Kategorie: KI

Die glatte Oberfläche des Ungefähren: Warum Plausibilität in der Oberstufe nicht reicht

Wenn ich mir anschaue, was KI zu leisten in der Lage ist, beeindruckt mich (in den unterschiedlichen Modellen mit deutlichen Abstufungen, die hier aber nicht näher analysiert werden sollen) die rhetorische Eleganz, mit der diese generativen, rein auf Statistik beruhenden Sprachmodelle Leerstellen füllen. Wir sprechen bei der KI bei einer solchen Füllung von Leerstellen von »Halluzinationen«. Dabei erfindet eine KI Fakten, die statistisch wahrscheinlich, aber inhaltlich falsch sind. – Das ist im schulischen Kontext nicht neu. Als Deutsch- und Religionslehrer, als Philologe und Theologe, begegnet mir diese Form der Spekulation vor allem im schulischen Kontext regelmäßig. Und dennoch ist das,

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Das Zusammenspiel von Wissen und Kompetenz: Warum Bildung beides braucht

In der gegenwärtigen bildungspolitischen Debatte erleben wir eine polarisierende Entwicklung: Auf der einen Seite steht die Überzeugung, im Zeitalter digitaler Verfügbarkeit sei Wissen zweitrangig geworden – Kompetenzorientierung, Lernbegleitung und die Fähigkeit zum »Just-in-Time«-Informationszugang würden genügen. Auf der anderen Seite eine nostalgische Rückbesinnung auf reine Faktenvermittlung. Beide Extreme verfehlen eine fundamentale Wahrheit: Wissen und Kompetenz sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Als Lehrer für Deutsch und (katholische) Religion sehe ich mich in der Verantwortung, diese falsche Dichotomie aufzulösen. Mein Zugang basiert auf der nüchternen Analyse unserer kognitiven Architektur, auf fachdidaktischer Forschung und auf dem tiefen Respekt vor den unterschiedlichen

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Lernender bleiben – Eine Selbstvergewisserung

Vor 32 Jahren schrieb ich meine ersten E-Mails und begann digitale Kommunikation in sogenannten »Internet-Relay-Chats« (IRC). Vor 26 Jahren lernte ich Grundlagen der HTML (Hypertext-Markup-Language), woraufhin ich mit viel Mühe meine erste Website programmierte. Vor 18 Jahren begann ich dann mit Content-Management-Systemen (CMS) zu experimentieren. Zwischenzeitlich versuchte ich mit verschiedenen Systemen Internetinhalte zu verwalten und zu publizieren. Aber dann entschied ich mich im Laufe des Jahres 2008 für WordPress und begann mit meinem Blog. Das gibt es bis heute. Und die Links zu den einzelnen Beiträgen haben sich seitdem nicht verändert. Das heißt: Wer 2008 einen Beitrag von mir in

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Zwischen Impuls und Illusion – KI als Kreativitätsbooster für Leher:innen?

Künstliche Intelligenz, von der so viel gesprochen wird, macht mich neugierig – und skeptisch. Ich beobachte: Während die einen KI bereits für Unterrichtsentwürfe, Musterlösungen für Klassenarbeiten oder Arbeitsblattideen einsetzen, fragen andere: »Wo bleibt da die Professionalität?« Oder: »Wird unsere pädagogische Arbeit jetzt automatisiert?« Auch eine wichtige Frage: »Kann ich Schüler:innen KI verbieten, sie aber selbst nutzen?« Die Vorstellung, dass KI als Kreativitätsbooster dienen kann, klingt verlockend. Doch sie verlangt danach, genauer hinzusehen. Denn zwischen Inspiration und Irritation ist es oft nur ein schmaler Grat. KI liefert Impulse – aber auch Beliebigkeiten In der Praxis zeigt sich: KIs können durchaus auf

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