Schlagwort: Mephistopheles

Faust 1 – Hexenküche (Vers 2337–2604)

Klassische interpretationen zu dem in vielen Schulen in der Oberstufe gelesenen „Faust. Der Tragödie erster Teil“ gibt es viele. Hier eine „Interpretation“, in der die Assoziationen des Lesers konsequent zum Verstehen ( = Interpretieren) heran gezogen werden. Das hier ist also nur eine und zudem höchst subjektive Interpretation der Hexenküchen-Szene. Dabei steht der Rezipient im Vordergrund. Diese Form des Lesens von Literatur ist in meinen Augen eine der für den Leser gewinnbringenden Heraungehensweisen an Literatur:

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Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529

Faust 1 – Studierzimmer – Verse 1178–1529 von Torsten Larbig steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Wenn der Teufel Worte aus der Bibel hören muss, einem religiösen Gefühl in seiner unmittelbaren Umgebung begegnet, so ist es naheliegend, dass er nicht ruhig sein kann, „hin und wider“ rennt (V 1186), dass er „zu den heiligen Tönen, / Die jetzt meine [Fausts] ganze Seel‘ umfassen” (V 1202f.) knurrt, auch wenn dazu „der tierische

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Faust 1 – Verweile doch, du bist so schön (V 1700)

Faust 1 – Verweile doch, du bist so schön (V 1700) von Torsten Larbig steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. MotorFM ist ein alternatives Musikprogramm. Doch auch den Faust scheinen die Onlineredakteure dieses Musikprogramms (Motto: Alternative Musikpropaganda) sehr alternativ zu lesen: »Schon Goethe belehrte uns in seinem ›Faust‹, dass man im richtigen Moment sagen sollte: ›Verweile doch, du bist so schön.‹!« Bloc Party: Verweile doch, du bist so schön

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Faust 1 – Vor dem Tor (Gelehrtentragödie 2 – V 808–1177)

Was bereits in den letzten Versen der Nacht-Szene in Goethes Faust (V 737–807) von Engeln verkündet und von Faust in seiner tiefen Zerrissenheit vernommen wird, wird in den Versen 808–1177 (Vor dem Tor) ausgearbeitet: Es ist die Osternacht, in der Faust in seinem Studierzimmer nach metaphysischer Wahrheit strebt. Ostern: Das christliche Fest der Auferstehung Jesu Christi, das Fest, in dem sich im christlichen Glauben die Selbstoffenbarung Gottes vollendet. Faust Suchen nach Wahrheit könnte hier eine

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Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel

Faust 1: Zueignung, Vorspiel auf dem Theater, Prolog im Himmel von Torsten Larbig steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Warum kann Goethe mit dem »Faust« nicht einfach anfangen? 353 Verse braucht er, bis endlich »Der Tragödie erster Teil« beginnt und Faust selbst mit den Worten »Habe nun, ach! Philosophie, / Juristerei und Medizin, / Und leider auch Theologie / Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. / Da steh ich nun

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Faust 1 – Studierzimmer (»…wie ein Elefant«)

[singlepic=9,320,240,,center] Faust: … < p class=“vers“>Hinter den Ofen gebannt, Schwillt es wie ein Elefant Den ganzen Raum füllt es an, Es will zum Nebel zerfließen. Steige nicht zur Decke hinan! Lege dich zu des Meisters Füßen! Du siehst, daß ich nicht vergebens drohe. Ich versenge dich mit heiliger Lohe! Erwarte nicht Das dreimal glühende Licht! Erwarte nicht Die stärkste von meinen Künsten! Mephistopheles tritt, indem der Nebel fällt, gekleidet wie ein fahrender Scholastikus, hinter dem

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