Schlagwort: Engagement

Noten ≠ Bildung

Noten im Schulkontext sind, wenn sich der Blick vor allem auf die Noten richtet und man meint, an diesen den Bildungserfolg messen zu können, wenig aussagekräftig. – Wenn jemand dieses Blog liest, um zu erfahren, wie bessere Noten in der Schule erreicht werden können, dann ist das hier der falsche Ort. Das liegt daran, dass Noten mit Bildung nur mittelbar zu tun haben und die Frage nach guter Bildung nicht wirklich beantworten können. Überhaupt: Die Orientierung an Noten ist vor allem die Orientierung an Maßstäben für einzelne Fächer; Bildung hingegen ist umfassender. Noten sagen in einem gewissen Rahmen aus, auf

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Wie motiviert man Unmotivierte? – Ein Versuch

Walter Böhme fragt: „Wie motiviert man Unmotivierte?“ und lädt zu einer Blogparade ein, in der dieser Frage nachgegangen werden soll. Die Frage ist nicht neu. Eine Lösung nach Rezeptbuch ist mir noch nicht begegnet. – Wohl aber gibt es Rezeptgeber, die grundsätzlich besser als z. B. Lehrer und Lehrerinnen wissen, wie „gekocht“ werden müsste, damit alle sowohl „Kochen“ als auch „Essen“ wollen. Wer die Metapher des „Kochens“ und „Essens“ für zu weit her geholt hält: Die häufig verwendete Metapher des „Bulimie-Lernens“ ist eine Nahrungsmetapher! – Dieser Metapher geht es allerdings vor allem um das genussfreie In-Sich-Hineinstopfen, dem der Akt des

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„Schule 3.0: digital total?“ – Diskussionsbeitrag zu einem Artikel von Prof. Dr. Christian Spannagel

Dieser Beitrag bezieht sich auf den gerade im Blog von Prof. Dr. Christian Spannagel erschienen Artikel „Schule 3.0: digital total?“. Da mein Beitrag für die Kommentarspalte des Blogartikels ein wenig zu umfangreich wurde, erscheint er hier, ist aber ein Diskussionsbeitrag zum genannten Blogartikel, der zunächst gelesen werden sollte.  Großartig, lieber Christian, mit welcher Konsequenz du im Vorfeld von Podien auf denen du sitzt oder von Vorträgen, die du hältst, deine Gedanken mitteilst, sodass andere dir ihre Gedanken mitteilen können. Was also geht mir durch den Kopf, wenn ich deine Statements lese? Das will ich hier sammeln. Ich finde deine Überschrift

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50000+ Zeichner der Petition für das Verbot von Vorratsdatenspeicherung #vds

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die verdachtlose Vorratsdatenspeicherung nicht zulässig ist. Darüber hinaus möge er die Bundesregierung auffordern, sich für eine Aufhebung der entsprechenden EU-Richtlinie und für ein europaweites Verbot der Vorratsdatenspeicherung einzusetzen.“ So lautet der Inhalt, den über 50000 Bürgerinnen und Bürger nunmehr mit ihrer digitalen Zeichnung einer Petition unterstützen und bis 6.10.2011 auch noch weiter unterstützen können. In den vergangenen Tagen war immer wieder zu lesen, dass diese Zahl von 50000 bis heute erreicht sein müsse, denn dann müsse sich der Petitionsausschuss mit der Petition befassen. Hinter dieser Aussage steht etwas richtiges und etwas falsches: Verwandte Artikel

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Die Sprache der „Digitalen Gesellschaft“ (Eine Kritik #digiges @digiges)

Kann ein Verein, dem es um Freiheitsrechte in der Netzgesellschaft geht, einen Präsidenten haben? – Wenn heise.de den Selbstanspruch Markus Beckedahls richtig wiedergibt, dann scheint es Leute zu geben, die der Meinung sind, dass das kein Problem ist. Dort heißt es: „Markus Beckedahl, Gründer von netzpolitik.org und Präsident von „Digitale Gesellschaft“” Der Verein ist noch in Gründung und hat schon einen Präsidenten? Das hat mich irritiert, wie manch andere sprachliche Wendung, auf die ich im Umfeld dieses Vereins in Gründung gestoßen bin und die ich hier (sprach)kritisch in den Blick nehmen will. Verwandte Artikel Von der Notwendigkeit einer netzpolitischen Grundsatzdebatte

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Sitzordnung im Unterricht: Lehrer-, Gruppen-, Themenzentrierung

Resümee: Was als eine Unterrichtsstunde begann, in der das Nachdenken über Metaphern zum Lernen in einer Lerngruppe im Zentrum stand, welches dann zur Gestaltung einer Sitzordnung im Sinne der Diskussionsergebnisse führte, ist als eine Stunde gedacht gewesen, die praktisch und konkret in die Beschäftigung mit der Epoche der Aufklärung und ihrer Literatur einführt. Am Ende sollten die Schülerinnen und Schüler eines Oberstufenkurses die Sitzordnung im Raum so gestalten, dass sie den Ergebnissen unserer Überlegungen entspricht. Reihen, Gruppentische oder gar das Sitzen in U-Form wurden nicht bevorzugt. Am Ende stand ein Viereck, an dessen vier Seiten auch Schüler saßen und nicht

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Studie zur Web-2.0-Nutzung im Unterricht

Jörg Depner, Student an der PH Ludwigsburg, hat in der Maschendraht-Community (MdC) eine didaktische Studie mit dem Thema „Einsatz von Web 2.0 Anwendungen im Unterricht“ durchgeführt. Und dabei durfte Jörg auch gleich erleben, was es heißt, im Rahmen des Webs 2.0 eine solche Studie durchzuführen: Es gab Nachfragen und erste Diskussionsansätze zur Studie. Auch wenn Jörg Depners Studie nicht repräsentativ ist, diesen Anspruch hatte sie nie und kann sie als Semesterarbeit auch gar nicht haben, so lassen sich doch zwei Tendenzen erkennen: Lehrende, die Web-2.0-Anwendungen im Unterricht verwenden, würden zu 100% den Einsatz dieser Instrumente weiter empfehlen, was sicherlich auch

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Vernetzen macht Spaß – und ist lehrreich

1985, lange bevor Computer und Internet bei mir einzogen, machte ich als Jugendlicher erste Erfahrungen mit „Vernetzung“: Verwandte Artikel „Schule 3.0: digital total?“ – Diskussionsbeitrag zu einem Artikel von Prof. Dr. Christian Spannagel (9) Nur Ersatz? – Nutzung und Integration (digitaler) Medien im Unterricht (Vortragsskript) (12) Medienkompetenzen und Schülerorientierung (2) Bildung, Wissen, Kompetenzen (3) Schule „muss“ sich nicht verändern; sie tut es einfach. Eine Provokation. (10)

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Zum neuen Jahr

[singlepic id=159 w=240 h=320 float=center] Bei Google finden sich unter dem Suchbegriff »Krisenjahr 2009« bereits jetzt mehrere zehntausend Einträge: Die Pforte des neuen Jahres erinnert mich an diese rostige Tür, die ohne Aufgang am Torhaus des Schlosses Hohenlupfen oberhalb des südbadischen Städtchens Stühlingen zu finden ist, verrostet, verbogen, die Farbe an der umgebenden Wand blättert ab. – Und das Schloss selbst steht zum Verkauf, sucht nach einer neuen Bestimmung. Und es scheint tatsächlich so, als sei plötzlich der Lack ab, als sei plötzlich vieles in Frage gestellt, was bislang als selbstverständlich galt. Ich wünsche uns allen ein Jahr 2009, in

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