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	Kommentare zu: Otfried Preußler – Krabat: Ein kritischer Zwischenruf	</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
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		<title>
		Von: Hanna		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2008/10/07/otfried-preussler-krabat-ein-kritischer-zwischenruf/comment-page-1/#comment-208047</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2022 08:27:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Schön, dass sich jemand mal traut, dieses Werk anzutasten. Ich habe Krabat jetzt als Erwachsene gelesen (aufgrund der Schullektüre meiner Tochter) und bin ehrlich gesagt - trotz erfolgreich absolviertem Literaturstudium und trotz meiner Begeisterung für Jugendliteratur - etwas ratlos, warum dieses Buch so gefeiert wird. Es mag 1971 eine Verarbeitung des NS gewesen sein. Ein Jugendlicher, der ohne recht zu wissen, was geschieht, in eine furchtbare Situation verwickelt wird, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Ja. Aber dafür hätte auch ein dreißigseitiges Märchen ausgereicht. Die klischeehafte Darstellung von Gut und Böse und der schablonenartige Charakter der rettenden heiligen Jungfrau haben bei mir neben dem Grusel beim Lesen viel Ärger ausgelöst. Und im übrigen Erkenntnisse meines Studiums bestätigt: Nicht alles, was im Kanon landet, ist unbedingt zeitlos großartig. Und auch nicht immer die beste Wahl für 11-12 jährige Kinder.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schön, dass sich jemand mal traut, dieses Werk anzutasten. Ich habe Krabat jetzt als Erwachsene gelesen (aufgrund der Schullektüre meiner Tochter) und bin ehrlich gesagt &#8211; trotz erfolgreich absolviertem Literaturstudium und trotz meiner Begeisterung für Jugendliteratur &#8211; etwas ratlos, warum dieses Buch so gefeiert wird. Es mag 1971 eine Verarbeitung des NS gewesen sein. Ein Jugendlicher, der ohne recht zu wissen, was geschieht, in eine furchtbare Situation verwickelt wird, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Ja. Aber dafür hätte auch ein dreißigseitiges Märchen ausgereicht. Die klischeehafte Darstellung von Gut und Böse und der schablonenartige Charakter der rettenden heiligen Jungfrau haben bei mir neben dem Grusel beim Lesen viel Ärger ausgelöst. Und im übrigen Erkenntnisse meines Studiums bestätigt: Nicht alles, was im Kanon landet, ist unbedingt zeitlos großartig. Und auch nicht immer die beste Wahl für 11-12 jährige Kinder.</p>
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		<title>
		Von: abc		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2008/10/07/otfried-preussler-krabat-ein-kritischer-zwischenruf/comment-page-1/#comment-8887</link>

		<dc:creator><![CDATA[abc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2011 13:01:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Nachtrag: 
Zu den von ihnen bemängelten &quot;Leerstellen&quot; noch folgendes. Ich erinnere mich an eine äußerst lebhafte Debatte (wurde in der pause noch fortgesetzt), die sich am Charakter Juros entzündete. Da ging es sehr schnell nicht mehr um das Buch an sich, sondern um die Frage, inwieweit jemand, der interne Kenntnisse über Unrechtsmachanismen oder kriminelle Machenschaften hat, moralisch verpflichtet ist, diese zu stoppen, bzw. ob man sich mitschuldig macht, wenn man nicht eingreift, obwohl man es könnte. 
Wenn ein Roman solche Diskussionen auslösen kann, ist das meiner meinung nach auch ein Hinweis auf überragende literarische Qualität, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Wenzel Strapinski oder Pole Poppenspäler mit ihren minutiös ausgemalten Lebensgeschichten etwas vergleichbares zu bieten hätten.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag:<br />
Zu den von ihnen bemängelten &#8222;Leerstellen&#8220; noch folgendes. Ich erinnere mich an eine äußerst lebhafte Debatte (wurde in der pause noch fortgesetzt), die sich am Charakter Juros entzündete. Da ging es sehr schnell nicht mehr um das Buch an sich, sondern um die Frage, inwieweit jemand, der interne Kenntnisse über Unrechtsmachanismen oder kriminelle Machenschaften hat, moralisch verpflichtet ist, diese zu stoppen, bzw. ob man sich mitschuldig macht, wenn man nicht eingreift, obwohl man es könnte.<br />
Wenn ein Roman solche Diskussionen auslösen kann, ist das meiner meinung nach auch ein Hinweis auf überragende literarische Qualität, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Wenzel Strapinski oder Pole Poppenspäler mit ihren minutiös ausgemalten Lebensgeschichten etwas vergleichbares zu bieten hätten.</p>
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		<title>
		Von: abc		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2008/10/07/otfried-preussler-krabat-ein-kritischer-zwischenruf/comment-page-1/#comment-8886</link>

		<dc:creator><![CDATA[abc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2011 12:45:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Über Geschmack lässt sich streiten, aber da es sich hierbei um eine &quot;Lehrerblog&quot; handelt und ich als Schülerin im Deutsch- und Englischunterricht ziemlich viel über &quot;gute&quot; Literatur gelernt habe, möchte ich Ihre Kritik meinerseits kritisieren.
Ehrlich gesgt entsteht bei mir der Eindruck, dass Sie das Buch entweder gar nicht oder nur sehr oberflächlich gelesen haben, zu erkennen an vielen sachlichen Fehlern. 
Äußerst befremdlich finde ich vor allem Ihr &quot;Herumreiten&quot; auf den Biographien der Charaktere. Krabats Herkunft und die Situation, durch die er zum Betteljungen wurde, werden sehr wohl geschildert - auch wenn Sie das offensichtlich überlesen haben - und die Lebensgeschichte der anderen Gesellen wird, da alle aus dem gleichen sozialen Milieu stammen, ähnlich verlaufen sein. 
Gerade die von Ihnen kritisierten &quot;Leerstellen&quot; machen ja den Reiz des Buchs aus, da sie die Phantasie anregen und verschiedene Interpretationsmöglichkeiten eröffnen. (Wenn alles bis ins kleinste Detail beschrieben würde, käme dabei ein ebenso belangloses Romanmonstrum wie &quot;Buddenbrooks&quot; heraus, das Generationen von Schülern die Freude an Literatur ausgetrieben hat.)
Im Übrigen ist Ihnen wohl entgangen, dass &quot;Krabat&quot; die Neuerzählung einer sorbischen Sage ist, es ist also genretypisch, dass Preußler sich auf das Wesentliche beschränkt.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Geschmack lässt sich streiten, aber da es sich hierbei um eine &#8222;Lehrerblog&#8220; handelt und ich als Schülerin im Deutsch- und Englischunterricht ziemlich viel über &#8222;gute&#8220; Literatur gelernt habe, möchte ich Ihre Kritik meinerseits kritisieren.<br />
Ehrlich gesgt entsteht bei mir der Eindruck, dass Sie das Buch entweder gar nicht oder nur sehr oberflächlich gelesen haben, zu erkennen an vielen sachlichen Fehlern.<br />
Äußerst befremdlich finde ich vor allem Ihr &#8222;Herumreiten&#8220; auf den Biographien der Charaktere. Krabats Herkunft und die Situation, durch die er zum Betteljungen wurde, werden sehr wohl geschildert &#8211; auch wenn Sie das offensichtlich überlesen haben &#8211; und die Lebensgeschichte der anderen Gesellen wird, da alle aus dem gleichen sozialen Milieu stammen, ähnlich verlaufen sein.<br />
Gerade die von Ihnen kritisierten &#8222;Leerstellen&#8220; machen ja den Reiz des Buchs aus, da sie die Phantasie anregen und verschiedene Interpretationsmöglichkeiten eröffnen. (Wenn alles bis ins kleinste Detail beschrieben würde, käme dabei ein ebenso belangloses Romanmonstrum wie &#8222;Buddenbrooks&#8220; heraus, das Generationen von Schülern die Freude an Literatur ausgetrieben hat.)<br />
Im Übrigen ist Ihnen wohl entgangen, dass &#8222;Krabat&#8220; die Neuerzählung einer sorbischen Sage ist, es ist also genretypisch, dass Preußler sich auf das Wesentliche beschränkt.</p>
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		<title>
		Von: herrlarbig.de &#187; Blog Archiv &#187; „Stiftung Lesen“ – (Kritische) Beobachtungen eines Deutschlehrers		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2008/10/07/otfried-preussler-krabat-ein-kritischer-zwischenruf/comment-page-1/#comment-4433</link>

		<dc:creator><![CDATA[herrlarbig.de &#187; Blog Archiv &#187; „Stiftung Lesen“ – (Kritische) Beobachtungen eines Deutschlehrers]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 21:39:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;[...] Dennoch beobachte ich, dass ich in sehr vielen F&#228;llen, wenn ich einen Brief der „Stiftung Lesen“ &#246;ffne, von dem Gef&#252;hl beschlichen werde, hier gehe es eher um die F&#246;rderung des Umsatzes von „Partnern“,  von Wirtschaftsunternehmen, die den Weg &#252;ber die „Stiftung Lesen“ nutzen, um ihre Produkte zu vermarkten. [...]&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Dennoch beobachte ich, dass ich in sehr vielen F&#228;llen, wenn ich einen Brief der „Stiftung Lesen“ &#246;ffne, von dem Gef&#252;hl beschlichen werde, hier gehe es eher um die F&#246;rderung des Umsatzes von „Partnern“,  von Wirtschaftsunternehmen, die den Weg &#252;ber die „Stiftung Lesen“ nutzen, um ihre Produkte zu vermarkten. [&#8230;]</p>
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