Gedankensplitter: Die Coronakrise und die Suche nach Orientierung. Oder: Kulturhistorische Kontinuitäten?

(This text in English)
In Ritualen vieler Kulturen bekämpfte man das Gefühl des Ausgeliefertseins an die Natur oder das Schicksal mit bunten Masken, die man in dem Glauben aufsetzte, man vertreibe böse Geister oder könne Schutzgottheiten beschwören. – Oft waren diese Masken selbstgemacht.

Ostern, das Fest, an dem Christen der Auferstehung Jesu und der Erlösung gedenken, wird gerade wieder ein Zeitpunkt der Orientierung, der Entscheidung, der erhofften und herbeigesehnten Befreiung; es ist nicht länger vor allem ein Frühlingswochenende, an dem man es sich gut gehen lässt.

Und wenn Ostern diese Erlösung nicht bringt, dann orientiert man sich vermutlich an Pfingsten…

Die Rolle der Priester als Berater der Regierungen, die aber vom Volk auch in Haftung genommen werden, wenn die Entscheidungen der Regierungen das erhoffte Heil nicht bringen, ist auch schon wieder vergeben.

Man fastet und übt Verzicht, um dem Übel Grenzen zu setzen.

Aus theologischer Sicht ist das, was gerade passiert, spannend zu betrachten.

…to be continued

5 verwandte Beiträge: