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	Kommentare zu: Gedichtinterpretation: Joseph von Eichendorff, Das zerbrochene Ringlein (In einem kühlen Grunde)	</title>
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	<description>Bildungs-Neuron &#124; Lehrerblog &#124; Etc.</description>
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		<title>
		Von: Hartmut R. Liebe		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-206317</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut R. Liebe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2020 20:08:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-88824&quot;&gt;Wilfried Hilbk&lt;/a&gt;.

&lt;p&gt;Man soll Geschiebenes immer unter dem Aspekt der Zeit sehen, wann es gechrieben wurde. Ach herrjeh &quot;die blutige Schlacht!&quot; Wohl vergessen dass Eichendorff im Lützowschen Freikorps diente!  dann auch in der Landwehr, und die Zeit der Befreiungskriege 1807-1815 eine wirkliche Zeit des großen Schlachtens war, die ich wirklich nicht miterleben möchte..&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-88824">Wilfried Hilbk</a>.</p>
<p>Man soll Geschiebenes immer unter dem Aspekt der Zeit sehen, wann es gechrieben wurde. Ach herrjeh &#8222;die blutige Schlacht!&#8220; Wohl vergessen dass Eichendorff im Lützowschen Freikorps diente!  dann auch in der Landwehr, und die Zeit der Befreiungskriege 1807-1815 eine wirkliche Zeit des großen Schlachtens war, die ich wirklich nicht miterleben möchte..</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: David Platt		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-179215</link>

		<dc:creator><![CDATA[David Platt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2015 16:40:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Danke sehr. Nützlich für meine Deutsch für Fort. beim Gymnasium hier in CA. @herrplatt&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke sehr. Nützlich für meine Deutsch für Fort. beim Gymnasium hier in CA. @herrplatt</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Fontanefan		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-88831</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fontanefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2014 15:37:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;@Wilfried:
Auch als Pazifist kann man davon angerührt sein, wenn ein unglücklicher Liebhaber den Tod sucht.
Das Gedicht ist ja ein Rollengedicht. 
Wer es als Sänger vorträgt, spricht ja nicht von sich. Auch wenn man den richtigen Ausdruck für die Interpretation der Rolle zu finden versuchen sollte.
&lt;strong&gt;Ich möcht’ als Reiter fliegen
Wohl in die blut’ge Schlacht,&lt;/strong&gt;
Um stille Feuer liegen
Im Feld bei dunkler Nacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hör ich das Mühlrad gehen:
Ich weiß nicht, was ich will -
&lt;strong&gt;Ich möcht am liebsten sterben,&lt;/strong&gt;
Da wär’s auf einmal still!&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Wilfried:<br />
Auch als Pazifist kann man davon angerührt sein, wenn ein unglücklicher Liebhaber den Tod sucht.<br />
Das Gedicht ist ja ein Rollengedicht.<br />
Wer es als Sänger vorträgt, spricht ja nicht von sich. Auch wenn man den richtigen Ausdruck für die Interpretation der Rolle zu finden versuchen sollte.<br />
<strong>Ich möcht’ als Reiter fliegen<br />
Wohl in die blut’ge Schlacht,</strong><br />
Um stille Feuer liegen<br />
Im Feld bei dunkler Nacht.</p>
<p>Hör ich das Mühlrad gehen:<br />
Ich weiß nicht, was ich will &#8211;<br />
<strong>Ich möcht am liebsten sterben,</strong><br />
Da wär’s auf einmal still!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wilfried Hilbk		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-88824</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Hilbk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Jul 2014 14:13:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Weniger Kommentar als Frage:
Ich bin seit mehr als 50 Jahren im Männerchor. Irgendwann vor mehr als 30  Jahren habe ich daserste Mal erlebt, dass sich jemand weigerte die Strophe vom Reiter in der blutgen Schlacht zu singen. Mittlerweile habe ich feststellen können, dass es zwei Lager gibt, die der Pazifisten, die diese Strophe ablehnen und die der Germanisten, die diese Strophe singen lassen, weil sonst  das ganze Gedicht inhaltlich zerrissen würde. Ich gehöre eher zum zweiten Lager.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jtzt wäre ich für eine Antwort dankbar&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weniger Kommentar als Frage:<br />
Ich bin seit mehr als 50 Jahren im Männerchor. Irgendwann vor mehr als 30  Jahren habe ich daserste Mal erlebt, dass sich jemand weigerte die Strophe vom Reiter in der blutgen Schlacht zu singen. Mittlerweile habe ich feststellen können, dass es zwei Lager gibt, die der Pazifisten, die diese Strophe ablehnen und die der Germanisten, die diese Strophe singen lassen, weil sonst  das ganze Gedicht inhaltlich zerrissen würde. Ich gehöre eher zum zweiten Lager.</p>
<p>Jtzt wäre ich für eine Antwort dankbar</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Eichendorff: Das zerbrochene Ringlein &#8211; Analyse &#171; norberto42		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-17438</link>

		<dc:creator><![CDATA[Eichendorff: Das zerbrochene Ringlein &#8211; Analyse &#171; norberto42]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:19:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;[...] http://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlei... (professionell) [...]&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] <a href="http://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlei" rel="ugc">http://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlei</a>&#8230; (professionell) [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Fontanefan		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-14407</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fontanefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 06:00:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=3911#comment-14407</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;@xYx &quot;die melancholisch geprägte Entscheidungsunfähigkeit, die mit dieser Erinnerung verbunden ist&quot; hat Herr Larbig schon angesprochen. 
Seine Ehefrau aber wird das lyrische Ich wohl kaum als &quot;Liebchen&quot; bezeichnen.
So weit mein Versuch, deine Interpretation nachzuvollziehen. Möglich ist sie aber.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@xYx &#8222;die melancholisch geprägte Entscheidungsunfähigkeit, die mit dieser Erinnerung verbunden ist&#8220; hat Herr Larbig schon angesprochen.<br />
Seine Ehefrau aber wird das lyrische Ich wohl kaum als &#8222;Liebchen&#8220; bezeichnen.<br />
So weit mein Versuch, deine Interpretation nachzuvollziehen. Möglich ist sie aber.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: xYx		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-14353</link>

		<dc:creator><![CDATA[xYx]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 17:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Finde die Interpretation sehr interessant, habe das Gedicht, oder besser gesagt einige Teilaspekte jedoch anders ausgelegt. Das lyrische Ich habe ich als Antriebslos beschrieben, was durch die Tatsache gestützt wird, dass es zwar über die Möglichkeiten seines weiteren Lebens nachdenkt, diese jedoch nicht ausführt. Auch stellt es ich in Vers 18 die Frage was es &quot;will&quot; antwortet jedoch nur mit &quot;möchten&quot; darauf, was m.E. eine abgeschwächte Form des Wollens darstellt und wieder auf die Ziellosigkeit bzw. Antriebslosigkeit hindeutet. Das lyrische Ich scheint dauerhaft der Passive Part der Beziehung zu sein, auch erkennbar an Vers 2:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sie hat mir Treu versprochen,
Sie hat die Treu’ gebrochen,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seine (ehemalige) Frau scheint der aktive Part gewesen zu sein. So könnte man schließen, dass er ihr zu langweilig geworden ist und sie ihn deshalb verlassen hat. Andererseits könnte man ihm natürlich nicht langeweile, sondern Zufriedenheit und Ausgeglichenheit unterstellen, was für manche Menschen halt langweilig ist, besonders in einer Beziehung bzw. Ehe. Dies ist jedoch reine Ansichtssache.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich hoffe ihr könnt meine Gedanken nachvollziehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;MFG xYx&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finde die Interpretation sehr interessant, habe das Gedicht, oder besser gesagt einige Teilaspekte jedoch anders ausgelegt. Das lyrische Ich habe ich als Antriebslos beschrieben, was durch die Tatsache gestützt wird, dass es zwar über die Möglichkeiten seines weiteren Lebens nachdenkt, diese jedoch nicht ausführt. Auch stellt es ich in Vers 18 die Frage was es &#8222;will&#8220; antwortet jedoch nur mit &#8222;möchten&#8220; darauf, was m.E. eine abgeschwächte Form des Wollens darstellt und wieder auf die Ziellosigkeit bzw. Antriebslosigkeit hindeutet. Das lyrische Ich scheint dauerhaft der Passive Part der Beziehung zu sein, auch erkennbar an Vers 2:</p>
<p>Sie hat mir Treu versprochen,<br />
Sie hat die Treu’ gebrochen,</p>
<p>Seine (ehemalige) Frau scheint der aktive Part gewesen zu sein. So könnte man schließen, dass er ihr zu langweilig geworden ist und sie ihn deshalb verlassen hat. Andererseits könnte man ihm natürlich nicht langeweile, sondern Zufriedenheit und Ausgeglichenheit unterstellen, was für manche Menschen halt langweilig ist, besonders in einer Beziehung bzw. Ehe. Dies ist jedoch reine Ansichtssache.</p>
<p>Ich hoffe ihr könnt meine Gedanken nachvollziehen.</p>
<p>MFG xYx</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Fontanefan		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-4505</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fontanefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 05:23:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Die Multiperspektivität gefällt mir auch daran, wenn Unterricht sich nach außen öffnet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und was die &quot;Eindeutigkeit&quot; von Interpretationen angeht: Enzensberger hat von seinen Gedichten gesagt, er wisse nicht, wie man sie interpretieren solle. Das müsse man schon selbst tun.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Multiperspektivität gefällt mir auch daran, wenn Unterricht sich nach außen öffnet.</p>
<p>Und was die &#8222;Eindeutigkeit&#8220; von Interpretationen angeht: Enzensberger hat von seinen Gedichten gesagt, er wisse nicht, wie man sie interpretieren solle. Das müsse man schon selbst tun.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Herr Larbig		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-4501</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herr Larbig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 22:07:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=3911#comment-4501</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-4500&quot;&gt;Fontanefan&lt;/a&gt;.

&lt;p&gt;Danke für diese Ergänzung, diese Erweiterung der Perspektive, diese Verschiebung der Perspektive.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So wünsche ich mir das: Eine Interpretation, die durch Kommentare ergänzt wird, die den Blick weiten, andere Schwerpunkte setzen. Ich finde das toll, weil so einfach auch deutlich wird, dass Interpretationen mit unterschiedlichen Zugangsweisen nachvollziehbar sind und es eben „die richtige“ oder gar „die endgültige“ Interpretation nicht gibt, solange ein Ansatz nur angemessen nachvollziehbar ist. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was die „Kühle“ angeht: Für mich schließen sich die „innere Kälte“ und die „Raserei“ nicht aus. Hochkochende Emotionen stehen für mich nahe der „Gefühlslosigkeit“, nämlich dann, wenn der Reiz zu stark wird, die Gefühle selbst bedrohlich werden. Diesen lähmenden Stillstand meine ich, wenn ich von der inneren Kühle spreche. Ich verbinde hier assoziativ den „kühlen Grund“ mit der Todessehnsucht am Ende, die freilich auch durch ein Übermaß an Emotionen entsteht, ein Übermaß, das lähmt, die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit „einfrieren“ lässt. Aber ja: Ich kann nachvollziehen, dass der Zustand des lyrischen Ichs anders gesehen werden kann, hoffe aber, dass auch meine Lesart zumindest nachvollziehbar ist.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-4500">Fontanefan</a>.</p>
<p>Danke für diese Ergänzung, diese Erweiterung der Perspektive, diese Verschiebung der Perspektive.</p>
<p>So wünsche ich mir das: Eine Interpretation, die durch Kommentare ergänzt wird, die den Blick weiten, andere Schwerpunkte setzen. Ich finde das toll, weil so einfach auch deutlich wird, dass Interpretationen mit unterschiedlichen Zugangsweisen nachvollziehbar sind und es eben „die richtige“ oder gar „die endgültige“ Interpretation nicht gibt, solange ein Ansatz nur angemessen nachvollziehbar ist. </p>
<p>Was die „Kühle“ angeht: Für mich schließen sich die „innere Kälte“ und die „Raserei“ nicht aus. Hochkochende Emotionen stehen für mich nahe der „Gefühlslosigkeit“, nämlich dann, wenn der Reiz zu stark wird, die Gefühle selbst bedrohlich werden. Diesen lähmenden Stillstand meine ich, wenn ich von der inneren Kühle spreche. Ich verbinde hier assoziativ den „kühlen Grund“ mit der Todessehnsucht am Ende, die freilich auch durch ein Übermaß an Emotionen entsteht, ein Übermaß, das lähmt, die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit „einfrieren“ lässt. Aber ja: Ich kann nachvollziehen, dass der Zustand des lyrischen Ichs anders gesehen werden kann, hoffe aber, dass auch meine Lesart zumindest nachvollziehbar ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Fontanefan		</title>
		<link>https://herrlarbig.de/2010/08/26/gedichtinterpretation-joseph-von-eichendorff-das-zerbrochene-ringlein-in-einem-kuehlen-grunde/comment-page-1/#comment-4500</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fontanefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 21:54:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://herrlarbig.de/?p=3911#comment-4500</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p&gt;Wieder einmal eine großartige Interpretation.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dennoch sei mir eine Anmerkung gestattet:
Das lyrische Ich dieses Gedichts ist innerlich so umgetrieben, dass es rasen möchte, hin und her hetzen, dem Tod ins Auge blicken, nur um abgelenkt zu werden. Von &#039;innerer Kühle&#039; spüre ich nichts. Die gibt es etwa bei Büchner, wo Personen alles in sich als tot empfinden, abgestorben.
Unser lyrisches Ich dagegen ist getrieben. Es entscheidet sich nur aus dem kühlen Grund gegen die Flucht in die Welt, weil es voraussieht, dass all das ihm keine Ruhe bringen wird.
Ruhe - so schätzt es seine Situation ein - findet es (wie der Wanderer am Brunnen vor dem Tore) nur im Tod.
So jedenfalls lese ich das Gedicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das &quot;auf einmal still!&quot; finde ich in der Interpretation hervorragend herausgearbeitet.&lt;/p&gt;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal eine großartige Interpretation.</p>
<p>Dennoch sei mir eine Anmerkung gestattet:<br />
Das lyrische Ich dieses Gedichts ist innerlich so umgetrieben, dass es rasen möchte, hin und her hetzen, dem Tod ins Auge blicken, nur um abgelenkt zu werden. Von &#8218;innerer Kühle&#8216; spüre ich nichts. Die gibt es etwa bei Büchner, wo Personen alles in sich als tot empfinden, abgestorben.<br />
Unser lyrisches Ich dagegen ist getrieben. Es entscheidet sich nur aus dem kühlen Grund gegen die Flucht in die Welt, weil es voraussieht, dass all das ihm keine Ruhe bringen wird.<br />
Ruhe &#8211; so schätzt es seine Situation ein &#8211; findet es (wie der Wanderer am Brunnen vor dem Tore) nur im Tod.<br />
So jedenfalls lese ich das Gedicht.</p>
<p>Das &#8222;auf einmal still!&#8220; finde ich in der Interpretation hervorragend herausgearbeitet.</p>
]]></content:encoded>
		
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