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	Kommentare zu: Lineares und Vernetzes Denken: Ein Konflikt zwischen „digital natives“ und „digital emigrants“?	</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
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		<title>
		Von: Dana		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dana]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2023 09:49:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wow, was für ein Text!*** Kompliment!
Ich habe eben nur interessehalber nach &quot;vernetztem Denken&quot; gegoogelt, bin weder ein Experte noch im Auftrag von irgendwas Bildungspolitischem oa. unterwegs (daher ist das Kompliment nur meine persönliche Sicht).

Ich war mir beim Lesen sicher, daß es ein quasi kommerzieller Artikel eines Coaches der digitalen Transformation ist. Dabei war ich überrascht wie intelligent und differenziert die zugrundeliegenden Details des Konflikts herausgearbeitet wurden. Allein die formale Struktur finde ich schön, nichts wiederholt sich oder schweift aus/ab, sondern führt mich einen logischen Gedankenweg entlang, Fragen werden beantwortet, Fantasie wird angeregt, innerlich stellen sich plötzlich neue Thesen auf... :D 

Jedenfalls war ich echt überrascht, daß dieser reflektierte Text (nur) von einem Gymnasiallehrer stammt. Das freut mich und ich bin sehr beeindruckt. Die Schüler können sehr froh sein, so einen Lehrer zu haben. (Ganz plump ausgedrückt und eben kurz losgeworden.) Wünsche weiterhin viel Freude am Schreiben!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, was für ein Text!*** Kompliment!<br />
Ich habe eben nur interessehalber nach &#8222;vernetztem Denken&#8220; gegoogelt, bin weder ein Experte noch im Auftrag von irgendwas Bildungspolitischem oa. unterwegs (daher ist das Kompliment nur meine persönliche Sicht).</p>
<p>Ich war mir beim Lesen sicher, daß es ein quasi kommerzieller Artikel eines Coaches der digitalen Transformation ist. Dabei war ich überrascht wie intelligent und differenziert die zugrundeliegenden Details des Konflikts herausgearbeitet wurden. Allein die formale Struktur finde ich schön, nichts wiederholt sich oder schweift aus/ab, sondern führt mich einen logischen Gedankenweg entlang, Fragen werden beantwortet, Fantasie wird angeregt, innerlich stellen sich plötzlich neue Thesen auf&#8230; 😀 </p>
<p>Jedenfalls war ich echt überrascht, daß dieser reflektierte Text (nur) von einem Gymnasiallehrer stammt. Das freut mich und ich bin sehr beeindruckt. Die Schüler können sehr froh sein, so einen Lehrer zu haben. (Ganz plump ausgedrückt und eben kurz losgeworden.) Wünsche weiterhin viel Freude am Schreiben!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Augenblicke &#187; Nicht Linear		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-17353</link>

		<dc:creator><![CDATA[Augenblicke &#187; Nicht Linear]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 10:26:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;[...] der PHZ, die sich dieses Gebäude teilen, auch lernen kann, dass nicht immer alles geradlinig und rechtwinklig sein [...]&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] der PHZ, die sich dieses Gebäude teilen, auch lernen kann, dass nicht immer alles geradlinig und rechtwinklig sein [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: ECOPOLICY &#8211; Spielend vernetztes Denken lernen — Filtertraum		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-5221</link>

		<dc:creator><![CDATA[ECOPOLICY &#8211; Spielend vernetztes Denken lernen — Filtertraum]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 10:30:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;[...] http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-... [...]&lt;/p&gt;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] <a href="http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-" rel="ugc">http://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-</a>&#8230; [&#8230;]</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lineares, laterales und assoziatives Denken &#171;		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-3529</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lineares, laterales und assoziatives Denken &#171;]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 09:25:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] 17. April 2010: Hr. Larbig machte sich bereits viele und interessante Gedanken zum Unterschied zwischen linearem und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] 17. April 2010: Hr. Larbig machte sich bereits viele und interessante Gedanken zum Unterschied zwischen linearem und [&#8230;]</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: M. Ludwig Höfer		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-3528</link>

		<dc:creator><![CDATA[M. Ludwig Höfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Apr 2010 09:20:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263#comment-3528</guid>

					<description><![CDATA[Hallo und danke für den langen durchdachten Artikel voller Ideen.

Ich habe mich auch kürzlich mit ähnlichen Fragen befasst, aus beruflichen Gründen aus der Perspektive Web 2.0 / Enterprise 2.0. Mit den Hauptthesen gehe ich mit:

- Es handelt sich nicht um eine Gegenüberstellung von Denkmodellen, sondern um ergänzende Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns
- Digitale Medien sind nicht an assoziatives Denken gebunden, erleichtern es aber: http://bit.ly/alIbUf

Unter http://bit.ly/cORiTx habe ich mir mal am Beispiel der &quot;Erweiterten Wissenstreppe&quot; Gedanken darüber gemacht, warum und inwiefern soziale Software eigentlich assoziative/vernetzte Denkprozesse unterstützt. Bevor ich jetzt einen überlangen Kommentar verfasse ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo und danke für den langen durchdachten Artikel voller Ideen.</p>
<p>Ich habe mich auch kürzlich mit ähnlichen Fragen befasst, aus beruflichen Gründen aus der Perspektive Web 2.0 / Enterprise 2.0. Mit den Hauptthesen gehe ich mit:</p>
<p>&#8211; Es handelt sich nicht um eine Gegenüberstellung von Denkmodellen, sondern um ergänzende Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns<br />
&#8211; Digitale Medien sind nicht an assoziatives Denken gebunden, erleichtern es aber: <a href="http://bit.ly/alIbUf" rel="nofollow ugc">http://bit.ly/alIbUf</a></p>
<p>Unter <a href="http://bit.ly/cORiTx" rel="nofollow ugc">http://bit.ly/cORiTx</a> habe ich mir mal am Beispiel der &#8222;Erweiterten Wissenstreppe&#8220; Gedanken darüber gemacht, warum und inwiefern soziale Software eigentlich assoziative/vernetzte Denkprozesse unterstützt. Bevor ich jetzt einen überlangen Kommentar verfasse 😉</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jean-Pol Martin		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2502</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jean-Pol Martin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 10:02:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263#comment-2502</guid>

					<description><![CDATA[Nach soviel kompetenten beiträgen melde ich mich hier nur deshalb zu wort, weil ich explizit dazu aufgefordert wurde. Herrlarbig hat sehr ausführlich und sorgfältig die merkmale aufgelistet, die zwei unterschiedlichen informationsverarbeitungsprozessen zugrundeliegen: bei dem einen bemüht man sich, den fokus auf eine begrenzte menge von informationen zu richten und diese in einen überschaubaren und stabilen ordnungszusammenhang zu bringen (also zu linearisieren). Beim anderen versucht man möglichst viele Informationen in den Blick zu nehmen (nicht-linear) und in Linearität zu bringen. Die Präsentation der Informationen als linearer Text (Buch) erleichtert die Informationsverbeitung nach dem ersten Muster: man hat alles schön beisammen. Die Leistung des Lesers wird es sein, aktiv weitere Informationen zu finden. Die Präsentation der Informationen auf einem Bildschirm (Web20) begünstigt den nicht-linearen, umfassenden Blick. Die Leistung des informationsverarbeiteden Subjektes wird es sein, alle Informationen zu einem kohärente, linearen Text zu integrieren. 
Fazit: Informationsverarbeitung erfolgt in einem permanenten hin und her von linearer 
vs. nicht-linearer Wahrnehmung. Selbstverständlich wurde immer schon nicht-linear gearbeitet, aber die lineare informationsdarbietung im Buchtext zwang den Leser, selbst aktiv nach rechts und links zu schauen. Und im Web20-Kontext wird selbstverständlich linear gedacht, nur dass der Akteur die Linearität permanent aktiv selbst herstellen muss.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach soviel kompetenten beiträgen melde ich mich hier nur deshalb zu wort, weil ich explizit dazu aufgefordert wurde. Herrlarbig hat sehr ausführlich und sorgfältig die merkmale aufgelistet, die zwei unterschiedlichen informationsverarbeitungsprozessen zugrundeliegen: bei dem einen bemüht man sich, den fokus auf eine begrenzte menge von informationen zu richten und diese in einen überschaubaren und stabilen ordnungszusammenhang zu bringen (also zu linearisieren). Beim anderen versucht man möglichst viele Informationen in den Blick zu nehmen (nicht-linear) und in Linearität zu bringen. Die Präsentation der Informationen als linearer Text (Buch) erleichtert die Informationsverbeitung nach dem ersten Muster: man hat alles schön beisammen. Die Leistung des Lesers wird es sein, aktiv weitere Informationen zu finden. Die Präsentation der Informationen auf einem Bildschirm (Web20) begünstigt den nicht-linearen, umfassenden Blick. Die Leistung des informationsverarbeiteden Subjektes wird es sein, alle Informationen zu einem kohärente, linearen Text zu integrieren.<br />
Fazit: Informationsverarbeitung erfolgt in einem permanenten hin und her von linearer<br />
vs. nicht-linearer Wahrnehmung. Selbstverständlich wurde immer schon nicht-linear gearbeitet, aber die lineare informationsdarbietung im Buchtext zwang den Leser, selbst aktiv nach rechts und links zu schauen. Und im Web20-Kontext wird selbstverständlich linear gedacht, nur dass der Akteur die Linearität permanent aktiv selbst herstellen muss.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Filterraum		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2476</link>

		<dc:creator><![CDATA[Filterraum]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 22:14:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Überschrift hat mich neugierig gemacht.

Zum einen ist das Thema &quot;Digital Natives&quot; spannend siehe u.a. http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4

zum anderen &quot;vernetztes denken&quot;.

Vernetztes denken wie ich es kennen gelernt habe, bedeutet scheinbar etwas anderes, als dass hier beschriebene. 

Dörner schrieb zb.

&quot;Ich hoffe hinlänglich klargemacht zu haben, dass man das, was oftmals pauschal &quot;vernetztes Denken&quot; oder &quot;systemisches Denken&quot; genannt wird, nicht als eine Einheit, als eine bestimmte, isolierte Fähigkeit betrachten kann. Es ist ein Bündel von Fähigkeiten, und im wesentlichen ist es die Fähigkeit, sein ganz normales Denken, seinen &quot;gesunden Menschenverstand&quot; auf die Umstände der jeweiligen Situation einzustellen.&quot;

siehe auch http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html

In diesen Kontexten geht es allerdings um Analyse.

Generell komme ich zu dem Schluss, dass nicht nur unser Denkorgan grundsätzlich physiologisch vernetzt arbeitet, sondern auch die bisher geführten Dialoge mit Mitmenschen meinen Eindruck verstärken, dass alle Menschen vernetzt denken. Die einen etwas umfangreicher und &quot;bewußter&quot; als die anderen vielleicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift hat mich neugierig gemacht.</p>
<p>Zum einen ist das Thema &#8222;Digital Natives&#8220; spannend siehe u.a. <a href="http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4" rel="nofollow ugc">http://www.dnadigital.de/networks/blog/post.filterraum:4</a></p>
<p>zum anderen &#8222;vernetztes denken&#8220;.</p>
<p>Vernetztes denken wie ich es kennen gelernt habe, bedeutet scheinbar etwas anderes, als dass hier beschriebene. </p>
<p>Dörner schrieb zb.</p>
<p>&#8222;Ich hoffe hinlänglich klargemacht zu haben, dass man das, was oftmals pauschal &#8222;vernetztes Denken&#8220; oder &#8222;systemisches Denken&#8220; genannt wird, nicht als eine Einheit, als eine bestimmte, isolierte Fähigkeit betrachten kann. Es ist ein Bündel von Fähigkeiten, und im wesentlichen ist es die Fähigkeit, sein ganz normales Denken, seinen &#8222;gesunden Menschenverstand&#8220; auf die Umstände der jeweiligen Situation einzustellen.&#8220;</p>
<p>siehe auch <a href="http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html" rel="nofollow ugc">http://beat.doebe.li/bibliothek/w00746.html</a></p>
<p>In diesen Kontexten geht es allerdings um Analyse.</p>
<p>Generell komme ich zu dem Schluss, dass nicht nur unser Denkorgan grundsätzlich physiologisch vernetzt arbeitet, sondern auch die bisher geführten Dialoge mit Mitmenschen meinen Eindruck verstärken, dass alle Menschen vernetzt denken. Die einen etwas umfangreicher und &#8222;bewußter&#8220; als die anderen vielleicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Herr Larbig		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2474</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herr Larbig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 20:18:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2473&quot;&gt;Lisa Rosa&lt;/a&gt;.

&lt;blockquote&gt;Denn Denken ist ganz und gar nicht unabhängig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein “Denken an sich”. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verknüpft ist.&lt;/blockquote&gt;

Da stimme ich dir völlig zu, gehe sogar so weit, dass das „lineare“ Denken eng mit der Alphabetschrift verbunden ist, das „vernetzte“ Denken hingegen sich im Hypertext widergespiegelt sieht. Das ist natürlich auch noch sehr verkürzt, gibt ein wenig weiter Einblick in mein Denken. Das ist z. B. deshalb verkürzt, weil ja auch der Hypertext weitgehend über Alphabetschrift läuft, was auf eine durchaus enge Verbindung der beiden Denkformen hinweist, genau so wie die hier durchgeführte analytische Differenzierung in Begrifflichkeiten. 

Überhaupt scheinen mir viele Netzwerker auch intensiv linear unterwegs zu sein. Ich wage mal eine These:

Lineares Denken ist eng mit dem vernetzten Denken verbunden. Vernetztes Denken vertieft lineare Denprozesse, reichert diese an und ist an Kooperation und Dialog interessiert. Möglicherweise ist die unter eher linear denkenden Menschen verbreitete Skepsis gegen digitale Formen der Vernetzung auch Ausdruck einer (unterbewussten, mit den Gefahren des Netzes rationalisierte?) Angst vor diesem Dialog, der ja voraussetzt, dass so auch Definitionsmacht aufgegeben wird. Vielleicht treten deshalb so wenige Politiker auf Twitter in einen Dialog und nutzen das Medium alleine zur linearen Distribution ihrer Pressemitteilungen; vielleicht liegt hier auch einer der Gründe von Sorgen angesichts der Risiken des Internets, die oft bei Lehrern und Lehrerinnen zu finden sind. Es wäre sicher einmal interessant zu erheben, ob es vielleicht sogar einen signifikanten Zusammenhang zwischen Netzskepsis und der Intensität des Einsatzes von Frontalunterricht gibt, bzw. zwischen Netzaffinität und Einsatz kooperativer Lernmethoden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2473">Lisa Rosa</a>.</p>
<blockquote><p>Denn Denken ist ganz und gar nicht unabhängig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein “Denken an sich”. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verknüpft ist.</p></blockquote>
<p>Da stimme ich dir völlig zu, gehe sogar so weit, dass das „lineare“ Denken eng mit der Alphabetschrift verbunden ist, das „vernetzte“ Denken hingegen sich im Hypertext widergespiegelt sieht. Das ist natürlich auch noch sehr verkürzt, gibt ein wenig weiter Einblick in mein Denken. Das ist z. B. deshalb verkürzt, weil ja auch der Hypertext weitgehend über Alphabetschrift läuft, was auf eine durchaus enge Verbindung der beiden Denkformen hinweist, genau so wie die hier durchgeführte analytische Differenzierung in Begrifflichkeiten. </p>
<p>Überhaupt scheinen mir viele Netzwerker auch intensiv linear unterwegs zu sein. Ich wage mal eine These:</p>
<p>Lineares Denken ist eng mit dem vernetzten Denken verbunden. Vernetztes Denken vertieft lineare Denprozesse, reichert diese an und ist an Kooperation und Dialog interessiert. Möglicherweise ist die unter eher linear denkenden Menschen verbreitete Skepsis gegen digitale Formen der Vernetzung auch Ausdruck einer (unterbewussten, mit den Gefahren des Netzes rationalisierte?) Angst vor diesem Dialog, der ja voraussetzt, dass so auch Definitionsmacht aufgegeben wird. Vielleicht treten deshalb so wenige Politiker auf Twitter in einen Dialog und nutzen das Medium alleine zur linearen Distribution ihrer Pressemitteilungen; vielleicht liegt hier auch einer der Gründe von Sorgen angesichts der Risiken des Internets, die oft bei Lehrern und Lehrerinnen zu finden sind. Es wäre sicher einmal interessant zu erheben, ob es vielleicht sogar einen signifikanten Zusammenhang zwischen Netzskepsis und der Intensität des Einsatzes von Frontalunterricht gibt, bzw. zwischen Netzaffinität und Einsatz kooperativer Lernmethoden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lisa Rosa		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2473</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lisa Rosa]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 19:34:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für die vielen guten Gedanken.
Zwei Bemerkungen möchte ich gerne machen - die hoffentlich neue Bemerkungen auslösen:
1. &quot;Die unterschiedlichen Denkstrukturen bestehen aber unabhängig der technischen Möglichkeiten, derer sie sich zu bedienen vermögen.&quot; Ja und nein. Denn Denken ist ganz und gar nicht unabhängig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein &quot;Denken an sich&quot;. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verknüpft ist.
2. Relevanz. Was ist relevant? Gibt es objektiv Relevantes? - Ich denke, nicht. Und da sind wir schon wieder beim persönlichen Sinn, bei der Beurteilungsfähigkeit, was für einen selbst Sinn macht. Ich zitiere mal Leont&#039;ev:

&quot;Der Mensch findet ein bereits fertiges, historisch entstandenes Bedeutungssystem vor und macht es sich ebenso zu eigen, wie er sich ein Werkzeug, [...] zu eigen macht. Die [...] wesentliche Tatsache ist die, daß ich mir eine Bedeutung zu eigen mache und auch, inwieweit ich sie mir zu eigen mache und was sie für mich, für meine Persönlichkeit wird. Wovon hängt dies letztere ab? Das hängt davon ab, welchen Sinn diese Bedeutung für mich hat.&quot; (A.N. Leont&#039;ev, Tätigkeit, Bewusstsein, Persönlichkeit, Köln 1982, S. 262)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die vielen guten Gedanken.<br />
Zwei Bemerkungen möchte ich gerne machen &#8211; die hoffentlich neue Bemerkungen auslösen:<br />
1. &#8222;Die unterschiedlichen Denkstrukturen bestehen aber unabhängig der technischen Möglichkeiten, derer sie sich zu bedienen vermögen.&#8220; Ja und nein. Denn Denken ist ganz und gar nicht unabhängig von den Medien, derer es sich bedient. Es gibt kein &#8222;Denken an sich&#8220;. Es gibt Denken immer nur als kulturhistorische Praxis, also als Form, die eng mit dem Medium verknüpft ist.<br />
2. Relevanz. Was ist relevant? Gibt es objektiv Relevantes? &#8211; Ich denke, nicht. Und da sind wir schon wieder beim persönlichen Sinn, bei der Beurteilungsfähigkeit, was für einen selbst Sinn macht. Ich zitiere mal Leont&#8217;ev:</p>
<p>&#8222;Der Mensch findet ein bereits fertiges, historisch entstandenes Bedeutungssystem vor und macht es sich ebenso zu eigen, wie er sich ein Werkzeug, [&#8230;] zu eigen macht. Die [&#8230;] wesentliche Tatsache ist die, daß ich mir eine Bedeutung zu eigen mache und auch, inwieweit ich sie mir zu eigen mache und was sie für mich, für meine Persönlichkeit wird. Wovon hängt dies letztere ab? Das hängt davon ab, welchen Sinn diese Bedeutung für mich hat.&#8220; (A.N. Leont&#8217;ev, Tätigkeit, Bewusstsein, Persönlichkeit, Köln 1982, S. 262)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Maik Riecken		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2009/11/27/lineares-und-vernetzes-denken-ein-konflikt-zwischen-digital-natives-und-digital-emigrants/comment-page-1/#comment-2472</link>

		<dc:creator><![CDATA[Maik Riecken]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 15:07:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=2263#comment-2472</guid>

					<description><![CDATA[Für mich ist dein Text endlich eine Grundlage, auf der wir sachlich diskutieren können und ich sehe einen großen qualitativen Abstand zu den momentan stattfindenden Diskursen in den Medien. So viel zur Banalität des Netzes. 

Noch ein paar Gedanken:
Du sprichst von einer Art Segmentierung von Erkenntnis in linearen Denkprozessen - Erkenntnis durch eine Reihe z.B. logisch aufeinander aufbauender Prozesse. 

Ich glaube, dass genau diese Teilschritte(!) - also die Segmente - im Grunde assoziativ und damit auch in vernetzten Denkstrukturen entstehen. Um zu interpretieren brauche ich z.B. einen Leitgedanken, der mir Teilschritte erst ermöglicht. Den kann ich in seiner Ausformung nur sehr begrenzt allein auf Basis eines Textes und seiner Analyse gewinnen, sondern ich bin dabei auch auf meine persönlichen Erfahrungen und Wissensbestände angewiesen, die sich assoziativ-chaotisch(!) durch meinen Lebensweg angesammelt haben. Dazu gehören immer auch Interaktionsprozesse, d.h. multidimensionaler Input.  Damit würde die Vernetzung (die im Gehirn des Individuums wahrscheinlich analog erfolgt) zu einer Grundlage linearem Denkens und das lineare Denken selbst ist dabei der Ausdruck des Wunsches nach Ordnung, quasi die Abstraktion dieser vernetzten, assoziativen Prozesse. Ordnung ist immer dann gut herzustellen, wenn das Neue in bestehende Strukturen passt. 

Weder Ordnung noch Struktur bestimmen &quot;das Netz&quot;, sondern Chaos und Kontrollverlust - der geht bei manchem sogar so weit, dass er die Kontrolle über seine Identität verliert und selbige im Netz in einer Weise diffundiert, die ihn nicht mehr einzigartig erscheinen lässt. Darauf müssen wir achten.

Denn darin liegt Trost - ich bin nicht allein -, aber ebenso eine existenzielle Bedrohung, wenn der &quot;Sog der Masse&quot; (die es im Netz für mich gibt) mich zu Verhalten hinreißt, was u.U. nicht mehr zu meinem langsam, in linearen Prozessen entstandenen Weltbild passt. Dort fängt für mich die Fremdbestimmung an, die eben im Widerspruch zu den so oft propagierten Möglichkeiten des Netzes steht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für mich ist dein Text endlich eine Grundlage, auf der wir sachlich diskutieren können und ich sehe einen großen qualitativen Abstand zu den momentan stattfindenden Diskursen in den Medien. So viel zur Banalität des Netzes. </p>
<p>Noch ein paar Gedanken:<br />
Du sprichst von einer Art Segmentierung von Erkenntnis in linearen Denkprozessen &#8211; Erkenntnis durch eine Reihe z.B. logisch aufeinander aufbauender Prozesse. </p>
<p>Ich glaube, dass genau diese Teilschritte(!) &#8211; also die Segmente &#8211; im Grunde assoziativ und damit auch in vernetzten Denkstrukturen entstehen. Um zu interpretieren brauche ich z.B. einen Leitgedanken, der mir Teilschritte erst ermöglicht. Den kann ich in seiner Ausformung nur sehr begrenzt allein auf Basis eines Textes und seiner Analyse gewinnen, sondern ich bin dabei auch auf meine persönlichen Erfahrungen und Wissensbestände angewiesen, die sich assoziativ-chaotisch(!) durch meinen Lebensweg angesammelt haben. Dazu gehören immer auch Interaktionsprozesse, d.h. multidimensionaler Input.  Damit würde die Vernetzung (die im Gehirn des Individuums wahrscheinlich analog erfolgt) zu einer Grundlage linearem Denkens und das lineare Denken selbst ist dabei der Ausdruck des Wunsches nach Ordnung, quasi die Abstraktion dieser vernetzten, assoziativen Prozesse. Ordnung ist immer dann gut herzustellen, wenn das Neue in bestehende Strukturen passt. </p>
<p>Weder Ordnung noch Struktur bestimmen &#8222;das Netz&#8220;, sondern Chaos und Kontrollverlust &#8211; der geht bei manchem sogar so weit, dass er die Kontrolle über seine Identität verliert und selbige im Netz in einer Weise diffundiert, die ihn nicht mehr einzigartig erscheinen lässt. Darauf müssen wir achten.</p>
<p>Denn darin liegt Trost &#8211; ich bin nicht allein -, aber ebenso eine existenzielle Bedrohung, wenn der &#8222;Sog der Masse&#8220; (die es im Netz für mich gibt) mich zu Verhalten hinreißt, was u.U. nicht mehr zu meinem langsam, in linearen Prozessen entstandenen Weltbild passt. Dort fängt für mich die Fremdbestimmung an, die eben im Widerspruch zu den so oft propagierten Möglichkeiten des Netzes steht.</p>
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