Beschr&#228;nkung zeigt sich erst der Meister,</address><address>Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.</address></blockquote>

<p>&nbsp;</p>

<p>Weitere Beitr&#228;ge zum Thema auf herrlarbig.de gibt es <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/kreatives-schreiben/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://herrlarbig.de/category/herr-larbig/selbstgespraeche/" target="_blank">hier</a>.</p>

<p><em>Literatur: </em></p>

<ul>
    <li><em>Mihaly Csikszentmihalyi: <em>Kreativit&#228;t.</em> Stuttgart 1997.
</em></li>
    <li><em>Fritz Gesing: Kreativ schreiben, Handwerk und Techniken des Erz&#228;hlens. K&#246;ln 2004.</em></li>
    <li><em>Natalie Goldberg: Schreiben in Cafés. Berlin 2006. </em></li>
    <li><em>Valentin Merkelbach: Kreatives Schreiben. Braunschweig 1993.</em></li>
    <li><em>Gabriele L. Rico: Garantiert schreiben lernen. Sprachliche Kreativit&#228;t methodisch entwickeln &#8211; ein Intensivkurs. 3. Auflage, Reinbek bei Hamburg 2004.</em></li>
    <li><em>Stephan Porombka: Das neue Kreative Schreiben. In: German as Foreign Language 2/2009, S. 167-193. <a href="http://www.gfl-journal.de/2-2009/porombka.pdf" target="_blank">PDF</a>.</em></li>
    <li><em>J&#252;rgen vom Scheidt: Kreatives Schreiben, Texte als Wege zu sich selbst und zu anderen ; Selbsterfahrung, Therapie, Meditation, Denkwerkzeug, Arbeitshilfe, Abbau von Schreibblockaden. Frankfurt am Main 1990.</em></li>
</ul>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/11/02/herrn-larbigs-bibliothek-3-laute-verse-gedichte-aus-der-gegenwart/" rel="bookmark" title="2. November 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 3: Laute Verse. Gedichte aus der Gegenwart</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" rel="bookmark" title="18. September 2009">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/21/lernen-bei-goethe/" rel="bookmark" title="21. August 2008">Lernen bei Goethe</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.950 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy14"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Kreatives Schreiben in der Schule "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2011\/08\/30\/kreatives-schreiben-in-der-schule\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy14').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutsch/" title="deutsch" rel="tag">deutsch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschlehrer/" title="Deutschlehrer" rel="tag">Deutschlehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzaufbau/" title="Kompetenzaufbau" rel="tag">Kompetenzaufbau</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/kreatives-schreiben/" title="kreatives Schreiben" rel="tag">kreatives Schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kreatives-schreiben/" title="kreatives Schreiben" rel="tag">kreatives Schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kreativitaet/" title="Kreativität" rel="tag">Kreativität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kriterium/" title="Kriterium" rel="tag">Kriterium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kunst/" title="Kunst" rel="tag">Kunst</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrende/" title="Lehrende" rel="tag">Lehrende</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerin/" title="Lehrerin" rel="tag">Lehrerin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/schreibideen/" title="Schreibideen" rel="tag">Schreibideen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreibstil/" title="Schreibstil" rel="tag">Schreibstil</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprechen/" title="sprechen" rel="tag">sprechen</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2011/08/30/kreatives-schreiben-in-der-schule/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Der Untergang des Abendlandes: Nachruf auf den Kassetten-Walkman</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/10/25/der-untergang-des-abendlands-nachruf-auf-den-kassetten-walkman/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/10/25/der-untergang-des-abendlands-nachruf-auf-den-kassetten-walkman/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 22:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Zeitgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[80er]]></category>
		<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Grammophon]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[iPod]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kassette]]></category>
		<category><![CDATA[Kassetten-Walkman]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturveränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturverfall]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Schellack]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sony]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Vinyl]]></category>
		<category><![CDATA[Walkman]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=4912</guid>
		<description><![CDATA[Als ich klein war, ging das Abendland unter. Das Abendland geht &#252;berhaupt st&#228;ndig unter. Und wenn es sich dann irgendwann einmal wirklich still und leise von dannen macht, kann jeder sagen, er habe es ja schon immer gesagt. Aber als &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/10/25/der-untergang-des-abendlands-nachruf-auf-den-kassetten-walkman/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich klein war, ging das Abendland unter. Das Abendland geht &#252;berhaupt st&#228;ndig unter. Und wenn es sich dann irgendwann einmal wirklich still und leise von dannen macht, kann jeder sagen, er habe es ja schon immer gesagt. Aber als ich klein war, erlebte ich zum ersten Mal, wie das Abendland unterging, damals, 1979, <span id="more-4912"></span>als der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,725030,00.html" target="_blank">Kassetten-Walkman</a> von Sony auf den Markt gebracht wurde. Und kurze Zeit sp&#228;ter ging das Abendland wieder unter. Wieder war der Verfall der Musikkultur zu verdanken. Es kamen die Musik-CDs auf den Markt. Seit dem habe ich gelernt, dass das Abendland der Dauerverfall ist, obwohl es nur ein st&#228;ndiger Wandel ist. Aber das wurde mir damals noch nicht gesagt.</p>

<p>Heute wei&#223; ich, dass das Abendland auch schon fr&#252;her unterging: Als der Fernseher auftauchte, als die Beatles sangen, als die Studenten 68/69 auf die Stra&#223;e gingen, als in Woodstock gefeiert wurde, als Willy Brandt Bundeskanzler wurde, als das Privatfernsehen kam, als der Computer die Privatwohnungen st&#252;rmte, als die Handystrahlung die Gehirne aufweichte, als das Internet die Menschheit zu verdummen begann, als soziale Netzwerke in Mode kamen…</p>

<p>Und nun ist doch nicht das Abendland untergangen, sondern die Herstellung des Kassetten-Walkmans eingestellt worden. Wer h&#228;tte 1980 gedacht, dass das Abendland die Kassetten-Walkmen &#252;berleben w&#252;rde, ohne das die Menschenmassen mit den Kopfh&#246;hrern allesamt v&#246;llig ertaubt sind? 1980 h&#228;tte da niemand gedacht, denn 1980 war die Welt noch in Ordnung, da wusste man wenigstens noch, wie b&#246;se Kassetten-Walkmen sind, wie sehr sie Jugend verderben w&#252;rden.</p>

<p>Nun, die Jugend von damals steht heute im Berufsleben, wurde zumindest nicht in der Masse verdorben, h&#246;rt sehr oft noch sehr gut und hatte als erste Generation das Privileg, ohne Ghetto-Blaster dennoch seine eigene Filmmusik zum Geschehen um sich her gehabt zu haben.</p>

<p>Erst seit Mobiltelefone Lautsprecher haben, kehrt die Kollektiv- und Zwangsbeschallung Unbeteiligter wieder zur&#252;ck, beim Walkman waren das h&#246;chstens Mal die B&#228;sse, die an die Ohren der Nachbarn drangen. Auch das konnte nerven.</p>

<p>Kassetten, das waren diese rechteckigen Plastikh&#252;llen mit zwei L&#246;chern drinnen und in ihnen gab es d&#252;nnes, braunes Magnetband, das sich gerne mal am Tonkopf verhedderte. Ach, war das sch&#246;n: Das Tonband aus der Kassette ziehen und als braunes Lametta aufh&#228;ngen. Aber das ist vorbei. Die Kassette ist ziemlich tot. Und so ist es nur logisch, dass Sony nun die Herstellung des Kassetten-Walkmans einstellt.</p>

<p>Nun, da dieser Kultgegenstand verschwunden ist, in Frankfurts Innenstadt gibt einen Bettler, der hat noch so einen und scheinbar eine Kassette und den ganzen Tag die Kopfh&#246;rer auf und manchmal kann man h&#246;ren, dass er tats&#228;chlich Musik h&#246;rt, geht das Abendland dann ja vielleicht wirklich unter. Oder ist es der iPod, das Subnotebook, das Privatfernsehen oder gar die »Gratiskultur« im Internet, die das Abendland gerade jetzt gef&#228;hrden?</p>

<p>Wir haben den Kassetten-Walkman &#252;berlebt. Im R&#252;ckblick kommt mit seinem Verschwinden sogar Melancholie auf, hatten wir uns doch schlie&#223;lich mit ihm angefreundet, als die Lieder im Radio noch ohne in die Lieder rein sprechende Moderatoren ausgespielt wurden, als wir an den Kassettenger&#228;ten sa&#223;en und jedes Mal fluchten, wenn wir eine Zehntel Sekunde zu sp&#228;t die Aufnahme gestartet oder gestoppt hatten…</p>

<p>Das Ende hat sich schon seit l&#228;ngerem abgezeichnet: Als erste CD-Walkmen auf den Markt kamen, als die geniale, aber sich wirklich durchsetzende Mini-Disc digitale Audioaufnahmen erm&#246;glichte, als der MP3-Player aufkam, als der iPod am 23. Oktober 2001 erschien. Die Kassette war eine Zwischenstation auf dem Evolutionsweg hin zum Homo Sapiens Digitalittis, wie einst das Grammophon, die Schellackplatte… Nur Vinyl-Platten haben &#252;berlebt, sind zum Kult geworden. Und in Zukunft? Das Abendland wird weiter dauernd untergehen, bis dann mal jemand sagen kann, er habe es ja schon immer gesagt, die Jugend wird, wie schon seit Jahrtausenden, st&#228;ndig neuen, die Kultur gef&#228;hrdenden Einfl&#252;ssen ausgesetzt und wird die Jugend nach sich wiederum solchen die Kultur gef&#228;hrdenden Einfl&#252;ssen ausgesetzt sehen und diese wird wieder…</p>

<p>Wir haben dich &#252;berlebt, lieber Kassetten-Walkman. Wir h&#246;ren noch. Und manche werden melancholisch, dass diese Zeit nun vorbei ist. Aber die Polaroid-Kamera war ja auch schon f&#252;r tot erkl&#228;rt worden, die Schallplatte galt als &#252;berholt und sogar den Bleistift benutzen wir nach wie vor (gerne).</p>

<p>Die Kultur geht weiter, die Musik geht weiter, der Kulturverfall geht weiter, das „Die Jugend wird immer schlimmer“ geht weiter, das Schreiben geht weiter, das Nicht-Gerne-Lesen geht weiter, die Leseratten gibt es weiter…</p>

<p>Lieber Kassetten-Walkman, mach&#8217;s gut. Bis bald – oder?</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/07/28/herrn-larbigs-bibliothek-10-tino-hanekamp-so-was-von-da/" rel="bookmark" title="28. Juli 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 10 – Tino Hanekamp: So was von da</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/" rel="bookmark" title="27. Oktober 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 1: Rainald Goetz – Abfall f&#252;r alle</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" rel="bookmark" title="23. September 2008">Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/18/das-gedruckte-buch-ist-nicht-am-ende/" rel="bookmark" title="18. Mai 2009">Das gedruckte Buch ist nicht am Ende</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/21/beim-hoeren-autoren-entdecken/" rel="bookmark" title="21. August 2008">Beim H&#246;ren Autoren entdecken</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.818 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy17"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Der Untergang des Abendlandes: Nachruf auf den Kassetten-Walkman "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/10\/25\/der-untergang-des-abendlands-nachruf-auf-den-kassetten-walkman\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy17').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/20-jahrhundert/" title="20. Jahrhundert" rel="tag">20. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/80er/" title="80er" rel="tag">80er</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/audio/" title="Audio" rel="tag">Audio</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/cd/" title="CD" rel="tag">CD</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/computer/" title="Computer" rel="tag">Computer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/digital/" title="digital" rel="tag">digital</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fernsehen/" title="Fernsehen" rel="tag">Fernsehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/film/" title="Film" rel="tag">Film</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammophon/" title="Grammophon" rel="tag">Grammophon</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ipod/" title="iPod" rel="tag">iPod</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendkultur/" title="Jugendkultur" rel="tag">Jugendkultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kassette/" title="Kassette" rel="tag">Kassette</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kassetten-walkman/" title="Kassetten-Walkman" rel="tag">Kassetten-Walkman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/politikzeitgeschichte/kommentar/" title="Kommentar" rel="tag">Kommentar</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturveraenderung/" title="Kulturveränderung" rel="tag">Kulturveränderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturverfall/" title="Kulturverfall" rel="tag">Kulturverfall</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leben/" title="Leben" rel="tag">Leben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mp3/" title="MP3" rel="tag">MP3</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/musik/" title="Musik" rel="tag">Musik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/netzwerk/" title="Netzwerk" rel="tag">Netzwerk</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/politikzeitgeschichte/" title="Politik/Zeitgeschichte" rel="tag">Politik/Zeitgeschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/radio/" title="Radio" rel="tag">Radio</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schellack/" title="Schellack" rel="tag">Schellack</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sony/" title="Sony" rel="tag">Sony</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/soziale-netzwerke/" title="soziale Netzwerke" rel="tag">soziale Netzwerke</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vinyl/" title="Vinyl" rel="tag">Vinyl</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/walkman/" title="Walkman" rel="tag">Walkman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeit/" title="Zeit" rel="tag">Zeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zukunft/" title="Zukunft" rel="tag">Zukunft</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/10/25/der-untergang-des-abendlands-nachruf-auf-den-kassetten-walkman/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Bin&#228;re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers „Payback“</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 May 2010 15:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Begrenztheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Rumpf]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Payback]]></category>
		<category><![CDATA[Phaidros]]></category>
		<category><![CDATA[Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2715</guid>
		<description><![CDATA[Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich nicht bereit bin, meine geistigen F&#228;higkeiten von au&#223;en kommenden Informationsfluten unterzuordnen. Ich reguliere den Zufluss an E-Mails, pflege regelm&#228;&#223;ig meine Follower-Liste auf Twitter, indem ich jeden „Marketingexperten“, „Haben Sie Erfolg im &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was mich angeht, so muss ich bekennen, dass ich nicht bereit bin, meine geistigen F&#228;higkeiten von au&#223;en kommenden Informationsfluten unterzuordnen.</p>

<p>Ich reguliere den Zufluss an E-Mails, pflege regelm&#228;&#223;ig meine Follower-Liste auf Twitter, indem ich jeden „Marketingexperten“, „Haben Sie Erfolg im Web“ und sonstigen selbst ernannten Guru, der mir folgt, l&#246;sche, auch wenn ich gar nicht gezwungen bin, ihm auch zu folgen. SMS setze ich sparsam ein, Feeds laufen nicht mehr als 100 pro Tag ein, von denen ich mir vielleicht 10 n&#228;her anschaue und die Texte lese. Facebook war ein kurzes Intermezzo, da es gegen&#252;ber Twitter f&#252;r mich keinen Mehrwert brachte und mich zudem mit seinem Verst&#228;ndnis von „Datenschutz“ in Rage brachte. Ich habe diesen Verzicht und die Reduktion der Informationsfl&#252;sse, die t&#228;glich bei mir ankommen noch keinen Tag bereut.  – Wie einst die Fl&#252;sse reguliert wurden, um Hochwasser zu vermeiden, habe ich mich fr&#252;hzeitig entschlossen, den Informationsfluss zu regulieren, auf dass er mich nicht &#252;berschwemmen m&#246;ge.</p>

<p>Und dennoch: Ohne Computer kann ich mir weder die Kommunikation mit anderen Menschen noch meine allt&#228;gliche Arbeit mehr vorstellen. Ohne Suchmaschinen, es muss ja nicht immer Google sein, w&#252;rde ich mich wahrscheinlich neu orientieren m&#252;ssen, bin aber guter Dinge, dass dies gelingen k&#246;nnte, denn ich geh&#246;re noch zu denen, die einen Zettelkastenkatalog in Bibliotheken zu nutzen gelernt haben.</p>

<p>Und dabei bin ich viel j&#252;nger als Frank Schirrmacher, dem die Navigation in digitalen Welten zumindest ansatzweise eine &#220;berforderung zu sein scheint. So zumindest mein Eindruck beim Lesen seines Buches „Payback. Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht wollen, und wie wir die Kontrolle &#252;ber unsere Daten zur&#252;ckgewinnen“. Schirrmacher schreibt: „Ich werde [von der Masse digital eingehender Daten TL] aufgefressen“ (S. 15), auch wenn er seinen digitalen Bankrott noch nicht erkl&#228;rt.</p>

<p>„Die digitale Gesellschaft ist im Begriff, ihr Innenleben umzuprogrammieren. Auf der ganzen Welt haben Computer damit begonnen, ihre Intelligenz zusammenzulegen und ihre inneren Zust&#228;nde auszutauschen; und seit ein paar Jahren sind die Menschen ihnen auf diesem Weg gefolgt. Solange sie sich von Maschinen treiben lassen, werden sie hoffnungslos unterlegen sein”, so Schirrmacher (S. 20), der die Angst, etwas zu verpassen, als eine der treibenden Kr&#228;fte bei diesem Prozess sieht.</p>

<p>Und &#228;hnlich, wie sich einst Platon<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_0_2715" id="identifier_0_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&bdquo;.&hellip; diese Kunst [die Erfindung der Buchstaben und damit der Schrift TL] wird Vergessenheit schaffen in den Seelen derer, die sie erlernen, aus Achtlosigkeit gegen das Ged&amp;#228;chtnis, da die Leute im Vertrauen auf das Schriftst&amp;#252;ck von au&amp;#223;en sich werden erinnern lassen durch fremde Zeichen, nicht von innen heraus durch Selbstbesinnen. Also nicht ein Mittel zur Kr&amp;#228;ftigung, sondern zur St&amp;#252;tzung des Ged&amp;#228;chtnisses hast du gefunden. Und von Weisheit gibst du deinen Lehrlingen einen Schein, nicht die Wahrheit: wenn sie vieles geh&amp;#246;rt haben ohne Belehrung, werden sie auch viel zu verstehen sich einbilden, da sie doch gr&amp;#246;&amp;#223;tenteils nichts verstehen und schwer zu ertragen sind im Umgang, zu D&amp;#252;nkelweisen geworden und nicht zu Weisen&ldquo; &ndash; Platon: Phaidros. In: S&amp;#228;mtliche Dialoge. Hamburg 1993, Bd. 2, S.103.">1</a></sup> beklagte, dass die Schrift das Ged&#228;chtnis schw&#228;che, da sie externe Ged&#228;chtnisse erm&#246;gliche, stellt Schirrmacher nun fest, freilich ohne auf die lange Geschichte dieses kulturkritischen Topos zu verweisen, dass nun das Denken buchst&#228;blich nach au&#223;en wandere, unser Inneres verlasse und sich auf digitalen Plattformen abspiele. – Dennoch geht Schirrmacher nicht so weit, die Chancen der neuen (&#252;brigens von Menschen gemachten) Gegebenheiten zu verneinen, auch wenn ihm deutlich eine gro&#223;e Skepsis gegen&#252;ber als notwendiges &#220;bel empfundenen digitalen Kommunikationstechnologien anzumerken ist.</p>

<p>Schirrmachers These ist dabei so zutreffend und wie auch wenig neu, wenn er von einer kognitiven Wende der Menschheit spricht, in deren Zentrum eine ver&#228;nderte Struktur des Gehirns stehen k&#246;nnte. Fast will ich antworten: Nat&#252;rlich ver&#228;ndert der Code, den wir als Mittel unserer Kommunikation verwenden, unser Denken, ja, unser gesamtes Weltbild. Wie w&#228;re sonst das westlich-lineare Weltbild denkbar, wenn nicht auf der Basis eines Buchstaben-Codes, auf Grundlage des Alphabets, dass diese Form des linearen Verst&#228;ndnisses von Wirklichkeit &#252;berhaupt erst in unsere Gehirne gebracht hat. F&#252;r jeden, der den &#220;bergang zur Alphabetschrift reflektierend miterlebte, muss es &#228;hnlich erschreckend gewesen sein, dass an die Stelle eines durch die Jahresrhythmen gepr&#228;gten Denkens, dass sich in seiner zirkul&#228;ren Strukturen in den &#246;stlichen Religionen bis heute zeugt, nun eine lineare Struktur trat. (Zu diesem Thema komme ich sp&#228;ter noch einmal zur&#252;ck.)<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_1_2715" id="identifier_1_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. hierzu: Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&amp;#252;nchen, Fink">2</a></sup></p>

<p>Was passiert, wenn man Computer und Internet nicht nur als Werkzeuge sieht, sondern als »Psychotechnologien«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_2_2715" id="identifier_2_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&amp;#252;nchen, Fink, 18.">3</a></sup> versteht? Diese Annahme scheint mir so befremdlich nicht zu sein: Es ist nicht nur so, dass Software und die auf ihr beruhenden Anwendungen, zu denen auch all die Optionen im World-Wide-Web geh&#246;ren, Arbeit abnimmt; sondern vielmehr wohl auch so, dass die Programme auch ihre Nutzer programmieren.</p>

<p>Die Form der Arbeit hat sich mit Computern und dem auf ihnen basierenden Internet v&#246;llig ver&#228;ndert und es ist heute schon kaum noch vorstellbar, wie man &#252;berhaupt je ohne diese Maschinen in der Lage gewesen sein kann, Texte zu schreiben, Wissenschaft zu betreiben und den Alltag zu bestehen.</p>

<p>Computer und (digitale) audio-visuelle Medien ver&#228;ndern das Individuum und die Gesellschaft in der heute beobachtbaren Intensit&#228;t, weil es sich nicht um isolierte Maschinen, sondern um Netzwerke handelt.</p>

<p>Alte Medien verbinden sich auf der Basis eines neuen Codes; Text, Bild und Ton werden miteinander verbunden, »um – au&#223;erhalb der leiblichen Psyche der B&#252;rger – eine elektronische Psyche zu implementieren, die uns k&#252;nftig ein kollektives Parallelbewusstsein anbieten wird«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_3_2715" id="identifier_3_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&amp;#252;nchen, Fink, 19.">4</a></sup>.</p>

<p>Auch wenn sich Schirrmacher nicht explizit auf theoretische Ans&#228;tze wie die Kerckhoves bezieht, sondern vor allem empirische Untersuchungen heranzieht und von diesen ausgehend seine Schlussfolgerungen zieht, so spricht die Empirie, zumindest in der Auswahl der Untersuchungen, die Schirrmacher auswertet, eine Sprache, die Kerckhoves medientheoretische Ans&#228;tze best&#228;tigt.</p>

<p>Erste Auswirkungen der Programmierung menschlicher Psyche durch Programme k&#246;nnten sich in den von Schirrmacher ausgewerteten Studien zeigen: Die Aufmerksamkeitsspannen, zu denen Menschen heute in der Lage sind, scheinen immer k&#252;rzer zu werden. Schon wenig komplexe Texte in gedruckter Form (und bei solchen in digitaler Form wird es nicht anders aussehen) &#252;berschreiten mit ihren Anspr&#252;chen die den Sinn erfassenden Aufnahmekapazit&#228;ten, das „Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom“ ist ein verbreitetes Krankheitsbild – nicht nur bei Kindern.</p>

<p>Schirrmachers Darstellungen von Beobachtungen und die Zusammenfassung der Ergebnisse von Studien entsprechen meinen eigenen Beobachtungen. Doch ist die gegenw&#228;rtige, digitale Form der Kommunikation schuld? Liegt die Verantwortung f&#252;r diese Ph&#228;nomene in einer Technologie, die im Internet ihren eigentlichen Ausdruck findet und als solche seit gerade 15 Jahren zu einem Massenph&#228;nomen geworden ist? Sind wir der von Kerckhove angenommenen Programmierung durch Programme quasi automatisch unterworfen oder k&#246;nnen wir ihnen auf Dauer auch in reflexiver Distanz begegnen? – Diese Fragen k&#246;nnen bislang nicht auf lange Sicht beantwortet werden.</p>

<p>Haben wir ein Problem, das durch digital vernetzte Medien erzeugt wird oder haben wir mit einem Problem zu tun, das mit einem unangemessenen Umgang mit diesen Medien zusammenh&#228;ngt? Ist die gegenw&#228;rtige Aufmerksamkeitskrise schon das Endprodukt des medialen Wandels oder eine Zwischenstation im Prozess der Integration der neuen Informationsstr&#246;me in unsere Denkstrukturen? – Wir wissen es nicht. Und weil wir es nicht wissen, sind Denkschriften wie die Schirrmachers und die reflexive Auseinandersetzung mit Stimmen wie seiner notwendig.</p>

<p>Wir brauchen den die medialen Ver&#228;nderungen begleitenden Denkprozess, die Zeiten und R&#228;ume, in denen wir Abstand von genutzten Alltagsmedien nehmen und uns den eigenen Umgang mit ihnen quasi „von au&#223;en“ betrachten.</p>

<p>Voraussetzung hierf&#252;r ist allerdings, dass Schirrmacher mit seiner These unrecht hat, dass das Abschalten der digitalen Kommunikationskan&#228;le zu einer Angstreaktion f&#252;hrt, die von der Sorge gepr&#228;gt ist, was man in diesen Zeiten offline alles verpassen k&#246;nnte.</p>

<p>Dass es dieses Ph&#228;nomen gibt, soll hier gar nicht bestritten werden. Aber wenn es dieses Ph&#228;nomen gibt, dann ist mit ihm die Frage verbunden, ob und wie es m&#246;glich sein kann, diesem subjektiven Abh&#228;ngigkeitsgef&#252;hl, das objektiv angesichts der Redundanz der im Netz anzutreffenden Informationen eigentlich keinen allzu gro&#223;en Realit&#228;tsgehalt haben d&#252;rfte, etwas entgegen zu setzen, dass die (intellektuelle) Autonomie des Menschen ernst nimmt. Doch zu solchen Strategien sp&#228;ter mehr. Nur soviel bereits an dieser Stelle: Wer die nicht zu bew&#228;ltigenden Datenfluten vernetzter, digitaler Medien als Problem sieht, kann sich einmal die Frage stellen, wie viele neue und vor allem f&#252;r einen selbst relevante Informationen wirklich auf diesen Kan&#228;len flie&#223;en.</p>

<p>„Es ist also schwieriger geworden, ein Buch zu lesen, weil unser Gehirn sich unter dem Druck digitaler Informationsfluten umzubauen beginnt.” – Auch ich zweifle nicht daran, dass wir eine Umstrukturierung des neuronalen Systems im Gehirn erleben. Doch meine These sieht den Grund hierf&#252;r in der grundlegend neuen Form der diese Informationen transportierenden Codes, die zwar auf der Oberfl&#228;che noch wie Buchstaben aussehen, ihrem Verhalten nach aber ausschlie&#223;lich aus den Zahlen 1 und O bestehen bzw. aus aktiven elektrischen Verbindungen und inaktiven elektrischen Verbindungen – und sich entsprechend verhalten, indem sie beispielsweise in Echtzeit von A nach B vermittelt werden k&#246;nnen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_4_2715" id="identifier_4_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. hierzu: FLUSSER, Vil&eacute;m (2002): Medienkultur. herausgegeben von: BOLLMANN, Stefan. Frankfurt am Main, 3. Aufl. 2002 (1997). Flusser beschreibt hier unter anderem auch, wie das Aufkommen des Alphabets die Strukturen des Denkens und des Bewusstsein ver&amp;#228;nderte. Er schreibt &bdquo;Es [das Alphabet TL] bildete einen Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&amp;#252;gten &amp;#252;ber historisches Bewusstsein. Der gr&amp;#246;&amp;#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von harten Gegenst&amp;#228;nden, vor allem anhand von Bildern, und dank der gesprochenen Sprache. Das hei&amp;#223;t, der gr&amp;#246;&amp;#223;te Teil der Gesellschaft lebte in einem magischen und mythischen Bewusstsein.&ldquo; (S. 45) ">5</a></sup></p>

<p>Und doch kommt Schirrmacher zu einem mir nachvollziehbaren Schluss: „Wir sammeln heute unendliche Informationen. Aber sie f&#252;hren uns nirgendwo mehr hin.” (S. 42) In diesem Schluss liegt aber auch die Begrenztheit des Ansatzes Schirrmachers, der sich – und das ist v&#246;llig legitim! – entschieden hat, die empirische Forschung in seinen &#220;berlegungen zu ber&#252;cksichtigen, dar&#252;ber hinaus aber die medienphilosophischen Perspektiven (erst einmal?) au&#223;en vor zu lassen.</p>

<p>In diesem Vorgehen liegen Chancen und Grenzen: Die Chance besteht darin, dass hier Technikfolgenforschung in den Blick genommen wird, auch wenn die Folgen digital vernetzter Strukturen bislang mit dem Vorbehalt des bislang recht &#252;berschaubaren Zeitraums des Einsatzes dieser Technologien versehen werden m&#252;ssen, was Schirrmacher auch betont. Die Grenzen des Ansatzes Schirrmachers liegen dort, wo er die philosophische Metareflexion der Grundlagen digital vernetzter Strukturen au&#223;en vor l&#228;sst und somit bei der Reflexion m&#246;glicher Konsequenzen aus den empirischen Beobachtungen eher (verhaltens-)psychologisch argumentiert, im Prinzip also einem behavioristischen Ansatz folgt. F&#252;r diese Annahme sprechen die &#220;berschriften der zwei Teile des Buches: „Erster Teil: Warum wir <em>tun</em>, was wir nicht wollen”; „Zweiter Teil: Wie wir die <em>Kontrolle</em> &#252;ber unser Denken zur&#252;ckgewinnen k&#246;nnen“ [Hervorhebungen TL].</p>

<p>Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass Schirrmacher seinen L&#246;sungsvorschlag, ich beschr&#228;nke mich hier einmal auf seinen Vorschlag bez&#252;glich der Zukunft der Bildung (S. 207–218), an grundlegenden menschlichen Verhaltensweisen darstellt. „Die Computer tun nichts anderes, als mit der menschlichen Faszination der Suche zu spielen“ (S. 210). Dabei bezieht er sich konkret auf die Frage der Aussch&#252;ttung des Gl&#252;ckshormons Dopamin, das immer dann freigesetzt wird, wenn jemand „einen Gedanken oder eine L&#246;sung gefunden hat, ein Kunstwerk geschaffen oder eine Erkenntnis verinnerlicht hat” (ebd.).</p>

<p>Das Problem besteht heute aber genau darin, dass Wissen oft mit Denken gleichgesetzt wird. Schirrmacher f&#252;hrt dies an einigen Beispielen in „Payback“ beeindruckend vor, zum Beispiel, wenn er zeigt, wie computergest&#252;tzte Anamnesen im medizinischen Bereich zu Fehldiagnosen f&#252;hren, weil im Computer vorhandene Diagnosen einfach von einer Krankenakte in eine andere kopiert werden, nur weil die Symptome &#228;hnlich scheinen (S. 39–42). &#196;hnlich ist es an vielen Punkten im Umgang mit verf&#252;gbaren digitalen Ressourcen, die per Drag and Drop &#252;bernommen werden, ohne durchdacht zu werden.</p>

<p>Nicht, dass es solche Kopierwut nicht auch schon in Zeiten gegeben h&#228;tte, als analog mit B&#252;chern gearbeitet wurde, aber der Umgang mit B&#252;chern scheint strukturell doch h&#228;ufiger zu einer kritischen Rezeption gef&#252;hrt zu haben, weil sie selbst die Diskurse zu einem Thema m&#246;glicherweise doch intensiver vorf&#252;hrten, als dies beispielsweise Wikipedia kann.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_5_2715" id="identifier_5_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allerdings scheinen sich Strukturen der kritischen Rezeption auch in digitalen Kontexten zu entwickeln: So gibt es auf Wikipedia zu jedem Artikel die M&amp;#246;glichkeit, eine Diskussion zu f&amp;#252;hren, in Blogs werden Kommentare verfasst etc. M&amp;#246;glicherweise entwickelte sich in digitalen Kontexten eine wom&amp;#246;glich noch intensivere Form der Diskurse, die sich z. Zt. erst entwickelt.">6</a></sup></p>

<p>Das Problem ist ein „Wer-wird-Million&#228;r-”, ein „Trivial Pursuit-“, ein „Enzyklop&#228;die-Problem“. Das „Bescheid-Wissen“ wird an die Stelle des aktiven Suchens und Zweifeln gesetzt. Es ist das alte Faustproblem: W&#228;hrend Faust zweifelnd hin und her irrt und sucht, was die Welt im Innersten zusammenh&#228;lt, fasst der Sch&#252;ler in den Versen 1966f die heutige Position treffend zusammen:</p>

<blockquote>„Denn, was man schwarz auf wei&#223; besitzt,
Kann man getrost nach Hause tragen.“</blockquote>

<p>Wir haben es also, anders als Schirrmacher es darstellt, nicht mit einem <em>neuen</em> Problem der Bewusstseinsbildung gegen&#252;ber Inhalten zu tun, sondern mit einem Ph&#228;nomen, das so alt ist, wie Menschen sich in der dialektischen Struktur von Wissen und Unsicherheit gegen&#252;ber dem Wissen befinden.</p>

<p>Doch in der Gegenwart, hier stimme ich Schirrmacher zu, tut sich, insbesondere in Bildungskontexten, eine neue dialektische, nahezu paradoxe Struktur auf, die in der Forderung nach Individualisierung von Lernprozessen und dem „Zertifizizierungswahn“, „der grotesken Verschulung heutiger Hochschulausbildung“ (Vgl. S. 211) ihren Ausdruck findet. Und so stimme ich Schirrmacher auch zu, wenn er schreibt:</p>

<blockquote>„Die Informationsgesellschaften sind gezwungen, ein neues Verh&#228;ltnis zwischen Wissensged&#228;chtnis und Denken zu etablieren. […] Das pure Wissensged&#228;chtnis stammt aus Zeiten, in denen Informationen nicht nur rar waren, sondern auch gesch&#252;tzt werden mussten.“ (ebd.)</blockquote>

<p>Wie also muss Lernen in einen Wissensgesellschaft aussehen? Schirrmacher kommt zu dem Schluss, dass „die Bildung der Zukunft darin bestehen muss, Unsicherheiten zu entwickeln“. Es geht also nicht mehr darum, „Bescheid-Wissen“ in K&#246;pfe zu K&#246;pfe zu transportieren, sondern den Prozess der Wissensfindung selbst zu thematisieren, zu zeigen, dass Wissen in vielen F&#228;llen ein „Zwischenstand“ der Forschung ist, dass Forschung Modelle erzeugt, die aber nicht unverr&#252;ckbar sein m&#252;ssen und es in den seltensten F&#228;llen auch sind.</p>

<p>Sich des eigenen Verstandes zu bedienen und an die Stelle scheinbar stabilen Wissens die Unsicherheit gegen&#252;ber dem Wissen zu setzen, ist das zentrale Projekt der Aufkl&#228;rung, wie Kant sie sah.</p>

<p>Schirrmachers Schlussfolgerung ist insofern zutreffend, als sie genau dieses Projekt der Aufkl&#228;rung in den Fokus nimmt und seinen Wert betont, der gerade unter heutigen Umst&#228;nden von ganz besonderer Bedeutung ist. Dabei muss die konkrete Unsicherheit gegen&#252;ber „Bescheid-Wissen“ in Bildungsprozessen erfahrbar und f&#252;r die Prozesse selbst grundlegend sein / werden. Den digitalen Mitteln m&#252;ssen konkrete Erfahrungen gegen&#252;ber gestellt werden. Eine Mediendidaktik muss sich selbst auf den Umgang mit dem Prozess des Erkenntnisgewinns im Rahmen digitaler Medien befassen und darf dabei auch nicht aus dem Blick verlieren, dass eine Erfahrung am Bildschirm keine sinnlich-k&#246;rperliche Erfahrung ist.</p>

<p>Die Gefahr besteht darin, dass wir aus der Sitz-Schule mit frontalen Unterrichtsformen eine Sitz-Schule machen, in der an die Stelle des auf den Lehrer zentrierten Unterricht ein auf den Bildschirm zentrierter Unterricht treten k&#246;nnte, der eine K&#246;rperlosigkeit des Lernens durch eine andere ersetzt. (<a href="http://www.adz-netzwerk.de/SCHULEN-DER-KORPERLOSIGKEIT-Vortrag-von-Horst-Rumpf-beim-Muensteraner-Konvent.php" target="_blank">Vgl. hierzu die Schriften Horst Rumpfs und auch seinen im „Archiv der Zukunft“ verf&#252;gbaren Vortrag „Schulen der K&#246;rperlosigkeit?“</a>)</p>

<p>So sehr der Ansatz, digitale Medien f&#252;r selbstgesteuertes Lernen zu nutzen, in meinen Augen begr&#252;&#223;enswert ist und so sehr ich Schirrmacher zustimme, dass es Bildungsprozessen, in meinen Worten ausgedr&#252;ckt und der Sprache der Aufkl&#228;rung ausgedr&#252;ckt, um die Bef&#228;higung der Menschen zur Nutzung des eigenen Verstandes, also zu Entwicklung von Unsicherheiten gegen&#252;ber vorgegebenem Wissen, gehen muss, so sehr sto&#223;e ich mich daran, dass Schirrmacher auf Herausforderungen einer neuen Technologie und deren Folgen, die er auf der Basis empirischer Daten beeindruckend darstellt, mit alten Rezepten antworten, die inhaltlich v&#246;llig korrekt sind, aber die ver&#228;nderte Struktur der Wissensgesellschaft meines Erachtens nur ungen&#252;gend in den Blick nehmen. Oder, um es kurz zu fassen: Die bin&#228;re Struktur des Codes, der gegenw&#228;rtiges Wissen mehr und mehr pr&#228;gt, bleibt in ihren m&#246;glichen Folgen f&#252;r das Bewusstsein des Menschen in Schirrmachers Reflexionen weitgehend unber&#252;cksichtigt, sodass ich an dieser Stelle meine Unsicherheit gegen&#252;ber Schirrmachers Darstellung zum Ausdruck bringen will.</p>

<p>Vilém Flusser nimmt, anders als Schirrmacher, den Code, auf dem Wissen basiert in den Blick und zeigt, wie sich durch die Schriftlichkeit das Bewusstsein des Menschen ver&#228;ndert hat. Das Alphabet und die damit verbundene Linearit&#228;t hat, so Flussers These, ein linear gedachtes historisches Bewusstsein &#252;berhaupt erst m&#246;glich gemacht. Bez&#252;glich des Alphabets in Zeiten, in denen nur wenige des Lesens und Schreibens m&#228;chtig waren, schreibt er:</p>

<blockquote>„Es bildete einen Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&#252;gten &#252;ber historisches Bewusstsein. Der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von harten Gegenst&#228;nden, vor allem anhand von Bildern, und dank der gesprochenen Sprache. Das hei&#223;t, der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft lebte in einem magischen und mythischen Bewusstsein.“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_6_2715" id="identifier_6_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="FLUSSER, Vil&eacute;m (2002): Medienkultur. herausgegeben von: BOLLMANN, Stefan. Frankfurt am Main, 3. Aufl. 2002 (1997), S. 45.">7</a></sup></blockquote>

<p>Der Code, der das Wissen in Zeichen verwandelt, pr&#228;gt, so die These, das Bewusstsein derer, die sich dieses Codes bedienen.</p>

<p>Wenn diese These stimmt, dann ergeben sich f&#252;r die Gegenwart Herausforderungen, die weit &#252;ber Schirrmachers Problembeschreibungen und L&#246;sungsans&#228;tze hinaus gehen.</p>

<p>Wir erleben nicht nur einen Wandel der Leitmedien, sondern auch die Einf&#252;hrung eines neuen Codes, in dem unser Wissen in Zeichen &#252;bertragen wird und der das Bewusstsein der Menschen ver&#228;ndert bzw. ver&#228;ndern wird.</p>

<p>Das Problem dieser These besteht darin, dass die Oberfl&#228;che, die Zeichen, die wir in digital (vernetzten) Codierungen wahrnehmen, auf den ersten Blick der bisherigen Codierung gleichen. – Hier stehen Buchstaben, die linear aneinander gef&#252;gt einen Text ergeben. An anderen Stellen des Netzes sind Bilder zu finden, gesprochene Sprache spielt in digitalen Formaten ebenso eine Rolle. Und in multimedialen Zusammenh&#228;ngen werden diese Formen der Codierung des indirekten Zugangs zur Wirklichkeit zusammengef&#252;gt.</p>

<p>Au&#223;er der breiteren, schnelleren und zeitunabh&#228;ngigeren Verf&#252;gbarkeit der Informationen scheint sich also nichts ver&#228;ndert zu haben. Und genau an dieser Stelle gibt es Grund, diese als selbstverst&#228;ndlich nahe liegende Annahme mit einer Unsicherheit zu versehen und die Fragestellung auszuweiten.</p>

<p>Schirrmacher selbst weist auf die bin&#228;re Struktur von Entscheidungen hin, von der viele unserer Entschl&#252;sse gepr&#228;gt sind: „Tun oder Nicht-Tun, ein Auto kaufen oder nicht, Schokoladenkekse essen oder nicht, eine Di&#228;t machen oder nicht, ein Pulverfass anz&#252;nden oder nicht.” (S. 197) Doch dar&#252;ber hinaus stellt er auch dar, wie der bin&#228;re Code selbst das Leben und vor allem unser Selbstbild ver&#228;ndert. Insofern ber&#252;cksichtigt er auf empirischer Ebene das Problem, das hier einen erweiterten medientheoretischen Kontext gestellt wird.</p>

<p>Schirrmacher greift das Ph&#228;nomen der „Empfehlungen“ auf, das bereits heute, auf der Basis fr&#252;herer Entscheidungen, z. B. auf Seiten wie der von Amazon, von Last.fm etc. beobachtet werden kann; das Ph&#228;nomen, dass Facebook Freundschaftempfehlungen macht etc. Bin&#228;re Strukturen werden bereits heute zur Analyse menschlichen Verhaltens benutzt, um daraus Prognosen &#252;ber m&#246;gliche Entscheidungen in der Zukunft zu stellen.</p>

<p>Bereits in diesem Ph&#228;nomen spiegelt sich die Struktur bin&#228;rer Codes wider. Es geht um ein „Entweder-Oder“, um die Annahme, dass Verhaltensweisen selbst dann bin&#228;ren Strukturen des „Ja oder Nein“ folgen, wenn es sich um so komplexe Ph&#228;nomene wie z. B. Freundschaft handelt.</p>

<p>Wie es zu diesen Empfehlungen kommt, wie automatisierte, Algorithmen folgende Programme mit Daten umgehen und wo die Grenzen dieser Verfahren liegen, vermag kaum jemand zu sagen. Und deshalb formuliere ich in Anlehnung an Flusser:</p>

<blockquote>Der digitale, Medien pr&#228;gende Code ist eine Art Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&#252;gen &#252;ber digitales Bewusstsein.

Der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von Oberfl&#228;chencodes, die an alte Codes erinnern (Buchstaben, Bilder…), die aber, vor allem im Bereich der M&#246;glichkeiten der digitalen Weiterverarbeitung solcher Daten, weit &#252;ber die Optionen analoger Codierung hinausgehen (automatisierte Erhebungs- und Analyseverfahren, von Computern auf der Basis digitaler Codierungen erstellte Verhaltensprofile, die weit &#252;ber das hinaus gehen, was analog &#252;berhaupt an Daten erfassbar w&#228;re).

Das hei&#223;t, der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft lebt noch immer in einem analogen Bewusstsein, dem ein kritischer und reflexiver Zugang zu den Optionen der Wissensgewinnung auf der Basis bin&#228;rer Codes (noch) nicht m&#246;glich ist, au&#223;er, sie werden mit den konkreten Ph&#228;nomenen konfrontiert, die dann oft „magisch“ wirken und auch entsprechende &#196;ngste ausl&#246;sen k&#246;nnen.</blockquote>

<p>Wie schafft es Facebook, als Freunde Menschen vorzuschlagen, von denen man tats&#228;chlich welche kennt? Wie kann es sein, dass Last.fm Musik vorschl&#228;gt, die den entsprechenden Nutzer wirklich interessiert? Wie kommt Amazon zu Leseempfehlungen? – Die Antwort lautet: Aufgrund der M&#246;glichkeiten zur Generierung von Wissen &#252;ber bin&#228;re Codes.</p>

<p>Doch die Strukturen bin&#228;rer Codes reichen weiter, insbesondere dann, wenn die Annahme stimmt, dass Programme in der Lage sein k&#246;nnten, direkt auf die Ausgestaltung unseres Denkens und unseres Bewusstseins Einfluss zu nehmen.</p>

<p>Auch hier sto&#223;en wir zun&#228;chst auf Ph&#228;nomene, die bin&#228;r, aber nicht neu sind: So entspricht den Einsern und Nullen des bin&#228;ren Codes z. B. die eindeutige Gegen&#252;berstellung von Ph&#228;nomenen, wie z. B. „Gut“ und „B&#246;se“.</p>

<p>Die meisten Blockbuster im Thrillerbereich beruhen genau auf dieser bin&#228;ren Gegen&#252;berstellung, die aber auch in politischen Entscheidungsfindungsprozessen eine Rolle spielt. Insbesondere wenn es um Fragen von Krieg und Frieden geht, zeigt sich, dass bin&#228;re Wahrnehmungsweise, die sich auf „gut“ und „b&#246;se“ beschr&#228;nken, zu den Voraussetzungen kriegerischer Auseinandersetzungen geh&#246;ren, w&#228;hrend „Frieden“ von wesentlich differenzierteren Zugangsweisen zur Wirklichkeit abh&#228;ngig ist, also darauf angewiesen ist, dass die Herrschaft der Dualit&#228;t bin&#228;rer Strukturen, die nur Schwarz und Wei&#223; zul&#228;sst, durch Strukturen ersetzt wird, die Graut&#246;ne in gro&#223;er Zahl erm&#246;glichen.</p>

<p>Wenn die These stimmt, dass Codes, mit deren Hilfe wir unseren Zugang zur Wirklichkeit bekommen, das Bewusstsein zu pr&#228;gen verm&#246;gen, dann m&#252;ssen die Unsicherheiten, die Schirrmacher f&#252;r Bildungsprozesse einfordert, die Unsch&#228;rfen des Wissens, mit denen wir auch gegen&#252;ber digitalen Medien zu tun haben, selbst zum Gegenstand der Wissensfindungsprozesse werden.</p>

<p>F&#252;r Bildungsprozesse ergeben sich daraus folgende &#220;berlegungen, die hier vor allem als Diskussionsgrundlage dienen sollen und angesichts des bereits erreichten Umfangs dieses Artikels nur kurz angerissen werden (und hoffentlich in der Diskussion in den Kommentaren, &#252;ber antwortende Artikel in anderen Blogs etc. ausdifferenziert und vertieft werden):</p>

<ul>
    <li>Im Informationszeitalter geh&#246;rt es zu den Grundaufgaben von Bildungsprozessen, der Information und dem in ihr behaupteten Wissen den Zweifel und die Entwicklung einer angemessenen Unsicherheit im Umgang mit Informationen gegen&#252;ber zu stellen.</li>
    <li>Neben verhaltenspsychologischen Dimensionen, die mit der Nutzung digitaler Medien verbunden sind und die Schirrmacher ins Zentrum seiner &#220;berlegungen stellt, bedarf es einer (medien)philosophischen Reflexion auf die Grundlagen der unsere Bewusstseinsprozesse steuernden Codes, die uns einen (relativen) Zugang zur Wirklichkeit verschaffen. Diese Relativit&#228;t des Zugangs zur Wirklichkeit (mit Kant gesprochen: Die Unm&#246;glichkeit, das Ding an sich zu erkennen, da Erkenntnis immer eine (sinnlich) vermittelte ist) geh&#246;rt ins Zentrum von Bildungsprozessen.</li>
    <li>Angesichts der analogen Grundstruktur menschlicher Wissensgewinnung, darf eine angemessene Mediendidaktik nicht den Fehler begehen, digitale Formen des Lernens alleine ins Zentrum von Bildungsprozessen zu stellen. Die Kompetenz zum angemessenen Umgang mit analogen Arbeitsformen (vom Umgang mit B&#252;chern &#252;ber handschriftliche Verfahren – z. B. in der Mathematik) geh&#246;rt nach wie vor und gleichberechtigt in den Kontext einer umfassenden <em>Allgemein</em>bildung.</li>
    <li>Der Computer darf nicht dazu f&#252;hren, dass an die Stelle von Formen des Frontalunterrichts durch eine Lehrperson nun eine neue Form der frontalen Wissensvermittlung tritt, die durch „Bescheid-Wisser-Medien“ wie z. B. Wikipedia gepr&#228;gt sind<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/#footnote_7_2715" id="identifier_7_2715" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was hier als eine massive Kritik an Wikipedia klingen mag, ist eine Kritik, die sich auf alle Formen lexikalischer Pr&amp;#228;sentation von Wissen bezieht, f&amp;#252;r die Wikipedia eine Metapher geworden ist. Fr&amp;#252;her war das Problem, dass Lernende aus dem Brockhaus zitierten und das f&amp;#252;r eine angemessene und vor allem ausreichende wissenschaftliche Quelle hielten, heute ist an die Stelle des Brockhaus oder anderer Lexika Wikipedia getreten. Damit ist kein Werturteil &amp;#252;ber dieses erstaunliche Projekt gef&amp;#228;llt.">8</a></sup>.</li>
    <li>Mind. Grundlagen der digitalen Codierung und der sich daraus ergebenden M&#246;glichkeiten und Grenzen im Umgang mit digital verf&#252;gbaren Daten, geh&#246;ren auf die schulischen Lehrpl&#228;ne, um so einen aufgekl&#228;rten Umgang mit bin&#228;ren Codes zu erm&#246;glichen und das „Geheimwissen“ derer, die sich dieser Codes bedienen k&#246;nnen aufzul&#246;sen.</li>
</ul>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2011">Lernr&#228;ume f&#252;r Kinder ohne Raum zum Lernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 5.212 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy20"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Bin\u00e4re Codes und die Bildung der Zukunft: Eine Replik zu Schirrmachers \u201ePayback\u201c "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/05\/24\/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy20').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2715" class="footnote">„.… diese Kunst [die Erfindung der Buchstaben und damit der Schrift TL] wird Vergessenheit schaffen in den Seelen derer, die sie erlernen, aus Achtlosigkeit gegen das Ged&#228;chtnis, da die Leute im Vertrauen auf das Schriftst&#252;ck von au&#223;en sich werden erinnern lassen durch fremde Zeichen, nicht von innen heraus durch Selbstbesinnen. Also nicht ein Mittel zur Kr&#228;ftigung, sondern zur St&#252;tzung des Ged&#228;chtnisses hast du gefunden. Und von Weisheit gibst du deinen Lehrlingen einen Schein, nicht die Wahrheit: wenn sie vieles geh&#246;rt haben ohne Belehrung, werden sie auch viel zu verstehen sich einbilden, da sie doch gr&#246;&#223;tenteils nichts verstehen und schwer zu ertragen sind im Umgang, zu D&#252;nkelweisen geworden und nicht zu Weisen“ – Platon: Phaidros. In: S&#228;mtliche Dialoge. Hamburg 1993, Bd. 2, S.103.</li><li id="footnote_1_2715" class="footnote">Vgl. hierzu: Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&#252;nchen, Fink</li><li id="footnote_2_2715" class="footnote">Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&#252;nchen, Fink, 18.</li><li id="footnote_3_2715" class="footnote">Kerckhove, Derrick de (1995), Schriftgeburten. vom Alphabet zum Computer, M&#252;nchen, Fink, 19.</li><li id="footnote_4_2715" class="footnote">Vgl. hierzu: FLUSSER, Vilém (2002): Medienkultur. herausgegeben von: BOLLMANN, Stefan. Frankfurt am Main, 3. Aufl. 2002 (1997). Flusser beschreibt hier unter anderem auch, wie das Aufkommen des Alphabets die Strukturen des Denkens und des Bewusstsein ver&#228;nderte. Er schreibt „Es [das Alphabet TL] bildete einen Geheimcode, und nur die darin Eingeweihten verf&#252;gten &#252;ber historisches Bewusstsein. Der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft orientierte sich weiterhin in der Welt anhand von harten Gegenst&#228;nden, vor allem anhand von Bildern, und dank der gesprochenen Sprache. Das hei&#223;t, der gr&#246;&#223;te Teil der Gesellschaft lebte in einem magischen und mythischen Bewusstsein.“ (S. 45) </li><li id="footnote_5_2715" class="footnote">Allerdings scheinen sich Strukturen der kritischen Rezeption auch in digitalen Kontexten zu entwickeln: So gibt es auf Wikipedia zu jedem Artikel die M&#246;glichkeit, eine Diskussion zu f&#252;hren, in Blogs werden Kommentare verfasst etc. M&#246;glicherweise entwickelte sich in digitalen Kontexten eine wom&#246;glich noch intensivere Form der Diskurse, die sich z. Zt. erst entwickelt.</li><li id="footnote_6_2715" class="footnote">FLUSSER, Vilém (2002): Medienkultur. herausgegeben von: BOLLMANN, Stefan. Frankfurt am Main, 3. Aufl. 2002 (1997), S. 45.</li><li id="footnote_7_2715" class="footnote">Was hier als eine massive Kritik an Wikipedia klingen mag, ist eine Kritik, die sich auf alle Formen lexikalischer Pr&#228;sentation von Wissen bezieht, f&#252;r die Wikipedia eine Metapher geworden ist. Fr&#252;her war das Problem, dass Lernende aus dem Brockhaus zitierten und das f&#252;r eine angemessene und vor allem ausreichende wissenschaftliche Quelle hielten, heute ist an die Stelle des Brockhaus oder anderer Lexika Wikipedia getreten. Damit ist kein Werturteil &#252;ber dieses erstaunliche Projekt gef&#228;llt.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/begrenztheit/" title="Begrenztheit" rel="tag">Begrenztheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bilder/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/diskussion/" title="Diskussion" rel="tag">Diskussion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erkenntnis/" title="Erkenntnis" rel="tag">Erkenntnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/frank-schirrmacher/" title="Frank Schirrmacher" rel="tag">Frank Schirrmacher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedaechtnis/" title="Gedächtnis" rel="tag">Gedächtnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gehirn/" title="Gehirn" rel="tag">Gehirn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geschichte/" title="Geschichte" rel="tag">Geschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/horst-rumpf/" title="Horst Rumpf" rel="tag">Horst Rumpf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/krieg/" title="Krieg" rel="tag">Krieg</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/netzwerk/" title="Netzwerk" rel="tag">Netzwerk</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/payback/" title="Payback" rel="tag">Payback</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/phaidros/" title="Phaidros" rel="tag">Phaidros</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/realitaet/" title="Realität" rel="tag">Realität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexionen/" title="Reflexionen" rel="tag">Reflexionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schriftlichkeit/" title="Schriftlichkeit" rel="tag">Schriftlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verhalten/" title="Verhalten" rel="tag">Verhalten</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrheit/" title="Wahrheit" rel="tag">Wahrheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/weisheit/" title="Weisheit" rel="tag">Weisheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wikipedia/" title="Wikipedia" rel="tag">Wikipedia</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/05/24/binaere-codes-und-die-bildung-der-zukunft-eine-replik-zu-schirrmachers-payback/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>M&#252;ndlichkeit: Die vernachl&#228;ssigte Seite der Sprachkompetenz?</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/04/11/muendlichkeit-die-vernachlaessigte-seite-der-sprachkompetenz/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/04/11/muendlichkeit-die-vernachlaessigte-seite-der-sprachkompetenz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2010 15:53:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Audiobeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Auffassungsgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[freies Sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrberuf]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrende]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Medium]]></category>
		<category><![CDATA[MP3]]></category>
		<category><![CDATA[Mündlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[reden]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachgebrauch]]></category>
		<category><![CDATA[sprechen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprechtext]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[vimeo]]></category>
		<category><![CDATA[Visualisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2687</guid>
		<description><![CDATA[Zwei Mal wurde mir gegen&#252;ber in den vergangenen Tagen offen das Problem angesprochen, dass es schwer f&#228;llt, gesprochenen Gedankeng&#228;ngen so zu folgen, wie dies bei geschriebenen der Fall ist. Zun&#228;chst kam ein Blogeintrag von Joachim Wedekind zu diesem Thema, in &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/04/11/muendlichkeit-die-vernachlaessigte-seite-der-sprachkompetenz/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Mal wurde mir gegen&#252;ber in den vergangenen Tagen offen das Problem angesprochen, dass es schwer f&#228;llt, gesprochenen Gedankeng&#228;ngen so zu folgen, wie dies bei geschriebenen der Fall ist. Zun&#228;chst kam ein <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=450" target="_blank">Blogeintrag von Joachim Wedekind zu diesem Thema</a>, in dem er seine Beobachtung festh&#228;lt, dass es immer mehr A/V-Beitr&#228;ge im Netz gebe (z. B. YouTube, Vimeo, Audioboo). Wedekind hat damit ein Problem:</p>

<blockquote>„Nach jahrelanger Praxis kann ich schriftliche Dokumente relativ schnell  &#252;berfliegen, auf Relevanz f&#252;r mich &#252;berpr&#252;fen, Argumentationsstr&#228;nge  nachvollziehen und bei Bedarf Passagen exzerpieren oder speichern. Bei  den Audio- und Video-Beitr&#228;gen kann ich das nicht. Da bin ich gezwungen,  alles von vorne bis hinten anzuh&#246;ren/anzusehen; wenns wirklich wichtige  Passagen sind wom&#246;glich mitschreiben. F&#252;r mich widerspricht das dem  schnellen Medium.“</blockquote>

<p>Au&#223;erdem findet sich eine Reaktion auf <a href="http://herrlarbig.de/2010/04/06/bildung-zwischen-ideologie-und-sachlichkeit/" target="_blank">meinen zuletzt ver&#246;ffentlichten Audiobeitrag</a> zur Frage, wie sachlich die Bildungsdiskussion in Deutschland abl&#228;uft, im Blog „Kreide fressen“. <a href="http://wordpress.blokey.de/2010/04/10/mangelndes-rationales-potential" target="_blank">Dort hei&#223;t es zu dem Audiobeitrag</a>:</p>

<blockquote>„Komplexe Kiste und nur schwer zu diskutieren, weil Herr Larbig sich  entschieden hat, seine These als Audio-Boo zu ver&#246;ffentlichen, was das  Diskutieren m&#252;hsam macht und dazu f&#252;hrt, dass ich dreiviertelfertige  Kommentare in den Orkus banne.“</blockquote>

<p>Ich kenne das Problem, das in diesen zwei R&#252;ckmeldungen angesprochen wird, aus eigenen Erfahrungen, insbesondere deshalb, weil ich leidenschaftlicher Radioh&#246;rer bin und auch Podcasts in nicht unerheblicher Menge abonniert habe, in denen es um Inhalte geht, die durchaus einiges an Konzentration und Mitdenken verlangen. Auch ich h&#246;re mir diese viel zu h&#228;ufig einfach nur an, schreibe nicht mit und mache dann auch die Erfahrung, dass es gar nicht so leicht ist, alleine auf der Basis des H&#246;rens angemessen mit den geh&#246;rten Gedankeng&#228;ngen umzugehen. Das gelingt nur, wenn ich mitschreibe, einzelne Passagen wiederholt h&#246;re, wichtige Zitate notiere etc.</p>

<p>Das Mitschreiben ist f&#252;r mich aber auch schon dann effektiv, wenn ich relativ knappe Notizen anfertige oder diesen die Form einer Mindmap gebe, mit der ich dann im Nachhinein die Struktur des Gesagten und ausgef&#252;hrte Inhalte meist ganz gut rekonstruieren kann.</p>

<p>Doch wenn ich auf einen solchen Beitrag reagieren will, ist es damit meist nicht getan, vor allem dann nicht, wenn ich auf einen Audiobeitrag schriftlich reagiere. Das h&#228;ngt mit der Erwartungshaltung zusammen, die ich selbst an geschriebene Texte habe: Da soll zitiert und nicht nur wiedergegeben werden, was mir „irgendwie“ in Erinnerung geblieben ist. Wenn ich m&#252;ndlich reagiere, ist dieser Selbstanspruch ein wenig geringer  – und es wird sehr schnell erfahrbar, ob ich 1. richtig geh&#246;rt und 2. einen Beitrag angemessen verstanden habe. – Auf Tagungen l&#228;uft Kommunikation in aller Regel m&#252;ndlich ab – und dort hat sich bislang kaum jemand beschwert, wenn ein Beitrag nicht schriftlich vorgelegt wurde. Interessant, dass dies bei entsprechenden m&#252;ndlichen Beitr&#228;gen, die im Internet ver&#246;ffentlicht werden, anders ist; interessant, dass im Rahmen eines multimedial ausgerichteten Mediums bei bestimmten Inhalten dann offensichtlich doch nach wie vor die schriftliche Form bevorzugt wird.</p>

<p>Auf Tagungen ist das Problem eher umgekehrt. Joachim Wedekind beschreibt es <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=450" target="_blank">in einem Kommentar zu seinem oben zitierten Artikel</a> wie folgt:</p>

<blockquote>„Ich erinnere mich an einen Vortrag, bei dem der Redner den Vorwurf, man  k&#246;nne seinem (abgelesenen) Vortrag wohl kaum folgen, konterte mit dem  Hinweis, sein Gedankengang sei so kompliziert, dass er ihn selber  ablesen m&#252;sse.“</blockquote>

<p>Gerade hier wird f&#252;r mich sehr deutlich, dass wir uns bei schriftlichen und m&#252;ndlichen Formen des Ausdrucks auf zwei mit v&#246;llig unterschiedlichen Anforderungen verbundenen Kommunikationsebenen bewegen.</p>

<p>Abgelesene Vortr&#228;ge sind (auch f&#252;r mich) in der Regel unertr&#228;glich, weil ich den Text dann doch besser selbst lese, statt ihn mit all seinen fein gegliederten und komplexen Gedankeng&#228;ngen in einer Art vorgetragen bekomme, die der Informationsverarbeitung beim Zuh&#246;ren absolut nicht entspricht – es sei denn, der vorbereitete Text ist ein Sprechtext, der die Bed&#252;rfnisse der Zuh&#246;rens ernst nimmt und an diese angepasst ist. Das „<a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=2gJ&amp;rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&amp;q=%22Schreiben+f%C3%BCrs+Sprechen%22&amp;meta=&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=" target="_blank">Schreiben f&#252;rs Sprechen</a>“ ist etwas ganz anderes, als das „Schreiben f&#252;rs Lesen“. Und noch einmal anders ist es, wenn jemand versucht, seine Gedanken zu einem Thema (weitgehend) ohne Notizen m&#252;ndlich darzustellen.</p>

<p>Gerade diese letzte F&#228;higkeit (Kompetenz) erscheint mir der eigentliche Knackpunkt zu sein, um zu erfahren, ob ich oder jemand anderes ein Thema oder einen Inhalt so verarbeitet hat, dass m&#252;ndlich sinnvoll und in einer gewisser Strukturiertheit mit dem Thema / Inhalt umgegangen werden kann. In der Schriftlichkeit kann ich mich dabei viel zu leicht hinter (schnell mal heraus gesuchten) Zitaten oder „auswendig“ gelernten Formulierungen verstecken, w&#228;hrend im m&#252;ndlichen Sprachgebrauch nur die Zitate verf&#252;gbar sind, auf die ich schnell zugreifen kann, die vielleicht sogar in der Erinnerung angekommen sind. Au&#223;erdem f&#228;llt es viel schwerer, auswendig gelernte Versatzst&#252;cke angemessen in die Darstellung zu integrieren. Kurz: Wer sich frei zu einem Thema &#228;u&#223;ern muss, l&#228;sst sehr schnell erkennen, was angekommen ist und verstanden wurde.</p>

<p>Als Lehrer f&#228;llt mir zudem auf, dass Unterricht, bei allen Visualisierungen, Verschriftlichungen etc., ein sehr stark m&#252;ndlich gepr&#228;gtes Geschehen ist, dessen Ergebnisse interessanterweise weitgehend in schriftlichen Leistungsnachweisen &#252;berpr&#252;ft werden. Entsprechend stellt sich f&#252;r mich die Frage, wie eine solche M&#252;ndlichkeit gelingen kann. Interessant finde ich dabei auch, dass ich zum Teil von Lehrenden die R&#252;ckmeldung bekam, wie schwer es sei, gesprochenen Inhalten zu folgen und wie viel leichter da doch der gewohnte und scheinbar viel besser einge&#252;bte Umgang mit schriftlich fixierten Texten falle.</p>

<p>Dabei geht mit der F&#228;higkeit der m&#252;ndlichen Darstellung komplexer Inhalte immer auch die Notwendigkeit einer entsprechenden H&#246;rkompetenz einher, eine Kompetenz, die im Lehrberuf von zentraler Bedeutung ist, da Lehrende gerade im Bereich des H&#246;rens auf m&#252;ndliche &#196;u&#223;erungen im Unterricht besonders gefordert sind (was auch f&#252;r Lernende in solchen Zusammenh&#228;ngen gilt), da diese m&#252;ndlichen &#196;u&#223;erungen f&#252;r den gemeinsamen <em>Denk</em>zusammenhang, was der Unterricht f&#252;r mich idealerweise ist, wichtig sind.</p>

<p>Und damit d&#252;rften dann alle Gr&#252;nde genannt sein, warum ich mich zur Zeit wieder einmal st&#228;rker mit der gesprochenen Sprache im Kontext von Inhalten befasse: Es handelt sich schlicht um einen eigenen Bereich der Ausdrucks- und Rezeptionsf&#228;higkeit, der mir, gerade in wissenschaftlichen Zusammenh&#228;ngen, oft viel zu wenig reflektiert scheint oder, wo er doch reflektiert ist, als nur schwer mit der Komplexit&#228;t der zu vermittelnden Inhalte kompatibel erscheint, so dass es dann vielleicht wider besseren Wissens doch wieder auf gesprochene Lesetexte hinausl&#228;uft, wenn ein Vortrag zu halten ist, der dann die Zuh&#246;renden, selbst wenn sie noch so kompetente Zuh&#246;rer sind, v&#246;llig &#252;berfordert.</p>

<p>Ich erlebte selbst einmal einen Vortrag, den ich hier als Extrembeispiel gerade erinnere: Ein Philosophieprofessor hielt einen 90 Minuten langen Vortrag, der in etwa zur H&#228;lfte aus nicht &#252;bersetzten lateinischen Zitaten bestand, sodass selbst die f&#228;higsten Lateiner im Raum jeglichen Anschluss an den Gedankengang verloren haben.</p>

<p>Wenn ich zur Zeit also sehr viele Audiobeitr&#228;ge h&#246;re, viel bewusster h&#246;re, als noch vor ein paar Wochen, versuche ich damit, meine eigene Auffassungsgabe, die F&#228;higkeit des sinnerfassenden H&#246;rens (als &#196;quivalent zu dem sinnerfassenden Lesen, wie es z. B. bei den PISA-Studien immer wieder verlangt wird) weiter zu entwickeln.</p>

<p>Gleiches gilt f&#252;r meine in den vergangenen Wochen in deutlich umfangreicherer Zahl entstandenen Audioaufnahmen, von denen ich einige auch im Netz und in diesem Blog zur Verf&#252;gung stelle.</p>

<p>Es ist au&#223;erdordentlich anspruchsvoll, (weitgehend / in den allermeisten F&#228;llen) ohne schriftliche Notizen einen Audiobeitrag zu einem Thema, einem Inhalt zu erstellen. Oft bedarf es (noch?) mehrerer Anl&#228;ufe (da ich die Beitr&#228;ge nat&#252;rlich auch nicht in einer Schnittsoftware nachbearbeite(n will).) Oft merke ich beim ersten Anlauf, dass ich mir noch ein paar Gedanken zu einem Thema machen muss, bevor ich frei sprechend damit umgehen kann. Kurz: Audiobeitr&#228;ge zu Themen, die frei gesprochen sein sollen, sind f&#252;r mich selbst zu einem Evaluationsinstrument geworden, ob ich einen Inhalt so verstanden habe, dass ich frei mit ihm umgehen kann oder nicht.</p>

<p>Die damit verbundene M&#252;ndlichkeit ist aber kein „R&#252;ckfall“ in Zeiten, in denen aus Ermangelung der M&#246;glichkeit zu schriftlichen &#196;u&#223;erungen, die Gesellschaft eine von M&#252;ndlichkeit gepr&#228;gte Gesellschaft war. Die Basis von allem ist interessanterweise selbst dort, wo ich mich mit m&#252;ndlichen Ausdrucksformen befasse, letztlich doch immer ein Bezug zur Schrift.</p>

<p>Was ich jedoch als Verlust empfinde, dem ich nun entgegen zu arbeiten versuche, ist mein Eindruck, dass die Kunst des Zuh&#246;rens und die Kunst des Sprechens im Kanon der „Kompetenzen“ eher eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen, obwohl sie, &#252;ber die Auseinandersetzung mit Inhalten hinaus, in der allt&#228;glichen Kommunikation eine zentrale Rolle spielen. Misslingt Alltagskommunikation vielleicht auch deshalb so oft, weil die daf&#252;r notwendigen F&#228;higkeiten des Sprechens / Erz&#228;hlens und des Zuh&#246;rens oft nur rudiment&#228;r geschult sind?</p>

<blockquote>Ja, auch zu den Fragestellungen dieses Beitrags, habe ich k&#252;rzlich einen Audiobeitrag erstellt, den ich hier f&#252;r alle Interessierten auch noch anf&#252;ge:

</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/27/sprache-und-technik/" rel="bookmark" title="27. M&#228;rz 2010">Sprache und Technik</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.158 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy23"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"M\u00fcndlichkeit: Die vernachl\u00e4ssigte Seite der Sprachkompetenz? "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/04\/11\/muendlichkeit-die-vernachlaessigte-seite-der-sprachkompetenz\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy23').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/audiobeitrag/" title="Audiobeitrag" rel="tag">Audiobeitrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/auffassungsgabe/" title="Auffassungsgabe" rel="tag">Auffassungsgabe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erinnerung/" title="Erinnerung" rel="tag">Erinnerung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/freies-sprechen/" title="freies Sprechen" rel="tag">freies Sprechen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/informationsverarbeitung/" title="Informationsverarbeitung" rel="tag">Informationsverarbeitung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikation/" title="Kommunikation" rel="tag">Kommunikation</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kommunikationsebenen/" title="Kommunikationsebenen" rel="tag">Kommunikationsebenen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenz/" title="Kompetenz" rel="tag">Kompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrberuf/" title="Lehrberuf" rel="tag">Lehrberuf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrende/" title="Lehrende" rel="tag">Lehrende</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medium/" title="Medium" rel="tag">Medium</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mp3/" title="MP3" rel="tag">MP3</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/muendlichkeit/" title="Mündlichkeit" rel="tag">Mündlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/podcast/" title="podcast" rel="tag">podcast</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/podcasts/" title="Podcasts" rel="tag">Podcasts</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/radio/" title="Radio" rel="tag">Radio</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reden/" title="reden" rel="tag">reden</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schriftlichkeit/" title="Schriftlichkeit" rel="tag">Schriftlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinne/" title="Sinne" rel="tag">Sinne</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprachgebrauch/" title="Sprachgebrauch" rel="tag">Sprachgebrauch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprechen/" title="sprechen" rel="tag">sprechen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprechtext/" title="Sprechtext" rel="tag">Sprechtext</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/video/" title="Video" rel="tag">Video</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vimeo/" title="vimeo" rel="tag">vimeo</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/visualisierung/" title="Visualisierung" rel="tag">Visualisierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vortrag/" title="Vortrag" rel="tag">Vortrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/youtube/" title="YouTube" rel="tag">YouTube</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/04/11/muendlichkeit-die-vernachlaessigte-seite-der-sprachkompetenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
<enclosure url="http://herrlarbig.de/podcasts/A_V-Boom_%20Neue%20Mu%CC%88ndlichkeit%20%E2%80%93%20Zuru%CC%88ck%20in%20die%20Steinzeit_.mp3" length="11632768" type="audio/mpeg" />
	
	</item>
		<item>
		<title>Sprache und Technik</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/03/27/sprache-und-technik/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/03/27/sprache-und-technik/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 13:28:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Mauthner]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Schaeffler]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2635</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich sind alle technischen Medien immer von der Schriftsprache im Kopf bestimmt. Wie funktionieren Audio &#38; Video, wenn keine schriftlichen Konzepte vorliegen? Wird das, was ohne vorgelagerten schriftlichen Entwurf entsteht vielleicht deshalb als unprofessionell empfunden, weil die Authentizit&#228;t der direkten &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/27/sprache-und-technik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sind alle technischen Medien immer von der Schriftsprache  im Kopf bestimmt.</p>

<p>Wie funktionieren Audio &amp; Video, wenn keine schriftlichen  Konzepte vorliegen? Wird das, was ohne vorgelagerten schriftlichen  Entwurf entsteht vielleicht deshalb als unprofessionell empfunden, weil  die Authentizit&#228;t der direkten Gestaltung des Dialoges mit der  Wirklichkeit jenseits unserer Gewohnheiten liegt? Ist die von Schrift  erzeugte „Professionalit&#228;t“ in Audio und Video nur die Vort&#228;uschung  eines „glatten” Denkens, ohne Ecken und Kanten, ohne Umwege, ohne Z&#246;gern  und Versprechen?</p>

<p>Auf schriftlichen Konzepten basierende Audio- und Videoproduktionen  erscheinen dann meist so, dass die Schriftsprache als Hintergrund der  Produktion nicht gezeigt wird. Es soll sogar der Eindruck entstehen,  dass hier nicht abgelesen wird. Unsere Medien sind voll von solchen  Vort&#228;uschungen der Authentizit&#228;t. Nur manchmal, wenn etwas  Unvorhergesehenes eintritt, entsteht echte (?) Authentizit&#228;t (?), taucht  die vermittelnde Person in den Inhalten als Person auf.</p>

<p>Haben wir  die M&#246;glichkeiten des professionellen und authentischen  Dialoges mit der Wirklichkeit, der nicht &#252;ber Schriftsprache sondern  m&#252;ndlich in Audio und visuell &#252;ber Video vermittelt wird, noch viel zu  wenig ausgelotet? Ist die Oberfl&#228;che dieser Produktionen nicht oft viel  zu glatt, um einen authentischen Dialog mit der Wirklichkeit zu  vermitteln?</p>

<p>Das sind Fragen. Und in diesen Fragen die eine Frage, wie weit die  Schriftsprache unser Denken, unser Vorstellen und unsere Begegnung mit  der uns „ansprechenden“ Wirklichkeit gepr&#228;gt hat. K&#246;nnen wir &#252;berhaupt  noch anders? Und wie sieht eine Nutzung medialer Formen wie Audio und  Video m&#246;glicherweise aus, wenn jemand die ihnen eigenen M&#246;glichkeiten  auslotet und nutzt?</p>

<p>Wie unterscheidet sich die Sprache des Sprechens von der Sprache des  Sehens von der Sprache des Schreibens? Und dann auch noch die Frage, wie  sich die audiovisuelle Darstellungen, wenn sie einen eigenen Anspruch  als mediale Form der Vermittlung stellen, von schriftlichen oder gar  verlesenen schriftlichen Darstellungen unterscheiden?</p>

<blockquote>Literatur zum Thema: Richard Schaeffler, Erfahrung als  Dialog mit der Wirklichkeit. Eine Untersuchung zur Logik der Erfahrung,  Freiburg 1995.

Die Texte von Fritz Mauthner, die <a href="http://www.textlog.de/mauthner.html" target="_blank">hier zu  finden</a> sind.</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/05/wissen-im-21-jahrhundert-did-you-know/" rel="bookmark" title="5. M&#228;rz 2009">Wissen im 21. Jahrhundert (Did you know?)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/04/06/bildung-zwischen-ideologie-und-sachlichkeit/" rel="bookmark" title="6. April 2010">Bildung – Zwischen Ideologie und Sachlichkeit</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/07/19/vegetarisches-parken/" rel="bookmark" title="19. Juli 2009">Vegetarisches Parken</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/20/live-und-in-schwarzweiss-jaspers-hdl-song/" rel="bookmark" title="20. August 2008">Live und in SchwarzWei&#223;: Jaspers HDL-Song</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.489 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy26"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Sprache und Technik "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/03\/27\/sprache-und-technik\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy26').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/audio/" title="Audio" rel="tag">Audio</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/audio/" title="Audio" rel="tag">Audio</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fritz-mauthner/" title="Fritz Mauthner" rel="tag">Fritz Mauthner</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gestaltung/" title="Gestaltung" rel="tag">Gestaltung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhalt/" title="Inhalt" rel="tag">Inhalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/richard-schaeffler/" title="Richard Schaeffler" rel="tag">Richard Schaeffler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/technik/" title="Technik" rel="tag">Technik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/text/" title="Text" rel="tag">Text</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/video/" title="Video" rel="tag">Video</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/03/27/sprache-und-technik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 22:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«_Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[Ausdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Larbig]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerblog]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibfehler]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tweets]]></category>
		<category><![CDATA[Twitterprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[twittert]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2554</guid>
		<description><![CDATA[Zwischendurch immer mal wieder einen Tweet, in dem es um die deutsche Sprache und Literatur geht – so lautet die Idee, die hinter dem in der Seitenleiste neu aufgef&#252;hrtem Feld „Herr Larbigs „Deutschstunde“ auf Twitter” steckt. Wer der „Deutschstunde“ auf &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischendurch immer mal wieder einen Tweet, in dem es um die deutsche Sprache und Literatur geht – so lautet die Idee, die hinter dem in der Seitenleiste neu aufgef&#252;hrtem Feld „<a href="http://twitter.com/deutschstunde" target="_blank">Herr Larbigs „Deutschstunde</a>“ auf Twitter” steckt.</p>

<p>Wer der „Deutschstunde“ auf Twitter folgt (in der Twittersprache hei&#223;t das „followed“), bekommt immer wieder zwischen all den anderen Meldungen (Tweets) kurze Hinweise, in denen es um Fragen der Rechtschreibung geht, um Grammatik und Ausdruck. Au&#223;erdem gibt es Links zu Beitr&#228;gen, die f&#252;r alle interessant sein k&#246;nnen, die sich f&#252;r deutsche Sprache und Literatur interessieren.</p>

<p>Eine kleine Besonderheit ist, dass in dieser „Twitter Timeline“ auch Fotos auftauchen, die ich immer dann mache, wenn mir irgendwo in der &#214;ffentlichkeit etwas auff&#228;llt, das mit Sprache zu tun hat. Dabei interessiert mich, welchen sprachlichen „S&#252;nden” wir in unserer Umgebung tagt&#228;glich ausgesetzt sind. – Ich finde es spannend, mit einem solch forschenden Blick durch die Stadt zu gehen; vielleicht bin ich da nicht der einzige.</p>

<p>Ziel des Projekts ist es nicht, als der st&#228;ndig korrigierende Lehrer durch das Netz zu laufen. Ziel ist es auch nicht, die Tweets anderer nach Rechtschreibfehlern zu durchforsten und sie dann in einer Antwort an die betreffenden Personen zu korrigieren. Es gibt <a href="http://twitter.com/oberlehrer" target="_blank">jemanden bei Twitter</a>, der macht solche Korrekturen. Ich bin es nicht. Nach wie vor bin ich der &#220;berzeugung, dass sich die <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" target="_blank">F&#228;higkeiten im Umgang mit Sprache</a> Schritt f&#252;r Schritt und dennoch kontinuierlich entwickeln, so sich jemand der (Schrift)Sprache wirklich aussetzt, in dem zum Beispiel viel gelesen und geschrieben wird.</p>

<p>Das Ziel des Projekts „Deutschstunde“ auf Twitter ist zun&#228;chst einmal ein vielleicht &#252;berraschend egoistisches: Mir dient dieses Projekt als Motivationshilfe, meine F&#252;hler wirklich in dem Ma&#223;e auf Sprache und Literatur hin ausgerichtet zu halten, wie ich mir das f&#252;r mich w&#252;nsche.</p>

<p>Das zweite Ziel besteht darin, interessierten Twitternutzern Anregungen aus meinem wachsenden Fundus rund um Sprache und Literatur zu geben. Zumindest die Sensibilit&#228;t f&#252;r sprachliche Ph&#228;nomene und im Umgang mit Literatur soll da unterst&#252;tzt werden. Vielleicht w&#228;chst sie bei dem einen oder anderen mithilfe dieser Tweets auch noch ein wenig.</p>

<p>Das Interesse f&#252;r einen solchen Twitter-Stream ist da. In weniger als 24 Stunden haben sich 18 Twitterer entschieden, dass sie diesem Account folgen wollen.</p>

<p>Ich hoffe, dass „Deutschstunde“ auf Twitter dabei keine Einbahnstra&#223;e bleibt, auf der ich mit Inhalten hausieren gehe, sondern dass sich dieses Projekt dahin entwickelt, dass &#252;ber sprachliche Ph&#228;nomene via Twitter diskutiert wird, dass Fragen gestellt werden etc.</p>

<p>Au&#223;erdem kann diesem Account nat&#252;rlich auch gerne von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern gefolgt werden, solchen, die ich unterrichte genauso wie solchen, die ich nicht unterrichte. Und in diesem Rahmen k&#246;nnen durchaus auch Fragen an mich gestellt werden, denn wenn ich auf konkrete Fragen Antworten suche, oft muss ich sie tats&#228;chlich erst suchen, bin ich doch alles anderes als „Mr. Allwissend“, lerne ich selbst in der Regel eine ganze Menge dabei.</p>

<p>Noch aber steht das Projekt, dessen „Basislager“ im Netz dieses Blog herrlarbig.de ist, ganz am Anfang. Als „Basislager“ wird es im Blog auch (weiterhin) l&#228;ngere Beitr&#228;ge zu Themen rund um Sprache und Literatur geben, die auf Twitter dann nat&#252;rlich als Links auftauchen. Ich wei&#223;, dass solche Beitr&#228;ge durchaus gelesen werden, denn die meist gelesenen Beitr&#228;ge hier sind Beitr&#228;ge, in denen literarische Werke im Zentrum stehen.</p>

<p>Ich bin neugierig, wie sich dieses Projekt „Deutschstunde“ auf Twitter entwickeln wird. Dabei werde ich in diesem Rahmen die klassische Twitterfrage „What are you doing“ (Was machst du gerade) nicht beantworten, sondern mich tats&#228;chlich alleine auf die Inhalte konzentrieren. Dabei kann sich der Charakter dieser Twitter-Timeline  „Deutschstunde“ aus dem Hause <a href="http://twitter.com/herr_larbig" target="_blank">herrlarbig.de</a> im Laufe der Zeit auch &#228;ndern. Dies wird die Zeit dann aber zeigen, das kann ich heute nicht voraussehen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/23/deutschstunde-der-einleitungsboo/" rel="bookmark" title="23. M&#228;rz 2010">Deutschstunde – Der Einleitungsboo</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/05/lebenszeichen/" rel="bookmark" title="5. August 2010">Lebenszeichen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/17/herrlarbig-jetzt-auch-hoeren/" rel="bookmark" title="17. Januar 2010">herrlarbig jetzt auch h&#246;ren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/17/nachdenken-ueber-guten-unterricht/" rel="bookmark" title="17. August 2010">Nachdenken &#252;ber (guten!) Unterricht</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.827 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy29"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/03\/17\/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy29').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/ausdruck/" title="Ausdruck" rel="tag">Ausdruck</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschunterricht/" title="Deutschunterricht" rel="tag">Deutschunterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutschunterricht-tipps/" title="Deutschunterricht Tipps" rel="tag">Deutschunterricht Tipps</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fotos/" title="Fotos" rel="tag">Fotos</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/gedichte/" title="Gedichte" rel="tag">Gedichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/herr-larbig/" title="Herr Larbig" rel="tag">Herr Larbig</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerblog/" title="Lehrerblog" rel="tag">Lehrerblog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/" title="Literaturgeschichte" rel="tag">Literaturgeschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/lyrik-deutsch-sek-ii/" title="Lyrik" rel="tag">Lyrik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/projekt/" title="Projekt" rel="tag">Projekt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rechtschreibfehler/" title="Rechtschreibfehler" rel="tag">Rechtschreibfehler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rechtschreibung/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/rechtschreibung-deutsch-sek-i/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tweets/" title="Tweets" rel="tag">Tweets</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/twitterprojekt/" title="Twitterprojekt" rel="tag">Twitterprojekt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/twitter/" title="twittert" rel="tag">twittert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/schul_lektueren/" title="»Schul«_Lektüren" rel="tag">»Schul«_Lektüren</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 21:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[kreatives Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Herr Larbig]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Realität]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schweigen]]></category>
		<category><![CDATA[Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Spaziergang]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Torsten Larbig]]></category>
		<category><![CDATA[Verb]]></category>
		<category><![CDATA[Vergessen]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2534</guid>
		<description><![CDATA[Der hier ver&#246;ffentlichte Text ist bereits im Jahr 2001 entstanden – und ist mir vor einiger Zeit bei einer Suchabfrage auf meinem Computer wieder begegnet. Sch&#246;n, was sich alles &#252;ber die Jahre erh&#228;lt, wenn nur flei&#223;ig und regelm&#228;&#223;ig Daten gesichert &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der hier ver&#246;ffentlichte Text ist bereits im Jahr 2001 entstanden – und ist mir vor einiger Zeit bei einer Suchabfrage auf meinem Computer wieder begegnet. Sch&#246;n, was sich alles &#252;ber die Jahre erh&#228;lt, wenn nur flei&#223;ig und regelm&#228;&#223;ig Daten gesichert werden. </em></p>

<p><em>Ich habe den Text leicht &#252;berarbeitet, aber in seinen Grundz&#252;gen unver&#228;ndert gelassen. Auch wenn sich meine Einstellung gegen&#252;ber der Handschrift seit 2001 deutlich ge&#228;ndert hat: Nach wie vor gefallen mir die Gedanken, die hier in einen kurzen Prosatext Einzug gefunden haben. – Da ich gegenw&#228;rtig selbst auch in der Rolle des »Trainers« in Sachen </em><em>»Kreatives Schreiben« unterwegs bin, habe ich mich entschlossen, diesen Text nun auch im Rahmen meines Blogs verf&#252;gbar zu machen. Das Urheberrecht des Textes liegt, wie bei allen Texten hier, so nicht anders gekennzeichnet, bei Torsten Larbig.
</em></p>

<hr />

<p>»Vergessen sie alles, damit sie sich endlich erinnern k&#246;nnen.«</p>

<p><span>So hatte Elise mit mir gesprochen. Da stand sie vor mir, mitten im Wald. Um uns nur die kahlen B&#228;ume, auf dem Boden lagen noch die braunen Bl&#228;tter, raschelten, knisterten unter unseren F&#252;&#223;en. Und vor uns dieser kurze Wegabschnitt, der von Nadelb&#228;umen ges&#228;umt war, zwischen denen der Weg ins Dunkel hineinf&#252;hrte. </span></p>

<p><span>In dem Schweigen um uns her, verstand ich nicht, was sie mir sagen wollte. Und sie bemerkte dies sofort – es war, als k&#246;nne man vor Elise keine Geheimnisse haben. </span></p>

<p><span>»Sie k&#246;nnen es vielleicht noch nicht verstehen, weil sie noch nie wirklich versucht haben einen Text zu schreiben. – Werfen sie den alten Kugelschreiber in den M&#252;ll, besorgen sie sich  einen tragbaren Computer, lernen sie, blind zu schreiben, schlie&#223;en sie dann ihre Augen und schreiben sie ihre Bilder auf. Glauben sie mir, es wird alles anders werden f&#252;r sie. Wenn sie sich dann aber zu sehr erinnern, dann kommt nichts brauchbares dabei heraus.« </span></p>

<p><span>Ich war dabei, ihr ins Wort zu fallen, ihr mit einer Verteidigungsrede f&#252;r die Handschrift den Wind aus den Segeln zu nehme, aber sie fuhr einfach fort. </span></p>

<p><span>»Was soll das Klammern an altem, wenn es f&#252;r unsere Zwecke bessere Hilfsmittel gibt. Sven, sie sind so jung und schon so konservativ. H&#246;ren sie mir einfach weiter zu. Ich will ja nicht, dass sie die Intensit&#228;t aus dem Schreiben heraus nehmen. Ich will, dass ihre Texte endlich intensiv werden. Also: Setzen sie sich blind an den Computer und schreiben sie die Bilder, die sie sehen. Versetzen sie sich in Landschaften, die sie gesehen haben. Aber bleiben sie nicht zu sehr bei der Wahrheit. F&#252;gen sie hinzu, was sie sehen, machen sie es wie beim Tr&#228;umen. Da sehen sie auch bekannte R&#228;ume, aber ist ihnen schon mal aufgefallen, dass die immer irgendwie anders sind, als sie sie aus der Realit&#228;t kennen? So m&#252;ssen sie schreiben. Stellen sie sich Menschen so wirklich wie nur irgend m&#246;glich vor. Und vergessen sie nie, dass sie eine Geschichte schreiben und nicht etwa Tagebuch. Obwohl…«, sie z&#246;gerte, »ein wenig hat es schon von Tagebuch schreiben – und ist doch ganz anders. Aber ich will ihr Unwohlsein gegen&#252;ber dem Vergessen noch ein wenig st&#228;rker machen.« </span></p>

<p><span>Da kam dieses Gef&#252;hl wieder hoch, diese Unsicherheit, als ob da ein Mensch anhebt, etwas f&#252;r mich ganz wichtiges zu sagen, das ich eigentlich gar nicht h&#246;ren wollte. Aber sie lie&#223; sich nicht beirren. </span></p>

<p><span>»Ich wei&#223;, sie arbeiten seit Jahren am Thema ›Ged&#228;chtnis‹. Darum geht es hier auch gar nicht – zumindest nicht so, wie sie sich das denken. Ich meine nur: Verwechseln sie ›Erinnerung‹ nicht mit Faktenwissen. Sie m&#252;ssen keinen Lexikonbeitrag schreiben, was sie da planen ist ein Roman!« </span></p>

<p><span>Mein Blick fiel auf das Moos an den B&#228;umen. Immer an einer Seite der St&#228;mme hatte sich eine dicke Moosschicht gebildet. <em>Da kommt wohl der Regen am h&#228;ufigsten her</em> dachte ich, als ich pl&#246;tzlich aufschreckte und merkte, dass Elise stehen geblieben war und mich anschaute. </span></p>

<p><span>Ich f&#252;hlte mich bei einer Unaufmerksamkeit ertappt. Aber das schien sie gar nicht zu st&#246;ren. Unbeirrt fuhr sie fort. »Vergessen sie endlich all ihr angelerntes Wissen und schreiben sie einen Roman. Oder ist ihnen noch nie aufgefallen, wie gef&#252;hllos ihre Texte sind. Sie beschrieben wunderbar, aber in einer Art, die f&#252;r einen Reisef&#252;hrer besser geeignet ist als f&#252;r einen Roman. Vergessen sie alles und erinnern sie sich – mit ihren Sinnen. Erz&#228;hlen sie, wie sie es in M&#228;rchen finden. Schreiben sie Texte, die weniger eine Realit&#228;t behaupten als vielmehr Texte, die die M&#246;glichkeit einer Realit&#228;t darstellen.« </span></p>

<p><span>So hatte ich mir ein Schreibseminar eigentlich nicht vorgestellt. Ich hatte mich darauf gefreut, endlich an meiner Technik weiter feilen zu k&#246;nnen – und nun kommt diese Elise daher und will mir etwas von ›Sinnen‹ und von ›M&#228;rchen‹ erz&#228;hlen. </span></p>

<p><span>»Wissen sie Sven, ich w&#252;nschte mir, endlich mal einen Roman zu lesen, der nur von Nebens&#228;chlichkeiten handelt. Verstehen sie mich richtig, von Neben-S&#228;chlichkeiten! H&#246;ren sie auf, Sachen zu schreiben. Das will doch keiner Lesen, der nicht allzu masochistisch in seinem Umgang mit Literatur ist. Schreiben sie Bilder der Gef&#252;hle, die mit den Sachen verbunden sind. Erinnern sie sich weniger an die Fakten als an die Gef&#252;hle, die in den Situationen, die sie schreiben, mit den Sachen verbunden sind. Oder wollen sie zum x-ten Male den Satz verwenden, mit dem in schlechten Filmen der eine zur anderen sagt, dass er sie liebt? Setzen sie der Flut von W&#246;rtern Bilder entgegen. Versinken sie – wie ein Maler in sein Bild –  in ihren Text. Setzen sie da einen Pinselstrich an, nehmen sie da die eine Farbe, und dort eine andere. Bringen sie Schatten und Perspektive in ihren Text und machen sie nichts langweiliges mehr. Schreiben sie keine Texte, die sie langweilen, sondern nur solche, die sie selber gerne lesen m&#246;chten. Sind das etwa Texte, in denen ein wunderbar nachrecherchiertes Faktum neben dem andern steht? Sieht so das Leben aus, das sie Tag f&#252;r Tag erleben? Nein Sven, ihr Leben setzt sich vor allem aus Gef&#252;hlen zusammen. Und erst wenn sie diese in einen Text bringen, beginnt er zu leben.« </span></p>

<p><span>Und damit verfiel sie f&#252;r den Rest unseres Spaziergang ins Schweigen. Eigentlich war das gerade die Stunde meiner Einzelkritik bei Elise. Und sie war die erste, die sie nicht nutzte, um meine Arbeitsproben Wort f&#252;r Wort auseinander zu nehmen, jedes Detail nach seinem Platz im Text zu befragen. Als ich in ihr Zimmer kam, legte sie ein Buch zur Seite, nahm ihren Mantel und sagte nur, dass ich auch meinen Mantel holen solle und sie mich in f&#252;nf Minuten am Eingang des Tagungshauses erwarte. Irritiert, doch ohne Widerworte, ging ich also in mein Zimmer zur&#252;ck, zog meine Jacke und die Turnschuhe an, die ich eigentlich immer trug, wenn ich drau&#223;en unterwegs war und ging zum Eingang, wo sie tats&#228;chlich schon auf mich wartete. »Kommen sie«, war alles, was sie da sagte und dann hielt sie mir diesen Vortrag &#252;ber das Schreiben und das Vergessen und das Erinnern mit den Sinnen. Und jetzt, nach kaum der H&#228;lfte der vereinbarten Zeit f&#252;r die Einzelkritik verfiel sie einfach so ins Schweigen. </span></p>

<p><span>Sie ging jetzt auch schneller, viel schneller, als ich es von einer so alten Frau erwartet h&#228;tte. Die musste doch mindestens schon siebzig sein. </span></p>

<p><span>Das Knistern, der durch unsere Fu&#223;tritte zerbrechenden Bl&#228;tter drang mit einer ungewohnten Lautst&#228;rke in meine Ohren, der Magen hatte sich an seine Gef&#252;hle erinnert, die immer dann hochkamen, wenn ich mich von einem Lehrer ertappt f&#252;hlte oder wenn ich mit einer schlechten Klassenarbeit nach Hause gehen musste. </span></p>

<p><span>In leichten Serpentinen f&#252;hrte der Weg wieder hinunter ins Tal. Ich war den Weg in den vergangenen f&#252;nf Tagen schon ein paar Mal gegangen, aber diese Intensit&#228;t versp&#252;rte ich noch nie. Wir hatten gerade wieder eine Kurve hinter uns gelassen, da tauchten vor uns die Wiesen auf, die sich direkt an den Wald anschlossen. Zwei Pferde liefen da und auf einer anderen Weide grasten Schafe neben einem alten, morsch wirkenden Holzstall. Dazwischen schl&#228;ngelte sich der flache, aber mit viel Wasser sehr laute Bach, der dem Tal den Namen gegeben hatte. Wutachtal. Aber &#252;ber diesen Namen hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die waren jetzt eher beim letzten St&#252;ck des Weges, der &#252;ber eine anstrengende Steigung zur&#252;ck in das Tagungshaus f&#252;hrte, das in einem alten Kloster untergebracht war. Ob Elise dieses St&#252;ck schaffen w&#252;rde oder ob da ihr Alter endlich mal zum Vorschein k&#228;me. Als ob ich es nicht ertragen konnte, dass eine solche Frau mir etwas sagte, das ich sofort verstand und das mir dennoch Angst macht. Aber ohne ihre Schrittfrequenz zu verlangsamen sorgte sie nur daf&#252;r, dass <em>ich</em> au&#223;er Atem war, als wir das Tor in den Innenhof des Hauses durchquerten. Bislang hatte ich immer nur R&#252;ckmeldungen zur Technik meiner Texte bekommen. Dieses Mal stand ich da und wu&#223;te, dass es nicht mit ein paar Korrekturen handwerklicher Art getan war. Elise schien mich zwingen zu wollen, mit meinem Schreiben endlich anzufangen…</span></p>

<p style="text-align: right;"><span>© by Torsten Larbig 2001–2010
</span></p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/01/schmoeker-schnipsel-vom-auswendiglernen/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2009">Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/07/03/happy-birthday-to-franz/" rel="bookmark" title="3. Juli 2008">Happy Birthday to Franz!</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.254 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy32"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Vergiss alles \u2013 oder: Vom literarischen Schreiben "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2010\/03\/09\/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy32').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bilder/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/denken/" title="Denken" rel="tag">Denken</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erinnern/" title="erinnern" rel="tag">erinnern</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erinnerung/" title="Erinnerung" rel="tag">Erinnerung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedaechtnis/" title="Gedächtnis" rel="tag">Gedächtnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geschichte/" title="Geschichte" rel="tag">Geschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/herr-larbig/" title="Herr Larbig" rel="tag">Herr Larbig</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/kreatives-schreiben/" title="kreatives Schreiben" rel="tag">kreatives Schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leben/" title="Leben" rel="tag">Leben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/macht/" title="Macht" rel="tag">Macht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/prosa/" title="Prosa" rel="tag">Prosa</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/realitaet/" title="Realität" rel="tag">Realität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schweigen/" title="Schweigen" rel="tag">Schweigen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sinne/" title="Sinne" rel="tag">Sinne</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/sinnlichkeit-unterricht/" title="Sinnlichkeit" rel="tag">Sinnlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/spaziergang/" title="Spaziergang" rel="tag">Spaziergang</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/text/" title="Text" rel="tag">Text</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/torsten-larbig/" title="Torsten Larbig" rel="tag">Torsten Larbig</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verb/" title="Verb" rel="tag">Verb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vergessen/" title="Vergessen" rel="tag">Vergessen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vortrag/" title="Vortrag" rel="tag">Vortrag</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrheit/" title="Wahrheit" rel="tag">Wahrheit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Herrn Larbigs Bibliothek 1: Rainald Goetz – Abfall f&#252;r alle</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 22:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herrn Larbigs Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Poetikvorlesungen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerblog]]></category>
		<category><![CDATA[Poetikvorlesung]]></category>
		<category><![CDATA[Rainald Goetz]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Vorlesung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2197</guid>
		<description><![CDATA[„Abfall f&#252;r alle“ – wenn dieser Name nur nicht zum Motto dieser Reihe „Herrn Larbigs Bibliothek“ wird… Wir schreiben das Jahr 1998. Von Blogs hat noch keiner was geh&#246;rt und das Web 2.0 ist noch in weiter Ferne, da schreibt &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Abfall f&#252;r alle“ – wenn dieser Name nur nicht zum Motto dieser Reihe „Herrn Larbigs Bibliothek“ wird…</p>

<p>Wir schreiben das Jahr 1998. Von Blogs hat noch keiner was geh&#246;rt und das Web 2.0 ist noch in weiter Ferne, da schreibt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rainald_Goetz" target="_blank">Rainald Goetz</a> schon im Internet Tagebuch. Das gibt es dort zwar nicht mehr, das gab es schon Ende 1999 dort nicht mehr, aber es wurde ein Buch daraus. Und dieser „Roman eines Jahres“ hei&#223;t, war es Voraussicht oder Selbstironie, „<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/237.html" target="_blank">Abfall f&#252;r alle</a>“.</p>

<p>Es ist das Jahr, in dem ich Rainald Goetz im Rahmen der <a href="http://www.poetikvorlesung.uni-frankfurt.de/" target="_blank">Frankfurter Poetikvorlesung</a> erlebe. Und ich erinnere noch gut jenen Dienstag, den 28. April 1998, 18:00 Uhr, als Goetz zum ersten Mal die B&#252;hne der Frankfurter Poetikvorlesung betrat und versuchte (sic!) frei zu reden. Das hat er so in den Folgewochen nicht mehr gewagt. Da gab es dann, ich erinnere mich daran und irgendwo m&#252;sste ich sie auch noch haben, winzigst gedruckte Textkonvolute als Skript zur Vorlesung. Aber nicht zur ersten.</p>

<p>Und dann lese ich in „Abfall f&#252;r alle“ unter dem 29.4.98:</p>

<blockquote>„941. Diese Unf&#228;higkeit, frei zu reden. Fast schon eine geistige Behinderung.“</blockquote>

<p>Stimmt. Aber <em>so</em> habe ich es nach wie vor in neugieriger Erinnerung. Es sind eben nicht die glatt gestylten Performances, die sich in der Erinnerung festbei&#223;en, sind die doch alle irgendwie geklont und gleich in ihrer (Nicht-)Wirkung; das Unerwartete, &#220;berraschende und in diesem Falle auch die Suchbewegung eines Autors, die er in einer Vorlesung (ungewollt) sichtbar macht. Da stand dieser Autor, in seinen vierziger Jahren, in diesem H&#246;rsaal VI, in dem schon so viele Autoren vor ihm zu Gast waren, und versucht eine freie Poetik-Vorlesung zum Titel „Praxis“ – und wirkt… improvisiert.</p>

<p>Eine Woche sp&#228;ter kommt der Autor dann schon mit einem ausgearbeiteteren Text, der, wie auch die Rekonstruktion der ersten Vorlesung, Einzug in „Abfall f&#252;r alle“ gefunden hat.</p>

<p>Das aber ist nicht der einzige Inhalt der 864 Seiten, die von diesem Jahr des Internettagebuchs des Rainald Goetz Zeugnis geben. Es soll keine Literatur werden! So sagt sich der Autor am Anfang immer wieder. Und heute steht das Buch in meiner Bibliothek. Keine Literatur? Was aber dann? Ein Arbeitstagebuch? Eine Selbstentbl&#246;&#223;ung des Autors im Netz? „Nur“ das Zeugnis einr Art Blog-Vorl&#228;ufer? Das Buch ist alles von dem und nichts von dem zugleich:</p>

<p>Teilweise knappste Notizen, die locker in eine Twitternachricht mit ihrer Beschr&#228;nkung auf 140 Zeichen passen w&#252;rde, teilweise l&#228;ngere Reflexionen &#252;ber Leseerfahrung, Begegnungen und eben Dokumentation der Poetikvorlesung.</p>

<p>Und im Zentrum des Buches? Es geht zum Teil um das Abschlie&#223;en eines Werkes, aber meist um das Anfangen. Banalit&#228;ten reihen sich an differenzierte Reflexionen. Eigentlich ein viel zu dickes Buch mit viel zu vielen Nebens&#228;chlichkeiten – und trotzdem nehme ich es ziemlich regelm&#228;&#223;ig zum Schm&#246;kern wieder in die Hand. Irgendwas fasziniert mich an diesem Buch. Bis heute wei&#223; ich nicht, was das eigentlich ist…</p>

<blockquote>Rainald Goetz, Abfall f&#252;r alle. Roman eines Jahres, Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1999 (Taschenbuchausgabe 2003).</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/07/28/herrn-larbigs-bibliothek-10-tino-hanekamp-so-was-von-da/" rel="bookmark" title="28. Juli 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 10 – Tino Hanekamp: So was von da</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/27/lustfaktor/" rel="bookmark" title="27. April 2009">Lustfaktor</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/23/terezia-mora-alle-tage-der-vorspann-des-romans-s-5/" rel="bookmark" title="23. Oktober 2008">Terézia Mora, Alle Tage: Der Vorspann des Romans (S. 5)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/21/beim-hoeren-autoren-entdecken/" rel="bookmark" title="21. August 2008">Beim H&#246;ren Autoren entdecken</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/10/03/ich-schreibe-wie/" rel="bookmark" title="3. Oktober 2010">Ich schreibe wie…</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.553 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy35"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Herrn Larbigs Bibliothek 1: Rainald Goetz \u2013 Abfall f\u00fcr alle "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/10\/27\/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy35').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/frankfurt/" title="Frankfurt" rel="tag">Frankfurt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/frankfurt-am-main/" title="Frankfurt am Main" rel="tag">Frankfurt am Main</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/frankfurter-poetikvorlesungen/" title="Frankfurter Poetikvorlesungen" rel="tag">Frankfurter Poetikvorlesungen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/herrn-larbigs-bibliothek/" title="Herrn Larbigs Bibliothek" rel="tag">Herrn Larbigs Bibliothek</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerblog/" title="Lehrerblog" rel="tag">Lehrerblog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/poetikvorlesung/" title="Poetikvorlesung" rel="tag">Poetikvorlesung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rainald-goetz/" title="Rainald Goetz" rel="tag">Rainald Goetz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexionen/" title="Reflexionen" rel="tag">Reflexionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vorlesung/" title="Vorlesung" rel="tag">Vorlesung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/web-20/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>100 Jahre Kafkas Tageb&#252;cher – Ein Autor in seiner Zeit</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/10/13/100-jahre-kafkas-tagebuecher-ein-autor-in-seiner-zeit/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/10/13/100-jahre-kafkas-tagebuecher-ein-autor-in-seiner-zeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 22:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Expressionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kafka]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[»Schul«-Lektüren]]></category>
		<category><![CDATA[»Theorie«]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[Brief an den Vater]]></category>
		<category><![CDATA[Buddenbrooks]]></category>
		<category><![CDATA[Demian]]></category>
		<category><![CDATA[Der Prozess]]></category>
		<category><![CDATA[Der Steppenwolf]]></category>
		<category><![CDATA[Der Untertan]]></category>
		<category><![CDATA[Die Verwandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Erzähler]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Kafka]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Hesse]]></category>
		<category><![CDATA[In der Strafkolonie]]></category>
		<category><![CDATA[Industrialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Urbanisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2130</guid>
		<description><![CDATA[Franz Kafka begann wohl im Sommer des Jahres 1909 mit den uns &#252;berlieferten Tagebuchaufzeichnungen, die bis in das Jahr 1923 reichen. Von kurzen Notizen bis zu gr&#246;&#223;eren literarischen Entw&#252;rfen, von Zeugnissen der Qual des Schreibens bis zu denen seiner gescheiterten &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/10/13/100-jahre-kafkas-tagebuecher-ein-autor-in-seiner-zeit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.franzkafka.de/franzkafka/home/" target="_blank">Franz Kafka </a>begann wohl im Sommer des Jahres 1909 mit den uns &#252;berlieferten Tagebuchaufzeichnungen, die bis in das Jahr 1923 reichen. Von kurzen Notizen bis zu gr&#246;&#223;eren literarischen Entw&#252;rfen, von Zeugnissen der Qual des Schreibens bis zu denen seiner gescheiterten Beziehungsversuche, findet sich alles in Kafkas Tageb&#252;chern. <span id="more-2130"></span>Er entschied sich f&#252;r eine Mischform, trennte nicht zwichen Arbeitsjournal und pers&#246;nlichen Reflexionen. Alles geh&#246;rte zueinander und hatte zugleich nicht immer miteinander zu tun.</p>

<p>In seinen Texten entsteht so der Eindruck des <a href="http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_gat/d_epik/txtsor/epi_klein/para/par0.htm" target="_blank">parabelhaften</a>, dessen, was zwar zusammengeh&#246;rt, seinen logischen Sinn und Zusammenhalt dem Leser aber zun&#228;chst verweigert. – Diese Zusammenhanglosigkeit der Ereignisse war nicht nur im Empfinden Kafkas stark. So vieles geschieht in den St&#228;dten (seiner Zeit) zur gleichen Zeit, geschieht dicht nebeneinander, steht in einem (geographischen) Zusammenhang, der sich zugleich als ein Mangel an Zusammenhang zeigt.</p>

<p>Es scheint als habe Kafka in seinen Texten dieses Ph&#228;nomen erz&#228;hlerisch eingefangen. Doch stellt er nicht, wie in vielen <a href="http://www.literaturwelt.com/epochen/express.html" target="_blank">expressionistischen</a> Texten, die zur gleichen Zeit die Auseinandersetzung mit diesen Ph&#228;nomen suchen, die Zusammenhanglosigkeit als solche dar. Vielmehr schreibt er Texte, die ganz klar einer inneren Handlungslogik, folgen, in dieser Logik aber zu keinem logischen Ziel kommen, da Handlungen eben nicht mehr miteinander in klaren Ursache- und Wirkungszusammenh&#228;ngen verbunden sind. Es treffen unterschiedliche Logiken aufeinander, deren Begegnung aus Mangel an Zusammenhang oft zu keinem (erwartbaren) Ziel f&#252;hrt.</p>

<p>Es ist nicht nur die Abarbeitung des eigenen Verh&#228;ltnisses zum Vater in Kafkas Texten wirksam. Vielmehr steht Kafkas Auseinandersetzung mit sich selbst, seiner Zeit und auch seinem Vater im Zusammenhang mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Urbanisierung" target="_blank">Urbanisierung</a> des fr&#252;hen 20. Jahrhunderts. Er greift auf, was zu dieser Zeit als Grunderfahrung, z. B. auch von expressionistischen Autoren, sprachlich zum Ausdruck gebracht wird.</p>

<p>Doch w&#228;hrend bei diesen auf formaler, inhaltlicher und sprachlicher Ebene nach meinem Eindruck viele Autoren sehr &#228;hnlich klingen, zu einem Sprachrohr der Zeit der industriellen Massenproduktion wurden und selbst nur in Ans&#228;tzen eine individuelle literarische Sprache fanden, ging Kafka einen eigenen Weg.</p>

<p>W&#228;hrend viele Autoren dieser Zeit zivilisatorische Prozess der Industrialisierung und Urbanisierung mit mystisch aufgeladenen Bildern einer Apokalypse verbanden, zieht der „Wahnsinn“ bei Kafka leiser und nachhaltiger in Texte ein, die das Individuum nicht vor allem als Teil der Masse darstellen, der gegen&#252;ber der Moloch „Stadt“ wie eine „Person“ oder gar ein „Gott der Stadt“ (<a href="http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&amp;autorid=273">Heym</a>) auftritt, sondern das Individuum selbst wird in diesen Texten weiter ins Zentrum gestellt.</p>

<p>Dieses Individuum trifft auf die dem Wert des Individuums stark zuwider laufenden Ph&#228;nomene des Fremden in unmittelbarer Nachbarschaft („Der Nachbar“), der B&#252;rokratie und der Kraft entindividualisierter Regelsysteme („Vor dem Gesetz“, „Der Prozess“, „Das Urteil“), der Willk&#252;r („Das Schloss“, „Das Urteil“, „In der Strafkolonie“).</p>

<p>Es scheint mir zunehmend, als habe Kafkas Vater f&#252;r Kafka als Mensch und Schriftsteller vor allem deshalb eine solche Machtinstanz darstellen k&#246;nnen („Brief an den Vater“), da in ihm sich f&#252;r Kafka die Erfahrungen in seiner Zeit unmittelbar personalisierten. Kafkas Vater als eine Figur, die zugleich eine Metapher f&#252;r die Zeit ist, in der Kafka lebte und der diese Zeit selbst repr&#228;sentiert?</p>

<p>Heinrich Mann greift diesen wohl auch f&#252;r Kafka wirksamen Zeitgeist,  allerdings  im wilhelmischen Detuschland, in „<a href="http://logos.kulando.de/post/2009/08/07/heinrich-mann-der-untertan-analysen" target="_blank">Der Untertan</a>“ auf; die Expressionisten sehen die zerst&#246;rerische Kraft des Zusammentreffens absolutistischer Machtsystem und den kriegerischen M&#246;glichkeiten, die mit der Industrialisierung und der am Flie&#223;band produzierten Waffen voraus. Hesse greift in „<a href="http://www.hhesse.de/werk.php?load=demian" target="_blank">Demian</a>“ und in „Der Steppenwolf“ die Spannung auf, die Menschen mit starkem Individualisierungswillen in einer von der Anpassung lebenden Massengesellschaft erfahren. Und schon der 1901 ver&#246;ffentlichte Roman „Die Buddenbrooks“ von Thomas Mann, hat den Zerfall der vertrauten gesellschaftlichen Beziehungssysteme zum Thema.</p>

<p>In dieser Zeit gelang es Kafka eine eigene Sprache zu finden, die seine Wahrnehmung des fr&#252;hen 20. Jahrhunderts widerspiegelt, mit der er sich ganz und gar seinem Empfinden dieser Zeit hingab, ohne dass den Figuren seiner Texte eine Integration in diese Zeit gelingt.</p>

<p>Kafkas Figuren sind den Gegebenheiten ausgeliefert (z. B. in „Die Verwandlung“) und der Autor sucht f&#252;r sie keine „befriedigenden“ L&#246;sungen, sondern folgt den Erfahrungen dieser Figuren gnadenlos, ohne Besch&#246;nigung, ohne die sich aus diesen Erfahrungen ergebenden Spannungen aufzul&#246;sen.</p>

<p>Kafka trauert in seinen Werken weder den Verlusten des B&#252;rgertums in dieser Zeit hinterher, noch bietet er L&#246;sungen an, wie es sp&#228;ter z. B. Brecht mit seiner N&#228;he zu kommunistischen Idealen versucht. Und so ist der Zugang zu Kafkas Texten bis heute so schwierig wie aktuell: Leser dieser Texte werden selbst in die Spannung des Aushaltens unlogischer, kaum integrierbarer Zusammenh&#228;nge als Teil des Systems gestellt, in dem sich das Individuum oft kaum noch jenseits funktionaler Zusamenh&#228;nge als Individuum zu erfahren vermag – und gleichzeitig als Individuum auf nicht am Individuum sondern an Verwaltungsabl&#228;ufen orientierten Strukturen trifft, deren Logik vor allem darauf hin ausgerichtet ist, mit „Massen“ umzugehen.</p>

<p>Doch auch in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masse_und_Macht" target="_blank">Massengesellschaft</a>, mit Massenproduktion, Massenkonsum, Massengeschmack, Massenmedien usw. erf&#228;hrt sich der einzelne Mensch nach wie vor als Individuum, das als solches wahrgenommen und behandelt werden will, sich aber zugleich als Massenph&#228;nomenen ausgeliefert erf&#228;hrt, die in die Spannung von Anpassung und &#220;berleben des Individuellen f&#252;hren.</p>

<p>Zwischen von Marken beherrschten Imagefragen und einer von solchen Imagefragen unabh&#228;ngig als Eigenwert erfahrbarer Individualit&#228;t scheint es kaum m&#246;glich, den Spagat der Integration all dieser Ph&#228;nomen in die eigene Pers&#246;nlichkeit zu leisten. Das Individuum, so scheint es, kann sich nur noch anpassen oder zum Au&#223;enseiter werden, der vielleicht die eigene Individualit&#228;t zu leben vermag, gleichzeitig aber den Gesetzen ausgeliefert ist, die diesem Streben nach Individualit&#228;t zuwider laufen und dennoch immer wieder genau diese versprechen; in der Werbung kann dies Tag f&#252;r Tag beobachtet werden.</p>

<p>Das Individuum wird, wie Gregor Samsa, zum „Insekt“, zu einem von den Ph&#228;nomenen der Masse entpersonalisiertem Wesen und scheitert gleichzeitig an der Forderung, gef&#228;lligst individuelle zu sein.</p>

<p>Hesse stellt in „Demian“ und in der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Steppenwolf" target="_blank">Der Steppenwolf</a>“ Figuren dar, die als starke Individuen die Existenz des Au&#223;enseiters leben; Heinrich Mann stellt den angepassten Mitl&#228;ufer in „Der Untertan“ dar. Kafkas Figuren stehen zwischen diesen L&#246;sungsangeboten der beginnenden Massengesellschaft und stellen Spannungen derer dar, die weder zu blo&#223;en Mitl&#228;ufern werden noch die Existenz von Au&#223;enseitern „w&#228;hlen“ wollen und gerade so in die Situation geraten, die Eigenlogik der letztlich auf Anpassung hin ausgerichteten Gesellschaft mit aller Macht zu erfahren und so in die Rolle von Au&#223;enseitern gedr&#228;ngt zu werden, die aber doch eigentlich „dazu geh&#246;ren“ wollen.</p>

<p>In den vor 100 Jahren begonnenen Tageb&#252;chern Kafkas dr&#252;ckt sich dieser Kampf &#252;ber 14 Jahre hinweg in gr&#246;&#223;ter Intensit&#228;t aus. Seine Werke spiegeln die Spannungen wider, die Kafka selbst (er-)lebte und literarisch zum Ausdruck zu bringen vermochte. Es gelingt ihm, der sich ganz der Literatur verschrieben hatte und an anderen Arbeitsnotwendigkeiten litt, den Spannungen seiner Zeit eine eigene, unabh&#228;ngige Sprache zu geben.</p>

<p>In den seit Kafkas Schaffen vergangenen Jahrzehnten ist die Massengesellschaft nicht verschwunden. Die Herausforderungen an das Individuum sind in den vergangenen 100 Jahren nicht geringer geworden, das sich nach wie vor als Individuum in den Massen zu verlieren droht.</p>

<p>Kafka gibt dieser Spannung bis heute Sprache; er f&#252;hrt Leser bis heute in die fast unertr&#228;gliche Spannung des Individuums in der Masse hinein. Deshalb ist Kafka anstrengend. Deshalb ist er aber nach wie vor aktuell. Und wenn es die &#252;ber die Zeit eines Autors hinaus wirkende Aktualit&#228;t eines Autors ist, die ihn, so er in Sprache und Ausdruckskraft den Weg zur k&#252;nstlerischen Meisterschaft zu bew&#228;ltigen vermochte, zum Klassiker macht, bin ich gerne bereit, Franz Kafka als einen der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts zu bezeichnen. Kafka ist ein Klassiker deutschsprachiger Literatur und weit &#252;ber den deutschen Sprachraum hinaus.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/07/03/happy-birthday-to-franz/" rel="bookmark" title="3. Juli 2008">Happy Birthday to Franz!</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/24/franz-kafka-kleine-fabel/" rel="bookmark" title="24. Januar 2010">Franz Kafka: Kleine Fabel</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/10/23/tippen-text-schreibkompetenz/" rel="bookmark" title="23. Oktober 2010">Das Tippen, der Text und die Schreibkompetenz</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/18/vom-scheitern-bruder-paulus-im-gespraech-mit-konstantin-wecker/" rel="bookmark" title="18. Januar 2009">Vom Scheitern: Bruder Paulus im Gespr&#228;ch mit Konstantin Wecker</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.047 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy38"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"100 Jahre Kafkas Tageb\u00fccher \u2013 Ein Autor in seiner Zeit "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/10\/13\/100-jahre-kafkas-tagebuecher-ein-autor-in-seiner-zeit\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy38').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/20-jahrhundert/" title="20. Jahrhundert" rel="tag">20. Jahrhundert</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/autoren/" title="Autoren" rel="tag">Autoren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/brecht/" title="Brecht" rel="tag">Brecht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/brief-an-den-vater/" title="Brief an den Vater" rel="tag">Brief an den Vater</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buddenbrooks/" title="Buddenbrooks" rel="tag">Buddenbrooks</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/demian/" title="Demian" rel="tag">Demian</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/der-prozess/" title="Der Prozess" rel="tag">Der Prozess</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/der-steppenwolf/" title="Der Steppenwolf" rel="tag">Der Steppenwolf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/der-untertan/" title="Der Untertan" rel="tag">Der Untertan</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/die-verwandlung/" title="Die Verwandlung" rel="tag">Die Verwandlung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erzaehler/" title="Erzähler" rel="tag">Erzähler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/expressionismus/" title="Expressionismus" rel="tag">Expressionismus</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/franz-kafka/" title="Franz Kafka" rel="tag">Franz Kafka</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/heinrich-mann/" title="Heinrich Mann" rel="tag">Heinrich Mann</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/hesse/" title="Hesse" rel="tag">Hesse</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/in-der-strafkolonie/" title="In der Strafkolonie" rel="tag">In der Strafkolonie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/industrialisierung/" title="Industrialisierung" rel="tag">Industrialisierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/kafka-schullektueren-deutsch-sek-ii/" title="Kafka" rel="tag">Kafka</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/klassiker/" title="Klassiker" rel="tag">Klassiker</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kuenstler/" title="Künstler" rel="tag">Künstler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/leben/" title="Leben" rel="tag">Leben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/literaturgeschichte/" title="Literaturgeschichte" rel="tag">Literaturgeschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schriftsteller/" title="Schriftsteller" rel="tag">Schriftsteller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/thomas-mann/" title="Thomas Mann" rel="tag">Thomas Mann</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/urbanisierung/" title="Urbanisierung" rel="tag">Urbanisierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/schullektueren/" title="»Schul«-Lektüren" rel="tag">»Schul«-Lektüren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/literatur/theorie/" title="»Theorie«" rel="tag">»Theorie«</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/10/13/100-jahre-kafkas-tagebuecher-ein-autor-in-seiner-zeit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 23:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[LRS]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Korrekturen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Verb]]></category>
		<category><![CDATA[Verstehen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2002</guid>
		<description><![CDATA[Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  Ingrid Naegele zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend Ingrid Naegele, an deren &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a></em> <em>zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a>, an deren reicher Erfahrung ich im Rahmen der Fortbildung partizipieren durfte.
</em></p>

<p>Die F&#228;higkeit der Menschen, zu lesen und zu schreiben, hat die Welt ver&#228;ndert. Erst seit diese Kulturtechniken entwickelt wurden, ist ein „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit mit nicht anwesenden Menschen m&#246;glich. Menschen m&#252;ssen nicht l&#228;nger an einem Ort sein, um ihre Gedanken auszutauschen und so voneinander und miteinander zu lernen. Au&#223;erdem hilft uns die F&#228;higkeit des Lesens, mehr &#252;ber das Leben zu fr&#252;heren Zeiten zu erfahren als es f&#252;r einen Nicht-Arch&#228;ologen mittels arch&#228;ologischer Funde m&#246;glich ist.</p>

<p>Das Ziel des Schreibens und des Lesens ist prim&#228;r, Texte f&#252;r nicht Anwesende zu verfassen und solche Texte in die eigene Auseinandersetzung mit der Welt und deren Wirklichkeit zu integrieren.</p>

<p>Dieses Ziel muss jedem vor Augen stehen, der in Bildungsprozessen mit dem Lesen und Schreiben zu tun hat – also nicht nur Deutschlehrern, sondern Lehrenden in allen F&#228;chern der Schule, den Eltern und allen anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen und Institutionen.</p>

<p>Das Ziel f&#252;r die Lernenden besteht in erster Linie also darin, <span id="more-2002"></span>sich auszudr&#252;cken zu lernen. Doch das alleine reicht nicht. Wenn Texte darauf hin ausgelegt sind, f&#252;r andere Menschen verfasst zu sein, stellt sich f&#252;r jeden, der schreibt, die Frage, wie die Texte dann auch Leser finden.</p>

<p>Voraussetzungen f&#252;r die F&#228;higkeit, etwas f&#252;r Abwesende ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, sind das K&#246;nnen mindestens einer Sprache, deren Grammatik und die Beherrschung mindestens eines Zeichensystems, mit dessen Hilfe die Inhalte &#252;ber den m&#252;ndlichen Sprachgebrauch in der unmittelbaren Begegnung bzw. &#252;ber den m&#252;ndlichen Kontakt, z.B. mit Hilfe des Telefons, hinaus &#252;bermittelt werden k&#246;nnen. Im Deutschen ist dieses Zeichensystem eine Buchstabensprache. Wenn diese in Grundz&#252;gen beherrscht wird, ist Kommunikation m&#246;glich, die um so differenzierter wird, je gr&#246;&#223;er der Wortschatz ist und je genauer die Grammatik einer Sprache und die Vereinbarungen &#252;ber Schreibung von W&#246;rtern beherrscht werden. Au&#223;erdem ist Zeichensetzung f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Texten nicht nur eine Hilfe, sondern geradezu Voraussetzung.</p>

<p>Doch im Bereich der Kenntnisse &#252;ber die Vereinbarungen zum Schreiben von W&#246;rtern ist die Verst&#228;ndlichkeit von Texten in der Regel auch dann noch m&#246;glich, wenn in einem gewissen Rahmen regelwidrig geschrieben wird. Anders ausgedr&#252;ckt: Rechtschreibfehler verhindern nicht unbedingt, dass das Ziel des Schreibens erreicht werden kann. Das Gespr&#228;ch &#252;ber Raum und Zeit hinweg ist auch mit Rechtschreibfehlern m&#246;glich.</p>

<p>Dass bedeutet nun nicht, dass Rechtschreibung kein anzustrebendes Ziel sei. Da wir in der Regel vom regelkonformen Gebrauch der Vereinbarungen zur Rechtschreibung ausgehen und dieser auch erwartet wird, ist das Ziel nat&#252;rlich eine regelkonforme Schreibweise, die in der Schule zu lernen ist.</p>

<p>Da aber das Ziel des Schreibens nicht <em>prim&#228;r </em>in der Rechtschreibung liegt, ist Rechtschreibung ein Beiprodukt, so eine Formulierung, die <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a> im Rahmen einer von mir besuchten Fortbildung gebrauchte. Im Zentrum aber muss die F&#228;higkeit stehen, sich f&#252;r nicht anwesende Personen auszudr&#252;cken. Rechtschreibung ist dabei nicht das Ziel, sondern ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, was aber auch gelingt, solange ein Wort zumindest im gr&#246;&#223;eren Zusammenhang f&#252;r den Leser verst&#228;ndlich ist.</p>

<p>Dieses zu erlernende Mittel muss ge&#252;bt werden – und zwar nicht nur in Form des Lernens der Schreibung einzelner W&#246;rter, sondern im Zusammenhang mit Satzbau und Zeichensetzung.</p>

<p>Texte k&#246;nnen aber auch schon gelungen sein, bevor die Regelkonformit&#228;t erreicht wird, gelungen in dem Sinne, dass sie f&#252;r einen nicht anwesenden Leser oder eine nicht anwesende Leserin verst&#228;ndlich sind. Und dieses Ziel muss beim Erlernen und Lehren einer Sprache im Zentrum stehen.</p>

<p>Wesentlich f&#252;r das Erreichen einer guten Ausdrucksf&#228;higkeit ist das Lesen. Fremde Texte werden zum Vorbild daf&#252;r, was mit dem Schreiben m&#246;glich ist und sie sind motivierend bez&#252;glich der eigenen Schreibkompetenz.</p>

<p>Das erste Ziel eines Lehrenden muss meines Erachtens also die F&#246;rderung der Lust am Lesen und Schreiben sein, da nur so das Ziel einer formgerechten Schreibung auf Dauer erzielt werden kann.</p>

<p>Dieser Lust ist eine &#220;bergewichtung des Ziels einer formgerechten Schreibung, ein Ziel, dass nat&#252;rlich nie aus den Augen verloren oder gar verneint werden darf, abtr&#228;glich. Um das Ziel zu erreichen, gilt es, das Selbstvertrauen in das eigene Lesen und Schreiben zu f&#246;rdern, um so mehr, wenn ein Kind Schwierigkeiten mit dem Lesen und dem Schreiben hat.</p>

<p>Das hat f&#252;r die t&#228;gliche Arbeit als Lehrer, aber auch f&#252;r den Einsatz aller anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen Konsequenzen.</p>

<p>Um Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen: Ich pl&#228;diere im Folgenden nicht f&#252;r eine Vernachl&#228;ssigung des formgerechten Schreibens, ich pl&#228;diere vielmehr f&#252;r eine Herangehensweise an das Thema des Lesens und der Rechtschreibung, die das eigentliche Ziel des Lesens und Schreibens nicht aus den Augen verlieren: Es geht um die F&#228;higkeit, Gedanken so ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, dass nicht anwesende Leser und Leserinnen diese verstehen k&#246;nnen. Formgerechtes Schreiben, verbunden mit einem angemessen Wortschatz, macht dies deutlich leichter, wobei ein gr&#246;&#223;erer Wortschatz zudem auch das Lesen von Texten und somit das Verstehen der Gedanken anderer, nicht anwesender, Personen erleichtert oder &#252;berhaupt erst m&#246;glich macht.</p>

<p>Doch dieses Ziel muss idealerweise zu einem eigenen Ziel der Lernenden werden. Es muss also einerseits alles getan werden, dass Lernende dieses Ziel erreichen – es idealerweise sogar zu ihrem eigenen Ziel machen und nicht nur zu einem Ziel, dem sie sich in der Schule zu unterwerfen haben – und andererseits alles unterlassen werden, was das Erreichen dieses Ziels verhindert. Eine zu fr&#252;he &#252;bertriebene Konzentration auf die Rechtschreibung geh&#246;rt in dem meisten F&#228;llen wohl zu den zu unterlassenden Verhaltensweisen, soll die Lust am Lesen und Schreiben angemessen gef&#246;rdert werden, auch wenn das Ziel einer formgerechten Schreibung nie aus dem Auge verloren werden darf.</p>

<p>Was also ist zu tun und womit sollte man vorsichtig sein, wenn man mit Lernenden an den Zielen des Lesens und Schreibens arbeitet?</p>

<ol>
    <li>Das Hauptprodukt des Lernprozesses ist die Lust am Lesen und Schreiben als M&#246;glichkeiten der Entdeckung und der Reflexion des Selbst und der Welt, aber auch als M&#246;glichkeit, sich selbst auszudr&#252;cken bzw. Ausdrucksformen zu kennen und vielleicht sogar f&#252;r sich nutzen zu lernen.</li>
    <li>Formgerechte Schreibung ist ein Beiprodukt dieses Hauptproduktes des Bildungsprozesses und Fehler sollten nicht der Grund sein, dass ein Kind zu einem fr&#252;hen Zeitpunkt eine Schulform verlassen muss.</li>
    <li>Der Inhalt von Texten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler verfassen, sollte nicht (zu fr&#252;h) im Rahmen der R&#252;ckmeldung von Fehlern &#252;berdeckt werden. Eine (zu fr&#252;he) Einf&#252;hrung verbindlicher und vor allem notenrelevanter Fehlerindizees sollte unterbleiben.</li>
    <li>An die Stelle der blo&#223;en Markierung und Bewertung von Fehlern m&#252;ssen Formen treten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern einen reflexiven Umgang mit den Fehlern erm&#246;glichen. Es geht also nicht nur darum, Rechtschreibung zu &#252;ben (darum geht es auch!), sondern darum, die Gr&#252;nde f&#252;r die Fehler zu erkennen und diese somit reflexiv zu vermeiden.</li>
    <li>Korrekturen sollten immer den Respekt vor dem Text des / der Lernenden widerspiegeln und den Text eben nicht in ein Feld der bombengleichen Einschl&#228;ge des Rotstiftes machen. Ja, auch Korrektur kann &#228;sthetisch angemessen und unangemessen sein.</li>
    <li>Aufgabe des Lehrers ist es nicht, ein Kind zu demotivieren, sondern dieses von seinen St&#228;rken ausgehend zu f&#246;rdern. Wenn in einem Text von 150 W&#246;rtern 30 W&#246;rter falsch geschrieben sind, macht es, vor allem f&#252;r Kinder mit Schwierigkeiten beim Schreiben und beim Lesen, einen riesigen Unterschied, ob ich unter eine Arbeit oder eine Hausaufgabe „Du hast 30 Fehler“ oder „Du hast 120 von 150 W&#246;rtern richtig geschrieben“ schreibe.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des Schreibens muss sich an dem orientieren, was Kinder k&#246;nnen und ebenso an dem, was Kinder &#252;ben m&#252;ssen. Angesichts der nach wie vor beeindruckenden Klassengr&#246;&#223;en gilt es hier, kreative ( = umsetzbare) Binnendifferenzierungsm&#246;glichkeiten zu suchen, die zumindest phasenweise eine individuelle F&#246;rderung m&#246;glich machen.</li>
    <li>Klassenarbeiten sind nicht nur Leistungs&#252;berpr&#252;fungen am Ende einer Unterrichtsphase, sondern Instrumente im Lernprozess. Deshalb gilt es, Wege zu finden, die mit Klassenarbeiten diagnostizierend und den weiteren Lernprozess f&#246;rdernd umgehen. Verbesserungen erf&#252;llen nur dann ihren Zweck, wenn sie in einen Reflexionsprozess &#252;ber die Fehler einf&#252;hren und diesen f&#252;r die weitere Arbeit fruchtbar machen.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des lustvollen Umgangs mit Texten und dem Schreiben ist in der Schule nicht nur Aufgabe der Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen, sondern eine Aufgabe der gesamte Schule und somit aller F&#228;cher! Die F&#228;higkeit, sich angemessen ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, ist f&#252;r alle F&#228;cher relevant und f&#252;r die Teilhabe an der Gesellschaft und die Entfaltung der Pers&#246;nlichkeit von so zentraler Bedeutung, dass alle Lehrer und Lehrerinnen entsprechende Kenntnisse &#252;ber F&#246;rderm&#246;glichkeiten haben m&#252;ssen.</li>
    <li>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler lernen am besten mit positiven Emotionen. Es geht also darum, f&#252;r Erfolgserlebnisse zu sorgen. Dazu kann es auch hilfreich sein, Fehler zwar als solche kenntlich zu machen, diese aber gegebenenfalls nicht notenrelevant werden lassen. Dies gilt insbesondere f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, aber nicht nur.</li>
    <li>Wenn es beim Schreiben strukturell darum geht, Gedanken so auszudr&#252;cken, dass sie sie von einem anderen, nicht anwesenden Menschen verstanden werden k&#246;nnen, sollten viel h&#228;ufiger und intensiver M&#246;glichkeiten genutzt werden, diese Texte auch wirklich wichtig werden zu lassen. Hierzu k&#246;nnen „Ver&#246;ffentlichungen“ in der Lerngruppe ebenso dienen wie beispielsweise Sch&#252;lerzeitungen, Lesungen in einer Klasse oder &#252;ber diese hinaus, Schreibwettbewerbe, gemeinsam erstellte Weblogs und Wikis und einfach alles, was zum Schreiben f&#252;r andere einl&#228;dt. Es geht also auch um die Frage, wie Texte Leser und Leserinnen finden  – und ein solcher Leser oder eine solche Leserin sollte eben nicht nur der Lehrer oder die Lehrerin sein, wenn man will, dass Lernende nicht prim&#228;r f&#252;r Lehrende schreiben.</li>
    <li>Um das Schreiben zu lernen muss viel gelesen werden. Dabei ist auch das Vorlesen von zentraler Bedeutung, da dies f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler motivierend ist und diese auf diesem Wege ganz viel Wissen erwerben k&#246;nnen (auch &#252;ber das Lesen).</li>
    <li>Vor allem Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, aber nat&#252;rlich auch alle anderen, d&#252;rfen nicht blo&#223; gestellt werden. Will ich etwas &#252;ber die  Lesef&#228;higkeiten der Kinder erfahren, kann es eine durchaus bedenkenswerte Alternative sein, Texte auf Kassette oder als MP3 aufzeichnen zu lassen, statt jeden vor der Klasse lesen zu lassen. In diesem Zusammenhang kann es auch hilfreich sein, wenn Kinder Texte mitlesen, die sie vorgelesen bekommen. Gut eingelesene H&#246;rb&#252;cher k&#246;nnen hier eine gro&#223;e Hilfe sein.</li>
    <li>Es gilt, mit den Kindern &#220;bungsstrategien zu erlernen und einzusetzen, die eher dem Prinzip der Kontinuit&#228;t als des gro&#223;en Umfangs in kurzer Zeit dienen.</li>
    <li>Und weil es so wichtig ist, noch einmal: Im Zentrum des Lesens und Schreibens stehen die Ausdrucksf&#228;higkeit, das „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit und vor allem die Lust am Lesen und Schreiben. Ohne diese Lust wird das Erreichen eines formgerechten Schreibens erschwert. Rechtschreibung ist ein Beiwerk, ein Mittel und nicht der Zweck, so wenig sie aus dem Blick verloren werden darf.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/18/zwilling-oder-motive-finden/" rel="bookmark" title="18. September 2008">Zwilling – oder: Motive finden</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/" rel="bookmark" title="9. M&#228;rz 2010">Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/01/schmoeker-schnipsel-vom-auswendiglernen/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2009">Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.317 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy41"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Rechtschreibung \u2013 wichtig und sekund\u00e4r, oder: Vom Lesen und Schreiben "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/09\/18\/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy41').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fortbildung/" title="Fortbildung" rel="tag">Fortbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhalt/" title="Inhalt" rel="tag">Inhalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/korrekturen/" title="Korrekturen" rel="tag">Korrekturen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/lrs/" title="LRS" rel="tag">LRS</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlichkeit/" title="Persönlichkeit" rel="tag">Persönlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rechtschreibung/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/rechtschreibung-deutsch-sek-i/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verb/" title="Verb" rel="tag">Verb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/verstehen/" title="Verstehen" rel="tag">Verstehen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wortschatz/" title="Wortschatz" rel="tag">Wortschatz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Der Kampf um die Definitionsmacht oder: Von korrekter Schreibung zu angemessenem Ausdruck</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/07/30/der-kampf-um-die-definitionsmacht-oder-von-korrekter-schreibung-zu-angemessenem-ausdruck/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/07/30/der-kampf-um-die-definitionsmacht-oder-von-korrekter-schreibung-zu-angemessenem-ausdruck/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 15:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexionen]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1930</guid>
		<description><![CDATA[Das Chaos begann 1996, vor nunmehr dreizehn Jahren, ohne dass die damals ausgel&#246;ste Verwirrung ein Ende h&#228;tte. Aus dem „&#223;“ wurde in vielen F&#228;llen ein Doppel-s, die Aneinanderreihung von drei Konsonanten wurde festgelegt (Schifffahrt; F&#252;lllinie…), die Getrennt- und Zusammenschreibung wurde &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/07/30/der-kampf-um-die-definitionsmacht-oder-von-korrekter-schreibung-zu-angemessenem-ausdruck/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Chaos begann 1996, vor nunmehr dreizehn Jahren, ohne dass die damals ausgel&#246;ste Verwirrung ein Ende h&#228;tte. Aus dem „&#223;“ wurde in vielen F&#228;llen ein Doppel-s, die Aneinanderreihung von drei Konsonanten wurde festgelegt (Schifffahrt; F&#252;lllinie…), die Getrennt- und Zusammenschreibung wurde ebenso neu geregelt, wie Teile der Zeichensetzung.</p>

<p>Es bedurfte zweier weiterer Reformen, bis sich zumindest ein wenig Ruhe in Sachen Rechtschreibreform einstellte. In meinen Augen eine v&#246;llig unberechtigte Ruhe, da die Diskussion um die Rechtschreibreform eine Seite des schriftlichen Ausdrucks in den Blick zur&#252;ck geholt hat, die vorher weitgehend unber&#252;cksichtigt blieb, eine Seite, die sogar das <a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs19980714_1bvr164097.html" target="_blank">Bundesverfassungsgericht</a> und den Deutschen Bundestag besch&#228;ftigt hat. Der <a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/101/1310183.asc" target="_blank">Bundestag beschloss 1998</a> <span id="more-1930"></span>unter anderem folgenden Absatz:</p>

<blockquote>„Der Deutsche Bundestag ist der &#220;berzeugung, da&#223; sich die Sprache im Gebrauch durch die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, die t&#228;glich mit ihr und durch sie leben, st&#228;ndig und behutsam, organisch und schlie&#223;lich durch gemeinsame &#220;bereinkunft weiterentwickelt. Mit einem Wort: Die Sprache geh&#246;rt dem Volk.“</blockquote>

<p>Es gibt also grundlegende &#220;bereink&#252;nfte, aber die st&#228;ndige Kulturkritik an der Sprachentwicklung – ich kann mich solcher kritischer &#196;u&#223;erungen selbst auch nicht enthalten! – muss ihre Positionen begr&#252;ndet in den Dialog einbringen, um aus organischen Entwicklungen heraus an gemeinsamen &#220;bereink&#252;nften mitzuwirken.</p>

<p>Es geht im Rahmen der Besch&#228;ftigung mit Sprache und deren Verschriftlichung also um eine Reflexion der Sprachentwicklung, die es zu verstehen und gegebenenfalls auch zu kritisieren gilt, die aber von noch so gut begr&#252;ndeter Kritik kaum aufzuhalten ist.</p>

<p>Dabei macht es einen gro&#223;en Unterschied, ob man sich in einen reflexiven Dialog &#252;ber Sprache einl&#228;sst und auch die Varianten im (schrift)sprachlichen Kontext ber&#252;cksichtigt oder ob man f&#252;r sich selbst eine Definitionsmacht in Anspruch nimmt, die zum Beispiel (amtlich zugelassene) Varianten ausschlie&#223;t oder ob man sich der reflexiven Sprachbeobachtung stellt.</p>

<p>Die Auseinandersetzung um diese Fragen hat jetzt neue Nahrung bekommen. Auf der einen Seite steht die f&#252;nfundzwanzigste Auflage des <a href="http://duden.de" target="_blank">Dudens</a> zur deutschen Rechtschreibung, die nur drei Jahre nach der vierundzwanzigsten Auflage erschienen ist, auf der anderen Seite steht der Klettverlag, der unter dem Markennamen „<a href="http://pons.eu" target="_blank">Pons</a>“ nun, vor allem durch sein f&#252;r den Nutzer kostenfreies Onlineangebot zur deutschen Rechtschreibung, einiges an Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, insbesondere auch deshalb, weil „Pons“ gezielt die Nutzer des Angebots zur dessen Weiterentwicklung heranziehen will.</p>

<p>Das sind auf den ersten Blick Kleinigkeiten. Immerhin bietet „Duden“ (gegen Bezahlung) einen umfassenderen Dienst an, der auch Wortdefinitionen etc. enth&#228;lt und au&#223;erdem einen „Korrektor“, der die von der Dudenredaktion als sinnvolle Schreibvarianten in der geschriebenen Alltagssprache durchaus durchzusetzen in der Lage sein k&#246;nnte.</p>

<p>Der Vorteil eines Programms, dass einigerma&#223;en zuverl&#228;ssig Schreibfehler in Texten findet, ist die Vorstellung, dass in der gro&#223;en Verunsicherung, die die Rechtschreibreformen der vergangenen Jahre ausgel&#246;st hat, auf diesem Wege zuverl&#228;ssig Sicherheit gefunden werden k&#246;nnte. Der Nachteil eines Korrekturprogramms ist, dass die Illusion entsteht, man m&#252;sse &#252;ber Fragen der Rechtschreibung nicht mehr nachdenken, da das ja andere f&#252;r einen &#252;bernehmen, die zudem noch auf die Sprachentwicklung schauen und regelm&#228;&#223;ig neue Worte in <em>ihren</em> Wortschatz aufnehmen.</p>

<p>Dabei wird allerdings folgendes vergessen:</p>

<blockquote>„Nur f&#252;r diejenigen Personen, die zum Staat oder juristischen Personen des &#246;ffentlichen Rechts in einem Sonderrechtsverh&#228;ltnis stehen (Beamte, Richter, Soldaten, Studenten, Sch&#252;ler), ist die Rechtschreibung einschlie&#223;lich reformierter Regeln durch Verwaltungsvorschrift bindend.” (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtschreibreform" target="_blank">Quelle: Wikipedia</a>)</blockquote>

<p>Dies entspricht zwar nicht dem Umgang mit Rechtschreibung im Alltag, ist aber durchaus bemerkenswert, insbesondere auch deshalb, weil Verlage und Zeitungsredaktionen im Rahmen der Rechtschreibreform teilweise Hausregeln aufstellten, denen die Mitarbeiter im Rahmen von Publikationen zu folgen haben, die aber teilweise den amtlichen Regelungen zuwider liefen. Und au&#223;erdem habe Schriftsteller Rechtschreibung und Zeichensetzung schon immer als Mittel des Ausdrucks benutzt und f&#252;r ihre Zwecke ver&#228;ndert.</p>

<p>Dennoch ist es nach wie vor &#252;blich, dass die orthographische Korrektheit von Texten an den amtlichen Regelungen bzw. noch viel st&#228;rker an den Vorgaben des Dudens gemessen wird. Das wird einfach erwartet und deshalb ist es durchaus sinnvoll, dass ich als Lehrer im Kontext von Schule gezwungen bin, mich an diese Rechtsvorschriften zu halten. (Was ich in einem privaten Blog wie diesem hier mache, ist davon &#252;brigens v&#246;llig unber&#252;hrt!)</p>

<p>Doch sp&#228;testens in der Oberstufe w&#228;re der Zeitpunkt gekommen, neben die F&#228;higkeit des Schreibens gem&#228;&#223; der amtlichen Regelungen Reflexionen &#252;ber Sprachentwicklung und die M&#246;glichkeiten des sprachlichen Ausdrucks durch Varianz und Abweichung von amtlichen Regelungen in den Blick zu nehmen.</p>

<p>Dies schreibe ich im Konjunktiv, denn leider beobachte ich eine sehr starke Tendenz zu einer gro&#223;en Beschr&#228;nktheit des sprachlichen Ausdrucksverm&#246;gen bis hin zu Abiturarbeiten, die auch Auswirkungen auf die Reflexionsf&#228;higkeit (&#252;ber Sprache) hat. Diese Tendenz dr&#252;ckt sich unter anderem in folgenden Ph&#228;nomen aus:</p>

<ol>
    <li>Das „richtige“ Schreiben gem&#228;&#223; der amtlichen Regelungen f&#228;llt Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern h&#228;ufig schwer, was auch mit der Verwirrung zu tun hat, die durch das Hin und Her der Reformen entstanden ist. Die mit der Reform verbundenen Ziele einer Vereinfachung der deutschen Rechtschreibung wurde meines Erachtens nicht erreicht.</li>
    <li>Individuelle Sprachentwicklung hat mit der praktischen Auseinandersetzung mit Sprache zu tun. Hier hat Schule nur begrenzte M&#246;glichkeiten, da sie private Lekt&#252;re, die &#252;ber schulische Pflichtlekt&#252;ren hinaus geht, nicht erzwingen kann. Schule kann zwar versuchen, Lust auf B&#252;cher und Zeitungen (auch in online verf&#252;gbarer Form) zu machen, hat aber keine Garantie, dass dies gelingt.</li>
    <li>Aus 2. erkl&#228;rt sich f&#252;r mich, dass der Wortschatz, &#252;ber den Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen am Ende ihrer Schulzeit verf&#252;gen, bei weitem nicht so gro&#223; ist, wie er meiner Meinung nach sein k&#246;nnte. F&#252;r mich steht im Augenblick die Frage im Raum, ob es nicht auch im Deutschunterricht sinnvoll sein k&#246;nnte, Vokabelhefte zu f&#252;hren und die Kenntnisse von im Unterricht eingef&#252;hrten W&#246;rtern auch zu &#252;berpr&#252;fen. Die Bedeutung des Wortschatzes liegt f&#252;r mich vor allem darin, dass mit dem Wortschatz auch die F&#228;higkeit zur differenzierten Reflexion von Sachverhalten verbunden ist. Anders ausgedr&#252;ckt: Bildung hat f&#252;r mich mit der F&#228;higkeit zu tun, m&#246;glichst eigenst&#228;ndig reflexiv mit Wirklichkeit umzugehen, die zu erfassen aber auch entsprechende Ausdrucksm&#246;glichkeiten erfordert. In den Naturwissenschaften und der Mathematik sind es die Formeln und Formelsammlungen, die einen solchen Ausdruck erm&#246;glichen; in der Sprache ist es der Wortschatz, verbunden mit der F&#228;higkeit, grammatikalische Strukturen und deren M&#246;glichkeiten f&#252;r den Ausdruck zu nutzen.</li>
    <li>Sprachlich bedingte Vereinfachungen von Sachverhalten haben gesellschaftliche Auswirkungen, da sie zur Manipulation bzw. zur Reduktion von komplexen Zusammenh&#228;ngen genutzt werden k&#246;nnen. Das ist vor allem in Zusammenh&#228;ngen von Politik und Werbung ein bemerkenswertes Ph&#228;nomen. Wer hier „m&#252;ndige B&#252;rger“ haben will, muss die Reflexionsf&#228;higkeit auf sprachlichen Ausdruck und die Geltungsanspr&#252;che von Aussagen hin f&#246;rdern.</li>
    <li>Dazu geh&#246;ren auch die unter 3. schon angesprochenen grammatikalischen F&#228;higkeiten, die einen wesentlichen Bestandteil des sprachlichen Ausdrucks ausmachen. Meiner Beobachtung nach gibt es in schulischen Kontexten gerade in diesem Bereich viel zu tun – und zwar bereits in Bereichen wie dem grammatikalisch einigerma&#223;en einer Sachen angemessenem Satzbau.</li>
</ol>

<p>Wer aber definiert, was angemessen ist? Die reine Korrektheit gem&#228;&#223; Duden, <a href="http://www.wissenmedia.de/wissenmediaverlag/aktuelleswmv/news_details/article/223/wahrig-die-deutsche-rechtschreibung-jetzt-erhaeltlich.html" target="_blank">Wahrig</a> oder jetzt auch Pons ist es nicht. Die amtliche Regeln, denen ich als Lehrer verpflichtet bin, legen die Grundlagen, um sprachlich so weit zu kommen, dass der Umgang mit Sprache reflexiv werden kann, aber ob diese Regeln immer eine angemessene Auseinandersetzung mit einem Gegenstand bzw. mit einem Ziel des eigenen sprachlichen Ausdrucks erm&#246;glichen, wird bereits dadurch in Frage gestellt, dass es sich ausschlie&#223;lich um amtliche Regelungen der <em>Schrift</em>sprache handelt. W&#252;rde jeder und jede so <em>sprechen</em>, wie es die amtlichen Regelungen verlangen, bek&#228;me der m&#252;ndliche Ausdruck etwas ziemlich k&#252;nstliches und die organische Entwicklung der deutschen Sprache w&#228;re mit der amtlichen Festlegung, die bis zur n&#228;chsten Reform gelten, nur sehr eingeschr&#228;nkt m&#246;glich.</p>

<p>Wer also hat die Definitionsmacht dar&#252;ber, was korrekte Schreibung im Deutschen bedeutet? Nun, wenn es um die korrekte Schreibung geht, dann hat diese Definitionsmacht die amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung. Geschichtlich bedingt hat der „Duden“ bez&#252;glich Definitionsmacht nach wie vor ein gewichtiges Wort mitzusprechen, auch wenn sein Einfluss in den vergangenen Jahren wohl abgenommen hat. <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/863/482326/text/" target="_blank">Thomas Steinfeld bringt dies in der S&#252;ddeutschen Zeitung wie folgt auf den Punkt</a>:</p>

<blockquote>„Der Verlust an Autorit&#228;t [des Dudens – TL]  ist vor allem darin begr&#252;ndet, dass in der Verwirrung, die von der Reform der Rechtschreibung zur&#252;ckgelassen wurde (und wird), das Bewusstsein f&#252;r verbindliche Schreibungen deutlich besch&#228;digt wurde (wird).”</blockquote>

<p>Die Frage nach der Definitionsmacht &#252;ber Sprache muss ich aber ganz anders beantworten, wenn es um den angemessenen Umgang mit Wirklichkeit geht, die in Sprache ausgedr&#252;ckt werden soll. Die Dichter haben es von jeher vorgemacht, wenn sie vor allem im formalen Bereich, aber auch im Ausdruck, Wege gingen, die die Zahl der Fehler im schulischen Kontext und den dort vorgegebenen Regeln ins astronomische steigen lassen w&#252;rden (z.B. im Rahmen der<a href="http://vdeutsch.eduhi.at/literatur3/ly_konkret_vtfg.htm" target="_blank"> Konkreten Poesie</a> oder auch in Werken wie Joyces „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Finnegans_Wake">Finnegans Wake</a>” und Reinhard Jirgls <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0312/leipzigerbuchmesse/0009/index.html" target="_blank">eigenst&#228;ndiges Zeichensystem</a>)</p>

<p>Die Definitionsmacht bez&#252;glich korrekten und angemessenen Ausdrucks ist also unterschiedlich: Die Korrektheit bestimmen amtliche Regeln (und anerkannte W&#246;rterb&#252;cher); die Angemessenheit des Ausdrucks bezogen auf einen Dialog mit der Wirklichkeit aber wird von der Sache und der Person bestimmt, die im Rahmen ihrer pers&#246;nlichen Begegnung mit der Wirklichkeit Ausdrucksformen sucht, die Wirklichkeit in einem System von Zeichen auszudr&#252;cken vermag. Da kann es dann durchaus sein, dass amtliche Regelungen und kommerzielle „Korrektoren” eher kontraproduktiv sind und der Satz, dass die Sprache dem Volk geh&#246;re noch einmal anders gefasst werden muss: Die Sprache geh&#246;rt demjenigen, der in ihr in die Auseinandersetzung und den Dialog mit der ihn umgebenden Wirklichkeit tritt.</p>

<p>Um eine solche eigene Sprache entwickeln zu k&#246;nnen und in ihr dennoch kommunikationsf&#228;hig zu bleiben, stellt sich f&#252;r mich die Frage, was dann sprachliche <em>Bildung</em> ist, die ja eben &#252;ber Orthographie hinaus geht, will sie Bildung im Sinne der F&#228;higkeit sein, eigenst&#228;ndig Welt zu gestalten. (Dank an <span>Andrea Mayer-Edoloeyi alias <a href="http://twitter.com/ThemaTisch/status/2727975383" target="_blank">thematisch</a>) Was k&#246;nnte das f&#252;r den Gang schulischer Sprachbildung bedeuten?:</span></p>

<ol>
    <li><span>Schule lehrt Schriftsprache. Ein solches Lehren ist nur entlang verbindlicher Regeln m&#246;glich, an die sich Lehrende im Unterricht nicht nur deshalb zu halten haben, weil sie dazu verpflichtet sind, sondern auch, weil solche Regeln den sicheren Rahmen bilden, in dem das Erlernen von korrekter Schriftsprache &#252;berhaupt erst m&#246;glich ist. Das &#220;berschreiten der Grenzen von korrektem zum angemessenem Ausdruck – mir ist nat&#252;rlich bewusst, dass diese Grenze flie&#223;end ist bzw. oft gar nicht so strikt existiert und die Trennung in diese beiden Bereiche im Kontext dieses Artikels vor allem eine analytische ist, die einem Ph&#228;nomen angemessen zu begegnen versucht – ist ein Schritt, der das Beherrschen der verbindlichen Regeln voraussetzt.</span></li>
    <li><span>Schule arbeitet gezielt an der Entwicklung des Wortschatzes. Gezieltes Arbeiten bedeutet hier nicht nur, dass alleine im Unterricht die Bildung des Wortschatzes wichtig w&#228;re, sondern auch die Beratung der Erziehungsberechtigten bez&#252;glich Lesef&#246;rderung, an der sich Schule wiederum im Rahmen ihrer M&#246;glichkeiten selbstverst&#228;ndlich beteiligt.</span></li>
    <li><span>Schule arbeitet gezielt am Ausdrucksverm&#246;gen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, wobei auch Formen des kreativen Schreibens eingesetzt werden. Dieser Punkt hat f&#252;r mich mit der Beobachtung zu tun, dass viele Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen beim Schreiben erz&#228;hlender Texte zu einem weit besseren Ausdruck in der Lage sind als er dann in Klassenarbeiten wiederzufinden ist. Wenn dem so ist, steht die Frage im Raum, wie die vorhandenen Ausdrucksf&#228;higkeiten f&#252;r z.B. interpretierende Texte f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nutzbar gemacht werden k&#246;nnen.
</span></li>
    <li><span>Schule arbeitet zumindest auf ein Mindestma&#223; an Reflexionsf&#228;higkeit &#252;ber Sprache hin. Hier ist bei l&#228;ngeren Schulzeiten, wie bspw. im Gymnasium oder der gymnasialen Oberstufe an Gesamtschulen, sicherlich mehr m&#246;glich als an Haupt- und Realschulen. Ziel muss es sein, dass dies sehr ambitioniert ist, wei&#223; ich, zumindest in Ans&#228;tzen aufzuzeigen, dass ein angemessener Ausdruck gegebenenfalls manche Freiheiten gegen&#252;ber amtlich korrektem Ausdruck mit sich bringt.</span></li>
</ol>

<p>Bezogen auf die Debatten der Sprachdidaktiken in den letzten Jahren, sage ich nichts Neues. Ich schreibe aber bewusst nicht, dass nur oder vor allem der Deutsch- oder Sprachunterricht den genannten Aufgaben verpflichtet ist, sondern die Schule in ihrer Gesamtheit hat hier einen Bildungsauftrag, der weit &#252;ber formale Korrektheiten hinaus geht! Auch in z.B. gesellschaftswissenschaftlichen oder k&#252;nstlerischen F&#228;chern geht es um Formen des (sprachlichen) Ausdrucks. Ja, selbst in F&#228;chern, deren Ausdrucksmittel eher in Formeln naturwissenschaftlicher und mathematischer Art liegen, geht es um die Frage, wie ein Sachverhalt, ein Ph&#228;nomen, ein Teil der uns umgegbenden Wirklicheit ausgedr&#252;ckt werden kann.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/" rel="bookmark" title="18. September 2009">Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/" rel="bookmark" title="21. April 2009">Wenn Fehler aufh&#246;ren Fehler zu sein oder: Gedanken zur Sprachentwicklung</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 5.113 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy44"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Der Kampf um die Definitionsmacht oder: Von korrekter Schreibung zu angemessenem Ausdruck "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/07\/30\/der-kampf-um-die-definitionsmacht-oder-von-korrekter-schreibung-zu-angemessenem-ausdruck\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy44').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/definition/" title="Definition" rel="tag">Definition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturkritik/" title="Kulturkritik" rel="tag">Kulturkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rechtschreibung/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexionen/" title="Reflexionen" rel="tag">Reflexionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/regeln/" title="Regeln" rel="tag">Regeln</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprachentwicklung/" title="Sprachentwicklung" rel="tag">Sprachentwicklung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wortschatz/" title="Wortschatz" rel="tag">Wortschatz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/07/30/der-kampf-um-die-definitionsmacht-oder-von-korrekter-schreibung-zu-angemessenem-ausdruck/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Die Bildungsfrage als Medienfrage</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 18:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Marshall McLuhan]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Wikis]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1840</guid>
		<description><![CDATA[Ein Satz in einem Blogeitrag von Jean-Pol Martin, der mich sofort anspricht, dem ich zustimme, ohne zu wissen warum. Ein Satz dem ich nachgehen muss und der sinngem&#228;&#223; sagt: Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden. „The Medium &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Satz in einem Blogeitrag von <a href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean-Pol Martin</a>, der mich sofort anspricht, dem ich zustimme, ohne zu wissen warum. Ein Satz dem ich nachgehen muss und der sinngem&#228;&#223; sagt: <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/06/26/twitter-als-arbeitsplatz/" target="_blank">Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden</a>.</p>

<p>„The Medium is the Message“ schrieb der Medientheoretiker <a href="http://www.marshallmcluhan.com" target="_blank">Marshall McLuhan</a> ein wenig plakativ. Und an anderer Stelle:</p>

<blockquote>„We look at the present through a rear-view mirror. We march backwards into the future.“ (<a href="http://www.marshallmcluhan.com/poster.html" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>&#220;bersetzt hei&#223;t das etwa: „Wir betrachten die Gegenwart durch einen nach hinten gerichteten Spiegel. Wir gehen r&#252;ckw&#228;rts in die Zukunft.“</p>

<p>F&#252;r die gegenw&#228;rtige Bildungsdebatte in mehr und mehr selbstverst&#228;ndlich digital gepr&#228;gten Zeiten, zumindest f&#252;r die j&#252;ngere  und ein paar interessierte Mitglieder der &#228;lteren Generation, stellt sich f&#252;r mich die Frage, was ich in diesem nach hinten oder auch r&#252;ckw&#228;rts gewandten Spiegel sehe.<span id="more-1840"></span></p>

<p>Als erstes kommt mir die f&#252;r Bildung lange Zeit relevante und auch heute nicht zu verachtende Buchkultur in den Sinn.</p>

<p>Ich stelle mir vor, man h&#228;tte vor ein paar hundert Jahren einem Jugendlichen ein Buch in die Hand gegeben und gesagt: Bitte, hier ist das neue Medium, das Medium der Zukunft, mach was draus – und h&#228;tte dann den Jugendlichen mit einem Buch und einem Schreibwerkzeug alleine gelassen. Was h&#228;tte der Jugendliche wohl getan? Ganz sicher h&#228;tte er das Buch nicht als ein Medium f&#252;r Bildungszwecke entdeckt. Vielmehr h&#228;tte er vielleicht Zeichnungen hinterlassen. Diese h&#228;tten m&#246;glicherweise denjenigen erschreckt, der den Jugendlichen das Medium „Buch“ an die Hand gegeben hat: M&#246;glicherweise w&#228;re angeprangert worden, dass das Medium f&#252;r Bildungszwecke ungeeignet sei. Vielleicht h&#228;tte der eine oder andere, der das Medium in die Hand der Jugendlichen gab, auch obsz&#246;ne Zeichnungen entdeckt oder solche von Waffen und w&#228;re zu dem Schluss gekommen, dass dieses Medium Jugendliche negativ beeinflusst und einen restriktiveren Zugang zu diesem Medium gefordert.</p>

<p>So ist die Geschichte bei der Einf&#252;hrung des Buchs als Leitmedium der Bildung nicht gelaufen: Wer ein Buch in die Hand bekam, hatte Unterricht im Lesen und im Schreiben, konnte mit der Produktion von Text &#252;ber die Rezeption von Texten umgehen und so zu einem angemessenen Umgang mit dem Medium gelangen und den Lernerfolg erzielen, der mit der Vorstellung „Buch“ verbunden wurde.</p>

<p>Das Medium wurde also als ein Teil des Bildungsprozess selbst betrachtet, die damit verbundene Schreibf&#228;higkeit wurde aber auch f&#252;r Briefe genutzt, die den Austausch mit anderen erm&#246;glichten. Die erlernten Techniken wurden mit den vorhandenen Formen der Kommunikation genutzt und es entstand im schriftlichen Bereich „<a href="http://www.fernuni-hagen.de/EUROL/termini/5420.htm" target="_blank">Intertexutalit&#228;t</a>“: Das vorhandene Medium wurde genutzt, um im textgebundenen Gespr&#228;ch mit anderen das Medium Nutzenden in einen Austausch zu kommen, der dann f&#252;r die eigene Produktion von Texten genutzt wurde.</p>

<p>Die Einf&#252;hrung des Buches brachte es also mit sich, dass die f&#252;r eine angemessene Nutzung des Mediums notwendigen Techniken vermittelt wurden. Diese Vermittlung fand mit B&#252;chern statt und schlug sich in neuen Texten nieder.</p>

<p>Und heute? Mir kommt es zunehmend so vor, als w&#252;rden die neuen Leitmedien (Computer und Internet) zwar den Jugendlichen als notwendige Instrumente an die Hand gegeben, die f&#252;r gegenw&#228;rtige Prozesse als unabdingbar angesehen werden, ohne die zur effektiven Nutzung dieser Medien notwendigen Kenntnisse im Umgang mit den Medien selbst zu vermitteln.</p>

<p>Auch heute muss man lesen und schreiben k&#246;nnen, um das Medium zu nutzen. Da hat sich gegen&#252;ber der Einf&#252;hrung des Buchs nicht viel ge&#228;ndert. Hinzu kommt aber die Notwendigkeit, &#252;ber den Schriftgebrauch hinaus auch direkt mit digitalen Medien verbundene Techniken zu erlernen und zu einem eigenen Teil im Bildungsprozess zu machen.</p>

<p>Was fr&#252;her der Umgang mit der Schreibfeder und dem Tintefass war, ist heute der Umgang mit Programmen. Und wenn fr&#252;her die Rezeption und das Erstellen von Texten im Zentrum stand, die &#252;ber B&#252;cher vermittelt wurden, so ist heute die Rezeption von Websites ein wichtiges Thema geworden.</p>

<p>Es reicht nicht, Menschen das zentrale Werkzeug der Gegenwart in den reicheren L&#228;ndern der Welt zur Verf&#252;gung zu stellen. Dar&#252;ber hinaus muss auch der Umgang mit diesem Werkzeug und des mit ihm produzierten Inhalts Teil des Bildungsprozesses sein.</p>

<p>Und damit bin ich wieder am Anfang dieses Beitrags. <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/06/26/twitter-als-arbeitsplatz/" target="_blank">Die Bildungsfrage kann nur &#252;ber die Medienfrage angegangen werden</a>. Etwas sch&#228;rfer ausgedr&#252;ckt: Die Bildungsfrage ist selbst Teil der Medienfrage.</p>

<p>Denke ich diese Gedanken weiter, so komme ich zu dem Schluss, dass der gegenw&#228;rtig eher restriktive Umgang mit digitalen Medien letztlich ein restriktiver Umgang mit den im produktiven Umgang mit den Medien liegenden Bildungschancen ist – zumindest so lange, wie die Stimmen, die einen anderen Umgang mit Medien in Bildungsprozessen fordern und vorausdenken, f&#252;r die praktische Bildungsarbeit weitgehend unerh&#246;rt bleiben.</p>

<p>Das bedeutet nicht, dass das Buch, die Zeitung, die Zeitschrift etc. tot w&#228;ren. Nach wie vor bilden diese Medien den Rahmen, der von digitalen Medien erweitert und langsam ver&#228;ndert wird. Lesen und Schreiben sind weiterhin unabdingbare Fertigkeiten, die den Bildungsprozess &#252;berhaupt erst m&#246;glich machen.</p>

<p>Das eigentlich neue und f&#252;r den Bildungsprozess nutzbar zu machende Element verdr&#228;ngt diese Medien und Techniken auf absehbare Zeit noch nicht. Was sich ver&#228;ndert ist die Form der Kommunikation. An die Stelle von Briefen, die in der Regel genau zwei Leute miteinander ins Gespr&#228;ch bringen, treten Blogs und, wenn es sich um eher private, nicht f&#252;r andere Augen direkt zug&#228;ngliche Austauschprozesse handelt, die E-Mail.</p>

<p>Gemeinsame Wissenskonstruktion erfordert heute Kompetenzen, die diese Wissenskonstruktion &#252;berhaupt erm&#246;glichen. Dazu geh&#246;rt all das, was heute unter dem Schlagwort „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz" target="_blank">Medienkompetenz</a>“ gef&#252;hrt wird:</p>

<blockquote>„<strong>Medienkompetenz</strong> bezeichnet nach <a title="Dieter Baacke" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Baacke" target="_blank">Dieter Baacke</a> die F&#228;higkeit, <a title="Massenmedien" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massenmedien" target="_blank">Medien</a> und ihre <a title="Inhalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inhalt" target="_blank">Inhalte</a> den eigenen Zielen und Bed&#252;rfnissen entsprechend zu nutzen.” (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz" target="_blank">Quelle</a>)</blockquote>

<p>Um sie aber f&#252;r diese eigenen Ziele und Bed&#252;rfnisse nutzen zu k&#246;nnen, muss ich mit ihnen umgehen k&#246;nnen. Das f&#228;ngt bei so einfachen Fragen wie der nach der Tastenkombination f&#252;r korrekte deutsche Anf&#252;hrungszeichen an und geht heute bis zu den Fragen, wie ein Wiki zur gemeinsamen Wissenskonstruktion genutzt werden kann, wie ein Blog erstellt und gepflegt wird, wie Bilder digital verarbeitet k&#246;nnen etc.</p>

<p>In diesen Bereichen beobachte ich bei Jugendlichen weit weniger Kompetenzen als es das Schlagwort von den „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_native" target="_blank">Digital Natives</a>“ vermuten lassen w&#252;rde.</p>

<p>Im Augenblick geben wir Jugendlichen Medien an die Hand, ohne die notwendigen Kenntnisse zum produktiven Gebrauch dieser Medien mit zu vermitteln. Und dann wundern wir uns, dass Jugendliche so mit dem Computer, dem Mobiltelefon oder mit den Communities im Netz umgehen, wie sie es tun. Wir wundern uns, dass Sch&#252;ler den Computer mehr f&#252;r Spiele und Chats nutzen als zum Erreichen ihrer eigenen Ziele. Dabei geht unter, dass der Gebrauch eines Computers als Arbeitsinstrument erst gelernt und dem entsprechend auch gelehrt werden muss, damit dieses Medium seine ganze positive Wirkung auf Biildungsprozesse &#252;berhaupt erst entfalten kann.</p>

<p>Dabei bieten digitale Medien ganz neue M&#246;glichkeiten der Vernetzung an, die nicht mehr nur bipolar ist, wie beim Brief, sondern multiplural geworden ist. Ein Blogeintrag kann potentiell von Millionen von Menschen gelesen und kommentiert werden; im Zusammenhang mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiki" target="_blank">Wikis</a> bietet sich die direkte Mitarbeit an Texten an (wenn die f&#252;r eine differenzierte Eintragung n&#246;tigen technischen Kenntnisse vorhanden sind), <a href="http://twitter.com" target="_blank">Twitter</a> erm&#246;glicht den gleichzeitigen Kontakt zu anderen an den Fragen interessierten Personen, die an dem gleichen Thema arbeiten wie ich, so ich wei&#223;, wie ich mit Twitter umgehen kann.</p>

<p>Auf diesen Wegen bieten sich M&#246;glichkeiten, die eigenen Fragen jederzeit zur Diskussion zu stellen, R&#252;ckmeldungen zu bekommen, die quantitativ und oft auch qualitativ das eigenen Arbeiten befruchten.</p>

<p>Doch solange bereits die Nutzung eines Textverarbeitungsprogramms an mangelnden Anwenderkenntnissen scheitert, werden diese Potentiale nicht genutzt werden k&#246;nnen.</p>

<p>F&#252;r Bildungsfragen ergeben sich aus diesen &#220;berlegungen f&#252;r mich folgende Fragen und zu ber&#252;cksichtigende Aspekte:</p>

<ol>
    <li>Der angemessene Einsatz von Medien setzt Kenntnisse in den Kulturtechniken Lesen und Schreiben voraus.</li>
    <li>Diese Kenntnisse werden mit Hilfe etablierter Medien und mit der Nutzung neuer Medien vermittelt und erworben.</li>
    <li>Dar&#252;ber hinaus m&#252;ssen Anwenderkompetenzen im Gebrauch mit Programmen vermittelt und genutzt werden.</li>
    <li>Ziel dieser Vermittlung von Anwenderkompetenzen ist es, die im Web 2.0 liegenden Bildungschancen f&#252;r den einzelnen Menschen zug&#228;nglich und nutzbar zu machen. Dabei bedarf es kritischer Reflexionsf&#228;higkeiten, die eine angemesse Einsch&#228;tzung der Inhalte und der Kommunikationsstrukturen in vernetzten Arbeitsprozessen erm&#246;glichen.</li>
    <li>Die Herausf&#252;hrung von Menschen aus der durch mangelnde Kompetenzen im Bereich digitaler Bildungs- und Arbeitsm&#246;glichkeiten entstehenden Unm&#252;ndigkeit ist letztlich kein Akt eines modischen und schnell vergehenden Medienhypes, sondern letztlich ein Akt der Fortf&#252;hrung der Aufkl&#228;rung im digitalen Zeitalter.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/19/prof-dr-martin-ist-pensioniert-und-wird-noch-immer-klueger/" rel="bookmark" title="19. Januar 2010">Prof. Dr. Martin ist pensioniert und wird noch immer kl&#252;ger…</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/10/22/isabel-abedi-isola-moegliche-themen-brainstorming/" rel="bookmark" title="22. Oktober 2008">Isabel Abedi, Isola – M&#246;gliche Themen (Brainstorming)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/12/herausforderung-medienpaedagogik/" rel="bookmark" title="12. M&#228;rz 2009">Herausforderung Medienp&#228;dagogik</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.037 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy47"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Die Bildungsfrage als Medienfrage "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/06\/28\/die-bildungsfrage-als-medienfrage\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy47').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsdebatte/" title="Bildungsdebatte" rel="tag">Bildungsdebatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buch/" title="Buch" rel="tag">Buch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jean-pol-martin/" title="Jean-Pol Martin" rel="tag">Jean-Pol Martin</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kulturkritik/" title="Kulturkritik" rel="tag">Kulturkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/marshall-mcluhan/" title="Marshall McLuhan" rel="tag">Marshall McLuhan</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/technik/" title="Technik" rel="tag">Technik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/vernetzung/" title="Vernetzung" rel="tag">Vernetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/web-20-medien/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wikis/" title="Wikis" rel="tag">Wikis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/06/28/die-bildungsfrage-als-medienfrage/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Bildung, Wissen, Kompetenzen</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2009 22:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeinbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Schiller]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Grammatik]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Rumpf]]></category>
		<category><![CDATA[Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[LdL]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen durch Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Wagenschein]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Satz]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm von Humboldt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1468</guid>
		<description><![CDATA[Belangloses Wissen hat Hochkonjunktur. Wissen ohne Bez&#252;ge zur eigenen Person ist allgegenw&#228;rtig. Und ich sage es lieber schon gleich zu Beginn, dass ich dagegen nach wie von dem Bildungsbegriff (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang von einem Bildungsideal zu sprechen) &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Belangloses Wissen hat Hochkonjunktur. Wissen ohne Bez&#252;ge zur eigenen Person ist allgegenw&#228;rtig. Und ich sage es lieber schon gleich zu Beginn, dass ich dagegen nach wie von dem Bildungsbegriff (ich weigere mich, in diesem Zusammenhang von einem Bildungsideal zu sprechen) Wilhelm von Humboldts gepr&#228;gt bin und diesen nach wie vor f&#252;r bedeutsam halte. Zun&#228;chst eine Bestandsaufnahme:</p>

<ul>
    <li>Bildung wird heute mit Schulabschl&#252;ssen gleich gesetzt und dabei in h&#246;here und nicht h&#246;here Bildung aufgeteilt. Ohne Bildung in diesem formalen Sinne<span id="more-1468"></span> geraten Menschen heute schnell in die sogenannte „Bildungsarmut“. Eine interessante Zusammenstellung zum Thema liefert das von der <a href="http://www.bpb.de" target="_blank">Bundeszentrale f&#252;r politische Bildung</a> herausgegebene Heft <a href="http://www.bpb.de/publikationen/JQJWQK,,0,Bildungsmisere.html" target="_blank">Aus Politik und Zeitgeschichte (B 21-22/2003)</a>, in dem die „Bildungsmisere“ in Deutschland umfassend aufgegriffen wird.</li>
    <li>„Wissen“ ist heute Gegenstand der Unterhaltung, in Quizsendungen mit sehr beeindruckenden Gewinnm&#246;glichkeiten (ohne diese Geldsummen w&#228;ren diese Sendungen wahrscheinlich noch offensichtlicher langweilig als sie es eh schon sind), aber auch in den zahlreichen, oft als „Dokumentationen“ daher kommenden „Wissens“-Sendungen vor allem im Fernsehen.</li>
    <li>Die Begriffe „Wissen“ und „Bildung“ werden oft synonym gebraucht, so z.B. im Titel von Dietrich Schwanitz’ „Bildung. Alles, was man wissen mu&#223;“, M&#252;nchen, 24. Auflage 2002.</li>
    <li>Neben den Begriffen „Wissen“ und „Bildung“ spielt in der gegenw&#228;rtige „Bildungs“-Debatte auch der „Kompetenz“-Begriff eine nicht unbedeutende Rolle.</li>
</ul>

<p>Mir kommt das wie ein gordischer Knoten der Vermengung, Gleichsetzung und Entleerung bis zur Bedeutungslosigkeit der W&#246;rter vor – Grund genug, den Begriffen einmal ein wenig nach zu gehen, ohne den Anspruch auf ein letztes Wort zu erheben. Das ist ein Blog-Eintrag, nicht mehr, aber auch nicht weniger.</p>

<p>Und schon sto&#223;e ich auf das erstes Problem: Alle hier von mir in den Fokus genommen Begriffe sind keine voraussetzungslosen Begriffe, alle drei Begriffe ergeben sich in ihrer Bedeutung aus einer Grundeigenschaft von (vielen) Lebewesen, n&#228;mlich der Eigenschaft, dass Lebewesen lernen. Den Menschen zeichnet dar&#252;ber hinaus (nach unserem bisherigen Kenntnisstand) die Eigenschaft aus, dass er &#252;ber solche Prozesse selbst nachdenken kann und daraus folgend die F&#228;higkeit entwickeln konnte „Ich“ zu sagen, sich also als ein &#252;ber sich selbst reflektieren k&#246;nnendes Individuum erf&#228;hrt, das nicht nur implizites, sondern auch explizites Wissen erzeugen kann.</p>

<p>Kurz: Dass wir Menschen lernen ist die Voraussetzung f&#252;r das Sprechen &#252;ber Bildung, Wissen und Kompetenzen.  Dabei lernt der Mensch schon alleine, weil er Mensch ist. Das Gelernte ist zun&#228;chst allerdings  kein explizierbares, also aussprechbares und damit in Pr&#252;fungen abrufbares Wissen (<a href="http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/wiss/wiss_2_2_1_1.htm" target="_blank">explizites Wissen</a>), sondern ein Wissen, dass nicht (vollst&#228;ndig) in Worten ausgedr&#252;ckt werden kann und vor allem ein „K&#246;nnen“ ist (<a href="http://www.teachsam.de/psy/psy_kog/lernth/wiss/wiss_2_2_1_2.htm" target="_blank">implizites Wissen</a>).</p>

<p>Ein Beispiel: Kinder lernen sprechen und k&#246;nnen es dann, ohne dass sie zun&#228;chst in der Lage w&#228;ren, die Regeln, denen ihre nach einer gewissen Zeit meist korrekt gebildeten S&#228;tze folgen, benennen zu k&#246;nnen. Kinder lernen laufen, ohne erkl&#228;ren zu k&#246;nnen, wie das Laufen funktioniert etc. (implizites Wissen).</p>

<p>Sp&#228;ter lernen Kinder dann in der Schule die Grammatik, die in die Lage versetzt &#252;ber korrekten Satzbau zu sprechen, Satzstrukturen zu analsysieren und die als Wissen &#252;berpr&#252;ft werden kann (explizites Wissen).</p>

<p>Betrachte ich die heutige Bildungsdiskussion, so scheint mir mit dem Begriff „Wissen“ vor allem dieses explizite, &#252;berpr&#252;fbare Wissen gemeint zu sein, solches Wissen also, dass in Lexika, Lehrb&#252;chern etc. zur Verf&#252;gung steht und das Menschen seit der Aufkl&#228;rung im Rahmen von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklop%C3%A4die" target="_blank">Enzyklop&#228;dien</a>“ sammeln und zur Verf&#252;gung stellen.</p>

<p>In diese Reihe geh&#246;rt auch Wikipedia, wenn es um das Ziel geht, m&#246;glichst gro&#223;e Teile des verf&#252;gbaren Wissens zug&#228;nglich zu machen.</p>

<p>Implizites Wissen rangiert in der Werteskala der „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wissensgesellschaft" target="_blank">Wissensgesellschaft</a>“ unter dem expliziten Wissen und wird entweder als selbstverst&#228;ndlich vorausgesetzt oder in eine explizierbare Form &#252;bertragen, deren Beherrschung dann &#252;berpr&#252;ft werden kann. Wer solche Pr&#252;fungen nachweisen kann, verf&#252;gt &#252;ber „formale Bildung“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_0_1468" id="identifier_0_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Auszug aus einem Werk zum Thema im Rahmen eines Projektes zur Ideengeschichte von der Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Lohmann findet sich als PDF-Dokument hier.">1</a></sup></p>

<p>Um „formale Bildung“ zu erreichen, sind bestimmte Kompetenzen notwendig, wobei der <a href="http://www.ewi-psy.fu-berlin.de/einrichtungen/arbeitsbereiche/eval-qs-qm/forschung/dfg-projekt_gesundheit/Kompetenzbegriff/index.html" target="_blank">Kompetenzbegriff</a> als solcher in Bildungszusammenh&#228;ngen <a href="http://www.ash-berlin.eu/uploads/media/Was_sind_Kompetenzen.pdf" target="_blank">sehr vielf&#228;ltig verwendet</a> und h&#228;ufig mit dem <a href="http://www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS_derivate_000000000908/04_KapA4.pdf;jsessionid=BC7958906E17F681CF261F5D93D797A6?hosts=" target="_blank">Qualifikationsbegriff</a> verbunden wird. In diesem Rahmen wird dann auch von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCsselqualifikation" target="_blank">Schl&#252;sselqualifikationen</a>“ gesprochen, zu denen unter anderem z. B. das Lesen und das Schreiben geh&#246;ren.</p>

<p>Und um die Vielfalt und Unsch&#228;rfe der Begriffe noch ein wenig weiter vorzuf&#252;hren, nenne ich noch die Weiterf&#252;hrung des Kompetenzenbegriffs in der Rede von „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Kompetenz" target="_blank">sozialen Kompetenzen</a>“, die heute auch unter dem Begriff „soft skills“ bekannt sind.</p>

<p>Der Kompetenzenbegriff ist also schillernd, mit der Folge, dass er in jedem Zusammenhang, in dem er verwendet wird, eigens ausdifferenziert werden muss, was auch nicht gerade zur Sch&#228;rfung des Begriffs im Sinne eines „expliziten Wissens“ beitr&#228;gt – aber nicht zu vermeiden ist, soll er von einem abstrakten Begriff in handhabbare Handlungszusammenh&#228;nge, wie sie beispielsweise in Bildungprozessen unabdingbar sind, &#252;bertragbar sein.</p>

<p>Der Kompetenzenbegriff ist in diesem Sinne ein Metabegriff, der sich von Schl&#252;sselqualifikationen (die ich hier lieber Schl&#252;sselkomeptenzen nenne) ausgehend in unterschiedlichen Handlungszusammenh&#228;ngen unterschiedlich zeigt, sodass man im konkreten Anwendungsfall von „Fachkompetenzen“ spricht.</p>

<p>Diese Fachkompetenzen sind dann mit Fachwissen verbunden, wobei es auch hier Wissensbest&#228;nde gibt, die als „Schl&#252;sselkompetenzen“ fach&#252;bergreifend vorausgesetzt werden, wobei wir z. B. einmal mehr beim Lesen und Schreiben w&#228;ren, das dementsprechend z. B. in der Schule eben nicht nur im Deutschunterricht gelernt werden kann, sondern auch im Verantwortungsbereich nahezu aller F&#228;cher, insbesondere aber von F&#228;chern wie Geschichte, Religion, Politik und Wirtschaft (Sozialkunde, Gemeinschaftskunde), Ethik, den Fremdsprachen…, liegt.</p>

<p>Im Deutschunterricht werden die explizierbaren Grundlagen und Anwendungsformen dieses „Wissens“ ins Zentrum gestellt, die Feinabstimmung kann nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen F&#228;cher gelingen, was f&#252;r mich dann auch wieder das zentrale Merkmal von „Schl&#252;sselkompetenzen“ widerspiegelt: Sie sind in ihrer Bedeutung f&#228;cher&#252;bergreifend und werden in den unterschiedlichen F&#228;chern mit fachspezifischen Zusatzqualifikationen angereichert.</p>

<p>====&gt;</p>

<p>Zusammenfassung:  Das Lernen ist Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Conditio_humana" target="_blank">Conditio Humana</a>, des Wesens des Menschen, und f&#252;hrt immer und bei jedem Menschen zu implizitem Wissen. Dieses implizite Wissen kann zu explizitem Wissen werden, wobei explizites Wissen dar&#252;ber hinaus in der Lage ist, dem Menschen neue Wissensgebiete zu erschlie&#223;en<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_1_1468" id="identifier_1_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="z. B. in der Physik, der Astronomie, der Philosophie, der Mathematik, der Geschichte, der Religion, der Ethik, in den Bereichen von Politik und Wirtschaft, kurz: in allen Gebieten, die f&amp;#252;r eine Wissensgesellschaft bezeichnend sind und deshalb z. B. f&amp;#252;r die Bundesrepublik Deutschland von zentraler Bedeutung sind">2</a></sup>. Explizites Wissen kann enzyklop&#228;discher Natur sein (ich nenne das in Anschluss an <a href="http://www.martin-wagenschein.de/" target="_blank">Martin Wagenschein</a> und <a href="http://www.adz-netzwerk.de/SCHULEN-DER-KORPERLOSIGKEIT-Vortrag-von-Horst-Rumpf-beim-Muensteraner-Konvent.php" target="_blank">Horst Rumpf</a> „Bescheid wissen“) oder anwendungsorientiert<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_2_1468" id="identifier_2_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So macht es einen Unterschied, ob z. B. eine Fremdsprache auf Beherrschen der grammatikalischen Regeln, Vokabelwissen und Schriftlichkeit hin gelernt wird oder ob, von diesen unabdingbaren Voraussetzungen ausgehend, auf Anwendbarkeit in konkreten Gespr&amp;#228;chen hin gelernt wird.">3</a></sup>, wobei es dann vom Wissen zum anwendbaren Wissen, also zur Kompetenz wird.</p>

<p>&lt;====</p>

<p>Und was hat das nun mit Bildung zu tun?</p>

<p>Die Antwort kann weder „Nichts“ noch alles „Alles“ hei&#223;en, sondern, wer h&#228;tte das gedacht, bedarf einer weiteren Differenzierung.</p>

<p>Und so kommt  jetzt endlich, wie oben angek&#252;ndigt, Humboldt ins Spiel.</p>

<p>„Bildung“, wie ich den Begriff hier verstehe, ist weder mit „Wissen“ noch mit „Kompetenzen“ identisch, noch von „Wissen“ und „Kompetenzen“ getrennt zu verstehen. Ich betone das an dieser Stelle, weil ich zunehmend den Eindruck habe, dass der Bildungsbegriff mehr und mehr mit verwertbarem „Wissen“ und somit mit „Kompetenzen“ gleich gesetzt wird, es vielleicht sogar die Tendenz gibt, im Rahmen eines „kompetenzenorientierten Unterrichts“ im schulischen Bereich die „Kompetenzen“ alleine ins Zentrum zu stellen, obwohl nat&#252;rlich jeder Lehrende wei&#223;, dass „Kompetenzen“ ohne „Wissen“ wie Autos ohne Motor, Fahrr&#228;der ohne Ketten, K&#246;rper ohne Gehirn sind. Vielleicht mit einer der Gr&#252;nde, warum erfahrene Lehrkr&#228;fte das Reden &#252;ber „Kompetenzen“ befremdlich finden…  Also, <a href="http://www.zeno.org/Philosophie/M/Humboldt,+Wilhelm+von?hl=humboldt" target="_blank">Humboldt</a>, jetzt endlich, mit einem<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung" target="_blank"> Zitat aus den enzyklop&#228;dischen Wissensbest&#228;nden der Wikipedia</a>:</p>

<blockquote>
<p style="text-align: left;"><strong>Bildung</strong> bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“.</p>

W&#228;hrend in der Umgangssprache mit dem Begriff Bildung eher andere Begriffe, wie „Belehrung“, „Schulbildung“ oder „Wissensvermittlung“ assoziiert werden, haftet seit <a title="Wilhelm von Humboldt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Humboldt" target="_blank">Wilhelm von Humboldt</a> in der Theorie und der Programmatik „dem Wort Bildung das Moment der Selbst&#228;ndigkeit, also des Sich-Bildens der Pers&#246;nlichkeit“ an (<a title="Hartmut von Hentig" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hartmut_von_Hentig" target="_blank">Hartmut von Hentig</a>).

Nach Humboldt ist Bildung „die Anregung aller Kr&#228;fte des Menschen, damit diese sich &#252;ber die Aneignung der Welt entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualit&#228;t und Pers&#246;nlichkeit f&#252;hren“.<sup id="cite_ref-0" class="reference"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung#cite_note-0" target="_blank">[1]</a></sup></blockquote>

<p><a href="http://www.didaktik.uni-jena.de/did_04/humboldt.htm" target="_blank">Anders ausgedr&#252;ckt</a>: Bildung findet dort statt, wo der Mensch als Individuum zu sich selbst findet.</p>

<p>Als Individuum zu sich selbst finden?  Diese Aussage ist zun&#228;chst einmal ein Hinweis darauf, dass sich Bildung nicht auf verwertbares und anwendbares, wom&#246;glich rein berufsbezogenes Wissen bezieht, dieses aber auch nicht ausschlie&#223;t, sondern &#252;ber es hinaus geht. Um es in einem nahe am Klischee scheinenden, kurzen Satz auszudr&#252;cken:</p>

<p>Bildung ist Pers&#246;nlichkeits- und eben nicht prim&#228;r Berufsbildung.</p>

<p>Bildung ist weit mehr als die mit ihr nat&#252;rlich verbundene Ausbildungs- oder Studierf&#228;higkeit, ist mehr als Qualifikation, mehr als Kompetenzen.</p>

<p>Die Aufgabe von Bildungsprozessen ist, inklusive all der qualifizierenden Aufgaben, den Prozess der ganzheitlichen Pers&#246;nlichkeitsentwicklung zu unterst&#252;tzen, zu begleiten und zu f&#246;rdern. Und somit findet Bildung nicht nur in der Schule statt, die aber auch in diesem Sinne einen ganz klaren Erziehungsauftrag hat. So hei&#223;t es in <a href="http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/374/3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=72920bec-b224-d901-be59-2697ccf4e69f.htm&amp;uid=3743019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2" target="_blank">§2 Abschnitt 1 des Hessischen (also des f&#252;r mich relevanten) Schulgesetzes</a> ausdr&#252;cklich:</p>

<blockquote><strong>Die Schulen</strong> im Lande Hessen erf&#252;llen in ihren verschiedenen Schulstufen und Schulformen den ihnen in Art. 56 der Verfassung des Landes Hessen erteilten gemeinsamen Bildungsauftrag, der auf humanistischer und christlicher Tradition beruht. Sie <strong>tragen dazu bei, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entfalten k&#246;nnen</strong>. (Hervorhebungen von Herrn Larbig)</blockquote>

<p>Alles „Wissen“, alle „Kompetenzen“ sind also der Aufgabe unterstellt, dazu beizutragen, dass Menschen ihre Pers&#246;nlichkeit in der Gemeinschaft entwickeln und entfalten k&#246;nnen. Das Gesetz spricht zwar nicht von der Entwicklung, aber diese geh&#246;rt zur Entfaltung unabdingbar dazu.</p>

<p>Um zur Pers&#246;nlichkeitsentwicklung und -entfaltung in Gemeinschaft beitragen zu k&#246;nnen, reicht die Vermittlung und das (Auswendig)Lernen von enzyklop&#228;dischen Wissensbest&#228;nden also nicht aus. Die fr&#252;her (und auch heute noch verbreitete) Rede von Lernzielen griff / greift zu kurz, da damit oft die Beherrschung eines gewissen Unterrichtsstoffes im Sinne von explizitem Wissen verstanden wurde / wird (Vokabeln, Jahreszahlen in Geschichte, Formeln in den Naturwissenschaften etc.).</p>

<p>Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, wurde in j&#252;ngerer Zeit der Kompetenzbegriff in die Bildungsdebatte eingebracht, der in der Lehrerausbildung, zumindest in der mir bekannten hessischen Lehrerausbildung, zunehmend an Gewicht gewinnt. Diesem Kompetenzbegriff geht es um anwendbares Wissen, womit wir dem Bildungsbegriff, wie ich ihn hier vertrete, schon ein gutes St&#252;ck n&#228;her gekommen sind, solange der Kompetenzbegriff nicht, was meiner Wahrnehmung nach leider durchaus geschieht, alleine auf einen Bereich der (berufs)praktischen Verwertbarkeit beschr&#228;nkt wird.</p>

<p>Vom humboldtschen Bildungsbegriff ausgehend, muss der Kompetenzenbegriff so verstanden werden, dass Menschen lernen, ihre individuellen Talente und F&#228;higkeiten in der Gemeinschaft entfalten zu k&#246;nnen. Und ein so verstandener Bildungsbegriff ist f&#252;r mich dann „Allgemeinbildung“, weit mehr also als Wissensbest&#228;nde, die allgemein als bekannt vorausgesetzt werden.</p>

<p>====&gt;</p>

<p>Zusammenfassung:</p>

<p>Mit dem humboldtschen Bildungsbegriff, der Wissen und Kompetenzen einschlie&#223;t, sich aber nicht auf diese Seiten der Bildung beschr&#228;nkt, ist zentral die Frage nach den Voraussetzungen, Bedingungen und M&#246;glichkeiten der Entfaltung der eigenen Pers&#246;nlichkeit in Gemeinschaft verbunden. Bildung bezieht sich hier ganzheitlich auf individuelle Pers&#246;nlichkeiten und nicht prim&#228;r auf &#246;konomisch verwertbares Wissen.</p>

<p>&lt;====</p>

<p>Bleibt, nach so viel Theorie, die Frage nach den praktischen Konsequenzen, wobei ich mich hier weitgehend auf die Konsequenzen f&#252;r den Teil des individuellen Bildungsprozesses beschr&#228;nke, der in der Schule bzw. im Umfeld der Schule stattfindet. Und um es gleich zu sagen: Bei allen Diskussionen um PISA, TIMMS und Co, hat sich gerade in der Richtung auf „Bildung“ hin, in den vergangenen Jahren sehr viel getan, ohne dass die Probleme wirklich gel&#246;st worden w&#228;ren:</p>

<ul>
    <li>Die hier erarbeitete Bestimmung des Bildungsbegriffs verlangt, dass das Individuum eine Chance zur Entfaltung der ihm / ihr eigenen Pers&#246;nlichkeit bekommt. Die heute mehr und mehr geforderte Sch&#252;lerorientierung von Unterricht verstehe ich in dieser Richtung.</li>
    <li>Es gibt Bedingungen, unter denen diese Entfaltung des Individuums besser oder schlechter gelingt. PISA und die entsprechenden OECD-Studien haben deutlich darauf hingewiesen, dass in Deutschland nach wie vor die sozialen (im Sinne von &#246;konomischen) Voraussetzungen mit dazu beitragen, wie weit dieser Prozess der Entfaltung des Individuums in Gemeinschaft mehr oder weniger gelingt. „Bildung“, wie sie hier verstanden wird und wenn sie genau diese Entfaltung f&#246;rdern soll, muss in ihrer Organisation daf&#252;r sorgen, dass diese sozialen (&#246;konomischen) Grenzen keine Rolle spielen. Und bei aller Kritik am deutschen Schulwesen, die in dieser Hinsicht immer wieder und als kritisches Korrektiv auch v&#246;llig zurecht laut wird, haben wir ein Schulsystem, das zumindest von der Idee her, so durchl&#228;ssig ist, wie es f&#252;r solche Bildungsprozesse theoretische notwendig ist. Dass dies in der Praxis nicht gelingt ist ein Problem, zu dem es zwar viele Ideen (Gemeinschaftsschule, Gesamtschule etc.) gibt, aber nur wenige die vorhandenen Grenzen durchl&#228;ssiger machende oder auf aufl&#246;sende L&#246;sungen. Und wenn ich auch nicht zu denen geh&#246;re, die im Zusammenhang von gelingender Bildung als erstes nach Geld rufen: Hier scheinen die sozialen Unterst&#252;tzungsma&#223;nahmen (Sch&#252;ler-BAF&#214;G…) bislang nicht angemessen zu greifen.</li>
    <li>In der Unterrichtspraxis geht es darum, die Individuen auch als solche wahrnehmen zu k&#246;nnen. Rechne ich einmal durch, wie viele dieser Individuen ich als solche zu f&#246;rdern haben, komme ich mit momentan 145 auf eine f&#252;r einen Lehrer noch recht &#252;bersichtliche Zahl, die aber, wenn ich mir vorstelle, dass ich 145 Mal individuell der Pers&#246;nlichkeitsentwicklung dienen (sic!) soll, schon erschreckend genug ist und in der Regel auch deutlich h&#246;her liegen kann. (Gehe ich von einem „Nebenfach”-Lehrer aus, der jeweils nur zweist&#252;ndig in den Jahrgangsstufen unterricht, kann dies z.B. in Sekundarstufe I zu bis zu 390 individuell zu f&#246;rdernden Kindern und Jugendlichen gehen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/#footnote_3_1468" id="identifier_3_1468" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier wird eine Klassengr&amp;#246;&amp;#223;e von 30 und ein Stundendeputat von 26 Stunden zu Grunde gelegt.">4</a></sup> Ob in diesem Rahmen der Bildungsauftrag mit dem hier zu Grunde gelegten Bildungsbegriff gelingen kann, m&#246;ge jeder selbst entscheiden.</li>
</ul>

<p>Wenn ich aber dennoch davon ausgehe, dass Unterricht gelingen kann, stellt sich die Frage, welche Methoden oder Metamethoden vor dem Hintergrund des hier vertretenen Bildungsbegriffs m&#246;glicherweise hilfreich sein k&#246;nnen.</p>

<p>F&#252;r mich ist klar, dass es sich um Methoden handeln muss, die in sich den Auftrag zur Erm&#246;glichung der Entfaltung von Individuuen in Gemeinschaft aufgreifen und m&#246;glichst weitgehend erf&#252;llen.</p>

<ul>
    <li>Unterricht muss m&#246;glichst <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Binnendifferenzierung" target="_blank">binnendifferenziert </a>erfolgen. Es m&#252;ssen also m&#246;glichst innerhalb einer Lerngruppe individualisierte Lernwege erm&#246;glicht werden. (Klassengr&#246;&#223;en mit 30 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern erschweren dies zumindest erheblich.)</li>
    <li>Die Lernden m&#252;ssen aktiv sein k&#246;nnen und Unterricht nicht nur konsumieren. Methodische M&#246;glichkeiten, dies zu erreichen, stehen in der Gruppenarbeit, deren Konzeption und Durchf&#252;hrung h&#246;chste Anspr&#252;che an die Lehrenden stellen, in Projektarbeit, in problemorientiertem Unterricht, der es Lernenden erm&#246;glicht, individuelle L&#246;sungswege zu entwickeln und in nahezu allen <a href="http://methodenpool.uni-koeln.de/" target="_blank">Ans&#228;tzen der konstruktivistischen P&#228;dagogik</a> zur Verf&#252;gung. Dazu geh&#246;rt auch der Ansatz „<a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschung/forschungsprojekte/ldl.de" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>“, der hochgradig auf die Aktivierung (Entfaltung) der Jugendlichen als Individuen in Gemeinschaft hin ausgerichtet ist und bei genauer Betrachtung einen radikal humanistischen Ansatz repr&#228;sentiert. Kurz: Handlungsorientierte Ans&#228;tze scheinen nach wie vor einen der besten Ans&#228;tze zur Erm&#246;glichung der Entfaltung des Individuums in Gemeinschaft zu bieten.</li>
</ul>

<p>Nat&#252;rlich wei&#223; ich, dass auch der hier vertretene Bildungsbegriff in Vergangenheit und Gegenwart nicht unumstritten geblieben ist. Die einen fordern mit Bezug auf Humboldt und Friedrich Schiller die<a href="http://www.zeit.de/2005/10/Kulturnation" target="_blank"> R&#252;ckkehr zur Kulturnation</a>, die anderen <a href="http://www.polwiss.fu-berlin.de/fsi/ap/ap5-humboldt.htm" target="_blank">stellen den humboldtschen Bildungsbegriff in Frage</a>. Und wer mag, kann &#252;ber Suchmaschinen noch mehr Artikel zu den Pro- und Contra-Diskussionen um diesen Bildungsbegriff finden.</p>

<p>Und ich gebe zu, dass dem Verst&#228;ndnis des humboldtschen Bildungsbegriffs oft etwas elit&#228;res anhaftet, hoffe aber, das meine, f&#252;r ein Blog sehr umfangreichen, f&#252;r die Sache aber eher marginalen, Gedanken zum Thema, zumindest deutlich machen konnten, dass ein Begriff von „Bildung“, der das Individuum im Rahmen der differenzierten Talente, die jedes von ihnen mit sich bringt, ins Zentrum der &#220;berlegungen stellt (Ein Leitspruch der Schule, an der ich unterrichte lautet dann auch „Das Kind in die Mitte“ gepr&#228;gt von dem schillerschen Schulmotto „Der Menschheit W&#252;rde ist in eure Hand gegeben. Bewahret sie! Sie sinkt mit euch; mit euch wird sie sich heben.“) in der heutigen Bildungsdebatte zumindest ein wenig zur Kl&#228;rung von Begriffen beizutragen vermag.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/06/30/herrn-larbigs-bibliothek-9-jussi-adler-olsen-erlosung/" rel="bookmark" title="30. Juni 2011">Herrn Larbigs Bibliothek 9 – Jussi Adler-Olsen: Erl&#246;sung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/04/21/die-macht-der-sprache/" rel="bookmark" title="21. April 2011">Die Macht der Sprache</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/21/gefunden-add-on-to-the-face-to-face-learning-at-adelaide-university-podcast-english/" rel="bookmark" title="21. November 2010">Gefunden: Free iPads as an Add-On to the Face-to-Face-Learning at Adelaide-University (Podcast / English)</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 7.079 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy50"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Bildung, Wissen, Kompetenzen "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/04\/30\/bildung-wissen-kompetenzen\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy50').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1468" class="footnote">Ein Auszug aus einem Werk zum Thema im Rahmen eines Projektes zur Ideengeschichte von der Hamburger Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Lohmann findet sich <a href="http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/Personal/Lohmann/Projekte/Schleiermacher/2-5-1.pdf" target="_blank">als PDF-Dokument hier</a>.</li><li id="footnote_1_1468" class="footnote">z. B. in der Physik, der Astronomie, der Philosophie, der Mathematik, der Geschichte, der Religion, der Ethik, in den Bereichen von Politik und Wirtschaft, kurz: in allen Gebieten, die f&#252;r eine Wissensgesellschaft bezeichnend sind und deshalb z. B. f&#252;r die Bundesrepublik Deutschland von zentraler Bedeutung sind</li><li id="footnote_2_1468" class="footnote">So macht es einen Unterschied, ob z. B. eine Fremdsprache auf Beherrschen der grammatikalischen Regeln, Vokabelwissen und Schriftlichkeit hin gelernt wird oder ob, von diesen unabdingbaren Voraussetzungen ausgehend, auf Anwendbarkeit in konkreten Gespr&#228;chen hin gelernt wird.</li><li id="footnote_3_1468" class="footnote">Hier wird eine Klassengr&#246;&#223;e von 30 und ein Stundendeputat von 26 Stunden zu Grunde gelegt.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/allgemeinbildung/" title="Allgemeinbildung" rel="tag">Allgemeinbildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsdebatte/" title="Bildungsdebatte" rel="tag">Bildungsdebatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecherwissen/" title="Bücherwissen" rel="tag">Bücherwissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschland/" title="Deutschland" rel="tag">Deutschland</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/didaktik/" title="Didaktik" rel="tag">Didaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/erziehung/" title="Erziehung" rel="tag">Erziehung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ethik/" title="Ethik" rel="tag">Ethik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/friedrich-schiller/" title="Friedrich Schiller" rel="tag">Friedrich Schiller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gehirn/" title="Gehirn" rel="tag">Gehirn</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/geschichte/" title="Geschichte" rel="tag">Geschichte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gesellschaft/" title="Gesellschaft" rel="tag">Gesellschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/grammatik/" title="Grammatik" rel="tag">Grammatik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/horst-rumpf/" title="Horst Rumpf" rel="tag">Horst Rumpf</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/humboldt/" title="Humboldt" rel="tag">Humboldt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugend/" title="Jugend" rel="tag">Jugend</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kinder/" title="Kinder" rel="tag">Kinder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzenorientierung/" title="Kompetenzenorientierung" rel="tag">Kompetenzenorientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/ldl/" title="LdL" rel="tag">LdL</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen-durch-lehren/" title="Lernen durch Lehren" rel="tag">Lernen durch Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/martin-wagenschein/" title="Martin Wagenschein" rel="tag">Martin Wagenschein</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlichkeit/" title="Persönlichkeit" rel="tag">Persönlichkeit</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/philosophie/" title="Philosophie" rel="tag">Philosophie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/religion/" title="Religion" rel="tag">Religion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/satz/" title="Satz" rel="tag">Satz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/tradition/" title="Tradition" rel="tag">Tradition</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wahrnehmung/" title="Wahrnehmung" rel="tag">Wahrnehmung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/welt/" title="Welt" rel="tag">Welt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wilhelm-von-humboldt/" title="Wilhelm von Humboldt" rel="tag">Wilhelm von Humboldt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaftler/" title="Wissenschaftler" rel="tag">Wissenschaftler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wort/" title="Wort" rel="tag">Wort</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/04/30/bildung-wissen-kompetenzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Medienkompetenzen und Sch&#252;lerorientierung</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 22:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsdebatte]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Inhaltsangabe]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[kompetenzenorientierter Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzenorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen durch Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[media literarcy]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkomptenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Orientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Phaidros]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sokrates]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1451</guid>
		<description><![CDATA[Res&#252;me: Die Begriffe „Sch&#252;lerorientierung“ und „Medienkompetenz“ wirken heute oft wie wenig reflektierte Modebegriffe in Bildungskontexten. Ausgehend von Materialien, die im Rahmen der britischen Bildungsdiskussion entstanden sind, greift dieser Beitrag beide Begriffe auf und versucht einen Diskussionsbeitrag zur weiteren Kl&#228;rung der &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Res&#252;me: Die Begriffe „Sch&#252;lerorientierung“ und „Medienkompetenz“ wirken heute oft wie wenig reflektierte Modebegriffe in Bildungskontexten. Ausgehend von Materialien, die im Rahmen der britischen Bildungsdiskussion entstanden sind, greift dieser Beitrag beide Begriffe auf und versucht einen Diskussionsbeitrag zur weiteren Kl&#228;rung der Begriffe zu leisten, ohne dabei auf unterrichtspraktische Implikationen zu verzichten.</em></p>

<p><em>Eine der Schlussfolgerungen lautet: Die aktuelle Mediendebatte in Bildungskontexten </em><em>ist eine Debatte, in der es um die &#220;bertragung der Ideen der Aufkl&#228;rung in den Kontext neuer Medientechnologien und deren Anwendungsm&#246;glichkeiten geht!<span id="more-1451"></span></em></p>

<p>Auf das in Bristol ans&#228;ssige <a href="http://www.futurelab.org.uk" target="_blank">Futurelab</a> bin ich &#252;ber ein <a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank">Handbuch</a> gesto&#223;en, in dem es um Ver&#228;nderungen von Curricula (Lehrpl&#228;nen) und Unterricht („classroom practice“) geht.</p>

<p>Zuerst etwas zu dem Institut und dann zu ein paar ersten Entdeckungen, die ich dort gemacht habe:</p>

<blockquote>“Futurelab is passionate about transforming the way people learn. Tapping into the huge potential offered by digital and other technologies, we develop innovative resources and practices that support new approaches to learning for the 21st century.”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_0_1451" id="identifier_0_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. Futurelab Website &ndash; About us">1</a></sup></blockquote>

<p>Es geht dem Futurelab um eine Ver&#228;nderung der Lernwege von Menschen in der Gegenwart. Es geht davon aus, dass digitale und andere Technologien ein gro&#223;es Potential f&#252;r diese Lernwege bieten und entwickelt deshalb Material und Praxisans&#228;tze, die sich den angenommenen M&#246;glichkeiten f&#252;r neue Lernwege widmen. Kurz: Das Futurelab ist davon &#252;berzeugt, dass  „neue“ Technologie, auch das Web 2.0, Potentiale f&#252;r Bildungsprozesse bieten und geh&#246;rt in den Kreis derjenigen, die sich hier theoretisch und praktisch engagieren.</p>

<p>Die<a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank"> j&#252;ngste Produktion des Futurelabs</a> ist das oben schon erw&#228;hnte Handbuch, dass ich vor allem deshalb interessant finde, weil es das personalisierte Lernen als stark sch&#252;lerorientiertes Lernen ins Zentrum stellt. Dabei handelt es sich um eine Form des Lernens, die in Deutschland schon l&#228;nger propagiert wird, bei deren Umsetzung es aber nach wie vor durchaus Potential gibt, auch weil nicht in jedem Falle gekl&#228;rt zu sein scheint, was sch&#252;lerorientierter Unterricht eigentlich sein soll bzw. kann.</p>

<p>Zu dieser Frage findet sich im <a href="http://www.futurelab.org.uk/glossary" target="_blank">Glossar des Futurlabs</a> folgende <a href="http://www.futurelab.org.uk/glossary#personalisation" target="_blank">Definition</a>:</p>

<blockquote>“personalisation:</blockquote>

<blockquote>Personalised learning is an approach which advocates reversing the logic of education systems so that the system conforms to the learner, rather than the learner to the system, offering bespoke support for each individual in order to foster engaged and independent learners able to reach their full potential.”</blockquote>

<p>Es geht hier also, um zumindest den Sinn einmal zu „&#252;bersetzen“ darum, dass die Logik des Bildungssystems in den Blick genommen wird und das System sich den Anspr&#252;chen der Lernenden zu widmen habe und eben nicht mehr, wie es im alten Paradigma war und ist, den Lernenden an das System anzupassen. Es geht dem neuen Paradigma um Unterst&#252;tzung f&#252;r den individuellen Lerner, um so engagierte und unabh&#228;ngige Lernende zu gewinnen, die in der Lage sind, die eigenen Potentiale voll zu nutzen.</p>

<p>Um einen Begriff aufzugreifen, den <a href="http://bremerstudiblog.wordpress.com/" target="_blank">Thorsten Sch&#246;nbohm</a> k&#252;rzlich in einer <a href="http://bremerstudiblog.wordpress.com/2009/04/22/was-hat-die-padagogik-in-den-letzten-100-jahren-geleistet/" target="_blank">Reflexion &#252;ber die Leistungen der P&#228;dagogik in den letzten 100 Jahren in</a> Erinnerung gerufen hat: Es geht um M&#252;ndigkeit, darum, den Lernenden den Mut zu geben, sich des Verstandes fr&#252;her oder sp&#228;ter ohne Leitung eines anderen zu bedienen.</p>

<p>Es klingt &#252;berraschend, erstaunlich und gleichzeitig eigentlich selbstverst&#228;ndlich: Die medienp&#228;dagogische Debatte, die momentan hier, &#252;ber Twitter, in den unterschiedlichsten Lehrerblogs, in Fachliteratur und auch in den Massenmedien gef&#252;hrt wird, ist eine Debatte, in der es um die &#220;bertragung der Ideen der Aufkl&#228;rung in den Kontext neuer Medientechnologien und deren Anwendungsm&#246;glichkeiten geht!</p>

<p>Im Kontext neuer Medien wird oft, obwohl der Begriff f&#252;r den Umgang mit allen Medien gilt, von Medienkompetenz gesprochen. Im Englischen hat sich der Begriff der „media literacy“ f&#252;r diesen Komplex aus unterschiedlichen F&#228;higkeiten im Umgang mit Medien eingeb&#252;rgert. Was alles zur Medienkompetenz dazugeh&#246;rt, ist Teil eines Papieres, das <a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/soniaLivingstone.htm" target="_blank">Professorin Sonia Livingstone</a> von der <a href="http://www.lse.ac.uk/" target="_blank">Medienabteilung der London School of Economics and Politcal Siences</a> zur Verf&#252;gung gestellt hat und das <a href="www.lse.ac.uk/collections/media@lse/pdf/What_is_  media_literacy.doc " target="_blank">hier als Word-Dokument heruntergeladen werden kann</a>.</p>

<p>Livingston sieht vier Kompetenzbereiche, die zusammen die Media-Literacy ausmachen, n&#228;mlich die F&#228;higkeiten des Zugriffs, der Analyse, der Bewertung und der Erstellung von Inhalten in unterschiedlichen Kontexten (“the ability to access, analyse, evaluate and create messages across a variety of contexts”).<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_1_1451" id="identifier_1_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sonia Livingston, What is media literacy, London">2</a></sup></p>

<p>Wenn man dieser Definition erst einmal zustimmt, ergeben sich daraus f&#252;r Lehrende, die Lernprozesse begleiten, in Hinsicht auf Medienkompetenz vier Bereiche, die in den Blick genommen werden m&#252;ssen, damit Bildungsprozesse auf Medienkompetenz hin gelingen k&#246;nnen.</p>

<ol>
<li><p>Welche Zugriffsm&#246;glichkeiten auf Information stehen zur Verf&#252;gung und was ist n&#246;tig, damit ein Zugriff auf die Informationen m&#246;glich wird?</p></li>
<li><p>Wie k&#246;nnen Informationen, die auf unterschiedlichen Kan&#228;len zur Verf&#252;gung stehen, ausgewertet werden?</p></li>
<li><p>Was ist n&#246;tig, damit zur Verf&#252;gung stehende Informationen bewertet werden k&#246;nnen, damit in der F&#252;lle der Informationen, mit denen wir es heute zu tun haben, &#252;berhaupt noch eine Auswahl nach Qualit&#228;tskriterien stattfinden kann.</p></li>
<li><p>Was ist n&#246;tig, damit Menschen nicht nur konsumierend mit den Medien umgehen, sondern selbst in die Lage versetzt werden, im Kontext dieser Medien (und hier geht es neben so etwas wie dem Leserbrief nat&#252;rlich explizit auch um eigene Aktivit&#228;ten im Web 2.0) Inhalte zu produzieren.</p></li>
</ol>

<p>Jeder dieser vier Bereich ist geeignet, selbst Thema in einem Beitrag zu werden. Um hier nicht zu umfangreich zu werden, an dieser Stelle nur ein paar Andeutungen:</p>

<p>@1: B&#252;cher, Bibliotheken, Radio, Fernsehen, Datenbanken, Internet, Lehrveranstaltunge, Vortr&#228;ge… Die Voraussetzungen f&#252;r einen Zugriff sind hierbei unterschiedliche, ich m&#246;chte aber einen nennen, der in der Diskussion oft vorausgesetzt wird: Die Grundvoraussetzungen f&#252;r den Zugang zu den meisten dieser Informationsquellen sind das Lesen und Schreiben, wobei es sich vor allem beim Lesen um eine Kompetenz handelt, die das den Sinn erfassende Lesen meint. – Zu den Zugriffsm&#246;glichkeiten geh&#246;ren aber nat&#252;rlich auch gegebenenfalls Computer und Internet und damit auch das Problem der Finanzierung der Zugriffsm&#246;glichkeiten bzw. die eigenen finanziellen M&#246;glichkeiten.</p>

<p>@2 Anders gefragt: Wozu braucht man so Sachen wie Inhaltsangabe, Interpreations- und Analysef&#228;higkeiten gegen&#252;ber Texten (oder Daten), Mathematikkenntnisse (Statistik)? Ganz einfach: Man braucht Werkzeuge, um zur Verf&#252;gung stehende Informationen auswerten zu k&#246;nnen. – Es sollte also m&#246;glich sein, diese Kompetenzen so zu vermitteln, dass ihr Wert f&#252;r die Praxis schnell einsichtig wird (oder?).</p>

<p>@3 Die F&#228;higkeit zur Bewertung von Material und Informationen ist heute fast noch wichtiger als in Zeiten vor dem Internet, da jeder (die technischen Zugangsm&#246;glichkeiten vorausgesetzt) heute Inhalte zur Verf&#252;gung stellen kann, die nicht immer problemlos sind. Ich muss ausw&#228;hlen k&#246;nnen und brauche Kriterien f&#252;r meine Auswahl.</p>

<p>@4 Sollte noch jemand fragen, warum die Arbeit mit Blogs und Wikis im Unterricht Potential hat: Hier ist ein Hinweis auf eine m&#246;gliche Antwort. Es geht hier aber auch um andere Formen der Gestaltung von Inhalten: Leserbriefe schreiben, Gestaltung eines Videos, von Fotografien, Dokumentation von Experimenten im naturwissenschaftlichen Unterricht, Erstellung von Materialien z.B. f&#252;r den Einsatz im Unterricht, f&#252;r eigenes Lernen etc. In diesen Bereich geh&#246;rt aber auch die Frage, wie ich beispielsweise in Communities Inhalte erstelle – und vor allem: welche.</p>

<p>Medienkompetenz (media literacy) ist, das ist eigentlich unstrittig, soll aber einfach mal wieder gesagt werden, ein komplexes Ineinander unterschiedlicher Kompetenzbereich, die in Lernprozessen erworben werden m&#252;ssen, damit das Ziel m&#252;ndiger Menschen im oben angef&#252;hrten, kantschen Sinne &#252;berhaupt &#252;berhaupt erreicht werden kann. Mangelnde Medienkompetenz ist also nicht nur f&#252;r die Berufsfindung ein Problem, sondern kann auch demokratische Strukturen gef&#228;hrden, da diese zumindest ein St&#252;ck weit vom kompetenten Umgang mit Informationen und Desinformationen leben.</p>

<p>Dabei ist es nicht n&#246;tig, dass der <em>gesamte Unterricht</em> auf digitale Medien ausgerichtet ist. Vor dem Hintergrund der &#220;berlegungen bis hierher ist da sogar eine Mischkultur sehr w&#252;nschenswert, um die Komplexit&#228;t des Kompetenzenfeldes &#252;berhaupt abdecken zu k&#246;nnen! Angesichts der voll im Gang befindlichen und sich abzeichnenden Entwicklung gilt aber nat&#252;rlich auch, dass digitale Medien angemessen in den Blick genommen werden m&#252;ssen. Im <a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank">Handbuch “Curriculum and teaching innovation”</a> des Futurelabs liest sich das wie folgt:</p>

<blockquote>“A focus on media literacy must also account for the emergence of complex new ‘digital divides’. Until recently, the digital divide was conceived as a partition between those children able to access new technology and those who could not. Now, though, it is not so much a question of access as a question of how new technology and media are being used, and the extent to which they are understood. Do patterns of computer use mirror existing patterns of socio- economic inequality, and do schools have a role to play in ameliorating these differences? In addition, there may be a widening division developing between new technology and media use outside school and inside school, with schools unable to keep up with the relentless pace of either hardware development or the appearance of new online communication services such as Bebo, MySpace and Facebook. Although such services may not seem to have a natural place in a school curriculum, the implications of these for children and young people should not be underestimated. For teachers it is becoming increasingly important to engage with the experiences that many young people (but not all, and certainly not equally) are experiencing in the popular cultural worlds accessed via new media forms.”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_2_1451" id="identifier_2_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Curriculum and teaching innovation. Transforming classroom practice and personalisation , S. 35.">3</a></sup></a></blockquote>

<p>Und weil ich es so treffend finde, will ich zumindest einen kleinen Teil &#252;bersetzen: „Au&#223;erdem scheint sich eine zunehmende Trennung zwischen dem Gebrauch von neuer Technologien und Medien innerhalb und au&#223;erhalb der Schule zu entwickeln, in der die Schulen unf&#228;hig sind, mit der Geschwindigkeit der Hardware-Entwicklung oder dem Auftauchen neuer Kommunikationsdienste im Internet wie Bebo, MySpace und Facebook (in Deutschland w&#228;ren zu erg&#228;nzen MSN und Sch&#252;lerVZ) mitzuhalten. Auch wenn diese Angebote keinen nat&#252;rlichen Platz im Lehrplan der Schulen zu haben scheinen, sollten ihre Bedeutung f&#252;r junge Menschen nicht untersch&#228;tzt werden. F&#252;r Lehrende wird es zunehmend wichtig, sich mit den Erfahrungen junger Menschen (nicht aller und auch nicht in gleichem Ma&#223;e) zu besch&#228;ftigen, die in popul&#228;rkulturellen Welten in der Form neuer Medien gemacht werden.“</p>

<p>Ich verstehe diesen Abschnitt so, dass Medienkompetenz nur dann angemessen vermittelt werden kann, wenn die Lehrenden &#252;berhaupt erst einmal eine reale Ahnung davon haben, was Jugendliche, die sich in digitalen Kontexten bewegen, an Erfahrungen in diesen Kontexten machen und welche Bedeutung diese Erfahrungen f&#252;r die Jugendlichen haben.</p>

<p>Bislang scheint diese Debatte in Deutschland meiner Wahrnehmung nach nicht stattzufinden. (Sollte jemand Hinweise haben, dass doch, bitte als Kommentar hinterlassen.) – Welche Bedeutung haben von Jugendlichen genutzte soziale Plattformen f&#252;r die Jugendlichen? Nein, diese Frage habe ich noch nicht geh&#246;rt, wohl aber die Frage nach den Risiken, die mit diesen Plattformen f&#252;r Jugendlichen verbunden sind. Und ja, es ist von gro&#223;er Bedeutung f&#252;r die Entwicklung von Medienkompetenz, um solche Risiken zu wissen und hier haben Lehrende und Eltern eine wichtige Aufgabe im Kontext der Entwicklung von Medienkompetenz in Bezug auf digitale Medien, die aber nicht in einer kulturkritischen Manier daher kommen sollte, wie es sie immer beim Aufkommen neuer Medien gibt. Als die Schrift aufkam, wurde sie von Platon (Sokrates) im Phaidros massiv angegriffen, der Roman galt Anfang des 19. Jahrhunderts noch als ein Medium ohne Bildungswert etc. Nein, es geht um eine Aufkl&#228;rung wirklicher Risiken, die aber gerade die Bedeutung der von Jugendlichen genutzten Kommunikationsformen f&#252;r die Jugendlichen &#252;berhaupt erst einmal kennt und Ernst nimmt!</p>

<p>Soweit zur Theorie. Was aber bedeutet das alles f&#252;r die Gestaltung von Unterricht? Ein kurzes Brainstorming – Brainstorming deshalb, da f&#252;r unterschiedliche Lerngruppen oder Lernkonstellationen unterschiedliche L&#246;sungen angemessen und hier keine Rezepte angebracht sind. Ich beschr&#228;nke mich hier nat&#252;rlich nur auf die Frage, was m&#246;glicherweise f&#252;r die Entwicklung der oben dargestellten komplexen F&#228;higkeiten hilfreich sein kann, die zusammen so etwas wie Medienkompetenz (media literacy) ergeben:</p>

<ol>
<li><p>Die Erfahrungen mit Medien von Jugendlichen m&#252;ssen ernst genommen werden und sollte nicht vor allem Gegenstand der negativen Bewertung von Lehrenden, Elternverb&#228;nden, Politikern und anderen sein, da der Medienkonsum immer auch mit einer Bedeutsamkeit der konsumierten Medien f&#252;r die Jugendlichen verbunden ist. Das f&#228;ngt bei den Lekt&#252;ren der Jugendlichen an und nicht erst bei ihren Aktivit&#228;ten im Netz. Das hei&#223;t z.B., dass auch Platz f&#252;r B&#252;cher im Deutschunterricht sein sollte, die die Jugendlichen lesen, die von Deutschlehrern und -lehrerinnen aber eher aufgrund mangelnder literarischer oder gar „p&#228;dagogisch wertvoller“ Qualit&#228;ten argw&#246;hnisch betrachtet werden.</p></li>
<li><p>Die mit dem Mediengebrauch verbundene Bedeutung der Mediennutzung f&#252;r die Jugendlichen kann Zug&#228;nge f&#252;r gelingende Arbeit mit Medien bieten: Was f&#252;r Bedeutungen sind es denn eigentlich, die Jugendliche den Medien f&#252;r sich zuschreiben? K&#246;nnen die Medien die sich daraus ergebenden Funktionen &#252;berhaupt erf&#252;llen? Wo sind M&#246;glichkeiten, Grenzen und auch Risiken? Gibt es Alternativen?</p></li>
<li><p>Die genutzten Medien zugeschriebenen Bedeutungen (nochmal: das k&#246;nnen auch B&#252;cher etc.  sein, sind aber oft eben doch digitaler Art) und die faktisch mit ihnen gemachten Erfahrungen k&#246;nnen reflektiert werden und so zu einem Umgang mit Medien f&#252;hren, der unter Gebrauch des eigenen Verstandes und in Bezug auf Kriterien gestaltet wird.</p></li>
<li><p>Sch&#252;lerorientierung kann in methodischen Settings erreicht werden. Hier sei als Schlagwort der problemorientierte Unterricht genannt, in dessen Kontext f&#252;r mich &#252;brigens auch das hier schon &#246;fters in den Blick genommene Konzept „Lernen durch Lehren“ geh&#246;rt, weil hier Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler aktiv zur Arbeit an Unsch&#228;rfen (Problemen) angeleitet werden – also zum Gebrauch des eigenen Verstandes mit dem Ziel, dass dies ohne Anleitung durch andere gelingen soll.</p></li>
<li><p>Das Lernen auf die Produktion von Inhalten hin ausrichten! Dazu sind nat&#252;rlich differenzierte Fachkenntnisse n&#246;tig. Es ist aber ein Unterschied, ob diese auswendig gelernt oder in der Auseinandersetzung mit Problemen als notwendig erfahren werden k&#246;nnen.</p></li>
</ol>

<p>Dabei wird allerdings ein Problem, das im zitierten Handbuch des Futurelabs deutlich benannt wird, wahrscheinlich immer ein Problem bleiben, ohne dieses hier als Totschlagargument zu nutzen, sondern eher als einen ersten Hinweis, wie Jugendliche (nur Jugendliche?) Medien in und au&#223;erhalb der Schule m&#246;glicherweise erleben:</p>

<blockquote>“While children are experiencing a highly
seductive media environment outside school,
in school new technology use is restricted,
perhaps even considered banal by children
as failing to keep up with cutting edge
developments. In short, schools struggle
to compete with the slick and professional
presentations of the new media environment.”<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/#footnote_3_1451" id="identifier_3_1451" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Curriculum and teaching innovation. Transforming classroom practice and personalisation , S. 33.">4</a></sup></a></blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/11/die-schueler-sind-zufrieden-ich-auch-erich-hammer-im-gespraech/" rel="bookmark" title="11. April 2009">„Die Sch&#252;ler sind zufrieden &#8211; ich auch“ – Erich Hammer im Gespr&#228;ch</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/17/nachdenken-ueber-guten-unterricht/" rel="bookmark" title="17. August 2010">Nachdenken &#252;ber (guten!) Unterricht</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.922 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy53"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Medienkompetenzen und Sch\u00fclerorientierung "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/04\/28\/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy53').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1451" class="footnote"><a href="http://www.futurelab.org.uk/about-us" target="_blank">Vgl. Futurelab Website – About us</a></li><li id="footnote_1_1451" class="footnote"><a href="www.lse.ac.uk/collections/media@lse/pdf/What_is_  media_literacy.doc " target="_blank">Sonia Livingston, What is media literacy, London</a></li><li id="footnote_2_1451" class="footnote"><a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank">Curriculum and teaching innovation. Transforming classroom practice and personalisation , S. 35.</li><li id="footnote_3_1451" class="footnote"><a href="http://www.futurelab.org.uk/resources/publications-reports-articles/handbooks/Handbook1246" target="_blank">Curriculum and teaching innovation. Transforming classroom practice and personalisation , S. 33.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/aufklaerung/" title="Aufklärung" rel="tag">Aufklärung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bibliothek/" title="Bibliothek" rel="tag">Bibliothek</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildungsdebatte/" title="Bildungsdebatte" rel="tag">Bildungsdebatte</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/gefunden/" title="gefunden" rel="tag">gefunden</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhaltsangabe/" title="Inhaltsangabe" rel="tag">Inhaltsangabe</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzenorientierter-unterricht/" title="kompetenzenorientierter Unterricht" rel="tag">kompetenzenorientierter Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzenorientierung/" title="Kompetenzenorientierung" rel="tag">Kompetenzenorientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen-durch-lehren/" title="Lernen durch Lehren" rel="tag">Lernen durch Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/media-literarcy/" title="media literarcy" rel="tag">media literarcy</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medienkomptenzen/" title="Medienkomptenzen" rel="tag">Medienkomptenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mensch/" title="Mensch" rel="tag">Mensch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orientierung/" title="Orientierung" rel="tag">Orientierung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/phaidros/" title="Phaidros" rel="tag">Phaidros</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/politik/" title="Politik" rel="tag">Politik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/qualitaet/" title="Qualität" rel="tag">Qualität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sokrates/" title="Sokrates" rel="tag">Sokrates</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/statistik/" title="Statistik" rel="tag">Statistik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/video/" title="Video" rel="tag">Video</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/web-20/" title="Web 2.0" rel="tag">Web 2.0</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissenschaft/" title="Wissenschaft" rel="tag">Wissenschaft</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/04/28/medienkompetenzen-und-schuelerorientierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Boykotteur oder Freak?</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 22:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Füller]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerblog]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wikis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1408</guid>
		<description><![CDATA[In der Jugendzeitschrift Spiesser regte Jonas Gro&#223;mann mit einem wahrscheinlich gezielt provokanten Artikel eine Diskussion &#252;ber die Frage an, wie die Lehrer der Jugendlichen zu Computern stehen. Gro&#223;mann vertritt hier die These, dass es eigentlich nur zwei Gruppen an Lehrenden &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Jugendzeitschrift <a href="http://www.spiesser.de/" target="_blank">Spiesser</a> regte <em> Jonas Gro&#223;mann </em>mit einem wahrscheinlich gezielt provokanten Artikel eine Diskussion &#252;ber die Frage an, wie die Lehrer der Jugendlichen zu Computern stehen.</p>

<p>Gro&#223;mann vertritt hier die These, dass es eigentlich nur zwei Gruppen an Lehrenden g&#228;be: die Boykotteure und die Freaks. Die Boykotteure sind in seinen Augen jene Lehrenden, die sich der Computertechnologie einfach oder offensiv verweigern, w&#228;hrend die Freaks jene Lehrenden seien, die Informatik studiert h&#228;tten und &#252;ber die Theorie inklusive Programmiersprachen sehr viel bis alles w&#252;ssten, aber keine Ahnung von Communities oder Twitter h&#228;tten. Dabei, so verstehe ich Gro&#223;manns Einwurf, gehen die f&#252;r Jugendliche wirklich interessanten Fragen unter:</p>

<blockquote>„&#220;ber die Chancen und Gefahren des Internets und der neuen Medien wird so gut wie gar nichts gelehrt, obwohl das Thema immer wichtiger wird und uns sogar interessiert. Lehrer scheint es nicht zu interessieren, wie wir Computer und Internet heute nutzen. Stattdessen sind sie verschreckt und verunsichert.“

Quelle: <a href="http://www.spiesser.de/default.aspx?showNews=407241&amp;ID=3218" target="_blank">Sagt uns eure Meinung: Wie stehen eure Lehrer zu Computer und Internet? &#8211; SPIESSER &#8211; Die Jugendzeitschrift &gt; SPIESSER tickt</a>.</blockquote>

<p>Die bislang gelaufene Diskussion zu diesem Beitrag ist differenzierter als der zur Diskussion motivieren sollende Artikel. Gut so, denn die Wirklichkeit sieht doch langsam wirklich (zumindest ein wenig) anders aus.</p>

<p>Meine Erfahrung, <span id="more-1408"></span>vor allem mit jenem Ph&#228;nomen, das endlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radiotheorie" target="_blank">Bertolt Brechts Forderung aus dessen Radiotheorie</a> erf&#252;llt, dass sich das Radio (ich erg&#228;nze: die Medien) aus Distributionsmedien hin zu Kommunikationsmedien entwickeln m&#252;sste(n). Web 2.0 bietet in dieser Form erstmal genau das (nahezu) demokratisierte Kommunikationsmedium, welches Brecht sich w&#252;nschte.</p>

<p>Und in diesem Medium kommunizieren eine ganze Reihe an Lehrenden mit. Siebzig dieser <a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/lehrerblog-2009-teilnehmer-endausscheidung/3476/" target="_blank">Lehrerenden-Blogs</a> hat der Lehrerfreund k&#252;rzlich vorgestellt. Ich gehe davon aus, dass die Zahl der bloggenden Lehrer faktisch aber wohl eher bei 200 als bei 70 liegt – oder sind es noch mehr? Freilich, das ist angesichts der Zahl an Lehrern und Lehrerinnen in Deutschland (und im Vergleich zum angels&#228;chsischen Raum) nach wie vor eine Zahl im niedrigen Promillebereich, aber Blogs alleine sind ja noch lange kein Kriterium, die Ahnung von Lehrenden vom Internet zu bewerten.</p>

<p>Allerdings ist mit diesen Blogs, den twitternden Lehrenden, den Lehrenden, die aktiv Wikis oder E-Learning-Systeme einsetzen nat&#252;rlich auch noch nicht gesagt, dass hier ein an Schulen weit verbreitetes Ph&#228;nomen an die Oberfl&#228;che schwappen w&#252;rde. – Aber: Es sind nicht nur junge Lehrer und Lehrerinnen, die das Tal der Ahnungslosen verlassen haben!</p>

<p>Andererseits – und das aus meiner Tastatur!: Was w&#228;re denn, wenn Deutschland von einer Welle hochgradig internetkompetenter Lehrkr&#228;fte &#252;berrollt w&#252;rde? F&#252;r die Jugendlichen w&#228;re das doch ein Schreckensszenario. Spiegel-Online titelte in dieser Hinsicht einmal treffend: „<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,575038,00.html" target="_blank">Hilfe, mein Lehrer ist im Internet!</a>“ – auch wenn der Artikel im Endeffekt etwas anderes liefert, als dieser Titel verspricht.</p>

<p>Wie s&#228;he dieses Schreckensszenario f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler aus? – Die Lehrkr&#228;fte Deutschlands w&#252;rden nicht nur Blogs schreiben und via Twitter oder OpenSource-Twitter-Alternativen im Web pr&#228;sent sein, sie w&#252;rden auch in Massen Hausaufgaben in Lernplattformen erledigen lassen, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zwingen, das Internet auch jenseits von Wikipedia zu durchk&#228;mmen und in E-Mail- und Chat-Kontakt mit ihren Klassen sein. Sie w&#252;rden anfangen, sich gegenseitig in Sch&#252;lerVZ einzuladen und dort die Aktivit&#228;ten der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit kritischem Blick verfolgen. Jeder Lehrende w&#252;rde ein Blog f&#252;r seine unterschiedlichen Klassen anlegen und die Jugendlichen zu Web 2.0-Projekten motivieren wollen, sodass der zu leistende Output, der dann auch noch &#246;ffentlich (kontrolliert und diskutiert) w&#252;rde, nur noch zu leisten w&#228;re, wenn Zehn-Finger-Blindschreiben beherrscht wird. Und der Mangel an Breitbandzug&#228;ngen in sehr l&#228;ndlichen Gebieten w&#252;rde noch mehr zu einem massiven Bildungsnachteil als er es heute vielleicht schon ist.</p>

<p>M&#246;glicherweise w&#228;ren diese Lehrkr&#228;fte dann nicht nur in Sachen Internet kompetent, sondern beg&#228;nnen auch noch, &#252;ber die typographischen Anforderungen zu reden, die ein in einer Textverarbeitung erstellter Text doch bitte erf&#252;llen solle. In Musik w&#252;rde pl&#246;tzlich online kollektiv komponiert, im Deutschunterricht h&#228;tte jeder Sch&#252;ler ein Lese- und oder Sprachblog zu f&#252;hren und die PC-R&#228;ume st&#252;nden leer, weil nat&#252;rlich jeder Sch&#252;ler und jede Sch&#252;lerin sein eigenes Net-Book in jeder Stunde dabei haben m&#252;sste, wobei die Zahl der in Klassenr&#228;umen anzubringenden Steckdosen enorm w&#252;rde, weil die Net-Books heutiger Generation kaum einen Unterrichtstag mit ihrem Akku &#252;berstehen w&#252;rden. – Kurz: Die Sch&#252;lerexistenz w&#252;rde sich massiv ver&#228;ndern, g&#228;be es pl&#246;tzlich nur noch in Sachen Internet und Co kompetente und begeisterte Lehrende.</p>

<p>Ja, das ist nat&#252;rlich ironisch und vielleicht auch ein wenig &#252;berzeichnet. Doch die Differenzierung von Lehrende in entweder Boykotteure oder Freaks ist es doch auch. Und ich m&#246;chte gar nicht davon anfangen, die <em>wirkliche</em> Internet- und Computerkompetenz vieler Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu reflektieren, die nach meinem Eindruck bei weitem nicht so selbstverst&#228;ndlich ist, wie in der &#214;ffentlichkeit meinem Eindruck nach meist angenommen. (Noch eine Herausforderung f&#252;r Lehrende?!)</p>

<p>Auf das Lernen bezogen ist nat&#252;rlich wichtig, dass „neue Medien“ eine nicht zu verachtende Rolle bei der Initiierung von Lernprozessen und f&#252;r die Lernprozesse selbst spielen. Doch die Voraussetzungen hierf&#252;r m&#252;ssen auch geschaffen werden – und die sind durchaus analoger Natur!</p>

<p>Am Anfang einer jeder Bildungskarriere stehen Lesen und Schreiben (vgl. hierzu <a href="http://unity.zum.de/blogs/freie_themen/medien/Medien;art213,187" target="_blank">das gute medienp&#228;dagogische Konzept von Fontane44</a>). Und das ist gef&#228;lligst mithilfe von B&#252;chern und F&#252;ller zu erlernen. Und auch sonst spielt der Umgang mit B&#252;chern (und in diesem sind die Lehrenden in der Regel kompetenter als die Sch&#252;lerinnnen und Sch&#252;ler) eine gro&#223;e Rolle, wenn jemand etwas lernen will.</p>

<p>Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.</p>

<p>Gleiches gilt freilich auch umgekehrt: Ohne die Nutzung von Computer und Internet k&#246;nnen Bildungsprozesse zu Beginn dieses 21. Jahrhunderts auch nicht mehr gelingen, da sich diese Computernutzung mehr und mehr zu einer weiteren Kulturtechnik entwickelt, so sehr sie auch von den „alten“ Kulturtechniken abh&#228;ngig ist.</p>

<p>Und so gibt es bereits heute eine durchaus nicht zu verachtende Zahl von Lehrenden, die mit dem Computer besser umgehen k&#246;nnen, als gemeinhin angenommen wird, auch wenn er im Unterricht vielleicht nicht bei jedem eine gro&#223;e Rolle spielt. Dies sind zunehmend Lehrende, ganz im Gegensatz zu der von Gro&#223;mann vertretenen These, die keine Freaks im Sinne studierter Informatiker sind. – Und ich geh&#246;re dazu.</p>

<p>Meines Erachtens wird die Diskussion um Schule und Computer bzw. Internet viel zu polarisierend gef&#252;hrt. Ja, es tun sich neue M&#246;glichkeiten des Lernens auf, die ich pers&#246;nlich toll (und durchaus auch effektiv) finde. Doch andererseits ist die kritische Distanz zu diesen Technologien von nicht zu verachtender Bedeutung, wenn wirklich zu einem kompetenten und kritischen Umgang mit Medien hingef&#252;hrt werden soll.</p>

<p>Damit bestreite ich nat&#252;rlich nicht, dass Lehrkr&#228;fte gef&#228;lligst Ahnung von der Lebenswelt der Lernenden haben sollten (ohne sich selbst in diese Lebenswelt hinein anbiedern zu wollen). Aber mal ehrlich: Wir befinden uns in einer Zeit massiver Ver&#228;nderungen. Das Internet als Massenph&#228;nomen ist kein 20 Jahre alt und die M&#246;glichkeiten des Internets als Kommunikationsmedium, abgesehen von der E-Mail, ist noch j&#252;nger. Da sollte man durchaus auch akzeptieren k&#246;nnen, dass nicht jeder auf den Zug aufspringen will oder kann, ohne gleich anzunehmen, dass ein Unterricht, der wenig bis gar nicht mit Computer und Internet arbeitet, ein schlechterer Unterricht sein m&#252;sse. – Das scheint mir in dieser klaren Form zwar keiner wirklich zu behaupten, aber implzit scheint mir der Gedanke bei Diskussionen um das Thema durchaus pr&#228;sent zu sein.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/21/lernen-bei-goethe/" rel="bookmark" title="21. August 2008">Lernen bei Goethe</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2011">Lernr&#228;ume f&#252;r Kinder ohne Raum zum Lernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/27/lustfaktor/" rel="bookmark" title="27. April 2009">Lustfaktor</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 5.314 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy56"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Boykotteur oder Freak? "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/04\/22\/boykotteur-oder-freak\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy56').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/chat/" title="Chat" rel="tag">Chat</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/deutschland/" title="Deutschland" rel="tag">Deutschland</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/e-learning/" title="E-Learning" rel="tag">E-Learning</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fueller/" title="Füller" rel="tag">Füller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrerblog/" title="Lehrerblog" rel="tag">Lehrerblog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/" title="Pädagogik" rel="tag">Pädagogik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/paedagogik/positionen/" title="Positionen" rel="tag">Positionen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/technik/" title="Technik" rel="tag">Technik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wikis/" title="Wikis" rel="tag">Wikis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Wenn Fehler aufh&#246;ren Fehler zu sein oder: Gedanken zur Sprachentwicklung</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 23:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Orthographie]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichensetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwart]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachgeschiche]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1387</guid>
		<description><![CDATA[Es d&#252;rfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Duden, statt G&#228;nsef&#252;&#223;chen („…“) oder den eher im Schriftsatz &#252;blichen Anf&#252;hrungszeichen (»…«) auch jene mir schon heute an allen Ecken und Enden begegnenden Zollzeichen (&#8220;…&#8221; – leider wird das &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es d&#252;rfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Duden, statt G&#228;nsef&#252;&#223;chen („…“) oder den eher im Schriftsatz &#252;blichen Anf&#252;hrungszeichen (»…«) auch jene mir schon heute an allen Ecken und Enden begegnenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zoll_%28Einheit%29" target="_blank">Zollzeichen</a> (&#8220;…&#8221; – leider wird das Resultat hier nicht richtig dargestellt, Zollzeichen sind jene senkrechten, v&#246;llig geraden Doppelstriche, die man oft an Stelle von Anf&#252;hrungszeichen sieht, die hier aber leider wie klassische englische Anf&#252;hrungszeichen erscheinen) zulassen wird, da der Duden sich in der Regel durch die Anpassung an den allgemeinen Sprachgebrauch „weiter entwickelt“.</p>

<p>Ein Beispiel, in dem eine Schreibweise, die bis dato als „falsch“ nun aber als m&#246;glich gilt, findet sich in der Kapitulation des Dudens vor dem Apostroph beim Genitiv von Namen, obwohl eigentlich auch schon vorher alles klar war: Wenn ein Name auf -s endet, dann steht das Apostroph zur Kennzeichnung des Genetivs (Markus [Grundform des Namens] – Markus’ [Genitiv]. Eine Verwechslung von Grundform und Genitiv ist nicht m&#246;glich, wenn dieser Regel gefolgt wird.</p>

<p>In der der aktuellsten Ausgabe jenes propriet&#228;ren Standardwerkes der deutschen Rechtschreibregelung findet sich jetzt aber als neue Schreibm&#246;glichkeit gekennzeichnet ein Hinweis, dass das Apostroph bei Namen zur Kennzeichnung derer Grundform nun auch vor das Genitiv-s gestellt werden kann, sodass nun zwei M&#246;glichkeiten vom Duden anerkannt werden, wenn da auch noch ein wenig sch&#252;chtern angemerkt wird, dass diese Verwendung des Apostrophs „gelegentlich“ gebraucht w&#252;rde.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/#footnote_0_1387" id="identifier_0_1387" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Duden. Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, Mannheim 2006, S. 36 &ndash; K16">1</a></sup></p>

<p>Von wegen „gelegentlich“! Der Sprachgebrauch ist da schon viel weiter vom Duden weg,<span id="more-1387"></span> als der Duden sich das vorstellen kann. Ich wei&#223;, wovon ich spreche, ich korrigiere regelm&#228;&#223;ig Deutscharbeiten und finde genau dort st&#228;ndig – und eben nicht nur bei Namen zur Verdeutlichung derer Grundform, sondern mehr und mehr die Genitivformen aller Substanstive betreffend, genau diese Schreibweise, obwohl ich mich dagegen wehre, wie Don Quichotte einst gegen die Soldateska aus Windm&#252;hlenfl&#252;geln. – Nicht gelegentlich, st&#228;ndig sto&#223;e ich auf Genitivformen, die wie folgt aussehen: „des Schimmel’s Fell war vom Regen grau geworden.“ oder „des Buch&#8217;s Seiten sind wei&#223;.“. (Ha, meine Rechtschreibpr&#252;fung wehrt sich – in diesem Fall aber ohne Konsequenzen – gegen diese Schreibweisen, ich bin also nicht allein <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )</p>

<p>Im zweiten Fall mag das Apostroph ja noch als Auslassungszeichen durchgehen und an Stelle von „des Buch<strong>e</strong>s” stehen. Der erste Fall ist aber selbst nach gegenw&#228;rtiger Dudenregel falsch und nichts anderes als eine &#220;bernahme der englischen Genitiv-Form ins Deutsche. Und das Verr&#252;ckte ist: Je h&#228;ufiger dies auftritt – egal wie oft ich es als Fehler anstreiche – um so eher wird es dann irgendwann auch im Duden auftauchen und dann pl&#246;tzlich kein Fehler mehr sein.</p>

<p>Zur&#252;ck zu den Zollzeichen (&#8220;…&#8221;), die ich pers&#246;nlich – und mag es auch nur die Gewohnheit des Blickes auf das Schriftbild sein – &#228;sthetisch nicht mag und die ihren Ursprung in zwei Quellen haben:</p>

<ol>
<li><p>Im Englischen werden G&#228;nsef&#252;&#223;chen oben gesetzt – wohlbemerkt: G&#228;nsef&#252;&#223;chen, nicht Zollzeichen! (”…“ und nicht &#8220;…&#8221;) – Hier liegt der erste Ursprung dieser zunehmend im deutschen Sprachgebrauch genutzten Zeichenanordnung.</p></li>
<li><p>Die Verbreitung der Zollzeichen hat nun aber ganz andere Wurzeln, die nichts mit Sprachgebrauch zu tun haben, sondern der Nutzung des Computers zum Schreiben entspringen (also doch einer gewissen Form des Sprachgebrauchs im Kontext eines Schreibger&#228;tes) – und hier inbesondere des Schreibens im reinen Textformat, wie es lange Zeit z.B. f&#252;r E-Mails &#252;blich war. W&#228;hrend Textverarbeitungsprogramm fehlerhaft gesetzte Anf&#252;hrungszeichen meist automatisch korrigieren, muss man f&#252;r das Setzen korrekter Anf&#252;hrungszeichen im reinen Textformat entsprechende Tastaturkombinationen kennen, um aus den Zollzeichen Anf&#252;hrungszeichen zu machen oder diese Anf&#252;hrungszeichen gar unten und oben zu setzen, wie bislang im Deutschen &#252;blich.</p></li>
</ol>

<p>Hier schleicht sich auf zwei Wegen ein ver&#228;nderter Gebrauch von Anf&#252;hrungszeichen ein: Einmal &#252;ber deren englische Form und einmal auf dem Wege des Umgangs mit dem Computer bzw. des Nichtwissens um die notwendigen Tastaturkombinationen (auf dem Mac: „=alt_shift_w und “=alt_shift_^ oder, um die zweite zul&#228;ssige Variante auch gleich mit Tastaturkombinationen [auf dem Mac] zu verbinden «=alt_q und »=alt_shift_q).</p>

<p>Alles andere ist im Deutschen ein Zeichensetzungsfehler – bislang, da es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, bis 1. Lehrer verzweifelt kapitulieren und 2. der Duden (oder die n&#228;chste Rechtschreibreformanpassungskomission) dann erst einmal einen Hinweis bringen wird, dass sich „gelegentlich“ ein solcher Gebrauch finde und das, was gestern noch ein Fehler war nun pl&#246;tzlich akzeptiert wird, da es sich nun einmal, auf welchen Wegen auch immer, durchgesetzt zu haben scheint.</p>

<p>Pers&#246;nlich mag ich diese neue Zeichenformen nicht (egal ob als legitime Schreibweisen anerkannt oder auch nicht), besteht aber ein Grund zum Jammern?</p>

<p>Schon alleine aus der Erfahrung heraus, dass der Kampf der Sprachpuristen und Sprachbesserwisser in Bezug auf das Deutsche schon seit mindestens zweihundert Jahren eine nahezu un&#252;bersehbare Kette von Niederlagen <span style="text-decoration: line-through;">war</span> ist, stellt sich dann doch die Frage, wie lange Widerstand gegen den Belagerungszustand durch neue, wo auch immer ihre Quellen habenden orthographische Entwicklungen durchzuhalten ist.</p>

<p>Sprache entwickelt sich nicht an Schreibtischen oder in Regelwerken, sondern tats&#228;chlich in jenem so oft zitierten „Volkes Maul“ – in diesem Fall k&#246;nnte man „Volkes Klaue“ erg&#228;nzen. Und f&#252;r alle, die mehr oder weniger professionell mit Sprache, Schrift und auch Typographie zu tun haben, sind solche Ver&#228;nderungen entweder eine „Verarmung der deutschen Sprache“ oder ganz einfach „&#228;sthtische Schandtaten“ gegen&#252;ber den f&#252;r gute Lesbarkeit entwickelten Regeln. – Alles also nur Gewohnheitssache? [Das ist ein unvollst&#228;ndiger Satz. Als Deutschlehrer w&#252;rde ich einen solchen Satz anstreichen, aber ganz ehrlich, auch hier scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis diese massive Tendenz zum Einsatz unvollst&#228;ndiger S&#228;tze jenseits des literarischen Stilmittels akzeptiert werden <span style="text-decoration: line-through;">wird</span> muss.]</p>

<p>Sicher, als <span style="text-decoration: line-through;">Deutsch</span>Lehrer vermittle ich den richtigen Sprachgebrauch in Wort und Schrift, so es mir immer gelingt, den aktuellen Stand zu verinnerlichen, was in den vergangenen Jahren zugegebener Ma&#223;en nicht ganz einfach war. Als Typographie-Liebhaber tun mir bestimmte typographische Entwicklungen im Auge weg. (Ich kann Times als Schriftart einfach nicht mehr sehen!) – Und doch habe ich als Germanist nat&#252;rlich auch Sprachgeschichte studiert und dabei gelernt, wie sich die deutsche Gegenwartssprache im Gebrauch (sic!) entwickelt hat, gegen alle Widerst&#228;nde derer, die eigentlich wissen m&#252;ssten, dass eine Sprache nie (sic!) am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist, es sei denn, sie geht in den Status der „toten Sprache“ &#252;ber.</p>

<p>Was also ist zu tun, au&#223;er staunend anzuerkennen (oder frustriert?), dass ich heute Fehler anstreiche(n muss), die absehbar morgen keine mehr sind? Oder anders ausgedr&#252;ckt: Heute bekommen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Punktabz&#252;ge oder in Dikaten sehr schnell schlechte Noten, weil sie Teile von Sprachentwicklungen bereits repr&#228;sentieren, die nur noch nicht Regelwerken angekommen sind. Keine Frage: Es gibt Fehler, die werden voraussichtlich immer Fehler bleiben (oder kann sich jemand vorstellen, dass irgendwann Schreibweisen wie „imer” f&#252;r „immer“ oder „das“ als &#228;quivalent zu „dass“ akzeptiert werden?), was aber mache ich, wenn ich Entwicklungen beobachte, die so weit verbreitet sind, dass ich bereits deren zuk&#252;nftige Akzeptanz als „richtige“ Schreibweisen erahne?</p>

<p>Um nicht missverstanden zu werden: ich rede hier nicht f&#252;r eine Anarchie in Sachen Rechtschreibung und Zeichensetzung, sondern von Entwicklungen in Bereichen, die manch ein Sch&#252;ler oder eine Sch&#252;lerin auch bei gutem Zureden nicht mehr als Fehler akzeptieren mag, weil selbst gro&#223;e Tages- und Wochenzeitungen in ihrem Online-Angebot mittlerweile diese Schreibweisen bzw. Zeichensetzungen verwenden, wie z.B. Spiegel-Online (ja, die mit dem Sprachbesserwisser von „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“), die Frankfurter Rundschau, S&#252;ddeutsche Zeitung online, die Tageszeitung (TAZ)… – Die Frankfurter Allgemeine und die Neue Z&#252;rcher Zeitung sind zwei der wenigen Zeitungen, die in Sachen Anf&#252;hrungszeichen auch im Online-Angebot mit korrekter Zeichensetzung gl&#228;nzen. – Und dann sage ich als Lehrer v&#246;llig verdutzten Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern, dass das falsch sei. Soll ich sie vielleicht auf das Online-Angebot jener von mir eigentlich immer nur f&#252;r schlechten Journalismus herangezogene Bild-Zeitung verweisen, weil dort die Anf&#252;hrungszeichen n&#228;mlich richtig (entsprechend der heute geltenden Regeln) gesetzt werden?</p>

<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4e880007-2112-8626-9b69-379581a025c8" alt="" /></div>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/23/produktive-beratung-und-forderung-in-der-schule/" rel="bookmark" title="23. Mai 2011">Produktive Beratung und F&#246;rderung in der Schule</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/05/lebenszeichen/" rel="bookmark" title="5. August 2010">Lebenszeichen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/07/19/vegetarisches-parken/" rel="bookmark" title="19. Juli 2009">Vegetarisches Parken</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 5.797 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy59"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Wenn Fehler aufh\u00f6ren Fehler zu sein oder: Gedanken zur Sprachentwicklung "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/04\/21\/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy59').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1387" class="footnote">Duden. Die deutsche Rechtschreibung, 24. Auflage, Mannheim 2006, S. 36 – K16</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gegenwart/" title="Gegenwart" rel="tag">Gegenwart</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/orthographie/" title="Orthographie" rel="tag">Orthographie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/rechtschreibung/" title="Rechtschreibung" rel="tag">Rechtschreibung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprachentwicklung/" title="Sprachentwicklung" rel="tag">Sprachentwicklung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sprachgeschiche/" title="Sprachgeschiche" rel="tag">Sprachgeschiche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/zeichensetzung/" title="Zeichensetzung" rel="tag">Zeichensetzung</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4e880007-2112-8626-9b69-379581a025c8" />
		<media:content url="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4e880007-2112-8626-9b69-379581a025c8" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 01:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kompetenzenförderung]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Lehren]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendidaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüsselkompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[vernetzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenserwerb]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Form]]></category>
		<category><![CDATA[Inhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Lektüre]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1270</guid>
		<description><![CDATA[Die an Schulen zu f&#246;rdernden Kompetenzen stehen immer in einem engen Zusammenhang mit Wissen. Ohne Wissen keine Kompetenz! Und Unterricht, der nur Methoden verwendet, ohne diese immer mit den Inhalten zu koppeln bzw. aus den Inhalten abzuleiten, ist vermutlich nicht &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die an Schulen zu f&#246;rdernden Kompetenzen stehen immer in einem engen Zusammenhang mit Wissen. Ohne Wissen keine Kompetenz! Und Unterricht, der nur Methoden verwendet, ohne diese immer mit den Inhalten zu koppeln bzw. aus den Inhalten abzuleiten, ist vermutlich nicht unbedingt guter Unterricht.</p>

<p>Zu dem Wissen und den damit verbundenen Kompetenzen, die Schule zu vermitteln hat, geh&#246;rt nach den Lehrpl&#228;nen auch Wissen &#252;ber und kompetenter Umgang mit Medien, auch wenn diese in den Lehrpl&#228;nen nach wie vor oft mit den »alten« Medien Zeitung und Film verbunden sind. Da aber die Lebenswelt mehr und mehr von »neuen« Medien gepr&#228;gt ist, geh&#246;ren diese nat&#252;rlich auch in den Unterricht. Je nach pers&#246;nlicher Einstellung der Lehrenden werden dann die Nachteile oder die Vorteile oder beides thematisiert und an Inhalte gebunden.</p>

<p>Ein paar Beispiel:</p>

<ul>
    <li>Wenn ich einen Roman lese und bislang ein Lesetagebuch f&#252;hren lasse spricht inhaltlich nichts dagegen, ein Lesetagebuch als Blog zu f&#252;hren <em>und</em> die Erfahrungen des Lesens und der verwendeten Arbeitsform zu reflektieren.</li>
    <li>Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen habe Ideen, die ich nicht habe: Ein Abiturient erstellt eine Lernkartei in Powerpoint und speichert die Folien mit Fragen und Antworten als Bilder, die er dann auf seinem Handy immer mit sich tr&#228;gt und erfolgreich nutzt. Und ja, einen solchen Einsatz von Handys finde ich gut, <em>wenn er f&#252;r das Lernen effektiv ist</em>.</li>
    <li> Viele meiner Oberstufensch&#252;ler haben mit dem Handy Internetzugang. Auch wenn ich es noch nicht praktiziere, frage ich mich manchmal, ob im Kontext eigenst&#228;ndiger Lernprozesse dieses Instrument nicht genau so genutzt werden sollte, wie bisher z.B. verf&#252;gbare W&#246;rterb&#252;cher, wobei gleichzeitig nat&#252;rlich z.B. die Qualit&#228;t von Internetinformationen zu reflektieren w&#228;re. Allerdings w&#228;re der Einsatz des Handys mit Internetzugang bei Klausuren wegen Missbrauchsrisiken nach wie vor nicht zu erlauben</li>
    <li> MP3Player als Lerninstrument: Ich selbst geh&#246;re zu den Leuten, die mit digitalem Diktierger&#228;t arbeiten, gerade wenn es um meine Lekt&#252;ren geht. Die Aufzeichnungen nutze ich, mit guter Verschlagwortung in meinem Audio-Verwaltungsprogramm, zum wiederholen und Lernen.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/#footnote_0_1270" id="identifier_0_1270" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Au&amp;#223;erdem nutze ich, das aber nur am Rande, das Diktierger&amp;#228;t auch, um in f&amp;#252;r Unterrichtsdokumentationen knapp bemessenen Pausenzeiten Notizen zum Unterricht festzuhalten, da wir nun einmal ca. 7x schneller diktieren als schreiben k&amp;#246;nnen.">1</a></sup> – Viele Handys bieten die M&#246;glichkeit zu Sprachnotizen und somit auch zum Lernen &#252;ber das H&#246;ren, womit nat&#252;rlich vor allem auditive Lerntypen angesprochen sind. (Stundenaufzeichnungen sind damit aber nicht unbedingt erlaubt, weil es da Gespr&#228;che gibt, an denen viele beteiligt sind und solche Aufnahmen nur m&#246;glich w&#228;ren, wenn ALLE dem zustimmen.)</li>
    <li> MP3Player als Lerninstrument zum Anh&#246;ren von Podcasts: Viele Radiosender des &#246;ffentlichen Bereiches bieten nach wie vor hervorragende Bildungssendungen an. Eine Heranf&#252;hrung an solche Bildungsangebote findet in Schule noch viel zu wenig statt. Fachbezogene Podcasts und deren Reflexion im Unterricht – das w&#252;nsche ich mir f&#252;r Unterricht.</li>
    <li> Und dann nat&#252;rlich die produktive Seite: Sch&#252;ler die Blogs schreiben, Podcasts erstellen, die Fotofunktion von Handys (oder Digitalkameras) f&#252;r Unterrichtsprojekte nutzen… All das ist nicht von Inhalten getrennt zu denken. Das Medium alleine macht noch keinen guten Unterricht, erst die Reflexion der Arbeit und der Methoden und Medien macht einen solchen m&#246;glich.</li>
    <li> Schlie&#223;lich: Schule muss Jugendliche in die Lage versetzen, ohne die Schule in komplexen Lebenswelten zurecht zu kommen. Dazu geh&#246;rt auch der angemessene und vor allem produktive Umgang mit Handys, MP3-Playern, dem Internet, Foren etc. Schule bietet hier die M&#246;glichkeit, aus dem unreflektierten Umgang mit diesen Medien heraus zu kommen.</li>
</ul>

<p>Kurz noch zum Thema Missbrauch von Handys in der Schule: Nat&#252;rlich werden Handys auch genutzt um Dinge zu tun, die Opfer erzeugen und illegal sind. Hier gilt es eine Atmosph&#228;re zu schaffen, in der die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler lernen k&#246;nnen, was nicht geht! Und sei es nur, dass die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler wissen: Mein Lehrer ist in Sachen Internet kompetent, findet solche Sachen – und geht konsequent dagegen vor!<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/01/schmoeker-schnipsel-vom-auswendiglernen/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2009">Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/01/29/podcasts-eine-kurze-einfuehrung/" rel="bookmark" title="29. Januar 2009">Podcasts &#8211; Eine kurze Einf&#252;hrung</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/11/08/schueleraktivitaet-im-unterricht-die-affenmetapher/" rel="bookmark" title="8. November 2010">Sch&#252;leraktivit&#228;t im Unterricht: Die Affenmetapher</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/03/17/lernraume-fur-kinder-ohne-raum-zum-lernen/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2011">Lernr&#228;ume f&#252;r Kinder ohne Raum zum Lernen</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/05/lebenszeichen/" rel="bookmark" title="5. August 2010">Lebenszeichen</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.540 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy62"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Handys und MP3-Ger\u00e4te an der Schule? "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2009\/03\/16\/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy62').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1270" class="footnote">Au&#223;erdem nutze ich, das aber nur am Rande, das Diktierger&#228;t auch, um in f&#252;r Unterrichtsdokumentationen knapp bemessenen Pausenzeiten Notizen zum Unterricht festzuhalten, da wir nun einmal ca. 7x schneller diktieren als schreiben k&#246;nnen.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/atmosphaere/" title="Atmosphäre" rel="tag">Atmosphäre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bildung/" title="Bildung" rel="tag">Bildung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blog/" title="Blog" rel="tag">Blog</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/blogs/" title="Blogs" rel="tag">Blogs</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/buecher/" title="Bücher" rel="tag">Bücher</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/form/" title="Form" rel="tag">Form</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/inhalt/" title="Inhalt" rel="tag">Inhalt</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/jugendliche/" title="Jugendliche" rel="tag">Jugendliche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kamera/" title="Kamera" rel="tag">Kamera</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kompetenzen/" title="Kompetenzen" rel="tag">Kompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/kompetenzenfoerderung/" title="Kompetenzenförderung" rel="tag">Kompetenzenförderung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lehrer/" title="Lehrer" rel="tag">Lehrer</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lektuere/" title="Lektüre" rel="tag">Lektüre</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen-und-lehren/" title="Lernen und Lehren" rel="tag">Lernen und Lehren</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesetagebuch/" title="Lesetagebuch" rel="tag">Lesetagebuch</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/medien/" title="Medien" rel="tag">Medien</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/mediendidaktik/" title="Mediendidaktik" rel="tag">Mediendidaktik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkompetenz/" title="Medienkompetenz" rel="tag">Medienkompetenz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/medien/medienkritik/" title="Medienkritik" rel="tag">Medienkritik</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/podcasts/" title="Podcasts" rel="tag">Podcasts</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/qualitaet/" title="Qualität" rel="tag">Qualität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/radio/" title="Radio" rel="tag">Radio</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/reflexion/" title="Reflexion" rel="tag">Reflexion</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/roman/" title="Roman" rel="tag">Roman</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/" title="Schlüsselkompetenzen" rel="tag">Schlüsselkompetenzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schule/" title="Schule" rel="tag">Schule</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schueler/" title="Schüler" rel="tag">Schüler</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schuelerinnen/" title="Schülerinnen" rel="tag">Schülerinnen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/unterricht/" title="Unterricht" rel="tag">Unterricht</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/lernen/vernetzen/" title="vernetzen" rel="tag">vernetzen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wissen/" title="Wissen" rel="tag">Wissen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schluesselkompetenzen/wissenserwerb/" title="Wissenserwerb" rel="tag">Wissenserwerb</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Flaschenpost</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/12/07/flaschenpost/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/12/07/flaschenpost/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 02:18:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notizen]]></category>
		<category><![CDATA[Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Briefkasten]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Flaschenpost]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[persönlicher Brief]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=655</guid>
		<description><![CDATA[Im Internet schreiben ist wie das Abschicken von Flaschenpost: Weder wei&#223; man, welchen Weg die Botschaft nimmt, noch, wer sie findet &#38; liest. Der gr&#246;&#223;te Verlust des E-Mail-Zeitalters: Der pers&#246;nliche Brief, der t&#228;glich den Weg zu Briefkasten motiviert und selbst &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/12/07/flaschenpost/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="entry-content">Im Internet schreiben ist wie das Abschicken von Flaschenpost: Weder wei&#223; man, welchen Weg die Botschaft nimmt, noch, wer sie findet &amp; liest.</span></p>

<p><span class="entry-content">Der gr&#246;&#223;te Verlust des E-Mail-Zeitalters: Der pers&#246;nliche Brief, der t&#228;glich den Weg zu Briefkasten motiviert und selbst was schreiben l&#228;sst. Heute landen im Briefkasten fast nur noch Rechnungen, Info-Post und Belanglosigkeiten, manchmal eine Postkarte dazwischen.</span><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/27/herrn-larbigs-bibliothek-1-rainald-goetz-abfall-fuer-alle/" rel="bookmark" title="27. Oktober 2009">Herrn Larbigs Bibliothek 1: Rainald Goetz – Abfall f&#252;r alle</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/20/live-und-in-schwarzweiss-jaspers-hdl-song/" rel="bookmark" title="20. August 2008">Live und in SchwarzWei&#223;: Jaspers HDL-Song</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/12/08/briefgewicht/" rel="bookmark" title="8. Dezember 2008">Briefgewicht</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/03/16/handys-und-mp3-geraete-an-der-schule/" rel="bookmark" title="16. M&#228;rz 2009">Handys und MP3-Ger&#228;te an der Schule?</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/04/24/vernetzen-macht-spass-und-ist-lehrreich/" rel="bookmark" title="24. April 2009">Vernetzen macht Spa&#223; – und ist lehrreich</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.253 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy65"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Flaschenpost "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/12\/07\/flaschenpost\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy65').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/brief/" title="Brief" rel="tag">Brief</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/briefkasten/" title="Briefkasten" rel="tag">Briefkasten</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/e-mail/" title="E-Mail" rel="tag">E-Mail</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/flaschenpost/" title="Flaschenpost" rel="tag">Flaschenpost</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/internet/" title="Internet" rel="tag">Internet</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/notizen/" title="Notizen" rel="tag">Notizen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/persoenlicher-brief/" title="persönlicher Brief" rel="tag">persönlicher Brief</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/post/" title="Post" rel="tag">Post</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/12/07/flaschenpost/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Schreiben und Schreibger&#228;te – Ein (Selbst)Interview</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/02/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/09/02/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 20:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herr Larbig]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Füller]]></category>
		<category><![CDATA[Füllfederhalter]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Handschriften]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen]]></category>
		<category><![CDATA[Phaidros]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Sokrates]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=93</guid>
		<description><![CDATA[Hallo, Torsten. Wenn ich mich in deiner Wohnung so umschaue, hat hier ja ziemlich viel mit geschriebener Sprache zu tun. Da gibt es B&#252;cher, eine alte Schreibmaschine, einen Computer, daneben stehen verschiedene F&#252;ller… Aber es gab ja wohl mal eine &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/02/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
    <li>Hallo, Torsten. Wenn ich mich in deiner Wohnung so umschaue, hat hier ja ziemlich viel mit geschriebener Sprache zu tun. Da gibt es B&#252;cher, eine alte Schreibmaschine, einen Computer, daneben stehen verschiedene F&#252;ller… Aber es gab ja wohl mal eine Zeit, in der du mit all dem nichts anzufangen wusstest: seit wann hast du ein Verh&#228;ltnis zur Schrift?</li>
</ul>

<p><span id="more-93"></span><em>lacht</em> »Verh&#228;ltnis«… Das klingt fast, wie eine erotische Beziehung, eine Partnerschaft. Aber an so einer Perspektive ist sicher auch was dran. – Also, angefangen hab ich mit dem Schreiben in der Schule. Ich glaube, meinen Namen konnte ich damals in gro&#223;en, krakeligen Druckbuchstaben zusammensetzen. Als ich dann aber Schreiben lernte, ging das alles sehr schnell. Innerhalb k&#252;rzester Zeit fand ich zu B&#252;chern und Geschichten, die mich seit dem auch nicht mehr losgelassen haben.</p>

<ul>
    <li>B&#252;cher und Geschichten… Naja, das hat aber ja noch nicht so viel mit Schreiben als Kulturtechnik zu tun…</li>
</ul>

<p>Zumindest wenn es um das eigene Schreiben geht. Nat&#252;rlich wurden all diese Texte  von jemandem zu Papier gebracht. Aber es stimmt schon, es ist ein Unterschied, ob man liest oder ob man schreibt. Deshalb ist es ja auch sicher kein Zufall, dass viele Kinder zuerst ihren Namen schreiben k&#246;nnen. Schon das Lernen einer Sprache ist eine Form der Weltaneignung. Wenn man etwas zu benennen vermag, wird man ihm gegen&#252;ber selbst&#228;ndig, kann mit ihm umgehen, man wird zum Subjekt, gewinnt Selbst-Bewusstsein.</p>

<p>Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man erst dann wirklich mit etwas umzugehen vermag, wenn man Sprache daf&#252;r hat. Das gilt sicherlich vor allem f&#252;r Gef&#252;hle, die sich ja gleichzeitig der sprachlichen Beherrschbarkeit entziehen. Vielleicht gibt es auch deshalb so viele Liedtexte, die sich mit der Liebe befassen…</p>

<ul>
    <li>&#196;h, Entschuldigung, aber kommen wir da nicht ein wenig vom Thema ab?</li>
</ul>

<p>Nein, &#252;berhaupt nicht. Ok, so ein Exkurs f&#252;hrt vielleicht zu weit. Aber ich finde, dass Sprache f&#252;r den Menschen etwas ganz wichtiges ist. Es ist eine der wesentlichen Formen, auf das zu Antworten, was wir »Wirklichkeit« nennen. Ein solches »Antworten« geschieht nat&#252;rlich nicht nur in Sprache. Aber hier musst du mir noch einen kurzen Exkurs erlauben, damit sp&#228;ter dann klarer wird, was mir Schreiben und die unterschiedlichen Formen des Schreibens bedeuten.</p>

<ul>
    <li>Jaja, mach nur…</li>
</ul>

<p>Das geht schon ganz fr&#252;h los. Ein Baby spricht seine Eltern noch v&#246;llig ohne Sprache an, es erhebt einen Anspruch. Und die Eltern treten in einen Dialog: nehmen es in den Arm, stillen es usw. Das ist nicht nur eine Reaktion auf »nat&#252;rliche« Bed&#252;rfnisse, sondern schon ein echter An-Spruch und eine Antwort, ein Dialog. Und so gehen wir ja mit allem um. Die ganze Welt ist voller Anspr&#252;che. Und die Sprache ist eine Form der Antwort darauf, vielleicht die zentralste. Da steht etwas, »schaut« uns an – und wir nennen es »Baum«. Das einzige Problem dabei ist, dass Sprache auch Macht bedeutet. Das wissen ja schon die alten Mythen von der Entstehung der Welt. Im christlichen Sch&#246;pfungsverst&#228;ndnis gibt es da aber eine kleine Variante: Der Mensch benennt alles und gewinnt so Macht &#252;ber die Dinge. Gott aber spricht und erschafft dadurch etwas. Das ist auch eine Macht. Aber doch ganz anders. Wir k&#246;nnen erst »Licht« sagen, wenn »Licht« schon da ist. Gott sagte in diesem Sch&#246;pfungsmythos »Licht« – und es wurde Licht. Da zeigt sich immer noch ein Verst&#228;ndnis des Menschen davon, da&#223; er selbst zwar auf den Anspruch der Wirklichkeit antwortend handelt, aber diese Wirklichkeit, das »Ding an sich« weder v&#246;llig zu erkennen noch gar zu er-schaffen vermag. Und damit sind wir schon voll in philosophischen Gedanken &#252;ber Sprache drinnen. Das muss hier bei Andeutungen bleiben. Geht ja vielleicht auch nur darum, einen Eindruck davon zu geben, f&#252;r wie wichtig ich Sprache halte. Etwas allgemeiner formuliert: Wenn es uns nicht gelingt, einem An-Spruch der Wirklichkeit antwortend zu begegnen, sei es nun eben in der Sprache der W&#246;rter, des Bildes, des Tanzes, der Musik, der Wissenschaft, der Ethik…, dann sind wir nicht erfahrungsf&#228;hig. Das geht sogar so weit, da&#223; ich den Person-Begriff davon abh&#228;ngig mache. Per-Sonare: Hindurch-T&#246;nen. In unserer Antwort auf eine Wirklichkeit, t&#246;nt diese Wirklichkeit durch uns hindurch. Die Person ist also auch ein vom Klang des Anspruches der Wirklichkeit durch-t&#246;ntes. Aber das f&#252;hrt jetzt vielleicht wirklich zu weit.</p>

<ul>
    <li>Da steh ich jetzt. Verstehe kaum noch was. Nur so viel: Sprache ist dir sehr wichtig. Was hat das aber nun alles mit dem Schreiben zu tun?</li>
</ul>

<p>Irgendwann muss jemand auf die Idee gekommen sein, dass die Laute, die wir zur Kommunikation verwenden doch auch in eine von den Sprechvorg&#228;ngen unabh&#228;ngige Form gebracht werden k&#246;nnte. Wenn es stimmt, dass Schrift zuerst in wirtschaftlichen Zusammenh&#228;ngen auftaucht, dann stand dahinter wohl ein funktionales Bed&#252;rfnis. Man wollte die Besitzt&#252;mer &#252;berblicken k&#246;nnen, den Handel mit anderen vielleicht vereinfachen und kam so auf die Idee: Wir brauchen eine Form der »Daten-Speicherung«, die von der direkten Gespr&#228;chssituation unabh&#228;ngig ist. Wir wollen nicht immer durch die Warenlager gehen m&#252;ssen, um zu wissen, was wir denn nun so alles haben. Also nehmen wir Zeichen und lassen diese stellvertretend f&#252;r das Bezeichnete stehen. Und das ist ja nun auch das faszinierende f&#252;r mich an Schrift und am Schreiben: Die M&#246;glichkeit durch Kombination von Zeichen Inhalte auszudr&#252;cken. Man kann pl&#246;tzlich zu einer ganz anderen Form des Gespr&#228;ches kommen: &#252;ber R&#228;ume hinweg, zum Beispiel im Brief, ja, selbst beim Telefon funktioniert das ja alles &#252;ber Zeichen, &#252;ber Codierung und Decodierung, hier dann eben auf der Ebene elektrischer Zeichen, wie ja auch beim Computer; aber nicht nur das Gespr&#228;ch &#252;ber r&#228;umliche Distanzen wurde so m&#246;glich, sondern auch &#252;ber Zeiten hinweg. Nimm mal Sokrates. Der hat soviel wir wissen nichts aufgeschrieben, aber das Gespr&#228;ch intensiv gepflegt. Wenn es nun keine Schrift gegeben h&#228;tte, w&#228;ren wir heute nicht mehr in der Lage, davon etwas zu wissen, denn dieses Wissen h&#228;tte sich wahrscheinlich kaum im m&#252;ndlichen Ged&#228;chtnis so lange gehalten. Das einzige Problem: wir k&#246;nnen nat&#252;rlich nicht mehr Sokrates direkt kommunizieren. Diese Form des Gespr&#228;ches &#252;ber Zeiten hinweg ist dann doch ein wenig einseitig: wir k&#246;nnen darauf antworten, es weiter f&#252;hren, aber eben nicht mehr mit Sokrates.</p>

<ul>
    <li>Aber das hei&#223;t ja, dass Schrift ganz eng mit so etwas wie dem Ged&#228;chtnis zusammenh&#228;ngt.</li>
</ul>

<p>Ja, genau so ist es. Allerdings ist es wieder Sokrates, der das im Phaidros-Dialog ein wenig in Frage stellt. Demnach dient Schrift zwar der Erinnerung, nicht aber dem Ged&#228;chtnis. Im Gegenteil: Es findet sich dort die Urform klassischer Medienkritik, die man bis heute immer wieder findet. Wenn wir »Wissen« au&#223;erhalb des Ged&#228;chtnisses ablegen, dann wird das Ged&#228;chtnis dadurch geschw&#228;cht. Heute sagt man so sch&#246;n: »Man muss nichts wissen, nur, wo es steht.« – Aber diese Kritik ist mir dann doch ein wenig zu eng. Denn die M&#246;glichkeiten der Schrift sind doch so faszinierend und bereichernd, dass ich sagen w&#252;rde: Sokrates hat Recht – aber nicht ganz. Zumindest nicht dann, wenn man Schrift so einsetzt, da&#223; es dem analogen Wesen des Menschen entspricht.</p>

<ul>
    <li> Schon wieder so ein Begriff, bei dem man meinen k&#246;nnte, es st&#252;nden ganze Bibliotheken von Philosophie dahinter: »Analoges Wesen des Menschen«. Hei&#223;t das, der digitale Umgang mit Schrift im Computer wird von dir kritisiert.</li>
</ul>

<p>Hey, dieses Gespr&#228;ch ist via Computer entstanden und wird mittels digitaler Technik zur Verf&#252;gung gestellt. Ich wollte eben nat&#252;rlich ein wenig provozieren. Es kommt ein wenig darauf, an, was ich schreiben m&#246;chte. Davon h&#228;ngt dann auch immer ab, ob ich es per Hand oder per Computer tue. Sieht so aus, als ob wir jetzt so langsam dem eigentlichen Thema dieses Gespr&#228;ches n&#228;her kommen – oder?</p>

<ul>
    <li>Och, ich hab zwar nicht alles verstanden, was du gesagt hast, aber zumindest ist doch angekommen, dass das alles etwas mit dem Schreiben, mit Handschrift, mit F&#252;llern und auch mit dem Computer zu tun hat. Lass mich mal ganz einfach fragen: Was ist f&#252;r dich der gr&#246;&#223;te Unterschied beim Schreiben per Hand und per Computer?</li>
</ul>

<p>Erstens: die Schreibgeschwindigkeit. Zweitens: die k&#246;rperliche Verbindung zwischen Gedanken und Schrift. – Egal, wie schnell ich per Hand auch schreibe: da ich kein Steno kann, bin ich da immer langsamer als wenn ich einen Text am Computer tippe. Und es kann ja Anl&#228;sse geben, bei denen das Schreiben am Computer genau die Form ist, die den Inhalt des Geschriebenen entspricht. So ein Interview zum Beispiel: da versuche ich, tats&#228;chlich ein Gespr&#228;ch mit mir selber zu f&#252;hren. Das geht am Rechner sehr gut, das ich ja fast so schnell tippe, wie ich spreche. Ich sitze also hier, spreche vor mich hin und schreibe es parallel direkt auf. Ich muss beim Tippen ja nicht mehr gro&#223; nachdenken. &#196;hnliches passiert, wenn ich mit geschlossenen Augen am Rechner sitze und zum Beispiel kleine Geschichten schreibe, die als eine Art Film in meinem Kopf ablaufen. Da muss ich sehr schnell sein, um den Bildern folgen zu k&#246;nnen. Bei diesen Formen des Ausdrucks, die also sehr nah, an der Geschwindigkeit des Sprechens und Sehens in der Wirklichkeit sind, ist der Computer f&#252;r das Schreibger&#228;t der Wahl. Au&#223;erdem bietet es eine gewisse Distanz zum Geschrieben, da ich ja nichts anderes tue, als relativ mechanisch auf Tasten zu dr&#252;cken.</p>

<p>Die Handschrift ist langsamer. Ich nutze sie zum Beispiel zum Nachdenken. Dann sitze ich vor einem Blatt Papier, lasse die Gedanken flie&#223;en und versuche, diese so genau als m&#246;glich aufzu-zeichnen. Oder wenn ich einen Text lese und ihn im Ged&#228;chtnis verankern m&#246;chte, dann bediene ich mich der Handschrift, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass das Exzerpieren am Computer zwar sehr komfortabel ist, aber gleichzeitig so schnell, dass man es kaum schafft, das Gelesen im Ged&#228;chtnis zur Verf&#252;gung zu halten. Ich zumindest habe dann nichts anderes als eine Erinnerungsm&#246;glichkeit, die eben vom Rechner abh&#228;ngt. Au&#223;erdem setze ich den K&#246;rper beim handschriftlichen Arbeit ganz anders ein. Die Gedanken flie&#223;en vom Kopf in die Hand und &#252;ber einen F&#252;ller aufs Papier. Es entsteht auf dem Papier eine Spur des K&#246;rpers, die man beim Computer so nicht hat. Das ist mir zum Beispiel in Briefen wichtig. Wenn ich einem Freund oder einer Freundin etwas schreibe, dann ist in der Handschrift zumindest etwas von meinem K&#246;rper pr&#228;sent und ich vermag viel mehr zwischen den Zeilen auszudr&#252;cken. Je nach Stimmung sieht die Schrift anders aus. Oder: wenn ich im Zug bzw. Kaffee schreibe, dann sieht die Schrift auch anders aus. Au&#223;erdem genie&#223;e ich die Unabh&#228;ngigkeit des Schreibens von elektrischem Strom. Mit Feder und Tinte kann ich auch bei Kerzenlicht schreiben. Schlie&#223;lich ist es noch eine Gef&#252;hlssache: Wenn ich zwei Stunden am Computer geschrieben, dann ist bei aller Erf&#252;llung angesichts eines kreativen Aktes immer auch eine Art der Ersch&#246;pfung sp&#252;rbar, die nicht nur angenehm ist. Schreibe ich per Hand, ist da zwar auch eine Form der Ersch&#246;pfung, aber die ist irgendwie, ich wei&#223; noch nicht, wie ich das ausdr&#252;cken will, aber, die ist bei mir… ja, wohliger, angenehmer, eine gef&#252;lltere Ersch&#246;pfung.</p>

<ul>
    <li>Warum aber F&#252;ller?</li>
</ul>

<p>Mit Federn schreiben Menschen seit Jahrhunderten. Aber erst vor circa hundertdrei&#223;ig Jahren gelang es, eine gewisse Unabh&#228;ngigkeit vom Tintenfass zu erlangen. Und die Patronenf&#252;ller gibt es ja erst seit den f&#252;nfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Nach hundert Jahren Entwicklung ist der F&#252;ller im Gegensatz zu so manchem Textverarbeitungsprogramm ausgereift, auch wenn es da irgendwann Kombinationen gibt. So las ich die Tage von einem Prototypen, bei dem der Tintenfluss von einem Computer und Minipumpen geregelt wird. Aber das ist noch nicht alles. Ich schreibe heute per Hand, fast ausschlie&#223;lich mit F&#252;ller. Es ist das einzige Schreibger&#228;t das ich kenne, bei dem die Feder &#252;ber Jahre hinweg die M&#246;glichkeit hat, sich an mein Schreiben anzupassen. Aber auch umgekehrt. Ich habe unterschiedlichste Federn, die auch von mir eine gewisse Form der Anpassung verlangen und je nach Stimmung, Ruhe der Hand oder auch Papier nutze ich andere F&#252;ller. Bei Kugelschreibern tausche ich mit jedem Minentauch auch die Schreibspitze aus. Da gibt es keine Anpassung an mein Schreiben. Und das interessante ist: Wenn ich heute mit Kugelschreiber schreibe, dann verliert meine Handschrift f&#252;r mich jeden Reiz. Ich kann kaum noch mit Kugelschreiber schreiben – und schon gar nicht mit den &#252;berall verbreiteten Einweg- und Werbekugelschreibern.</p>

<ul>
    <li>Du sagtest, die Handschrift sei eine »Spur des K&#246;rpers«. Kannst du darauf noch ein wenig mehr eingehen?</li>
</ul>

<p>Klar, gerne. Am einfachsten kann ich das vielleicht &#252;ber Graphologie verdeutlichen. Damit bezeichnet man der Versuch, aus der Schrift etwas &#252;ber die Pers&#246;nlichkeit eines Menschen zu erfahren. Der K&#246;rper, der Charakter, das Selbstbild eines Menschen, aber auch Unter- bzw. gar Unbewusstes, findet sich nach Sicht der Graphologie, &#252;brigens ein sehr umstrittene »Wissenschaft«, in der Handschrift. Und ich glaube, da&#223; da etwas dran ist. Nehme ich mal ein unverf&#228;ngliches Beispiel, die Lyrikerin und Nobelpreistr&#228;gerin f&#252;r Literatur von 1966, Nelly Sachs. Nelly Sachs hatte in ihren letzten Lebensjahren zunehmende psychische Probleme, f&#252;hlte sich von Nazi-H&#228;schern verfolgt,  denen sie als J&#252;din in Deutschland gerade noch entkommen war. Wenn man nun ihre Handschrift sieht, dann gibt es ganz gravierende Unterschiede zwischen der Schrift, wenn sie psychisch »gut« drauf war und wenn sie wieder unter ihren Verfolgungsvorstellungen litt. Und wenn ich meine eigene Handschrift anschaue: da gibt es auch relativ viele Varianten. Also, vielleicht ist die Formulierung »Spur des K&#246;rpers« da missverst&#228;ndlich. Was ich meine ist, da&#223; sich in der Handschrift weit mehr auszudr&#252;cken vermag als nur das Geschriebene. Allerdings sollte man da mit voreiligen Deutungen sehr zur&#252;ckhaltend sein. Mir gelingt es eigentlich nur, wenn ich einen Menschen sehr gut kenne. Dann kann ich durchaus an der Handschrift, so ich auch diese sehr gut kenne, sehen, ob zum Beispiel die Aussage »Es geht mir gut« stimmt oder ob ich ihr gegen&#252;ber mi&#223;trauisch werde. Aber leider l&#228;uft heute ja das meiste &#252;ber Telefon und Email.</p>

<ul>
    <li>Hast du eine Vorstellung, warum das so ist?</li>
</ul>

<p>Hmmm, was ich jetzt sage, ist glaube ich sehr gewagt. Aber ich trau mich dennoch einmal, diesen Gedanken nachzuh&#228;ngen. Zum einen ist die auf elekrischem Strom basierende Form der Kommunikation nat&#252;rlich schneller. Und da wir heute ja von einem Geschwindigkeitswahn gepackt sind und alle meinen, wir h&#228;tten keine Zeit mehr, scheint das Telefon und die Email einfach einladend zu sein. Wobei ich das Telefon sehr mag, denn auch da ist ja durch die Stimme vieles an K&#246;rperlichkeit vorhanden. E-Mail ist manchmal ganz nett, aber ich glaube, in den meisten F&#228;llen wird sie v&#246;llig falsch eingesetzt. Pers&#246;nliche Briefe per E-Mail zum Beispiel finde ich nur in Ausnahmef&#228;llen angenehm. (Aber nat&#252;rlich freue ich mich jedes Mal auch &#252;ber E-Mail, wenn ich sehe: Da hat jemand an mich gedacht und gibt dem auch noch Ausdruck.)
Ich glaube aber, es steht noch etwas ganz anderes hinter dem Einsatz von Schreibwerkzeugen, die eine normierte Schrift &#252;ber Schriftarten (Typen) erzeugen. Die meisten haben zumindest eine Ahnung davon, dass Handschrift mehr zu sagen hat als nur die Inhalte. Und davor haben viele Angst. Es gibt kaum etwas, bei dem sich Menschen so oft entschuldigen,wie f&#252;r eine »schlechte« Handschrift. Heute h&#246;rt man noch, dass man ja nicht ge&#252;bt sei, seit Jahren eigentlich alles tippe und deshalb die Handschrift nicht mehr gut aussehe. Dahinter steht vielleicht auch ein Wunsch, zu gefallen. Oder positiv gewendet: Man will, dass auch alles lesbar ist, was man schreibt. Und da viele im Lesen von Handschriften nicht mehr ge&#252;bt sind, mag da sogar etwas dran sein. Interessanterweise erlebe ich es oft, da&#223; vor allem bei M&#228;nnern diejenigen kaum Handschrift verwenden, die gr&#246;&#223;ten Wert auf ihre Selbstinszenierung legen, die stark, erfolgreich etc. wirken wollen. In bestimmten Kreisen hat man da zwar F&#252;ller, aber die dienen eher der Selbtsinszenierung und dem Image als dem Schreiben – ein 350-Euro-F&#252;ller, der nur f&#252;r Unterschriften eingesetzt wird, ist da keine Seltenheit. Die Handschrift k&#246;nnte ja vielleicht zeigen, da&#223; da noch ein ganz anderer Mensch dahinter steht. Ich halte das zwar f&#252;r eine unbegr&#252;ndete Angst. Wenn die meisten schon im Lesen von Handschriften ungeb&#252;bt sind, werden sie kaum in der Lage sein, etwas zur Pers&#246;nlichkeit des Schreibenden herauslesen zu k&#246;nnen.</p>

<ul>
    <li>Moment. Jetzt hab ich doch eine Nachfrage: Wenn Handschrift etwas &#252;ber Schreibende auszusagen vermag, vermag dann auch die Handschrift die Pers&#246;nlichkeit zu beeinflussen? Kann man eine andere Pers&#246;nlichkeit werden, wenn man sich bewusst mit der eigenen Handschrift auseinander setzt?</li>
</ul>

<p>Also, das geht jetzt ja in die heute so modern gewordene therapeutische Richtung. Ja, es gibt Schreibtherapie. Aber da geht es eher um eine Form des Schreibens, die es einem erm&#246;glicht, zum Beispiel an unbewusste Teile der Pers&#246;nlichkeit heranzukommen oder aber eben eine Sprache f&#252;r sich und seine Erfahrungen zu finden. Ich glaube, das funktioniert auch. &#220;ber die Bedeutung einer Sprache f&#252;r die Pers&#246;nlichkeit, f&#252;r das Selbst-Bewusstsein, habe ich ja schon etwas gesagt. Bei der Arbeit an der Handschrift bin ich da bez&#252;glich m&#246;glicher psychischer Folgen ein wenig zur&#252;ckhaltender. Aber ich gehe immerhin so weit zu sagen, dass es sicherlich eine Bereicherung ist, die Handschrift lebendig zu halten, sie zu nutzen und durchaus auch zu &#252;ben. &#220;ber die Auswirkungen einer solchen Praxis wei&#223; ich nichts. Da will ich jetzt auch nicht ins spekulieren kommen. Nur in die therapeutische Richtung sollte das nicht gehen. All diese Psychologisierungen sind mir nicht so ganz behaglich. Es geht um eine der wunderbarsten Formen des Ausdrucks, die uns au&#223;erhalb der direkten k&#246;rperlichen Begegnung zur Verf&#252;gung steht. Ich staune immer wieder dar&#252;ber, da&#223; der Mensch so etwas zu Stande gebracht hat. Es geht nicht um Psychologie. Ich will ja auch nicht gleich unter dem Gesichtspunkt der Psychologie betrachtet werden, wenn ich einen Brief schreibe. Wenn aber ein Freund merkt: Ups, bei diesem Brief scheint es ihm aber gar nicht gut gegangen zu sein und Mut zuspricht oder tr&#246;stet, dann ist das genau das, was ich an der Spur des K&#246;rpers in der Handschrift so mag.</p>

<ul>
    <li>Du hast nun eine ganze Menge an F&#252;llern. Warum? Wenn es doch ein so pers&#246;nliches Schreibger&#228;t ist, w&#228;re es da nicht angebracht, nur einen zu nutzen?</li>
</ul>

<p>Du unterscheidest in der Frage sehr sch&#246;n zwischen F&#252;ller haben und F&#252;ller nutzen. Das gef&#228;llt mir. Zun&#228;chst einmal: Ich bin <span style="text-decoration: line-through;">kein</span> F&#252;llersammler. Ich habe nur solche, die ich auch zu nutzen vermag. Obwohl ich mich nat&#252;rlich auch am &#228;sthetischen &#196;u&#223;eren dieser Schreibger&#228;te sehr zu erfreuen vermag. Aber ich hab es ja schon gesagt: Welchen F&#252;ller ich nutze ist abh&#228;ngig von Stimmung oder auch von der Schreibgeschwindigkeit. Die Federn sind unterschiedlich schnell. Die meisten sind ja handgeschliffen. Nat&#252;rlich gibt es immer wieder F&#252;ller, die so eine Art Alltagsf&#252;ller sind und dann sehr intensiv genutzt werden. Aber auch da kann es zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche F&#252;ller treffen. Und ganz abgesehen davon: Ich habe auch unterschiedliche Tintenfarben laufen.</p>

<ul>
    <li>Bist du eigentlich bez&#252;glich F&#252;llern ein Romantiker?</li>
</ul>

<p>Ja, v&#246;llig. Wenn ich einen F&#252;ller in die Hand nehme, die Feder sehe und mich zum Beispiel daran erinnere, dass ich mit dieser Feder, mit diesem F&#252;ller das Abitur, mein Examen oder vielleicht einen ganz wichtigen Brief geschrieben habe, dann werde ich schon romantisch. Wenn ich dann bei Klausuraufsichten<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/02/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview/#footnote_0_93" id="identifier_0_93" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zur der Zeit, in der dieser Text entstand, arbeitete ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Frankfurter Universit&amp;#228;t und hatte in diesem Rahmen auch Aufsichten bei schriftlichen Examens- und Magisterpr&amp;#252;fungen zu halten.">1</a></sup> sehe, wie viele Leute eine Klausur mit einem Einweg- oder Werbekugelschreiber schreiben – und das sind vielleicht achtzig bis neunzig Prozent der Leute –, dann denke ich mir immer: Verdammt, ihr raubt euch gerade eine M&#246;glichkeit, sp&#228;ter einmal euren Examensf&#252;ller in die Hand zu nehmen, ja, und romantisch zu werden.</p>

<p align="right">©torstenlarbig 25. September 2003 (zuletzt &#252;berarbeitet: 02.09.2008)</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/27/sprache-und-technik/" rel="bookmark" title="27. M&#228;rz 2010">Sprache und Technik</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/" rel="bookmark" title="9. M&#228;rz 2010">Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 4.960 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy68"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Schreiben und Schreibger\u00e4te \u2013 Ein (Selbst)Interview "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/09\/02\/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy68').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_93" class="footnote">Zur der Zeit, in der dieser Text entstand, arbeitete ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Frankfurter Universit&#228;t und hatte in diesem Rahmen auch Aufsichten bei schriftlichen Examens- und Magisterpr&#252;fungen zu halten.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/fueller/" title="Füller" rel="tag">Füller</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/fuellfederhalter/" title="Füllfederhalter" rel="tag">Füllfederhalter</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/gedaechtnis/" title="Gedächtnis" rel="tag">Gedächtnis</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/handschriften/" title="Handschriften" rel="tag">Handschriften</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/herr-larbig/" title="Herr Larbig" rel="tag">Herr Larbig</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kultur/" title="Kultur" rel="tag">Kultur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lesen/" title="lesen" rel="tag">lesen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/mythen/" title="Mythen" rel="tag">Mythen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/phaidros/" title="Phaidros" rel="tag">Phaidros</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schoepfung/" title="Schöpfung" rel="tag">Schöpfung</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schrift/" title="Schrift" rel="tag">Schrift</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/herr-larbig/selbstgespraeche/" title="Selbstgespräche" rel="tag">Selbstgespräche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbstgespraeche/" title="Selbstgespräche" rel="tag">Selbstgespräche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/sokrates/" title="Sokrates" rel="tag">Sokrates</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/sprache/" title="Sprache" rel="tag">Sprache</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wirklichkeit/" title="Wirklichkeit" rel="tag">Wirklichkeit</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/09/02/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
	</item>
		<item>
		<title>Wie Wilhelm Busch schreiben</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/08/25/wie-wilhelm-busch-schreiben/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/08/25/wie-wilhelm-busch-schreiben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2008 22:49:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch Sek. II]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[kreatives Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibideen]]></category>
		<category><![CDATA[Bild und Text]]></category>
		<category><![CDATA[max und moritz]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Busch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=152</guid>
		<description><![CDATA[Wilhelm Busch? Na, Max und Moritz sind wahrscheinlich bekannt! Wenn Wilhelm Busch zu den folgenden drei Bildern eine eine kleine Geschichte gereimt h&#228;tte – was k&#246;nnte er geschrieben haben? –  Vorschl&#228;ge k&#246;nnen Du durch Anklicken der Kommentarfunktion hier hinterlassen werden. &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/wie-wilhelm-busch-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wilhelm-busch.de/" target="_blank">Wilhelm Busch</a>? Na, Max und Moritz sind wahrscheinlich bekannt!</p>

<p>Wenn Wilhelm Busch zu den folgenden drei Bildern eine eine kleine Geschichte gereimt h&#228;tte – was k&#246;nnte er geschrieben haben? –  Vorschl&#228;ge k&#246;nnen Du durch Anklicken der Kommentarfunktion hier hinterlassen werden. Viel Spa&#223; beim Schreiben!<sup><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/25/wie-wilhelm-busch-schreiben/#footnote_0_152" id="identifier_0_152" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Vergr&amp;#246;&amp;#223;ern der Bilder einfach auf eines der Bilder klicken. Dann kann auch von einem zum anderen gesprungen werden.">1</a></sup></p>


<div class="ngg-galleryoverview" id="ngg-gallery-3-152">


	<!-- Piclense link -->
	<div class="piclenselink">
		<a class="piclenselink" href="javascript:PicLensLite.start({feedUrl:'http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/plugins/nextgen-gallery/xml/media-rss.php?gid=3&amp;mode=gallery'});">
			[Mit PicLens anzeigen]		</a>
	</div>
	
	<!-- Thumbnails -->
		
	<div id="ngg-image-12" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/Erdmaennchenserie3.jpg" title="Erdmännchen – 24-08-2008 | © by tlarbig (herrlarbig.de)" class="shutterset_set_3" >
								<img title="Erdmaennchenserie3.jpg" alt="Erdmaennchenserie3.jpg" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie3.jpg"  />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-10" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/Erdmaennchenserie1.jpg" title="Erdmännchen – 24-08-2008 | © by tlarbig (herrlarbig.de)" class="shutterset_set_3" >
								<img title="Erdmaennchenserie1.jpg" alt="Erdmaennchenserie1.jpg" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie1.jpg"  />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 		
	<div id="ngg-image-11" class="ngg-gallery-thumbnail-box"  >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/Erdmaennchenserie2.jpg" title="Erdmännchen – 24-08-2008 | © by tlarbig (herrlarbig.de)" class="shutterset_set_3" >
								<img title="Erdmaennchenserie2.jpg" alt="Erdmaennchenserie2.jpg" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie2.jpg"  />
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
 	 	
	<!-- Pagination -->
 	<div class='ngg-clear'></div>
 	
</div>

<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/01/17/herrlarbig-jetzt-auch-hoeren/" rel="bookmark" title="17. Januar 2010">herrlarbig jetzt auch h&#246;ren</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="19. August 2008">Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/08/30/kreatives-schreiben-in-der-schule/" rel="bookmark" title="30. August 2011">Kreatives Schreiben in der Schule</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/05/05/ldl-tag-in-ludwigsburg-1-vorbericht/" rel="bookmark" title="5. Mai 2009">LdL-Tag in Ludwigsburg (1. Vorbericht)</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/05/17/facher-verbindend-kompetenzen-lehren-ein-vorschlag/" rel="bookmark" title="17. Mai 2011">F&#228;cher verbindend Kompetenzen lehren – ein Vorschlag</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.196 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy71"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Wie Wilhelm Busch schreiben "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/08\/25\/wie-wilhelm-busch-schreiben\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy71').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_152" class="footnote">Zum Vergr&#246;&#223;ern der Bilder einfach auf eines der Bilder klicken. Dann kann auch von einem zum anderen gesprungen werden.</li></ol>
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/tag/bild-und-gedicht/" title="Bild und Text" rel="tag">Bild und Text</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/bilder/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/bilder-fotografie/" title="Bilder" rel="tag">Bilder</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/" title="Deutsch Sek. I" rel="tag">Deutsch Sek. I</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-ii/" title="Deutsch Sek. II" rel="tag">Deutsch Sek. II</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/fotografie/" title="Fotografie" rel="tag">Fotografie</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/kreatives-schreiben/" title="kreatives Schreiben" rel="tag">kreatives Schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kreatives-schreiben/" title="kreatives Schreiben" rel="tag">kreatives Schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/max-und-moritz/" title="max und moritz" rel="tag">max und moritz</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/deutsch-sek-i/schreibideen/" title="Schreibideen" rel="tag">Schreibideen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreibideen/" title="Schreibideen" rel="tag">Schreibideen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/wilhelm-busch/" title="Wilhelm Busch" rel="tag">Wilhelm Busch</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/08/25/wie-wilhelm-busch-schreiben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie3.jpg" />
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie3.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Erdmaennchenserie3.jpg</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie1.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Erdmaennchenserie1.jpg</media:title>
		</media:content>
		<media:content url="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/gallery/erdmaennchenserie-2/thumbs/thumbs_Erdmaennchenserie2.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Erdmaennchenserie2.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Kreativit&#228;t – Ein (Selbst)Interview</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/</link>
		<comments>http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 22:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herr Larbig]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=90</guid>
		<description><![CDATA[Hi Torsten. Wenn ich es richtig geh&#246;rt habe, arbeitest du gern kreativ. Kannst du mir vielleicht erst einmal sagen, was das f&#252;r dich eigentlich ist: Kreativit&#228;t? »Kreativit&#228;t« hei&#223;t f&#252;r mich: Viel arbeiten. Transpiration auf dem Weg zur Inspiration. Und im &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="first">Hi Torsten. Wenn ich es richtig geh&#246;rt habe, arbeitest du gern kreativ. Kannst du mir vielleicht erst einmal sagen, was das f&#252;r dich eigentlich ist: Kreativit&#228;t?</p>

<ul>
    <li>»Kreativit&#228;t« hei&#223;t f&#252;r mich: Viel arbeiten. Transpiration auf dem Weg zur Inspiration. Und im Prozess des Arbeitens dann noch so wachsam sein, dass ich merke: Hier bin ich an einem Punkt, an dem etwas »Neues« entstehen kann. Das kann ein Gedanke sein, den ich so noch nicht hatte; oder eine Formulierung, die mir besonders gut gef&#228;llt. Dabei ist es aber nat&#252;rlich wichtig, dass ich &#252;berhaupt erst einmal eine Frage habe, auf die ich eine Antwort suche.</li>
</ul>

<p class="first">Und wie k&#246;nnte so eine Frage lauten?</p>

<ul>
    <li>Das kommt ganz darauf an. Zumindest sind die richtigen Fragen ja oft das schwierigste. Worum geht es, wof&#252;r suche ich einen Einfall, was soll erreicht werden… Meist habe ich zuerst nur eine Ahnung, welche Frage mich ein wenig besch&#228;ftigen k&#246;nnte. Dann hei&#223;t es, ganz viel Informationen sammeln, lesen, schreiben, nachdenken und – ganz wichtig: spazieren gehen!</li>
</ul>

<p class="first">Spazieren gehen?<span id="more-90"></span></p>

<ul>
    <li>Ja, ganz genau. Oder nach einem langen Arbeitstag in aller Ruhe ein Glas Wein trinken. Manche Ideen kommen auch mitten in der Nacht. Wenn ich an einer Frage intensiv dran bin, kommt die Antwort immer mal wieder im Traum oder in der Phase des Aufwachens. Es ist ganz wichtig, sich immer mal wieder Auszeiten zu g&#246;nnen, damit all das Material sich setzen kann, eine Verbindung zum Unterbewussten aufbauen und so vielleicht zu einer Synthese zu finden, die neu ist. Das ist nat&#252;rlich immer auch eine Frage des Gl&#252;cks. Aber wenn ich nicht intensiv arbeite, kann ich kaum erwarten, dass ein guter Einfall einfach so vom Himmel f&#228;llt. Und da ist Spazieren gehen eine wirklich gute Sache.</li>
</ul>

<p class="first">Du sagst, das Kreativiti&#228;t viel mit Arbeit zu tun hat. Hast du da bestimmte Methoden?</p>

<ul>
    <li>Es kommt da ganz auf das Problem an. Eine wissenschaftliche Fragestellung ist ja meist erst einmal scheinbar klar umgrenzt, so dass ich dann mit der jeweiligen Methode einer Wissenschaft an die Frage herangehe. Allerdings k&#246;nnen sich dann neue Probleme zeigen, auf die ich erst einmal Antworten finden muss. Wenn ich versuche, Geschichten und Gedichte zu schreiben, dann sieht das ganz anders aus: Da ist die erste Regel, da&#223; ich so viel lesen und schreiben muss, wie nur m&#246;glich. Vor allem das eigene Schreiben ist wichtig. Irgend einen Ausgangspunkt nehmen und dann geht es los. Zum Beispiel kann ich mir vornehmen, einen Menschen oder eine Landschaft zu beschreiben. Oder ich denke mir Geschichten zu Personen aus, die mir vielleicht zuf&#228;llig in der S-Bahn gegen&#252;ber sitzen. Und es ist mir schon mehr als einmal passiert, dass da pl&#246;tzlich eine Geschichte Form annimmt, Personen oder Ereignisse auftauchen, die mich selbst neugierig machen. Und dann muss ich ja weiter schreiben, um herauszubekommen, wie das denn weitergeht. Eine dritte M&#246;glichkeit ist, dass ich mir eine Werbekampagne ausdenke, einfach so zum Spa&#223;. Ich denke dann dar&#252;ber nach, wie z.B. eine Veranstaltung oder eine Projekt an der Uni eigentlich kommuniziert werden m&#252;sste, um so etwas wie Aufmerksamkeit zu bekommen: was bietet so ein Projekt, welches Versprechen k&#246;nnte auf es aufmerksam machen… Oder anders: Ich w&#252;nsche mir, da&#223; eine bestimmte Zielgruppe erreicht werden soll und dann versuche ich mir eine entsprechende Kampagne auszudenken. Aber das sind meistens nur Trocken&#252;bungen, da das Hochschul- und Wissenschaftsmarketing in der Regel am Geld, den Strukturen oder den Bedenkentr&#228;gern scheitern, die solchen Vorgehensweisen gerade in den Geiseswissenschaften eher kritisch gegen&#252;berstehen. K&#246;nnte mir aber sehr gut vorstellen, in so einem Bereich zu arbeiten – das w&#228;re mal eine realistische Herausforderung.</li>
</ul>

<p class="first">Bei welchen T&#228;tigkeiten siehst du Kreativit&#228;t als sinnvoll an?</p>

<ul>
    <li>Bei allen. Wenn man als Arbeiter am Flie&#223;band arbeitet scheint das nicht so naheliegend zu sein, aber selbst dort gibt es, in eingeschr&#228;nktem Ma&#223;e, M&#246;glichkeiten f&#252;r Kreativit&#228;t: zum Beispiel, wenn man beim Arbeiten pl&#246;tzlich entdeckt, dass ein anderer Bewegungsablauf weniger anstrengend ist. Oder in der Verwaltung: da hat man jahrelang nach einer Methode gearbeitet und fragt sich vielleicht, ob es da nicht doch noch eine bessere g&#228;be. Ich glaube, kreatives Potential kann &#252;berall freigesetzt werden, wo jemand mit Lust und Leidenschaft etwas tut, etwas intensiv tut und sich nicht von so Gedanken wie »Mir macht die Arbeit keinen Spa&#223;« ablenken l&#228;&#223;t. Ohne Leidenschaft aber, ohne Neugier und Offenheit, die einen auch mal Routinen von au&#223;en betrachten l&#228;sst d&#252;rfte es schwer sein.</li>
</ul>

<p class="first">W&#252;rdest du dich denn neben allem Interesse an Kreativit&#228;t als kreativen Menschen bezeichnen?</p>

<ul>
    <li>Lass es mich so sagen: Ich habe das Potential entdeckt, das darin liegt, mich nicht mit dem einfachsten und n&#228;chstgelegenen Weg abzufinden, sondern immer neugierig zu sein, was Neues kennenlernen zu wollen. Und wenn dann die Lust auf den H&#246;hepunkt kommt, kann da auch etwas gezeugt werden. Ist nicht immer leicht. Aber es ist nun einmal wirklich so, da&#223; wahrscheinlich f&#252;nf Prozent Inspiration sind und die anderen f&#252;nfundneunzig Prozent nichts anderes Transpiration. Aber das Gl&#252;cksgef&#252;hl, das sich einstellt, wenn die Inspiration zuschl&#228;gt, ist so phantastisch, da&#223; es all den Schwei&#223; vergessen l&#228;sst.</li>
</ul>

<blockquote>
<p class="lit">Literatur zum Thema: Mihaly Csikszentmihalyi, Kreativit&#228;t. Wie Sie das Unm&#246;gliche schaffen und Ihre Grenzen &#252;berwinden, Stuttgart (Klett-Cotta) <sup>4</sup>1999; ders.: Flow. Das Geheimnis des Gl&#252;cks, Stuttgart (Klett-Cotta) <sup>8</sup>1999.</p>
</blockquote>

<p align="right">©tlarbig, 09. Juni 2004 (letzte &#220;berarbeitung: 18. August 2008)</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

<ul class="similar-posts"><li><a href="http://herrlarbig.de/2010/03/17/140-zeichen-deutschunterricht-ein-twitterprojekt/" rel="bookmark" title="17. M&#228;rz 2010">140 Zeichen Deutschunterricht: Ein Twitterprojekt</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/08/31/schmoeker-schnipsel-nudin-der-wissbegierige-oder-die-langeweile-des-allwissens/" rel="bookmark" title="31. August 2008">Schm&#246;ker-Schnipsel – Nudin der Wissbegierige oder: Die Langeweile des »Allwissens«</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/07/03/happy-birthday-to-franz/" rel="bookmark" title="3. Juli 2008">Happy Birthday to Franz!</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/02/schreiben-und-schreibgeraete-ein-selbstinterview/" rel="bookmark" title="2. September 2008">Schreiben und Schreibger&#228;te – Ein (Selbst)Interview</a></li>

<li><a href="http://herrlarbig.de/2009/10/01/schmoeker-schnipsel-vom-auswendiglernen/" rel="bookmark" title="1. Oktober 2009">Schm&#246;ker-Schnipsel: Vom Auswendiglernen</a></li>
</ul>

<!-- Similar Posts took 3.661 ms -->
<!-- Beginn von `social share privacy by smeagol.de´ --><div id="socialshareprivacy74"></div>
			<script type="text/javascript">
			(function($){
				var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA \u00fcbertragen und unter Umst\u00e4nden auch dort gespeichert. N\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\/em>.","settings_perma":"Dauerhaft aktivieren und Daten\u00fcber\u00adtragung zustimmen:","cookie_path":"\/","cookie_expire":"365","cookie_domain":"","css_path":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/socialshareprivacy.css","oben":"nein","overall":"ja","ausschluss_private":"nein","services":{"facebook":{"status":"off","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_facebook.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Facebook senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_fb_off":"nicht mit Facebook verbunden","txt_fb_on":"mit Facebook verbunden","display_name":"Facebook","referrer_track":"","language":"de_DE"},"twitter":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_twitter.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Twitter senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_twitter_off":"nicht mit Twitter verbunden","txt_twitter_on":"mit Twitter verbunden","display_name":"Twitter","referrer_track":"","tweet_text":"Kreativit\u00e4t \u2013 Ein (Selbst)Interview "},"gplus":{"status":"on","dummy_img":"http:\/\/herrlarbig.de\/wordpress\/wp-content\/plugins\/2-klicks-button-socialshareprivacy-plugin\/images\/dummy_gplus.png","txt_info":"2 Klicks f\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\u00f6nnen Ihre Empfehlung an Google+ senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte \u00fcbertragen \u2013 siehe <em>i<\/em>.","txt_gplus_off":"nicht mit Google+ verbunden","txt_gplus_on":"mit Google+ verbunden","display_name":"Google+","referrer_track":"","language":"de"}},"ausschluss_site":"11437;20;625;3","uri":"http:\/\/herrlarbig.de\/2008\/08\/19\/kreativitaet-ein-selbstinterview\/"};
				options.cookie_domain = document.location.host;
				$(document).ready(function(){
					$('#socialshareprivacy74').socialSharePrivacy(options);
				});
			})(jQuery);
			</script>
		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ -->
	Tags: <a href="http://herrlarbig.de/category/herr-larbig/" title="Herr Larbig" rel="tag">Herr Larbig</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/kreativitaet/" title="Kreativität" rel="tag">Kreativität</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/lernen/" title="lernen" rel="tag">lernen</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/literatur/" title="Literatur" rel="tag">Literatur</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/schreiben/" title="schreiben" rel="tag">schreiben</a>, <a href="http://herrlarbig.de/category/herr-larbig/selbstgespraeche/" title="Selbstgespräche" rel="tag">Selbstgespräche</a>, <a href="http://herrlarbig.de/tag/selbstgespraeche/" title="Selbstgespräche" rel="tag">Selbstgespräche</a><br />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://herrlarbig.de/2008/08/19/kreativitaet-ein-selbstinterview/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
	
	</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk: basic
Page Caching using disk: enhanced
Database Caching 154/333 queries in 0.513 seconds using disk: basic
Object Caching 33629/33903 objects using disk: basic

Served from: herrlarbig.de @ 2012-05-24 23:56:00 -->
