Praxis: Digital unterstützt lesen

Vorbemerkung Artikel wie dieser bieten Einblicke in meine Arbeitspraxis, meist bezogen auf digitales Arbeiten. Dabei kommen Apps ins Bild, mein Tablet und so weiter. Diese kommen nicht als Product-Plaecement ins Bild, sind also keine bezahlten Platzierungen. Grundsätzlich gilt für mein Blog, dass es frei von bezahlten Inhalten zu Werbezwecken ist. Wenn ich also Produktnamen nenne, dann, weil ich diese (auf eigene Kosten erworben) nutze und nicht, weil ich deren Nutzung anderen nahelegen will. Kommen wir zu den Inhalten… Digital unterstütztes Lesen Ich mag es, ohne Zettelwirtschaft zu arbeiten und zu genießen. So lese ich mittlerweile meist so: Zwei Drittel meines

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Hans Joachim Schädlich: Felix und Felka. Das Schicksal der Unmächtigen angesichts des Terrors der Mächtigen

Felix Nussbaum wurde am 11. Dezember 1904 in Osnabrück geboren und 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Als Maler wird er der Neuen Sachlichkeit zugeordnet. 1932 ging ein Großteil seines Werkes durch Brandstiftung verloren. Felka Platek wurde am 3. Januar 1899 in Warschau geboren und 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. 1932 geht ein Großteil ihres Werkes durch Brandstiftung verloren. 1924 lernten Felix und Felka einander in Berlin kennen, sie heirateten 1937 in Brüssel, wo sie sich bis zum 21.07.1944 versteckt halten konnten. Nach ihrer Entdeckung wurden sie von der Gestapo in das Sammellager Mechelen transportiert und dann nach Auschwitz deportiert. Hans

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Was mich als Lehrer motiviert

Beim Elternabend (für mich eigentlich gar nicht so) wundersame Dinge erlebt:  Eltern, die berichten, dass ihre älteren Kinder gerne in die Schule gehen und die dort angesprochenen Themen zuhause vertiefen oder weiter diskutieren wollen;  Eltern die sagen, sie würden gerne als Mäuschen am Unterricht ihrer schon seit mehreren Jahren diese Schulen besuchenden Kinder teilnehmen, weil sie den Eindruck haben, dass da Lehrer mit Motivation unterrichten.  Und das an einem »klassischen« Gymnasium, mit viel Frontalunterricht, mit Hausaufgabe und – oh Schreck – Noten, wenig bis gar keinen digitalen Medien (das ist einer der Wermutstropfen, da muss sich was ändern), aber fachlich sehr

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Über das Tastaturschreiben (blind und schnell)

Vor mir auf dem Schreibtisch liegt ein Buch, das meine ganze Aufmerksamkeit bekommt. Etwas zurück gesetzt mein Tablet mit einer physischen Tastatur, die so flach ist, dass der Eindruck entstehen könnte, ich schreibe direkt auf der Schreibtischunterlage, aus der sich die Tasten als flache Erhebungen herausgehoben haben. Wenn da der Kontrast zwischen Papierschreibtischunterlage und dunkler Tastatur nicht wäre, wäre der Effekt noch viel größer. Ich bin sehr froh, dass ich irgendwann einmal den Ehrgeiz entwickelt habe, lernen zu wollen, blind auf der Tastatur schreiben zu können. Ich nutze dabei ein eigenes System des Tippens, das ich gar nicht erklären könnte,

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Zurück aus den Ferien – zurück in die Schule (Hessen)

In den Sommerferien habe ich mal Pause gemacht. So richtig Pause machen hieß für mich dieses Jahr auch, dass ich mich aus allen »Sozialen Medien« ausgeklinkt habe. Manche Zungen vermuteten schon, dass ich das so toll finden werde, dass ich gar nicht mehr zurückkomme und mein Blog sei ja auch in den letzten Monaten… naja, etwas zu kurz gekommen… Was das Blog betrifft, stimme ich zu. Was meine Rückkehr in den Zeitstrahl der »Sozialen Medien« betrifft, haben jene, die vermuteten, ich könnte gar Gefallen daran finden, auf Dauer auszusteigen, nicht ganz recht, denn ich werde mich nun wieder so langsam einfinden,

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Fußball als Ausdruck dessen, was Frankfurt ausmacht: Ankunft von Eintracht Frankfurt nach dem Pokalfinale

Zugegeben: Fußball und mich verbindet eher eine große Distanz, als dass ich ein Fan wäre.  Was ich aber heute in Frankfurt erlebt habe, hat mich tief beeindruckt. Eher auf Verdacht bin ich, nachdem die Mannschaft in Frankfurt gelandet war, zur nur ein paar Minuten von meiner Wohnung entfernt gelegenen Kreuzung von Stresemann- und Kennedyallee gegangen. Wenn nicht alles trügen würde, müssten die Cabrios mit den Spielern und Offiziellen des Vereins hier vorbei kommen, um entweder zur Friedensbrücke hin abzubiegen oder weiter zur Untermainbrücke zu fahren und von dort dann Richtung Römer. So kam es dann auch.  An der Kreuzung hatte

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Wo sind Twitter und Instagram hin – herrlarbig.de und die Umstellungen gemäß DSGVO

Zur Zeit wird herrlarbig.de für die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung angepasst. In diesem Rahmen werden hier Funktionen (vorrübergehend?) nicht zur Verfügung stehen. Dazu gehören die eingebetteten Twitter- und Instragm-Beiträge in der linken Seitenleiste. Wer meine Beiträge auf Twitter oder Instagram sehen will, kann aber direkt meine Profile dort aufrufen: https://twitter.com/herrlarbig https://instagram.com/torstenlarbig Zudem können die Links unter dem Logo-Foto in der linken Menu-Spalte ganz oben genutzt werden. Dabei handelt es sich lediglich um Links zu den Seiten, es sind keine eigebettete Buttons, die Daten an die jeweiligen Netzwerke übertragen könnten. Und ja: Die Schriften hier im Blog haben sich geändert, da ich

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Ich bin kein digitaler Dogmatiker. Leider. (Kann aber noch werden ;-) )

Ein nicht sehr dickes Buch, so ca. 240 Seiten, allerdings in gebundener Version, Textmarker und Notizbuch bringen 1238 Gramm auf die Waage. Ihr könnt mir das glauben, ich habe es gerade gewogen. Das Tablet mit Tastatur, Hülle und Stift kommt auf 865 Gramm, da sind die Bücher, mehr als hundert, bereits mitgewogen, außerdem beliebig viele Notizbücher, inklusive einer Handschriftenapp, Skizzenblöcke, Landkarten, ein Kompass, eine Kompaktkamera mit guter Bildqualität usw. Wenn ich Bücher umziehe, was zum Glück bislang mit meiner gegenwärtigen Bibliothek nur einmal vorgekommen ist, wird sehr schnell klar, welche Last all die Bücher sind; bei all der Lust, die

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Die Langeweile des Bungeesprungs – Simon Strauss: Sieben Nächte

Endzwanziger scheinen nunmehr seit mindestens 20 Jahren in der Dauerkrise einer Sinnsuche zu sein. 1995 führte die damit verbundene Suchbewegung in Christian Krachts »Faserland« immerhin noch zu Fisch-Gosch mit Champagner und Scampis auf Sylt, zu bunten Pillen, schwulen Burschenschaftern und schwarzen Models in Hamburg, Frankfurt und Heidelberg1, während heutige Sinnkrisen explizit mit den Todsünden in Verbindung gebracht werden. Zumindest bei Simon Strauss, dessen Protagonist beim nächtlichen Versuch, Todsünden zu begehen, scheitert. Als ob die Säkularisierung, die mit dem Transzendenten nicht mehr rechnet, sogar die schlimmsten aller Sünden mit einem Grauschleier der Langeweile und Ödnis überzogen hätte. Es ist die Angst

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Gedichtinterpretation: Johann Wolfgang Goethe – Natur und Kunst (1800)

 Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehenUnd haben sich, eh’ man es denkt, gefunden;Der Widerwille ist auch mir verschwunden,Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.Es gilt wohl nur ein redliches Bemühen!Und wenn wir erst in abgemeßnen StundenMit Geist und Fleiß uns an die Kunst gebunden,Mag frei Natur im Herzen wieder glühen.So ist’s mit aller Bildung auch beschaffen:Vergebens werden ungebundne GeisterNach der Vollendung reiner Höhe streben.Wer Großes will, muß sich zusammenraffen;In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister,Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben. Worum eigentlich geht es in diesem um 1800 ohne Titel erschienen Sonett? Geht es um Natur und

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