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	<title>herrlarbig.de &#187; Verb</title>
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		<title>Das Verb, der Satz, die Kommaregeln</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 20:07:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder Satz, das gilt nicht nur f&#252;r die deutsche Sprache, wird von einem Verb getragen. Diese Regel gilt sowohl f&#252;r Haupt- als auch f&#252;r Nebens&#228;tze. Nur wenn jemand auf die Idee kommt, Verben aufzuz&#228;hlen, kommen in einem Satz mehrere Verben &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/09/22/das-verb-der-satz-die-kommaregeln/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Satz, das gilt nicht nur f&#252;r die deutsche Sprache, wird von <em>einem</em> Verb getragen.</p>

<p>Diese Regel gilt sowohl f&#252;r Haupt- als auch f&#252;r Nebens&#228;tze.</p>

<p>Nur wenn jemand auf die Idee kommt, Verben aufzuz&#228;hlen, kommen in einem Satz mehrere Verben vor. Solche Aufz&#228;hlungen von Verben sind aber eher selten anzutreffen. Ein Beispiel f&#252;r eine solchen Satz:</p>

<blockquote><address>Das Kind lief, lachte und keuchte durch die Stra&#223;e.</address></blockquote>

<p>Da Aufz&#228;hlungen eher weniger zu Problemen bei der Zeichensetzung f&#252;hren, um die es hier auch gehen soll, sei diese M&#246;glichkeit erw&#228;hnt, aber an dieser Stelle nicht n&#228;her in den Blick genommen.</p>

<p>Um Haupts&#228;tze und Nebens&#228;tze zu unterscheiden, lohnt es sich in der Regel einen Blick auf die Verben in einem Satz zu werfen. Das bedeutet aber auch, dass die Verben bei der Zeichensetzung hilfreich sein k&#246;nnen, wenn jemand mit dieser Probleme hat.</p>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank"><span id="more-5223"></span>Das Verb steht im Zentrum des Satzes</a>. Das Verb hat aber auch eine bestimmte Position in S&#228;tzen, die in Haupt- und Nebens&#228;tzen unterschiedlich ist.</p>

<p>In <strong>Haupts&#228;tzen</strong> steht das Verb in der Regel nach dem Subjekt <strong>an zweiter Stelle</strong> und &#252;bernimmt die Rolle des Pr&#228;dikats eines Satzes. Das Subjekt ist normalerweise mit einem Substantiv oder einem Pronomen verbunden, das an die Stelle des Substantivs (Nomens) tritt („Das Haus“ – Substantiv mit bestimmtem Artikel / Es – Pronomen, das an die Stelle des Substantivs (Nomens) „Haus“ tritt.)</p>

<p>Der Grund f&#252;r diese Positionierung des Verbs (Pr&#228;dikats) im Deutschen liegt darin, dass das Subjekt eines Satzes nicht alleine stehen kann. Ob es sich um eine Person, eine Sache oder etwas Abstraktes (Liebe z. B. ist ein abstrakter Begriff, nicht weil Liebe als Gef&#252;hl abstrakt w&#228;re, sondern weil „Liebe“ nichts ist, was einfach so auf der Stra&#223;e herum l&#228;uft, wie z. B. auch Freiheit, Unendlichkeit etc.) handelt: Das Subjekt <em>tut</em> immer etwas, ist nie ohne ein konkretes Handeln zu denken. Entsprechend steht das Verb als Pr&#228;dikat im deutschen Hauptsatz immer direkt im Anschluss an das Subjekt.</p>

<p>Eine <strong>Ausnahme</strong> gibt es von dieser Regel: In <strong>Befehlss&#228;tzen (Imperativ)</strong> und bei <strong>Fragen</strong>, in denen das gew&#252;nschte Handeln eines Subjekts besonders hervorgehoben wird, steht <strong>das Verb an erster Stelle</strong>.</p>

<blockquote><address>Gib mir bitte den Stift! (Imperativ) || Ist das Essen scharf? (Fragesatz)</address></blockquote>

<p><strong><em>Merksatz: Wenn das Verb an zweiter oder erster Stelle eines Satzes steht, so ist dieser Satz ein Hauptsatz.</em></strong> <em></em></p>

<p>In <strong>Nebens&#228;tzen</strong> hingegen steht das Verb in der Regel an der letzten Position.</p>

<blockquote><address>Krankenwagen <strong><em>fahren</em></strong> schnell, weil es darum <strong><em>geht</em></strong>, Leben zu <strong><em>retten</em></strong>. (fahren: 2. Position im Satz = Hauptsatz; geht / retten: letzte Position im Satz = Nebens&#228;tze)</address></blockquote>

<p><em><strong>Merksatz: Steht das Verb an letzter Stelle, so handelt es sich um einen Nebensatz.</strong></em></p>

<p>Ich habe schon ein paar Ausnahmen erw&#228;hnt. Diese sollen aber nicht dar&#252;ber hinweg t&#228;uschen, dass die Grundregel einfach ist: Das Verb steht in Haupts&#228;tzen in der Regel an erster oder zweiter Stelle, in Nebens&#228;tzen steht es in der Regel an letzter Stelle des Satzes.</p>

<p>Kommas werden immer dann gesetzt, wenn Haupt- und Nebens&#228;tze auftauchen. Sie werden durch ein Komma getrennt. Das gilt auch, wenn Haupts&#228;tze nicht durch einen Punkt beendet werden, sondern durch Komma voneinander getrennt werden. Die erweiterte Regel lautet also: <strong>S&#228;tze werden durch Komma getrennt, wenn zwischen ihnen kein Punkt oder ein anderes Satzzeichen steht.</strong> Das ist unabh&#228;ngig davon, ob eine Satzreihe (Haupts&#228;tze) vorliegt oder ob Haupt- und Nebens&#228;tze voneinander getrennt werde. Einzige Ausnahme: Die Haupts&#228;tze werden mit „und“ oder „oder“ miteinander verbunden.</p>

<p>Beispiele: Der Tag war sch&#246;n und die Sonne schien. (Zwei Haupts&#228;tze als Aussages&#228;tze) || Gehst du ins Kino oder gehst du ins Schwimmbad? (Zwei Haupts&#228;tze als Frages&#228;tze)</p>

<p>Solche Ausnahmen, von denen es im Deutschen bei fast jeder Regel immer welche gibt, nerven so lange, bis man den Blick auf die Verben richtet. Wenn man wei&#223;, dass kein Komma gesetzt wird, wenn S&#228;tze mit „und“ oder „oder“ verbunden sind, kann man sich immer von der Anzahl der Verben und deren Position ableiten, ob ein Haupt- oder Nebensatz vorliegt und wo Kommas gesetzt werden.</p>

<p><strong>Merksatz: Schau auf die Verben! Von ihnen abh&#228;ngige Haupt- und Nebens&#228;tze werden durch Komma getrennt, wenn nicht „und“ oder „oder“ zwei Haupts&#228;tze verbindet.</strong></p>

<p><strong> </strong>Der Vorteil des Blicks auf die Verben ist, dass dieser Blick alleine schon eine relativ gute Orientierung gibt, ob ein Komma gesetzt werden muss oder nicht. Dieser Blick kann dazu beitragen, dass Kommata richtig gesetzt werden, auch wenn man die einzelnen Begr&#252;ndungen nicht kennt, die es &#252;ber diese Regel hinaus f&#252;r die Setzung von Kommas gibt. (Ja, fr&#252;her war der Plural von „Komma“ alleine „Kommata“, heute darf man auch „Kommas“ sagen bzw. schreiben.)</p>

<p>Das hei&#223;t nicht, dass mit dieser Regel alle Arten von S&#228;tzen abgedeckt w&#228;ren, die es im Deutschen gibt, aber in sehr vielen F&#228;llen ist dieser Blick auf S&#228;tze, der sich an den Verben orientiert, sehr hilfreich.</p>

<p><strong>Merksatz: Verben geben <em>Orientierung</em> in S&#228;tzen, auch wenn es sehr kompliziert gebaute S&#228;tze sind.</strong></p>

<p>Somit bin ich nun an dem Punkt, an dem ich versuchen kann, die eine wichtige Kommaregel in Abh&#228;ngigkeit von den Verben zu formulieren:</p>

<blockquote><strong>Das Komma trennt Haupts&#228;tze (Satzreihen) oder Haupt- und Nebens&#228;tze. Jeder Haupt- oder Nebensatz enth&#228;lt in der Regel ein Verb.</strong></blockquote>

<p>Anders ausgedr&#252;ckt:</p>

<blockquote><strong>Orientiere dich bei der Frage nach der Zeichensetzung an den Verben in einem Satz. Kommt mehr als ein Verb vor und handelt es sich nicht um eine Aufz&#228;hlung von Verben, die gem&#228;&#223; der Regeln f&#252;r Aufz&#228;hlungen mit Kommas getrennt wird, muss in der Regel an der Grenze von Haupt- und Nebensatz ein Komma gesetzt werden.</strong></blockquote>

<p><a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/" target="_blank">Das Verb steht im Zentrum des Satzes</a>. Wer einmal versteht, was diese Aussage bedeutet, wird &#252;brigens nicht nur weniger Probleme bei der Kommasetzung haben, sondern vom Verb ausgehend auch sch&#246;nere S&#228;tze schreiben; aber diese Konsequenz sei nur am Rande erw&#228;hnt.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Herrn Larbigs Bibliothek 11 – Thorsten Havener: Ich wei&#223;, was du denkst</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 22:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist ein leeres Versprechen, das der Untertitel zu Thorsten Haveners: „Ich wei&#223;, was du denkst. Das Geheimnis Gedanken zu lesen“ suggeriert. Havener mag die Aufmerksamkeit f&#252;r nonverbale Elemente der Kommunikation sch&#228;rfen, aber mit Gedankenlesen hat das nichts zu tun. Wenn &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2011/08/28/herrn-larbigs-bibliothek-11-thorsten-havener-ich-weis-was-du-denkst/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein leeres Versprechen, das der Untertitel zu Thorsten Haveners: „Ich wei&#223;, was du denkst. <em>Das Geheimnis Gedanken zu lesen“ </em>suggeriert.</p>

<p>Havener mag die Aufmerksamkeit f&#252;r nonverbale Elemente der Kommunikation sch&#228;rfen, <span id="more-6133"></span>aber mit Gedankenlesen hat das nichts zu tun.</p>

<p>Wenn Havener zu Beginn seines Buches auch suggerieren mag, er w&#252;rde hier einige der Geheimnisse verraten, die ihn als Mentalisten erfolgreich machen, so bleibt es doch bei dieser Suggestion, enth&#228;lt das Buch doch kaum Wissen, das nicht jeder, der sich mit den <em>Grundlagen</em> (non(verbaler Kommunikation befasst, fr&#252;her oder sp&#228;ter selbst entdecken wird. Man k&#246;nnte auch sagen: Der Titel des Buchs ist eine Suggestion, die dem Verkaufserfolg dienen mag, aber den Inhalt des Werkes nicht angemessen widerspiegelt.</p>

<p>Dennoch, das kann und will ich nicht leugnen, bietet Havener einen gewissen Reflexionshorizont, der die Alltagskommunikation bewusster machen kann. An keiner Stelle habe ich den Eindruck gehabt, ich m&#252;sste Widerspruch leisten. Aber ich habe auch an keiner Stelle das Gef&#252;hl bekommen, Havener w&#252;rde mir irgendetwas mitteilen, was ich nicht schon w&#252;sste.</p>

<p>Fazit: Der Titel ist &#252;bertrieben, der Inhalt dennoch hilfreich f&#252;r jeden und jede der oder die sich eine Sensibilisierung f&#252;r die Bedeutung nonverbalber und auch verbaler Kommunikation im Alltag verschaffen will. Dieses Sachbuch macht niemanden zum „Gedankenleser“, auch wenn der Untertitel behauptet, es ginge um dieses Thema. Aber dieses Sachbuch kann die Wahrnehmung der allt&#228;glichen Kommunikation verfeinern. Allein aus diesem Grunde habe ich es gern gelesen.</p>

<blockquote>Thorsten Havener, Ich wei&#223;, was du denkst. Das Geheimnis, Gedanken zu lesen, Reinbek bei Hamburg, 17. Auflage 2010 (zuerst 2009), 191 Seiten, 12,00 €.

&nbsp;</blockquote>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Vergiss alles – oder: Vom literarischen Schreiben</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 21:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der hier ver&#246;ffentlichte Text ist bereits im Jahr 2001 entstanden – und ist mir vor einiger Zeit bei einer Suchabfrage auf meinem Computer wieder begegnet. Sch&#246;n, was sich alles &#252;ber die Jahre erh&#228;lt, wenn nur flei&#223;ig und regelm&#228;&#223;ig Daten gesichert &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2010/03/09/vergiss-alles-oder-vom-literarischen-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der hier ver&#246;ffentlichte Text ist bereits im Jahr 2001 entstanden – und ist mir vor einiger Zeit bei einer Suchabfrage auf meinem Computer wieder begegnet. Sch&#246;n, was sich alles &#252;ber die Jahre erh&#228;lt, wenn nur flei&#223;ig und regelm&#228;&#223;ig Daten gesichert werden. </em></p>

<p><em>Ich habe den Text leicht &#252;berarbeitet, aber in seinen Grundz&#252;gen unver&#228;ndert gelassen. Auch wenn sich meine Einstellung gegen&#252;ber der Handschrift seit 2001 deutlich ge&#228;ndert hat: Nach wie vor gefallen mir die Gedanken, die hier in einen kurzen Prosatext Einzug gefunden haben. – Da ich gegenw&#228;rtig selbst auch in der Rolle des »Trainers« in Sachen </em><em>»Kreatives Schreiben« unterwegs bin, habe ich mich entschlossen, diesen Text nun auch im Rahmen meines Blogs verf&#252;gbar zu machen. Das Urheberrecht des Textes liegt, wie bei allen Texten hier, so nicht anders gekennzeichnet, bei Torsten Larbig.
</em></p>

<hr />

<p>»Vergessen sie alles, damit sie sich endlich erinnern k&#246;nnen.«</p>

<p><span>So hatte Elise mit mir gesprochen. Da stand sie vor mir, mitten im Wald. Um uns nur die kahlen B&#228;ume, auf dem Boden lagen noch die braunen Bl&#228;tter, raschelten, knisterten unter unseren F&#252;&#223;en. Und vor uns dieser kurze Wegabschnitt, der von Nadelb&#228;umen ges&#228;umt war, zwischen denen der Weg ins Dunkel hineinf&#252;hrte. </span></p>

<p><span>In dem Schweigen um uns her, verstand ich nicht, was sie mir sagen wollte. Und sie bemerkte dies sofort – es war, als k&#246;nne man vor Elise keine Geheimnisse haben. </span></p>

<p><span>»Sie k&#246;nnen es vielleicht noch nicht verstehen, weil sie noch nie wirklich versucht haben einen Text zu schreiben. – Werfen sie den alten Kugelschreiber in den M&#252;ll, besorgen sie sich  einen tragbaren Computer, lernen sie, blind zu schreiben, schlie&#223;en sie dann ihre Augen und schreiben sie ihre Bilder auf. Glauben sie mir, es wird alles anders werden f&#252;r sie. Wenn sie sich dann aber zu sehr erinnern, dann kommt nichts brauchbares dabei heraus.« </span></p>

<p><span>Ich war dabei, ihr ins Wort zu fallen, ihr mit einer Verteidigungsrede f&#252;r die Handschrift den Wind aus den Segeln zu nehme, aber sie fuhr einfach fort. </span></p>

<p><span>»Was soll das Klammern an altem, wenn es f&#252;r unsere Zwecke bessere Hilfsmittel gibt. Sven, sie sind so jung und schon so konservativ. H&#246;ren sie mir einfach weiter zu. Ich will ja nicht, dass sie die Intensit&#228;t aus dem Schreiben heraus nehmen. Ich will, dass ihre Texte endlich intensiv werden. Also: Setzen sie sich blind an den Computer und schreiben sie die Bilder, die sie sehen. Versetzen sie sich in Landschaften, die sie gesehen haben. Aber bleiben sie nicht zu sehr bei der Wahrheit. F&#252;gen sie hinzu, was sie sehen, machen sie es wie beim Tr&#228;umen. Da sehen sie auch bekannte R&#228;ume, aber ist ihnen schon mal aufgefallen, dass die immer irgendwie anders sind, als sie sie aus der Realit&#228;t kennen? So m&#252;ssen sie schreiben. Stellen sie sich Menschen so wirklich wie nur irgend m&#246;glich vor. Und vergessen sie nie, dass sie eine Geschichte schreiben und nicht etwa Tagebuch. Obwohl…«, sie z&#246;gerte, »ein wenig hat es schon von Tagebuch schreiben – und ist doch ganz anders. Aber ich will ihr Unwohlsein gegen&#252;ber dem Vergessen noch ein wenig st&#228;rker machen.« </span></p>

<p><span>Da kam dieses Gef&#252;hl wieder hoch, diese Unsicherheit, als ob da ein Mensch anhebt, etwas f&#252;r mich ganz wichtiges zu sagen, das ich eigentlich gar nicht h&#246;ren wollte. Aber sie lie&#223; sich nicht beirren. </span></p>

<p><span>»Ich wei&#223;, sie arbeiten seit Jahren am Thema ›Ged&#228;chtnis‹. Darum geht es hier auch gar nicht – zumindest nicht so, wie sie sich das denken. Ich meine nur: Verwechseln sie ›Erinnerung‹ nicht mit Faktenwissen. Sie m&#252;ssen keinen Lexikonbeitrag schreiben, was sie da planen ist ein Roman!« </span></p>

<p><span>Mein Blick fiel auf das Moos an den B&#228;umen. Immer an einer Seite der St&#228;mme hatte sich eine dicke Moosschicht gebildet. <em>Da kommt wohl der Regen am h&#228;ufigsten her</em> dachte ich, als ich pl&#246;tzlich aufschreckte und merkte, dass Elise stehen geblieben war und mich anschaute. </span></p>

<p><span>Ich f&#252;hlte mich bei einer Unaufmerksamkeit ertappt. Aber das schien sie gar nicht zu st&#246;ren. Unbeirrt fuhr sie fort. »Vergessen sie endlich all ihr angelerntes Wissen und schreiben sie einen Roman. Oder ist ihnen noch nie aufgefallen, wie gef&#252;hllos ihre Texte sind. Sie beschrieben wunderbar, aber in einer Art, die f&#252;r einen Reisef&#252;hrer besser geeignet ist als f&#252;r einen Roman. Vergessen sie alles und erinnern sie sich – mit ihren Sinnen. Erz&#228;hlen sie, wie sie es in M&#228;rchen finden. Schreiben sie Texte, die weniger eine Realit&#228;t behaupten als vielmehr Texte, die die M&#246;glichkeit einer Realit&#228;t darstellen.« </span></p>

<p><span>So hatte ich mir ein Schreibseminar eigentlich nicht vorgestellt. Ich hatte mich darauf gefreut, endlich an meiner Technik weiter feilen zu k&#246;nnen – und nun kommt diese Elise daher und will mir etwas von ›Sinnen‹ und von ›M&#228;rchen‹ erz&#228;hlen. </span></p>

<p><span>»Wissen sie Sven, ich w&#252;nschte mir, endlich mal einen Roman zu lesen, der nur von Nebens&#228;chlichkeiten handelt. Verstehen sie mich richtig, von Neben-S&#228;chlichkeiten! H&#246;ren sie auf, Sachen zu schreiben. Das will doch keiner Lesen, der nicht allzu masochistisch in seinem Umgang mit Literatur ist. Schreiben sie Bilder der Gef&#252;hle, die mit den Sachen verbunden sind. Erinnern sie sich weniger an die Fakten als an die Gef&#252;hle, die in den Situationen, die sie schreiben, mit den Sachen verbunden sind. Oder wollen sie zum x-ten Male den Satz verwenden, mit dem in schlechten Filmen der eine zur anderen sagt, dass er sie liebt? Setzen sie der Flut von W&#246;rtern Bilder entgegen. Versinken sie – wie ein Maler in sein Bild –  in ihren Text. Setzen sie da einen Pinselstrich an, nehmen sie da die eine Farbe, und dort eine andere. Bringen sie Schatten und Perspektive in ihren Text und machen sie nichts langweiliges mehr. Schreiben sie keine Texte, die sie langweilen, sondern nur solche, die sie selber gerne lesen m&#246;chten. Sind das etwa Texte, in denen ein wunderbar nachrecherchiertes Faktum neben dem andern steht? Sieht so das Leben aus, das sie Tag f&#252;r Tag erleben? Nein Sven, ihr Leben setzt sich vor allem aus Gef&#252;hlen zusammen. Und erst wenn sie diese in einen Text bringen, beginnt er zu leben.« </span></p>

<p><span>Und damit verfiel sie f&#252;r den Rest unseres Spaziergang ins Schweigen. Eigentlich war das gerade die Stunde meiner Einzelkritik bei Elise. Und sie war die erste, die sie nicht nutzte, um meine Arbeitsproben Wort f&#252;r Wort auseinander zu nehmen, jedes Detail nach seinem Platz im Text zu befragen. Als ich in ihr Zimmer kam, legte sie ein Buch zur Seite, nahm ihren Mantel und sagte nur, dass ich auch meinen Mantel holen solle und sie mich in f&#252;nf Minuten am Eingang des Tagungshauses erwarte. Irritiert, doch ohne Widerworte, ging ich also in mein Zimmer zur&#252;ck, zog meine Jacke und die Turnschuhe an, die ich eigentlich immer trug, wenn ich drau&#223;en unterwegs war und ging zum Eingang, wo sie tats&#228;chlich schon auf mich wartete. »Kommen sie«, war alles, was sie da sagte und dann hielt sie mir diesen Vortrag &#252;ber das Schreiben und das Vergessen und das Erinnern mit den Sinnen. Und jetzt, nach kaum der H&#228;lfte der vereinbarten Zeit f&#252;r die Einzelkritik verfiel sie einfach so ins Schweigen. </span></p>

<p><span>Sie ging jetzt auch schneller, viel schneller, als ich es von einer so alten Frau erwartet h&#228;tte. Die musste doch mindestens schon siebzig sein. </span></p>

<p><span>Das Knistern, der durch unsere Fu&#223;tritte zerbrechenden Bl&#228;tter drang mit einer ungewohnten Lautst&#228;rke in meine Ohren, der Magen hatte sich an seine Gef&#252;hle erinnert, die immer dann hochkamen, wenn ich mich von einem Lehrer ertappt f&#252;hlte oder wenn ich mit einer schlechten Klassenarbeit nach Hause gehen musste. </span></p>

<p><span>In leichten Serpentinen f&#252;hrte der Weg wieder hinunter ins Tal. Ich war den Weg in den vergangenen f&#252;nf Tagen schon ein paar Mal gegangen, aber diese Intensit&#228;t versp&#252;rte ich noch nie. Wir hatten gerade wieder eine Kurve hinter uns gelassen, da tauchten vor uns die Wiesen auf, die sich direkt an den Wald anschlossen. Zwei Pferde liefen da und auf einer anderen Weide grasten Schafe neben einem alten, morsch wirkenden Holzstall. Dazwischen schl&#228;ngelte sich der flache, aber mit viel Wasser sehr laute Bach, der dem Tal den Namen gegeben hatte. Wutachtal. Aber &#252;ber diesen Namen hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die waren jetzt eher beim letzten St&#252;ck des Weges, der &#252;ber eine anstrengende Steigung zur&#252;ck in das Tagungshaus f&#252;hrte, das in einem alten Kloster untergebracht war. Ob Elise dieses St&#252;ck schaffen w&#252;rde oder ob da ihr Alter endlich mal zum Vorschein k&#228;me. Als ob ich es nicht ertragen konnte, dass eine solche Frau mir etwas sagte, das ich sofort verstand und das mir dennoch Angst macht. Aber ohne ihre Schrittfrequenz zu verlangsamen sorgte sie nur daf&#252;r, dass <em>ich</em> au&#223;er Atem war, als wir das Tor in den Innenhof des Hauses durchquerten. Bislang hatte ich immer nur R&#252;ckmeldungen zur Technik meiner Texte bekommen. Dieses Mal stand ich da und wu&#223;te, dass es nicht mit ein paar Korrekturen handwerklicher Art getan war. Elise schien mich zwingen zu wollen, mit meinem Schreiben endlich anzufangen…</span></p>

<p style="text-align: right;"><span>© by Torsten Larbig 2001–2010
</span></p>

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		<title>Rechtschreibung – wichtig und sekund&#228;r, oder: Vom Lesen und Schreiben</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 23:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  Ingrid Naegele zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend Ingrid Naegele, an deren &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2009/09/18/rechtschreibung-wichtig-und-sekundaer-oder-vom-lesen-und-schreiben/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag greift die Einsichten auf, die der Verfasser im Rahmen einer Fortbildung mit  <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a></em> <em>zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gemacht hat. Zentrale Gedanken, denen ich hier meine eigene Ausdrucksform zu geben versuche, verdanke ich dementsprechend <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a>, an deren reicher Erfahrung ich im Rahmen der Fortbildung partizipieren durfte.
</em></p>

<p>Die F&#228;higkeit der Menschen, zu lesen und zu schreiben, hat die Welt ver&#228;ndert. Erst seit diese Kulturtechniken entwickelt wurden, ist ein „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit mit nicht anwesenden Menschen m&#246;glich. Menschen m&#252;ssen nicht l&#228;nger an einem Ort sein, um ihre Gedanken auszutauschen und so voneinander und miteinander zu lernen. Au&#223;erdem hilft uns die F&#228;higkeit des Lesens, mehr &#252;ber das Leben zu fr&#252;heren Zeiten zu erfahren als es f&#252;r einen Nicht-Arch&#228;ologen mittels arch&#228;ologischer Funde m&#246;glich ist.</p>

<p>Das Ziel des Schreibens und des Lesens ist prim&#228;r, Texte f&#252;r nicht Anwesende zu verfassen und solche Texte in die eigene Auseinandersetzung mit der Welt und deren Wirklichkeit zu integrieren.</p>

<p>Dieses Ziel muss jedem vor Augen stehen, der in Bildungsprozessen mit dem Lesen und Schreiben zu tun hat – also nicht nur Deutschlehrern, sondern Lehrenden in allen F&#228;chern der Schule, den Eltern und allen anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen und Institutionen.</p>

<p>Das Ziel f&#252;r die Lernenden besteht in erster Linie also darin, <span id="more-2002"></span>sich auszudr&#252;cken zu lernen. Doch das alleine reicht nicht. Wenn Texte darauf hin ausgelegt sind, f&#252;r andere Menschen verfasst zu sein, stellt sich f&#252;r jeden, der schreibt, die Frage, wie die Texte dann auch Leser finden.</p>

<p>Voraussetzungen f&#252;r die F&#228;higkeit, etwas f&#252;r Abwesende ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, sind das K&#246;nnen mindestens einer Sprache, deren Grammatik und die Beherrschung mindestens eines Zeichensystems, mit dessen Hilfe die Inhalte &#252;ber den m&#252;ndlichen Sprachgebrauch in der unmittelbaren Begegnung bzw. &#252;ber den m&#252;ndlichen Kontakt, z.B. mit Hilfe des Telefons, hinaus &#252;bermittelt werden k&#246;nnen. Im Deutschen ist dieses Zeichensystem eine Buchstabensprache. Wenn diese in Grundz&#252;gen beherrscht wird, ist Kommunikation m&#246;glich, die um so differenzierter wird, je gr&#246;&#223;er der Wortschatz ist und je genauer die Grammatik einer Sprache und die Vereinbarungen &#252;ber Schreibung von W&#246;rtern beherrscht werden. Au&#223;erdem ist Zeichensetzung f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Texten nicht nur eine Hilfe, sondern geradezu Voraussetzung.</p>

<p>Doch im Bereich der Kenntnisse &#252;ber die Vereinbarungen zum Schreiben von W&#246;rtern ist die Verst&#228;ndlichkeit von Texten in der Regel auch dann noch m&#246;glich, wenn in einem gewissen Rahmen regelwidrig geschrieben wird. Anders ausgedr&#252;ckt: Rechtschreibfehler verhindern nicht unbedingt, dass das Ziel des Schreibens erreicht werden kann. Das Gespr&#228;ch &#252;ber Raum und Zeit hinweg ist auch mit Rechtschreibfehlern m&#246;glich.</p>

<p>Dass bedeutet nun nicht, dass Rechtschreibung kein anzustrebendes Ziel sei. Da wir in der Regel vom regelkonformen Gebrauch der Vereinbarungen zur Rechtschreibung ausgehen und dieser auch erwartet wird, ist das Ziel nat&#252;rlich eine regelkonforme Schreibweise, die in der Schule zu lernen ist.</p>

<p>Da aber das Ziel des Schreibens nicht <em>prim&#228;r </em>in der Rechtschreibung liegt, ist Rechtschreibung ein Beiprodukt, so eine Formulierung, die <a href="http://www.abc-netzwerk.de/" target="_blank">Ingrid Naegele</a> im Rahmen einer von mir besuchten Fortbildung gebrauchte. Im Zentrum aber muss die F&#228;higkeit stehen, sich f&#252;r nicht anwesende Personen auszudr&#252;cken. Rechtschreibung ist dabei nicht das Ziel, sondern ein Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, was aber auch gelingt, solange ein Wort zumindest im gr&#246;&#223;eren Zusammenhang f&#252;r den Leser verst&#228;ndlich ist.</p>

<p>Dieses zu erlernende Mittel muss ge&#252;bt werden – und zwar nicht nur in Form des Lernens der Schreibung einzelner W&#246;rter, sondern im Zusammenhang mit Satzbau und Zeichensetzung.</p>

<p>Texte k&#246;nnen aber auch schon gelungen sein, bevor die Regelkonformit&#228;t erreicht wird, gelungen in dem Sinne, dass sie f&#252;r einen nicht anwesenden Leser oder eine nicht anwesende Leserin verst&#228;ndlich sind. Und dieses Ziel muss beim Erlernen und Lehren einer Sprache im Zentrum stehen.</p>

<p>Wesentlich f&#252;r das Erreichen einer guten Ausdrucksf&#228;higkeit ist das Lesen. Fremde Texte werden zum Vorbild daf&#252;r, was mit dem Schreiben m&#246;glich ist und sie sind motivierend bez&#252;glich der eigenen Schreibkompetenz.</p>

<p>Das erste Ziel eines Lehrenden muss meines Erachtens also die F&#246;rderung der Lust am Lesen und Schreiben sein, da nur so das Ziel einer formgerechten Schreibung auf Dauer erzielt werden kann.</p>

<p>Dieser Lust ist eine &#220;bergewichtung des Ziels einer formgerechten Schreibung, ein Ziel, dass nat&#252;rlich nie aus den Augen verloren oder gar verneint werden darf, abtr&#228;glich. Um das Ziel zu erreichen, gilt es, das Selbstvertrauen in das eigene Lesen und Schreiben zu f&#246;rdern, um so mehr, wenn ein Kind Schwierigkeiten mit dem Lesen und dem Schreiben hat.</p>

<p>Das hat f&#252;r die t&#228;gliche Arbeit als Lehrer, aber auch f&#252;r den Einsatz aller anderen an Bildungsprozessen beteiligten Personen Konsequenzen.</p>

<p>Um Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen: Ich pl&#228;diere im Folgenden nicht f&#252;r eine Vernachl&#228;ssigung des formgerechten Schreibens, ich pl&#228;diere vielmehr f&#252;r eine Herangehensweise an das Thema des Lesens und der Rechtschreibung, die das eigentliche Ziel des Lesens und Schreibens nicht aus den Augen verlieren: Es geht um die F&#228;higkeit, Gedanken so ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, dass nicht anwesende Leser und Leserinnen diese verstehen k&#246;nnen. Formgerechtes Schreiben, verbunden mit einem angemessen Wortschatz, macht dies deutlich leichter, wobei ein gr&#246;&#223;erer Wortschatz zudem auch das Lesen von Texten und somit das Verstehen der Gedanken anderer, nicht anwesender, Personen erleichtert oder &#252;berhaupt erst m&#246;glich macht.</p>

<p>Doch dieses Ziel muss idealerweise zu einem eigenen Ziel der Lernenden werden. Es muss also einerseits alles getan werden, dass Lernende dieses Ziel erreichen – es idealerweise sogar zu ihrem eigenen Ziel machen und nicht nur zu einem Ziel, dem sie sich in der Schule zu unterwerfen haben – und andererseits alles unterlassen werden, was das Erreichen dieses Ziels verhindert. Eine zu fr&#252;he &#252;bertriebene Konzentration auf die Rechtschreibung geh&#246;rt in dem meisten F&#228;llen wohl zu den zu unterlassenden Verhaltensweisen, soll die Lust am Lesen und Schreiben angemessen gef&#246;rdert werden, auch wenn das Ziel einer formgerechten Schreibung nie aus dem Auge verloren werden darf.</p>

<p>Was also ist zu tun und womit sollte man vorsichtig sein, wenn man mit Lernenden an den Zielen des Lesens und Schreibens arbeitet?</p>

<ol>
    <li>Das Hauptprodukt des Lernprozesses ist die Lust am Lesen und Schreiben als M&#246;glichkeiten der Entdeckung und der Reflexion des Selbst und der Welt, aber auch als M&#246;glichkeit, sich selbst auszudr&#252;cken bzw. Ausdrucksformen zu kennen und vielleicht sogar f&#252;r sich nutzen zu lernen.</li>
    <li>Formgerechte Schreibung ist ein Beiprodukt dieses Hauptproduktes des Bildungsprozesses und Fehler sollten nicht der Grund sein, dass ein Kind zu einem fr&#252;hen Zeitpunkt eine Schulform verlassen muss.</li>
    <li>Der Inhalt von Texten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler verfassen, sollte nicht (zu fr&#252;h) im Rahmen der R&#252;ckmeldung von Fehlern &#252;berdeckt werden. Eine (zu fr&#252;he) Einf&#252;hrung verbindlicher und vor allem notenrelevanter Fehlerindizees sollte unterbleiben.</li>
    <li>An die Stelle der blo&#223;en Markierung und Bewertung von Fehlern m&#252;ssen Formen treten, die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern einen reflexiven Umgang mit den Fehlern erm&#246;glichen. Es geht also nicht nur darum, Rechtschreibung zu &#252;ben (darum geht es auch!), sondern darum, die Gr&#252;nde f&#252;r die Fehler zu erkennen und diese somit reflexiv zu vermeiden.</li>
    <li>Korrekturen sollten immer den Respekt vor dem Text des / der Lernenden widerspiegeln und den Text eben nicht in ein Feld der bombengleichen Einschl&#228;ge des Rotstiftes machen. Ja, auch Korrektur kann &#228;sthetisch angemessen und unangemessen sein.</li>
    <li>Aufgabe des Lehrers ist es nicht, ein Kind zu demotivieren, sondern dieses von seinen St&#228;rken ausgehend zu f&#246;rdern. Wenn in einem Text von 150 W&#246;rtern 30 W&#246;rter falsch geschrieben sind, macht es, vor allem f&#252;r Kinder mit Schwierigkeiten beim Schreiben und beim Lesen, einen riesigen Unterschied, ob ich unter eine Arbeit oder eine Hausaufgabe „Du hast 30 Fehler“ oder „Du hast 120 von 150 W&#246;rtern richtig geschrieben“ schreibe.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des Schreibens muss sich an dem orientieren, was Kinder k&#246;nnen und ebenso an dem, was Kinder &#252;ben m&#252;ssen. Angesichts der nach wie vor beeindruckenden Klassengr&#246;&#223;en gilt es hier, kreative ( = umsetzbare) Binnendifferenzierungsm&#246;glichkeiten zu suchen, die zumindest phasenweise eine individuelle F&#246;rderung m&#246;glich machen.</li>
    <li>Klassenarbeiten sind nicht nur Leistungs&#252;berpr&#252;fungen am Ende einer Unterrichtsphase, sondern Instrumente im Lernprozess. Deshalb gilt es, Wege zu finden, die mit Klassenarbeiten diagnostizierend und den weiteren Lernprozess f&#246;rdernd umgehen. Verbesserungen erf&#252;llen nur dann ihren Zweck, wenn sie in einen Reflexionsprozess &#252;ber die Fehler einf&#252;hren und diesen f&#252;r die weitere Arbeit fruchtbar machen.</li>
    <li>Die F&#246;rderung des lustvollen Umgangs mit Texten und dem Schreiben ist in der Schule nicht nur Aufgabe der Deutschlehrer und Deutschlehrerinnen, sondern eine Aufgabe der gesamte Schule und somit aller F&#228;cher! Die F&#228;higkeit, sich angemessen ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, ist f&#252;r alle F&#228;cher relevant und f&#252;r die Teilhabe an der Gesellschaft und die Entfaltung der Pers&#246;nlichkeit von so zentraler Bedeutung, dass alle Lehrer und Lehrerinnen entsprechende Kenntnisse &#252;ber F&#246;rderm&#246;glichkeiten haben m&#252;ssen.</li>
    <li>Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler lernen am besten mit positiven Emotionen. Es geht also darum, f&#252;r Erfolgserlebnisse zu sorgen. Dazu kann es auch hilfreich sein, Fehler zwar als solche kenntlich zu machen, diese aber gegebenenfalls nicht notenrelevant werden lassen. Dies gilt insbesondere f&#252;r Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, aber nicht nur.</li>
    <li>Wenn es beim Schreiben strukturell darum geht, Gedanken so auszudr&#252;cken, dass sie sie von einem anderen, nicht anwesenden Menschen verstanden werden k&#246;nnen, sollten viel h&#228;ufiger und intensiver M&#246;glichkeiten genutzt werden, diese Texte auch wirklich wichtig werden zu lassen. Hierzu k&#246;nnen „Ver&#246;ffentlichungen“ in der Lerngruppe ebenso dienen wie beispielsweise Sch&#252;lerzeitungen, Lesungen in einer Klasse oder &#252;ber diese hinaus, Schreibwettbewerbe, gemeinsam erstellte Weblogs und Wikis und einfach alles, was zum Schreiben f&#252;r andere einl&#228;dt. Es geht also auch um die Frage, wie Texte Leser und Leserinnen finden  – und ein solcher Leser oder eine solche Leserin sollte eben nicht nur der Lehrer oder die Lehrerin sein, wenn man will, dass Lernende nicht prim&#228;r f&#252;r Lehrende schreiben.</li>
    <li>Um das Schreiben zu lernen muss viel gelesen werden. Dabei ist auch das Vorlesen von zentraler Bedeutung, da dies f&#252;r Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler motivierend ist und diese auf diesem Wege ganz viel Wissen erwerben k&#246;nnen (auch &#252;ber das Lesen).</li>
    <li>Vor allem Sch&#252;ler und Sch&#252;lerinnen mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten, aber nat&#252;rlich auch alle anderen, d&#252;rfen nicht blo&#223; gestellt werden. Will ich etwas &#252;ber die  Lesef&#228;higkeiten der Kinder erfahren, kann es eine durchaus bedenkenswerte Alternative sein, Texte auf Kassette oder als MP3 aufzeichnen zu lassen, statt jeden vor der Klasse lesen zu lassen. In diesem Zusammenhang kann es auch hilfreich sein, wenn Kinder Texte mitlesen, die sie vorgelesen bekommen. Gut eingelesene H&#246;rb&#252;cher k&#246;nnen hier eine gro&#223;e Hilfe sein.</li>
    <li>Es gilt, mit den Kindern &#220;bungsstrategien zu erlernen und einzusetzen, die eher dem Prinzip der Kontinuit&#228;t als des gro&#223;en Umfangs in kurzer Zeit dienen.</li>
    <li>Und weil es so wichtig ist, noch einmal: Im Zentrum des Lesens und Schreibens stehen die Ausdrucksf&#228;higkeit, das „Gespr&#228;ch“ &#252;ber Raum und Zeit und vor allem die Lust am Lesen und Schreiben. Ohne diese Lust wird das Erreichen eines formgerechten Schreibens erschwert. Rechtschreibung ist ein Beiwerk, ein Mittel und nicht der Zweck, so wenig sie aus dem Blick verloren werden darf.</li>
</ol>

<p><strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>»Im Anfang war die Tat« – Das Verb als Satzzentrum</title>
		<link>http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 21:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
		<category><![CDATA[Faust 1]]></category>
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		<category><![CDATA[Wort]]></category>

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		<description><![CDATA[Goethe l&#228;sst Faust den Beginn des Johannes-Evangeliums aus der Bibel &#252;bersetzen (Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.). Nach einigem Hin und Her entschlie&#223;t er sich f&#252;r die &#220;bersetzung: »Im Anfang war die Tat.« ( Vers 1237) Das ist zwar &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/25/im-anfang-war-die-tat-das-verb-als-satzzentrum/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Goethe l&#228;sst Faust den Beginn des Johannes-Evangeliums aus der Bibel &#252;bersetzen (Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.). Nach einigem Hin und Her entschlie&#223;t er sich f&#252;r die &#220;bersetzung:</p>

<blockquote>»Im Anfang war die Tat.« ( Vers 1237)</blockquote>

<p>Das ist zwar eine sehr freie &#220;bersetzung des griechischen Wortes »logos«, das an dieser Stelle des griechischen Urtextes steht, beschreibt aber ziemlich genau die Bedeutung, die das Verb in einem Satz hat.</p>

<p>Was ein Satz sagen will, steckt, grammatikalisch betrachtet, im Verb. Das Verb ist die T&#252;r zu den Informationen, die n&#246;tig sind, damit ein Satz entstehen kann.</p>

<p>Als Beispiel nehme ich hier das Verb »pfl&#252;cken« –  <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/" target="_blank">Alleine stehend ist diese Wort einsam</a>. Mit ihm verbinden sich aber sofort Fragen, die beantwortet werden wollen, soll das Wort einen Sinn bekommen:</p>

<blockquote>
    <li> Wer? (Subjekt)</li>
pfl&#252;cken (Verb | Pr&#228;dikat)
    <li> was? (Objekt)</li>
</blockquote>

<p>M&#246;gliche Antworten:</p>

<blockquote>Wir pfl&#252;cken Blumen. | Sie pfl&#252;cken &#196;pfel.</blockquote>

<p>Damit haben wir einen grammatikalisch vollst&#228;ndigen Satz (Pr&#228;dikat – pfl&#252;cken; Subjekt – Wir | Sie; Objekt – Blumen | &#196;pfel), auch wenn sich neue Fragen ergeben: Wo? Wann? Wie? Warum?</p>

<p>Diese neuen Fragen &#246;ffnen den Satz f&#252;r weitere zu vergebende Aufgaben (Positionen), die durch Adverbiale, Nebens&#228;tze, Attribute ausgef&#252;llt werden k&#246;nnen.</p>

<p>Doch wie viele Antworten (Postionen; Aussagen) auch in einen Satz gefasst werden: das Zentrum, um das sich ein Satz wie ein Hurrikan oder ein Tornado um ihr »Auge«, bleibt das Verb als (Teil des) Pr&#228;dikat(s).</p>

<p>Aus diesem Grunde ist das Verb in allen Sprachen die spannendste (und auch schwierigste) Wortart. In ihm selbst werden zahlreiche weitere Informationen untergebracht: Tempus, Modus, infinites (vom Subjekt nicht beeinflusstes) und finites (vom Subjekt beeinflusstes) Verb…</p>

<p>Doch welche Form ein Verb auch immer annehmen mag (das wird hier im Laufe der Zeit noch Thema werden m&#252;ssen), so bleibt es doch immer das Zentrum des Satzes, das sich im Satz zum (Teil des) Pr&#228;dikat(s) verwandelt und so bestimmend f&#252;r die gesamtes Bedeutung eines Satzes ist.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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		<title>Das einzelne Wort will nicht einsam sein – oder: Einf&#252;hrung in die Grammatik</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 21:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Herr Larbig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch Sek. I]]></category>
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		<description><![CDATA[Einzelne W&#246;rter sind wichtig. Jedes Wort kann etwas von der Wirklichkeit zeigen. Je mehr W&#246;rter ein Mensch also kennt, um so mehr und genauer kann er etwas von der Wirklichkeit »abbilden«. Aber auch Gedanken und Gef&#252;hle ben&#246;tigen W&#246;rter, wenn wir &#8230; <a href="http://herrlarbig.de/2008/09/23/das-einzelne-wort-will-nicht-einsam-sein-oder-einfuehrung-in-die-grammatik/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einzelne W&#246;rter sind wichtig. <a href="http://wortschatz.uni-leipzig.de/" target="_blank">Jedes Wort kann etwas von der Wirklichkeit zeigen</a>. Je mehr W&#246;rter ein Mensch also kennt, um so mehr und genauer kann er etwas von der Wirklichkeit »abbilden«. Aber auch Gedanken und Gef&#252;hle ben&#246;tigen W&#246;rter, wenn wir sie &#252;ber Sprache beschreiben und ausdr&#252;cken wollen.</p>

<p>Doch k&#246;nnen wir noch so viele W&#246;rter kennen: Um mit W&#246;rtern etwas ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen, brauchen die (meisten) W&#246;rter andere W&#246;rter. Aber auch wenn sich mehrere W&#246;rter zusammen tun, ergibt das nicht automatisch auch Sinn. W&#246;rter brauchen eine Ordnung, um etwas von der Wirklichkeit ausdr&#252;cken zu k&#246;nnen. Diese Ordnung nennt man »Grammatik«.</p>

<p>Die Grammatik ist in ihren Grundlagen eigentlich ganz einfach: Man braucht neben W&#246;rter Regeln, die es den W&#246;rtern erm&#246;glichen, etwas &#252;ber die Wirklichkeit zu sagen. Erst diese Regeln stellen die Ordnung her, die man »Grammatik« nennt.<span id="more-336"></span></p>

<p>Das Wort »trinken« alleine stehend z.B. wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet: Wer trinkt? Ein Mensch? Ein Tier? Trinkt einer oder trinken mehrere? Was wird getrunken? Wo geschieht dieses trinken? Wann wird getrunken? – Nur eine Frage beantwortet das Wort, wenn es alleine steht: Es geht um etwas, das getan wird. »trinken« ist ein Verb. »Verb« ist sozusagen der Name des Wortes. Andere W&#246;rter haben andere Namen, z. B. Nomen oder Adjektiv.</p>

<p>Und was f&#252;r ein Verb gilt, das gilt auch f&#252;r Nomen und Adjektive: So geht es beispielsweise den W&#246;rtern »sch&#246;n« oder »Haus« genau wie dem Verb, wenn es alleine steht. Sie brauchen andere W&#246;rter, wenn sie etwas Sinnvolles ausdr&#252;cken wollen. Also tun sie sich zusammen und bilden Wortgruppen.</p>

<p>Die genannten Beispielw&#246;rter k&#246;nnen sich also zusammentun. Dann haben wir folgende M&#246;glichkeiten: »Haus trinkt sch&#246;n«; »trinkt sch&#246;n Haus«; »sch&#246;n trinkt Haus«; »Haus sch&#246;n trinkt«. Das gibt noch nicht viel Sinn. Aber so sprechen wir schnell, wenn wir eine neue Sprache lernen: Wir lernen Vokabeln, reihen sie aneinander und es passiert gar nicht so selten, dass wir dann sogar schon verstanden werden. – In dem Beispiel hier ergibt die Aneinanderreihung allerdings nicht viel Sinn – oder?</p>

<p>Worte, die sich zu Gruppen zusammenfinden, brauchen Spielregeln f&#252;r das »Zusammenleben«. Deshalb haben W&#246;rter nicht nur Namen, sondern bekommen in einem Satz auch eigene Aufgaben, die sie in einem Satz &#252;bernehmen. Jedes Wort &#252;bernimmt eine bestimmte Funktion im Satz: Es werden Vereinbarungen getroffen, welches Wort oder welche Wortgruppe an welche Position in einem Satz stehen muss oder kann. Und da selbst dies oft noch nicht reicht, um genau zu erkennen, was die W&#246;rter als Wortgruppen im Satz aussagen, werden noch kleine Zeichen hinzugef&#252;gt, die als »Wegweiser« im Satz dienen.</p>

<p>Die Grundregel der Grammatik k&#246;nnte dann vielleicht so lauten: W&#246;rter, die etwas von der Wirklichkeit ausdr&#252;cken wollen, stehen nie alleine, sondern erf&#252;llen immer eine Funktion in einem Zusammenhang von W&#246;rtern, der nach Regeln gegliedert wird und mit Satzzeichen als »Wegweiser« versehen einen Satz bildet.</p>

<p>Ein wenig komplizierter wird es aber schon, wenn klar wird, dass ein Wort in unterschiedlichen S&#228;tzen unterschiedliche Funktionen haben kann. Nehmen wird z. B. das Adjektiv »sch&#246;n«:</p>

<blockquote><em></em><em>Wir bauen <span style="text-decoration: underline;">ein sch&#246;nes Haus</span>.</em> &lt;== »sch&#246;n« als Attribut eines Objektes

<em>Das Haus <span style="text-decoration: underline;">ist sch&#246;n</span></em><em>. </em>&lt;== »sch&#246;n« als pr&#228;dikative Erg&#228;nzung eines Pr&#228;dikates

<em>Wir machen unser Haus <span style="text-decoration: underline;">sch&#246;n</span>.</em> &lt;== »sch&#246;n« als adverbiale Bestimmung (Adverbial). Hier macht es genauere Angaben &#252;ber die   Art und Weise, wie etwas getan wird.</blockquote>

<p>Au&#223;erdem k&#246;nnen W&#246;rter unterschiedlicher Wortarten im Satz unterschiedliche Aufgaben &#252;bernehmen. So k&#246;nnen unterschiedliche Wortarten Teile der unterschiedlichen Satzfunktionen (Subjekt, Pr&#228;dikat, Objekt…) werden:</p>

<blockquote><em>Im n&#228;chsten Jahr <span style="text-decoration: underline;">werden</span></em><em> wir ein Haus <span style="text-decoration: underline;">bauen</span></em><em> </em>&lt;== Verben als Pr&#228;dikat

<em>Das Haus <span style="text-decoration: underline;">hat sch&#246;ne Fenster</span>.</em> &lt;== Verb, Adjektiv und Nomen als Pr&#228;dikat

<em><span style="text-decoration: underline;">H&#228;user</span> bestimmen das Lebensgef&#252;hl.</em> &lt;== Nomen als Subjekt

<em><span style="text-decoration: underline;">Das Bauen sch&#246;ner H&#228;user</span> ist mir wichtig.</em> &lt;== Artikel, nominalisiertes Verb, Adjektiv und Nomen als Subjekt</blockquote>

<p>Und so k&#246;nnen alle Satzteile sowohl aus einem Wort oder auch aus einer Wortgruppe bestehen, die die Funktion dieses Satzteiles &#252;bernehmen.</p>

<p>Was gerade noch ganz einfach klang (Grammatik als Regeln der Ordnung von W&#246;rtern), klingt hier schon ein wenig komplizierter.  Doch wenn diese Basis jeglicher Grammatik erst einmal verstanden wurde, ist die oft so kompliziert erscheinende Grammatik einer Sprache wahrscheinlich schon ein gutes St&#252;ck leichter zu verstehen.<strong>&#196;hnliche Beitr&#228;ge:</strong></p>

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