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		<title>Nachdenk-Minute nach H. Meyer: Was ist guter Unterricht?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 19:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hilbert Meyer l&#228;dt in „Was ist guter Unterricht?“1 die Lesenden dazu ein, kurz einmal inne zu halten und sich selbst einigen Fragen zum eigenen Unterrichtsverst&#228;ndnis zu stellen. Das will ich dann also auch in diesem Lesetagebuch tun und die Fragen &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/08/25/nachdenk-minute-nach-h-meyer-was-ist-guter-unterricht/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hilbert Meyer l&#228;dt in „Was ist guter Unterricht?“<sup><a href="http://herrlarbig.de/2010/08/25/nachdenk-minute-nach-h-meyer-was-ist-guter-unterricht/#footnote_0_3637" id="identifier_0_3637" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hilbert Meyer, Was ist guter Unterricht?, Berlin (Cornelsen Scriptor) 2004, S. 10f.">1</a></sup> die Lesenden dazu ein, kurz einmal inne zu halten und sich selbst einigen Fragen zum eigenen Unterrichtsverst&#228;ndnis zu stellen. Das will ich dann also auch in diesem Lesetagebuch tun und die Fragen (vorl&#228;ufig!) beantworten, auch wenn ich genau wei&#223;, dass sich die Antworten auf  diese Fragen in einem Fluss der st&#228;ndigen Reflexion befinden. Es handelt sich also um vorl&#228;ufige Antworten, die schon in ein paar Wochen ganz anders ausfallen k&#246;nnten. Zudem handelt es sich um recht spontane Reaktionen.</p>

<p>A) Was sind f&#252;r mich pers&#246;nlich die zwei wichtigsten Merkmale guten Unterrichts?</p>

<p>Lieber Herr Meyer, Sie selbst haben angek&#252;ndigt, dass sie in ihrem Buch mindestens zehn Merkmale guten Unterrichts vorstellen wollen. Und jetzt erwarten Sie von mir, dass ich mich auf zwei Merkmale beschr&#228;nke. Glauben Sie wirklich, ich k&#246;nnte meine &#220;berlegungen in zwei Kriterien darlegen? Nun gut, ich nehme die Herausforderung an, aber nicht ohne den Hinweis, dass es durchaus noch mehr Kriterien f&#252;r mich gibt.</p>

<ol>
    <li>Im Zentrum des Unterrichts stehen die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Ein wichtiges Merkmal guten Unterrichts ist f&#252;r mich, dass diese, jeweils konkret zu einer Lerngruppe geh&#246;renden, Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler in kognitive Prozesse einzusteigen verm&#246;gen, dass von Faktenwissen ausgehend Denkleistungen m&#246;glich werden, die &#252;ber das reine Faktenwissen hinaus gehen und reflektierende Transformationen des Faktenwissen stattfinden. Dazu geh&#246;ren sowohl die Reorganisation und der Transfer des Wissens, als auch die F&#228;higkeit, das Wissen im Rahmen von Meinungsbildungsbildungsprozessen argumentativ einsetzten zu k&#246;nnen.</li>
    <li>Da <a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/" target="_blank">ich selbst</a> die Hintergrundtheorie der Themenzentrierten Aktion (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion" target="_blank">TZI</a>) als hilfreich f&#252;r die Gestaltung des Unterrichts akzeptiert habe, beruht mein zweites Kriterium auf einem ausgeglichenen Verh&#228;ltnis zwischen den Bed&#252;rfnissen der einzelnen Personen einer Lerngruppe, dem Gesamt der Lerngruppe und den in diesem Zusammenhang zu thematisierenden „Sachen“. Aus diesem Zusammenspiel ergeben sich die Themen. Dabei gilt es, die <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CBYQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.mbnord.de%2Fallgemeines%2Fschulentwicklung%2Fdaten%2Ftzi.pdf&amp;ei=SnR1TLHTBYLHswbj2tTjBQ&amp;usg=AFQjCNFsxHaTs154mh3ieNLFcFvDd58XBQ" target="_blank">Axiome und Postulate</a> zu ber&#252;cksichtigen, die im Rahmen des Konzepts der Themenzentrierten Interaktion entwickelt wurden. Das hei&#223;t aber auch: Faktenwissen und damit verbundene kognitive Leistungen stehen nicht allein, sondern sind Teil eines Prozesses des gemeinsamen Arbeitens in einer spezifischen Lerngruppe und von diesem Prozess abh&#228;ngig. Das Thema des (guten) Unterrichts wird nicht nur vor der Sache bestimmt, sondern ist immer das Ergebnis eines Prozesses, aus dem sich die Themen dann ergeben. Kurz: Man kann in verschiedenen Klassen bei der Erarbeitung z. B. eines gleichen Gedichts (Sache) unterschiedliche Themen haben und so auch andere Schwerpunkte setzen, ohne dass das Wissen, wie es der Lehrplan fordert, darunter leidet. (s. u.)</li>
</ol>

<p>B) Der Unterrichtserfolg wird nach meiner Auffassung am meisten gef&#228;hrdet durch…</p>

<p>… eine Reduktion der Inhalte von Unterricht auf die Sache (den Unterrichtsgegenstand) selbst, ohne Ber&#252;cksichtigung der Individuen und der Gruppendynamik, die sich aus dem Zusammentreffen der individuellen Charaktere und Lerntypen ergibt. Die zu erarbeitende „Sache“ f&#252;hrt erst im Zusammenspiel von individuellen Aspekten und der Dynamik einer Lerngruppe zu einem Thema. Die Sache ist noch nicht das zu erarbeitende Thema. (s. o.)</p>

<p>C) Welche zwei Merkmale eines langfristig erfolgreichen Unterrichts k&#246;nnten die empirschen Unterrichtsforscher als „Spitzenreiter“ (Merkmale gr&#246;&#223;ter Einflussst&#228;rke) ermittelt haben?</p>

<ol>
    <li>Transparenz, Strukturiertheit und Zielorientierung.</li>
    <li>Ausgewogenes Verh&#228;ltnis zwischen Wissenvermittlung und Freir&#228;umen f&#252;r das eigenst&#228;ndige Erarbeiten konkreter Themen, die die Interessen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler so weit wie m&#246;glich ber&#252;cksichtigen.</li>
</ol>

<p>Ich habe gerade keine Ahnung, ob die hier gegebenen Antworten den Erwartungen Meyers entsprechen. Aber es geht hier ja auch um eine erste Bestandsaufnahme. Ich bin sehr gespannt, inwiefern diese Positionen bei der weiteren Erarbeitung der Gedanken Meyer haltbar bleiben oder revidiert werden m&#252;ssen.</p>

<p>Dar&#252;ber hinaus glaube ich, mit dieser „Nachdenk-Minute“ genug Ans&#228;tze f&#252;r eine Diskussion &#252;ber guten Unterricht zu geben, sodass die Kommentarfunktion hoffentlich eifrig und konstruktiv genutzt wird. Bin gespannt…<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Die Sau hat geworfen, die G&#246;re will noch ein Ferkel oder: Ist Koh&#228;renz im Lehrberuf m&#246;glich?</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 22:26:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beitr&#228;ge in diesem Blog entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern gut durchl&#252;ftet in der taunusseitigen Frischluftzufuhr von Frankfurt am Main. – Oder aber im Frischluft zuf&#228;chelnden Dialog mit all den anderen Denkenden im Netz und im Alltag. Dieses Mal sind &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/05/18/die-sau-hat-geworfen-die-goere-will-noch-ein-ferkel-oder-ist-kohaerenz-im-lehrberuf-moeglich/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beitr&#228;ge in diesem Blog entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern gut durchl&#252;ftet in der taunusseitigen Frischluftzufuhr von Frankfurt am Main. – Oder aber im Frischluft zuf&#228;chelnden Dialog mit all den anderen Denkenden im Netz und im Alltag. Dieses Mal sind <a href="http://diegoerelebt.wordpress.com/" target="_blank">D&#246;rte Giebel (Die G&#246;re lebt [DGL])</a> und somit indirekt (mal wider) <a href="http://jeanpol.wordpress.com" target="_blank">Jean-Pol Martin (JPM)</a> „schuld“.</p>

<p>Jean-Pol schreibt, es sei in seiner „<a href="http://jeanpol.wordpress.com/vorlesungsthemen/" target="_blank">dynamischen Vorlesung</a>“ nunmehr „alles raus“ und er f&#252;hle sich „<em><a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/05/16/wie-eine-sau/" target="_blank">wie eine Sau</a>, die gerade 15 Ferkel abgeworfen h&#228;tte (normal: 13,1). Gl&#252;cklich, aber ersch&#246;pft.“ </em></p>

<p>Und jetzt kommt <a href="http://diegoerelebt.wordpress.com/2009/05/17/jean-pol-ich-will-ein-ferkel-von-dir/" target="_blank">D&#246;rte (Die G&#246;re lebt) und will „ein Ferkel“ von Jean-Pol</a>, verbunden mit der Sorge, Jean-Pol k&#246;nne nun ins Schweigen verfallen. (Ganz nebenbei: Ich halte das f&#252;r eine v&#246;llig unbegr&#252;ndete Sorge <img src='http://herrlarbig.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  )  D&#246;rte schreibt (und es soll noch einmal jemand behaupten, Blogger seien introvertierte Einzelg&#228;nger, die von Vernetzung und Dialog keine Ahnung h&#228;tten, dieses Blogger-Twitter-Real-Life-Networking, das ich in den letzten Monaten erlebe, ist das glatte Gegenteil davon) – also, <a href="http://diegoerelebt.wordpress.com/2009/05/17/jean-pol-ich-will-ein-ferkel-von-dir/" target="_blank">D&#246;rte schreibt</a>:<span id="more-1672"></span></p>

<blockquote>„1.) Wehe, der h&#246;rt jetzt auf zu schreiben – ich m&#246;chte gern weiterhin gef&#252;ttert werden!
2.) Von so einem koh&#228;renten Produkt bin ich meilenweit entfernt – also muss ich endlich aufbrechen, mein Ureigenstes zu finden…“</blockquote>

<p>Und damit bin ich endlich beim Thema dieses Beitrages, der genau durch diesen Dialog von JPM und DGL angeregt wurde: Die Sache mit der Koh&#228;renz von Entw&#252;rfen, hier auf den Lehrberuf bezogen, obwohl DGL selbst gar keine Lehrerin ist.</p>

<p>Schnell, damit es kein „b&#246;ses“ (weil von nur wenigen verstandenes) Wort wird: Was meint „<a href="http://www.fb10.uni-bremen.de/khwagner/lektuerekurs/textwiss/kohaerenz.htm" target="_blank">Koh&#228;renz</a>“? Das ist mal wieder ein aus dem lateinischen abgeleitetes Wort, abgeleitet von <em>cohaerentia</em> = Zusammenhang und im Sinne einer Theorie damit ein in sich geschlossener, zur Diskussion und Erweiterung aber dennoch verf&#252;gbarer Zusammenhang gemeint, bei JPM ist das die wissenschaftliche Untermauerung von „Lernen durch Lehren“.</p>

<p>F&#252;r mich ist das in der vernetzen Welt mit der Koh&#228;renz, dem in sich geschlossenen Zusammenhang, ein Problem, das mit der Struktur dieses Netzwerkes zu tun hat, dazu aber an dieser Stelle nicht mehr, sondern gleich in die tosende Brandung gesprungen, n&#228;mlich in die Annahme, dass f&#252;r mich  als Mensch im Lehrberuf  das mit der Koh&#228;renz eigener Denkans&#228;tze zumindest ein Problem ist, so sehr diese auch angestrebt wird.</p>

<p>Ich behaupte – durchaus bewusst provokant: Koh&#228;rente Modellbildung ist im Lehrberuf koh&#228;rent nicht m&#246;glich, solange man nicht bereit ist, die unterschiedlichen Zusammenh&#228;nge in den Blick zu nehmen, die mit dem Lehrberuf verbunden sind. – Um bei dem so sch&#246;nen Wort zu bleiben: Lehrende haben es nicht mit <em>einem</em> koh&#228;renten Zusammenhang zu tun, sondern mit x Zusammenh&#228;ngen, in denen sie jeweils Praxiserfahrung und von Theorie geleitetes, diese aber auch entwickelndes, Handeln zu den unterschiedlichsten koh&#228;renten Konzepten zusammenf&#252;gen m&#252;ssen.</p>

<p>JPM kommt zu einer Koh&#228;renz bezogen auf <em>ein</em> Modell, das eine M&#246;glichkeit f&#252;r guten, weil aktiv Denkprozesse (kognitive Prozesse) ansto&#223;enden, Unterricht vorstellt und theoretisch auf der H&#246;he der Kognitionsforschung und Hirnphysiologie unserer Zeit zu begr&#252;nden vermag.</p>

<p>Dennoch kommt es im Zusammenhang mit der Vorstellung dieses in der Praxis von vielen Seiten als hilfreiche und erfolgreich beschriebenen Modells immer wieder zu kritischen Anfragen. <a href="http://herrlarbig.de/2009/05/10/der-lehrnen-durch-lehren-tag-in-ludwigsburg-reflexionen-eines-referenten/" target="_blank">An anderer Stelle</a> habe ich von dieser Beobachtung im Rahmen des <a href="http://ldl.mixxt.de" target="_blank">Ludwigsburger LdL-Tages</a> schon geschrieben. Diese Anfragen argumentieren mit Zusammenh&#228;ngen, auf die das in sich koh&#228;rente Modell von „Lernen durch Lehren“ scheinbar nicht direkt Antworten zu geben vermag, da sie nicht direkt mit dem Unterricht im Sinne von LdL verbunden scheinen: Wie ist das mit St&#246;rungen, mit Lerngruppen, die sich verweigern, mit Schulkulturen in sozialen Brennpunkten?</p>

<p>Keine Frage: JPM und auch <a href="http://www.grzega.de/" target="_blank">Joachim Grzega</a> k&#246;nnen auf diese Fragen angemessen antworten und die L&#246;sungspotentiale aufzeigen, die LdL f&#252;r diese Fragen zur Verf&#252;gung stellt. Das haben sie beim LdL-Tag in Ludwigsburg gerade wieder gezeitg. – F&#252;r viele Lehrende stellen sich die Arbeitsbereiche im Lehrberuf aber dennoch wesentlich komplexer dar, als dass sie <em>alleine</em> mit LdL angemessen zu koh&#228;renten, aus der Praxis (Aktion) heraus notwendigen und diese Praxis reflektierenden, f&#252;r die Praxis relevanten und anwendbaren Theorien kommen k&#246;nnen (so die Lehrenden an der den Beruf begleitenden Theoriebildung interessiert und beteiligt sind).</p>

<p>Die Komplexit&#228;t, die LdL als <em>einen</em> Baustein der f&#252;r die Berufsaus&#252;bung notwendigen koh&#228;renten Theorien qualifiziert, entsteht durch die &#228;u&#223;erst pluralen Rollenerwartungen, denen ein Lehrender gerecht werden soll und die nicht nur mit dem Unterricht als seinem „Kerngesch&#228;ft“ zu tun haben. Lehrende sind eben nicht nur Unterrichtsprofis. Sie haben sich auch mit der Beratung von Sch&#252;lern und Eltern, mit Fragen der Bewertung, der Schulentwicklung, mit Unterrichtsdokumentation und anderen Verwaltungst&#228;tigkeiten, ja selbst mit Beitr&#228;ge zu schulpolitschen Diskussionen zu befassen (was f&#252;r mich allerdings bislang nicht in diesem Blog geschieht) zu befassen.</p>

<p>Alle diese Fragen werden in meinen Augen durch die gesamte hinter LdL stehende Theorie bereichert. Aber <em>eine</em> Theorie reicht f&#252;r all die komplexen Herausforderungen nicht aus, die im Lehralltag zu bew&#228;ltigen sind. Lehrer sind F&#252;hrungskr&#228;fte, arbeiten im mittleren Management, mit all den damit verbundenen Herausforderungen. Hier reicht LdL  als koh&#228;rentes Konzept <em>alleine</em> nicht aus. <em>Eine</em> Koh&#228;renz ist f&#252;r die Arbeit an der Schule zu wenig. (Und einen solchen Absolutheitsanspruch hat LdL auch nie erhoben!)</p>

<p>Die kritischen Anfragen, denen sich LdL oft stellen muss, haben ihre Ursachen m&#246;glicherweise auch darin, dass LdL als ein Konzept gesehen wird, das auf alles eine Antwort wisse und gleichzeitig &#252;bersehen wird, dass erst die koh&#228;rente Verkn&#252;pfung von koh&#228;renten Modellen den Anforderungen im Beruf gerecht werden kann.</p>

<p>Wenn <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/05/16/wie-eine-sau/" target="_blank">JPM also sagt</a>, dass in Sachen LdL nunmehr „alles raus“ sei und im gleichen Atemzug die intellektuellen Mitstreiter erw&#228;hnt, dann ist das ein Zeugnis, dass die Theorie steht und – um weiter zu wachsen – neue Ankn&#252;pfungen an andere Theorien ben&#246;tigt, um sich somit im Netzwerk der f&#252;r den Lehrberuf notwendigen Koh&#228;renzen weiter zu etablieren.</p>

<p>Hier muss jeder Lehrende einen eigenen Weg finden und sich quasi ein Netzwerk von Koh&#228;renzen aufbauen, die jeweils in sich gedacht und verstanden werden m&#252;ssen, um dann &#252;ber Knotenpunkte im neuronalen Netzwerk der praxisrelevanten Theorien miteinander verbunden zu werden.– Einen solchen Versuch der Vernetzung habe ich im <a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/" target="_blank">Zusammenhang von LdL und TZI</a> bereits versucht.</p>

<p>Treibe ich die hinter diesem Beitrag stehenden Gedanken einmal auf die Spitze: Lehrende brauche koh&#228;rente Koh&#228;renzen, die &#252;ber koh&#228;rente Schnittstellen miteinander angemessen (hier k&#246;nnte auch „koh&#228;rent“ stehen) verbunden sind, um angesichts der unterschiedlichsten Rollenerwartungen souver&#228;n und professionell agieren und interagieren zu k&#246;nnen.</p>

<p>Wenn also JPM sagt, dass „alles raus“ sei und DGL dennoch ein weiteres „Ferkel“ will, dann spiegelt sich hier f&#252;r mich genau der hier (hoffentlich verst&#228;ndliche und nachvollziehbare) Zusammenhang wider, dass JPMs Denken von nicht wenigen Praktikern als &#228;u&#223;erst anregend und hilfreich angesehen wird, dass aber gleichzeitig mit dem Erreichen des koh&#228;renten Theorie-Praxiszusammenhangs im Kontext von LdL nun die koh&#228;rente Verkn&#252;pfung mit den anderen, &#252;ber den Unterricht hinausgehenden Anforderungen an Lehrende erfolgen muss, um <em>LdL</em> nicht nur als eine Methode unter anderen zu etablieren, sondern <em>als Teil eines anderen Denkens in der Schulwirklichkeit</em>.</p>

<p>Somit bin ich wieder bei der Frage der &#220;berschrift dieses Beitrages gelandet: Ist Koh&#228;renz im Lehrberuf m&#246;glich? Meine Antwort: Ja, aber nur als eine Vernetzung von Koh&#228;renzen, als ein Zusammenspiel von aufeinander einwirkender, einander erg&#228;nzender und dennoch ein Gesamtes ergebendes praxisrelevanter Theorien.</p>

<p>Lehrer sollten in diesem Sinne immer auch als Wissenschaftler t&#228;tig sein, ihren reichen Erfahrungsschatz konzeptualisieren und ihn nicht f&#252;r sich allein behalten bzw. ohne theoretische Reflexion wirksam werden lassen.</p>

<p>Neben all den Koh&#228;renzen, die der Beruf von Lehrenden verlangt, treten auch noch die Koh&#228;renzen der im Unterricht bearbeiteten Themen, also die fachwissenschaftliche Seite des Unterrichts. Sachanalyse, didaktische Analyse, methodische &#220;berlegungen, gute Kenntnisse &#252;ber die Individuen einer Lerngruppe, Beratung von Lernenden und deren Erziehungsberechtigten, Bewertungen und deren oft Biographien mitschreibende Bedeutung, Schulentwicklung, kollegiale Beratung, schulpolitische Positionierung, <a href="http://www.teachersnews.net/artikel/nachrichten/beruf/011938.php" target="_blank">Umgang mit der kollektiven Lust an der Lehrerkritik</a> und der Aufbau professioneller pers&#246;nlicher Beziehungen zu den Personen, die Lehrenden anvertraut sind und mit denen sie gemeinsam den Bildungsprozess der Lernenden begleiten, verlangen &#228;u&#223;erst differenzierte Koh&#228;renzen (im Plural – sic!), die einen professionellen Umgang mit all diesen an einen Lehrenden heran getragenen Anforderungen erm&#246;glichen.</p>

<p>Der mit diesen Herausforderungen verbundene Aufwand scheint mir bislang in der Debatte um Bildungsprozesse weitgehend unber&#252;cksichtigt zu sein – und das auch bei den Interessenvertretern der Lehrenden, die die den Beruf begleitende theoretische Arbeit – vielleicht auch, weil nicht jeder Lehrende ein Freund von Theorie ist – meist nur recht allgemein unter dem Begriff der „Fortbildung“ subsumieren. Doch mit „Fortbildung“ im Sinne des Konsums hilfreicher Ideen f&#252;r den Unterricht und den Lehreralltag ist es meines Erachtens nicht getan. Viel zu sehr wird zwischen Unterricht und (der in Deutschland nach wie vor kaum stattfindenden) Unterrichtsforschung getrennt.  W&#228;hrend wir viel von der Kompetenzenf&#246;rderung der Lernenden sprechen, scheint mir der Bereich der zur Theoriebildung n&#246;tigen Kompetenzenf&#246;rderung der Lehrenden in der Diskussion bislang vor allem auf einen st&#228;rkeren Praxisbezug der Ausbildung hinaus zu laufen, mit dem gleichzeitig von vielen eine gr&#246;&#223;ere Theoriebildungsferne gemeint zu sein scheint.</p>

<p>Umgekehrt wird aber erst ein Schuh daraus: Eine an der Praxis orientierte Lehrerbildung muss immer mit der F&#246;rderung der Kompetenz zur Theoriebildung verbunden sein. Praxis muss konzeptualisierend reflektierbar sein, um den sich st&#228;ndig &#228;ndernden Voraussetzungen der Praxis auf Dauer angemessen und koh&#228;rent begegnen zu k&#246;nnen.</p>

<p>In der Praxis sieht es meiner Wahrnehmung nach so aus, dass der gesamte Bereich der Entwicklung von praxisrelevanten Theorie entweder Hochschullehrern, die auch unterricht (wie z.B. JPM) anvertraut wird oder als Freizeitbesch&#228;ftigung von Lehrenden gesehen wird, da die  Zahl der Lerngruppen, Unterrichtsstunden, Korrekturen, Beratungen, zu betreuenden Lernenden etc. nach wie vor so umfassend sind, dass sie alleine bereits die offizielle Arbeitszeit von Lehrenden (inklusive der von vielen als Urlaub missverstandenen unterrichtsfreien Zeit) voll ausf&#252;llen. Die Arbeit an der praxisrelevanten Theorie ist nach wie vor kein selbstverst&#228;ndlicher Bestandteil des Berufs, des Selbstbewusstseins von Lehrenden und der Strukturen, in denen Unterricht angesiedelt ist.</p>

<p>Deshalb ist Koh&#228;renz angesichts der Komplexit&#228;t des Berufes im Lehrberuf nur schwer zu erreichen und deshalb stimme ich DGL sehr zu, wenn sie von Denkern wie JPM nach wie vor weitere Konezptualisierungen erhofft, die das Konzept LdL weiter voranb treiben. Aus diesem Grunde ist es auch notwendig, dass die von JPM genannten <a href="http://jeanpol.wordpress.com/2009/05/16/wie-eine-sau/" target="_blank">nachhaltigen Denkpartner</a> wie <a title="filterraum" href="http://www.filtertraum.de/" target="_blank">Michael Wald</a>, <a title="maik riecken" href="http://riecken.de/" target="_blank">Maik Riecken</a>, <a title="d&#246;rte giebel" href="http://diegoerelebt.wordpress.com/" target="_blank">D&#246;rte Giebel</a> und auch ich, die Koh&#228;renzen von JPM aufgreifen, anreichern und weiter entwickeln. Dabei bedarf es m&#246;glichst des weiteren Inputs von JPM und auch von dem bislang leider ein wenig im Schatten JPMs stehenden <a href="http://grzega.wordpress.com/" target="_blank">Joachim Grzega</a>, denn, wie in diesem Beitrag vielleicht deutlich geworden, ohne diesen praxisrelevanten theoretischen Beitrag und die damit verbundene Vernetzung von Lehrerberuf und an der Hochschule angesiedelte Forschung und Praxisreflexion, ist die Bildung von Koh&#228;renzen in der Praxis der Lehrenden an Schulen heute nur schwer m&#246;glich.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>LdL und TZI</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 01:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://herrlarbig.de/2009/01/30/lernen-durch-lehren/" target="_blank">vorhergehenden Beitrag</a> schrieb ich in einem Kommentar, dass ich bei meinen &#220;berlegungen von mir als Lehrer ausgehe und mich auf diesem Wege dem Konzept »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren" target="_blank">Lernen durch Lehren</a>« n&#228;here. Ich begr&#252;ndete dieses Vorgehen mit meiner Besch&#228;ftigung mit den Ans&#228;tzen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion" target="_blank">Themenzentrierten Interaktion (TZI)</a> nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Cohn" target="_blank">Ruth Cohn</a>. Hier soll nun diese als Hypothese angenommene Verbindung beider Konzepte n&#228;her untersucht werden. Dabei gehe ich von grundlegenden Elementen der TZI aus und untersuche, inwiefern sie mit dem Konzept des LdL vereinbar sind. Meine Vermutung ist, dass es zahlreiche Ankn&#252;pfungspunkte gibt, die beide praxisorientierte Theorien miteinander verbinden k&#246;nnen.</p>

<p>Dieser Beitrag versteht sich in diesem Zusammenhang als ein Versuch und nicht als letztes Wort. Dieser Beitrag will zu weiteren Beitr&#228;gen anregen, zu Diskussionen und Komentaren, geh&#246;rt also zu einem Denkprozess, der an unterschiedlichen Orten der Welt stattfindet – und das Netz zur Verkn&#252;pfung der Aktivit&#228;ten nutzt.</p>

<p><span id="more-1007"></span></p>

<h2>Die Grundlagen der TZI und der Ansatz LdL</h2>

<h3>Die Autonomie des Menschen</h3>

<blockquote>»Der Mensch ist eine psycho-biologische Einheit. Er ist auch Teil des Universums. Er ist darum autonom und interdependent. Autonomie (Eigenst&#228;ndigkeit) w&#228;chst mit dem Bewusstsein der Interdependenz (Allverbundenheit).«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_0_1007" id="identifier_0_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.">1</a></sup></blockquote>

<p>Hier geht es um das Menschenbild der TZI. Der Mensch ist eigenst&#228;ndig und abh&#228;ngig bzw. mit anderen Menschen verbunden. Um hier einen Vergleich mit LdL zu leisten, muss das Menschenbild zu Rate gezogen werden, das mit dem Konzept »Lernen durch Lehren« verbunden ist.</p>

<p><a href="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_4" target="_blank">Jean-Pol Martin beschreibt den Menschen als »Ressource«</a>, wobei ich den Begriff hier anders verstehen als in &#246;konomischen Kontexten. Ich verstehe den Begriff hier als parallel zu dem Begriff der »Autonomie« in der TZI. Jeder einzelne Mensch bringt bestimmte F&#228;higkeiten mit, die ihn von anderen Menschen unterscheiden und die seine Autonomie begr&#252;nden. Gleichzeitig kommt diese Autonomie nur dann zu sich selbst, wenn sie mit anderen Menschen in Verbindung tritt, diese als Autonomien (»Ressourcen«) wahrzunehmen versteht und entsprechend zu handeln vermag. Mit der Begrifflichkeit der TZI ausgedr&#252;ckt hei&#223;t das: Der autonome Mensch ist zugleich interdependent – im Vokabular von LdL  bedeutet dies, dass der Einzelne in der Lage sein muss<span class="mw-headline">, </span>»<span class="mw-headline">Potenziale von anderen Gruppenmitgliedern zu erkennen, zu erschlie&#223;en und f&#252;r die Gruppe fruchtbar zu machen«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_1_1007" id="identifier_1_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_4, Punkt 6.">2</a></sup><span class="mw-headline">. Die Autonomie des Einzelnen, die ihn zur </span>»Ressource« macht ist »interdependent«, im Wechselspiel mit anderen »Ressourcen« und nur dann angemessen verstanden, wenn die anderen als Autonomien bzw. als »Ressourcen« verstanden werden. Das Ich im Lernprozess ist nie nur Ich, sondern immer Teil des Wir einer Lerngruppe.</p>

<p>In der Bed&#252;rfnispyramide nach Maslow<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_2_1007" id="identifier_2_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Maslow, Abraham: Motivation and Personality. New York, 1954.">3</a></sup> ist dieser Zusammenhang in den Bereichen »Selbstverwirklichung«, »soziale Beziehungen« und »soziale Anerkennung« angesiedelt.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_3_1007" id="identifier_3_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien">4</a></sup></p>

<h3>Wertsch&#228;tzung</h3>

<blockquote>»Ehrfurcht geb&#252;hrt allem Lebendigem und seinem Wachstum. Respekt vor dem Wachstum bedingt bewertende Entscheidungen. Das Humane ist wertvoll, Inhumanes ist wertbedrohend.«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_4_1007" id="identifier_4_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.">5</a></sup></blockquote>

<p>LdL geht davon aus, dass Lernende das Potential mitbringen, zum Wachstum anderer Lernender beizutragen, insofern sie dabei von einem in der Sache und in den Methoden kompetenten Lehrenden begleitet werden. Die »Ressource«, die jedes Individuum im Konzept von LdL ist, setzt sich von einem lehrerzentriertem Unterricht insofern ab, als dieser Form von Unterricht »eine rezeptive Aufnahme von bereits linear geordneten Lerninhalten« praktiziert, w&#228;hrend bei Ldl eine Kontruktion von Wissen durch die Lerner angestrebt wird.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_5_1007" id="identifier_5_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren#Die_p.C3.A4dagogisch-anthropologische_Komponente">6</a></sup>. LdL setzt also den Wert des individuellen Lerners voraus, bringt ihm »Ehrfurcht« entgegen. Diese schlie&#223;t bewertende Entscheidungen mit ein, die sowohl durch die Lernenden als auch die Lehrenden zu treffen sind.  Doch die hier angesprochene Bewertung ist vor allem eine kognitive und keine das Individuum bewertende. Es geht um die Sache und die soziale Interaktion der Lernenden und nicht um Noten.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_6_1007" id="identifier_6_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="LdL steht in der Spannung zwischen der Ermutigung zu Fehlern und der Frage der Bewertung von Leistungen, die von Lehrenden im schulischen Zusammenhang gefordert wird. Bislang bin ich im Kontext von LdL immer wieder auf die Bemerkung gesto&amp;#223;en, dass Leistungen, die in diesem Rahmen erbracht werden, nicht benotet werden. Das Problem liegt hierbei, wie bei allen humanistischen Ans&amp;#228;tzen der P&amp;#228;dagogik, also auch im Ansatz der TZI, dass Unterricht in einem Kontext stattfindet, in dem von Lehrenden eine solche Bewertung gefordert wird. Die von Lehrenden verlangte Benotung von Sch&amp;#252;lerleistungen steht also in einem Spannungsverh&amp;#228;ltnis zu p&amp;#228;dagogischen Ans&amp;#228;tzen, die an humanistischen P&amp;#228;dagogiken orientiert sind. Dieses Problem w&amp;#252;rde ich gerne als ein m&amp;#246;gliches Thema in den Kommentaren zu diesem Beitrag sehen.">7</a></sup></p>

<h3>Grenzen erweitern</h3>

<blockquote>»Freie Entscheidung geschieht innerhalb bedingender innerer und &#228;u&#223;erer Grenzen. Erweiterung dieser Grenzen ist m&#246;glich.«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_7_1007" id="identifier_7_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.">8</a></sup></blockquote>

<p><a title="Seneca" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seneca" target="_blank">Seneca</a> stellte in seinen <a title="Epistulae morales" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Epistulae_morales" target="_blank">Briefen &#252;ber die Moral an Lucilius</a> fest:<em> homines, dum docent, discunt</em> (Menschen lernen, w&#228;hrend sie lehren)<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_8_1007" id="identifier_8_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Seneca, Epistulae morales ad Lucilium 7.">9</a></sup>. Damit verbunden ist, dass lehrende Menschen ihre eigenen intellektuellen Grenzen st&#228;ndig erweitern, w&#228;hrend sie sich zugleich im Kontext »bedingender innerer und &#228;usserer Grenzen«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_9_1007" id="identifier_9_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.">10</a></sup> bewegen. Bezogen auf die Bed&#252;rfnispyramide nach Maslow bedeutet dies, dass ein Lehrender sich selbst verwirklicht, soziale Beziehungen pflegt, soziale Anerkennung erlangt und somit einerseits Sicherheit erlangt, aber auch in einen transzendenten Bereich vordringt, insofern er im Prozess des Lernens und Lehrens &#252;ber sich selbst hinaus steigt und etwas zu lernen vermag, was ohne die Einbettung des Lernens in den sozialen Kontext der Lerngruppe nicht m&#246;glich w&#228;re.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_10_1007" id="identifier_10_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. Maslow, Abraham: Motivation and Personality. New York, 1954 und http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien">11</a></sup> Lernende m&#252;ssen aus der Sicht von LdL freie Entscheidungen treffen, die sich im Rahmen der Grenzen bewegen, die von ihrem Lernstand und ihren F&#228;higkeiten im Umgang mit Materialien zu einem Thema (innere Grenzen), aber auch von den Vorgaben von Schule und Unterricht (&#228;u&#223;ere Grenzen) gesetzt werden. Diese Entscheidungen und die ihnen gesetzten Grenzen f&#252;hren jedoch gleichzeitig zu einer Erweiterung dieser Grenzen, da im Umgang mit dem einem Thema und den zur Verf&#252;gung oder recherchierten Materialien im Kontext der Vorbereitung auf das Lehren eine Erweiterung sowohl des Wissen als auch der Kompetenzen der Lernenden zu erwarten ist.</p>

<h2>Die <span class="mw-headline">Postulate der TZI und der Ansatz LdL</span></h2>

<h3><strong>Sei deine eigene <a title="Chairperson (TZI)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chairperson_%28TZI%29" target="_blank">Chairperson</a>, die Chairperson deiner selbst!</strong></h3>

<p>Diese Postulat der TZI bedeutet, dass jedes Individuum dazu aufgefordert ist, sich selbst, andere Individuen und die Umwelt in ihren jeweiligen M&#246;glichkeiten und Grenzen wahrzunehme »und jede Situation als ein Angebot f&#252;r die eigene Entscheidung anzunehmen.«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_11_1007" id="identifier_11_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="http://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion">12</a></sup></p>

<p>LdL kann nur funktionieren, wenn Lernende diesen Grundsatz befolgen und im Kontext der gestellten Herausforderungen durch einen Unterrichtsgegenstand diesen mit dem eigenen Selbst in Verbindung zu bringen verm&#246;gen. Dabei ist diese Verbindung mit dem eigenen Selbst in einem sehr weiten Sinne zu verstehen.</p>

<p>Darin steckt die Aufforderung, sich selbst, andere und die Umwelt in den ihnen je eigenen M&#246;glichkeiten und Grenzen wahrzunehmen und jede Situation als ein Angebot f&#252;r eigene Entscheidungen anzunehmen. Das hei&#223;t, Lernende m&#252;ssen in die Lage versetzt werden, im Umgang mit einer Sache Entscheidungen zu treffen, mit denen sie sich selbst als Individuen in den Lern-Lehr-Zusammenhang einzubringen verm&#246;gen, aber auch, die Grenzen der pers&#246;nlichen Eingebundenheit im Zusammenhang der Vermittlung der Sache an Mitlernende zu erkennen und produktiv umzusetzen.</p>

<h3><strong>St&#246;rungen haben Vorrang</strong></h3>

<p>Diese &#220;bersetzung des Postulates Ruht Cohns &#252;bergeht, was hier gemeint ist. Hier wird die Tatsache angesprochen, dass <em>St&#246;rungen sich Vorrang nehmen</em>! Das hei&#223;t, dass ich als Lernender oder Lehrender immer damit rechnen muss, dass es im Kontext des Lernens und Lehrens zu Ereignissen kommt, die diesen Prozess begleiten, ohne dass sie etwas mit dem Gegenstand zu tun haben. Dabei k&#246;nnen St&#246;rungen unterschiedlichste Formen annehmen, die sich jeder und jede selbst ausmalen m&#246;ge. Diese St&#246;rungen k&#246;nnen alle Mitglieder einer Lerngruppe betreffen oder sehr individuell sein. Ob nun weltpolitische oder pers&#246;nliche Ereignisse eintreten, sie beeinflussen die Interaktion in einer Lerngruppe auf jeden Fall, sodass eine weitere Arbeit an einer Sache erst dann wieder aufgenommen werden kann, wenn solche St&#246;rungen aufgegriffen wurden. In solchen Situationen ist der Lehrende gefragt. Beispielsweise konnte am 12. September 2001 wohl kaum ein Lehrender die Ereignisse von 9/11 ignorieren. Doch St&#246;rungen k&#246;nnen auch v&#246;llig anders geartet sein. Wenn z. B. in einer Schule bei laufendem Betrieb gebaut wird oder bestimmte Vorf&#228;lle in der Schule oder in der Biographie von Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern auftreten (Verlust eines Angeh&#246;rigen eines Sch&#252;lers oder einer Sch&#252;lerin oder auch einfach nur die Tatsache, dass die Lernenden in einer vorhergehenden oder folgenden Stunde eine Arbeit schreiben oder es im Verbund der Lernenden zu St&#246;rungen im Sozialverhalten gekommen ist etc.), so m&#252;ssen diese in der Gruppe oder mit dem Individuum aufgegriffen werden. Hier w&#228;re dann im Kontext von LdL der Lehrende als Teil der Gruppe gefragt, um solche Situationen aufzugreifen.</p>

<p>Bislang ist mir im Kontext von LdL kein Ansatz begegnet, der solche Formen von  Bed&#252;rfnissen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern aufgreifen w&#252;rde. Doch wie jede andere Unterrichtsform auch, muss ein Konzept wie LdL Platz f&#252;r die Aufarbeitung solcher St&#246;rungen lassen. Ob in solchen Zusammenh&#228;ngen vor allem der Lehrende mit seinen p&#228;dagogischen Kompetenzen gefragt ist oder ob Lernende diese St&#246;rungen selbst aufgreifen k&#246;nnen (bzw. sollen), erscheint mir im Konzept von LdL bislang zu wenig (gar nicht?) reflektiert zu sein. An dieser Stelle kommt dieser Vergleich von TZI und LdL m&#246;glicherweise an eine Grenze, die in das Konzept von LdL explizit integriert werden muss. Impliziet gibt es bereits bei den von Maslow genannten Teilen der »Bed&#252;rfnispyramide« Ans&#228;tze zu einer solchen Integration von St&#246;rungen, insbesondere wenn es um physiologische Bed&#252;rfnisse und das Bed&#252;rfnis nach Sicherheit geht, doch im Konzept von LdL erscheint mir die Frage nach dem Umgang mit St&#246;rungen bislang zu wenig ber&#252;cksichtigt.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_12_1007" id="identifier_12_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sollte ich hier etwas &amp;#252;bersehen haben, freue ich mich &amp;#252;ber Erg&amp;#228;nzungen im Kommentar zu diesen Beitrag.">13</a></sup></p>

<h3><strong>Verantworte dein Tun und Lassen – pers&#246;nlich und gesellschaftlich! </strong></h3>

<p>Dieses Postulat bezieht sich auf einen Vorschlag G&#252;nter Hoppes aus dem Jahr 1994.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_13_1007" id="identifier_13_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="G&amp;#252;nther Hoppe: &raquo;Misch Dich ein! Greif ein!&laquo; Ein drittes Postulat f&amp;#252;r die TZI?, in Cornelia L&amp;#246;hmer, R&amp;#252;diger Standhardt (Hg.): Zur Tat befreien. Gesellschaftspolitische Perspektiven der TZI-Gruppenarbeit, Mainz, 1994; Ruth C. Cohn: Verantworte Dein Tun und dein Lassen &amp;#8211; pers&amp;#246;nlich und gesellschaftlich. Offener Brief an G&amp;#252;nter Hoppe, in:&nbsp; Themenzentrierte Interaktion. Theme-centered Interaction, 8. Jahrgang, Heft 2, Herbst 1994.">14</a></sup> Hoppe sagt: »Setze Dich mit Deiner &#228;usseren Welt, Deinem Globe um Dich herum und seinem Abbild in Dir auseinander. Greife ein und ver&#228;ndere, was Du im Sinne der Humanisierung ver&#228;ndern kannst!«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_14_1007" id="identifier_14_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ebd.">15</a></sup></p>

<p>»Weltverbesserung« ist einer der zentralen Begriffe bei Jean-Pol Martin. Dabei geht es ihm z. B. darum, »relevantes Wissen gemeinsam zu konstruieren«<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_15_1007" id="identifier_15_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jean-Pol Martin, Kommunikation als Kickspender und Verf&amp;#252;hrung! Auf die Ziele kommt es&nbsp;an!">16</a></sup></a> Dabei ist sein »Rezept«, mit anderen Menschen zu kommunizieren und, was fast noch wichtiger ist, entsprechende Kommunikationsm&#246;glichkeiten zu entwickeln und zu nutzen.</p>

<blockquote>»<em>Um Probleme zu l&#246;sen, m&#252;ssen wir ununterbrochen neues Wissen konstruieren. In Einsamkeit geht das nicht. Zur Produktion von neuem Wissen, m&#252;ssen Menschen kommunizieren. Wie motiviert man Menschen zu kommunizieren, um neues Wissen herzustellen?«</em><sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_16_1007" id="identifier_16_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jean-Pol Martin, Ich wei&amp;#223; was, was du nicht wei&amp;#223;t: wie bringt man Menschen zum&nbsp;Kommunizieren?; vgl auch das Video http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/LdL/video/ldl2.mov.">17</a></sup></blockquote>

<p>Das Modell der TZI liefert f&#252;r dieses Ziel ein Rahmenmodell f&#252;r gelingende Interaktion, die ja immer auch Kommunikation ist. Der Prozess der Kommunikation wird hier in der Trias von Ich, Wir und Sache betrachtet, aus der sich interagierend das Thema ergibt, das immer auch in alles die Interaktion Umgebende eingebettet ist, was die TZI den Globe nennt:</p>

<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-1037" href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/tzi_modell001001/" target="_blank"><img class="alignnone size-full wp-image-1037" title="TZI-Modell" src="http://herrlarbig.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/02/tzi_modell001001.jpg" alt="TZI-Modell" width="398" height="297" /></a></p>

<p>LdL geht davon aus, dass Wissen der Weltverbesserung dienen kann, wenn m&#246;glichst viele K&#246;pfe ernsthaft an der Generierung des Wissens (und an der Umsetzung von Einsichten) beteiligt sind. Dabei werden (auch) die M&#246;glichkeiten des Internets, genauer, digitale Vernetzungsstrukturen, genutzt, um Individuen mit ihren individuellen Denkm&#246;glichkeiten als Gruppe (Wir) zusammen zu bringen, die mit einer Sache (Es) befasst ist, woraus sich nicht nur die Inhalte, sondern &#252;berhaupt erst die Themen der Interaktion ergeben. Dabei nimmt das eigene Tun und wie das Tun Anderer einen pers&#246;nlichen und gesellschaftlichen Charakter an, der von den jeweiligen Akteuren Verantwortung verlangt.</p>

<h2>Res&#252;mee</h2>

<p>Es ist m&#246;glich, die Ans&#228;tze »Lernen durch Lehren« und »Themenzentrierte Interaktion« miteinander zu verkn&#252;pfen. Sie erg&#228;nzen einander, ohne dass der eine den anderen aufheben w&#252;rde. Die Reflexion des einen Ansatzes vor dem Hintergrund des anderen erzeugt Schnittmengen und (hier zun&#228;chst einmal wenig diskutierte) Differenzen, die z. B. unter anderem darin bestehen k&#246;nnten, dass TZI einen origin&#228;r psychotherapeutischen Hintergrund hat, der sich die Frage stellt, wie Kommunikationsstrukturen aussehen m&#252;ssen, die ganzheitlich ansetzen und somit zur psychischen Gesundheit von Menschen beitragen, w&#228;hrend sich LdL origin&#228;r in einem eher didaktischen Rahmen bewegt, in dem es um die Frage geht, wie Wissen m&#246;glichst nachhaltig generiert werden kann, sodass es relevant wird.</p>

<p>In diesem Beitrag habe ich die »Hilfsregeln der TZI« zun&#228;chst einmal unber&#252;cksichtigt gelassen. Diese k&#246;nnen aber auch im Kontext LdL insofern hilfreich sein, als sie zentrale Grundregeln formulieren, die f&#252;r eine gelingende Kommunikation notwendig sind. Diese Grundregeln sind f&#252;r die direkte Face-to-Face-Situation formuliert sind, eine Situation in der LdL in den meisten F&#228;llen seine Anwendung findet. Eine &#220;bertragung auf eine Interaktion im Internet scheint mir aber m&#246;glich.<sup><a href="http://herrlarbig.de/2009/02/03/ldl-und-tzi/#footnote_17_1007" id="identifier_17_1007" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn im Internet von Netiquetten gesprochen wird, sind damit oft Regeln der Kommunikation gemeint, die mir den Hilfsregeln der TZI &amp;#228;hnlich scheinen, wobei in ihnen aber auch die technischen Fragen der Kommunikation im Internet h&amp;#228;ufig mit ber&amp;#252;cksichtigt werden.">18</a></sup></p>

<p style="text-align: right;">Torsten Larbig, Frankfurt am Main, 31.01.–03.02.2009</p>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<!-- Ende von `social share privacy by smeagol.de´ --><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1007" class="footnote">Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.</li><li id="footnote_1_1007" class="footnote"></span><a href=" http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_4" target="_blank">http://www.adz-netzwerk.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Folie_4</a>, Punkt 6.</li><li id="footnote_2_1007" class="footnote">Maslow, Abraham: <em>Motivation and Personality</em>. New York, 1954.</li><li id="footnote_3_1007" class="footnote">Vgl. <a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien" target="_blank">http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien</a></li><li id="footnote_4_1007" class="footnote">Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.</li><li id="footnote_5_1007" class="footnote">Vgl.: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren#Die_p.C3.A4dagogisch-anthropologische_Komponente" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Lernen_durch_Lehren#Die_p.C3.A4dagogisch-anthropologische_Komponente</a></li><li id="footnote_6_1007" class="footnote">LdL steht in der Spannung zwischen der Ermutigung zu Fehlern und der Frage der Bewertung von Leistungen, die von Lehrenden im schulischen Zusammenhang gefordert wird. Bislang bin ich im Kontext von LdL immer wieder auf die Bemerkung gesto&#223;en, dass Leistungen, die in diesem Rahmen erbracht werden, nicht benotet werden. Das Problem liegt hierbei, wie bei allen humanistischen Ans&#228;tzen der P&#228;dagogik, also auch im Ansatz der TZI, dass Unterricht in einem Kontext stattfindet, in dem von Lehrenden eine solche Bewertung gefordert wird. Die von Lehrenden verlangte Benotung von Sch&#252;lerleistungen steht also in einem Spannungsverh&#228;ltnis zu p&#228;dagogischen Ans&#228;tzen, die an humanistischen P&#228;dagogiken orientiert sind. Dieses Problem w&#252;rde ich gerne als ein m&#246;gliches Thema in den Kommentaren zu diesem Beitrag sehen.</li><li id="footnote_7_1007" class="footnote">Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.</li><li id="footnote_8_1007" class="footnote">Seneca, Epistulae morales ad Lucilium 7.</li><li id="footnote_9_1007" class="footnote">Cohn, Ruth, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, 120.</li><li id="footnote_10_1007" class="footnote">Vgl. Maslow, Abraham: <em>Motivation and Personality</em>. New York, 1954 und <a href="http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien" target="_blank">http://wiki.zum.de/Netzsensibilit%C3%A4t?title=Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen/Materialien</a></li><li id="footnote_11_1007" class="footnote"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Themenzentrierte_Interaktion</a></li><li id="footnote_12_1007" class="footnote">Sollte ich hier etwas &#252;bersehen haben, freue ich mich &#252;ber Erg&#228;nzungen im Kommentar zu diesen Beitrag.</li><li id="footnote_13_1007" class="footnote">G&#252;nther Hoppe: »Misch Dich ein! Greif ein!« Ein drittes Postulat f&#252;r die TZI?, in Cornelia L&#246;hmer, R&#252;diger Standhardt (Hg.): Zur Tat befreien. Gesellschaftspolitische Perspektiven der TZI-Gruppenarbeit, Mainz, 1994; Ruth C. Cohn: Verantworte Dein Tun und dein Lassen &#8211; pers&#246;nlich und gesellschaftlich. Offener Brief an G&#252;nter Hoppe, in:  Themenzentrierte Interaktion. Theme-centered Interaction, 8. Jahrgang, Heft 2, Herbst 1994.</li><li id="footnote_14_1007" class="footnote">Ebd.</li><li id="footnote_15_1007" class="footnote">Jean-Pol Martin,<a title="Kommunikation als Kickspender und Verf&#252;hrung! Auf die Ziele kommt es an!" rel="bookmark" href="http://jeanpol.wordpress.com/2008/11/25/kommunikation-als-kickspender-und-verfuhrer-auf-die-inhalte-kommt-es-an/" target="_blank"> Kommunikation als Kickspender und Verf&#252;hrung! Auf die Ziele kommt es an!</li><li id="footnote_16_1007" class="footnote">Jean-Pol Martin, <a title="Ich wei&#223; was, was du nicht wei&#223;t: wie bringt man Menschen zum Kommunizieren?" rel="bookmark" href="http://jeanpol.wordpress.com/2008/11/21/menschen-kommunizieren-wenn-der-eine-etwas-weis-was-der-andere-nicht-weis/">Ich wei&#223; was, was du nicht wei&#223;t: wie bringt man Menschen zum Kommunizieren?</a>; vgl auch das Video <a href="http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/LdL/video/ldl2.mov" target="_blank">http://www1.ku-eichstaett.de/SLF/LdL/video/ldl2.mov</a>.</li><li id="footnote_17_1007" class="footnote">Wenn im Internet von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette" target="_blank">Netiquetten</a> gesprochen wird, sind damit oft Regeln der Kommunikation gemeint, die mir den Hilfsregeln der TZI &#228;hnlich scheinen, wobei in ihnen aber auch die technischen Fragen der Kommunikation im Internet h&#228;ufig mit ber&#252;cksichtigt werden.</li></ol>
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