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	Kommentare zu: Wenn Fehler aufhören Fehler zu sein oder: Gedanken zur Sprachentwicklung	</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Sep 2011 15:05:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Heidrich		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/comment-page-1/#comment-12762</link>

		<dc:creator><![CDATA[Heidrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 15:05:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Offen gesagt: Ich finde diesen Beitrag ziemlich konfus.&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Schon seit 15 Jahren hat der Duden doch überhaupt keine Kompetenz mehr, irgendetwas zuzulassen oder zu verbieten! Seit 1996 gibt es schließlich die amtliche Neuregelung der deutschen Rechtschreibung, die der Duden nur umsetzt – wie alle anderen Rechtschreibwörterbücher auch. Dass er sich nach wie vor am besten verkauft, gibt ihm keine größere normative Autorität als irgendeinem der Konkurrenzprodukte.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Die Form der Anführungszeichen ist ohnehin keine Frage der Rechtschreibung, sondern eine bloße typografische Konvention. Weder das Amtliche Regelwerk noch der Duden schreiben hier irgendetwas vor! Das Amtliche Regelwerk äußert sich zur Form der Anführungszeichen überhaupt nicht, der Duden stellt im Regelteil (vor K 7) lapidar fest: „In den folgenden Hinweisen werden die sogenannten „Gänsefüßchen“ als Anführungszeichen verwendet, die in der Schulschreibschrift üblich sind. In der Textverarbeitung und im grafischen Gewerbe sind heute auch andere Formen der Anführungszeichen sehr verbreitet.“ Auch ich halte die &quot;Zollzeichen&quot; für unschön, aber sie als Zeichensetzungsfehler anzustreichen ist absurd und rechtlich völlig unhaltbar.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Der Ausdruck „Gänsefüßchen“ dürfte ursprünglich die Form »...« und nicht „...“ bezeichnet haben. Letztere hat mit den Füßen von Gänsen ja nur geringe Ähnlichkeit.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Schüler, denen eine absolut gebräuchliche Ellipse wie „Alles also nur Gewohnheitssache?“ als Fehler angestrichen wird, tun mir leid ... (Ich würde stattdessen übrigens „zugegebener Maßen“ als Fehler anstreichen.)&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offen gesagt: Ich finde diesen Beitrag ziemlich konfus.</p>
<ol>
<li>
<p>Schon seit 15 Jahren hat der Duden doch überhaupt keine Kompetenz mehr, irgendetwas zuzulassen oder zu verbieten! Seit 1996 gibt es schließlich die amtliche Neuregelung der deutschen Rechtschreibung, die der Duden nur umsetzt – wie alle anderen Rechtschreibwörterbücher auch. Dass er sich nach wie vor am besten verkauft, gibt ihm keine größere normative Autorität als irgendeinem der Konkurrenzprodukte.</p>
</li>
<li>
<p>Die Form der Anführungszeichen ist ohnehin keine Frage der Rechtschreibung, sondern eine bloße typografische Konvention. Weder das Amtliche Regelwerk noch der Duden schreiben hier irgendetwas vor! Das Amtliche Regelwerk äußert sich zur Form der Anführungszeichen überhaupt nicht, der Duden stellt im Regelteil (vor K 7) lapidar fest: „In den folgenden Hinweisen werden die sogenannten „Gänsefüßchen“ als Anführungszeichen verwendet, die in der Schulschreibschrift üblich sind. In der Textverarbeitung und im grafischen Gewerbe sind heute auch andere Formen der Anführungszeichen sehr verbreitet.“ Auch ich halte die &#8222;Zollzeichen&#8220; für unschön, aber sie als Zeichensetzungsfehler anzustreichen ist absurd und rechtlich völlig unhaltbar.</p>
</li>
<li>
<p>Der Ausdruck „Gänsefüßchen“ dürfte ursprünglich die Form »&#8230;« und nicht „&#8230;“ bezeichnet haben. Letztere hat mit den Füßen von Gänsen ja nur geringe Ähnlichkeit.</p>
</li>
<li>
<p>Schüler, denen eine absolut gebräuchliche Ellipse wie „Alles also nur Gewohnheitssache?“ als Fehler angestrichen wird, tun mir leid &#8230; (Ich würde stattdessen übrigens „zugegebener Maßen“ als Fehler anstreichen.)</p>
</li>
</ol>
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		<title>
		Von: Herr Larbig		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/comment-page-1/#comment-411</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herr Larbig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 22:51:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/comment-page-1/#comment-410&quot;&gt;Fontanefan&lt;/a&gt;.

uiui… das mit der Genitivschreibweise im 19. Jahrhundert wusste ich nicht. Aber ich weiß mittlerweile, dass ich auch über Kommentare noch was lernen kann. Danke schön! Hast du zu diesem Hinweis vielleicht einen Link parat? *lieb guck*]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/comment-page-1/#comment-410">Fontanefan</a>.</p>
<p>uiui… das mit der Genitivschreibweise im 19. Jahrhundert wusste ich nicht. Aber ich weiß mittlerweile, dass ich auch über Kommentare noch was lernen kann. Danke schön! Hast du zu diesem Hinweis vielleicht einen Link parat? *lieb guck*</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Fontanefan		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/21/wenn-fehler-aufhoeren-fehler-zu-sein-oder-gedanken-zur-sprachentwicklung/comment-page-1/#comment-410</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fontanefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 22:46:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1387#comment-410</guid>

					<description><![CDATA[Die Genitivschreibweise in Analogie zum sächsischen Genitiv war allerdings im 19. Jh. in Deutschland durchaus üblich. Der Duden mit seiner kodifizierten Reschtschreibung hat sie zur Falschschreibung gemacht. Sicher nicht auf Dauer.
&quot;Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod&quot; ist eine durchaus einseitige Betrachtungsweise vgl. http://apanat.wordpress.com/2008/09/30/der-genitiv-schlagt-zuruck/
Aber ich kann die Gefühle bei der Verteidigung einer von Journalisten längst aufgegebenen Bastion nur zu gut nachvollziehen und denke nostalgisch zurück an die Zeiten, als noch ein Nietzsche für gutes Deutsch eintrat.
Dennoch: Büchners Lehrer entsetzten sich, darüber, dass er statt der Klassiker Cicero und Horaz die Schreiberlinge Goethe und Schiller las. Nicht unbedingt nachahmenswert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Genitivschreibweise in Analogie zum sächsischen Genitiv war allerdings im 19. Jh. in Deutschland durchaus üblich. Der Duden mit seiner kodifizierten Reschtschreibung hat sie zur Falschschreibung gemacht. Sicher nicht auf Dauer.<br />
&#8222;Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod&#8220; ist eine durchaus einseitige Betrachtungsweise vgl. <a href="http://apanat.wordpress.com/2008/09/30/der-genitiv-schlagt-zuruck/" rel="nofollow ugc">http://apanat.wordpress.com/2008/09/30/der-genitiv-schlagt-zuruck/</a><br />
Aber ich kann die Gefühle bei der Verteidigung einer von Journalisten längst aufgegebenen Bastion nur zu gut nachvollziehen und denke nostalgisch zurück an die Zeiten, als noch ein Nietzsche für gutes Deutsch eintrat.<br />
Dennoch: Büchners Lehrer entsetzten sich, darüber, dass er statt der Klassiker Cicero und Horaz die Schreiberlinge Goethe und Schiller las. Nicht unbedingt nachahmenswert.</p>
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