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	Kommentare zu: Boykotteur oder Freak?	</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
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		<title>
		Von: Andreas Kalt		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-421</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kalt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 05:43:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;Es wäre schön, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere ähnliche Diskussion mitverfolgen würde.&lt;/blockquote&gt;

Dazu hat sich auch Werner Prüher schon Gedanken gemacht. 

&lt;a href=&quot;http://lernenheute.wordpress.com/2009/04/18/wenn-gute-vorschlage-von-affen-nicht-akzeptiert-werden/&quot;&gt;Wenn gute Vorschläge von Affen einfach nicht akzeptiert werden&lt;/a&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es wäre schön, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere ähnliche Diskussion mitverfolgen würde.</p></blockquote>
<p>Dazu hat sich auch Werner Prüher schon Gedanken gemacht. </p>
<p><a href="http://lernenheute.wordpress.com/2009/04/18/wenn-gute-vorschlage-von-affen-nicht-akzeptiert-werden/">Wenn gute Vorschläge von Affen einfach nicht akzeptiert werden</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Karl Kirst		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-419</link>

		<dc:creator><![CDATA[Karl Kirst]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 20:53:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ach, tut das gut, solch eine Diskussion zu lesen ;-)

Für mich macht das Ganze (der Anlass gebende Artikel und die hier und an anderen Stellen geführte Diskussion) zwei Dinge deutlich:

1. Die Kritik, Lehrer und Lehrerinnen wüssten Computer und Internet nicht zu nutzen, sie würden also aktuellen Entwicklungen hinterherhinken, geht von Annahmen aus, die wohl selbst den aktuellen Gegebenheiten hinterherhinken.

2. Wir lassen uns zum Glück nicht mehr (aus Ahnungslosigkeit oder vor lauter Technikgläubigkeit) von jeder neuen Entwicklung und damit einhergehenden Prognosen und (vermeintlich notwendigen) Herausforderungen blenden, sondern setzen uns damit aktiv und konstruktiv auseinander.

Es wäre schön, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere ähnliche Diskussion mitverfolgen würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, tut das gut, solch eine Diskussion zu lesen 😉</p>
<p>Für mich macht das Ganze (der Anlass gebende Artikel und die hier und an anderen Stellen geführte Diskussion) zwei Dinge deutlich:</p>
<p>1. Die Kritik, Lehrer und Lehrerinnen wüssten Computer und Internet nicht zu nutzen, sie würden also aktuellen Entwicklungen hinterherhinken, geht von Annahmen aus, die wohl selbst den aktuellen Gegebenheiten hinterherhinken.</p>
<p>2. Wir lassen uns zum Glück nicht mehr (aus Ahnungslosigkeit oder vor lauter Technikgläubigkeit) von jeder neuen Entwicklung und damit einhergehenden Prognosen und (vermeintlich notwendigen) Herausforderungen blenden, sondern setzen uns damit aktiv und konstruktiv auseinander.</p>
<p>Es wäre schön, wenn so mancher Bildungspolitiker diese und andere ähnliche Diskussion mitverfolgen würde.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Kalt		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-418</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kalt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:12:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich dafür ein abstraktes Interface benutze.&lt;/blockquote&gt;

Das ist für mich auch das Argument gegen die digitale Alphabetisierung - die Bewegung der eigenen Hand auf dem Papier ist meines Erachtens deutlich direkter mit dem Ergebnis verbunden als das Tippen, das auf einem Monitor Zeichen erzeugt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich dafür ein abstraktes Interface benutze.</p></blockquote>
<p>Das ist für mich auch das Argument gegen die digitale Alphabetisierung &#8211; die Bewegung der eigenen Hand auf dem Papier ist meines Erachtens deutlich direkter mit dem Ergebnis verbunden als das Tippen, das auf einem Monitor Zeichen erzeugt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Maik Riecken		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-417</link>

		<dc:creator><![CDATA[Maik Riecken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 15:35:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Uups - es heißt natürlich &quot;haptisch&quot; - das mir...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uups &#8211; es heißt natürlich &#8222;haptisch&#8220; &#8211; das mir&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Maik Riecken		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-413</link>

		<dc:creator><![CDATA[Maik Riecken]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 06:11:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich möchte einen neuen Typus hinzufügen: Die Interfaceler. Ein Interfaceler bewegt sich sicher durch grafische Oberflächen und kann sich auch neue schnell erschließen. Interfaceler kommen zu erstaunlichen, ästhetischen und komplexen Ergebnissen. Die meisten LuL, die im Netz unterwegs sind, dürften ganz oder teilweise Interfaceler sein.
Interfaceler sind manchmal abhängig von ihrem Interface. Wenn die Datenbank hinter ihrem Blog abraucht, haben sie oft nicht einmal einen Dump zur Hand - geschweige denn könnten sie ihn einspielen.  Interfaceler können durch die Programmierer ihrer Interfaces manipuliert werden. Interfaceler können an bestimmte Oberflächen gebunden sein - was legitim ist. Interfaceler geraten schnell in eine Abhängigkeit von ihrem, gewohnten Interface - das will ich nicht. Ich möchte verstehen, was hinter dem Interface geschieht, damit ich frei bin. Ein *auschließliches* Lernen im Netz (über Interfaces) ist für mich der Untergang des Abendlandes - es führt direkt in die technische Unmündigkeit. Sehr gut lässt sich das am Automobil sehen. Das Interface ist sehr gut - der Birnenwechsel oft nur in der Werkstatt möglich. Das ist Kundenbindung, das ist gewollte Abhängigkeit, die im IT-Bereich spätestens mit dem Cloud-Computing massiv Einzug halten wird. Wer die Interfaces kontrolliert, kontrolliert dann die Menschen. Die Beherrschung von Interfaces allein ist für mich keine ausreichende Kompetenz. Ein Interface ist so entmenschlicht, dass es oft genug reale Beziehungen - die mühsam sind - substituiert. Nach der Logik können wir auch zu Hause lernen, den physischen Lerngruppenverband brauchen wir nicht mehr. 

Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich dafür ein abstraktes Interface benutze. So führe ich es analog  in Chemie ein - erst zu Fuß, dann mit dem Messsystem. Ich lerne dabei nämlich etwas über das Backend des Interface. Das ist traditionelle Didaktik und Methodik. Vielleicht ist aber auch nicht alles schlecht - vielleicht ist manches einfach auch schlicht bewährt. 

Es gilt eine didaktische Grenze zu ziehen: Wo beugt man sich gesellschaftlichen Entwicklungen und biedert sich didaktisch an und wo übernimmt man Verantwortung für den Menschen unabhängig von den Forderungen der Masse?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte einen neuen Typus hinzufügen: Die Interfaceler. Ein Interfaceler bewegt sich sicher durch grafische Oberflächen und kann sich auch neue schnell erschließen. Interfaceler kommen zu erstaunlichen, ästhetischen und komplexen Ergebnissen. Die meisten LuL, die im Netz unterwegs sind, dürften ganz oder teilweise Interfaceler sein.<br />
Interfaceler sind manchmal abhängig von ihrem Interface. Wenn die Datenbank hinter ihrem Blog abraucht, haben sie oft nicht einmal einen Dump zur Hand &#8211; geschweige denn könnten sie ihn einspielen.  Interfaceler können durch die Programmierer ihrer Interfaces manipuliert werden. Interfaceler können an bestimmte Oberflächen gebunden sein &#8211; was legitim ist. Interfaceler geraten schnell in eine Abhängigkeit von ihrem, gewohnten Interface &#8211; das will ich nicht. Ich möchte verstehen, was hinter dem Interface geschieht, damit ich frei bin. Ein *auschließliches* Lernen im Netz (über Interfaces) ist für mich der Untergang des Abendlandes &#8211; es führt direkt in die technische Unmündigkeit. Sehr gut lässt sich das am Automobil sehen. Das Interface ist sehr gut &#8211; der Birnenwechsel oft nur in der Werkstatt möglich. Das ist Kundenbindung, das ist gewollte Abhängigkeit, die im IT-Bereich spätestens mit dem Cloud-Computing massiv Einzug halten wird. Wer die Interfaces kontrolliert, kontrolliert dann die Menschen. Die Beherrschung von Interfaces allein ist für mich keine ausreichende Kompetenz. Ein Interface ist so entmenschlicht, dass es oft genug reale Beziehungen &#8211; die mühsam sind &#8211; substituiert. Nach der Logik können wir auch zu Hause lernen, den physischen Lerngruppenverband brauchen wir nicht mehr. </p>
<p>Deswegen will ich erst habtisch schreiben lernen, bevor ich dafür ein abstraktes Interface benutze. So führe ich es analog  in Chemie ein &#8211; erst zu Fuß, dann mit dem Messsystem. Ich lerne dabei nämlich etwas über das Backend des Interface. Das ist traditionelle Didaktik und Methodik. Vielleicht ist aber auch nicht alles schlecht &#8211; vielleicht ist manches einfach auch schlicht bewährt. </p>
<p>Es gilt eine didaktische Grenze zu ziehen: Wo beugt man sich gesellschaftlichen Entwicklungen und biedert sich didaktisch an und wo übernimmt man Verantwortung für den Menschen unabhängig von den Forderungen der Masse?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Fontanefan		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-408</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fontanefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 22:18:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt in Frankreich eine lange Tradition der Bekämpfung der Gebärdensprache bei Gehörlosen. Warum wohl?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt in Frankreich eine lange Tradition der Bekämpfung der Gebärdensprache bei Gehörlosen. Warum wohl?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lisa Rosa		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-407</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lisa Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 13:29:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Keiner hat gesagt, dass die Schüler nicht mit der Hand schreiben lernen sollen. Aber warum als erstes?
&#062;Außerdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU.&#060; Das ist eine Annahme. Ich halte sie nicht für wahrscheinlich. Denn das Gehirn wird das, was es durch Mediennutzung wird. Digital N. im ernsthaften Sinne, also dijenigen, die zuerst mit dem digitalen Medium &quot;die Kulturtechnik Schreiben/Lesen&quot; lernen, sind anschließend anders strukturiert als unsere. Sie haben andere funktionale Hirnorgane gebildet.
Leitmedium sagt eben nicht, dass es keine anderen Medien mehr gäbe. Es sagt nur, welches &quot;den Hut aufhat&quot; in der aktuellen Kultur. Die alten Medien finden unter dem neuen Leitmedium einen neuen Systemplatz. (natürlich wird der Stift und das Papier zum Ersatz, wenn der Strom ausfällt. Aber eben zum Ersatz! Das ist es schon.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keiner hat gesagt, dass die Schüler nicht mit der Hand schreiben lernen sollen. Aber warum als erstes?<br />
&gt;Außerdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU.&lt; Das ist eine Annahme. Ich halte sie nicht für wahrscheinlich. Denn das Gehirn wird das, was es durch Mediennutzung wird. Digital N. im ernsthaften Sinne, also dijenigen, die zuerst mit dem digitalen Medium &#8222;die Kulturtechnik Schreiben/Lesen&#8220; lernen, sind anschließend anders strukturiert als unsere. Sie haben andere funktionale Hirnorgane gebildet.<br />
Leitmedium sagt eben nicht, dass es keine anderen Medien mehr gäbe. Es sagt nur, welches &#8222;den Hut aufhat&#8220; in der aktuellen Kultur. Die alten Medien finden unter dem neuen Leitmedium einen neuen Systemplatz. (natürlich wird der Stift und das Papier zum Ersatz, wenn der Strom ausfällt. Aber eben zum Ersatz! Das ist es schon.)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Herr Larbig		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-406</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herr Larbig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 13:22:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-405&quot;&gt;Andreas Kalt&lt;/a&gt;.

Kurze Anmerkung meinerseits: Ich schreibe leidenschaftlich gerne mit Füllfederhalter und sammle diese auch ein wenig. Von daher dürfte meine emotionale Bindung an die Handschrift nachvollziehbar sein, eine Bindung, die ich nicht missen möchte und es gibt eben doch sehr viele Punkte, an denen es ohne Handschrift schwierig wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-405">Andreas Kalt</a>.</p>
<p>Kurze Anmerkung meinerseits: Ich schreibe leidenschaftlich gerne mit Füllfederhalter und sammle diese auch ein wenig. Von daher dürfte meine emotionale Bindung an die Handschrift nachvollziehbar sein, eine Bindung, die ich nicht missen möchte und es gibt eben doch sehr viele Punkte, an denen es ohne Handschrift schwierig wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Andreas Kalt		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-405</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Kalt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 13:18:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.&lt;/blockquote&gt;
 Man könnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen&lt;/blockquote&gt;

Das könnte man wahrscheinlich, und das Beispiel mit der Steintafel ist durchaus erhellend. Allerdings stellt sich die Frage, ob man denn MÖCHTE, dass künftig die Fähigkeit, mit der Hand auf Papier zu schreiben nicht mehr gelernt wird. Es ist unwahrscheinlich, dass man in JEDEM Kontext des Alltags immer elektronisch kommunizieren kann - die Papiernotiz wird m. E. noch lange erhalten bleiben. 

Außerdem halte ich das handschriftliche Schreiben einfach für eine erhaltenswerte Kulturtechnik - auch wenn ich darin selbst bei weitem nicht (mehr) so gut bin, wie ich es gerne wäre. 

Ein weiterer Punkt ist die Komplexität und Fehleranfälligkeit von elektronischen Geräten, an der sich m.E. auch in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Was nützt mir die tollste &quot;interaktive Online-Collaboration&quot;, wenn die DSL-Leitung der Schule den vormittag über nicht funktioniert. Und was mache ich dann, wenn meine Schüler zwar tippen, aber nicht handschriftlich schreiben gelernt haben?

Außerdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU. 

Noch einen Schritt weiter gedacht (und das ist jetzt sehr apokalyptisch und spekulativ): Was, wenn die Weltgemeinschaft es NICHT schafft, die globale Ressourcen- und Umwelt-Krise zu meistern und wir eine Energiekrise erleben, in der Strom ein Luxusgut ist ...

Ich stimme daher in Punkte mit Euch beiden überein: es MUSS wohl nicht sein, dass man lesen und schreiben im papiernen Medium erlernt, aber ich persönlich würde mir wünschen, dass es dennoch auf zukünftig dabei bleibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<blockquote><p>Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.</p></blockquote>
<p> Man könnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen</p></blockquote>
<p>Das könnte man wahrscheinlich, und das Beispiel mit der Steintafel ist durchaus erhellend. Allerdings stellt sich die Frage, ob man denn MÖCHTE, dass künftig die Fähigkeit, mit der Hand auf Papier zu schreiben nicht mehr gelernt wird. Es ist unwahrscheinlich, dass man in JEDEM Kontext des Alltags immer elektronisch kommunizieren kann &#8211; die Papiernotiz wird m. E. noch lange erhalten bleiben. </p>
<p>Außerdem halte ich das handschriftliche Schreiben einfach für eine erhaltenswerte Kulturtechnik &#8211; auch wenn ich darin selbst bei weitem nicht (mehr) so gut bin, wie ich es gerne wäre. </p>
<p>Ein weiterer Punkt ist die Komplexität und Fehleranfälligkeit von elektronischen Geräten, an der sich m.E. auch in absehbarer Zeit nichts ändern wird. Was nützt mir die tollste &#8222;interaktive Online-Collaboration&#8220;, wenn die DSL-Leitung der Schule den vormittag über nicht funktioniert. Und was mache ich dann, wenn meine Schüler zwar tippen, aber nicht handschriftlich schreiben gelernt haben?</p>
<p>Außerdem haben es junge Gehirne wohl leichter, Stift und Papier zu begreifen (im doppelten Sinne) als Tastatur, Monitor und CPU. </p>
<p>Noch einen Schritt weiter gedacht (und das ist jetzt sehr apokalyptisch und spekulativ): Was, wenn die Weltgemeinschaft es NICHT schafft, die globale Ressourcen- und Umwelt-Krise zu meistern und wir eine Energiekrise erleben, in der Strom ein Luxusgut ist &#8230;</p>
<p>Ich stimme daher in Punkte mit Euch beiden überein: es MUSS wohl nicht sein, dass man lesen und schreiben im papiernen Medium erlernt, aber ich persönlich würde mir wünschen, dass es dennoch auf zukünftig dabei bleibt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lisa Rosa		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/04/22/boykotteur-oder-freak/comment-page-1/#comment-404</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lisa Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 12:38:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=1408#comment-404</guid>

					<description><![CDATA[Interessanter Artikel. Klingt aber zeitweise so defensiv. Es geht doch nicht darum, sich als medienkompetenter Lehrer zu verteidigen? - Ich finde die Vision, dass alle Lehrer und Schüler im Netz lernen überhaupt nicht unangenehm. Und ich halte sie für realistisch. Wenn wir das in 10 Jahren nicht haben, dann hat unser Bildungssystem verk...
Ein Satz reizt mich zum Widerspruch:
&#062;Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.&#060; Das glaube ich nicht. Man könnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen. wir haben in den 70ern Schülern lesen und schreiben mit dem Druck-kasten und mit Stempeln beigebracht. Es gibt überhaupt keinen Grund, mit dem Stift auf Papier zu alphabetisieren! Im Gegenteil. Bildung ist digital realisiert in einer digitalen Kultur. 
Man könnte ja sonst auch verlangen, dass man Steinmetzen als Alphabetisierungsmedium nehmen könnte, denn es war schon früher da ... oder wie wäre es mit Wachstäfelchen? - Ich denke, dass man mit dem Handy oder Netbook prima alphabetisieren kann und das dann eben gleichzeitig der Anfang von computer literacy. Wieso ist Tastaturschreiben mit 10 Fingern nicht Bestandteil des Unterrichts? (Weil die meisten Lehrer es selbst nicht können.) Aber seitdem mein Sohn das kann, schreibt er in einer Affengeschwindigkeit natürlich viel länger Texte als je zuvor. Voilà - die ganze Kritik an den Schülern, die nur noch micro-texte hinkriegen - richtet sich gegen das System selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessanter Artikel. Klingt aber zeitweise so defensiv. Es geht doch nicht darum, sich als medienkompetenter Lehrer zu verteidigen? &#8211; Ich finde die Vision, dass alle Lehrer und Schüler im Netz lernen überhaupt nicht unangenehm. Und ich halte sie für realistisch. Wenn wir das in 10 Jahren nicht haben, dann hat unser Bildungssystem verk&#8230;<br />
Ein Satz reizt mich zum Widerspruch:<br />
&gt;Ohne das analoge Erlernen von Kulturtechniken, kann auch die angemessene Nutzung von Computer und Internet nicht gelingen.&lt; Das glaube ich nicht. Man könnte auch sehr gut an der Tastatur schreiben lernen. wir haben in den 70ern Schülern lesen und schreiben mit dem Druck-kasten und mit Stempeln beigebracht. Es gibt überhaupt keinen Grund, mit dem Stift auf Papier zu alphabetisieren! Im Gegenteil. Bildung ist digital realisiert in einer digitalen Kultur.<br />
Man könnte ja sonst auch verlangen, dass man Steinmetzen als Alphabetisierungsmedium nehmen könnte, denn es war schon früher da &#8230; oder wie wäre es mit Wachstäfelchen? &#8211; Ich denke, dass man mit dem Handy oder Netbook prima alphabetisieren kann und das dann eben gleichzeitig der Anfang von computer literacy. Wieso ist Tastaturschreiben mit 10 Fingern nicht Bestandteil des Unterrichts? (Weil die meisten Lehrer es selbst nicht können.) Aber seitdem mein Sohn das kann, schreibt er in einer Affengeschwindigkeit natürlich viel länger Texte als je zuvor. Voilà &#8211; die ganze Kritik an den Schülern, die nur noch micro-texte hinkriegen &#8211; richtet sich gegen das System selbst.</p>
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