Monat: August 2012

Über Klassenfotos

Im Bruchteil von Sekunden entscheidet sich, welches Bild man für die nächsten Jahrzehnte abgibt. Das gilt für Schüler, das gilt für Lehrer. Vielleicht schaue ich als Klassenlehrer ja auch irgendwann vergilbt und deutlich einer anderen Zeit angehörend aus der Festschrift einer Schule, möglicherweise namenlos und mit einer Gruppe von Kindern oder Jugendlichen zusammen, die auch schon längst nicht mehr Kinder oder Jugendliche sind. Klassenfotos wirken auf mich manchmal so, als sei extra für sie die Fotografie erfunden worden. Zumindest gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts anscheinend eine aufkommende »Tradition«, der folgend seitdem Jahr für Jahr Klassen mit ihren Klassenlehrern

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Lehrer mit Tablet-Computern oder: Was spielen Sie denn da?

Nachdem ich begonnen hatte, im Unterricht einen Tablet-Computer zu benutzen, hörte ich immer wieder von jüngeren Schülern die Frage, was ich denn während der Stunde da so alles spiele. Die Frage kam bei mir so an, dass ich keinen Grund hatte anzunehmen, sie sei von den Schülern nicht genau so gemeint, wie sie gestellt wurde: sachlich, aber auch irritiert, denn mit einem Computer in der Stunde zu spielen, ist ihnen streng untersagt, es sei denn, es handelt sich um ein Spiel mit Unterrichtsbezug. Den jüngeren Schülern war der Tablet-Computer tatsächlich nur als ein Gerät bekannt, mit dem man spielen kann.

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Digitale Whiteboards in der Schule: Erfahrungen, Konsequenzen, Weiterentwicklungen.

Als meine Schule (einige wenige) digitale Whiteboards anschaffte, fand ich das gut. Endlich konnte diese Technik genutzt werden, konnte ich Erfahrungen mit ihr machen. Das ist jetzt gut zwei Jahre her. Wenn ich es recht überblicke, habe ich vielleicht zehn Mal das digitale Whiteboard als Tafelersatz genommen, mit den Stiften darauf herum geschrieben, hin und wieder eine Website eingeblendet oder es wurde für Präsentationen genutzt. Insgesamt aber fällt die Nutzungsquote bei mir – und frage ich Schüler und Schülerinnen, dann stellt sich heraus, dass dies durchaus repräsentativ für deren gesamten Unterricht ist – mager aus. Verwandte Artikel Nur Ersatz? – Nutzung

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Goldrausch. Oder: Vielleicht ein Liwa-Moment.

Als ich noch an der Uni arbeitete, hatten wir einmal einen Studientag, an dem es um Religion in der Musik ging. – Damals unter anderem da: Tom Liwa. Abends gab er ein Konzert (vor kleinem Publikum), und blieb mir im Kopf. Letztes Jahr hörte und sah ich Tom Liwa dann wieder im Frankfurter Club „Das Bett“.1 Das hat mir immer noch gut gefallen. Am 24. Feburar 2012 ist nun sein Album „Goldrausch“ erschienen, noch im August wird es eine neue Single geben und voraussichtlich Mitte November erscheint ein neues Album der von Liwa 1985 gegründeten „Flowerpornoes“ (Bandwebsite). Warum ich das

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Handschrift und Tastaturen. Ein subjektiver „Test“-Bericht

Tablet-Tastaturen, wie der des Samsung Galaxy oder des Apple iPad, wird oft nachgesagt, dass man nicht so schnell auf ihnen tippen könne, wie auf einer „echten“ Computertastatur Das stimmt. Mir geht es auch so: Während ich mit mechanisch gelagerten Tasten blind und sehr schnell schreiben kann, ist das Tempo auf der virtuellen Tastatur, die ich zugegebenermaßen mittlerweile auch fast blind bedienen kann, deutlich langsamer. – In Berichten über Tablets liest sich der Teil über die Bedienungsfreundlichkeit der Tastatur für mich allerdings immer so erschreckend, da ich diese Kritik nur in Teilen nachvollziehen kann Ja, das Tippen auf dem iPad, ein

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Einladung zur Blogparade: Reflektierende Praktiker (Lehrende und Co)

Auf Twitter fragte ich heute: Frage an LehrerInnen: Wer führt zur Unterstützung eigener Praxisreflexion ein Arbeitsjournal? Oder: Wie sieht eure ReflexionsROUTINE aus? — herrlarbig (@herrlarbig) August 6, 2012 Aus den ersten Antworten kristallisierte sich heraus, dass das keine Frage für 140 Zeichen auf Twitter ist. Deshalb lade ich zu einer Blogparade zu genau diesem Thema ein. Das mache ich in zwei Schritten: Ich erzähle kurz, was mich an der Frage interessiert und erläutere dann, was eine Blogparade ist und wie an ihr teilgenommen werden kann. zu 1: Warum diese Frage nach der Praxisreflexion? Mir wurde in meiner Ausbildung, sowohl im

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