Schlagwort-Archiv: Test

Foto 2

Apples „Earpods“ im Test

Gemeinsam mit dem iPhone 5 stellte Apple am 12. September 2012 neue Kopfhörer vor, die zukünftig mit iPods und iPhones ausgeliefert werden und für 29 Euro einzeln angeboten werden. Apple nennt diese kleinen, kompakten In-Ear-Kopfhörer „EarPods“.

Weiterlesen

Handschrift und Tastaturen. Ein subjektiver „Test“-Bericht

Tablet-Tastaturen, wie der des Samsung Galaxy oder des Apple iPad, wird oft nachgesagt, dass man nicht so schnell auf ihnen tippen könne, wie auf einer „echten“ Computertastatur

Das stimmt.

Mir geht es auch so: Während ich mit mechanisch gelagerten Tasten blind und sehr schnell schreiben kann, ist das Tempo auf der virtuellen Tastatur, die ich zugegebenermaßen mittlerweile auch fast blind bedienen kann, deutlich langsamer. – In Berichten über Tablets liest sich der Teil über die Bedienungsfreundlichkeit der Tastatur für mich allerdings immer so erschreckend, da ich diese Kritik nur in Teilen nachvollziehen kann

Ja, das Tippen auf dem iPad, ein solches Tablet nutze ich, ist anders und gemächlicher als auf der Tastatur.  Manchmal, wenn ich das mit der Tastatur erreichbare Schreibtempo brauche, nutze ich dann auch mit dem Tablet eine Bluetooth-Tastatur. Das kommt allerdings für mich selbst erstaunlich selten vor. — So kurios es angesichts der weit verbreiteten Kritik gegenüber virtuellen Tastaturen auch klingen mag: In der Regel genügt die virtuelle Tastatur meinen Ansprüchen, sie hat sogar manchmal einen Mehrwert, sodass ich auf sie zurückgreife, auch wenn eine „normale“ Tastatur griffbereit und der Computer im Schlafmodus auf dem Schreibtisch in unmittelbarer Nähe verfügbar ist.

Irgendwann fragte ich mich, warum das so ist. Lange brauchte ich nicht, um eine Antwort zu finden: Das iPad und seine Tastatur stehen für mich genau zwischen der von mir sehr geschätzten und eher langsamen Handschrift und dem mir manchmal zu zügig von der Hand gehendem Tippen am Computer.

Am Tablet tippe ich zügig, aber so „langsam“, dass meine Gedanken sich beim Schreiben im Fluss bleibend dennoch bereits beim Schreiben ganz gut organisieren können. Ich kann quasi beim Formulieren am Tablet jeden Satz schon einer kleinen Überarbeitung unterziehen, während die Handschrift mich da zum Teil den Faden verlieren lässt und die „normale Tastatur“ zu einem Schreiben verführt, dem die Gedanken manches Mal fast schon hinterher eilen.

Und so fällt mir auf, dass ich in letzter Zeit überraschend viele Blog-Beiträge mit dem Tablet geschrieben habe. Das gilt auch für diesen.

Genau genommen muss ich es anders sagen: Überaschend viele Blogartikel sind in letzter Zeit – bis hin zur direkten Übernahme – aus Notizen entstanden, die ich im Laufe der Zeit in meinem digitalen Notizbuch auf dem Tablet eigentlich zunächst nur einzig und alleine für mich selbst verfasst habe.

Dass das so möglich ist, mag allerdings tatsächlich daran liegen, dass mir die virtuelle Tastatur von Anfang an gelegen hat. Ich mag dieses nahezu geräuschlose Erstellen von Texten, das an nahezu jedem Ort möglich ist. Das ist auch der Grund, warum sich die Menge des Geschriebenen für mich seit der Anschaffung des Tablets deutlich erhöht hat: Ich habe plötzlich die Möglichkeit, an viel mehr Orten zu schreiben, als dies vorher für mich möglich war.

Darüber hinaus nutze ich in bestimmten Situationen die Spracherkennungssoftware, die das Diktieren von Texten auf dem Tablet oder dem PC möglich macht. Diese Option kann ich natürlich nur dann nutzen, wenn niemand durch mein Sprechen gestört wird. Aber in Kombination mit der Tablet-Tastatur ist dies durchaus eine Erleichterung.

So ist beispielsweise der letzte Absatz diktiert worden, während der gesamte restliche Text bis an diese Stelle in weniger als einer halben Stunde auf der virtuellen Tastatur eines iPads entstanden ist.

Idealerweise komme ich beim Tippen in meinen eigenen Rhythmus, der dann für das Entstehen eines Textes durchgehalten wird, sodass mir das Tippen manchmal wie das Bedienen eines Tastenintrumentes vorkommt.

Doch all dies ist, dessen bin ich mir sehr bewusst, eine subjektive Erfahrung des Umgangs mit unterschiedlichen Formen von Tastaturen. Ich will dabei auch nur sehr eingeschränkt werten, indem ich meine Erfahrung darlege, wie ich die unterschiedlichen Formen der Erstellung von Text für mich nutze.

Handschrift nutze ich, wenn flexibel Text und grafische Elemente miteinander kombiniert werden (müssen). Aber auch, wenn ich ein langsames Schreiben mit deutlich persönlicher Note pflegen will, wie es bespielsweise in handschriftlichen Briefen erreicht werden soll / wird.

Die „normale Tastatur“ am Computer nutze ich besonders gerne, wenn ich sehr schnell und eher assoziativ schreiben will oder an einem Thema arbeite, das ich in Form eines freien Vortrages schon gut meistern kann und entsprechend zügig dem inneren Sprachfluss folgen will.

Bei bestimmten Übungen des Kreativen Schreibens kommt mir das Gefühl mechanisch-digital arbeitender Tastaturen sehr entgegen, wenn es darum geht, so schnell zu schreiben, dass sich der Schreibfluss in gewissem Grade dem Reflexionsprozess entzieht und so auch überraschende Wendungen nehmen kann (Stichwort: écriture automatique – automatisches Schreiben).

Das Schreiben auf der virtuellen Tastatur eines Tablets liegt für mich zwischen der Handschriflichkeit und der „normalen Tastatur“. Das Ergebnis ist ein typografisches; der Schreibprozess liegt in seiner Zeitaufwändigkeit für mich zwischen der Handschrift und dem schnellen Tippen, so, dass das Tempo des Schreibens und die Möglichkeit der potentiellen Weiterverwertung eines Textes einen Kompromiss darstellen: Schriebe ich alleine per Hand, wären verwertbare Artikel abzuschreiben und kämen so auch noch in den immer wünschenswerten Überarbeitungsprozess; tippe ich schnell auf der „normalen Tastatur“, so ist oft vor der Veröffentlichung der so entstehenden verwertbaren Texten noch eine intensive Überarbeitung notwendig.

Mit dem Tablet geschriebene Texte liegen für mich zwischen diesen beiden Optionen: Sie brauchen in der Entstehung etwas mehr Zeit als schnell getippte Texte, müssen in der Regel aber weniger überarbeitet werden als diese; sie entstehen schneller als rein handschriftlich verfasste Texte und die Zeit der Überarbeitung ist kürzer als die für das Abtippen handschriftlicher Texte benötigte. Gleichzeitig aber ist das Tippen auf der virtuellen Tastatur so, dass sich für mich im Arbeitsprozess selbst bereits eine „Überarbeitung“ der Texte ergibt, weil ich Worte oder grammatikalische Konstrukte ebenso während dem Schreiben überdenken kann, wie eine ganze Argumentationsstruktur, was ich sonst eher vom handschriftlichen Arbeiten her kenne.

Und somit greifen für mich Praxisberichte über die Arbeit mit virtuellen Tastaturen zu kurz. Gut, ich halte mich für jemanden, der sehr gut mit Tastaturen arbeiten kann und diese ganz gut beherrscht. Aber ich traue dieses Maß an Freude beim Umgang mit Tastaturen auch vielen anderen zu. Testberichte zu Tastaturen, wie der hier von mir benutzten virtuellen auf dem iPad, gehen oft von absoluten Werten bezüglich der Schreibgeschwindigkeit aus. Dabei werden relative Werte, wie zum Beispiel der Nutzen einer geringeren Schreibgeschwindigkeit für die Textqualität, außen vor gelassen.

Ich ziehe es vor, mir Gedanken über die Qualität von Texten zu machen, die ich mit unterschiedlichen Schreibinstrumenten erreichen kann. Und wenn ich dieses Kriterium heran ziehe, dann steht die virtuelle Tastatur mit geringem Überarbeitungsaufwand bei den so entstehenden Texten auf Platz 1.

Subjektiv ist das Schreiben auf der „echten“ halb-mechanischen Tastatur deutlich schneller, wobei der Überarbeitungsaufwand für mich den Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zur virtuellen Tablet-Tastatur locker ausgleicht.

Die Handschrift ist für mich vor allem aufgrund des mit ihr verbundenen körperlichen Prozesses der rhythmisch runden Bewegungsabläufe attraktiv. Handschriftlich kann ich stromunabhänig viel und kontinuierlich schreiben. Um einen Text wie diesen allerdings zur Veröffentlichung fertig zu stellen, benötigte ich das zwei- bis dreifache an Zeit, was die gefühlte Hochwertigkeit der Handschrift dann in einen objektiven „Kosten-Nutzen-Konflikt“ bringt.

Ja, all diese Tests von Tablets mit virtuellen Tastaturen haben recht, wenn sie diese im Vergleich zu „normalen Tastaturen“ als schwächer ansehen. Mit der Handschriftlichkeit vergleichen solche Tests die Tastauren hingegen nicht, obwohl sie in diesem Lichte plötzlich viel positiver betrachtet werden könnten.

Deshalb will ich hier mit diesem durchaus sehr subjektiven Beitrag die Perspektive auf virtuelle Tastaturen erweitern, denn immer dann, wenn davon gesprochen wird, dass diese nicht an „normale Tastaturen“ heran reichten, zuckte ich bislang zusammen und dachte mir, dass doch genau dies einer der Gründe ist, warum ich Texte wie diesen so gerne mit dem Tablet schreibe. Und jetzt ist es für mich an der Zeit, das auch einmal öffentlich zu formulieren. Aber das weiß ich erst jetzt, denn ursprünglich ist dieser Text in meinem Notizbuch entstanden, dessen Texte eben nur dann und wann zur Veröffentlichung gelangen. – Seit ich das Notizbuch allerdings fast ausschließlich auf dem Tablet Pflege, fällt mir auf, dass die Zahl in ihm entstehenden Texte, die anschließend in irgend einer Form, meist allerdings in meinem Blog, veröffentlicht werden, doch deutlich zugenommen hat. – Ich führe das auf die  in diesem Beitrag hoffentlich nachvollziehbar gemachten, von mir zumindest subjektiv empfundenen Eigenschaften des Schreibens auf einer virtuellen Tastatur zurück.

Duden, Wahrig, Pons, Canoo: Wörterbücher online nutzen. Ein Praxistest

Früher hatte man immer mindestens ein Rechtschreib- und ein Fremdwörterlexikon auf dem Schreibtisch stehen. Duden, Wahrig und bei den Fremdsprachen kamen noch Langenscheidt oder Pons dazu. Was ist aus diesen kommerziell von Verlagen betriebenen Wörterbüchern im Internet geworden? Sind sie im Netz angekommen oder vertraut man in den Verlagen nach wie vor alleine auf Bücher und den Verkauf von CD-Roms mit Programmen, die dann das Wörterbuch zugänglich machen? Und wenn es Angebote im Netz gibt, wie bewerte ich diese? Herrn Larbigs kleinerTest digitaler Online-Wörterbücher mit den „berühmten Namen“ der Branche:

Weiterlesen

Apps (nicht nur) für Lehrer: MoMA-AB/EX/NY

Quelle: http://moma.org/explore/mobile/abexnyapp

Ein Museum ist eine Bildungseinrichtung. Wenn ein Museum dann „Museum of Modern Art“ heißt, unter dem Kürzel MoMA weltbekannt ist und schon auf seiner Website ein faszinierendes Angebot bereit hält, dann darf man gespannt sein, wie sich der Bildungsanspruch einer solchen Einrichtung in Apps für das iPhone und das iPad darstellt.

Neben der sehr empfehlenswerten iPhone-App des MoMA, die selbst dann spannend ist, wenn man nicht vor Ort ist und mit ihrer Unterstützung das Museum entdeckt, ist nun zu einer Ausstellung zu den einst in New York ansässigen „abstrakten Expressionisten“ eine iPad-Applikation erschienen, die selbst aus der Ferne diese Ausstellung zugänglich macht. Die kostenlos bereit gestellte AB EX NY iPAD APP Weiterlesen

iPad-Praxis-Test: An einer Tagung teilnehmen…

Nach ein paar Wochen des Vertrautwerdens mit dem iPad habe ich mich nun gewagt, papierfrei zu einer Tagung zu fahren. Eineinhalb Tage um meine Anforderungen an ein Arbeitsgerät in der Praxis zu erkunden. Weiterlesen

Ich schreibe wie…

… tja… das scheint so eindeutig nicht zu sein…

Für intellektuelle Spielchen bin ich offen. Deshalb habe ich einige meiner Blogeinträge dem FAZ-Stiltest unterzogen.

Hier nun ein (nicht ganz ernst gemeinter?!) Überblick, welche sprachlichen Einflüsse mein eigenes Schreiben (laut FAZ-Test) unter anderem beeinflussen. Die Ergebnisse werde ich jeweils kurz kommentieren:



Dieses Ergebnis kam am häufigsten vor, wenn ich einige Beiträge dieses Blogs analysieren ließ. Das überrascht mich, da ich von Freud, außer der Traumdeutung, nicht sonderlich viel gelesen habe. Ob ich wohl (psycho)-analytische Fähigkeiten habe…?



Gut so. Handkes Stil gefällt mir nämlich. Vor allem seine tagebuchartigen Notizen lese ich immer wieder – und sie haben scheinbar Eindruck hinterlassen, obwohl ich immer über diesen Texten sitze und mir wünschte, so schreiben zu können… Nun, zumindest der FAZ-Test scheint der Meinung zu sein, dass mir das hin und wieder doch gelingt.



Na, das freut mich. Ich mag Heines Texte und wenn sein Stil einige meiner Blogbeiträge hier prägt, schäme ich mich nicht dafür. Vor allem mag ich an Heine, dass er einerseits die romantische Weltdeutung in sich aufnahme, diese aber gleichzeitig weiter entwickelte, sie überwand und deutlich politischer schrieb, als dies in der Romantik der Fall war.


Ups… Sind meine Sätze z. T. wirklich soooooooooo lang und kompliziert?



Schulze?. Außer Schulzes »Simple Stories« habe ich wenig von ihm gelesen. Wie also kommen Artikel in diesem Stil zustande? Hat dieser »Roman« solch einen Eindruck bei mir hinterlassen?



Ein Autor, von dem ich deutlich mehr gelesen habe als von Ingo Schulze. Kann ich gut mit leben, werde ich doch Goetz’ Frankfurter Poetikvorlesung lange nicht vergessen, so  wenig, wie den Niederschlag, den diese Vorlesung in Gotz’ »Abfall für alle« gefunden hat.

Möge die Ironie, die in der Bündelung dieser – immerhin von der FAZ-Website erstellten – Zertifikate liegt, dem aufmerksamen Leser nicht entgehen… Der Test ist ein schönes Spiel, scheitert aber (natürlich?) an der rein digitalen Auswertung der Textproben, die überraschend (erschreckend?) schnell geschieht. Mal schauen, wie weit ich dieses Spiel treiben werde, denn das Ergebnis war mir schon vorher klar, nur dass es in dem FAZ-Test nicht eingearbeitet ist, ich scheibe wie Herr Larbig. Aber das merkt die Test-Software einfach nicht ;-)

Und gebe ich diesen Text in die FAZ-Testoberlfäche ein, so ist dieser Text übrigens im Stile Ingo Schulzes geschrieben.

Frühlingsgruß und Testaufnahme mit dem Olympus LS11

Zunächst ist dies hier ein kleiner Frühlingsgruß. Auf einem Spaziergang hörte ich in einem Wald in (sic!) Frankfurt/Main heute zum ersten Mal einen so klaren Vogelsang, dass ich einfach nicht anders konnte, als mich diesem auszusetzen und zu lauschen. Und da ich eigentlich immer mein digitales Aufnahmegerät bei mir trage, habe ich gleich noch eine so genannte Feldaufnahme (Field Recording) gemacht. Diese kann aber auch als eine Testaufnahme mit einem bestimmten Aufnahmegerät gesehen werden… Dazu gleich mehr – für diejenigen, die es interessiert. Hier aber nun erst einmal der Frühlingsgruß:

  (MP3)

Und jetzt für alle, die sich für digitale Audioaufnahmen interessieren, ein wenig mehr Informationen:

  • Die Aufnahme wurde mit dem Linear PCM Recorder LS 11 von Olympus erstellt.
  • Wenn ich diese Aufnahme als Testaufnahme nehme, so fällt mir zunächst das äußerst geringe Grundrauschen auf. Was in der Aufnahme als Hintergrundrauschen zu hören ist, ist der Klang einer nicht sehr weit entfernten Autobahn (und bei genauem Hinhören sind auch die 18-Uhr-Glocken und noch einiges mehr im Hintergrund zu hören). Die Aufnahme erscheint mir äußerst detailreich und natürlich, was ich angesichts eines Aufnahmegerätes, das kaum größer als ein Handy ist, sehr erstaunlich finde. Aber wenn ich in einer Aufnahme mehr höre, als ich vor Ort gehört habe, muss es wohl ein gutes Aufnahmegerät sein, ein sehr gutes sogar.
  • Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen: Die Mikrofonempfindlichkeit war auf „hoch“ gestellt, der Low-Cut-Filter war aus. Die Aufnahme ist manuell ausgesteuert. Ich nutzte das Zoom-Mikrofon in der Einstellung für weite Stereoaufnahme, die das Olympus LS 11 für Feldaufnahmen (Field Recordings) zu meinem bervorzugten Aufnahmegerät macht.
  • Die Aufnahme erfolgte im unkomprimierten PCM-Format (WAV) mit 44,1kHz/16bit und wurde anschließend in audacity leicht (!) bearbeitet: Am Anfang und am Ende schnitt ich das Tastengeräusch des Ein- und Ausschaltens weg. Darüber hinaus habe ich den Beginn und das Ende mit einem Fader versehen (die Aufnahme wird ein- und ausgeblendet), damit sie nicht so abgehackt klingt, wie im Original. Mehr habe ich an dieser Aufnahme nicht herum manipuliert.
  • Anschließend habe ich die Aufnahme im MP3-Format mit 192kbps gespeichert und auf den Server hoch geladen, wo sie nochmals im MP3-Format herunter gerechnet wurde.

Das Ergebnis hört sich in meinen Ohren nach wie vor gut an, so gut, dass ich wirklich erstaunt bin, dass dies mit einem Aufnahmegerät gemacht wurde, dass ich in die Jackentasche stecken kann.

Mehr über das Olympus LS 11 (nein, ich bekomme kein Geld, sondern bin einfach so begeistert von dem Gerät, dass ich es hier ganz freiwillig lobe), gibt es über folgende Links:

Aperture 3 – Erste Erfahrungen

Dies ist kein Test, kein Review der gerade erschienen Fotoverwaltungs- und RAW-Entwicklungssoftware von Apple. Solche Tests gibt es schon genug, wird es in den nächsten Wochen sogar noch wesentlich mehr geben, und wer sich für die neuen Funktionen in Aperture 3 interessiert, kann z. B. hier nachschauen. Darüber hinaus beschränke ich mich hier auf Aperture 3. Adobes Lightroom kenne ich nicht, sodass hier natürlich kein Vergleich dieser Konkurrenzprodukte möglich ist.

An dieser Stelle fasse ich meine ersten eigenen Erfahrungen als Fotoamateur mit diesem Programm zusammen – nicht mehr, aber auch nicht weniger, interessiert doch wahrscheinlich die meisten, wie mit einer solcher Software gearbeitet werden kann.

Dennoch zunächst: Was ist Aperture und was ist Aperture nicht?

Aperture ist eine Software zur Verwaltung und grundlegenden Bearbeitung von Fotos, die zudem auch in der Lage ist, Videos und Audioaufnahmen in ihrer Mediathek zu verwalten und von dort aus über externe Programme zu bearbeiten. Der Schwerpunkt ist jedoch die Verwaltung und Bearbeitung von Bildern. Hier erinnert Aperture an vielen Punkten an Apples iPhoto, abgesehen davon, dass Aperture sich eher an ambitionierte Amateure und Profis wendet, zeigt die Software doch erst dort ihr ganzes Potentiale, wo es um die Entwicklung von RAW-Formaten geht. Hier hat Apple gegenüber Aperture 2 nachgebessert: Endlich werden auch so wunderbare Kameras wie Panasonics LX 3 und Leicas D-Lux 4 unterstützt. Doch auch für JPEG-Fotografen hat Aperture 3 einiges zu bieten, insbesondere, wenn es um die Verwaltung von großen Datenmengen und die Arbeit mit unterschiedlichen Mediatheken geht. Um es schon hier zu sagen: Anders als iPhoto unterstützt Aperture den Wechsel zwischen verschiedenen Mediatheken, ohne dass ein Neustart der Software nötig wäre.

Aperture 3 ist aber keine Software, die mit Photoshop oder GIMP vergleichbar wäre. Vergleichbar ist Aperture jedoch mit Adobes Lightroom, dessen Name deutlicher werden lässt, um was für eine Software es sich hier handelt: Aperture 3 ist eine digitale Dunkelkammer, eine Bildentwicklungslösung und ein Bildarchiv in einem. Bilder können so wie sie sind bearbeitet werden, aber es stehen keine Werkzeuge zur Verfügung, die massive Bildmanipulationen möglich machten, wie das in Photoshop oder GIMP der Fall ist.

Meine ersten Erfahrungen:

  1. Installation: Ich habe ein Update von Aperture 2 auf 3 gemacht. Hierzu benötigt man die Upgrade-Version von Aperture 3 für 99 € (gegenüber der Vollversion für 199 €). DVD einlegen, Installationsicon klicken, nach der Installation den Lizenzcode eingeben und Aperture 3 läuft. (Achtung: Die Systemvoraussetzungen von Aperture 3 sind relativ hoch, also erst schauen, ob der eigene Mac diesen entspricht. Wer Aperture 3 zunächst als Testversion ausprobieren will, sollte, falls vorhanden, Aperture 2 zunächst aus dem Ordner „Programme” entfernen, da Aperture 3 – auch als Testversion, diese überschreibt!)
  2. Import vorhandener iPhoto-Mediatheken: Der Import vorhandener iPhoto-Mediatheken war bei mir notwendig, weil ich bislang iPhoto und Aperture 2 nebeneinander verwendet habe. Da nun aber mit Aperture 3 z. B. der Export zu flickr und Facebook möglich wurde, da nun auch Gesichtserkennung und die Verwaltung von GPS-Daten in Bildern möglich ist, habe ich mich für eine Zusammenführung aller Bilder in Aperture entschieden. Der Import verlief bei mir problemlos und benötigte natürlich die Zeit, die große Datenmengen immer verlangt. Ich habe über 20000 Bilder aus 10 iPhoto-Mediatheken nun in einer Aperture-Mediathek zusammengefügt, was der Software scheinbar keine Probleme bereitet. Dennoch ist das eine Mediathek, die als Archiv dient und der ich keine weiteren Bilder hinzufügen werde. Da der Wechsel zwischen Mediatheken in iPhoto immer einen Neustart der Software verlangt (Ich gehe davon aus, dass eine neue Version von iPhoto unterschiedlichen Mediatheken unterstützen wird. Alles andere wäre enttäuschend.) hatte ich die Verwaltung einiger Mediatheken vernachlässigt, sodass ich nun, an einem Ort vereint, diese eine, große Aperture-Library zur Aufarbeitung und vor allem auch zum Löschen vorhandener Bilder nutzen werde. Das Verschieben eines Bildes aus einer Mediathek in eine andere bedarf aber nach wie vor, zumindest habe ich noch keine andere Möglichkeit entdeckt, den Umweg über einen vorhergehenden Export der gewünschten Bilder und anschließenden Import in die andere Mediathek.
  3. Arbeit mit großen Datenmengen / Mediatheken und Datensicherung mit TimeMachine (Vgl. auch 2.): Die Arbeit mit großen Mediatheken, bei mir z. B. mit über 20000 Bildern, die eine Größe von 80 Gigabyte hat, verläuft für mich überraschend zügig, wenn auch nicht so schnell, wie mit einer Mediathek, die weniger Objekte zu verwalten hat. Die bei mir vorgenommenen Veränderungen im Datenbestand hatten natürlich auch Auswirkungen auf die automatische Backuperstellung via TimeMachine: Da kamen insgesamt über 200 GB zusammen, sodass ich das Backup, anders als sonst üblich, über Nacht laufen ließ. Da dies aber ein einmaliger Vorgang ist, wirkt sich das auf Arbeit mit Aperture 3 nicht aus.
  4. Die automatischen, voreingestellten Schnellanpassungen für Bilder: Zugegeben, die automatische Bildverbesserung in Aperture erzeugt teilweise überraschende (äußerst bunte) Ergebnisse. Sie scheint am zuverlässigsten bei Bildern zu funktionieren, die bereits eine möglichst gute Qualität zeigen. Die anderen voreingestellten Schnellanpassungen laufen hingegen sehr zuverlässig. Zudem ist es möglich, eigene Anpassungsroutinen abzuspeichern und dem Menu für Schnellanpassungen hinzuzufügen. Hier zeigt sich, dass Aperture eine Profisoftware ist, die dem Benutzer wesentlich mehr Freiraum bei der Bildentwicklung erlaubt, als dies in iPhoto der Fall ist.
  5. Anpassungen: War es in Aperture 2 bislang nur möglich, Anpassungen auf ein ganzes Bild anzuwenden, ist es nun möglich, Anpassungen über Pinselwerkzeuge auch nur an Teilen eines Bildes vorzunehmen. Für mich ist das eine der wichtigsten und überzeugensten Weiterentwicklungen der Software. Wenn gewünscht, arbeiten die Pinselwerkzeuge kantensensitiv und mit Hilfe von Overlays lässt sich sehr genau kontrollieren, welche Bereiche eines Bildes von den Anpassungen erfasst wurden und welche nicht. Dort, wo die Kantenanpassung bei nicht klar erkennbaren Kanten nicht ganz zuverlässig funktioniert, sind über Radierfunktionen schnell Korrekturen möglich. Das funktioniert sowohl beim Nachschärfen, bei Farbanpassungen, beim Aufhellen oder Abdunkeln einzelner Bildpartien etc. Auch ein Polarisationsfilter ist jetzt bei den Anpassungen dabei. Deutliche Verbesserungen meine ich auch bei der Erstellung von Schwarzweißbildern wahrgenommen zu haben.
  6. Gesichtserkennung: Aperture 3 unterstützt nun auch Gesichtserkennung. Erschreckend, wie zuverlässig das funktioniert – erschreckend, weil ich hier einen Eindruck bekomme, wie Gesichtserkennungsfunktionen in anderen Zusammenhängen (z. B. Videoüberwachung) funktionieren können. Positiv ausgedrückt: Zur Verwaltung von Aufnahmen, die von Personen gemacht wurden, ist diese Funktion sehr hilfreich und ja, sie funktioniert.
  7. GPS-Daten-Unterstützung: Die in den vergangenen Jahren immer weiter verbreitete Aufzeichnung von GPS-Daten mit Fotografien und die so mögliche Zuordnung zu den Orten, an denen Bilder gemacht wurden, wird nun auch von Aperture 3 unterstützt. Auch das nachträgliche Hinzufügen von Ortsdaten zu Bildern ist möglich, sodass Bilder auch nach den Orten ihrer Entstehung gesucht und verwaltet werden können. Das ist mit einer Landkarte grafisch ansprechend umgesetzt. Mein erster Eindruck: Bei konsequenter Einarbeitung von Orten in die Metadaten der Bilder, so die Kamera kein GPS unterstützt, ist das für die Verwaltung größerer Bildmengen wahrscheinlich ein sehr interessantes Instrument.
  8. Ausstehende Erfahrungen: Das Erstellen von Diashows und Fotobüchern habe ich mir bislang nur in der mit Aperture 3 ausgelieferten Beispielmediathek angeschaut. Die dort erkennbaren Möglichkeiten sind vielverprechend. Vor allem die Möglichkeit, erstellte Fotobücher nicht nur bei einem vordefiniertem Anbieter beziehen zu können, macht Aperture an diesem Punkt interessant. Fotobücher können auch einfach als PDF gespeichert und zur Verfügung gestellt oder zu einer Druckerei eigener Wahl weitergeleitet werden. Wie sich die Verwaltung von Videos und Audioaufnahmen in Aperture bewähren wird, muss ich noch ausprobieren. Der Eindruck angesichts der integrierten Videos und Audios in der mitgelieferten Beispielmediathek ist zunächst einmal ein guter.
  9. Anbindung an das Web 2.0: Neben dem kostenpflichtigem, hauseigenem Dienst „mobile me” unterstützt Apples Aperture 3 nun auch die direkte Synchronisation mit Facebook und Flickr. Das funktioniert weitgehend gut. Die Privatsphäreneinstellungen für Facebook werden nicht vollständig unterstützt, da z. B. die Sichtbarkeit nur für den registrierten Benutzer nicht direkt gewählt werden kann. Das muss man nachträglich in Facebook machen. Hier muss Apple nachbessern. Darüber hinaus fehlt die Möglichkeit der direkten Übertragung von Bildern in Blogging-Software, wie z. B. WordPress. Anders ausgedrückt: Eine selbst konfigurierbare Anbindung an eine eigene Website konnte ich bislang nicht entdecken. Aber die Erstellung von Webseiten wird in Aperture überzeugend unterstützt. Wie diese Funktion beispielsweise für dieses Blog genutzt werden kann, muss ich noch erkunden (und für Tipps in den Kommentaren bin ich immer dankbar).
  10. Von mir wahrgenommene Schwächen in Aperture 3: Nachdem ich bereits in iPhoto Alben zur Synchronisation mit Facebook angelegt hatte, suchte ich bislang vergeblich nach einer Möglichkeit, diese in Aperture 3 zu importieren, um mit ihnen weiter arbeiten zu können. Darüber hinaus ist die Anbindung an eigene Websites noch entwicklungsfähig. Außerdem sorgt die automatische Verbesserung von Bildern in den Fällen, in denen ich sie bislang ausprobiert habe, oft für überraschende Ergebnisse, die mir nicht gefallen. Da aber Aperture 3 im Bereich der individuellen Anpassung von Bildern sehr mächtig zu sein scheint und hier sehr viel zulässt, fällt diese Schwäche nicht sehr ins Gewicht. Damit verbunden ist aber auch, dass Aperture 3 von seinen Nutzern zumindest erweitertes Grundlagenwissen über die Prozesse der Entwicklung digitaler Bilder verlangt. Es handelt sich hier also nicht um ein auf einfachste Handhabung reduziertes Konumenten-Produkt. (Und entsprechend sorgt sein Erscheinen auch für weit weniger Wirbel, wie das bei anderen Apple-Produkten der Fall ist oder wie das bei „neuen“ Datensammelfunktionen auf Google von mir beobachtet wird.) Das ist aber keine wirkliche Schwäche des Programms, sondern zeigt seine Klientel: Fotografen, die mehr als nur eine Bildverwaltung mit minimalen Optionen zur Bildgestaltung haben wollen. – Eine Schwäche hat Apple mit dem Erscheinen von Aperture 3 ausgebessert, doch muss sie hier genannt werden: Es gab für Aperture bislang weit seltener Updates als für andere Softwareprodukte von Apple. Bleibt zu hoffen, dass Apple bei Apperture 3 die Benutzer nicht wieder so lange auf Integration von Neuentwicklungen warten lässt, wie das bei Aperture 2 der Fall war. Gleiches gilt für das Bereitstellen von im Programm bearbeitbaren RAW-Formaten. Die beliebte Panasonic LX 3 wurde beispielsweise erst jetzt aufgenommen, obwohl sie bereits seit Juli 2008 auf dem Markt ist.

Fazit: Der erste Eindruck, den ich beim Arbeiten mit Aperture 3 gewonnen habe, ist hervorragend. Für meine Zwecke, Bildverwaltung und Bildentwicklung, habe ich hier eine Software gefunden, die diesen Zwecken sehr gut entspricht. Wollte ich darüber hinaus mit Photoshop oder GIMP zu komplexeren Bildmanipulationen übergehen, wäre ihre Anbindung als externe Bearbeitungprogramme möglich. Zudem ist Aperture durch Plug-Ins erweiterbar, wobei bislang nur wenige Plug-Ins im 64 Bit-Format vorliegen, mit dem Aperture von Hause aus arbeitet. Sie sind nach meinen Erfahrungen dennoch nutzbar, wenn Aperture im 32-Bit-Modus gestartet wird.

Neben der Verwaltung von Fotografien bietet Aperture die Möglichkeit, andere Medienformen (Video, Audio) zu verwalten und mit externen Programmen zu bearbeiten, sodass hier die Möglickeit einer zentralen Mediendatenbank besteht.

Sehr gut gefällt mir die integrierte Option des Arbeitens mit mehreren Mediatheken, da so ein differenziertes Arbeiten möglich wird.

Auch wenn Apple die Aperture-Nutzer lange auf dieses Update hat warten lassen: Aperture 3 ist ein rundes Programm geworden, das seine Aufgaben gut zu erfüllen scheint und auf zu viele Gimmicks verzichtet. Aperture 3 ist ein Programm für alle, die ambitionierter mit Fotografien arbeiten wollen, kein Spielzeug. Die Ergebnisse sind, sowohl bei der Bearbeitung von JPEGs als auch von RAW-Formaten, meinem ersten Eindruck nach sehr überzeugend, auch wenn Aperture 3 erst bei RAW-Fotografie zeigt, wie mächtig es als Foto-Entwicklungswerkzeug, als digitale Dunkelkammer wirklich ist.