Torsten Larbig

Lehrer. Blogger. Flaneur zwischen Tradition und Digitalität.

Ich bin Lehrer an einem Gymnasium in Frankfurt am Main und unterrichte Deutsch und katholische Religion. Zwei Fächer, die für mich eng zusammengehören: Beide arbeiten mit Texten und ihrer Auslegung, beide kreisen um Fragen nach Sinn und Bedeutung, nach den Möglichkeiten und Grenzen von Sprache – geschriebener wie gesprochener.

Seit 1994, als ich erstmals mit dem Internet in Berührung kam und meine ersten E-Mails schrieb, beschäftige ich mich mit digitalen Kontexten von kultureller Überlieferung und Lernen. Was damals eher beiläufig begann, ist geblieben. Mich interessieren die Veränderungen, die digitale Technologien für Kultur und Gesellschaft, für Lernen und Bildung mit sich bringen. Viele Fragen begleiten mich bis heute, ohne dass sie sich abschließend beantworten ließen.

Ich lese über den Schulalltag hinaus und denke weiter – nicht mit dem Anspruch, fertige Antworten zu liefern, sondern um Fragen genauer zu formulieren.

Der Untertitel »Bildungs-Neuron« bezieht sich auf Jean-Pol Martins Konzept des Neuronenverhaltens: offen sein, Wissen teilen, Verbindungen herstellen, auf Neues reagieren und mit Unschärfen umgehen. Diese eher suchende, explorative Haltung – aktiv auf die Welt zugehen statt abzuwarten – ist für mich ein hilfreicher Bezugspunkt, sowohl beim Nachdenken als auch im Lernen und Lehren.

Auf herrlarbig.de bringe ich diese Perspektiven zusammen: Schule, Digitales, Kultur. Ich schreibe über Bildung und Literatur, über KI und Gedichte, über Oper und Unterricht – und über vieles andere, was mich gerade beschäftigt. Dafür steht das »etc.« im Untertitel: Es markiert die Offenheit für Themen, die sich erst im Prozess des Schreibens ergeben. herrlarbig.de will kein Ratgeber und kein Manifest sein, sondern eher ein Denkraum: subjektiv, fragend, gelegentlich skeptisch.